Service für die Bürger
Altkleider werden künftig flexibel abgeholt
Die Stadt Bamberg stellt die Sammlung von Alttextilien ab Januar 2026 um und sorgt damit für mehr Komfort, mehr Ordnung und mehr Nachhaltigkeit.
„Die Bürgerinnen und Bürger profitieren künftig von einem flexibleren Hol-Service, während gleichzeitig das Stadtbild sauber gehalten und die Recyclingqualität weiter verbessert wird“, erklärt Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp.
Ab 2026 wird die Sammlung von Alttextilien in die bestehende Sperrmüllsammlung integriert. Damit können Haushalte ihre gut verpackten und verschlossenen Alttextilien zweimal im Jahr ganz einfach zusammen mit angemeldetem Sperrmüll abholen lassen – direkt vor der Haustür. Die Online-Anmeldung wird dafür um die Auswahloption „Alttextilien“ erweitert. Bereits vorhandene Anmeldekarten können weiterhin genutzt werden, indem „Alttextilien“ handschriftlich ergänzt wird.
Pro Sperrmüllanmeldung dürfen bis zu drei 100-Liter-Säcke Alttextilien in haushaltsüblichen Mengen bereitgestellt werden. Größere Mengen können wie gewohnt am Wertstoffhof in der Rheinstraße 8 abgegeben werden. Die Annahme von Alttextilien ist dort zu den bekannten Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr; Samstag, 8 bis 12 Uhr) möglich. Dieses Angebot nutzten viele Bürgerinnen und Bürger bereits und steht auch weiterhin zur Verfügung. In einer Übergangszeit bis April können Altkleider auch noch wie bisher in Alttextilcontainern abgegeben werden.
„Mit der Integration der Alttextilien in die bewährte Sperrmüllsammlung schaffen wir ein modernes, bürgerfreundliches und zugleich nachhaltiges System“, freut sich Glüsenkamp. „So verbinden wir Komfort mit Umweltschutz.“
Alttextilien-Sammlung ab Januar 2026
Das darf in die Alttextil-Säcke
Gut erhaltene Damen‑, Herren- und Kinderbekleidung
Saubere Schuhe (paarweise gebündelt)
Hüte, Mützen, Handschuhe, Gürtel, Schals, Handtaschen
Haushaltswäsche, Tischdecken, Badetücher, Waschlappen, Wolldecken
Vorhänge, Gardinen
Bettwäsche, Daunendecken
Plüschtiere
Das muss draußen bleiben und gehört in die Restmülltonne
Verschmutzte oder nasse Textilien (mit Öl oder Farbe verschmutzte Kleidung)
Stark beschädigte Textilien (löchrige oder zerrissene Kleidung)
Steppdecken, Kissen
Skischuhe, Schlittschuhe, Rollerblades, Gummistiefel
Schmutzige und beschädigte Schuhe (kaputte Absätze)
Stoff‑, Woll- und Näh-Reste, Textilschnipsel
Polstermöbelstoffe und Matratzenbezüge
Matratzen und Schaumstoffe
Teppiche und Auslegeware (Teppichboden)
Technische Textilien wie Schutzkleidung, Tauchanzüge, Verbandsmaterial, Zelte und Planen
Müll oder Abfall jeder Art
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Nachhaltigkeit feiern und gestalten
Universität Bamberg lädt zum Nachhaltigkeitsfest ein
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg öffnet von Donnerstag, 13. November, bis Samstag, 15. November 2025, ihre Türen für das Nachhaltigkeitsfest 2025. Alle interessierten Personen erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Workshops und interaktiven Aktionen, wie die Universität mitteilt.
Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern sie erfahrbar zu machen. Das Fest steht unter dem Motto „Mehr als 1,5 Gründe“, bezogen auf das zentrale Klimaziel aus dem Pariser Klimaabkommen, das die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzen soll.
Neu: Profilinitiative „Mensch und Umwelt“
„Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Universität“, betont Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Bamberg. „Mit unserem Fest möchten wir zeigen, wie vielfältig Nachhaltigkeit bei uns gelebt wird – von Forschung über Lehre bis hin zu gesellschaftlichem Engagement.“ Die Universität Bamberg engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Nachhaltigkeit. Mittlerweile orientiert sie sich dabei an einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Dimensionen miteinander verbindet. Ob in der Lehre, in der Forschung oder im Campusbetrieb – das Ziel ist ein nachhaltiger, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und ein Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation.
So wurde jüngst die Profilinitiative „Mensch und Umwelt“ ins Leben gerufen, die auch beim Nachhaltigkeitsfest am Freitagmittag offiziell vorgestellt wird. Sie bündelt die Forschung an der Universität Bamberg zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen von Nachhaltigkeit sowie der städtischen Raumplanung. Die Initiative verbindet bewusst verschiedene Forschungsbereiche, um Synergien zu schaffen und die Geschwindigkeit der Transformation hin zu einer nachhaltigen Lebensweise moderner Gesellschaften zu erhöhen.
Weitere Informationen zur Profilinitiative „Mensch und Umwelt“ sind hier zu finden.
Programm des Nachhaltigkeitsfests
Am Donnerstag, 13. November, beginnt das Nachhaltigkeitsfest gleich morgens mit verschiedenen Workshops und Seminaren, zum Beispiel mit einem Frühstück von und mit dem Gleichstellungsbüro Wissenschaft. Um 18 Uhr folgt die offizielle Eröffnung, unter anderem mit einem Science Slam.
Am Freitag, 14. November, geht es ganztägig weiter mit Workshops und Exkursionen, etwa zu nachhaltiger Geldanlage und Vogelschutz. Von 12.15 bis 15.45 Uhr findet ein Austausch- und Vernetzungsforum „Forschung zu Mensch und Umwelt“ statt, bei dem die neue Profilinitiative vorgestellt wird. Ab 18 Uhr folgt ein kultureller Abend mit Kurzfilmen von den Bamberger Kurzfilmtagen und Livemusik.
Am Samstag, 15. November, erwartet die Besucherinnen und Besucher von 10 bis 14 Uhr ein Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Ständen, Mitmachaktionen und einer Tombola, gefolgt von einem Spielenachmittag bis 18 Uhr. Von 11 bis 12 Uhr findet zudem die Kinderuni statt. Soziologe Prof. Dr. Rasmus Hoffmann bringt den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern folgendes Thema näher: „Der Klimawandel und wir. Was mit unserer Umwelt passiert und was wir ändern müssen“.
Das vollständige Programm des Nachhaltigkeitsfests 2025 ist hier zu finden.
Mitmachen, erleben, gestalten – beim Nachhaltigkeitsfest und der Diskurswerkstatt
Das Nachhaltigkeitsfest an der Universität Bamberg ist offen für alle Interessierten – Studierende, Forschende, Bürgerinnen und Bürger der Region. Das Programm bietet Möglichkeiten zum Mitmachen, Diskutieren und Lernen und lädt dazu ein, Nachhaltigkeit als gemeinsame Verantwortung zu erleben. Und wer nach dem Nachhaltigkeitsfest noch mehr will: Zum zweiten Mal findet im Wintersemester 2025⁄26 die „Diskurswerkstatt: Nachhaltige Entwicklung interdisziplinär“ statt. Heuer in Kooperation mit der Stadt und vhs Bamberg. Am Donnerstag, 20. November 2025, geht es um „Klimaschutz für alle? Hürden in der Politik und Kommunikation“ und am Donnerstag, 22. Januar 2025, um „Arbeit und Gesundheit“.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Universität Bamberg gibt es hier.
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Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis” beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit in der Betriebsführung
Bringt es Vorteile, sich mit Nachhaltigkeit im Unternehmen zu beschäftigen? Vor welchen Herausforderungen stehen Betriebe dabei? Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ von Otto-Friedrich-Universität Bamberg, IHK für Oberfranken Bayreuth und Handwerkskammer für Oberfranken gab bei der Diskussion unter dem Titel „Daten, Druck und Durchblick – Unternehmerische Nachhaltigkeit zwischen Anspruch und Alltag“ allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in verschiedene Herangehensweisen, Erfahrungen und grundsätzliche Fragen.
Gemeinsam vertraten die Diskutierenden die Haltung, dass Nachhaltigkeit im Betrieb viele positive Effekte für die zukunftsorientierte Ausrichtung von Unternehmen und Betrieben bieten kann. Wichtig sei nur, die ersten Schritte zu wagen. Auf dem Podium waren Prof. Dr. Frank Schiemann, Inhaber des Lehrstuhls für BWL, insbesondere Controlling an der Universität Bamberg, Schreinermeister Johannes Lange, Geschäftsführer der HANNESLANGE GmbH & Co. KG aus Ebermannstadt, Nicole Wagner, Corporate Social Responsibility Managerin bei der GREIFF Mode GmbH & Co. KG aus Bamberg sowie Dr. Sergio Drawert, Technischer Leiter bei RZB Rudolf Zimmermann Bamberg GmbH, vertreten.
Als Basis der Diskussion diente eine Umfrage unter den Besucherinnen und Besuchern der TANDEM-Reihe 61 Prozent der Teilnehmenden an der Veranstaltung wären mit einer verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für Betrieb und Unternehmen einverstanden. Immerhin messen und steuern 39 Prozent Nachhaltigkeit bereits intern. Sie verbinden den Begriff „Nachhaltigkeit“ in erster Linie mit Verantwortung, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft. Die Praxispartner in der Diskussionsrunde sind da in ihren Betrieben schon ein Stück weiter, haben nachhaltige Elemente längst in ihre Unternehmensstrategie integriert.
Für Schreinermeister Johannes Lange steckt die Nachhaltigkeit automatisch in der DNA des Handwerks. Trotzdem sieht er sich als „Überzeugungstäter“ und hat in seinem Betrieb schon viele nachhaltige Projekte realisiert bei der Energieversorgung und Energieeinsparung, der Abfallentsorgung, der Nutzung regionaler Wertschöpfungsketten und bei der Reduktion von „grauer Energie“ beim Bau. Sein Credo „Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung, die sich rentiert. Wenn man am Thema dranbleibt, kommt am Ende auch etwas Gutes heraus.“ Zudem sieht er einen weiteren Nutzen für seine Schreinerei „Unsere Kunden erleben unsere nachhaltige Arbeit direkt in der Werkstatt, sehen sie auf unserer Homepage und in den Social-Media-Kanälen. Auch dadurch entwickelt sich Vertrauen zum Betrieb.“ Eine Pflicht zur Berichterstattung sieht er dennoch kritisch „Für kleine Betriebe ist der Aufwand personell nicht machbar.“
Laut Nicole Wagner habe sich die GREIFF Mode GmbH & Co. KG für ihre Nachhaltigkeitsreise entschieden, um die vorhandenen Unternehmenswerte weiter zu stärken. „Wir arbeiten seit 2014 systematisch an unserer nachhaltigen Ausrichtung, allerdings ohne exakt ausgearbeiteten Leitfaden. Nachdem wir internationale Zulieferer haben, spielt die soziale Verantwortung zu den weltweiten Partnern eine Schlüsselrolle.“ So habe man die eigenen Standards auf ein gutes Niveau gebracht. Besonders bei der Transparenz der Lieferketten müsse man sich ständig weiterentwickeln. Das Textilunternehmen erstellt einmal im Jahr einen Social Report. „Zur Nachhaltigkeit gehört aber auf jeden Fall auch das Vertrauen von Kunden“, unterstreicht Wagner. Klar sei zudem: Mit oder ohne Leitfaden müsse man Nachhaltigkeit immer neu denken und an die eigenen Herausforderungen anpassen.
Beim Leuchtenhersteller RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH ist Nachhaltigkeit längst zur Chefsache geworden. Der Technische Leiter Dr. Sergio Drawert schildert den Einstieg: „Für uns war es anfangs eine Überraschung, was wir in Sachen Nachhaltigkeit schon alles tun.“ Einer Pflicht-Berichterstattung steht er zwar positiv gegenüber, weist aber darauf hin, dass man auch das Personal dafür haben muss. Für sein Unternehmen sei die Erstellung aber ohnehin alternativlos, „denn gerade Großkunden fordern diesen Nachweis aktiv ein und sortieren Zulieferer auch hin und wieder aus, wenn sie nicht nachhaltig genug aufgestellt sind.“ Sein Tipp für die ersten Schritte: „Einfach mal anfangen! Besser mit wenig Inhalten starten als gar nicht.“
Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ fördert den beidseitigen Transfer aus der Wissenschaft in die Betriebspraxis und umgekehrt. Deshalb beurteilte Prof. Dr. Frank Schiemann die genannten Praxisbeispiele anschließend aus wissenschaftlicher Sicht, ging auf die Vorteile einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung ein und räumte auch einige Mythen zu dem Thema aus. „Für eine nachhaltige Ausrichtung sprechen der leichtere Zugang zu Finanzierungen, eine verbesserte Reputation und der langfristige Nutzen bei der strategischen Ausrichtung“, so der BWL-Professor. Zudem helfe der Nachhaltigkeitsgedanke beim frühzeitigen Erkennen von Risiken. Laut Schiemann heißt Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht gleich mehr Bürokratie, wenn man das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behält. Und zuletzt: „Nachhaltigkeit im Unternehmen gefährdet nicht den Wirtschaftsstandort, sondern ist ein Teil der aktiven Zukunftssicherung für Betriebe.“
Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis”
Die Tandemreihe ist eine Gemeinschaftsinitiative der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der IHK für Oberfranken Bayreuth und der Handwerkskammer für Oberfranken. Sie bringt einmal pro Jahr Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, den Austausch untereinander zu fördern und den beidseitigen Transfer von Wissen anzuregen.
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Förderung des Umweltministeriums für Bicycle Liberation Front Bamberg
Unterstützung für nachhaltige Bamberger Fahrradkultur
Eine gute Nachricht für alle, die lieber selbst zum Werkzeug greifen, als ihr Fahrrad in die Werkstatt zu bringen: Die Bicycle Liberation Front (BLF) Bamberg hat vor kurzem einen Förderbescheid in Höhe von 2000 Euro vom Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, überreicht bekommen. Bei einem Besuch in den Räumlichkeiten der BLF würdigte der Minister das langjährige Engagement der Initiative für nachhaltige Mobilität, Ressourcenschonung und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Förderung ist ein weiterer Meilenstein für die ehrenamtlich betriebene Fahrradwerkstatt, die seit 2012 in Bamberg aktiv ist – ganz ohne kommerzielle Interessen. Hinter der BLF steht ein einfaches, aber starkes Konzept: Hilfe zur Selbsthilfe. Jeden Mittwochabend, bis auf den letzten Mittwoch im Monat, öffnet die Werkstatt ihre Tore für alle, die lernen wollen, ihr Fahrrad selbst zu reparieren, zu pflegen oder zu verbessern. Von 18 bis 22 Uhr hat die Werkstatt geöffnet. Statt „abgeben und abholen“ setzt die BLF auf gemeinsames Schrauben, Teilen von Wissen und gegenseitige Unterstützung.
Was mit ein paar Werkzeugen und viel Idealismus begann, ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Bamberger DIY-Szene geworden. Die offene Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen und einem gut sortierten Ersatzteillager ist längst mehr als nur ein Ort zum Reparieren – sie ist Treffpunkt, Bildungsort und Anlaufstelle für Menschen, die Mobilität selbst in die Hand nehmen wollen.
Mit dem frisch überreichten Förderbescheid kann die BLF nun neue Projekte anstoßen, ihre Ausstattung verbessern und noch mehr Menschen erreichen. Besonders erfreulich: Seit Frühjahr 2025 ist die BLF auch offiziell ein eingetragener Verein – mit der Möglichkeit, Fördermitglied zu werden. Eine Entwicklung, die den Grundstein für langfristige Stabilität und noch mehr Wirkung legt.
Büro für Nachhaltigkeit als Schnittstelle
Staatsminister Thorsten Glauber zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt vom Engagement der Ehrenamtlichen und der lebendigen Werkstattkultur, die dort gepflegt wird. „Wir wollen die Idee der Repair-Cafés noch bekannter machen. Ich bin ein großer Freund davon, die Repair-Cafés zu unterstützen – mit Werkzeug, mit Hilfe, damit die Rahmenbedingungen passen. Das Reparieren ist ein unverzichtbarer Baustein der Zukunft, um Müll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und – so wie hier – auch miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Glauber. „Und wenn man hier die Community erlebt, sieht man einfach, dass das Geld wunderbar angelegt ist.“
Die Förderung kam auch durch einen Hinweis des Büros für Nachhaltigkeit der Stadt Bamberg zustande. Als Schnittstelle zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Interessengemeinschaften und Bildungseinrichtungen werden über das Büro Informationen über Fördermöglichkeiten regional weitergetragen. Damit können ehrenamtlich getragene Strukturen in der Stadt gestärkt werden.
Betrieb läuft weiter über Spenden
Die BLF bleibt ihrem solidarischen Prinzip treu: Der Betrieb finanziert sich auch weiterhin durch Spenden. Wer das Projekt unterstützen möchte, ist eingeladen, an einem Mittwochabend vorbeizuschauen – zum Schrauben, Lernen oder auf einen Plausch unter Gleichgesinnten.
Und wer es mal etwas entspannter angehen möchte, ist herzlich zum „Bike & Chill“-Abend eingeladen: Jeden zweiten Samstag im Monat ab 18.30 Uhr verwandelt sich die Werkstatt in einen Raum für Austausch, Begegnung und gute Gespräche. Ganz ohne Werkzeug – dafür mit Geschichten von der letzten Ausfahrt, Ideen für kommende Touren und der Freude am Radfahren. Einfach vorbeikommen, Gleichgesinnte treffen und Teil der Fahrrad-Community werden. Weitere Informationen sind hier zu finden.
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Ein goldenes Finale voller Kreativität und Nachhaltigkeit
Abschluss der Theater-Musik-Werkstatt im JUZ Bamberg
Was im März mit alten Bühnenbauten, ausrangierten Kostümen und viel Neugier begann, fand nun in einer eindrucksvollen Abschlussaufführung seinen Höhepunkt: Die Theater-Musik-Werkstatt „Golden Age of Trash“ im Jugendzentrum am Margaretendamm Bamberg (JUZ) ist zu Ende gegangen – mit einer kreativen und berührenden Präsentation, die zeigte, wie viel aus sogenanntem „Kulturmüll“ entstehen kann, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Über mehrere Wochen hatten Jugendliche ab 12 Jahren im Rahmen des städtischen Projekts MitMachKlima gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Karina Liutaia und dem Theaterregisseur Christian Claas getüftelt, gebaut, komponiert und geprobt. Mit Unterstützung des JUZ Bamberg entstanden fantasievolle Bühnenbilder, eigens entwickelte Musikstücke, individuelle Performances – und ein mobiler Tonaufnahmebereich, der künftig für weitere Jugendprojekte genutzt werden kann.
Ein besonderes Highlight war die Verwandlung einer ehemaligen Requisitenmauer des ETA Hoffmann Theaters in bewegliche, wandelbare Räume, die nun im JUZ weiterverwendet werden. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit wurde konsequent abfallfrei gearbeitet – alle entstandenen Produkte finden auch nach Projektende neue Einsatzmöglichkeiten.
Die Abschlusspräsentation wurde von zwei jungen Sängerinnen mit dem Song „Welcome to the Golden Age of Trash“ eröffnet. Es folgte eine bewegende Geschichte auf dem Overhead-Projektor: Über einen Jungen, der seinen Traum, Zahnarzt zu werden erfüllen möchte – eine Geschichte von Flucht, Mut und Hoffnung. Weitere Auftritte behandelten Themen wie Selbstbewusstsein, Umweltbewusstsein und das kreative Potenzial von „Trash“ wurde durch einen Rap verdeutlicht.
Auch wenn nicht immer klar war, wie viele Jugendliche sich beteiligen würden – am Ende stand ein lebendiges, starkes Gemeinschaftsprojekt. Viele der Teilnehmenden waren zum ersten Mal bei einem solchen Werkstattprojekt dabei und haben ihre Stimmen und Ideen eindrucksvoll auf die Bühne gebracht.
Ein großer Dank gilt dem gesamten Team des JUZ Bamberg für die engagierte Unterstützung und allen Beteiligten für ihre Offenheit, Kreativität und den gemeinsamen Blick in eine nachhaltigere Zukunft.
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Graf-Stauffenberg-Realschule
Neuer Wasserspender für Nachhaltigkeit
Die Graf-Stauffenberg-Realschule hat einen neuen Wasserspender in der Aula, der den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften eine nachhaltige Alternative zu Flaschenwasser bietet. Klima- und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp lobte das Projekt: „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie nachhaltige Ideen in der Schule umgesetzt werden können“, betonte der Zweite Bürgermeister.
Der moderne Spender ermöglicht es, zwischen sprudelndem oder stillem Leitungswasser zu wählen – eine umweltbewusste Lösung, die zur Reduzierung von Plastikmüll beiträgt.
Die Idee für dieses Projekt entstand in der Umweltgruppe der Schule. Mit dem Wunsch, den Wasserverbrauch in der Schule nachhaltiger zu gestalten, beantragten die Schülerinnen und Schüler, mit Unterstützung von Studienrat Johannes Miekisch, die Umsetzung im Rahmen der MitMachKlima-Patenprojekte der Stadt Bamberg. MitMachKlima ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Neben den offensichtlichen ökologischen Vorteilen eines Wasserspenders, wie der Einsparung von Plastikflaschen und der Verringerung des CO2-Ausstoßes, wurde auch der gesundheitliche Aspekt von Leitungswasser betont, das regelmäßig geprüft wird und in hoher Qualität vorliegt.
Zur Inbetriebnahme des Wasserspenders gab es eine kleine Feier, bei der der neue Spender auch gleich ausprobiert wurde.
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Crowdfunding-Plattform “Viele schaffen mehr”
Zusätzlicher Bonus für Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug
Die VR Bank Bamberg-Forchheim hat im Jahr 2024 erneut ihr Engagement für nachhaltige Entwicklungen unter Beweis gestellt. In einer außergewöhnlichen Initiative hat die Bank alle Crowdfunding-Projekte, die in diesem Jahr auf der hauseigenen Crowdfunding-Plattform “Viele schaffen mehr” gestartet wurden und einen Nachhaltigkeitsbezug aufweisen, mit einem zusätzlichen Bonus ausgezeichnet.
Eine Bewerbung für die Nachhaltigkeits-Prämie war nicht erforderlich. Stattdessen wurden alle Projekte am Ende des Jahres durch eine unabhängige Fachkommission bewertet. Bei der Auswahl der Gewinnerprojekte orientierte sich die Jury an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Dabei wurden sowohl der Output der Projekte, wie die Verbesserung des Klimas oder Energiesparmaßnahmen, als auch der Input, wie regionale Bezüge, Recycling oder Öko-Zertifizierungen, berücksichtigt.
Am Donnerstag, dem 5. Dezember, fand die feierliche Übergabe der Prämien statt. Alexander Brehm, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der VR Bank Bamberg-Forchheim, überreichte gemeinsam mit Jasmin Gebhardt, der Crowdfunding-Verantwortlichen der VR Bank, den drei Preisträgern jeweils einen Bonus von 1.000 Euro und würdigte die positiven Beiträge der Projekte für unsere Gemeinschaft und Umwelt.
Die drei prämierten Projekte zeichnen sich durch ihren Beitrag zu einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Entwicklung aus und dienen als Vorbilder für zukünftige Initiativen. „Die Unterstützung solcher Projekte ist uns ein besonderes Anliegen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, unsere Region und die Welt nachhaltiger zu gestalten“, so Alexander Brehm.
Ausgezeichnete Initiativen
Ausgezeichnet wurde die Anschaffung eines gemeindeübergreifenden Feuerwehr-Einsatzzelts durch die FFW Obertrubach (Nachhaltigkeitsziel #3 Gesundheit und Wohlergehen). Dieses Projekt war von der Projektsumme eines der größten, die im Jahr 2024 auf der Crowdfunding-Plattform der VR Bank Bamberg-Forchheim umgesetzt wurden. Darüber hinaus haben sich hier sechs Feuerwehren (Obertrubach, Weißenohe, Igensdorf, Gräfenberg, Hiltpoltstein, Egloffstein) zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Crowdfunding-Ziel zu erreichen – dieser Zusammenschluss erfüllt das genossenschaftliche Motto „Viele schaffen mehr“ über alle Maßen.
Weiterhin wurde die Anbringung einer Rampe für den barrierefreien Zugang zum Sportheim des 1. FC Strullendorf 1933 ausgezeichnet (Nachhaltigkeitsziel #10 Weniger Ungleichheiten). Das FCS-Vereinsheim war bisher nur über eine Treppe zugänglich. Dank des neuen barrierefreien Zugangs zum Sportheim können nun auch Personengruppen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, sowie Personen mit Kinderwägen, die bislang weitgehend vom Vereinsleben und Veranstaltungen ausgeschlossen waren, endlich daran teilnehmen. Da nicht nur vereinsinterne Veranstaltungen im Sportheim stattfinden, ist der barrierefreien Zugang ein Mehrwert für ganz Strullendorf!
Die dritte ausgezeichnete Initiative war die Verlegung einer Trinkwasserleitung zur Diensthütte der Bergwacht Bamberg in Burglesau (Nachhaltigkeitsziel #6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen). Bisher wurde das Wasser für die Diensthütte der Bergwacht von einer Quelle mit Kanistern zur Hütte gebracht. Dieses Wasser musste vor der Verwendung abgekocht werden. Mithilfe des Projekts konnte eine Trinkwasserleitung verlegt werden, um den Zugang zu sauberem Wasser in der Diensthütte sicherzustellen. Die Bergwachtbereitschaft Bamberg übernimmt in ihrem Einsatzgebiet die Bergung von Verunglückten, deren Suche und die notfallmedizinische Versorgung und betätigt sich auch aktiv im Umweltschutz.
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Nachhaltigkeitsprojekt
Stegaurach: Vom Trafohaus zur Stele der Biodiversität
Einen echten Hingucker der Nachhaltigkeit bietet Stegaurach seit einigen Tagen in der Hartlandener Straße. Denn zwei Künstler haben ein ehemals graues Trafohäuschen in den vergangenen Wochen aufwändig bemalt. Nun soll der Turm verschiedenen Tierarten Unterschlupf bieten.
Die Neugestaltung des Turmes ist ein Teil des Projektes „Stele der Biodiversität“ der Gemeinde Stegaurach in Zusammenarbeit mit der Bayernwerk AG, dem Verein Turmstationen Kreis Borken-Coesfeld e.V., der Deutschen Postcode Lotterie und der ehrenamtlichen Organisation „Artenschutz in Franken“. Künftig soll dort verschiedenen Tieren Unterschlupf zur Verfügung stehen, wie die Gemeinde mitteilte.
„Anstatt das Trafohaus nach seiner langjährigen Nutzung abzureißen“, sagen Bernd Fricke, Zweiter Bürgermeister Stegaurachs, und Biodiversitätsmanagerin Marion Müller, „hat das Gebäude nun eine neue Funktion bekommen.“ Denn in den letzten Wochen wurde der Turm auf eine Art und Weise instand gesetzt, dass Fledermäuse und Gebäudebrüter wie die Mauersegler dort leben können sollen. Auch wurden weitere Unterkünfte für Schwalben, Turmfalken oder die Schleiereule angebracht.
Benrd Fricke bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten und für „ein weiteres Projekt für die Nachhaltigkeit“ in der Gemeinde Stegaurach. Nach der Installierung eines „Themenpfads der Artenvielfalt“ gehe die Gemeinde nun einen weiteren Schritt auf dem Weg zu noch mehr Artenvielfalt.
Thomas Köhler, Vorsitzender von „Artenschutz in Franken“, bezeichnete das neu gestaltete Trafohäuschen außerdem als „Mahnmal für Artenvielfalt“. Mit der „Stele der Biodiversität“ wolle man Wissen über die Artenvielfalt an die nächste Generation weitergeben.
Eine Verbindung zwischen der Natur und der umliegenden Landschaft wollten die beiden Künstler Michael Horn und Karsten Reckziegel bei ihrer Gestaltung der Trafoturm-Fassade schaffen. Deswegen malten sie beispielsweise einen Wiesenknopf und den Schmetterling Wiesenknopfameisenbläuling auf die Fassade.
In ganz Oberfranken gibt es laut Gemeindemitteilung nur zwei Gebiete, in denen der Helle Wiesenknopfameisenbläuling vorkommt. Das größte davon sei Stegaurach.
Nun heißt es abwarten und hoffen, dass die Lebens- und Fortpflanzungsräume von den Tieren auch angenommen werden.
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Verbraucherzentrale Bayern
Erdüberlastungstag: Zeit für mehr Nachhaltigkeit
Heute (1. August) ist globaler Erdüberlastungstag 2024. An diesem Tag hat die Menschheit rechnerisch alle Ressourcen verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen sollten. Die Verbraucherzentrale Bayern gibt Tipps, wie man nachhaltiger leben kann.
2023 war der Erdüberlastungstag am 31. Juli – einen Tag früher als nun. Statistisch gesehen bräuchte die Weltbevölkerung etwa 1,7 Planeten, um ihren Bedarf zu decken. Würden alle Länder auf die gleiche Weise leben wie Deutschland, wären sogar drei Erden notwendig, wie die Verbraucherzentrale Bayern mitteilt. Vor diesem Hintergrund gibt die sie zudem einfache Tipps für den Start in einen nachhaltigeren Lebensstil.
„Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher wissen sehr gut, dass wir mit unserem Konsumverhalten übermäßig viele Ressourcen verbrauchen“, sagt Heidemarie Krause-Böhm, Referatsleiterin Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Aber auch wenn das Bewusstsein da ist – dieses Wissen im Alltag umzusetzen, ist oft schwer. Denn viele scheuen den vermeintlichen Aufwand und eine Änderung ihrer Gewohnheiten.“ Zudem erlebe die Umweltexpertin immer wieder Verbraucher:innen, die davon ausgehen, dass sie allein sowieso nichts bewirken könnten. Dass sich der Aufwand lohnt und sogar Spaß machen kann, versucht Krause-Böhm mit vier Tipps zu zeigen.
Vier Tipps
Wer seinen Lebensstil ändern möchte, sollte mit Veränderungen starten, die leichtfallen. Das macht Mut und Lust auf mehr. Der erste Schritt kann sein, den Kaffee im Thermo- statt im Pappbecher zu trinken oder Standby-Geräte auszuschalten. Dabei sollte man die eigenen Anstrengungen nicht geringschätzen. Jede
Für viele fühlt sich Nachhaltigkeit zunächst nach Verzicht an. Dabei kann eine Veränderung auch für alle persönlich viel Positives bringen: eine neu erlernte Fähigkeit beim Reparieren, der Austausch mit den Nachbarn, wenn man etwas ausleiht, oder das gute Gefühl zu teilen.
Wie bei jeder anderen Veränderung braucht es Zeit und Geduld, das eigene Leben nachhaltig umzustellen. Was sich Verbraucher:innen stets klarmachen sollten: Sie sind bereits auf dem Weg. Auf diesem helfen Routinen, damit man nicht jeden Tag jede Entscheidung überdenken müssen. Diese könnten sein: Stoßlüften während der Kaffee durchläuft, statt das Fenster dauerhaft zu kippen, Leitungswasser trinken oder einen Monat bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad ins Büro fahren.
Um sich auszutauschen und motiviert zu bleiben, hilft es, sich Gleichgesinnte zu suchen. Diese findet man beispielsweise bei örtlichen Veranstaltungen, auf Social Media oder bei einer Freiwilligenagentur vor Ort. Ebenso kann es sich lohnen, Freunde und Bekannte anzusprechen. Denn gemeinsam lassen sich Veränderungen leichter umsetzen.
Über den Erdüberlastungstag
Der Erdüberlastungstag wird jährlich vom Global Footprint Network mithilfe von zwei Parametern berechnet. Auf der einen Seite steht die Fähigkeit der Erde, Ressourcen zu erzeugen sowie Abfall und Emissionen aufzunehmen. Auf der anderen stehen Wälder, Landflächen, Wasser, landwirtschaftliche Gebiete und Fischereigründe, die Menschen für ihren aktuellen Lebens- und Wirtschaftsstil benötigen. Deutschland hat seinen nationalen Überlastungstag in diesem Jahr bereits am 2. Mai überschritten.
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Eco-Management and Audit Scheme
Mehr Nachhaltigkeit: Universität Bamberg ist EMAS-zertifiziert
Ein Ziel der Universität Bamberg ist, ihre Umweltauswirkungen systematisch zu erfassen und ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung konnte die Hochschule nun machen. Als eine der ersten bayerischen Universitäten ist sie EMAS-zertifiziert.
EMAS steht für „Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“, beziehungsweise „Eco-Management and Audit Scheme“. Organisationen, die ein Umweltmanagement nach EMAS etablieren, verpflichten sich dazu, alle einschlägigen Umweltrechtsvorschriften zu erfüllen und einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Umweltleistung zu organisieren. Eine derart zertifizierte Organisation ist seit letzter Woche die Universität Bamberg, wie die Hochschule am 21. September mitteilte.
Möglichkeiten, mehr Nachhaltigkeit an einer Universität zu leben und das Zertifikat zu bekommen, gibt es laut Universität viele. Bereits 2021 ist dafür ein Leitbild entstanden, in dem sich die Universität verpflichtet, Umweltbelastungen zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Klimaneutralität anzustreben. Daneben wurde ein Umweltprogramm mit insgesamt zwölf Handlungsfeldern wie Mobilität, IT oder Bau- und Flächenmanagement und den Kernthemen Forschung und Lehre aufgesetzt. „Mit dem Umweltmanagement nach EMAS geht die Universität einen konsequenten und systematischen Weg“, sagt Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Hochschule.
Die ersten Schritte zur Zertifizierung waren 2021 eine Bestandsaufnahme und die Erarbeitung grundlegender Strukturen, um die Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit zu bündeln. „Die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit gibt es bereits seit 2016. Nun unterstreicht auch die Einführung von EMAS die strategische Ausrichtung der Universität.“
Es rücken dabei beispielsweise die Möglichkeiten für selbsterzeugte Solarenergie, das Mobilitätsverhalten oder auch die jährlichen Gesamtemissionen in den Blick. „Die Strukturen müssen von Beginn an auf jeden Fall so angelegt sein, dass der Veränderungsprozess langfristig gelingen kann“, sagt Carolin Brix-Asala, Umweltmanagementbeauftragte der Universität. „Denn mit der Zertifizierung ist es nicht getan. EMAS ist ein fortlaufender Prozess.“
Ein klimapolitisches Zeichen setzte die Universität auch im Juli 2023 mit ihrem Beitritt zur internationalen Kampagne „Race to Zero“. Die Institutionen, die sich „Race to Zero” anschließen, verpflichten sich dazu, bis spätestens 2050 CO2-Neutralität zu erreichen und bis 2030 zur Halbierung der Emissionen beizutragen.