Fuß­ball-Bay­ern­li­ga Nord

FC Ein­tracht besiegt Geben­bach 3:1

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Gebenbach
Der FC Ein­tracht Bam­berg mar­schiert zusam­men mit der DJK Vil­z­ing in der Fuß­ball-Bay­ern­li­ga-Nord vor­an. Dank eines äußerst mühe­vol­len 3:1‑Erfolgs gegen die DJK Geben­bach am Sams­tag­nach­mit­tag haben die Schütz­lin­ge von Coach Juli­an Kol­beck die Tabel­len­füh­rung erfolg­reich verteidigt.

Die DJK Vil­z­ing bleibt punkt­gleich mit 57 Zäh­lern Zwei­ter, hat aber bereits ein Spiel mehr als der FC Ein­tracht absol­viert. Die Dom­rei­ter haben zehn Spiel­ta­ge vor Schluss somit nach wie vor die bes­te Aus­gangs­po­si­ti­on im Titelrennen.

Der Auf­schrei der knapp 400 Zuschau­er im Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on war ver­mut­lich noch im benach­bar­ten Haupt­s­moor­wald zu hören. Gan­ze 94 Minu­ten waren da zwi­schen dem FC Ein­tracht und dem Zehn­ten, der DJK Geben­bach, absol­viert – und das Spiel stand nach wie vor auf Mes­sers Schnei­de. Und dann erreich­te den ein­ge­wech­sel­ten Armend Els­ha­ni der Ball über David Lang von der lin­ken Sei­te, der Bam­ber­ger Stür­mer sah, dass Geben­bachs Schluss­mann etwas weit vor dem Tor stand und ver­senk­te das Leder blitz­sauber zum 3:1 im rech­ten Win­kel. Unmit­tel­bar danach Schluss­pfiff, eine aus­ge­las­sen fei­ern­de Spie­ler­trau­be rund um Coach Juli­an Kol­beck, drei wei­te­re Punk­te im Auf­stiegs­kampf. Die Erleich­te­rung bei allen Betei­lig­ten tri­um­phier­te in die­sem Moment über die­se end­los zähe Num­mer, die mit etwas weni­ger Glück hät­te genau­so aus­ge­hen kön­nen wie die Par­tie gegen den Tabel­len­letz­ten ASV Cham zwei Wochen zuvor an sel­ber Stel­le (2:3).

„Ein dre­cki­ger Sieg“

Wenn es eines letz­ten Bewei­ses bedurft hät­te, dass die­se Bay­ern­li­ga­sai­son ab sofort in die ent­schei­den­de Pha­se geht, dann war es die­ser ver­krampf­te Auf­tritt der jun­gen Dom­rei­ter. Jeder Zäh­ler könn­te am Ende über Wohl und Wehe ent­schei­den, jetzt bloß nichts mehr lie­gen las­sen. Und genau im „Nor­mal­pro­gramm“ wie in Spie­len gegen Geben­bach, wenn man es so nen­nen will, wird sich der Titel­kampf ent­schei­den. Gegen­über dem impo­san­ten Auf­tritt beim Mit­fa­vo­ri­ten SpVgg Ans­bach eine Woche zuvor war die Kol­beck-Elf nicht wie­der­zu­er­ken­nen. Immer­hin muss man dem Team beschei­ni­gen, dass es den Kampf bis in die Fuß­spit­zen annimmt, wenn es spie­le­risch nicht läuft. Es ist die­se unbän­di­ge Moral der Dom­rei­ter, die jeden Geg­ner beein­druckt. Als Franz Hel­mer nach unend­lich lan­gen 66 Minu­ten nach Vor­ar­beit von Luca Lje­v­sic end­lich der Füh­rungs­tref­fer gelang, dach­te man, dass der FCE jetzt befrei­ter auf­spie­len wür­de. Doch kei­ne drei Minu­ten spä­ter der Nacken­schlag: Die Defen­si­ve bekommt nach einer Ecke den Ball nicht geklärt, die­ser lan­det bei Nico Becker – und der wuch­tet das Leder satt aus sie­ben Metern an Ben Olschew­ski vor­bei ins lin­ke Eck. Aus­gleich. Eine ande­re Mann­schaft bricht jetzt viel­leicht zusam­men, die Dom­rei­ter aber machen wei­ter, immer wei­ter – und erzwin­gen das Glück. Wie­der­um Franz Hel­mer glänzt mit einem Ein­zel­so­lo fast an der lin­ken Grund­li­nie, war­tet den ent­schei­den­den Moment ab, bis Geben­bachs Schluss­mann Chris­toph Lind­ner die Bei­ne etwas auf­macht und schiebt ihm das Leber zum 2:1 durch die Bei­ne. Nun, wenn man ehr­lich ist, ver­schaff­te auch die­se erneu­te Füh­rung dem FCE nicht die gewünsch­te Sicher­heit. Der Schlen­dri­an zog sich durch alle Mann­schafts­tei­le, auch durch die sonst so siche­re Defen­si­ve. Ein Feh­ler und es droh­te der erneu­te Aus­gleich. Doch der Wil­le ver­setz­te schließ­lich Ber­ge. Bis in die Nach­spiel­zeit. Und bis Armend Els­ha­ni den Ball von David Lang bekam.

„Ein dre­cki­ger Sieg. Ob er jetzt ver­dient war, dar­über kön­nen wir reden. Unter dem Strich bin ich extrem froh, dass wir die drei Punkt hier­be­hal­ten haben“, resü­mier­te Trai­ner Juli­an Kol­beck. „Das war kein gutes Spiel von uns. Geben­bach hat frei auf­ge­spielt, hat mutig gespielt. Wir hat­ten eine Blo­cka­de im Kopf, waren zu ver­krampft, woll­ten viel­leicht auch zu viel. Am Ende des Tages zäh­len die drei Punk­te in unse­rer Situa­ti­on. Das ist ein­fach Kampf um den Auf­stieg. Das war aber schon ein har­tes Brett heute.“

Wei­ter geht es für den FC Ein­tracht Bam­berg am kom­men­den Frei­tag beim ATSV Erlan­gen, die Heim­nie­der­la­ge im Hin­spiel soll­te für die Dom­rei­ter für zusätz­li­che Moti­va­ti­on sorgen.

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