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FC Eintracht Bamberg

Ein Hauch von Har­ry Pot­ter im Fuchs-Park-Stadion

Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft in Bamberg

Wer Har­ry Pot­ter kennt, kennt Quid­ditch. Und wer die­sen Sport noch nicht kennt, kann ihn am ers­ten Okto­ber­wo­chen­en­de ken­nen­ler­nen. Dann fin­det im Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft statt.

Quid­ditch ist eine Sport­art, die aus den Har­ry-Pot­ter-Roma­nen bezie­hungs­wei­se ‑Fil­men stammt. Ver­ein­facht aus­ge­drückt ist sie eine Mischung aus Hand­ball, Rug­by und Völ­ker­ball bei der es dar­um geht, einen Ball durch die Rin­ge der geg­ne­ri­schen Mann­schaft zu wer­fen, ohne dabei selbst abge­wor­fen zu wer­den. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass jede Spie­le­rin und jeder Spie­ler, die Teams sind gemischt­ge­schlecht­lich, ein Plas­tik­rohr zwi­schen den Ober­schen­keln füh­ren muss. In der fik­ti­ven Vor­la­ge han­delt es sich dabei um flug­fä­hi­ge Besen.

Von den USA aus­ge­hend wird Quid­ditch seit 2007 auch außer­halb des Har­ry-Pot­ter-Uni­ver­sums gespielt. Heu­te ist die Sport­art über die gan­ze Welt ver­brei­tet – inklu­si­ve inter­na­tio­na­ler und natio­na­ler Tur­nie­re. Ein sol­ches ist die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft, die am 1. und 2. Okto­ber im Fuchs-Park-Sta­di­on stattfindet.

Quid­ditch-Zen­trum Bamberg

Tur­nier­be­ginn ist am Sams­tag­mor­gen um 8:30 Uhr, das End­spiel fin­det am Sonn­tag um 16:30 Uhr statt. Ins­ge­samt 19 Teams aus ganz Deutsch­land neh­men teil. „Nach der Quid­ditch-EM 2019 dür­fen wir in Bam­berg nun auch noch die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft aus­rich­ten“, zitiert eine Mit­tei­lung Johan­nes Win­ter, Lei­ter der Quid­ditch-Abtei­lung des FC Ein­tracht Bamberg.

Wochen und Mona­te der Pla­nung wür­den im Tur­nier ste­cken, vor allem die Unter­brin­gung der Sport­le­rIn­nen berei­te­te Kopf­zer­bre­chen. „Wir erwar­ten unge­fähr 600 Akti­ve aus ganz Deutsch­land und gut 200 Beglei­ter. Da Quid­ditch ein vor allem stu­den­tisch gepräg­ter Sport ist, waren preis­güns­ti­ge Quar­tie­re ganz oben auf der Wunsch­lis­te der Mann­schaf­ten. Lei­der konn­te uns die Stadt Bam­berg hier nicht mit ent­spre­chen­den Plät­zen in den kom­mu­na­len Hal­len unterstützen.“

Umso erfreu­li­cher sei es, dass ein Teil der Teil­neh­men­den in der Turn­hal­le der Bam­ber­ger Lebens­hil­fe Quar­tier gefun­den habe, wäh­rend ein ande­rer Teil auf dem Zelt­platz in Teuchatz unter­kommt. „Das ist aber für die Mann­schaf­ten in Ord­nung. Im Quid­ditch wird zwar auf dem Platz hart gefoch­ten, außer­halb des Plat­zes aber sehr viel Wert auf ein gutes Mit­ein­an­der gelegt.“

Gera­de bei hoch­klas­si­gen Teams, wie sie bei der Quid­ditch-Meis­ter­schaft antre­ten, sei eine gute phy­si­sche Aus­bil­dung tat­säch­lich vor­teil­haft. „Da wird es sicher­lich zum einen oder ande­ren kampf­be­ton­ten Spiel kom­men,“ sagt Winter.

In Bam­berg selbst wird seit mehr als fünf Jah­ren Quid­ditch im Ver­ein gespielt und die Jugend­ab­tei­lung des FC Ein­tracht gehört zu den größ­ten Abtei­lun­gen in Deutschland.

Dom­rei­ter ver­tei­di­gen Tabellenführung

Spit­zen­spiel: FC Ein­tracht Bam­berg besiegt SC Eltersdorf

Im Spit­zen­spiel der Bay­ern­li­ga Nord hat der FC Ein­tracht Bam­berg den Tabel­len­drit­ten SC Elters­dorf besiegt. Vor hei­mi­schem Publi­kum gewan­nen die Bam­ber­ger am 24. Sep­tem­ber mit 2:0.

Es ist lan­ge her, dass „Oh, wie ist das schön“-Gesänge durch das Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on hall­ten. Ver­dient hat­te sich die Mann­schaft von Trai­ner Jan Gern­lein im aus­ver­kauf­ten Bam­ber­ger Sta­di­on die­se Ova­tio­nen aber alle­mal. Nach dem sou­ve­rä­nen 3:1 gegen Donaus­tauf haben die Bam­ber­ger nun auch den Ex-Regio­nal­li­gis­ten SC Elters­dorf 2:0 geschla­gen. Damit hat der FCE sei­ne Tabel­len­füh­rung vor DJK Geben­bach auf fünf Punk­te ausgebaut.

Dabei gab es kein lan­ges Abtas­ten im Fuchs-Park-Sta­di­on, son­dern, vor allem in den ers­ten 10 Minu­ten, wenig Spiel­kon­trol­le auf bei­den Sei­ten. Lang­sam aber erspiel­te sich der FCE ein Über­ge­wicht und deu­te­te sei­ne Gefähr­lich­keit im schnel­len Umschalt­spiel an.

In der 32. Minu­te war es dann so weit. Phil­ipp Hack zog nach Dop­pel­pass mit Tobi­as Linz nach innen, leg­te sich den Ball vor und schoss ihn aus 18 Meter genau ins obe­re Tor­eck. Der Jubel über Tref­fer war noch nicht ganz ver­klun­gen, als der 19-jähr­ge Pett­stadter bereits nachlegte.

Dies­mal war es Mar­co Schmitt, der einen Ball­ge­winn in der eige­nen Hälf­te blitz­schnell in einen Traum­pass auf Phil­ipp Hack umwan­del­te. Der SC Elters­dorf bekam kei­nen Zugriff mehr und Hack netz­te allein vor Elters­dorf Tor­wart Akbakla zum 2:0 ein.

Star­ke Bam­ber­ger Vor­stel­lung bis zum Abpfiff

Nach dem Sei­ten­wech­sel fiel fast das 3:0. Der form­star­ke David Lang lief auf das SCE-Gehäu­se zu und ehe ihn sein Gegen­spie­ler bedräng­te und von den Bei­nen hol­te. Schieds­rich­ter Eli­as Tie­de­ken, in Sum­me ein sehr guter Lei­ter, ent­schied aber auf Weiterspielen.

In der Fol­ge­zeit beru­hig­te sich das Spiel und der SC Elters­dorf hat­te mehr Spiel­an­teil. Wirk­lich zwin­gen­de Chan­cen konn­ten sich die Mit­tel­fran­ken aber kaum erspie­len. Es waren viel­mehr die Bam­ber­ger, die durch die ein­ge­wech­sel­ten Offen­siv­spie­ler Timm Stras­ser und Luis Schnei­der die Chan­cen hat­ten, das Spiel vor­zei­tig zu entscheiden.

So blieb es bis zum Abpfiff bei einer star­ken Vor­stel­lung der Heim­mann­schaft, die nun ent­spannt in das kom­men­de spiel­freie Wochen­en­de gehen kann.

Zufrie­den zeig­te sich Bam­bergs Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Spiel. „Wir wuss­ten um die indi­vi­du­el­le Qua­li­tät von Elters­dorf und woll­ten die­se so gut es geht ein­däm­men. Das ist uns sehr gut gelun­gen. Nach vor­ne haben wir dann mehr­fach rich­tig gute Offen­siv­ak­tio­nen set­zen kön­nen, die letzt­end­lich zu einem ver­dien­ten Sieg geführt haben. Das war heu­te bock­stark von eins bis sech­zehn. Da kann ich kei­nen ein­zel­nen Spie­ler her­aus­he­ben, die haben sich heu­te alle Best­no­ten verdient.“

Wei­ter auf Platz 1

Ein­tracht Bam­berg besiegt Spit­zen­team SV Donaustauf

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat am 12. Spiel­tag der Bay­ern­li­ga Nord den SV Donaus­tauf mit 3:1 besiegt. Mit die­sem Sieg haben die Dom­rei­ter ihren Vor­sprung auf den zwei­ten Tabel­len­platz auf drei Punk­te ausgebaut.

Bereits in der drit­ten Spiel­mi­nu­te ging der FC Ein­tracht Bam­berg in Füh­rung. Ste­fan Mas­sin­ger, Ver­tei­di­ger des SV Donaus­tauf, blieb unglück­lich im Rasen hän­gen und ver­lor den Ball. Ein­tracht-Stür­mer David Lang reagier­te schnell, kam an den Ball und schoss das 1:0.

Mas­sin­ger muss­te ver­letzt aus­ge­wech­selt wer­den – ein Schock für das Team aus dem Regens­bur­ger Vor­ort. Die­se Ver­let­zung und die frü­he Füh­rung spiel­ten dem FC Ein­tracht natür­lich in die Kar­ten. Den­noch war die Leis­tung gegen ein Team, das wirt­schaft­lich und sport­lich zu den Schwer­ge­wich­ten der Bay­ern­li­ga Nord gehört, aller Ehren wert.

Die jun­ge Bam­ber­ger Mann­schaft stand über 90 Minu­ten defen­siv weit­ge­hend sicher und zeig­te sich in den Umschalt­mo­men­ten gefähr­lich. Hin­zu kam ein an die­sem Tag glän­zend auf­ge­leg­ter David Lang. Der Stür­mer erziel­te nicht nur den Füh­rungs­tref­fer, son­dern auch das fast schon vor­ent­schei­den­de 2:0 nach 26 Minuten.

Ein Eigen­tor von Marc Reisch­mann mach­te die Par­tie kurz vor dem Sei­ten­wech­sel aber wie­der span­nen­der. Nach einem Eck­ball des SV Donaus­tauf fälsch­te der Ver­tei­di­ger den Ball der­art unglück­lich ab, dass er unhalt­bar für Ben Olschew­ski im lin­ken obe­ren Win­kel einschlug.

Alles klar gemacht in der 2. Halbzeit

War­um der SV Donaus­tauf als Titel­aspi­rant gilt, zeig­te die Mann­schaft in der zwei­ten Halb­zeit. Die Offen­si­ve um den ehe­ma­li­gen FCE-Stür­mer Lukas Dotz­ler zählt zu den bes­ten der Liga. So erspiel­te sich der SV trotz einer soli­den Bam­ber­ger-Deckung um Chris­to­pher Kett­ler, Mar­co Schmidt und Jonas Hart­wig immer wie­der Chan­cen. Die End­sta­ti­on hieß aber ein ums ande­re Mal Ben Olschew­ski, der bis auf eine klei­ne Unsi­cher­heit eine tadel­lo­se Par­tie ablieferte.

In der 75. Minu­te erlös­te Moritz Kau­be die Bam­ber­ger und die 330 Zuschaue­rIn­nen auf der Haupt­tri­bü­ne des Fuchs-Park-Sta­di­ons. Nach star­ker Ein­zel­leis­tung des zuvor ein­ge­wech­sel­ten Phil­ipp Hack bekam Kau­be auf der lin­ken Sei­te den Ball in den Lauf gespielt. Kau­be zog aufs Tor und tun­nel­te schlitz­oh­rig SV-Schluss­mann Jura­si zum erlö­sen­den und viel­um­ju­bel­ten 3:1.

Danach war der Wil­le der Gäs­te vom SV Donaus­tauf sozu­sa­gen gebro­chen. Der FCE hät­te das Ergeb­nis sogar noch etwas höher gestal­ten kön­nen. Am Ende sicher­ten sich die Dom­rei­ter ver­dient die drei Zäh­ler und lie­ßen sich vor der Tri­bü­ne von ihren Fans fei­ern. Als Tabel­len­ers­ter und mit drei Punk­ten Vor­sprung gehen die Bam­ber­ger nun ins Top­spiel am nächs­ten Sams­tag gegen den Zwei­ten und Meis­ter­schafts­fa­vo­ri­ten SC Eltersdorf.

Stim­me nach dem Spiel

FCE-Trai­ner Jan Gern­lein zeig­te sich hoch­zu­frie­den mit der Leis­tung sei­ner Mann­schaft. „Wir haben gegen einen sehr guten Geg­ner gespielt. Auch in die­sem Spiel ist wie­der auf­ge­fal­len, wel­che Qua­li­tät Donaus­tauf vor allem in der Offen­si­ve besitzt. Wir hat­ten das aller­dings bis zur zwei­ten Halb­zeit gut im Griff und haben erst dann ein paar Chan­cen zuge­las­sen, die Ben über­ra­gend gehal­ten hat. Die frü­he Füh­rung hat uns sicher gehol­fen. Ich habe mich vor allem für David gefreut, weil er schon in der Woche zuvor gegen Cham ein Super­spiel abge­lie­fert, aber kein Tor
gemacht hat­te. Dafür hat es am Sams­tag zwei­mal geklappt. Das 3:1 fielt dann im rich­ti­gen Moment. Ich den­ke, wir sind der ver­dien­te Sie­ger. Her­vor­he­ben möch­te ich noch unse­re Defen­si­ve. Die Jungs haben das abso­lut gut gemacht. Aber ins­ge­samt ist die­se Mann­schaft eine Ein­heit, das ist schon sensationell.“

Zurück an der Tabellenspitze

FC Ein­tracht Bam­berg besiegt ASV Cham

Am 10. Sep­tem­ber hat der FC Ein­tracht Bam­berg mit 5:2 sein Heim­spiel gegen den ASV Cham gewon­nen. Mit dem Sieg konn­ten die Bam­ber­ger die Tabel­len­spit­ze in der Bay­ern­li­ga Nord zurück­er­obern. Schön anzu­schau­en war das Spiel aller­dings nur in der zwei­ten Hälf­te des Spiels.

„Ich war in der Halb­zeit schon ganz schön ange­fres­sen!“ Mit sei­ner Mei­nung war der Coach des FC Ein­tracht Bam­berg, Jan Gern­lein, nach dem Spiel gegen den ASV Cham nicht allei­ne unter den 336 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern, wie der Ver­ein am 11. Sep­tem­ber mitteilte.

Gern­leins Team war zwar in der 23. Spiel­mi­nu­te durch Moritz Kau­be in Füh­rung gegan­gen. Danach ver­säum­te es die Mann­schaft aber, den Vor­sprung gegen einen eher harm­lo­sen Geg­ner wei­ter aus­zu­bau­en. Zu vie­le Chan­cen lie­ßen der FC lie­gen und mach­te die Gäs­te aus der Ober­pfalz zuse­hends stärker.

Und so kam es, wie es kom­men muss­te: In der 43. Minu­te konn­ten die Haus­her­ren nach einem Eck­ball noch zwei­mal klä­ren, ehe Chams Leon Rei­sin­ger im drit­ten Nach­set­zen den Aus­gleich erziel­te. Zwei Minu­ten spä­ter erhöh­te der ASV Cham sogar auf 2:1 als die Bam­ber­ger Hin­ter­mann­schaft unab­ge­stimmt agier­te und Ilha­mi Medi­ne­li Rei­sin­ger den Ball sogar noch selbst in den Lauf legte.

Über­le­gen zu Ende gespielt

Was immer Jan Gern­lein jedoch dann sei­nen Spie­lern in der Pau­se mit­ge­ge­ben haben mag – es wirk­te in Hälf­te zwei. Viel­leicht erin­ner­te er sie an das Unent­schie­den im letz­ten Spiel, das die Mann­schaft trotz anfäng­li­cher 2:0‑Führung hat­te hin­neh­men müs­sen. Auf jeden Fall war noch kei­ne vol­le Minu­te war gespielt, ehe Björn Schön­wies­ner nach Vor­ar­beit von Tobi­as Linz zur Stel­le war und mit sei­nem sieb­ten Sai­son­tref­fer den Aus­gleich markierte.

Der ASV Cham fand nun kaum noch statt. So konn­te die jun­ge Bam­ber­ger Mann­schaft mit viel Selbst­ver­trau­en auf­spie­len und sich zahl­rei­che Tor­chan­cen erar­bei­te­ten. Eine davon nutz­te Moritz Kau­be zu sei­nem zwei­ten Tref­fen an die­sem Nach­mit­tag und brach­te Bam­berg erneut in Führung.

Zwar ver­such­ten die Gäs­te nun ihrer­seits mehr für das Spiel zu tun, um aus­zu­glei­chen, die Bam­ber­ger spiel­ten das Spiel aber über­le­gen zu Ende. Die Kon­se­quenz waren die Tref­fer vier und fünf, erzielt durch die zuvor jeweils ein­ge­wech­sel­ten Tim Stras­ser und Johan­nes Geb­hart. Stras­ser zir­kel­te nach einer star­ken Ein­zel­leis­tung den Ball in den Tor­win­kel und leg­te nur weni­ge Minu­ten spä­ter nach einem star­ken Zwei­kampf sei­nen Sturm­kol­le­gen Geb­hart den Ball mus­ter­gül­tig auf.

„Mit den Ein­wechs­lun­gen haben wir noch ein­mal fri­schen Wind gebracht“, sag­te FCE-Coach Jan Gern­lein nach dem Spiel in bes­se­rer Lau­ne als zur Halb­zeit. „Ich den­ke, dass ist eine unse­rer gro­ßen Stär­ken in die­sem Jahr. Wir haben im gesam­ten Kader viel Qua­li­tät und kön­nen ohne Bruch wechseln.“

Nach 2:0 Vorsprung

Ein­tracht Bam­berg ver­schenkt Sieg gegen SpVgg Weiden

„Am Ende müs­sen wir ergeb­nis­ori­en­tier­ter sein und nicht ver­su­chen, noch schö­nen Fuß­ball zu spie­len.“ So zitiert eine Mit­tei­lung des Ver­eins Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Spiel des FC Ein­tracht Bam­berg gegen die SpVgg SV Wei­den aus der Ober­pfalz. Was war passiert?

Die ers­te Halb­zeit lang beherrsch­te der FC Ein­tracht Bam­berg die Haus­her­ren der SpVgg SV Wei­den fast nach Belie­ben. Vor einer Kulis­se von mehr 1.200 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern folg­ten die Bam­ber­ger Dom­rei­ter den Match­plan des Trai­ner­teams und lie­ßen Ball und Geg­ner laufen.

Bereits nach fünf Minu­ten belohn­te sich die Mann­schaft dafür und Björn Schön­wies­ner erziel­te aus 18 Metern die 1:0 Füh­rung. Viel kann man den Bam­ber­gern in der Fol­ge­zeit nicht vor­wer­fen – außer dass sie kei­ne wei­te­ren Tref­fer nachlegten.

So fiel erst nach dem Sei­ten­wech­sel das 2:0. Wie­der war es Björn Schön­wies­ner. Nach einem Pfos­ten­schuss von Luca Lje­v­sic reagier­te der Stür­mer am schnells­ten und drück­te den Ball aus fünf Metern über die Linie.

Die­se Füh­rung hät­ten die Bam­ber­ger wahr­schein­lich bis zum Schluss ver­tei­digt. Dann schlug aber das Ver­let­zungs­pech zu. Außer­dem begann die Mann­schaft, wie vom Trai­ner kri­ti­siert, nicht ergeb­nis­ori­en­tiert genug zu spie­len. So muss­te Bam­bergs Innen­ver­tei­di­ger Felix Popp in der 55. Minu­te ver­letzt vom Feld. Und damit kam ein Bruch ins Bam­ber­ger Spiel. Die Defen­siv­ak­tio­nen wur­den hek­ti­scher und unrunder.

Das nutz­te die SpVgg Wei­den, die, ange­peitscht von der Kulis­se ihres Publi­kums, auf­dreh­te und sich vie­le Chan­cen erspiel­te. Am Ende nahm Ste­fan Püh­ler den Bam­ber­gern den sicher geglaub­ten Sieg aus der Hand. Zwei Tref­fer in der 64. und in der 86. Minu­te des erst kurz vor­her ein­ge­wech­sel­ten 16-Jäh­ri­gen besie­gel­ten das Unentschieden.

„Das ist schon bit­ter, kei­ne Fra­ge“, sag­te Jan Gern­lein zum spä­ten Aus­gleich. „Auf der ande­ren Sei­te: Wir sind nun neun Spie­le in Fol­ge unge­schla­gen und freu­en uns auf drei Heim­spie­le in Fol­ge. Nächs­ten Sams­tag gegen Cham wer­den die Kar­ten neu gemischt.“

Nach heu­ti­ger Regens­bur­ger Niederlage

FC Ein­tracht Bam­berg über­nimmt Tabellenführung

Mit dem gest­ri­gen 2:1‑Sieg beim TSV Aub­stadt über­nimmt der FC Ein­tracht Bam­berg nach dem 6. Spiel­tag die Tabel­len­füh­rung in der Bay­ern­li­ga Nord. Er pro­fi­tiert dabei von der gest­ri­gen Nie­der­la­ge von Donaus­tauf gegen den SC Elters­dorf ges­tern und der heu­ti­gen Nie­der­la­ge der Regens­bur­ger in Ammerthal.

„Wir haben es am Ende mehr gewollt!“ bilan­zier­te Bam­bergs Übungs­lei­ter Jan Gern­lein die Par­tie der „Dom­rei­ter“ gegen den TSV Abts­wind. Und die­ser Wil­le war auch not­wen­dig, denn die ers­ten 45 Minu­ten gin­gen klar an die Haus­her­ren aus Abts­wind. Der FC Ein­tracht leis­te­te sich unge­wohnt vie­le Feh­ler im Spiel­auf­bau und ließ sich auch durch das star­ke Pres­sing der Unter­fran­ken immer wie­der zu unnö­ti­gen Ball­ver­lus­ten ver­lei­ten. „Hier waren wir ein­fach nicht wach und konn­ten unser geplan­tes Spiel aus dem Defen­siv­ver­bund her­aus nicht so umset­zen wie wir das geplant hat­ten.“ Bes­ser mach­ten es der TSV Abts­wind, der immer wie­der mit Tem­po in die Bam­ber­ger Hälf­te spiel­te und sich die eine oder ande­re Chan­ce erar­bei­te­te. Eine davon nutz­te Nic­las Staudt in der 28. Minu­te zum ver­dien­ten 1:0‑Führungstreffer für sei­ne Far­ben. Ein Zuspiel fast von der Grund­li­nie konn­te er aus kür­zes­ter Distanz nut­zen und einnetzen.

„Nun freu­en wir uns auf ein tol­les Top-Spiel am Samstag“

Mit die­sem Stand ging es dann auch in die Pau­se, aus der die Bam­ber­ger dann wie ver­wan­delt zurück­ka­men. Wesent­lich grif­fi­ger gin­gen die „Dom­rei­ter“ nun ins Spiel, kamen in die Zwei­kämp­fe und gewan­nen die­se auch zumeist und zogen ihr gewohn­tes Kom­bi­na­ti­ons­spiel auf dem engen Geläuf in Abts­wind auf. Das Spiel fand nun vor­wie­gend in der Hälf­te der Haus­her­ren statt, deut­lich war den Bam­ber­gern der Wil­le anzu­mer­ken, das Spiel noch zu dre­hen, was ihnen auch kur­ze Zeit spä­ter gelang. Nach einer Frei­stoß­flan­ke von Phil­ipp Hack aus dem Halb­feld grätsch­te Felix Popp ener­gisch in den Ball und bug­sier­te die­sen über die Tor­li­nie. Die Erleich­te­rung der Spie­ler und Fans war spür­bar. Aller­dings woll­ten sich die Bam­ber­ger mit der Punk­te­tei­lung nicht zufrie­den geben. Angriff um Angriff wur­de nun auf das Abts­win­der Tor vor­ge­tra­gen, das von der Heim­elf wacker ver­tei­digt wur­de. Ehe es in der 87. Minu­te dann Johan­nes Geb­hart war, der die „Dom­rei­ter“ erlös­te. Eine Flan­ke Rich­tung Fünf­me­ter­raum nahm er gekonnt mit, setz­te sich ener­gisch gegen zwei Ver­tei­di­ger durch und drück­te den Ball mit letz­tem Ein­satz über die Linie. Über­schäu­men­der Jubel auf der einen Sei­te, Nie­der­ge­schla­gen­heit auf der ande­ren. Und so blieb es auch bis zum Schluss­pfiff, die Bemü­hun­gen der Abts­win­der, das Spiel noch ein­mal zu dre­hen, ver­lie­fen im Sand.

„Das war heu­te vor allem in den ers­ten 45 Minu­ten kein gutes Spiel von uns“, fass­te Jan Gern­lein die Par­tie zusam­men. „Abts­wind ist eine sehr kom­pak­te Mann­schaft, die uns gut zuge­stellt hat und den engen Platz geschickt aus­ge­nutzt hat. Umso mehr freut mich der Wil­le der Jungs, die nach dem Sei­ten­wech­sel alles in die­se Par­tie gelegt haben. Nun freu­en wir uns auf ein tol­les Top-Spiel am Sams­tag im Fuchs-Park-Sta­di­on gegen den SC Feucht!“ Der FC Ein­tracht mit der neu gewon­ne­nen Tabel­len­füh­rung im Rücken trifft auf den Viertplatzierten.

Neu­zu­gang FC Ein­tracht Bamberg

Björn Schön­wies­ner kommt aus Aubstadt

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat einen Neu­zu­gang für die Offen­si­ve ver­pflich­tet. Vom Regio­nal­li­gis­ten TSV Aub­stadt wech­selt Björn Schön­wies­ner nach Bam­berg, wo der 29-jäh­ri­ge Stür­mer bereits seit län­ge­rem wohnt.

Der 1,85 Meter gro­ße Links­fuß Björn Schön­wies­ner wur­de beim TSV Groß­bar­dorf aus­ge­bil­det und hat für die Rhön-Grab­fel­der mehr als 250 Bay­ern­li­ga­spie­le absol­viert. Vor einem Jahr wech­sel­te Schön­wies­ner nach Aub­stadt in die Regio­nal­li­ga, wo er auf 21 Ein­sät­ze kam und drei Tore erziel­te. Ab der kom­men­den Sai­son wird er für den FC Ein­tracht Bam­berg spie­len, wie der Ver­ein mitteilte.

FC Ein­tracht-Coach Jan Gern­lein freut sich, vor allem über die Erfah­rung, die Björn Schön­wies­ner in das jun­ge Team der Dom­rei­ter mit­bringt. „Björn ist ein sehr fle­xi­bler Offen­siv­spie­ler, der ver­schie­de­ne Posi­tio­nen abde­cken kann. Er kennt die Bay­ern­li­ga aus dem Eff-Eff und bringt dazu auch noch Regio­nal­li­ga-Erfah­rung mit, die er in einer sehr guten Mann­schaft gesam­melt hat. Da bekom­men wir schon gute Qua­li­tät. Außer­dem passt Björn auch mensch­lich per­fekt zu uns. Die Ver­pflich­tung ist ein­fach ein inter­es­san­tes Gesamtpaket.“

Auch FCE-Fuß­ball­ab­tei­lungs­lei­ter Sascha Dorsch hält die Ver­pflich­tung für einen Glücks­griff.
„Nach dem Weg­gang von Lukas Schmitt­sch­mitt ist Björn genau der erfah­re­ne und rou­ti­nier­te Spie­ler, den wir suchen. Er kann gera­de unse­ren jün­ge­ren Spie­lern in der Offen­si­ve Halt geben. Außer­dem ver­voll­stän­digt er die Ach­se zu Kett­ler und Reisch­mann. Wir freu­en uns sehr, einen neu­en Team­lea­der zu bekommen.“

Björn Schön­wies­ner selbst ist glück­lich, dass der Trans­fer in sei­ne Wahl­hei­mat geklappt hat. „Ich will mei­ne gan­ze Erfah­rung ein­brin­gen und dem jun­gen Team hel­fen, wie­der eine gute Rol­le in der Bay­ern­li­ga zu spielen.“

Mit­tel­fris­tig kön­ne sich der Neu­zu­gang auch vor­stel­len, in ande­rer Posi­ti­on im Ver­ein tätig zu sein und die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Klubs voranzutreiben.

Sai­son­ab­schluss

Ein­tracht Bam­berg zum Der­by bei der DJK

Am 34. und letz­ten Spiel­tag der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord kommt es heu­te um 14 Uhr zum Der­by zwi­schen der DJK Don Bosco Bam­berg und dem FC Ein­tracht Bamberg.

Vor drei Wochen war es noch ein span­nen­der Vier­kampf um die Meis­ter­schaft und den zur Rele­ga­ti­on berech­tig­ten Tabel­len­platz 2. Aus die­sem Vier­kampf ist mitt­ler­wei­le ein Zwei­kampf gewor­den. Die DJK Vil­z­ing und die SpVgg Ans­bach füh­ren vor dem letz­ten Spiel­tag punkt­gleich die Tabel­le an und machen die Meis­ter­schaft am Sams­tag unter sich aus. Neben dem ATSV Erlan­gen hat sich auch der FC Ein­tracht Bam­berg schon aus dem Titel­ren­nen ver­ab­schie­den müs­sen. Von daher geht es im Der­by gegen Don Bosco in Wil­den­sorg nicht mehr um all­zu viel. Außer ums Prestige. 

Nach der 1:3‑Heimniederlage gegen den SC Feucht am letz­ten Wochen­en­de möch­te der FC bei der DJK unbe­dingt eine wei­te­re Nie­der­la­ge ver­mei­den. Die Gast­ge­ber der DJK wer­den sich für die Hin­spiel­nie­der­la­ge revan­chie­ren wol­len. Vor fast 2.000 Zuschau­ern gab es am 22. Okto­ber letz­ten Jah­res ein span­nen­des und umkämpf­tes Stadt­du­ell. Dabei dreh­te der FC Ein­tracht Bam­berg vor eige­nem Publi­kum das Spiel. Nach einem 0:1‑Rückstand sieg­ten die Dom­rei­ter mit 3:1. Von daher dür­fen sich die Zuschau­er durch­aus auf ein inter­es­san­tes Spiel freuen. 

In die­ses geht der FC Ein­tracht Bam­berg mit 68 Punk­ten als Tabel­len­vier­ter und wird auf die­sem Rang die Sai­son been­den, unab­hän­gig davon, wie das Der­by aus­geht. Die DJK Don Bosco Bam­berg, die in die­ser Spiel­zeit die erfolg­reichs­te in ihrer Bay­ern­li­ga­zu­ge­hö­rig­keit spielt, ran­giert mit 53 Punk­ten auf Tabel­len­platz sechs. Ob die Wil­den­sor­ger nach dem Spiel Sechs­ter blei­ben, ist vom Aus­gang des Der­bys und ande­ren Ergeb­nis­sen abhängig.

Ein­tracht-Trai­ner Juli­an Kol­beck sag­te vor dem Spiel: „Sai­son­ab­schluss und dann noch das Stadt­der­by. Das ist geni­al zum Ende einer sehr guten Sai­son mei­ner Mann­schaft. Her­aus­ra­gend wird die Run­de natür­lich mit einem Sieg, wel­chen wir mit aller Macht holen wol­len. Die DJK ist in einer sehr guten Ver­fas­sung, sie spielt einen guten Ball und ist mutig in ihrer Spiel­an­la­ge. Wir wol­len unse­re FCE- DNA an den Tag legen und mit viel Lei­den­schaft und Hin­ga­be auf­tre­ten. Wir freu­en uns auf ein abso­lu­tes High­light zum Abschluss, auf vie­le Fans und Zuschaue­rin­nen und Zuschauer.”

Nach dem Der­by ver­ab­schie­det sich der FC Ein­tracht Bam­berg in die Som­mer­pau­se. Die Bay­ern­li­ga­sai­son 2022/​/​2023 beginnt aller Vor­aus­sicht nach Mit­te Juli.

Letz­tes Heim­spiel der Saison

SC Feucht bei FC Ein­tracht Bam­berg zu Gast

Im letz­ten Heim­spiel der Sai­son in der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord erwar­tet der FC Ein­tracht Bam­berg heu­te um 14 Uhr den SC Feucht. Sport­lich geht es nicht mehr um viel. Die Mann­schaft möch­te die Fans aber trotz­dem mit einem Sieg in die Som­mer­pau­se verabschieden.

Nach der 2:3 Heim­nie­der­la­ge vor einer Woche gegen den ASV Neu­markt und dem Sieg des Tabel­len­zwei­ten SpVgg Ans­bach hat sich der FC Ein­tracht Bam­ber­ger aus dem Titel­ren­nen und dem Kampf um einen Rele­ga­ti­ons­platz ver­ab­schie­det. Vor dem Spiel gegen den SC Feucht steht Bam­berg mit 68 Punk­ten auf Tabel­len­platz vier und kann die SpVgg Ans­bach in den letz­ten zwei Spie­len nicht mehr überholen.

Sicher ist jedoch, dass die Dom­rei­ter auf­grund des Vor­sprungs zum Fünf­ten die Sai­son min­des­tens als Vier­ter been­den wer­den. Einer­seits sieht die die jun­ge Mann­schaft Rang Vier als gro­ßen Erfolg, ande­rer­seits jedoch auch als eine Ent­täu­schung. Schließ­lich hat­te sie vor nicht all­zu lan­ger Zeit noch die bes­te Aus­gangs­po­si­ti­on aller auf den ers­ten vier Tabel­len­plät­zen ste­hen­den Vereine.

Jetzt, da die Ent­schei­dung um Platz eins und zwei ohne die Bam­ber­ger fal­len wird, kann die Ein­tracht befreit in das Heim­spiel gegen den SC Feucht gehen. Die Mit­tel­fran­ken haben eben­falls zuletzt ver­lo­ren. Am Diens­tag­abend unter­la­gen sie dem TSV Abts­wind mit 1:2. Gra­vie­rend hat sich jedoch die­se Nie­der­la­ge für Feucht in der Tabel­le nicht aus­ge­wirkt. Schon längst ist der Klas­sen­er­halt näm­lich gesi­chert. Denn die Mann­schaft steht mit 47 Punk­ten auf dem zehn­ten Tabel­len­platz. Auch die Mit­tel­fran­ken kön­nen somit ganz locker im Bam­ber­ger Sta­di­on antreten.

Stim­men vor dem Spiel gegen den SC Feucht

Bam­bergs Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß sag­te vor dem Spiel: „Ich gebe zu, es ist schon etwas bit­ter, das The­ma Regio­nal­li­ga für die nächs­te Sai­son zu den Akten legen zu müs­sen, gera­de wenn man so lan­ge an der Tabel­len­spit­ze stand wie wir. Aber der Auf­tritt vor einer Woche gegen den ASV Neu­markt hat gezeigt, dass die phy­si­schen und psy­chi­schen Kräf­te unse­rer jun­gen Mann­schaft deut­lich nach­las­sen. Die Wochen nach der Win­ter­pau­se haben gezehrt. Immer wie­der muss­ten wir auf­grund von Krank­hei­ten und Ver­let­zun­gen auf Jugend­spie­ler und sogar auf den 41-jäh­ri­gen Peter Heyer zurück­grei­fen, um einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Kader zusam­men­zu­be­kom­men. Auch unser Trai­ner Juli­an Kol­beck hat gleich mehr­fach sei­ne Fuß­ball­schu­he geschnürt, mit­ge­spielt – und dabei sogar zwei Tore erzielt. Zum Abschluss aber will sich die Mann­schaft noch mög­lichst mit zwei Sie­gen bei den Fans bedan­ken: Am Sams­tag gegen den SC Feucht – und vor allem am nächs­ten Sams­tag bei der DJK Don Bosco. Dom­rei­ter Der­by­sie­ger. Hat­ten wir schon mal im Okto­ber 2021, hört sich im Mai 2022 aber genau­so gut an.”

Trai­ner Juli­an Kol­beck kom­men­tier­te die Lage vor dem Spiel gegen den SC Feucht so: „Die Nie­der­la­ge gegen Neu­markt war schmerz­haft, aber auch ver­meid­bar. Am Ende war ersicht­lich, wel­che Moral die Mann­schaft mal wie­der hat. Lei­der ist durch die Nie­der­la­ge auch rech­ne­risch der Auf­stieg in die Regio­nal­li­ga nicht mehr mög­lich. Den­noch ein rie­sen Kom­pli­ment an die Mann­schaft und den Staff. Auf die bis­he­ri­ge Sai­son kön­nen wir rich­tig stolz sein. Wel­che Lei­den­schaft, welch Enga­ge­ment und Herz Tag für Tag gezeigt wur­de, ist schon bewun­derns­wert. Nun heißt es, die letz­ten zwei Spie­le erfolg­reich zu gestal­ten. Den Anfang macht am Sams­tag der star­ke Auf­stei­ger vom SC Feucht. Spie­le­risch hat Feucht eine super Spiel­an­la­ge, gespickt mit guten Ein­zel­spie­lern. Den­noch wol­len wir dem Spiel unse­ren Stem­pel auf­drü­cken und die Fans und Unter­stüt­zer des FC beim letz­ten Heim­spiel mit einem Sieg in die Som­mer­pau­se ver­ab­schie­den. Wir freu­en uns auf zahl­rei­che Zuschau­en­de, das haben sich die Jungs im letz­ten Heim­spiel für eine tol­le Sai­son verdient.”

„Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müssen“

FC Ein­tracht Bam­berg gegen ASV Neumarkt

Am dritt­letz­ten Spiel­tag der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord ist der FC Ein­tracht Bam­berg am mor­gi­gen Sams­tag Gast­ge­ber für den ASV Neu­markt. Gro­ßen Hoff­nun­gen auf den Auf­stieg gibt man sich unter­des­sen nicht mehr hin.

Die Aus­gangs­la­ge vor dem Spiel gegen den ASV Neu­markt könn­te bes­ser sein. Denn in sei­nem vor­letz­ten Aus­wärts­spiel der Sai­son hat es auch den FC Ein­tracht Bam­berg erwischt. In einem Nach­hol­spiel unter­la­gen die Dom­rei­ter am Diens­tag­abend beim ATSV Erlan­gen mit 2:3 und gin­gen zum ers­ten Mal in die­ser Spiel­zeit aus­wärts als Ver­lie­rer vom Platz. Beson­ders bit­ter ist die Nie­der­la­ge aus zwei Grün­den. Zum einen gaben die Ober­fran­ken eine 2:0‑Pausenführung aus der Hand. Zum ande­ren sicher­ten sich die Erlan­ger nach dem 1:0‑Hinspielsieg den direk­ten Vergleich.

In der Tabel­le ran­gie­ren die Dom­rei­ter jetzt mit 68 Punk­ten auf Tabel­len­platz vier. Der Rück­stand zu Tabel­len­füh­rer DJK Vil­z­ing drei Spiel­ta­ge vor Sai­son­ende beläuft sich auf vier Punk­te. Zudem haben die Vil­z­in­ger den direk­ten Ver­gleich gegen die Bam­ber­ger gewonnen.

Für die Ein­tracht geht es jetzt allen­falls nur noch um Platz zwei. Die­ser berech­tigt zur Rele­ga­ti­ons­run­de der Regio­nal­li­ga Bay­ern. Auf­grund der Jäger­rol­le darf es jetzt jedoch kei­ne Aus­rut­scher mehr geben. Hin­zu kommt, dass Bam­berg auf Pat­zer der Kon­kur­renz hof­fen muss.

Kon­kur­ren­ten sind die SpVgg Ans­bach als Zwei­ter mit 72 Punk­ten – der FCE ist im direk­ten Ver­gleich bes­ser – und der Drit­te ATSV Erlan­gen mit 69 Zäh­lern. Die Auf­ga­be gegen den ASV Neu­markt wird nicht ein­fach wer­den. Zwar konn­te Bam­berg das Hin­spiel am 9. Okto­ber letz­ten Jah­res mit 4:2 gewin­nen, die Neu­mark­ter spie­len bis­her aber eine star­ke Sai­son und bele­gen mit 58 Punk­ten Rang fünf.

In Bam­berg kann der ASV Neu­markt daher locker und befreit auf­spie­len. Außer­dem kom­men die Ober­pfäl­zer mit einer klei­nen Serie in die Dom­stadt. Die letz­ten drei Begeg­nun­gen gewan­nen sie, zwei davon aus­wärts. Die Bam­ber­ger soll­ten also gewarnt sein.

Stim­men vor dem Spiel

Ein­trachts Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß sag­te am Don­ners­tag: „Es hat schon ein wenig weh­ge­tan am Diens­tag­abend, als wir inner­halb von 25 Minu­ten alles ver­spielt haben, was wir uns zuvor in knapp 65 Minu­ten beim ATSV Erlan­gen erar­bei­tet hat­ten. Den­noch haben wir nicht den gerings­ten Grund zum Jam­mern. Im Gegen­teil: Was die­se jun­ge Mann­schaft mit einem Schnitt von nicht ein­mal 24 Jah­ren in die­ser Sai­son geleis­tet hat, war schlicht­weg gigan­tisch. Dass ihr jetzt im Schluss­spurt etwas die Luft aus­ge­gan­gen ist, hat Gründe.

Ich bin ein­fach nur stolz auf unse­re jun­gen Dom­rei­ter. Und alle unse­re Fans kön­nen das auch sein. Damit wir doch noch in die Regio­nal­li­ga auf­stei­gen könn­ten, müss­ten gleich drei Teams in den letz­ten drei Spie­len pat­zen. Das ist unwahr­schein­lich. Und auch Platz zwei ist nach der Nie­der­la­ge in Erlan­gen in Fer­ne gerückt. Gegen den ASV Neu­markt, nächs­te Woche gegen den SC Feucht und nicht zuletzt beim Der­by-Fina­le in Wil­den­sorg wer­den die Dom­rei­ter noch mal alles geben, um im Fall der Fäl­le dabei zu sein, wenn es um die Ver­ga­be der bei­den ers­ten Plät­ze geht.“

Trai­ner Juli­an Kol­beck sieht die Aus­gangs­la­ge ähn­lich: „Es war eine ganz bit­te­re Nie­der­la­ge am Diens­tag in Erlan­gen, die wir erst­mal ver­dau­en müs­sen. Wenn du 2:0 zur Halb­zeit führst, willst du natür­lich was mit­neh­men. Aber es soll­te ein­fach nicht sein. Den Frust, der sich jetzt ange­sam­melt hat, wer­den wir uns am Sams­tag von der See­le schie­ßen. Mit Neu­markt erwar­tet uns ein schwe­rer Geg­ner, der frei auf­spie­len kann und auch wird. Wir wol­len unse­ren Fans und Unter­stüt­zern ein schö­nes Spiel lie­fern und noch­mal alles Mög­li­che ver­su­chen, wei­ter oben dran zu blei­ben, bis es rech­ne­risch nicht mehr geht. Wir haben und wer­den uns nie geschla­gen geben. Die Mann­schaft spielt eine über­ra­gen­de Sai­son und will das in den letz­ten Spie­len auch noch­mal zeigen.“

Und Mit­tel­feld­spie­ler Lukas Schmitt­sch­mitt füg­te an: „Mit einer bit­te­ren Nie­der­la­ge im Spit­zen­spiel gegen Erlan­gen sind wir alles ande­re als gut in die Woche gestar­tet. Den­noch heißt es, Mund abput­zen und nach vor­ne schau­en. Als nächs­ter Geg­ner steht der ASV Neu­markt vor der Tür. Wir wer­den wie­der zu unse­rer alten Stär­ke fin­den müs­sen, um die drei Punk­te in Bam­berg zu behalten.“

Vor­aus­sicht­li­ches FCE-Auf­ge­bot: Dell­er­mann, Olschew­ski– Hack, Heinz, Hel­mer, Kau­be, Kett­ler, Koll­mer, Lang, Linz, Lje­v­sic, Popp, Reck, Reisch­mann, Sapry­kin, Schmitt, Schmitt­sch­mitt, Stroh­mer, Valdez.

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