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Jugendliche

Bam­ber­ger Unter­neh­men begeis­tern Jugendliche

Gro­ßer Zuspruch beim Girls‘ und Boys‘ Day

Über 500 Plät­ze stell­ten Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen beim dies­jäh­ri­gen Girls‘ und Boys‘ Day für Jugend­li­che in der Stadt Bam­berg zur Ver­fü­gung, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. An die­sem Tag konn­ten Mäd­chen und Jun­gen Berufs­fel­der ken­nen­ler­nen, in denen ihr Geschlecht für gewöhn­lich unter­re­prä­sen­tiert ist.

Knapp 40 Hand­werks­be­trie­be, Unter­neh­men, die Uni­ver­si­tät und Insti­tu­tio­nen haben rund 370 Mäd­chen in der Stadt Bam­berg einen Ein­blick in ihre Abläu­fe gege­ben. Par­al­lel gab es über 130 Plät­ze für Jun­gen in Bam­berg beim Boys’ Day in den Berei­chen Erzie­hung, Sozia­les, Gesund­heit, Pfle­ge sowie kauf­män­ni­sche Berufe.

Auch die Stadt Bam­berg und ihre Toch­ter­ge­sell­schaf­ten betei­lig­ten sich an dem Akti­ons­tag mit etli­chen Ange­bo­ten, zum Bei­spiel die Stadt­ver­wal­tung mit der EDV, Bam­berg Ser­vice mit Plät­zen als Kraft­fahr­zeug­tech­ni­ke­rin, als Fach­agrar­wir­tin für Baum­pfle­ge oder als Schrei­ne­rin. Alle Plät­ze beim Girls‘ Day der Bam­ber­ger Feu­er­wehr waren aus­ge­bucht. Die Stadt­wer­ke Bam­berg stell­ten ins­ge­samt 22 Plät­ze in den Beru­fen Berufs­kraft­fah­re­rin, Anla­gen­me­cha­ni­ke­rin, Elek­tro­ni­ke­rin und Fach­an­ge­stell­te im Bäder­be­trieb zur Ver­fü­gung. 50 Plät­ze bei der Sozi­al­stif­tung Bam­berg waren eben­falls kom­plett ausgebucht.

Um das Enga­ge­ment der betei­lig­ten Unter­neh­men zu hono­rie­ren, besuch­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp gemein­sam mit Blan­ka Lau­ter­bach, die wäh­rend des Girls Day den Beruf des Bür­ger­meis­ters ken­nen­lern­te, ver­schie­de­ne Fir­men und Insti­tu­tio­nen, die Mäd­chen und Jungs zu Gast hat­ten. „Die betei­lig­ten Unter­neh­men kön­nen an dem Akti­ons­tag für span­nen­den Beru­fe wer­ben und ihr gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment für Chan­cen­gleich­heit zei­gen“, so Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

So war er auch mit Ruth Voll­mar, Lei­te­rin der Wirt­schafts­för­de­rung, und Ele­na Hüm­mer, Gleichstellungs­beauftragte der Stadt Bam­berg, stell­ver­tre­tend bei der Elf­lein Unter­neh­mens­grup­pe, wo fünf Mäd­chen den Beruf als Kauf­frau für Spe­di­ti­on und Logis­tik ken­nen­ler­nen konn­ten. Außer­dem gab es bei Elf­lein par­al­lel ein Ange­bot für fünf Jungs, die in den Beruf als Kauf­mann für Büro­ma­nage­ment schnup­pern konn­ten. Geschäfts­füh­rer Rüdi­ger Elf­lein for­der­te die Jun­gen und Mäd­chen auf, den Tag zu nut­zen und kei­ne Angst davor zu haben, Fra­gen zu stel­len. Ein High­light des Tages war die Fahrt in einem Elek­tro LKW – und zwar am Steuer!

Im Digi­ta­len Grün­dungs­zen­trum Lag­ar­de 1 durf­ten rund 20 Mäd­chen einen Tag als Grün­de­rin erle­ben, dabei erfolg­rei­che Vor­bil­der ken­nen­ler­nen und ihre eige­ne Geschäfts­idee ent­wi­ckeln und vor­stel­len. „Habt Mut etwas aus­zu­pro­bie­ren“, sag­te Sarah See­wald von der All­tags­gold GmbH. Die Grün­de­rin­nen von Fifi Furo­re, Johan­na Bisch­off, und ver­venu, Mari­na Par­theymül­ler und Ste­phi Häm­mer­lein, ermu­tig­ten die Mäd­chen bereits jetzt aktiv zu wer­den und kei­ne Angst vor Feh­lern zu haben.

Die RZB Rudolf Zim­mer­mann Bam­berg GmbH ist seit der Erfin­dung des Girls‘ Day dabei und bil­det bereits seit Jah­ren erfolg­reich jun­ge Frau­en zu Elek­tro­ni­ke­rin­nen und Mecha­tro­ni­ke­rin­nen aus. Auch in die­sem Jahr bot das Unter­neh­men wie­der Plät­ze zum Schnup­pern an. „Wir brau­chen jun­ge Frau­en in tech­ni­schen Beru­fen, um auch das Mor­gen unse­res Unter­neh­mens zu gestal­ten“, so Jan Scholl­mei­er, der Aus­bil­dungs­lei­ter des Unternehmens.

Die Gleich­stel­lungs­stel­le und die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Bam­berg unter­stüt­zen den Akti­ons­tag seit vie­len Jah­ren. „Der Bedarf an Fach­kräf­ten wird blei­ben. Dafür ist es wich­tig, Ste­reo­ty­pen auf­zu­wei­chen und Mäd­chen als auch Jun­gen die Mög­lich­keit zu geben auch „unty­pi­sche“ Beru­fe ken­nen­zu­ler­nen“, betont Ruth Voll­mar, Lei­te­rin der Wirtschaftsförderung.

Inter­na­tio­na­ler Tag der Jugend

Gesund durch die Puber­tät: War­um der Gesund­heits­check für Jugend­li­che so wich­tig ist

Zum Inter­na­tio­na­len Tag der Jugend ruft das Bun­des­in­sti­tut für Öffent­li­che Gesund­heit dazu auf, die kos­ten­lo­se J1-Unter­su­chung zu nutzen.

Von Ess­stö­run­gen über Fehl­stel­lun­gen bis zu Dia­be­tes oder Asth­ma: Vie­le ernst­zu­neh­men­de Erkran­kun­gen machen sich erst­mals im Jugend­al­ter bemerk­bar oder ver­schlech­tern sich in die­ser Zeit. Eine früh­zei­ti­ge Dia­gno­se und Behand­lung kön­nen den Ver­lauf vie­ler Erkran­kun­gen ver­bes­sern und die Gesund­heit jun­ger Men­schen lang­fris­tig stär­ken. Aus die­sem Grund macht das Bun­des­in­sti­tut für Öffent­li­che Gesund­heit (BIÖG) am Inter­na­tio­na­len Tag der Jugend auf die kos­ten­lo­se J1-Jugend­ge­sund­heits­un­ter­su­chung auf­merk­sam, die in Kin­der- und Jugend­pra­xen oder in der Haus­arzt­pra­xis durch­ge­führt wer­den kann. Denn vie­len Fami­li­en ist die­ses Ange­bot nicht bekannt. Weni­ger als die Hälf­te nimmt am J1-Gesund­heits-Check teil, bei den U‑Untersuchungen bei Kin­dern sind es mehr als 90 Prozent.

Die J1-Jugend­un­ter­schung wird im Alter zwi­schen 12 und 14 Jah­ren ange­bo­ten. In die­sem Zeit­raum ver­än­dert sich der Kör­per sicht­bar und mit Beginn der Puber­tät erle­ben vie­le Jugend­li­che auch emo­tio­nal eine Ach­ter­bahn­fahrt. Inmit­ten die­ser Umbrü­che ist es für Eltern und päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te manch­mal schwer, Risi­ko­fak­to­ren oder Krank­heits­sym­pto­me von nor­ma­len Ent­wick­lungs­schrit­ten zu unterscheiden.


Wachs­tums­schmer­zen, Gefühls­cha­os, Haut­ver­än­de­run­gen: Was ist normal?

Die J1-Unter­su­chung gibt Jugend­li­chen und ihren Eltern die Sicher­heit, dass trotz aller kör­per­li­chen und emo­tio­na­len Ver­än­de­run­gen gesund­heit­lich alles in Ord­nung ist. Falls doch etwas auf­fällt, erhal­ten sie früh­zei­tig eine qua­li­fi­zier­te Ein­schät­zung und kos­ten­lo­se Bera­tung zu mög­li­chen Behand­lungs­schrit­ten. Die J1 dient als Gesund­heits-Check mit der Früh­erken­nung von Ent­wick­lungs- oder Hor­mon­stö­run­gen, der Kon­trol­le des Impf­sta­tus und der Ein­schät­zung der psy­chi­schen Gesund­heit. Nach den U‑Untersuchungen im Kin­des­al­ter (U1 bis U9) ist sie die ers­te Früh­erken­nungs­un­ter­su­chung, die Jugend­li­che auch eigen­stän­dig – also ohne ihre Eltern oder ande­re Sor­ge­be­rech­tig­te – wahr­neh­men können.


Schwei­ge­pflicht gilt auch für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten unter 18 Jahren

Ärz­tin­nen und Ärz­te unter­lie­gen bei der J1-Unter­su­chung der Schwei­ge­pflicht. Das bedeu­tet: Jugend­li­che kön­nen ent­schei­den, ob die Eltern über die Ergeb­nis­se infor­miert wer­den sol­len – nur wenn bei der Unter­su­chung eine schwer­wie­gen­de Erkran­kung fest­ge­stellt wird, dür­fen Ärz­tin­nen und Ärz­te die­se Ver­trau­lich­keit bre­chen. Wäh­rend der Unter­su­chung haben Jugend­li­che außer­dem die Mög­lich­keit, eige­ne Fra­gen zu stel­len – auch zu The­men, die ihnen im Gespräch mit Eltern, Lehr­kräf­ten oder Gleich­alt­ri­gen unan­ge­nehm sein könn­ten. Die J1 schafft damit einen geschütz­ten Raum, in dem Sor­gen offen ange­spro­chen wer­den kön­nen, sie för­dert die Selbst­stän­dig­keit und Gesund­heits­kom­pe­tenz der jun­gen Menschen.


Das pas­siert bei der J1-Untersuchung

Die Unter­su­chung besteht aus vier zen­tra­len Bestand­tei­len: einem per­sön­li­chen Gespräch, einer umfas­sen­den kör­per­li­chen Unter­su­chung, der Bespre­chung der Ergeb­nis­se inklu­si­ve Bera­tung sowie einem Impf­check. Bei der kör­per­li­chen Unter­su­chung werden:

Kör­per­grö­ße und Gewicht gemessen,

Herz und Lun­ge abgehört,

der Blut­druck bestimmt,

Orga­ne und Bewe­gungs­ap­pa­rat untersucht,

der Stand der Puber­täts­ent­wick­lung überprüft,

eine Urin­pro­be genommen,

ggf. für eine nähe­re Abklä­rung Blut abge­nom­men und die Blut­wer­te untersucht.


Ganz­heit­li­che Ver­sor­gung Jugend­li­cher: Auch die Psy­che kommt zur Sprache

Die J1 nimmt neben dem Kör­per auch das psy­chi­sche Wohl­be­fin­den in den Blick. Ob Schlaf­stö­run­gen, Zukunfts­ängs­te oder belas­ten­de Situa­tio­nen zu Hau­se oder in der Schu­le: Jugend­li­che kön­nen bei der J1 offen über das spre­chen, was sie beschäf­tigt und Fra­gen stel­len. Natür­lich gibt es kei­ne Ver­pflich­tung – aller­dings bie­tet es den Jugend­li­chen die Mög­lich­keit, selbst Fra­gen zu stel­len, gera­de zu The­men, die im Fami­li­en- oder Freun­des­kreis unan­ge­nehm sein kön­nen, zum Bei­spiel zu Sexua­li­tät, Ver­hü­tung oder Dro­gen­kon­sum. Die J1 ist damit mehr als ein rei­ner Gesund­heits-Check – sie ist ein ver­trau­li­ches Gesprächs­an­ge­bot in einer sen­si­blen Lebensphase.


Kam­pa­gne „J1 – Lass che­cken!“: Mehr­spra­chi­ge Infos zur J1

Auf www.j1-info.de spricht das Bun­des­in­sti­tut für Öffent­li­che Gesund­heit Jugend­li­che direkt an – jugend­ge­recht und in elf Spra­chen. Fach­kräf­te in Kom­mu­nen sowie Eltern fin­den auf dem Por­tal www.kindergesundheit-info.de zahl­rei­che Mate­ria­li­en zur Kin­der­ge­sund­heit – vie­le davon auch in Ara­bisch, Tür­kisch, Ukrai­nisch und wei­te­ren Spra­chen. Beson­ders hilf­reich: ein Ter­min­rech­ner, mit dem Eltern die Unter­su­chungs­ter­mi­ne indi­vi­du­ell ermit­teln kön­nen, sowie digi­ta­le Eltern­brie­fe, die per E‑Mail an anste­hen­de Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen erinnern.

Neue Inter­net­sei­te „Klär­werk“ für jun­ge Men­schen und Familien

Stadt Bam­berg und Gesund­heits­re­gi­on plus akti­vie­ren Netz­wer­ke zur Stär­kung psy­chi­scher Unterstützungsangebote

Mit der neu­en Inter­net­sei­te „Klär­werk“ der Gesund­heits­re­gi­on plus wer­den künf­tig Ange­bo­te zur Unter­stüt­zung der psy­chi­schen Gesund­heit von Kin­dern, Jugend­li­chen, jun­gen Erwach­se­nen und Fami­li­en in der Regi­on Bam­berg bekannt gemacht.

Die Covid-19-Pan­de­mie ist eine Her­aus­for­de­rung für vie­le Lebens­be­rei­che und schränkt uns alle in unter­schied­lichs­ter Wei­se seit Anfang 2020 ein. Die pan­de­mi­sche Situa­ti­on führt zu erheb­li­chen Belas­tun­gen, Ver­lust­er­leb­nis­sen, gestei­ger­ten fami­liä­ren Pro­ble­men und einem Gefühl von Hoff­nungs­lo­sig­keit. Ins­be­son­de­re für Kin­der und Jugend­li­che erge­ben sich enor­me emo­tio­na­le Belas­tun­gen, die auch nach Coro­na Fol­gen haben wer­den. Eine gute psy­cho­lo­gi­sche Ver­sor­gung in der Regi­on ist aus die­sem Grund enorm wich­tig. Eben­so wich­tig ist aber auch, dass ent­spre­chen­de Ange­bo­te für Betrof­fe­ne leicht zu fin­den sind. Mit der Inter­net­sei­te https://www.klaerwerk-bamberg.de der Gesund­heits­re­gi­on plus wird die Suche Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten erheb­lich vereinfacht.

Auf Ein­la­dung des Sozi­al­re­fe­rats haben sich dazu Anfang Mai Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Poli­tik, der Ver­wal­tung, Bera­tungs­leh­re­rin­nen und ‑leh­rer, Schul­psy­cho­lo­gin­nen und ‑psy­cho­lo­gen, der Jugend­ar­beit und Fami­li­en­stütz­punk­te et cete­ra bei einem gemein­sa­men Online-Tref­fen aus­ge­tauscht. Dabei wur­de deut­lich, dass es bereits vie­le Ange­bo­te es zur Unter­stüt­zung der psy­chi­schen Gesund­heit von Kin­dern, Jugend­li­chen, jun­gen Erwach­se­nen und Fami­li­en in Bam­berg bereits gibt. Die­se wur­den auf der Inter­net­sei­te der Gesund­heits­re­gi­on plus www.klaerwerk-bamberg.de nun aufgelistet.


Ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Wer­be­maß­nah­men geplant

Bei einem wei­te­ren Tref­fen Anfang Juni haben sich Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von, auch spe­zia­li­sier­ten, nie­der­ge­las­se­nen Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten und die Stadt­ver­wal­tung aus­ge­tauscht. Hier­bei ging es in ers­ter Linie dar­um, wel­che Mög­lich­kei­ten es für Fami­li­en und Lehr­kräf­te gibt, um mit Pro­ble­men, die durch die Covid-19-Pan­de­mie her­vor­ge­ru­fen wer­den, bes­ser umge­hen zu kön­nen. Dem­entspre­chen­de Ange­bo­te für Eltern und Ange­hö­ri­ge sowie Fach­per­so­nen sind nun eben­falls auf https://www.klaerwerk-bamberg.de zu finden.

In den kom­men­den Wochen und Mona­ten wer­den noch wei­te­re Ange­bo­te ent­wi­ckelt und auf der Sei­te ver­öf­fent­licht. Zudem sol­len in Zukunft ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Wer­be­maß­nah­men zu den Ange­bo­ten der Unter­stüt­zung der psy­chi­schen Gesund­heit fol­gen, damit mög­lichst alle die facet­ten­rei­chen Ange­bo­te auch wahr­neh­men und – im indi­vi­du­el­len Bedarfs­fall – anneh­men können.

„Wir möch­ten alle betrof­fe­ne Per­so­nen und Fami­li­en – oder alle, die Sor­ge haben wohl­mög­lich betrof­fen sein zu – ein­la­den, auf die Sei­te zu schau­en und die Hil­fe- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te zu nut­zen“, betont Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsenkamp.

Audio-Walk

Stadt­füh­rung ein­mal anders

Jugend­li­che drü­cken sich krea­tiv über Kör­per, Kame­ra und Mikro­fon aus, so das Ziel des Pro­jekts „ETA: Zeig dei­ne Stadt“, das vom ETA Hoff­mann Thea­ter, dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und der inno­va­ti­ven Sozi­al­ar­beit (iSo) e.V. für Jugend­li­che zwi­schen 13 und 18 Jah­ren ange­bo­ten wird.

Gemein­sam mit den Teil­neh­men­den wer­den Orte der Stadt Bam­berg erkun­det, die für jun­ge Men­schen beson­ders wich­tig sind. Es wird her­aus­ge­fun­den, wel­che Geschich­te die Orte haben und die­se künst­le­risch mit dem All­tag von heu­te ver­knüpft. Dafür wer­den Kennt­nis­se der Ton- und Video­tech­nik, der Per­for­mance- und Thea­ter­kunst sowie des digi­ta­len Gestal­tens eines Web­auf­tritts ver­mit­telt.
Die Teil­neh­men­den kön­nen jeden Bereich aus­pro­bie­ren und selbst ent­schei­den, in wel­cher Art und Wei­se sie sich krea­tiv aus­drü­cken wol­len. Ziel des Pro­jekts ist, einen Audio-Walk zu ent­wi­ckeln, das heißt eine Stadt­füh­rung mit Audio-Gui­de, der alle Ergeb­nis­se ein­fasst und vor Publi­kum prä­sen­tiert wird.

Das Pro­jekt star­tet am Mon­tag, 29. März, um 10 Uhr. Ob der Start per­sön­lich oder online statt­fin­den kann, wird noch bekannt­ge­ge­ben. Die Tref­fen fin­den dann wöchent­lich don­ners­tags von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Inten­siv­pro­ben sind in den Oster- und Pfingst­fe­ri­en ange­setzt. Die Teil­nah­me ist kostenfrei.

Das Pro­jekt wird geför­dert durch „Zur Büh­ne“, das För­der­pro­gramm des Deut­schen Büh­nen­ver­eins im Rah­men von „Kul­tur macht stark. Bünd­nis­se für Bildung“.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind erhält­lich und eine Anmel­dung mög­lich bei Thea­ter­päd­ago­gin Saskia Zink unter saskia.zink@theater.bamberg.de oder unter 0951873028.

Film ab für die Jugend

Rota­ry Club Bam­berg-Dom­rei­ter unter­stützt Bam­ber­ger Kin­der und Jugend­li­che sowie Kinokultur

In Kri­sen­zei­ten Mehr­wert für jun­ge Men­schen schaf­fen und dabei gleich­zei­tig die Bam­ber­ger Kul­tur­sze­ne för­dern. Das war Anlass für den Rota­ry Club Bam­berg-Dom­rei­ter, ein beson­de­res Pro­jekt für die Jugend­ar­beit und Bam­ber­ger Kino­kul­tur ins Leben zu rufen und mit einer Spen­de von 2.000 Euro zu ermöglichen.

Wech­selnd besetz­te Klas­sen­zim­mer, lee­re Kino­sä­le, Distanz­un­ter­richt und Kino­ta­feln mit Titeln wie „The Virus strikes back – Part II“ zeich­nen das Bild einer nicht enden wol­len­den Pan­de­mie. Die Her­aus­for­de­run­gen für die Kul­tur­sze­ne und jun­gen Men­schen sind erheb­lich – das bele­gen nicht nur wirt­schaft­li­che Zah­len, son­dern mitt­ler­wei­le auch wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en oder aktu­el­le Kran­ken­kas­sen-Berich­te wie zum Bei­spiel der der Barmer.

Laut die­sem sind die Zah­len der Akut­be­hand­lun­gen sowie der Anträ­ge auf erst­ma­li­ge The­ra­pie bei Ver­si­cher­ten bis ein­schließ­lich 24 Jah­ren um sechs Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr gestie­gen. Zurück­ge­führt wird die­se Ent­wick­lung unter ande­rem auf die star­ken psy­chi­schen Belas­tun­gen durch die aktu­el­len Umstän­de wäh­rend der Covid-19-Pandemie.


Sozia­le Arbeit in Kri­sen­zei­ten wich­ti­ger denn je

Mat­thi­as Gens­ner, Geschäfts­füh­rer von iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit, betont „neben der Wei­ter-füh­rung und dem Aus­bau digi­ta­ler Ange­bo­te, liegt unser Augen­merk auf der Zeit nach dem Lock-down. Als Jugend­hil­fe­trä­ger ist es unse­re Auf­ga­be unter­stüt­zend für die jun­gen Men­schen da zu sein. Des­halb wol­len wir zügig Mög­lich­kei­ten und Struk­tu­ren schaf­fen, um Kin­der und Jugend­li­che aus even­tu­el­len Löchern zu holen und wie­der mit Gleich­alt­ri­gen zusam­men­zu­brin­gen.“ Die­se Auf­fas­sung teilt auch Micha­el Zachert, Prä­si­dent des Rota­ry Clubs Bam­berg-Dom­rei­ter. Im Rah­men einer beson­de­ren Spen­den­ak­ti­on unter­stützt der Club die Ange­bo­te des Jugend­hil­fe­trä­gers und för­dert gleich­zei­tig die Bam­ber­ger Kinokultur.


Film ab für die Jugend

„Mit die­ser beson­de­ren Spen­de wol­len wir Mehr­wert für vie­le Betrof­fe­ne der Coro­na­pan­de­mie schaf­fen. Indem wir den Aus­bau der Ange­bo­te der Jugend­ar­beit in Bam­berg för­dern, wol­len wir zum einen den jun­gen Men­schen klei­ne Licht­bli­cke geben und gleich­zei­tig die Kul­tur­sze­ne för­dern“, so Zachert.

Mit dem Geld sol­len Son­der­ver­an­stal­tun­gen sowie exklu­si­ve Akti­ons­ta­ge und ‑vor­stel­lun­gen der Offe­nen Jugend­ar­beit im Bam­ber­ger Licht­spiel- und Ode­on-Kino ermög­licht wer­den. Genau­so wer­den Kino­kar­ten für Kin­der und Jugend­li­che zur Ver­fü­gung gestellt, die noch nie ein Licht­spiel­haus besu­chen konn­ten oder sich beson­ders ehren­amt­lich enga­gie­ren. Die Geschäfts­füh­rung des Licht­spiels und Ode­ons, Dia­na Linz und Ger­rit Zach­rich, freu­en sich sehr ihre Pfor­ten für die jun­ge Gene­ra­ti­on zu öff­nen. „Gera­de in solch schwe­ren Zei­ten ist es für jun­ge Men­schen wich­tig, ab und zu abzu­schal­ten und wie­der mal mit Freun­den zum Bei­spiel einen guten Film zu genie­ßen. Wir stel­len unse­re Kino­sä­le ger­ne für die Ange­bo­te der Offe­nen Jugend­ar­beit zur Ver­fü­gung und freu­en uns auf die Zusammenarbeit.“

In die­sem Sin­ne kann man nur hof­fen, dass die Kino­ta­feln nicht bald den Titel „The Virus strikes back – Part III. One of the worst movies ever made“ ausrufen.