Vorlesungen für junge Forscherinnen und Forscher
Anmeldung zur Bamberger Kinder-Uni ab sofort möglich
Bei der Kinder-Uni an der Universität Bamberg werden Schülerinnen und Schüler zu jungen Forscherinnen und Forschern. An drei Samstagen findet diese im Wintersemester wieder an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg statt.
Warum ist Taylor Swift so erfolgreich? Was passiert durch den Klimawandel mit der Umwelt? Und was verraten archäologische Funde über die Kultur des Mittelalters? Diese drei Themengebiete erforschen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Alter von 9 bis 12 Jahren im Rahmen der Kinder-Uni. Sie findet im Wintersemester 2025//26 an drei Samstagen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg statt.
Mega-Star Taylor Swift – Warum ist sie so erfolgreich?
In der ersten Vorlesung am Samstag, 8. November 2025, beschäftigen sich die jungen Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit Prof. Dr. Jörn Glasenapp vom Lehrstuhl für Literatur und Medien mit der Frage, warum die Sängerin Taylor Swift so erfolgreich ist. Ist es ihre Stimme? Sind es ihre Melodien? Oder ist es ihr Image? Diesen Fragen gehen sie in der Vorlesung gemeinsam mit dem Swift-Experten und Swiftie Prof. Dr. Jörn Glasenapp auf den Grund. Zudem erwarten die jungen Forschenden Erkenntnisse darüber, wie die Musikindustrie funktioniert und was es bedeutet, ein Mega-Star zu sein. Die Veranstaltung findet von 11 bis 12 Uhr im Hörsaal U7 //01.05, An der Universität 7, statt.
Der Klimawandel und wir – Was mit unserer Umwelt passiert und was wir ändern müssen
Alle reden über den Klimawandel. Manche finden Klimaschutz wichtig und andere sagen, das ist übertrieben. Aber was steckt eigentlich dahinter? Warum wird es auf der Erde immer wärmer, und welche Folgen hat das für Menschen, Tiere und Pflanzen? Prof. Dr. Rasmus Hoffmann, Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Soziale Ungleichheit, gestaltet am Samstag, 15. November 2025, die zweite Vorlesung der Kinder-Uni. Gemeinsam wird erforscht, wie die Erderwärmung entsteht und was getan werden muss, um auch in Zukunft gut auf der Erde und von der Natur leben zu können. Dabei geht es nicht nur um Umwelt und Klima, sondern auch um mehr Gerechtigkeit: Denn reiche Menschen schaden dem Klima viel mehr als Arme, aber leiden viel weniger unter den Folgen. In dieser Vorlesung wird gezeigt, wie Armut und Reichtum mit dem Klimawandel zusammenhängen. Außerdem wird gemeinsam überlegt, was man selbst gegen den Klimawandel tun kann. Die Veranstaltung findet von 11 bis 12 Uhr im Hörsaal U7 //01.05, An der Universität 7, statt.
Von Rittern und Bamberger Bürgern – Was archäologische Funde über die (Tisch-)Kultur des Mittelalters verraten
Die dritte Vorlesung findet am Samstag, 22. November 2025, statt. Britta Ziegler vom Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit erklärt, was Archäologinnen und Archäologen durch Ausgrabungen alles erfahren können. Wenn beispielsweise eine alte Keramikscherbe gefunden wird, kann diese Scherbe verraten, wie eine Burg eingerichtet war oder ob die Bewohnerinnen und Bewohner eines Hauses arm oder reich waren. Außerdem geben solche Funde Auskunft darüber, welche Werkzeuge und Techniken die Menschen früher bereits kannten. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler haben die Möglichkeit, 500 Jahre alte Originalfunde kennenzulernen, den Umgang mit ihnen zu erlernen und die Geheimnisse über das Leben von damals zu erfahren. Die Veranstaltung findet zwei Mal statt, von 10 bis 11 Uhr und von 11.30 bis 12.30 Uhr im Raum KR14 //00.06, Am Kranen 14. Bei dieser Vorlesung ist die Teilnehmendenzahl auf 20 Kinder begrenzt.
Seit 2003 präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedes Jahr Themen aus ihren Forschungsgebieten in Vorlesungen, die sie speziell für Kinder halten. Erwachsene Zuhörerinnen und Zuhörer sind deshalb bei den Vorlesungen nicht zugelassen. Weitere Informationen sind unter www.uni-bamberg.de/kinderuni zu finden, ebenso die Anmeldemöglichkeit.
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Studierende leisten Grundlagenarbeit für künftiges Museum
Universität Bamberg erschließt Paul Maars Vorlass
Bald soll Paul Maars Werk in einem eigenen Museum in Hallstadt, dem Geburtsort seiner Mutter, gewürdigt werden. Ein Team der Universität Bamberg unterstützt den Aufbau des Museums. Es inventarisierte seit Februar 2025 den gesamten Vorlass des Autors und Illustrators, den dieser bereits der Stadt Hallstadt übergeben hatte, wie die Universität Bamberg mitteilt.
Paul Maar ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren im deutschsprachigen Raum – und weit darüber hinaus. Seine Bücher rund um das „Sams“ sind in über 40 Sprachen übersetzt. Zuletzt brachte er auch Literatur für Erwachsene heraus. Bald soll sein Werk in einem eigenen Museum in Hallstadt, dem Geburtsort seiner Mutter, gewürdigt werden. Ein Team der Universität Bamberg unterstützt den Aufbau des Museums: Es inventarisierte seit Februar 2025 den gesamten Vorlass des Autors und Illustrators, den dieser bereits der Stadt Hallstadt übergeben hatte. In den zahlreichen Kisten fanden sie unter anderem Bücher, Manuskripte, Fotos, Filmrequisiten, Sams-Puppen, Zeichnungen, Fanpost und persönliche Notizen. Ohne eine systematische Inventarisierung wäre eine museale Planung ebenso wie die spätere Bestands-Verwaltung im laufenden Betrieb unmöglich. Am 31. August 2025 konnten sie die Inventarisierung dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Stadt Hallstadt und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern abschließen.
Inventarisieren, archivieren, bewahren
„Ich habe mich sehr gefreut, als ich von der Museumsidee gehört habe. Paul Maar ist ein Aushängeschild für unsere Region – und weltweit bekannt. Mit seinen Büchern hat er die Kindheit vieler Menschen geprägt“, sagt Prof. Dr. Heidrun Alzheimer, ehemalige Inhaberin des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie an der Universität Bamberg. Sie leitete das Inventarisierungsprojekt.
Die Inventarisierung – also die Erfassung und Dokumentation sämtlicher Objekte – ist Grundvoraussetzung für jedes Museum. Sie dient nicht nur der Ordnung und Archivierung, sondern ist auch Basis für spätere Ausstellungen, digitale Anwendungen, Konservierung, Schadensdokumentation und Verwaltung. Seit Februar erfassten vier Masterstudierende der Europäischen Ethnologie gemeinsam mit Heidrun Alzheimer sämtliche Objekte aus Paul Maars Vorlass mithilfe einer professionellen Software. Bis Ende August 2025 haben sie einen Großteil der rund 5.000 Stücke dokumentiert. Nur kursorisch erfasst wurde die Fanpost aufgrund der schieren Masse an Zuschriften begeisterter Leser und Leserinnen. Viele Schreiben sind liebevoll illustriert und zeugen von der anhaltenden Wirkung von Maars Werk.
Studierende lernen professionelle Museumsarbeit
Dass Studierende an dem Projekt beteiligt waren, kommt nicht von ungefähr, sondern ist eines der Ergebnisse einer vorausschauenden Lehrstrategie: Heidrun Alzheimer erkannte früh, dass Absolventinnen und Absolventen aus der Europäischen Ethnologie häufig das Berufsfeld „Museum“ anstreben. Um darauf im Studium vorzubereiten, entwickelte sie eigens ein Praxismodul zur Museumsausbildung, in dem der Umgang mit Sammlungen, konservatorische Grundlagen und digitale Erfassungsmethoden praxisnah vermittelt werden. Die Studierenden blicken in den Kursen auch hinter die Kulissen, etwa bei Besuchen in den Museen Bayerns. Die Arbeit am Paul-Maar-Vorlass ist ein Beispiel dafür, wie eng akademische Ausbildung und angewandte Kulturarbeit zusammenspielen können: „Die Studierenden lernen hier Museumspraxis im besten Sinne – von der Verschlagwortung bis zur Erfassung komplexer Objekte in verschiedenen Sprachen, Schriften und medialen Formaten“, so Alzheimer. Eine Inventarnummer wird nach konservatorischen Standards direkt am Objekt angebracht, Verweise auf verwandte Stücke in der Datenbank mit Hilfe von Referenznummern ergänzt. Das empfindliche Material wird in säurefreiem Seidenpapier und Spezialkartons archiviert.
„Ich wollte schon immer im Museumsbereich arbeiten – und durch dieses Projekt hat sich mein Berufswunsch noch einmal richtig gefestigt“, sagt Melissa Link, Masterstudentin der Europäischen Ethnologie. „Besonders schön war, dass wir dabei nicht einfach nur Objekte inventarisiert haben, sondern viel über Paul Maar als Mensch erfahren konnten. Und er selbst war bei Fragen ansprechbar – das war wirklich ein Highlight.“ Für Link war die Inventarisierung nicht nur eine professionelle, sondern auch eine private Bereicherung: „Paul Maar hat mich mit seiner Kreativität angesteckt. Und ich sehe manch alltägliche Dinge mit ganz anderen Augen.“ In ihrer Masterarbeit möchte sie sich nun mit den handwerklichen und konservatorischen Aspekten des Inventarisierens beschäftigen – am Beispiel der Paul Maar Sammlung. Einige Objekte wird sie auch biographisch erforschen.
Blicke in das Leben von Paul Maar
Neben den bekannten Publikationen und ihren internationalen Ausgaben finden sich im Vorlass auch persönliche Zeugnisse: Fotos von Lesereisen und Besuchen in Goethe-Instituten rund um den Globus, Graphiken, Briefe, handschriftliche Skizzen und Manuskripte und Bücher mit Anmerkungen für Lesungen. „Man spürt an vielen Stellen, wie eng biographische Erfahrungen und literarische Arbeit bei Paul Maar verknüpft sind und vor allem auch, dass Paul Maar viel mehr ist als seine Sams-Bücher“, sagt Alzheimer. So finden sich im Vorlass beispielsweise Fotos mit den Jazzgrößen Keith Jarrett und Jan Garbarek, für die Maar ein Schallplattencover gestaltet hat. Sie waren eine Woche bei Paul und Nele Maar in ihrem damaligen Wohnort Grötzingen zu Besuch.
Besonders kurioses Material stellen die Requisiten aus dem zweiten Sams-Film von 2003 dar. Sie schlummerten jahrelang in der Garage eines Bamberger Stadtführers, der sie nun dem Museum überlassen hat. Im Film war in der Bamberger Innenstadt ein Hundesalon eingerichtet, daher zählen zu den Requisiten so kuriose Dinge wie Hundelockenwickler.
Die Eröffnung des Museums ist in den nächsten Jahren geplant. Bereits im Oktober 2025 findet im Kulturboden Hallstadt eine öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion und einer Ausstellung mit Grafiken von Paul Maar statt. Auch der Künstler selbst wird anwesend sein.
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Erscheinungstermin 13. September
Neues Samsbuch: Das Mini-Sams ist weg
Am 13. September erscheint ein neuer Sams-Band von Paul Maar. In „Das Mini-Sams ist weg“ verschwindet das kleinste aller Samse, als es eine Felsmauer erkunden will. Die Neuerscheinung ist bereits der 12. Sams-Band.
1973 veröffentlichte der Bamberger Autor Paul Maar, damals Mitte 30, mit „Eine Woche voller Samstage“ sein erstes Samsbuch. Mit der Geschichte des Sams wollte er die Welt der Kinderbücher, so sein Verlag in einer Mitteilung, ein wenig lustiger und auch anarchischer machen.
Seitdem treibt das Wunschpunkt-Wesen Schabernack in unzähligen Kinderzimmern: immer frech, immer vorlaut und unterhaltsam. Elf Bände hat Maar bislang geschrieben, mehr als sechs Millionen Exemplare sind davon im deutschsprachigen Raum verkauft. In Hallstadt soll nun sogar ein Paul-Maar-Museum entstehen und am 13. September folgt mit „Das Mini-Sams ist weg“ der 12. Band der Reihe.
In „Das Mini-Sams ist weg“ geht es um folgendes: In der Sams-Welt gibt es ein großes Geheimnis. Weit hinten am Rande der Wiese, auf der die Samse genüsslich Kürbisse essen, steht eine geheimnisvolle Felsmauer. Niemand weiß genau, was sich hinter ihr verbirgt.
Das Pauker-Sams findet es dort zwar viel zu gefährlich, aber das Mini-Sams möchte herausfinden, was es mit der Felsmauer auf sich hat. Doch plötzlich ist das kleine Sams spurlos verschwunden. So macht sich das Taschenbier-Sams gemeinsam mit Ralfer, einem blauen Drachen, auf eine abenteuerliche Suche nach seinem kleinen Freund.
Paul Maar erzählt in diesem Kinderbuch ab sieben Jahren eine neue Sams-Geschichte mit dem kleinsten aller Samse, dem Mini-Sams. Mit seinen farbigen Illustrationen und Figuren erweckt er die Welt der Samse zum Leben.
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Gestaltet von Johannes Wicht
Deutsche Post veröffentlicht Sams-Briefmarke
Ab heute kann man seine Briefe mit einer Briefmarke frankieren, die ein Samsmotiv zeigt. Das erste Exemplar der Sams-Briefmarke wurde Paul Maar, dem Erfinder der Kinderbuchfigur, überreicht. Gestaltet hat sie Johannes Wicht aus Stegaurach.
Der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar lässt in seinen Büchern das Sams viele Abenteuer erleben. Heute (4. Juli) veröffentlicht die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke mit einem Samsmotiv, wie das Bamberger Rathaus mitteilt. Die Sams-Briefmarke wird eines von zwei Sonderpostwertzeichen der Briefmarkenserie „Helden der Kindheit“ sein, zu der laut Deutscher Post bereits die Kinderfiguren „Biene Maja“, „Pippi Langstrumpf“ oder „Pinocchio“ gehören. Gemeinsam mit dem Sams wird nun auch „Michel aus Lönneberga“ auf Briefumschlägen für 85 Cent durch ganz Deutschland unterwegs sein.
Maar erhält erste Sams-Briefmarke
Paul Maar war sichtlich erfreut, als Bernd Meyer, Abteilungsleiter Frankierung bei der Deutschen Post AG, dem 87-Jährigen Anfang der Woche zu Hause die erste Sams-Briefmarke überreichte. „Ich freue mich sehr“, sagte Maar. „Das passiert ja nicht jedem Autor und Illustrator, dass eine Figur, die er geschaffen hat, einen Platz auf einer Briefmarke findet.“ Auch sei er von der Nachricht total überrascht gewesen. „Ich hatte keine Ahnung, dass jemand so eine Idee haben könnte.“
Die Idee, eine Briefmarke mit Samsmotiv zu gestalten, kam unterdessen von Johannes Wicht aus Stegaurach, selbst begeisterter Briefmarkensammler und Autor. Er hatte vor zwei Jahren dem für das Postwesen zuständigen Bundesfinanzministerium die Sams-Briefmarke vorgeschlagen.
Auch Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke war bei der Briefmarkenübergabe im Hause Maar anwesend und erklärte: „Paul Maar ist einer der führenden kulturellen Repräsentanten der Stadt. Nun wird sein Sams per Brief noch viel mehr Menschen erreichen und begeistern.“
Starke kündigte zudem an, dass auch die Stadtverwaltung diese Briefmarken erwerben werde. „Die Kulturstadt Bamberg lebt von bedeutenden Persönlichkeiten wie Paul Maar. Er ist eine Zierde für unsere Stadt und wir freuen und über die Ehre, die ihm zuteilwird.“
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Beliebte Kinderfigur
Paul Maar im Interview: 50 Jahre Sams
Seit 50 Jahren ist das Sams, das gerne freche Bemerkungen macht, Teil des Lebens des schüchternen Herrn Taschenbier. Und genauso lange ist die Buchreihe von Paul Maar Teil der Fantasiewelt und der Regale von Kindern und auch einiger Erwachsener. Im Interview haben wir mit Paul Maar auf die Anfänge zurückgeblickt und mit ihm über die Zukunft des Sams gesprochen.
Das Sams hat eine Rüsselnase, rote Stachelhaare und geheimnisvolle blaue Wunschpunkte im Gesicht. Durch sein lustiges Äußeres und seine freche und gewitzte Art sowie durch die Tatsache, dass es sich von niemandem einschüchtern lässt, ist es bei vielen Kindern beliebt.
In den Geschichten stellt das Sams aber nicht nur die Welt von Herrn Taschenbier auf den Kopf, dem es eines Tages begegnet und einfach bei ihm bleibt. 1973 erfand der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar die erste Sams-Geschichte, kurz darauf erschien das erste Buch der Reihe. Seither ist das Sams aus der Kinderbuchwelt kaum mehr wegzudenken und in seiner Beliebtheit im Laufe der Jahre immer weiter gestiegen.
Elf Bände hat Paul Maar mittlerweile geschrieben. Band 12 mit dem „Mini-Sams“ ist derzeit in Arbeit, wie der Autor verrät. Dazu gibt es das Sams, das inzwischen ebenso multimedial unterwegs ist, auch in Hörspielen, Theaterstücken, Musicals, Filmen und Computerspielen.
Allein im deutschsprachigen Raum haben sich die Sams-Bücher mittlerweile mehr als sechs Millionen Mal verkauft und wurden inzwischen in 30 Sprachen, wie unter anderem Chinesisch, Arabisch oder Persisch, übersetzt. Aufgrund der vielen Wortwitze, die der Autor dem Sams immer wieder in den Mund legt, keine leichte Aufgabe.
Die Lebensweisheiten, die das Sams aber ebenso parat hat, funktionieren jedoch in jeder Sprache. In den Büchern können Kinder Dinge lernen, wie: „Andere können dich nicht ändern, ändern musst du dich allein. Du wirst nie die andern ändern, aber du kannst anders sein“, oder „will man etwas ganz stark und fest, geht’s auch ohne Wunschmaschine. Selbst ein Schwein lernt Violine, wenn es nur nicht locker lässt.“
Wir haben mit dem Autor Paul Maar zum Jubiläum über die Anfänge der Geschichte, die Entwicklung des Sams und seine Zukunftspläne für die Figur gesprochen.
Herr Maar, das Sams feiert dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum. Wie kam Ihnen die Idee zu dieser Figur?
Paul Maar: Meine Hauptfigur war gar nicht das Sams, sondern der schüchterne, angepasste Herr Taschenbier, dem ich eine Fantasiefigur gegenüberstellen wollte, die genau das Gegenteil von ihm ist. So kam ich auf den Charakter der Figur Sams. Das Äußere musste ich mir erst nach vielen Probezeichnungen erarbeiten.
Das Sams ist frech und vorlaut – wie kam es entsprechend bei den kindlichen Lesern beziehungsweise bei der erwachsenen Kritik anfangs an?
Paul Maar: Die Kinder liebten das Sams gerade deswegen. Die Erwachsenen sahen diese Figur etwas distanzierter, skeptischer. Als in den achtziger Jahren die Schüler eines oberfränkischen Gymnasiums das Sams-Theaterstück in der Aula aufführen wollten, verbot die Schulleitung dieses „aufmüpfige Stück“, und sie mussten in den Saal einer Gastwirtschaft ausweichen.
Gab es Kritiken, die versuchten, das Sams in Richtung „falsche Vorbilder für Kinder“ zu rücken?
Paul Maar: Das kann sein. Aber mir ist keine in Erinnerung geblieben.
Inwieweit war das aufsässige Sams Produkt seiner Entstehungszeit der frühen 1970er Jahre, in denen sich eine rebellierende Jugendkultur immer weiter verbreitete?
Paul Maar: Der Zeitgeist findet immer Eingang in einen Text. Oft ohne dass es dem Autor oder der Autorin bewusst wird.
Was hat das Sams, dass es seit 50 Jahren Kinder anspricht und fasziniert?
Paul Maar: Ganz genau kann ich das auch nicht sagen. Ich vermute: Der Humor der Geschichten, die Reime, die das Sams scheinbar aus dem Stegreif dichtet, und der heimliche Wunsch der Kinder, auch mal mit den Wunschpunkten alles wünschen zu dürfen.
Hatten Sie schon zu Beginn Geschichten für mehrere Bände im Kopf oder haben sich die inzwischen elf Bände erst nach und nach entwickelt?
Paul Maar: Geplant war nur der erste Band. Dann kamen Dutzende Briefe, in denen die Kinder nach einer Fortsetzung verlangten, und ich schrieb den zweiten Band. Darauf kamen Hunderte von Kinderbriefen mit der gleichen Bitte. So sind nach und nach immer mehr Bände entstanden.
Wie funktioniert es, Geschichten immer weiter fortzuschreiben? Woher holen Sie sich die Inspiration? Steht man morgens auf und denkt: „Heute ist ein guter Tag für einen neuen Band?“
Paul Maar: Manchmal kommt die Inspiration von außen. Etwa, wenn meine Tochter Anne, Intendantin des Fränkischen Landestheaters Schloss Maßbach, nach einem neuen Stück für die Weihnachtszeit fragt. Dann entsteht parallel zum Buch „Das Sams und die große Weihnachtssuche“ das gleichnamige Stück, das ich zusammen mit dem Regisseur Christian Schidlowsky geschrieben habe. Die Uraufführung ist übrigens im November.
Wann war Ihnen klar, dass das Sams ein Erfolg ist?
Paul Maar: Als mir der Verlag das „Goldene Samsbuch“ überreichte, war ich mächtig stolz. Anlass war, dass sich die Samsbücher fünf Millionen Mal verkauft hatten.
Trotz der teils als unübersetzbar geltenden Wortspiele in den Sams-Büchern wurden sie mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt. In welche Sprache würden Sie die Bücher gerne noch übersetzen lassen?
Paul Maar: Ins Englische oder Amerikanische. Keines meiner Bücher wurde in diese Sprache übersetzt. Nur zwei meiner Theaterstücke. Auf diese Weise bekomme ich Tantiemen-Dollars aus New York überwiesen.
Welcher Band ist Ihr Lieblingsband?
Paul Maar: Der erste.
Die Geschichten des Sams wurden auch als Musicals inszeniert, im Theater aufgeführt und verfilmt. Inwiefern heben sich diese Inszenierungen und Filme von den Büchern ab?
Paul Maar: Ich habe die Bearbeitungen immer selbst geschrieben und mich den Gegebenheiten angepasst. Ein Beispiel: Im dritten Samsband springt Taschenbier auf Grund eines Sams-Wunsches vom Dreimeterbrett ins Becken. Als Bühnen-Entsprechung habe ich erfunden, dass Taschenbier auf dem Tisch tanzen muss.
Wie waren Sie in die Aufführungen und Drehs eingebunden?
Paul Maar: Ich habe zusammen mit dem Produzenten Uli Limmer die Drehbücher für drei Sams-Filme verfasst und habe gelegentlich bei den Dreharbeiten zugesehen. Besonders beim ersten Sams-Film, der quasi vor meiner Haustüre gedreht wurde.
Mit E‑Books, Hörbüchern und Computerspielen geht das Sams heute multimediale Wege. Sie haben an der Gestaltung des Computerspiels selbst mitgewirkt. Wie unterscheidet sich das Sams der Bücherwelt vom multimedialen Sams?
Paul Maar: Eigentlich nur, dass es sich bewegt. Sein Charakter und sein Aussehen sind gleich geblieben.
Womit sollten Kinder in die Sams-Welt einsteigen und worauf Eltern beim Medienkonsum ihrer Kinder achten?
Paul Maar: Sie sollten mit den Erstlese-Büchern anfangen. Ansonsten liegt es mir fern, den Eltern Ratschläge oder gar Vorschriften zu machen.
Gab es Zeiten, in denen das Sams und Sie nicht miteinander klarkamen? Waren Sie einmal kurz davor, die Reihe zu beenden?
Paul Maar: Eigentlich nie.
Was unterscheidet das Sams von den Anfängen zum Sams von heute?
Paul Maar: Wie alle Fantasiefiguren, seien es Feen, Wasserjungfrauen oder ein Sams, altern diese Wesen nie und bleiben immer so, wie sie im Moment agieren.
Welche Sams-Geschichten und ‑Protagonisten möchten Sie noch schreiben?
Paul Maar: Nachdem ich mal verkündet hatte, dass es kein neues Samsbuch mehr geben wird, ziehe ich mich aus der Schlinge, indem ich das Mini-Sams erfunden habe. Es trägt eine gepunktete Strampelhose, hat den Daumen im Mund, den es nur herausnimmt, um zu sagen: „Ich hätte da mal eine Frage!“ Das Minisams ist die Hauptfigur des Buches, an dem ich gerade schreibe.
Es heißt, das Sams stamme aus der Sams-Welt, einem Paralleluniversum. Halten Sie so ein Universum in der gedanklichen Welt von Kindern für wichtig?
Paul Maar: Ich halte es nicht nur für Kinder wichtig, sich klar zu machen, dass es im All noch andere Planeten gibt, auf denen Leben möglich ist. Das Paralleluniversum ist nicht meine Erfindung. Davon schreiben Wissenschaftler.
Wie schätzen Sie als Autor die Zukunft in Bezug auf das Hilfsmittel der künstlichen Intelligenz ein?
Paul Maar: Ich habe eine App der KI auf meinem Computer und finde es interessant, wenn ich zum Beispiel die ersten 30 Seiten eines neuen Buches eingebe, und die KI beauftrage: Schreibe die Geschichte weiter! Was dabei entsteht, enthält zwar viele Klischees, enthält aber durchaus brauchbare Anregungen.
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Bamberger Persönlichkeiten
Ehrenmedaille des Regierungsbezirks: Huml und Maar ausgezeichnet
Zwei Bamberger Persönlichkeiten haben die Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken erhalten. Staatsministerin Melanie Huml und Autor Paul Maar wurden für ihre Verdienste um den Regierungsbezirk ausgezeichnet.
Im Rokoko-Saal des Alten Brückenrathauses verlieh Bezirkstagspräsident Henry Schramm am Montag (17. Juli) die Ehrenmedaille des Regierungsbezirks an Melanie Huml und Paul Maar. „Melanie Huml steht wie kaum eine zweite für die Stärkung und politische Vertretung unserer Heimat auf höchster bayerischer Ebene“, so Schramm in einer Mitteilung des Bezirks.
Die gebürtige Bambergerin ist seit 2007 Mitglied des bayerischen Kabinetts, zunächst als Staatssekretärin, dann ab 2013 als Staatsministerin für Gesundheit und Pflege und seit 2021 als Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales.
Neben der Politik engagiert sich Melanie Huml auch in ehrenamtlichen Funktionen, unter anderem als langjährige Vorsitzende der PR-Agentur des Bezirks, „Oberfranken Offensiv e.V.“, sowie als Vorsitzende des Kuratoriums der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Paul Maar hingegen zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren für Kinderbücher und Kindertheater. Seine Werke wie die „Sams“-Reihe, „Der tätowierte Hund“ oder „Kikerikiste“ und deren Verfilmungen haben seit Jahrzehnten Publikum in aller Welt.
Der gebürtige Unterfranke Maar hat bereits vor vielen Jahren Bamberg zu seiner Wahlheimat erkoren und ist auch im Alter von bald 86 Jahren literarisch aktiv.
„Mit Ihren Kinderbüchern haben Sie die deutschsprachige Literatur reicher gemacht“, sagte Schramm in seiner Laudatio. In seinem literarischen Schaffen und seiner einnehmenden Persönlichkeit sei Paul Maar zudem ein wunderbarer Botschafter seiner Wahlheimat Oberfranken.
Mit der Ehrenmedaille in Silber ehrt der Bezirk Oberfranken Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um Oberfranken verdient gemacht haben. Hierzu zählt besonderes Wirken im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich, von dem Oberfranken als Region profitiert hat.
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Sams und Co.
Baumwipfelpfad Steigerwald: Lesung Paul Maar
Paul Maar kommt zum Baumwipfelpfad in den Steigerwald nach Ebrach. Mit musikalischer Begleitung liest er aus seinen Werken.
„Gerade in unserer Zeit ist Fantasie so wichtig, denn alle notwendigen Veränderungen müssen erst einmal gedacht, erst einmal in der Fantasie durchgespielt werden,“ sagte Paul Maar einst. Am 23. Juli liest Maar auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald. Das heißt, er liest auf einer Plattform kurz nach dem Eingang in den spiralförmigen Wipfelweg.
Ab 14:30 Uhr präsentiert der bekannte Bamberger Kinderbuchautor Auszüge aus verschiedenen seiner Texte, aus verschiedenen Phasen seines Lebens. Die Geschichten und Gedichte zielen dabei vor allem auf ein kindliches Publikum ab. Deshalb werden in der Leseliste an diesem Tag auch Ausschnitte aus den Geschichten des Sams nicht fehlen. Begleitet wird der Autor von den beiden Musikern Wolfgang Stute und Konrad Haas, die für den musikalischen Rahmen sorgen.
„Wir freuen uns auf einen erfrischenden Nachmittag mit Paul Maar“, sagt Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach, „der aus seiner Wahlheimat Bamberg zu uns reist. Mit ihm können wir einen großartigen Schriftsteller bei uns willkommen heißen, der nicht nur unweit von uns lebt und arbeitet, sondern unsere Region genauso schätzt wie wir.“ Im Anschluss an die Lesung steht Maar für eine Signierstunde bereit.
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Preisverleihung in der Stadtbücherei
Akademie für Kinder- und Jugendliteratur: Paul-Maar-Gedichtwettbewerb
Zum 85. Geburtstag von Kinderbuchautor und Sams-Erfinder Paul Maar hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur einen Gedichtwettbewerb für oberfränkische SchülerInnen ausgelobt. Am 7. Juli wurden in der Stadtbücherei die Preise übergeben.
Die Teilnahme am ersten Paul-Maar- Gedichtwettbewerb war beachtlich. Wie das Rathaus mitteilte, haben oberfränkische SchülerInnen 130 Gedichte eingereicht. Nun wurden die besten in der Bamberger Stadtbücherei ausgezeichnet.
Der erste Preis ging an Christina Urban vom Christian-Ernestinum Gymnasium in Bayreuth für ihr „Mein verwurschteltes Gedicht“. Den zweiten Preis teilten sich Lotte Betz (Grundschule Trebgast) mit ihrem Gedicht „März bis Mai“ und die Klasse 6 b des Clavius-Gymnasiums Bamberg mit ihrem „Wörter inspirieren die Welt“.
„Sich in Zeiten von Kurznachrichten mit Gedichten auseinanderzusetzen“, sagte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp bei der Verleihung, „mag vielen nicht gegeben sein. Kinder haben es da etwas leichter. Sie sind erfinderisch und sind außerdem mit Sams, Herrn Taschenbier und Frau Rotkohl groß geworden.“
Bei der Preisverleihung präsentierte die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur gemeinsam mit der Stadtbücherei die besten Texte und ihre jugendlichen Verfasserinnen und Verfasser und stellte sie Paul Maar vor. Die Preise – ein Gutschein über einen Schreibworkshop mit Rolf-Bernhard Essig, Judith Allert oder Suza Kolb, Urkunden und Buchpakete – übergaben Jonas Glüsenkamp und die Jurymitglieder Maren Bonacker und Paul Maar.
Und was sagte Paul Maar, zu dessen 85. Geburtstag der Gedichtwettbewerb ausgetragen worden war? „Nicht nur das Sams ist ein großer Reim-Meister. Ich bin es selbst und lege dem Sams mit großer Freude meine Gedichte in den Mund. Insofern freut es mich, dass es diesen Gedichtwettbewerb gibt, denn man kann die Menschen nicht früh genug an die Poesie heranführen.“
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18. Januar
„Wie alles kam“: Paul Maar liest an der Universität Bamberg
Paul Maar, der Erfinder des Sams, liest an der Universität Bamberg aus seinem autobiografischen Roman „Wie alles kam“ und gibt Einblicke in sein Leben.
Er ist der Schöpfer des Sams und machte das Wesen mit Rüsselnase, roter Stachelfrisur und rundem Bauch weltberühmt. Im Dezember wurde Kinderbuchautor Paul Maar 85 Jahre alt. Am 18. Januar liest der Franke und Wahl-Bamberger an der Universität Bamberg aus seinem autobiografischen Roman „Wie alles kam“. Die Lesung beginnt, bei freiem Eintritt, um 20 Uhr in Raum 00.25, An der Universität 2.
In „Wie alles kam. Roman meiner Kindheit“ denkt Paul Maar an den frühen Tod seiner Mutter und an das Verhältnis zu seinem Vater, einem Kriegsveteranen, der offenbar nicht viel vom Lesen hielt. Erst über den Kontakt zu seiner späteren Frau Nele tauchte Maar in die Welt der Literatur ein. Der Roman ist eine Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte, ein Vater-Sohn-Roman und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an seine Frau Nele.
„Paul Maar erzählt auf unvergleichlich sanfte, selbstironische und nun auch selbstreflexive Weise von allen Schattierungen seines Lebens als Kind und Jugendlicher“, heißt es in einem Beitrag des Deutschlandfunks. „Eine Meditation über das Erinnern“, schreibt eine Autorin der Süddeutschen Zeitung.
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Erfinder des Sams
Bamberg und Odeon gratulieren Paul Maar zum 85. Geburtstag
Viel Gekicher und Gelächter, strahlende Kinderaugen, Gebäck und ein Kino, das unter Anleitung von Bambergs Bürgermeister Wolfgang Metzner ein Geburtstagsständchen singt. Am vergangenen Mittwoch gab es zu Paul Maars 85. Geburtstag großes Kino im Odeon.
In seinem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal zeigte das Odeon-Kino die Sams-Verfilmung „Das Sams“. Anlass war der 85. Geburtstag des Schöpfers des Sams – Paul Maar. Der Film ist die einzige Buch-Verfilmung, zu der der Autor selbst das Drehbuch schrieb und dessen Filmmusik der oscarprämierte Musiker Nicola Piovani komponierte.
Vor allem in Bamberg ist man stolz auf den berühmten Schriftsteller und dass das Sams Bamberger ist. Er wünsche Paul Maar alles Gute zum 85. Geburtstag „und weiterhin viele kreative Einfälle“, sagte Oberbürgermeister Andreas Starke. „Denn: Jedes Kind kennt das Sams, nicht nur bei uns, sondern überall.“
Generationen von Kindern sind weltweit mit den Geschichten vom Sams und Herrn Taschenbier groß geworden. Das Sams, ein schlaues und respektloses kleines Wesen mit Rüsselnase und Wunschpunkten im Gesicht, hält der erwachsenen Welt einen Spiegel vor. Paul Maar hatte sich diese Geschichten bereits in den 1970-er Jahren ausgedacht, als seine eigenen drei Kinder noch klein waren.
Aber insbesondere wegen seiner Verfilmungen hat das Sams einen besonderen Stellenwert in Paul Maars Heimatstadt. Sowohl Handlungs- als auch Drehort aller drei Sams-Kinofilme ist Bamberg. Die Außenkulisse für Herrn Taschenbiers Haus findet man in der Judenstraße 16. Es handelt sich hier um das „Haus zum Einhorn”, das bereits 1747 errichtet wurde. Wobei die BambergerInnen oft den Namen „Taschenbier-Haus“ verwenden. Viele Innenszenen, wie beispielsweise die in der Wohnung von Frau Rotkohl, entstanden in einer stillgelegten Fensterfabrik in Unterhaid. Und die Papierfabrik Eltmann im Landkreis Haßberge diente als Kulisse für die Büroräume der Schirmfabrik, in der Herr Taschenbier arbeitet.
Eigentlich hatte Paul Maar nach dem ersten Sams-Buch angekündigt, dass er keinen zweiten Band schreiben würde. Das war 1973. Nun hat er zu seinem 85. Geburtstag den elften Band, „Das Sams und die große Weihnachtssuche“, veröffentlicht.