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Bamberg - Page 35

Stadt Bam­berg

Hoch­was­ser­schutz im Fokus

Die glo­ba­le Erd­er­wär­mung schrei­tet vor­an. Die 1‑Grad-Mar­ke beim Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist bereits über­schrit­ten und die Fol­gen sind bereits heu­te in Deutsch­land und damit auch in Bam­berg spür­bar: Die Zahl der Hit­ze­ta­ge nimmt zu und Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se wer­den häu­fi­ger. Ver­schie­de­ne Maß­nah­men sol­len dafür sor­gen, dass es bei Stark- oder Dau­er­re­gen nicht zu Über­schwem­mun­gen oder star­ken Schä­den kommt.

„Die Flut­ka­ta­stro­phe in West- und Süd­deutsch­land führt uns vor Augen, dass in jeder Stadt und jedem Land­kreis Vor­sicht gebo­ten sein muss. Das gilt auch für Bam­berg: Wir müs­sen des­halb unse­re Anstren­gun­gen beim Kli­ma­schutz inten­si­vie­ren und uns auf Kon­se­quen­zen der kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen vor­be­rei­ten, die uns ohne­hin erwar­ten“, so Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke am Ran­de einer Bespre­chung mit dem städ­ti­schen Refe­ren­ten für Kata­stro­phen­schutz Chris­ti­an Hin­ter­stein und dem Zwei­ten Bür­ger­meis­ter und Kli­ma­re­fe­ren­ten Jonas Glüsenkamp.

Im Hin­blick auf die Stark­re­gen­er­eig­nis­se sag­te der Ober­bür­ger­meis­ter zu, dem Stadt­rat für das Jahr 2022 vor­zu­schla­gen, Mit­tel für eine umfang­rei­che Kar­tie­rung der Gefah­ren­punk­te im Hin­blick auf Stark­re­gen­er­eig­nis­se bereit­zu­stel­len: „Die Kar­tie­rung soll hel­fen, die Gebie­te zu iden­ti­fi­zie­ren, die in Bam­berg bei Stark­re­gen­er­eig­nis­sen beson­ders betrof­fen sind. Die Men­schen, die in Bam­berg leben, müs­sen um das Risi­ko und die Gefah­ren wis­sen, die durch die Wet­ter­la­ge ent­ste­hen kön­nen. Dazu brau­chen sie ein­fach abruf­ba­re Infor­ma­tio­nen auf einer guten Daten­ba­sis, die wir gemein­sam mit Fach­pla­nern erstel­len wollen.“

Star­ke ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auch auf die bereits durch den Stadt­rat bewil­lig­te Stel­le eines Kli­ma­an­pas­sungs­ma­na­gers, der zur Umset­zung einer gemein­sam mit dem Land­kreis ent­wi­ckel­ten Stra­te­gie zur Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del beauf­tragt ist. Die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se soll in der Voll­sit­zung des Stadt­rats am 28. Juli vor­ge­stellt werden.

Neben der Gefah­ren­ab­wehr sei es laut Kli­ma­re­fe­rent Glüsen­kamp wich­tig, eben­so Vor­keh­run­gen in der Stadt­ent­wick­lung zu tref­fen: „Das Ziel ist eine Schwamm­stadt, die durch gerin­ge­re Ver­sie­ge­lung, Grün­dä­cher und Fas­sa­den­be­grü­nung die Chan­ce bie­tet, mög­lichst viel Was­ser zu spei­chern, das dann gar nicht in Kanä­le abge­führt wer­den muss.“ Glüsen­kamp wies in die­sem Zusam­men­hang dar­auf hin, dass die Flä­chen­ver­sie­ge­lung in Ober­fran­ken-West der­zeit etwa einen hal­ben Hekt­ar pro Tag betra­ge: „Ohne einen Umkeh­rung die­ses Trends brau­chen wir uns um Stark­re­gen­ma­nage­ment kei­ne Gedan­ken zu machen. Für Bam­berg bedeu­tet dies: Effi­zi­en­te­re Flä­chen­nut­zung durch mehr Stock­wer­ke und Schutz der wich­ti­gen Grün­flä­chen in der Stadt als Ver­si­cke­rungs­flä­chen in der Schwammstadt.“

Info

Stark­re­gen­er­eig­nis­se füh­ren lokal begrenzt zu hohen Nie­der­schlags­men­gen. Sie ent­ste­hen meist durch das Auf­ein­an­der­tref­fen eines Tief- und eines Hoch­druck­ge­bie­tes im Som­mer­halb­jahr, wie aktu­ell in Deutsch­land durch das sta­ti­sche Tief­druck­ge­biet „Bernd“ zu beob­ach­ten ist. Dabei nimmt die im Zuge der all­ge­mei­nen Kli­ma­er­wär­mung wär­mer wer­den­de Luft mehr Feuchtigkeit/​Wasserdampf auf. Das gespei­cher­te Was­ser reg­net bei Abküh­lung wie­der ab. Somit kommt es zu grö­ße­ren Regen­men­gen pro Zeit und Flä­che. Die durch die Nie­der­schlä­ge ver­ur­sach­ten Über­flu­tun­gen über­las­ten die gere­gel­ten Ent­wäs­se­rungs­ein­rich­tun­gen, zum Bei­spiel Ent­wäs­se­rungs­grä­ben oder die Kana­li­sa­ti­on. Unter ande­rem dadurch fin­den ver­mehrt unkon­trol­lier­ba­re Ober­flä­chen­ab­flüs­se statt, die ein zusätz­li­ches Gefähr­dungs-poten­ti­al durch zum Bei­spiel Ero­si­on (Schlamm­la­wi­ne, Hang­rutsch, et cete­ra) auf­wei­sen. Der vor­beu­gen­de Boden­schutz durch die Erhal­tung ver­si­cke­rungs­fä­hi­ger Böden sowie der Schutz der Böden vor Ero­si­on und Ver­min­de­rung der Strö­mungs­ge­schwin­dig­keit durch Bewuchs sind ein wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein. Dadurch kön­nen die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf Anla­gen, Gebäu­de und Men­schen mini­miert wer­den. Ein Bei­spiel hier­für ist das Rück­hal­te­be­cken Syl­va­ner­see in Gaustadt.

Maxi­ma­le För­de­rung für Smart City-Projekt

Stadt Bam­berg erhält 450.000 € im Rah­men des Pro­gramms „Kom­mu­nal? Digital!“

Erneut erhält die Smart City Bam­berg eine bedeut­sa­me För­de­rung für ein digi­ta­les Pro­jekt. Für das Pro­jekt „Droh­nen­be­flie­gung von Baum­kro­nen“ über­reich­te Staats­mi­nis­te­rin Judith Ger­lach dem Smart City-Pro­gramm­lei­ter Sascha Götz den Förderbescheid.

Das Baye­ri­sche Digi­tal­mi­nis­te­ri­um prä­mier­te mit dem Wett­be­werb „Kom­mu­nal? Digi­tal!“ die 10 bes­ten digi­ta­len Lösun­gen smar­ter Kom­mu­nen aus Bay­ern mit einer Gesamt­sum­me von 5 Mil­lio­nen Euro. Die Pro­jekt­ideen sol­len dabei einen tech­no­lo­gi­schen Ansatz haben, auch auf ande­re Kom­mu­nen anwend­bar sein sowie einen spar­sa­men Umgang mit wert­vol­len Res­sour­cen ermöglichen.

Das Bam­ber­ger Pro­jekt trifft die­sen Kern­ge­dan­ken genau und wur­de des­halb bei einem Gesamt­bud­get von 500.000 Euro mit der Höchst­sum­me an För­de­rung dotiert. Die Idee ist, mit Hil­fe von Droh­nen den kom­mu­na­len Baum­be­stand zu beflie­gen, eine Auf­nah­me des Ist-Zustan­des zu erstel­len und zukünf­ti­ge Aus­wir­kun­gen öko­lo­gi­scher Ereig­nis­se mit­hil­fe künst­li­cher Intel­li­genz zu pro­gnos­ti­zie­ren. Dies kommt zum einen den loka­len Wäl­dern und dem städ­ti­schen Forst­be­trieb zugu­te, zum ande­ren lässt sich mit­tels der Daten eine nach­hal­ti­ge Pfle­ge der Bäu­me im Stadt­ge­biet unterstützen.


In Zusam­men­ar­beit mit dem inter­dis­zi­pli­nä­ren Smart City Rese­arch Lab der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg sol­len nach der Daten­samm­lung durch Ein­satz künst­li­cher Intel­li­genz pra­xis­nah aktu­el­le Infor­ma­tio­nen für die Mit­ar­bei­ter in Stadt und Forst bereit­ge­stellt wer­den. Die Soft­ware soll Scha­dens­vor­her­sa­gen tref­fen und Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels abschät­zen kön­nen. Zudem las­sen sich somit künf­tig Krank­hei­ten der Bäu­me bes­ser pro­gnos­ti­zie­ren sowie der Ein­satz des knap­pen Per­so­nals geziel­ter planen.

Das Pro­jekt soll nicht nur in Bam­berg, son­dern auch in vie­len ande­ren Kom­mu­nen in Bay­ern Nut­zen stif­ten. Des­halb wird es als Open Source-Lösung kon­zi­piert und bereits in der drei­jäh­ri­gen Pro­jekt­lauf­zeit sol­len wei­te­re Kom­mu­nen in die Daten­samm­lung und –nut­zung mit ein­be­zo­gen werden.

Auf­räum- und Bergungsarbeiten

Mal­te­ser aus Ober­fran­ken im Fluteinsatz

Für die Auf­räum- und Ber­gungs­ar­bei­ten in den von der Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe betrof­fe­nen Gebie­ten in Nord­rhein-West­fa­len und Rhein­land-Pfalz leis­ten jetzt auch Mal­te­ser aus Ober­fran­ken wert­vol­le Unterstützung.

Inner­halb von drei Stun­den waren Ein­hei­ten aus Bam­berg, Kulm­bach und Wai­schen­feld heu­te Vor­mit­tag abmarsch­be­reit und mach­ten sich auf den Weg zur all­ge­mei­nen Sam­mel­stel­le der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Hös­bach bei Aschaffenburg.

Kon­kret sind für den Hilfs­ein­satz die Schnel­len Ein­greif­trup­pen (SEG) Betreu­ung aus Bam­berg, Tech­nik und Sicher­heit aus Kulm­bach sowie Trans­port und Behand­lung aus Wai­schen­feld vor­ge­se­hen. Den Teams gehö­ren ins­ge­samt 24 Mal­te­ser aus dem Erz­bis­tum Bam­berg an. Die SEG Betreu­ung ist in ers­ter Linie dafür zustän­dig, vor­über­ge­hend obdach­los gewor­de­ne Men­schen mit Nah­rungs­mit­teln und sau­be­rem Trink­was­ser zu ver­sor­gen. Zudem stellt sie Betrof­fe­nen Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten und Not­un­ter­künf­te zur Ver­fü­gung. Die SEG Tech­nik und Sicher­heit ist unter ande­rem mit Gene­ra­to­ren und Aggre­ga­ten unter­wegs, um die Strom­ver­sor­gung für die Ein­hei­ten im Kri­sen­ge­biet zu sichern. Beson­ders stolz ist Fabi­an Pecht, Trupp­füh­rer für die SEG Betreu­ung und Refe­rent für Not­fall­vor­sor­ge in der Mal­te­ser Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­le Bam­berg, dass die Mobi­li­sie­rung inner­halb von nur weni­gen Stun­den rei­bungs- und kom­pli­ka­ti­ons­los geklappt hat: „Um 7.01 Uhr haben wir heu­te die Alar­mie­rung bekom­men, um kurz vor 10.30 Uhr waren wir ein­satz­be­reit. Wir konn­ten ohne Pro­ble­me alle Ein­hei­ten mit Per­so­nal beset­zen. Das ist schon eine star­ke Leistung!“

Bereit für den Ein­satz: Trupp­lei­ter Flo­ri­an Pecht (2.v.l.) mit dem Team der SEG Betreuung

Mit im Ein­satz ist auch das Ehe­paar Josef und Bir­git Albrecht aus Bam­berg. Sie sind in der SEG Betreu­ung ein­ge­setzt und seit Jahr­zehn­ten kri­sen­er­probt. „Wir waren schon beim Hoch­was­ser in Deg­gen­dorf direkt an der Front und haben vie­le Men­schen pro­fes­sio­nell betreut“, sag­te Josef Albrecht kurz vor dem Start nach Hös­bach. Er ist froh, dass er als Ehren­amt­li­cher für den jet­zi­gen Flut­ein­satz von sei­nem Arbeit­ge­ber sofort grü­nes Licht bekom­men hat. Wie auch sei­ne Frau Bir­git. „Es ist jedes Mal eine Her­aus­for­de­rung, aber dafür sind wir ja da. Men­schen zu hel­fen, ist nun mal Teil unse­res Lebens“, betont sie.

„Rück­spiel“

Sport und Kul­tur trot­zen Corona

Sport und Kul­tur hel­fen sich gegen­sei­tig. Das ist der Grund­ge­dan­ke hin­ter „Rück­spiel“, einer Bene­fiz-Kon­zert­rei­he zuguns­ten von Sport­ver­ei­nen in Stadt- und Land­kreis Bam­berg, die am letz­ten Juli-Wochen­en­de im Fuchs-Park-Sta­di­on über die Büh­ne gehen soll. Sascha Dorsch, Vor­stands­mit­glied beim FC Ein­tracht Bam­berg, ist einer der Initia­to­ren. Wir haben mit ihm über die Hin­ter­grün­de vom „Rück­spiel“ gesprochen.

Herr Dorsch, Ende Juli soll das „Rück­spiel“ als Anschlus­se­vent an den letzt­jäh­ri­gen, wohl­tä­ti­gen Sil­ves­ter­lauf statt­fin­den. Was steckt hin­ter dem „Rück­spiel“ und wer hat­te die Idee dazu?

Sascha Dorsch: Das war die Idee des Vor­stands­teams des FCE. Der Lauf ist die eine Geschich­te. Wir hat­ten schon mal einen gemacht im Advent. Damals war die Fra­ge: Wie schaf­fen wir es, zumin­dest ein wenig Ver­eins­le­ben auf­recht zu erhal­ten? Da kamen wir dar­auf, einen Spen­den­lauf zu machen, mit einer gewis­sen Ziel­vor­ga­be. Das waren damals 2.000 Kilo­me­ter, über alle Teil­neh­mer ver­teilt. Sehr vie­le ande­re Ver­ei­ne sind auf­ge­sprun­gen, sie fan­den die Akti­on cool und woll­ten mit­ma­chen. Danach kamen wir auf den Sil­ves­ter­lauf, den es seit 50 Jah­ren in Bam­berg gibt. Der ist aber wegen Coro­na aus­ge­fal­len. Wir hat­ten uns zusam­men mit dem Stadt­ver­band für Sport über­legt, die­sen Lauf auf­zu­grei­fen, ein­fach weil ihn jeder kennt. Es ging dabei um den guten Zweck, denn wir woll­ten etwas für die Künst­ler machen. Am Ende ist eine Spen­den­sum­me von knapp 10.000 Euro zusam­men­ge­kom­men. Danach war die Idee: Wir hat­ten die ers­te Halb­zeit mit dem klei­nen Lauf, die zwei­te Halb­zeit mit dem gro­ßen Lauf, jetzt braucht es noch ein Rück­spiel irgendwo.


Wer es eben­falls die Idee des Vor­stands, das „Rück­spiel“ im Fuchs-Park-Sta­di­on statt­fin­den zu las­sen? Was waren die Grün­de dafür?

Sascha Dorsch: Genau, auch das geht auf den Vor­stand zurück. Um etwas für Künst­ler zu machen, brau­chen sie eine Büh­ne, aber wo stellt man die hin? Wir haben über ein paar Din­ge nach­ge­dacht. Was bei uns im Sta­di­on der Rie­sen­vor­teil ist, und das haben wir schon bei den Bay­ern­li­ga-Heim­spie­len im Herbst so prak­ti­ziert: Wir kön­nen durch unser Ticket-Sys­tem allen einen Platz zuwei­sen und genau nach­voll­zie­hen, wer wo geses­sen hat. Ob jetzt 50, 100 oder 500 Zuschau­er zuge­las­sen sind: Dadurch, dass wir ein­zäu­nen kön­nen, kön­nen wir uns genau über­le­gen, wie vie­le Leu­te rein­pas­sen. Genau das ist der gro­ße Vor­teil gegen­über ande­ren Loca­ti­ons, wie zum Bei­spiel der Fuß­gän­ger­zo­ne. Da kannst man die Leu­te nicht steu­ern. Im Sta­di­on las­sen sich die Zah­len aber genau fest­le­gen und nachvollziehen.


Mit die­sem Kon­zept kann man sicher­lich auch in Sachen Coro­na-Auf­la­gen punkten?

Sascha Dorsch: Ich war letz­tes Jahr schon im Win­ter der­je­ni­ge, der im Ord­nungs­amt ange­ru­fen und ange­kün­digt hat, im Som­mer ein Kon­zert ver­an­stal­ten zu wol­len. Da haben alle gesagt: Sie wis­sen schon, dass es Coro­na gibt? Das hat­ten wir natür­lich auf dem Schirm. Des­we­gen auch das Sta­di­on, da kann man die Leu­te nach­voll­zie­hen und inso­fern sind wir aktu­ell mit den Inzi­den­zen und den Imp­fun­gen guter Din­ge. Aktu­ell sind hier für Fuß­ball­spie­le 500 Zuschau­er zuge­las­sen. Das wäre eine per­fek­te Zahl. Dann haben wir hier noch ein wenig Platz. Man kann die Leu­te raus­stel­len in der Pau­se, man kann eine Brat­wurst essen. Das wäre für uns super. Ich glau­be schon: So wie es aktu­ell läuft, bekom­men wir das hin. Soll­te wider Erwar­ten ein Cut kom­men, sind wir auch fle­xi­bel. Wir kön­nen die Zahl redu­zie­ren bis auf 100. Die Fra­ge ist: Wie wirt­schaft­lich ist es dann noch?


Gutes Stich­wort. Wie soll die Ver­an­stal­tung finan­ziert wer­den, abge­se­hen von Ticket-Ver­kauf und Catering?

Sascha Dorsch: Ein gro­ßer Vor­teil hier ist, dass es in Bam­berg ein Bun­des-För­der­pro­gramm für den Kul­tur­be­reich gibt. Die­ser deckt einen Teil der Kos­ten und ist geplant für Tech­nik oder Büh­ne. Das heißt: Wir kön­nen aus unse­rer Sicht das finan­zi­el­le Risi­ko rela­tiv gut steu­ern. Das war die größ­te Angst für uns als Ver­ein, denn wir sind in der Haf­tung, wir tra­gen die Kos­ten. Wir kön­nen also in einem grö­ße­ren Boot mit­schwim­men. Sonst hät­te ich gesagt: Lass uns lie­ber drei Mal nach­rech­nen, ob das funktioniert.


Wel­ches Pro­gramm ist für das „Rück­spiel“ geplant?

Sascha Dorsch: Wir haben drei Aben­de: Ein Abend wird eine Rock­nacht sein, da sind ein paar Bam­ber­ger Bands dabei. Dann geht es mit Bam­bäg­ga ein biss­chen in die Hip-Hop-Rich­tung und dann haben wir noch Hei­no Men­do­za im Pro­gramm. Die Idee dahin­ter ist: Wir haben Rock, wir haben Hip-Hop und dann brau­chen wir noch eine ande­re Rich­tung. Da haben wir uns für Schla­ger entschieden.


Wie sol­len die erziel­ten Erlö­se ver­teilt werden?

Sascha Dorsch: Die Ver­tei­lung erfolgt über die Stadt und den Kreis­ju­gend­ring. Wir woll­ten nicht als FC Ein­tracht Bam­berg die­je­ni­gen sein, die die Gel­der ver­tei­len. Wir haben da his­to­risch gese­hen nicht den bes­ten Ruf. Des­halb ver­tei­len Stadt und Kreis­ju­gend­ring die Gel­der gemein­sam, das ist auch schon lan­ge so abge­spro­chen. Sie stel­len auch ent­spre­chen­de Kri­te­ri­en für die Ver­tei­lung auf.


Gibt es Bestre­bun­gen, die­se Ver­an­stal­tun­gen regel­mä­ßig durchzuführen?

Sascha Dorsch: Der gro­ße Plan von mir war, das kom­plet­te Are­al zu nut­zen­und drei oder vier klei­ne Büh­nen auf­zu­bau­en. Wir haben hier Park­plät­ze, auch beim Bam­ba­dos, außer­dem ist die Auto­bahn nah, was für die Logis­tik gut ist. Und es gibt eini­ge Ver­ei­ne, die wir noch ins Boot holen könn­ten: Den FV 1912, den Roll­schuh-Club, die Lebens­hil­fe, mit der wir auch ein Inklu­si­ons-Pro­jekt dar­aus machen könn­ten. Es ist mein Traum, wenn es gut läuft, so eine Art Volks­fest in die­ser Gegend zu machen. Wir sind am Stadt­rand und wenn 2026 das 100-jäh­ri­ge Bestehen des Volks­parks ansteht, könn­ten wir hier eine Rie­sen­ge­schich­te auf­zie­hen über zwei, drei Tage. Es gibt zum Bei­spiel die Stadt­meis­ter­schaf­ten im Fuß­ball. Dann legt man all das auf die­ses eine Wochen­en­de, auch die Stadt­meis­ter­schaf­ten in Leicht­ath­le­tik, und macht so ein kom­plet­tes Sport- und Kul­tur­pro­gramm hier drau­ßen. Das wäre das gro­ße Kon­zept. Aber lass uns mal klein anfangen.

Bene­fiz-Kon­zert­rei­he “Rück­spiel”

30. Juli bis 1. August

Fuch­s­park­sta­di­on Bam­berg
Pödel­dor­fer Stra­ße 182

https://www.fce2010.de/

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

Ver­ei­di­gung II der Aus­zu­bil­den­den des Jahr­gan­ges 2020

Am Don­ners­tag­mor­gen fan­den sich cir­ca 470 Aus­zu­bil­den­de des ers­ten Dienst­jah­res auf dem Gelän­de des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg unter Ein­hal­tung der Hygie­ne­schutz­maß­nah­men ein, um gemein­sam ihren Dienst­eid abzulegen.

Erst­mals wur­de für die Ver­ei­di­gung der Platz des „Chan­ge of Com­mand“ der ehe­mals in der Lie­gen­schaft sta­tio­nier­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­te genutzt, der der Zere­mo­nie eine wür­di­ge Atmo­sphä­re ver­lieh. Für die musi­ka­li­sche Umrah­mung sorg­te das Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen in klei­ner Beset­zung unter der Lei­tung von Mar­kus Mot­schen­ba­cher. Lei­der konn­ten aus Infek­ti­ons­schutz­grün­den weder Ehren­gäs­te noch die Ange­hö­ri­gen der zu Ver­ei­di­gen­den gela­den wer­den. Der Lei­ter der Aus­bil­dungs­ein­rich­tung der Bun­des­po­li­zei, Lei­ten­der Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Leh­mann, unter­strich in sei­ner Rede an die jun­gen Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter die Bedeu­tung des Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes, wonach die Men­schen­wür­de unan­tast­bar ist und sie zu ach­ten und zu schüt­zen Ver­pflich­tung aller staat­li­chen Gewalt ist. Er beton­te nach­drück­lich, dass in der Bun­des­po­li­zei kei­ner­lei Platz für jeg­li­che Art von Dis­kri­mi­nie­rung ist.

Im Anschluss schwo­ren die Dienst­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­ger „das Grund­ge­setz und alle in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gel­ten­den Geset­ze zu wah­ren und ihre Dienst­pflich­ten gewis­sen­haft zu erfül­len“. Bereits im Okto­ber letz­ten Jah­res wur­de die ers­te Hälf­te des Ein­stel­lungs­jahr­gan­ges 2020 – 970 jun­ge Frau­en und Män­ner – auf dem Gelän­de der Bun­des­po­li­zei ver­ei­digt. Auf­grund der stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len in Deutsch­land konn­te der ursprüng­lich im Novem­ber vor­ge­se­he­ne zwei­te Teil der Ver­ei­di­gung lei­der nicht statt­fin­den und wur­de nun nachgeholt.


Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bamberg

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist die bun­des­weit größ­te und moderns­te Ein­rich­tung die­ser Art der Bun­des­po­li­zei. Die fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­ne­te Lehr­ein­rich­tung ist das sechs­te Aus- und –fort­bil­dungs­zen­trum der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wer­den dort über 2.800 Poli­zei­meis­ter­an­wär­te­rin­nen und ‑anwär­ter aus­ge­bil­det. Mehr als 850 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Ausbildungsbetrieb.

Frie­sen wird zum Angstgegner 

FC Ein­tracht Bam­berg ver­liert im Pokal mit 1:2

Ers­tes Pflicht­spiel der Sai­son für den FC Ein­tracht Bam­berg, ers­te Nie­der­la­ge: Mit 1:2 unter­la­gen die „Dom­rei­ter“ im Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel zum Toto Pokal des Baye­ri­schen Fuß­ball-Ver­ban­des am gest­ri­gen Frei­tag­abend beim Lan­des­li­gis­ten SV Frie­sen. Der Toto-Pokal 2021/​/​2022 wird damit ohne die Dom­rei­ter ausgetragen.

Der Spiel­ver­lauf: Die Bam­ber­ger kamen gut in das Spiel, beherrsch­ten den Geg­ner und hat­ten auch in den ers­ten Minu­ten ers­te „Halb­chan­cen“ durch Jakob Tran­zis­ka. Tief stan­den dage­gen die Haus­her­ren und lau­er­ten auf Kon­ter, mit denen sie die Hin­ter­mann­schaft des Bay­ern­li­gis­ten ein ums ande­re Mal in Bedräng­nis brach­ten. Nach die­sem Mus­ter fiel dann auch das 1:0 durch Ex-FCE­ler Niko­lai Alt­was­ser. Einen lan­gen Ball auf den flin­ken Außen­stür­mer schien Luca Ljevsìc kon­trol­lie­ren zu kön­nen, doch Alt­was­ser schnapp­te sich cle­ver den Ball und schob ihn am aus dem Tor her­aus­stür­zen­den Goa­lie Fabi­an Dell­er­mann vor­bei in die Maschen. Der FCE hat­te wei­ter deut­lich mehr Ball­be­sitz und dräng­te auf den Aus­gleich. Der fiel nur weni­ge Minu­ten spä­ter, als Lukas Schmitt­sch­mitt nach einer Flan­ke von der Außen­bahn zur Stel­le war und aus 8m Ent­fer­nung den Ball ein­köpf­te. So ging die Par­tie ohne wei­te­re nen­nens­wer­te Höhe­punk­te in die Halb­zeit­pau­se. Die war gera­de eben 30 Sekun­den vor­über, da „klin­gel­te“ es erneut im Kas­ten der Bam­ber­ger. Der erst ein­ge­wech­sel­te David Dau­mann erziel­te frei­ste­hend aus kur­zer Distanz den Füh­rungs­tref­fer für sei­ne Far­ben. Noch blie­ben den „Dom­rei­tern“ 45 Minu­ten, um die­sen Vor­sprung aus­zu­glei­chen. Allein – es soll­te nicht mehr gelin­gen. Die Haus­her­ren über­lie­ßen dem klas­sen­hö­he­ren Gast Ball und Raum und stan­den tief posi­tio­niert in der eige­nen Hälf­te. Gegen die­se For­ma­ti­on fand der FC Ein­tracht kein Mit­tel und konn­te sich kaum Chan­cen erspielen.

Das sagt Trai­ner Juli­an Kol­beck: „Wie erwar­tet sind wir auf einen kämp­fe­ri­schen Geg­ner getrof­fen, der alles rein­ge­hau­en hat. Sie haben uns den Ball über­las­sen und Nadel­sti­che gesetzt, was lei­der auch zwei­mal erfolg­reich war. Wir konn­ten die­ses Boll­werk nicht über­win­den, wir müs­sen an unse­rer Effi­zi­enz in der Box arbeiten.“

Wei­ter geht es für den FC Ein­tracht Bam­berg am Sams­tag, 24. Juli, um 16.00 Uhr – dann star­ten die Dom­rei­ter mit dem Spiel beim FC Sand in die neue Sai­son der Bay­ern­li­ga Nord. Im Juli ste­hen dann noch die Begeg­nun­gen zu Hau­se gegen die SpVgg Bay­ern Hof am 28. Juli und das Aus­wärts­spiel beim SV Seli­gen­por­ten an.

Digi­tal­pro­jekt des Spiel­clubs Jugend 

ESES – ETA sucht eine Superwelt

Das Digi­tal­pro­jekt „ESES – ETA sucht eine Super­welt“ des Spiel­clubs Jugend fei­ert online Pre­mie­re. Der Spiel­club Jugend, gelei­tet von Saskia Zink, beschäf­tig­te sich in der Spiel­zeit 20/​/​21 mit Uto­pien und Dystopien.

Die Pro­ben fan­den bis Anfang Juni aus­schließ­lich digi­tal und danach in Klein­grup­pen statt. Die Teil­neh­men­den haben bei die­ser Art und Wei­se zu pro­ben Aus­dau­er­ver­mö­gen und Krea­ti­vi­tät bewie­sen. So war der Spiel­club Jugend im Pro­ben­pro­zess zu Gast in fer­nen Wel­ten. Er besuch­te die aus dem Plas­tik­müll der Welt­mee­re ent­stan­de­nen Empa­thie-Ein­hör­ner, die in ihrer Welt für ein gefühl­vol­les Mit­ein­an­der sorgen.

Die gro­ße Intel­li­genz hieß ihn in ihrem Reich will­kom­men, wo sie grau­sam und will­kür­lich über ihre Unter­ta­nen herrscht. In der mar­xis­ti­schen Kom­mu­ne fei­er­te er bei einem reich bestück­ten Indus­tria­li­sie­rung­s­tel­ler das Jah­res­wen­den­fest und wur­de bei einer Expe­di­ti­on durch die Social-Media-Welt in die Gepflo­gen­hei­ten der Bubble-Bewohner*innen ein­ge­führt. Doch eine Fra­ge ist noch nicht geklärt: Über wel­che die­ser Wel­ten soll ein Stück geschrie­ben wer­den? Der pro­du­zier­te Film wur­de auch als Bei­trag beim digi­ta­len 15. Tref­fen der baye­ri­schen Thea­ter­ju­gend­clubs am Thea­ter an der Rott in Eggen­fel­den gezeigt.

Das Video ist ab sofort auf dem You­tube-Kanal des ETA Hoff­mann Thea­ters kos­ten­frei abruf­bar. Wei­te­re Infos gibt es auf http://www.theater.bamberg.de

Spieler*innen: Kai Anton, Mile­na Behr, Maja Grimm, Isa­bel Hoff­mann, Shy­lee Kli­ne, Tuệ Trân Lục, James Jakob Ott, Ste­fa­nos Pach­idis, Anna Tho­mer, Matil­da Väth
Tech­nik: Lukas Frank
Lei­tung: Saskia Zink

Ver­mitt­lung von Infor­ma­tio­nen und Hilfsangeboten 

Stadt rich­tet Anlauf­stel­le zum The­ma „Radi­ka­li­sie­rung“ ein

Eine neue Anlauf­stel­le bie­tet Hil­fe für alle Men­schen, die bei Per­so­nen in ihrem Umfeld Anzei­chen einer mög­li­chen Radi­ka­li­sie­rung bemerken.

Unter der Tele­fon­num­mer 0951÷87−1155 sowie über die E‑Mail-Adres­se mindshift@stadt.bamberg.de kön­nen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit Fra­gen und Hil­fe­er­su­chen zum The­ma Radi­ka­li­sie­rung an die Stadt Bam­berg wen­den. Auch Unter­neh­men, Ver­bän­den oder Bil­dungs­ein­rich­tun­gen steht die Anlauf­stel­le offen.

Die Hot­line ist jeweils mon­tags und mitt­wochs von 9 Uhr bis 11 Uhr sowie von 17 Uhr bis 19 Uhr zu errei­chen. Die Gesprä­che sind kos­ten­frei und kön­nen auf Wunsch ver­trau­lich und in anony­mi­sier­ter Form stattfinden.

„Bam­berg steht für das fried­li­che Mit­ein­an­der aller Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, poli­ti­scher Hal­tun­gen und Welt­an­schau­un­gen. Mit der neu­en Anlauf­stel­le wol­len wir auch prä­ven­tiv han­deln, weil die Radi­ka­li­sie­rung ein­zel­ner Per­so­nen nie aus­zu­schlie­ßen ist“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Das Ange­bot ist Teil des Pro­jek­tes „Bam­ber­ger Dera­di­ka­li­sie­rungs­netz­werk – Minds­hift“, das vom Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um geför­dert wird. Es rich­tet sich ins­be­son­de­re an Men­schen, die Unter­stüt­zung im Umgang mit Men­schen in ihrem Umfeld benö­ti­gen, die anti­de­mo­kra­ti­sche Ein­stel­lun­gen ent­wi­ckeln, extre­mis­ti­sche Ansich­ten tei­len oder sich radi­ka­len reli­giö­sen Ideo­lo­gien zuge­wandt haben. Die Anlauf­stel­le kann Infor­ma­tio­nen und Hilfs­an­ge­bo­te ver­mit­teln und soll auf die­se Wei­se dabei hel­fen, Men­schen aus einem Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zess oder einer bereits erfolg­ten Radi­ka­li­sie­rung herauszuführen.

„Dass Bedarf für eine sol­che kom­mu­na­le Anlauf­stel­le besteht, zeigt sich gera­de in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie und der damit ver­bun­de­nen Zunah­me von teil­wei­se demo­kra­tie­feind­li­chen und men­schen­ver­ach­ten­den Ideo­lo­gien und Ver­schwö­rungs­theo­rien“, erläu­tert Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Wer Rat und Unter­stüt­zung sucht, ist hier genau rich­tig“, betont der Zwei­te Bürgermeister.


Wei­te­re Informationen

Das Pro­jekt: Das „Bam­ber­ger Dera­di­ka­li­sie­rungs­netz­werk – Minds­hift“ ist eines von bun­des­weit sechs kom­mu­na­len Pro­jek­ten inner­halb des För­der­pro­gramms „MoDe­Rad: Modell­kom­mu­ne Dera­di­ka­li­sie­rung“, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Hei­mat umge­setzt wird. Die indi­vi­du­el­len, auf kom­mu­na­ler Ebe­ne gesam­mel­ten Erfah­run­gen in der Dera­di­ka­li­sie­rungs­ar­beit wer­den im Anschluss vom Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um auf­be­rei­tet und Kom­mu­nen zur Ver­fü­gung gestellt. So unter­stützt der Bund die kom­mu­na­le Dera­di­ka­li­sie­rungs­ar­beit und stärkt die Ver­net­zung im The­men­feld zwi­schen der Bun­des­ebe­ne und Kom­mu­nen, sowie zwi­schen Kom­mu­nen untereinander.

Zur Umset­zung ihres Pro­jek­tes strebt die Stadt Bam­berg die Ver­net­zung ver­schie­de­ner Akteu­re aus den Berei­chen Sicher­heit, Bil­dung, Sozia­les, Sport und Kul­tur an. Eine sol­che Ver­net­zung unter­ein­an­der dient nicht nur einem Erfah­rungs- und Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zum The­ma „Radi­ka­li­sie­rung“. Sie soll auch dabei hel­fen, Hilfs­an­ge­bo­te so indi­vi­du­ell wie mög­lich zu gestal­ten und schnell zu ver­mit­teln. Das Pro­jekt unter­stützt so bereits radi­ka­li­sier­te Per­so­nen auf ihrem Weg des Bewusstseinswandels.

„Alle anders, alle gleich – stoppt Rassismus“ 

Aus­stel­lung zum Pla­kat­wett­be­werb im Rah­men der Inter­kul­tu­rel­len Wochen 2021

Der Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg (MIB) zeigt bis zum 17. Juli im Schau­fens­ter des Bür­ger­la­bors in der Haupt­wach­stra­ße 3 Bil­der des Pla­kat­wett­be­werbs „Alle anders, alle gleich – stoppt Rassismus“.

Zusam­men mit Stadt­ju­gend­ring, SkF-Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst, dem Senio­ren- und Gene­ra­ti­ons­ma­nage­ment, ja:ba – Offe­ne Jugend­ar­beit, Medi­en­zen­tra­le der Erz­diö­ze­se Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg hat­te der MIB im Rah­men der Inter­kul­tu­rel­len Wochen im Früh­jahr 2021 Kin­der und Jugend­li­che dazu auf­ge­ru­fen, krea­tiv zu wer­den. Und zwar zum The­ma Viel­falt und Tole­ranz. Um das Enga­ge­ment der Schüler:innen zu wür­di­gen, wer­den die ein­ge­reich­ten Pla­ka­t­ent­wür­fe jetzt im Bür­ger­la­bor aus­ge­stellt und sol­len dann in einer Wan­der­aus­stel­lung an ver­schie­de­nen Orten prä­sen­tiert werden.

Gezeigt wer­den sie­ben Pla­ka­te, die sich auf ganz unter­schied­li­che Art und Wei­se mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­zen – jedes ein­zel­ne für sich ist ein klei­nes Kunst­werk. „Es ist toll zu sehen, wel­che Gedan­ken sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemacht haben und wie sie das The­ma künst­le­risch umge­setzt haben“, freut sich Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp und wünscht sich, „dass mög­lichst vie­le Men­schen in den nächs­ten Tagen vor dem Bür­ger­la­bor einen Moment inne­hal­ten und sich ihre eige­nen Gedan­ken beim Betrach­ten der Bil­der machen – gera­de in Zei­ten, in denen Respekt und Tole­ranz nicht mehr selbst­ver­ständ­lich sind.“

Im Namen von Stadt und Land­kreis beton­te Glüsen­kamp wei­ter, dass Inte­gra­ti­on und das Enga­ge­ment gegen Ras­sis­mus wich­ti­ge Dau­er­auf­ga­ben einer Stadt­ge­sell­schaft sei­en, in der jeder unab­hän­gig von Her­kunft, Haut­far­be oder Reli­gi­on sei­nen Lebens­mit­tel­punkt fin­den kön­nen soll. „Dar­um freue ich mich, dass der Pla­kat­wett­be­werb immer wie­der aufs Neue aus­ge­rich­tet wird. Die Akteur:innen leis­ten damit einen wich­ti­gen Bei­trag für die Stadtgesellschaft.“

Stadt­ra­deln 2021 – ein vol­ler Erfolg!

Stadt und Land­kreis Bam­berg sam­mel­ten flei­ßig Fahr­rad­ki­lo­me­ter und der Land­kreis schafft sogar Platz 2 in Bayern

Vom 14. Juni bis 4. Juli hieß es wie­der rauf auf den Sat­tel und flei­ßig in die Peda­le tre­ten, denn Stadt und Land­kreis Bam­berg haben erneut beim Wett­be­werb Stadt­ra­deln teil­ge­nom­men. Über die Ergeb­nis­se die­ses jähr­li­chen Höhe­punk­tes im regio­na­len Fahr­rad­ka­len­der freut sich beson­ders Land­rat Kalb, denn der Land­kreis hat in sei­ner Kate­go­rie Platz 2 in Bay­ern und Platz 6 in ganz Deutsch­land erreicht, was die Kilo­me­ter pro Ein­woh­ner angeht.

„Das ist ein beein­dru­cken­des Zei­chen für den Kli­ma­schutz und auch ein bedeu­ten­der Schritt in Rich­tung Mobi­li­täts­wen­de in unse­rer herr­li­chen Rad­re­gi­on“. (Radeln­de: 2021: 3.589, 2020: 1.687, Teams: 2021: 165, 2020: 100, Kilo­me­ter: 2021: 780.414, 2020: 477.708)

Und auch 2. Bür­ger­meis­ter und Mobi­li­täts­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp ist mit der dies­jäh­ri­gen Auf­la­ge der belieb­ten Fahr­rad­ak­ti­ons­wo­chen wie­der sehr zufrie­den, denn auch die Stadt Bam­berg konn­te jeweils Stei­ge­run­gen bei der Anzahl der Teil­neh­mer, Teams und Kilo­me­ter ver­zeich­nen. (Radeln­de: 2021: 1.547, 2020: 1.261, Teams: 2021: 95, 2020: 66, Kilo­me­ter: 2021: 338.729, 2020: 268.270). Vor allem über das Enga­ge­ment sei­ner Stadt­ra­deln-Stars (Inge Buhl, 3. Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner und Jür­gen Dressel) zeigt er sich erfreut: „Sie sind 3 Wochen lang mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen und haben uns mit der tol­len Bericht­erstat­tung in Ihrem Blog zur Fahr­rad­nut­zung moti­viert“. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist auch die star­ke Leis­tung der Bam­ber­ger Schu­len. Die Maria-Ward-Real­schu­le schafft es mit 14.567 gera­del­ten Kilo­me­tern nach „Team­green“ (1.) und „Team Bro­se“ (2.) auf den 3. Platz in der Gesamt­wer­tung und das Dient­zen­ho­fer-Gym­na­si­um bil­de­te sogar das größ­te Team in der Stadt Bam­berg. Die Gewin­ner­teams der Stadt wer­den im Sep­tem­ber im Rah­men der Euro­päi­schen Mobi­li­täts­wo­che wie auch in den letz­ten Jah­ren mit Prei­sen ausgezeichnet.

Im Land­kreis Bam­berg fand die Foto­ak­ti­on „Radel­lö­we“ mit den fast 100 auf den Rad­we­gen mar­kier­ten Stadt­ra­deln-Logos tol­len Zuspruch. Neben den vie­len tol­len Ein­sen­dun­gen der Teil­neh­men­den war die­se öffent­lich­keits­wirk­sa­me Akti­on einer der vie­len Grün­de der Ver­dop­pe­lung der Teil­neh­men­den. Moti­vie­rend war sicher­lich auch die tol­le Unter­stüt­zung vie­ler regio­na­ler Part­ner, wie von Bike-Cafe Mes­sing­schla­ger, das ein hoch­wer­ti­ges Fahr­rad zur Ver­lo­sung bereit­stellt, vom Musik­haus Tho­mann mit den musi­ka­li­schen Geschen­ken für die teil­neh­men­den Kin­der­gär­ten, Ted­dy Her­mann mit den Radel­lö­wen für die Kin­der­gär­ten und Preis­trä­ger sowie vie­ler wei­te­rer Unter­stüt­zer, wel­che die Ver­ga­be tol­ler Gut­schein- und Sach­prei­se im Land­kreis bei der für Sep­tem­ber geplan­ten Preis­ver­lei­hung ermöglichen.

Nach­dem im Land­kreis Bam­berg erst­mals Teams aus allen 36 Gemein­den in den span­nen­den Wett­streit um Platz 1 als Fahr­rad­ge­mein­de 2021 gegan­gen sind, haben sich vor allem zwei als Gewin­ner her­aus­ge­stellt. Die mit Abstand meis­ten Kilo­me­ter hat mit 110.483 Kilo­me­tern erneut die Stadt Bau­nach erzielt. Die rad­ak­tivs­te Gemein­de im Ver­hält­nis zu den Ein­woh­nern war die­ses Jahr erst­mals Königs­feld mit 218 Radeln­den pro 1.000 Ein­woh­nern. Einen gro­ßen Anteil dar­an hat­te der loka­le Kin­der­gar­ten, der schon allei­ne 84 Radeln­de gestellt hat. Aber auch alle ande­ren Gemein­den sind Gewin­ner, denn der Land­kreis wird sich für die gera­del­ten Kilo­me­ter wie­der mit Bäu­men bedanken.

Im Team-Wett­be­werb setz­te sich die Gemein­de Pom­mers­fel­den mit dem größ­ten Ein­zel­team an die Spit­ze, das mit 117 Radeln­den ein­mal um die Welt gera­delt ist (43.376 Kilo­me­ter). Gera­de­zu packend war das Fina­le bei den Män­nern im Land­kreis Bam­berg. Mit einer Mara­thon­fahrt am Stück über 420 Kilo­me­ter am letz­ten Wochen­en­de hat sich ein Rad­sport­ler aus Hall­stadt bei den Män­nern noch Platz 1 im Land­kreis Bam­berg erkämpft. Er hat damit die Kilo­me­ter-Best­mar­ke auf 2.584,4 Kilo­me­ter hoch geschraubt. Was für eine Leistung!

Und auch bei den Frau­en wur­de mit 2.005,1 Kilo­me­tern ein sagen­haf­ter neu­er Rekord von einer Rad­sport­le­rin aus dem Raum Bau­nach aufgestellt.

Bei den 38 teil­neh­men­den Schul­klas­sen hat sich eine ach­te Klas­se der Real­schu­le Scheß­litz mit 18 Radeln­den und 2.691,6 Kilo­me­tern Platz 1 gesichert.

Aber nicht nur die Spit­zen­rei­ter haben sich Respekt und Aner­ken­nung ver­dient. Die Orga­ni­sa­ti­ons­teams von Stadt und Land­kreis Bam­berg bedan­ken sich bei allen, die sich im Rah­men die­ser Akti­on für eine umwelt­ver­träg­li­che Mobi­li­tät und den loka­len Kli­ma­schutz enga­giert haben. Und klar ist – alle freu­en sich schon wie­der auf das Stadt­ra­deln 2022, bei dem es dann hof­fent­lich end­lich wie­der ein aus­führ­li­ches Rah­men­pro­gramm geben kann.

Sta­tis­ti­ken, Impres­sio­nen und vie­les mehr sind zu fin­den unter https://www.stadtradeln.de/bamberg und https://www.landkreis-bamberg.de/stadtradeln

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