CHE-Masterranking
Bamberger Wirtschaftsinformatik bestätigt ihre Spitzenposition
Im diesjährigen CHE-Hochschulranking schneiden Bamberger Studiengänge erneut hervorragend ab. Die Masterstudierendenbefragung zeigt erfreuliche Ergebnisse für die Bamberger Wirtschaftsinformatik sowie die Betriebswirtschaftslehre und die Volkswirtschaftslehre.
Das CHE-Ranking ist das detaillierteste und umfassendste Ranking deutscher Universitäten und Fachhochschulen. Die nun veröffentlichten Ergebnisse der Masterstudierendenbefragung zeigen, dass die Bamberger Wirtschaftsinformatik dank ihrer herausragenden Einzelergebnisse in allen Kategorien an der Spitze liegt. Die Masterstudiengänge in den Fachbereichen Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre punkten vor allem bei der Studienorganisation beziehungsweise Betreuung der Studierenden. „Die exzellenten Ergebnisse zeigen, dass wir unseren Studierenden in Bamberg sehr gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium bieten. Auch in den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie mit ihren Kontaktbeschränkungen gelingt es uns an der Universität, ein soziales Miteinander zu schaffen und unsere Studierenden sehr gut zu betreuen“, sagt Prof. Dr. Stefan Hörmann, Vizepräsident für Lehre und Studierende der Universität Bamberg.
Sehr gute Bewertungen für die Wirtschaftsinformatik
Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) unterteilt die Ergebnisse aus der Masterstudierendenbefragung 2020 in acht Kategorien – vom Lehrangebot über die Betreuungs- und Studiensituation bis hin zu Auslandsaufenthalten. Die Bewertung erfolgt nach dem Schulnotensystem. Der Bamberger Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik erreicht überall sehr gute Bewertungen. Mit Spitzenwerten zwischen 1,3 und 1,6 in den acht Kategorien liegt er deutschlandweit erneut ganz vorne und erzielt damit ein Ergebnis, das weit über dem Durchschnitt anderer Hochschulen liegt.
Prof. Dr. Thorsten Staake, der für dieses Fach das CHE-Ranking betreut, freut sich über das hervorragende Ergebnis: „Erneut weist das CHE-Ranking die Bamberger Wirtschaftsinformatik als exzellenten Standort für die Ausbildung von Digitalisierungs-Experten aus. Wir verdanken diese Auszeichnung einer leistungs- und teamorientierten Atmosphäre und damit einem Klima, in dem es sich glänzend forscht, lehrt, lernt und lebt. Bamberg verbindet beste Studienbedingungen und exzellente Karrierechancen mit einer sehr hohen Lebensqualität.“ Exzellent bewerten die Studierenden unter anderem ihre Lehrenden, die Qualität der Lehrveranstaltungen, die internationale Ausrichtung und die Möglichkeit der individuellen, fachlichen Schwerpunktsetzung.
Studierende der VWL und BWL loben die gute Betreuung
Wer ein Studium mit einem Auslandsaufenthalt kombinieren will, ist bei der VWL genau richtig: Dass viele im Ausland erbrachte Studienleistungen in Bamberg anerkannt werden (1,4) und reichlich Informationen über Auslandsaufenthalte zur Verfügung gestellt werden (1,5), spielt hier eine gewichtige Rolle. „Wir freuen uns über die in vielen Bereichen sehr positive Bewertung unseres international ausgerichteten Studiengangs European Economic Studies“, sagt Prof. Dr. Marco Sahm, der das CHE-Ranking für die Bamberger VWL betreut. „Besonders stolz sind wir darauf, unsere Studierenden in einem angenehmen Lernklima persönlich beraten und intensiv betreuen zu können.“ Die im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gute Betreuung der Studierenden bringt die VWL in die Spitzengruppe.
Auch für die Bamberger BWL ist die Entwicklung sehr erfreulich. „Es ist uns vor allem gelungen, im Hinblick auf die Studienorganisation sehr gut abzuschneiden, was bei sehr hohen Studierendenzahlen eine große Herausforderung ist“, erklärt Prof. Dr. Alexander Fliaster, Inhaber des Lehrstuhls für Innovationsmanagement und Studiengangbeauftragter für BWL. „Darüber hinaus wissen unsere Studierenden die inhaltliche Breite des Lehrangebots und die damit verbundenen Möglichkeiten der individuellen Schwerpunktsetzung sehr zu schätzen.“ Auch das soziale Klima zwischen Studierenden und Lehrenden wird sehr positiv bewertet (1,7).
Befragte beurteilen den Umgang der Universität mit der Corona-Pandemie überaus positiv
In diesem Jahr führte das CHE parallel zur regulären Befragung der Masterstudierenden eine Sonderauswertung zum Studium während der Corona-Pandemie durch. Die Universität Bamberg erhält in allen Fächergruppen insgesamt eine Bewertung von 1,85 und schneidet damit im nationalen Vergleich sehr gut ab. Besonders positiv wurden die „Möglichkeiten zum Kontakt und zum fachlichen Austausch mit Lehrenden“ bewertet (Note 1,68) sowie die „technischen Rahmenbedingungen für digitale Lehrveranstaltungen“ (1,76).
Das CHE-Ranking beurteilt jedes Jahr ein Drittel der untersuchten Fächer neu. Für 2020 betrifft das unter anderem die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Volkswirtschaftslehre, deren Umfrageergebnisse unter Masterstudierenden nun vorliegen. Im Gegensatz zu anderen Rankings vergibt das CHE-Ranking keine einzelnen Rangplätze, sondern unterscheidet bei der Auswertung der Ergebnisse zwischen einer Spitzen‑, einer Mittel- und einer Schlussgruppe. Sie bieten Orientierung und geben einen Überblick über die Studienbedingungen an Universitäten und Fachhochschulen.
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Das Stadtecho fragt
Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg, antwortet
In jeder Ausgabe des Stadtechos legen wir einer Bamberger Persönlichkeit einen Fragebogen vor. Für die Oktoberausgabe hat Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg, den Fragebogen beantwortet.
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Fischbach, was wären Sie geworden, wenn Sie nicht der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg geworden wären?
Hoffentlich Herausgeber einer Musikzeitschrift.
Medien berichten derzeit vermehrt über Tendenzen an vor allem US-Amerikanischen Universitäten, systemisch Personal oder Inhalte von Lehrplänen, denen Diskriminierung vorgeworfen wird, zu boykottieren oder zu streichen – zusammengefasst unter dem Kampfbegriff „Cancel Culture“. Was halten Sie von diesem Begriff, diesen Entwicklungen und sehen Sie ähnliche Bestrebungen an hiesigen Universitäten?
Auf so schwierige Fragen unserer Zeit kann ich unmöglich in einem kurzen Fragebogen eine sinnvolle Antwort geben. Aber es wird sicher meine Aufgabe als Präsident sein, sich eben auch genau mit solch komplexen Themen konstruktiv auseinanderzusetzen.
Welche ist die tiefgehendste Veränderung, die die Universität Bamberg in der Corona-Pandemie hinter sich hat?
Die Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses.
Zahlen Sie gern Rundfunkgebühren?
Ja. Alleine für „Bayern 2“ lohnt es sich.
Töten Sie Insekten?
Niemals. Schlechtes Karma.
Darf man in Ihrem Schlafzimmer rauchen?
Sicher nicht.
Würden Sie gerne öfter Fahrrad fahren?
Seit mein Kind Fahrrad fahren kann, habe ich die Freude an gemeinsamen Radtouren neu entdeckt.
Ihr Leben wird verfilmt. Welcher Schauspieler sollte Sie spielen?
Ich möchte nicht, dass mein Leben verfilmt wird. Ich bin ein Mensch, der seine Privatsphäre sehr zu schätzen weiß.
Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone? Welche benutzen Sie am häufigsten?
182 (die Anzahl überrascht mich selbst). Besonders fehlen würden mir Bandcamp und Komoot.
Wovon waren Sie zuletzt überrascht?
Dass es für viele Menschen in der USA offensichtlich keine Rolle spielt, dass ihr Präsident fortwährend lügt.
Was ist Ihr größter Wunsch?
Eine gute Zukunft für mein Kind auf diesem Planeten.
Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Zeit für mich alleine und Zeit mit den Menschen, die ich liebe. Beides in Balance.
Worüber haben Sie sich zuletzt geärgert?
Gerne über andere, um (wie ich hinterher mitunter leider häufig feststellen muss) von dem Ärger auf mich selber etwas ablenken zu können.
Haben Sie ein Lieblingsgeräusch?
Ich liebe viele Arten von Musik und kann eigentlich immer und überall Musik hören.
Welchen Luxus leisten Sie sich?
Ab und zu Fleisch und Sushi zu essen.
Wovor haben Sie Angst?
Vor dem Klimawandel.
Wann haben Sie zuletzt geflirtet?
Heute morgen.
Wann und warum hatten Sie zum letzten Mal Ärger mit der Polizei?
Auch heute morgen. (Natürlich nur ein Scherz.)
Was war der schönste Moment Ihrer beruflichen Laufbahn? Welcher der Schlimmste?
Meine Berufung an die Universität Bamberg. Die Aufregung vor dem Berufungsvortrag.
Was ist Ihr Lieblingsschimpfwort?
Das würde ich niemals in dieser Öffentlichkeit verraten.
Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gern dabei gewesen?
Ich bin kein Fan von der Vorstellung, in die Vergangenheit zu reisen. Da gab es viel Gestank, Kriege und noch weniger Rechte von Frauen, Homosexuellen und nicht-weißen Menschen als heute.
Was ist Ihre schlechteste Angewohnheit?
Nicht Ungeduld.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fehler können immer passieren.
Ihre Lieblingstugend?
Verantwortung für die eigenen Fehler zu übernehmen.
Was mögen Sie an sich gar nicht?
Wenn ich eben das nicht getan haben sollte.
Was hätten Sie gerne erfunden?
Eine Maschine, bei der man einstellen kann, dass das Kind am Wochenende länger schläft und in der Woche gerne früh aufsteht.
Haben Sie ein Vorbild?
Menschen taugen als Vorbilder nur abschnittsweise, denn sie sind an sich ja immer schrecklich fehlbar. Ich bewundere aber doch einige. Wie gerade die Demonstranten in Belarus, die auf die Straße gehen, obwohl sie sich selber und ihr Familien damit gefährden.
Was lesen Sie gerade?
„Das blinde Licht: Irrfahrten der Wissenschaft“ von Benjamin Labatut.
Was ist Ihr Lieblingsbuch, Lieblingsalbum, Lieblingsfilm?
Ich lese gerne T.C. Boyle und Thomas Pynchon, höre entsetzlich viele verschiedene Musikstile und schaue gerne Science Fiction Filme.
Welche Musik hören Sie nur heimlich?
Ich höre sie HEIMLICH! Dann werde ich sie hier auch nicht verraten.
Was war Ihre größte Modesünde?
Weite Karohemden in den 80ern.
Mit wem würden Sie gerne eine Nacht durchzechen?
Mit meiner Frau. Die trinkt aber leider nichts.
Was ist Ihr liebstes Smalltalk-Thema?
Bierbrauen.
Was zeigt das letzte Foto, das Sie mit Ihrem Handy aufgenommen haben?
Bestimmt mein Kind.
Wovon haben Sie überhaupt keine Ahnung?
Von Schriftsteller Haruki Murakami. Das empfindet meine Frau aber als ein schlimmes Defizit.
Was finden Sie langweilig?
Haruki Murakami?
Sie sind in einer Bar. Welches Lied würde Sie dazu bringen, zu gehen?
Es geht weniger um das Lied, als darum, wer es wie spielt.
Was ist Ihre Vorstellung von Hölle?
Da halte ich es mit Sartre: Die Hölle, das sind die anderen.
Wie glauben Sie, würde Ihr Pendant von vor zehn Jahren auf Ihr heutiges Ich reagieren?
Mit Erstaunen.
Ich kann nicht leben ohne…
Es gibt erstaunlicherweise – von den inneren Organen, Luft, Nahrung und Wasser abgesehen – kaum etwas, ohne das Mensch nicht leben kann. Anfühlen tut sich das allerdings oft ganz anders.
Gibt es etwas, das Ihnen das Gefühl gibt, klein zu sein?
Wenn ich bei mittlerer Körperstatur neben deutlich größeren Kolleg*innen stehe.
In welchen Club sollte man unbedingt mal gehen?
Meine Empfehlung würde ihnen nichts nützen. Der Club hat bereits seit 2017 geschlossen.
Sind Sie Tänzer oder Steher?
Steher. Definitiv Steher.
Was war die größte Unwahrheit, die Sie je über sich gelesen haben?
Bislang wurde kaum je etwas über mich geschrieben.
Welches Problem werden Sie in diesem Leben nicht mehr in den Griff bekommen?
Dass ich jeden Morgen 100 Dinge im Kopf habe, die ich heute tun will und abends sind noch 90 davon übrig.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten wählen – was für ein Tier wären Sie gerne?
Ein Kronenkranich. Der kann sich nur ganz kurz etwas merken. Erinnert sich also vermutlich an keinerlei Probleme.
Das Stadtecho gibt eine Runde aus. Was trinken Sie?
Bier. Und ich probiere gerne etwas Neues aus aller Welt.