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Landkreis Bamberg

IHK-Gre­mi­um Bam­berg im Aus­tausch mit Land­rat und Oberbürgermeister

Wirt­schaft und Poli­tik suchen Schul­ter­schluss für Bamberg

Der enge Schul­ter­schluss zwi­schen Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung steht im Mit­tel­punkt des Unter­neh­mer­früh­stücks des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg mit Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

„Gera­de in Zei­ten von Trans­for­ma­ti­ons­druck und wach­sen­der Unsi­cher­heit ist es ent­schei­dend, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik gemein­sam Lösun­gen vor Ort ent­wi­ckeln und Hand in Hand zusam­men­ar­bei­ten“, betont Her­bert Grim­mer, Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg. Ober­bür­ger­meis­ter Nie­der­mai­er kün­digt in die­sem Zusam­men­hang an, dass ein Wirt­schafts­se­nat gegrün­det wer­den soll, um den The­men Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung mehr Sicht­bar­keit und Bedeu­tung zu ver­lei­hen. „Wir ent­wi­ckeln einen direk­ten Draht in die Poli­tik und stel­len damit sicher, dass wirt­schaft­li­che The­men zügig behan­delt wer­den“, so Niedermaier.

Auch Land­rat Macie­jon­c­zyk unter­streicht die Bedeu­tung einer star­ken regio­na­len Wirt­schaft: „Am Anfang der Nah­rungs­ket­te steht immer das, was erwirt­schaf­tet wird. Nur wenn unse­re Wirt­schaft stark bleibt, kön­nen wir auch künf­tig Wohl­stand, sozia­le Sta­bi­li­tät und gesell­schaft­li­che Leis­tun­gen sichern.“

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ver­an­stal­tung wer­den kon­kre­te The­men aus Han­del, Logis­tik, Tou­ris­mus, Stadt­ent­wick­lung und Denk­mal­pfle­ge ange­spro­chen. Ver­tre­ter aus der regio­na­len Wirt­schaft wer­ben dabei für bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen, mehr Prag­ma­tis­mus in Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und ein stär­ke­res Bewusst­sein für die Bedeu­tung, aber auch die Sor­gen regio­na­ler Unternehmen.


Her­bert Grim­mer: Bil­dung als ele­men­ta­rer Schlüsselfaktor

Ein wei­te­rer Schwer­punkt ist die Bedeu­tung von Bil­dung und beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on. Das IHK-Gre­mi­um spricht sich für eine stär­ke­re Ver­net­zung von Unter­neh­men, Schu­len, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen aus, um jun­gen Men­schen Per­spek­ti­ven auf­zu­zei­gen und das Ver­ständ­nis für Selbst­stän­dig­keit und Mit­tel­stand zu stärken.

„Bil­dung ist die Ren­di­te der Zukunft. Das kön­nen wir direkt hier in Bam­berg gestal­ten gemein­sam mit Schu­len, Hoch­schu­len und Unter­neh­men“, so der IHK-Gremiumsvorsitzende.

“Kom­pass” für die kom­men­den Jah­re überreicht

Zum Abschluss über­reicht Grim­mer im Namen des IHK-Gre­mi­ums den Gäs­ten einen Aus­zug aus Arti­kel 153 der Baye­ri­schen Ver­fas­sung als sym­bo­li­schen “Kom­pass“ für die kom­men­den Jah­re. Dort ist klar als Ver­fas­sungs­auf­trag for­mu­liert, die selb­stän­di­gen Klein- und Mit­tel­stands­be­trie­be zu för­dern und gegen “Über­las­tung und Auf­sau­gung“ zu schüt­zen, aber auch den Auf­stieg „aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit zu selb­stän­di­gen Exis­ten­zen zu för­dern“. Grim­mer lei­tet dar­aus ab, dass Wirt­schaft, Ver­wal­tung und Poli­tik mit­ein­an­der Lösun­gen suchen, um Hin­der­nis­se abzu­bau­en. „Wir freu­en uns auf eine inten­si­ve und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit,” so Grimmer.

Ein­satz für den Wirt­schafts­stand­ort Oberfranken

IHK zeich­net ehren­amt­lich enga­gier­te Per­sön­lich­kei­ten aus Land­kreis Bam­berg aus

Fast 100 Prü­fe­rin­nen und Prü­fer aus Ober­fran­ken, die seit min­des­tens 20 Jah­ren die­ser Tätig­keit ehren­amt­lich nach­ge­hen, hat die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer für Ober­fran­ken Bay­reuth für ihr gro­ßes Enga­ge­ment aus­ge­zeich­net. Eini­ge der Geehr­ten kom­men dabei auch aus dem Ein­zugs­ge­biet des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mitteilt.

Aus der Stadt und dem Land­kreis Bam­berg wer­den geehrt: Johan­nes Barth, Man­fred Bur­ger, Tho­mas Hein, Kers­tin Rich­ter und Katha­ri­na Schumm für 20 Jah­re sowie Hans-Peter Beusch­lein, Mat­thi­as Lebert und Jochen Roll für 30 Jahre.

„Beruf­li­che und aka­de­mi­sche Bil­dung sind längst abso­lut gleich­wer­tig”, macht Dr. Micha­el Waas­ner deut­lich, Prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, vor dem Hin­ter­grund des nach wie vor anhal­ten­den Trends zur aka­de­mi­schen Bil­dung. Die Gleich­wer­tig­keit bezie­he sich dabei nicht nur auf die Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten, son­dern auch auf die Ver­dienst­chan­cen. Des­halb habe das The­ma Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK auch obers­te Prio­ri­tät. Sie siche­re den qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­te­nach­wuchs und damit auch die Zukunft des Wirt­schafts­stand­or­tes Ober­fran­ken. „Die beruf­li­che Bil­dung ist das gro­ße Rad, das die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft am Lau­fen hält und dar­an haben auch die rund 2000 ehren­amt­lich täti­gen Prü­fer gro­ßen Anteil”, so Dr. Waas­ner weiter.

Weit über ihre Tätig­keit in den Betrie­ben hin­aus sei­en die ehren­amt­li­chen Prü­fer für die Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung. so der Hofer Land­rat Dr. Oli­ver Bär stell­ver­tre­tend für die Kom­mu­nal­po­li­tik. Wenn Ober­fran­ken auf jun­ge Leu­te set­zen kann, die auf her­vor­ra­gen­de Art und Wei­se aus­ge­bil­det wur­den und die sich glo­bal behaup­ten könn­ten, dann haben dar­an auch die vie­len ehren­amt­li­chen Prü­fer gro­ßen Anteil. „Sie sind ein wesent­li­cher Bestand­teil der Wirt­schaft von heu­te und einer mög­lichst guten Zukunft der Wirt­schaft von mor­gen”, so der Land­rat zu den Ausgezeichneten.

Ein­bli­cke mit Zukunft

GKG Bam­berg unter­stützt Berufs­ori­en­tie­rung an der Real­schu­le Scheßlitz

Die ers­te Pro­jekt­wo­che „WIRKEN las­sen!“ an der Staat­li­chen Real­schu­le Scheß­litz ist erfolg­reich abge­schlos­sen wor­den. Im Rah­men des Pilot­pro­jekts arbei­te­ten ins­ge­samt vier Pro­jekt­grup­pen mit jeweils vier Schü­le­rin­nen und Schü­lern eng mit der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg (GKG Bam­berg) zusam­men und erhiel­ten dabei pra­xis­na­he Ein­bli­cke in ver­schie­de­ne Gesund­heits­be­ru­fe, wie die GKG Bam­berg mitteilt.

Die Jugend­li­chen beschäf­tig­ten sich hier­bei inten­siv mit den Berufs­fel­dern Pfle­ge, Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (MFA) sowie Ope­ra­ti­ons­tech­ni­sche und Anäs­the­sie­tech­ni­sche Assis­tenz (OTA/​ATA) m/​w/​d. Ziel des Pro­jekts war es, jun­gen Men­schen beruf­li­che Per­spek­ti­ven im Gesund­heits­we­sen auf­zu­zei­gen und ihnen die Mög­lich­keit zu geben, eigen­stän­dig krea­ti­ve und pra­xis­ori­en­tier­te Pro­jek­te zu ent­wi­ckeln. Ent­stan­den sind unter ande­rem ein Pod­cast zur gene­ra­lis­ti­schen Pfle­ge­aus­bil­dung, ein Leit­fa­den zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Men­schen mit Demenz, krea­ti­ve Ansät­ze zur ange­neh­me­ren Gestal­tung von War­te­zei­ten im Kli­nik­all­tag sowie ein Infor­ma­ti­ons­vi­deo zur Hän­de­des­in­fek­ti­on im OP-Bereich.

Die Pro­jek­te wur­den von enga­gier­ten Mit­ar­bei­ten­den der GKG Bam­berg beglei­tet und maß­geb­lich durch die Aus­bil­dungs­ko­or­di­na­ti­on der GKG unter­stützt. Auch der stell­ver­tre­ten­de Geschäfts­füh­rer der GKG Bam­berg, Harald Poßer, war bei der Abschluss­prä­sen­ta­ti­on vor Ort und zeig­te sich beein­druckt vom Enga­ge­ment der Schü­le­rin­nen und Schü­ler: „Das Pro­jekt in Zusam­men­ar­beit mit der Real­schu­le Scheß­litz war sehr erfolg­reich und hat ein­drucks­voll gezeigt, mit wie viel Krea­ti­vi­tät, Inter­es­se und Moti­va­ti­on sich jun­ge Men­schen mit Gesund­heits­be­ru­fen aus­ein­an­der­set­zen. Pra­xis­na­he Ein­bli­cke sind dabei beson­ders wich­tig, um Berüh­rungs­ängs­te abzu­bau­en und Per­spek­ti­ven für die beruf­li­che Zukunft auf­zu­zei­gen. Für uns als GKG Bam­berg ist Nach­wuchs­för­de­rung ein zen­tra­les Anliegen.“

Die GKG Bam­berg bedankt sich herz­lich bei der Staat­li­chen Real­schu­le Scheß­litz sowie bei allen Betei­lig­ten für die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Als Aus­bil­dungs­be­trieb enga­giert sich die GKG seit vie­len Jah­ren aktiv für die För­de­rung des Nach­wuch­ses im Gesund­heits­we­sen und beglei­tet jun­ge Men­schen auf ihrem Weg in einen Beruf mit Zukunft. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu Aus­bil­dung und Kar­rie­re bei der GKG Bam­berg sind unter gkg-bamberg.de zu finden.

Unter­stüt­zung des Frie­dens­dorf International

Elf­jäh­ri­ge Shayes­ta erhält drin­gend benö­tig­te medi­zi­ni­sche Behand­lung in der Jura­kli­nik Scheßlitz

Seit vie­len Jah­ren unter­stützt die Jura­kli­nik Scheß­litz gemein­sam mit Dr. med. Mat­thi­as Bie­der­mann das Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal bei der unent­gelt­li­chen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Aktu­ell befin­det sich die elf­jäh­ri­ge Shayes­ta Arab aus Afgha­ni­stan in der Jura­kli­nik zur Behand­lung, wie die Gemein­nüt­zi­ge Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg mbH mitteilt.

Regel­mä­ßig erhal­ten jun­ge Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten eine drin­gend benö­tig­te Behand­lung, die in ihren Hei­mat­län­dern oft­mals nicht mög­lich ist. Aktu­ell befin­det sich die elf­jäh­ri­ge Shayes­ta Arab aus Afgha­ni­stan in der Jura­kli­nik zur Behand­lung. Das Mäd­chen litt unter einer schwe­ren eit­rig-fis­teln­den Kno­chen­mark­ent­zün­dung am lin­ken Ober­schen­kel. Zusätz­lich bestand eine aus­ge­präg­te X‑Beindeformität mit Bein­ver­kür­zung, ver­ur­sacht durch einen teil­wei­se vor­zei­ti­gen Ver­schluss der knie­ge­lenk­na­hen Wachs­tums­fu­ge. Ver­mut­lich war eine ver­schlepp­te Angi­na Aus­lö­ser der Erkran­kung, hin­zu kam eine zusätz­li­che Besie­de­lung mit MRSA-Kei­men. Dr. med. Mat­thi­as Bie­der­mann, Chef­arzt der Unfall­chir­ur­gie und Ortho­pä­die, erklär­te sich sofort bereit, die jun­ge Pati­en­tin gemein­sam mit sei­nem Team in der Jura­kli­nik Scheß­litz zu behan­deln. Auch die ergän­zend zu den Rönt­gen- und CT-Unter­su­chun­gen not­wen­di­ge MRT-Dia­gnos­tik wur­de dan­kens­wer­ter­wei­se von den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Radio­lo­gie Bam­berg eben­falls unent­gelt­lich durchgeführt.

In einer ers­ten Ope­ra­ti­on wur­de der Infek­ti­ons­herd chir­ur­gisch saniert. Dabei ent­fern­te Dr. Bie­der­mann abge­stor­be­ne Kno­chen­an­tei­le sowie die ent­zünd­li­chen Ver­än­de­run­gen am Ober­schen­kel. Anschlie­ßend erhielt die Pati­en­tin Shayes­ta Arab eine geziel­te anti­bio­ti­sche Behand­lung. Nach­dem sich die Ent­zün­dungs­wer­te nor­ma­li­siert hat­ten, konn­te in einer wei­te­ren Ope­ra­ti­on die X‑Bein-Fehl­stel­lung des lin­ken Bei­nes kor­ri­giert wer­den. Hier­für wur­de ein Kno­chen­keil ent­nom­men und das Bein mit­hil­fe einer Plat­te sta­bi­li­siert. Die jun­ge Pati­en­tin kann inzwi­schen wie­der ohne zusätz­li­che ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel frei gehen. Die noch bestehen­de leich­te Ver­kür­zung des lin­ken Beins wur­de durch eine unent­gelt­lich bereit­ge­stell­te Schuh­ein­la­ge der Medi­team GmbH & Co. KG aus­ge­gli­chen. Mit ihrem lang­jäh­ri­gen Enga­ge­ment leis­ten Dr. Bie­der­mann und das Team der Jura­kli­nik Scheß­litz einen wich­ti­gen Bei­trag zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von Kin­dern, die ohne die­se Unter­stüt­zung oft­mals kei­ne Aus­sicht auf eine adäqua­te Behand­lung ihrer Erkran­kun­gen oder Ver­let­zun­gen hät­ten und dadurch in ihrer Zukunft häu­fig sozi­al iso­liert wären.


Hin­ter­grund

Seit 1967 hilft die inter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on, FRIEDENSDORF Inter­na­tio­nal mit Sitz in Ober­hau­sen /​Ruhr­ge­biet ver­letz­ten und kran­ken Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Kin­der wer­den zur kurz­fris­ti­gen medi­zi­ni­schen Behand­lung nach Euro­pa geholt und welt­wei­te Pro­jek­te ver­bes­sern die medi­zi­ni­sche und huma­ni­tä­re Ver­sor­gung in den Hei­mat­län­dern. Die frie­dens­päd­ago­gi­sche Arbeit des FRIEDENSDORF Bil­dungs­werks för­dert zudem sozia­les Bewusst­sein und Enga­ge­ment. Finan­ziert wird die­se Arbeit nahe­zu aus­schließ­lich aus Spen­den und Mit­glieds­bei­trä­gen – sie ist als mild­tä­tig aner­kannt und trägt das DZI-Spendensiegel.


Spen­den­kon­to

Stadt­spar­kas­se Ober­hau­sen IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00

808 Schü­le­rin­nen und Schü­ler wur­den erfolg­reich untergebracht

Trotz hoher Nach­fra­ge: Jedes Kind erhält Platz an Bam­ber­ger Gymnasien

Die Ein­schrei­be­wo­che an den Bam­ber­ger Gym­na­si­en ist abge­schlos­sen: Ins­ge­samt wur­den 808 Schü­le­rin­nen und Schü­ler an den sie­ben Gym­na­si­en in Stadt und Land­kreis ange­mel­det. Die gute Nach­richt für Fami­li­en: Allen Kin­dern wur­de ein Platz an einem Bam­ber­ger Gym­na­si­um ange­bo­ten, wie Stadt Bam­berg und Land­kreis Bam­berg mitteilen.

Die Nach­fra­ge nach den Schul­plät­zen war erneut hoch. Die sie­ben Bam­ber­ger Gym­na­si­en bie­ten schließ­lich ein brei­tes Spek­trum an Pro­fi­len und Aus­bil­dungs­rich­tun­gen – von sprach­li­chen und musi­schen Schwer­punk­ten bis hin zu Gym­na­si­en mit meh­re­ren Aus­bil­dungs­rich­tun­gen. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge muss­ten ein­zel­ne Anmel­dun­gen zwi­schen den Schu­len abge­stimmt wer­den. Dank der engen Zusam­men­ar­beit aller Gym­na­si­en wur­de jedoch für jedes Kind eine Lösung gefunden.

Mög­lich wur­de dies durch eine inten­si­ve und enge Abspra­che der Schul­lei­tun­gen. Mar­kus Kne­bel, aktu­ell Spre­cher der Bam­ber­ger Gym­na­si­en und Lei­ter des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums, betont: „Die hohe Nach­fra­ge kam nicht über­ra­schend. Des­halb haben sich die Gym­na­si­en früh­zei­tig koor­di­niert und gemein­sam dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, allen Kin­dern einen Platz an einem Gym­na­si­um in Bam­berg zu ermöglichen.“


Es bleibt Handlungsbedarf

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er, der­zeit Vor­sit­zen­der des Zweck­ver­bands Gym­na­si­um, dankt dem Enga­ge­ment der Schul­lei­tun­gen: „Ich freue mich, dass wir allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern einen Platz anbie­ten kön­nen und kein Kind abge­wie­sen wer­den muss.“ Trotz­dem blei­be es ein wich­ti­ger Arbeits­auf­trag für den Zweck­ver­band, die Gym­na­si­al­land­schaft wei­ter zu ent­wi­ckeln. Gro­ßer Beliebt­heit erfreu­te sich in die­sem Jahr wie­der das Eichen­dorff-Gym­na­si­um. Die städ­ti­sche Schu­le ver­zeich­ne­te dies­mal fast dop­pelt so vie­le Anmel­dun­gen wie Plät­ze vor­han­den sind. Des­halb konn­te hier nicht jeder Erst­wunsch, was die Wahl des Gym­na­si­ums angeht, erfüllt wer­den. „Natür­lich freu­en wir uns über so viel Zulauf, haben jedoch gro­ßes Ver­ständ­nis über Ent­täu­schung, wenn nicht alle Erst­wün­sche erfüllt wer­den kön­nen“, so der Ober­bür­ger­meis­ter. Gemein­sam mit dem Land­kreis wer­de genau ana­ly­siert wer­den, wel­che Maß­nah­men der Zweck­ver­band in Zukunft tref­fen kann, um den Schü­ler­ent­wick­lun­gen wei­ter­hin gerecht zu werden.

Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker von Stadt und Land­kreis Bam­berg fei­ern öku­me­ni­schen Gottesdienst

Got­tes­dienst als Zei­chen für Zusam­men­halt und gemein­sa­me Verantwortung

Mit Gebe­ten, Musik und Seg­nun­gen haben Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Kir­chen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten gemein­sam die neue Amts­pe­ri­ode in Stadt und Land­kreis Bam­berg eingeläutet.

In der St.-Martins-Kirche am Grü­nen Markt gestal­te­ten Geist­li­che unter­schied­li­cher Kon­fes­sio­nen und Glau­bens­rich­tun­gen einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst, der ein sicht­ba­res Zei­chen für Zusam­men­halt, gegen­sei­ti­gen Respekt und gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung setz­te. Ein­ge­la­den hat­ten Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk, die gemein­sam mit Mit­glie­dern von Stadt­rat und Kreis­tag sowie zahl­rei­chen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern an der Fei­er teilnahmen.

Gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst von Dekan Dr. Mar­kus Koh­mann und Pfar­rer Hel­mut Het­zel für die katho­li­sche Kir­che sowie Deka­nin Sabi­ne Hirsch­mann und Pfar­rer Wal­ter Neun­hoef­fer für die evan­ge­li­sche Kir­che. Dar­über hin­aus wirk­ten Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter wei­te­rer Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten mit: die DITIB Bam­berg mit Vor­sit­zen­dem Meh­met Çet­in­de­re und Imam Muhit­tin Yurt­taş, die Libe­ra­le Jüdi­sche Gemein­de mit Rab­bi­ne­rin Dr. A. Yael Deu­sel und Vor­sit­zen­dem Shlo­mo Wei­ßen­fels, die Bahai-Gemein­de mit Bir­git Asbeck sowie Ver­tre­te­rin­nen der Ale­vi­ti­schen Gemein­de mit Dilek Öznur und Sinem Adi­gü­zel. In ihren Bei­trä­gen beton­ten die Geist­li­chen die zen­tra­le Bot­schaft des Abends: „Gott ist da, gibt Kraft, Mut und Zuver­sicht für alles, was ansteht.“ Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­ten der Poli­zeis­än­ger­chor Bam­berg, der Gesangs­ver­ein Bur­ge­brach sowie Deka­nats­kan­tor Micha­el Goos an der Orgel.

Ein beson­de­rer Moment des Got­tes­diens­tes war die per­sön­li­che Seg­nung von Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er und Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk durch Deka­nin Hirsch­mann und Pfar­rer Het­zel. Bei­den soll damit Kraft und Stär­ke für die ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­ben der kom­men­den Jah­re zuteil­wer­den. Auch die Mit­glie­der des Stadt­ra­tes und des Kreis­ta­ges erhiel­ten eine Seg­nung für ihre kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit.


Gemein­sa­mes Wertefundament

Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er dankt Johan­nes Macie­jon­c­zyk für die „schö­ne Idee, den Start in die neue Amts­pe­ri­ode unter Got­tes Segen zu stel­len“, die ihn sofort über­zeugt habe. „Die christ­li­che Wer­te­ord­nung bil­det auch im Jahr 2026 eine wich­ti­ge Richt­schnur für poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen, ent­bin­det uns aber frei­lich nicht von eigen­stän­di­gen Ent­schei­dun­gen“, erklärt Niedermaier.

Land­rat Johan­nes Macie­jon­c­zyk erklärt: „Mein christ­li­cher Glau­be gibt mir Halt und Ori­en­tie­rung – auch im öffent­li­chen Amt.“ Er freue sich sehr, dass Land­kreis und Stadt Bam­berg erst­mals gemein­sam einen Got­tes­dienst zum Beginn der neu­en Wahl­pe­ri­ode fei­ern. „Für Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an Nie­der­mai­er und mich ist dies ein sicht­ba­res Zei­chen für eine ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit und ein gemein­sa­mes Wer­te­fun­da­ment“, betont der Landrat.

IHK unter­stützt TTZ-Antrag für Hallstadt

„Nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung muss prak­ti­ka­bel sein“

In Hall­stadt soll ein Tech­no­lo­gie­trans­fer­zen­trum (TTZ) “Clean Ener­gy – Regio­na­le Ener­gie­sys­te­me“ ent­ste­hen. Ein ent­spre­chen­der För­der­an­trag wur­de von der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Würz­burg-Schwein­furt (THWS) in Koope­ra­ti­on mit dem Land­kreis Bam­berg und dem Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park in Hall­stadt dem Baye­ri­schen Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um zuge­lei­tet. Bei einem Besuch im Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park sag­te die Spit­ze der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihre Unter­stüt­zung zu.

„Die Ener­gie­ver­sor­gung ist für unse­re ober­frän­ki­schen Unter­neh­men ein zen­tra­ler Stand­ort­fak­tor, gera­de in der Indus­trie. Hier braucht es neue, inno­va­ti­ve Wege. Künf­ti­ge Ener­gie­sys­te­me müs­sen deut­lich regio­na­ler gedacht und dann auch vor Ort umge­setzt wer­den“, betont IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waasner.

Das geplan­te Tech­no­lo­gie­trans­fer­zen­trum im Land­kreis Bam­berg (TTZ-BA) soll die zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen der Ener­gie­wen­de adres­sie­ren, näm­lich Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Wirt­schaft­lich­keit und Kos­ten­ef­fi­zi­enz sowie öko­lo­gi­sche Ver­träg­lich­keit. „Es zielt dar­auf ab, die Resi­li­enz von Unter­neh­men und Kom­mu­nen zu stär­ken und die Abhän­gig­keit von inter­na­tio­na­len Ener­gie­im­por­ten zu redu­zie­ren“, erläu­tert Prof. Dr.-Ing. Arnulf Hört­nagl von der TH Würz­burg-Schwein­furt, der den wis­sen­schaft­li­chen Teil des TTZ koor­di­niert. Das TTZ Bam­berg fokus­sie­re dabei sowohl die Aus­wahl­ent­schei­dun­gen zu Ener­gie­sys­te­men als auch die Ent­wick­lung, Inte­gra­ti­on und Tes­tung von Sys­tem­kom­po­nen­ten ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te “Clean Ener­gy“. „Schlüs­sel für die Wirt­schaft­lich­keit ist dabei die Dezen­tra­li­sie­rung der Ener­gie­ge­win­nung, ‑spei­che­rung und ‑nut­zung in Ver­bin­dung mit der ver­stärk­ten Sek­to­ren­kopp­lung von Strom, Gas und Wär­me“, so Hörtnagl.

Kon­kret soll im TTZ Bam­berg die Pra­xis­taug­lich­keit nach­hal­ti­ger Ener­gie­sys­te­me getes­tet wer­den, etwa die Nutz­bar­keit von Was­ser­stoff in kon­kre­ten Indus­trie­an­wen­dun­gen, die Mög­lich­kei­ten und Gren­zen ver­schie­de­ner Spei­cher­tech­ni­ken im Real­be­trieb oder der Ein­satz von KI in der Sys­tem­steue­rung. „Alles Zukunfts­the­men, von deren Lösun­gen die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Unter­neh­men abhängt“, ergänzt IHK-Vize­prä­si­dent Her­bert Grim­mer, der mit sei­nem Unter­neh­men Grim­mer GmbH als Part­ner in das Pro­jekt ein­stei­gen will.


Zen­tra­les Zukunftsthema

Das Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um des Frei­staats Bay­ern hat eine För­de­rung des TTZ Bam­berg mit 5 Mil­lio­nen Euro über fünf Jah­re avi­siert und auch von Minis­ter­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder bereits kon­kret in Aus­sicht gestellt, doch vor­her muss die Regi­on lie­fern und eine Stif­tungs­pro­fes­sur sowie den Stand­ort für das TTZ bereit­stel­len. „Der Land­kreis Bam­berg unter­stützt die­ses Vor­ha­ben bewusst sowohl bei der Unter­brin­gung im Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park als auch bei der Finan­zie­rung der Stif­tungs­pro­fes­sur, weil wir fest davon über­zeugt sind, dass Inves­ti­tio­nen in Inno­va­ti­on und Wis­sens­trans­fer zen­tra­le Bau­stei­ne für nach­hal­ti­gen wirt­schaft­li­chen Erfolg sind“, so Bam­bergs Land­rat Johann Kalb. “Mit der Ansied­lung des TTZ im Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park set­zen wir ein star­kes Zei­chen für die Zukunfts­fä­hig­keit unse­rer Region.“

Die IHK will zum Gelin­gen des Tech­no­lo­gie­trans­fer­zen­trums “Clean Ener­gy – regio­na­le Ener­gie­sys­te­me“ tat­kräf­tig bei­tra­gen, „zumal Ober­fran­ken bei der bis­he­ri­gen Ver­tei­lung von TTZs in Bay­ern nicht gera­de begüns­tigt wor­den ist und mit dem jetzt vor­lie­gen­den Antrag wirk­lich ein zen­tra­les Zukunfts­the­ma ange­packt wird“, so Dr. Waas­ner. Die IHK will bei der Ver­net­zung von Wirt­schaft, Dienst­leis­tern und Poli­tik, bei der kon­kre­ten Anspra­che inter­es­san­ter Unter­neh­men sowie bei der Öffent­lich­keits­ar­beit Hil­fe­stel­lung leis­ten – sowie bei der Argu­men­ta­ti­on gegen­über der Politik.

Nur vier Zusa­gen für neue TTZs soll es in die­sem Jahr für ganz Bay­ern geben, doch Prof. Hört­nagl ist zuver­sicht­lich, dass man mit “Clean Ener­gy“ das aktu­ell wohl drän­gends­te The­ma besetzt. Dem stimmt IHK-Prä­si­dent Dr. Waas­ner zu: „Die aktu­el­le Ent­wick­lung am Per­si­schen Golf zeigt, wie sen­si­bel das The­ma Ener­gie­ver­sor­gung auch für Bay­ern ist. Hier müs­sen wir schnell umsetz­ba­re Alter­na­ti­ven zu den fos­si­len Ener­gie­trä­gern ent­wi­ckeln, die auch dann Ener­gie lie­fern, wenn kein Wind weht und kei­ne Son­ne scheint.“

Mit Bus und Bahn zum Weihnachtsshopping

Kos­ten­lo­ser ÖPNV an Adventssamstagen

Die erfolg­rei­che Weih­nachts­ak­ti­on wird fort­ge­setzt. Auch in die­sem Jahr kön­nen alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an den Advents­sams­ta­gen in der Stadt und im gesam­ten Land­kreis Bam­berg kos­ten­los die Bus­se und Züge des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs nut­zen, wie Stadt und Land­kreis mitteilen.

An den vier Advents­sams­ta­gen am 29. Novem­ber, 6., 13. und 20. Dezem­ber 2025 müs­sen somit kei­ne Tickets gekauft wer­den, um im Stadt­ge­biet und im Land­kreis die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel zu nut­zen. Die Kos­ten für die Beför­de­rung über­neh­men die Stadt und der Land­kreis Bam­berg. Also ein­fach ein­stei­gen und los geht‘s!

Neu in die­sem Jahr: Lan­ge Ein­kaufs­näch­te laden an allen Advents­sams­ta­gen in der Innen­stadt zum Ein­kau­fen bis in die Nacht ein. Vie­le Innen­stadt­ge­schäf­te wer­den an die­sen vier Tagen bis 22 Uhr öff­nen, in Ein­zel­fäl­len auch län­ger. Auch die Weih­nachts­markt­stän­de dür­fen an den Advents­sams­ta­gen bis 22 Uhr geöff­net haben. Der Weih­nachts­markt am Max­platz und Grü­nen Markt beginnt am 25. Novem­ber 2025.

Am 30. Novem­ber 2025 kann außer­dem beim ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag von 13 bis 18 Uhr in der Bam­ber­ger Innen­stadt geshop­pt werden.

„Uns ist wich­tig, dass mög­lichst vie­le die Vor­weih­nachts­zeit in Bam­berg genie­ßen kön­nen. Mit kos­ten­frei­en Bus­fahr­ten an den Advents­sams­ta­gen in Ver­bin­dung mit den lan­gen Ein­kaufs­näch­ten wol­len wir den Ein­zel­han­del in Bam­berg stär­ken und noch mehr Kun­din­nen und Kun­den in die Geschäf­te locken“, betont Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Auch Land­rat Johann Kalb begrüßt das Ange­bot „Wer auf das Auto ver­zich­tet, redu­ziert Park­platz­pro­ble­me und ent­las­tet den Ver­kehr, wäh­rend der Ein­kaufs­bum­mel ange­neh­mer wird. Die läs­ti­ge Park­platz­su­che ent­fällt und Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen sich ganz auf die fest­li­che Atmo­sphä­re des Weih­nachts­mark­tes konzentrieren.“

Wer den­noch mit dem Auto nach Bam­berg kom­men und kos­ten­güns­tig par­ken möch­te, dem emp­feh­len die Stadt­wer­ke Bam­berg die P+R Plät­ze am Hein­richs­damm und in der Kro­nacher Stra­ße. Hier steht das Auto an den Advents­sams­ta­gen den gan­zen Tag für 50 Cent, der P+R‑Shuttle fährt tags­über im 15-Minu­ten-Takt kos­ten­los in die Innen­stadt und zurück. Abends wer­den die Anla­gen von der Nacht­li­nie 936 bezie­hungs­wei­se 935 bedient. Die­se kön­nen an den Advents­sams­ta­gen eben­falls kos­ten­los genutzt werden.

Am ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag, 30. Novem­ber, rich­ten die Stadt­wer­ke zwi­schen 12.30 und 18.30 Uhr einen Shut­tle-Dienst für die bei­den P+R‑Anlagen ein. Der P+R‑Platz Hein­richs­damm wird im 15-Minu­ten-Takt bedient, der P+R‑Platz in der Kro­nacher Stra­ße im 30-Minu­ten-Takt. Das Par­ken kos­tet 50 Cent, die Nut­zung der Shut­tle­bus­se ist kostenfrei.

Über den Fahr­plan kön­nen sich Fahr­gäs­te hier informieren.

Arbeit in luf­ti­ger Höhe

In der Regi­on Bam­berg klet­tern bei den Gerüst­bau­ern die Löhne

Ohne sie kommt kei­ne Far­be ans Haus: Für jeden Fas­sa­den­an­strich wer­den Gerüst­bau­er gebraucht. Die Gerüst­bau­er in der Regi­on Bam­berg sind auch dabei, wenn das Dach neu gedeckt, die Fas­sa­de gedämmt oder der Kirch­turm saniert wird. Ab Novem­ber bekom­men Gerüst­bau­er mehr Lohn, wie die IG Bau mitteilt.

„Alles, was über drei Meter hin­aus­geht, ist ein Fall für die Gerüst­bau­er. Sie machen einen har­ten Job. Gerüst­bau­er sind bei Wind und Wet­ter, bei Hit­ze und Käl­te im Ein­satz. Und dafür bekom­men sie jetzt mehr Geld“, sagt Uwe Beh­rendt von der Indus­trie­ge­werk­schaft BAU Oberfranken.

Ab Novem­ber bekom­men Gerüst­bau­er 7,5 Pro­zent mehr Lohn. „Ein erfah­re­ner Gesel­le hat dann gut 225 Euro mehr pro Monat in der Tasche, wenn er Voll­zeit arbei­tet“, sagt Uwe Beh­rendt. Das habe die IG BAU am Tarif­tisch für die Gerüst­bau­er erreicht. Ein wei­te­res Lohn-Plus gebe es dann im Herbst nächs­ten Jah­res. „Und vor­her steigt schon der Min­dest­lohn in der Bran­che.” Ab Janu­ar müs­se jeder, der auf dem Gerüst in der Regi­on Bam­berg arbei­te, min­des­tens 14,35 Euro pro Stun­de ver­die­nen. „Das sind 40 Cent mehr als bis­lang“, so Uwe Behrendt.

Außer­dem habe sich die Bau-Gewerk­schaft für den Nach­wuchs stark gemacht. Auch Azu­bis haben ab die­sem Monat mehr im Porte­mon­naie, so die IG BAU Ober­fran­ken. Zum Start der Aus­bil­dung bekom­me ein Azu­bi auf dem Gerüst ab sofort 1.125 Euro pro Monat. Im zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr dann 1.300 Euro. „Und im drit­ten Jahr gehen Gerüst­bau­er-Azu­bis mit einer Aus­bil­dungs­ver­gü­tung von 1.550 Euro im Monat nach Hau­se“, sagt IG BAU-Bezirks­vor­sit­zen­der Uwe Behrendt.

Pest­el-Insti­tut legt Woh­nungs­markt-Unter­su­chung für Regi­on Bam­berg vor

In der Regi­on Bam­berg feh­len 6.800 Wohnungen

Man­gel­wa­re Woh­nung: Die Regi­on Bam­berg hat ein Woh­nungs­de­fi­zit. Aktu­ell feh­len rund 3.800 Woh­nun­gen in der Stadt und 3.000 Woh­nun­gen im Land­kreis Bam­berg, wie aus der aktu­el­len regio­na­len Woh­nungs­markt-Unter­su­chung her­vor­geht, die das Pest­el-Insti­tut gemacht hat.

Gleich­zei­tig ste­hen in Bam­berg 880 und im Land­kreis 2.590 Woh­nun­gen bereits seit einem Jahr oder län­ger leer. Wer eine Woh­nung sucht, soll­te sich dar­auf aber kei­ne Hoff­nun­gen machen: Woh­nun­gen, die lan­ge Zeit leer ste­hen, gehen kaum wie­der in die Ver­mie­tung. Die Wis­sen­schaft­ler des Pest­el-Insti­tuts haben bei ihrer Unter­su­chung den Woh­nungs­be­stand, die Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung sowie Pro­gno­sen für den Arbeits­markt und die Beschäf­ti­gung in der Regi­on Bam­berg analysiert.

„Vom Arbeits­kräf­te­be­darf über die Gebur­ten bis zu den Ster­be­fäl­len: Es wird sich in Bam­berg eine Men­ge tun – und auf dem Woh­nungs­markt tun müs­sen“, sagt Mat­thi­as Gün­ther. Das bedeu­te kon­kret, dass in den nächs­ten fünf Jah­ren rund 970 neue Woh­nun­gen in Bam­berg und auch 970 Woh­nun­gen im Land­kreis gebaut wer­den müss­ten – und zwar pro Jahr. Der Chef-Öko­nom des Pest­el-Insti­tuts hält die­ses Woh­nungs­bau­pen­sum für Bam­berg aller­dings für „nicht mach­bar“. So habe es im ers­ten Halb­jahr die­ses Jah­res nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes (Desta­tis) ledig­lich 186 Bau­ge­neh­mi­gun­gen für neue Woh­nun­gen in Bam­berg und 187 für den Kreis gege­ben. „Das reicht natür­lich nicht.“ Der Neu­bau von Woh­nun­gen in der Regi­on Bam­berg lau­fe mit ange­zo­ge­ner Hand­brem­se. „Da muss vor allem bun­des­po­li­tisch mehr pas­sie­ren, um den Neu­bau von Woh­nun­gen wie­der anzu­kur­beln. Und das mög­lichst schnell“, so Mat­thi­as Günther.

Dabei gibt es für den Lei­ter des Pest­el-Insti­tuts vor allem ein effek­ti­ves Instru­ment, das den Woh­nungs­bau auch in der Regi­on Bam­berg flott in Fahrt brin­gen wür­de: „Drin­gend not­wen­dig ist güns­ti­ges Bau­geld. Der Bund muss ein Zins-Pro­gramm auf­le­gen: Maxi­mal 2 Pro­zent Zin­sen – teu­rer darf die Finan­zie­rung beim Woh­nungs­bau nicht sein.“ Dann sei­en deut­lich mehr pri­va­te Bau­her­ren, aber auch Inves­to­ren end­lich wie­der in der Lage, neue Woh­nun­gen in Bam­berg und dem Land­kreis zu bau­en. „Vor allem wür­de das schnell einen Effekt brin­gen: Mit einem Nied­rig­zins-Bau­geld wür­de der Bund einen wirk­li­chen Tur­bo für den Neu­bau von Woh­nun­gen star­ten“, ist der Chef-Öko­nom des Pest­el-Insti­tuts überzeugt.

Die Wis­sen­schaft­ler haben die regio­na­le Woh­nungs­markt-Ana­ly­se im Auf­trag des Bun­des­ver­ban­des Deut­scher Bau­stoff-Fach­han­del (BDB) durch­ge­führt. Des­sen Prä­si­den­tin feh­len kla­re Signa­le – Anrei­ze, die kurz­fris­tig wir­ken: „In Sachen Woh­nungs­bau pas­siert bei der neu­en Bun­des­re­gie­rung zu wenig. Nur das Schlag­wort ‚Woh­nungs­bau-Tur­bo‘ geis­tert seit Mona­ten durch die Repu­blik. Doch von einem ‚Tur­bo‘ kann kei­ne Rede sein. Die Maß­nah­men wir­ken nur mit­tel- bis lang­fris­tig“, sagt Katha­ri­na Metz­ger. Jeden­falls sei von dem ver­spro­che­nen ‚Tur­bo-Effekt‘ in der Regi­on Bam­berg und auch sonst nir­gend­wo etwas zu mer­ken. Selbst da, wo es ein Plus bei den Bau­ge­neh­mi­gun­gen gebe, pas­sie­re dies auf „denk­bar nied­ri­gem Niveau“.

Dabei sei der Woh­nungs­bau ein wich­ti­ger Motor der Bin­nen­kon­junk­tur: „Läuft der Woh­nungs­bau, dann läuft auch die Wirt­schaft. Des­halb ist es höchs­te Zeit, dass Bun­des­kanz­ler Merz den Woh­nungs­bau jetzt zur Chef­sa­che macht“, for­dert die Prä­si­den­tin des Bau­stoff-Fach­han­dels. Pas­sie­re nichts, dann sacke der Neu­bau wei­ter ab. Schon jetzt ver­lie­re der Bau Tag für Tag Kapa­zi­tä­ten: „Bau­un­ter­neh­men gehen in die Insol­venz. Bau­ar­bei­ter ver­lie­ren ihre Jobs“, so Metzger.

Außer­dem sei das Bau­en zu kom­pli­ziert und zu teu­er gewor­den, kri­ti­siert der Bau­stoff-Fach­han­del. Ein Punkt, den auch das Pest­el-Insti­tut unter­streicht: „Deutsch­land muss drin­gend wie­der ein­fa­cher bau­en. Wenn der Bund alle Auf­la­gen und Vor­schrif­ten der letz­ten zehn Jah­re kom­plett zurück­neh­men wür­de, dann könn­ten in Bam­berg ziem­lich schnell wie­der deut­lich mehr und deut­lich güns­ti­ge­re Woh­nun­gen gebaut wer­den. Und zwar Woh­nun­gen mit einem guten Stan­dard. Manch­mal ist weni­ger eben mehr“, sagt Mat­thi­as Günther.

Der Chef des Pest­el-Insti­tuts wirft dem Bund vor, dem Woh­nungs­bau „zehn Jah­re lang durch immer schär­fe­re Geset­ze und Ver­ord­nun­gen viel unnö­ti­gen Bal­last zuge­mu­tet zu haben“. Das habe die Kos­ten im Woh­nungs­bau und damit auch die Mie­ten regel­recht nach oben getrie­ben, so der Bun­des­ver­band Deut­scher Bau­stoff-Fach­han­del. „Vor allem völ­lig über­zo­ge­ne Ener­gie­spar-Auf­la­gen beim Neu­bau haben unterm Strich für die Umwelt wenig gebracht, das Woh­nen aber enorm viel teu­rer gemacht“, sagt BDB-Prä­si­den­tin Katha­ri­na Metzger.

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