FC Eintracht Bamberg
Fuchs-Park-Stadion noch Wochen gesperrt
„Heimspiel“ in Dörfleins heißt es am kommenden Samstag erneut, wenn der FC Eintracht Bamberg im Hallstadter Stadtteil Dörfleins gegen den ASV Neumarkt antritt. Der teilweise miserable Zustand des eigenen Platzes im Fuchs-Park-Stadion machte die Verlegung nötig.
In der Tabelle der Bayernliga Nord steht der FC Eintracht Bamberg als Tabellenführer gut da. Im letzten Spiel der Hinrunde kann sich die Mannschaft mit einem Sieg beim ASV Neumarkt am Samstag die Herbstmeisterschaft sichern. Aber obwohl die Partie als Heimspiel der Bamberger angesetzt ist, kann sie nicht im Fuchs-Park-Stadion ausgetragen werden. Der Rasen im Stadion ist in zu schlechtem Zustand. So musste das Spiel nach Dörfleins verlegt werden und findet nun auf dem Platz des dortigen SV statt.
„Natürlich freuen wir uns über die Gastfreundschaft und den Einsatz des SV Dörfleins, herzlichen Dank“, sagte Kommunikationsleiter Sascha Dorsch. In die Freude über die Möglichkeit in Dörfleins zu spielen, mische sich aber auch Wehmut. „Wir würden lieber in unserem Wohnzimmer, dem Fuchs-Park-Stadion, spielen.“
Dass dies aber derzeit nicht möglich und der Platz in schlechtem Zustand ist, liegt an der Deutschen Quidditch-Meisterschaft. Vor knapp vier Wochen trugen 19 Teams aus ganz Deutschland das Turnier im FC-Stadion aus und hinterließen vor allem an zwei Stellen massive Rasenschäden.
Die Bamberger Service Betriebe, zuständig unter anderem für die Instandhaltung Bamberger Rasenspielfelder, seien seitdem daran, die Schäden auszubessern. Aber: „Ich kann zum genauen Stand der Arbeiten derzeit nur wenig sagen. Wir können unsere Ansprechpartner bei den BSB krankheitsbedingt nicht erreichen“, sagte Sascha Dorsch. „Wir haben aber die Mitteilung erhalten, dass wir mit einer weiteren vierwöchigen Sperre rechnen müssen.“ Unsicher sei auch, ob die Eintracht in diesem Jahr im Fuchs-Park-Stadion überhaupt wieder spielen kann. Auch das würde sich erst in den nächsten Tagen entscheiden.
Ein Hauch von Harry Potter im Fuchs-Park-Stadion
Deutsche Quidditch-Meisterschaft in Bamberg
Wer Harry Potter kennt, kennt Quidditch. Und wer diesen Sport noch nicht kennt, kann ihn am ersten Oktoberwochenende kennenlernen. Dann findet im Bamberger Fuchs-Park-Stadion die Deutsche Quidditch-Meisterschaft statt.
Quidditch ist eine Sportart, die aus den Harry-Potter-Romanen beziehungsweise ‑Filmen stammt. Vereinfacht ausgedrückt ist sie eine Mischung aus Handball, Rugby und Völkerball bei der es darum geht, einen Ball durch die Ringe der gegnerischen Mannschaft zu werfen, ohne dabei selbst abgeworfen zu werden. Erschwerend kommt hinzu, dass jede Spielerin und jeder Spieler, die Teams sind gemischtgeschlechtlich, ein Plastikrohr zwischen den Oberschenkeln führen muss. In der fiktiven Vorlage handelt es sich dabei um flugfähige Besen.
Von den USA ausgehend wird Quidditch seit 2007 auch außerhalb des Harry-Potter-Universums gespielt. Heute ist die Sportart über die ganze Welt verbreitet – inklusive internationaler und nationaler Turniere. Ein solches ist die Deutsche Quidditch-Meisterschaft, die am 1. und 2. Oktober im Fuchs-Park-Stadion stattfindet.
Quidditch-Zentrum Bamberg
Turnierbeginn ist am Samstagmorgen um 8:30 Uhr, das Endspiel findet am Sonntag um 16:30 Uhr statt. Insgesamt 19 Teams aus ganz Deutschland nehmen teil. „Nach der Quidditch-EM 2019 dürfen wir in Bamberg nun auch noch die Deutsche Quidditch-Meisterschaft ausrichten“, zitiert eine Mitteilung Johannes Winter, Leiter der Quidditch-Abteilung des FC Eintracht Bamberg.
Wochen und Monate der Planung würden im Turnier stecken, vor allem die Unterbringung der SportlerInnen bereitete Kopfzerbrechen. „Wir erwarten ungefähr 600 Aktive aus ganz Deutschland und gut 200 Begleiter. Da Quidditch ein vor allem studentisch geprägter Sport ist, waren preisgünstige Quartiere ganz oben auf der Wunschliste der Mannschaften. Leider konnte uns die Stadt Bamberg hier nicht mit entsprechenden Plätzen in den kommunalen Hallen unterstützen.“
Umso erfreulicher sei es, dass ein Teil der Teilnehmenden in der Turnhalle der Bamberger Lebenshilfe Quartier gefunden habe, während ein anderer Teil auf dem Zeltplatz in Teuchatz unterkommt. „Das ist aber für die Mannschaften in Ordnung. Im Quidditch wird zwar auf dem Platz hart gefochten, außerhalb des Platzes aber sehr viel Wert auf ein gutes Miteinander gelegt.“
Gerade bei hochklassigen Teams, wie sie bei der Quidditch-Meisterschaft antreten, sei eine gute physische Ausbildung tatsächlich vorteilhaft. „Da wird es sicherlich zum einen oder anderen kampfbetonten Spiel kommen,“ sagt Winter.
In Bamberg selbst wird seit mehr als fünf Jahren Quidditch im Verein gespielt und die Jugendabteilung des FC Eintracht gehört zu den größten Abteilungen in Deutschland.
Domreiter verteidigen Tabellenführung
Spitzenspiel: FC Eintracht Bamberg besiegt SC Eltersdorf
Im Spitzenspiel der Bayernliga Nord hat der FC Eintracht Bamberg den Tabellendritten SC Eltersdorf besiegt. Vor heimischem Publikum gewannen die Bamberger am 24. September mit 2:0.
Es ist lange her, dass „Oh, wie ist das schön“-Gesänge durch das Bamberger Fuchs-Park-Stadion hallten. Verdient hatte sich die Mannschaft von Trainer Jan Gernlein im ausverkauften Bamberger Stadion diese Ovationen aber allemal. Nach dem souveränen 3:1 gegen Donaustauf haben die Bamberger nun auch den Ex-Regionalligisten SC Eltersdorf 2:0 geschlagen. Damit hat der FCE seine Tabellenführung vor DJK Gebenbach auf fünf Punkte ausgebaut.
Dabei gab es kein langes Abtasten im Fuchs-Park-Stadion, sondern, vor allem in den ersten 10 Minuten, wenig Spielkontrolle auf beiden Seiten. Langsam aber erspielte sich der FCE ein Übergewicht und deutete seine Gefährlichkeit im schnellen Umschaltspiel an.
In der 32. Minute war es dann so weit. Philipp Hack zog nach Doppelpass mit Tobias Linz nach innen, legte sich den Ball vor und schoss ihn aus 18 Meter genau ins obere Toreck. Der Jubel über Treffer war noch nicht ganz verklungen, als der 19-jährge Pettstadter bereits nachlegte.
Diesmal war es Marco Schmitt, der einen Ballgewinn in der eigenen Hälfte blitzschnell in einen Traumpass auf Philipp Hack umwandelte. Der SC Eltersdorf bekam keinen Zugriff mehr und Hack netzte allein vor Eltersdorf Torwart Akbakla zum 2:0 ein.
Starke Bamberger Vorstellung bis zum Abpfiff
Nach dem Seitenwechsel fiel fast das 3:0. Der formstarke David Lang lief auf das SCE-Gehäuse zu und ehe ihn sein Gegenspieler bedrängte und von den Beinen holte. Schiedsrichter Elias Tiedeken, in Summe ein sehr guter Leiter, entschied aber auf Weiterspielen.
In der Folgezeit beruhigte sich das Spiel und der SC Eltersdorf hatte mehr Spielanteil. Wirklich zwingende Chancen konnten sich die Mittelfranken aber kaum erspielen. Es waren vielmehr die Bamberger, die durch die eingewechselten Offensivspieler Timm Strasser und Luis Schneider die Chancen hatten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
So blieb es bis zum Abpfiff bei einer starken Vorstellung der Heimmannschaft, die nun entspannt in das kommende spielfreie Wochenende gehen kann.
Zufrieden zeigte sich Bambergs Trainer Jan Gernlein nach dem Spiel. „Wir wussten um die individuelle Qualität von Eltersdorf und wollten diese so gut es geht eindämmen. Das ist uns sehr gut gelungen. Nach vorne haben wir dann mehrfach richtig gute Offensivaktionen setzen können, die letztendlich zu einem verdienten Sieg geführt haben. Das war heute bockstark von eins bis sechzehn. Da kann ich keinen einzelnen Spieler herausheben, die haben sich heute alle Bestnoten verdient.“
Weiter auf Platz 1
Eintracht Bamberg besiegt Spitzenteam SV Donaustauf
Der FC Eintracht Bamberg hat am 12. Spieltag der Bayernliga Nord den SV Donaustauf mit 3:1 besiegt. Mit diesem Sieg haben die Domreiter ihren Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz auf drei Punkte ausgebaut.
Bereits in der dritten Spielminute ging der FC Eintracht Bamberg in Führung. Stefan Massinger, Verteidiger des SV Donaustauf, blieb unglücklich im Rasen hängen und verlor den Ball. Eintracht-Stürmer David Lang reagierte schnell, kam an den Ball und schoss das 1:0.
Massinger musste verletzt ausgewechselt werden – ein Schock für das Team aus dem Regensburger Vorort. Diese Verletzung und die frühe Führung spielten dem FC Eintracht natürlich in die Karten. Dennoch war die Leistung gegen ein Team, das wirtschaftlich und sportlich zu den Schwergewichten der Bayernliga Nord gehört, aller Ehren wert.
Die junge Bamberger Mannschaft stand über 90 Minuten defensiv weitgehend sicher und zeigte sich in den Umschaltmomenten gefährlich. Hinzu kam ein an diesem Tag glänzend aufgelegter David Lang. Der Stürmer erzielte nicht nur den Führungstreffer, sondern auch das fast schon vorentscheidende 2:0 nach 26 Minuten.
Ein Eigentor von Marc Reischmann machte die Partie kurz vor dem Seitenwechsel aber wieder spannender. Nach einem Eckball des SV Donaustauf fälschte der Verteidiger den Ball derart unglücklich ab, dass er unhaltbar für Ben Olschewski im linken oberen Winkel einschlug.
Alles klar gemacht in der 2. Halbzeit
Warum der SV Donaustauf als Titelaspirant gilt, zeigte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Die Offensive um den ehemaligen FCE-Stürmer Lukas Dotzler zählt zu den besten der Liga. So erspielte sich der SV trotz einer soliden Bamberger-Deckung um Christopher Kettler, Marco Schmidt und Jonas Hartwig immer wieder Chancen. Die Endstation hieß aber ein ums andere Mal Ben Olschewski, der bis auf eine kleine Unsicherheit eine tadellose Partie ablieferte.
In der 75. Minute erlöste Moritz Kaube die Bamberger und die 330 ZuschauerInnen auf der Haupttribüne des Fuchs-Park-Stadions. Nach starker Einzelleistung des zuvor eingewechselten Philipp Hack bekam Kaube auf der linken Seite den Ball in den Lauf gespielt. Kaube zog aufs Tor und tunnelte schlitzohrig SV-Schlussmann Jurasi zum erlösenden und vielumjubelten 3:1.
Danach war der Wille der Gäste vom SV Donaustauf sozusagen gebrochen. Der FCE hätte das Ergebnis sogar noch etwas höher gestalten können. Am Ende sicherten sich die Domreiter verdient die drei Zähler und ließen sich vor der Tribüne von ihren Fans feiern. Als Tabellenerster und mit drei Punkten Vorsprung gehen die Bamberger nun ins Topspiel am nächsten Samstag gegen den Zweiten und Meisterschaftsfavoriten SC Eltersdorf.
Stimme nach dem Spiel
FCE-Trainer Jan Gernlein zeigte sich hochzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Auch in diesem Spiel ist wieder aufgefallen, welche Qualität Donaustauf vor allem in der Offensive besitzt. Wir hatten das allerdings bis zur zweiten Halbzeit gut im Griff und haben erst dann ein paar Chancen zugelassen, die Ben überragend gehalten hat. Die frühe Führung hat uns sicher geholfen. Ich habe mich vor allem für David gefreut, weil er schon in der Woche zuvor gegen Cham ein Superspiel abgeliefert, aber kein Tor
gemacht hatte. Dafür hat es am Samstag zweimal geklappt. Das 3:1 fielt dann im richtigen Moment. Ich denke, wir sind der verdiente Sieger. Hervorheben möchte ich noch unsere Defensive. Die Jungs haben das absolut gut gemacht. Aber insgesamt ist diese Mannschaft eine Einheit, das ist schon sensationell.“
Zurück an der Tabellenspitze
FC Eintracht Bamberg besiegt ASV Cham
Am 10. September hat der FC Eintracht Bamberg mit 5:2 sein Heimspiel gegen den ASV Cham gewonnen. Mit dem Sieg konnten die Bamberger die Tabellenspitze in der Bayernliga Nord zurückerobern. Schön anzuschauen war das Spiel allerdings nur in der zweiten Hälfte des Spiels.
„Ich war in der Halbzeit schon ganz schön angefressen!“ Mit seiner Meinung war der Coach des FC Eintracht Bamberg, Jan Gernlein, nach dem Spiel gegen den ASV Cham nicht alleine unter den 336 Zuschauerinnen und Zuschauern, wie der Verein am 11. September mitteilte.
Gernleins Team war zwar in der 23. Spielminute durch Moritz Kaube in Führung gegangen. Danach versäumte es die Mannschaft aber, den Vorsprung gegen einen eher harmlosen Gegner weiter auszubauen. Zu viele Chancen ließen der FC liegen und machte die Gäste aus der Oberpfalz zusehends stärker.
Und so kam es, wie es kommen musste: In der 43. Minute konnten die Hausherren nach einem Eckball noch zweimal klären, ehe Chams Leon Reisinger im dritten Nachsetzen den Ausgleich erzielte. Zwei Minuten später erhöhte der ASV Cham sogar auf 2:1 als die Bamberger Hintermannschaft unabgestimmt agierte und Ilhami Medineli Reisinger den Ball sogar noch selbst in den Lauf legte.
Überlegen zu Ende gespielt
Was immer Jan Gernlein jedoch dann seinen Spielern in der Pause mitgegeben haben mag – es wirkte in Hälfte zwei. Vielleicht erinnerte er sie an das Unentschieden im letzten Spiel, das die Mannschaft trotz anfänglicher 2:0‑Führung hatte hinnehmen müssen. Auf jeden Fall war noch keine volle Minute war gespielt, ehe Björn Schönwiesner nach Vorarbeit von Tobias Linz zur Stelle war und mit seinem siebten Saisontreffer den Ausgleich markierte.
Der ASV Cham fand nun kaum noch statt. So konnte die junge Bamberger Mannschaft mit viel Selbstvertrauen aufspielen und sich zahlreiche Torchancen erarbeiteten. Eine davon nutzte Moritz Kaube zu seinem zweiten Treffen an diesem Nachmittag und brachte Bamberg erneut in Führung.
Zwar versuchten die Gäste nun ihrerseits mehr für das Spiel zu tun, um auszugleichen, die Bamberger spielten das Spiel aber überlegen zu Ende. Die Konsequenz waren die Treffer vier und fünf, erzielt durch die zuvor jeweils eingewechselten Tim Strasser und Johannes Gebhart. Strasser zirkelte nach einer starken Einzelleistung den Ball in den Torwinkel und legte nur wenige Minuten später nach einem starken Zweikampf seinen Sturmkollegen Gebhart den Ball mustergültig auf.
„Mit den Einwechslungen haben wir noch einmal frischen Wind gebracht“, sagte FCE-Coach Jan Gernlein nach dem Spiel in besserer Laune als zur Halbzeit. „Ich denke, dass ist eine unserer großen Stärken in diesem Jahr. Wir haben im gesamten Kader viel Qualität und können ohne Bruch wechseln.“
Nach 2:0 Vorsprung
Eintracht Bamberg verschenkt Sieg gegen SpVgg Weiden
„Am Ende müssen wir ergebnisorientierter sein und nicht versuchen, noch schönen Fußball zu spielen.“ So zitiert eine Mitteilung des Vereins Trainer Jan Gernlein nach dem Spiel des FC Eintracht Bamberg gegen die SpVgg SV Weiden aus der Oberpfalz. Was war passiert?
Die erste Halbzeit lang beherrschte der FC Eintracht Bamberg die Hausherren der SpVgg SV Weiden fast nach Belieben. Vor einer Kulisse von mehr 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauern folgten die Bamberger Domreiter den Matchplan des Trainerteams und ließen Ball und Gegner laufen.
Bereits nach fünf Minuten belohnte sich die Mannschaft dafür und Björn Schönwiesner erzielte aus 18 Metern die 1:0 Führung. Viel kann man den Bambergern in der Folgezeit nicht vorwerfen – außer dass sie keine weiteren Treffer nachlegten.
So fiel erst nach dem Seitenwechsel das 2:0. Wieder war es Björn Schönwiesner. Nach einem Pfostenschuss von Luca Ljevsic reagierte der Stürmer am schnellsten und drückte den Ball aus fünf Metern über die Linie.
Diese Führung hätten die Bamberger wahrscheinlich bis zum Schluss verteidigt. Dann schlug aber das Verletzungspech zu. Außerdem begann die Mannschaft, wie vom Trainer kritisiert, nicht ergebnisorientiert genug zu spielen. So musste Bambergs Innenverteidiger Felix Popp in der 55. Minute verletzt vom Feld. Und damit kam ein Bruch ins Bamberger Spiel. Die Defensivaktionen wurden hektischer und unrunder.
Das nutzte die SpVgg Weiden, die, angepeitscht von der Kulisse ihres Publikums, aufdrehte und sich viele Chancen erspielte. Am Ende nahm Stefan Pühler den Bambergern den sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Zwei Treffer in der 64. und in der 86. Minute des erst kurz vorher eingewechselten 16-Jährigen besiegelten das Unentschieden.
„Das ist schon bitter, keine Frage“, sagte Jan Gernlein zum späten Ausgleich. „Auf der anderen Seite: Wir sind nun neun Spiele in Folge ungeschlagen und freuen uns auf drei Heimspiele in Folge. Nächsten Samstag gegen Cham werden die Karten neu gemischt.“
Nach heutiger Regensburger Niederlage
FC Eintracht Bamberg übernimmt Tabellenführung
Mit dem gestrigen 2:1‑Sieg beim TSV Aubstadt übernimmt der FC Eintracht Bamberg nach dem 6. Spieltag die Tabellenführung in der Bayernliga Nord. Er profitiert dabei von der gestrigen Niederlage von Donaustauf gegen den SC Eltersdorf gestern und der heutigen Niederlage der Regensburger in Ammerthal.
„Wir haben es am Ende mehr gewollt!“ bilanzierte Bambergs Übungsleiter Jan Gernlein die Partie der „Domreiter“ gegen den TSV Abtswind. Und dieser Wille war auch notwendig, denn die ersten 45 Minuten gingen klar an die Hausherren aus Abtswind. Der FC Eintracht leistete sich ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau und ließ sich auch durch das starke Pressing der Unterfranken immer wieder zu unnötigen Ballverlusten verleiten. „Hier waren wir einfach nicht wach und konnten unser geplantes Spiel aus dem Defensivverbund heraus nicht so umsetzen wie wir das geplant hatten.“ Besser machten es der TSV Abtswind, der immer wieder mit Tempo in die Bamberger Hälfte spielte und sich die eine oder andere Chance erarbeitete. Eine davon nutzte Niclas Staudt in der 28. Minute zum verdienten 1:0‑Führungstreffer für seine Farben. Ein Zuspiel fast von der Grundlinie konnte er aus kürzester Distanz nutzen und einnetzen.
„Nun freuen wir uns auf ein tolles Top-Spiel am Samstag“
Mit diesem Stand ging es dann auch in die Pause, aus der die Bamberger dann wie verwandelt zurückkamen. Wesentlich griffiger gingen die „Domreiter“ nun ins Spiel, kamen in die Zweikämpfe und gewannen diese auch zumeist und zogen ihr gewohntes Kombinationsspiel auf dem engen Geläuf in Abtswind auf. Das Spiel fand nun vorwiegend in der Hälfte der Hausherren statt, deutlich war den Bambergern der Wille anzumerken, das Spiel noch zu drehen, was ihnen auch kurze Zeit später gelang. Nach einer Freistoßflanke von Philipp Hack aus dem Halbfeld grätschte Felix Popp energisch in den Ball und bugsierte diesen über die Torlinie. Die Erleichterung der Spieler und Fans war spürbar. Allerdings wollten sich die Bamberger mit der Punkteteilung nicht zufrieden geben. Angriff um Angriff wurde nun auf das Abtswinder Tor vorgetragen, das von der Heimelf wacker verteidigt wurde. Ehe es in der 87. Minute dann Johannes Gebhart war, der die „Domreiter“ erlöste. Eine Flanke Richtung Fünfmeterraum nahm er gekonnt mit, setzte sich energisch gegen zwei Verteidiger durch und drückte den Ball mit letztem Einsatz über die Linie. Überschäumender Jubel auf der einen Seite, Niedergeschlagenheit auf der anderen. Und so blieb es auch bis zum Schlusspfiff, die Bemühungen der Abtswinder, das Spiel noch einmal zu drehen, verliefen im Sand.
„Das war heute vor allem in den ersten 45 Minuten kein gutes Spiel von uns“, fasste Jan Gernlein die Partie zusammen. „Abtswind ist eine sehr kompakte Mannschaft, die uns gut zugestellt hat und den engen Platz geschickt ausgenutzt hat. Umso mehr freut mich der Wille der Jungs, die nach dem Seitenwechsel alles in diese Partie gelegt haben. Nun freuen wir uns auf ein tolles Top-Spiel am Samstag im Fuchs-Park-Stadion gegen den SC Feucht!“ Der FC Eintracht mit der neu gewonnenen Tabellenführung im Rücken trifft auf den Viertplatzierten.
Neuzugang FC Eintracht Bamberg
Björn Schönwiesner kommt aus Aubstadt
Der FC Eintracht Bamberg hat einen Neuzugang für die Offensive verpflichtet. Vom Regionalligisten TSV Aubstadt wechselt Björn Schönwiesner nach Bamberg, wo der 29-jährige Stürmer bereits seit längerem wohnt.
Der 1,85 Meter große Linksfuß Björn Schönwiesner wurde beim TSV Großbardorf ausgebildet und hat für die Rhön-Grabfelder mehr als 250 Bayernligaspiele absolviert. Vor einem Jahr wechselte Schönwiesner nach Aubstadt in die Regionalliga, wo er auf 21 Einsätze kam und drei Tore erzielte. Ab der kommenden Saison wird er für den FC Eintracht Bamberg spielen, wie der Verein mitteilte.
FC Eintracht-Coach Jan Gernlein freut sich, vor allem über die Erfahrung, die Björn Schönwiesner in das junge Team der Domreiter mitbringt. „Björn ist ein sehr flexibler Offensivspieler, der verschiedene Positionen abdecken kann. Er kennt die Bayernliga aus dem Eff-Eff und bringt dazu auch noch Regionalliga-Erfahrung mit, die er in einer sehr guten Mannschaft gesammelt hat. Da bekommen wir schon gute Qualität. Außerdem passt Björn auch menschlich perfekt zu uns. Die Verpflichtung ist einfach ein interessantes Gesamtpaket.“
Auch FCE-Fußballabteilungsleiter Sascha Dorsch hält die Verpflichtung für einen Glücksgriff.
„Nach dem Weggang von Lukas Schmittschmitt ist Björn genau der erfahrene und routinierte Spieler, den wir suchen. Er kann gerade unseren jüngeren Spielern in der Offensive Halt geben. Außerdem vervollständigt er die Achse zu Kettler und Reischmann. Wir freuen uns sehr, einen neuen Teamleader zu bekommen.“
Björn Schönwiesner selbst ist glücklich, dass der Transfer in seine Wahlheimat geklappt hat. „Ich will meine ganze Erfahrung einbringen und dem jungen Team helfen, wieder eine gute Rolle in der Bayernliga zu spielen.“
Mittelfristig könne sich der Neuzugang auch vorstellen, in anderer Position im Verein tätig zu sein und die Professionalisierung des Klubs voranzutreiben.
Saisonabschluss
Eintracht Bamberg zum Derby bei der DJK
Am 34. und letzten Spieltag der Fußball Bayernliga Nord kommt es heute um 14 Uhr zum Derby zwischen der DJK Don Bosco Bamberg und dem FC Eintracht Bamberg.
Vor drei Wochen war es noch ein spannender Vierkampf um die Meisterschaft und den zur Relegation berechtigten Tabellenplatz 2. Aus diesem Vierkampf ist mittlerweile ein Zweikampf geworden. Die DJK Vilzing und die SpVgg Ansbach führen vor dem letzten Spieltag punktgleich die Tabelle an und machen die Meisterschaft am Samstag unter sich aus. Neben dem ATSV Erlangen hat sich auch der FC Eintracht Bamberg schon aus dem Titelrennen verabschieden müssen. Von daher geht es im Derby gegen Don Bosco in Wildensorg nicht mehr um allzu viel. Außer ums Prestige.
Nach der 1:3‑Heimniederlage gegen den SC Feucht am letzten Wochenende möchte der FC bei der DJK unbedingt eine weitere Niederlage vermeiden. Die Gastgeber der DJK werden sich für die Hinspielniederlage revanchieren wollen. Vor fast 2.000 Zuschauern gab es am 22. Oktober letzten Jahres ein spannendes und umkämpftes Stadtduell. Dabei drehte der FC Eintracht Bamberg vor eigenem Publikum das Spiel. Nach einem 0:1‑Rückstand siegten die Domreiter mit 3:1. Von daher dürfen sich die Zuschauer durchaus auf ein interessantes Spiel freuen.
In dieses geht der FC Eintracht Bamberg mit 68 Punkten als Tabellenvierter und wird auf diesem Rang die Saison beenden, unabhängig davon, wie das Derby ausgeht. Die DJK Don Bosco Bamberg, die in dieser Spielzeit die erfolgreichste in ihrer Bayernligazugehörigkeit spielt, rangiert mit 53 Punkten auf Tabellenplatz sechs. Ob die Wildensorger nach dem Spiel Sechster bleiben, ist vom Ausgang des Derbys und anderen Ergebnissen abhängig.
Eintracht-Trainer Julian Kolbeck sagte vor dem Spiel: „Saisonabschluss und dann noch das Stadtderby. Das ist genial zum Ende einer sehr guten Saison meiner Mannschaft. Herausragend wird die Runde natürlich mit einem Sieg, welchen wir mit aller Macht holen wollen. Die DJK ist in einer sehr guten Verfassung, sie spielt einen guten Ball und ist mutig in ihrer Spielanlage. Wir wollen unsere FCE- DNA an den Tag legen und mit viel Leidenschaft und Hingabe auftreten. Wir freuen uns auf ein absolutes Highlight zum Abschluss, auf viele Fans und Zuschauerinnen und Zuschauer.”
Nach dem Derby verabschiedet sich der FC Eintracht Bamberg in die Sommerpause. Die Bayernligasaison 2022//2023 beginnt aller Voraussicht nach Mitte Juli.
Letztes Heimspiel der Saison
SC Feucht bei FC Eintracht Bamberg zu Gast
Im letzten Heimspiel der Saison in der Fußball Bayernliga Nord erwartet der FC Eintracht Bamberg heute um 14 Uhr den SC Feucht. Sportlich geht es nicht mehr um viel. Die Mannschaft möchte die Fans aber trotzdem mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden.
Nach der 2:3 Heimniederlage vor einer Woche gegen den ASV Neumarkt und dem Sieg des Tabellenzweiten SpVgg Ansbach hat sich der FC Eintracht Bamberger aus dem Titelrennen und dem Kampf um einen Relegationsplatz verabschiedet. Vor dem Spiel gegen den SC Feucht steht Bamberg mit 68 Punkten auf Tabellenplatz vier und kann die SpVgg Ansbach in den letzten zwei Spielen nicht mehr überholen.
Sicher ist jedoch, dass die Domreiter aufgrund des Vorsprungs zum Fünften die Saison mindestens als Vierter beenden werden. Einerseits sieht die die junge Mannschaft Rang Vier als großen Erfolg, andererseits jedoch auch als eine Enttäuschung. Schließlich hatte sie vor nicht allzu langer Zeit noch die beste Ausgangsposition aller auf den ersten vier Tabellenplätzen stehenden Vereine.
Jetzt, da die Entscheidung um Platz eins und zwei ohne die Bamberger fallen wird, kann die Eintracht befreit in das Heimspiel gegen den SC Feucht gehen. Die Mittelfranken haben ebenfalls zuletzt verloren. Am Dienstagabend unterlagen sie dem TSV Abtswind mit 1:2. Gravierend hat sich jedoch diese Niederlage für Feucht in der Tabelle nicht ausgewirkt. Schon längst ist der Klassenerhalt nämlich gesichert. Denn die Mannschaft steht mit 47 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Auch die Mittelfranken können somit ganz locker im Bamberger Stadion antreten.
Stimmen vor dem Spiel gegen den SC Feucht
Bambergs Vorstandsvorsitzender Jörg Schmalfuß sagte vor dem Spiel: „Ich gebe zu, es ist schon etwas bitter, das Thema Regionalliga für die nächste Saison zu den Akten legen zu müssen, gerade wenn man so lange an der Tabellenspitze stand wie wir. Aber der Auftritt vor einer Woche gegen den ASV Neumarkt hat gezeigt, dass die physischen und psychischen Kräfte unserer jungen Mannschaft deutlich nachlassen. Die Wochen nach der Winterpause haben gezehrt. Immer wieder mussten wir aufgrund von Krankheiten und Verletzungen auf Jugendspieler und sogar auf den 41-jährigen Peter Heyer zurückgreifen, um einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenzubekommen. Auch unser Trainer Julian Kolbeck hat gleich mehrfach seine Fußballschuhe geschnürt, mitgespielt – und dabei sogar zwei Tore erzielt. Zum Abschluss aber will sich die Mannschaft noch möglichst mit zwei Siegen bei den Fans bedanken: Am Samstag gegen den SC Feucht – und vor allem am nächsten Samstag bei der DJK Don Bosco. Domreiter Derbysieger. Hatten wir schon mal im Oktober 2021, hört sich im Mai 2022 aber genauso gut an.”
Trainer Julian Kolbeck kommentierte die Lage vor dem Spiel gegen den SC Feucht so: „Die Niederlage gegen Neumarkt war schmerzhaft, aber auch vermeidbar. Am Ende war ersichtlich, welche Moral die Mannschaft mal wieder hat. Leider ist durch die Niederlage auch rechnerisch der Aufstieg in die Regionalliga nicht mehr möglich. Dennoch ein riesen Kompliment an die Mannschaft und den Staff. Auf die bisherige Saison können wir richtig stolz sein. Welche Leidenschaft, welch Engagement und Herz Tag für Tag gezeigt wurde, ist schon bewundernswert. Nun heißt es, die letzten zwei Spiele erfolgreich zu gestalten. Den Anfang macht am Samstag der starke Aufsteiger vom SC Feucht. Spielerisch hat Feucht eine super Spielanlage, gespickt mit guten Einzelspielern. Dennoch wollen wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und die Fans und Unterstützer des FC beim letzten Heimspiel mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauende, das haben sich die Jungs im letzten Heimspiel für eine tolle Saison verdient.”