IHK-Gremium Bamberg im Austausch mit Landrat und Oberbürgermeister
Wirtschaft und Politik suchen Schulterschluss für Bamberg
Der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steht im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks des IHK-Gremiums Bamberg mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
„Gerade in Zeiten von Transformationsdruck und wachsender Unsicherheit ist es entscheidend, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam Lösungen vor Ort entwickeln und Hand in Hand zusammenarbeiten“, betont Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. Oberbürgermeister Niedermaier kündigt in diesem Zusammenhang an, dass ein Wirtschaftssenat gegründet werden soll, um den Themen Wirtschaft und Digitalisierung mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. „Wir entwickeln einen direkten Draht in die Politik und stellen damit sicher, dass wirtschaftliche Themen zügig behandelt werden“, so Niedermaier.
Auch Landrat Maciejonczyk unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Wirtschaft: „Am Anfang der Nahrungskette steht immer das, was erwirtschaftet wird. Nur wenn unsere Wirtschaft stark bleibt, können wir auch künftig Wohlstand, soziale Stabilität und gesellschaftliche Leistungen sichern.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden konkrete Themen aus Handel, Logistik, Tourismus, Stadtentwicklung und Denkmalpflege angesprochen. Vertreter aus der regionalen Wirtschaft werben dabei für bessere Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus in Genehmigungsverfahren und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung, aber auch die Sorgen regionaler Unternehmen.
Herbert Grimmer: Bildung als elementarer Schlüsselfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation. Das IHK-Gremium spricht sich für eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis für Selbstständigkeit und Mittelstand zu stärken.
„Bildung ist die Rendite der Zukunft. Das können wir direkt hier in Bamberg gestalten gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.
“Kompass” für die kommenden Jahre überreicht
Zum Abschluss überreicht Grimmer im Namen des IHK-Gremiums den Gästen einen Auszug aus Artikel 153 der Bayerischen Verfassung als symbolischen “Kompass“ für die kommenden Jahre. Dort ist klar als Verfassungsauftrag formuliert, die selbständigen Klein- und Mittelstandsbetriebe zu fördern und gegen “Überlastung und Aufsaugung“ zu schützen, aber auch den Aufstieg „aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen zu fördern“. Grimmer leitet daraus ab, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander Lösungen suchen, um Hindernisse abzubauen. „Wir freuen uns auf eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit,” so Grimmer.
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Politikerinnen und Politiker von Stadt und Landkreis Bamberg feiern ökumenischen Gottesdienst
Gottesdienst als Zeichen für Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung
Mit Gebeten, Musik und Segnungen haben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften gemeinsam die neue Amtsperiode in Stadt und Landkreis Bamberg eingeläutet.
In der St.-Martins-Kirche am Grünen Markt gestalteten Geistliche unterschiedlicher Konfessionen und Glaubensrichtungen einen ökumenischen Gottesdienst, der ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Verantwortung setzte. Eingeladen hatten Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, die gemeinsam mit Mitgliedern von Stadtrat und Kreistag sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern an der Feier teilnahmen.
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Dekan Dr. Markus Kohmann und Pfarrer Helmut Hetzel für die katholische Kirche sowie Dekanin Sabine Hirschmann und Pfarrer Walter Neunhoeffer für die evangelische Kirche. Darüber hinaus wirkten Vertreterinnen und Vertreter weiterer Religionsgemeinschaften mit: die DITIB Bamberg mit Vorsitzendem Mehmet Çetindere und Imam Muhittin Yurttaş, die Liberale Jüdische Gemeinde mit Rabbinerin Dr. A. Yael Deusel und Vorsitzendem Shlomo Weißenfels, die Bahai-Gemeinde mit Birgit Asbeck sowie Vertreterinnen der Alevitischen Gemeinde mit Dilek Öznur und Sinem Adigüzel. In ihren Beiträgen betonten die Geistlichen die zentrale Botschaft des Abends: „Gott ist da, gibt Kraft, Mut und Zuversicht für alles, was ansteht.“ Für die musikalische Gestaltung sorgten der Polizeisängerchor Bamberg, der Gesangsverein Burgebrach sowie Dekanatskantor Michael Goos an der Orgel.
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die persönliche Segnung von Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk durch Dekanin Hirschmann und Pfarrer Hetzel. Beiden soll damit Kraft und Stärke für die verantwortungsvollen Aufgaben der kommenden Jahre zuteilwerden. Auch die Mitglieder des Stadtrates und des Kreistages erhielten eine Segnung für ihre kommunalpolitische Arbeit.
Gemeinsames Wertefundament
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier dankt Johannes Maciejonczyk für die „schöne Idee, den Start in die neue Amtsperiode unter Gottes Segen zu stellen“, die ihn sofort überzeugt habe. „Die christliche Werteordnung bildet auch im Jahr 2026 eine wichtige Richtschnur für politische Entscheidungen, entbindet uns aber freilich nicht von eigenständigen Entscheidungen“, erklärt Niedermaier.
Landrat Johannes Maciejonczyk erklärt: „Mein christlicher Glaube gibt mir Halt und Orientierung – auch im öffentlichen Amt.“ Er freue sich sehr, dass Landkreis und Stadt Bamberg erstmals gemeinsam einen Gottesdienst zum Beginn der neuen Wahlperiode feiern. „Für Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier und mich ist dies ein sichtbares Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein gemeinsames Wertefundament“, betont der Landrat.
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Das Stadtecho fragt
Johann Kalb antwortet
In jeder Ausgabe des Stadtechos legen wir einer Bamberger Persönlichkeit einen Fragebogen vor. Diesmal hat Johann Kalb (CSU), Landrat des Landkreises Bamberg, die Fragen beantwortet.
Herr Kalb, welcher Teil der Arbeit eines Landrats ist zu Pandemiezeiten der schwerste?
Wir tragen als Gesundheitsbehörde hier Verantwortung für den Landkreis und die Stadt Bamberg mit deutlich mehr als 220.000 Einwohnern. Dabei ist es die größte Herausforderung, diejenigen Maßnahmen exakt auszutarieren, die für den Schutz der Gesundheit der Menschen hier in der Region notwendig sind und die auf der anderen Seite die Freiheitsrechte unserer Mitbürger nicht über Gebühr einschränken.
Wer wäre Ihr Favorit als Kanzlerkandidat: Laschet, Merz, Röttgen, Spahn oder Söder?
Es wird Zeit, dass ein Franke Kanzler wird!
Ist die Lüge ein legitimes Mittel in der Politik?
Nein. Was man sagt, darf nicht unwahr sein.
Was braucht ein guter Politiker?
Ein seriöses Wertegerüst. Eine gute Ausbildung. Eine gute Konstitution. Gute Nerven.
Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone? Und welche benutzen Sie am meisten?
Zu viele! Täglich mehrfach nutze ich die sozialen Medien. Das ist eine Möglichkeit, meine Arbeit transparent zu machen und direkt ansprechbar zu sein.
Was ist Ihr größter Wunsch?
Das Europäische Kulturerbe-Siegel für die Klosterlandschaft der Zisterzienser und dann den Titel Welterbe.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Früh brauche ich einen Kaffee. Tagsüber strebe ich eine erfolgreiche Arbeit an. Und am Abend ein Feierabendbier – wenn möglich auf einem Keller.
Haben Sie ein Lieblingsgeräusch?
Das Violinkonzert von Tschaikowsky.
Welchen Luxus leisten Sie sich?
Drei Kinder.
Wovor haben Sie Angst?
Dass Europa auseinanderbricht.
Wann haben Sie zuletzt geflirtet?
Gestern mit meiner Frau.
Wann und warum hatten Sie zum letzten Mal Ärger mit der Polizei?
Hatte ich nicht. Die Polizei ist für mich Freund und Helfer!
Welche Drogen sollten Ihrer Meinung nach legalisiert werden?
Gar keine.
Würden Sie gerne öfter Fahrrad fahren?
Durchaus. Seit ich jedoch ein E‑Bike besitze, fahre ich öfter mal.
Zahlen Sie gern Rundfunkgebühren?
Nein. Das macht meine Frau.
Töten Sie Insekten?
Nur, wenn sie unfreundlich zu mir sind.
Was war der schönste Moment Ihrer politischen Laufbahn? Welcher der Schlimmste?
Der schönste: Die Wahl zum Landrat des Landkreises Bamberg. Einen schlimmsten Moment kann ich nicht definieren.
Auf welchen Moment Ihrer Laufbahn waren Sie am schlechtesten vorbereitet?
Als ich völlig überraschend zum Bürgermeister der Gemeinde Buttenheim gewählt wurde.
Mit welchem großen Politiker können Sie gar nichts anfangen?
Donald Trump.
Was ist Ihr Lieblingsschimpfwort?
Ein anständiger Politiker schimpft nie!
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gern dabei gewesen?
Bei der Grenzöffnung.
Was ist Ihre schlechteste Angewohnheit?
Ungeduld. Ich würde bei vielen Projekten gerne schneller vorankommen.
Ihre Lieblingstugend?
Pünktlichkeit. Ich versuche, immer pünktlich zu sein, weil ich nicht möchte, dass andere wegen mir ihre Zeit verschwenden.
Ihr Hauptcharakterzug?
Da müssten Sie andere fragen.
Was mögen Sie an sich gar nicht?
Die Ungeduld.
Haben Sie ein Vorbild?
Franz von Assisi.
Wofür sind Sie dankbar?
Für meine Frau.
Was lesen Sie gerade?
„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari.
Was ist Ihr Lieblingsbuch, Lieblingsalbum, Lieblingsfilm?
Ich kann nur einen echten Lieblingsfilm benennen: High Noon.
Was ist Ihr liebstes Smalltalk-Thema?
Das leibliche Wohl. Vom guten Essen, das ich gern selbst zubereite, bis zum passenden Wein dazu. Und natürlich Fußball.
Was zeigt das letzte Foto, das Sie mit Ihrem Handy aufgenommen haben?
Die neue Levi-Strauss-Statue vor dem Museum in Buttenheim.
Mit wem würden Sie gerne eine Nacht durchzechen?
Egal, es wird auf jeden Fall lustig!
Wovon haben Sie überhaupt keine Ahnung?
Technik.
Was finden Sie langweilig?
Technik.
Sie sind in einer Bar. Welches Lied würde Sie dazu bringen zu gehen?
Keines.
Was ist Ihre Vorstellung von Hölle?
Temperatur: heiß – Farbe: rot – Bekannte: viele :-).
Gibt es etwas, das Ihnen das Gefühl gibt, klein zu sein?
Die Basketballspieler von Brose Bamberg.
Ich kann nicht leben ohne…
Harmonie.
Sind Sie Tänzer oder Steher?
Je nach Situation.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten wählen – was für ein Tier wären Sie gerne?
Adler – er hat die Sicht von oben, einen scharfen Blick, den Blick aufs Ganze, das Auge fürs Detail.
Was war die größte Unwahrheit, die Sie je über sich gelesen haben?
Ich gehe davon aus, dass alles wahr ist, was über mich geschrieben wurde.
Das Stadtecho gibt eine Runde aus. Was trinken Sie?
Was gibt es zu essen?