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Würzburg Baskets

Fran­ken­der­by

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen Würz­burg nach Overtime

Am Ende war eine Ver­län­ge­rung von­nö­ten, um am 21. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga im Fran­ken­der­by zwi­schen den Bam­berg Bas­kets und den FIT/​One Würz­burg Bas­kets einen Sie­ger zu ermit­teln. 93:98 hieß es am Ende zuguns­ten der Gäste.

Nach­dem die Bam­ber­ger im Hin­spiel die Nase vor­ne gehabt hat­ten, gewan­nen am Mitt­woch­abend vor 4.017 Zuschau­ern in der BROSE ARENA dies­mal die Unter­fran­ken. Die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel unter­lag den Würz­bur­gern mit 93:98 (41:44 /​86:86) und ver­pass­te es somit, in der Tabel­le zum unter­frän­ki­schen Kon­kur­ren­ten aufzuschließen.

Vor allem mit der Defen­siv­leis­tung sei­nes Teams war Bam­bergs Chef­trai­ner an die­sem Abend nicht zufrie­den. Mit 51:38 ging das Rebound-Duell klar an die Gäs­te, die sich allein in der Offen­si­ve 16 Abpral­ler sichern konn­ten und die­se zu 23 Punk­ten aus zwei­ten Chan­cen nutz­ten. Auch die schwa­che Bam­ber­ger Frei­wurf­quo­te von nur 61 Pro­zent (19 von 31) spiel­te den Unter­fran­ken in die Karten.

Auf­fäl­ligs­ter Akteur in Rei­hen der Gast­ge­ber war Ronal­do Segu mit 18 Punk­ten und 12 Assists. Auch Würz­burgs Han­nes Stein­bach erziel­te mit 15 Punk­ten und 10 Rebounds ein Dou­ble Dou­ble. Tops­corer der Par­tie war Jhiv­van Jack­son mit 25 Zählern.

Bei­de Mann­schaf­ten konn­ten nicht in Best­be­set­zung antre­ten, auf Bam­ber­ger Sei­te fehl­ten Kevin Wohl­rath und Kars­ten Tad­da, bei den Würz­bur­gern waren unter ande­rem Max Ugrai, Cal­vin Wis­hart und Nel­son Phil­lips nicht auf­ge­bo­ten. Den bes­se­ren Start in die Par­tie erwisch­ten die Gäs­te. Nach etwas mehr als vier Minu­ten traf Tyre­se Wil­liams zum 6:12. Bereits zu die­sem Zeit­punkt hat­ten sich die Würz­bur­ger fünf Offen­siv-Rebounds geschnappt. Nach einem schö­nen Ein­wurf-Play konn­te Ibi Wat­son zunächst auf 11:12 (6.) ver­kür­zen, ehe die Würz­bur­ger wie­der etwas davon­zo­gen (11:16/7.) und Anton Gavel sei­ne ers­te Aus­zeit bean­trag­te. Im Anschluss schie­nen Segu & Co. nun in der Par­tie ange­kom­men zu sein und nach einem 11:2‑Lauf lag man 71 Sekun­den vor dem Ende des ers­ten Vier­tels mit 22:18 vor­ne. Mit einem kur­zen Zwi­schen­spurt gelang es den Gäs­ten jedoch noch, bis zur Vier­tel­pau­se wie­der auf 23:23 auszugleichen.

Im zwei­ten Vier­tel beweg­ten sich bei­de Teams nahe­zu Kopf an Kopf in Rich­tung Halb­zeit. Mehr als drei Punk­te Vor­sprung konn­te kei­ne der bei­den Mann­schaf­ten für sich in die­sen zwei­ten zehn Minu­ten ver­bu­chen. Über 30:30 (15.), 34:34 (17.) und 39:39 (18.) ging es in die bei­den letz­ten Minu­ten der ers­ten Halb­zeit. KeyShawn Fea­zell brach­te die Bam­ber­ger zunächst mit 41:39 in Füh­rung, ehe sich die Gäs­te – wie schon zum Ende des ers­ten Vier­tels – mit einem 5:0‑Run doch noch eine Pau­sen­füh­rung erspie­len konn­ten (41:44). Schon hier hat­ten die Gast­ge­ber immer wie­der Pro­ble­me mit der Zonen-Ver­tei­di­gung der Würz­bur­ger, die im ers­ten Abschnitt ins­ge­samt elf Wür­fe mehr aus dem Feld genom­men hat­ten als die Bam­ber­ger und ihre Füh­rung dem 12:2 an Punk­ten aus zwei­ten Chan­cen verdankten. 


„Ins­ge­samt tut es jetzt unfass­bar weh, die­ses Spiel so abge­ge­ben zu haben“

Die Würz­bur­ger blie­ben auch nach dem Sei­ten­wech­sel zunächst stets leicht in Füh­rung. Fünf Zäh­ler betrug der Vor­sprung, nach­dem Han­nes Stein­bach zwei Frei­wür­fe zum 53:58 (26.) ver­senkt hat­te. Die Bam­berg Bas­kets aber blie­ben in Schlag­di­stanz um gin­gen 90 Sekun­den vor dem Ende des drit­ten Vier­tels nach einem Drei­er von Moritz Krim­mer wie­der selbst mit 65:64 in Füh­rung. Der Vor­sprung hät­te durch­aus deut­li­cher sein kön­nen, hat­te man hier bereits 7 Punk­te an der Frei­wurf­li­nie lie­gen las­sen (6÷13 – 46%).

Sich ein­mal etwas abset­zen gelang den Bam­ber­gern dann zu Beginn des Schluss­ab­schnitts. Nach zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen von Craig Mol­ler führ­ten die Bas­kets mit 72:67 (31.). Zac Sel­ja­as hat­te per Drei­er aber die pas­sen­de Ant­wort (72:70/32.) und spä­tes­tens jetzt war abzu­se­hen, dass das Spiel auf ein Herz­schlag­fi­na­le hin­aus­lau­fen wür­de. Wobei: als Owen Klas­sen 92 Sekun­den vor dem Ende zum 82:86 traf, schie­nen die Würz­bur­ger ganz klar oben auf zu sein. Craig Mol­ler von der Frei­wurf­li­nie sowie Ronal­do Segu mit einem ver­rück­ten Sprung­wurf par­al­lel zum Brett konn­ten 9 Sekun­den vor dem Ende aber doch noch ein­mal aus­glei­chen. Da der letz­te Wurf von Jhiv­van Jack­son den Korb ver­fehl­te, ging es beim 86:86 in die Verlängerung.

Es blieb wei­ter span­nend und rich­tig eng. 80 Sekun­den vor Ende der Extra-Spiel­zeit war noch immer alles offen (93:93/44.). Nach­dem sich die Würz­bur­ger einen Ball­ver­lust erlaubt hat­ten, begann die letz­te Minu­te und die Bam­ber­ger hat­ten gleich zwei­mal die Chan­ce, mit einem Drei­er in Füh­rung zu gehen, doch sowohl KeyShawn Fea­zell als auch Noah Locke ver­fehl­ten. Auf der ande­ren Sei­te mach­te es Tyre­se Wil­liams hin­ge­gen bes­ser. 26 Sekun­den vor dem Ende traf der US-Ame­ri­ka­ner aus der rech­ten Spiel­fel­de­cke für drei Punk­te zum 93:96. Bam­berg noch ein­mal mit Aus­zeit und einem guten Wurf im Anschluss für Noah Locke. Sein Drei­er ging jedoch eben­so wenig in den Korb wie der Tip-Dunk von KeyShawn Fea­zell. Der zurück­sprin­gen­de Ball lan­de­te in den Hän­den von Ronal­do Segu und Chris­ti­an Skl­ad­anow­ski, wor­auf die Schieds­rich­ter auf Sprung­ball ent­schie­den. Auf­grund des Pos­ses­si­on Arrows beka­men die Würz­bur­ger den Ball zuge­spro­chen und die Par­tie war damit entschieden.

„Glück­wunsch an Würz­burg zum Sieg. Wir waren heu­te ganz ein­fach zu soft, haben 23 Second-Chan­ce-Points zuge­las­sen und 16 Offen­siv-Rebounds abge­ge­ben. Das hat sich schon in der ers­ten Halb­zeit ange­deu­tet, als das Spiel nicht wirk­lich in unse­re Rich­tung gelau­fen ist. Wir haben defen­siv heu­te nicht gut aus­ge­se­hen, haben vie­le ein­fa­che Wür­fe und zum Teil auch Layups abge­ge­ben und auch die abrol­len­den Spie­ler nicht gestoppt“, so das Resü­mee von Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Irgend­wie haben wir uns dann aber den­noch in die Over­ti­me geret­tet, hier dann aber vie­le Wür­fe, die wir uns erar­bei­tet haben, nicht getrof­fen. Unse­re Frei­wurf­quo­te war 61 Pro­zent. Wenn wir da um die 80 Pro­zent getrof­fen hät­ten, wäre es ein ande­res Spiel gewe­sen. Ins­ge­samt tut es jetzt unfass­bar weh, die­ses Spiel so abge­ge­ben zu haben.“

Fran­ken­der­by in Freak City

Bam­berg emp­fängt Würzburg

Drei Tage vor dem Halb­fi­na­le beim TOP FOUR um den BBL-Pokal mit dem Spiel gegen die SKYLINERS FRANKFURT ist bei den Bam­berg Bas­kets zuvor noch­mals vol­le Kon­zen­tra­ti­on in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gefragt. Am 21. Bun­des­li­ga-Spiel­tag emp­fan­gen die Bam­ber­ger am Mitt­woch­abend die FIT/​One Würz­burg Bas­kets in der BROSE ARENA.

Im Fran­ken­der­by wol­len die Bam­berg Bas­kets noch­mal eine ähn­lich star­ke Leis­tung aufs Par­kett brin­gen wie zuletzt bei den Heim­sie­gen gegen den MBC und gegen Olden­burg. Tip-Off zum Fran­ken­der­by zwi­schen Bam­berg und Würz­burg ist am Mitt­woch­abend um 20:00 Uhr.

„Uns erwar­tet gegen Würz­burg ein unglaub­lich schwie­ri­ges Spiel, weil wir zum einen dort gewon­nen haben und sie zum ande­ren nach der Nie­der­la­gen­se­rie hoch moti­viert sein wer­den. Wir wis­sen, was sie offen­siv im Stan­de sind zu leis­ten“, so Anton Gavel. „Das konn­te man auch in ihrem Heim­spiel gegen Ros­tock sehen. Wenn sie erst ein­mal heiß lau­fen, sind sie nur sehr schwer wie­der zu stop­pen, des­halb müs­sen wir unser Defen­siv-Mind­set hoch­hal­ten und an die bei­den Sie­ge, die wir zuletzt zuhau­se schaf­fen konn­ten, anknüpfen.“


Letz­ter BBL-Sieg am 3. Januar

Nach einem groß­ar­ti­gen Start in die neue Sai­son muss­ten die Würz­bur­ger in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zuletzt fünf Nie­der­la­gen in Serie hin­neh­men. Nach­dem man am 3. Janu­ar mit einem 79:78-Heimsieg gegen die BG Göt­tin­gen ins Jahr 2025 gestar­tet war, gab es seit­her kei­nen wei­te­ren BBL-Erfolg für die Unter­fran­ken. Dem 85:96 in Olden­burg folg­te eine 74:86-Heimniederlage gegen Vech­ta. In Ham­burg hat­te man knapp mit 66:68 das Nach­se­hen, eben­so wie beim Rück­spiel in Würz­burg gegen Olden­burg (102:112). Am letz­ten Sonn­tag muss­te man sich den ROSTOCK SEAWOLVES mit 93:97 geschla­gen geben und das, obwohl man zu Beginn des 3. Vier­tels schon mit 22 Punk­ten in Füh­rung gele­gen hatte.

Mit aktu­ell neun Sie­gen und neun Nie­der­la­gen ste­hen die Würz­bur­ger auf Platz neun der Tabel­le. Unse­re Bam­berg Bas­kets könn­ten mit einem Sieg somit mit den Unter­fran­ken gleichziehen.

Deut­lich bes­ser als in der BBL lief es für die Würz­bur­ger zuletzt in der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League. Mit zwei Sie­gen ist man hier in die Round of 16 gestar­tet. Gegen die Ita­lie­ner von Dert­ho­na Bas­ket gewann man in eige­ner Hal­le, auch dank 34 Punk­ten von Jhiv­van Jack­son, mit 80:79. Auch in Grie­chen­land hat­te man bei Pro­mi­t­he­as Patras mit 79:77 das bes­se­re Ende für sich. Hier gewan­nen die Würz­bur­ger das letz­te Vier­tel mit 24:12 und bogen das Spiel noch auf ihre Sei­te. Tops­corer war auch hier Jhiv­van Jack­son mit 21 Zäh­lern, gefolgt von Nach­ver­pflich­tung Aubrey Daw­kins mit 18 Punkten.

Im Hin­spiel in der mit 3.140 Zuschau­ern aus­ver­kauf­ten tec­ta­ke ARENA sahen die Fans bei­der Lager zunächst eine recht aus­ge­gli­che­ne ers­te Halbzeit.

Nach der Pau­se kamen die Bam­berg Bas­kets immer bes­ser ins Spiel und konn­ten sich mit bis zu 13 Punk­ten abset­zen. Die Würz­bur­ger aber lie­ßen nicht locker und ver­kürz­ten bis zum Ende des drit­ten Abschnitts wie­der auf 61:56.

In den letz­ten zehn Minu­ten behaup­te­ten die Bam­berg Bas­kets ihren Vor­sprung und brach­ten so den Sieg letzt­lich auch ver­dient ins Ziel. Tops­corer war KeyShawn Fea­zell mit 15 Punk­ten gefolgt von Ronal­do Segu und Kyle Lof­ton mit je 12 Zäh­lern. Bes­ter Wer­fer der Par­tie war Würz­burgs Tyre­se Wil­liams mit 16 Punkten.

Erfolg­rei­cher Jahresausklang

Bam­berg Bas­kets gewin­nen das Fran­ken­der­by in Würzburg

Die Bam­berg Bas­kets haben sich erfolg­reich aus dem Jahr 2024 ver­ab­schie­det. Bei den bis­her zuhau­se noch unge­schla­ge­nen Würz­burg Bas­kets sieg­ten die Bam­ber­ger ges­tern Abend mit 82:70 und konn­ten ihren vier­ten BBL-Sieg in Serie einfahren.

Der­bys sind immer etwas Beson­de­res und Der­by­sie­ge schme­cken dem­nach noch bes­ser als „noma­le“ Sie­ge. So dürf­ten es die zahl­rei­chen Schlach­ten­bumm­ler, die ihr Team aus Freak City nach Würz­burg beglei­tet hat­ten, gese­hen haben, die mit­er­le­ben durf­ten, wie die Bam­berg Bas­kets ihre Sie­ges­se­rie wei­ter fort­set­zen konnten.

Mit einer wahr­lich rei­fen Leis­tung, wie Head Coach Anton Gavel den Auf­tritt sei­nes Teams nach Spie­len­de bezeich­ne­te, kamen die Bam­ber­ger nach dem Sieg beim Tabel­len­füh­rer in Hei­del­berg nun aus­wärts auch beim Tabel­len­zwei­ten in Würz­burg zu einem Erfolg. Tops­corer auf Bam­ber­ger Sei­te war KeyShawn Fea­zell mit 15 Punk­ten. Neben ihm über­zeug­ten Ronal­do Segu (12 Punk­te, 6 Rebounds, 8 Assists) sowie ein defen­siv­star­ker Bran­don Hor­vath (8 Punk­te, 8 Rebounds). Bes­ter Wer­fer der Würz­bur­ger war Tyre­se Wil­liams mit 16 Punkten.

Fokus­siert und moti­viert star­te­ten die Bam­berg Bas­kets ins Fran­ken­der­by. Bereits nach 14 Sekun­den ließ es Filip Sta­nić das ers­te Mal kra­chen, als er den Ball nach einem Alley-Oop-Anspiel von Ronal­do Segu in den Würz­bur­ger Korb stopf­te. Bran­don Hor­vath, der sich die gesam­te Par­tie über extrem effek­tiv um die Bewa­chung von Zacha­ry Sel­ja­as (am Ende ohne Korb­er­folg aus dem Feld, 4 Punk­te) küm­mer­te, erhöh­te wenig spä­ter per Tip-In auf 8:3, ehe Mann­schafts­ka­pi­tän Kars­ten Tad­da per Drei­er und Filip Sta­nić mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen wei­te­re Zäh­ler drauf­pack­ten (13:5/5.). Jetzt aber kamen auch die Gast­ge­ber bes­ser ins Spiel und vor allem Nel­son Phil­lips und Mike Lewis II führ­ten ihr Team wie­der her­an (15:13/8.). Moritz Krim­mer erhöh­te die Bam­ber­ger Füh­rung mit einem wei­te­ren Drei­er wie­der auf fünf Zäh­ler und mit die­sem Vor­sprung ging es auch in die ers­te Vier­tel­pau­se (22:17).

Auch im zwei­ten Vier­tel stand das Team von Head Coach Anton Gavel in der Ver­tei­di­gung sehr sta­bil. Die Bam­ber­ger waren wei­ter­hin immer leicht in Füh­rung und nach dem Drei­er von KeyShawn Fea­zell betrug der Vor­sprung Mit­te des zwei­ten Vier­tels nach wie vor fünf Zäh­ler (29:24/15.). Hät­te man in die­ser Pha­se etwas bes­ser auf den Ball auf­ge­passt (ins­ge­samt sie­ben Ball­ver­lus­te in der ers­ten Halb­zeit) hät­te man durch­aus höher in Füh­rung lie­gen kön­nen. Auf der ande­ren Sei­te tra­fen die Unter­fran­ken nun bes­ser aus der Distanz und bei noch 2:04 Minu­ten Rest­spiel­zeit in der ers­ten Halb­zeit brach­te Nel­son Phil­lips Würz­burg erst­mals in Füh­rung (33:34/18.). Nach der Aus­zeit von Anton Gavel hol­te Ronal­do Segu die Füh­rung wie­der zurück, ehe Jhiv­van Jack­son per Drei­er die Haus­her­ren erneut nach vor­ne warf. Mit einem And-One kon­ter­te Bran­don Hor­vath zum 38:37, ehe Zac Sel­ja­as mit sei­nem ein­zi­gen Zäh­ler in der ers­ten Halb­zeit von der Frei­wurf­li­nie zum 38:38-Pausenstand traf.


„Ich glau­be, dass wir heu­te eine rei­fe Leis­tung gezeigt haben“

Wie schon in der ers­ten Halb­zeit, so began­nen die Bam­ber­ger auch den zwei­ten Durch­gang mit einem Dunk. Dies­mal war es Ibi Wat­son, der sei­nem Team durch die­se Akti­on einen zusätz­li­chen Schub zu ver­pas­sen schien. Die Ober­fran­ken waren jetzt oben­auf und die bes­se­re Mann­schaft. Noah Locke brach­te die Bam­ber­ger mit sei­nen ein­zi­gen bei­den Punk­ten an die­sem Abend erst­mals zwei­stel­lig in Füh­rung und nach einem 18:5‑Lauf zu Beginn der zwei­ten Halb­zeit führ­ten die Gäs­te in der tac­ta­ke ARENA mit 56:43 (26.). Geschickt hielt man sich Würz­burg in den fol­gen­den Minu­ten vom Leib und lag 103 Sekun­den vor Ende des drit­ten Abschnitts nach dem Drei­er von Kars­ten Tad­da mit 61:50 in Front. Zwei Drei­er, jeweils aus der Ecke, von Tyre­se Wil­liams lie­ßen den Vor­sprung nach drei­ßig Minu­ten jedoch noch­mals auf 61:56 schrumpfen.

Gewarnt auf­grund der Würz­bur­ger Auf­hol­jagd im letz­ten Vier­tel in Bonn gin­gen die Bam­berg Bas­kets in den Schluss­ab­schnitt. Wäh­rend man in den ers­ten vier Minu­ten in der Ver­tei­di­gung Würz­burg nur vier Zäh­ler gestat­te­te, lief im Angriff viel über Filip Sta­nić, der auch an der Frei­wurf­li­nie ein gutes Händ­chen hat­te und exakt von hier für das 66:58 (33.) sorg­te. Zwei erfolg­rei­che Distanz­wür­fe von Ibi Wat­son brach­ten die Gäs­te wie­der zwei­stel­lig in Front (72:60/35.). Die Würz­bur­ger aber gaben sich noch lan­ge nicht geschla­gen und nach dem Drei­er von Mike Lewis II war man 4:05 Minu­ten vor dem Ende wie­der auf 74:67 dran. Die Bam­ber­ger aber reagier­ten abge­zockt und Ronal­do Segu und KeyShawn Fea­zell erhöh­ten gut eine Minu­te spä­ter wie­der auf 78:67 (38.). Die Vor­ent­schei­dung lei­te­te dann Kyle Lof­ton ein. Zunächst traf er zum 80:68 und als er nach der Würz­bur­ger Aus­zeit im fol­gen­den Angriff den Ball abfing, war das Spiel letzt­lich abso­lut ver­dient zuguns­ten der Bam­berg Bas­kets entschieden. 

„Glück­wunsch an unse­re Spie­ler. Ich glau­be, dass wir heu­te eine rei­fe Leis­tung gezeigt haben. Wir haben in der ers­ten Halb­zeit, so wie auch schon in den Spie­len vor­her, ein paar Bäl­le weg­ge­wor­fen, die wir hät­ten behal­ten müs­sen“, so Anton Gavel, Head Coach der Bam­berg Bas­kets. „Dann hät­te es für uns zur Halb­zeit bes­ser aus­ge­se­hen. In der zwei­ten Halb­zeit war es defen­siv sehr gut, gera­de gegen Zac Sel­ja­as und Jhiv­van Jack­son haben wir einen sehr soli­den Job gemacht. Offen­siv haben wir uns bes­se­re Wür­fe erar­bei­tet und am Ende wirk­lich schlau gespielt. Des­we­gen sind wir froh, hier bestan­den zu haben.”

Mit brei­ter Brust ins Frankenderby

Bam­berg Bas­kets gas­tie­ren bei den Würz­burg Baskets

Mit dem Fran­ken­der­by in Würz­burg been­den die Bam­berg Bas­kets am Mon­tag­abend das Jahr 2024. Auch wenn das Gast­spiel in Unter­fran­ken eine der aktu­ell wohl schwers­ten Auf­ga­ben in der Liga dar­stellt, will das Team aus Freak City in der Par­tie des 14. Spiel­tags in der easy­Cre­dit BBL sei­ne Sie­ges­se­rie wei­ter fortsetzen.

Nach zuletzt drei BBL-Erfol­gen am Stück, zuletzt wur­den am Frei­tag im letz­ten Heim­spiel für die­ses Jahr zu Hau­se die Niners Chem­nitz geschla­gen, reist das Team von Head Coach Anton Gavel mit viel Selbst­ver­trau­en in die Tech­ta­ke-Are­na. Auch die Würz­bur­ger kön­nen auf drei gewon­ne­ne Spie­le in Serie zurück­bli­cken und ste­hen nach einem aus­ge­zeich­ne­ten Sai­son­start mit acht Sie­gen und drei Nie­der­la­gen punkt­gleich mit dem FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball an der Tabel­len­spit­ze. In eige­ner Hal­le konn­ten die Unter­fran­ken bis­her alle BBL-Par­tien gewin­nen (86:76 gegen den MBC, 89:70 gegen Frank­furt, 70:53 gegen Braun­schweig und 91:85 gegen Ham­burg) und auch bei ihren Nie­der­la­gen (76:85 in Ulm, 69:70 beim FCB, 77:81 in Chem­nitz) gegen drei Spit­zen­teams der Liga hät­ten die FIT/​One Würz­burg Bas­kets durch­aus gewin­nen können.

Eine Demons­tra­ti­on ihrer Stär­ke zeig­ten die Unter­fran­ken am ver­gan­ge­nen Spiel­tag in Bonn, als man einen 14-Punk­te-Rück­stand nicht nur auf­hol­te, son­dern das Spiel mit einem extrem star­ken letz­ten Vier­tel (29:12) noch kom­plett dreh­te und mit 90:81 gewann.

„Es wird sicher­lich kein leich­tes Spiel. Würz­burg spielt wie auch schon in der Vor­sai­son erneut auf hohem Niveau. Ihre Guards üben sehr viel Druck auf die geg­ne­ri­sche Ver­tei­di­gung aus. Zudem hat sich Zac Sel­ja­as noch­mals gestei­gert“, sagt Anton Gavel der Head Coach der Bam­berg Bas­kets. „Es wird eine Rie­sen­auf­ga­be für uns in Würz­burg zu bestehen, aber wir wer­den uns nicht ver­ste­cken und mit brei­ter Brust in Würz­burg antreten.“

Auch in der Cham­pi­ons League sind die Unter­fran­ken erfolg­reich. Mit vier Sie­gen und zwei Nie­der­la­gen haben die Würz­bur­ger die ers­te Grup­pen­pha­se in der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League gemeis­tert und die Tabel­len­spit­ze der Grup­pe A gegen die Teams von Nan­terre 92 (FRA), Hap­oel Holon (ISR) und aus Igo­kea (BIH) erkämpft. Somit ste­hen die Unter­fran­ken bereits sicher in der Round of 16. Gegen wen es nun neben den Grie­chen von AEK Athen (konn­ten sich in Grup­pe E vor den Tele­kom Bas­kets Bonn den Grup­pen­sieg sichern) in der nächs­ten Grup­pen­pha­se gehen wird, wer­den die Play-Ins Anfang Janu­ar zeigen.

Bas­ket­ball

Wolf­gang Heyder wech­selt als Gesell­schaf­ter zu Würz­burg Baskets

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Wolf­gang Heyder, lang­jäh­ri­ger Geschäfts­füh­rer von Bro­se Bam­berg, wech­selt zu einem ande­ren Bas­ket­ball­ver­ein. Ab nächs­ter Sai­son wird der 67-Jäh­ri­ge einer von drei neu­en Gesell­schaf­tern der Würz­burg Baskets.

Indem Wolf­gang Heyder Anfang März bei den Bam­berg Bas­kets sein Amt als Nach­wuchs­ko­or­di­na­tor des Freak City Bam­berg e.V. nie­der­leg­te, deu­te­te sich bereits ein Schritt, wie der, den er nun gemacht hat, an. Denn wie die Würz­burg Bas­kets Ende letz­ter Woche (5. April) mit­teil­ten, hat Heyder eine neue Posi­ti­on in der Bas­ket­ball-Bran­che gefun­den. Zum Beginn der nächs­ten Sai­son der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga wird Wolf­gang Heyder einer von fünf Gesell­schaf­tern des Erst­li­ga-Ver­eins. Bis­her lei­te­ten Jochen Bähr und Jür­gen Meiss­ner die „Sport + Event Würz­burg Bas­kets GmbH“, neu hin­zu­ge­kom­men sind neben Heyder nun auch Chris­ti­an Schenk und Stef­fen Liebler.

„Wir freu­en uns sehr dar­über“, wer­den Meiss­ner und Bähr zitiert, „dass wir mit Stef­fen, Chris­ti­an und Wolf­gang sehr viel Bas­ket­ball-Lei­den­schaft, Know-How, Kon­tak­te und auch jede Men­ge Kom­pe­tenz in ver­schie­de­nen Berei­chen dazu bekom­men.“ Damit sei man als Team für die Her­aus­for­de­run­gen der kom­men­den Jah­re sehr gut auf­ge­stellt und kön­ne die Ent­wick­lung der Würz­burg Bas­kets wei­ter vorantreiben.

Mit Wolf­gang Heyder kommt eine der bekann­tes­ten Per­sön­lich­kei­ten des frän­ki­schen, baye­ri­schen und deut­schen Bas­ket­balls zu den Würz­burg Bas­kets. Der 67-jäh­ri­ge Heyder war 15 Jah­re lang Geschäfts­füh­rer der Bam­berg Bas­kets. In die­ser Zeit gewann der Ver­ein sechs deut­sche Meis­ter­ti­tel und drei Pokal­sie­ge. Nach der Sai­son 2013 /​/​2014 war „Mis­ter Bam­berg“, so Heyders nun nicht mehr ganz pas­sen­der Spitz­na­me, nach Unstim­mig­kei­ten mit dem frü­he­ren Haupt­spon­sor Micha­el Sto­schek als Geschäfts­füh­rer zurück­ge­tre­ten. Zuletzt war er drei Jah­re lang als Nach­wuchs­ko­or­di­na­tor tätig.

„Das Ange­bot, als Gesell­schaf­ter bei den Würz­burg Bas­kets ein­zu­stei­gen, hat mich sehr geehrt und ich habe es ger­ne ange­nom­men“, sagt Wolf­gang Heyder. „Würz­burg ist ein tol­ler Bas­ket­ball-Stand­ort mit viel sport­li­cher Kom­pe­tenz im Pro­fi- und im Nach­wuchs­be­reich. Ich freue mich dar­auf, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und dabei zu hel­fen, die Jugend­ar­beit noch bes­ser als bis­her aufzustellen.“

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

41. Fran­ken­der­by: Bam­berg Bas­kets bei Würz­burg Bas­kets zu Gast

In der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga kommt es heu­te Abend zur 41. Auf­la­ge des Fran­ken­der­bys zwi­schen den Bam­berg Bas­kets und den Würz­burg Bas­kets. Das Hin­spiel dürf­te den Bam­ber­gern noch deut­lich in Erin­ne­rung sein.

Zum 41. Mal tref­fen heu­te Abend (9. Febru­ar) die Bam­berg und die Würz­burg Bas­kets im Fran­ken­der­by der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga auf­ein­an­der. Würz­burg belegt mit bereits zwölf Sie­gen Tabel­len­po­si­ti­on sechs und somit einen Play­off-Platz. Bam­berg steht auf Platz 12.

Ent­spre­chend tre­ten die Würz­bur­ger das Spiel mit Selbst­ver­trau­en an. Denn vier ihrer letz­ten sechs Spie­le konn­ten die Bas­kets gewin­nen. Nach ihrem Aus­wärts­sieg in Bam­berg am 27. Dezem­ber 2023 gewann die Mann­schaft gegen die EWE Bas­kets Olden­burg (83:78). Dann waren sie in einem Over­ti­me-Kri­mi mit 107:101 gegen die Tigers Tübin­gen erfolgreich.

Der 82:90-Niederlage am 16. Spiel­tag Mit­te Janu­ar bei Alba Ber­lin folg­ten zwei wei­te­re Sie­ge. Am 20. Janu­ar gewann Würz­burg gegen die Ros­tock Sea­wol­ves mit 91:78, ehe die Bas­kets das Heim­spiel gegen Ber­lin hauch­dünn mit 76:75 für sich entschieden.

Am zurück­lie­gen­den 19. Spiel­tag (4. Febru­ar) muss­te die Mann­schaft von Trai­ner Saša Fili­pov­ski jedoch eine Nie­der­la­ge ein­ste­cken. In Braun­schweig ver­lo­ren die Würz­burg Bas­kets gegen die Bas­ket­ball Löwen mit 89:100.

In eige­ner Hal­le konn­ten die Bas­kets im bis­he­ri­gen Sai­son­ver­lauf fünf ihrer acht Spie­le gewin­nen. Ledig­lich gegen Lud­wigs­burg (60:78/3. Spiel­tag), Chem­nitz (68:70/6.) und Ulm (83:88/8.) gab es nichts zu holen.

Erin­ne­rung ans Hinspiel

Das Hin­spiel gegen die Würz­burg Bas­kets dürf­te den Bam­berg Bas­kets unter­des­sen noch deut­lich in Erin­ne­rung sein. Denn beim ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen in die­ser Sai­son hat­ten die Bam­ber­ger vor hei­mi­schem Publi­kum eine eigent­lich schon so gut wie gewon­ne­ne Par­tie inner­halb von kaum fünf Minu­ten noch aus der Hand gege­ben. Der End­stand im Dezem­ber lau­te­te 78:83 für Würzburg.

Bam­bergs Cen­ter Filip Sta­nić, frü­her Spie­ler Würz­burgs, schätzt das Fran­ken­der­by so ein: „Natür­lich ist das für mich schon etwas Beson­de­res, da zu spie­len, wo ich die letz­ten bei­den Jah­re ver­bracht habe. Sobald das Spiel beginnt, gebe ich natür­lich aber Voll­gas für Bam­berg, denn schließ­lich haben wir noch eine Rech­nung offen. Im Hin­spiel haben wir 30 Minu­ten sehr guten Bas­ket­ball gespielt und uns das Spiel kurz vor Schluss buch­stäb­lich aus der Hand neh­men las­sen. Das war kein gutes Gefühl und dies­mal wol­len wir es bes­ser machen. Uns ist selbst­ver­ständ­lich bewusst, dass das alles ande­re als ein­fach wer­den wird, denn die Würz­bur­ger spie­len eine groß­ar­ti­ge Sai­son und haben, auch wenn sie zuletzt in Braun­schweig ver­lo­ren haben, einen star­ken Lauf. Zudem ist es als Gast­mann­schaft äußerst schwer in die­ser Hal­le zu spie­len. Wir müs­sen uns auf unse­re Stär­ken kon­zen­trie­ren, 40 Minu­ten mit allem, was wir haben dage­gen­hal­ten und defen­siv im Eins-gegen-Eins einen guten Job machen, dann haben wir eine Chan­ce, in Würz­burg zu gewinnen.“

Bam­berg ver­liert das 40. Der­by nach 0:19-Lauf

78:83-Niederlage gegen Würz­burg Baskets

Ein ver­rück­tes Fran­ken­der­by zwi­schen den Bam­berg Bas­kets und den Würz­burg Bas­kets beka­men die 5.700 Zuschau­er in der aus­ver­kauf­ten BROSE ARENA am Mitt­woch­abend zu sehen. Extrem unter­schied­li­che Vier­tel und ein star­ker End­spurt präg­ten das 40. Der­by bei­der Mann­schaf­ten, wel­ches die Bam­ber­ger am Ende mit 78:83 (35:28) noch aus den Hän­den gaben.

Nach der Nie­der­la­ge in Tübin­gen am Frei­tag setz­te es ges­tern Abend zu Hau­se die nächs­te Plei­te der Bam­berg Bas­kets. Hat­ten die Würz­bur­ger das ers­te Vier­tel klar beherrscht und sich hier eine zwei­stel­li­ge Füh­rung erspielt, dreh­ten die Bam­ber­ger im zwei­ten Abschnitt den Spieß um und gestat­te­ten den Unter­fran­ken nur gan­ze fünf Zäh­ler. Nach einem recht aus­ge­gli­che­nen drit­ten Vier­tel lag das Team von Head Coach Oren Amiel zu Beginn des Schluss­ab­schnitts mit 11 Punk­ten in Füh­rung, ehe die Würz­bur­ger mit einem 19:0‑Lauf die Par­tie doch noch zu ihren Guns­ten dre­hen konnten.

Spie­ler der Par­tie war Würz­burgs Otis Living­ston II, der neben sei­nen 24 Punk­ten auch sechs Assists sam­mel­te und mit einem Wert von 25 der effek­tivs­te Spie­ler auf dem Par­kett war. Bes­te Scorer auf Bam­ber­ger Sei­te waren Trey Wood­bu­ry mit 15 und Adri­an Nel­son mit 12 Punkten.

Die Gäs­te, die ohne Zacha­ry Sel­ja­as und Juli­us Böh­mer aus­kom­men muss­ten, star­te­ten stark ins Fran­ken­der­by. Drei gute Angrif­fe brach­ten die Unter­fran­ken nach nicht ein­mal zwei Minu­ten klar in Füh­rung (0:8). Ein wei­te­rer Würz­bur­ger Drei­er zwang Bam­bergs Head Coach Oren Amiel nach 121 gespiel­ten Sekun­den bereits zu sei­ner ers­ten Aus­zeit (2:11/3.). Ins­ge­samt wirk­te das Spiel der Unter­fran­ken im gesam­ten ers­ten Vier­tel deut­lich orga­ni­sier­ter, wodurch die Gäs­te auch eine bes­se­re Tref­fer­quo­te vor­wei­sen konn­ten. Auf Sei­ten der Bam­berg Bas­kets fehl­te es hin­ge­gen am offen­si­ven Rhyth­mus und wenn man dann doch ein­mal einen frei­en Wurf her­aus­ge­spielt hat­te, woll­te der Ball nicht durchs Netz fal­len. Ange­führt von Otis Living­ston II (11 Punk­te im ers­ten Vier­tel) führ­ten die Würz­bur­ger nach dem ers­ten Vier­tel zwei­stel­lig (13:23).

Im zwei­ten Abschnitt zeig­te sich die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung nun plötz­lich deut­lich sta­bi­ler und auch beim Rebound war man zur Stel­le. Der Rück­stand nach den ers­ten zehn Minu­ten konn­te nun Punkt um Punkt ver­rin­gert wer­den und nach einem Ste­al von Zach Cope­land war es Jus­tin Gray, der einen Schnell­an­griff zur ers­ten Bam­ber­ger Füh­rung des Abends abschlie­ßen konn­te (26:25/17.). Dari­us Per­ry mit einem Drei­er konn­te beim 28:28 (19.) zwar ein­mal wie­der für ein Würz­bur­ger Lebens­zei­chen sor­gen, den zwei­ten Abschnitt domi­nier­ten jedoch die Haus­her­ren mit 22:5 und gin­gen so mit einer 35:28 Pau­sen­füh­rung in die Kabine.


„Wir waren am Ende ein­fach nicht
cle­ver und nicht fokus­siert genug“

Nach einer sehr kur­zen Halb­zeit­an­spra­che began­nen die Unter­fran­ken die zwei­te Hälf­te wie­der kon­zen­trier­ter und ver­kürz­ten inner­halb weni­ger Sekun­den den Rück­stand auf nur noch drei Zäh­ler (35:32/21.). Doch stets wenn die Gäs­te wie­der her­an­ka­men, hat­ten die Bam­ber­ger in die­sem drit­ten Vier­tel die pas­sen­de Ant­wort. So zum Bei­spiel kon­ter­te Adri­an Nel­son nach dem wohl schöns­ten Angriff des Abends per Dunk zum 42:37 (24.) wie auch Trey Wood­bu­ry mit einem erfolg­rei­chen Drei­er in der 27. Minu­te zum 55:47. Auch Kapi­tän Kars­ten Tad­da schlug hier zu. Sein Drei­er samt ver­wan­del­tem Bonus-Frei­wurf zum 61:52(29.) hiel­ten die Bas­kets auch nach dem drit­ten Abschnitt in Front (63:55).

Die Bam­berg Bas­kets schie­nen alles im Griff zu haben. Mit 67:56 brach­te Adri­an Nel­son sei­ne Far­ben exakt sie­ben­ein­halb Minu­ten vor dem Ende in Füh­rung, doch plötz­lich ging auf Bam­ber­ger Sei­te nichts mehr. Wäh­rend die Feh­ler­quo­te im eige­nen Spiel nun deut­lich anstieg, wur­de der Geg­ner immer stär­ker. In nur 4:45 Minu­ten leg­ten die Würz­bur­ger einen 19:0‑Lauf aufs Par­kett und gin­gen nach einem kra­chen­den Dunk von Owen Klas­sen 2:45 Minu­ten vor dem Ende mit fünf Zäh­lern in Füh­rung (67:75). Nach einer Aus­zeit ver­such­ten die Bam­berg Bas­kets zwar noch­mals alles, doch spä­tes­tens als Isai­ah Washing­ton 43 Sekun­den vor dem Ende mit sei­nem erfolg­rei­chen Sprung­wurf auf 70:80 stell­te, war das Spiel zuguns­ten der Würz­bur­ger entschieden.

„Wir waren ein­fach unkon­zen­triert, haben uns fahr­läs­si­ge Tur­no­ver erlaubt und auch kei­ne gute Eins-gegen-eins-Ver­tei­di­gung gespielt. Obwohl wir das im zwei­ten Vier­tel echt gut gemacht hat­ten, haben wir Würz­burg wie­der zurück ins Spiel kom­men las­sen und so ver­liert man dann so ein Match zuhau­se. Wir agie­ren als Team dann ein­fach schlecht, sind unauf­merk­sam und dann kom­men wir in so einen Flow, aus dem wir es nicht schaf­fen, uns wie­der her­aus­zu­ho­len. Natür­lich liegt das an Kars­ten und an mir, da wir ja doch schon län­ger dabei sind, uns in sol­chen Situa­tio­nen da her­aus­zu­hel­fen, aber ich weiß im Moment auch nicht, war­um es ein­fach nicht funk­tio­niert, die­se Spie­le dann schlau nach Hau­se zu spie­len“, fass­te Patrick Heck­mann das Spiel zusammen.

„Wir woll­ten den Rebound kon­trol­lie­ren und die Ball­ver­lus­te mini­mie­ren. In die­ser Hin­sicht haben wir über 34 Minu­ten einen sehr guten Job gemacht“, resü­mier­te Coach Oren Amiel. „Allein in den letz­ten vier­ein­halb Minu­ten hat­ten wir dann aber fünf Ball­ver­lus­te und Würz­burg hat die Wür­fe getrof­fen. Würz­burg hat hier sehr viel Eins-gegen-eins gespielt, aber sie haben auch genau die­se Spie­ler, die talen­tiert sind, ein Spiel so zu finis­hen. Es fühlt sich echt schlecht an, für die Spie­ler und vor allem mit Blick auf unse­re Fans, die es heu­te ver­dient gehabt hät­ten, mit einem Sieg nach Hau­se zu gehen. Ich wäre ent­täuscht, wenn wir nicht alles gege­ben hät­ten, doch das haben wir. Wir waren am Ende ein­fach nicht cle­ver und nicht fokus­siert genug. Anstel­le uns Wür­fe her­aus­zu­spie­len, haben wir den Ball ver­lo­ren und die Rebounds nicht bekommen.“


Gast­spiel in Bonn als Schluss­punkt 2023

Wenig Zeit zum Ver­schnau­fen bliebt den Bam­berg Bas­kets, denn bereits am Frei­tag­abend steht der nächs­te Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga an. Mit dem Gast­spiel bei den Tele­kom Bas­kets Bonn beschlie­ßen die Bam­berg Bas­kets das Jahr 2023 in der Bundesliga.

Die Tele­kom Bas­kets bele­gen aktu­ell mit einer Bilanz von acht Sie­gen und sechs Nie­der­la­gen Tabel­len­po­si­ti­on neun. Nach dem Gewinn der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League und der Vize­meis­ter­schaft war in Bonn kein Stein auf dem ande­ren geblie­ben. Die kom­plet­te Mann­schaft ist neu, 13 Abgän­gen ste­hen 13 Neu­ver­pflich­tun­gen gegen­über und auch auf der Trai­ner­po­si­ti­on wur­de gewech­selt. Vom Liga­kon­kur­ren­ten aus Göt­tin­gen kam Roel Moors nach Bonn, wo der Bel­gi­er vor der Her­aus­for­de­rung stand, eine neue Mann­schaft zusam­men­zu­stel­len und zu for­men. Mit den bei­den Ex-Veil­chen Till Pape und Harald Frey hol­te sich der 45-jäh­ri­ge Chef­trai­ner zwei bekann­te Gesich­ter ins Team, das in 14 BBL-Spie­len acht Sie­ge ein­fah­ren konn­te. Auch in der Bas­ket­ball Cham­pi­ons League läuft es für die Bon­ner. Nach­dem man die regu­lä­re Sai­son in der an Span­nung kaum zu über­bie­ten­den Grup­pe F an der Tabel­len­spit­ze been­de­te (alle Teams hat­ten hier am Ende nach 6 Spie­len je 3 Sie­ge und 3 Nie­der­la­gen, so dass das Korb­ver­hält­nis über die Plat­zie­run­gen ent­schei­den muss­te), steht man auf euro­päi­schem Par­kett in der Round of 16.

Fünf ihrer acht Sie­ge in der easy­Cre­dit BBL konn­ten die Bon­ner in eige­ner Hal­le fei­ern. Den MBC, Crails­heim, Hei­del­berg, Ham­burg und nach Ver­län­ge­rung auch den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball besieg­ten die Tele­kom Bas­kets im Tele­kom Dome, der im Spiel gegen die Bam­berg Bas­kets am Frei­tag­abend mit 6.000 Zuschau­ern wahr­schein­lich aus­ver­kauft sein dürfte.

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bro­se Bam­berg ver­liert gegen Würzburg

Bro­se Bam­berg unter­lag am 26. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga den Würz­burg Bas­kets nach Ver­län­ge­rung mit 99:106 und hat damit nicht nur das Spiel, son­dern auch den direk­ten Ver­gleich verloren.

105 Sekun­den vor Schluss sahen die Bam­ber­ger beim Stand von 88:81 schon wie der siche­re Sie­ger aus. Bro­se gab die Par­tie aber durch leich­te Feh­ler noch aus der Hand und in die Ver­län­ge­rung. Dort mach­te am Ende dann der über­ra­gen­de Stan­ley Whit­taker mit sei­nem 37. Punkt die Bam­ber­ger Nie­der­la­ge per­fekt. Bes­ter Wer­fer auf Sei­ten Bro­ses war Patrick Mil­ler mit 22 Zäh­lern. Nach dem 79:73-Sieg der Bam­ber­ger im Hin­spiel geht durch den gest­ri­gen Sieg der Würz­bur­ger in Bam­berg der direk­te Ver­gleich an die Unterfranken.

„Ich muss mein Resü­mee zwei­tei­len. Am Ende waren sie smar­ter als wir. Daher haben sie den Sieg auch ver­dient“, so Bro­se-Head­coach Oren Amiel. „Wir haben es über die gesam­te Spiel­zeit nicht geschafft, Whit­taker in den Griff zu bekom­men. Er hat uns nach allen Regeln der Kunst gede­mü­tigt. Nun zu uns: wir haben heu­te so däm­lich gespielt. Das ist unglaub­lich und ich bin mehr als ver­är­gert. Wie wir in der ent­schei­den­den Pha­se per­formt haben, wie wir ent­schei­den­de Situa­ti­on bewerk­stel­ligt haben, war ein Desas­ter. Das ist so frus­trie­rend, zumal es nicht das ers­te Mal war, dass so etwas pas­siert ist. Ein paar Mal hat­ten wir das Glück, am Ende zu gewin­nen. Heu­te nicht.“

Bro­se Bam­berg kam gut ins Spiel, lag nach einem Drei­er von Jaromír Bohačík und einem And1 von Patrick Heck­mann nach 90 Sekun­den mit 6:0 in Front. Gute zwei Minu­ten dau­er­te es, ehe Würz­burg erst­mals erfolg­reich abschlie­ßen konn­te. Aller­dings waren die Zäh­ler von Hunt der Beginn eines klei­nen 6:0‑Laufs (6:6, 4.). Bro­se aber blieb die leicht spiel­be­stim­men­de Mann­schaft, stand defen­siv soli­de und traf vor­ne die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen, die oft­mals an der Frei­wurf­li­nie ende­ten. Da die Haus­her­ren hier neun ihrer zehn Ver­su­che ver­senk­ten blie­ben die Bam­ber­ger kon­ti­nu­ier­lich in Front, ohne jedoch davon­zie­hen zu kön­nen (19:17, 8.). Würz­burg über­nahm 50 Sekun­den vor Vier­tel­en­de durch einen Drei­er von Welp erst­mals die Füh­rung und hat­te die auch nach zehn Minu­ten noch inne. Mit 20:22 ging es aus Bro­ses Sicht in den zwei­ten Abschnitt.

Den eröff­ne­te Gabri­el Chach­ash­vi­li mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen, Patrick Heck­mann hol­te die Füh­rung nach zwölf Minu­ten wie­der auf Sei­te der Gast­ge­ber: 25:24. Da blieb sie aller­dings nicht lan­ge, denn Würz­burg war nun gut im Spiel, hat­te jedoch Pro­ble­me von der Drei­er­li­nie (3÷12 zur Pau­se). Zwar traf auch Bro­se nur sub­op­ti­mal aus der Distanz (5÷12), war jedoch wei­ter­hin treff­si­cher von der Frei­wurf­li­nie (13÷15). Das führ­te zu einer zwi­schen­zeit­li­chen Sie­ben-Punk­te-Füh­rung (38:31, 17.). Zwar ver­kürz­ten die Gäs­te noch­mals auf vier Zäh­ler, Heck­mann, Patrick Mil­ler und Bohačík sorg­ten jedoch in der Schluss­pha­se der ers­ten Halb­zeit im Kol­lek­tiv für einen Bam­ber­ger Vor­sprung von acht Zäh­lern. Mit 46:38 ging es in die Kabi­nen. Die drei zuletzt Genann­ten waren bis dato auch Bro­ses bes­te Wer­fer, Bohačík mit zwölf Punk­ten Topscorer.

Bro­se Bam­berg bleibt Neunter

Die zwei­te Halb­zeit begann mit einer Ran­ge­lei, in deren Fol­ge Bohačík durch zwei ver­wan­del­te Frei­wür­fe die erst­ma­li­ge zwei­stel­li­ge Bam­ber­ger Füh­rung her­aus­schoss (48:38, 21.). Bro­se war nun am Drü­cker, stand defen­siv wei­ter­hin soli­de, ließ vor­ne gut den Ball lau­fen und hielt bis Mit­te des Vier­tels den Vor­sprung: 58:47. Anschlie­ßend leis­te­ten sich die Gast­ge­ber aber eine kol­lek­ti­ve klei­ne Aus­zeit. Die ermög­lich­te es den Würz­bur­gern den Rück­stand aus ihrer Sicht suk­zes­si­ve zu ver­rin­gern. Ein Drei­er von Hunt war es, der eine Minu­te vor Vier­tel­en­de auf 65:62 stell­te. Gabri­el Chach­ash­vi­li blieb aber ner­ven­los von der Linie, aller­dings auf der Gegen­sei­te eben­so Car­va­cho, so dass es mit einer Drei-Punk­te-Füh­rung für Bro­se in den Schluss­ab­schnitt ging: 67:64.

Dort blieb es zunächst wei­ter­hin eine enge Par­tie. Bei­de Teams waren nun dar­auf aus, mög­lichst weni­ge Feh­ler zu machen. Nach­dem Würz­burg durch einen Whit­taker-Drei­er Bro­se nach knapp 34 Minu­ten beim Stand von 71:72 wie­der in Rück­stand brach­te, dreh­te in der Fol­ge­zeit Chris­ti­an Seng­fel­der auf. Bam­bergs Kapi­tän traf inner­halb von drei Minu­ten drei Drei­er und sorg­te damit 105 Sekun­den vor dem Ende für die 88:81-Führung. Was anschlie­ßend pas­sier­te, ist aus Bam­ber­ger Sicht nur schwer zu erklä­ren. Zunächst traf Whit­taker den nächs­ten Würz­bur­ger Distanz­wurf, ließ im Anschluss aller­dings zwei Frei­wür­fe lie­gen. Die traf 27,7 Sekun­den vor dem Ende Hunt zum 88:86. Es folg­te ein Ball­ver­lust von Bohačík und erneut zwei ver­wan­del­te Würz­bur­ger Frei­wür­fe zum Aus­gleich von 88:88. 21,5 Sekun­den waren noch auf der Uhr, Mil­ler mit fünf Fouls auf der Bank. Die Ver­ant­wor­tung über­nahm Sim­mons, der ver­gab – Verlängerung.

Die eröff­ne­te Hoff­mann per Drei­er. Von da an lief Bro­se stets einem Rück­stand hin­ter­her bzw. konn­te die Par­tie ledig­lich immer nur aus­glei­chen, nicht mehr aber in Füh­rung gehen. Wann immer die Bam­ber­ger dran waren, hat­te Whit­taker für Würz­burg die pas­sen­de Ant­wort. So auch in den letz­ten Aktio­nen des Spiels. Bro­se traf mehr­mals fal­sche Ent­schei­dun­gen, die Würz­burgs Auf­bau­spie­ler, der am Ende auf 37 Punk­te kom­men soll­te, immer wie­der gna­den­los bestraf­te. 0,6 Sekun­den waren noch auf der Spiel­uhr, da traf er das And1 zum 99:106 aus Bam­ber­ger Sicht, das gleich­be­deu­tend mit dem Ver­lust des direk­ten Ver­gleichs war. Durch die Nie­der­la­ge ver­bleibt Bro­se Bam­berg auf Platz neun und damit außer­halb der Playoffränge.

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bro­se Bam­berg gewinnt mit 79:73 in Würzburg

Bro­se Bam­berg setz­te sich am 13. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den Würz­burg Bas­kets mit 79:73 durch, sicher­te sich damit den zwei­ten Sieg in Serie und den 31. Erfolg im 38. Fran­ken­der­by.

Der Sieg in der aus­ver­kauf­ten tec­ta­ke Are­na – dar­un­ter rund 100 laut­star­ke Bam­ber­ger Fans – war in ers­ter Linie einer star­ken Ver­tei­di­gungs­ar­beit der Bam­ber­ger geschul­det und einer noch bes­se­ren Rebound­per­for­mance. Das Rebound­ver­hält­nis ging näm­lich mit 49:32 an die Gäs­te, die es zudem schaff­ten, die Würz­bur­ger Schüt­zen alle­samt in Zaum zu hal­ten. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer wur­de der stark auf­spie­len­de Gabri­el Chach­ash­vi­li mit 20 Punkten.

Das Spiel wur­de anfangs von bei­den Ver­tei­di­gungs­rei­hen bestimmt. Es dau­er­te gut 90 Sekun­den, ehe Bro­se durch Gabri­el Chach­ash­vi­li erst­mals erfolg­reich abschlie­ßen konn­te, noch­mals 45 Sekun­den län­ger, ehe Würz­burg die ers­ten Zäh­ler erziel­te (2:3, 3.). Die Gäs­te kamen in ers­ter Linie in der Zone zum Sco­ren, schaff­ten es immer wie­der Chach­ash­vi­li in gute Posi­ti­on zu brin­gen. Dafür fiel nichts von außen. Sie­ben Ver­su­che gab es von jen­seits der 6,75-Meter-Linie, kei­ner fand den Weg in den Korb. Und den­noch: durch den Fakt, dass Bro­se gut ver­tei­dig­te und sich auch Würz­burg von der Drei­er­li­nie schwer­tat, war es nach zehn Minu­ten eine aus­ge­gli­che­ne Par­tie, ging es mit 17:19 in die ers­te Viertelpause.

Auch im zwei­ten Abschnitt blieb es dabei, dass sich zunächst kei­ne Mann­schaft wirk­lich abset­zen konn­te. Zwar hol­te Bro­se durch Chach­ash­vi­li die Füh­rung nach knapp 15 Minu­ten wie­der auf sei­ne Sei­te, in der Fol­ge leis­te­ten sich die Gäs­te aber vie­le, teils zu ein­fa­che Ball­ver­lus­te – zwölf waren es zur Pau­se. Die­se nah­men zum einen den Bam­ber­ger Spiel­fluss kom­plett raus, ermög­lich­ten es ande­rer­seits zudem den Würz­bur­gern zu ein­fa­chen Punk­ten zu kom­men. Die nutz­ten das zu einem zwi­schen­zeit­li­chen 7:0‑Lauf und brach­ten Bro­se nach 39 Minu­ten mit sie­ben Zäh­ler in Rück­stand: 35:42. Kurz vor der Sire­ne fand dann auch end­lich der ers­te Bam­ber­ger Drei­er durch Amir Bell den Weg in den Korb, der damit zur Halb­zeit auf minus drei ver­kürz­te: 40:43.


„Ein gro­ßer Dank an unse­re fan­tas­ti­schen Fans“

Die zwei­te Halb­zeit eröff­ne­te ein Würz­bur­ger Drei­er (40:46, 21.). Doch wie im Abschnitt zuvor Bro­se, gelang es den Haus­her­ren eben­falls nicht, sich ent­schei­dend abzu­set­zen. Mit dafür ver­ant­wort­lich: die Gäs­te tra­fen nun den Drei­er etwas bes­ser – vier Stück im drit­ten Vier­tel –, zudem stan­den sie nach wie vor gut gegen Würz­burgs Schüt­zen und, wahr­schein­lich die wich­tigs­te Kom­po­nen­te, sie beherrsch­ten den Rebound. Nach gut 27 Minu­ten brach­te ein Drei­er von Solo­mon Young Bro­se wie­der in Front: 59:57. Sim­mons leg­te einen Korb­le­ger nach, jedoch folg­te ein klei­ner 0:5‑Lauf aus Bam­ber­ger Sicht, ehe es mit der Sire­ne Spen­cer Rea­ves war, der den Distanz­wurf ver­senk­te und somit zum 64:62 nach drei Vier­teln stellte.

Der Schluss­ab­schnitt hat­te es dann in sich. Zunächst traf Rea­ves den nächs­ten Drei­er, Sim­mons und noch­mals Rea­ves leg­ten nach und sicher­ten durch einen 7:0‑Lauf die bis dato höchs­te Füh­rung (71:62, 33.). Es dau­er­te über vier Minu­ten, ehe Würz­burg erst­mals erfolg­reich abschlie­ßen konn­te. Doch die Punk­te von Sta­nic waren ein Weck­ruf für die gesam­te Mann­schaft und der Auf­takt eines 9:2‑Runs der Gast­ge­ber, der 150 Sekun­den vor Ende das 73:71 bedeu­te­te. Bro­se aber behielt in der Cruncht­i­me die Ner­ven. Patrick Mil­ler, Chris­ti­an Seng­fel­der, Jaromír Bohačík – sie alle blie­ben cool, ent­we­der an der Frei­wurf­li­nie oder aus der Halb­di­stanz. Und wei­ter­hin stand die Defen­se, war Bro­se stark beim Reboun­ding. Die Fol­ge: Bro­se Bam­berg brach­te den Vor­sprung über die Zeit und sicher­te sich mit dem 79:73-Erfolg den fünf­ten BBL-Sieg und den zwei­ten in Serie.

„Es ist sehr schwer hier zu spie­len. Es ist kein Geheim­nis, dass wir in den letz­ten Wochen und Mona­ten unse­re Pro­ble­me hat­ten. Wir haben uns, auch durch unse­re Neu­zu­gän­ge, gefan­gen und heu­te gegen ein sehr gutes Team gewon­nen“, so Bam­berg-Coach Oren Amiel. „In der ers­ten Halb­zeit haben wir viel zu oft den Ball ver­lo­ren und auch im Defen­siv­re­bound oft­mals nicht gut agiert. Das haben wir in der zwei­ten Hälf­te ver­bes­sert, haben dadurch Selbst­ver­trau­en getankt und uns auch bes­se­re Wür­fe erar­bei­tet. Zum Abschluss: ein gro­ßer Dank an unse­re fan­tas­ti­schen Fans, sie haben uns zum Sieg gepusht!“

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bro­se Bam­berg im Fran­ken­der­by gegen Würz­burg Baskets

Zum Jah­res­start gas­tiert Bro­se Bam­berg am 13. Spiel­tag der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga bei den Würz­burg Bas­kets. Spiel­be­ginn des 38. Fran­ken­der­bys ist am Mitt­woch um 20:30 Uhr.

Das letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen von Bro­se Bam­berg und den Würz­burg Bas­kets liegt fünf Mona­te zurück. Als die bei­den Mann­schaf­ten Ende August 2022 zur Sai­son­vor­be­rei­tung gegen­ein­an­der spiel­ten, behielt Würz­burg die Ober­hand und gewann mit 90:72.

Das Jahr 2022 haben die Bas­kets aller­dings mit einer Nie­der­la­ge been­det und muss­ten sich mit 73:96 bei den Veo­lia Towers Ham­burg geschla­gen geben. Den­noch kön­nen die Unter­fran­ken alles in allem mit dem bis­he­ri­gen Sai­son­ver­lauf zufrie­den sein. Mit einer aus­ge­gli­che­nen Bilanz von sechs Sie­gen und sechs Nie­der­la­gen steht das Team von Saša Fili­pov­ski der­zeit auf Platz acht und damit einem Playoffrang.

Neu­zu­gang Sim­mons schlägt ein

Bro­se Bam­berg steht nach 12 Spie­len nur auf Platz 13, ist anders als Würz­burg aber mit einem Erfolg, dem vier­ten Sai­son­sieg, ins neue Jahr gestar­tet. Beim Debüt ihres Neu­zu­gangs Gerel Sim­mons über­zeug­te das Team gegen die MLP Aca­de­mics Hei­del­berg und sicher­te sich mit 101:74 den bis­her höchs­ten Sai­son­sieg. Sim­mons war mit 20 Punk­ten sogar direkt bes­ter Bam­ber­ger Werfer.

Nach dem Spiel sag­te Sim­mons: „Natür­lich war das Spiel gegen Hei­del­berg ein Ein­stand nach Maß. Den­noch war es nur ein Spiel, ich muss und will die­se Leis­tung wei­ter zei­gen und dem Team damit hel­fen wei­ter vor­an zu kom­men. Gegen Würz­burg wird es schwer. Sie haben vie­le gute Spie­ler, die alle­samt sco­ren kön­nen. Zudem ist es ein Der­by, das bringt noch­mal eine ande­re Atmo­sphä­re. Trotz­dem den­ke ich, dass wir gut vor­be­rei­tet zu ihnen fah­ren wer­den. Wir wer­den uns einen Game­plan zurecht­le­gen, der auf sie zuge­schnit­ten ist, sie ihrer Stär­ken beraubt und unse­re zur Gel­tung kom­men lässt. Der Sieg gegen Hei­del­berg hat uns Selbst­be­wusst­sein gege­ben, das wol­len wir nun in Würz­burg wei­ter ausbauen.“

Dass Bro­se nun im Fran­ken­der­by nach­le­gen muss, for­der­te auch Chef­trai­ner Oren Amiel: „Wir alle hat­ten uns den Sai­son­be­ginn mit drei Liga-Nie­der­la­gen in Fol­ge anders vor­ge­stellt. Aber jeder von uns hat das Selbst­be­wusst­sein und den Glau­ben an sich, an das Team, an den Club, dar­an, dass wir die­se Pha­se hin­ter gelas­sen haben. Jetzt müs­sen wir wei­ter dran­blei­ben und Kon­stanz in unse­re Leis­tung bringen.“

Nach dem Spiel gegen die Würz­burg Bas­kets steht am Sams­tag das ers­te Heim­spiel des Jah­res 2023 an. Um 18 Uhr emp­fängt Bro­se Bam­berg die EWE Bas­kets Olden­burg in der Bro­se Are­na. Das Spiel steht unter dem Mot­to „Bun­des­li­ga­auf­stieg 1960 /​/​1970“, denn zu Gast wer­den eini­ge Spie­ler der dama­li­gen Auf­stiegs­mann­schaft sein.

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