Fran­ken­der­by

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen Würz­burg nach Overtime

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Baskets
Symbolbild, Foto: Pixabay
Am Ende war eine Ver­län­ge­rung von­nö­ten, um am 21. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga im Fran­ken­der­by zwi­schen den Bam­berg Bas­kets und den FIT/​One Würz­burg Bas­kets einen Sie­ger zu ermit­teln. 93:98 hieß es am Ende zuguns­ten der Gäste.

Nach­dem die Bam­ber­ger im Hin­spiel die Nase vor­ne gehabt hat­ten, gewan­nen am Mitt­woch­abend vor 4.017 Zuschau­ern in der BROSE ARENA dies­mal die Unter­fran­ken. Die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel unter­lag den Würz­bur­gern mit 93:98 (41:44 /​86:86) und ver­pass­te es somit, in der Tabel­le zum unter­frän­ki­schen Kon­kur­ren­ten aufzuschließen.

Vor allem mit der Defen­siv­leis­tung sei­nes Teams war Bam­bergs Chef­trai­ner an die­sem Abend nicht zufrie­den. Mit 51:38 ging das Rebound-Duell klar an die Gäs­te, die sich allein in der Offen­si­ve 16 Abpral­ler sichern konn­ten und die­se zu 23 Punk­ten aus zwei­ten Chan­cen nutz­ten. Auch die schwa­che Bam­ber­ger Frei­wurf­quo­te von nur 61 Pro­zent (19 von 31) spiel­te den Unter­fran­ken in die Karten.

Auf­fäl­ligs­ter Akteur in Rei­hen der Gast­ge­ber war Ronal­do Segu mit 18 Punk­ten und 12 Assists. Auch Würz­burgs Han­nes Stein­bach erziel­te mit 15 Punk­ten und 10 Rebounds ein Dou­ble Dou­ble. Tops­corer der Par­tie war Jhiv­van Jack­son mit 25 Zählern.

Bei­de Mann­schaf­ten konn­ten nicht in Best­be­set­zung antre­ten, auf Bam­ber­ger Sei­te fehl­ten Kevin Wohl­rath und Kars­ten Tad­da, bei den Würz­bur­gern waren unter ande­rem Max Ugrai, Cal­vin Wis­hart und Nel­son Phil­lips nicht auf­ge­bo­ten. Den bes­se­ren Start in die Par­tie erwisch­ten die Gäs­te. Nach etwas mehr als vier Minu­ten traf Tyre­se Wil­liams zum 6:12. Bereits zu die­sem Zeit­punkt hat­ten sich die Würz­bur­ger fünf Offen­siv-Rebounds geschnappt. Nach einem schö­nen Ein­wurf-Play konn­te Ibi Wat­son zunächst auf 11:12 (6.) ver­kür­zen, ehe die Würz­bur­ger wie­der etwas davon­zo­gen (11:16/7.) und Anton Gavel sei­ne ers­te Aus­zeit bean­trag­te. Im Anschluss schie­nen Segu & Co. nun in der Par­tie ange­kom­men zu sein und nach einem 11:2‑Lauf lag man 71 Sekun­den vor dem Ende des ers­ten Vier­tels mit 22:18 vor­ne. Mit einem kur­zen Zwi­schen­spurt gelang es den Gäs­ten jedoch noch, bis zur Vier­tel­pau­se wie­der auf 23:23 auszugleichen.

Im zwei­ten Vier­tel beweg­ten sich bei­de Teams nahe­zu Kopf an Kopf in Rich­tung Halb­zeit. Mehr als drei Punk­te Vor­sprung konn­te kei­ne der bei­den Mann­schaf­ten für sich in die­sen zwei­ten zehn Minu­ten ver­bu­chen. Über 30:30 (15.), 34:34 (17.) und 39:39 (18.) ging es in die bei­den letz­ten Minu­ten der ers­ten Halb­zeit. KeyShawn Fea­zell brach­te die Bam­ber­ger zunächst mit 41:39 in Füh­rung, ehe sich die Gäs­te – wie schon zum Ende des ers­ten Vier­tels – mit einem 5:0‑Run doch noch eine Pau­sen­füh­rung erspie­len konn­ten (41:44). Schon hier hat­ten die Gast­ge­ber immer wie­der Pro­ble­me mit der Zonen-Ver­tei­di­gung der Würz­bur­ger, die im ers­ten Abschnitt ins­ge­samt elf Wür­fe mehr aus dem Feld genom­men hat­ten als die Bam­ber­ger und ihre Füh­rung dem 12:2 an Punk­ten aus zwei­ten Chan­cen verdankten. 


„Ins­ge­samt tut es jetzt unfass­bar weh, die­ses Spiel so abge­ge­ben zu haben“

Die Würz­bur­ger blie­ben auch nach dem Sei­ten­wech­sel zunächst stets leicht in Füh­rung. Fünf Zäh­ler betrug der Vor­sprung, nach­dem Han­nes Stein­bach zwei Frei­wür­fe zum 53:58 (26.) ver­senkt hat­te. Die Bam­berg Bas­kets aber blie­ben in Schlag­di­stanz um gin­gen 90 Sekun­den vor dem Ende des drit­ten Vier­tels nach einem Drei­er von Moritz Krim­mer wie­der selbst mit 65:64 in Füh­rung. Der Vor­sprung hät­te durch­aus deut­li­cher sein kön­nen, hat­te man hier bereits 7 Punk­te an der Frei­wurf­li­nie lie­gen las­sen (6÷13 – 46%).

Sich ein­mal etwas abset­zen gelang den Bam­ber­gern dann zu Beginn des Schluss­ab­schnitts. Nach zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen von Craig Mol­ler führ­ten die Bas­kets mit 72:67 (31.). Zac Sel­ja­as hat­te per Drei­er aber die pas­sen­de Ant­wort (72:70/32.) und spä­tes­tens jetzt war abzu­se­hen, dass das Spiel auf ein Herz­schlag­fi­na­le hin­aus­lau­fen wür­de. Wobei: als Owen Klas­sen 92 Sekun­den vor dem Ende zum 82:86 traf, schie­nen die Würz­bur­ger ganz klar oben auf zu sein. Craig Mol­ler von der Frei­wurf­li­nie sowie Ronal­do Segu mit einem ver­rück­ten Sprung­wurf par­al­lel zum Brett konn­ten 9 Sekun­den vor dem Ende aber doch noch ein­mal aus­glei­chen. Da der letz­te Wurf von Jhiv­van Jack­son den Korb ver­fehl­te, ging es beim 86:86 in die Verlängerung.

Es blieb wei­ter span­nend und rich­tig eng. 80 Sekun­den vor Ende der Extra-Spiel­zeit war noch immer alles offen (93:93/44.). Nach­dem sich die Würz­bur­ger einen Ball­ver­lust erlaubt hat­ten, begann die letz­te Minu­te und die Bam­ber­ger hat­ten gleich zwei­mal die Chan­ce, mit einem Drei­er in Füh­rung zu gehen, doch sowohl KeyShawn Fea­zell als auch Noah Locke ver­fehl­ten. Auf der ande­ren Sei­te mach­te es Tyre­se Wil­liams hin­ge­gen bes­ser. 26 Sekun­den vor dem Ende traf der US-Ame­ri­ka­ner aus der rech­ten Spiel­fel­de­cke für drei Punk­te zum 93:96. Bam­berg noch ein­mal mit Aus­zeit und einem guten Wurf im Anschluss für Noah Locke. Sein Drei­er ging jedoch eben­so wenig in den Korb wie der Tip-Dunk von KeyShawn Fea­zell. Der zurück­sprin­gen­de Ball lan­de­te in den Hän­den von Ronal­do Segu und Chris­ti­an Skl­ad­anow­ski, wor­auf die Schieds­rich­ter auf Sprung­ball ent­schie­den. Auf­grund des Pos­ses­si­on Arrows beka­men die Würz­bur­ger den Ball zuge­spro­chen und die Par­tie war damit entschieden.

„Glück­wunsch an Würz­burg zum Sieg. Wir waren heu­te ganz ein­fach zu soft, haben 23 Second-Chan­ce-Points zuge­las­sen und 16 Offen­siv-Rebounds abge­ge­ben. Das hat sich schon in der ers­ten Halb­zeit ange­deu­tet, als das Spiel nicht wirk­lich in unse­re Rich­tung gelau­fen ist. Wir haben defen­siv heu­te nicht gut aus­ge­se­hen, haben vie­le ein­fa­che Wür­fe und zum Teil auch Layups abge­ge­ben und auch die abrol­len­den Spie­ler nicht gestoppt“, so das Resü­mee von Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Irgend­wie haben wir uns dann aber den­noch in die Over­ti­me geret­tet, hier dann aber vie­le Wür­fe, die wir uns erar­bei­tet haben, nicht getrof­fen. Unse­re Frei­wurf­quo­te war 61 Pro­zent. Wenn wir da um die 80 Pro­zent getrof­fen hät­ten, wäre es ein ande­res Spiel gewe­sen. Ins­ge­samt tut es jetzt unfass­bar weh, die­ses Spiel so abge­ge­ben zu haben.“

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