IHK-Gremium Bamberg im Austausch mit Landrat und Oberbürgermeister
Wirtschaft und Politik suchen Schulterschluss für Bamberg
Der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung steht im Mittelpunkt des Unternehmerfrühstücks des IHK-Gremiums Bamberg mit Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
„Gerade in Zeiten von Transformationsdruck und wachsender Unsicherheit ist es entscheidend, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik gemeinsam Lösungen vor Ort entwickeln und Hand in Hand zusammenarbeiten“, betont Herbert Grimmer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg. Oberbürgermeister Niedermaier kündigt in diesem Zusammenhang an, dass ein Wirtschaftssenat gegründet werden soll, um den Themen Wirtschaft und Digitalisierung mehr Sichtbarkeit und Bedeutung zu verleihen. „Wir entwickeln einen direkten Draht in die Politik und stellen damit sicher, dass wirtschaftliche Themen zügig behandelt werden“, so Niedermaier.
Auch Landrat Maciejonczyk unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Wirtschaft: „Am Anfang der Nahrungskette steht immer das, was erwirtschaftet wird. Nur wenn unsere Wirtschaft stark bleibt, können wir auch künftig Wohlstand, soziale Stabilität und gesellschaftliche Leistungen sichern.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden konkrete Themen aus Handel, Logistik, Tourismus, Stadtentwicklung und Denkmalpflege angesprochen. Vertreter aus der regionalen Wirtschaft werben dabei für bessere Rahmenbedingungen, mehr Pragmatismus in Genehmigungsverfahren und ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung, aber auch die Sorgen regionaler Unternehmen.
Herbert Grimmer: Bildung als elementarer Schlüsselfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation. Das IHK-Gremium spricht sich für eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen und das Verständnis für Selbstständigkeit und Mittelstand zu stärken.
„Bildung ist die Rendite der Zukunft. Das können wir direkt hier in Bamberg gestalten gemeinsam mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.
“Kompass” für die kommenden Jahre überreicht
Zum Abschluss überreicht Grimmer im Namen des IHK-Gremiums den Gästen einen Auszug aus Artikel 153 der Bayerischen Verfassung als symbolischen “Kompass“ für die kommenden Jahre. Dort ist klar als Verfassungsauftrag formuliert, die selbständigen Klein- und Mittelstandsbetriebe zu fördern und gegen “Überlastung und Aufsaugung“ zu schützen, aber auch den Aufstieg „aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen zu fördern“. Grimmer leitet daraus ab, dass Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander Lösungen suchen, um Hindernisse abzubauen. „Wir freuen uns auf eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit,” so Grimmer.
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Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK zeichnet ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten aus Landkreis Bamberg aus
Fast 100 Prüferinnen und Prüfer aus Oberfranken, die seit mindestens 20 Jahren dieser Tätigkeit ehrenamtlich nachgehen, hat die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth für ihr großes Engagement ausgezeichnet. Einige der Geehrten kommen dabei auch aus dem Einzugsgebiet des IHK-Gremiums Bamberg, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt.
Aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg werden geehrt: Johannes Barth, Manfred Burger, Thomas Hein, Kerstin Richter und Katharina Schumm für 20 Jahre sowie Hans-Peter Beuschlein, Matthias Lebert und Jochen Roll für 30 Jahre.
„Berufliche und akademische Bildung sind längst absolut gleichwertig”, macht Dr. Michael Waasner deutlich, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, vor dem Hintergrund des nach wie vor anhaltenden Trends zur akademischen Bildung. Die Gleichwertigkeit beziehe sich dabei nicht nur auf die Karrieremöglichkeiten, sondern auch auf die Verdienstchancen. Deshalb habe das Thema Berufliche Bildung bei der IHK auch oberste Priorität. Sie sichere den qualifizierten Fachkräftenachwuchs und damit auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Oberfranken. „Die berufliche Bildung ist das große Rad, das die oberfränkische Wirtschaft am Laufen hält und daran haben auch die rund 2000 ehrenamtlich tätigen Prüfer großen Anteil”, so Dr. Waasner weiter.
Weit über ihre Tätigkeit in den Betrieben hinaus seien die ehrenamtlichen Prüfer für die Region von großer Bedeutung. so der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär stellvertretend für die Kommunalpolitik. Wenn Oberfranken auf junge Leute setzen kann, die auf hervorragende Art und Weise ausgebildet wurden und die sich global behaupten könnten, dann haben daran auch die vielen ehrenamtlichen Prüfer großen Anteil. „Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft von heute und einer möglichst guten Zukunft der Wirtschaft von morgen”, so der Landrat zu den Ausgezeichneten.
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Einblicke mit Zukunft
GKG Bamberg unterstützt Berufsorientierung an der Realschule Scheßlitz
Die erste Projektwoche „WIRKEN lassen!“ an der Staatlichen Realschule Scheßlitz ist erfolgreich abgeschlossen worden. Im Rahmen des Pilotprojekts arbeiteten insgesamt vier Projektgruppen mit jeweils vier Schülerinnen und Schülern eng mit der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg (GKG Bamberg) zusammen und erhielten dabei praxisnahe Einblicke in verschiedene Gesundheitsberufe, wie die GKG Bamberg mitteilt.
Die Jugendlichen beschäftigten sich hierbei intensiv mit den Berufsfeldern Pflege, Medizinische Fachangestellte (MFA) sowie Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistenz (OTA/ATA) m/w/d. Ziel des Projekts war es, jungen Menschen berufliche Perspektiven im Gesundheitswesen aufzuzeigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigenständig kreative und praxisorientierte Projekte zu entwickeln. Entstanden sind unter anderem ein Podcast zur generalistischen Pflegeausbildung, ein Leitfaden zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz, kreative Ansätze zur angenehmeren Gestaltung von Wartezeiten im Klinikalltag sowie ein Informationsvideo zur Händedesinfektion im OP-Bereich.
Die Projekte wurden von engagierten Mitarbeitenden der GKG Bamberg begleitet und maßgeblich durch die Ausbildungskoordination der GKG unterstützt. Auch der stellvertretende Geschäftsführer der GKG Bamberg, Harald Poßer, war bei der Abschlusspräsentation vor Ort und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Das Projekt in Zusammenarbeit mit der Realschule Scheßlitz war sehr erfolgreich und hat eindrucksvoll gezeigt, mit wie viel Kreativität, Interesse und Motivation sich junge Menschen mit Gesundheitsberufen auseinandersetzen. Praxisnahe Einblicke sind dabei besonders wichtig, um Berührungsängste abzubauen und Perspektiven für die berufliche Zukunft aufzuzeigen. Für uns als GKG Bamberg ist Nachwuchsförderung ein zentrales Anliegen.“
Die GKG Bamberg bedankt sich herzlich bei der Staatlichen Realschule Scheßlitz sowie bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Als Ausbildungsbetrieb engagiert sich die GKG seit vielen Jahren aktiv für die Förderung des Nachwuchses im Gesundheitswesen und begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in einen Beruf mit Zukunft. Ausführliche Informationen zu Ausbildung und Karriere bei der GKG Bamberg sind unter gkg-bamberg.de zu finden.
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Unterstützung des Friedensdorf International
Elfjährige Shayesta erhält dringend benötigte medizinische Behandlung in der Juraklinik Scheßlitz
Seit vielen Jahren unterstützt die Juraklinik Scheßlitz gemeinsam mit Dr. med. Matthias Biedermann das Friedensdorf International bei der unentgeltlichen medizinischen Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Aktuell befindet sich die elfjährige Shayesta Arab aus Afghanistan in der Juraklinik zur Behandlung, wie die Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH mitteilt.
Regelmäßig erhalten junge Patientinnen und Patienten eine dringend benötigte Behandlung, die in ihren Heimatländern oftmals nicht möglich ist. Aktuell befindet sich die elfjährige Shayesta Arab aus Afghanistan in der Juraklinik zur Behandlung. Das Mädchen litt unter einer schweren eitrig-fistelnden Knochenmarkentzündung am linken Oberschenkel. Zusätzlich bestand eine ausgeprägte X‑Beindeformität mit Beinverkürzung, verursacht durch einen teilweise vorzeitigen Verschluss der kniegelenknahen Wachstumsfuge. Vermutlich war eine verschleppte Angina Auslöser der Erkrankung, hinzu kam eine zusätzliche Besiedelung mit MRSA-Keimen. Dr. med. Matthias Biedermann, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, erklärte sich sofort bereit, die junge Patientin gemeinsam mit seinem Team in der Juraklinik Scheßlitz zu behandeln. Auch die ergänzend zu den Röntgen- und CT-Untersuchungen notwendige MRT-Diagnostik wurde dankenswerterweise von den Kolleginnen und Kollegen der Radiologie Bamberg ebenfalls unentgeltlich durchgeführt.
In einer ersten Operation wurde der Infektionsherd chirurgisch saniert. Dabei entfernte Dr. Biedermann abgestorbene Knochenanteile sowie die entzündlichen Veränderungen am Oberschenkel. Anschließend erhielt die Patientin Shayesta Arab eine gezielte antibiotische Behandlung. Nachdem sich die Entzündungswerte normalisiert hatten, konnte in einer weiteren Operation die X‑Bein-Fehlstellung des linken Beines korrigiert werden. Hierfür wurde ein Knochenkeil entnommen und das Bein mithilfe einer Platte stabilisiert. Die junge Patientin kann inzwischen wieder ohne zusätzliche orthopädische Hilfsmittel frei gehen. Die noch bestehende leichte Verkürzung des linken Beins wurde durch eine unentgeltlich bereitgestellte Schuheinlage der Mediteam GmbH & Co. KG ausgeglichen. Mit ihrem langjährigen Engagement leisten Dr. Biedermann und das Team der Juraklinik Scheßlitz einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung von Kindern, die ohne diese Unterstützung oftmals keine Aussicht auf eine adäquate Behandlung ihrer Erkrankungen oder Verletzungen hätten und dadurch in ihrer Zukunft häufig sozial isoliert wären.
Hintergrund
Seit 1967 hilft die internationale Hilfsorganisation, FRIEDENSDORF International mit Sitz in Oberhausen /Ruhrgebiet verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt und weltweite Projekte verbessern die medizinische und humanitäre Versorgung in den Heimatländern. Die friedenspädagogische Arbeit des FRIEDENSDORF Bildungswerks fördert zudem soziales Bewusstsein und Engagement. Finanziert wird diese Arbeit nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen – sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das DZI-Spendensiegel.
Spendenkonto
Stadtsparkasse Oberhausen IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
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808 Schülerinnen und Schüler wurden erfolgreich untergebracht
Trotz hoher Nachfrage: Jedes Kind erhält Platz an Bamberger Gymnasien
Die Einschreibewoche an den Bamberger Gymnasien ist abgeschlossen: Insgesamt wurden 808 Schülerinnen und Schüler an den sieben Gymnasien in Stadt und Landkreis angemeldet. Die gute Nachricht für Familien: Allen Kindern wurde ein Platz an einem Bamberger Gymnasium angeboten, wie Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg mitteilen.
Die Nachfrage nach den Schulplätzen war erneut hoch. Die sieben Bamberger Gymnasien bieten schließlich ein breites Spektrum an Profilen und Ausbildungsrichtungen – von sprachlichen und musischen Schwerpunkten bis hin zu Gymnasien mit mehreren Ausbildungsrichtungen. Aufgrund der hohen Nachfrage mussten einzelne Anmeldungen zwischen den Schulen abgestimmt werden. Dank der engen Zusammenarbeit aller Gymnasien wurde jedoch für jedes Kind eine Lösung gefunden.
Möglich wurde dies durch eine intensive und enge Absprache der Schulleitungen. Markus Knebel, aktuell Sprecher der Bamberger Gymnasien und Leiter des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums, betont: „Die hohe Nachfrage kam nicht überraschend. Deshalb haben sich die Gymnasien frühzeitig koordiniert und gemeinsam darauf hingearbeitet, allen Kindern einen Platz an einem Gymnasium in Bamberg zu ermöglichen.“
Es bleibt Handlungsbedarf
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier, derzeit Vorsitzender des Zweckverbands Gymnasium, dankt dem Engagement der Schulleitungen: „Ich freue mich, dass wir allen Schülerinnen und Schülern einen Platz anbieten können und kein Kind abgewiesen werden muss.“ Trotzdem bleibe es ein wichtiger Arbeitsauftrag für den Zweckverband, die Gymnasiallandschaft weiter zu entwickeln. Großer Beliebtheit erfreute sich in diesem Jahr wieder das Eichendorff-Gymnasium. Die städtische Schule verzeichnete diesmal fast doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze vorhanden sind. Deshalb konnte hier nicht jeder Erstwunsch, was die Wahl des Gymnasiums angeht, erfüllt werden. „Natürlich freuen wir uns über so viel Zulauf, haben jedoch großes Verständnis über Enttäuschung, wenn nicht alle Erstwünsche erfüllt werden können“, so der Oberbürgermeister. Gemeinsam mit dem Landkreis werde genau analysiert werden, welche Maßnahmen der Zweckverband in Zukunft treffen kann, um den Schülerentwicklungen weiterhin gerecht zu werden.
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Politikerinnen und Politiker von Stadt und Landkreis Bamberg feiern ökumenischen Gottesdienst
Gottesdienst als Zeichen für Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung
Mit Gebeten, Musik und Segnungen haben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen und Religionsgemeinschaften gemeinsam die neue Amtsperiode in Stadt und Landkreis Bamberg eingeläutet.
In der St.-Martins-Kirche am Grünen Markt gestalteten Geistliche unterschiedlicher Konfessionen und Glaubensrichtungen einen ökumenischen Gottesdienst, der ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Verantwortung setzte. Eingeladen hatten Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk, die gemeinsam mit Mitgliedern von Stadtrat und Kreistag sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern an der Feier teilnahmen.
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Dekan Dr. Markus Kohmann und Pfarrer Helmut Hetzel für die katholische Kirche sowie Dekanin Sabine Hirschmann und Pfarrer Walter Neunhoeffer für die evangelische Kirche. Darüber hinaus wirkten Vertreterinnen und Vertreter weiterer Religionsgemeinschaften mit: die DITIB Bamberg mit Vorsitzendem Mehmet Çetindere und Imam Muhittin Yurttaş, die Liberale Jüdische Gemeinde mit Rabbinerin Dr. A. Yael Deusel und Vorsitzendem Shlomo Weißenfels, die Bahai-Gemeinde mit Birgit Asbeck sowie Vertreterinnen der Alevitischen Gemeinde mit Dilek Öznur und Sinem Adigüzel. In ihren Beiträgen betonten die Geistlichen die zentrale Botschaft des Abends: „Gott ist da, gibt Kraft, Mut und Zuversicht für alles, was ansteht.“ Für die musikalische Gestaltung sorgten der Polizeisängerchor Bamberg, der Gesangsverein Burgebrach sowie Dekanatskantor Michael Goos an der Orgel.
Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war die persönliche Segnung von Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Landrat Johannes Maciejonczyk durch Dekanin Hirschmann und Pfarrer Hetzel. Beiden soll damit Kraft und Stärke für die verantwortungsvollen Aufgaben der kommenden Jahre zuteilwerden. Auch die Mitglieder des Stadtrates und des Kreistages erhielten eine Segnung für ihre kommunalpolitische Arbeit.
Gemeinsames Wertefundament
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier dankt Johannes Maciejonczyk für die „schöne Idee, den Start in die neue Amtsperiode unter Gottes Segen zu stellen“, die ihn sofort überzeugt habe. „Die christliche Werteordnung bildet auch im Jahr 2026 eine wichtige Richtschnur für politische Entscheidungen, entbindet uns aber freilich nicht von eigenständigen Entscheidungen“, erklärt Niedermaier.
Landrat Johannes Maciejonczyk erklärt: „Mein christlicher Glaube gibt mir Halt und Orientierung – auch im öffentlichen Amt.“ Er freue sich sehr, dass Landkreis und Stadt Bamberg erstmals gemeinsam einen Gottesdienst zum Beginn der neuen Wahlperiode feiern. „Für Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier und mich ist dies ein sichtbares Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein gemeinsames Wertefundament“, betont der Landrat.
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IHK unterstützt TTZ-Antrag für Hallstadt
„Nachhaltige Energieversorgung muss praktikabel sein“
In Hallstadt soll ein Technologietransferzentrum (TTZ) “Clean Energy – Regionale Energiesysteme“ entstehen. Ein entsprechender Förderantrag wurde von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) in Kooperation mit dem Landkreis Bamberg und dem Cleantech Innovation Park in Hallstadt dem Bayerischen Wissenschaftsministerium zugeleitet. Bei einem Besuch im Cleantech Innovation Park sagte die Spitze der IHK für Oberfranken Bayreuth ihre Unterstützung zu.
„Die Energieversorgung ist für unsere oberfränkischen Unternehmen ein zentraler Standortfaktor, gerade in der Industrie. Hier braucht es neue, innovative Wege. Künftige Energiesysteme müssen deutlich regionaler gedacht und dann auch vor Ort umgesetzt werden“, betont IHK-Präsident Dr. Michael Waasner.
Das geplante Technologietransferzentrum im Landkreis Bamberg (TTZ-BA) soll die zentralen Herausforderungen der Energiewende adressieren, nämlich Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz sowie ökologische Verträglichkeit. „Es zielt darauf ab, die Resilienz von Unternehmen und Kommunen zu stärken und die Abhängigkeit von internationalen Energieimporten zu reduzieren“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Arnulf Hörtnagl von der TH Würzburg-Schweinfurt, der den wissenschaftlichen Teil des TTZ koordiniert. Das TTZ Bamberg fokussiere dabei sowohl die Auswahlentscheidungen zu Energiesystemen als auch die Entwicklung, Integration und Testung von Systemkomponenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette “Clean Energy“. „Schlüssel für die Wirtschaftlichkeit ist dabei die Dezentralisierung der Energiegewinnung, ‑speicherung und ‑nutzung in Verbindung mit der verstärkten Sektorenkopplung von Strom, Gas und Wärme“, so Hörtnagl.
Konkret soll im TTZ Bamberg die Praxistauglichkeit nachhaltiger Energiesysteme getestet werden, etwa die Nutzbarkeit von Wasserstoff in konkreten Industrieanwendungen, die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Speichertechniken im Realbetrieb oder der Einsatz von KI in der Systemsteuerung. „Alles Zukunftsthemen, von deren Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen abhängt“, ergänzt IHK-Vizepräsident Herbert Grimmer, der mit seinem Unternehmen Grimmer GmbH als Partner in das Projekt einsteigen will.
Zentrales Zukunftsthema
Das Wissenschaftsministerium des Freistaats Bayern hat eine Förderung des TTZ Bamberg mit 5 Millionen Euro über fünf Jahre avisiert und auch von Ministerpräsident Dr. Markus Söder bereits konkret in Aussicht gestellt, doch vorher muss die Region liefern und eine Stiftungsprofessur sowie den Standort für das TTZ bereitstellen. „Der Landkreis Bamberg unterstützt dieses Vorhaben bewusst sowohl bei der Unterbringung im Cleantech Innovation Park als auch bei der Finanzierung der Stiftungsprofessur, weil wir fest davon überzeugt sind, dass Investitionen in Innovation und Wissenstransfer zentrale Bausteine für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg sind“, so Bambergs Landrat Johann Kalb. “Mit der Ansiedlung des TTZ im Cleantech Innovation Park setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.“
Die IHK will zum Gelingen des Technologietransferzentrums “Clean Energy – regionale Energiesysteme“ tatkräftig beitragen, „zumal Oberfranken bei der bisherigen Verteilung von TTZs in Bayern nicht gerade begünstigt worden ist und mit dem jetzt vorliegenden Antrag wirklich ein zentrales Zukunftsthema angepackt wird“, so Dr. Waasner. Die IHK will bei der Vernetzung von Wirtschaft, Dienstleistern und Politik, bei der konkreten Ansprache interessanter Unternehmen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit Hilfestellung leisten – sowie bei der Argumentation gegenüber der Politik.
Nur vier Zusagen für neue TTZs soll es in diesem Jahr für ganz Bayern geben, doch Prof. Hörtnagl ist zuversichtlich, dass man mit “Clean Energy“ das aktuell wohl drängendste Thema besetzt. Dem stimmt IHK-Präsident Dr. Waasner zu: „Die aktuelle Entwicklung am Persischen Golf zeigt, wie sensibel das Thema Energieversorgung auch für Bayern ist. Hier müssen wir schnell umsetzbare Alternativen zu den fossilen Energieträgern entwickeln, die auch dann Energie liefern, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint.“
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Mit Bus und Bahn zum Weihnachtsshopping
Kostenloser ÖPNV an Adventssamstagen
Die erfolgreiche Weihnachtsaktion wird fortgesetzt. Auch in diesem Jahr können alle Bürgerinnen und Bürger an den Adventssamstagen in der Stadt und im gesamten Landkreis Bamberg kostenlos die Busse und Züge des öffentlichen Nahverkehrs nutzen, wie Stadt und Landkreis mitteilen.
An den vier Adventssamstagen am 29. November, 6., 13. und 20. Dezember 2025 müssen somit keine Tickets gekauft werden, um im Stadtgebiet und im Landkreis die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Kosten für die Beförderung übernehmen die Stadt und der Landkreis Bamberg. Also einfach einsteigen und los geht‘s!
Neu in diesem Jahr: Lange Einkaufsnächte laden an allen Adventssamstagen in der Innenstadt zum Einkaufen bis in die Nacht ein. Viele Innenstadtgeschäfte werden an diesen vier Tagen bis 22 Uhr öffnen, in Einzelfällen auch länger. Auch die Weihnachtsmarktstände dürfen an den Adventssamstagen bis 22 Uhr geöffnet haben. Der Weihnachtsmarkt am Maxplatz und Grünen Markt beginnt am 25. November 2025.
Am 30. November 2025 kann außerdem beim verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr in der Bamberger Innenstadt geshoppt werden.
„Uns ist wichtig, dass möglichst viele die Vorweihnachtszeit in Bamberg genießen können. Mit kostenfreien Busfahrten an den Adventssamstagen in Verbindung mit den langen Einkaufsnächten wollen wir den Einzelhandel in Bamberg stärken und noch mehr Kundinnen und Kunden in die Geschäfte locken“, betont Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke.
Auch Landrat Johann Kalb begrüßt das Angebot „Wer auf das Auto verzichtet, reduziert Parkplatzprobleme und entlastet den Verkehr, während der Einkaufsbummel angenehmer wird. Die lästige Parkplatzsuche entfällt und Besucherinnen und Besucher können sich ganz auf die festliche Atmosphäre des Weihnachtsmarktes konzentrieren.“
Wer dennoch mit dem Auto nach Bamberg kommen und kostengünstig parken möchte, dem empfehlen die Stadtwerke Bamberg die P+R Plätze am Heinrichsdamm und in der Kronacher Straße. Hier steht das Auto an den Adventssamstagen den ganzen Tag für 50 Cent, der P+R‑Shuttle fährt tagsüber im 15-Minuten-Takt kostenlos in die Innenstadt und zurück. Abends werden die Anlagen von der Nachtlinie 936 beziehungsweise 935 bedient. Diese können an den Adventssamstagen ebenfalls kostenlos genutzt werden.
Am verkaufsoffenen Sonntag, 30. November, richten die Stadtwerke zwischen 12.30 und 18.30 Uhr einen Shuttle-Dienst für die beiden P+R‑Anlagen ein. Der P+R‑Platz Heinrichsdamm wird im 15-Minuten-Takt bedient, der P+R‑Platz in der Kronacher Straße im 30-Minuten-Takt. Das Parken kostet 50 Cent, die Nutzung der Shuttlebusse ist kostenfrei.
Über den Fahrplan können sich Fahrgäste hier informieren.
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Arbeit in luftiger Höhe
In der Region Bamberg klettern bei den Gerüstbauern die Löhne
Ohne sie kommt keine Farbe ans Haus: Für jeden Fassadenanstrich werden Gerüstbauer gebraucht. Die Gerüstbauer in der Region Bamberg sind auch dabei, wenn das Dach neu gedeckt, die Fassade gedämmt oder der Kirchturm saniert wird. Ab November bekommen Gerüstbauer mehr Lohn, wie die IG Bau mitteilt.
„Alles, was über drei Meter hinausgeht, ist ein Fall für die Gerüstbauer. Sie machen einen harten Job. Gerüstbauer sind bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte im Einsatz. Und dafür bekommen sie jetzt mehr Geld“, sagt Uwe Behrendt von der Industriegewerkschaft BAU Oberfranken.
Ab November bekommen Gerüstbauer 7,5 Prozent mehr Lohn. „Ein erfahrener Geselle hat dann gut 225 Euro mehr pro Monat in der Tasche, wenn er Vollzeit arbeitet“, sagt Uwe Behrendt. Das habe die IG BAU am Tariftisch für die Gerüstbauer erreicht. Ein weiteres Lohn-Plus gebe es dann im Herbst nächsten Jahres. „Und vorher steigt schon der Mindestlohn in der Branche.” Ab Januar müsse jeder, der auf dem Gerüst in der Region Bamberg arbeite, mindestens 14,35 Euro pro Stunde verdienen. „Das sind 40 Cent mehr als bislang“, so Uwe Behrendt.
Außerdem habe sich die Bau-Gewerkschaft für den Nachwuchs stark gemacht. Auch Azubis haben ab diesem Monat mehr im Portemonnaie, so die IG BAU Oberfranken. Zum Start der Ausbildung bekomme ein Azubi auf dem Gerüst ab sofort 1.125 Euro pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr dann 1.300 Euro. „Und im dritten Jahr gehen Gerüstbauer-Azubis mit einer Ausbildungsvergütung von 1.550 Euro im Monat nach Hause“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Uwe Behrendt.
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Pestel-Institut legt Wohnungsmarkt-Untersuchung für Region Bamberg vor
In der Region Bamberg fehlen 6.800 Wohnungen
Mangelware Wohnung: Die Region Bamberg hat ein Wohnungsdefizit. Aktuell fehlen rund 3.800 Wohnungen in der Stadt und 3.000 Wohnungen im Landkreis Bamberg, wie aus der aktuellen regionalen Wohnungsmarkt-Untersuchung hervorgeht, die das Pestel-Institut gemacht hat.
Gleichzeitig stehen in Bamberg 880 und im Landkreis 2.590 Wohnungen bereits seit einem Jahr oder länger leer. Wer eine Wohnung sucht, sollte sich darauf aber keine Hoffnungen machen: Wohnungen, die lange Zeit leer stehen, gehen kaum wieder in die Vermietung. Die Wissenschaftler des Pestel-Instituts haben bei ihrer Untersuchung den Wohnungsbestand, die Bevölkerungsentwicklung sowie Prognosen für den Arbeitsmarkt und die Beschäftigung in der Region Bamberg analysiert.
„Vom Arbeitskräftebedarf über die Geburten bis zu den Sterbefällen: Es wird sich in Bamberg eine Menge tun – und auf dem Wohnungsmarkt tun müssen“, sagt Matthias Günther. Das bedeute konkret, dass in den nächsten fünf Jahren rund 970 neue Wohnungen in Bamberg und auch 970 Wohnungen im Landkreis gebaut werden müssten – und zwar pro Jahr. Der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts hält dieses Wohnungsbaupensum für Bamberg allerdings für „nicht machbar“. So habe es im ersten Halbjahr dieses Jahres nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lediglich 186 Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Bamberg und 187 für den Kreis gegeben. „Das reicht natürlich nicht.“ Der Neubau von Wohnungen in der Region Bamberg laufe mit angezogener Handbremse. „Da muss vor allem bundespolitisch mehr passieren, um den Neubau von Wohnungen wieder anzukurbeln. Und das möglichst schnell“, so Matthias Günther.
Dabei gibt es für den Leiter des Pestel-Instituts vor allem ein effektives Instrument, das den Wohnungsbau auch in der Region Bamberg flott in Fahrt bringen würde: „Dringend notwendig ist günstiges Baugeld. Der Bund muss ein Zins-Programm auflegen: Maximal 2 Prozent Zinsen – teurer darf die Finanzierung beim Wohnungsbau nicht sein.“ Dann seien deutlich mehr private Bauherren, aber auch Investoren endlich wieder in der Lage, neue Wohnungen in Bamberg und dem Landkreis zu bauen. „Vor allem würde das schnell einen Effekt bringen: Mit einem Niedrigzins-Baugeld würde der Bund einen wirklichen Turbo für den Neubau von Wohnungen starten“, ist der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts überzeugt.
Die Wissenschaftler haben die regionale Wohnungsmarkt-Analyse im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) durchgeführt. Dessen Präsidentin fehlen klare Signale – Anreize, die kurzfristig wirken: „In Sachen Wohnungsbau passiert bei der neuen Bundesregierung zu wenig. Nur das Schlagwort ‚Wohnungsbau-Turbo‘ geistert seit Monaten durch die Republik. Doch von einem ‚Turbo‘ kann keine Rede sein. Die Maßnahmen wirken nur mittel- bis langfristig“, sagt Katharina Metzger. Jedenfalls sei von dem versprochenen ‚Turbo-Effekt‘ in der Region Bamberg und auch sonst nirgendwo etwas zu merken. Selbst da, wo es ein Plus bei den Baugenehmigungen gebe, passiere dies auf „denkbar niedrigem Niveau“.
Dabei sei der Wohnungsbau ein wichtiger Motor der Binnenkonjunktur: „Läuft der Wohnungsbau, dann läuft auch die Wirtschaft. Deshalb ist es höchste Zeit, dass Bundeskanzler Merz den Wohnungsbau jetzt zur Chefsache macht“, fordert die Präsidentin des Baustoff-Fachhandels. Passiere nichts, dann sacke der Neubau weiter ab. Schon jetzt verliere der Bau Tag für Tag Kapazitäten: „Bauunternehmen gehen in die Insolvenz. Bauarbeiter verlieren ihre Jobs“, so Metzger.
Außerdem sei das Bauen zu kompliziert und zu teuer geworden, kritisiert der Baustoff-Fachhandel. Ein Punkt, den auch das Pestel-Institut unterstreicht: „Deutschland muss dringend wieder einfacher bauen. Wenn der Bund alle Auflagen und Vorschriften der letzten zehn Jahre komplett zurücknehmen würde, dann könnten in Bamberg ziemlich schnell wieder deutlich mehr und deutlich günstigere Wohnungen gebaut werden. Und zwar Wohnungen mit einem guten Standard. Manchmal ist weniger eben mehr“, sagt Matthias Günther.
Der Chef des Pestel-Instituts wirft dem Bund vor, dem Wohnungsbau „zehn Jahre lang durch immer schärfere Gesetze und Verordnungen viel unnötigen Ballast zugemutet zu haben“. Das habe die Kosten im Wohnungsbau und damit auch die Mieten regelrecht nach oben getrieben, so der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel. „Vor allem völlig überzogene Energiespar-Auflagen beim Neubau haben unterm Strich für die Umwelt wenig gebracht, das Wohnen aber enorm viel teurer gemacht“, sagt BDB-Präsidentin Katharina Metzger.