Mit dem Rad von Bambergs jüngstem Naturschutzgebiet in den Hain
„Bamberg on tour“ am 7. Juni führt ins Grüne
Ziel der „Bamberg on tour“ am Sonntag, dem 7. Juni, sind zwei der zweifelsfrei naturschutzfachlich wertvollsten Gebiete im Stadtgebiet, wie die Stadt Bamberg mitteilt: der Flugplatz Breitenau und der Bürgerpark Hain. Gerade wegen ihrer unterschiedlichen Entstehungsgeschichte und Nutzung beherbergen diese Areale eine Vielzahl an unterschiedlichen besonderen und seltenen Tier- und Pflanzenarten.
Treffpunkt ist der Mitteilung der Stadt Bamberg zufolge um 14 Uhr am Aero-Club Bamberg e.V., Zeppelinstraße 18. Von dort aus erkunden die Radlerinnen und Radler mit Thomas Fischer, Sachgebietsleiter und Fachkraft für Naturschutz beim Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg, den Flugplatz Breitenau, der jüngst als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Durch den Flugbetrieb und besondere Pflegemaßnahmen konnten auf über 80 Hektar Fläche 16 verschiedene Einzelbiotope entstehen.
Damit ist der Flugplatz größter Biotopkomplex im Stadtgebiet. Vor allem sandige und trockene Bereiche kommen hier vor, aber auch feuchte Stellen beherbergen eine Vielzahl an spezialisierten Arten. Diese extremen Standorte sind in Deutschland äußerst rar, aber von großer Bedeutung. Die Breitenau gilt als außergewöhnliches Beispiel für den „Schutz durch Nutzung“.
Einzigartig in Bayern
Anschließend geht es quer durch die Stadt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Bamberg: dem zwischen den beiden Regnitzarmen gelegenen „Hain“. Dieser ist einer der ältesten Bürgerparks Bayerns. Die ehemalige Auenlandschaft beherbergt ganz andere Tier- und Pflanzengesellschaften als der Flugplatz. Das Zusammenspiel von Wald, Wiesen und Wasser machen diesen Ort einzigartig in Bayern, sodass er als Schutzgebiet von europäischem Rang ausgewiesen wurde.
Start der „Bamberg on tour“ am Sonntag, 7. Juni 2026, ist um 14 Uhr am Aero-Club Bamberg e.V., Zeppelinstraße 18. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Insgesamt sind für die Radtour vom Flugplatz Breitenau zum Hain etwa drei Stunden angesetzt. Die Teilnahme an „Bamberg on tour“ erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko, den Anweisungen des Begleitpersonals ist Folge zu leisten.
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„Bamberg on tour“ mit Martin Habermeyer
Per Rad in Hoffmanns Kosmos
E.T.A. Hoffmann verstaubt, vergessen? Nicht in Bamberg. So lässt sich die Teilnahme an der „Bamberg on tour“ im Hoffmann-Jahr interpretieren. Über 30 Mitradlerinnen und ‑radler wollten sich die Gelegenheit am 3. Mai nicht entgehen lassen, mit Hilfe von Martin Habermeyer, Kurator des E.T.A. Hoffmann-Hauses, Hoffmanns Kosmos zu ergründen, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Ein dank Habermeyer und John von Düffel, Intendant des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, köstliches Unterfangen.
Die Tour-Kilometer schnell abhaken. Einmal E.T.A.-Hoffmann-Platz, dann in den Hain und zurück, das muss es doch gewesen sein. Von wegen! Mit Martin Habermeyer ging’s von Hügel zu Hügel und dann hinein in die Lange Straße. Selbst der Weg hoch zur Altenburg wäre eine Überlegung wert, drohte er. Der Tour-Radius zeigt: Der, gemessen an seiner Körpergröße, kleine E.T.A. Hoffmann war in seiner Bamberger Zeit gut zu Fuß und ließ selbst im frostigen Februar nicht davon ab, im Hain spazieren zu gehen.
1808 kam E.T.A. Hoffmann als ambitionierter Musikdirektor ans Bamberger Theater und inszenierte, dann als Dramaturg und Dekorationsmaler, Kleists „Käthchen von Heilbronn“. Dass seine Bamberger Zeit seinen Weg zum gefeierten Schriftsteller bereitete, skizzierte John von Düffel eingangs der Tour. Ein Beitrag seines Hauses zur Reihe „250 Jahre E.T.A. Hoffmann“ ist „Des Kapellmeisters Johannes Kreislers musikalische Leiden“, zu erleben am 20. Mai.
Keine Zukunft als Musikdirektor
Die „Fantasiestücke in Callots Manier“ ebneten seinen Weg zum Schriftsteller. Sicher auch deshalb, weil er als Musikdirektor keine Zukunft hatte. Nach schon 40 Tagen gab er auf. E.T.A. Hoffmann nahm in der Folge eine Reihe von Aufgaben am Theater wahr. Und sah sich bald, um über die Runden zu kommen, genötigt, Töchtern aus höheren Gesellschaftskreisen Musikunterricht zu erteilen.
Erster Wohnsitz war am Alten Kanal, dort, wo für alle ersichtlich, geschrieben steht: „am 1. September 1808 in Bamberg angekommen“. Wenig später wechselte er ins schmale Haus direkt gegenüber der Theater-„Rose“, heute Hausnummer 26 am Schillerplatz. Habermeyer kündigte an, das E.T.A.-Hoffmann-Haus 2028 öffnen zu können und gewährte Einblick in dessen Konzeption: Nahe gebracht werden sollen die vielen Talente Hoffmanns. Also der, so Habermeyer, „überaus exakte“ Jurist, der Zeichner, der Komponist und natürlich der Schriftsteller.
Der Hain war Inspirationsquelle und Begegnungsstätte. Hier erinnert Hermann Leitherers Denkmal an den sprechenden Hund Berganza. Im „Vergnügungsorte Bug“ begegnete Hoffmann – „Sie sind auch kein Bamberger, wie ich höre“ – seinem späteren Freund und Geschäftspartner Carl Friedrich Kunz, Verleger, Inhaber einer Weinhandlung und einer Leihbuchhandlung. Mit Kunz ging es hinab in den Weinkeller des heutigen Krackhardt-Hauses am Maxplatz, um fröhlich zu zechen. Hoffmann war nach den Worten von Habermeyer dem Alkohol in verschiedenen Formen überaus zugeneigt, was aber wunderbarerweise seine Schaffenskraft nicht behinderte.
Weltruhm erlangt
Handfestes entstand aus der Beziehung zu Kunz auch: Ein Vertrag wurde geschlossen über die Verlegung seiner „Fantasiestücke“. Ein Meilenstein im Werdegang von E.T.A. Hoffmann, der nicht zuletzt mit seinem Märchen „Nußknacker und Mäusekönig“ und dessen Ballettadaption durch Tschaikowski Weltruhm erlangte.
Dichterfürst Goethe war von E.T.A. Hoffmann nicht erbaut. Doch Habermeyer riet, sich davon nicht abhalten zu lassen, den Kosmos Hoffmanns zu erkunden. Schalkhaftes, Morbides, Skurriles und vor allem Phantasievolles kennzeichnen sein Werk, wofür Habermeyer etliche Beispiele nahebrachte. Der Kurator legte seinen Mitradlerinnen und Mitradlern zudem am Domberg ans Herz, sich nicht den E.T.A. Hoffmann-Tanzsaal in der Alten Hofhaltung entgehen zu lassen. Dort trifft das „Apfelweibla“ im Original auf Pop-Art des 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Arbeiten von Berganza-Preisträgerinnen und ‑Preisträgern. Dazu gibt es im Tanzsaal eine spannende Veranstaltungsreihe bis Oktober. Nächstes Highlight ist eine konzertante Hoffmann-Lesung mit Beate Roux und Martin Neubauer am 21. Mai mit dem verlockenden Titel „Ahnungen aus dem Reiche der Töne.“
Morbides und Ruinöses
Für Morbides und Ruinöses gab es in Bamberg zu Hoffmanns Zeiten reichlich Anschauungsmaterial. Der Schriftsteller verarbeitete etwa das Kapuzinerkloster in schaurigem Zustand, das sich anstelle des Clavius-Gymnasiums befand, in seinem Werk „Die Elixiere des Teufels“. Die Bekanntschaft mit Adalbert Friedrich Marcus, Leibarzt von Fürstbischof Franz-Ludwig von Erthal, bescherte ihm Einblicke ins Gesundheits- und Psychiatriewesen. Marcus war auf diesem Gebiet ein absoluter Revolutionär. Sein Lebenswerk ist das „Allgemeine Krankenhaus“ an der Regnitz als modernstes seiner Art in Europa sowie die „Irrenanstalt“ in St. Getreu. Selbst setzte sich der Arzt ein Denkmal als Förderer von Kunst und kulturellem Leben in Bamberg und vor allem als Retter der Altenburg. Freund Hoffmann bezog die Hoffmanns-Klause und bemalte sie, wovon heute leider nichts zu sehen ist.
Keine Hoffmann-Radtour oder ‑Führung ohne Hinweis auf die unerfüllte Liebe zu Julia Mark. Hoffmann, verheiratet mit Michalina Rohrer, erblickte Julia erstmals beim Gesangsvortrag in der Stephanskirche. Mit der Empfehlung als Musikdirektor gelang es ihm alsbald, sie im Musikunterricht unter seine Fittiche zu nehmen. Angesichts seines Gebarens in Tat und Wort schwante Julias Mutter zunehmend Übles. Was sie dazu veranlasste, die begehrte Tochter zügig mit dem Geschäftsmann Graepel zu verheiraten. Heute erinnert eine Tafel am Haus mit der Nummer 13 in der Langen Straße, letzte Station der Bamberg on tour zum Hoffmann-Jahr, an die Episode.
„Lehr- und Marterjahre“ nannte der Schriftsteller seine Zeit in Bamberg. Trotz aller Misere schreibt er 1818 an den Bamberger Arzt Friedrich Speyer: „Indessen war doch im Ganzen das tolle unstete Treiben in B〈amberg〉 keine üble Episode — Eine Flitter auf dunklem Grunde — eine FastnachtsSzene im komischen Roman des Lebens.“
Naturschutz in Bamberg ist das Thema der nächsten „Bamberg on tour“ am Sonntag, 7. Juni. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Aero-Club Bamberg e.V., Zeppelinstraße 18.
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„Bamberg on tour“ am 3. Mai widmet sich dem Künstler
Mit dem Fahrrad durchs Hoffmann-Jahr
„Bamberg on tour“ ist die Fahrradtour für Bürgerinnen und Bürgern zu stadtrelevanten Themen. Am Sonntag, 3. Mai, macht diese sich auf, unter fachkundiger Führung per Fahrrad einigen Spuren E.T.A. Hoffmanns zu folgen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Was unternehmen Sie heute, Teuerster? Gehen Sie nach Bug oder ins Theater? Im erstern Falle begleite ich Sie…“ schrieb E.T.A. Hoffmann am 16. Februar 1812 an seinen Freund Carl Friedrich Kunz. In Bamberg hat das Multitalent, das vor 250 Jahren in Königsberg in Ostpreußen das Licht der Welt erblickte, viele Spuren hinterlassen. „Bamberg on tour“ am Sonntag, 3. Mai, macht sich auf, unter fachkundiger Führung einigen dieser Spuren zu folgen und so Hoffmanns Welt ein Stück weit lebendig werden zu lassen.
„Bamberg on tour“ ist die Fahrradtour für Bürgerinnen und Bürgern zu stadtrelevanten Themen. Start dieser Tour im Hoffmann-Jahr ist um 14 Uhr am Eingang des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Dort wird John von Düffel, Intendant des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, über das Theater und seinen Namensgeber sprechen. Unter der Leitung von Martin Habermeyer, Mitarbeiter der Museen der Stadt Bamberg und Kurator des E.T.A.Hoffmann-Hauses, begeben sich dann alle auf Spurensuche. Welche Orte hat Hoffmann hier gekannt? Wo ging er spazieren, wo hat er gefeiert und was kann man heute noch davon sehen? Eine Anmeldung ist nicht nötig – einfach sich anschließen und mitradeln, lautet das Motto.
Recht wechselvoll war die Zeit, die E.T.A. Hoffmann und seine Frau Mischa zwischen 1808 und 1813 in Bamberg verbrachten. „Lehr- und Marterjahre“ nannte er sie und war ziemlich froh, später Richtung Dresden und Leipzig weiterziehen zu können. Gleichzeitig bedingte das Scheitern als Musikdirektor am Theater die Entwicklung des gefeierten Schriftstellers. Freundschaften und örtliche Vernetzung ermöglichten die Veröffentlichung der „Fantasiestücke in Callots Manier“ (1814).
Auch Musik- und Gesangsunterricht oder Einblicke in das Psychiatrie- und Krankenhauswesen fanden Eingang in Hoffmanns schillerndes Werk. Nicht zuletzt gehörten häufige Spaziergänge, Ausflüge ins Umland und geselliges Beisammensein zu E.T.A.s liebsten Unternehmungen. Trotz aller Misere schreibt er 1818 an den Bamberger Arzt Friedrich Speyer: „Indessen war doch im Ganzen das tolle unstete Treiben in B〈amberg〉 keine üble Episode — Eine Flitter auf dunklem Grunde — eine FastnachtsSzene im komischen Roman des Lebens.“
Start der „Bamberg on tour“ am Sonntag, 3. Mai 2026, ist um 14 Uhr am Eingang des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Insgesamt sind für die Radtour im Hoffmann-Jahr maximal drei Stunden angesetzt. Die Teilnahme an „Bamberg on tour“ erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko, den Anweisungen des Begleitpersonals ist Folge zu leisten.
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30 Bambergerinnen und Bamberger „on Tour“
Das Welterbe mit dem Rad erfahren
30 Bambergerinnen und Bamberger begaben sich „on Tour“ durch die Gärtner‑, die Berg- und die Inselstadt. Angeführt von der Kulturreferentin und der Sachgebietsleiterin für Bürgerbeteiligung ging es zu den drei historischen Siedlungskernen, wie die Stadt mitteilt.
„Es sind nicht die Einzelmonumente, sondern das Gesamt-Paket mit der besonderen Stadtstruktur, warum Bamberg zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde“, brachte es die Leiterin des Zentrums Welterbe in Bamberg, Dr. Simona von Eyb, am Ende des UNESCO-Welterbetags auf den Punkt. Wie ließe sich diese Struktur besser erfassen und begreifen, als ihre Grenzen nachzuzeichnen? So folgten rund 30 Bürgerinnen und Bürger am Sonntag der Einladung der Stadt, um bei einer neuen Ausgabe von „Bamberg on Tour“ die Grenzen des Welterbes zu erfahren.
Angeführt von der Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar und der Sachgebietsleiterin für Bürgerbeteiligung, Michaela Schraetz, ging es zu den drei historischen Siedlungskernen – erst entlang der Gärtnerstadt mit dem immer noch präsenten Erwerbsgartenbau, dann entlang der vom Dom geprägten Bergstadt und schließlich in die bürgerliche Inselstadt. Siebenhaar erinnerte während der Fahrt an drei Daten: die erste Erwähnung Bambergs im Jahr 902, die Bistumsgründung durch Kaiser Heinrich im Jahr 1007 und schließlich das Jahr 1602, aus dem der sogenannte Zweidler-Plan stammt, der „Gründtliche abriß der Statt Bamberg“. Die Kulturreferentin zeigt sich fasziniert von diesem Stadtplan, denn dank der Detailgenauigkeit dieser Zeichnung wird deutlich, wie unbeschadet die Stadt die vergangenen Jahrhunderte überstanden hat: „Man kann heute noch durch Bamberg laufen auf Grundlage dieses Plans – das ist wirklich erstaunlich.“
Pop-Up-Aktion auf der Theuerstadt
Nicht nur an den Grenzen des Welterbes verlief die Tour entlang – es ging auch mitten hinein zu mehreren kurzen Aufenthaltspunkten. Zum ersten Mal stoppte die Kolonne auf der Theuerstadt, wo Xenia Jakubek vom Zentrum Welterbe das von ihr betreute EU-Projekt „Pop-Up-Urban-Spaces“ vorstellte: „Ziel des Projekts ist es, einen Ort in der Stadt anders zu beleben. Es gibt hier Linden, einen Brunnen und eine Bank, aber neben den Autos geht das für gewöhnlich unter. Die Anwohner:innen-Parkplätze haben sicher ihre Berechtigung, wir wollen allerdings einmal klären: Was kann dieser Ort sonst noch? Wir wagen ein Experiment.“ Beim Lindenfest, das an diesem Wochenende im Schatten von St. Gangolf stattfand, bekamen die Besucherinnen und Besucher schon eine recht gute Vorstellung vom Potential dieses kleinen Platzes.
Auf dem Weg in die Bergstadt hielt die Zweirad-Gruppe wenig später an der Konzert- und Kongresshalle. Für das Thema Welterbe ist das auch ein wichtiger Ort, weil hier die UNESCO-Ernennungsurkunde vom 11. Dezember 1993 feierlich an die Stadt Bamberg übergeben wurde. Ulrike Siebenhaar hatte eine Kopie der Urkunde mitgebracht und zeigte sie den interessierten Teilnehmenden.
„Kaffee, Kuchen, Nachbarschaft“
Für die dann zu absolvierenden Höhenmeter wurden die Radlerinnen und Radler am Jakobsplatz durch die Aktion „Kaffee, Kuchen, Nachbarschaft“ belohnt. Mit Unterstützung des Bürgervereins „Untere Historische Bergstadt“ hat das Zentrum Welterbe eine Gemeinschafts-Kaffeetafel auf die Beine gestellt, die die Nachbarschaft fleißig besuchte. Der Verein „Bewahrt die Bergstadt“ präsentierte in diesem Rahmen eine Vielzahl von Fotos, die unter anderem zeigten, wie wenig sich am Jakobsplatz in den letzten 40 Jahren verändert hat. „Erst vor etwa 20 Jahren hat sich bei der UNESCO das Prinzip durchgesetzt, dass das Wichtigste in einer Welterbe-Stätte die Menschen sind“, erklärte Simona von Eyb diese Aktion. „Das wollten wir auch beim heutigen Tag des Welterbes betonen: Das Welterbe kann ohne die Menschen nicht existieren.“
Seinen Abschluss und Höhepunkt fand „Bamberg on Tour“ im Bamberger Welterbe-Zentrum auf der unteren Mühlbrücke. Während draußen ein Gewitter losbrach, ordnete Simona von Eyb die Stadt Bamberg in größere Zusammenhänge ein. Sie ist eine von 54 Welterbe-Stätten in Deutschland und zählt zu den 1.223 Welterbe-Stätten weltweit – eben nicht wegen eines einzelnen Denkmals, sondern wegen der gut erhaltenen „frühmittelalterlichen Stadtstruktur“ und weil sie eine Stadt ist, „die einen großen Einfluss auf die Stadtentwicklung in Mittel- und Ost-Europa ausgeübt hat“. Mit frischen Erdbeeren und Kirschen ging die Tour zu Ende. Als Erinnerung konnten sich die Teilnehmenden noch einen Pin anfertigen lassen mit Welterbe-Motiven wie Kaiserin Kunigunde oder der Humsera.
Nächster Termin im Juli
Der Termin für die nächste „Bamberg on Tour“ steht bereits fest. Am Sonntag, 13. Juli, lädt die Stadt Bamberg ein, sich auf die Spuren von „80 Jahre Kriegsende“ zu begeben. Alle interessierten Radlerinnen und Radler sind dann wie immer herzlich willkommen.
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Den Grenzen des Welterbes auf der Spur
„Bamberg on tour“: 12 Kilometer-Fahrradtour durchs Welterbe
Am 21. April veranstaltet die Stadt erneut die Fahrradrundfahrt „Bamberg on tour“. Auf der 12 Kilometer langen Strecke durch das Bamberger Welterbe soll den Teilnehmenden ein Eindruck von der Größe des von der UNESCO geschützten Stadtgebiets vermittelt werden.
Bamberger:innen wissen, dass Teile der Gärtner‑, Insel- und Bergstadt zum Welterbe gehören. Sie wissen vielleicht auch noch, dass die Gesamtfläche des von der UNESCO geschützten Gebiets 142 Hektar umfasst. Wo aber genau die Grenze des Welterbes verläuft, ist vielen womöglich nicht geläufig. Hier setzt laut einer Mitteilung des Rathauses „Bamberg on tour“ an. Ziel der Rundfahrt am 21. April ist es, gemeinsam mit der Stadtspitze die Welterbe-Grenze zu erradeln. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Maxplatz. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
„Bamberg on tour“ ist die Fahrradtour für Bürger:innen zu stadtrelevanten Themen. Neben der Stadtspitze begleiten auch fachlich versierte Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung die Tour. „Der Weg ist das Ziel“ könnte das Motto der Tour dabei lauten. Denn die 142 Hektar im angepeilten Zeitrahmen von 14 bis 17 Uhr zu umrunden, ist eine sportliche Angelegenheit. Bewältigt werden wollen ungefähr 12 Kilometer in teils hügeligem Gelände.
Vom Maxplatz aus geht es über die Kettenbrücke in die Gärtnerstadt. Stopps werden in der Plattengasse und an der Ottokirche sein. Zurück über die Kettenbrücke ist der erste Halt in der Inselstadt an der Konzerthalle vorgesehen. Über den Maienbrunnen erfolgt der Anstieg in die Bergstadt. Stopps macht die Rundfahrt auf dieser Etappe am Ottobrunnen, hinter der Jakobskirche und am Oberen Stephansberg.
Das nächste Ziel ist dann das Zentrum Welterbe Bamberg, wo zum Beispiel geklärt wird, warum Bamberg Welterbe geworden ist. Zum Schluss steht die finale Etappe bis zur nördlichen Promenade an. Dort endet „Bamberg on tour“.
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Keine Nachwuchsprobleme
„Bamberg on tour“ zu Besuch bei der Jugendfeuerwehr
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Bamberg on tour“ haben am 27. März die Jugendabteilung der Bamberger Feuerwehr besucht. Vor Ort konnten sie sich ein Bild machen, wie intensiv sich die Bamberger Feuerwehr um den Nachwuchs kümmert.
Los ging es am Maxplatz. Dort begrüßte Oberbürgermeister Andreas Starke die knapp 30 Radlerinnen und Radler von „Bamberg on tour“ zusammen mit Stadt-Jugendfeuerwehrwart Alexander Wilhelm und seinem Stellvertreter Alexander Ohme. Starke lobte die Einsatzbereitschaft der zumeist ehrenamtlich tätigen Feuerwehr zum Wohle der Stadt.
Dann machte sich „Bamberg on tour“ auf in die Ludwigstraße. Dort konnte die Gruppe „Florian Bamberg 11/11/1“, das Ausbildungsfahrzeug der Jugendfeuerwehr, besichtigen. Nicht nur ist es besonders, dass die Jugendfeuerwehr ein eigenes Ausbildungsfahrzeug unterhält. Auch dessen Finanzierung durch ausschließlich Spenden „ist bayernweit einmalig“ wie Alexander Wilhelm betonte. Binnen zwölf Monaten sei es gelungen, im Rahmen des Projekts „Die Jugendfeuerwehr nimmt Fahrt auf“ 100.000 Euro für das Fahrzeug zu sammeln.
Nicht nur solcher Ausrüstung wegen, sagte Alexander Ohme, auch dank der 14 Mädchen und 22 Jungen, die aktuell bei der Jugendfeuerwehr ihr Handwerkszeug lernen, habe die Jugendfeuerwehr „keine Nachwuchsprobleme“ habe. Auch habe sich gezeigt, dass die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen auch im Erwachsenenalter der Feuerwehr treu bleibt. Auf 60 Prozent bezifferte Ohme die Zahl der derzeit etwa 360 ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die aus der Jugendfeuerwehr kommen. Die Übertrittsquote von der Jugend zur aktiven Wehr liege bei 95 Prozent.
Wasseraufbau für einen Löschangriff
Die Gerätehalle „Löschgruppe 2/Jugendfeuerwehr“ in der Wunderburg, die nächste Station von „Bamberg on tour“, beherbergt einen Unterrichtsraum. Neben diesem konnte „Bamberg on tour“ auch eine Einsatzübung der Jugendfeuerwehr besichtigen. Die Jugendlichen zeigten, wie mit Hilfe ihres Tragkraftspritzenanhängers Wasser zum Löschen herbeigebracht wird. Im Fachjargon heißt das „Wasseraufbau für einen Löschangriff“.
Koordiniert von Einsatzbefehlen waren die Schläuche in Sekundenschnelle ausgerollt, bis es hieß „Wasser marsch“. Die Jugendlichen nehmen zwar nicht an Einsätzen teil, erläuterten Wilhelm und Ohme. Sie können aber während der Jugendzeit die Prüfung zur Truppführerin beziehungsweise zum Truppführer ablegen. Dies befähigt sie zu Einsätzen unter bestimmten Bedingungen, sobald sie mindestens 16 Jahre alt sind. Weiterer Baustein der Nachwuchsarbeit ist die Kinderfeuerwehr, in der Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden.
Das Kellergeschoss der Villa Dessauer , die letzte Station von „Bamberg on tour“, beherbergt einen eigens eingerichtet Jugendraum für die Jugendfeuerwehr. Die Stadtspitze habe, so Ohme, von der Notwendigkeit eines solchen Raums überzeugt werden können. Nach wenigen Monaten entstand aus dem nüchternen Unterrichtsraum der Feuerwehr besagter Jugendraum mit kleinem Büro. Besonderheit hierbei: Der ansprechend gestaltete Raum dient dem zwanglosen Treffen der Jugendlichen. Er ist ihr eigener Rückzugsraum im großen Haus der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg.
Zum Abschluss dieser „Bamberg on tour“ wies Andreas Starke auf die nächste Tour am 14. Mai hin, für die die Vorbereitungen bereits im Gange sind.
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Jugendfeuerwehr präsentiert sich
„Bamberg on tour“ besucht Freiwillige Feuerwehr Bamberg
Mitradlerinnen und ‑radler wissen es längst: Wer bei „Bamberg on tour“ dabei ist, bekommt einiges geboten. Die Veranstaltungsreihe widmet sich einmal mehr der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg. Am Sonntag, 27. März, ist die Jugendfeuerwehr Thema. Die Radlerinnen und Radler werden unter anderem deren Fuhrpark besichtigen und eine Einsatzübung der Jugendlichen verfolgen.
Früh übt sich, wer einmal Meister werden will. Das gilt auch für die Feuerwehr. Deshalb pflegt die Freiwillige Feuerwehr Bamberg ihren Nachwuchs. Neben einer Kinderfeuerwehr nennt sie eine Jugendfeuerwehr ihr Eigen. 28 Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren lernen derzeit etwas über die komplizierten Sachverhalte des Feuerwehrwesens seit der Gründung der Jugendgruppe 1971.
Die Anwärterinnen und Anwärter lernen Rechtsgrundlagen und Fahrzeugkunde und wie man bei Einsätzen in Theorie und Praxis vorgeht. Noch während der Jugendzeit kann man die Prüfung zur Truppführerin oder zum Truppführer ablegen. Das ist Voraussetzung für die Teilnahme an Einsätzen. Daneben kommen Jugendwochenenden und weitere Freizeitgestaltungen nicht zu kurz.
Die Stadtspitze und die Leitung der Jugendfeuerwehr Alexander Wilhelm und Alexander Ohme werden die „Bamberg on tour“-Radlerinnen und ‑Radler am 27. März um 14:30 Uhr am Maxplatz vor dem Rathaus empfangen. Erste Station wird die Gerätehalle in der Ludwigstraße 22 sein, wo die Jugendfeuerwehr einen Teil ihres Fuhrparks unterbringt. Prunkstück ist das Mehrzweckfahrzeug mit dem Funkrufnamen „Florian Bamberg 11/11/1“. Es konnte vollständig über das Projekt „Die Jugendfeuerwehr nimmt Fahrt auf“ durch Spenden finanziert werden.
Der Unterrichtsraum der Jugendfeuerwehr befindet sich in der gemeinsamen Gerätehalle „Löschgruppe 2/Jugendfeuerwehr“, Rotensteinstraße 11 in der Wunderburg, der nächsten Station von „Bamberg on tour“. Neben einer Führung durch den Raum werden die die Radlerinnen und Radler am Höhepunkt der Tour teilnehmen: eine Einsatzübung der Jugendlichen. Letzte Station wird der neu renovierte Jugendraum im Keller der Villa Dessauer sein. Dort können die Teilnehmenden das Fahrzeug „Florian Bamberg 11/11/1“ besichtigen.