Browse Tag

Caritas - Page 2

Got­tes­dienst zum bun­des­wei­ten Caritas-Sonntag

„Die Cari­tas gehört zur Kirche“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat die Cari­tas als Erbe und Auf­trag der Kir­che gewür­digt und dazu auf­ge­ru­fen, die­sen Auf­trag zu erfül­len und zu erneuern.

Im Got­tes­dienst zum bun­des­wei­ten Cari­tas-Sonn­tag im Bam­ber­ger Dom sag­te Schick: „Die Kir­che hat die­sen Auf­trag immer als Auf­trag für die Welt gese­hen, damit sie heil und in Frie­den sei.“ Die Cari­tas gehö­re zur Kir­che seit Anfang an: „Jesus hat sie uns auf­ge­tra­gen. Wir sol­len sie so üben, wie er es getan hat.“ Der jähr­li­che Got­tes­dienst des Deut­schen Cari­tas-Ver­ban­des fand anläss­lich des 100. Jubi­lä­ums des Bam­ber­ger Diö­ze­san­ver­ban­des in Bam­berg statt. Als Ver­tre­ter des Deut­schen Cari­tas­ver­ban­des nahm des­sen Vize-Prä­si­dent Heinz-Josef Kess­mann an dem Got­tes­dienst teil.

„Cari­tas gelingt am bes­ten, wenn Frau­en und Män­ner, Jung und Alt, Katho­li­ken, Evan­ge­li­sche und Ortho­do­xe, Kir­che und Staat gemein­sam machen, was die Zivi­li­sa­ti­on der Lie­be aus­macht und for­dert“, so Schick in sei­ner Pre­digt. Immer wenn die Kir­che in der Geschich­te den kari­ta­ti­ven Auf­trag ver­nach­läs­sigt habe, sei es ihr nicht gut gegan­gen, mahn­te Schick und beton­te: „Die Cari­tas gehört zur Kir­che wie das Amen zum Gebet.“


Auf­ruf zur Unterstützung


Der Got­tes­dienst stand unter dem Cari­tas-Jah­res­the­ma „Das machen wir gemein­sam“ und eröff­ne­te die Cari­tas-Samm­lungs­wo­che, die in Bay­ern vom 27. Sep­tem­ber bis 3. Okto­ber dau­ert. 80 Pro­zent sei­nes Anteils am Ertrag der Samm­lung wird der Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band Bam­berg in das Pro­jekt „Digi­ta­le Bil­dung und Teil­ha­be“ geben. Es unter­stützt gezielt Maß­nah­men vor Ort in den Stadt- und Kreis-Cari­tas­ver­bän­den, den Pfar­rei­en und den Fach­ver­bän­den. Die Maß­nah­men sol­len Men­schen die Nut­zung erleich­tern, denen der Zugang zu digi­ta­len Ange­bo­ten erschwert ist.

Erz­bi­schof Schick erbat der Cari­tas ihren Segen und rief zur Unter­stüt­zung und zu Spen­den auf. Wegen der Coro­na-Pan­de­mie fin­det in vie­len Pfar­rei­en kei­ne Haus­samm­lung statt, bei der Ehren­amt­li­che von Tür zu Tür gehen und um Spen­den bit­ten. An vie­len Orten wer­den aus­schließ­lich Fly­er mit ange­häng­tem Zahl­schein oder Spen­den­tüt­chen in die Brief­käs­ten der Haus­hal­te ver­teilt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter https://caritas100.de/spenden/jubilaeumsspende/

Aus­bil­dung bei der Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kunigunde

„Der Pfle­ge­not­stand zeich­net sich bereits ab“

Pfle­ge­be­ru­fe wer­den in einer ste­tig älter wer­den­den Gesell­schaft immer wich­ti­ger. Frie­de­ri­ke Mül­ler, Geschäfts­füh­re­rin der Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de, stört das schlech­te Image von Pfle­ge­be­ru­fen. Sie kann eine Aus­bil­dung in der Bran­che nur empfehlen.

In wel­chen Berei­chen bie­tet die Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de Aus­bil­dungs­plät­ze an?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Die Cari­tas gGmbH bie­tet mit ihren Ein­rich­tun­gen der Alten‑, Kinder‑, Jugend- sowie der Behin­der­ten­hil­fe viel­fäl­ti­ge Job­per­spek­ti­ven an. Dazu gehört die gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dung zur Pfle­ge­fach­frau oder Pfle­ge­fach­mann in einer unse­rer 16 Ein­rich­tun­gen der Alten­pfle­ge. Zudem bie­ten wir dort die ver­kürz­te Aus­bil­dung zur Pfle­ge­fach­hel­fe­rin und zum Pfle­ge­fach­hel­fer an, um einen schnel­len Ein­stieg in das Berufs­feld Pfle­ge zu ermög­li­chen. In unse­rer Behin­der­ten­hil­fe ist eine Aus­bil­dung zum zur Hei­ler­ziehngs­pfle­ge­rin oder zum Hei­ler­zie­he­rungs­pfle­ger mög­lich, dabei unter­stüt­zen, pfle­gen und betreu­en die Aus­zu­bil­den­den Men­schen mit Behin­de­rung, damit sie ihre Selbst­stän­dig­keit bewah­ren. Wir bil­den auch Ent­wick­lungs­coa­ches aus, die Aus­zu­bil­den­den stre­ben bei uns ihre Kar­rie­re als Erzie­he­rin oder Erzie­her an. In unse­rer Geschäfts­stel­le an der Ket­ten­brü­cke in Bam­berg ist die Aus­bil­dung zur Kauf­frau oder zum Kauf­mann für Büro­ma­nage­ment oder im Gesund­heits­we­sen möglich.


War­um ist eine Aus­bil­dung bei der Cari­tas empfehlenswert?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Die Cari­tas bie­tet eine über­durch­schnitt­li­che Aus­bil­dungs­ver­gü­tung nach dem AVR. Das ist der Tarif­ver­trag der Cari­tas. Wir ver­fü­gen über ein brei­tes Netz an Koope­ra­ti­ons­part­nern, sodass die Aus­zu­bil­de­nen für alle Pra­xis­ein­sät­ze bes­tens aus­ge­bil­det wer­den. Zudem wer­den sie von geschul­ten Pra­xis­an­lei­tern sowie erfah­re­nen Fach­kräf­ten in unse­ren Ein­rich­tun­gen beglei­tet. Wir sehen jeden Aus­zu­bil­den­den als Teil des Teams und indi­vi­du­el­len Part unse­res gemein­nüt­zi­gen Unter­neh­mens. Dar­über hin­aus bie­ten wir den Aus­zu­bil­den­den ein zahl­rei­ches Ange­bot von Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen, sdass nach erfolg­rei­chem Abschluss Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten bestehen. Wir ach­ten dar­auf, dass sich jeder Aus­zu­bil­den­de per­sön­lich wei­ter­ent­wi­ckeln kann.


Wel­che per­sön­li­che Eigen­schaf­ten soll­ten Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber für eine Aus­bil­dung bei der Cari­tas mitbringen?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Jede Aus­bil­dung setzt Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen vor­aus, die wir nicht beein­flus­sen kön­nen, wie bei­spiels­wei­se einen ent­spre­chen­den Bildungsabschluss.

Aller­dings kön­nen wir gemein­sam pas­sen­de Lösun­gen suchen. Mit ihrer Grün­dung hat sich die Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de ein gemein­sa­mes Selbst­ver­ständ­nis erar­bei­tet als Visi­on und Leit­li­nie ihres Han­delns. Uns ist wich­tig, dass die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber sich die­sem Leit­bild anschlie­ßen und die­ses ver­kör­pern. Natür­lich zäh­len dazu eben­falls soge­nann­te Soft­s­kills, wie Zuver­läs­sig­keit, Nächs­ten­lie­be und Empa­thie und auch das Über­neh­men von Verantwortung.

Frie­de­ri­ke Mül­ler, Geschäfts­füh­re­rin der Cari­tas gGmbH St. Hein­rich und Kuni­gun­de. Foto: Björn Seitz

Inwie­fern spürt auch die Cari­tas den Fach­kräf­te­man­gel? In wel­chen Berei­chen brau­chen Sie am drin­gends­ten Nachwuchs?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Den Fach­kräf­te­man­gel spü­ren wir am meis­ten in der Pfle­ge. Es wird immer schwie­ri­ger, inter­es­sier­te jun­ge Mitarbeiter/​innen zu fin­den. Zum Glück haben wir in unse­ren Ein­rich­tun­gen eine hohe Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und damit in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr wenig Fluk­tua­ti­on. Vie­le Mitarbeiter/​innen arbei­ten seit vie­len Jah­ren und Jahr­zehn­ten bei der Cari­tas. Auf­grund der Demo­gra­fie ist jedoch in den nächs­ten Jah­ren mit einem ver­mehr­ten alters­be­ding­ten Aus­schei­den zu rech­nen. Die­se Stel­len mit Berufs­an­fän­gern nach­zu­be­set­zen ist die größ­te Her­aus­for­de­rung. Wir ver­öf­fent­li­chen unse­re frei­en Stel­len auf der Kar­rie­re­sei­te unse­rer Homepage.


Pfle­ge­be­ru­fe, so ist zu lesen, haben ein Image-Pro­blem. Wor­an liegt das?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Das Image-Pro­blem ist durch einen lang­wie­ri­gen Pro­zess enstan­den. An vie­len Stel­len hat eben­falls die Poli­tik zu lan­ge weg­ge­se­hen und die Pfle­ge­be­ru­fe sich selbst über­las­sen. Wäh­rend in ande­ren Berufs­zwei­gen, wie der Indus­trie, bereits die Aus­bil­dung ste­tig an den demo­gra­fi­schen und digi­ta­len Wan­del ange­passt wur­de, wur­de die Pfle­ge außen­vor­ge­las­sen. Die Beden­ken und Auf­schreie aktu­el­ler Fach­kräf­te wur­den lan­ge nicht beach­tet und gehört. So ist eine gro­ße Unzu­frie­den­heit ent­stan­den. Der Pfle­ge­be­ruf wird lei­der in der Öffent­lich­keit oft­mals sehr nega­tiv dar­ge­stellt, meist hört man nur von zu gerin­ger Bezah­lung und hoher Arbeits­be­las­tung – doch ein Beruf in der Pfle­ge wird ins­be­son­de­re bei der Cari­tas schon sehr gut bezahlt und es gibt vie­le attrak­ti­ve Zusatz­leis­tun­gen und Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten. Abge­se­hen von den Rah­men­be­din­gun­gen ist jeder Beruf in der Pfle­ge aber auch sehr sinn­stif­tend und durch den direk­ten Kon­takt mit den Pfle­be­dürf­ti­gen berei­chernd. Dies ist vor Coro­na in der öffent­li­chen Dar­stel­lung stets zu kurz gekom­men, erst mit Aus­bruch der Pan­de­mie ist die Sys­tem­re­le­vanz in den Fokus der Öffent­lich­keit gerückt.


Wie hoch ist die Belas­tung in einem Pflegeberuf?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Jeder Beruf hat sei­ne eige­nen Her­aus­for­de­run­gen. Der Pfle­ge­be­ruf hat sehr vie­le schö­ne Sei­ten, die in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on lei­der immer zu kurz kom­men oder ganz uner­wähnt bleiben.


Was tut die Cari­tas, um mehr Schul­ab­gän­ge­rin­nen und ‑abgän­ger für die­sen Berufs­zweig zu gewinnen?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Wir bie­ten eine her­vor­ra­gen­de Aus­bil­dung mit indi­vi­du­el­ler Pra­xis­an­lei­tung und För­de­rung sowie eine über­durch­schnitt­lich gute Aus­bil­dungs­ver­gü­tung und Über­nah­me­mög­lich­kei­ten an. Dar­über hin­aus ist die Cari­tas gGmbH dank Social Media näher an den ein­zel­nen Men­schen. Über Face­book, Insta­gram und unse­re Kar­rie­re­sei­te wer­den poten­zi­el­le und aktu­el­le Mitarbeiter/​innen über die Vor­tei­le der Cari­tas als Arbeit­ge­ber infor­miert. Wer noch nicht sicher ist und sich für eine sozia­le Aus­bil­dung mit Men­schen inter­es­siert, dem bie­ten wir unter www.caritas-ggmbh.de/traumjob-pflege einen Chat­bot an. In zehn Minu­ten und 14 Fra­gen erfährt man, ob der Beruf als Pfle­ge­fach­kraft der Traum­job ist. 


In einer immer älter wer­den­den Bevöl­ke­rung steigt der Bedarf nach Pfle­ge­per­so­nal. Ist die Pfle­ge­bran­che für die Zukunft gerüs­tet oder steht ein Pfle­ge­not­stand bevor?

Frie­de­ri­ke Mül­ler: Der Pfle­ge­not­stand zeich­net sich lei­der bereits ab, hier ist noch sehr viel zu tun, um die Attrak­ti­vi­tät des Pfle­ge­be­ru­fes auch in der Öffent­lich­keit sicht­bar zu machen.


Wei­te­re Informationen


https://www.caritas-ggmbh.de/

https://www.caritas-ggmbh.de/karriere/ausbildung