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Landkreis Bamberg

Bevöl­ke­rungs­wachs­tum

Land­kreis Bam­berg: Bald 150.000 Einwohner:innen

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Der Land­kreis Bam­berg wächst. Bald wird wohl eine Rekord­mar­ke an Einwohner:innen erreicht sein. Die größ­te Gemein­de bleibt dabei ein Markt zwi­schen Strul­len­dorf und Forchheim.

Nun hat es laut einer Mit­tei­lung des Bam­ber­ger Land­rats­am­tes auch das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik bestä­tigt. Der Land­kreis Bam­berg wird wohl bald die Einwohner:innen-Rekordmarke von 150.000 geknackt haben. So zähl­te der Land­kreis am 31. Dezem­ber 2023 eine Bevöl­ke­rung von ins­ge­samt 149.823 Per­so­nen. Das sind laut Lan­des­amt 701 Einwohner:innen mehr als ein Jahr zuvor und 5.418 mehr als noch vor zehn Jahren.

Eine Gemein­de des Land­krei­ses blieb bei die­sem Wachs­tums aller­dings unver­än­dert die größ­te. So leben nir­gends mehr Men­schen als im Markt Hirschaid, dort woh­nen mit 12.607 Einwohner:innen. Die zweit­größ­te Gemein­de im Land­kreis stellt die Stadt Hall­stadt mit 8.888 Einwohner:innen dar. Mem­mels­dorf liegt mit einer Bevöl­ke­rungs­zahl von 8.822 auf Platz drei. Die kleins­te Gemein­de im Land­kreis ist Wat­ten­dorf mit 636 Ein­woh­ne­rin­nen und Einwohnern.

Schwer­punkt Depres­sio­nen im Alter

Welt­tag der see­li­schen Gesund­heit: Ver­an­stal­tun­gen in ganz Oberfranken

Zum heu­ti­gen Welt­tag der see­li­schen Gesund­heit macht der Land­kreis zusam­men mit Bam­ber­ger Ein­rich­tun­gen und Bera­tungs­stel­len auf das The­ma auf­merk­sam. In der gan­zen Regi­on kön­nen sich Betrof­fe­ne, Ange­hö­ri­ge und Inter­es­sier­te in den kom­men­den Wochen bei Ver­an­stal­tun­gen infor­mie­ren oder sich bei einem Film­abend unter­hal­ten lassen.

Der Welt­tag der see­li­schen Gesund­heit am 10. Okto­ber eröff­net in der Regi­on ein Ver­an­stal­tungs­an­ge­bot zum The­ma psy­chi­sche Gesund­heit. Vor­trä­ge und Info­aben­de beschäf­ti­gen sich schwer­punkt­mä­ßig mit Ein­sam­keit im Alter oder Depres­sio­nen. Die Ter­mi­ne rich­ten sich dabei aber nicht nur an Betrof­fe­ne, son­dern auch an Ange­hö­ri­ge und Inter­es­sier­te. Und eine Kino­vor­füh­rung des fran­zö­si­schen Lie­bes­films „Zusam­men ist man weni­ger allein“ am 23. Okto­ber nimmt sich des The­mas fil­misch an.

Ver­an­stal­tungs­pro­gramm „See­li­sche Gesundheit“
  • 17. Okto­ber, 14:30 Uhr, Gemein­de­saal, Streit­ber­ger Berg 14, Wie­sent­tal: Vor­trag „Depres­si­on im Alter“
  • 18. Okto­ber, 15 Uhr, Senio­ren­treff, Schle­si­er­stra­ße 20, Röden­tal: Vor­trag „Depres­si­on im Alter“
  • 19. Okto­ber, 18:30 Uhr, Pfle­ge­stütz­punkt Hofer Land, Ber­li­ner Platz 3, Hof: Info­abend „Pfle­ge­grad bei Depressionen?“
  • 20. Okto­ber, 14:30 Uhr, OASE Bam­berg, Hei­lig­gra­ben­stra­ße 16 R, Bam­berg: Vor­trag „Ein­sam­keit im Alter“
  • 23. Okto­ber, 18:30 Uhr, Ode­on Kino, Luit­pold­stra­ße 25, Bam­berg: Film­vor­füh­rung (und anschlie­ßen­de Gesprä­che) „Zusam­men ist man weni­ger allein“
  • 24. Okto­ber, 18 Uhr, FAM-EJF Fami­li­en­zen­trum, Karl-Marx-Stra­ße 8, Selb: Vor­trag „Gemein­sam statt einsam?“
  • 25. Okto­ber, 15 Uhr, Senio­ren­stift der Hos­pi­tal­stif­tung, Gabels­ber­ger Stra­ße 81a, Hof: Vor­trag „Die See­le für das Alter stärken“
  • 26. Okto­ber, 16:30 Uhr, Dia­ko­nie­sta­ti­on Eber­mann­stadt, Bahn­hof­stra­ße 14, Eber­mann­stadt: Vor­trag „Depres­si­on im Alter“
  • 31. Okto­ber, 16:30 Uhr, Land­rats­amt Coburg, Lau­te­rer Stra­ße 60, Coburg: Vor­trag „Depres­si­on im Alter“

Mehr als eine Mil­lio­nen Kilometer

Stadt­ra­deln 2023: Land­kreis Bam­berg ehrt die GewinnerInnen

Beim „Stadt­ra­deln“ im Bam­ber­ger Land­kreis haben es die Teil­neh­men­den 2023 zum ach­ten Mal in Fol­ge geschafft, neue Best­mar­ken und damit ein Zei­chen für die Bedeu­tung des Rad­ver­kehrs zu set­zen. Nun wur­den die Gewin­ne­rIn­nen geehrt.

Bei der Umwelt­schutz-Akti­on „Stadt­ra­deln“ geht es dar­um, mög­lichst vie­le Wege und somit mög­lichst vie­le Kilo­me­ter mit dem Fahr­rad zurück­zu­le­gen und die­se dem Kli­ma­schutz­bünd­nis Bam­berg zu mel­den. Im Bam­ber­ger Land­kreis haben sich 4.704 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer am drei­wö­chi­gen Akti­ons­zeit­raum betei­ligt und vom 12. Juni bis 2. Juli 1.030.331 Kilo­me­ter auf dem Fahr­rad zurück­ge­legt. Damit, so das Land­rats­amt in einer Mit­tei­lung, konn­ten beim „Stadt­ra­deln 2023“ 167 Ton­nen CO2, die sonst von Autos erzeugt wor­den wären, ein­ge­spart werden.

„Beim dies­jäh­ri­gen „Stadt­ra­deln“ wur­de mit dem Fahr­rad eine Stre­cke zurück­ge­legt, die fast 40 Mal rund um den Äqua­tor führt“, sag­te Land­rat Johann Kalb. Bei einem Fest­akt im Land­rats­amt dank­te er allen Teil­neh­men­den für die­sen Bei­trag zum geleb­ten Klimaschutz.

Die Gewin­ne­rin­nen und Gewinner

In meh­re­ren Kate­go­rien zeich­ne­te Kalb dann Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner aus. Die aktivs­te Teil­neh­me­rin war Tan­ja Haas mit 1.471 gefah­re­nen Kilo­me­tern, rad­ak­tivs­ter Mann war Peter Pas­sing (2.580).

Das Team mit den meis­ten Gesamt-Kilo­me­tern war „Team Pom­mers­fel­den“ mit 48.978 Kilo­me­tern, die Mann­schaft mit den meis­ten Kilo­me­tern pro Kopf heißt „Team Gue­ma­dor“ mit 1.886 Kilo­me­tern pro Person.

Die eif­rigs­te Gemein­de beim dies­jäh­ri­gen „Stadt­ra­deln“ ist Pett­stadt mit 27,87 Kilo­me­tern pro Ein­woh­ne­rIn. Damit hat Pett­stadt knapp den Seri­en­sie­ger der letz­ten Jah­re, die Stadt Bau­nach, vom Spit­zen­platz verdrängt.

Platz drei geht an die Gemein­de Königs­feld. Obwohl die Bedin­gun­gen für das all­täg­li­che Rad­fah­ren am Jura ber­gig sind – auf den dor­ti­gen Kin­der­gar­ten und die Grund­schu­le ist Ver­lass. Mit 17.771 Kilo­me­tern sind die­se bei­den Teams 83 Pro­zent der Gemein­de-Stre­cke gefahren.

Pod­cast mit Men­schen aus dem Land­kreis Bamberg

„Hei­mat­Le­ben“ im Bam­ber­ger Land

In der zwei­ten Staf­fel der Pod­cast-Rei­he „Hei­mat­Le­ben“ macht der Baye­ri­sche Lan­des­ver­ein für Hei­mat­pfle­ge e.V. Sta­ti­on im Land­kreis Bam­berg. Dafür hat Kreis­hei­mat­pfle­ge­rin Annet­te Schä­fer zusam­men mit Dr. Danie­la Sand­ner vom Lan­des­ver­ein inter­es­san­te Men­schen aus der Regi­on inter­viewt, wie das Land­rats­amt Bam­berg mitteilt.

Der Pod­cast Hei­mat­Le­ben wur­de vom Baye­ri­schen Lan­des­ver­ein für Hei­mat­pfle­ge e.V. im ver­gan­ge­nen Jahr ins Leben geru­fen und star­te­te mit Gesprä­chen aus dem Land­kreis Rot­tal-Inn. Die zwei­te Staf­fel hat­te nun den Land­kreis Bam­berg zum Ziel, wo Ende April vier Inter­views mit Men­schen aus der Regi­on statt­fan­den, die sich auf unter­schied­lichs­te Wei­se mit ihrer Hei­mat beschäf­ti­gen. Dabei gehe es nicht nur dar­um, die Arbeit die­ser Gesprächs­part­ne­rin­nen und ‑part­ner vor­zu­stel­len, son­dern vor allem auch dar­um, deren per­sön­li­che Geschich­ten und Lebens­we­ge zu erfah­ren und was Hei­mat für sie ganz indi­vi­du­ell bedeutet.

Den Auf­takt mach­te Tina Sick­mül­ler, die aus dem Bau­ern­hof ihres Onkels Hei­ner in Stol­zen­roth einen Schul­bau­ern­hof gemacht hat. Hier kön­nen Kin­der erfah­ren, wie Land­wirt­schaft funk­tio­niert und wie man Res­sour­cen nach­hal­tig ver­wen­det. Mitt­ler­wei­le ist der Hof sogar zur Umwelt­sta­ti­on geworden.

Yana Korol aus Hall­stadt stammt aus Russ­land und hat den Ver­ein „Deutsch ver­bin­det e.V.“ gegrün­det. Sie möch­te Men­schen, die aus dem Aus­land kom­men und im Raum Bam­berg eine neue Hei­mat gefun­den haben, zusam­men­brin­gen und ver­net­zen. Die Spra­che sei dabei ein wich­ti­ges ver­bin­den­des Element.

Alte Schrif­ten und Doku­men­te sind die täg­li­chen Beglei­ter von Kreis­ar­chiv­pfle­ge­rin Bar­ba­ra Spies M.A. Im Auf­trag des Land­krei­ses und der Gemein­den küm­mert sie sich um die kom­mu­na­len Archi­ve. Dass es da oft stau­big zuge­he, sei kein Wun­der. Dafür fin­de sie immer wie­der neue Geheim­nis­se und Geschich­ten aus dem Landkreis.

Zu guter Letzt kom­men Agi und Klaus Fleisch­mann zu Wort. Das Ehe­paar aus Sei­gen­dorf ist seit vie­len Jah­ren in der Ama­teur­fil­mersze­ne erfolg­reich. Mit ihren Doku­men­tar­fil­men über span­nen­de Per­sön­lich­kei­ten und lokal­ty­pi­sche Gege­ben­hei­ten haben sie auf Film­fes­ti­vals schon zahl­rei­che Prei­se erhalten.

Der ers­te Bei­trag mit Tina Sick­mül­ler vom Hein­ers­hof in Stol­zen­roth ist jetzt auf Spo­ti­fy, Apple Pod­cast oder hier zu hören.

Senio­ren vor gro­ßen Pro­ble­men beim Wohnen 

War­nung vor „grau­er Woh­nungs­not“ in der Regi­on Bamberg

„Graue Woh­nungs­not“ droht: In zwan­zig Jah­ren wer­den in der Stadt Bam­berg rund 17.100 Men­schen zur Alters­grup­pe „67plus“ gehö­ren – gut 3.300 mehr als heu­te, im Land­kreis Bam­berg wer­den es rund 41.400 Men­schen sein – gut 13.900 mehr als heu­te. Dar­auf hat die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin­ge­wie­sen und befürch­tet durch die kom­men­de Rent­ner­ge­nera­ti­on der Baby-Boo­mer einen zuneh­men­den Man­gel an alters­ge­rech­ten Wohnungen.

Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf neu­es­te Zah­len, die das Pest­el-Insti­tut bun­des­weit für Städ­te und Krei­se ermit­telt hat. Die Wis­sen­schaft­ler haben die Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung im Rah­men einer Stu­die zur künf­ti­gen Wohn­si­tua­ti­on von Senio­ren für den Bun­des­ver­band des Deut­schen Bau­stoff­fach­han­dels (BDB) untersucht.

„In den kom­men­den Jah­ren wer­den in der Regi­on Bam­berg immer mehr älte­re Men­schen eine bar­rie­re­ar­me Woh­nung brau­chen – ohne Trep­pen­stu­fen, dafür mit boden­glei­cher Dusche und genü­gend Platz für das Ran­gie­ren mit Rol­la­tor und Roll­stuhl“, so Uwe Beh­rendt. Die Zah­len müss­ten den Woh­nungs­bau­po­li­ti­kern schon jetzt Kopf­zer­bre­chen berei­ten: Nach Anga­ben des Pest­el-Insti­tuts benö­ti­gen bereits heu­te mehr als 2.350 Haus­hal­te in Bam­berg und mehr als 4.750 Haus­hal­te im Land­kreis Bam­berg eine Senio­ren­woh­nung, weil in ihnen Men­schen im Ren­ten­al­ter leben, die in ihrer Mobi­li­tät ein­ge­schränkt sind.

Baby-Boo­mer-Gene­ra­ti­on droht „Wohn-Alters­ar­mut“

In zwan­zig Jah­ren wür­den nach Berech­nun­gen der Wis­sen­schaft­ler in Bam­berg über 2.700 Woh­nun­gen und im Land­kreis Bam­berg über 6.600 Woh­nun­gen gebraucht, in denen Men­schen mit einem Rol­la­tor oder Roll­stuhl klar­kom­men. „Damit herrscht auch jetzt schon ein mas­si­ver Man­gel an Senio­ren­woh­nun­gen. Und dem­nächst gehen die gebur­ten­star­ken Jahr­gän­ge in Ren­te. Dann steu­ern wir sehen­den Auges auf eine ‚graue Woh­nungs­not‘ zu“, sagt der Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Oberfranken.

Neben dem Man­gel an alters­ge­rech­ten Woh­nun­gen befürch­tet die IG BAU auch eine zuneh­men­de Alters­ar­mut durchs Woh­nen. So droh­ten bei der Boo­mer-Gene­ra­ti­on künf­tig zwei Din­ge „fatal auf­ein­an­der zu tref­fen“: Ers­tens die Gefahr eines sin­ken­den Ren­ten­ni­veaus. Und zwei­tens stei­gen­de Kos­ten fürs Woh­nen. Mie­ter sei­en hier genau­so betrof­fen wie Men­schen mit Wohn­ei­gen­tum, wenn beim Ein­fa­mi­li­en­haus oder bei der Eigen­tums­woh­nung Sanie­run­gen fäl­lig würden.

„Wenn die Wohn­kos­ten wei­ter in dem Tem­po der letz­ten Jah­re stei­gen, wer­den vie­le Senio­ren, die damit heu­te längst noch nicht rech­nen, ihren Kon­sum ein­schrän­ken müs­sen. Älte­re Men­schen wer­den die hohen Miet­prei­se oft kaum noch bezah­len kön­nen. Für vie­le wird es dann finan­zi­ell rich­tig eng“, so Beh­rendt. Des­halb wür­den auch in der Regi­on Bam­berg künf­tig deut­lich mehr Men­schen als heu­te auf staat­li­che Unter­stüt­zung ange­wie­sen sein, um über­haupt ein Dach über dem Kopf zu haben.

Um den Woh­nungs­markt für die kom­men­de Rent­ner­ge­nera­ti­on bes­ser vor­zu­be­rei­ten, for­dert die IG BAU die Schaf­fung von mehr preis­wer­tem, vor allem aber auch alters­ge­rech­tem Wohn­raum. Der Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Ober­fran­ken: „Des­halb brau­chen wir auch für den hei­mi­schen Woh­nungs­markt kla­re finan­zi­el­le Anrei­ze. Ange­sichts der dro­hen­den ‚grau­en Woh­nungs­not‘ ist deut­lich mehr Geld für den Neu­bau von Senio­ren­woh­nun­gen, aber auch für die alters­ge­rech­te Sanie­rung bestehen­der Woh­nun­gen erfor­der­lich.“ Hier sei­en alle gefor­dert – Kom­mu­nen, Land und Bund.

Das Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­um stel­le in die­sem Jahr einen För­der­topf von 75 Mil­lio­nen Euro über die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) für den alters­ge­rech­ten Umbau von Woh­nun­gen zur Ver­fü­gung. „Das Geld wird drin­gend gebraucht. Aber es reicht bei Wei­tem nicht. Das hat das letz­te Jahr gezeigt. Da gab es exakt die glei­che För­der­sum­me. Und der Topf war ruck­zuck ‚leer­ge­för­dert‘: Schon nach sechs Wochen war kein ein­zi­ger För­der-Euro mehr da. Da muss mehr pas­sie­ren“, for­dert der IG BAU-Bezirks­vor­sit­zen­de Uwe Behrendt.

Zusätz­lich schlägt die IG BAU eine Selbst­ver­pflich­tung für gro­ße Woh­nungs­kon­zer­ne vor. Uwe Beh­rendt: „Mit Blick auf den ekla­tan­ten Man­gel an Senio­ren­woh­nun­gen soll­ten sich die Woh­nungs­un­ter­neh­men ver­pflich­ten, einen bestim­men Anteil frei­wer­den­der Woh­nun­gen alters­ge­recht umzu­bau­en.“ Die­ser soll­te bei min­des­tens 20 Pro­zent liegen.

KS:BAM ver­zeich­net gestie­ge­nes Inter­es­se von Schu­len und Kitas 

Gro­ße Nach­fra­ge nach Bam­ber­ger Kultur.Klassen-Programm

Der KS:BAM – Kultur.Service Bam­berg – ist die kom­mu­na­le Koor­di­nie­rungs­stel­le für kul­tu­rel­le Bil­dung in Stadt und Land­kreis Bam­berg. An einer Teil­nah­me am Kultur.Klassen-Programm zeig­ten Schu­len und Kitas in der abge­lau­fe­nen Bewer­bungs­pha­se gestie­ge­nes Inter­es­se, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Schu­len und Kitas aus dem Ein­zugs­be­reich waren ein­ge­la­den, sich um eine Teil­nah­me am Kultur.Klassen-Programm für die kom­men­den vier Schul- und Kita­jah­re 2023/​/​2024 bis 2026/​/​2027 zu bewer­ben. Mit­te Juli ende­te die Bewer­bungs­pha­se. In die­ser hät­ten 24 Schu­len und Kitas mit ins­ge­samt 60 Klas­sen und Grup­pen den Wunsch nach einer Teil­nah­me am Pro­gramm geäu­ßert, teilt die Stadt mit – so vie­le Inter­es­sens­be­kun­dun­gen wie nie zuvor.

Die Koor­di­na­to­rin­nen des KS:BAM sehen dies als Zei­chen für die gro­ße Bedeu­tung, die die Ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis der kul­tu­rel­len Bil­dung bei­mes­sen. 20 Kultur.Klassen in 13 Schu­len und Kitas konn­te nun zuge­sagt wer­den. Zusam­men mit den bestehen­den Ein­rich­tun­gen mit kul­tu­rel­lem Pro­fil – eine Kultur.Schule, vier Schu­len mit Kultur.Profil, ein Kultur.Kinderhaus – betreue der KS:BAM nun ins­ge­samt 50 Kultur.Klassen und errei­che damit etwa 1.500 Kin­der und Jugendliche.

Wegen begrenz­ter finan­zi­el­ler und per­so­nel­ler Res­sour­cen konn­ten lei­der nicht alle Bewer­bun­gen berück­sich­tigt wer­den. Den­noch ermu­tigt der KS:BAM alle inter­es­sier­ten Schu­len und Kitas, kul­tu­rel­le Bil­dung nach Mög­lich­keit in ihren All­tag einzubauen.

Kultur.Klassen-Programm

Das Kultur.Klassen-Programm wur­de 2010 vom KS:BAM ent­wi­ckelt, bereits bun­des­weit aus­ge­zeich­net und ver­steht sich als Tür­öff­ner und Weg­be­rei­ter, um Kul­tu­rel­le Bil­dung für alle Kin­der und Jugend­li­chen in Schu­le und Kita zugäng­lich zu machen. Hier­bei ist es wich­tig, dass die Bil­dungs­ein­rich­tung kul­tu­rel­le Bil­dung idea­ler­wei­se län­ger­fris­tig in ihren Schul- oder Kitaall­tag ein­bin­den und mit exter­nen Kul­tur­part­ne­rin­nen und Kul­tur­part­nern zusam­men­ar­bei­ten möch­te. Pro Jahr setzt eine Kultur.Klasse dabei bis zu 20 mal 90 Minu­ten Kul­tur in Berei­chen wie Bil­den­de und Dar­stel­len­de Küns­te, Musik, Lite­ra­tur, Medi­en oder Spiel um. Von Bedeu­tung ist dabei auch Raum für freie Krea­ti­vi­tät und Par­ti­zi­pa­ti­on sowie antei­lig für Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Die Orga­ni­sa­ti­on der ein­zel­nen Koope­ra­ti­ons­pro­jek­te erfolgt über den KS:BAM sowie zukünf­tig ein digi­ta­les System.

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“

Aus­zeich­nun­gen für die bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Schuljahrs

Land­rat Johann Kalb und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp haben die bes­ten Bam­ber­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler des zurück­lie­gen­den Schul­jahrs aus­ge­zeich­net. „Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Kalb.

Knapp 100 Schü­le­rin­nen und Schü­ler von Mit­tel- und Real­schu­len, Gym­na­si­en, Fach­ober­schu­len, Fach­aka­de­mien, Wirt­schafts­schu­len, Berufs­fach­schu­len, Fach­schu­len und Berufs­ober­schu­len aus Stadt und Land­kreis Bam­berg wur­den in der letz­ten Schul­wo­che vor den Feri­en im Kul­tur­bo­den Hall­stadt für ihre Leis­tun­gen im zurück­lie­gen­den Schul­jahr aus­ge­zeich­net, so das Land­rats­amt in einer Mitteilung.

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Land­rat Johann Kalb bei der Aus­zeich­nung der bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Zwar sei die Zahl der hie­si­gen Schul­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten in den letz­ten zehn Jah­ren von rund 6.500 auf 5.000 gesun­ken. Die Zahl der Aus­bil­dungs­ver­trä­ge stieg aller­dings um mehr als 200 auf 3.600. Viel­fäl­ti­ger gewor­den sei zudem das Studienangebot.

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp lob­te die Leis­tun­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. „Ihr habt wahn­sin­nig viel gelernt und super Resul­ta­te erzielt. Ler­nen bringt die Men­schen wei­ter. Gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels brau­chen wir Leu­te, die gern ler­nen, die neu­gie­rig und wis­sens­durs­tig sind, die ihre Talen­te ent­fal­ten und vie­le Kom­pe­ten­zen erwer­ben. Ihnen gehört die Zukunft. Denn Wis­sen ist eine Ressource.“

Auch Mag­da­le­na Thienel, die stell­ver­tre­tend für die Schü­ler­schaft Wor­te ans Publi­kum rich­te­te, for­der­te ihre Mit­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten auf, in der Schu­le erwor­be­nes Wis­sen und Fähig­kei­ten mit Herz und Ver­stand im eige­nen Leben ein­zu­set­zen. „In der Schu­le haben wir den Grund­stein für unse­re Bil­dung gelegt bekom­men, aber nun liegt es eben an uns, was wir dar­aus machen. Denn schließ­lich haben wir ja nicht für die Schu­le gelernt, son­dern für das Leben.“

Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schule“ 

Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler auch an Kitas

Ehren­amt­li­che Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler unter­stüt­zen ab dem neu­en Kin­der­gar­ten­jahr die inter­kul­tu­rel­le Eltern­ar­beit an den Kitas in der Bil­dungs­re­gi­on Bam­berg, wie die Stadt Bam­berg und das Land­rats­amt Bam­berg mit­tei­len. Seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 sind sie bereits an den Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len im Einsatz.

Die Kul­tur- und Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler mit eige­nem Migra­ti­ons­hin­ter­grund hel­fen einer­seits den Kitas dabei, die Eltern in ihrer indi­vi­du­el­len Lebens­si­tua­ti­on zu ver­ste­hen. Ande­rer­seits ler­nen auch Eltern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund das baye­ri­sche Betreu­ungs- und Bil­dungs­sys­tem und ihre Rol­le als Eltern dar­in bes­ser kennen.

Die Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler kön­nen bei wich­ti­gen Eltern­ge­sprä­chen oder Eltern­aben­den als Unter­stüt­zung ange­fragt wer­den und infor­mie­ren in nied­rig­schwel­li­gen Eltern­work­shops über das Bil­dungs­sys­tem in Bay­ern. In den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ver­mit­teln sie kul­tur­be­ding­te Unter­schie­de und bau­en mög­li­che Vor­ur­tei­le und Bar­rie­ren zwi­schen päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und den Fami­li­en ab. Sprach­lich und kul­tu­rell beding­te Miss­ver­ständ­nis­se auf bei­den Sei­ten wer­den so reduziert.

Damit setzt das Pro­jekt künf­tig schon bei den Jüngs­ten an und ver­bes­sert dadurch deren Bil­dungs- und Teil­ha­be­chan­cen frühzeitig. 

Dafür haben eini­ge der bereits umfang­reich qua­li­fi­zier­ten Ehren­amt­li­chen im Som­mer eine zusätz­li­che Schu­lung zum The­ma Kitaall­tag und Über­gang Kita-Schu­le durch­lau­fen. Im AWO Kin­der­haus am Sta­di­on gab Lei­te­rin Hei­ke Beh­rens den 17 Teil­neh­men­den einen anschau­li­chen und infor­ma­ti­ven Ein­blick in die The­men und Her­aus­for­de­run­gen, die bei inter­kul­tu­rel­len Eltern­ge­sprä­chen im Kita­be­reich wich­tig sind. Nun kön­nen die Ehren­amt­li­chen gut gerüs­tet Ein­sät­ze in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis Bam­berg annehmen.

Das Pro­jekt „Eltern – ver­ste­hen – Kita“ ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ und ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der Bil­dungs­bü­ros von Stadt und Land­kreis Bam­berg, des Migra­ti­ons­so­zi­al­diensts der AWO Kreis­ver­band Stadt und Land­kreis Bam­berg und des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats. Ziel ist es, zu einer gelin­gen­den Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Eltern mit Migra­ti­ons­ge­schich­te bei­zu­tra­gen. „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ wird seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 in der Bil­dungs­re­gi­on ange­bo­ten – zunächst mit dem Schwer­punkt auf Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len. Hier wird das Ange­bot bereits sehr gut ange­nom­men und genutzt. Die fol­gen­den Spra­chen kön­nen ange­fragt wer­den: Alba­nisch, Ara­bisch, Bela­rus­sisch, Bul­ga­risch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Grie­chisch, Kur­disch, Per­sisch, Rumä­nisch, Rus­sisch, Tür­kisch, Ukrai­nisch. Ab sofort kön­nen Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler für wich­ti­ge Ter­mi­ne von den Kitas oder von Eltern ange­fragt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt sind hier zu finden.

Für älte­re Men­schen und Men­schen mit Behinderung

Ver­net­zungs­tref­fen: Nach­bar­schafts­hil­fe im Land­kreis Bamberg

Bestehen­de Mög­lich­kei­ten der Nach­bar­schafts­hil­fe ken­nen­ler­nen und Anre­gun­gen für die eige­ne Arbeit erhal­ten: Zum drit­ten Mal haben sich Senio­ren- und Behin­der­ten­be­auf­tra­ge, Bera­te­rin­nen und Bera­ter für Alters­fra­gen und Ehren­amt­li­che des Land­krei­ses Bam­berg zum Aus­tausch getroffen.

Ein­ge­la­den zu die­sem Ver­net­zungs­tref­fen hat­ten Kath­rin Wein­kauf von der Fach­stel­le für Wohn­be­ra­tung am Land­rats­amt Bam­berg und Peter Mül­ler, Fach­kraft für Senio­ren und Behin­der­ten­be­auf­trag­ter am Land­rats­amt Bam­berg. Dies teil­te das Land­rats­amt Ende letz­ter Woche mit. „Wir haben bereits tol­le Initia­ti­ven und Ange­bo­te, von denen wir ler­nen kön­nen. Aller­dings sind die­se oft schon ein paar Ort­schaf­ten wei­ter nicht bekannt“, sag­te Peter Mül­ler und unter­strich damit die Wich­tig­keit von Ver­net­zung auch oder gera­de in der Nachbarschaftshilfe.

Bei dem Tref­fen erhiel­ten die meist ehren­amt­lich Täti­gen Infor­ma­tio­nen über die Grün­dung und Umset­zung von ver­schie­de­nen For­men von Nach­bar­schafts­hil­fe. Ver­tre­te­rin­nen von vier Initia­ti­ven berich­te­ten über die Anfän­ge und Erfol­ge ihrer Tätig­kei­ten und moti­vier­ten die Anwe­sen­den, etwas Ähn­li­ches aus­zu­pro­bie­ren. Dreh- und Angel­punkt sei aller­dings eine gute Koor­di­na­ti­on der ehren­amt­lich Enga­gier­ten. Dafür wünsch­ten sich die Anwe­sen­den mehr Unter­stüt­zung durch haupt­be­ruf­li­che Ver­ant­wort­li­che in ihren Gemeinden.

Zum Abschluss nutz­ten die Mit­ar­bei­ten­den des Land­rats­am­tes die Gele­gen­heit, sich mit einem gemein­sa­men Abend­essen bei den Anwe­sen­den für ihren Ein­satz für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger des Land­krei­ses Bam­berg zu danken.

Bei Alten­dorf

Wei­te­rer Auto­bahn­an­schluss im süd­li­chen Landkreis

Die frän­ki­sche Schweiz und der süd­li­che Land­kreis Bam­berg sol­len mit einem neu­en Auto­bahn­an­schluss an die A 73 ange­bun­den werden.

Süd­lich von Alten­dorf, im süd­li­chen Bam­ber­ger Land­kreis gele­gen, soll ein neu­er Kreis­ver­kehr samt Auto­bahn­an­schluss ent­ste­hen. Dies teil­te das Land­rats­amt mit. Zunächst soll dafür eine pro­vi­so­ri­sche Behelfs­um­fah­rung der Staats­stra­ße 2244 gebaut wer­den, um Platz zu schaf­fen für die Bau­stel­le des Kreis­ver­kehrs. Von die­ser Umfah­rung soll es zusätz­lich eine Abzwei­gung über eine eben­falls neu errich­te­te Bahn­über­füh­rung über die Bahn­li­nie Mün­chen-Ber­lin geben.

„Hier ent­steht für den Süden des Land­krei­ses Bam­berg und für die frän­ki­sche Schweiz ein wei­te­rer Auto­bahn­an­schluss. Das schafft Ent­las­tung für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, sag­te Land­rat Johann Kalb bei einer Ortsbegehung.

Ab April soll dann der Kreis­ver­kehr selbst ent­ste­hen, der bis zum Spät­som­mer frei für Ver­kehr sein soll. In einem wei­te­ren Bau­ab­schnitt soll der Kreis­ver­kehr dann von Wes­ten her an die Auto­bahn­auf­fahrt But­ten­heim ange­bun­den werden.

Die Kos­ten für den Kreis­ver­kehr über­neh­men der Bund, die Deut­sche Bahn, das Staat­li­che Bau­amt Bam­berg und die Gemein­de Alten­dorf. Belau­fen sol­len sie sich auf etwa 1 Mil­lio­nen Euro.

Da der Ver­kehr um die Bau­stel­le her­um­ge­lei­tet wird, gab das Land­rats­amt zudem an, dass der Ver­kehrs­fluss „grund­sätz­lich wie gewohnt auf­recht­erhal­ten wer­den“ kann. Etwa­ige kurz­fris­ti­ge not­wen­di­ge Sper­run­gen wür­den auf das Min­dest­maß redu­ziert werden.

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