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Landkreis Bamberg - Page 6

Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schule“ 

Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler auch an Kitas

Ehren­amt­li­che Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler unter­stüt­zen ab dem neu­en Kin­der­gar­ten­jahr die inter­kul­tu­rel­le Eltern­ar­beit an den Kitas in der Bil­dungs­re­gi­on Bam­berg, wie die Stadt Bam­berg und das Land­rats­amt Bam­berg mit­tei­len. Seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 sind sie bereits an den Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len im Einsatz.

Die Kul­tur- und Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler mit eige­nem Migra­ti­ons­hin­ter­grund hel­fen einer­seits den Kitas dabei, die Eltern in ihrer indi­vi­du­el­len Lebens­si­tua­ti­on zu ver­ste­hen. Ande­rer­seits ler­nen auch Eltern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund das baye­ri­sche Betreu­ungs- und Bil­dungs­sys­tem und ihre Rol­le als Eltern dar­in bes­ser kennen.

Die Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler kön­nen bei wich­ti­gen Eltern­ge­sprä­chen oder Eltern­aben­den als Unter­stüt­zung ange­fragt wer­den und infor­mie­ren in nied­rig­schwel­li­gen Eltern­work­shops über das Bil­dungs­sys­tem in Bay­ern. In den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ver­mit­teln sie kul­tur­be­ding­te Unter­schie­de und bau­en mög­li­che Vor­ur­tei­le und Bar­rie­ren zwi­schen päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und den Fami­li­en ab. Sprach­lich und kul­tu­rell beding­te Miss­ver­ständ­nis­se auf bei­den Sei­ten wer­den so reduziert.

Damit setzt das Pro­jekt künf­tig schon bei den Jüngs­ten an und ver­bes­sert dadurch deren Bil­dungs- und Teil­ha­be­chan­cen frühzeitig. 

Dafür haben eini­ge der bereits umfang­reich qua­li­fi­zier­ten Ehren­amt­li­chen im Som­mer eine zusätz­li­che Schu­lung zum The­ma Kitaall­tag und Über­gang Kita-Schu­le durch­lau­fen. Im AWO Kin­der­haus am Sta­di­on gab Lei­te­rin Hei­ke Beh­rens den 17 Teil­neh­men­den einen anschau­li­chen und infor­ma­ti­ven Ein­blick in die The­men und Her­aus­for­de­run­gen, die bei inter­kul­tu­rel­len Eltern­ge­sprä­chen im Kita­be­reich wich­tig sind. Nun kön­nen die Ehren­amt­li­chen gut gerüs­tet Ein­sät­ze in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis Bam­berg annehmen.

Das Pro­jekt „Eltern – ver­ste­hen – Kita“ ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ und ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der Bil­dungs­bü­ros von Stadt und Land­kreis Bam­berg, des Migra­ti­ons­so­zi­al­diensts der AWO Kreis­ver­band Stadt und Land­kreis Bam­berg und des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats. Ziel ist es, zu einer gelin­gen­den Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Eltern mit Migra­ti­ons­ge­schich­te bei­zu­tra­gen. „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ wird seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 in der Bil­dungs­re­gi­on ange­bo­ten – zunächst mit dem Schwer­punkt auf Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len. Hier wird das Ange­bot bereits sehr gut ange­nom­men und genutzt. Die fol­gen­den Spra­chen kön­nen ange­fragt wer­den: Alba­nisch, Ara­bisch, Bela­rus­sisch, Bul­ga­risch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Grie­chisch, Kur­disch, Per­sisch, Rumä­nisch, Rus­sisch, Tür­kisch, Ukrai­nisch. Ab sofort kön­nen Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler für wich­ti­ge Ter­mi­ne von den Kitas oder von Eltern ange­fragt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt sind hier zu finden.

Für älte­re Men­schen und Men­schen mit Behinderung

Ver­net­zungs­tref­fen: Nach­bar­schafts­hil­fe im Land­kreis Bamberg

Bestehen­de Mög­lich­kei­ten der Nach­bar­schafts­hil­fe ken­nen­ler­nen und Anre­gun­gen für die eige­ne Arbeit erhal­ten: Zum drit­ten Mal haben sich Senio­ren- und Behin­der­ten­be­auf­tra­ge, Bera­te­rin­nen und Bera­ter für Alters­fra­gen und Ehren­amt­li­che des Land­krei­ses Bam­berg zum Aus­tausch getroffen.

Ein­ge­la­den zu die­sem Ver­net­zungs­tref­fen hat­ten Kath­rin Wein­kauf von der Fach­stel­le für Wohn­be­ra­tung am Land­rats­amt Bam­berg und Peter Mül­ler, Fach­kraft für Senio­ren und Behin­der­ten­be­auf­trag­ter am Land­rats­amt Bam­berg. Dies teil­te das Land­rats­amt Ende letz­ter Woche mit. „Wir haben bereits tol­le Initia­ti­ven und Ange­bo­te, von denen wir ler­nen kön­nen. Aller­dings sind die­se oft schon ein paar Ort­schaf­ten wei­ter nicht bekannt“, sag­te Peter Mül­ler und unter­strich damit die Wich­tig­keit von Ver­net­zung auch oder gera­de in der Nachbarschaftshilfe.

Bei dem Tref­fen erhiel­ten die meist ehren­amt­lich Täti­gen Infor­ma­tio­nen über die Grün­dung und Umset­zung von ver­schie­de­nen For­men von Nach­bar­schafts­hil­fe. Ver­tre­te­rin­nen von vier Initia­ti­ven berich­te­ten über die Anfän­ge und Erfol­ge ihrer Tätig­kei­ten und moti­vier­ten die Anwe­sen­den, etwas Ähn­li­ches aus­zu­pro­bie­ren. Dreh- und Angel­punkt sei aller­dings eine gute Koor­di­na­ti­on der ehren­amt­lich Enga­gier­ten. Dafür wünsch­ten sich die Anwe­sen­den mehr Unter­stüt­zung durch haupt­be­ruf­li­che Ver­ant­wort­li­che in ihren Gemeinden.

Zum Abschluss nutz­ten die Mit­ar­bei­ten­den des Land­rats­am­tes die Gele­gen­heit, sich mit einem gemein­sa­men Abend­essen bei den Anwe­sen­den für ihren Ein­satz für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger des Land­krei­ses Bam­berg zu danken.

Bei Alten­dorf

Wei­te­rer Auto­bahn­an­schluss im süd­li­chen Landkreis

Die frän­ki­sche Schweiz und der süd­li­che Land­kreis Bam­berg sol­len mit einem neu­en Auto­bahn­an­schluss an die A 73 ange­bun­den werden.

Süd­lich von Alten­dorf, im süd­li­chen Bam­ber­ger Land­kreis gele­gen, soll ein neu­er Kreis­ver­kehr samt Auto­bahn­an­schluss ent­ste­hen. Dies teil­te das Land­rats­amt mit. Zunächst soll dafür eine pro­vi­so­ri­sche Behelfs­um­fah­rung der Staats­stra­ße 2244 gebaut wer­den, um Platz zu schaf­fen für die Bau­stel­le des Kreis­ver­kehrs. Von die­ser Umfah­rung soll es zusätz­lich eine Abzwei­gung über eine eben­falls neu errich­te­te Bahn­über­füh­rung über die Bahn­li­nie Mün­chen-Ber­lin geben.

„Hier ent­steht für den Süden des Land­krei­ses Bam­berg und für die frän­ki­sche Schweiz ein wei­te­rer Auto­bahn­an­schluss. Das schafft Ent­las­tung für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, sag­te Land­rat Johann Kalb bei einer Ortsbegehung.

Ab April soll dann der Kreis­ver­kehr selbst ent­ste­hen, der bis zum Spät­som­mer frei für Ver­kehr sein soll. In einem wei­te­ren Bau­ab­schnitt soll der Kreis­ver­kehr dann von Wes­ten her an die Auto­bahn­auf­fahrt But­ten­heim ange­bun­den werden.

Die Kos­ten für den Kreis­ver­kehr über­neh­men der Bund, die Deut­sche Bahn, das Staat­li­che Bau­amt Bam­berg und die Gemein­de Alten­dorf. Belau­fen sol­len sie sich auf etwa 1 Mil­lio­nen Euro.

Da der Ver­kehr um die Bau­stel­le her­um­ge­lei­tet wird, gab das Land­rats­amt zudem an, dass der Ver­kehrs­fluss „grund­sätz­lich wie gewohnt auf­recht­erhal­ten wer­den“ kann. Etwa­ige kurz­fris­ti­ge not­wen­di­ge Sper­run­gen wür­den auf das Min­dest­maß redu­ziert werden.

Her­aus­ra­gen­des Ehren­amt im Land­kreis Bamberg

Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment mit Ehren­amts­na­del ausgezeichnet

Um ihr Enga­ge­ment zu wür­di­gen, ver­gibt der Land­kreis Bam­berg seit 2005 eine Ehren­amts­na­del an Bür­ge­rin­nen, Bür­ger, Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen für beson­de­re Ver­diens­te um das Ehrenamt.

Im Land­kreis Bam­berg gibt es mehr als 1.200 Ver­ei­ne und Grup­pie­run­gen. Dar­un­ter befin­den sich bei­spiels­wei­se 235 Sport­ver­ei­ne, 140 Musik­ver­ei­ne, 30 Orts- und Kul­tur­rin­ge, 75 poli­ti­sche Grup­pen, 185 Feu­er­weh­ren, Gar­ten­bau­ver­ei­ne, Büche­rei­en und vie­le wei­te­re Ver­ei­ne. In die­sen Insti­tu­tio­nen enga­giert sich jede drit­te Bür­ge­rin bezie­hungs­wei­se jeder drit­te Bür­ger ehren­amt­lich. Es sind also etwa 50.000 Frau­en und Män­ner ehren­amt­lich im Land­kreis tätig. Oft pas­sie­re dies abseits des Schein­wer­fer­lich­tes, wie das Land­rats­amt mit­teil­te. Um die­ses Enga­ge­ment ent­spre­chend zu wür­di­gen, zeich­net der Land­kreis Bam­berg seit 2005 jähr­lich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen für beson­de­re Ver­diens­te um das Ehren­amt mit der Ehren­amts­na­del aus.

Allein 2022 gin­gen knapp 70 Vor­schlä­ge für die­se Aus­zeich­nung beim Land­rats­amt ein. Hier­aus wähl­te das Amt 27 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und drei Ver­ei­ne für die Ehren­amts­na­del aus. „Sie ste­hen stell­ver­tre­tend für das Ehren­amt und damit für gegen­sei­ti­ge Hil­fe in unse­rer Regi­on ste­hen“, sag­te Land­rat Johann Kalb. „Die Viel­falt Ihres Enga­ge­ments beein­druckt mich sehr. Die vie­len Stun­den ehren­amt­li­cher Arbeit, die man kaum zäh­len kann. Die Lei­den­schaft, die man kaum mes­sen kann. Jedes Enga­ge­ment – klein oder groß – steht für sich – und jedes ist unver­gleich­bar viel wert.“

Die Aus­ge­zeich­ne­ten

Die Ehren­amts­na­del für beson­de­re Ver­diens­te um die Kul­tur geht an Micha­el Gess­ler aus Schlüs­sel­feld, Rudolf Hol­zer (Wals­dorf), Clau­dia Kest­ler-Böhm (Königs­feld), Franz Franz (Schlüs­sel­feld) und Bri­git­te Seidl (Gei­sel­wind).

Im Bereich des Sozia­len zeich­ne­te das Land­rats­amt Lars Frey­er (Hall­stadt) aus, Andre­as Schrei­ber (Ste­gau­rach), Her­ta Seidl (But­ten­heim), Ger­da Sim­mer­lein (Wals­dorf) und Bir­git Then (Hall­stadt).

Beson­de­re Ver­diens­te im Bereich des Sports haben Andre­as Bai­er (Bisch­berg), Sil­via Blechin­ger (Recken­dorf), Gerald Eber­lein (Zap­fen­dorf), Wer­ner Ruff (Lit­zen­dorf) und Karl Scharf (Schön­brunn) geleistet.

Gesell­schafts­po­li­tisch haben sich Rena­te und Niko­laus Dorn (But­ten­heim), Eli­sa­beth Dörf­ler-Chris­ta (Lit­zen­dorf), Fried­rich Gras­ser (Königs­feld) und Ste­fan Kabitz (Zap­fen­dorf) hervorgetan.

In der Kate­go­rie „beson­de­re Ver­diens­te in der Jugend­ar­beit im Bereich Kul­tur“ geht die Ehren­amts­na­del an Cor­ne­lia Mühl­hoff-Kemp­gen und Chris­ta Schlü­ter (bei­de Stegaurach).

In der Jugend­ar­beit im Bereich Sport haben Bigit Knau­er (Hirschaid), Mar­tin Kries­ten (Ste­gau­rach) und Alfred Berg­mann (Strul­len­dorf) gewonnen.

Beson­de­re Ver­diens­te in der Jugend­ar­beit im Bereich Gesell­schafts­po­li­tik haben Maxi­mi­li­an Dorsch (Bam­berg) und Maxi­mi­li­an Men­de (Hall­stadt) errungen.

Der Son­der­preis „Jugend­ar­beit“ geht an Grup­pie­rung, nament­lich das Jugend­blas­or­ches­ter „Ein­tracht“ Ober­haid, den SV Wai­zen­dorf 1969 e.V. und die Gemein­de­bü­che­rei Buttenheim.

Abfall­wirt­schaft: Dosen­con­tai­ner fal­len weg

Ände­run­gen bei der Ent­sor­gung im Land­kreis Bamberg

Im Janu­ar 2023 kommt es im gesam­ten Land­kreis Bam­berg an den über 250 Con­tai­ner­stand­or­ten zu einer wesent­li­chen Ände­rung. Wie das Land­rats­amt heu­te mit­teil­te, wird es künf­tig kei­ne Con­tai­ner für Dosen mehr geben. Dosen unter ande­rem kön­nen ab dem kom­men­den Jahr in den soge­nann­ten Gel­ben Säcken gesam­melt wer­den, deren Qua­li­tät des­halb noch­mals ver­bes­sert wor­den sei.

Wie das Land­rats­amt mit­teilt, wird es im Land­kreis Bam­berg nach cir­ca 30 Jah­ren künf­tig kei­ne Behäl­ter für Dosen bezie­hungs­wei­se sons­ti­ge Metall­ver­pa­ckun­gen mehr geben. Statt­des­sen kön­nen die­se Abfall­ar­ten ab dem Jah­res­wech­sel dann gemein­sam mit ande­ren Ver­kaufs­ver­pa­ckun­gen aus Kunst- bezie­hungs­wei­se Ver­bund­stof­fen im „Gel­ben Sack“ gesam­melt wer­den. Dar­über hin­aus kön­nen Dosen wei­ter­hin auf den elf Wert­stoff­hö­fen des Land­krei­ses abge­ge­ben werden.

Die Qua­li­tät sei der „Gel­ben Säcke“ des­halb noch­mals ver­bes­sert wor­den; den­noch emp­feh­le es sich, vor dem Ein­wurf der Dosen deren Deckel kom­plett abzu­tren­nen und anschlie­ßend in die jewei­li­ge Dose zu geben. Dadurch sol­le einer mög­li­chen Beschä­di­gung der „Gel­ben Säcke“ vor­ge­beugt werden.

Der ein­ge­setz­te Ent­sor­ger bit­te dar­um, dass die „Gel­ben Säcke“ immer zuge­bun­den zur Abfuhr bereit­ge­stellt wer­den. Wie die Fir­ma wei­ter infor­miert, ist in vie­len Gemein­den die Grund­ver­tei­lung 2023 der „Gel­ben Säcke“ bereits nahe­zu abge­schlos­sen. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Land­kreis erhal­ten unter­jäh­rig zusätz­li­che Säcke bei den jewei­li­gen Stadt‑, Markt- und Gemein­de­ver­wal­tun­gen bezie­hungs­wei­se im Landratsamt.


Was darf in den „Gel­ben Sack“?

Grund­sätz­lich nur Ver­kaufs­ver­pa­ckun­gen, zum Beispiel:

  • (Konserven-)Dosen/Weißblech
  • Kunst­stoff-Foli­en (Plas­tik­tü­ten et cetera)
  • Kunst­stoff-Fla­schen (Spülmittel‑, Sham­poo­fla­schen et cetera)
  • Misch­kunst­stof­fe (Becher, Net­ze et cetera)
  • Ver­bund­ver­pa­ckun­gen (zum Bei­spiel Geträn­ke- und Milchtüten)
  • Sty­ro­por (Form­tei­le von ver­pack­ten Haus­halts­ge­rä­ten et cete­ra)

Was darf nicht in den „Gel­ben Sack“?
  • Ver­pa­ckun­gen aus Glas (zum Wertstoffcontainer)
  • Ver­pa­ckun­gen aus Papier oder Pap­pe (Papiertonne/​Wertstoffhof)
  • Ver­pa­ckun­gen mit Res­ten schad­stoff­hal­ti­ger Pro­duk­te (Pro­blem­müll­samm­lung)
  • Alle Stof­fe, bei denen es sich nicht um Ver­pa­ckun­gen handelt

Tou­ren­plan­än­de­run­gen bei Rest­ab­fall- und Biotonnen 

Wie das Land­rats­amt wei­ter­hin mit­teilt, hat die Fir­ma Eich­horn als zustän­di­ger Ent­sor­gungs­dienst­leis­ter zum Jah­res­wech­sel Opti­mie­run­gen am Tou­ren­plan vor­ge­nom­men und dabei Abfuhr­ta­ge geän­dert. Kon­kret betrof­fen sind die Gemein­den Pett­stadt (bis­her: Don­ners­tag, neu: Frei­tag), Prie­sen­dorf (bis­her: Don­ners­tag, neu: Mon­tag) und Vier­eth-Trun­stadt (bis­her: Mon­tag, neu: Donnerstag).

Die Umstel­lun­gen könn­ten jedoch auch Aus­wir­kun­gen auf die Abfuhr­zei­ten in den übri­gen Land­kreis­ge­mein­den haben. Abfall­be­häl­ter und „Gel­be Säcke“ müss­ten des­halb am Tag der Abfuhr ab 6:00 Uhr bereit ste­hen, unab­hän­gig davon, ob sich der Abfuhr­tag ände­re oder nicht.

Leit­li­nie erarbeitet

Jugend­kreis­tag des Land­krei­ses Bam­berg tagt

Was genau ist der Jugend­kreis­tag? Wofür steht er? Wel­che Zie­le ver­folgt er? Ant­wor­ten auf die­se und wei­te­re Fra­gen hat der Jugend­kreis­tag des Land­krei­ses Bam­berg in einem Leit­bild zusam­men­ge­fasst. In ihrer letz­ten Sit­zung des Jah­res bekräf­tig­ten 24 Jugend­kreis­rä­tin­nen und ‑räte die Leit­sät­ze mit ihrer Unterschrift.

Zu den Leit­li­ni­en, die die jun­gen Abge­ord­ne­ten im Jugend­kreis­tag erar­bei­tet haben, zählt, die Inter­es­sen der jun­gen Bevöl­ke­rung im Land­kreis Bam­berg zu ver­tre­ten. Der jun­gen Bevöl­ke­rung soll Gehör ver­schafft und zukunfts­ori­en­tier­te Impul­se gesetzt wer­den. Der Jugend­kreis­tag möch­te dabei vor­bild­haft für Wer­te wie Tole­ranz, Viel­falt und Gleich­be­rech­ti­gung ste­hen, wie das Land­rats­amt mitteilte.

Vor­aus­set­zung für eine wir­kungs­vol­le Arbeit sei die Bekannt­heit des Gre­mi­ums. Durch des­sen Anbin­dung an die Schu­len in der Regi­on kön­nen sich jun­ge Men­schen mit ihren Wün­schen und Ideen nied­rig­schwel­lig an ihre Abge­ord­ne­ten wen­den. Nach­hal­ti­ge und fair pro­du­zier­te Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en und Wer­be­mit­tel sol­len künf­tig gezielt auf die­se Mög­lich­keit auf­merk­sam machen.

Ein Dau­er­bren­ner ist für die Jugend­li­chen das The­ma des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs (ÖPNV). Bei der Gestal­tung der ÖPNV-Stra­te­gie des Land­krei­ses für 2024 for­der­ten sie stär­ker ein­ge­bun­den zu wer­den. Bereits Anfang des Jah­res wird es dazu ein Aus­tausch­tref­fen mit den Ver­ant­wort­li­chen in der Ver­wal­tung geben, bei dem die Jugend­li­chen eige­ne Ideen und Wün­sche ein­brin­gen können.

Wei­ter­hin beschloss der Jugend­kreis­tag in sei­ner Sit­zung, ein Pilot­pro­jekt der Mit­tel­schu­le Bau­nach mit einem sym­bo­li­schen finan­zi­el­len Bei­trag zu unter­stüt­zen. In einem fächer­über­grei­fen­den Pro­jekt errich­te­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler dort im letz­ten Schul­jahr Hoch­bee­te für die Grund- und Mit­tel­schu­le. Die­se sol­len nun um ein zen­tra­les, solar­un­ter­stütz­tes Bewäs­se­rungs­sys­tem ergänzt wer­den, um die Bepflan­zung auch über die Feri­en­zei­ten gewähr­leis­ten zu können.

Land­rat Johann Kalb lob­te die der­zeit 31 Jugend­kreis­rä­tin­nen und ‑kreis­rä­te aus 17 ver­schie­de­nen Schu­len für ihr Enga­ge­ment und ihren Bei­trag für eine leben­di­ge Demo­kra­tie. Sie alle wür­den die Chan­ce nut­zen, poli­ti­sche Pro­zes­se ken­nen­zu­ler­nen, nach Lösun­gen zu suchen, zu argu­men­tie­ren und demo­kra­ti­sche Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Die letz­te Sit­zung des Jah­res war gleich­zei­tig wegen der Pan­de­mie die ers­te, die im gro­ßen Sit­zungs­saal des Land­rats­am­tes statt­fand. Der nächs­te Ter­min ist Mit­te März 2023.

Mehr als 250 Jah­re Mitgliedschaft

Kreis­rä­tin­nen und Kreis­rä­te gewürdigt

Auf mehr als 250 Jah­re Mit­glied­schaft im Kreis­tag Bam­berg kön­nen 17 Kreis­rä­tin­nen und Kreis­rä­te bli­cken, deren Enga­ge­ment Land­rat Johann Kalb bei der Weih­nachts­sit­zung des Gre­mi­ums wür­dig­te. Deren Ver­ab­schie­dung hat­te 2020 und 2021 pan­de­mie­be­dingt nicht statt­fin­den können.

„Der Land­kreis Bam­berg hat sich in den drei Jahr­zehn­ten, für die wir heu­te Mit­glie­der des Kreis­ta­ges aus­zeich­nen, auch dank Ihrer Arbeit präch­tig ent­wi­ckeln kön­nen“, zitiert eine Mit­tei­lung des Land­rats­am­tes Land­rat Johann Kalb aus der Weih­nachts­sit­zung des Kreis­ta­ges und sei­ner Wür­di­gung ehe­ma­li­ger Kreis­rä­tin­nen und Kreisräte. 

Die Zahl der Ein­woh­ner sei von 1990 bis 2020 um mehr als 21.000 auf 147.000 ange­stie­gen. Auch die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten habe sich von 1996 bis 2019 erhöht. Sie sei von 15.000 auf 40.000 gestie­gen. „Die­se Geschich­te haben auch Sie mit geprägt“, sag­te Land­rat Kalb zu den Ehemaligen.

Fünf Kreis­rä­te gehör­ten dem Gre­mi­um jeweils 30 Jah­re (1990 bis 2020) an: Georg Bogen­sber­ger, Hein­rich Faatz, Josef Mar­tin, Hein­rich Rudrof und Hel­mut Krä­mer, alle von der CSU.

12 wei­te­re Mit­glie­der des Kreis­ta­ges gehör­ten dem Gre­mi­um bis zu 18 Jah­ren an: Ralf Behr (Grüne/​AL, 2017 bis 2020), Ste­phan Cze­pluch (CSU, 2014 bis 2020), Georg Den­nert (FW/​ÜWG, 2014 bis 2020), Hel­ga Geheeb (CSU, 2002 bis 2020), Ekke­hard Hojer (BBL, 2008 bis 2020), Alex­an­der Hum­mel (CSU, 2014 bis 2020), Heinz Jung (SPD, 2014 bis 2020), Rai­ner Kret­schmer (SPD, 2008 bis 2020), Ursu­la Main­bau­er (ÖDP/​Parteifreie, 2017 bis 2020), Micha­el Mohr (BBL, 2002 bis 2020), Dr. Clau­dia Musig (Grüne/​AL, 2019 bis 2020) und Mar­kus Zir­kel (SPD, 2008 bis 2020).

Beson­de­rer Ein­satz für den Landkreis

Ver­dienst­me­dail­le des Land­krei­ses verliehen

Land­rat Johann Kalb hat Mecht­hild Thür­mer, Prof. Gün­ter Dip­pold, Hein­rich Rudrof und Hans Tho­mann mit der Ver­dienst­me­dail­le des Land­krei­ses Bam­berg in Sil­ber ausgezeichnet.

Mit sei­ner Ver­dienst­me­dail­le wür­digt der Land­kreis Bam­berg Per­sön­lich­kei­ten, die sich um den Land­kreis beson­ders ver­dient gemacht haben. Wie das Land­rats­amt mit­teil­te, geht die Medail­le 2022 an die Äbtis­sin Mecht­hild Thür­mer, den Bezirks­hei­mat­pfle­ger Gün­ther Dip­pold, den ehe­ma­li­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Hein­rich Rudrof und den Unter­neh­mer Hans Tho­mann. In einer Fest­sit­zung auf der Giech­burg hat der Kreis­tag die Medail­le Anfang Dezem­ber verliehen.

Mecht­hild Thür­mer und Gün­ter Dippold

„In der Abtei Maria Frie­den in Kirch­schlet­ten wird das Leben gelernt.“ So beschrieb Bam­bergs zurück­ge­tre­te­ner Erz­bi­schof Lud­wig Schick in sei­ner Lau­da­tio den geist­li­chen Ort für den Preis­trä­ge­rin Äbtis­sin Mecht­hild Thür­mer ste­he und mit dem sie „zu einer geist­li­chen Per­sön­lich­keit gewor­den ist.“ Immer wie­der habe sie bei­spiels­wei­se Frau­en Kir­chen­asyl gewährt.

Die „unge­heu­re Prä­senz für die Kul­tur- und Denk­mal­pfle­ge, für die Geschichts- und Hei­mat­for­schung“ wür­dig­te Dr. Klaus Rup­p­recht, Lei­ter des Staats­ar­chivs Bam­berg, als Ver­diens­te von Bezirks­hei­mat­pfle­ger und wei­te­rem Preis­trä­ger der dies­jäh­ri­gen Ver­dienst­me­dail­le des Land­krei­ses Prof. Gün­ter Dippold.

Mei­nungs­stark set­ze Dip­pold Akzen­te, wenn er den unge­hemm­ten Flä­chen­fraß anspre­che oder den Denk­mal­schutz in der schlimms­ten Kri­se seit Erlass des Geset­zes wäh­ne. „Er lebt das Amt des Bezirksheimatpflegers.”

Hein­rich Rudrof und Hans Thomann

„Du hast als Kreis­rat und Abge­ord­ne­ter an der Erfolgs­ge­schich­te des Land­krei­ses Bam­berg mit­ge­schrie­ben“, mein­te Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Hol­ger Dre­mel (CSU) über sei­nen Vor­gän­ger Hein­rich Rudrof. Als ein Bei­spiel die­ses Erfolgs nann­te Dre­mel: „Seit 1990 hat sich die Ein­woh­ner­zahl des Land­krei­ses um 23.000 auf 149.000 und die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten um 9.000 auf 40.500 erhöht.“

Als Vor­sit­zen­der der Forst­wirt­schaft­li­chen Ver­ei­ni­gung Ober­fran­ken und als Vor­stands­mit­glied Schutz­ge­mein­schaft Deut­scher Wald hat Rudrof, CSU-unty­pisch, zudem den Schutz natür­li­cher Lebens­grund­la­gen als Kern­auf­ga­be nach­hal­ti­ger Poli­tik verstanden.

Land­rat Kalb hielt zum Abschluss die Lau­da­tio auf Hans Tho­mann, dem vier­ten Preis­trä­ger der dies­jäh­ri­gen Ver­dienst­me­dail­le des Land­krei­ses. In sei­ner Rede ließ er sich hin­rei­ßen zu spe­ku­lie­ren: „Hans Tho­mann ist es zu ver­dan­ken, dass die Musik im welt­wei­ten Instru­men­ten­busi­ness im Land­kreis Bam­berg und der Han­dels­rie­se Ama­zon hier nur die zwei­te Gei­ge spielt.“

Aus dem klei­nen Musik­la­den sei­nes Vaters habe Hans Tho­mann Euro­pas größ­tes Musik­haus gemacht. Als wei­te­ren Erfolg nann­te Kalb auch Hans Tho­manns sozia­les, kul­tu­rel­les und kli­ma­ori­en­tier­tes Engagement.

Bes­te Jugend­feu­er­weh­ren im Landkreis

Bezirks­leis­tungs­marsch der Jugend­feu­er­weh­ren Oberfranken

Die Feu­er­wehr Ober­haid rich­te­te die­ses Jahr den Bezirks­leis­tungs­marsch der ober­frän­ki­schen Jugend­feu­er­weh­ren aus. Ins­ge­samt 39 Star­ter­grup­pen aus dem Regie­rungs­be­zirk such­ten ihre Bes­ten. Die jeweils vier­köp­fi­gen Mann­schaf­ten aus Mäd­chen und Jun­gen muss­ten an Wett­kampf­sta­tio­nen, ver­teilt in der gan­zen Ort­schaft, ihr Kön­nen beweisen.

Im Vor­feld hat­ten sie die jun­gen Teil­neh­me­rIn­nen über die Kreis­leis­tungs­mär­sche in ihren jewei­li­gen Land­krei­sen für den Bezirks­leis­tungs­marsch qua­li­fi­ziert. Den Land­kreis Bam­berg ver­tra­ten, wie das Land­rats­amt mit­teil­te, Ober­haid mit zwei Star­ter­grup­pen, Hirschaid, Röbers­dorf und Stepp­ach. Auch eine Grup­pe der Stadt Bam­berg war beteiligt.

Am Wett­kampf­tag am zurück­lie­gen­den Wochen­en­de galt es, in Ober­haid zehn Wett­kampf-Sta­tio­nen mög­lichst ohne Feh­ler zu absol­vie­ren. Lei­nen­beu­tel-Ziel­wurf, Saug­lei­tungs-Kup­peln oder 100 Meter-Schlauch­lei­tung-Ver­le­gen gehör­ten zu den Herausforderungen.

Bis in den frü­hen Nach­mit­tag lief der Bezirks­leis­tungs­marsch und hat­te als Ziel­punkt das Feu­er­wehr­haus in Ober­haid. Dort ange­kom­men war­te­ten die Grup­pen schließ­lich auf die Ergebnisse.

Span­nung und Vor­freu­de wuch­sen mit jedem ver­kün­de­ten Ergeb­nis. Mit Bei­fall und Urkun­de wur­de jede teil­neh­men­de Grup­pe vom letz­ten bis zum ers­ten Platz bedacht. Ab dem 12. Platz gab es Poka­le für die Teilnehmenden.

Den letzt­li­chen Sie­ger stell­te aber der Land­kreis Bay­reuth mit der Jugend­feu­er­wehr Was­ser­knoden. Nicht uner­folg­reich war auch die Jugend aus dem Land­kreis Bam­berg. Drei Grup­pen lan­de­ten unter den ers­ten 10. Eine der Ober­hai­der Grup­pen beleg­te den 3. Platz, Stepp­ach Platz 5 und Röbers­dorf Platz 8. Sie gehö­ren nun zu den bes­ten Jugend­feu­er­weh­ren in Oberfranken.

Land­kreis Bamberg

Amts­ein­füh­rung der neu­en Kreisbrandmeister

Der Land­kreis Bam­berg kom­plet­tiert sei­ne Kreis­brand­in­spek­ti­on um zwei neue Gebiets-Kreis­brand­meis­ter und zwei neue Fach-Kreis­brand­meis­ter. Ins­ge­samt hat der Land­kreis Bam­berg 12 Kreis­brand­meis­ter und sechs Fach-Kreis­brand­meis­ter. Kreis­brand­rat Tho­mas Ren­ner bestell­te die neu­en Amts­in­ha­ber zum 1. Sep­tem­ber 2022.

Bene­dikt Kann­hei­ser von der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Zap­fen­dorf tritt die Nach­fol­ge von Andre­as Schnapp im Amt des Kreis­brand­meis­ters für die Gemein­den Markt Rat­tels­dorf und Markt Zap­fen­dorf mit ins­ge­samt 15 Feu­er­weh­ren an.

Von der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Röbers­dorf folgt Tobi­as Dütsch auf Jörg Raber in das Amt des Kreis­brand­meis­ters für die Gemein­den Markt Hirschaid, Pett­stadt, Frens­dorf und Pom­mers­fel­den mit ins­ge­samt 18 Feuerwehren.

Die neu geschaf­fe­nen Stel­len der Fach-Kreis­brand­meis­ter wer­den von Sebas­ti­an Pflaum im Bereich EDV & Öffent­lich­keits­ar­beit und von Ste­fan Hof­mann, ver­ant­wort­lich für den Bereich Atem­schutz, besetzt.

Der 32-jäh­ri­ge Sebas­ti­an Pflaum zeich­net sich durch sei­ne lang­jäh­ri­ge Mit­glied­schaft als Kata­stro­phen­schutz­hel­fer der Unter­stüt­zungs­grup­pe Ört­li­che Ein­satz­lei­tung (UG-ÖEL) sowie Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Hirschaid aus. Ste­fan Hof­mann, 42 Jah­re alt, ist Kom­man­dant bei der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Dörfleins.

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