Verrücktes Finish
Bamberg Baskets schlagen Chemnitz
Wild, verrückt, unglaublich … so bezeichneten nicht nur die Spieler der Bamberg Baskets den Ausgang ihrer Partie des 13. Spieltags in der Basketball Bundesliga gegen die Niners Chemnitz. Ein 81:80-Sieg stand am Ende für Bamberg zu Buche.
80 Sekunden vor dem Ende führten die Gäste aus Sachsen mit 76:70 und nicht wenige der 5.499 Zuschauer hatten die Partie hier bereits abgehakt. Nicht aber die Bamberg Baskets. Getragen von der unglaublichen Atmosphäre in der Arena sowie taktisch ausgezeichnet vom Coaching Staff instruiert, kam man nochmals zurück und drehte die Partie. Sicherlich etwas glücklich, aber auch verdient hatte man am Ende mit 81:80 (42:37) hauchdünn die Nase vorne. Nach dem Sieg zuletzt beim Tabellenführer in Heidelberg wurde das letzte Spiel 2024 zum wettbewerbsübergreifend sechsten Heimsieg in Serie.
Bester Scorer im Team der Bamberg Baskets war Noah Locke. In seiner ersten BBL-Partie erzielte der US-Amerikaner 22 Punkte. Erfolgreichster Werfer der Gäste aus Sachsen war Victor Bailey Jr. mit 20 Zählern.
Die Bamberger starteten nervös in die Partie und leisteten sich gleich in den ersten 90 Sekunden zwei Ballverluste. Da aber auch die Chemnitzer mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten, lagen die Teams zur Hälfte des ersten Viertels noch gleichauf (7:7/5.). Beide Mannschaften kämpften, spielten mit hoher Intensität, aber dennoch machten die Bamberg Baskets den etwas agileren Eindruck und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Moritz Krimmer lag man erstmals leicht in Front (17:13/9.). Der Bamberger Power Forward war es auch, der 20 Sekunden vor Viertelende für eine Schrecksekunde bei den Fans in der Brose Arena sorgte, als er nach einer Kollision mit KeyShawn Feazell unter dem eigenen Korb rückwärts auf den Boden prallte. Nach kurzer Pause konnte es für den 24-Jährigen aber weitergehen. Beim Stand von 17:15 ging es ins zweite Viertel.
Hier gaben die Bamberger nun zunächst den Ton an und setzten sich nach dem Drive von Ronaldo Segu (hatte hier bereits acht Punkte) zum 27:22 (13.) wieder etwas ab. Das Team von Head Coach Anton Gavel hätte hier bereits viel höher führen können, hätte man sich hier nicht schon 10 Ballverluste geleistet gehabt. Die Verteidigung der Baskets aber stand hervorragend und so konnte man sich dennoch langsam weiter absetzen. Nach dem Dreier von Karsten Tadda (32:24/17.) und dem Korberfolg von Filip Stanić (35:26/18.) nahm Gäste-Coach Pastore jeweils eine Auszeit, doch der Dreier von Noah Locke brachte beim 38:28 (19.) die erste zweistellige Bamberger Führung. In den letzten zwei Minuten vor der Pause kamen die Sachsen dann allerdings nochmals etwas besser auf und konnten den Rückstand zur Pause auf ein schmeichelhaftes 42:37 verkürzen. Schmeichelhaft aus dem Grund, da die deutlich bessere Effektivität der Bamberger zur Pause (52:37) eben nur zu dieser Fünf-Punkte-Führung reichte.
Nie aufgehört, an den Sieg zu glauben
Gerade einmal zwei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da hatten die Bamberger bereits die Mannschaftsfoulgrenze erreicht. Immer wieder attackierten die Chemnitzer den Korb und spielten sich so wieder heran. Dann war es jedoch ein Abschluss aus der Distanz, der die Gäste mit dem Dreier von William Christmas wieder in Führung brachte (42:44/24.). Die Bamberger hielten weiter dagegen und ein eigener Zwischenspurt stellte das Ergebnis nach dem Dreier von Noah Locke auf 53:48 (27.). Insgesamt war das Bamberger Offensivspiel in dieser Phase aber zu eigensinnig. Neben vielen Einzelaktionen im Angriff, ließ zum Ende des dritten Abschnitts auch die Konzentration in der Verteidigung nach, was die Niners nutzten und nach dreißig Minuten knapp in Freak City führten (56:57).
Kopf an Kopf gingen beide Teams auch durch die erste Hälfte des Schlussabschnitts (64:66/35.). Dann zogen die Niners etwas an und nach dem Tip-In von DeAndre Lansdowne 3:32 Minuten vor dem Ende führten die Gäste wieder etwas deutlicher (64:72). Auch zwei Minuten später sahen die Chemnitzer schon fast wie die Sieger aus (70:76/39.), doch KeyShawn Feazell und Noah Locke verkürzten 45 Sekunden vor dem Ende auf 74:76. DeAndre Lansdowne bewies Nervenstärke und mit zwei verwandelten Freiwürfen stellte er 21 Sekunden vor dem Ende auf 76:80. Locke verkürzte im direkten Gegenzug (78:80) und die Bamberger entschieden sich zu foulen. 11 Sekunden vor der Schlusssirene stand Aher Uguak an der Freiwurflinie und der Kanadier vergab beide Würfe. Noah Locke bekam den Ball, zog zum Korb, traf und wurde dabei im Wurf von William Christmas gefoult (80:80). Mit dem verwandelten Bonusfreiwurf warf der US-Amerikaner sein Team mit 81:80 in Führung und zum Sieg, da der letzte Wurf der Chemnitzer den Korb verfehlte. „Glückwunsch an unsere Spieler. Wichtig war in diesem Spiel, dass wir nie aufgehört haben an uns und an den Sieg zu glauben“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Sicherlich gehört am Ende auch ein bisschen Glück dazu, denn die Freiwürfe des Gegners kann man nicht beeinflussen. Wir sind unglaublich froh, dass wir das am Ende noch geschafft haben. Trotzdem aber haben wir gegen deren Switches nicht gut gespielt und es zu oft allein versucht. Ich hoffe, dass wir weiter lernen und uns die Lerneffekte aus solchen knappen Spielen für die Saison aneignen.“
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets treffen auf die Niners Chemnitz
Im letzten Heimspiel des Jahres 2024 wollen die Bamberg Baskets an diesem Freitag gegen die Niners Chemnitz nochmals eine starke Leistung aufs Parkett der Brose Arena bringen, um ihre aktuelle Siegesserie weiter auszubauen.
Mit den Niners Chemitz empfängt Bamberg am 13. Spieltag in der Basketball Bundesliga den letztjährigen Playoff-Halbfinalisten und amtierenden FIBA Europe Cup Champion in Freak City. Die Partie morgigen Freitag beginnt um 20 Uhr.
Extrem gefährlicher Gegner
„Nach der Heimniederlage der Chemnitzer gegen Bonn erwarten wir die bestmögliche Version der Niners, die sicherlich dieses Spiel wettmachen wollen“, so Anton Gavel, der Head Coach der Bamberg Baskets . „Wir müssen bereit sein, denn sie werden mit unglaublicher Energie herauskommen und das gilt es für uns von Beginn an zu matchen. Chemnitz spielt aggressiv und variabel. Darauf müssen wir als Team und jeder Spieler auch ganz individuell vorbereitet sein. Offensiv wird die Bewegung des Balles wichtig sein. Selbstverständlich wollen wir die guten Sachen aus dem Heidelberg-Spiel mitnehmen, aber auf der anderen Seite auch die schlechten Dinge aus unserem Spiel entfernen. Chemnitz zählt nach wie vor zu den Top-Mannschaften der Liga.“
Derartig eng in der Tabelle beieinander waren die Teams in der BBL schon lange nicht mehr und so ging es für die Sachsen nach zuletzt zwei Niederlagen erst einmal wieder etwas nach unten. Mit aktuell sechs Siegen und fünf Niederlagen liegt das Team von Trainer Rodrigo Pastore im Moment auf Position neun. Der 65:69-Auswärtsniederlage in Ludwigsburg folgte die bislang wohl bitterste Niederlage der Saison, als man in der Messe Chemnitz auf eigenem Parkett im Weihnachtsspiel von den Telekom Baskets Bonn buchstäblich zerlegt wurde. Angeführt von Darius McGhee (40 Punkte, stellte mit 12 getroffenen Dreiern den Rekord von Hurl Beechum ein) siegten die Rheinländer mit 123:88. Niners-Coach Pastore entschuldigte sich nach dem Spiel bei den Fans für die wohl schlechteste Leistung eines Teams während seiner mittlerweile zehnjährigen Tätigkeit in Chemnitz. Die Bamberg Baskets sollten auf jeden Fall gewarnt sein, denn von den Niners wird eine Reaktion auf diese Heimblamage zu erwarten sein.
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79:68-Sieg in Heidelberg
Bamberg Baskets gewinnen beim Tabellenführer
Die Bamberg Baskets haben ihre Siegesserie weiter ausbauen können und das Gastspiel beim Tabellenführer der easyCredit Basketball Bundesliga in Heidelberg gewonnen. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Im mit 4.410 Zuschauern ausverkauften SNP Dome siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagnachmittag mit 79:68 bei den MLP Academics und holte sich damit den 4. BBL-Sieg der Saison. Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Erfolg der Bamberger in Serie.
Dabei taten sich die Bamberger gegen die Academics zunächst extrem schwer. In der gesamten ersten Halbzeit fand man offensive nicht zu seinem Rhythmus, leistete sich acht Ballverluste und traf nur 32 Prozent der Würfe aus dem Feld. Defensiv hingegen lief es deutlich besser und so konnte man den Heidelbergern auf den Fersen bleiben. Nach der Pause arbeiteten sich Karsten Tadda und Co. dann über die Verteidigung in dieses Spiel hinein und konnten die Partie so letztlich noch zu ihren Gunsten drehen. Mit Ibi Watson (18), Kyle Lofton (13), Ronaldo Segu (13) und KeyShawn Feazell (11) punkteten am Ende vier Bamberger Spieler zweistellig. Bester Werfer der Heidelberger war Ryan Mikesell mit 13 Punkten.
Die Baskets erwischten einen äußerst schlechten Start. Nach nicht einmal einer Minute und zwei erfolgreichen Abschlüssen von Damariae Horne lag man mit 0:4 zurück. Die Baskets wirkten schläfrig, leisteten sich zwei Ballverluste und nach dem Dreier von Ryan Mikesell nahm Head Coach Anton Gavel bereits nach 94 Sekunden seine erste Auszeit. Die zahlreich nach Heidelberg mitgereisten Bamberger Schlachtenbummler mussten bis in die 4. Spielminute warten, ehe Ibi Watson per Dreier die ersten Baskets-Zähler auf die Anzeigentafel brachte (3:9/4.). Nach wie vor aber war man im Umschalten von Angriff auf Verteidigung zu langsam, was die Academics zu einfachen Zählern und ihrer ersten zweistelligen Führung nutzten (3:13/5.). Die Bamberger Würfe wollten nicht fallen und auch an der Freiwurflinie benötigte man fünf Versuche bis zum ersten Treffer. Die Gastgeber behaupteten so ihren Vorsprung (9:19/8.), den Filip Stanić zum Ende des Viertels nochmals etwas eindampfen konnte (15:21).
Wie schon das erste Viertel begannen die Heidelberger auch den zweiten Abschnitt mit einem 7:0‑Run. 4:01 Minuten waren nach dem Korbleger von Mateo Šerić gespielt, als Anton Gavel erneut die Notbremse in Form seiner zweiten Auszeit ziehen musste (15:28). Nun schien Ronaldo Segu im Spiel angekommen zu sein. Mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und einem Drei-Punkte-Spiel stellte er auf 20:28 (15.). Doch schon im nächsten Angriff nahm er sich mit einem unsportlichen Foul quasi selbst wieder aus dem Spiel. Kyle Lofton übernahm den Spielaufbau und sein Drei-Punkte-Spiel verkürzte den Rückstand weiter (23:29/17.). Die Heidelberger aber wehrten sich und zogen wieder leicht davon (29:39/19.). Das bessere Ende dieser ersten Halbzeit hatten aber die Bamberger. 35 Sekunden vor der Halbzeitsirene netzte zunächst Moritz Krimmer einen Dreier ein, ehe Karsten Tadda mit all seiner Routine und einem Drei-Punkte-Spiel für den 35:39-Pausenstand sorgte
„Jetzt müssen wir weiter nachlegen“
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Gastgeber zunächst weiter in Führung. Nachdem Ronaldo Segu auf 41:43 (23.) verkürzen konnte, hatte MaCio Teague wenig später per Dreier die Chance, Bamberg erstmals in Führung zu werfen. Sein Versuch verfehlte jedoch den Korb. Eine gewonnene Coaches Challenge (das gegen Moritz Krimmer zunächst als unsportlich gepfiffene Foul wurde heruntergestuft) und einen Dreier von Ibi Watson zum 44:45 (26.) später, hatten die Baskets durch Ronaldo Segu die nächste Möglichkeit zur Führung. Was aber auch ihm hier nicht gelang, schaffte dann Kyle Lofton an der Freiwurflinie (46:45/26.) und sein Team blieb nun weiter am Drücker. Vor allem defensiv stand man im dritten Abschnitt ausgezeichnet und gestattete dem Gegner hier nur elf Punkte, während man selbst 22 Zähler auf das Scoreboard brachte und mit einer 57:50-Führung in den Schlussabschnitt gehen konnte.
Ronaldo Segu erhöhte den Vorsprung zunächst auf neun Zähler, ehe die nächste Coaches Challenge das Bamberger Spiel ein wenig bremste. Die Entscheidung des unsportlichen Fouls gegen KeyShawn Feazell wurde zwar auch hier herabgestuft, doch plötzlich waren die Heidelberger wieder auf 59:54 dran. Anton Gavels Auszeit kam genau im richtigen Moment, denn mit dem Dreier von Ibi Watson (63:55/34.) konnte man hier die erste Aufholjagd der Gastgeber erst einmal abwehren. Der Spitzenreiter aber zeigte nun, warum er da oben in der Tabelle steht und warf nochmals alles nach vorne. Zwei Dreier von Marcel Keßen glichen die Partie erneut aus (63:63/34.). Die nächste Bamberger Auszeit folgte, doch die Heidelberger zogen dank eines 12:0‑Laufs wieder etwas davon (63:67). Die Halle tobte, doch Karsten Tadda & Co. waren noch lange nicht bezwungen. 2:49 Minuten vor dem Ende versenkte der Kapitän einen ganz wichtigen Dreier (66:67) und leitete damit einen 12:0‑Lauf der Bamberger ein, die das Spiel nervenstark und mit viel Leidenschaft doch noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Schlusspunkt der Partie war der Dreier plus Bonusfreiwurf von Ibi Watson zum 79:68-Endstand.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wir sind enorm glücklich, dass wir hier gewinnen konnten. Wir haben sehr schlecht angefangen und waren direkt 0:9 hinten gelegen“, so Anton Gavel, Head Coach der Bamberg Baskets. „Defensiv war unser Spiel ordentlich und wir haben 39 Punkte bis zur Halbzeit zugelassen. Offensiv aber waren wir einfach schlecht und haben keine guten Entscheidungen getroffen. Mit der Zeit haben wir uns in der zweiten Halbzeit dann aber auch offensiv gesteigert. Das Wichtigste war für uns, dass wir uns nicht aufgegeben haben, als Heidelberg den letzten Run im vierten Viertel hatte. Wir haben weitergespielt, die richtigen Antworten gefunden und Stopps geholt. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Jetzt müssen wir weiter nachlegen.“
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Gastspiel beim BBL-Tabellenführer
Bamberg Baskets reisen nach Heidelberg
Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest hat der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga den Bamberg Baskets nochmals ein dickes Paket unter den Christbaum gelegt. Am 12. Spieltag geht es für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntag, 22. Dezember, zum BBL-Tabellenführer nach Heidelberg.
Erst am letzten Spieltag machten die MLP Academics den Sprung auf Platz eins, als sie das Spitzenspiel bei ratiopharm ulm mit 69:67 gewinnen und so ihren vierten Sieg in Serie feiern konnten. Vor allem in der zweiten Halbzeit demonstrierten die Heidelberger in dieser Partie ihre Stärke, als sie den Ulmern nur noch 19 Zähler gestatteten und das Spiel nach einem 15-Punkte-Halbzeitrückstand noch drehten.
So süß der Sieg in Ulm für die Heidelberger war, so bitter war die Niederlage in der Vorwoche, als das Team von Cheftrainer Danny Jansson im Pokal-Viertelfinale mit 85:100 beim SYNTAINICS MBC die Segel streichen musste.
Bamberg Baskets Point Guard Ronaldo Segu erwartet am Sonntag ab 15:00 Uhr im SNP Dome einen extrem harten Kampf, bei dem beide Teams ihre aktuelle Siegesserie – Heidelberg mit vier BBL-Siegen in Serie, Bamberg wettbewerbsübergreifend mit zuletzt vier Siegen in Serie – unbedingt fortführen möchten.
„Das Spiel beim Tabellenführer ist für uns die nächste große Herausforderung. Heidelberg spielt aktuell sehr gut und vor allem aggressiv. Wir wollen am Sonntag an unsere letzten Leistungen anknüpfen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Klar ist, dass wir defensiv eine nahezu perfekte Leistung brauchen werden, um in Heidelberg zu gewinnen. Zudem müssen wir gut auf den Ball aufpassen, da sie sehr aggressiv verteidigen. Insgesamt aber haben wir zuletzt jetzt viele Herausforderungen gemeistert und so bauchen wir uns in keinster Weise verstecken. In der Liga bauchen wir weitere Siege und egal wo und gegen wen wir spielen, werden wir alles daransetzten, erfolgreich zu sein.“
Von Null auf Hundert
Im letzten Jahr noch hauchdünn als Tabellen-Sechszehnter dem Abstieg entkommen, sorgen die Heidelberger in dieser Saison am anderen Ende der Tabelle für Schlagzeilen. Während man in der Vorsaison als Geheimfavorit gehandelt wurde und letztlich enttäuschte, überraschen die Academics in der bisherigen Serie mit aktuelle acht Siegen und nur drei Niederlagen. In eigener Halle besiegte man die Teams aus Vechta, Chemnitz, Hamburg und Rostock. Lediglich gegen Bonn (76:95) und gegen Würzburg (67:72) musste man sich geschlagen geben.
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets besiegen Bonn
Drei Siege in drei Spielen in drei unterschiedlichen Wettbewerben. Das ist die Bilanz der Bamberg Baskets in der zurückliegenden Woche, die gestern Abend mit dem Erfolg gegen die Telekom Baskets Bonn ihren Abschluss gefunden hat.
In der Reihe der Erfolge mit dem Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen Berlin und dem im ENBL-Spiel in Warschau dürfte der Heimsieg am Samstagabend gegen die Telekom Baskets Bonn wahrscheinlich der wichtigste für das Team von Head Coach Anton Gavel gewesen sein. Schließlich wollten die Bamberger nach zuletzt tollen Leistungen in den anderen Wettbewerben nun auch in der easyCredit BBL wieder einen Erfolg verbuchen, was beim 92:73 (43:39) Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn auch eindrucksvoll gelang.
4.631 Zuschauern in der BROSE ARRENA sahen eine insgesamt überlegene Bamberger Mannschaft, die vor allem an den Brettern mit 54:35 Rebounds dominierte. Auch die Teameffektivität von am Ende 120:76 verdeutlichte eindrucksvoll die Überlegenheit der Bamberger in dieser Partie, welche man hochverdient für sich entscheiden konnte. Die besten Punktesammler des Spiels waren jeweils mit 22 Zählern Ibi Watson auf Bamberger sowie Till Pape auf Bonner Seite.
Nachdem Bonns Point Guard Darius McGhee in bislang nur zwei der neun BBL-Partien der Rheinländer in der Startformation gestanden hatte, entschied sich Bambergs Cheftrainer Anton Gavel dazu, Ronaldo Segu ebenfalls von der Bank kommen zu lassen und das Spiel mit Kyle Lofton in der Starting Five neben MaCio Teague, Ibi Watson, Moritz Krimmer und Filip Stanić zu beginnen. Die ersten Minuten des Spiels konnte man als gegenseitiges Abtasten bezeichnen (4:4/6.), dann aber legten die Bamberger richtig los. Mit der einmal mehr großartigen Unterstützung der Fans stand die Verteidigung nun gut und in der Offensive wurde der freie Mann gesucht und auch gefunden. Das Drei-Punkte-Spiel von KeyShawn Feazell brachte die Hausherren bereits im ersten Abschnitt zweistellig in Führung (17:6/7.) und so musste Bonns Coach Roel Moors seine erste Auszeit nehmen. Bonn zeigte sich danach zwar wieder etwas konzentrierter, doch die Bamberger konnten ihren Vorsprung verteidigen und führten mit 24:14 nach dem ersten Viertel.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Bamberger nochmals einen Gang hoch und starteten mit einem 9:0‑Lauf in die zweiten zehn Minuten (33:14/12.). Wenig später versenkte KeyShawn Feazell einen Dreier und die Bamberger Führung war auf 20 Zähler angewachsen (36:16/13.). Nun aber kam die große Zeit von Till Pape. Der Bonner Power Forward führte sein Team beinahe im Alleingang wieder heran. 14 Punkte erzielte er allein in den letzten sechs Minuten vor dem Seitenwechsel und 39 Sekunden vor Halbzeit waren die Rheinländer auf einmal wieder bis auf zwei Zähler heran (41:39). Ronaldo Segu markierte dann noch den 43:39 Pausenstand.
„Auf diese Leistung können wir sicherlich aufbauen“
Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstanden es die Bamberger, sich die Gäste weiter vom Leib zu halten. Während man in der Verteidigung erneut große Intensität zeigte, hielt unter anderem Kyle Lofton per Korbleger (50:42/22.) und dann per Dreier (55:46/24.) den Vorsprung zunächst konstant. 4:57 Minuten vor Ende des dritten Abschnitts traf mal wieder Till Pape für die Bonner (58:53), ehe nun die wohl stärkste Phase der Bamberger folgte. Die Gäste fanden kein Mittel gegen die unglaubliche Bamberger Defense, die den Bonnern im dritten Abschnitt keine Punkte mehr gestattete. Ein eigener 12:0‑Lauf brachte die Bamberg Baskets mit 70:53 nach 30 Minuten in Führung.
Damit noch nicht genug. Auch im Schlussabschnitt ließen die Bamberger nicht nach und packten nochmals drauf. Der Dreier von MaCio Teague erhöhte den Vorsprung auf 75:53 (32.). Als Filip Stanić mit zwei erfolgreichen Freiwürfen auf 80:57 stellte, stand bei noch 5:55 Minuten Restspielzeit für viele in der BROSE ARENA der Sieger dieser Partie bereits fest, zumal die Mannschaft von Anton Gavel ihr Spiel auch hier weiter konsequent durchzog. Als Ronaldo Segu 2:57 Minuten vor der Schlusssirene beim 87:61 für die höchste Bamberger Führung des Abends sorgte, war die Entscheidung gefallen. Letztlich siegten die Bamberg Baskets hoch verdient und ohne ein einziges Mal in Rückstand gelegen zu haben gegen die Telekom Baskets Bonn mit 92:73 und konnten nach gut dreieinhalb Jahren einmal wieder einen Sieg gegen die Rheinländer feiern.
„Für uns war es unheimlich wichtig, diesen Erfolg zu erreichen. In der Defensive haben wir phasenweise wirklich gut ausgesehen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Ende drittes und Anfang viertes Viertel haben wir ich glaube zehn Stopps in Folge gehabt und so ein Team, das im Schnitt über 80 Punkte erzielt letztlich bei um die 70 gehalten. Auf diese Leistung können wir sicherlich aufbauen, aber es ist auch nur ein Spiel.“
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Bamberg Baskets
Nach Pokal und ENBL jetzt wieder BBL
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei! Head Coach Anton Gavel dürfte hier sicherlich nichts dagegen haben, wenn seine Mannschaft nach dem Heimsieg gegen Alba Berlin und dem damit verbundenen Erreichen des Pokal Top Four sowie dem Auswärtssieg in der ENBL am Mittwoch bei Legia Warschau morgen in der BBL den dritten Erfolg in Serie nachlegen könnte.
Mit den Telekom Baskets Bonn erwartet die Bamberg Baskets am 11. BBL-Spieltag eine weitere schwere Aufgabe, zumal auch die Rheinländer mit zwei Siegen in Folge – einem Sieg in Oldenburg und einem Sieg in der Champions League gegen Riga – nach Freak City reisen.
„Bonn ist eine sehr gefährliche Mannschaft. Sie verfügen in ihrem Team über Größe auf allen Positionen. Aus diesem Grund ist es für uns besonders wichtig, fokussiert zu sein und die Dinge richtig zu machen, die uns der Coach vorgegeben hat, um dann am Ende gut zu spielen“, so Karsten Tadda, der Mannschaftskapitän der Bamberg Baskets. „Zudem hoffen wir natürlich wieder auf unser unglaubliches Publikum, mit dessen Hilfe wir die nötige Energie haben sollten, um gegen Bonn zu bestehen.“
Kein Team in der BBL nimmt mehr Dreier
Wie so viele Teams in der BBL sind auch die Telekom Baskets Bonn noch ein wenig auf der Suche nach ihrem Rhythmus. Mit aktuell fünf Siegen und vier Niederlagen stehen die Rheinländer im Moment auf Tabellenposition acht. Auswärts gab es bisher Niederlagen in Vechta (75:83) und München (75:95), während man die Gastspiele in Heidelberg (95:76), in Rostock (69:64) und am Nikolaustag in Oldenburg (96:91) gewinnen konnte. Die Partie bei den EWE Baskets war dabei für einen Bonner sicherlich eine ganz außergewöhnliche. Darius McGhee bracht es am Ende des Spiels auf stolze 44 Punkte, wobei er zehn Drei-Punkte-Würfe (bei 16 Versuchen) im Oldenburger Korb versenkte. Die Baskets sind das Team in der BBL, das den Abschluss am häufigsten per Dreier sucht. 30,3 Versuche pro Partie stehen aktuell in der Teamstatistik.
In der Basketball Champions League sind die Rheinländer voll auf Kurs. Nach dem fünften Spieltag der Gruppenphase stehen sie mit vier Siegen und nur einer Niederlage nicht nur an der Spitze ihrer Gruppe, sondern auch bereits mit einem Bein in der Runde der letzten 16 Mannschaften. Ihren letzten Sieg in der BCL feierten die Rheinländer erst am vergangenen Dienstag. Auf dem Bonner Hardtberg besiegte man die Letten von VEF Riga mit 78:75. Die besten Werfer der Bonner hier waren Bodie Hume (15 Punkte), Phlandrous Fleming Jr. (14) und Jonathan Bähre (12).
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Ohne Auflagen
Bamberg Baskets erhalten Lizenz für die nächste Saison
Der Lizenz-Ligaausschuss der Basketball-Bundesliga hat die Lizenz-Anträge für die Saison 2024 //2025 beurteilt. Die Bamberg Baskets haben ihre Lizenz für die kommende Spielzeit ohne Auflagen erhalten.
Mit der Qualifikation für die Play-Ins hat es für die Bamberg Baskets nicht geklappt. Nun haben sie aber die Lizenz, es in der nächsten Saison wieder zu versuchen. Denn der Lizenz-Ligaausschuss der Basketball-Bundesliga (BBL) hat gestern (14. Mai) Spielberechtigungs-Anträge von 18 Erstligisten und sechs Zweitligisten geprüft. Dies gab die BBL in einer Mitteilung bekannt.
16 Vereine der BBL erhalten demnach die Lizenz ohne Auflagen oder auflösende Bedingungen (diese liegen vor, wenn bestimmte Nachweise bis zu einem Stichtagen nicht eingereicht wurden). Ein Club der 2. Liga erhält die Spielberechtigung unter der Auflage der sportlichen Qualifikation, ein Club erhält sie nur unter Auflagen und auflösenden Bedingungen. Fünf Vereinen, die zum Stichtag 15. April 2024 ihre Unterlagen eingereicht hatten, erteilte die BBL die Lizenzen aufgrund fehlender sportlicher Qualifikation nicht. Einem Club wurde die Spielberechtigung verweigert, da er unvollständige Unterlagen eingereicht hatte.
Der finalen Bewertung seien in den zurückliegenden Wochen intensive Prüfungen der Lizenzierungs-Unterlagen in den separaten Segmenten Sport, Finanzen und Nachhaltigkeit vorausgegangen. Während der Gutachterausschuss die Unterlagen zur finanziellen Situation der Clubs einsah, prüfte die Liga selbst die Informationen zu den formalen Rahmenbedingungen, zur Nachwuchsarbeit und zum Nachhaltigkeitsmanagement.
So flossen erstmals neben sportlichen und wirtschaftlichen Kriterien auch Nachhaltigkeitskriterien in den Lizenzierungsprozess mit ein. Im Rahmen einer Nachhaltigkeits-Anhörung mussten sich alle Clubs einem Interview mit Hanno Martens, Professor für Nachhaltigkeitsmanagement an der CBS Business School, und mit einem Vertreter der BBL stellen.
„Das Lizenzierungsverfahren hat sich über die Jahre hervorragend entwickelt“, sagte Thomas Braumann, Vorsitzender des BBL-Lizenz-Ligaauschusses. „Die Clubs arbeiten akribisch und reichen hervorragend aufbereitete Anträge ein, sodass der Gutachter- und der Lizenz-Ligaausschuss zügig prüfen und bewerten kann.“ Dies spräche für die inzwischen erreichte Qualität des Lizenzierungsverfahrens. Besonders hervorzuheben sei, dass 16 Clubs die Lizenz ohne Auflagen oder auflösende Bedingungen erhalten haben.
Bamberg erhält Lizenz
Folgende BBL-Clubs, darunter die Bamberg Baskets, haben die Spielberechtigung ohne Auflagen oder auflösende Bedingungen erhalten: Alba Berlin, Basketball Löwen Braunschweig, BG Göttingen, Bamberg Baskets, EWE Baskets Oldenburg, FC Bayern München Basketball, MHP Riesen Ludwigsburg, MLP Academics Heidelberg, Niners Chemnitz, Syntainics MBC, Rasta Vechta, Ratiopharm Ulm, Rostock Seawolves, Telekom Baskets Bonn, Veolia Towers Hamburg und die Würzburg Baskets.
Sportlich für die Lizenz qualifizieren kann sich noch ein Club aus der 2. Basketball-Bundesliga. Hierzu müssen aber erst noch die Play-Offs ausgespielt werden. In den beiden Halbfinals Ende Mai stehen sich die Gladiators Trier und die Fraport Skyliners sowie die Lions Karlsruhe und Phoenix Hagen gegenüber.