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Bayerisches Landesamt für Statistik

Baye­ri­sches Lan­des­amt für Statistik

Baye­ri­sche Wirt­schaft erholt sich weiter

Die baye­ri­sche Wirt­schaft hat sich im ers­ten Halb­jahr 2022 wei­ter erholt. Das gab das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik bekannt. Das Brut­to­in­lands­pro­dukt stieg preis­be­rei­nigt um 2,9 Pro­zent. Damit liegt Bay­ern etwa gleich­auf mit dem deutsch­land­wei­ten Zuwachs in Höhe von 2,8 Prozent.

Trotz der wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen des Ukrai­ne­krie­ges konn­te die baye­ri­sche Wirt­schaft im ers­ten Halb­jahr 2022 eine Zunah­me ihrer Leis­tung ver­zeich­nen. Das teil­te das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit. Dem­nach hat sich das Brut­to­in­lands­pro­dukt von Bay­erns Wirt­schaft im ers­ten Halb­jahr 2022 gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2021 preis­be­rei­nigt um 2,9 Pro­zent erhöht. Damit fal­le der Zuwachs in etwa gleich hoch aus wie in Deutsch­land insgesamt.

Die höchs­ten Zuwäch­se ver­zeich­nen Rhein­land-Pfalz (+6,4 Pro­zent), Meck­len­burg-Vor­pom­mern (+5,2 Pro­zent) und Bre­men (+5,0 Pro­zent). Ins­ge­samt ist das Wachs­tum der Wirt­schaft in den ost­deut­schen Län­dern mit 3,4 Pro­zent höher als in den West­deut­schen mit 2,7 Pro­zent (jeweils ohne Ber­lin). Die Unter­schie­de in den Län­dern folgt aus deren unter­schied­li­chen Wirtschaftsstrukturen.

Wie das Lan­des­amt aber auch angibt, han­delt es sich bei den Län­der­er­geb­nis­sen um eine ers­te vor­läu­fi­ge Berech­nung. Es sei zu beach­ten, dass die den Berech­nun­gen zugrun­de lie­gen­de Daten­ba­sis drei Mona­te nach Ende des Berichts­zeit­raums noch nicht voll­stän­dig vor­han­den ist. Dar­um erwar­tet das Lan­des­amt Ände­run­gen der Wachs­tums­ra­ten zu spä­te­ren Rechenständen.

Baye­ri­sches Lan­des­amt für Statistik

Immer mehr E‑Bikes in Bayern

Für das Jahr 2021 hat das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik einen Anstieg an Haus­hal­ten mit E‑Bikes um fast zwei Drit­tel seit 2019 ver­zeich­net. Gleich­zei­tig ver­öf­fent­lich­te das Amt Zah­len über die Häu­fig­keit her­kömm­li­cher Fahr­rä­der und von Unfäl­len mit Elektrofahrrädern.

Immer mehr baye­ri­sche Haus­hal­te besit­zen Elek­tro­fahr­rä­der, soge­nann­te E‑Bikes. Wäh­rend die Zahl der Haus­hal­te mit min­des­tens einem Fahr­rad ohne Elek­tro­an­trieb und min­des­tens einem Pkw zwi­schen 2019 und 2021 eher sta­gnier­te, nahm die Zahl der Haus­hal­te mit E‑Bikes rasant zu. Rund 929.000, also etwa 16 Pro­zent, der baye­ri­schen Haus­hal­te besa­ßen im Jahr 2021 min­des­tens ein E‑Bike. Das waren 364.000 mehr als noch im Jahr 2019, als etwa jeder zehn­te Haus­halt (565.000 Haus­hal­te) ein Elek­tro­fahr­rad hat­te. Dies gab das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik bekannt.

Auch der Anteil an Haus­hal­ten mit Kraft­rä­dern, also Motor­rä­dern, Mofas, Rol­lern und füh­rer­schein­pflich­ti­ge E‑Bikes, sei zwi­schen 2019 und 2021 deut­lich ange­stie­gen. Hier ver­zeich­net das Lan­des­amt einen Zuwachs von 15 Pro­zent auf 19 Prozent.

Die Zahl der Haus­hal­te, die min­des­tens ein Fahr­rad ohne Elek­tro­an­trieb ihr Eigen nen­nen, blieb im sel­ben Zeit­raum bei etwa 80 Pro­zent bis 82 Pro­zent eher kon­stant. Das gilt auch für die Zahl der Haus­hal­te mit Pkw, dies lag 2021 bei unge­fähr 83 Prozent.

Dass E‑Bikes her­kömm­li­cher Fahr­rä­der in baye­ri­schen Haus­hal­ten aber etwa erset­zen wür­den, kann das Lan­des­amts für Sta­tis­tik aller­dings nicht bestä­ti­gen. Auf 100 Haus­hal­te kamen im Jahr 2021 etwa 23 Elek­tro­fahr­rä­der und 199 Fahr­rä­der ohne Elek­tro­an­trieb. Zwi­schen 2019 und 2021 kamen pro 100 Haus­hal­te durch­schnitt­lich neben zehn E‑Bikes jedoch auch neun Fahr­rä­der ohne Elek­tro­an­trieb dazu.

Mit der Zunah­me E‑Bike-Ver­brei­tung ver­un­glück­ten aller­dings auch immer mehr Men­schen mit einem Elek­tro­fahr­rad. Im Jahr 2021 regis­trier­te das Lan­des­amt 3.146 Men­schen, die mit einem E‑Bike bei einem Stra­ßen­ver­kehrs­un­fall star­ben oder sich ver­letz­ten. Das sei mehr als jemals zuvor und gegen­über dem Jahr 2019 eine Stei­ge­rung um 62 Pro­zent. Mehr als zwei Drit­tel der getö­te­ten E‑Bike-Fah­re­rIn­nen im Jahr 2021 war im Seniorenalter.

Fast Zah­len wie vor der Pandemie

Tou­ris­mus in Bay­ern erholt sich im Juli 2022 weiter

11.566 Beher­ber­gungs­be­trie­be Bay­erns hat­ten im Juli 2022 knapp 4,5 Mil­lio­nen Gäs­te und fast 11,5 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen. Die­se Tou­ris­mus-Zah­len ent­spre­chen fast den Wer­ten aus Zei­ten vor der Coro­na-Pan­de­mie im Juli 2019.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik am 7. Sep­tem­ber bekannt­gab, hat sich Bay­erns Tou­ris­mus im Juli 2022 wei­ter erholt. So konn­ten Bay­erns 11.566 Beher­ber­gungs­be­trie­be im Juli 2022 knapp 4,5 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te und rund 11,5 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen ver­zeich­nen. Das ist ein Anstieg von 39 bezie­hungs­wei­se 20,4 Pro­zent im Ver­gleich zum Juli 2021. Die Gäs­te­zah­len hät­ten damit wie­der eine Grö­ßen­ord­nung wie vor Beginn der Coro­na-Pan­de­mie erreicht. Im Juli 2019 belie­fen sich die Zah­len auf rund 4,7 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te sowie rund 11,8 Mil­lio­nen Übernachtungen.

Auch die Tou­ris­mus-Zah­len der aus­län­di­schen Gäs­te zei­gen einen Anstieg. Mit etwa 1,1 Mil­lio­nen lie­gen die­se erst­mals seit August 2019 wie­der über der Mil­lio­nen­mar­ke. Die Über­nach­tun­gen der Gäs­te aus dem Aus­land belau­fen sich auf rund 2,2 Mil­lio­nen. Auch die­se Mil­lio­nen­gren­ze wur­de zuletzt im August 2019 (Über­nach­tun­gen: rund 2,5 Mil­lio­nen) überschritten.

Von Janu­ar bis Juli 2022 zähl­te das Lan­des­amt für Sta­tis­tik knapp 18,1 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te, davon 80,7 Pro­zent aus dem Inland, 19,3 Pro­zent aus dem Aus­land. Die Zahl der Über­nach­tun­gen in die­sem Zeit­raum beträgt 49,3 Mil­lio­nen. Sie lie­gen mit +147,7 Pro­zent bei den Gäs­te­an­künf­ten und +103,6 Pro­zent bei den Über­nach­tun­gen eben­falls deut­lich über den Wer­ten des Vorjahreszeitraums.

Ent­spre­chend ver­zeich­nen alle Regie­rungs­be­zir­ke Bay­erns sowohl für den Juli 2022, als auch für den Zeit­raum von Janu­ar bis Juli 2022 deut­lich Anstie­ge bei Gäs­te­an­künf­ten und Über­nach­tun­gen. Ledig­lich in Nie­der­bay­ern lagen im Juli 2022 die Über­nach­tun­gen mit ‑1,4 Pro­zent leicht unter den Wer­ten des Vorjahresmonats.

Die größ­te Stei­ge­rung unter den Betriebs­ar­ten ließ sich im Juli 2022 bei Jugend­her­ber­gen und Hüt­ten fest­stel­len. Hier kamen 75,8 Pro­zent mehr Gäs­te, die 79,0 Pro­zent häu­fi­ger über­nach­te­ten als noch im Juli des Vorjahres.

Aus­ga­ben gestie­gen, Anzahl Geför­der­te gesunken

BAföG-Aus­ga­ben 2021 in Bayern

Bay­ern hat im Jahr 2021 348 Mil­lio­nen Euro für Schü­le­rIn­nen und Stu­die­ren­de aus­ge­ge­ben. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist das ein leich­ter Anstieg. Die Zahl der Geför­der­ten ging gleich­zei­tig zurück.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amts für Sta­tis­tik am 23. August mit­teil­te, bezo­gen 2021 in Bay­ern 75.578 Schü­le­rIn­nen und Stu­die­ren­de Leis­tun­gen nach dem Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz, auch bekannt als BAföG. Das sind etwa 3,4 Pro­zent weni­ger als im Jahr zuvor (78.276).

Die Aus­ga­ben dafür belau­fen sich auf etwa 347,9 Mil­lio­nen Euro (2020: 346,2 Mil­lio­nen). Sie stie­gen im Gegen­satz zu der Anzahl der Geför­der­ten um 0,5 Pro­zent. Der durch­schnitt­li­che För­der­be­trag pro Per­son je Monat lag somit mit 556 Euro auf Vor­jah­res­ni­veau (2020: 556 Euro).

Etwa 73,9 Pro­zent der Geför­der­ten sind Stu­die­ren­de an Hoch­schu­len (55.820). Ihre Zahl ging gegen­über dem Vor­jahr um 0,8 Pro­zent zurück. Bezo­gen auf die rund 404.000 Stu­die­ren­den im Win­ter­se­mes­ter 2021 /​/​2022 ent­spricht das einem Anteil von 13,8 Prozent.

Wäh­rend im Jahr 1997 noch 45.093 Stu­die­ren­de BAföG-Leis­tun­gen bezo­gen haben, waren es beim Höchst­stand in 2012 bereits 89.905. Seit damals ist der Anteil der geför­der­ten Stu­die­ren­den bezo­gen auf die Stu­die­ren­den­zah­len aller­dings ste­tig wie­der gesunken.

Die Zahl der geför­der­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler sank gegen­über dem Vor­jahr um 10,1 Pro­zent auf 19.758 Per­so­nen. Im Jahr 1997 waren es 30.045 und im Jahr 2012 sogar 40.349 Per­so­nen. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 51,0 Pro­zent in den letz­ten zehn Jahren.

Bedeu­tung der För­de­rung rückläufig

Der durch­schnitt­li­che För­der­be­trag pro Per­son und Monat lag im Jahr 2021 unver­än­dert bei 556 Euro (2020: 556 Euro). Aller­dings erstreck­te sich nicht in allen Fäl­len die För­de­rung auf das gan­ze Jahr. 1997 lag der durch­schnitt­li­che För­der­be­trag pro Per­son und Monat bei 287 Euro. 2012 stieg er auf 426 Euro und seit die­sem Zeit­punkt ist er wei­ter um 30,5 Pro­zent gestiegen.

Eine Voll­för­de­rung, bei der der maxi­ma­le För­der­be­trag den errech­ne­ten Gesamt­be­darf in vol­ler Höhe abdeckt, erhiel­ten 2021 33.793 oder 44,7 Pro­zent der baye­ri­schen BAföG-Emp­fän­ge­rIn­nen (-8,9 Pro­zent gegen­über 2020).

Die Zahl der Teil­ge­för­der­ten (55,3 Pro­zent), bei denen Ein­kom­men und/​oder Ver­mö­gen auf ihren Bedarf ange­rech­net wer­den, stieg gegen­über 2020 um 1,5 Pro­zent. 1997 lag die Ver­tei­lung noch bei 32,6 Pro­zent Voll­ge­för­der­ten und 67,4 Pro­zent Teil­ge­för­der­ten. Selbst in 2012 erhiel­ten nur 43,1 ihren errech­ne­ten Gesamtbedarf.

Wei­te­re 89 Per­so­nen erhiel­ten 2021 in Bay­ern BAföG (2020: 95). Die Bedeu­tung der För­de­rung ist in den letz­ten Jah­ren aller­dings stark gesun­ken. Im Ver­gleich zu 1997 sank die Zahl der Geför­der­ten um 90,8 Pro­zent (1997: 969 Geför­der­te). Der finan­zi­el­le Auf­wand sank um 78,2 Pro­zent – von 1,6 Mil­lio­nen Euro auf 0,3 Mil­lio­nen Euro.

Lan­des­amt für Statistik

Lebens­er­war­tung in Bay­ern wei­ter auf hohem Niveau

Laut Baye­ri­schem Lan­des­amt für Sta­tis­tik wer­den neu­ge­bo­re­ne Mäd­chen in Bay­ern im Schnitt 83,8 Jah­re alt. Bei neu­ge­bo­re­nen Jun­gen liegt die Lebens­er­war­tung niedriger.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik am 26. Juli bekannt­gab, bleibt die Lebens­er­war­tung der baye­ri­schen Bevöl­ke­rung wei­ter­hin kon­stant hoch. So wer­den gemäß der Ster­be­ta­fel 2019 /​/​2021 neu­ge­bo­re­ne Mäd­chen in Bay­ern im Schnitt 83,8 Jah­re und die Jun­gen 79,3 Jah­re alt. Die Lebens­er­war­tung von Frau­en in Bay­ern liegt dem­entspre­chend durch­schnitt­lich um etwa 4,5 Jah­re höher.

Im deutsch­land­wei­ten Ver­gleich bele­gen baye­ri­sche Mäd­chen und Jun­gen dabei hin­ter Baden-Würt­tem­berg erneut den zwei­ten Rang. Im Ver­gleich zum bun­des­deut­schen Durch­schnitt ist die Lebens­er­war­tung bei den Mäd­chen um 0,43 Jah­re höher. Bei den neu­ge­bo­re­nen Jun­gen beträgt der Abstand zum Bun­des­durch­schnitt etwas mehr als ein drei­vier­tel Jahr.

Ver­gli­chen mit der all­ge­mei­nen Ster­be­ta­fel von 1986 bis 1988, ist die Lebens­er­war­tung bei neu­ge­bo­re­nen Jun­gen um knapp sie­ben Jah­re und bei den Frau­en um etwas mehr als fünf Jah­re gestiegen.

Auch bei der Lebens­er­war­tung für älte­re Men­schen zeigt sich ein ähn­li­ches Bild. So leben zum Bei­spiel 67-jäh­ri­gen Frau­en durch­schnitt­lich noch etwa 19,5 Jah­re. Gleich­alt­ri­ge Män­nern leben dem­ge­gen­über im Schnitt knapp drei Jah­re kür­zer. Die­ser Abstand der Rest­le­bens­er­war­tung der bei­den Geschlech­ter ver­rin­gert sich bei zuneh­men­dem Alter jedoch ste­tig wei­ter. Bei 90-Jäh­ri­gen liegt er noch bei etwa einem hal­ben Jahr.

Leich­ter Anstieg gegen­über 2020

31.597 Pro­mo­vie­ren­de 2021 in Bayern

Im Jahr 2021 befass­ten sich 31.597 Pro­mo­vie­ren­de an baye­ri­schen Hoch­schu­len mit ihrer Dis­ser­ta­ti­on. Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit­teil­te, waren 46,9 Pro­zent davon Frau­en. Auch über die belieb­tes­ten Pro­mo­ti­ons-Fächer gibt das Amt Aufschluss.

In sei­ner Erhe­bung für das Jahr 2021 hat das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik fest­ge­stellt, dass im Berichts­jahr 31.597 Pro­mo­vie­ren­de an ihrer Dis­ser­ta­ti­on schrie­ben. Der Frau­en­an­teil lag mit 14.810 Per­so­nen bei 46,9 Pro­zent und damit fast der Hälfte.

Am häu­figs­ten streb­ten die Dok­tor­an­tin­nen und Dok­tor­an­ten 2021 eine Pro­mo­ti­on in der Fächer­grup­pe Humanmedizin/​Gesundheitswissenschaften (27,5 Pro­zent) an. Dar­auf folg­te Mathe­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten (23,3 Pro­zent) und Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten (19,2 Prozent).

Die belieb­tes­te Fächer­grup­pe bei den Dok­tor­an­tin­nen war „Humanmedizin/​Gesundheitswissenschaften“, Dok­to­ran­den ent­schie­den sich am häu­figs­ten für „Inge­nieur­wis­sen­schaf­ten“.

Mit 7.371 Per­so­nen kamen 2021 23,3 Pro­zent der Pro­mo­vie­ren­den aus dem Aus­land. Deren Frau­en­quo­te betrug 48,1 Pro­zent. Die belieb­tes­te Fächer­grup­pe bei aus­län­di­schen Dok­to­ran­din­nen ist mit 1.006 Pro­mo­vie­ren­den Mathe­ma­tik und Natur­wis­sen­schaf­ten und bei aus­län­di­schen Dok­to­ran­den Ingenieurwissenschaften.

Erst­re­gis­trie­run­gen ins Pro­mo­ti­ons­ver­fah­ren stie­gen unter­des­sen um 11,6 Pro­zent auf 6.194 Per­so­nen. Bei Pro­mo­vie­ren­den mit deut­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit belief sich der Anstieg auf 12,2 Pro­zent, bei aus­län­di­schen auf 9,7 Prozent.

Der Rück­gang der Erst­re­gis­trie­run­gen um 5,3 Pro­zent im Berichts­jahr 2020 und der Anstieg in 2021 um 11,6 Pro­zent deu­ten laut Lan­des­amt für Sta­tis­tik auf einen Ein­fluss der Coro­na-Pan­de­mie hin. Näher bezif­fern las­se sich ein Lock­down-Effekt in Abgren­zung zu ande­ren Ent­wick­lun­gen jedoch nicht.

Mehr als 20.000 Fälle

Zahl der Ehe­schei­dun­gen in Bay­ern leicht angestiegen

Nach­dem die Zahl der Ehe­schei­dun­gen seit 2011 ste­tig gesun­ken war, steigt sie nun erst­mals wie­der leicht an. Die Zah­len des Rekord­jahrs 2003 wur­den aber nicht erreicht.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amts für Sta­tis­tik mit­teil­te, haben sich 2021 in Bay­ern 21.605 Ehe­paa­re schei­den las­sen. Das sind 0,6 Pro­zent mehr im Ver­gleich zum Vor­jahr, als das Amt 21.484 Ehe­schei­dun­gen ver­zeich­ne­te. Im Ver­gleich zum Rekord­jahr 2003, das mit 29.992 Schei­dun­gen den bis­he­ri­gen Höchst­stand zei­tig­te, ist die Zahl der Schei­dun­gen 2021 um knapp 28 Pro­zent zurückgegangen.

Mehr als die Hälf­te der geschie­de­nen Ehe­paa­re hat­te min­des­tens ein gemein­sa­mes Kind unter 18 Jah­ren. 109 der geschie­de­nen Ehen waren gleich­ge­schlecht­lich, 61 davon zwi­schen Frau­en und 48 zwi­schen Män­nern. In mehr als 48 Pro­zent der Fäl­le (10.467) bean­trag­te eine Frau, in fast 42 Pro­zent der Fäl­le (9.004) ein Mann die Schei­dung. Bei etwa zehn Pro­zent (2.134) wur­de das Ver­fah­ren gemein­sam bean­tragt. Bei knapp 97 Pro­zent aller Schei­dun­gen (18.891), wel­che eine der bei­den Ehe­par­tei­en bean­trag­te, stimm­te die ande­re dem Ver­fah­ren zu.

Ver­hält­nis­mä­ßig häu­fig schien es 2021 zwi­schen dem vier­ten und ach­ten Ehe­jahr zur Schei­dung zu kom­men. Beson­ders waren Ehen im fünf­ten Jahr ihres Bestehens von einer Schei­dung betrof­fen. Nach die­ser Ehe­dau­er schie­den sich 2021 1.179 Ehe­leu­te in Bay­ern. Etwa 15 Pro­zent der geschie­de­nen Paa­re (3.232) waren bei ihrer Schei­dung bereits 25 Jah­re oder län­ger mit­ein­an­der verheiratet.

Ins­ge­samt waren im ver­gan­ge­nen Jahr 17.749 min­der­jäh­ri­ge Kin­der von der Schei­dung ihrer Eltern betrof­fen. Bei rund 26 Pro­zent der Ehe­schei­dun­gen (5.651) hat­ten die Paa­re zum Zeit­punkt der Schei­dung ein min­der­jäh­ri­ges Kind zu ver­sor­gen. Der Anteil der geschie­de­nen Paa­re mit zwei Kin­dern unter 18 Jah­ren belief sich auf 21 Pro­zent (4.545). Etwas mehr als vier Pro­zent der Paa­re (950) hat­ten drei oder mehr min­der­jäh­ri­ge Kinder.

Mehr als 24 Prozent

Das ver­ar­bei­ten­de Gewer­be Bay­erns ver­zeich­net kräf­ti­ges Umsatzplus

Das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be Bay­erns ver­zeich­ne­te im Mai 2022 gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat einen Umsatz­zu­wachs von 24,4 Pro­zent auf rund 34,7 Mil­li­ar­den Euro. Das teil­te das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit. Der Per­so­nal­stand stieg um mehr als 10.000 Personen.

Im Mai 2022 ver­buch­te das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be Bay­erns ein deut­li­ches Umsatz­plus von 24,4 Pro­zent gegen­über dem ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum. Die­sen Anstieg führt das Amt aller­dings zu einem nicht uner­heb­li­chen Teil auf stark gestie­ge­ne Prei­se zurück.

Von den 34,7 Mil­li­ar­den Euro Gesamt­um­satz ent­fie­len 19,7 Mil­li­ar­den Euro auf Umsät­ze mit dem Aus­land (+26,3 Pro­zent). Davon mach­ten rund 6,5 Mil­li­ar­den Euro Umsät­ze mit den Län­dern der Euro­zo­ne (+19,4 Pro­zent) aus. Die Antei­le der Aus­lands­um­sät­ze und der Umsät­ze mit den Euro­zo­nen­län­dern am Gesamt­um­satz betru­gen 56,6 bezie­hungs­wei­se 18,7 Pro­zent (Mai 2021: 55,8 bezie­hungs­wei­se 19,5 Prozent).

Die Nach­fra­ge nach Gütern des Ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes stieg im Mai 2022 gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat preis­be­rei­nigt um 7,4 Pro­zent. Dabei erhöh­ten sich die Bestell­ein­gän­ge aus dem Inland um 7,9 Pro­zent und die aus dem Aus­land um 7,2 Prozent.

Der Per­so­nal­stand des Ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes lag Ende des Berichts­mo­nats Mai 2022 bei 1,176 Mil­lio­nen Beschäf­tig­ten. Das sind etwa 10.000 Per­so­nen oder 0,9 Pro­zent mehr als im Vor­jah­res­mo­nat. Damit ver­zeich­net das Amt im fünf­ten Monat in Fol­ge einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Baye­ri­sches Lan­des­amt für Statistik

Mehr Men­schen nach als von Bay­ern weggezogen

Im Jahr 2021 sind etwa 50.000 Per­so­nen mehr nach Bay­ern gezo­gen als weg­ge­zo­gen. Cir­ca die Hälf­te davon sind Men­schen mit asia­ti­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit. Glo­ba­le Ereig­nis­se schla­gen sich dem­ge­mäß in den Ein­wan­de­rungs­zah­len nie­der. Ers­te Zah­len aus dem Jahr 2022 zei­gen zudem die Aus­wir­kun­gen des Ukrai­ne-Kriegs auf die Zuzü­ge ukrai­ni­scher Staatsangehöriger.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik am 7. Juli mit­teil­te zogen im Jahr 2021 erneut deut­lich mehr Men­schen nach Bay­ern als abwan­der­ten. Die Dif­fe­renz zwi­schen Zuzü­gen und Fort­zü­gen betrug von Anfang Janu­ar bis Ende Dezem­ber ins­ge­samt 52.772 Per­so­nen. 354.847 waren nach Bay­ern gezo­gen, 302.075 von Bay­ern weg. Damit lag der Wan­de­rungs­ge­winn deut­lich über dem Jah­res­wert von 2020. Damals zogen auf­grund der pan­de­mie­be­ding­ten Rei­se­be­schrän­kun­gen 33.238 Per­so­nen mehr in den Frei­staat als von ihm weg.

Aus dem Aus­land zogen 2021 236.551 Men­schen nach Bay­ern, aus dem rest­li­chen Bun­des­ge­biet 118.296. Von den Fort­zie­hen­den ver­lie­ßen 184.189 Per­so­nen das Bun­des­land in Rich­tung Aus­land, wäh­rend 117.886 in Deutsch­land blie­ben. Gegen­über dem Aus­land hat­te Bay­ern im Jahr 2021 somit einen Wan­de­rungs­ge­winn von 52.362 Per­so­nen. Gegen­über dem rest­li­chen Bun­des­ge­biet beläuft sich die Zahl auf 410 Personen.

Inner­halb Bay­erns kam es im Jahr 2021 zu 538.506 über­ge­meind­li­chen Wan­de­rungs­be­we­gun­gen. Das stellt im Ver­gleich zum Vor­jahr (2020: 553.292) ein Minus von etwas mehr als 14.000 inner­baye­ri­schen Umzü­gen dar.

Auf der Ebe­ne der baye­ri­schen Regie­rungs­be­zir­ke ver­zeich­ne­ten 2021 alle Lan­des­tei­le ein deut­li­ches Wan­de­rungs­plus. Ober­bay­ern wuchs um 6.098, Nie­der­bay­ern um 9.404, die Ober­pfalz um 6.985, Ober­fran­ken um 5.217 (Bam­berg um etwa 1.000), Mit­tel­fran­ken um 4.875, Unter­fran­ken um 6.526 und Schwa­ben um 13.667 Personen. 

Aus­wir­kung glo­ba­ler Ereignisse

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik wei­ter mit­teil­te, ent­fie­len 42 Pro­zent des Wan­de­rungs­über­schus­ses gegen­über dem Aus­land auf Per­so­nen mit einer euro­päi­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit (21.991), dar­un­ter sie­ben Pro­zent mit einer EU-Staats­an­ge­hö­rig­keit (1 583). 48 Pro­zent des Wan­de­rungs­ge­winns mit dem Aus­land gehe hin­ge­gen auf Per­so­nen mit einer asia­ti­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit (25.288) zurück. Damit hat sich der Anteil die­ser Grup­pe an der Gesamt­wan­de­rungs­dif­fe­renz mehr als ver­dop­pelt. In den Jah­ren 2017 bis 2020 lag er zwi­schen 18 und 21 Prozent.

Ins­be­son­de­re die ver­stärk­te Zuwan­de­rung aus Afgha­ni­stan, nach dem Abzug der NATO-Streit­kräf­te im Mai 2021, und aus Syri­en, wo seit 2011 Bür­ger­krieg herrscht, hat zu der außer­ge­wöhn­lich hohen Wan­der­be­we­gung aus Asi­en geführt.

Knapp sechs Pro­zent des Wan­de­rungs­ge­winns gegen­über dem Aus­land machen zudem Per­so­nen mit einer nord- oder süd­ame­ri­ka­ni­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit (3.028) aus. Etwa vier Pro­zent kom­men von Men­schen mit einer afri­ka­ni­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit (1.940).

Betrach­tet man ein­zel­ne Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten, so gab es im Jahr 2021 die höchs­ten posi­ti­ven Aus­lands­wan­de­rungs­dif­fe­ren­zen bei Per­so­nen aus Rumä­ni­en (7.422), Syri­en (6.272), Afgha­ni­stan (5.107), dem Koso­vo (4.718), Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na (3.671) und tür­ki­schen (2.788) und ira­ki­schen (2.329) Staats­an­ge­hö­ri­gen. Bei die­sen Län­dern war die Zahl der Men­schen, die von dort nach Bay­ern zogen grö­ßer, als die Zahl derer, die Bay­ern in Rich­tung die­ser Län­der verließen.

Ers­te Zah­len für das Jahr 2022

Aus­wer­tun­gen vor­läu­fi­ger Daten für das ers­te Quar­tal 2022 zei­gen laut Lan­des­amt für Sta­tis­tik zudem die Aus­wir­kun­gen des rus­si­schen Kriegs gegen die Ukrai­ne. Der Wan­de­rungs­über­schuss ukrai­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger lag im Jahr 2021 bei ins­ge­samt 1.112 Per­so­nen. Im Janu­ar 2022 betrug der Sal­do 237 Per­so­nen und im Febru­ar 2.623 Per­so­nen. Im März 2022 stieg er auf fast 75.500 Per­so­nen und setz­te sich aus knapp 76.000 Zuzü­gen und etwa 500 Fort­zü­gen zusam­men. Rund 70 Pro­zent (52.880) der im März 2022 zuge­zo­ge­nen ukrai­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen waren weib­lich. Die rest­li­chen 30 Pro­zent waren nicht nur männ­lich, son­dern auch minderjährig.

Bay­ern­wei­te Erhebung

19.587 Ein­schät­zun­gen von Kin­des­wohl­ge­fähr­dung im Jahr 2021

Die Baye­ri­schen Jugend­äm­ter haben für das Jahr 2021 ins­ge­samt 19.587 Ein­schät­zun­gen von Kin­des­wohl­ge­fähr­dung gemel­det. Das ent­spricht einem Minus von acht Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Betrof­fen waren 9.942 Jun­gen und 9.645 Mädchen.

Eine Kin­des­wohl­ge­fähr­dung kann ver­schie­de­ne For­men haben. Sie liegt vor, wenn das kör­per­li­che und psy­chi­sche Wohl eines Kin­des durch das (Nicht-) Han­deln der Eltern oder Drit­ter gra­vie­ren­de Beein­träch­ti­gun­gen erlei­det, die dau­er­haf­te oder zeit­wei­li­ge Schä­di­gun­gen in der Ent­wick­lung des Kin­des zur Fol­ge haben bezie­hungs­wei­se haben können.

Eine Gefähr­dungs­ein­schät­zung müs­sen Jugend­äm­ter immer dann abge­ben, wenn ihnen wich­ti­ge Anhalts­punk­te für die Gefähr­dung des Woh­les eines Kin­des oder Jugend­li­chen bekannt wer­den, sie sich einen Ein­druck der Min­der­jäh­ri­gen und ihrer Umge­bung ver­schafft haben (zum Bei­spiel durch Haus­be­su­che oder Gesprä­che mit den Eltern) und wenn meh­re­ren Fach­kräf­te das Gefähr­dungs­ri­si­ko anschlie­ßend ein­ge­schätzt haben.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik mit­teil­te, wur­den in Bay­ern im Jahr 2021 ins­ge­samt 19.587 sol­cher Ver­fah­ren zur Ein­schät­zun­gen von Kin­des­wohl­ge­fähr­dung unter­nom­men. In 2.548 Fäl­len habe eine aku­te und in 2.680 Fäl­len eine laten­te Kin­des­wohl­ge­fähr­dung vor­ge­le­gen. Bei 7.219 Gefähr­dungs­ein­schät­zun­gen wur­de kei­ne Kin­des­wohl­ge­fähr­dung, jedoch Hil­fe­be­darf fest­ge­stellt. In 7.140 Fäl­len wur­de weder eine Kin­des­wohl­ge­fähr­dung noch wei­te­rer Hil­fe­be­darf ermittelt.

Die Mel­dun­gen an die Jugend­äm­ter kamen in den häu­figs­ten Fäl­len (5.487) von der Poli­zei, Gerich­ten oder der Staats­an­walt­schaft sowie von Bekann­ten oder Nach­barn der Min­der­jäh­ri­gen (2.314). 1.917 Fäl­le wur­den anonym gemeldet.

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