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Caritas

10.000 Euro für kin­der­rei­che Fami­li­en in aku­ter Not­la­ge und Initia­ti­ven der Caritas

Stif­tung von Erz­bi­schof em. Schick unter­stützt Fami­li­en und Projekte

Mit einer Gesamt­sum­me von 10.000 Euro unter­stützt die Fami­li­en­stif­tung Kin­der­reich des frü­he­ren Bam­ber­ger Erz­bi­schofs Lud­wig Schick erneut Fami­li­en mit vie­len Kin­dern sowie wich­ti­ge Pro­jek­te der Fami­li­en­hil­fe, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Die Mit­tel kom­men Fami­li­en zugu­te, die in die­sem Jahr beson­ders stark von finan­zi­el­len Eng­päs­sen, gesund­heit­li­chen Belas­tun­gen, beeng­ten Wohn­ver­hält­nis­sen oder sozia­len Kri­sen­si­tua­tio­nen betrof­fen waren. Gleich­zei­tig stärkt die Stif­tung Ein­rich­tun­gen der Cari­tas, die seit Jah­ren wert­vol­le Arbeit für Kin­der und Eltern in her­aus­for­dern­den Lebens­la­gen leisten.

Die Stif­tung för­dert in die­sem Jahr mit 3000 Euro die Kin­der­er­ho­lung des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des Bam­berg. Sie ermög­licht jähr­lich zwei­wö­chi­ge Feri­en­frei­zei­ten mit päd­ago­gi­scher Beglei­tung und bie­tet ins­be­son­de­re Kin­dern im Alter von 8 bis 14 Jah­ren aus finan­zi­ell belas­te­ten Fami­li­en einen unbe­schwer­ten Auf­ent­halt. Dar­über hin­aus unter­stützt die Stif­tung mit 1000 Euro die Bil­dungs­maß­nah­me „Fit für Fami­lie“, die Fami­li­en in schwie­ri­gen Situa­tio­nen eine inten­si­ve Woche mit päd­ago­gi­scher Beglei­tung, all­tags­prak­ti­schen The­men und sta­bi­li­sie­ren­den Impul­sen in der Jugend­her­ber­ge Pot­ten­stein bie­tet. Eben­so erhält das Pro­jekt „Schul­ma­te­ri­al – Lager“ der Cari­tas Erlan­gen 1000 Euro, damit bedürf­ti­ge Fami­li­en bei­spiels­wei­se zum Schul­jah­res­be­ginn bes­ser aus­ge­stat­tet sind, wenn staat­li­che Zuschüs­se nicht ausreichen.

Neben die­sen drei Pro­jek­ten wer­den auch fünf Fami­li­en mit bis zu sechs Kin­dern in aku­ten Not­la­gen mit ins­ge­samt 5000 Euro geför­dert. Die Band­brei­te der Unter­stüt­zungs­an­lie­gen ist groß Sie reicht von not­wen­di­gen Möbeln in Haus­hal­ten, in denen Kin­der kei­nen eige­nen Schlaf­platz hat­ten, über Win­ter­be­klei­dung und Haus­halts­ge­rä­te für Fami­li­en in wirt­schaft­li­chen Eng­päs­sen bis zu Hil­fe bei Reno­vie­rungs­ar­bei­ten, um drin­gend benö­tig­ten Wohn­raum für Kin­der her­zu­rich­ten. Beson­ders belas­te­te Fami­li­en, dar­un­ter Allein­er­zie­hen­de, Men­schen nach Flucht, Fami­li­en in Tren­nungs­si­tua­tio­nen oder Haus­hal­te, die durch Krank­heits­pha­sen oder feh­len­de Ein­kom­men zeit­wei­se in Not gera­ten waren, erhal­ten geziel­te Ent­las­tung in Höhe von 400 bis 1900 Euro.

Die Stif­tung sieht ihre Auf­ga­be vor allem dar­in, dort zu hel­fen, wo staat­li­che Maß­nah­men nicht aus­rei­chen und Fami­li­en mit vie­len Kin­dern schnell und unbü­ro­kra­tisch Unter­stüt­zung benö­ti­gen. Die Zuwen­dun­gen erfol­gen unab­hän­gig von Her­kunft oder Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit, ent­schei­dend sind der Wohn­sitz im Gebiet der Erz­diö­ze­se Bam­berg sowie eine beson­de­re Bedürf­tig­keit. Gera­de in Zei­ten stei­gen­der Lebens­hal­tungs­kos­ten möch­te die Stif­tung dazu bei­tra­gen, dass Fami­li­en Sta­bi­li­tät erfah­ren und Kin­der gute


Ent­wick­lungs- und Bil­dungs­chan­cen behalten

Erz­bi­schof Schick beton­te die Bedeu­tung von Fami­li­en mit Kin­dern für den sozia­len Zusam­men­halt in der Gesell­schaft „Gera­de in Zei­ten hoher Belas­tun­gen dür­fen wir sie nicht allein las­sen. Die Stif­tung Kin­der­reich zeigt jedes Jahr neu, wie wich­tig kon­kre­te und ver­läss­li­che Hil­fe ist. Mein Wunsch ist, dass die­se Unter­stüt­zung den Fami­li­en Mut macht und ihnen zeigt, dass sie nicht ver­ges­sen sind.“

Diö­ze­sanca­ri­tas­di­rek­tor Micha­el End­res dank­te dem Erz­bi­schof für sein Enga­ge­ment, das er auch nach sei­nem Amts­ver­zicht vor drei Jah­ren fort­füh­re, und füg­te hin­zu „Unse­re Bera­tungs­stel­len erle­ben täg­lich, wie sehr stei­gen­de Prei­se und sozia­le Unsi­cher­hei­ten die Fami­li­en belas­ten. Beson­ders Haus­hal­te mit vie­len Kin­dern gera­ten schnell an ihre Gren­zen.“ Die Hil­fe aus der Stif­tung kom­me genau dort an, wo sie am drin­gends­ten gebraucht werde.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über die Arbeit der Stif­tung fin­den sich hier.

Kür­zun­gen im Sozialbereich

Fair­trade-Fuß­bäl­le für städ­ti­sche Initiativen

Die von Städ­ten, Kom­mu­nen, Land­krei­sen und Gemein­den ange­kün­dig­ten Spar­maß­nah­men im sozia­len Bereich berei­ten auch den Ver­ant­wort­li­chen des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des Bam­berg (DiCV Bam­berg) gro­ße Sor­gen. Nach Ansicht des Bam­ber­ger Cari­tas­di­rek­tors Micha­el End­res gefähr­den die Kür­zun­gen vor allem auch das Wohl von Kin­dern und Jugendlichen.

„Als Cari­tas­ver­band ste­hen wir, aber auch ande­re Sozi­al-Orga­ni­sa­tio­nen wie etwa der der Lan­des­ver­band katho­li­scher Ein­rich­tun­gen und Diens­te der Erzie­hungs­hil­fen in Bay­ern über unse­re Ange­bo­te und Diens­te unter ande­rem auch in direk­tem Kon­takt mit Kin­dern, Jugend­li­chen und Fami­li­en, die auf ver­läss­li­che, gut aus­ge­stat­te­te Hil­fe­st­ruk­tu­ren ange­wie­sen sind. Wir wis­sen: Gera­de in einer Zeit mul­ti­pler Kri­sen, in der jun­ge Men­schen mit erheb­li­chen Belas­tun­gen kon­fron­tiert sind, wäre ein Rück­bau sozia­ler Ange­bo­te nicht nur kurz­sich­tig, son­dern tat­säch­lich grob fahr­läs­sig“, sag­te Micha­el End­res, Vor­stands­vor­sit­zen­der und Direk­tor des DiCV Bamberg.


Ehr­li­che Ana­ly­sen gefordert

Dage­gen stün­den die aktu­el­len Befun­de der Poli­tik. Sie hal­te jähr­li­che Kos­ten­stei­ge­run­gen von bis zu zehn Pro­zent in der Jugend­hil­fe sowie in der Ein­glie­de­rungs­hil­fe für nicht län­ger akzep­ta­bel. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt lagen die Aus­ga­ben von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen für den Bereich der Kin­der- und Jugend­hil­fe 2023 bei rund 71,9 Mrd. Euro. Das sind 9,2 Pro­zent mehr als 2022. Im Ver­gleich dazu lagen die Auf­wen­dun­gen für die Kin­der- und Jugend­hil­fe im Jahr 2013 bei rund 35,5 Mrd. Euro. Kor­rekt sei: Inner­halb von zehn Jah­ren haben sich die Aus­ga­ben ver­dop­pelt. Die­ser Anstieg ist ins­be­son­de­re auf den Aus­bau der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung zurück­zu­füh­ren (Vgl. Kom­Dat Dezem­ber 2024, Nr.3/2024). Der lag 2023 bei ca. 48,8 Mrd. Euro (67,9 Pro­zent). Wei­te­re Ursa­chen sei­en Tarif­ent­wick­lun­gen sowie all­ge­mei­ne Preis- und Kos­ten­stei­ge­run­gen. Die wesent­li­che Erkennt­nis aber sei, dass die Aus­ga­ben für die Kin­der- und Jugend­hil­fe im Ver­hält­nis zum Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) ins­ge­samt sta­gnie­ren. Ihr BIP-Anteil lag zwi­schen 2021 und 2023 bei 1,7 Pro­zent und damit auf einem gleich­blei­bend nied­ri­gen Niveau. „Was wir brau­chen, sind ehr­li­che, reflek­tier­te Ana­ly­sen und kei­ne pau­scha­li­sier­ten Ent­schei­dun­gen, die jeder Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ent­beh­ren“, betont Endres.


„Kin­der­schutz darf kein Rand­the­ma sein“

Mit Blick auf die Kom­mu­nal­wahl 2026 appel­liert des­halb auch End­res an die Lokal­po­li­tik in den Land­krei­sen, Städ­ten, Kom­mu­nen und Gemein­den: „Gera­de der Kin­der­schutz darf kein Rand­the­ma sein – er muss statt­des­sen zu einer kom­mu­na­len Kern­auf­ga­be wer­den. Wer aber staat­li­che Zuschüs­se unter rein kauf­män­ni­schen Gesichts­punk­ten kürzt, tut das gänz­lich unre­flek­tiert. The­men wie Inklu­si­on oder Chan­cen­gleich­heit erschei­nen dann nur­mehr als rein macht­po­li­tisch kol­por­tier­tes Kal­kül, das die Glaub­wür­dig­keit poli­ti­scher Ent­schei­dungs­trä­ger mas­siv schwächt. Statt­des­sen müs­sen Prä­ven­ti­on, frü­he Hil­fen, Schutz­kon­zep­te und betei­li­gungs­ori­en­tier­te Struk­tu­ren finan­zi­ell abge­si­chert wer­den.“ Denn sie zäh­len für End­res eben­so zur kri­ti­schen Infra­struk­tur wie etwa auch Inves­ti­tio­nen in die Digi­ta­li­sie­rung, die Ver­tei­di­gung und den Verkehr.


Sozia­le Rea­li­tät vs. gesetz­li­cher Anspruch

Vor die­sem Hin­ter­grund sei die geplan­te gesetz­li­che Ver­an­ke­rung der unab­hän­gi­gen Auf­ar­bei­tung sexua­li­sier­ter Gewalt durch das UBSKM-Gesetz (Unab­hän­gi­ger Bun­des­be­auf­trag­ter gegen sexu­el­len Miss­brauch von Kin­dern und Jugend­li­chen, UBSKM) ein ent­schei­den­der Schritt. Das seit dem 1. Juli 2025 in Kraft getre­te­nen Gesetz kön­ne aber de fac­to nur dann sei­ne vol­le Wir­kung ent­fal­ten, wenn auf kom­mu­na­ler Ebe­ne auch die nöti­gen finan­zi­el­len Res­sour­cen für Kin­der­schutz, Auf­ar­bei­tung und fach­li­che Beglei­tung bereit­ge­stellt wer­den. Die sozia­le Rea­li­tät dür­fe des­halb nicht hin­ter dem gesetz­lich fest­ge­schrie­be­nen Anspruch zurückbleiben.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit erfor­dern nach Ansicht der Cari­tas außer­dem geflüch­te­te Kin­der. Sie brau­chen päd­ago­gi­sche Beglei­tung, siche­re Per­spek­ti­ven und kind­ge­rech­te Rah­men­be­din­gun­gen – kei­ne restrik­ti­ven Maß­nah­men oder stan­dar­di­sier­te Unter­brin­gun­gen, die dem Kin­des­wohl nicht gerecht werden.

Der DiCV Bam­berg steht für eine star­ke Kin­der- und Jugend­hil­fe, für ver­läss­li­che Schutz­räu­me und für men­schen­wür­di­ge Per­spek­ti­ven – unab­hän­gig von Her­kunft, Sta­tus oder Reli­gi­on. Hin­ter den sozia­len Kür­zun­gen ste­hen poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen, die laut End­res Kon­se­quen­zen haben wer­den. „Wir müs­sen uns im Kla­ren sein: Wer ein­fach den Rot­stift ansetzt, der spart zwar auf den ers­ten Blick, ris­kiert aber gleich­zei­tig auch den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt und die Soli­da­ri­tät vor Ort, wenn sich Men­schen, Fami­li­en und Kin­der in Not nicht mehr auf sozia­le Hil­fen ver­las­sen kön­nen. Und die sehe ich schon jetzt und erst­recht in der Zukunft als fun­da­men­tal gefähr­det, wenn Städ­te, Gemein­den und Kom­mu­nen gemein­sam mit Bund und Län­dern hier nicht für Ent­las­tung sor­gen. Des­halb brau­chen wir jetzt die Unter­stüt­zung“, appel­liert End­res an die poli­ti­schen Entscheidungsträger.


Inves­ti­tio­nen in den Kinderschutz

Sozia­ler Rück­bau ist nach Ansicht von End­res kei­ne nach­hal­ti­ge Lösung. Des­halb for­dert der Bam­ber­ger Cari­tas­di­rek­tor Inves­ti­tio­nen in den Kin­der­schutz sowie die Teil­ha­be und Unter­stüt­zung für jun­ge Men­schen. Das sei kein Luxus, son­dern die Grund­la­ge für eine zukunfts­fä­hi­ge Gesell­schaft. Die zu gestal­ten, dafür bie­te die Kom­mu­nal­wahl 2026 eine Chan­ce, sozia­le Ver­ant­wor­tung ganz kon­kret wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. „Die soll­ten wir gemein­sam nutzen.“

Unter­stüt­zung für Men­schen in Not

Cari­tas-Früh­jahrs­samm­lung 2025

Mit einem Got­tes­dienst in der St. Johan­nes-Kir­che zu Kro­nach beging der Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band Bam­berg am Sonn­tag den fei­er­li­chen Auf­takt zu sei­ner Samm­lungs­wo­che, die vom 17. März bis zum 23. März läuft.

Die bei­den Haupt­ze­le­bran­ten, der lei­ten­de Pfar­rer des katho­li­schen Seel­sor­ge­be­reichs Kro­nach, Dom­ka­pi­tu­lar, Pfar­rer Albert Mül­ler, und Dom­vi­kar und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Erz­diö­ze­se Bam­berg, Gerad-Richard Neu­mei­er, rie­fen im Rah­men des Got­tes­diens­tes in der St. Johan­nes der Täu­fer-Kir­che zu Kro­nach dazu auf, die kari­ta­ti­ve und sozia­le Arbeit der Cari­tas zu unterstützen.

Die­sen Wor­ten schlos­sen sich auch die Vor­stän­din des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des, Dr. Susan­ne Pau­ser, und Micha­el End­res, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Erz­diö­ze­se Bam­berg, an. Bei­de bedank­ten sich beim Kreis­ca­ri­tas­ver­band Kro­nach für die Aus­rich­tung des Auf­takt­got­tes­diens­tes und beton­ten, wie wich­tig es sei, die Türen zu den Hilfs­an­ge­bo­ten der Cari­tas für Men­schen in Not offen zu halten.


Haus­samm­lung, Kol­lek­te, bar­geld­los und online Spenden

Die Erlö­se aus den Cari­tas-Samm­lun­gen eröff­nen der Cari­tas in der Erz­diö­ze­se Bam­berg die Mög­lich­keit, ihre Hilfs‑, Bera­tungs- und Pfle­ge­an­ge­bo­te wei­ter aus­zu­bau­en und an aktu­el­le Anfor­de­run­gen vor Ort anzu­pas­sen. Auf die­se Wei­se erreicht der Wohl­fahrts­ver­band damit die wei­ter­hin ste­tig wach­sen­de Anzahl an Men­schen, die auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen sind. Des­halb lädt die Cari­tas die Bevöl­ke­rung in der Erz­diö­ze­se dazu ein, sich an der Früh­jahrs­samm­lung 2025 zu betei­li­gen und Teil die­ser enorm wich­ti­gen Initia­ti­ve zu werden.

Dazu füh­ren Ehren­amt­li­che der Pfar­rei­en eine Haus­samm­lung durch. Vie­le Pfar­rei­en haben sich aber auch dazu ent­schie­den, Fly­er mit bei­gefüg­tem Über­wei­sungs­trä­ger in die Brief­käs­ten zu ver­tei­len. Außer­dem besteht die Mög­lich­keit zur bar­geld­lo­sen Spen­de, die auf das Kon­to der jewei­li­gen Pfar­rei über­wie­sen wer­den kann. Ihren Abschluss fin­det die Früh­jahrs­samm­lung 2025 mit der Cari­tas-Kol­lek­te am 23. März. Dar­über hin­aus besteht die Mög­lich­keit zur Online-Spen­de – mit dem Ver­wen­dungs­zweck „Cari­tas Samm­lung“. Jede Spen­de zählt, jede Spen­de kommt an, jede Spen­de macht einen Unter­schied. Das garan­tiert die Caritas.

Gestal­te­ri­sche Kraft der Nächs­ten­lie­be nutzen

Im Bei­sein nam­haf­ter Gäs­te, dar­un­ter unter ande­rem die 1. Bür­ger­meis­te­rin der Stadt Kro­nach, Ange­la Hoff­mann, der Vor­stän­din des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des, Dr. Susan­ne Pau­ser, und Micha­el End­res, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Erz­diö­ze­se Bam­berg, wies Haupt­ze­le­brant Gerd-Richard Neu­mei­er in sei­ner Pre­digt dar­auf hin, dass Nächs­ten­lie­be kei­ne Idee sei, son­dern viel­mehr eine Tat.

„Sie und ich sind tag­täg­lich als Chris­tin­nen und Chris­ten und als Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Nächs­ten­lie­be in der Cari­tas ein­ge­la­den und auf­ge­for­dert, die Welt eines Mit­men­schen posi­tiv zu ver­klä­ren – oder wie es im Grie­chi­schen bes­ser heißt: ‚umzu­ge­stal­ten‘. Dadurch tra­gen sie das Licht Chris­ti in die Welt und Her­zen unse­rer Mit­men­schen“, sag­te Neu­mei­er in der mit über 200 Per­so­nen gut gefüll­ten St. Johan­nes-Kir­che. Dazu rei­che bereits ein auf­mun­tern­des Wort, ein ein­fa­ches Lächeln oder die Spen­den, die dank der flei­ßi­gen Samm­le­rin­nen und Samm­lern ande­ren zu Gute kom­men und die­sen Men­schen Hoff­nung schen­ken. „Gemein­sam ist vie­les mög­lich“, fuhr Neu­mei­er fort. „Wenn jede und jeder täg­lich das Leben nur eines Men­schen erhel­len kann, wird die­se Welt im Gan­zen mehr und mehr ver­klärt und umge­stal­tet – zu einem Ort der Lie­be, des Respekts, der Wür­de und der fried­vol­len Gemein­schaft aller, als eine Fami­lie Gottes.“

Frei­zeit, Sprach­ver­mitt­lung und Patenschaften

„Cari­Thek“ Bam­berg: Inte­gra­ti­on jun­ger Geflüchteter

Im Febru­ar hat die „Cari­Thek“ Bam­berg ein neu­es Pro­jekt mit dem Namen „Stär­kung geflüch­te­ter Kin­der und Jugend­li­cher in Bam­berg“ gestar­tet. Ziel ist es, Kin­der und Jugend­li­che zwi­schen sechs und 18 Jah­ren, die aus ver­schie­de­nen Län­dern nach Bam­berg geflüch­tet sind, hier nun woh­nen und zur Schu­le gehen, bei ihrer Inte­gra­ti­on zu unterstützen.

Jun­ge Geflüch­te­te haben es durch zahl­rei­che Bar­rie­ren auf dem Gebiet der Spra­che und der Bil­dung schwer, so der Cari­tas­ver­band der Erz­diö­ze­se Bam­berg in einer Mit­tei­lung, mit den hier Gebo­re­nen oder schon seit län­ge­rer Zeit hier leben­den Gleich­alt­ri­gen mit­zu­hal­ten. Sie sol­len ihre Flucht­er­fah­run­gen jedoch hin­ter sich las­sen, sich gut ent­wi­ckeln und mit Freu­de am gesell­schaft­li­chen Leben teil­ha­ben kön­nen. Eine frü­he Unter­stüt­zung ermög­li­che hier eine schnel­le­re Inte­gra­ti­on. Dies gelin­ge erfah­rungs­ge­mäß am bes­ten mit Enga­ge­ment in Frei­zeit­ge­stal­tung, Sprach­ver­mitt­lung und Paten­schaf­ten. Ein sol­ches Ange­bot macht nun das Frei­wil­li­gen­zen­trum „Cari­Thek“ Bamberg.

Mit aktu­ell drei Patin­nen und Paten nahm ein neu­es Pro­jekt in einer Grund­schu­le in Bam­berg-Ost die Arbeit auf. Auf­ga­be der Patin­nen und Paten ist es dabei, mit ein bis zwei Kin­dern ins Gespräch zu kom­men, mit­ein­an­der zu lesen und zu spie­len sowie die Kin­der bei schu­li­schen Auf­ga­ben zu unterstützen.

Bedarf an Paten­schaf­ten ist groß

Das betei­lig­te schu­li­sche Per­so­nal ist laut Cari­tas dank­bar und glück­lich über das Enga­ge­ment der Patin­nen und Paten. „Der Bedarf für Paten­schaf­ten ist groß“, sagt Chris­ti­na Hegel, die das Pro­jekt bei der „Cari­Thek“ koor­di­niert. „Das bestä­ti­gen uns auch die Schu­len.“ Gera­de die Mit­tel- und Real­schu­len, die einen gro­ßen Anteil an geflüch­te­ten Kin­dern auf­neh­men, wür­den an dem Pro­jekt teil­neh­men wol­len. „Je mehr Paten wir haben, des­to indi­vi­du­el­ler und inten­si­ver kann jedes Kind betreut wer­den.“ Das ent­las­te Leh­re­rin­nen und Leh­rer, so Hegel wei­ter. Sie beglei­tet die Paten­schaf­ten und steht für Fra­gen vor und wäh­rend der Paten­schaft als Ansprech­part­ne­rin zur Seite.

Das Pro­jekt der „Cari­Thek“ Bam­berg soll etwa drei Jah­re lang lau­fen, wei­te­re Aktio­nen sind geplant. Bis­her wur­den bedarfs­ori­en­tier­te Ange­bo­te wie eine Sing­grup­pe, ein Bas­te­l­an­ge­bot, ver­schie­de­ne Aus­flü­ge, Beglei­tung zu Jugend­zen­tren und ein Feri­en­pro­gramm in den Pfingst­fe­ri­en geschaf­fen. Finan­zi­ell geför­dert wird das Pro­jekt von der Akti­on Mensch, der Adal­bert-Raps-Stif­tung und der Stadt Bamberg.

Über die „Cari­Thek“

Das Frei­wil­li­gen­zen­trum „Cari­Thek“ Bam­berg för­dert bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment in Stadt und Land­kreis. Seit 2003 arbei­tet die „Cari­Thek“ von der Obe­ren König­stra­ße aus. Mit inzwi­schen über 400 Ein­satz­stel­len und 300 Koope­ra­ti­ons­part­nern in Stadt und Land­kreis gilt sie als aner­kann­te Fach­stel­le für bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment und als kom­pe­ten­te Part­ne­rin in zahl­rei­chen Pro­jek­ten. Das Team der „Cari­Thek“ besteht aus haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ten­den und ehren­amt­lich Enga­gier­ten. Trä­ger ist der Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bamberg.

Infor­ma­ti­ons­tag am 6. Oktober

Cari­tas: Pro­jekt „Wild­fang“ für Kin­der aus sucht­be­las­te­ten Familien

Im Früh­jahr 2024 star­tet in Bam­berg zum vier­ten Mal das kos­ten­freie Grup­pen­an­ge­bot „Wild­fang“. Das Erzie­hungs­be­ra­tungs-Pro­jekt soll Kin­dern aus sucht­be­las­te­ten Fami­li­en Aus­tausch und Betä­ti­gung bie­ten. Am 6. Okto­ber ver­an­stal­tet die Cari­tas einen Informationstag.

In Deutsch­land leben etwa drei Mil­lio­nen Kin­der und Jugend­li­che mit sucht­kran­ken Eltern. Das ist etwa jedes fünf­te Kind. Mehr als 30 Pro­zent der Kin­der aus sucht­be­las­te­ten Fami­li­en wer­den selbst sucht­krank. Sie sind die größ­te bekann­te Sucht-Risikogruppe.

Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat die Bam­ber­ger Cari­tas das Grup­pen­an­ge­bot „Wild­fang“ geschaf­fen. Das Erzie­hungs­be­ra­tungs-Pro­jekt rich­tet sich an Kin­der von 8 bis 12 Jah­ren, deren Eltern oder Ange­hö­ri­ge von Sucht­er­kran­kun­gen betrof­fen sind. Das Kon­zept beinhal­tet einen Wech­sel zwi­schen Natur­er­fah­run­gen und dem siche­ren Rah­men beglei­te­ter Grup­pen­ein­hei­ten in den Räu­men der Sucht-Bera­tungs­stel­le der Cari­tas in der Gey­ers­wörth­stra­ße 2. So sol­len wich­ti­ge Ent­wick­lungs­aspek­te wie Bewe­gung, gemein­sa­me Gestal­tung eines Wald­la­gers und inhalt­li­che Ein­hei­ten umge­setzt werden.

Ein Infor­ma­ti­ons­nach­mit­tag am 6. Okto­ber 14:30 bis 17 Uhr im Bru­der­wald Bam­berg dient als ers­te Ori­en­tie­rung und zum Ken­nen­ler­nen. Infor­ma­tio­nen zur Anmel­dung bis 29. Sep­tem­ber fin­den sich auf der Home­page der Bam­ber­ger Cari­tas.

„Die Qua­li­tät der Betreu­ung bleibt entscheidend“

Cari­tas ver­leiht Zer­ti­fi­ka­te in Krippenpädagogik

Die Bam­ber­ger Cari­tas hat 20 Ange­stell­ten ihrer Ein­rich­tun­gen Zer­ti­fi­ka­te in Krip­pen­päd­ago­gik ver­lie­hen. Die Wei­ter­bil­dung soll hel­fen, die Bedürf­nis­se von Klein­kin­dern bes­ser zu erkennen.

„Trotz des Fach­kräf­te­man­gels, der uns in den Kin­der­ta­ges­stät­ten heu­te beschäf­tigt“, sag­te Ursu­la Kund­mül­ler, stell­ver­tre­ten­de Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­to­rin, „bleibt die Fra­ge nach der Qua­li­tät der Betreu­ung ent­schei­dend. Denn Kom­pe­tenz wird umso not­wen­di­ger sein, je mehr unter­stüt­zen­des Betreu­ungs­per­so­nal tätig sein wird und die Fach­kraft­quo­te sinkt.“ Ende Juli über­gab Kund­mül­ler in der Cari­tas-Zen­tra­le in Bam­berg Zer­ti­fi­ka­te für die Wei­ter­bil­dung in Krip­pen­päd­ago­gik an 20 Absol­ven­tin­nen aus Cari­tas-Ein­rich­tun­gen, wie der Sozi­al­ver­band mit­teil­te. „Eine gute Qua­li­fi­zie­rung hilft, die Bedürf­nis­se von Klein­kin­dern bes­ser zu erken­nen. Sie befä­higt zur Refle­xi­on und Anpas­sung des eige­nen Tuns.“

Die Wei­ter­bil­dung in Krip­pen­päd­ago­gik konn­ten die 20 Frau­en berufs­be­glei­tend in drei mehr­tä­gi­gen Modu­len absol­vie­ren. Mad­len Höhn vom Refe­rat Kin­der­ta­ges­be­treu­ung des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des beton­te die the­ma­ti­sche Brei­te der Abschluss­ar­bei­ten. So wer­de der Über­gang von der Krip­pe in den Kin­der­gar­ten „sonst nicht oft behan­delt“. Auch zum Bei­spiel Essen und Schla­fen sei­en sehr sen­si­ble The­men. Die Gestal­tung der Räu­me und Außen­be­rei­che ent­schei­den ent­spre­chend mit, ob Kin­der sich in der jewei­li­gen Ein­rich­tung wohlfühlen.

Die 20 Mit­ar­bei­te­rin­nen bezie­hungs­wei­se Absol­ven­tin­nen kom­men aus fol­gen­den Cari­tas-Ein­rich­tun­gen: Kin­der­gar­ten St. Josef, Cari­tas-Haus für Kin­der St. Eli­sa­beth und Kin­der­gar­ten St. Fran­zis­kus (alle Bam­berg), Kin­der­haus St. Vin­zenz, Bay­reuth, Cari­tas Kita, Breit­brunn, Cari­tas Haus für Kin­der St. The­re­sia, Burg­kunst­adt, Kin­der­gar­ten St. Mari­en, Coburg, Kin­der­ta­ges­stät­te St. Micha­el, Ebens­feld, Haus für Kin­der St. Fran­zis­kus, Hall­stadt, Kin­der­gar­ten St. Fran­zis­kus, Göß­wein­stein, Kin­der­gar­ten Fran­zis­kus, Kin­der­krip­pe St. Chris­to­pho­rus (bei­de Lich­ten­fels), Cari­tas-Kin­der- und Jugend­haus Stapf, Nürn­berg, Kita St. Anto­ni­us, Ober­kot­z­au, Kin­der­gar­ten St. Anna, Pett­stadt, Haus des Kin­des St. Mari­en, Schlüs­sel­feld-Asch­bach, Kin­der­ta­ges­stät­te St. Fran­zis­kus, Schön­brunn, und Kin­der­gar­ten St. Wolf­gang, Stockheim.

„Dass es in der Pfle­ge nicht mehr fünf vor, son­dern fünf nach zwölf ist, ist kei­ne Frage“

Neu­struk­tu­rie­rung Pfle­ge in Caritas-Altenhilfeeinrichtungen

Neue Zei­ten sol­len in der Pfle­ge anbre­chen. Die Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de hat ein Kon­zept ent­wi­ckelt, das Pfle­ge indi­vi­du­el­ler und attrak­ti­ver machen soll – für Bewoh­ne­rIn­nen und Mit­ar­bei­ten­de. In einem Pilot­pro­jekt plant der Trä­ger, das neue Kon­zept schritt­wei­se in sei­nen 15 Alten­hei­men umzu­set­zen. Kern der neu­en Arbeits­wei­se soll sein, Bewoh­ne­rIn­nen und ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Wün­sche mehr in den Mit­tel­punkt der Pfle­ge zu stellen.

„Wenn die Poli­tik uns kei­ne Lösun­gen gibt, schau­en wir sel­ber, was wir tun kön­nen“, sagt Bar­ba­ra Blecha, Lei­te­rin der Cari­tas-Alten­hil­fe­ein­rich­tung St. Otto. Zusam­men mit Pro­jekt­lei­ter Sascha Rei­chel und Joa­chim Geb­hardt vom Cari­tas-Mar­ke­ting ist sie Teil eines Teams, das die neue Orga­ni­sa­ti­on in den Hei­men der Cari­tas gGmbH umsetzt. Demo­gra­fi­scher Wan­del, Per­so­nal­man­gel in der Pfle­ge und die gleich­zei­ti­ge hohe Nach­fra­ge nach Pfle­ge­plät­zen waren Anlass, die­sen Schritt zu unter­neh­men. Wir haben Bar­ba­ra Blecha, Sascha Rei­chel und Joa­chim Geb­hardt zum Inter­view getroffen.

Caritas
Von links Sascha Rei­chel, Bar­ba­ra Blecha, Joa­chim Geb­hardt, Foto: S. Quenzer
War­um haben Sie sich ent­schie­den, die Arbeits­wei­se in Ihren Ein­rich­tun­gen neu zu organisieren?

Sascha Rei­chel: Die Orga­ni­sa­ti­ons­kon­zep­te von Alten­hei­men mit ihren Wohn­be­rei­chen und Schicht­sys­te­men funk­tio­nie­ren nicht mehr. Die Pan­de­mie hat ver­stärkt gezeigt, wel­che Schwach­stel­len es gibt: Zu wenig Per­so­nal, zu vie­le Aus­fäl­le und gesetz­li­che Auf­la­gen. Die Pfle­ge ist ein sehr regu­lier­ter Bereich. Zum Bei­spiel muss jede zwei­te Pfle­ge­kraft eine Fach­kraft sein. Das lässt sich auf­grund des Per­so­nal­man­gels nicht immer sicher­stel­len und dar­um kön­nen wir Pfle­ge­plät­ze, die frei sind, manch­mal nicht belegen.

Bar­ba­ra Blecha: Außer­dem hat unse­re Kli­en­tel sich ver­än­dert. Vor zehn oder 15 Jah­ren sind unse­re Bewoh­ne­rIn­nen beim Ein­zug teil­wei­se noch mit dem Auto vor­ge­fah­ren, mit der Tasche unter dem Arm her­ein­spa­ziert. Heu­te zie­hen immer mehr Men­schen bei uns ein, die extrem pfle­ge­be­dürf­tig sind.

Joa­chim Geb­hardt: Der Poli­tik ist klar, dass das Pfle­ge­sys­tem so nicht mehr funk­tio­niert und sucht nach Lösun­gen. Eine Erleich­te­rung wird es ab Juli 2023 geben. Dann kön­nen wir deut­lich mehr Pfle­ge­hel­fer ein­set­zen, die die Fach­kräf­te entlasten.

Was macht das neue Pfle­ge­kon­zept der Cari­tas in Bam­berg aus?

Bar­ba­ra Blecha: Mit unse­rem Kon­zept betrach­ten wir die Bewoh­ne­rIn­nen ganz in ihrer Indi­vi­dua­li­tät und rich­ten die Pfle­ge dar­an aus. Jeder bringt sei­ne eige­ne Geschich­te mit. Wenn wir die Bio­gra­fien der Bewoh­ne­rIn­nen ken­nen und wis­sen, was die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Wün­sche sind, kön­nen wir bes­ser auf die Per­so­nen ein­ge­hen. Es kann zum Bei­spiel sein, dass ein Bewoh­ner um 6 Uhr auf­ste­hen möch­te, weil er es schon immer so gemacht hat, ein ande­rer aber bis 10 Uhr schla­fen will. Auch beim Essen und bei den Frei­zeit-Akti­vi­tä­ten kön­nen so ganz unter­schied­li­che Tages­ab­läu­fe entstehen.

Und wie wird das in der Orga­ni­sa­ti­on abgebildet?

Sascha Rei­chel: Klei­ne Teams, die aus Mit­ar­bei­ten­den der Pfle­ge, der Haus­wirt­schaft und der Betreu­ung bestehen, for­mie­ren sich um die Bewoh­ne­rIn­nen. Sie ken­nen die Per­son genau und wis­sen, was sie braucht. Jeder Mit­ar­bei­ten­de kommt mit sei­nen Kom­pe­ten­zen an die Stel­le, an der sie oder er gebraucht wird. Es wird für jede Bewoh­ne­rin und jeden Bewoh­ner eine zuge­ord­ne­te Pfle­ge­fach­kraft geben, die Ansprech­per­son für alle per­sön­li­chen und pfle­ge­ri­schen Belan­ge ist. Dies orga­ni­sa­to­risch abzu­bil­den, ist ein lan­ger Pro­zess, den alle Mit­ar­bei­ten­den selbst gestal­ten sol­len. Natür­lich wer­den sie dafür in vie­len Schu­lun­gen und Work­shops umfas­send qua­li­fi­ziert. Dazu geben wir uns drei Jah­re Zeit.

Wie­so fan­gen Sie mit der neu­en Orga­ni­sa­ti­on erst jetzt an, wenn der Pfle­ge­not­stand schon län­ger bekannt ist?

Bar­ba­ra Blecha: Weil wir auf­grund einer neu­en Per­so­nal­si­tua­ti­on jetzt die Chan­ce dazu haben. Im Juli 2023 wird es eine neue Per­so­nal­be­mes­sungs­grund­la­ge geben, durch die Pfle­ge­fach­hel­fer ver­mehrt ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Dass es in der Pfle­ge aber nicht mehr fünf vor, son­dern fünf nach zwölf ist, ist kei­ne Fra­ge. Jetzt müs­sen wir es angehen.

Wür­den Sie es der­zeit emp­feh­len, sich, wenn man pfle­ge­be­dürf­tig wird, in eine Pfle­ge­ein­rich­tung zu bege­ben oder soll­te man sich, wenn es geht, bes­ser zuhau­se pfle­gen lassen?

Bar­ba­ra Blecha: Man­che alten Men­schen sind zuhau­se, sit­zen aber im zehn­ten Stock eines Hoch­hau­ses, den gan­zen Tag allei­ne. Ist das Lebens­qua­li­tät? Was ist das Schwie­ri­ge dar­an, in eine Pfle­ge­ein­rich­tung zu gehen, wo es eine Rund­um-Ver­sor­gung gibt und die Ange­hö­ri­gen wis­sen, dass es den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gut geht? Ich den­ke also, dass eine Pfle­ge­ein­rich­tung eine sehr gute Alter­na­ti­ve zur häus­li­chen Pfle­ge ist.

Joa­chim Geb­hardt: Die Poli­tik pro­pa­giert zwar „ambu­lant vor sta­tio­när“, aber das passt nicht für alle pfle­ge­be­dürf­ti­gen Men­schen. Wenn jemand zuhau­se von einem ambu­lan­ten Dienst gepflegt wer­den kann, ist es natür­lich in Ord­nung. Aber oft geht das irgend­wann nicht mehr und dann ist man froh, wenn es sta­tio­nä­re Ein­rich­tun­gen gibt, die ein neu­es Zuhau­se bie­ten. Man­che Leu­te blü­hen in einer Ein­rich­tung noch­mal rich­tig auf.

Wie hängt die Neu­struk­tu­rie­rung mit den Umbau­ar­bei­ten, die Sie der­zeit an St. Otto unter­neh­men, zusammen?

Bar­ba­ra Blecha: Grund­sätz­lich hat der Umbau nichts mit der neu­en Orga­ni­sa­ti­on zu tun. Die bau­li­chen Ände­run­gen und Erwei­te­run­gen, die wir zur­zeit an St. Otto vor­neh­men, fal­len aber zeit­lich mit der Neu­or­ga­ni­sa­ti­on zusam­men. Das Pro­jekt geht über drei Jah­re und unge­fähr genau­so lan­ge dau­ert die Bau­zeit am Otto­heim noch an. Dass wir durch den Umbau mehr Ein­zel­zim­mer haben wer­den, passt sehr gut zu unse­rer neu­en Orga­ni­sa­ti­on. Es trifft sich einfach.

Wie kann man die Attrak­ti­vi­tät des Pfle­ge­be­rufs steigern?

Bar­ba­ra Blecha: Wenn es Spaß macht, bei uns zu arbei­ten, weil wir ein neu­ar­ti­ges Arbeits­um­feld und ‑kli­ma schaf­fen, mit klei­ne­ren Grup­pen, in denen die Mit­ar­bei­ter ihre Kom­pe­ten­zen bes­ser ein­brin­gen kön­nen, kann das ein Grund sein, zu uns zu kom­men. Außer­dem bil­den wir auch aus. Allein in St. Otto haben wir der­zeit 16 Azu­bis. Unser Ziel dabei ist, die nach der Aus­bil­dung zu behal­ten und an uns zu bin­den. Der Pfle­ge­be­ruf ist viel mehr als den gan­zen Tag alte Leu­te zu waschen. Er hat viel mit Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mit­den­ken zu tun, mit Fach­wis­sen und Kom­pe­ten­zen. Der Pfle­ge­be­ruf bringt viel mehr mit als das, was nach außen hin wahr­ge­nom­men wird.

Sascha Rei­chel: Ich bin seit 20 Jah­ren in der Pfle­ge. In die­ser Zeit haben wir einen Image­wech­sel lei­der nicht geschafft. Aber auch das ver­su­chen wir jetzt, mit unse­rer neu­en Orga­ni­sa­ti­on zu ändern.

Betreu­ung in Ganztagesschulen

OGTS-Qua­li­fi­zie­rung der Caritas

Die Betreu­ung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern in Offe­nen Ganz­ta­ges­schu­len (OGTS) ist eine Auf­ga­be, für die moti­vier­tes und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal nötig ist. Zehn Mit­ar­bei­ten­de aus offe­nen Ganz­tags­klas­sen haben Ende Mai eine Qua­li­fi­zie­rung zur OGTS-Koor­di­na­to­rin bezie­hungs­wei­se zum ‑Koor­di­na­tor abgeschlossen.

Am 25. Mai erhiel­ten die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten ihre Urkun­den zur Qua­li­fi­zie­rung als „OGTS-Koordinator*in in offe­nen Ganz­tags­an­ge­bo­ten“ in Wal­len­fels. Die Qua­li­fi­zie­rung unter­nahm der Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bam­berg in Koope­ra­ti­on mit dem Cari­tas­ver­band Kronach.

Bei der Ver­ab­schie­dung der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten ver­deut­lich­te Ste­phan See­ger, Abtei­lungs­lei­ter im Bereich Per­so­nal­po­li­tik beim Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band Bam­berg, die Wich­tig­keit einer sol­chen Qualifizierung.

„Im Gegen­satz zur Betreu­ung von Schul­kin­dern in Kin­der­hor­ten sind offe­ne Ganz­tags­schul­an­ge­bo­te finan­zi­ell und orga­ni­sa­to­risch deut­lich schlech­ter gestellt. Umso wich­ti­ger ist es, dass das Per­so­nal in die­sem Bereich eine gute Qua­li­fi­zie­rung erhält, um die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben meis­tern zu kön­nen. Zu hof­fen bleibt, dass das bal­di­ge Recht auf Ganz­tags­be­treu­ung auch für Schul­kin­der mit einer Ver­bes­se­rung der Rah­men­be­din­gun­gen für offe­ne Ganz­tags­klas­sen einhergeht.“

Cor­ne­lia Thron, geschäfts­füh­ren­der Vor­stand beim Cari­tas­ver­band Kro­nach, dank­te allen Betei­lig­ten, dass mit der Qua­li­fi­zie­rung bereits der drit­te OGTS-Kurs durch­ge­führt wer­den konnte.

Das Dozen­ten­team Tan­ja Sip­pel und Ralf Knö­chel hob bei der Aus­ga­be der Zer­ti­fi­ka­te die hohe Moti­va­ti­on und den teil­wei­se sehr gro­ßen Erfah­rungs­schatz der Teil­neh­men­den her­vor. Die Fort­bil­dungs­ta­ge konn­ten größ­ten­teils in Prä­senz, teil­wei­se wegen Coro­na auch in digi­ta­ler Form stattfinden.

Neue Anlauf­stel­le „Ler­nen durch Engagement“

Cari­Thek stärkt Zusam­men­ar­beit von Schu­len und Zivilgesellschaft

Seit März ist das Bam­ber­ger Frei­wil­li­gen­zen­trum Cari­Thek Teil des Netz­werks „Anlauf­stel­len für Bil­dung und Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment (BE)“ in Bay­ern. Das Pro­gramm „AUF!leben“ der Deut­schen Kin­der- und Jugend­stif­tung (DKJS) und der Bund ermög­li­chen dies durch eine För­de­rung. Im Rah­men des Pro­gramms möch­te die Cari­Thek ihre Ange­bo­te für Schü­le­rin­nen und Schü­ler deut­lich aus­bau­en. Dadurch will es das Frei­wil­li­gen­zen­trum Kin­dern und Jugend­li­chen auch erleich­tern, die Fol­gen der Coro­na-Pan­de­mie zu bewäl­ti­gen und All­tags­struk­tu­ren zurückzugewinnen.

Neben Lern­hil­fen für den Schul­all­tag orga­ni­siert die Cari­Thek im Rah­men von „AUF!leben“ Schul- und Uni­ver­si­täts­pro­jek­te mit dem Schwer­punkt „Ler­nen durch Enga­ge­ment“. Die­se sind auch als Ser­vice Lear­ning bekannt. Die Pro­jek­te sol­len sozia­les Ler­nen und Erfah­run­gen außer­halb des Unter­richts stär­ken. Das Beson­de­re am „Ler­nen durch Enga­ge­ment“ ist, dass Schü­le­rin­nen, Schü­ler oder Stu­die­ren­de direkt mit einer loka­len Initia­ti­ve oder einem Ver­ein in Berüh­rung kom­men und ganz prak­tisch in der Zivil­ge­sell­schaft tätig werden.

„AUF!leben“ freut sich daher über Leh­re­rin­nen und Leh­rer, die in the­ma­ti­scher Anbin­dung an den Lehr­plan mit ihren Klas­sen in Stadt und Land­kreis aktiv wer­den wol­len. Gesucht wer­den zudem neue ehren­amt­li­che „Schul­be­glei­ter“, die Ser­vice Lear­ning-Pro­jek­te für Schul­klas­sen orga­ni­sie­ren und veranstalten.

Als Ansprech­part­ner für das Ser­vice Lear­ning im Raum Bam­berg steht ab sofort David Klan­ke in der Cari­Thek zur Ver­fü­gung. Regel­mä­ßi­ge Aus­tausch­tref­fen der mög­li­chen Akteu­re im Bereich des Ser­vice Lear­nings sind bereits in Planung.

Mit „Fri­days for Facts“ hat das Kai­ser Hein­rich Gym­na­si­um in Bam­berg bereits ein Ser­vice Lear­ning Pro­jekt eta­bliert. Dabei führt der Mathe­ma­tik­un­ter­richt zu Enga­ge­ment für den Umwelt­schutz. Mit eigens erstell­ten Fil­men und Prä­sen­ta­tio­nen berei­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihr neu erwor­be­nes Wis­sen über den Kli­ma­wan­del auf. Anschlie­ßend geben sie es mul­ti­me­di­al an Kin­der und Jugend­li­che ande­rer Schu­len weiter.

Ende März ist außer­dem das Pro­jekt #ruck­sack­chall­enge ange­lau­fen. Dabei hel­fen Bam­ber­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei der Flücht­lings­hil­fe für die Ukrai­ne, indem sie Schul­sa­chen für die neu­en Schü­le­rin­nen und Schü­ler sam­meln und sortieren.

Bereits eta­blier­te Angebote

Seit mehr als 15 Jah­ren orga­ni­siert die Cari­Thek in Bam­berg bereits ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung für Kin­der und Jugend­li­che. So hel­fen die Schü­ler­pa­ten ande­ren Jugend­li­chen nicht nur beim Ler­nen, son­dern sind ihnen auch im All­tag und beim Über­gang in den Beruf eine Stüt­ze. Das Jugend-Enga­ge­ment-För­der­pro­jekt Frei­wil­li­ges Sozia­les Schul­jahr (FSSJ) ermög­licht es Schü­le­rin­nen und Schü­lern aller Schul­ar­ten ab der 8. Klas­se, sich ein Schul­jahr lang ehren­amt­lich zu betä­ti­gen. Dabei wird in Zusam­men­ar­beit mit lokal täti­gen sozia­len und gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen, Ver­bän­den und Ver­ei­nen eine brei­te Palet­te von sozia­len, kul­tu­rel­len und öko­lo­gi­schen Ein­satz­mög­lich­kei­ten angeboten.

Ehrung mit Brot­tel­ler und Verdienstmedaille

Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor Hel­mar Fexer geht in Ruhestand

Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor Hel­mar Fexer geht nach 40-jäh­ri­gem Wir­ken für Kir­che und Cari­tas in den Ruhe­stand. Zum Abschied erhielt er die Ver­dienst­me­dail­le des Erz­bis­tums Bam­berg und die höchs­ten Aus­zeich­nung der Cari­tas, den Brotteller.

Bei der offi­zi­el­len Ver­ab­schie­dung am Diens­tag, 22. März, im Bis­tums­haus St. Otto wür­dig­te Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick Fexers Ver­bun­den­heit mit den Men­schen, die ohne die Hil­fe ande­rer nicht zurecht­kom­men. Er habe für die Zukunft der Cari­tas­ver­bän­de not­wen­di­ge struk­tu­rel­le Ände­run­gen vor­ge­nom­men und dabei stets die ethi­schen Grund­la­gen hochgehalten.

Eva Maria Wel­skop-Def­faa. Prä­si­den­tin des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des, erin­ner­te an die Zusam­men­ar­beit in der Kom­mis­si­on Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der Cari­tas. Sie hob Zuver­sicht als ein Wesens­merk­mal Fexers hervor.

Als Spre­cher der Vor­stän­de der 14 Cari­tas­ver­bän­de im Erz­bis­tum Bam­berg lob­te Micha­el Groß die „hohe per­sön­li­che Inte­gri­tät“ von Hel­mar Fexer. Sei­ne Amts­füh­rung sei trans­pa­rent und gerecht gewe­sen. Er habe die Gemein­sam­keit unter den Cari­tas­ver­bän­den geför­dert und jeder davon habe sei­ne Inter­es­sen ein­brin­gen kön­nen. Hel­mar Fexer habe sich Pro­ble­me erklä­ren las­sen, statt die eige­ne fer­ti­ge Lösung „schon in der Tasche zu haben“.

Auch Weih­bi­schof Her­wig Gössl hat­te bereits am Frei­tag bei der Ver­ab­schie­dung durch die Auf­sichts­rä­te des Diö­ze­san-Cari­tas­ver­ban­des und der Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de das gute Mit­ein­an­der betont. Nicht als Geg­ner, son­dern gemein­sam mit den Kon­troll­orga­nen habe Fexer auf die Arbeit des Ver­ban­des geschaut. Das Ver­bin­den­de zu fin­den, sei sein Anlie­gen gewesen.

Mah­nen­de Wor­te zum Abschied

In sei­nen Abschieds­wor­ten beton­te Hel­mar Fexer die vie­len Frei­heits- und Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten, die er beim Arbeit­ge­ber Kir­che gehabt habe. Dem eige­nen Gewis­sen ver­pflich­tet, sei Raum für strit­ti­ge Debat­ten gewe­sen – über Sexu­al­mo­ral, Rüs­tung, Öko­lo­gie oder Fröm­mig­keits­for­men. „Es beschämt mich, dass ande­re Men­schen in der Kir­che Gewalt und Leid erfah­ren haben.“ Sei­ne eige­nen Ent­täu­schun­gen hät­ten aber nie mit der Kir­che an sich zu tun gehabt. Sie gal­ten ihm selbst und ande­ren als fehl­ba­re Menschen.

Fexer dank­te Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, sei­nem Team, den Bischö­fen, den Ver­ant­wort­li­chen in den Kreis-Cari­tas­ver­bän­den, den Auf­sichts­rä­ten und den frü­he­ren Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­to­ren für gutes Zusam­men­wir­ken, Unter­stüt­zung und mensch­li­che Begeg­nun­gen. Für die Zukunft wünsch­te er den Mut, den sozi­al­po­li­ti­schen Auf­trag der Cari­tas wahrzunehmen.

Hel­mar Fexer begann sei­ne beruf­li­che Lauf­bahn 1982 im Erz­bi­schöf­li­chen Jugend­amt. 1989 wech­sel­te er zum Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band. 1994 wur­de der Sozi­al­päd­ago­ge Lei­ter der Abtei­lung Ein­glie­de­rungs- und Gefähr­de­ten­hil­fe, 1997 Stabs­stel­len­lei­ter Haupt­be­ruf­li­che Sozi­al­ar­beit. 2001 über­nahm er die Lei­tung des Bereichs Sozia­les. 2007 wur­de er zugleich stell­ver­tre­ten­der Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor, nach der Sat­zungs­re­form 2016 stell­ver­tre­ten­der Vor­stands­vor­sit­zen­der. 2018 folg­te er Ger­hard Öhlein als Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor und Vor­stands­vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Erz­diö­ze­se Bamberg.

Hel­mar Fexers Nach­fol­ger steht bereits fest. Zum 1. April über­nimmt der frü­he­re Pas­sau­er Cari­tas-Direk­tor Micha­el End­res die Stel­le Direk­tor des Cari­tas­ver­bands für die Erz­diö­ze­se Bamberg.

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