Browse Tag

Paul Maar

Vor­le­sun­gen für jun­ge For­sche­rin­nen und Forscher

Anmel­dung zur Bam­ber­ger Kin­der-Uni ab sofort möglich

Bei der Kin­der-Uni an der Uni­ver­si­tät Bam­berg wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu jun­gen For­sche­rin­nen und For­schern. An drei Sams­ta­gen fin­det die­se im Win­ter­se­mes­ter wie­der an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg statt.

War­um ist Tay­lor Swift so erfolg­reich? Was pas­siert durch den Kli­ma­wan­del mit der Umwelt? Und was ver­ra­ten archäo­lo­gi­sche Fun­de über die Kul­tur des Mit­tel­al­ters? Die­se drei The­men­ge­bie­te erfor­schen Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler im Alter von 9 bis 12 Jah­ren im Rah­men der Kin­der-Uni. Sie fin­det im Win­ter­se­mes­ter 2025/​/​26 an drei Sams­ta­gen an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg statt.


Mega-Star Tay­lor Swift – War­um ist sie so erfolgreich?

In der ers­ten Vor­le­sung am Sams­tag, 8. Novem­ber 2025, beschäf­ti­gen sich die jun­gen For­sche­rin­nen und For­scher gemein­sam mit Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app vom Lehr­stuhl für Lite­ra­tur und Medi­en mit der Fra­ge, war­um die Sän­ge­rin Tay­lor Swift so erfolg­reich ist. Ist es ihre Stim­me? Sind es ihre Melo­dien? Oder ist es ihr Image? Die­sen Fra­gen gehen sie in der Vor­le­sung gemein­sam mit dem Swift-Exper­ten und Swif­tie Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app auf den Grund. Zudem erwar­ten die jun­gen For­schen­den Erkennt­nis­se dar­über, wie die Musik­in­dus­trie funk­tio­niert und was es bedeu­tet, ein Mega-Star zu sein. Die Ver­an­stal­tung fin­det von 11 bis 12 Uhr im Hör­saal U7 /​/​01.05, An der Uni­ver­si­tät 7, statt.


Der Kli­ma­wan­del und wir – Was mit unse­rer Umwelt pas­siert und was wir ändern müssen

Alle reden über den Kli­ma­wan­del. Man­che fin­den Kli­ma­schutz wich­tig und ande­re sagen, das ist über­trie­ben. Aber was steckt eigent­lich dahin­ter? War­um wird es auf der Erde immer wär­mer, und wel­che Fol­gen hat das für Men­schen, Tie­re und Pflan­zen? Prof. Dr. Ras­mus Hoff­mann, Lehr­stuhl für Sozio­lo­gie, ins­be­son­de­re Sozia­le Ungleich­heit, gestal­tet am Sams­tag, 15. Novem­ber 2025, die zwei­te Vor­le­sung der Kin­der-Uni. Gemein­sam wird erforscht, wie die Erd­er­wär­mung ent­steht und was getan wer­den muss, um auch in Zukunft gut auf der Erde und von der Natur leben zu kön­nen. Dabei geht es nicht nur um Umwelt und Kli­ma, son­dern auch um mehr Gerech­tig­keit: Denn rei­che Men­schen scha­den dem Kli­ma viel mehr als Arme, aber lei­den viel weni­ger unter den Fol­gen. In die­ser Vor­le­sung wird gezeigt, wie Armut und Reich­tum mit dem Kli­ma­wan­del zusam­men­hän­gen. Außer­dem wird gemein­sam über­legt, was man selbst gegen den Kli­ma­wan­del tun kann. Die Ver­an­stal­tung fin­det von 11 bis 12 Uhr im Hör­saal U7 /​/​01.05, An der Uni­ver­si­tät 7, statt.


Von Rit­tern und Bam­ber­ger Bür­gern – Was archäo­lo­gi­sche Fun­de über die (Tisch-)Kultur des Mit­tel­al­ters verraten

Die drit­te Vor­le­sung fin­det am Sams­tag, 22. Novem­ber 2025, statt. Brit­ta Zieg­ler vom Lehr­stuhl für Archäo­lo­gie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit erklärt, was Archäo­lo­gin­nen und Archäo­lo­gen durch Aus­gra­bun­gen alles erfah­ren kön­nen. Wenn bei­spiels­wei­se eine alte Kera­mik­scher­be gefun­den wird, kann die­se Scher­be ver­ra­ten, wie eine Burg ein­ge­rich­tet war oder ob die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner eines Hau­ses arm oder reich waren. Außer­dem geben sol­che Fun­de Aus­kunft dar­über, wel­che Werk­zeu­ge und Tech­ni­ken die Men­schen frü­her bereits kann­ten. Die Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler haben die Mög­lich­keit, 500 Jah­re alte Ori­gi­nal­fun­de ken­nen­zu­ler­nen, den Umgang mit ihnen zu erler­nen und die Geheim­nis­se über das Leben von damals zu erfah­ren. Die Ver­an­stal­tung fin­det zwei Mal statt, von 10 bis 11 Uhr und von 11.30 bis 12.30 Uhr im Raum KR14 /​/​00.06, Am Kra­nen 14. Bei die­ser Vor­le­sung ist die Teil­neh­men­den­zahl auf 20 Kin­der begrenzt.

Seit 2003 prä­sen­tie­ren Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler jedes Jahr The­men aus ihren For­schungs­ge­bie­ten in Vor­le­sun­gen, die sie spe­zi­ell für Kin­der hal­ten. Erwach­se­ne Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer sind des­halb bei den Vor­le­sun­gen nicht zuge­las­sen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.uni-bamberg.de/kinderuni zu fin­den, eben­so die Anmeldemöglichkeit.

Stu­die­ren­de leis­ten Grund­la­gen­ar­beit für künf­ti­ges Museum

Uni­ver­si­tät Bam­berg erschließt Paul Maars Vorlass

Bald soll Paul Maars Werk in einem eige­nen Muse­um in Hall­stadt, dem Geburts­ort sei­ner Mut­ter, gewür­digt wer­den. Ein Team der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter­stützt den Auf­bau des Muse­ums. Es inven­ta­ri­sier­te seit Febru­ar 2025 den gesam­ten Vor­lass des Autors und Illus­tra­tors, den die­ser bereits der Stadt Hall­stadt über­ge­ben hat­te, wie die Uni­ver­si­tät Bam­berg mitteilt.

Paul Maar ist einer der bekann­tes­ten Kin­der­buch­au­to­ren im deutsch­spra­chi­gen Raum – und weit dar­über hin­aus. Sei­ne Bücher rund um das „Sams“ sind in über 40 Spra­chen über­setzt. Zuletzt brach­te er auch Lite­ra­tur für Erwach­se­ne her­aus. Bald soll sein Werk in einem eige­nen Muse­um in Hall­stadt, dem Geburts­ort sei­ner Mut­ter, gewür­digt wer­den. Ein Team der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter­stützt den Auf­bau des Muse­ums: Es inven­ta­ri­sier­te seit Febru­ar 2025 den gesam­ten Vor­lass des Autors und Illus­tra­tors, den die­ser bereits der Stadt Hall­stadt über­ge­ben hat­te. In den zahl­rei­chen Kis­ten fan­den sie unter ande­rem Bücher, Manu­skrip­te, Fotos, Film­re­qui­si­ten, Sams-Pup­pen, Zeich­nun­gen, Fan­post und per­sön­li­che Noti­zen. Ohne eine sys­te­ma­ti­sche Inven­ta­ri­sie­rung wäre eine musea­le Pla­nung eben­so wie die spä­te­re Bestands-Ver­wal­tung im lau­fen­den Betrieb unmög­lich. Am 31. August 2025 konn­ten sie die Inven­ta­ri­sie­rung dank der erfolg­rei­chen Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Hall­stadt und der Lan­des­stel­le für die nicht­staat­li­chen Muse­en in Bay­ern abschließen.


Inven­ta­ri­sie­ren, archi­vie­ren, bewahren

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich von der Muse­ums­idee gehört habe. Paul Maar ist ein Aus­hän­ge­schild für unse­re Regi­on – und welt­weit bekannt. Mit sei­nen Büchern hat er die Kind­heit vie­ler Men­schen geprägt“, sagt Prof. Dr. Heid­run Alz­hei­mer, ehe­ma­li­ge Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Euro­päi­sche Eth­no­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Sie lei­te­te das Inventarisierungsprojekt.

Die Inven­ta­ri­sie­rung – also die Erfas­sung und Doku­men­ta­ti­on sämt­li­cher Objek­te – ist Grund­vor­aus­set­zung für jedes Muse­um. Sie dient nicht nur der Ord­nung und Archi­vie­rung, son­dern ist auch Basis für spä­te­re Aus­stel­lun­gen, digi­ta­le Anwen­dun­gen, Kon­ser­vie­rung, Scha­dens­do­ku­men­ta­ti­on und Ver­wal­tung. Seit Febru­ar erfass­ten vier Mas­ter­stu­die­ren­de der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie gemein­sam mit Heid­run Alz­hei­mer sämt­li­che Objek­te aus Paul Maars Vor­lass mit­hil­fe einer pro­fes­sio­nel­len Soft­ware. Bis Ende August 2025 haben sie einen Groß­teil der rund 5.000 Stü­cke doku­men­tiert. Nur kur­so­risch erfasst wur­de die Fan­post auf­grund der schie­ren Mas­se an Zuschrif­ten begeis­ter­ter Leser und Lese­rin­nen. Vie­le Schrei­ben sind lie­be­voll illus­triert und zeu­gen von der anhal­ten­den Wir­kung von Maars Werk.


Stu­die­ren­de ler­nen pro­fes­sio­nel­le Museumsarbeit

Dass Stu­die­ren­de an dem Pro­jekt betei­ligt waren, kommt nicht von unge­fähr, son­dern ist eines der Ergeb­nis­se einer vor­aus­schau­en­den Lehr­stra­te­gie: Heid­run Alz­hei­mer erkann­te früh, dass Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten aus der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie häu­fig das Berufs­feld „Muse­um“ anstre­ben. Um dar­auf im Stu­di­um vor­zu­be­rei­ten, ent­wi­ckel­te sie eigens ein Pra­xis­mo­dul zur Muse­ums­aus­bil­dung, in dem der Umgang mit Samm­lun­gen, kon­ser­va­to­ri­sche Grund­la­gen und digi­ta­le Erfas­sungs­me­tho­den pra­xis­nah ver­mit­telt wer­den. Die Stu­die­ren­den bli­cken in den Kur­sen auch hin­ter die Kulis­sen, etwa bei Besu­chen in den Muse­en Bay­erns. Die Arbeit am Paul-Maar-Vor­lass ist ein Bei­spiel dafür, wie eng aka­de­mi­sche Aus­bil­dung und ange­wand­te Kul­tur­ar­beit zusam­men­spie­len kön­nen: „Die Stu­die­ren­den ler­nen hier Muse­ums­pra­xis im bes­ten Sin­ne – von der Ver­schlag­wor­tung bis zur Erfas­sung kom­ple­xer Objek­te in ver­schie­de­nen Spra­chen, Schrif­ten und media­len For­ma­ten“, so Alz­hei­mer. Eine Inven­tar­num­mer wird nach kon­ser­va­to­ri­schen Stan­dards direkt am Objekt ange­bracht, Ver­wei­se auf ver­wand­te Stü­cke in der Daten­bank mit Hil­fe von Refe­renz­num­mern ergänzt. Das emp­find­li­che Mate­ri­al wird in säu­re­frei­em Sei­den­pa­pier und Spe­zi­al­kar­tons archiviert.

„Ich woll­te schon immer im Muse­ums­be­reich arbei­ten – und durch die­ses Pro­jekt hat sich mein Berufs­wunsch noch ein­mal rich­tig gefes­tigt“, sagt Melis­sa Link, Mas­ter­stu­den­tin der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie. „Beson­ders schön war, dass wir dabei nicht ein­fach nur Objek­te inven­ta­ri­siert haben, son­dern viel über Paul Maar als Mensch erfah­ren konn­ten. Und er selbst war bei Fra­gen ansprech­bar – das war wirk­lich ein High­light.“ Für Link war die Inven­ta­ri­sie­rung nicht nur eine pro­fes­sio­nel­le, son­dern auch eine pri­va­te Berei­che­rung: „Paul Maar hat mich mit sei­ner Krea­ti­vi­tät ange­steckt. Und ich sehe manch all­täg­li­che Din­ge mit ganz ande­ren Augen.“ In ihrer Mas­ter­ar­beit möch­te sie sich nun mit den hand­werk­li­chen und kon­ser­va­to­ri­schen Aspek­ten des Inven­ta­ri­sie­rens beschäf­ti­gen – am Bei­spiel der Paul Maar Samm­lung. Eini­ge Objek­te wird sie auch bio­gra­phisch erforschen.


Bli­cke in das Leben von Paul Maar

Neben den bekann­ten Publi­ka­tio­nen und ihren inter­na­tio­na­len Aus­ga­ben fin­den sich im Vor­lass auch per­sön­li­che Zeug­nis­se: Fotos von Lese­rei­sen und Besu­chen in Goe­the-Insti­tu­ten rund um den Glo­bus, Gra­phi­ken, Brie­fe, hand­schrift­li­che Skiz­zen und Manu­skrip­te und Bücher mit Anmer­kun­gen für Lesun­gen. „Man spürt an vie­len Stel­len, wie eng bio­gra­phi­sche Erfah­run­gen und lite­ra­ri­sche Arbeit bei Paul Maar ver­knüpft sind und vor allem auch, dass Paul Maar viel mehr ist als sei­ne Sams-Bücher“, sagt Alz­hei­mer. So fin­den sich im Vor­lass bei­spiels­wei­se Fotos mit den Jazz­grö­ßen Keith Jar­rett und Jan Gar­ba­rek, für die Maar ein Schall­plat­ten­co­ver gestal­tet hat. Sie waren eine Woche bei Paul und Nele Maar in ihrem dama­li­gen Wohn­ort Gröt­zin­gen zu Besuch.

Beson­ders kurio­ses Mate­ri­al stel­len die Requi­si­ten aus dem zwei­ten Sams-Film von 2003 dar. Sie schlum­mer­ten jah­re­lang in der Gara­ge eines Bam­ber­ger Stadt­füh­rers, der sie nun dem Muse­um über­las­sen hat. Im Film war in der Bam­ber­ger Innen­stadt ein Hun­de­sa­lon ein­ge­rich­tet, daher zäh­len zu den Requi­si­ten so kurio­se Din­ge wie Hundelockenwickler.

Die Eröff­nung des Muse­ums ist in den nächs­ten Jah­ren geplant. Bereits im Okto­ber 2025 fin­det im Kul­tur­bo­den Hall­stadt eine öffent­li­che Ver­an­stal­tung mit Podi­ums­dis­kus­si­on und einer Aus­stel­lung mit Gra­fi­ken von Paul Maar statt. Auch der Künst­ler selbst wird anwe­send sein.

Erschei­nungs­ter­min 13. September

Neu­es Sams­buch: Das Mini-Sams ist weg

Am 13. Sep­tem­ber erscheint ein neu­er Sams-Band von Paul Maar. In „Das Mini-Sams ist weg“ ver­schwin­det das kleins­te aller Sam­se, als es eine Fels­mau­er erkun­den will. Die Neu­erschei­nung ist bereits der 12. Sams-Band.

1973 ver­öf­fent­lich­te der Bam­ber­ger Autor Paul Maar, damals Mit­te 30, mit „Eine Woche vol­ler Sams­ta­ge“ sein ers­tes Sams­buch. Mit der Geschich­te des Sams woll­te er die Welt der Kin­der­bü­cher, so sein Ver­lag in einer Mit­tei­lung, ein wenig lus­ti­ger und auch anar­chi­scher machen.

Seit­dem treibt das Wunsch­punkt-Wesen Scha­ber­nack in unzäh­li­gen Kin­der­zim­mern: immer frech, immer vor­laut und unter­halt­sam. Elf Bän­de hat Maar bis­lang geschrie­ben, mehr als sechs Mil­lio­nen Exem­pla­re sind davon im deutsch­spra­chi­gen Raum ver­kauft. In Hall­stadt soll nun sogar ein Paul-Maar-Muse­um ent­ste­hen und am 13. Sep­tem­ber folgt mit „Das Mini-Sams ist weg“ der 12. Band der Reihe.

In „Das Mini-Sams ist weg“ geht es um fol­gen­des: In der Sams-Welt gibt es ein gro­ßes Geheim­nis. Weit hin­ten am Ran­de der Wie­se, auf der die Sam­se genüss­lich Kür­bis­se essen, steht eine geheim­nis­vol­le Fels­mau­er. Nie­mand weiß genau, was sich hin­ter ihr verbirgt.

Das Pau­ker-Sams fin­det es dort zwar viel zu gefähr­lich, aber das Mini-Sams möch­te her­aus­fin­den, was es mit der Fels­mau­er auf sich hat. Doch plötz­lich ist das klei­ne Sams spur­los ver­schwun­den. So macht sich das Taschen­bier-Sams gemein­sam mit Ral­fer, einem blau­en Dra­chen, auf eine aben­teu­er­li­che Suche nach sei­nem klei­nen Freund.

Paul Maar erzählt in die­sem Kin­der­buch ab sie­ben Jah­ren eine neue Sams-Geschich­te mit dem kleins­ten aller Sam­se, dem Mini-Sams. Mit sei­nen far­bi­gen Illus­tra­tio­nen und Figu­ren erweckt er die Welt der Sam­se zum Leben.

Gestal­tet von Johan­nes Wicht

Deut­sche Post ver­öf­fent­licht Sams-Briefmarke

Ab heu­te kann man sei­ne Brie­fe mit einer Brief­mar­ke fran­kie­ren, die ein Sams­mo­tiv zeigt. Das ers­te Exem­plar der Sams-Brief­mar­ke wur­de Paul Maar, dem Erfin­der der Kin­der­buch­fi­gur, über­reicht. Gestal­tet hat sie Johan­nes Wicht aus Stegaurach.

Der Kin­der­buch­au­tor und Illus­tra­tor Paul Maar lässt in sei­nen Büchern das Sams vie­le Aben­teu­er erle­ben. Heu­te (4. Juli) ver­öf­fent­licht die Deut­sche Post eine Son­der­brief­mar­ke mit einem Sams­mo­tiv, wie das Bam­ber­ger Rat­haus mit­teilt. Die Sams-Brief­mar­ke wird eines von zwei Son­der­post­wert­zei­chen der Brief­mar­ken­se­rie „Hel­den der Kind­heit“ sein, zu der laut Deut­scher Post bereits die Kin­der­fi­gu­ren „Bie­ne Maja“, „Pip­pi Lang­strumpf“ oder „Pinoc­chio“ gehö­ren. Gemein­sam mit dem Sams wird nun auch „Michel aus Lön­ne­ber­ga“ auf Brief­um­schlä­gen für 85 Cent durch ganz Deutsch­land unter­wegs sein.

Maar erhält ers­te Sams-Briefmarke

Paul Maar war sicht­lich erfreut, als Bernd Mey­er, Abtei­lungs­lei­ter Fran­kie­rung bei der Deut­schen Post AG, dem 87-Jäh­ri­gen Anfang der Woche zu Hau­se die ers­te Sams-Brief­mar­ke über­reich­te. „Ich freue mich sehr“, sag­te Maar. „Das pas­siert ja nicht jedem Autor und Illus­tra­tor, dass eine Figur, die er geschaf­fen hat, einen Platz auf einer Brief­mar­ke fin­det.“ Auch sei er von der Nach­richt total über­rascht gewe­sen. „Ich hat­te kei­ne Ahnung, dass jemand so eine Idee haben könnte.“

Die Idee, eine Brief­mar­ke mit Sams­mo­tiv zu gestal­ten, kam unter­des­sen von Johan­nes Wicht aus Ste­gau­rach, selbst begeis­ter­ter Brief­mar­ken­samm­ler und Autor. Er hat­te vor zwei Jah­ren dem für das Post­we­sen zustän­di­gen Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um die Sams-Brief­mar­ke vorgeschlagen.

Auch Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke war bei der Brief­mar­ken­über­ga­be im Hau­se Maar anwe­send und erklär­te: „Paul Maar ist einer der füh­ren­den kul­tu­rel­len Reprä­sen­tan­ten der Stadt. Nun wird sein Sams per Brief noch viel mehr Men­schen errei­chen und begeistern.“

Star­ke kün­dig­te zudem an, dass auch die Stadt­ver­wal­tung die­se Brief­mar­ken erwer­ben wer­de. „Die Kul­tur­stadt Bam­berg lebt von bedeu­ten­den Per­sön­lich­kei­ten wie Paul Maar. Er ist eine Zier­de für unse­re Stadt und wir freu­en und über die Ehre, die ihm zuteilwird.“

Belieb­te Kinderfigur

Paul Maar im Inter­view: 50 Jah­re Sams

Seit 50 Jah­ren ist das Sams, das ger­ne fre­che Bemer­kun­gen macht, Teil des Lebens des schüch­ter­nen Herrn Taschen­bier. Und genau­so lan­ge ist die Buch­rei­he von Paul Maar Teil der Fan­ta­sie­welt und der Rega­le von Kin­dern und auch eini­ger Erwach­se­ner. Im Inter­view haben wir mit Paul Maar auf die Anfän­ge zurück­ge­blickt und mit ihm über die Zukunft des Sams gesprochen.

Das Sams hat eine Rüs­sel­na­se, rote Sta­chel­haa­re und geheim­nis­vol­le blaue Wunsch­punk­te im Gesicht. Durch sein lus­ti­ges Äuße­res und sei­ne fre­che und gewitz­te Art sowie durch die Tat­sa­che, dass es sich von nie­man­dem ein­schüch­tern lässt, ist es bei vie­len Kin­dern beliebt.

In den Geschich­ten stellt das Sams aber nicht nur die Welt von Herrn Taschen­bier auf den Kopf, dem es eines Tages begeg­net und ein­fach bei ihm bleibt. 1973 erfand der Kin­der­buch­au­tor und Illus­tra­tor Paul Maar die ers­te Sams-Geschich­te, kurz dar­auf erschien das ers­te Buch der Rei­he. Seit­her ist das Sams aus der Kin­der­buch­welt kaum mehr weg­zu­den­ken und in sei­ner Beliebt­heit im Lau­fe der Jah­re immer wei­ter gestiegen.

Elf Bän­de hat Paul Maar mitt­ler­wei­le geschrie­ben. Band 12 mit dem „Mini-Sams“ ist der­zeit in Arbeit, wie der Autor ver­rät. Dazu gibt es das Sams, das inzwi­schen eben­so mul­ti­me­di­al unter­wegs ist, auch in Hör­spie­len, Thea­ter­stü­cken, Musi­cals, Fil­men und Computerspielen.

Allein im deutsch­spra­chi­gen Raum haben sich die Sams-Bücher mitt­ler­wei­le mehr als sechs Mil­lio­nen Mal ver­kauft und wur­den inzwi­schen in 30 Spra­chen, wie unter ande­rem Chi­ne­sisch, Ara­bisch oder Per­sisch, über­setzt. Auf­grund der vie­len Wort­wit­ze, die der Autor dem Sams immer wie­der in den Mund legt, kei­ne leich­te Aufgabe.

Die Lebens­weis­hei­ten, die das Sams aber eben­so parat hat, funk­tio­nie­ren jedoch in jeder Spra­che. In den Büchern kön­nen Kin­der Din­ge ler­nen, wie: „Ande­re kön­nen dich nicht ändern, ändern musst du dich allein. Du wirst nie die andern ändern, aber du kannst anders sein“, oder „will man etwas ganz stark und fest, geht’s auch ohne Wunsch­ma­schi­ne. Selbst ein Schwein lernt Vio­li­ne, wenn es nur nicht locker lässt.“

Wir haben mit dem Autor Paul Maar zum Jubi­lä­um über die Anfän­ge der Geschich­te, die Ent­wick­lung des Sams und sei­ne Zukunfts­plä­ne für die Figur gesprochen.

Sams
Paul Maar in sei­nem Arbeits­zim­mer, 2018, Foto: Son­ja Och
Herr Maar, das Sams fei­ert die­ses Jahr 50-jäh­ri­ges Jubi­lä­um. Wie kam Ihnen die Idee zu die­ser Figur?

Paul Maar: Mei­ne Haupt­fi­gur war gar nicht das Sams, son­dern der schüch­ter­ne, ange­pass­te Herr Taschen­bier, dem ich eine Fan­ta­sie­fi­gur gegen­über­stel­len woll­te, die genau das Gegen­teil von ihm ist. So kam ich auf den Cha­rak­ter der Figur Sams. Das Äuße­re muss­te ich mir erst nach vie­len Pro­be­zeich­nun­gen erarbeiten.

Das Sams ist frech und vor­laut – wie kam es ent­spre­chend bei den kind­li­chen Lesern bezie­hungs­wei­se bei der erwach­se­nen Kri­tik anfangs an?

Paul Maar: Die Kin­der lieb­ten das Sams gera­de des­we­gen. Die Erwach­se­nen sahen die­se Figur etwas distan­zier­ter, skep­ti­scher. Als in den acht­zi­ger Jah­ren die Schü­ler eines ober­frän­ki­schen Gym­na­si­ums das Sams-Thea­ter­stück in der Aula auf­füh­ren woll­ten, ver­bot die Schul­lei­tung die­ses „auf­müp­fi­ge Stück“, und sie muss­ten in den Saal einer Gast­wirt­schaft ausweichen.

Gab es Kri­ti­ken, die ver­such­ten, das Sams in Rich­tung „fal­sche Vor­bil­der für Kin­der“ zu rücken?

Paul Maar: Das kann sein. Aber mir ist kei­ne in Erin­ne­rung geblieben.

Inwie­weit war das auf­säs­si­ge Sams Pro­dukt sei­ner Ent­ste­hungs­zeit der frü­hen 1970er Jah­re, in denen sich eine rebel­lie­ren­de Jugend­kul­tur immer wei­ter verbreitete?

Paul Maar: Der Zeit­geist fin­det immer Ein­gang in einen Text. Oft ohne dass es dem Autor oder der Autorin bewusst wird.

Was hat das Sams, dass es seit 50 Jah­ren Kin­der anspricht und fasziniert?

Paul Maar: Ganz genau kann ich das auch nicht sagen. Ich ver­mu­te: Der Humor der Geschich­ten, die Rei­me, die das Sams schein­bar aus dem Steg­reif dich­tet, und der heim­li­che Wunsch der Kin­der, auch mal mit den Wunsch­punk­ten alles wün­schen zu dürfen.

Hat­ten Sie schon zu Beginn Geschich­ten für meh­re­re Bän­de im Kopf oder haben sich die inzwi­schen elf Bän­de erst nach und nach entwickelt?

Paul Maar: Geplant war nur der ers­te Band. Dann kamen Dut­zen­de Brie­fe, in denen die Kin­der nach einer Fort­set­zung ver­lang­ten, und ich schrieb den zwei­ten Band. Dar­auf kamen Hun­der­te von Kin­der­brie­fen mit der glei­chen Bit­te. So sind nach und nach immer mehr Bän­de entstanden.

Wie funk­tio­niert es, Geschich­ten immer wei­ter fort­zu­schrei­ben? Woher holen Sie sich die Inspi­ra­ti­on? Steht man mor­gens auf und denkt: „Heu­te ist ein guter Tag für einen neu­en Band?“

Paul Maar: Manch­mal kommt die Inspi­ra­ti­on von außen. Etwa, wenn mei­ne Toch­ter Anne, Inten­dan­tin des Frän­ki­schen Lan­des­thea­ters Schloss Maß­bach, nach einem neu­en Stück für die Weih­nachts­zeit fragt. Dann ent­steht par­al­lel zum Buch „Das Sams und die gro­ße Weih­nachts­su­che“ das gleich­na­mi­ge Stück, das ich zusam­men mit dem Regis­seur Chris­ti­an Schid­low­sky geschrie­ben habe. Die Urauf­füh­rung ist übri­gens im November.

Wann war Ihnen klar, dass das Sams ein Erfolg ist?

Paul Maar: Als mir der Ver­lag das „Gol­de­ne Sams­buch“ über­reich­te, war ich mäch­tig stolz. Anlass war, dass sich die Sams­bü­cher fünf Mil­lio­nen Mal ver­kauft hatten.

Trotz der teils als unüber­setz­bar gel­ten­den Wort­spie­le in den Sams-Büchern wur­den sie mitt­ler­wei­le in 30 Spra­chen über­setzt. In wel­che Spra­che wür­den Sie die Bücher ger­ne noch über­set­zen lassen?

Paul Maar: Ins Eng­li­sche oder Ame­ri­ka­ni­sche. Kei­nes mei­ner Bücher wur­de in die­se Spra­che über­setzt. Nur zwei mei­ner Thea­ter­stü­cke. Auf die­se Wei­se bekom­me ich Tan­tie­men-Dol­lars aus New York überwiesen.

Wel­cher Band ist Ihr Lieblingsband?

Paul Maar: Der erste.

Die Geschich­ten des Sams wur­den auch als Musi­cals insze­niert, im Thea­ter auf­ge­führt und ver­filmt. Inwie­fern heben sich die­se Insze­nie­run­gen und Fil­me von den Büchern ab?

Paul Maar: Ich habe die Bear­bei­tun­gen immer selbst geschrie­ben und mich den Gege­ben­hei­ten ange­passt. Ein Bei­spiel: Im drit­ten Sams­band springt Taschen­bier auf Grund eines Sams-Wun­sches vom Drei­me­ter­brett ins Becken. Als Büh­nen-Ent­spre­chung habe ich erfun­den, dass Taschen­bier auf dem Tisch tan­zen muss.

Wie waren Sie in die Auf­füh­run­gen und Drehs eingebunden?

Paul Maar: Ich habe zusam­men mit dem Pro­du­zen­ten Uli Lim­mer die Dreh­bü­cher für drei Sams-Fil­me ver­fasst und habe gele­gent­lich bei den Dreh­ar­bei­ten zuge­se­hen. Beson­ders beim ers­ten Sams-Film, der qua­si vor mei­ner Haus­tü­re gedreht wurde.

Mit E‑Books, Hör­bü­chern und Com­pu­ter­spie­len geht das Sams heu­te mul­ti­me­dia­le Wege. Sie haben an der Gestal­tung des Com­pu­ter­spiels selbst mit­ge­wirkt. Wie unter­schei­det sich das Sams der Bücher­welt vom mul­ti­me­dia­len Sams?

Paul Maar: Eigent­lich nur, dass es sich bewegt. Sein Cha­rak­ter und sein Aus­se­hen sind gleich geblieben.

Womit soll­ten Kin­der in die Sams-Welt ein­stei­gen und wor­auf Eltern beim Medi­en­kon­sum ihrer Kin­der achten?

Paul Maar: Sie soll­ten mit den Erst­le­se-Büchern anfan­gen. Ansons­ten liegt es mir fern, den Eltern Rat­schlä­ge oder gar Vor­schrif­ten zu machen.

Gab es Zei­ten, in denen das Sams und Sie nicht mit­ein­an­der klar­ka­men? Waren Sie ein­mal kurz davor, die Rei­he zu beenden?

Paul Maar: Eigent­lich nie.

Was unter­schei­det das Sams von den Anfän­gen zum Sams von heute?

Paul Maar: Wie alle Fan­ta­sie­fi­gu­ren, sei­en es Feen, Was­ser­jung­frau­en oder ein Sams, altern die­se Wesen nie und blei­ben immer so, wie sie im Moment agieren.

Wel­che Sams-Geschich­ten und ‑Prot­ago­nis­ten möch­ten Sie noch schreiben?

Paul Maar: Nach­dem ich mal ver­kün­det hat­te, dass es kein neu­es Sams­buch mehr geben wird, zie­he ich mich aus der Schlin­ge, indem ich das Mini-Sams erfun­den habe. Es trägt eine gepunk­te­te Stram­pel­ho­se, hat den Dau­men im Mund, den es nur her­aus­nimmt, um zu sagen: „Ich hät­te da mal eine Fra­ge!“ Das Mini­sams ist die Haupt­fi­gur des Buches, an dem ich gera­de schreibe.

Es heißt, das Sams stam­me aus der Sams-Welt, einem Par­al­lel­uni­ver­sum. Hal­ten Sie so ein Uni­ver­sum in der gedank­li­chen Welt von Kin­dern für wichtig?

Paul Maar: Ich hal­te es nicht nur für Kin­der wich­tig, sich klar zu machen, dass es im All noch ande­re Pla­ne­ten gibt, auf denen Leben mög­lich ist. Das Par­al­lel­uni­ver­sum ist nicht mei­ne Erfin­dung. Davon schrei­ben Wissenschaftler.

Wie schät­zen Sie als Autor die Zukunft in Bezug auf das Hilfs­mit­tel der künst­li­chen Intel­li­genz ein?

Paul Maar: Ich habe eine App der KI auf mei­nem Com­pu­ter und fin­de es inter­es­sant, wenn ich zum Bei­spiel die ers­ten 30 Sei­ten eines neu­en Buches ein­ge­be, und die KI beauf­tra­ge: Schrei­be die Geschich­te wei­ter! Was dabei ent­steht, ent­hält zwar vie­le Kli­schees, ent­hält aber durch­aus brauch­ba­re Anregungen.

Bam­ber­ger Persönlichkeiten

Ehren­me­dail­le des Regie­rungs­be­zirks: Huml und Maar ausgezeichnet

Zwei Bam­ber­ger Per­sön­lich­kei­ten haben die Ehren­me­dail­le in Sil­ber des Bezirks Ober­fran­ken erhal­ten. Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml und Autor Paul Maar wur­den für ihre Ver­diens­te um den Regie­rungs­be­zirk ausgezeichnet.

Im Roko­ko-Saal des Alten Brü­cken­rat­hau­ses ver­lieh Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm am Mon­tag (17. Juli) die Ehren­me­dail­le des Regie­rungs­be­zirks an Mela­nie Huml und Paul Maar. „Mela­nie Huml steht wie kaum eine zwei­te für die Stär­kung und poli­ti­sche Ver­tre­tung unse­rer Hei­mat auf höchs­ter baye­ri­scher Ebe­ne“, so Schramm in einer Mit­tei­lung des Bezirks.

Die gebür­ti­ge Bam­ber­ge­rin ist seit 2007 Mit­glied des baye­ri­schen Kabi­netts, zunächst als Staats­se­kre­tä­rin, dann ab 2013 als Staats­mi­nis­te­rin für Gesund­heit und Pfle­ge und seit 2021 als Staats­mi­nis­te­rin für Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten und Internationales.

Neben der Poli­tik enga­giert sich Mela­nie Huml auch in ehren­amt­li­chen Funk­tio­nen, unter ande­rem als lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de der PR-Agen­tur des Bezirks, „Ober­fran­ken Offen­siv e.V.“, sowie als Vor­sit­zen­de des Kura­to­ri­ums der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg.

Paul Maar hin­ge­gen zählt zu den bekann­tes­ten deutsch­spra­chi­gen Autoren für Kin­der­bü­cher und Kin­der­thea­ter. Sei­ne Wer­ke wie die „Sams“-Reihe, „Der täto­wier­te Hund“ oder „Kike­ri­kis­te“ und deren Ver­fil­mun­gen haben seit Jahr­zehn­ten Publi­kum in aller Welt.
Der gebür­ti­ge Unter­fran­ke Maar hat bereits vor vie­len Jah­ren Bam­berg zu sei­ner Wahl­hei­mat erko­ren und ist auch im Alter von bald 86 Jah­ren lite­ra­risch aktiv.

„Mit Ihren Kin­der­bü­chern haben Sie die deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur rei­cher gemacht“, sag­te Schramm in sei­ner Lau­da­tio. In sei­nem lite­ra­ri­schen Schaf­fen und sei­ner ein­neh­men­den Per­sön­lich­keit sei Paul Maar zudem ein wun­der­ba­rer Bot­schaf­ter sei­ner Wahl­hei­mat Oberfranken.

Mit der Ehren­me­dail­le in Sil­ber ehrt der Bezirk Ober­fran­ken Per­sön­lich­kei­ten, die sich in beson­de­rer Wei­se um Ober­fran­ken ver­dient gemacht haben. Hier­zu zählt beson­de­res Wir­ken im poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, sozia­len und kul­tu­rel­len Bereich, von dem Ober­fran­ken als Regi­on pro­fi­tiert hat.

Sams und Co.

Baum­wip­fel­pfad Stei­ger­wald: Lesung Paul Maar

Paul Maar kommt zum Baum­wip­fel­pfad in den Stei­ger­wald nach Ebrach. Mit musi­ka­li­scher Beglei­tung liest er aus sei­nen Werken.

„Gera­de in unse­rer Zeit ist Fan­ta­sie so wich­tig, denn alle not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen müs­sen erst ein­mal gedacht, erst ein­mal in der Fan­ta­sie durch­ge­spielt wer­den,“ sag­te Paul Maar einst. Am 23. Juli liest Maar auf dem Baum­wip­fel­pfad Stei­ger­wald. Das heißt, er liest auf einer Platt­form kurz nach dem Ein­gang in den spi­ral­för­mi­gen Wipfelweg.

Ab 14:30 Uhr prä­sen­tiert der bekann­te Bam­ber­ger Kin­der­buch­au­tor Aus­zü­ge aus ver­schie­de­nen sei­ner Tex­te, aus ver­schie­de­nen Pha­sen sei­nes Lebens. Die Geschich­ten und Gedich­te zie­len dabei vor allem auf ein kind­li­ches Publi­kum ab. Des­halb wer­den in der Lese­lis­te an die­sem Tag auch Aus­schnit­te aus den Geschich­ten des Sams nicht feh­len. Beglei­tet wird der Autor von den bei­den Musi­kern Wolf­gang Stu­te und Kon­rad Haas, die für den musi­ka­li­schen Rah­men sorgen.

„Wir freu­en uns auf einen erfri­schen­den Nach­mit­tag mit Paul Maar“, sagt San­dra Fischer, Lei­te­rin des Baum­wip­fel­pfads in Ebrach, „der aus sei­ner Wahl­hei­mat Bam­berg zu uns reist. Mit ihm kön­nen wir einen groß­ar­ti­gen Schrift­stel­ler bei uns will­kom­men hei­ßen, der nicht nur unweit von uns lebt und arbei­tet, son­dern unse­re Regi­on genau­so schätzt wie wir.“ Im Anschluss an die Lesung steht Maar für eine Signier­stun­de bereit.

Preis­ver­lei­hung in der Stadtbücherei

Aka­de­mie für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur: Paul-Maar-Gedichtwettbewerb

Zum 85. Geburts­tag von Kin­der­buch­au­tor und Sams-Erfin­der Paul Maar hat die Deut­sche Aka­de­mie für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur einen Gedicht­wett­be­werb für ober­frän­ki­sche Schü­le­rIn­nen aus­ge­lobt. Am 7. Juli wur­den in der Stadt­bü­che­rei die Prei­se übergeben.

Die Teil­nah­me am ers­ten Paul-Maar- Gedicht­wett­be­werb war beacht­lich. Wie das Rat­haus mit­teil­te, haben ober­frän­ki­sche Schü­le­rIn­nen 130 Gedich­te ein­ge­reicht. Nun wur­den die bes­ten in der Bam­ber­ger Stadt­bü­che­rei ausgezeichnet.

Der ers­te Preis ging an Chris­ti­na Urban vom Chris­ti­an-Ernes­ti­num Gym­na­si­um in Bay­reuth für ihr „Mein ver­wursch­tel­tes Gedicht“. Den zwei­ten Preis teil­ten sich Lot­te Betz (Grund­schu­le Treb­gast) mit ihrem Gedicht „März bis Mai“ und die Klas­se 6 b des Cla­vi­us-Gym­na­si­ums Bam­berg mit ihrem „Wör­ter inspi­rie­ren die Welt“.

„Sich in Zei­ten von Kurz­nach­rich­ten mit Gedich­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen“, sag­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp bei der Ver­lei­hung, „mag vie­len nicht gege­ben sein. Kin­der haben es da etwas leich­ter. Sie sind erfin­de­risch und sind außer­dem mit Sams, Herrn Taschen­bier und Frau Rot­kohl groß geworden.“

Bei der Preis­ver­lei­hung prä­sen­tier­te die Deut­sche Aka­de­mie für Kin­der- und Jugend­li­te­ra­tur gemein­sam mit der Stadt­bü­che­rei die bes­ten Tex­te und ihre jugend­li­chen Ver­fas­se­rin­nen und Ver­fas­ser und stell­te sie Paul Maar vor. Die Prei­se – ein Gut­schein über einen Schreib­work­shop mit Rolf-Bern­hard Essig, Judith Allert oder Suza Kolb, Urkun­den und Buch­pa­ke­te – über­ga­ben Jonas Glüsen­kamp und die Jury­mit­glie­der Maren Bona­cker und Paul Maar.

Und was sag­te Paul Maar, zu des­sen 85. Geburts­tag der Gedicht­wett­be­werb aus­ge­tra­gen wor­den war? „Nicht nur das Sams ist ein gro­ßer Reim-Meis­ter. Ich bin es selbst und lege dem Sams mit gro­ßer Freu­de mei­ne Gedich­te in den Mund. Inso­fern freut es mich, dass es die­sen Gedicht­wett­be­werb gibt, denn man kann die Men­schen nicht früh genug an die Poe­sie heranführen.“

18. Janu­ar

„Wie alles kam“: Paul Maar liest an der Uni­ver­si­tät Bamberg

Paul Maar, der Erfin­der des Sams, liest an der Uni­ver­si­tät Bam­berg aus sei­nem auto­bio­gra­fi­schen Roman „Wie alles kam“ und gibt Ein­bli­cke in sein Leben.

Er ist der Schöp­fer des Sams und mach­te das Wesen mit Rüs­sel­na­se, roter Sta­chel­fri­sur und run­dem Bauch welt­be­rühmt. Im Dezem­ber wur­de Kin­der­buch­au­tor Paul Maar 85 Jah­re alt. Am 18. Janu­ar liest der Fran­ke und Wahl-Bam­ber­ger an der Uni­ver­si­tät Bam­berg aus sei­nem auto­bio­gra­fi­schen Roman „Wie alles kam“. Die Lesung beginnt, bei frei­em Ein­tritt, um 20 Uhr in Raum 00.25, An der Uni­ver­si­tät 2.

In „Wie alles kam. Roman mei­ner Kind­heit“ denkt Paul Maar an den frü­hen Tod sei­ner Mut­ter und an das Ver­hält­nis zu sei­nem Vater, einem Kriegs­ve­te­ra­nen, der offen­bar nicht viel vom Lesen hielt. Erst über den Kon­takt zu sei­ner spä­te­ren Frau Nele tauch­te Maar in die Welt der Lite­ra­tur ein. Der Roman ist eine Aben­teu­er- und Freund­schafts­ge­schich­te, ein Vater-Sohn-Roman und nicht zuletzt eine Lie­bes­er­klä­rung an sei­ne Frau Nele.

„Paul Maar erzählt auf unver­gleich­lich sanf­te, selbst­iro­ni­sche und nun auch selbst­re­fle­xi­ve Wei­se von allen Schat­tie­run­gen sei­nes Lebens als Kind und Jugend­li­cher“, heißt es in einem Bei­trag des Deutsch­land­funks. „Eine Medi­ta­ti­on über das Erin­nern“, schreibt eine Autorin der Süd­deut­schen Zeitung.

Erfin­der des Sams

Bam­berg und Ode­on gra­tu­lie­ren Paul Maar zum 85. Geburtstag

Viel Geki­cher und Geläch­ter, strah­len­de Kin­der­au­gen, Gebäck und ein Kino, das unter Anlei­tung von Bam­bergs Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner ein Geburts­tags­ständ­chen singt. Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch gab es zu Paul Maars 85. Geburts­tag gro­ßes Kino im Ode­on.

In sei­nem bis auf den letz­ten Platz gefüll­ten Saal zeig­te das Ode­on-Kino die Sams-Ver­fil­mung „Das Sams“. Anlass war der 85. Geburts­tag des Schöp­fers des Sams – Paul Maar. Der Film ist die ein­zi­ge Buch-Ver­fil­mung, zu der der Autor selbst das Dreh­buch schrieb und des­sen Film­mu­sik der oscar­prä­mier­te Musi­ker Nico­la Pio­va­ni komponierte.

Vor allem in Bam­berg ist man stolz auf den berühm­ten Schrift­stel­ler und dass das Sams Bam­ber­ger ist. Er wün­sche Paul Maar alles Gute zum 85. Geburts­tag „und wei­ter­hin vie­le krea­ti­ve Ein­fäl­le“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. „Denn: Jedes Kind kennt das Sams, nicht nur bei uns, son­dern überall.“

Gene­ra­tio­nen von Kin­dern sind welt­weit mit den Geschich­ten vom Sams und Herrn Taschen­bier groß gewor­den. Das Sams, ein schlau­es und respekt­lo­ses klei­nes Wesen mit Rüs­sel­na­se und Wunsch­punk­ten im Gesicht, hält der erwach­se­nen Welt einen Spie­gel vor. Paul Maar hat­te sich die­se Geschich­ten bereits in den 1970-er Jah­ren aus­ge­dacht, als sei­ne eige­nen drei Kin­der noch klein waren.

Aber ins­be­son­de­re wegen sei­ner Ver­fil­mun­gen hat das Sams einen beson­de­ren Stel­len­wert in Paul Maars Hei­mat­stadt. Sowohl Hand­lungs- als auch Dreh­ort aller drei Sams-Kino­fil­me ist Bam­berg. Die Außen­ku­lis­se für Herrn Taschen­biers Haus fin­det man in der Juden­stra­ße 16. Es han­delt sich hier um das „Haus zum Ein­horn”, das bereits 1747 errich­tet wur­de. Wobei die Bam­ber­ge­rIn­nen oft den Namen „Taschen­bier-Haus“ ver­wen­den. Vie­le Innen­sze­nen, wie bei­spiels­wei­se die in der Woh­nung von Frau Rot­kohl, ent­stan­den in einer still­ge­leg­ten Fens­ter­fa­brik in Unter­haid. Und die Papier­fa­brik Elt­mann im Land­kreis Haß­ber­ge dien­te als Kulis­se für die Büro­räu­me der Schirm­fa­brik, in der Herr Taschen­bier arbeitet.

Eigent­lich hat­te Paul Maar nach dem ers­ten Sams-Buch ange­kün­digt, dass er kei­nen zwei­ten Band schrei­ben wür­de. Das war 1973. Nun hat er zu sei­nem 85. Geburts­tag den elf­ten Band, „Das Sams und die gro­ße Weih­nachts­su­che“, veröffentlicht.

1 2