Regionalliga Bayern
1:2: FC Eintracht Bamberg verliert gegen SpVgg Greuther Fürth II
Am 6. Spieltag der Regionalliga Bayern hat der FC Eintracht Bamberg gegen die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 verloren. Heute Abend spielt die Mannschaft im Frankenderby gegen den 1. FC Schweinfurt.
Nach einem Heimsieg gegen den TSV Buchbach musste der FC Eintracht Bamberg am 6. Spieltag der Regionalliga Bayern wieder eine Niederlage hinnehmen – die bereits vierte der Saison. 1:2 hieß es am Ende gegen den Tabellensiebten der SpVgg Greuther Fürth II. Mit weiterhin sechs Punkten stehen die Bamberger nun auf dem elften Tabellenplatz.
Im Unterschied zum Vorwochenende ging der FC Eintracht Bamberg mit einer Veränderung in die Partie, wie der Verein mitteilte. So rückte Luca Leistner für Sebastian Valdez ins Aufgebot von Trainer Jan Gernlein.
Die 21. Minute zeitigte die erste nennenswerte Aktion des Spiels. Bambergs Luca Ljevsic setzte sich auf der rechten Seite gegen mehrere Gegenspieler durch und zog zur Grundlinie. Seine Hereingabe verpasste Luca Leistner aus kurzer Distanz knapp mit dem Kopf. Im Hintergrund lauerte allerdings Tobias Linz, der von links schoss. Den Ball konnten die Fürther allerdings blocken.
Kurz vor der Halbzeit hatte Bamberg seine beste Gelegenheit. In der 44. Minute schloss Patrick Görtler aus knapp elf Metern per Fallrückzieher ab. Fürths Torwart Semir Kaymakci konnte den Ball gerade so von der Linie abwehren.
Rückstand und Unterzahl
In der 58. Minute ging SpVgg Greuther Fürth II in Führung. Leart Haskaj kam nach einem Querschläger im Sechzehner der Bamberger an den Ball. Gegen seinen satten Abschluss hatte FCE-Torwart Ben Olschewski keine Chance.
Knapp eine Viertelstunde erhöhte Fürth auf 2:0. Nach einem Fehlpass des Bamberger Torwarts konnten die Mittelfranken frei auf das leere Tor schießen. Bambergs Jonas Hartwig wehrte den Ball zwar noch ab – in der Abwehraktion erkannte der Schiedsrichters allerdings ein Handspiel. Die Folge: Rot für Hartwig und Elfmeter für Fürth.
Aber Bamberg holte noch einmal auf. Jonas Gebhardt, kurz vorher erst eingewechselt, traf per Kopf in der 80. Minute. Auch in der Schlussphase kam Bamberg noch zu einigen Gelegenheiten. Aber erst Björn Schönwiesner und dann Philipp Hack blieben erfolglos im Abschluss.
„In der ersten Halbzeit haben wir mit und ohne Ball nicht so stattgefunden, wie wir es die letzten Wochen getan haben“, sagte Jan Gernlein nach dem Spiel. „Aus der Kabine kamen wir dann stabiler, bekamen aber nach zwei Fehlern zwei unglückliche Gegentore. In Unterzahl haben wir in der Schlussphase unser Herz auf dem Platz gelassen, jedoch hat das leider gereicht. Das müssen wir akzeptieren und versuchen, es im nächsten Spiel besser zu machen.“
Brisantes Derby
Bei diesem Spiel handelt es sich um das Frankenderby gegen den 1. FC Schweinfurt, das heute Abend (29. August) stattfindet. Das Duell zwischen den beiden Traditionsklubs ist oft geprägt von einer hitzigen Stimmung – vor allem zwischen den Fanlagern der beiden Mannschaften.
Schweinfurt spielt seit 2013 in der Regionalliga Bayern. Die beste Platzierung gelang der Mannschaft 2018, als sie die Spielzeit auf dem dritten Platz abschloss. Aktuell belegt das Team mit elf Punkten aus drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage den vierten Platz.
Fränkisches Duell
FC Eintracht Bamberg zu Gast bei der SpVgg Greuther Fürth II
Am morgigen Samstag (26. August) steht für den FC Eintracht Bamberg der sechste Spieltag in der Regionalliga Bayern an. Nach dem jüngsten Heimerfolg gegen den TSV Buchbach, geht es nun nach Mittelfranken zur SpVgg Greuther Fürth II. In der Partie treffen zwei Mannschaften mit bisher ähnlichem Saisonverlauf aufeinander.
Nach drei Niederlagen in Folge, gewann der FC Eintracht Bamberg zuletzt zum zweiten Mal in der Spielzeit, als der Verein den TSV Buchbach mit 2:1 im heimischen Fuchs-Park-Stadion besiegte. Vor dem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II steht Bamberg somit mit sechs Punkten auf dem 11. Tabellenplatz der Regionalliga Bayern. Cheftrainer Jan Gernlein wird dazu in einer Mitteilung der Eintracht wie folgt zitiert : „Wir haben zuletzt immer wieder gut gespielt, es ist schön, dass das auch wieder mit Punkten belohnt wurde.“
Den Saisonstart bezeichnete Gernlein zudem entsprechend als gut, was aber aber nicht nur an den Punkten, sondern auch an der Art und Weise, wie Fußball gespielt wird, liege. „Man merkt, dass wir größtenteils lange zusammen sind, das hilft uns“, sagt Gernlein.
Für die Partie gegen Fürth ist der Einsatz von Kapitän Christopher Kettler, der schon gegen Buchbach passen musste, allerdings noch offen. Ansonsten kann der Trainer, von den Langzeitverletzten und dem rot-gesperrten Luca Auer abgesehen, auf alle Spieler zurückgreifen.
Was den bisherigen Saisonverlauf angeht, hat die SpVgg Greuther Fürth II eine ähnliche Ausgangslage wie die Eintracht. Seit 2012 in der Regionalliga Bayern vertreten, steht Fürth derzeit auf dem 8. Tabellenplatz (was außerdem der letztjährigen Abschlussplatzierung der Mannschaft entspricht). Nach zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen hat der Verein sieben Punkte. Das letzte Spiel gegen den 1. FC Schweinfurt ging mit 4:0 verloren.
Jan Gernlein schätzt den morgigen Gegner seiner Mannschaft so ein: „Zweitmannschaften sind immer spannend, weil sie sehr wellenförmig in ihrer Entwicklung sind. Sie machen super Spiele und haben dann Ergebnisse wie in Schweinfurt. Deshalb sind sie schwer greifbar.“
Jung, regional und jede Menge Teamgeist
FCE-Fußballer und TSV-Basketballer starten Kooperation
Die Basketballer des TSV Breitengüßbach und die Fußballer des FC Eintracht Bamberg haben sich zu einer Kooperation entschieden, wie die Vereine mitteilen. Mit vielfältigen Aktionen erhoffen sich die Vereine, noch mehr Sportfans in der Region von ihren Auftritten überzeugen und einen Mehrwert bieten zu können.
Volle Halle, volles Stadion, fantastische Stimmung: Sportbegeisterung in der Region Bamberg herrscht bei den Basketballern des TSV Breitengüßbach und den Fußballern des FC Eintracht Bamberg. Und das hat auch gute Gründe: Bei beiden Teams laufen Spieler aus der Region auf, es herrscht ein großer Zusammenhalt – und im Hintergrund zieht jeweils eine Funktionärsmannschaft die Fäden, die mit viel Herzblut die Erfolge der jüngsten Zeit begleitet und überhaupt erst möglich gemacht hat. Sowohl die Fußballer des FCE als auch die Basketballer des TSV sind mit diesem Konzept sehr gut gefahren und treten in dieser Spielzeit nun jeweils in Ligen mit professionellen Strukturen an. Kein Wunder also, dass beide Vereine – trotz der unterschiedlichen Sportarten – zusammengefunden haben und mit Beginn dieser Saison eine Kooperation starten, um noch mehr Sportfans in der Region vor ihren jungen, frischen Auftritten zu überzeugen und einen Mehrwert zu bieten.
„Wir haben die unglaubliche Reise der ‚Güßbacher‘ in der vergangenen Saison mit Begeisterung mitverfolgt und ziehen den Hut vor dieser Leistung. Bereits im letzten Jahr haben sich die beiden Coaches Marc Völkl und Jan Gernlein oft ausgetauscht. Wegen der hohen Basketballaffinität in der Vorstandschaft des FC Eintracht gab es auch auf dieser Ebene schon einige informelle Gespräche. Das Ganze wollen wir nun ausbauen und in Form einer Kooperation Struktur geben“, freut sich Vorstandsmitglied Bernd Kaufer von den „Domreitern“.
Auch der Basketball-Abteilungsleiter beim TSV Tröster Breitengüßbach Florian Dörr sieht der Zusammenarbeit mit Vorfreude entgegen: „Das passt einfach, die Domreiter in der Stadt, die Güßbacher im Landkreis, beide Clubs haben in den letzten Jahren einen ähnlichen Werdegang hingelegt. Wir bauen beide auf die Region, auf die Förderung des Nachwuchses, wir stecken viel Ehrenamt rein und wollen uns solide und professionell weiterentwickeln mit einer klaren Vision, klaren gelebten Werten des gegenseitigen Respekts, der Gemeinschaft und Regionalität.“
Gewinnspiele, Kombiticket und Benefizspiel
Die Kooperation sehe vor, zum einen neue Zielgruppen zu erschließen, zum anderen von den verschiedenen sportlichen Ansätzen in Training und Wettkampf sowie den Herangehensweisen in der Organisation zu lernen. „Darüber hinaus geht es uns aber einfach auch darum, Spaß miteinander zu haben und den regionalen Sport auf einem guten Niveau medial sichtbar zu machen“, erklärt Bernd Kaufer die Idee hinter der Zusammenarbeit. „Wir haben schon nach den ersten Gesprächen gemerkt, dass wir bei vielen Dingen auf einer Wellenlänge sind und wollen uns durch die Zusammenarbeit auch gegenseitig den Rücken stärken, beide Vereine können nur profitieren.“ So bringt es Reiner Hoffmann, der Ehrenvorstand der Basketballer – und mit bald 70 Jahren für die Güßbacher engagiert wie eh und je -, auf den Punkt. Geplant sind dabei unter anderem ein „Kombiticket“, das an Spieltagen beider Mannschaften gilt oder Gewinnspiele in den Halbzeitpausen der jeweiligen Teams. „Darüber hinaus haben wir noch viele weitere Ideen in der Hinterhand“, blickt Bernd Kaufer voraus. „Die beiden Coaches im Gespräch vor dem jeweiligen Spieltag oder ein Benefizspiel, in dem die erste Halbzeit Fußball und die zweite Halbzeit Basketball gespielt wird, stehen da auf dem Programm. Ein gemeinsamer Einkehrschwung danach in den ehemaligen Frankenstuben, jetzt Lineup, ist selbstverständlich inbegriffen.“
Den Auftakt der Aktion mache ein gemeinsames Athletiktraining beider Mannschaften in der Breitengüßbacher Hans-Jung-Halle, zu der beide Teams ihre Fans einladen und dabei schon das ein oder andere Gewinnspiel starten werden.
Weitere Aktionen seien zum ersten „Doppelspieltag“ beider Teams am 18. November 2023 geplant, wenn die „Domreiter“ um 14.00 Uhr im heimischen Fuchs-Park-Stadion antreten und die „Güßbacher“ um 18.00 Uhr im Lokalderby den BBC Coburg empfangen.
„Es wäre eine Riesenleistung, wenn wir es schaffen, die Klasse zu halten“
FC Eintracht Bamberg spielt wieder Regionalliga Bayern
Ende Mai gewann der FC Eintracht Bamberg die Meisterschaft der Bayernliga Nord und stieg nach acht Jahren Abwesenheit wieder in die Regionalliga Bayern auf. Auf einen Sieg nach dem anderen, wie in der zurückliegenden Saison, stellen sich die Bamberger in Bayerns vierthöchster Spielklasse aber nicht ein. Mit Vorstandsmitglied Sascha Dorsch haben wir über das Saisonziel, das was danach kommen könnte, Gefahren der neuen Ligazugehörigkeit, Spiele mit Sicherheitsstufe, das Budget und die zweiwöchige Aufstiegsfeier gesprochen.
Herr Dorsch, am 20. Mai hat der FC Eintracht Bamberg den SSV Jahn Regensburg II mit 5:2 besiegt und damit die Meisterschaft und den Aufstieg klar gemacht. Was ging in Ihnen an diesem Tag vor?
Sascha Dorsch: Ich hatte zwei Gefühle. Das stärkere davon war natürlich die Freude. Denn, wenn man sich die Saison abgesehen vom sportlichen Erfolg anschaut, war es teilweise zum Verzweifeln. Wie oft dachten wir: Ist denn die ganze Welt gegen uns? Spiele wurden abgesagt, unser Platz war kaputt, das Spitzenspiel gegen Gebenbach, in dem wir vorne lagen, musste kurz vor Ende wegen Nebels abgebrochen werden, und dann kamen noch einige Verletzte dazu. Aber ich glaube, andererseits hat uns das auch stark gemacht und enger zusammengeschweißt. Das andere Gefühl nach dem Schlusspfiff war, gerade für mich als Verantwortlicher: Oh oh, was jetzt in der Regionalliga Bayern alles auf uns zukommt.
Was kommt auf den Verein zu, wo sehen Sie mögliche Schwierigkeiten?
Sascha Dorsch: Wir haben das Projekt „Regionalliga“ auf vier Säulen aufgebaut. Die erste Säule ist die sportliche. Da sehen wir uns so weit gut aufgestellt, wir haben nahezu den kompletten Kader halten können und uns punktuell verstärkt. Aber klar, die Regionalliga ist eine semiprofessionelle Liga, wir werden von Anfang an gegen den Abstieg spielen.
Dann haben wir die Infrastruktur. Wir können die Umkleidekabinen des Fuchs-Park-Stadions aufgrund eines Wassereintritts seit 2017 nicht benutzen. Diese Thematik hat die Stadt Bamberg mit der temporären Aufstellung von Umkleide- und Duschcontainern entschärft. Drittens: das Budget. Die Kosten der Regionalliga werden wir zu einer Hälfte über Sponsoring-Einnahmen decken. Hier sind wir auf einem guten Weg, da wir auch neue Unterstützer gewinnen konnten. Die andere Hälfte sind Zuschauereinnahmen und das Catering. Das ist natürlich immer mit einer gewissen Unschärfe verbunden, da das Zuschauerinteresse immer mit dem sportlichen Erfolg korreliert. Gewinnen wir beispielsweise die ersten vier Spiele und es kommt ein großer Verein wie die SpVgg Bayreuth, dann haben wir 3.000 Zuschauer bei diesem Spiel. Verlieren wir aber nur und es regnet, haben wir vielleicht 200 Leute im Stadion. Insofern haben wir eine moderate Zuschauerplanung hinterlegt, um die Ausgaben und die Einnahmen auszubalancieren.
Die letzte Säule betrifft das Personal außerhalb des Platzes. Da wird die Arbeit auch sehr zunehmen. Wer macht am Heimspieltag den Ausschank, wer kümmert sich um die Gästefans, wer sogt für die Trikots, wer macht die Medienarbeit – haben wir die Leute, und haben wir sie vor allem am Spieltag? Hier werden wir viel Arbeit investieren müssen, da wir das alles weiterhin im Ehrenamt stemmen wollen und nicht auf unerschöpfliche Ressourcen zurückgreifen können wie andere Teams in der Liga.
Die letzte Teilnahme der Eintracht an der Regionalliga endete in der Insolvenz. Sind die Fehler von 2016 aufgearbeitet?
Sascha Dorsch: Ja, aber was waren die Fehler damals? Ich will es nicht an einer Person festmachen, das wäre zu einfach. Es waren Verantwortliche, die irgendwann begonnen hatten, krampfhaft sportlichen Erfolg zu erzwingen. Dabei geriet die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick. Dann gab es offensichtlich auch kein richtiges Kontrollorgan. Darum war es im Nachhinein auch einer der ersten Schritte, einen starken Aufsichtsrat einzusetzen, der die Entscheidungen des Vorstands kontrolliert. Wir haben alle ein großes Interesse, dass sich die Dinge der Vergangenheit nicht noch einmal wiederholen. Wir wollen auf regionalen Nachwuchs bauen und damit kostengünstiger sein.
Wie war die Aufstiegsfeier?
Sascha Dorsch: Der Wahnsinn. Traditionell ging es los im „Sternla“ und als dort Zapfenstreich war, ging es nach einem kurzen Abstecher zum Schönleinsplatz weiter in die Stadt. Ich bin gegen 3 Uhr heim, aber die Jungs haben die Nacht durchgemacht. Am Sonntagmorgen darauf sind sie dann erst ins „Schlenkerla“ und am Nachmittag haben sie beim Spiel unseres Kooperationsvereins Oberhaid zugeschaut. Und dann ist ein Teil der Spieler nach Mallorca beziehungsweise Kroatien geflogen. Die haben die Meisterschaft in vollen Zügen genossen, was auch völlig verdient war. Aber das zeigt nur noch einmal den Zusammenhalt in der Mannschaft.
Welche Saisonziele haben sie in der Regionalliga Bayern?
Sascha Dorsch: Das sind zwei Dinge. Wir werden von Anfang an gegen den Abstieg spielen. Es wäre also eine Riesenleistung, wenn wir es schaffen, die Klasse zu halten. Und das zweite, auch wenn es ein bisschen platt klingt: Wir wollen junge Spieler und damit die Mannschaft entwickeln. Bamberg verträgt die Regionalliga und das möchten wir strategisch ausbauen.
Was heißt das konkret?
Sascha Dorsch: Wir gehen den Bamberger Weg, das heißt, wir holen keine spektakulären Neuzugänge, sondern setzen auf Regionalität und die eigene Jugend. Was bringt es uns, wenn wir jetzt teure Leute von woanders herholen? Dann steigen wir vielleicht ab und sie sind wieder weg. Im gleichen Zuge würden vielleicht bestehende Spieler gehen, wenn sie hören, dass neue kommen. Um das zu vermeiden, setzen wir auf unseren Stamm und haben den Spielern klar gesagt, wer Regionalliga spielen möchte, den nehmen wir auch mit. Und bis auf Moritz Kaube, unser einziger Abgang nach der Saison, sind auch alle geblieben.
Wenn Sie die Klasse halten, heißt das langfristige Ziel dann erneuter Aufstieg, diesmal in die 3. Liga?
Sascha Dorsch: Nein, das ist utopisch! Ich hätte gerne das Szenario einer dauerhaften Regionalliga-Mitgliedschaft in Bamberg, mit einer Kernmannschaft aus Bamberger Spielern in einem wunderschönen Stadion. Das wäre dann erst mal das Ende der Entwicklung. Die 3. Liga ist unrealistisch, das können wir nicht stemmen. Und das wäre auch mit der Idee einer regionalen Mannschaft nicht zu machen.
Bedeutet eine höhere Spielklasse auch höhere Spielergehälter? Welchen Platz haben diese in der Budgetplanung?
Sascha Dorsch: Da haben wir mit den Spielern ganz offen gesprochen und ihnen gesagt: Wir sind nicht der reichste Verein der Liga, wir können euch nicht mehr Geld geben. In dieser Liga steigen aufgrund höherer Kosten für Schiedsrichter, Reiseaufwand, Verbandsabgaben, Mietkosten und so weiter die Ausgaben erst einmal massiv, ohne dass wir einen einzigen Cent mehr eingenommen haben. Wir – inklusive der Mannschaft – wollten die Regionalliga. Dafür haben wir hart gearbeitet. Und nun wollen wir uns dafür belohnen. Geld war dabei für alle Beteiligten ein Nebenthema, da haben wir eine extrem reife und verständnisvolle Truppe.
Was wenn die Mannschaft tatsächlich nur verliert und sofort wieder absteigt, könnte man einfach wie in der letzten Saison weitermachen?
Sascha Dorsch: Dadurch, dass wir jetzt unabhängig vom Tabellenplatz einen Großteil der Kosten durch Sponsoring abdecken können, wäre so eine Entwicklung zumindest nicht der Ruin. Auch der Cateringteil, so unsicher er auch sein mag, würde nicht ganz wegbrechen. Dabei gehen wir aus meiner Sicht auch nicht von unrealistischen Zuschauerzahlen aus. Wir kalkulieren mit etwa 600 pro Heimspiel. Selbst wenn wir Letzter sind: Wenn Bayreuth kommt, Bayern II, Würzburg oder Schweinfurt werden ein paar Leute da sein. Und da wir wie schon erwähnt die Mannschaft halten konnten, würde sicher auch ein Großteil der Truppe zusammenbleiben.
Die Spieler spielen alle zum ersten Mal in der Regionalliga Bayern. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Herrscht Nervosität?
Sascha Dorsch: Die Jungs wissen, dass es anspruchsvoll wird, aber nervös sind sie nicht. Im Gegenteil: Die Vorfreude ist extrem. Viele machen auch zusätzliches individuelles Training.
In der Saison 2022/2023 haben Sie 23 Mal gewonnen und nur zweimal verloren. Besteht die Gefahr, dass die Spieler zu locker in die neue Saison gehen?
Sascha Dorsch: Mit Sicherheit nicht! Wenn es eine Gefahr gibt, dann eher von außen – das könnte auch ein Problem werden. Wir haben in den letzten Jahren tatsächlich sogar nie mehr als zwei Spiele am Stück verloren. Dass das jetzt aber kommen wird, weiß die Mannschaft. Und wenn wir dann einmal mehrere Spiele nacheinander verlieren, kann ich mir auch gut vorstellen, dass irgendwer von der Tribüne „Trainer raus!“ schreit. Aber auf solche Diskussionen lassen wir uns nicht ein.
Was, wenn sich gegnerische Fans auf einen Spottnamen wie „Pleiteverein“ einschießen?
Sascha Dorsch: Na ja, dann ist es so. Ich fände das eigentlich fast witzig – so was gehört im Fußball dazu. In Bamberg haben wir uns ja bereits daran gewöhnt. Ich denke, man kann das mit dem FC Bayern München vergleichen, ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, sondern nur um es zu vergleichen: Der FC Eintracht polarisiert schon noch in der Stadt. Ich weiß, was alles erzählt wird. Aber unser Bild hat sich dahingehend sehr geändert. Der FC Eintracht Bamberg ist heute nicht mehr der Verein von 2016. Solange niemand persönlich beleidigt wird, ist das okay. Unsere Fans haben ja auch den ein oder anderen Spruch für andere Vereine, das gehört dazu.
Kurz vor der Meisterschaft haben Sie den Vertrag von Trainer Jan Gernlein um ein Jahr verlängert. Der Verein nannte ihn eine absolute Wunschlösung. Warum?
Sascha Dorsch: Weil er zwei Komponenten mitbringt. Einmal die Sportliche: Er hat jahrelange Regionalliga-Erfahrung. Er weiß, was die Liga bringt. Dann ist er ein extrem geschulter Trainer, führend in der Bayernliga, würde ich sagen. Aber ohne ein Laptoptrainer zu sein – er vergeistigt das Spiel nicht. Er weiß, was die Mannschaft machen muss, was sie dabei leisten kann – und kann es der Mannschaft auch erklären. Darum glauben die Jungs an ihn. Die andere Sache ist die menschliche. Er ist demütig und bescheiden und fordert nie mehr als drin ist. Außerdem kann man mit ihm abends auch mal ein Bier trinken gehen, ohne dabei nur über Fußball zu sprechen.
Haben Sie einen Angstgegner in der neuen Liga?
Sascha Dorsch: Nein, wir freuen uns auf alle Spiele.
Und einen Lieblingsgegner?
Sascha Dorsch: Da nenne ich die SpVgg Bayreuth, weil es eine hohe Verbundenheit zwischen den Vereinen gibt. Die Fanrivalität ist allerdings nicht so lustig. Die Polizei sagt, es gibt für Bamberg drei Spiele mit höchster Sicherheitsstufe. Das ist einmal gegen Schweinfurt und dann noch die Spiele gegen Bayreuth und Würzburg. Anfang Juli waren wir vom Vorstand auf Einladung der SpVgg deswegen auch schon in Bayreuth zur Sicherheitsbesprechung zu Gast. Auf eine Mannschaft, auf die wir uns auch besonders freuen, ist die SpVgg Ansbach, gegen die die wir am dritten Spieltag antreten. Wir kennen den Verein aus der Bayernliga gut. Außerdem besteht ein sehr guter Draht auf Funktionärsebene. Und es gibt eine Fanfreundschaft, die dermaßen eng ist, dass es der explizite Wunsch der beiden Fanlager ist, die Gästetrennung im Stadion aufzuheben. Ob das die Polizei mitmacht, müssen wir noch sehen, aber wir erwarten eine gute Stimmung.
Bisher haben Sie vier neue Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Mit Patrick Görtler und Andreas Mahr kommen zwei Routiniers. Warum haben Sie die beiden geholt?
Sascha Dorsch: Patrick Görtler hat es schon einmal höherklassig versucht. Das Talent dazu hat er, war dann aber verletzt. Auch hat er bereits für die Jugend der Eintracht gespielt und kennt die Mannschaft perfekt. Andreas Mahr kommt aus Lichtenfels und Trainer Gernlein wollte ihn, weil er auf dem Platz viel Körperlichkeit reinbringt, er weiß, wie man im Spiel ein Zeichen setzt und er geht voran.
Die Neuzugänge Luca Auer und Nico Baumgartl sind beide 19 Jahre alt. Sehen Sie die beiden in der Startelf oder zu Beginn eher auf der Bank?
Sascha Dorsch: Nico kommt aus der Jugend und Luca war auch schon bei uns. Luca hat klar gesagt, dass er Angebote von anderen Clubs hat, aber zur Eintracht zurück will, zurück ins Wohnzimmer hat er gesagt – auch um sich zu zeigen. Ich traue ihm auf jeden Fall die Stammelf zu. Bei Nico haben wir eher perspektivische Vorstellungen, aber wir würden ihm nicht sagen „bleib bei uns“, wenn wir ihn nicht einsetzen. Wir haben die Meisterschaft mit der Defensive gewonnen. Und auch in der Regionalliga wollen wir das ganz klar so machen: Hinten dichte Räume und dann schnelle Gegenstöße. Dafür ist Nico Baumgartl perfekt.
Sind weitere Einkäufe geplant?
Sascha Dorsch: Nein. Allerdings fällt Björn Schönwiesen immer noch mit Kreuzbandriss aus. Das ist extrem schade, weil uns da ein absoluter Charakterspieler fehlt. Aber ich denke, er kann bald wieder einsteigen. Nur wenn er nicht wieder fit wird, können wir uns vorstellen, uns noch einmal zu verstärken.
Würde der Verein an dieser Personalpolitik festhalten, falls der Klassenerhalt gelingen sollte?
Sascha Dorsch: Wenn der Klassenerhalt klappt, wird im zweiten Regionalliga-Jahr noch mehr Intensität reinkommen. Dann wird es perspektivisch darum gehen, neue Spieler zu holen, die die Mannschaft noch besser machen. Wir werden es nicht schaffen, jedes Jahr aus unserer Jugend genug Spieler dafür zu holen. Aber auch hier werden wir weiter versuchen, Spieler mit regionaler Identität einzubauen. Das heißt, wir sichten jetzt schon in der Region Spieler, mit denen wir uns verstärken können. Im ersten Jahr wollen wir es ohne weitere Verstärkung schaffen, um dann Schritt für Schritt sportlich zu wachsen.
Regionalliga Bayern
FC Eintracht Bamberg verliert 0:2 gegen TSV Aubstadt
Nach einem Sieg im ersten Saisonspiel der Regionalliga Bayern unterlag der FC Eintracht Bamberg am Wochenende im zweiten Spiel auswärts gegen den TSV Aubstadt. Ein früher Rückstand und ein Platzverweis machten es den Bambergern schwer, ihren Spielplan zu entfalten.
Mit breiter Brust, so der Verein in einer Mitteilung, ging die Eintracht nach dem Auftaktsieg gegen den FV Illertissen Am Freitagabend (28. Juli) ins Spiel gegen den TSV Aubstadt. Allerdings habe die Euphorie nicht lange geharlten, denn die Unterfranken leiteten durch einen schnellen Führungstreffer den Sieg in der heimischen Arena früh ein.
Per Freistoß fiel das schnelle 0:1 – der erste Gegentreffer der Saison für Bamberg. Leonard Langhans zirkelte einen direkten Freistoß von der linken Strafraumkante über die Mauer und ins Tor von Fabian Dellermann. Dieser konnte den Ball zwar noch mit der Faust erreichen, allerdings ohne den Treffer zu verhindern.
In der Folge verteidigte Bamberg gewohnt zuverlässig – Entlastungen nach vorne gab es jedoch selten. Eintracht-Coach Jan Gernlein gestand entsprechend nach dem Spiel ein: „Unser Plan ist leider nicht aufgegangen. Das Spiel lief zwar so, wie wir es erwartet haben. Aubstadt hatte oft den Ball und viel Kontrolle, wir haben gut dagegengehalten. Wir wollten allerdings Nadelstiche setzen, sind aber durch oftmals schlechte Entscheidungen nicht in die Räume gekommen, um gefährlich zu werden. Bis auf die beiden Standart-Tore haben wir es mutig und gut verteidigt und versucht auch mitzuspielen.“
Denn eine weitere Standardsituation sorgte vor den 1.025 Zuschauerinnen und Zuschauern in der 62. Minute für den letztlichen Endstand. Vorausgegangen war ein Foul im Strafraum durch Bambergs Felix Popp, der für die Aktion außerdem mit roter Karte vom Platz gehen musste. Der FCE-Verteidiger hatte Aubstadts Stürmer Christopher Bieber zu Boden gerissen. Den anschließenden Strafstoß verwandelte der eingewechselte Michael Dellinger sicher.
Trotz 30-minütiger Unterzahl und Rückstand hielt Bamberg für den Rest des Spiels dagegen und ließ keine weiteren Treffer des TSV Aubstadt zu. Am Ende stand das Ergebnis von 0:2 aber zurecht fest.
Regionalliga Bayern
FC Eintracht Bamberg besiegt FV Illertissen und spielt nun gegen TSV Aubstadt
Regionalliga Bayern-Auftakt geglückt: Am Wochenende gewann der Aufsteiger FC Eintracht Bamberg sein erstes Spiel in der neuen Liga gegen den FV Illertissen mit 1:0. Morgen geht es im ersten Auswärtsspiel der Spielzeit gegen den TSV Aubstadt.
Ausgelassen sei die Stimmung im Bamberger Fuchs-Park-Stadion gewesen, so der Verein in einer Mitteilung, als am vergangenen Samstag (22. Juli) der FC Eintracht den FV Illertissen empfing. 1:0 für Bamberg ging das Spiel aus, die Rückkehr der Eintracht in Bayerns vierthöchste Spielklasse, die Regionalliga Bayern, war geglückt.
„Es hat uns glaube ich gutgetan, so in die Saison zu starten“, sagte Trainer Jan Gernlein, fügte allerdings auch an: „Man darf das jetzt aber nicht überbewerten, wir haben noch 33 Spieltage vor uns.“ Und richtig, schon in der nächsten Partie wartet eine Mannschaft, die ebenfalls mit einem Sieg in die Saison gestartet ist.
Der TSV Aubstadt spielt seit seinem Aufstieg 2019 durchgängig in der Regionalliga Bayern. Die Unterfranken belegten in ihren ersten beiden Spielzeiten mit Platz fünf und sechs abstiegssichere Positionen. Die letzte Saison schloss Aubstadt auf dem elften Platz ab.
Cheftrainer ist seit dieser Saison Julian Grell, der bereits langjähriger Spieler und Kapitän der Mannschaft war. Zusammen mit Joseph Francic hatte er im März die Mannschaft zuerst interimsweise übernommen. Der TSV startete mit einem verdienten 3:0 Auswärtserfolg gegen die SpVgg Fürth II in die Saison und belegt damit aktuell Platz eins.
Jan Gernlein sagte über Bambergs nächsten Gegner: „Das ist eine sehr gute und talentierte Mannschaft. Sie kommen über den Kampf und haben ein starkes Umschaltspiel. Sie haben viel Speed nach vorne und werden unsere Abwehr beschäftigen. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel.“
Pflichtspielauftakt
TOTO-Pokal: FC Eintracht startet gegen SV Buckenhofen
Noch befindet sich der FC Eintracht Bamberg in der Saisonvorbereitung für die Regionalliga, die in ein paar Tagen (20. Juli) beginnt. Doch der Pflichtspielauftakt steht schon heute Nachmittag (16. Juli) an. Im TOTO-Pokal geht es gegen den SV Buckenhofen.
Der TOTO-Pokal ist der Verbandspokal des Bayerischen Fußballverbands (BFV) und wird seit 1998 ausgespielt. Der Gewinner des Wettbewerbs kann sich einen der beiden Startplätze des BFV für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals sichern. Rekordsieger des Pokalwettbewerbs ist der SSV Jahn Regensburg mit sieben Titeln. Amtierender Titelträger ist der FV Illertissen, auf den der FC Eintracht Bamberg zum Regionalliga-Auftakt treffen wird.
In der ersten Runde des Pokals spielt Bamberg heute Nachmittag, 16 Uhr, auswärts gegen den SV Buckenhofen aus der Landesliga Nordost. In diese war die Mannschaft erst vergangenes Jahr aufgestiegen, nachdem sie 2022 die Bezirksliga Mittelfranken Nord gewinnen konnte.
FCE-Trainer Gernlein weiß entsprechend um die Qualitäten des Gegners. „Buckenhofen hat eine starke Saison in der Landesliga gespielt und sich gut verstärkt“, zitiert eine Mitteilung des Vereins Gernlein. „Wir werden sie keineswegs unterschätzen.“
Bambergs Form ist nach den Ergebnissen des vergangenen Wochenendes allerdings noch etwas schwerer einzuschätzen. Gegen die 2. Mannschaft des FC Ingolstadt 04 schlug sich die Eintracht lange Zeit ordentlich und ging früh in Führung. Jedoch gab die Mannschaft in der letzten halben Stunde die Partie aus der Hand und verlor noch mit 2:1.
Das zweite Testspiel hingegen gewannen die Bamberger mit 4:0 Sieg gegen Kasendorf, was gleichzeitig den dritten Sieg der Vorbereitung bedeutete. Mit dem Pokalspiel gegen den SV Buckenhofen wird es in der neuen Saison nun zum ersten Mal ernst für die Eintracht.
Jan Gernlein möchte das Spiel aber wie jedes Pflichtspiel gewinnen: „Für die Mannschaft und den Verein ist es toll, solche Spiele zu haben, in denen es um etwas geht. Wir wollen eine Runde weiterkommen und eine gute Leistung zeigen.“
Rettungswagen und Personal vor Ort
FC Eintracht Bamberg: Malteser übernehmen Sanitätsdienst im Stadion
Bei den Heimspielen des FC Eintracht in der Regionalliga Bayern wird in Zukunft der Sanitätsdienst der Malteser für die medizinische Sicherheit der ZuschauerInnen sorgen. Regelmäßig werden sie mit einigem Personal im Fuchs-Park-Stadion anwesend sein.
Kommt es in Zukunft während den Regionalliga-Bayern-Spielen der 1. Herrenmannschaft des FC Eintracht Bamberg im Publikum zu medizinischen Zwischenfällen, übernimmt der Sanitätsdienst der Malteser die Erstversorgung. Dabei kann es sich um kleinere Verletzungen, Sonnenstiche oder Übelkeit handeln. Auch schwerere Fälle werden die Malteser betreuen. Das teilte der Hilfsdienst heute (4. Juli) mit.
In der Regel sollen die Malteser mit einem Rettungswagen oder Krankenwagen sowie vier bis 12 Sanitäterinnen und Sanitätern vor Ort sein. Bei Spielen mit großer Publikumszahlen oder Risikospielen sollen die Kapazitäten entsprechend angepasst werden.
„Wir spüren nach dem Aufstieg des FC Eintracht Bamberg in die Regionalliga eine unheimliche Fußball-Begeisterung in der Stadt“, sagt Pascal Fellinger, Leiter der Sanitätsdienste bei den Maltesern in Ober- und Mittelfranken. „Wir freuen uns sehr, hier aktiv unseren Teil dazu beitragen zu können. Es ist schön, unsere langjährige Erfahrung von Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen einbringen zu dürfen.“ Auch zum Beispiel beim 1. FC Nürnberg sind die Malteser, zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, aktiv.
Auch Sascha Dorsch, Vorstandssprecher des FC Eintracht, ist froh, die Malteser als Dienstleister gewonnen zu haben. „Wir bekommen hier einen kompetenten und zuverlässigen Partner. Das war uns von Anfang an wichtig, weil wir ja 17 Heimspiele sanitätsdienstlich abdecken müssen. Die Sicherheit und im Fall der Fälle – medizinische Versorgung – unserer Zuschauer steht für uns an erster Stelle.“
FC Eintracht Bamberg ist dabei
Regionalliga Bayern: Paarungen des ersten Spieltags bekanntgegeben
Am 20. Juli beginnt die neue Saison der Regionalliga Bayern. Zum ersten Mal seit acht Jahren ist auch der FC Eintracht Bamberg Teil von Bayerns vierthöchster Spielklasse. Der Bayerische Fußballverband hat nun die Paarungen des ersten Spieltags bekanntgeben.
Die elfte Saison der Regionalliga Bayern startet am 20. Juli. Bis zur Winterpause, die am 26. November beginnt, hat der Bayerische Fußballverband 17 Spieltage angesetzt. Rückrundenauftakt ist am 1. März und der letzte Spieltag am 18. Mai 2024. Der Meister spielt gegen den Titelträger der Regionalliga Nord in Hin- und Rückspiel um einen freien Platz in der 3. Liga. Außerdem qualifiziert sich der Liga-Sieger für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals.
Los geht die Saison mit dem Aufeinandertreffen zweier Rückkehrer in die Regionalliga Bayern. So spielen am 20. Juli, um 18:45, der Drittliga-Absteiger SpVgg Bayreuth und der Bayernliga-Süd-Meister SV Schalding-Heining gegeneinander.
Sportlich haben die Klubs der Regionalliga Bayern zuletzt geliefert. In elf Jahren des Ligabestehens schafften acht Vereine den Sprung in die 3. Liga – jüngst die SpVgg Unterhaching im Duell mit Nordost-Meister FC Energie Cottbus. „Das ist eine beeindruckende Bilanz und unterstreicht die Stärke unserer Liga im nationalen Vergleich“, sagt Verbands-Spielleiter Josef Janker.
Bamberg gegen Illertissen
Nach einer dominanten Saisonleistung machte der FC Eintracht Bamberg im Mai den Aufstieg in die Regionalliga Bayern klar. Zum ersten Mal seit acht Jahren spielen die Bamberger nun in Bayerns vierthöchster Spielklasse. Am 22. Juli, 14 Uhr, bekommen sie es im heimischen Stadion mit dem FV Illertissen zu tun. Die Mannschaft aus der Neu-Ulmer Gegend hatte die zurückliegende Spielzeit auf dem 9. Platz abgeschlossen.
Die weiteren Paarungen des ersten Spieltags sind:
- SpVgg Bayreuth gegen SV Schalding Heining,
- SV Wacker Burghausen gegen FC Bayern München,
- TSV Buchbach gegen SpVgg Ansbach,
- 1. FC Schweinfurt 05 gegen SV Viktoria Aschaffenburg,
- 1. FC Nürnberg II gegen DJK Vilzing,
- FC Würzburger Kickers gegen FC Memmingen,
- Türkgücü München gegen FC Augsburg II
- SpVgg Greuther Fürth II gegen TSV Aubstadt.
Regionalligasaison
FC Eintracht Bamberg: Vier nicht unbekannte Neuzugänge
Für die kommende Regionalligasaison hat der FC Eintracht Bamberg vier neue Spieler verpflichtet. Der Verein holte die Neuzugänge wegen ihrer Erfahrung oder Zukunftsperspektive. Außerdem haben alle vier haben eine Eintrachtvergangenheit.
Die Vorbereitungen des FC Eintracht Bamberg auf die kommende Regionalligasaison gehen weiter. Nachdem der Verein kürzlich noch den Abgang von Moritz Kaube vermeldete, präsentierte er nun Neuzugänge. Die vier Spieler sind dabei keine Unbekannten bei der Eintracht.
„Unser Ziel ist es seit Jahren, Spieler in unsere erste Mannschaft zu integrieren, die aus der Region kommen und möglichst auch eine FCE-Vergangenheit haben“, zitiert eine Mitteilung des Vereins Fußball-Abteilungsleiter Sascha Dorsch zur Kaderplanung für die Regionalligasaison 2023 //2024.
Mit Mittelstürmer Patrick Görtler kehrt ein Spieler zu den Bambergern zurück, der im Verein vor einigen Jahren bereits in der D‑Jugend spielte. Nach seiner Zeit in den Nachwuchsteams der Mannschaft sei er auf Anhieb ein schussgewaltiger Vollstrecker in der ersten Mannschaft geworden. 2020 folgte Görtler allerdings dem Werben des FC Ingolstadt, um unter Profibedingungen trainieren zu können. Nur eine Verletzung und Corona-Beschränkungen hätten verhindert, dass er den Sprung ins Profiteam schaffte. Nun komme er vom ATSV Erlangen zurück in seinen Heimatverein. Für die Mittelfranken erzielte er in der vergangenen Saison 14 Tore.
Beim zweiten der Neuzugänge handelt es sich um den 19-jährigen Luca Auer. Er kehrt aus der U19 Bundesligajugend des FC Nürnberg zurück nach Bamberg. „Luca war schon in der U15 bei uns Spielführer und ist ein herausragendes Talent und ein überragender Mensch“, sagt Sascha Dorsch. In der vergangenen Saison absolvierte der defensive Mittelfeldspieler 16 Partien in der U19-Bundesligamannschaft des Clubs. „Luca kann bei uns eines der zukünftigen Gesichter der Domreiter werden. Er bringt alles dafür mit.“
Andreas Mahr und Nico Baumgartl
Etwas mehr Routine soll hingegen der 30-jährige Andreas Mahr mit in den Fuchs-Park bringen, der schon in der U19 des FC Eintracht Bamberg gespielt hat. Nach seiner Zeit in Bamberg spielte der Gymnasiallehrer unter anderem für Jahn Regensburg, den FC Tegernheim und den FC Passau in der Landes- und Bayernliga, ehe er berufsbedingt nach Oberfranken zurückkehrte und zuletzt für den FC Lichtenfels in der Landesliga Stammspieler war. „Andreas ist ein extrem robuster und zweikampfstarker Spieler, der als Führungsfigur auf dem Platz agiert“, sagt Dorsch. Aufgrund seiner Erfahrung und körperlichen Präsenz traue ihm Bambergs Coach Jan Gernlein eine gute Rolle in der neuen Saison zu.
Nico Baumgartl, der vierte aktuelle Neuzugang, kommt aus dem Kader der U19. „Nico ist aus unserer Sicht ein Riesentalent, der mit seiner Schnelligkeit und seinem guten 1:1‑Spiel für die eine oder andere Überraschung sorgen kann. Wir wollen Nico an den Stamm der ersten Mannschaft heranführen und ihn für die Zukunft aufbauen.“