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Neujahrsempfang

Neu­jahrs­emp­fang des Erz­bis­tums Bamberg

„Die Kraft der Hoff­nung ist gewaltig“

Unter dem Leit­wort „Du bewegst die Welt“ ist das Erz­bis­tum Bam­berg in das Jahr 2026 gestar­tet. Damit soll die Dyna­mik aus dem von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nen Hei­li­gen Jahr 2025 mit dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ fort­ge­führt wer­den, sag­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl am Sams­tag beim Neu­jahrs­emp­fang des Erz­bis­tums, zu dem rund 850 Gäs­te aus Kir­che, Poli­tik, Kul­tur und Gesell­schaft in die Bam­ber­ger Kon­zert­hal­le gekom­men waren.

Trotz vie­ler Kri­sen und Belas­tun­gen sei 2025 ein hoff­nungs­star­kes Jahr gewe­sen, sag­te Gössl. Vie­le Men­schen hät­ten Orte der Hoff­nung sicht­bar gemacht – dort, wo sich Men­schen umein­an­der küm­mern und Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der über­neh­men. „Die Kraft der Hoff­nung ist gewal­tig, das war spür­bar“, so Gössl. Die­se Hoff­nung sol­le mit dem Mot­to „Du bewegst die Welt“ in die Zukunft fort­ge­führt werden.

Das Jah­res­mot­to sol­le aus­sa­gen: „Es kommt auf jede und jeden Ein­zel­nen an“, erläu­ter­te der Erz­bi­schof. Schon klei­ne Ges­ten könn­ten die Welt eines Men­schen ver­än­dern. Zugleich sei das Mot­to ein Appell zur Ver­ant­wor­tung: Wer die Welt bewe­ge, hin­ter­las­se Spu­ren. Aus christ­li­cher Sicht gehör­ten dazu die Ver­ant­wor­tung vor Gott und das gemein­sa­me Wohl aller Men­schen. Das Leit­wort kön­ne zudem als Anspra­che an Gott und so auch als Glau­bens­be­kennt­nis ver­stan­den wer­den, sag­te Gössl. Gott sei der eigent­li­che Bewe­ger, der auch dort Ver­än­de­rung ermög­li­che, wo aus mensch­li­cher Sicht alles erstarrt scheine.

Beson­ders ver­wies der Erz­bi­schof auf den Sale­sia­ner­pa­ter Rudolf Lun­ken­bein, des­sen Todes­tag sich am 15. Juli zum 50. Mal jährt. Lun­ken­bein war 1976 in Bra­si­li­en von wei­ßen Groß­grund­be­sit­zern erschos­sen wor­den. Der aus Döring­stadt bei Ebens­feld stam­men­de Pries­ter setz­te sich für die Rech­te der Bororo-Indi­ge­nen ein. Lun­ken­bein, der nur 37 Jah­re alt wur­de, habe in weni­gen Jah­ren Außer­ge­wöhn­li­ches bewirkt, sag­te Gössl. Er habe den Bororos neue Per­spek­ti­ven gege­ben, für ihre Land­rech­te gekämpft, den Dia­log mit Poli­tik und Behör­den gesucht und kon­kre­te Ver­bes­se­run­gen in Infra­struk­tur und Land­wirt­schaft ange­sto­ßen. 2018 wur­de in Bra­si­li­en der diö­ze­sa­ne Selig­spre­chungs­pro­zess eröff­net, im Novem­ber 2025 äußer­te sich das zustän­di­ge vati­ka­ni­sche Dik­as­te­ri­um posi­tiv, sodass auf eine bal­di­ge Selig­spre­chung gehofft wird. Auch Ange­hö­ri­ge Lun­ken­beins waren zum Neu­jahrs­emp­fang gekommen.

Um Pater Lun­ken­bein ging es auch in einem von Joffrey Streit mode­rier­ten Podi­ums­ge­spräch mit Pfar­rer Dirk Bin­ge­ner, Prä­si­dent des Hilfs­werks mis­sio Aachen und des Kin­der­mis­si­ons­werks „Die Stern­sin­ger“, Mar­ti­na Eden­ho­fer vom Sale­sia­num Mün­chen und Dom­ka­pi­tu­lar und Kir­chen­his­to­ri­ker Nor­bert Jung. Lun­ken­bein habe sich schon für Kli­ma­schutz und die Bewah­rung der Schöp­fung enga­giert, als die­se Begrif­fe noch gar nicht gebräuch­lich waren, sag­te Jung. Wie lan­ge das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren noch dau­ern wer­de, sei nicht abzu­schät­zen. Der Papst kön­ne theo­re­tisch inner­halb eines Tages ent­schei­den, man­che Ver­fah­ren hät­ten aber auch Jahr­hun­der­te gedau­ert. Da Papst Leo XIV. selbst Mis­sio­nar in Latein­ame­ri­ka war, hof­fe er auf ein schnel­les Ver­fah­ren, so Jung.

Eden­ho­fer kün­dig­te zum dies­jäh­ri­gen Katho­li­ken­tag einen Doku­men­tar­film über Pater Lun­ken­bein an. Und Bin­ge­ner appel­lier­te an die Poli­ti­ker, sich welt­weit gegen Kin­der­ar­beit zu enga­gie­ren. Ihn erfül­le es mit Hoff­nung, dass über­all auf der Welt die Kir­che prä­sent sei, auch wo staat­li­che Struk­tu­ren versagen.

Zuvor hat­te der schei­den­de Bam­ber­ger Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in einem Gruß­wort das Wir­ken der katho­li­schen Kir­che mit ihre zahl­rei­chen Initia­ti­ven, Ideen und Insti­tu­tio­nen gewür­digt: „Der sozia­le Zusam­men­halt in den Städ­ten und Gemein­den lebt von die­sem vor­bild­li­chen Enga­ge­ment.“ Die Kir­chen über­näh­men her­aus­re­gen­de Auf­ga­ben im Kran­ken­haus­we­sen, in der Schu­le und Erzie­hung und in vie­len sozia­len Berei­chen. „Neben der Seel­sor­ge haben bei­de Kir­chen in unse­rem Land Ver­ant­wor­tung über­nom­men“, beton­te Star­ke. Es sei auch künf­tig not­wen­dig, dass die Kir­chen „Moto­ren für bestimm­te Auf­ga­ben“ blei­ben und ver­bind­li­che Moral­vor­stel­lun­gen in die Gesell­schaft ein­brin­gen und dort ver­an­kern. „Das kön­nen nur die Kir­chen, das kann sonst nie­mand mehr, auch nicht die Parteien.“

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Emp­fang von dem Duo „Frau Schmitt und ihr Pia­nist“, Hei­ke Schmitt und Johan­nes Klehr.

Mit Zuver­sicht und Zusam­men­halt Bam­berg gestalten

Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Bamberg

Bis zu sei­ner Ver­ab­schie­dung Ende April wird Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke noch ent­schei­den­de Wei­chen für die Ent­wick­lung Bam­bergs stel­len. Beim Neu­jahrs­emp­fang am Sams­tag in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le for­der­te er die Bür­ger­schaft auf, bei der Kom­mu­nal­wahl am 8. März vom Wahl­recht Gebrauch zu machen.

„Gehen Sie wäh­len, stär­ken Sie die Demo­kra­tie und stär­ken Sie mit Ihrer Aus­wahl die Demo­kra­ten in der Demo­kra­tie!“ Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid war es vor­be­hal­ten, in sei­ner Fest­re­de die 20-jäh­ri­ge Amts­zeit Star­kes Revue pas­sie­ren zu lassen. 

Der OB recht­fer­tig­te das Ver­hand­lungs­er­geb­nis, das mit dem Frei­staat über die Zukunft des Anker­zen­trums erzielt wur­de. Mit dem Erwerb des Gelän­des kom­me die Stadt Bam­berg in die kom­for­ta­ble Situa­ti­on, in zehn Jah­ren über die künf­ti­ge Gestal­tung selbst ent­schei­den zu kön­nen. Die Lösung sei geeig­net, den sozia­len Frie­den zu sichern: „Wir stär­ken den Inter­es­sens­aus­gleich, weil nie­mand gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wird.“ Und wei­ter: „Das ist der Auf­trag von Poli­tik. Einem Ziel, einem Leit­bild der Stadt zu fol­gen und die­ses Bild zum Maß­stab des Han­delns zu machen. Lebens­qua­li­tät her­stel­len, damit sich die Men­schen sicher und behü­tet füh­len. Damit die Infra­struk­tur passt. Damit genü­gend Jobs für alle da sind und kul­tu­rel­le Viel­falt herrscht. Ein Auf­trag, der weit über den Tag hin­aus reicht, auch über den Wahltag.“


Mehr Frau­en in geho­be­nen Positionen

Star­ke beleuch­te­te in sei­ner Rede etli­che wei­te­re The­men, die für die Stadt­ent­wick­lung bedeut­sam sind. Allen vor­an die „sehn­lichst erwar­te­te“ Wie­der­eröff­nung von St. Micha­el, ter­mi­niert auf den 25. April. Beim Neu­jahrs­emp­fang 2025 for­der­te Fest­red­ne­rin Prof. Dr. Jut­ta All­men­din­ger, Frau­en im Beruf zu för­dern. Hier mel­de­te der OB für die Stadt­ver­wal­tung Voll­zug. Mit der Beru­fung von Anne­gret Mich­ler als Bau­re­fe­ren­tin sind die Refe­rats­lei­tun­gen pari­tä­tisch besetzt. Auch auf Amts­lei­ter-Ebe­ne wur­den mehr Frau­en als Män­ner ein­ge­stellt. Der OB kün­dig­te für den 3. Febru­ar den Besuch von Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us an. The­ma wird das Muna-Gelän­de sein. Signa­le der Bun­des­wehr las­sen dar­auf schlie­ßen, dass sie offen ist für Ansprü­che der Stadt Bamberg.


Neu­er Part­ner beim Pro­jekt „Eco-Squa­re“

Mit dem „zwin­gend not­wen­di­gen“ Tie­fen­samm­ler ent­lang des Main-Donau-Kanals wer­den meh­re­re Zie­le ver­folgt: der Gewäs­ser­schutz, die Ent­las­tung des vor­han­de­nen Kanal­net­zes und die Ver­hin­de­rung der Über­flu­tung von Bahn­un­ter­füh­run­gen. Beim Pro­jekt „Eco-Squa­re“ kün­dig­te der OB eine Koope­ra­ti­on zwi­schen dem bis­he­ri­gen Inves­tor und einem neu­en Part­ner an. Tei­le des ehe­ma­li­gen Kar­stadt-Gebäu­des am Max­platz soll­ten von der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät für Leh­re und For­schung ange­mie­tet wer­den. Dank der „Kita-Offen­si­ve“ ist es gelun­gen, im Kin­der­gar­ten­al­ter nahe­zu jeden Bedarf zu decken. „Zei­gen Sie mir eine ver­gleich­ba­re Stadt, die in den letz­ten Jah­ren fast 600 Kita-Plät­ze schaf­fen konn­te“, erklär­te Starke.


Part­ner­schaft mit Mukatschewo

Am 28. Janu­ar wird im Rah­men einer Fest­sit­zung des Stadt­rats die Part­ner­schaft mit der west­ukrai­ni­schen Stadt Mukat­sche­wo besie­gelt. Und am 13. Sep­tem­ber fin­det die bun­des­weit zen­tra­le Eröff­nungs­fei­er zum „Tag des offe­nen Denk­mals“ auf dem Max­platz statt. Mit den Wor­ten „Ich habe mich ent­schlos­sen, nach 20 Jah­ren als Ober­bür­ger­meis­ter nicht mehr anzu­tre­ten. Es war mir immer eine beson­de­re Ehre, für Sie und die Stadt Bam­berg zu arbei­ten. Ich wün­sche Ihnen ein gutes, ein kraft­vol­les und vor allem gesun­des Jahr 2026. Las­sen Sie es uns mit Zuver­sicht und Zusam­men­halt erfolg­reich gestal­ten: Für Bam­berg und für die Men­schen, die hier leben“ ver­ab­schie­de­te sich Star­ke von der Büh­ne. Es dank­te ihm die Zuhö­rer­schaft im voll besetz­ten Joseph-Keil­berth-Saal, indem sie sich von ihren Plät­zen erhob und lang­an­hal­tend applaudierte.


Lob vom Regierungspräsidenten

Lob gab es auch von Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid, dem Fest­red­ner des Neu­jahrs­emp­fangs. Er beschrieb Vor­ge­hens­wei­se des OB so: „Andre­as Star­ke durch­denkt die Din­ge, über­legt dann genau, ob er sich für eine Sache ein­set­zen will, was er dann tut, wenn es sei­ner Stadt Bam­berg von Nut­zen ist, und geht dann mit per­fek­tio­nier­ter Stra­te­gie vor, um sein Ziel zu errei­chen.“ Luder­schmid skiz­zier­te eine Rei­he von Pro­jek­ten, die der OB in sei­ner 20-jäh­ri­gen Amts­zeit anschob und erfolg­reich abschloss, auch dank oft mil­lio­nen­schwe­rer Hil­fe aus Bay­reuth, dem Sitz der Regie­rung von Ober­fran­ken, Mün­chen und Ber­lin: die Sanie­run­gen von Schu­len und der Auf­bau von Plät­zen in Kin­der­ta­ges­stät­ten, die Lan­des­gar­ten­schau mit der nach­hal­ti­gen Schaf­fung von Lebens­räu­men, die Anbin­dung der Bren­ner­stra­ße an den Bahn­hof, die Schaf­fung des Natur­schutz­ge­biets Brei­ten­au, die Ent­wick­lung des Lag­ar­de-Cam­pus, der Bau des vier­ten Bet­ten­turms am Kli­ni­kum und die bau­li­che Auf­wer­tung der Sand­stra­ße, um nur eini­ge Mei­len­stei­ne zu nen­nen. Lob gab es auch für den Käm­me­rer: „Das Team um Bert­ram Felix hat die Finan­zen der Stadt auch in den aktu­ell schwie­ri­gen Zei­ten gut im Griff. Die Stadt Bam­berg kann ver­hal­ten opti­mis­tisch ins neue Jahr blicken.“

Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner warb für das Spen­den­pro­jekt: Gesam­melt wur­de für das Pro­jekt „Rück­zugs­RAUM“, das obdach­lo­se Frau­en unter­stützt. Bau­be­ginn für fünf kom­plett aus­ge­stat­te­te Mini-Appar­te­ments wird Mit­te des Jah­res sein. Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp dank­te allen, die am Neu­jahrs­emp­fang mit­ge­wirkt haben, ins­be­son­de­re dem Kam­mer­or­ches­ter der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter Lei­tung von Uni­ver­si­täts­mu­sik­di­rek­tor Wil­helm Schmidts für die musi­ka­li­sche Umrah­mung, dem Müt­ter­zen­trum Kän­gu­ruh für die Kin­der­be­treu­ung und der Gebär­den­dol­met­sche­rin Ale­xa Dölle.

Viel­falt als Chance

Neu­jahrs­emp­fang der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Beim Neu­jahrs­emp­fang der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth betont Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner die schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage der Regi­on, ins­be­son­de­re den Ver­lust von Indus­trie­ar­beits­plät­zen und die Not­wen­dig­keit, Büro­kra­tie abzu­bau­en und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu stär­ken. RTL-Mana­ge­rin Miri­jam Trunk hebt in ihrem Fest­vor­trag die Bedeu­tung von Viel­falt und Diver­si­tät in Unter­neh­men her­vor, die nach­weis­lich Inno­va­ti­on und Unter­neh­mens­er­folg fördere.

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth hat ihren tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang in der Even­ta­re­na Him­mel­kron aus­ge­rich­tet. Rund 200 Gäs­te aus Wirt­schaft, Poli­tik und Gesell­schaft nutz­ten in der Even­ta­re­na Him­mel­kron die Gele­gen­heit zu Aus­tausch und Stand­ort­be­stim­mung zum Jahresauftakt.

Dr. Waas­ner geht in sei­ner Anspra­che auf die aktu­el­le Wirt­schafts­la­ge in Ober­fran­ken ein. Seit 2019 hat die ober­frän­ki­sche Indus­trie 11.500 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren, die Indus­trie beschäf­tigt so weni­ge Men­schen wie nie zuvor, nur noch rund 125.000. Einen Beschäf­tig­ten­zu­wachs gab es nur bei den Dienst­leis­tun­gen und vor allem in der öffent­li­chen Ver­wal­tung, wo 5.500 neue ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len ent­stan­den. Dr. Waas­ner: „Für jeden zwei­ten Arbeits­platz, der in der Indus­trie ver­lo­ren ging, ent­stand einer in der Ver­wal­tung. Mei­ne Damen und Her­ren, das ist kein nach­hal­ti­ges Wachs­tums­mo­dell!” Lei­der stim­men auch die wei­te­ren Per­spek­ti­ven wenig opti­mis­tisch. „Die ers­ten Trend­er­geb­nis­se der IHK-Kon­junk­tur­er­geb­nis­se zei­gen, dass bei den Erwar­tun­gen für 2026 Pes­si­mis­mus wei­ter­hin über­wiegt, wenn­gleich der Trend wie­der in die rich­ti­ge Rich­tung geht”, so der IHK-Präsident.


Ober­frän­ki­sche Wirt­schaft vor enor­men Herausforderungen

„Wir müs­sen uns fra­gen: Haben wir noch das rich­ti­ge Betriebs­sys­tem für unse­re Wirt­schaft? Oder lau­fen wir mit ver­al­te­ter Soft­ware, wäh­rend ande­re längst auf­ge­rüs­tet haben?”, so Dr. Waas­ner. Er geht auf die Her­aus­for­de­run­gen ein, vor denen die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft steht. Der IHK-Prä­si­dent for­dert, Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren zu beschleu­ni­gen und die Büro­kra­tie abzu­bau­en, Inves­ti­tio­nen zu erleich­tern, Unter­neh­men steu­er­lich zu ent­las­ten, Arbeits­an­rei­ze zu ver­bes­sern und die Infra­struk­tur end­lich auf das Niveau des 21. Jahr­hun­derts zu brin­gen. „Die Bereit­schaft, Ver­än­de­run­gen anzu­ge­hen, ist in der Gesell­schaft und in der Poli­tik noch zu schwach aus­ge­prägt. Wir müs­sen gemein­sam dar­an arbei­ten, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Regi­on zu sichern.“


Unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Erfah­run­gen zusammenbringen

Ein beson­de­rer Höhe­punkt des Abends ist der Fest­vor­trag von Miri­jam Trunk, Chief Cross­me­dia Offi­cer, Chief Sus­taina­bi­li­ty & Diver­si­ty Offi­cer von RTL Deutsch­land und Best­sel­ler­au­torin. Unter dem Titel “Ver­schie­de­ne Köp­fe kom­men zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen – wie Frau­en und Män­ner gemein­sam mehr Viel­falt in Unter­neh­men brin­gen“ spricht sie über die Bedeu­tung von Diver­si­tät für Inno­va­ti­on und Unter­neh­mens­er­folg. Trunk macht deut­lich: „Viel­falt ist viel mehr als Mann und Frau. Es geht dar­um, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Erfah­run­gen zusam­men­zu­brin­gen, um bes­se­re Lösun­gen zu finden.“

Sie schil­dert anschau­lich, wie unbe­wuss­te Denk­mus­ter und gesell­schaft­li­che Prä­gun­gen die Arbeits­welt beein­flus­sen und wie wich­tig es ist, die­se zu hin­ter­fra­gen: „Wir alle haben Bil­der im Kopf, die unser Han­deln bestim­men. Ent­schei­dend ist, dass wir uns des­sen bewusst wer­den und aktiv dar­an arbei­ten, Viel­falt zu för­dern.“ In ihrem Vor­trag stellt sie gegen­über, wie unter­schied­lich bestimm­te Eigen­schaf­ten bei Frau­en und bei Män­nern inter­pre­tiert wer­den. Zei­ge ein Mann Emo­tio­nen, gel­te er als ener­gisch und ein­fühl­sam, eine Frau dage­gen als “hys­te­risch und gaga.” Zei­ge ein Mann wenig Emo­tio­nen, habe er sich im Griff, eine Frau dage­gen gel­te als eiskalt.

In Deutsch­land gel­te für Frau­en wei­ter­hin das Mot­to “Kind oder Kar­rie­re”. Nicht von unge­fähr sei Deutsch­land inter­na­tio­na­ler Spit­zen­rei­ter bei Teil­zeit­ar­beit. Auch hät­ten Kin­der für Frau­en spür­ba­re Aus­wir­kun­gen auf ihr Einkommen.


Viel­falt als stra­te­gi­sche Chan­ce begreifen

Unter­neh­men, die Diver­si­tät leben, sind nach­weis­lich inno­va­ti­ver und erfolg­rei­cher: „Mit einem viel­fäl­ti­gen Manage­ment erzie­len Unter­neh­men 19 Pro­zent mehr Inno­va­tio­nen”. So Trunk. „Es geht dar­um, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen zu ent­wi­ckeln, die für alle Men­schen pas­sen – und damit neue Kun­den­grup­pen zu erschlie­ßen.“ Sie appel­liert an die Füh­rungs­kräf­te in Ober­fran­ken, Viel­falt als stra­te­gi­sche Chan­ce zu begrei­fen: „Viel­falt ist kein kurz­fris­ti­ger Trend, son­dern eine zen­tra­le Füh­rungs­auf­ga­be. Nur so kön­nen wir die Her­aus­for­de­run­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels und des Fach­kräf­te­man­gels meistern.“

Die gebür­ti­ge Bam­ber­ge­rin stu­dier­te Psy­cho­lo­gie, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft und Poli­tik in Mün­chen und Washing­ton D.C., absol­vier­te eine Aus­bil­dung an der Deut­schen Jour­na­lis­ten­schu­le in Mün­chen und arbei­te­te als Repor­te­rin beim Bay­ri­schen Rund­funk. Mit 27 wur­de die heu­te 34-jäh­ri­ge Geschäfts­füh­re­rin der Ber­tels­mann Audio Alli­ance und bau­te das Pod­cast-Geschäft des Unter­neh­mens auf, bevor sie RTL-Mana­ge­rin wurde.

Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Bamberg

Andre­as Star­ke mit Appell zum Zusammenhalt

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke appel­lier­te beim Neu­jahrs­emp­fang am Sams­tag an die Stadt­ge­sell­schaft, enger zusam­men­zu­rü­cken und die Initia­ti­ve zu ergrei­fen, um die Schwä­che­ren zu unter­stüt­zen und die Demo­kra­tie zu stär­ken. Fest­red­ne­rin Dr. Jut­ta All­men­din­ger, Mit­glied des Deut­schen Ethik­ra­tes und Pro­fes­so­rin an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät in Ber­lin, wid­me­te sich der Gleich­stel­lung in Deutsch­land. Ihre Ana­ly­se: Es ist noch ein wei­ter Weg für eine ech­te Gleich­be­rech­ti­gung hierzulande.

Der OB fand mit Blick auf AfD deut­li­che Wor­te: „Die Rhe­to­rik ist schreck­lich, vie­le Inhal­te sind es auch. Sie bie­ten schein­bar ein­fa­che Lösun­gen an, schü­ren Wut und Angst. Sie prä­sen­tie­ren Feind­bil­der und wecken Neid und Miss­gunst. Auto­kra­ti­sche Sys­te­me in Russ­land und Chi­na wer­den ver­harm­lost. Sie unter­gra­ben das, was unser Land seit 1945 getra­gen hat, näm­lich Demo­kra­tie und Rechtsstaat.“

Erst­mals wur­de der Neu­jahrs­emp­fang im Live­stream auf der Home­page der Stadt Bam­berg über­tra­gen. Den­je­ni­gen in der voll besetz­ten Kon­zert­hal­le und vor den Bild­schir­men, die ger­ne mit Vor­sät­zen in ein neu­es Jahr star­ten, gab Star­ke eini­ge Anre­gun­gen mit auf den Weg: Er for­der­te nicht nur dazu auf, an poli­ti­schen Dis­kus­si­ons­run­den vor Ort teil­zu­neh­men, wäh­len zu gehen oder sich selbst zur Wahl zu stel­len. Ihm war es auch ein Anlie­gen, dass sich vie­le an den Ehren­amt­li­chen ein Bei­spiel neh­men: „In mei­nen Augen sind sie die ech­ten All­tags­hel­den.“ Netz­wer­ke bil­den, Zivil­cou­ra­ge zei­gen und auf Men­schen zuzu­ge­hen, waren wei­te­re Appel­le. Star­ke emp­fahl dar­über hin­aus, sich nur mit Hil­fe von seriö­sen Medi­en zu informieren.

„Ohne Mur­ren“ Steu­ern zahlen

Zuletzt mahn­te er, die staat­li­chen Stel­len, die die demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ach­ten, zu unter­stüt­zen. Und „ohne Mur­ren“ Steu­ern zu zah­len. „Nur eine Stadt, die nicht in eine pre­kä­re Lage abrutscht, kann Sicher­heit und sozia­le Balan­ce garan­tie­ren, kann Schu­len sanie­ren und Kin­der­gar­ten­plät­ze schaf­fen, kann Kul­tur finan­zie­ren oder erfor­der­li­che Stra­ßen­re­pa­ra­tu­ren vornehmen.“

Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp führ­te in den Fest­vor­trag ein und stell­te die Fest­red­ne­rin Prof. Dr. h. c. Jut­ta All­men­din­ger, Ph.D., vor. Ange­sichts der Musi­zie­ren­den auf der Büh­ne des Keil­berth-Saals skiz­zier­te All­men­din­ger das Gleich­stel­lungs-Ide­al. Unter­su­chun­gen hät­ten vor Augen geführt, dass pari­tä­tisch besetz­te Orches­ter beson­ders har­mo­nisch musi­zie­ren. Bei allen Ver­bes­se­run­gen erschei­ne das Ide­al schwer erreich­bar: Immer mehr Frau­en fin­den sich in Füh­rungs­po­si­tio­nen, ihr Lebens- und Ren­ten­ein­kom­men ist höher gewor­den und immer mehr Män­ner beken­nen sich dazu, dass sie ihre Kin­der auf­wach­sen sehen möchten.

Ent­we­der Kin­der – oder Karriere

Frau­en stün­den vor der Fra­ge, sich ent­we­der für die Fami­lie oder für die Kar­rie­re zu ent­schei­den. Wer die Kar­rie­re wäh­le, müs­se Kin­der meist aus­schlie­ßen. „Die­se Rah­men­be­din­gun­gen füh­ren dazu, dass die Gebur­ten­ra­te wei­ter sinkt.“ Es benö­ti­ge struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen, um die­sen Trend umzu­keh­ren. Kin­der­be­treu­ung, Tätig­kei­ten im Haus­halt und Pfle­ge bedürf­ten gesell­schaft­li­cher Wert­schät­zung. Es müs­se eine ver­läss­li­che Infra­struk­tur für die Kin­der­be­treu­ung geschaf­fen wer­den. Dass nur knapp die Hälf­te der Män­ner Eltern­zeit in Anspruch nimmt, sei ein viel zu nied­ri­ger Wert. „Gleich­stel­lungs­po­li­tik muss des­halb Män­ner­po­li­tik sein“, for­der­te Allmendinger.

Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner warb für die Spen­den­pro­jek­te: Gesam­melt wur­de für den För­der­ver­ein Sor­op­ti­mist Inter­na­tio­nal Club Bam­berg Kuni­gun­de sowie für den För­der­ver­ein Zelt der Religionen.

Die Orgel spiel­te Deka­nats­kan­to­rin Mar­ke­ta Schley-Reind­l­o­va, für die wei­te­re musi­ka­li­sche Umrah­mung sorg­ten ver­schie­de­ne Ensem­bles des E.T.A. Hoff­mann Gym­na­si­ums mit ihren Lehr­kräf­ten Nata­lia Solo­tych, Katha­ri­na Rosen­berg und Johan­nes Klehr. Als Gebär­den­dol­met­sche­rin war Ale­xa Döl­le auf der Büh­ne zu erle­ben. Die Kin­der­be­treu­ung über­nahm das Team vom Müt­ter­zen­trum Kän­gu­ruh. Zur Ein­füh­rung in den Fest­vor­trag wur­de ein Film über Gleich­stel­lung in Bam­berg gezeigt. Die­ser Bei­trag kann hier gese­hen wer­den. Der Live-Stream, erstellt von der Bam­berg Con­gress + Event GmbH, ist von über 100 Per­so­nen auf­ge­ru­fen worden.

Neu­jahrs­emp­fang in Fürth

Erz­bis­tum Bam­berg zeigt „Lei­den­schaft für das Klima“

Unter dem Mot­to „Lei­den­schaft für das Kli­ma“ hat das Erz­bis­tum Bam­berg in Fürth zu sei­nem Neu­jahrs­emp­fang ein­ge­la­den. Erz­bi­schof Her­wig Gössl erin­ner­te am Sams­tag in sei­ner Anspra­che an die Umwelt-Enzy­kli­ka „Lau­da­to si“ von Papst Fran­zis­kus vor zehn Jah­ren. Fest­red­ne­rin war die Augs­bur­ger Moral­theo­lo­gin Prof. Kers­tin Schlögl-Flierl, die in ihrem Vor­trag dazu auf­rief, „von der Hoff­nung ins Han­deln“ zu kommen.

Erz­bi­schof Gössl stell­te fest, dass in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren die Sen­si­bi­li­tät den Kli­ma­schutz betref­fend ste­tig gewach­sen sei. Der­zeit sehe er die Mensch­heit aber an einem Schei­de­punkt: „Eine Mehr­heit ist heu­te bereit, Kli­ma­schutz­pro­gram­me zuguns­ten einer flo­rie­ren­den Wirt­schaft zurück­zu­fah­ren und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung als Luxus­pro­blem zu begreifen.“

Auch wenn die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels immer stär­ker spür­bar sei­en, schei­ne der Enthu­si­as­mus, sich für eine Begren­zung der Erd­er­wär­mung ein­zu­set­zen, deut­lich abge­kühlt zu sein. „In den Dis­kus­sio­nen wird die­se Pro­ble­ma­tik, die letzt­lich eine Über­le­bens­fra­ge der Mensch­heit ist, immer öfter in Gegen­satz gebracht zu der eben­falls bedeu­ten­den, aber dem Ein­zel­nen wesent­lich näher lie­gen­den Fra­ge nach der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung, dem eige­nen Arbeits­platz und dem erwor­be­nen Wohl­stand“, so Gössl.

Papst Fran­zis­kus erken­ne im The­ma Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung eine höchst sozia­le Fra­ge, die für den Fort­be­stand der Mensch­heit beson­de­re Prio­ri­tät habe. „Jeder von uns muss sich in gewis­ser Wei­se für die Zer­stö­rung ver­ant­wort­lich füh­len, der unser gemein­sa­mes Haus aus­ge­setzt ist“, zitier­te Gössl den Papst. Er bezog sich dabei neben der Umwelt­ver­schmut­zung auch auf die unmensch­li­che Behand­lung von Migran­ten, Des­in­for­ma­ti­on und Ableh­nung jeder Form von Dia­log. Es bedür­fe kul­tu­rel­ler und struk­tu­rel­ler Ver­än­de­run­gen für einen dau­er­haf­ten Wan­del. „Der Kern der christ­li­chen Bot­schaft“, so Gössl, „hängt zuin­nerst zusam­men mit unse­rer sozia­len Ver­ant­wor­tung und mit der Umset­zung kon­kre­ter Schrit­te, auch im Blick auf glo­ba­le Herausforderungen.“

Auch Pro­fes­so­rin Schlögl-Flierl stell­te in ihrer Rede fest, dass das zuneh­men­de Wis­sen über den Kli­ma­wan­del und die auch in Deutsch­land spür­ba­ren Fol­gen bei vie­len Men­schen ohne Fol­gen für ihr Han­del blie­ben. Als Bei­spiel nann­te sie das Ein­kau­fen im Bio­markt mit dem SUV. Im Kon­text der Kli­ma­kri­se wer­de Ver­ant­wor­tung ger­ne von einem Akteur zum nächs­ten gescho­ben, ohne dass eine Hand­lung in Gang kom­me. Mit der Fra­ge der Kli­ma­ver­ant­wor­tung habe sich im ver­gan­ge­nen Jahr auch der Deut­sche Ethik­rat befasst, in dem sie Mit­glied ist. „Es wird aner­kannt, dass Ein­zel­per­so­nen sehr wohl Ver­hal­tens­än­de­run­gen zei­gen müs­sen, eine mora­li­sche Mit­wir­kungs­pflicht haben, aber dabei kein mora­li­sches Hel­den­tum ver­langt wer­den darf.“

Viel­mehr müss­ten auf allen Ebe­nen die Akteu­re zusam­men­ar­bei­ten, wodurch es zu einem sach­li­chen und kon­struk­ti­ven Dis­kurs auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen kom­men müs­se. Sie rief zu einer „lösungs­ori­en­tier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on“ auf: Poli­ti­ker und Medi­en soll­ten weder über­zo­ge­nen Alar­mis­mus zei­gen noch die Pro­ble­me ver­harm­lo­sen. „Das Hin­aus­zö­gern wirk­sa­mer Schrit­te ist aus Grün­den der inter­ge­ne­ra­tio­nel­len Gerech­tig­keit ethisch nicht zu recht­fer­ti­gen“, sag­te die Pro­fes­so­rin und for­der­te Han­deln „jetzt und hier“.

Zu einem Dis­kurs brin­ge die katho­li­sche Kir­che viel­fäl­ti­ge Impul­se ein. Auch 2023 habe Papst Fran­zis­kus in sei­nem Apos­to­li­schen Schrei­ben „Lau­da­te Deum“ den aktu­el­len Zustand der Debat­te rund um den Kli­ma­wan­del ange­pran­gert. Kon­kret schlug die Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Moral­theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Augs­burg vor, dass Pri­vat­per­so­nen beim Umwelt­bun­des­amt Anre­gun­gen ein­ho­len könn­ten, wie sie ihren All­tag Schritt für Schritt kli­ma­freund­li­cher gestal­ten kön­nen. Dies sei in den Berei­chen Ener­gie, Rei­ni­gung und Ernäh­rung mit ein­fa­chen Maß­nah­men in jedem Haus­halt mög­lich. Als Bei­spie­le nann­te sie das Redu­zie­ren der Zim­mer­tem­pe­ra­tur, das Trin­ken von Lei­tungs­was­ser und den Ver­zehr von weni­ger tie­ri­schen Lebens­mit­teln. Beim Kli­ma­wan­del gehe es um klei­ne Schrit­te. Jedes Han­deln müs­se auf die „Enkel­taug­lich­keit“ über­prüft werden.

Der Für­ther Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Jung wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort das Wir­ken der Kir­che in der Gesell­schaft. Die Kir­che kön­ne Kin­der­gär­ten und Senio­ren­hei­me betrei­ben wie ande­re auch. Aber das Kern­an­lie­gen der Kir­che sei die Ver­kün­di­gung der fro­hen Botschaft.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Emp­fang in der Für­ther Stadt­hal­le von der Musik­grup­pe „Patch­work“ der Musik­schu­le Fürth unter Lei­tung von Jan Hem­ba­cher. Zu den Gäs­ten zähl­ten neben dem baye­ri­schen Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann zahl­rei­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Kir­che, Poli­tik und Gesellschaft.