Mit Bus und Bahn zum Weihnachtsshopping
Kostenloser ÖPNV an Adventssamstagen
Die erfolgreiche Weihnachtsaktion wird fortgesetzt. Auch in diesem Jahr können alle Bürgerinnen und Bürger an den Adventssamstagen in der Stadt und im gesamten Landkreis Bamberg kostenlos die Busse und Züge des öffentlichen Nahverkehrs nutzen, wie Stadt und Landkreis mitteilen.
An den vier Adventssamstagen am 29. November, 6., 13. und 20. Dezember 2025 müssen somit keine Tickets gekauft werden, um im Stadtgebiet und im Landkreis die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Kosten für die Beförderung übernehmen die Stadt und der Landkreis Bamberg. Also einfach einsteigen und los geht‘s!
Neu in diesem Jahr: Lange Einkaufsnächte laden an allen Adventssamstagen in der Innenstadt zum Einkaufen bis in die Nacht ein. Viele Innenstadtgeschäfte werden an diesen vier Tagen bis 22 Uhr öffnen, in Einzelfällen auch länger. Auch die Weihnachtsmarktstände dürfen an den Adventssamstagen bis 22 Uhr geöffnet haben. Der Weihnachtsmarkt am Maxplatz und Grünen Markt beginnt am 25. November 2025.
Am 30. November 2025 kann außerdem beim verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr in der Bamberger Innenstadt geshoppt werden.
„Uns ist wichtig, dass möglichst viele die Vorweihnachtszeit in Bamberg genießen können. Mit kostenfreien Busfahrten an den Adventssamstagen in Verbindung mit den langen Einkaufsnächten wollen wir den Einzelhandel in Bamberg stärken und noch mehr Kundinnen und Kunden in die Geschäfte locken“, betont Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke.
Auch Landrat Johann Kalb begrüßt das Angebot „Wer auf das Auto verzichtet, reduziert Parkplatzprobleme und entlastet den Verkehr, während der Einkaufsbummel angenehmer wird. Die lästige Parkplatzsuche entfällt und Besucherinnen und Besucher können sich ganz auf die festliche Atmosphäre des Weihnachtsmarktes konzentrieren.“
Wer dennoch mit dem Auto nach Bamberg kommen und kostengünstig parken möchte, dem empfehlen die Stadtwerke Bamberg die P+R Plätze am Heinrichsdamm und in der Kronacher Straße. Hier steht das Auto an den Adventssamstagen den ganzen Tag für 50 Cent, der P+R‑Shuttle fährt tagsüber im 15-Minuten-Takt kostenlos in die Innenstadt und zurück. Abends werden die Anlagen von der Nachtlinie 936 beziehungsweise 935 bedient. Diese können an den Adventssamstagen ebenfalls kostenlos genutzt werden.
Am verkaufsoffenen Sonntag, 30. November, richten die Stadtwerke zwischen 12.30 und 18.30 Uhr einen Shuttle-Dienst für die beiden P+R‑Anlagen ein. Der P+R‑Platz Heinrichsdamm wird im 15-Minuten-Takt bedient, der P+R‑Platz in der Kronacher Straße im 30-Minuten-Takt. Das Parken kostet 50 Cent, die Nutzung der Shuttlebusse ist kostenfrei.
Über den Fahrplan können sich Fahrgäste hier informieren.
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Arbeit in luftiger Höhe
In der Region Bamberg klettern bei den Gerüstbauern die Löhne
Ohne sie kommt keine Farbe ans Haus: Für jeden Fassadenanstrich werden Gerüstbauer gebraucht. Die Gerüstbauer in der Region Bamberg sind auch dabei, wenn das Dach neu gedeckt, die Fassade gedämmt oder der Kirchturm saniert wird. Ab November bekommen Gerüstbauer mehr Lohn, wie die IG Bau mitteilt.
„Alles, was über drei Meter hinausgeht, ist ein Fall für die Gerüstbauer. Sie machen einen harten Job. Gerüstbauer sind bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte im Einsatz. Und dafür bekommen sie jetzt mehr Geld“, sagt Uwe Behrendt von der Industriegewerkschaft BAU Oberfranken.
Ab November bekommen Gerüstbauer 7,5 Prozent mehr Lohn. „Ein erfahrener Geselle hat dann gut 225 Euro mehr pro Monat in der Tasche, wenn er Vollzeit arbeitet“, sagt Uwe Behrendt. Das habe die IG BAU am Tariftisch für die Gerüstbauer erreicht. Ein weiteres Lohn-Plus gebe es dann im Herbst nächsten Jahres. „Und vorher steigt schon der Mindestlohn in der Branche.” Ab Januar müsse jeder, der auf dem Gerüst in der Region Bamberg arbeite, mindestens 14,35 Euro pro Stunde verdienen. „Das sind 40 Cent mehr als bislang“, so Uwe Behrendt.
Außerdem habe sich die Bau-Gewerkschaft für den Nachwuchs stark gemacht. Auch Azubis haben ab diesem Monat mehr im Portemonnaie, so die IG BAU Oberfranken. Zum Start der Ausbildung bekomme ein Azubi auf dem Gerüst ab sofort 1.125 Euro pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr dann 1.300 Euro. „Und im dritten Jahr gehen Gerüstbauer-Azubis mit einer Ausbildungsvergütung von 1.550 Euro im Monat nach Hause“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Uwe Behrendt.
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Pestel-Institut legt Wohnungsmarkt-Untersuchung für Region Bamberg vor
In der Region Bamberg fehlen 6.800 Wohnungen
Mangelware Wohnung: Die Region Bamberg hat ein Wohnungsdefizit. Aktuell fehlen rund 3.800 Wohnungen in der Stadt und 3.000 Wohnungen im Landkreis Bamberg, wie aus der aktuellen regionalen Wohnungsmarkt-Untersuchung hervorgeht, die das Pestel-Institut gemacht hat.
Gleichzeitig stehen in Bamberg 880 und im Landkreis 2.590 Wohnungen bereits seit einem Jahr oder länger leer. Wer eine Wohnung sucht, sollte sich darauf aber keine Hoffnungen machen: Wohnungen, die lange Zeit leer stehen, gehen kaum wieder in die Vermietung. Die Wissenschaftler des Pestel-Instituts haben bei ihrer Untersuchung den Wohnungsbestand, die Bevölkerungsentwicklung sowie Prognosen für den Arbeitsmarkt und die Beschäftigung in der Region Bamberg analysiert.
„Vom Arbeitskräftebedarf über die Geburten bis zu den Sterbefällen: Es wird sich in Bamberg eine Menge tun – und auf dem Wohnungsmarkt tun müssen“, sagt Matthias Günther. Das bedeute konkret, dass in den nächsten fünf Jahren rund 970 neue Wohnungen in Bamberg und auch 970 Wohnungen im Landkreis gebaut werden müssten – und zwar pro Jahr. Der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts hält dieses Wohnungsbaupensum für Bamberg allerdings für „nicht machbar“. So habe es im ersten Halbjahr dieses Jahres nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lediglich 186 Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Bamberg und 187 für den Kreis gegeben. „Das reicht natürlich nicht.“ Der Neubau von Wohnungen in der Region Bamberg laufe mit angezogener Handbremse. „Da muss vor allem bundespolitisch mehr passieren, um den Neubau von Wohnungen wieder anzukurbeln. Und das möglichst schnell“, so Matthias Günther.
Dabei gibt es für den Leiter des Pestel-Instituts vor allem ein effektives Instrument, das den Wohnungsbau auch in der Region Bamberg flott in Fahrt bringen würde: „Dringend notwendig ist günstiges Baugeld. Der Bund muss ein Zins-Programm auflegen: Maximal 2 Prozent Zinsen – teurer darf die Finanzierung beim Wohnungsbau nicht sein.“ Dann seien deutlich mehr private Bauherren, aber auch Investoren endlich wieder in der Lage, neue Wohnungen in Bamberg und dem Landkreis zu bauen. „Vor allem würde das schnell einen Effekt bringen: Mit einem Niedrigzins-Baugeld würde der Bund einen wirklichen Turbo für den Neubau von Wohnungen starten“, ist der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts überzeugt.
Die Wissenschaftler haben die regionale Wohnungsmarkt-Analyse im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) durchgeführt. Dessen Präsidentin fehlen klare Signale – Anreize, die kurzfristig wirken: „In Sachen Wohnungsbau passiert bei der neuen Bundesregierung zu wenig. Nur das Schlagwort ‚Wohnungsbau-Turbo‘ geistert seit Monaten durch die Republik. Doch von einem ‚Turbo‘ kann keine Rede sein. Die Maßnahmen wirken nur mittel- bis langfristig“, sagt Katharina Metzger. Jedenfalls sei von dem versprochenen ‚Turbo-Effekt‘ in der Region Bamberg und auch sonst nirgendwo etwas zu merken. Selbst da, wo es ein Plus bei den Baugenehmigungen gebe, passiere dies auf „denkbar niedrigem Niveau“.
Dabei sei der Wohnungsbau ein wichtiger Motor der Binnenkonjunktur: „Läuft der Wohnungsbau, dann läuft auch die Wirtschaft. Deshalb ist es höchste Zeit, dass Bundeskanzler Merz den Wohnungsbau jetzt zur Chefsache macht“, fordert die Präsidentin des Baustoff-Fachhandels. Passiere nichts, dann sacke der Neubau weiter ab. Schon jetzt verliere der Bau Tag für Tag Kapazitäten: „Bauunternehmen gehen in die Insolvenz. Bauarbeiter verlieren ihre Jobs“, so Metzger.
Außerdem sei das Bauen zu kompliziert und zu teuer geworden, kritisiert der Baustoff-Fachhandel. Ein Punkt, den auch das Pestel-Institut unterstreicht: „Deutschland muss dringend wieder einfacher bauen. Wenn der Bund alle Auflagen und Vorschriften der letzten zehn Jahre komplett zurücknehmen würde, dann könnten in Bamberg ziemlich schnell wieder deutlich mehr und deutlich günstigere Wohnungen gebaut werden. Und zwar Wohnungen mit einem guten Standard. Manchmal ist weniger eben mehr“, sagt Matthias Günther.
Der Chef des Pestel-Instituts wirft dem Bund vor, dem Wohnungsbau „zehn Jahre lang durch immer schärfere Gesetze und Verordnungen viel unnötigen Ballast zugemutet zu haben“. Das habe die Kosten im Wohnungsbau und damit auch die Mieten regelrecht nach oben getrieben, so der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel. „Vor allem völlig überzogene Energiespar-Auflagen beim Neubau haben unterm Strich für die Umwelt wenig gebracht, das Wohnen aber enorm viel teurer gemacht“, sagt BDB-Präsidentin Katharina Metzger.
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Familiengesundheit interaktiv
Interkulturelles Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten“
Bestes sonniges Wetter und eine ausgelassene Stimmung auf dem Gelände des Jugendtreffs Ost: Das waren nur zwei Zutaten für einen gelungenen MiMi-Gesundheitstag im Zuge des Freizeitfestes des Projekts meeteinander. Am Stand des Interkulturellen Gesundheitsprojekts MiMi-Bayern – „Mit Migranten für Migranten“ – konnten sich Besucher:innen über alle Facetten von Familiengesundheit informieren, wie die Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg mitteilen.
Los ging es mit einer Zuckerausstellung: Dort waren Lebensmittel und Getränke aufgebaut, samt zugehöriger Anzahl von Würfelzuckern, die sich darin verstecken. Dies sorgte für manche erhellenden Momente. Bei einer Mega-Bodenzeitung inkl. Quiz konnte man sein Wissen über Hepatitis C anwenden. Und am meisten Andrang war am übergroßen Zahnmodell: Hier konnten mit der Riesen-Zahnbürste die Zahnputzkünste unter Beweis gestellt werden.
Die Interkulturellen MiMi-Gesundheitsmediatorinnen Marina Glasunova, Anca Marza und Tatjana Schell standen zusammen mit Yvonne Rüttger als Koordinatorin des Projektes und Sarah Scheller vom Gesundheitsamt Bamberg für Fragen und Informationen auf Deutsch und weiteren Sprachen zur Verfügung. Das Gesundheitsamt Bamberg ist langjähriger Kooperationspartner des MiMi-Projekts. Im Fokus der Gespräche standen insbesondere niedrigschwellige Gesundheitsangebote für Familien in der Region Bamberg, unter anderem auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Eine geeignete Plattform hierfür ist das Programm „Klärwerk – wenn alles scheiße ist“.
Dabei handelt es sich um gemeinsames Projekt von Stadt und Landkreis Bamberg sowie der Gesundheitsregion Plus. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Familien wichtige Informationen und Hilfestellungen bei psychischen Belastungen. Ein besonderes Highlight sind die kostenfreien Online-Elternabende, die sich Themen wie Pubertät, Ängste im Jugendalter, Selbstverletzung oder Suchtprävention widmen. Diese Veranstaltungen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu fachlicher Beratung und praxisnahen Tipps für den familiären Alltag.
Darüber hinaus steht die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen am Landratsamt Bamberg als weitere Anlaufstelle zur Verfügung. Sie richtet sich an Frauen, Männer und Paare und bietet umfassende, kostenfreie und vertrauliche Unterstützung zu allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Familienplanung und das Leben mit Kind.
Das Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern (MiMi-Bayern)“ ist ein Projekt des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V., das in Kooperation mit zahlreichen Projektpartner:innen landesweit durchgeführt wird. Es wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert sowie durch die MSD Sharp & Dohme GmbH unterstützt.
MiMi-Bayern verfolgt das Ziel, durch mehrsprachige und kultursensible Aufklärung die Gesundheitskompetenz von Migrant:innen zu fördern. Seit 13 Jahren ist Bamberg einer von 24 bayerischen Projektstandorten. Die Koordinierungsstelle im Amt für Inklusion der Stadt Bamberg in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Bamberg hat in den vergangenen Jahren zahlreiche engagierte und gut integrierte Migrant:innen zu sogenannten Interkulturellen MiMi-Mediator:innen geschult, die ihr Wissen in ihrer Muttersprache an Landsleute in Bamberg weitergeben. Dieses Wissen umfasst 20 verschiedene Themen und reicht vom Aufbau des deutschen Gesundheitssystems, Kindergesundheit, Diabetes hin zum Thema Alter & Pflege.
MiMi-Infoveranstaltungen sind kostenfrei und finden generell im Gruppensetting statt, zum Beispiel an Standorten wie der „Blauen Frieda“, im Ankerzentrum oder in der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Aufklärung kann in den Sprachen Arabisch, Armenisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Persisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch stattfinden. Bei Bedarf können durch den Einsatz von Dolmetschern auch andere Sprachen abgedeckt werden.
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Region Bamberg schiebt 3,3 Millionen Überstunden – viele zum Nulltarif
NGG Oberfranken startet MdB-Appell gegen Abschaffung vom 8‑Stunden-Tag
Die Region Bamberg schiebt ordentlich Überstunden: Rund 1,9 Millionen Stunden haben Beschäftigte im vergangenen Jahr in Bamberg zusätzlich gearbeitet und im Landkreis 1,4 Millionen. Davon rund 1,75 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Das geht aus dem „Arbeitszeit-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemacht hat.
Allein in Hotels und Gaststätten in Bamberg leisteten Köche, Kellnerinnen, Barkeeper & Co. im vergangenen Jahr rund 41.000 Überstunden und im Landkreis rund 23.000. Das hat das Pestel-Institut auf Basis einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Die Wissenschaftler haben dabei für die Region Bamberg bundesweite Durchschnittswerte von Arbeitszeiten in der Gastronomie herangezogen. Demnach waren 53 Prozent aller in Bamberg und im Landkreis geleisteten Überstunden in Hotels, Restaurants, Gaststätten und Biergärten unbezahlt.
Die Gewerkschaft warnt: Der Überstundenberg dürfte demnächst noch größer werden. Grund seien Pläne der Bundesregierung, die Arbeitszeit neu zu regeln: „Schwarz-Rot will eine wöchentliche Höchstarbeitszeit und den 8‑Stunden-Tag abschaffen. Betriebe könnten von ihren Beschäftigten dann verlangen, auch zehn, elf oder in der Spitze sogar 12 Stunden und 15 Minuten pro Tag zu arbeiten“, sagt Rainer Reißfelder von der NGG Oberfranken.
Die NGG Oberfranken schlägt Alarm: Schon jetzt betrage die maximale Arbeitszeit 48 Stunden pro Woche. In der Spitze seien sogar 60-Stunden-Wochen möglich. „Das sind Extrem-Arbeitswochen. Selbst wenn so ‚Hammer-Wochen‘ innerhalb eines Vierteljahres ausgeglichen werden müssen. Doch noch schlimmer wird es, wenn die Bundesregierung jetzt tatsächlich ans Arbeitszeitgesetz Hand anlegt und den 8‑Stunden-Tag kippt. Dann würde nämlich nur noch das europäische Recht ein Wochen-Limit für die Arbeitszeit setzen. Und das wäre brutal: Arbeitgeber könnten ihre Beschäftigten dann sogar zu 73,5‑Stunden-Wochen verdonnern – nämlich zu sechs Tagen à 12 Stunden und 15 Minuten im Job. Das wäre fast das doppelte Wochen-Pensum von heute – und damit Arbeitszeit-Stretching pur“, so Reißfelder.
Der kommissarische Geschäftsführer der NGG Oberfranken macht seinem Ärger Luft: „Viele Arbeitgeber würden das hemmungslos ausnutzen. Es drohen dann völlig überladene Arbeitswochen, bei denen man die Stunden, in denen man nicht schläft, fast komplett im Job oder auf dem Weg zur Arbeit verbringt. Das macht Menschen dann aber fix und fertig. Außerdem würde dabei ein Riesenberg an Überstunden auflaufen. Und ans Abfeiern der Überstunden ist sowieso nicht zu denken – bei dem Fachkräftemangel, der eigentlich überall herrscht.“
Der kommissarische Geschäftsführer der NGG Oberfranken spricht von einem „Arbeitszeit-Monopoly“ der Bundesregierung: „Das ist wilde Zeit-Zockerei. Für Beschäftigte bedeutet das: Arbeiten bis ans Limit – und darüber hinaus“, so Reißfelder. Er hat dabei die Gesundheit der Beschäftigten im Blick, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „Nach acht Stunden Arbeitszeit steigt die Gefahr von Arbeitsunfällen rasant an. XXL-Arbeitstage bedeuten auf Dauer eine Belastung für den Körper und für die Psyche: von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen bis zum Burnout“, so Reißfelder.
„Noch mehr Flexibilität ist gar nicht nötig“
Außerdem im Fokus der Gewerkschaft: Wer die Familie, den Beruf und die Pflege von Angehörigen unter einen Hut bringen müsse, brauche vor allem eines – planbare und verlässliche Arbeitszeiten. Und die müssten auch zu den Betreuungszeiten von der Kita und vom Hort passen. „Denn wer holt die Kinder dort ab, wenn die Schicht zwölf Stunden geht?“, fragt Reißfelder.
Die geplante Aufweichung des 8‑Stunden-Tages gehe in die falsche Richtung. Schon heute jonglierten Familien zwischen Job, Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen. „Längere Arbeitstage verschärfen die Probleme und verhindern eine gerechte Verteilung von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Pflege. Denn obwohl sich viele Väter wünschen, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, wird durch noch längere tägliche Arbeitszeiten das Alleinverdienermodell gestärkt“, warnt Rainer Reißfelder. Anstatt das Fachkräftepotential von Frauen zu nutzen, verhinderten XXL-Schichten eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die NGG Oberfranken nennt dazu auch Zahlen: So werden aktuell 61 Prozent aller Teilzeit-Jobs in Bamberg und 73 Prozent im Landkreis von Frauen gemacht. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur. Reißfelder appelliert daher an die Bundestagsabgeordneten aus Bamberg und der Region, dem „Herumschrauben am Arbeitszeitgesetz in Berlin einen Riegel vorzuschieben“. Schon jetzt seien flexible Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes und durch Tarifverträge, die die NGG abgeschlossen habe, für viele Beschäftigte Alltag. „Noch mehr Flexibilität ist gar nicht nötig“, so Reißfelder.
Außerdem ersetzten 10- oder 12-Stunden-Tage keine fehlenden Fachkräfte. „Gute Arbeitsbedingungen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, systematische Qualifizierung und mehr Ausbildung. Das sind die richtigen Hebel für mehr Fachkräfte. Verschiebereien bei der Arbeitszeit sind nichts anderes als das Löcherstopfen bei einer zu dünnen Personaldecke“, so Rainer Reißfelder.
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Mehr Teilnehmer, mehr Teams, mehr Kilometer
STADTRADELN 2025: Fast 10.000 Radlerinnen und Radler sorgen für Rekordzahlen
So sieht echte Fahrradbegeisterung aus: Beim STADTRADELN 2025 haben 9.856 Radlerinnen und Radler in Stadt und Landkreis teilgenommen – rund 1.000 mehr als im vergangenen Jahr, wie Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg mitteilen.
Sowohl in der Stadt (3.368) als auch im Landkreis (6.488) legten sich mehr Radlerinnen und Radler ins Zeug. Und das hat sich gelohnt: Nur knapp wurde die Zwei-Millionen-Marke bei den gefahrenen Kilometern verpasst: 1.951.728 Kilometer kamen zusammen, damit konnten 320.000 Kilogramm Co2 eingespart werden. „Die Radlerinnen und Radler in Stadt und Landkreis haben beim STADTRADELN 2025 wieder einmal bewiesen, dass wir eine echte Fahrradregion sind. Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Begeisterung gemeinsam dabei waren!“, betonen Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb.
Sowohl in der Stadt mit 681.184 Kilometer (2024: 597.360 km), als auch im Landkreis mit 1.270.544 Kilometer (2024: 1.163.795 km) konnte das Ergebnis deutlich gesteigert werden. Die Stadt Bamberg liegt mit diesem tollen Ergebnis derzeit bayernweit auf dem ersten Platz, bundesweit auf Platz 2 der Kommunen vergleichbarer Größe.
Neben Klimaschutz steht beim STADTRADELN vor allem der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Weshalb besonders erfreulich ist, dass insgesamt 402 Teams an den Start gegangen sind: 150 in der Stadt (2024: 141), 252 im Landkreis (2024: 228).
Die Preisverleihung für die erfolgreichsten Teams in der Stadt Bamberg fand bereits im Innenhof des Rathauses Maxplatz statt. „Bambergs Radelite“ ragt dabei mit beeindruckenden 1.877 gefahrenen Kilometern pro Kopf heraus. Unter den Teams „10 und mehr aktiv Radelnden mit den meisten Radkilometern“ belegt erneut Bosch Bamberg den ersten Platz mit 25.714 Kilometern. Auch die Schulen waren in der Stadt wieder stark vertreten. 23 Schulteams haben teilgenommen: Alle Gymnasien, Realschulen und Mittelschulen sowie 7 von 13 Grundschulen. Das Clavius-Gymnasium besticht dabei mit 535 Radelnden – dem größten Team mit knapp 114.000 (!) erradelten Kilometern. Damit liegt die Schule beim bayernweiten SCHULRADELN derzeit auf Platz 1 und ist auch bundesweit ganz vorne mit dabei. Auf Platz 2 folgt das E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium mit beachtlichen 62.615 Kilometern. Erstmals gab es in der Stadt auch eine eigene Kita-Sonderkategorie mit 14 teilnehmenden Teams. Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner ging wieder mit gutem Beispiel voran und verzichtete als STADTRADELN-Star komplett auf das Auto.
56 Kindergärten im Landkreis dabei
Der Landkreis Bamberg liegt bayernweit in seiner Größenklasse auf Platz 1 bei den Kilometern pro Einwohner und verzeichnete erneut erfreuliche Steigerungen: Insgesamt nahmen diesmal 56 Kindergärten teil – vier mehr als im Vorjahr. Auch im Bereich der Schulen waren 28 Bildungseinrichtungen (2024: 22) mit rund 100 Schulklassen aktiv dabei. Noch vor Ende des Schuljahres wurden deshalb attraktive Preise an die engagierten Kindergärten und Schulen vergeben, die sich über die Auszeichnungen sehr freuten.
Umrahmt wurde das STADTRADELN von einem breiten Programmangebot in Stadt und Landkreis Bamberg, wie zum Beispiel der Wasserschutzgebiet-Tour zum Auftakt, der Feierabendausfahrt mit Landrat Johann Kalb zur historischen Kellergasse nach Unterhaid und der Danke-Aktionen für die Teilnehmenden in Stadt und Landkreis. Im Landkreis Bamberg fand das STADTRADELN in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Aus diesem Anlass wurden zehn Jubiläumstouren angeboten, die in fast alle Himmelsrichtungen des Landkreises führten und auf große Resonanz stießen Für jeden Geschmack und jedes Alter war etwas dabei! Vor allem die Kinder und Jugendlichen zeigten sich von der Beats&Bikes-Aktion auf der PumpTrack-Anlage in Litzendorf begeistert und drehten dort bis in die Abendstunden ihre Runden.
Die Preisverleihung für den Landkreis Bamberg findet am 23. September 2025 statt.
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Großer Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK würdigt langjährige Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Bamberg
101 Prüferinnen und Prüfer hat die IHK für Oberfranken Bayreuth für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Prüfertätigkeit ausgezeichnet. Sie alle haben über 20, 30 und teilweise sogar 40 Jahre hinweg die berufliche Bildung in Oberfranken bereichert, unzählige Stunden ihrer Zeit ehrenamtlich investiert und mit ihrem jahrelangen Engagement die Aus- und Weiterbildung in der Region gestärkt, sagte IHK-Präsident Dr. Michael Waasner.
Zu den geehrten Persönlichkeiten aus Stadt und Landkreis Bamberg gehören für 20 Jahre Herbert Grimmer, Bruno Maierhöfer, Claus Dieter Hofmann, Nikolaus Motschenbacher, Bernhard Zenk, Bernhard Müller, Marlies Stürmer-Baum sowie Michael Zöberlein, für 30 Jahre Harry Berner, Gisela Hofmann, Bernhard Röder und Lieselotte Straub, sowie für 40 Jahre Raimund Bähr.
„Sie haben Großes geleistet für die Zukunft unserer Wirtschaftsregion“, so der IHK-Präsident. Qualifizierte Nachwuchsfachkräfte seien Voraussetzung für wettbewerbsfähige Unternehmen. „Es ist das Verdienst aller Prüferinnen und Prüfer, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung hierzulande einen so guten Ruf genießt.“
Ehrenamtliches Engagement sei immer eine Leistung. Über so viele Jahre hinweg ausgeübt, sei das Ehrenamt aber schon ein besonders herausragendes Verdienst, so IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm. Er bedankte sich bei den Geehrten für deren große Einsatzbereitschaft.
Dr. Waasner nutzte die Gelegenheit auch, um für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung zu werben. Nicht allein ein Studium führt zum Erfolg, sagte der IHK-Präsident und warb für die erfolgreiche Kampagne #könnenlernen der IHKs in den sozialen Medien, in der Jugendliche über ihre Berufsausbildung berichten. Nicht zuletzt sei die berufliche Bildung einer der größten Hebel gegen den Fachkräftemangel und punkte durch ihren hohen Praxisbezug.
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So viele Teams wie noch nie dabei
STADTRADELN in Stadt und Landkreis Bamberg gestartet
Schon zum Start des STADTRADELN 2025 kann ein Rekord vermeldet werden: Insgesamt über 450 Teams, so viele wie noch nie, haben sich beim Wettbewerb in Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg angemeldet, wie beide in einer gemeinsamen Meldung mitteilen. Mit diesem Rekord im Rücken haben Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb am Montag den offiziellen Startschuss auf dem Maxplatz gegeben.
„Wir freuen uns, dass sich wieder so viele Radlerinnen und Radler beim STADTRADELN in Stadt und Landkreis Bamberg angemeldet haben. Der Wettbewerb erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit. Unsere Region ist gemeinsam aktiv, ein tolles Zeichen!“, werden Andreas Starke und Johann Kalb zitiert. Rund 50 Radlerinnen und Radler waren zum Auftakt zum Maxplatz gekommen, um zu einer gemeinsamen Tour aufzubrechen. In einer langen Fahrradkolonne ging es in den Hain, wo ein Horizontaltiefbrunnen zur Wassergewinnung vorgestellt wurde. Eine weitere Station war am Wasserwerk der Stadtwerke Bamberg. Anschließend führte die Tour durch den Stadtwald zur erfrischenden Einkehr nach Wernsdorf zum Gasthof Schiller.
Das diesjährige STADTRADELN in Stadt und Landkreis Bamberg läuft noch bis 13. Juli unter dem Motto „Fahr mit, bleib fit!“. Im Team gilt es, während des Aktionszeitraums möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen und diese im Online-Kilometer-Buch einzutragen oder mit der STADTRADELN-App zu sammeln. Eine Anmeldung ist jederzeit bis zum letzten der 21-Aktionstage ganz einfach möglich unter www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg (Teilnehmende aus dem Landkreis) und www.stadtradeln.de/bamberg (Teilnehmende aus der Stadt). Es gibt auch dank vieler Unterstützer wieder tolle Preise zu gewinnen!
STADTRADELN-Star und „Radellöwe“ sind wieder dabei
Mit gutem Beispiel voran geht wieder Bambergs Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner. Er tritt erneut als STADTRADELN-Star der Stadt Bamberg an und muss während des STADTRADELN-Zeitraums komplett aufs Autofahren verzichten. In einem Blog auf www.stadtradeln.de/bamberg berichtet er über seine Erfahrungen.
Im Landkreis Bamberg ist erneut der „Radellöwe“ als Maskottchen im Einsatz. Auch er wird aufs Autofahren verzichten und im Blog auf www.stadtradeln/landkreis-bamberg von seinen Erlebnissen während des STADTRADELN berichten. Auch in diesem Jahr gibt es eine Fotoaktion im Landkreis: Dazu hängen in vielen Gemeinden STADTRADELN-Banner. Wer mindestens fünf davon mitsamt seinem Fahrrad fotografiert und die Bilder bis zum 13. Juli 2025 an stadtradeln-aktion@lra-ba.bayern.de sendet, nimmt an einer zusätzlichen Preisverleihung teil.
Bis zum 13. Juli ist in Stadt und Landkreis ein vielfältiges Programm rund ums STADTRADELN geboten. Unter anderem starten mehrere Feierabendtouren des ADFC in Stadt und Landkreis. Der Landkreis feiert in diesem Jahr sein 10. STADTRADELN und bietet dazu zehn besondere Touren an. Unter anderem wird am 28. Juni eine Sternfahrt zum ehemaligen Zisterzienserkloster Schlüsselau führen. Am 11. Juli können wieder günstige Fahrräder bei der Fundfahrradversteigerung der Stadt Bamberg erstanden werden. Zum Abschluss des STADTRADELN am 13. Juli geht es mit dem Rad vom Landratsamt Bamberg zu Schloss Seehof, wo eine barocke Überraschung in den Gartenanlagen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartet. Das gesamte Programm, Infos zu Anmeldung und Beitritt zu einem Team, Kilometer-Buch und vieles mehr gibt es unter www.stadtradeln.de/bamberg und www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg .
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Klima-Aktion findet in Stadt und Landkreis Bamberg vom 23. Juni bis 13. Juli statt
Stadt und Landkreis starten STADTRADELN 2025
Der Sommer steht vor der Tür – und was gibt es Schöneres, als ihn gemeinsam auf dem Fahrrad zu erleben? Pünktlich dazu startet das STADTRADELN 2025 in Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg! Vom 23. Juni bis 13. Juli 2025 lautet das Motto in diesem Jahr: „Fahr mit, bleib fit!“. Anmeldungen sind noch während des gesamten Aktionszeitraums möglich.
In ganz Deutschland radeln Menschen bei der Aktion des Klima-Bündnis für mehr Klimaschutz, bessere Radinfrastruktur und nicht zuletzt für die eigene Gesundheit. Auch Stadt und Landkreis Bamberg sind wieder mit am Start.
Auftakt ist am morgigen Montag. Die Bürgerinnen und Bürger von Stadt und Landkreis sind herzlich eingeladen, an dem Tag um 16 Uhr mit dem Fahrrad zum Maxplatz zu kommen. Dort geben Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb den offiziellen Startschuss fürs STADTRADELN. Die anschließende gemeinsame Radtour führt am Kanal entlang in den Hain ins Wasserschutzgebiet und zum Wasserwerk im Stadtwald. Anschließend geht es weiter nach Wernsdorf, wo die Tour mit einer Einkehr im Gasthof Schiller endet.
Das STADTRADELN ist der perfekte Anlass, um sich mehr zu bewegen, neue Wege zu entdecken und dabei ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen. Ob als Einzelperson, im Team mit Freunden, Familie, Verein, Schule oder Kolleginnen und Kollegen – gemeinsam Kilometer sammeln verbindet!
Dabei geht es nicht ums Gewinnen, sondern ums Dabeisein. Aber natürlich gibt es auch wieder tolle Preise für die engagiertesten Teams und Einzelradlerinnen und ‑radler.
Mitmachen ist ganz einfach: Teilnehmerinnen und Teilnehmer können entweder in der kostenlosen STADTRADELN-App ihre gefahrenen Strecken eintragen und sehen, wie viel CO₂ sie im Vergleich zum Auto eingespart haben. Oder die gefahrenen Kilometer können händisch im STADTRADELN-Kilometerbuch auf der Website www.stadtradeln.de/bamberg (Teilnehmende in der Stadt Bamberg) und www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg (Teilnehmende im Landkreis Bamberg) notiert werden.
Also: Felgen geputzt, Kette geölt und los geht’s! Ob jung oder alt, Profi oder Freizeitfahrerin – alle können mitmachen!
Eine Anmeldung ist jederzeit bis zum letzten der 21 Aktionstage möglich, für Teilnehmende aus der Stadt Bamberg unter www.stadtradeln.de/bamberg und für Teilnehmende aus dem Landkreis Bamberg unter www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg.
Der Landkreis Bamberg feiert 2025 sogar ein besonderes Jubiläum, sein 10. STADTRADELN, und bietet dazu 10 geführte Jubiläums-Radtouren an, unter anderem folgende drei:
Samstag, 28. Juni 2025
KultTour – Sternfahrt zum ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Schlüsselau in Kooperation mit Cisterscapes (Europäisches Kulturerbe-Siegel) und der Pfarrgemeinde Schlüsselau
Programmbeginn vor Ort ab 11 Uhr
Aktionen beinhalten Kinderprogramm, Führungen, Infostände und Verpflegung
14.00−15.00 Uhr: Konzert der Capella Antiqua Bambergensis in der Wallfahrtskirche
Freitag, 11. Juli 2025
Beats & Bikes – Pumptrack Challenge in Litzendorf
Beginn ab 17 Uhr
Aktionen beinhalten Eis-Challenge, DJ Set, Bikeshow, Infostände, Fahrradparcour, Kulturmobil, Kinderprogramm und Verpflegung
Sonntag, 13. Juli 2025
BarockTOUR zum Schloss Seehof
Treffpunkt 14.00 Uhr am Landratsamt Bamberg
Strecke circa 20 Kilometer, Fahrzeit circa 60 Minuten
Programm beinhaltet Fahrt zum Schloss Seehof, Erfrischung im Café im Schloss, Führung durch den barocken Schlossgarten, barocke Überraschung in den Gartenanlagen
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Mitmachaktionen, Führungen und Begegnungen auf der Jahnwiese
Bunte Vielfalt beim Tag der Umwelt
Am Internationalen Tag der Umwelt, dem 5. Juni, verwandelte sich die Jahnwiese in Bamberg in einen lebendigen Lern- und Erlebnisraum rund um Umweltschutz und Biodiversität. Die Veranstalter – die Initiative BiBA – Biodiversität Bamberg, die Bildungsregion Bamberg und das Netzwerk „fei obachd“ – konnten zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus der Region gewinnen, die mit einem vielfältigen Programm zum Mitmachen, Staunen und Nachdenken einluden.
Schon am Vormittag wurde das Gelände von vielen Schulklassen besucht, die mit großem Interesse an Führungen und Mitmachangeboten teilnahmen. Besonders gefragt waren das kreative Gestalten von Postkarten und das Basteln von Papierwürfeln zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Auch die Recyclingstation zum Thema Kunststoffverwertung, die Station von Alwin Werner zum Beobachten, Streicheln und Füttern zahmer Vögel oder der Bau von Wildbienenhotels begeisterten die jungen Besucherinnen und Besucher. Weitere Stände, unter anderem vom Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg, der Öko-Modellregion Bamberger Land oder vom Flussparadies Franken, rundeten das vielfältige Angebot mit Aktionen und Informationen ab, das am Nachmittag bei bestem Wetter auch von zahlreichen Familien und Laufgästen erkundet wurde.
Neben den Mitmachständen luden auch Führungen zum Erkunden ein. Bamberg Service zeigte den Baumbestand im Hain, der Bürgerparkverein zeigte den Hain aus historischer Perspektive und Gernot Garbe, der Umweltbeauftragte des evangelisch-lutherischen Dekanats Bamberg, bot wie im Vorjahr, eine vogelkundliche Führung an.
Gut besucht war auch das Zeltkino, das unter den Titeln „Klimaflimmern“ und „Ausgebrummt“ in kurzen Filmbeiträgen eindrucksvoll den Klimawandel, den Rückgang der Insektenvielfalt und Handlungsmöglichkeiten im Alltag thematisierte.
Zentrale Materialien digital zu finden
Wer nicht vor Ort sein konnte oder die Inhalte vertiefen möchte, hat auch nach der Veranstaltung die Möglichkeit, auf zentrale Materialien digital zuzugreifen: Die Bastelvorlagen für die Papierwürfel und Postkarten stehen ab sofort unter www.bildungsregion-bamberg.de/nachhaltigkeit kostenlos zum Download bereit. Auch das Kinoprogramm kann über den YouTube-Kanal der Bildungsregion Bamberg abgerufen und beispielsweise im Schulunterricht genutzt werden.
Die Veranstalter ziehen ein durchweg positives Fazit: „Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Neugier, Kreativität und Offenheit sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf das Thema Umweltschutz eingelassen haben“, so die gemeinsame Rückmeldung von BiBA, Bildungsregion und „fei obachd“. Auch Bambergs Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, der den Tag eröffnet hatte, zeigte sich begeistert. „Die große Beteiligung und die vielen engagierten Beiträge zeigen einmal mehr, wie wichtig und lebendig Umweltbildung in der Region Bamberg ist“, betont Bürgermeister Glüsenkamp.