„Wir werden wieder zu unserer alten Stärke finden müssen“
FC Eintracht Bamberg gegen ASV Neumarkt
Am drittletzten Spieltag der Fußball Bayernliga Nord ist der FC Eintracht Bamberg am morgigen Samstag Gastgeber für den ASV Neumarkt. Großen Hoffnungen auf den Aufstieg gibt man sich unterdessen nicht mehr hin.
Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den ASV Neumarkt könnte besser sein. Denn in seinem vorletzten Auswärtsspiel der Saison hat es auch den FC Eintracht Bamberg erwischt. In einem Nachholspiel unterlagen die Domreiter am Dienstagabend beim ATSV Erlangen mit 2:3 und gingen zum ersten Mal in dieser Spielzeit auswärts als Verlierer vom Platz. Besonders bitter ist die Niederlage aus zwei Gründen. Zum einen gaben die Oberfranken eine 2:0‑Pausenführung aus der Hand. Zum anderen sicherten sich die Erlanger nach dem 1:0‑Hinspielsieg den direkten Vergleich.
In der Tabelle rangieren die Domreiter jetzt mit 68 Punkten auf Tabellenplatz vier. Der Rückstand zu Tabellenführer DJK Vilzing drei Spieltage vor Saisonende beläuft sich auf vier Punkte. Zudem haben die Vilzinger den direkten Vergleich gegen die Bamberger gewonnen.
Für die Eintracht geht es jetzt allenfalls nur noch um Platz zwei. Dieser berechtigt zur Relegationsrunde der Regionalliga Bayern. Aufgrund der Jägerrolle darf es jetzt jedoch keine Ausrutscher mehr geben. Hinzu kommt, dass Bamberg auf Patzer der Konkurrenz hoffen muss.
Konkurrenten sind die SpVgg Ansbach als Zweiter mit 72 Punkten – der FCE ist im direkten Vergleich besser – und der Dritte ATSV Erlangen mit 69 Zählern. Die Aufgabe gegen den ASV Neumarkt wird nicht einfach werden. Zwar konnte Bamberg das Hinspiel am 9. Oktober letzten Jahres mit 4:2 gewinnen, die Neumarkter spielen bisher aber eine starke Saison und belegen mit 58 Punkten Rang fünf.
In Bamberg kann der ASV Neumarkt daher locker und befreit aufspielen. Außerdem kommen die Oberpfälzer mit einer kleinen Serie in die Domstadt. Die letzten drei Begegnungen gewannen sie, zwei davon auswärts. Die Bamberger sollten also gewarnt sein.
Stimmen vor dem Spiel
Eintrachts Vorstandsvorsitzender Jörg Schmalfuß sagte am Donnerstag: „Es hat schon ein wenig wehgetan am Dienstagabend, als wir innerhalb von 25 Minuten alles verspielt haben, was wir uns zuvor in knapp 65 Minuten beim ATSV Erlangen erarbeitet hatten. Dennoch haben wir nicht den geringsten Grund zum Jammern. Im Gegenteil: Was diese junge Mannschaft mit einem Schnitt von nicht einmal 24 Jahren in dieser Saison geleistet hat, war schlichtweg gigantisch. Dass ihr jetzt im Schlussspurt etwas die Luft ausgegangen ist, hat Gründe.
Ich bin einfach nur stolz auf unsere jungen Domreiter. Und alle unsere Fans können das auch sein. Damit wir doch noch in die Regionalliga aufsteigen könnten, müssten gleich drei Teams in den letzten drei Spielen patzen. Das ist unwahrscheinlich. Und auch Platz zwei ist nach der Niederlage in Erlangen in Ferne gerückt. Gegen den ASV Neumarkt, nächste Woche gegen den SC Feucht und nicht zuletzt beim Derby-Finale in Wildensorg werden die Domreiter noch mal alles geben, um im Fall der Fälle dabei zu sein, wenn es um die Vergabe der beiden ersten Plätze geht.“
Trainer Julian Kolbeck sieht die Ausgangslage ähnlich: „Es war eine ganz bittere Niederlage am Dienstag in Erlangen, die wir erstmal verdauen müssen. Wenn du 2:0 zur Halbzeit führst, willst du natürlich was mitnehmen. Aber es sollte einfach nicht sein. Den Frust, der sich jetzt angesammelt hat, werden wir uns am Samstag von der Seele schießen. Mit Neumarkt erwartet uns ein schwerer Gegner, der frei aufspielen kann und auch wird. Wir wollen unseren Fans und Unterstützern ein schönes Spiel liefern und nochmal alles Mögliche versuchen, weiter oben dran zu bleiben, bis es rechnerisch nicht mehr geht. Wir haben und werden uns nie geschlagen geben. Die Mannschaft spielt eine überragende Saison und will das in den letzten Spielen auch nochmal zeigen.“
Und Mittelfeldspieler Lukas Schmittschmitt fügte an: „Mit einer bitteren Niederlage im Spitzenspiel gegen Erlangen sind wir alles andere als gut in die Woche gestartet. Dennoch heißt es, Mund abputzen und nach vorne schauen. Als nächster Gegner steht der ASV Neumarkt vor der Tür. Wir werden wieder zu unserer alten Stärke finden müssen, um die drei Punkte in Bamberg zu behalten.“
Voraussichtliches FCE-Aufgebot: Dellermann, Olschewski– Hack, Heinz, Helmer, Kaube, Kettler, Kollmer, Lang, Linz, Ljevsic, Popp, Reck, Reischmann, Saprykin, Schmitt, Schmittschmitt, Strohmer, Valdez.
Ein Sieg muss her
FC Eintracht Bamberg beim TSV Karlburg zu Gast
Am morgigen Samstag spielt der FC Eintracht Bamberg auswärts beim TSV Karlburg. Die Bamberger stellen sich auf einen unangenehmen Gegner ein.
Motiviert bis in die Haarspitzen und taktisch gut eingestellt von Trainer Julian Kolbeck, dennoch hat es am Ende nicht gereicht. Vor fast 1.000 Zuschauern unterlag der FC Eintracht Bamberg am vergangenen Wochenende zuhause im Spitzenspiel dem tabellenzweiten DJK Vilzing mit 0:1. Damit gab Bamberg Platz eins an Vilzing ab und rutschte auf Rang zwei.
Durch das siegreiche Spiel der SpVgg Ansbach am Mittwochabend gegen den FC Sand ergibt sichnach 29 Spielen, folgendes Tabellenbild: Spitzenreiter ist die DJK Vilzing mit 66 Punkten, auch 66 Punkte hat der neue Zweite SpVgg Ansbach. Dritter ist der FC Eintracht Bamberg mit 65 Punkten. Der ATSV Erlangen steht auf Platz vier mit 63 Punkten. Auf Rang fünf mit 55 Punkten – jedoch einem Spiel mehr als das Führungsquartett – findet sich der ASV Neumarkt.
Egal wie die Saison für Eintracht Bamberg weitergeht und endet, sie ist jetzt schon die Beste der jüngeren Vereinsgeschichte. Dafür sorgt eine Mannschaft, die im Durchschnitt nicht einmal 23 Jahre alt ist und in der 17 von 21 Spielern aus der eigenen Jugend kommen.
Diese Mannschaft möchte ihre Stellung als Nummer Eins in Stadt- und Landkreis aber weiter ausbauen und weiter mitmischen im Kampf um die Meisterschaft. Mit Blick auf das Restprogramm der Mitkonkurrenten DJK Vilzing, ATSV Erlangen und SpVgg Ansbach darf sich der FC Eintracht Bamberg jedoch keinen Ausrutscher mehr erlauben.
TSV Karlburg braucht jeden Punkt im Abstiegskampf
Das Ziel für das Spiel gegen den TSV Karlburg ist klar. Ein Sieg muss gelingen. Für den FC Eintracht spricht dabei dessen Auswärtsbilanz. Die Domreiter sind bisher als einzige Mannschaft der Liga auswärts noch ohne Niederlage. Und nach einem enttäuschenden Auftritt oder nach einer Niederlage, wie zuletzt gegen Vilzing, zeigten die Bamberger bisher in der nächsten Begegnung stets eine starke Leistung und hat dabei entsprechend gepunktet.
Ob das auch beim TSV Karlburg gelingt, muss sich zeigen. Mit 23 Punkten stehen die Unterfranken auf Rang 15 und somit auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. Allerdings ist der Rückstand zum rettenden Ufer noch in Sichtweite, so dass auch die Karlburger jeden Punkt gebrauchen können. Die Bilanz der letzten Spiele jedoch spricht nicht unbedingt für sie. Aus ihren bisherigen acht Spielen seit Ende der Winterpause ging der TSV sieben Mal als Verlierer vom Platz. Dem gegenüber steht nur ein Sieg beim SC Feucht mit 1:0.
Eintracht-Trainer Julian Kolbeck sagte heute morgen: „Die Enttäuschung war nach der Heimniederlage gegen Vilzing natürlich groß. Aber wir haben uns kurz geschüttelt und sind schon wieder total fokussiert. Gegen den TSV Karlburg wollen wir daher wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dort wird es jedoch ein komplett anderes Spiel. Wir wissen, dass es in Karlburg nicht einfach wird. Das hat man im Hinspiel schon gesehen, wie unangenehm und zweikampfbetont der Gegner spielt. Wir müssen daher unser Spiel durchziehen, defensiv immer hellwach sein und offensiv brutal effizient agieren.“
Eintracht-Stürmer Franz Helmer sieht die Ausgangslage ähnlich: „Die Niederlage am Wochenende gegen Vilzing vor heimischer Kulisse schmerzt natürlich. Nichtsdestotrotz spielen wir eine herausragende Saison. Jeder kann stolz sein auf das, was bisher geleistet wurde. Jetzt gilt es weiter zu machen, den Fokus der bestehenden Aufgabe zu widmen und den nächsten Sieg einzufahren. Ich bin überzeugt, dass, wenn wir unsere Leistung abrufen, wir das Spiel gegen den TSV Karlburg positiv gestalten und am Ende mit drei Punkten zurück nach Bamberg fahren können.”
Voraussichtliches Aufgebot des FC Eintracht Bamberg
Dellermann, Olschewski– Hack, Heinz, Helmer, Kettler, Kollmer, Lang, Linz, Ljevsic, Popp, Reck, Reischmann, Saprykin, Schmitt, Strohmer, Valdez
Stadtecho Bamberg – Fragebogen
Das Stadtecho fragt – Julian Kolbeck antwortet
In jeder Ausgabe des Stadtechos legen wir einer Bamberger Persönlichkeit einen Fragebogen vor. Diesmal hat Julian Kolbeck, Trainer des FC Eintracht Bamberg, die Fragen beantwortet.
Was hat der Fußball, was andere Sportarten nicht haben?
Gesellschaftliche Liebe und Anziehung und die Kunst, Millionen, gar Milliarden Menschen zu vereinen und zu verbinden.
Was braucht eine Mannschaft, um erfolgreich zu sein?
Teamspirit, Überzeugung, Qualität, Mut und Demut.
Welche Saisonziele haben Sie mit dem FC Eintracht Bamberg?
Aus einer jungen, hungrigen und talentierten Mannschaft möchte ich das Maximum rausholen und schauen, wo wir am Ende landen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen attraktiven Fußball zeigen, welcher Spaß macht anzuschauen.
Welches Buch haben Sie zuletzt nicht zu Ende gelesen?
Ich mach keine halben Dinge. Entweder ich lese ein Buch vollständig oder ich fange erst gar nicht an.
Würden Sie gerne öfter Fahrrad fahren?
Definitiv! Fahrrad fahren macht mir unheimlich viel Spaß, besonders über Stock und Stein im Wald. Allerdings fehlt mir etwas die Zeit dafür.
Zahlen Sie gern Rundfunkgebühren?
Unterm Strich schon irgendwie, da ich gerne weiterhin gute Krimis (Tatort) schauen und natürlich WM und EM weiterhin live verfolgen möchte.
Töten Sie Insekten?
Bedingt… grundsätzlich mache ich das nicht, aber so eine nervige Haushaltsfliege, die zig mal gegen die Scheibe fliegt, versuch ich dann schon zu erwischen.
Darf man in Ihrem Schlafzimmer rauchen?
NEIN! Der Geruch ist fürchterlich in den eigenen vier Wänden.
Welche Drogen sollten Ihrer Meinung nach legalisiert werden?
Fußball! Ne, Spaß beiseite, ich bin ein strikter Gegner von Drogen, da der Mensch daran echt kaputt gehen kann, daher bin ich gegen eine Legalisierung von Drogen.
Ihr Leben wird verfilmt. Welcher Schauspieler sollte Sie spielen?
Chris Hemsworth, meine Freundin findet ihn ziemlich „hot“ und ich muss zugestehen: schlecht sieht er nicht aus.
Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone? Und welche benutzen Sie am meisten?
Zwischen 30 und 35, das schwankt immer mal wieder. Naja, als Fußballer durch und durch gehören die Kicker- und FuPa-App, aber auch Instagram schon dazu.
Wovon waren Sie zuletzt überrascht?
Von meiner Freundin: Als Sie sonntags gefragt hat, was ich vom Bäcker will, normalerweise quäle ich mich sonntags immer aus dem Bett und gehe zum Bäcker.
Was ist Ihr größter Wunsch?
Gesund bleiben! Und natürlich meiner größten Leidenschaft Fußball für immer nachgehen zu können.
Worüber haben Sie sich zuletzt geärgert?
Vermutlich das letzte Gegentor meiner Mannschaft.
Welchen Luxus leisten Sie sich?
Ich liebe gutes Essen.
Wovor haben Sie Angst?
Davor, dass es meinen Liebsten gesundheitlich vielleicht mal schlecht gehen könnte.
Wann haben Sie zuletzt geflirtet?
Das sag ich jetzt lieber nicht, sonst gibt´s Ärger mit der Freundin. Ne, Spaß beiseite, natürlich bei unserem letzten Treffen bevor es ernst wurde. Wir sind schließlich schon über sieben Jahre zusammen.
Wann und warum hatten Sie zum letzten Mal Ärger mit der Polizei?
Selbstverständlich hatte ich noch nie Ärger mit der Polizei.
Was war der schönste Moment Ihrer sportlichen Karriere?
Damals, bei meinen Junioren-Länderspielen, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen und die Nationalhymne zu singen!
Würden Sie aktiven homosexuellen Spielern raten, sich zu outen?
Grundsätzlich bin ich absolut dafür, allerdings denke ich, dass dafür vielleicht noch die 100-prozentige gesellschaftliche Akzeptanz fehlt
Wer ist Ihr Lieblingsspieler aller Zeiten?
Es gibt jetzt nicht den einen, aber Spieler wie Zinédine Zidane, Steven Gerrard oder Sergio Ramos stehen da schon ganz oben. Mit wie viel Talent, Kraft, Verantwortung und Ehrgeiz die gespielt haben und die Weltspitze erobert haben, ist sehr faszinierend.
Mit welchem großen Fußballer können Sie gar nichts anfangen?
Ich finde Neymar schon einen sehr guten Fußballer, aber die Art und Weise, wie er seine Show abzieht, ist schon nervig.
Wer ist besser: Ronaldo oder Messi?
Beide sind tatsächlich unfassbare Spieler und jeder in seiner Art und Weise einzigartig, daher gibt es für mich kein besser oder schlechter.
Welche Mannschaft finden Sie besser: FC Bayern oder BVB Dortmund?
Beide spielen Jahr für Jahr sehr attraktiven Fussball sowohl national als auch international. Bayern hat natürlich die letzten Jahre die Titel geholt, aber auch Dortmund war immer nah dran. Auf der anderen Seite muss man den BVB auch für sein Scouting loben: Was für Spieler die an Land ziehen, ist schon nahezu einzigartig. Rein von den Titeln her, klar die Bayern, aber die Dortmunder mussten schon auch sehr leiden mit Ihren Top-Abgängen, Jahr für Jahr werden den Dortmundern die besten Spieler abgekauft und dann ist es natürlich schon schwer, gegen die Bayern einen Titel zu holen. Ich bin aber auf die Zukunft gespannt.
Für wen waren Sie warum beim EM-Finale: Italien oder England?
Ganz klar für die Italiener! Weil Italien mit so viel Herzblut und Leidenschaft gespielt hat, dazu kam eine bedingungslose Hingabe für das Land und das eigene Team. Aber auch der Fussball, den Sie gespielt haben, war sehr ansehnlich und modern.
Hat Jogi Löw zum richtigen Zeitpunkt als Nationaltrainer aufgehört oder hätte er früher gehen sollen?
Naja, schwer zu sagen. Grundsätzlich finde ich schon, dass Jogi Löw den deutschen Fußball sehr geprägt hat, er wurde schließlich Weltmeister. Aber ja, nach dem Ausscheiden bei der WM 2018 hätte er schon die Reißleine ziehen können, das wäre sicherlich ein passender Zeitpunkt gewesen. Allerdings ist es im Nachhinein immer einfacher sowas sagen.
Was war Ihr schönstes Tor als Spieler?
Als Verteidiger habe ich verhältnismäßig schon einige Tore gemacht, aber sicherlich am präsentesten und schönsten war das Tor gegen 1860 München als Spieler der SpVgg Bayreuth am letzten Spieltag der Saison 2017/2018. Langer Ball in den 16er, den Ball super angenommen und aus der Drehung blind ins lange Eck geschlenzt. Fand ich gar nicht so übel.
Was ist Ihre schlechteste Angewohnheit als Trainer?
Mindestens eine halbe Packung Kaugummis zu verbrauchen.
Welche Fehler auf dem Platz entschuldigen Sie am ehesten?
Wenn meine Offensivspieler im letzten Drittel des Gegners im Eins-gegen-Eins den Ball verlieren, aber vorher mit Mut und Überzeugung versucht haben, die Situation für sich zu entscheiden.
Ihre sportliche Lieblingstugend?
Kämpfen bis Ende!
Ihr Hauptcharakterzug?
Mensch sein. Ich bin so, wie ich bin und verstelle mich nicht, aber auch anders herum, für mich ist jeder Mensch gleich, aber auch einzigartig und man sollte ihn akzeptieren so wie er ist.
Haben Sie ein sportliches Vorbild?
Ich bin natürlich ein großer Fan der Top-Trainer der Welt: Flick, Nagelsmann, Guardiola, und so weiter, und Jürgen Klopp fasziniert mich schon sehr.
Wofür sind Sie dankbar?
Dass ich gesund bin, eine intakte Familie, Beziehung und Freunde sowie ohne Sorgen Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf habe.
Was ist Ihr Lieblingsbuch, Lieblingsalbum, Lieblingsfilm?
Lieblingsbücher: Biografien von Top-Trainern der Welt; Lieblingsalbum: es gibt nicht das Album, aber Alben von den Toten Hosen oder Foo Fighters sind schon Top; Lieblingsfilm: Ich habe jetzt auch nicht zwingend einen Lieblingsfilm, aber die Serie „Breaking Bad“ ist schon der Hammer!
Welche Musik hören Sie nur heimlich?
Ich höre gefühlt alles, allerdings wenn ich alleine bin, gibt es schon mal den einen oder anderen Schlager-Song auch aus alten Zeiten.
Was ist Ihr liebstes Smalltalk-Thema (außer Fußball)?
Mich interessieren die Anliegen anderer Menschen, wie es ihnen geht, was sie so treiben und so weiter. So kommt man dann immer ganz gut ins Gespräch und kann guten Smalltalk führen.
Was zeigt das letzte Foto, das Sie mit Ihrem Handy aufgenommen haben?
Meine zwei Nichten beim Spielen auf dem Spielplatz.
Mit wem würden Sie gerne eine Nacht durchzechen?
Naja, nach der langen Corona-Zeit gibt es den einen oder anderen aus dem privaten Kreis mit dem man mal wieder einen Abend verbringen möchte. Aber lustig wäre es bestimmt mal mit Jürgen Klopp, ich glaube da würde Stimmung aufkommen.
Sie sind in einer Bar. Welches Lied würde Sie dazu bringen zu gehen?
So extreme Technomusik, davon bin ich gar kein Fan.
Gibt es etwas, das Ihnen das Gefühl gibt, klein zu sein?
Die Macht der Berge und die Macht des Wassers. Ich bin relativ oft als Naturfreak in den Bergen und da habe ich schon das Gefühl winzig zu sein. Aber auch auf dem Meer, weit und breit nichts zu sehen und nur die Wassermassen im Auge zu haben.
In welchen Club sollte man unbedingt mal gehen?
Naja, das ist an sich kein Club, eher eine Kneipe: Der „Trichter“ in der Nürnberger Innenstadt. Klein, urig und stimmungsvoll. Macht Laune, dort einzukehren.
Sind Sie Tänzer oder Steher?
Ein guter Mix aus beidem. Ich bin jetzt nicht der beste Tänzer, aber ein bisschen die Hüfte schwingen geht schon, auf der andere Seite auch mal von außen betrachten und ein bisschen lernen von Tanzgurus auf der Tanzfläche, schadet nicht.
Welches Problem werden Sie in diesem Leben nicht mehr in den Griff bekommen?
Das Geschirr ordnungsgemäß in die Spülmaschine einräumen. Das ist echt eine Schwäche beziehungsweise ein Problem. Ich kann es einfach nicht, obwohl es so einfach erscheint.
Das Stadtecho gibt eine Runde aus. Was trinken Sie?
Erstmal vielen Dank, gegen ein leckeres Bierchen aus der Bierhochburg Bamberg spricht sicherlich nichts.
Julian Kolbeck, Trainer des FC Eintracht Bamberg
Qualifikation für DFB-Pokal
FC Eintracht Bamberg setzt Toto-Pokal fort
Acht von 17 Regionalligisten halten an ihrem Ligapokal-Startrecht fest. Darüberhinaus sprachen sich für eine Teilnahme an der Fortsetzung des Toto-Pokal-Wettbewerbs mit dem FC Eintracht Bamberg und dem TSV Abtswind zwei von 24 im Wettbewerb verbliebenen Klubs von der Bayernliga abwärts aus.
Nachdem das zuständige Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration den bayerischen Regionalligisten eine Sondergenehmigung unter Einhaltung eines vom BFV erarbeiteten Hygienekonzepts zur sofortigen Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings und für das Bestreiten der ausstehenden Ligapokal-Spiele erteilt hat, haben sich mit dem SV Wacker Burghausen, dem TSV Buchbach, dem VfB Eichstätt, Viktoria Aschaffenburg, der SpVgg Bayreuth, dem FV Illertissen, dem 1. FC Schweinfurt 05 und dem TSV Aubstadt (unter Verzicht auf das Heimrecht) acht der 17 Regionalligisten für eine Fortsetzung des neu geschaffenen Wettbewerbs ausgesprochen, über den einer von zwei bayerischen Startern im DFB-Pokal-Wettbewerb ausgespielt wird. Die übrigen neun Klubs reichten fristgerecht eine Verzichtserklärung beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) ein. Für eine Teilnahme an der Fortsetzung des Toto-Pokal-Wettbewerbs, über den der zweite bayerische DFB-Pokal-Startplatz für die Pokalsaison 2021//22 ausgespielt wird, sprachen sich mit dem FC Eintracht Bamberg und dem TSV Abtswind zwei von 24 im Wettbewerb verbliebenen Klubs von der Bayernliga abwärts aus.
Der Ligapokal-Wettbewerb der Regionalliga Bayern wird wie vorgesehen in Final- und Trostrunde ausgetragen. Der Sieger des Wettbewerbs löst das DFB-Pokal-Ticket. Die Halbfinal-Verlierer, der unterlegene Finalist sowie der Sieger der Trostrunde qualifizieren sich für das Toto-Pokal-Viertelfinale. In der ersten Runde der Finalrunde stehen sich Viktoria Aschaffenburg und die SpVgg Bayreuth (15. Mai, 14 Uhr), der VfB Eichstätt und der 1. FC Schweinfurt 05 (25. Mai, 18.30 Uhr) und der SV Wacker Burghausen und der TSV Buchbach (25. Mai, 19 Uhr) gegenüber. Der FV Illertissen hat ein Freilos und ist für das Halbfinale gesetzt. Der TSV Aubstadt startet in der Trostrunde.
Zuschauer sind – Stand heute –nicht zugelassen
Für eine Teilnahme am Toto-Pokal-Wettbewerb, über den der zweite bayerische DFB-Pokal-Startplatz für die Pokalsaison 2021//22 ausgespielt wird, sprachen sich mit dem FC Eintracht Bamberg und dem TSV Abtswind zwei von 24 im Wettbewerb verbliebenen Klubs von der Bayernliga abwärts aus. Im Gegensatz zum Ligapokal der Regionalligisten hatte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hier keine generelle Sondergenehmigung erteilt, sondern die Frage der Zulassung den örtlichen zuständigen Kreisverwaltungsbehörden überlassen. Wie aktuell bereits von anderen Landesverbänden praktiziert, wird auch der BFV den 22 in der zweiten Hauptrunde verbliebenen Toto-Pokal-Startern, die sich aufgrund der jetzt bekannten Rahmenbedingungen gegen das Weiterspielen ausgesprochen haben, mit einer paritätischen Ausschüttung der jetzt noch zur Verfügung stehenden Prämien entschädigen. Außerdem garantiert der BFV diesen Klubs eine sportliche Qualifikationsmöglichkeit für die direkte Teilnahme an der Toto-Pokal-Hauptrunde in der Saison 2021//22.
Zuschauer sind – Stand heute – in beiden Wettbewerben nicht zugelassen. Die beiden bayerischen DFB-Pokal-Teilnehmer müssen bis zum 30. Juni 2021 feststehen, Drittligist Türkgücü München hat sich als bislang einziges Team für das Toto-Pokal-Viertelfinale qualifiziert.
FC Eintracht Bamberg
Neue Basketballabteilung
Während die Fußballer des FC Eintracht Bamberg zuletzt zweimal in Folge aufgestiegen sind, gründete der Verein in jüngerer Vergangenheit weitere Abteilungen. Seit zwei Jahren wird sogar Quidditch gespielt. Als neueste Sportart beim FC Eintracht kommt nun der Basketball dazu. Ende Februar gründete der Verein die Basketballabteilung, ab Oktober soll am Ligabetrieb teilgenommen werden.
„In unserem Verein liegt die Keimzelle des Bamberger Basketballs – und diese lebt nun wieder auf“, sagt Sascha Dorsch, stellvertretender Vorsitzender des FC Eintracht. Bereits 1955 spielte der Vorgängerverein 1. FC 1901 Bamberg Basketball. Über Jahrzehnte war die Mannschaft das sportliche Aushängeschild Bambergs, bis die Insolvenz den Verein 1988 zur Abspaltung der Basketballabteilung zwang. In den 1990er Jahren gründete der 1. FC erneut eine Basketballabteilung, die bis zum Zusammenschluss mit dem TSV Eintracht zum FC Eintracht Bamberg im Jahr 2006 existierte.
Der Tradition verpflichtet formuliert Sascha Dorsch Ansprüche an die nun erneut gegründete Abteilung: „Ambitionen im Basketballsport – vor allem auch was die Förderung im Jugendbereich betrifft – liegen in den Genen unseres Vereins. Insofern gehen wir dieses Projekt ehrgeizig an. Die Nachwuchsarbeit wird einer der Schwerpunkte unserer neuen Abteilung sein.“ Außerdem planen die Verantwortlichen für die Sommerzeit, anlässlich der Gartenstädter Kerwa das Kerwasturnier für Freizeitmannschaften wieder aufleben zu lassen. Ab Oktober möchte der FC Eintracht Bamberg mit einer ersten Mannschaft in den Ligabetrieb einsteigen und auch eine Ü‑50-Truppe soll es geben.
„Weil drei unserer fünf Vorstandsmitglieder im Verein früher selbst aktiv Basketball gespielt haben beziehungsweise noch spielen, wie Christopher Neudecker in der 2. Regionalliga“, sagt Sascha Dorsch, „ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, dass auch der FCE diese Sportart wieder betreibt. Der Vorgängerverein FC 01 Bamberg hat sich vor Jahrzehnten im Basketball als Vorreiter hervorgetan. In diesem Sinne wollen auch wir das Thema aufgreifen und neue Impulse setzen.“
Foto: Gründungsmitglieder von links: Steffen Rommel, Jörg Schmalfuß, Sascha Dorsch, Benny Hummel, Bernd Kaufer, Thomas Decker und Christopher Neudecker (Quelle: FC Eintracht Bamberg)
- Manuel Werner
- Foto: FC Eintracht Bamberg 2010