Stadt Bamberg
Hochwasserschutz im Fokus
Die globale Erderwärmung schreitet voran. Die 1‑Grad-Marke beim Temperaturanstieg ist bereits überschritten und die Folgen sind bereits heute in Deutschland und damit auch in Bamberg spürbar: Die Zahl der Hitzetage nimmt zu und Extremwetterereignisse werden häufiger. Verschiedene Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass es bei Stark- oder Dauerregen nicht zu Überschwemmungen oder starken Schäden kommt.
„Die Flutkatastrophe in West- und Süddeutschland führt uns vor Augen, dass in jeder Stadt und jedem Landkreis Vorsicht geboten sein muss. Das gilt auch für Bamberg: Wir müssen deshalb unsere Anstrengungen beim Klimaschutz intensivieren und uns auf Konsequenzen der klimatischen Veränderungen vorbereiten, die uns ohnehin erwarten“, so Oberbürgermeister Starke am Rande einer Besprechung mit dem städtischen Referenten für Katastrophenschutz Christian Hinterstein und dem Zweiten Bürgermeister und Klimareferenten Jonas Glüsenkamp.
Im Hinblick auf die Starkregenereignisse sagte der Oberbürgermeister zu, dem Stadtrat für das Jahr 2022 vorzuschlagen, Mittel für eine umfangreiche Kartierung der Gefahrenpunkte im Hinblick auf Starkregenereignisse bereitzustellen: „Die Kartierung soll helfen, die Gebiete zu identifizieren, die in Bamberg bei Starkregenereignissen besonders betroffen sind. Die Menschen, die in Bamberg leben, müssen um das Risiko und die Gefahren wissen, die durch die Wetterlage entstehen können. Dazu brauchen sie einfach abrufbare Informationen auf einer guten Datenbasis, die wir gemeinsam mit Fachplanern erstellen wollen.“
Starke verwies in diesem Zusammenhang auch auf die bereits durch den Stadtrat bewilligte Stelle eines Klimaanpassungsmanagers, der zur Umsetzung einer gemeinsam mit dem Landkreis entwickelten Strategie zur Anpassung an den Klimawandel beauftragt ist. Die weitere Vorgehensweise soll in der Vollsitzung des Stadtrats am 28. Juli vorgestellt werden.
Neben der Gefahrenabwehr sei es laut Klimareferent Glüsenkamp wichtig, ebenso Vorkehrungen in der Stadtentwicklung zu treffen: „Das Ziel ist eine Schwammstadt, die durch geringere Versiegelung, Gründächer und Fassadenbegrünung die Chance bietet, möglichst viel Wasser zu speichern, das dann gar nicht in Kanäle abgeführt werden muss.“ Glüsenkamp wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Flächenversiegelung in Oberfranken-West derzeit etwa einen halben Hektar pro Tag betrage: „Ohne einen Umkehrung dieses Trends brauchen wir uns um Starkregenmanagement keine Gedanken zu machen. Für Bamberg bedeutet dies: Effizientere Flächennutzung durch mehr Stockwerke und Schutz der wichtigen Grünflächen in der Stadt als Versickerungsflächen in der Schwammstadt.“
Info
Starkregenereignisse führen lokal begrenzt zu hohen Niederschlagsmengen. Sie entstehen meist durch das Aufeinandertreffen eines Tief- und eines Hochdruckgebietes im Sommerhalbjahr, wie aktuell in Deutschland durch das statische Tiefdruckgebiet „Bernd“ zu beobachten ist. Dabei nimmt die im Zuge der allgemeinen Klimaerwärmung wärmer werdende Luft mehr Feuchtigkeit/Wasserdampf auf. Das gespeicherte Wasser regnet bei Abkühlung wieder ab. Somit kommt es zu größeren Regenmengen pro Zeit und Fläche. Die durch die Niederschläge verursachten Überflutungen überlasten die geregelten Entwässerungseinrichtungen, zum Beispiel Entwässerungsgräben oder die Kanalisation. Unter anderem dadurch finden vermehrt unkontrollierbare Oberflächenabflüsse statt, die ein zusätzliches Gefährdungs-potential durch zum Beispiel Erosion (Schlammlawine, Hangrutsch, et cetera) aufweisen. Der vorbeugende Bodenschutz durch die Erhaltung versickerungsfähiger Böden sowie der Schutz der Böden vor Erosion und Verminderung der Strömungsgeschwindigkeit durch Bewuchs sind ein weiterer wichtiger Baustein. Dadurch können die negativen Auswirkungen auf Anlagen, Gebäude und Menschen minimiert werden. Ein Beispiel hierfür ist das Rückhaltebecken Sylvanersee in Gaustadt.
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Maximale Förderung für Smart City-Projekt
Stadt Bamberg erhält 450.000 € im Rahmen des Programms „Kommunal? Digital!“
Erneut erhält die Smart City Bamberg eine bedeutsame Förderung für ein digitales Projekt. Für das Projekt „Drohnenbefliegung von Baumkronen“ überreichte Staatsministerin Judith Gerlach dem Smart City-Programmleiter Sascha Götz den Förderbescheid.
Das Bayerische Digitalministerium prämierte mit dem Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ die 10 besten digitalen Lösungen smarter Kommunen aus Bayern mit einer Gesamtsumme von 5 Millionen Euro. Die Projektideen sollen dabei einen technologischen Ansatz haben, auch auf andere Kommunen anwendbar sein sowie einen sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen ermöglichen.
Das Bamberger Projekt trifft diesen Kerngedanken genau und wurde deshalb bei einem Gesamtbudget von 500.000 Euro mit der Höchstsumme an Förderung dotiert. Die Idee ist, mit Hilfe von Drohnen den kommunalen Baumbestand zu befliegen, eine Aufnahme des Ist-Zustandes zu erstellen und zukünftige Auswirkungen ökologischer Ereignisse mithilfe künstlicher Intelligenz zu prognostizieren. Dies kommt zum einen den lokalen Wäldern und dem städtischen Forstbetrieb zugute, zum anderen lässt sich mittels der Daten eine nachhaltige Pflege der Bäume im Stadtgebiet unterstützen.
In Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Smart City Research Lab der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sollen nach der Datensammlung durch Einsatz künstlicher Intelligenz praxisnah aktuelle Informationen für die Mitarbeiter in Stadt und Forst bereitgestellt werden. Die Software soll Schadensvorhersagen treffen und Auswirkungen des Klimawandels abschätzen können. Zudem lassen sich somit künftig Krankheiten der Bäume besser prognostizieren sowie der Einsatz des knappen Personals gezielter planen.
Das Projekt soll nicht nur in Bamberg, sondern auch in vielen anderen Kommunen in Bayern Nutzen stiften. Deshalb wird es als Open Source-Lösung konzipiert und bereits in der dreijährigen Projektlaufzeit sollen weitere Kommunen in die Datensammlung und –nutzung mit einbezogen werden.
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Aufräum- und Bergungsarbeiten
Malteser aus Oberfranken im Fluteinsatz
Für die Aufräum- und Bergungsarbeiten in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz leisten jetzt auch Malteser aus Oberfranken wertvolle Unterstützung.
Innerhalb von drei Stunden waren Einheiten aus Bamberg, Kulmbach und Waischenfeld heute Vormittag abmarschbereit und machten sich auf den Weg zur allgemeinen Sammelstelle der Hilfsorganisationen nach Hösbach bei Aschaffenburg.
Konkret sind für den Hilfseinsatz die Schnellen Eingreiftruppen (SEG) Betreuung aus Bamberg, Technik und Sicherheit aus Kulmbach sowie Transport und Behandlung aus Waischenfeld vorgesehen. Den Teams gehören insgesamt 24 Malteser aus dem Erzbistum Bamberg an. Die SEG Betreuung ist in erster Linie dafür zuständig, vorübergehend obdachlos gewordene Menschen mit Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser zu versorgen. Zudem stellt sie Betroffenen Aufenthaltsmöglichkeiten und Notunterkünfte zur Verfügung. Die SEG Technik und Sicherheit ist unter anderem mit Generatoren und Aggregaten unterwegs, um die Stromversorgung für die Einheiten im Krisengebiet zu sichern. Besonders stolz ist Fabian Pecht, Truppführer für die SEG Betreuung und Referent für Notfallvorsorge in der Malteser Diözesangeschäftsstelle Bamberg, dass die Mobilisierung innerhalb von nur wenigen Stunden reibungs- und komplikationslos geklappt hat: „Um 7.01 Uhr haben wir heute die Alarmierung bekommen, um kurz vor 10.30 Uhr waren wir einsatzbereit. Wir konnten ohne Probleme alle Einheiten mit Personal besetzen. Das ist schon eine starke Leistung!“
Mit im Einsatz ist auch das Ehepaar Josef und Birgit Albrecht aus Bamberg. Sie sind in der SEG Betreuung eingesetzt und seit Jahrzehnten krisenerprobt. „Wir waren schon beim Hochwasser in Deggendorf direkt an der Front und haben viele Menschen professionell betreut“, sagte Josef Albrecht kurz vor dem Start nach Hösbach. Er ist froh, dass er als Ehrenamtlicher für den jetzigen Fluteinsatz von seinem Arbeitgeber sofort grünes Licht bekommen hat. Wie auch seine Frau Birgit. „Es ist jedes Mal eine Herausforderung, aber dafür sind wir ja da. Menschen zu helfen, ist nun mal Teil unseres Lebens“, betont sie.
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„Rückspiel“
Sport und Kultur trotzen Corona
Sport und Kultur helfen sich gegenseitig. Das ist der Grundgedanke hinter „Rückspiel“, einer Benefiz-Konzertreihe zugunsten von Sportvereinen in Stadt- und Landkreis Bamberg, die am letzten Juli-Wochenende im Fuchs-Park-Stadion über die Bühne gehen soll. Sascha Dorsch, Vorstandsmitglied beim FC Eintracht Bamberg, ist einer der Initiatoren. Wir haben mit ihm über die Hintergründe vom „Rückspiel“ gesprochen.
Herr Dorsch, Ende Juli soll das „Rückspiel“ als Anschlussevent an den letztjährigen, wohltätigen Silvesterlauf stattfinden. Was steckt hinter dem „Rückspiel“ und wer hatte die Idee dazu?
Sascha Dorsch: Das war die Idee des Vorstandsteams des FCE. Der Lauf ist die eine Geschichte. Wir hatten schon mal einen gemacht im Advent. Damals war die Frage: Wie schaffen wir es, zumindest ein wenig Vereinsleben aufrecht zu erhalten? Da kamen wir darauf, einen Spendenlauf zu machen, mit einer gewissen Zielvorgabe. Das waren damals 2.000 Kilometer, über alle Teilnehmer verteilt. Sehr viele andere Vereine sind aufgesprungen, sie fanden die Aktion cool und wollten mitmachen. Danach kamen wir auf den Silvesterlauf, den es seit 50 Jahren in Bamberg gibt. Der ist aber wegen Corona ausgefallen. Wir hatten uns zusammen mit dem Stadtverband für Sport überlegt, diesen Lauf aufzugreifen, einfach weil ihn jeder kennt. Es ging dabei um den guten Zweck, denn wir wollten etwas für die Künstler machen. Am Ende ist eine Spendensumme von knapp 10.000 Euro zusammengekommen. Danach war die Idee: Wir hatten die erste Halbzeit mit dem kleinen Lauf, die zweite Halbzeit mit dem großen Lauf, jetzt braucht es noch ein Rückspiel irgendwo.
Wer es ebenfalls die Idee des Vorstands, das „Rückspiel“ im Fuchs-Park-Stadion stattfinden zu lassen? Was waren die Gründe dafür?
Sascha Dorsch: Genau, auch das geht auf den Vorstand zurück. Um etwas für Künstler zu machen, brauchen sie eine Bühne, aber wo stellt man die hin? Wir haben über ein paar Dinge nachgedacht. Was bei uns im Stadion der Riesenvorteil ist, und das haben wir schon bei den Bayernliga-Heimspielen im Herbst so praktiziert: Wir können durch unser Ticket-System allen einen Platz zuweisen und genau nachvollziehen, wer wo gesessen hat. Ob jetzt 50, 100 oder 500 Zuschauer zugelassen sind: Dadurch, dass wir einzäunen können, können wir uns genau überlegen, wie viele Leute reinpassen. Genau das ist der große Vorteil gegenüber anderen Locations, wie zum Beispiel der Fußgängerzone. Da kannst man die Leute nicht steuern. Im Stadion lassen sich die Zahlen aber genau festlegen und nachvollziehen.
Mit diesem Konzept kann man sicherlich auch in Sachen Corona-Auflagen punkten?
Sascha Dorsch: Ich war letztes Jahr schon im Winter derjenige, der im Ordnungsamt angerufen und angekündigt hat, im Sommer ein Konzert veranstalten zu wollen. Da haben alle gesagt: Sie wissen schon, dass es Corona gibt? Das hatten wir natürlich auf dem Schirm. Deswegen auch das Stadion, da kann man die Leute nachvollziehen und insofern sind wir aktuell mit den Inzidenzen und den Impfungen guter Dinge. Aktuell sind hier für Fußballspiele 500 Zuschauer zugelassen. Das wäre eine perfekte Zahl. Dann haben wir hier noch ein wenig Platz. Man kann die Leute rausstellen in der Pause, man kann eine Bratwurst essen. Das wäre für uns super. Ich glaube schon: So wie es aktuell läuft, bekommen wir das hin. Sollte wider Erwarten ein Cut kommen, sind wir auch flexibel. Wir können die Zahl reduzieren bis auf 100. Die Frage ist: Wie wirtschaftlich ist es dann noch?
Gutes Stichwort. Wie soll die Veranstaltung finanziert werden, abgesehen von Ticket-Verkauf und Catering?
Sascha Dorsch: Ein großer Vorteil hier ist, dass es in Bamberg ein Bundes-Förderprogramm für den Kulturbereich gibt. Dieser deckt einen Teil der Kosten und ist geplant für Technik oder Bühne. Das heißt: Wir können aus unserer Sicht das finanzielle Risiko relativ gut steuern. Das war die größte Angst für uns als Verein, denn wir sind in der Haftung, wir tragen die Kosten. Wir können also in einem größeren Boot mitschwimmen. Sonst hätte ich gesagt: Lass uns lieber drei Mal nachrechnen, ob das funktioniert.
Welches Programm ist für das „Rückspiel“ geplant?
Sascha Dorsch: Wir haben drei Abende: Ein Abend wird eine Rocknacht sein, da sind ein paar Bamberger Bands dabei. Dann geht es mit Bambägga ein bisschen in die Hip-Hop-Richtung und dann haben wir noch Heino Mendoza im Programm. Die Idee dahinter ist: Wir haben Rock, wir haben Hip-Hop und dann brauchen wir noch eine andere Richtung. Da haben wir uns für Schlager entschieden.
Wie sollen die erzielten Erlöse verteilt werden?
Sascha Dorsch: Die Verteilung erfolgt über die Stadt und den Kreisjugendring. Wir wollten nicht als FC Eintracht Bamberg diejenigen sein, die die Gelder verteilen. Wir haben da historisch gesehen nicht den besten Ruf. Deshalb verteilen Stadt und Kreisjugendring die Gelder gemeinsam, das ist auch schon lange so abgesprochen. Sie stellen auch entsprechende Kriterien für die Verteilung auf.
Gibt es Bestrebungen, diese Veranstaltungen regelmäßig durchzuführen?
Sascha Dorsch: Der große Plan von mir war, das komplette Areal zu nutzenund drei oder vier kleine Bühnen aufzubauen. Wir haben hier Parkplätze, auch beim Bambados, außerdem ist die Autobahn nah, was für die Logistik gut ist. Und es gibt einige Vereine, die wir noch ins Boot holen könnten: Den FV 1912, den Rollschuh-Club, die Lebenshilfe, mit der wir auch ein Inklusions-Projekt daraus machen könnten. Es ist mein Traum, wenn es gut läuft, so eine Art Volksfest in dieser Gegend zu machen. Wir sind am Stadtrand und wenn 2026 das 100-jährige Bestehen des Volksparks ansteht, könnten wir hier eine Riesengeschichte aufziehen über zwei, drei Tage. Es gibt zum Beispiel die Stadtmeisterschaften im Fußball. Dann legt man all das auf dieses eine Wochenende, auch die Stadtmeisterschaften in Leichtathletik, und macht so ein komplettes Sport- und Kulturprogramm hier draußen. Das wäre das große Konzept. Aber lass uns mal klein anfangen.
Benefiz-Konzertreihe “Rückspiel”
30. Juli bis 1. August
Fuchsparkstadion Bamberg
Pödeldorfer Straße 182
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Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum Bamberg
Vereidigung II der Auszubildenden des Jahrganges 2020
Am Donnerstagmorgen fanden sich circa 470 Auszubildende des ersten Dienstjahres auf dem Gelände des Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrums Bamberg unter Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen ein, um gemeinsam ihren Diensteid abzulegen.
Erstmals wurde für die Vereidigung der Platz des „Change of Command“ der ehemals in der Liegenschaft stationierten US-amerikanischen Streitkräfte genutzt, der der Zeremonie eine würdige Atmosphäre verlieh. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Bundespolizeiorchester München in kleiner Besetzung unter der Leitung von Markus Motschenbacher. Leider konnten aus Infektionsschutzgründen weder Ehrengäste noch die Angehörigen der zu Vereidigenden geladen werden. Der Leiter der Ausbildungseinrichtung der Bundespolizei, Leitender Polizeidirektor Thomas Lehmann, unterstrich in seiner Rede an die jungen Polizeimeisteranwärterinnen und ‑anwärter die Bedeutung des Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Menschenwürde unantastbar ist und sie zu achten und zu schützen Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ist. Er betonte nachdrücklich, dass in der Bundespolizei keinerlei Platz für jegliche Art von Diskriminierung ist.
Im Anschluss schworen die Dienstanfängerinnen und ‑anfänger „das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und ihre Dienstpflichten gewissenhaft zu erfüllen“. Bereits im Oktober letzten Jahres wurde die erste Hälfte des Einstellungsjahrganges 2020 – 970 junge Frauen und Männer – auf dem Gelände der Bundespolizei vereidigt. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Deutschland konnte der ursprünglich im November vorgesehene zweite Teil der Vereidigung leider nicht stattfinden und wurde nun nachgeholt.
Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum (BPOLAFZ) Bamberg
Das Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum (BPOLAFZ) Bamberg ist die bundesweit größte und modernste Einrichtung dieser Art der Bundespolizei. Die fachlich der Bundespolizeiakademie in Lübeck nachgeordnete Lehreinrichtung ist das sechste Aus- und –fortbildungszentrum der Bundespolizei. Seit dem 1. September 2016 werden dort über 2.800 Polizeimeisteranwärterinnen und ‑anwärter ausgebildet. Mehr als 850 Stammkräfte ermöglichen den Ausbildungsbetrieb.
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Friesen wird zum Angstgegner
FC Eintracht Bamberg verliert im Pokal mit 1:2
Erstes Pflichtspiel der Saison für den FC Eintracht Bamberg, erste Niederlage: Mit 1:2 unterlagen die „Domreiter“ im Qualifikationsspiel zum Toto Pokal des Bayerischen Fußball-Verbandes am gestrigen Freitagabend beim Landesligisten SV Friesen. Der Toto-Pokal 2021//2022 wird damit ohne die Domreiter ausgetragen.
Der Spielverlauf: Die Bamberger kamen gut in das Spiel, beherrschten den Gegner und hatten auch in den ersten Minuten erste „Halbchancen“ durch Jakob Tranziska. Tief standen dagegen die Hausherren und lauerten auf Konter, mit denen sie die Hintermannschaft des Bayernligisten ein ums andere Mal in Bedrängnis brachten. Nach diesem Muster fiel dann auch das 1:0 durch Ex-FCEler Nikolai Altwasser. Einen langen Ball auf den flinken Außenstürmer schien Luca Ljevsìc kontrollieren zu können, doch Altwasser schnappte sich clever den Ball und schob ihn am aus dem Tor herausstürzenden Goalie Fabian Dellermann vorbei in die Maschen. Der FCE hatte weiter deutlich mehr Ballbesitz und drängte auf den Ausgleich. Der fiel nur wenige Minuten später, als Lukas Schmittschmitt nach einer Flanke von der Außenbahn zur Stelle war und aus 8m Entfernung den Ball einköpfte. So ging die Partie ohne weitere nennenswerte Höhepunkte in die Halbzeitpause. Die war gerade eben 30 Sekunden vorüber, da „klingelte“ es erneut im Kasten der Bamberger. Der erst eingewechselte David Daumann erzielte freistehend aus kurzer Distanz den Führungstreffer für seine Farben. Noch blieben den „Domreitern“ 45 Minuten, um diesen Vorsprung auszugleichen. Allein – es sollte nicht mehr gelingen. Die Hausherren überließen dem klassenhöheren Gast Ball und Raum und standen tief positioniert in der eigenen Hälfte. Gegen diese Formation fand der FC Eintracht kein Mittel und konnte sich kaum Chancen erspielen.
Das sagt Trainer Julian Kolbeck: „Wie erwartet sind wir auf einen kämpferischen Gegner getroffen, der alles reingehauen hat. Sie haben uns den Ball überlassen und Nadelstiche gesetzt, was leider auch zweimal erfolgreich war. Wir konnten dieses Bollwerk nicht überwinden, wir müssen an unserer Effizienz in der Box arbeiten.“
Weiter geht es für den FC Eintracht Bamberg am Samstag, 24. Juli, um 16.00 Uhr – dann starten die Domreiter mit dem Spiel beim FC Sand in die neue Saison der Bayernliga Nord. Im Juli stehen dann noch die Begegnungen zu Hause gegen die SpVgg Bayern Hof am 28. Juli und das Auswärtsspiel beim SV Seligenporten an.
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Digitalprojekt des Spielclubs Jugend
ESES – ETA sucht eine Superwelt
Das Digitalprojekt „ESES – ETA sucht eine Superwelt“ des Spielclubs Jugend feiert online Premiere. Der Spielclub Jugend, geleitet von Saskia Zink, beschäftigte sich in der Spielzeit 20//21 mit Utopien und Dystopien.
Die Proben fanden bis Anfang Juni ausschließlich digital und danach in Kleingruppen statt. Die Teilnehmenden haben bei dieser Art und Weise zu proben Ausdauervermögen und Kreativität bewiesen. So war der Spielclub Jugend im Probenprozess zu Gast in fernen Welten. Er besuchte die aus dem Plastikmüll der Weltmeere entstandenen Empathie-Einhörner, die in ihrer Welt für ein gefühlvolles Miteinander sorgen.
Die große Intelligenz hieß ihn in ihrem Reich willkommen, wo sie grausam und willkürlich über ihre Untertanen herrscht. In der marxistischen Kommune feierte er bei einem reich bestückten Industrialisierungsteller das Jahreswendenfest und wurde bei einer Expedition durch die Social-Media-Welt in die Gepflogenheiten der Bubble-Bewohner*innen eingeführt. Doch eine Frage ist noch nicht geklärt: Über welche dieser Welten soll ein Stück geschrieben werden? Der produzierte Film wurde auch als Beitrag beim digitalen 15. Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs am Theater an der Rott in Eggenfelden gezeigt.
Das Video ist ab sofort auf dem Youtube-Kanal des ETA Hoffmann Theaters kostenfrei abrufbar. Weitere Infos gibt es auf http://www.theater.bamberg.de
Spieler*innen: Kai Anton, Milena Behr, Maja Grimm, Isabel Hoffmann, Shylee Kline, Tuệ Trân Lục, James Jakob Ott, Stefanos Pachidis, Anna Thomer, Matilda Väth
Technik: Lukas Frank
Leitung: Saskia Zink
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Vermittlung von Informationen und Hilfsangeboten
Stadt richtet Anlaufstelle zum Thema „Radikalisierung“ ein
Eine neue Anlaufstelle bietet Hilfe für alle Menschen, die bei Personen in ihrem Umfeld Anzeichen einer möglichen Radikalisierung bemerken.
Unter der Telefonnummer 0951÷87−1155 sowie über die E‑Mail-Adresse mindshift@stadt.bamberg.de können sich Bürgerinnen und Bürger mit Fragen und Hilfeersuchen zum Thema Radikalisierung an die Stadt Bamberg wenden. Auch Unternehmen, Verbänden oder Bildungseinrichtungen steht die Anlaufstelle offen.
Die Hotline ist jeweils montags und mittwochs von 9 Uhr bis 11 Uhr sowie von 17 Uhr bis 19 Uhr zu erreichen. Die Gespräche sind kostenfrei und können auf Wunsch vertraulich und in anonymisierter Form stattfinden.
„Bamberg steht für das friedliche Miteinander aller Glaubensgemeinschaften, politischer Haltungen und Weltanschauungen. Mit der neuen Anlaufstelle wollen wir auch präventiv handeln, weil die Radikalisierung einzelner Personen nie auszuschließen ist“, sagt Oberbürgermeister Andreas Starke.
Das Angebot ist Teil des Projektes „Bamberger Deradikalisierungsnetzwerk – Mindshift“, das vom Bundesinnenministerium gefördert wird. Es richtet sich insbesondere an Menschen, die Unterstützung im Umgang mit Menschen in ihrem Umfeld benötigen, die antidemokratische Einstellungen entwickeln, extremistische Ansichten teilen oder sich radikalen religiösen Ideologien zugewandt haben. Die Anlaufstelle kann Informationen und Hilfsangebote vermitteln und soll auf diese Weise dabei helfen, Menschen aus einem Radikalisierungsprozess oder einer bereits erfolgten Radikalisierung herauszuführen.
„Dass Bedarf für eine solche kommunale Anlaufstelle besteht, zeigt sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Zunahme von teilweise demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Ideologien und Verschwörungstheorien“, erläutert Sozialreferent Jonas Glüsenkamp. „Wer Rat und Unterstützung sucht, ist hier genau richtig“, betont der Zweite Bürgermeister.
Weitere Informationen
Das Projekt: Das „Bamberger Deradikalisierungsnetzwerk – Mindshift“ ist eines von bundesweit sechs kommunalen Projekten innerhalb des Förderprogramms „MoDeRad: Modellkommune Deradikalisierung“, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat umgesetzt wird. Die individuellen, auf kommunaler Ebene gesammelten Erfahrungen in der Deradikalisierungsarbeit werden im Anschluss vom Bundesinnenministerium aufbereitet und Kommunen zur Verfügung gestellt. So unterstützt der Bund die kommunale Deradikalisierungsarbeit und stärkt die Vernetzung im Themenfeld zwischen der Bundesebene und Kommunen, sowie zwischen Kommunen untereinander.
Zur Umsetzung ihres Projektes strebt die Stadt Bamberg die Vernetzung verschiedener Akteure aus den Bereichen Sicherheit, Bildung, Soziales, Sport und Kultur an. Eine solche Vernetzung untereinander dient nicht nur einem Erfahrungs- und Informationsaustausch zum Thema „Radikalisierung“. Sie soll auch dabei helfen, Hilfsangebote so individuell wie möglich zu gestalten und schnell zu vermitteln. Das Projekt unterstützt so bereits radikalisierte Personen auf ihrem Weg des Bewusstseinswandels.
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„Alle anders, alle gleich – stoppt Rassismus“
Ausstellung zum Plakatwettbewerb im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2021
Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MIB) zeigt bis zum 17. Juli im Schaufenster des Bürgerlabors in der Hauptwachstraße 3 Bilder des Plakatwettbewerbs „Alle anders, alle gleich – stoppt Rassismus“.
Zusammen mit Stadtjugendring, SkF-Jugendmigrationsdienst, dem Senioren- und Generationsmanagement, ja:ba – Offene Jugendarbeit, Medienzentrale der Erzdiözese Bamberg und dem Landkreis Bamberg hatte der MIB im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Frühjahr 2021 Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, kreativ zu werden. Und zwar zum Thema Vielfalt und Toleranz. Um das Engagement der Schüler:innen zu würdigen, werden die eingereichten Plakatentwürfe jetzt im Bürgerlabor ausgestellt und sollen dann in einer Wanderausstellung an verschiedenen Orten präsentiert werden.
Gezeigt werden sieben Plakate, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema auseinandersetzen – jedes einzelne für sich ist ein kleines Kunstwerk. „Es ist toll zu sehen, welche Gedanken sich die Schülerinnen und Schüler gemacht haben und wie sie das Thema künstlerisch umgesetzt haben“, freut sich Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp und wünscht sich, „dass möglichst viele Menschen in den nächsten Tagen vor dem Bürgerlabor einen Moment innehalten und sich ihre eigenen Gedanken beim Betrachten der Bilder machen – gerade in Zeiten, in denen Respekt und Toleranz nicht mehr selbstverständlich sind.“
Im Namen von Stadt und Landkreis betonte Glüsenkamp weiter, dass Integration und das Engagement gegen Rassismus wichtige Daueraufgaben einer Stadtgesellschaft seien, in der jeder unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion seinen Lebensmittelpunkt finden können soll. „Darum freue ich mich, dass der Plakatwettbewerb immer wieder aufs Neue ausgerichtet wird. Die Akteur:innen leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Stadtgesellschaft.“
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Stadtradeln 2021 – ein voller Erfolg!
Stadt und Landkreis Bamberg sammelten fleißig Fahrradkilometer und der Landkreis schafft sogar Platz 2 in Bayern
Vom 14. Juni bis 4. Juli hieß es wieder rauf auf den Sattel und fleißig in die Pedale treten, denn Stadt und Landkreis Bamberg haben erneut beim Wettbewerb Stadtradeln teilgenommen. Über die Ergebnisse dieses jährlichen Höhepunktes im regionalen Fahrradkalender freut sich besonders Landrat Kalb, denn der Landkreis hat in seiner Kategorie Platz 2 in Bayern und Platz 6 in ganz Deutschland erreicht, was die Kilometer pro Einwohner angeht.
„Das ist ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz und auch ein bedeutender Schritt in Richtung Mobilitätswende in unserer herrlichen Radregion“. (Radelnde: 2021: 3.589, 2020: 1.687, Teams: 2021: 165, 2020: 100, Kilometer: 2021: 780.414, 2020: 477.708)
Und auch 2. Bürgermeister und Mobilitätsreferent Jonas Glüsenkamp ist mit der diesjährigen Auflage der beliebten Fahrradaktionswochen wieder sehr zufrieden, denn auch die Stadt Bamberg konnte jeweils Steigerungen bei der Anzahl der Teilnehmer, Teams und Kilometer verzeichnen. (Radelnde: 2021: 1.547, 2020: 1.261, Teams: 2021: 95, 2020: 66, Kilometer: 2021: 338.729, 2020: 268.270). Vor allem über das Engagement seiner Stadtradeln-Stars (Inge Buhl, 3. Bürgermeister Wolfgang Metzner und Jürgen Dressel) zeigt er sich erfreut: „Sie sind 3 Wochen lang mit gutem Beispiel vorangegangen und haben uns mit der tollen Berichterstattung in Ihrem Blog zur Fahrradnutzung motiviert“. Besonders hervorzuheben ist auch die starke Leistung der Bamberger Schulen. Die Maria-Ward-Realschule schafft es mit 14.567 geradelten Kilometern nach „Teamgreen“ (1.) und „Team Brose“ (2.) auf den 3. Platz in der Gesamtwertung und das Dientzenhofer-Gymnasium bildete sogar das größte Team in der Stadt Bamberg. Die Gewinnerteams der Stadt werden im September im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche wie auch in den letzten Jahren mit Preisen ausgezeichnet.
Im Landkreis Bamberg fand die Fotoaktion „Radellöwe“ mit den fast 100 auf den Radwegen markierten Stadtradeln-Logos tollen Zuspruch. Neben den vielen tollen Einsendungen der Teilnehmenden war diese öffentlichkeitswirksame Aktion einer der vielen Gründe der Verdoppelung der Teilnehmenden. Motivierend war sicherlich auch die tolle Unterstützung vieler regionaler Partner, wie von Bike-Cafe Messingschlager, das ein hochwertiges Fahrrad zur Verlosung bereitstellt, vom Musikhaus Thomann mit den musikalischen Geschenken für die teilnehmenden Kindergärten, Teddy Hermann mit den Radellöwen für die Kindergärten und Preisträger sowie vieler weiterer Unterstützer, welche die Vergabe toller Gutschein- und Sachpreise im Landkreis bei der für September geplanten Preisverleihung ermöglichen.
Nachdem im Landkreis Bamberg erstmals Teams aus allen 36 Gemeinden in den spannenden Wettstreit um Platz 1 als Fahrradgemeinde 2021 gegangen sind, haben sich vor allem zwei als Gewinner herausgestellt. Die mit Abstand meisten Kilometer hat mit 110.483 Kilometern erneut die Stadt Baunach erzielt. Die radaktivste Gemeinde im Verhältnis zu den Einwohnern war dieses Jahr erstmals Königsfeld mit 218 Radelnden pro 1.000 Einwohnern. Einen großen Anteil daran hatte der lokale Kindergarten, der schon alleine 84 Radelnde gestellt hat. Aber auch alle anderen Gemeinden sind Gewinner, denn der Landkreis wird sich für die geradelten Kilometer wieder mit Bäumen bedanken.
Im Team-Wettbewerb setzte sich die Gemeinde Pommersfelden mit dem größten Einzelteam an die Spitze, das mit 117 Radelnden einmal um die Welt geradelt ist (43.376 Kilometer). Geradezu packend war das Finale bei den Männern im Landkreis Bamberg. Mit einer Marathonfahrt am Stück über 420 Kilometer am letzten Wochenende hat sich ein Radsportler aus Hallstadt bei den Männern noch Platz 1 im Landkreis Bamberg erkämpft. Er hat damit die Kilometer-Bestmarke auf 2.584,4 Kilometer hoch geschraubt. Was für eine Leistung!
Und auch bei den Frauen wurde mit 2.005,1 Kilometern ein sagenhafter neuer Rekord von einer Radsportlerin aus dem Raum Baunach aufgestellt.
Bei den 38 teilnehmenden Schulklassen hat sich eine achte Klasse der Realschule Scheßlitz mit 18 Radelnden und 2.691,6 Kilometern Platz 1 gesichert.
Aber nicht nur die Spitzenreiter haben sich Respekt und Anerkennung verdient. Die Organisationsteams von Stadt und Landkreis Bamberg bedanken sich bei allen, die sich im Rahmen dieser Aktion für eine umweltverträgliche Mobilität und den lokalen Klimaschutz engagiert haben. Und klar ist – alle freuen sich schon wieder auf das Stadtradeln 2022, bei dem es dann hoffentlich endlich wieder ein ausführliches Rahmenprogramm geben kann.
Statistiken, Impressionen und vieles mehr sind zu finden unter https://www.stadtradeln.de/bamberg und https://www.landkreis-bamberg.de/stadtradeln