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Eintracht Bamberg

Füh­rung nicht ins Ziel gebracht

Ein­tracht Bam­berg spielt 1:1 gegen Türk­gücü München

Der FC Ein­tracht Bam­berg war­tet wei­ter­hin auf den ers­ten Sieg im neu­en Jahr. Durch das 1:1 zuhau­se gegen Türk­gücü Mün­chen sam­mel­te die Mann­schaft zwar einen wich­ti­gen Punkt im Abstiegs­kampf, ver­pass­te es aber, mehr dar­aus zu machen. Die direk­te Tabel­len­kon­kur­renz hat unter­des­sen gewonnen.

Nach dem unglück­li­chen Last-Minu­te-Aus­gleich in Burg­hau­sen in der Vor­wo­che wech­sel­te Bam­bergs Coach Jan Gern­lein (lesen Sie hier den Stadt­echo-Fra­ge­bo­gen mit J. Gern­lein) drei­mal für sei­ne Start­elf gegen Türk­gücü Mün­chen. Jonas Hart­wig ersetz­te am Sams­tag (23. März) im Spiel gegen den Tabel­len­fünf­ten der Regio­nal­li­ga Bay­ern Kapi­tän Chris­to­pher Kett­ler. Luca Auer und Phil­ipp Hack stan­den für Sebas­ti­an Val­dez und Mar­co Schmitt von Beginn an auf dem Feld.

In der Anfangs­pha­se der Par­tie kon­zen­trier­ten sich die Dom­rei­ter zunächst auf ihre Defen­siv­ar­beit. Ähn­lich spiel­te Mün­chen wes­we­gen die knapp 650 Zuschauer:innen im Fuchs-Park-Sta­di­on nur wenig Tor­ge­le­gen­hei­ten zu sehen bekamen.

Erst in der 24. Minu­te strahl­te Bam­berg nach einem Stan­dard zum ers­ten Mal Tor­ge­fahr vor dem Kas­ten der Gäs­te aus. Eine scharf vor das Tor gezo­ge­ne Frei­stoß­flan­ke von Phil­ipp Hack aus dem lin­ken Halb­feld konn­te Türk­gücü-Kee­per Kol­be aber festhalten.

Gefähr­li­cher wur­de es nach knapp einer hal­ben Stun­de, als Luca Ljev­sic in der 29. Minu­te den Münch­ner Pfos­ten traf. Zuvor leg­te Phil­ipp Hack von links flach zurück auf den her­bei eilen­den Ver­tei­di­ger, der aus der Dre­hung abzog. Auch der Nach­schuss war noch ein­mal gefähr­lich. David Lang kam zen­tral an die Kugel, wirk­te aber über­rascht und schoss den Ball über die Quer­lat­te. Das hät­te die Füh­rung sein müs­sen, doch mit 0:0 gin­gen die Mann­schaf­ten zur Halb­zeit in die Kabinen.

Füh­rungs­tref­fer für Bam­berg, Türk­gücü kommt prompt zurück

Zur zwei­ten Halb­zeit kam Türk­gücü Mün­chen bes­ser ins Spiel. Crni­cki schoss in der 52. Minu­te aus 25 Metern aufs Bam­ber­ger Tor und stell­te FCE-Tor­hü­ter Ben Olschew­ski mit einem Flat­ter­ball auf die Pro­be. Die­sen konn­te Olschew­ski nur abtrop­fen las­sen. Made­rers Nach­schuss ging jedoch knapp über das Tor.

Dann ging Bam­berg in Füh­rung. Wie so häu­fig in die­ser Sai­son ging es über die star­ke rech­te Bam­ber­ger Sei­te, wo in der 61. Minu­te Luca Ljev­sic zunächst auf Phil­ipp Hack spiel­te. Der Angrei­fer nahm den Ball ein­mal mit und woll­te erneut auf Ljev­sic able­gen, doch der Pass­ver­such wur­de abge­blockt und lan­de­te wie­der vor den Füßen von Hack. Die­ser schal­te­te im Straf­raum der Gäs­te jedoch schnell und beför­der­te den Ball ins Netz.

In der 64. Minu­te gelang Bam­berg bei­na­he das 2:0. Marc Reisch­manns gefühl­vol­len Steck­pass hin­ter die Abwehr­ket­te der Gäs­te nahm David Lang direkt mit und umkurv­te den her­aus lau­fen­den Kol­be. Letzt­lich war der Win­kel aber zu spitz und der Abschluss­ver­such ging knapp am Tor vorbei.

So kam es, wie es oft kommt, wenn eine Mann­schaft ihre Chan­cen nicht nutzt – der Geg­ner gleicht aus. In der 69. Minu­te kamen die Münch­ner zurück. Nach einer Ecke von links stieg Made­rer am höchs­ten und köpf­te die Kugel mit dem Hin­ter­kopf ins Tor – kei­ne Abwehr­chan­ce für Olschewski.

Die Schluss­pha­se des Spiel zei­tig­te eini­ge wei­te­re Tor­chan­cen auf bei­den Sei­ten, letzt­lich konn­te aber kei­ne der Mann­schaf­ten mehr als einen Punkt mit aus der Par­tie nehmen.

Bam­bergs Trai­ner Gern­lein zeig­te sich nach dem Abpfiff mit dem 1:1 ent­täuscht. „Im Abstiegs­kampf musst du irgend­wann mal gewin­nen“, sag­te er, „und der Geg­ner heu­te hät­te es her­ge­ge­ben. Hät­ten wir etwas mehr für das Spiel getan, hät­ten wir es auch gewin­nen müs­sen. Am Ende waren es für uns zwei Punk­te zu wenig.“

Nach 26 Spiel­ta­gen steht Bam­berg mit 22 Punk­ten wei­ter­hin auf dem Rele­ga­ti­ons­platz 16. Der Vor­sprung des Tabel­len­fünf­zehn­ten, SV Schal­ding-Hei­ning, hat sich durch einen 2:1‑Sieg nun aller­dings auf vier Punk­te erhöht. Glück für Bam­berg: Beim Geg­ner des SV han­del­te es sich um den Tabel­len­vier­zehn­ten der SpVgg Ans­bach, die ihren Abstand zur Ein­tracht somit nicht auch noch wei­ter aus­ge­baut und nun auch 26 Punk­te hat.

Letz­tes Heim­spiel der Hinrunde

Ein­tracht Bam­berg holt einen Punkt gegen FC Augs­burg II

Im letz­ten Heim­spiel der Hin­run­de der Sai­son der Regio­nal­li­ga Bay­ern hat der FC Ein­tracht Bam­berg ein zähes 0:0 gegen den FC Augs­burg II erspielt. Erst nach einer roten Kar­te in der Schluss­pha­se wur­de das Spiel etwas intensiver.

Ges­tern Abend (17. Okto­ber) hat­te der FC Ein­tracht Bam­berg den FC Augs­burg II im Fuchs-Park-Sta­di­on zu Gast. Im Ver­gleich zum Aus­wärts­er­folg in Mem­min­gen am ver­gan­ge­nen Frei­tag wech­sel­te Bam­bergs Chef­trai­ner Jan Gern­lein auf zwei Posi­tio­nen. Phil­ipp Hack und Tobi­as Linz kehr­ten in die Start­elf zurück, für sie wei­chen muss­ten Andre­as Mahr und Luca Leistner.

Für den ehe­ma­li­gen Bam­ber­ger Spie­ler Moritz Kau­be, der seit die­ser Sai­son im Dress der Augs­bur­ger spielt, kam es unter­des­sen zur Rück­kehr an die alte Wir­kungs­stät­te. Auch die bei­den Chef­trai­nern Tobi­as Strobl und Jan Gern­lein ken­nen sich aus ihrer gemein­sa­men Zeit beim 1. FC Schwein­furt 05.

Die knapp 600 Zuschaue­rIn­nen beka­men aller­dings ein zähes Spiel ohne gro­ße Tor­chan­cen zu sehen. Leis­tungs­ge­recht ende­tet die Par­tie zwi­schen den neunt­plat­zier­ten Augs­bur­gern und Bam­berg mit 0:0.

Zusam­men­fas­sung Spielverlauf

Der FC Augs­burg II hat­te von Anfang an mehr Ball­be­sitz, die Bam­ber­ger stan­den ent­spre­chend tief und lau­er­ten auf Kon­ter-Gele­gen­hei­ten. Ech­te Tor­ge­fahr strahl­ten bei­de Mann­schaf­ten jedoch nicht aus.

Gegen Ende der ers­ten Hälf­te dräng­te die U23-Aus­wahl des FC Augs­burg die Ein­tracht zwar tief in die eige­ne Hälf­te, blieb aller­dings ohne Tor­ab­schluss. Die Bam­ber­ger konn­ten ihre eige­nen Angrif­fe eben­so wenig sau­ber zu Ende spie­len und blie­ben eben­falls blass vor dem geg­ne­ri­schen Tor.

Erst eine rote Kar­te für Andre­as Mahr in der Schluss­pha­se (88. Minu­te) brach­te Auf­re­gung ins Bam­ber­ger Spiel. Nahe der Mit­tel­li­nie hat­te Mahr hart gefoult und muss­te das Feld ver­las­sen. Dann war die dezi­mier­te Bam­ber­ger Mann­schaft gegen die nun stär­ker andrän­gen­den Augs­bur­ger inten­si­ver gefor­dert. Die Abwehr und allen vor­an Schluss­mann Fabi­an Dell­er­mann hiel­ten jedoch das 0:0‑Unentschieden.

Trai­ner Gern­lein sag­te nach dem Spiel: „Wir haben das Spiel so erwar­tet. Der Geg­ner ist eine Mann­schaft, die sehr viel mit dem Ball anfan­gen kann, also muss­ten wir viel lau­fen, viel die Räu­me schlie­ßen und gut ver­tei­di­gen. Wir woll­ten bewei­sen, dass wir sta­bil gegen den Ball sind und falls es die Mög­lich­keit gibt, Nadel­sti­che zu set­zen, woll­ten wir die­se nut­zen. Soweit waren wir heu­te aber nicht. Mit dem Ball waren wir heu­te nicht mutig genug, um sel­ber Sequen­zen her­aus­zu­spie­len. Des­we­gen ist es am Ende des Tages ein ver­dien­ter Punkt, weil wir gegen den Ball Gas gege­ben, immer wie­der gut geschlos­sen und uns das am Ende mit unse­rem Her­zen ver­dient haben.“

Der FC Ein­tracht Bam­berg steht vor dem letz­ten Spiel der Hin­run­de, am Frei­tag geht es gegen Bay­ern Mün­chen II, mit 14 Punk­ten wei­ter­hin auf dem 17. Tabel­len­platz. Aller­dings konn­te die Mann­schaft mit dem Tabel­len­sech­zehn­ten FC Mem­min­gen gleich­zie­hen und liegt nur noch auf­grund des schlech­te­ren Tor­ver­hält­nis­ses hin­ter den Allgäuern.

Regio­nal­li­ga Bayern

Letz­tes Heim­spiel der Hin­run­de: Ein­tracht Bam­berg gegen FC Augs­burg II

Nach dem 3:2‑Erfolg im Kel­ler­du­ell gegen den FC Mem­min­gen steht für den FC Ein­tracht Bam­berg heu­te Abend die nächs­te Par­tie in der Regio­nal­li­ga Bay­ern an. Zum letz­ten Heim­spiel der Hin­run­de ist der FC Augs­burg II zu Gast. Mit einem Sieg könn­te Bam­berg die Abstiegs­plät­ze verlassen.

Nach einer Serie von meh­re­ren Nie­der­la­gen konn­te der FC Ein­tracht Bam­berg zuletzt zwei Aus­wärts­spie­le nach­ein­an­der für sich ent­schei­den. Gegen Schal­ding-Hei­ning (Tabel­len­platz 15) und Mem­min­gen (16) fuhr die Mann­schaft wich­ti­ge Punk­te im Abstiegs­kampf ein und wahr­te den Anschluss an die Rele­ga­ti­ons­plät­ze. Gegen den FC Augs­burg II steht heu­te Abend (17. Okto­ber) das letz­te Heim­spiel der Hin­run­de der Regio­nal­li­ga-Bay­ern-Sai­son an. Die U23-Aus­wahl der Augs­bur­ger belegt der­zeit den zehn­ten Platz.

Für den FCE beginnt zudem die nächs­te eng­li­sche Woche – am Frei­tag wird die Mann­schaft beim Bay­ern Mün­chen II zu Gast sein. Chef­trai­ner Jan Gern­lein sieht in der Belas­tung jedoch kein Pro­blem für sein Team. „Ich glau­be, dass sich die Mann­schaft vom Spiel gegen Mem­min­gen gut rege­ne­riert hat und heu­te mit Rücken­wind bereit ist für die Auf­ga­be gegen Augs­burg.“ Ver­zich­ten muss Gern­lein aller­dings auf die ver­letz­ten Ben Olschew­ski, David Lang, Timm Stras­ser und Björn Schön­wies­ner. Außer­dem dro­hen mit Nico Baum­gartl und Johan­nes Geb­hart krank­heits­be­dingt wei­te­re Offen­siv­spie­ler auszufallen.

Als Moti­va­ti­on für das Spiel dürf­te neben dem Rücken­wind trotz­dem aber auch die Tabel­len­si­tua­ti­on die­nen. Gewinnt Bam­berg, hät­te die Mann­schaft 16 Punk­te und könn­te damit – vor­aus­ge­setzt, die­se Teams ver­lie­ren – an Mem­min­gen, Schal­ding-Hei­ning, Burg­hau­sen und Ans­bach vor­bei­zie­hen und vom 17. auf den 13. Platz klettern.

Der FC Augs­burg II

Der FC Augs­burg II spielt seit der Sai­son 2012 durch­gän­gig in der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Die bes­ten Plat­zie­run­gen erreich­te die Mann­schaft in den Spiel­zei­ten 2013 /​/​2014 und 2016 /​/​2017, als die Sai­son jeweils auf dem vier­ten Platz ende­te. Die ver­gan­ge­ne Run­de schlos­sen die Augs­bur­ger auf dem zehn­ten Platz ab. Ihre aktu­el­le Sai­son-Bilanz weist fünf Sie­ge, drei Unent­schie­den und sechs Nie­der­la­gen auf. Zuletzt gewann der FC Augs­bur­ger II mit 4:2 gegen die SpVgg Greu­ther Fürth II.

„Augs­burg ist eine jun­ge, tak­tisch und tech­nisch sehr gute Mann­schaft, die einen kla­ren Plan im Ball­be­sitz hat“, sagt Jan Gern­lein. „Sie kön­nen in Umschalt­mo­men­ten sehr gefähr­lich wer­den. Da müs­sen wir schau­en, dass es kein wil­des Spiel wird und wir unse­re Struk­tur halten.“

Top­tor­jä­ger der Augs­bur­ger ist Kapi­tän Hen­drik Hof­gärt­ner mit fünf Tref­fern in der lau­fen­den Spiel­zeit. Trai­ner der Schwa­ben ist seit 2022 Tobi­as Strobl, der zuvor beim FC Schwein­furt 05 an der Sei­ten­li­nie stand. Dort war sein Co-Trai­ner Jan Gern­lein. Auch auf einen wei­te­ren alten Bekann­ten tref­fen die Bam­ber­ger im Spiel gegen Augs­burg. Mit Moritz Kau­be kehrt ein Bam­ber­ger-Eigen­ge­wächs zurück an sei­ne alte Wir­kungs­stät­te. Bereits in der Jugend spiel­te Kau­be für den FCE und wur­de 2019 Teil der Herrenmannschaft.

Sei­ne Zeit beim FC Ein­tracht Bam­berg krön­te der 22-Jäh­ri­ge mit dem Auf­stieg in die Regio­nal­li­ga. Seit die­ser Sai­son läuft er für die U23-Aus­wahl Augs­burgs auf und erziel­te bereits drei Tore im neu­en Dress. Sein ehe­ma­li­ger Übungs­lei­ter Jan Gern­lein blickt ent­spre­chend Vor­freu­de auf das Spiel. „Ich habe Noritz als Men­schen ger­ne, schät­ze ihn aber auch als Sport­ler. Wir haben ihn mehr oder weni­ger ein biss­chen dahin­ge­schickt, damit er die­sen Weg mal geht.“

„Müs­sen ver­su­chen, eine Serie zu starten“

Ein­tracht Bam­berg vor Duell mit Über­ra­schungs­team DJK Vilzing

Vor­ges­tern bezwang der FC Ein­tracht Bam­berg den SV Schal­ding-Hei­ning und sicher­te sich damit den ers­ten Aus­wärts­sieg der Sai­son in der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Nun will der Ver­ein gegen das Über­ra­schungs­team der DJK Vil­z­ing nachlegen.

Der FC Ein­tracht Bam­berg könn­te in die­sen Tagen einen Lauf fort­set­zen. Nach dem über­ra­schen­den 2:2 gegen die SpVgg Bay­reuth am Wochen­en­de gelang der Ein­tracht am Diens­tag (3. Okto­ber) der nächs­te Sieg. 2:0 hieß es am Ende gegen den SV Schalding-Heining.

Durch das 3:2 des FC Mem­min­gen im Par­al­lel­spiel ver­bes­ser­te Bam­berg damit in der Tabel­le zwar nicht sei­nen 17. Platz. Mit den der­zei­ti­gen zehn Punk­ten feh­len jedoch nur noch zwei Zäh­ler auf einen Nicht­ab­stiegs­platz. Dort, auf dem 14. Platz, steht die SpVgg Ans­bach mit 12 Punkten.

Eine Chan­ce für Bam­berg, sich wei­ter zu ver­bes­sern, bie­tet sich am kom­men­den Sams­tag, 7. Okto­ber. Dann gas­tiert die DJK Vil­z­ing im Fuchs-Park-Stadion.

DJK Vil­z­ing

Die DJK Vil­z­ing, Bay­ern­li­ga­meis­ter 2021 /​/​2022, steht der­zeit auf dem zwei­ten Tabel­len­platz. Zwar hat die Mann­schaft mit 33 Punk­ten genau­so vie­le wie der Spit­zen­rei­ter der Würz­bur­ger Kickers, nur die Tor­dif­fe­renz ist bei Vil­z­ing schlech­ter. Mit fünf Sie­gen in Fol­ge wird das Team von Chef­trai­ner Josef Eibl aber sicher­lich dar­auf drän­gen, die Serie auch in Bam­berg aus­zu­bau­en und den Tabel­len­platz zu verteidigen.

Dass Vil­z­ing einen schwe­re­ren Geg­ner dar­stellt als es in den vor­an­ge­gan­ge­nen Spie­len der Fall war, mach­te Ein­tracht-Trai­ner Jan Gern­lein vor dem Spiel klar. „Vil­z­ing hat einen unglaub­li­chen Lauf und spielt tol­len Fuß­ball. Sie sind sehr offen­siv­stark und haben zuletzt in Buch­bach gezeigt, dass sie auch bei Rück­stand ein hohes Selbst­ver­ständ­nis haben, die Spie­le zu gewin­nen. Wir müs­sen hof­fen, dass sie am Sams­tag nicht ans Maxi­mum kom­men.“ Trotz­dem steck­te Gern­lein die Zie­le der eige­nen Mann­schaft hoch. „Wir müs­sen jetzt selbst ver­su­chen, eine klei­ne Serie zu starten.“

Regio­nal­li­ga Bayern

4:0 gegen den 1. FC Nürn­berg II: Ein­tracht Bam­berg ver­liert zum neun­ten Mal

Der FC Ein­tracht Bam­berg war­tet wei­ter auf sei­nen ers­ten Punkt­ge­winn in einem Aus­wärts­spiel in der Regio­nal­li­ga. Am Wochen­en­de ging das Spiel gegen die zwei­te Mann­schaft des 1. FC Nürn­berg mit 4:0 ver­lo­ren. Zu oft mach­ten die Bam­ber­ger es dem Geg­ner zu leicht.

Bam­bergs Spiel gegen den 1. FC Nürn­berg II begann aus­sichts­reich. Stür­mer David Lang konn­te nach einer Flan­ke von Tobi­as Linz erst im letz­ten Moment von sei­nem Gegen­spie­ler geblockt wer­den und ver­fehl­te weni­ge Minu­ten spä­ter nach einer Flan­ke von Luca Ljev­sic nur knapp mit dem Kopf.

Aber vor knapp 300 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er im Sport­park Valz­ner­wei­her hat­ten auch die Haus­her­ren aus Nürn­berg in der Anfangs­vier­tel­stun­de den einen oder ande­ren guten Abschluss. Bam­berg hielt vor­erst Stand, mach­te in der 29. Minu­te dann aber einen uner­zwun­ge­nen Fehler.

FCE-Tor­wart Dell­er­mann setz­te im Spiel­auf­bau Mit­tel­feld­mann Marc Reisch­mann mit einem unge­nau­en Pass unter Druck. Reisch­mann woll­te zurück zum Tor­wart pas­sen – die­ses Zuspiel lief Nürn­bergs Pedro Mute­ba aber ab und brach­te den Club in Führung.

In der Fol­ge gab sich Bam­berg aber nicht auf. Die Ein­tracht bemüh­te sich, den Aus­gleich zu erzie­len, war aber im Abschluss zu unge­fähr­lich. Das bestraf­te der 1. FC Nürn­berg II. Nach einem wei­te­ren inkon­se­quen­ten Angriff der Bam­ber­ger gewann Nürn­berg den Ball und star­te­te einen Kon­ter. Pedro Mute­ba zog davon, ließ Bam­bergs auf­ge­rück­ten Defen­siv­ver­bund ein­fach ste­hen, umkurv­te Tor­wart Dell­er­mann und erhöh­te auf 2:0.

Als vor der Halb­zeit dann auch noch das 3:0 fiel, war das Spiel für Bam­berg eigent­lich bereits vor­bei. Nach einer Ecke für den Club fühl­te sich nie­mand für Simon Joa­chims zustän­dig, der im Fünf­me­ter-Raum frei­ste­hend den Ball nur noch ins Tor nicken musste.

Bam­berg nun auf Platz 17

In der zwei­ten Halb­zeit zeig­ten die Nürn­ber­ger Haus­her­ren ihre spie­le­ri­schen Qua­li­tä­ten und ver­wal­te­ten die Par­tie. Den 4:0‑Endstand erziel­te dann in der 80. Minu­te Nico Wiltz. Sein har­ter Flach­schuss aus etwa 14 Metern schlug im Kas­ten der Bam­ber­ger ein und besie­gel­te eine ver­dien­te Nie­der­la­ge der Gäste.

Zu einer ent­spre­chen­den Ein­schät­zung kam Bam­bergs Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Spiel. „Wir woll­ten heu­te mutig nach vor­ne spie­len, sind aber schon nach weni­gen Minu­ten von die­sem Plan abge­wi­chen und haben uns den Schneid abkau­fen las­sen. Wir müs­sen dahin kom­men, dass wir in sol­chen Spie­len unse­re Auf­ga­ben kon­se­quent umset­zen und ans Limit gehen. Wenn uns das nicht gelingt, dann wird es schwer, in die­ser Klas­se Teams wie den Club in Ver­le­gen­heit zu bringen.“

Bam­berg steht nach neun Nie­der­la­gen aus elf Spie­len nun auf dem vor­letz­ten Tabel­len­platz, Platz 17, der Regio­nal­li­ga Bayern.

Der­by in Mittelfranken

Vor­schau: Ein­tracht Bam­berg gegen 1. FC Nürn­berg II

Nach zuletzt drei deut­li­chen Nie­der­la­gen in Fol­ge geht es für den FC Ein­tracht Bam­berg mor­gen (23. Sep­tem­ber) zum Der­by nach Mit­tel­fran­ken. Dort trifft die Mann­schaft am elf­ten Spiel­tag der Regio­nal­li­ga Bay­ern auf den 1. FC Nürn­berg II.

Der FC Ein­tracht Bam­berg belegt nach zwei Sie­gen und acht Nie­der­la­gen momen­tan mit sechs Punk­ten den 16. Platz der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Mor­gen trifft Bam­berg aus­wärts auf den 1. FC Nürn­berg II.

Nach fünf Nie­der­la­gen in Serie hat die Mann­schaft, wie der Ver­ein mit­teil­te, aber wei­ter­hin das Ziel, sich von Spiel zu Spiel wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. „Wir wol­len dem Geg­ner weni­ger gro­ße Geschen­ken machen“, sagt Trai­ner Jan Gern­lein, „als es zuletzt der Fall war, und uns für den Auf­wand und die Leis­tun­gen beloh­nen. Wir glau­ben nach wie vor, das mit unse­rer Art und Wei­se, Fuß­ball zu spie­len, schaf­fen zu können.“

Das ist der 1. FC Nürn­berg II

Die U23-Aus­wahl des 1. FC Nürn­berg spielt seit der Grün­dung der Spiel­klas­se durch­gän­gig in der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Die bes­te Plat­zie­rung gelang in der Sai­son 2015 /​/​2016, als man die Spiel­zeit auf dem zwei­ten Platz abschloss.

Letz­te Sai­son wur­de der Club Vier­ter, aktu­ell ran­giert die Mann­schaft mit 13 Punk­ten auf dem neun­ten Platz. Ins­ge­samt konn­ten die Mit­tel­fran­ken bis­her in die­ser Sai­son vier Spie­le gewin­nen und ein­mal Unent­schie­den spie­len. Fünf Par­tien gin­gen zudem ver­lo­ren, unter ande­rem zuletzt das Der­by gegen die SpVgg Fürth II (0:2).

Top­tor­jä­ger der Mann­schaft ist Neu­zu­gang Juli­an Kania mit neun Tref­fern. Trai­ner der Nürn­ber­ger ist seit die­ser Spiel­zeit Andre­as Wolf, der selbst jah­re­lang für den 1. FC Nürn­berg spiel­te und dort den DFB-Pokal gewann.

So schätzt Jan Gern­lein Bam­bergs kom­men­den Geg­ner ein: „Nürn­berg hat­te einen grö­ße­ren Umbruch und hat immer wie­der wech­seln­de Kader am Spiel­tag. Somit sind sie extrem gefähr­lich, weil man nie weiß, wie man sie erwischt. Erfah­rungs­ge­mäß war es immer sehr schwer, in Nürn­berg zu punk­ten, aber sehr schwer heißt ja nicht unmöglich.“