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Sanierung

Som­mer­re­si­denz der Bam­ber­ger Fürstbischöfe

Restau­rie­rungs­ar­bei­ten an Schloss See­hof abgeschlossen

Figu­ren, Fas­sa­de, Dach und Park­mau­er: Die Sanie­rung von Schloss See­hof ist fer­tig. Ins­ge­samt hat der Frei­staat Bay­ern 12,5 Mil­lio­nen Euro dafür gezahlt.

Die Restau­rie­rungs­ar­bei­ten an der Som­mer­re­si­denz der Bam­ber­ger Fürst­bi­schö­fe, Schloss See­hof bei Mem­mels­dorf, sind abge­schlos­sen. Wie das Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen mit­teil­te, hat der Frei­staat 12,5 Mil­lio­nen Euro für die Sanie­rung der Fas­sa­den, des Daches sowie der Park­mau­ern und Park­aus­stat­tung mit Park­trep­pen und Park­fi­gu­ren gezahlt.

Das durch die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung betreu­te Denk­mal­ensem­ble See­hof, mit sei­nem Schloss, sei­ner Gar­ten­an­la­ge und sei­nen Was­ser­spie­len, wur­de seit 2020 abschnitts­wei­se saniert und restau­riert. Die Bau­maß­nah­men konn­ten im Früh­jahr 2024 wei­test­ge­hend abge­schlos­sen wer­den. An den Frei­an­la­gen gibt es noch Rest­ar­bei­ten der Stein­met­ze sowie klei­ne­re Rückbau‑, Wie­der­her­stel­lungs- und Aus­bes­se­rungs­ar­bei­ten, die im Lau­fe des Jah­res fer­tig­ge­stellt wer­den sollen.

Die Restau­rie­rungs­maß­nah­men und Bau­ar­bei­ten kon­zen­trier­ten sich auf den Erhalt der Bau­sub­stanz und Ver­kehrs­si­cher­heit der Anla­ge. Zim­me­rer­ar­bei­ten am Dach­trag­werk, die Neu­ein­de­ckung des Daches mit Schie­fer, die Erneue­rung der Kamin­köp­fe sowie die Restau­rie­rung der Fas­sa­den kamen hin­zu. Zudem wur­den die in wei­ten Tei­len stark geschä­dig­te Park­mau­er, die den Park auf drei Sei­ten ein­fasst, saniert.

Auch die Stein­skulp­tu­ren und Figu­ren­grup­pen sowie die Kas­ka­de im Schloss­park waren Teil der Sanie­rung. Sie wur­den gerei­nigt, restau­riert, farb­lich neu gefasst und ein­zel­ne Figu­ren durch neue Abgüs­se ersetzt. Dar­un­ter befin­den sich auch die noch im Ori­gi­nal erhal­te­nen Wer­ke „Raub der Pro­ser­pi­na“ und „Sturz der Tita­nen“ von Fer­di­nand Tietz.

Instand­set­zung läuft seit 2019

Sanie­rung: Schloss Gey­ers­wörth erhält gol­de­ne Turmspitze

Die Sanie­rung von Schloss Gey­ers­wörth geht vor­an. Nun hat der Turm des Gebäu­des eine gol­de­ne Spit­ze erhal­ten. Bezahl­bar sind die Arbei­ten für die Stadt durch umfas­sen­de Förderungen.

Der­zeit wird Schloss Gey­ers­wörth saniert. Etwa 22,8 Mil­lio­nen Euro sol­len die Instand­set­zungs­maß­nah­men kos­ten, die bereits seit Juli 2019 lau­fen. Nun ist ein wei­te­rer Schritt getan, wie das Rat­haus mit­teil­te, und der Turm des Gebäu­des hat eine gol­de­ne Spit­ze inklu­si­ve Wet­ter­fah­ne erhalten.

Das Geld sieht Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke sinn­voll ange­legt, zumal die Stadt Bam­berg reich­lich und groß­zü­gi­ge För­der­mit­tel erhal­ten hät­te. „Wir wol­len als Welt­erbe­stadt ein Vor­bild sein, indem wir unse­re Monu­men­tal­bau­ten sach­ge­recht und nach­hal­tig sanie­ren. Ich bin mir sicher, dass sich das Ergeb­nis sehen las­sen kann“, sag­te Starke.

Einer der „Geburts­vä­ter des Pro­jekts“ sei unter­des­sen Andre­as Schwarz, Forch­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Mit­glied des Haus­halts­aus­schus­ses. Die­ser stel­le eine „Gold­ader für die Stadt“ dar, so Star­ke, weil er schon vie­le För­der-Mil­lio­nen für Bam­berg orga­ni­siert hat.

Schwarz sag­te als die gol­de­ne Turm­spit­ze ange­bracht wur­de: „Den Start­schuss für das Pro­jekt haben wir im Haus­halts­aus­schuss 2016 gelegt, als wir 7,15 Mil­lio­nen Euro als Anschub­fi­nan­zie­rung bewil­ligt haben. Das hat ande­re Geld­ge­ber bewo­gen, auch einen Bei­trag zu leisten.“

So wird die Stadt Bam­berg jetzt bei der Finan­zie­rung durch den Zuschuss der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en, dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst, von der Regie­rung von Ober­fran­ken, von der Ober­fran­ken­stif­tung und von der Baye­ri­schen Lan­des­stif­tung unter­stützt. Die Stadt muss somit nur etwa ein Drit­tel der Kos­ten selbst zahlen.

Arbeits­ort für die Verwaltung

Nach dem für Anfang 2025 geplan­ten Ende der Sanie­rung soll Schloss Gey­ers­wörth als Amts­ge­bäu­de die­nen. Auch unter dem Gesichts­punkt, dass etwa zur glei­chen Zeit das nächs­te städ­ti­sche Sanie­rungs­pro­jekt begin­nen wird. Star­ke sag­te dazu: „Wir pla­nen eine gro­ße Rocha­de inner­halb der Stadt­ver­wal­tung, wenn die ener­ge­ti­sche Sanie­rung des Rat­hau­ses am Max­platz beginnt.“ Ziel sei es, alle Mit­ar­bei­ten­den in den vor­han­de­nen städ­ti­schen Immo­bi­li­en unter­zu­brin­gen, ohne dass Con­tai­ner auf­ge­stellt wer­den müs­sen. Das Schloss Gey­ers­wörth spie­le hier eine zen­tra­le Rolle.

Sanie­rung seit mehr als zehn Jahren

Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el: Obers­te Gerüst­la­gen wer­den abgebaut

Die Wie­der­eröff­nung von Bam­bergs Klos­ter­an­la­ge St. Michel ist ein Stück näher gerückt. Ab die­ser Woche wer­den die obers­ten vier Gerüst­la­gen an den rund 73 Meter hohen Tür­men des Gebäu­des abgebaut.

Die Sanie­rung der Klos­ter­an­la­ge St. Michel kommt vor­an. Wie die Stadt mit­teilt, sind die Arbei­ten an den bei­den Tür­men der Kir­che abge­schlos­sen. Ihre Bau­ge­rüs­te wer­den nun ent­fernt und dann soll das Ergeb­nis sicht­bar sein.

Der Abbau soll etwa vier Wochen dau­ern. Stein­re­stau­ra­tor und Stein­metz-Meis­ter Rudolf Span­gel erklärt die Her­aus­for­de­run­gen: „Der Rück­bau von rund acht Metern Gerüst­hö­he ist sehr kom­plex, da das Gerüst an drei Sei­ten über dem Kir­chen­dach und Kon­vent-Gebäu­de schwebt und die Last über Kon­so­len in die Turm­wän­de ein­ge­lei­tet wird.“ Das Gerüst muss auf­grund sei­ner Sta­tik zudem an bei­den Tür­men gleich­zei­tig zurück­ge­baut werden.

Danach wird am Süd- und Nord­turm die obers­te Turm­stu­be mit der neu kon­zi­pier­ten Schall-Luke im Bereich der Glo­cken­stu­ben und der restau­rier­ten Sand­stein­fas­sa­de weit­hin zu sehen sein. „Die Hand­wer­ker haben hier teil­wei­se ein­zel­ne, über 200 Kilo­gramm schwe­re Stei­ne in der bis zu 1,20 Meter dicken Mau­er aus­ge­tauscht und neu ver­fugt“, berich­tet Finanz- und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix. „Die Län­ge der neu­en Fugen sum­miert sich auf ins­ge­samt fünf Kilometer.“

Auch betont Felix, dass der Zeit­plan der Sanie­rung gehal­ten wer­den kön­ne. Im ers­ten Halb­jahr 2026 soll die Kir­che wie­der für die Öffent­lich­keit zugäng­lich sein – nach dann 14-jäh­ri­ger Instandsetzung.

100 Fens­ter müs­sen ein­ge­baut werden

2024 sol­len zudem wei­te­re Bau­ab­schnit­te der Fas­sa­den­sa­nie­rung abge­schlos­sen wer­den. Neben der sta­ti­schen Sanie­rung, die bereits 2019 weit­ge­hend been­det wer­den konn­te, han­delt es sich dabei auch um die Natur­stein-Instand­set­zung der bei­den Tür­me und der West-Fas­sa­de sowie die Arbei­ten am Lang­haus. „Bis Ende des Jah­res soll dann das kom­plet­te Gerüst am West­werk ver­schwin­den“, sagt Felix. Danach gehe es an den Ein­bau von mehr als 100 Fens­tern in das Gebäude.

Auch im Innen­raum gehe es „sehr gut vor­an“, sagt Felix. „Hier lau­fen noch Natur­stein­ar­bei­ten und restau­ra­to­ri­sche Arbei­ten an der Aus­stat­tung schwer­punkt­mä­ßig der­zeit am Chor­ge­stühl des Hoch­chors. Auch Put­zer und Maler sind sehr inten­siv in der Kir­che unterwegs.“

Die bis­he­ri­gen und lau­fen­den Bau­ar­bei­ten an und in der Kir­che, die gesamt 34 Mil­lio­nen Euro kos­ten, sol­len bis Ende 2025 abge­schlos­sen sein. Bis zur Eröff­nung wird danach jedoch noch ein Vier­tel­jahr ver­ge­hen, denn erst wenn die Kir­che staub­frei ist, kann die jetzt aus­ge­bau­te und dann gene­ral­über­hol­te Orgel sorg­fäl­tig into­niert wer­den. Vor kur­zem begon­nen wur­de zudem der Bau­ab­schnitt mit der Dach­trag­werks­sa­nie­rung mit Dach­haut und der Über­ar­bei­tung der Nord-Ost-Fas­sa­de des Prälatenbaus.

För­de­rung

2012 war das Gebäu­de gesperrt wor­den, weil ein Stein aus dem Decken­ge­wöl­be her­un­ter­ge­fal­len war. Nach umfang­rei­chen Unter­su­chun­gen ent­schied sich der Eigen­tü­mer, die Bür­ger­spi­tal­stif­tung, unter­stützt von der Stadt Bam­berg, damals zu einer Gene­ral­in­stand­set­zung der kom­plet­ten Klos­ter­an­la­ge mit Gebäu­den und Außenflächen.

Alle Arbei­ten des Sanie­rungs­pro­jekts wer­den laut Bert­ram Felix erst 2035 abge­schlos­sen sein und dann vor­aus­sicht­lich 110 Mil­lio­nen Euro gekos­tet haben. Von den Kos­ten müs­sen die Stadt und die Stif­tung aber ledig­lich jeweils 10 Pro­zent bezah­len. Die rest­li­chen 80 Pro­zent kom­men aus einer Anschub­fi­nan­zie­rung des Bun­des und der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung baye­ri­scher För­der­ge­ber – der Ober­fran­ken­stif­tung, dem Baye­ri­schen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge und der Regie­rung von Oberfranken.

Bis Juni

Sanie­rung: Mar­kus­brü­cke ab Mon­tag voll gesperrt

Ab Mon­tag, 18. März, ist die Mar­kus­brü­cke wegen Sanie­rungs­ar­bei­ten bis Juni voll gesperrt. Ein Umlei­tungs­kon­zept für den Ver­kehr hat die Stadt bereits geplant.

Die Bam­ber­ger Mar­kus­brü­cke hat Schä­den und muss saniert wer­den. Vor allem die bei­den Brü­cken­köp­fe wei­sen Rost und Ris­se im Beton mit frei­lie­gen­dem und bereits stark ange­ros­te­ten Bau­stahl auf. Stark von Kor­ro­si­on betrof­fen sind auch die Rol­len­la­ger im Bereich zwi­schen den soge­nann­ten Brü­cken­wi­der­la­gern und den Stahlträgern.

Für die Sanie­rungs­ar­bei­ten ist die Brü­cke ab Mon­tag, 18. März, gesperrt. Bis Anfang Juni soll die Sper­rung laut einer Mit­tei­lung des Rat­hau­ses dau­ern. Bis dahin ist es nicht mög­lich, die Brü­cke zu über- oder unter­que­ren oder die seit­li­chen Trep­pen am Lein­ritt und auf der Sei­te des Schiff­bau­plat­zes zu benutzen.

Umlei­tungs­kon­zept

Der Fahr­zeug­ver­kehr soll in der Zeit bis Juni über die Rou­te Mar­kus­platz, Wei­de, Muß­stra­ße, Regen­bur­ger Ring (und umge­kehrt) umge­lei­tet wer­den. Die Anwe­sen am Lein­ritt zwi­schen Mar­kus­brü­cke und Stadt­ar­chiv sol­len über die nörd­li­che Zufahrt am Lein­ritt aus erreich­bar sein.

Fußgänger:innen sol­len den Hein­rich-Bosch-Steg und die Unte­re Brü­cke benut­zen. Mög­li­che Aus­weich­rou­ten für den Rad­ver­kehr sieht die Stadt über die Stre­cke Hein­rich-Bosch-Steg, Wei­de, Mar­kus­platz, Kapu­zi­ner­stra­ße (und umge­kehrt) oder über die Unte­re Brü­cke, Lein­ritt, Unte­re Sand­stra­ße (und umgekehrt).

Die Bus­li­nie 910 soll auf der Hin­fahrt über die Muß­stra­ße, den Regens­bur­ger Ring und die Schwein­fur­ter Stra­ße umge­lei­tet wer­den, die Hal­te­stel­le „Mar­kus­stra­ße“ ent­fällt. Die Linie 916 soll in bei­den Rich­tun­gen über Muß­stra­ße und Regens­bur­ger Ring umge­lei­tet wer­den, die Hal­te­stel­len „Mar­kus­stra­ße“ bis „Schwein­fur­ter Stra­ße“ bezie­hungs­wei­se „Schwein­fur­ter Stra­ße“ bis „Stadt­ar­chiv“ ent­fal­len. Ledig­lich die Fahrt mor­gens an Schul­ta­gen in Rich­tung Schran­ne soll auf dem nor­ma­len Lini­en­weg verkehren.

75 Pro­zent der Kosten

E.T.A Hoff­mann-Haus: Bund för­dert Sanierung

Das denk­mal­ge­schütz­te E.T.A. Hoff­mann-Haus am Schil­ler­platz muss saniert wer­den. Für das Pro­jekt hat der Bund nun 2,55 Mil­lio­nen Zuschuss bewilligt.

Das der­zeit wegen Sanie­rungs­ar­bei­ten E.T.A Hoff­mann-Haus am Bam­ber­ger Schil­ler­platz ist deutsch­land­weit das ein­zi­ge Muse­um für den Künst­ler Ernst Theo­dor Ama­de­us Hoff­mann. Von 1809 bis 1813 leb­te und arbei­te­te er dort. Vor gut einem Jahr zeig­ten Mitarbeiter:innen der Stadt­ver­wal­tung dem Bam­ber­ger Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Andre­as Schwarz (SPD) auf einer För­der­tour das Gebäu­de, wie Schwarz’ Büro nun mitteilte.

Wei­ter­hin teil­te der Abge­ord­ne­te mit, dass der Bund im Rah­men der För­der­ku­lis­se „Sanie­rung kom­mu­na­ler Ein­rich­tun­gen“ die Instand­set­zung des Hau­ses nun mit 2,55 Mil­lio­nen Euro unter­stüt­zen will. Das sind etwa 75 Pro­zent der ver­an­schlag­ten Sanie­rungs­kos­ten von 3,4 Mil­lio­nen Euro. Auch eine Neu­kon­zep­ti­on des Muse­ums soll dabei auf den Weg gebracht werden.

Denn: „Die­ses beson­de­re Haus soll zu einem Ort für kunst- und lite­ra­tur­in­ter­es­sier­te Men­schen wer­den“, sag­te Andre­as Schwarz, der Mit­glied Haus­halts­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges ist. „Ein erleb­nis­ori­en­tier­tes, zeit­ge­mä­ßes Muse­um, das auch inter­na­tio­na­le Gäs­te nach Bam­berg lockt.“

Im Zuge der Sanie­rung soll zudem der Ener­gie­be­darf des Gebäu­des mini­miert wer­den. Das Hin­ter­ge­bäu­de bie­te zudem genug Platz für einen Auf­zug, der Bar­rie­re­frei­heit ermög­li­chen soll.

Zweck des Muse­ums ist es, das Leben und Werk E.T.A. Hoff­manns für das Publi­kum erfahr­bar zu machen und einen Bezug zur heu­ti­gen Lebens­welt herzustellen.

Insta­bi­li­tät und Risse

Bund för­dert Sanie­rung der Vil­la Rem­eis mit 3 Mil­lio­nen Euro

Vie­le ken­nen den beein­dru­cken­den Aus­blick, den man von der Vil­la Rem­eis über Bam­berg hat. Das Gebäu­de selbst ist jedoch in schlech­tem Zustand. Nun wur­den der Stadt drei Mil­lio­nen Euro für die Sanie­rung bewilligt.

„Hier war sofort klar, dass schnell etwas pas­sie­ren muss“, sag­te Andre­as Schwarz. Der Forch­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Mit­glied im Haus­halts­aus­schuss hat­te vor etwa einem Jahr die Vil­la Rem­eis besucht und ihre Schä­den begut­ach­tet. „Durch die Insta­bi­li­tät des gesam­ten Han­ges hat­ten sich im Gebäu­de bereits tie­fe Ris­se gebildet.“

Durch sei­ne Funk­ti­on als Haus­halts­mit­glied habe Schwarz, so eine Mit­tei­lung sei­nes Büros, nun mit dem För­der­pro­gramm „Kul­tur­In­vest“ 50 Pro­zent der Sanie­rungs­kos­ten von 6 Mil­lio­nen Euro für die Vil­la Rem­eis auf den Weg brin­gen können.

Die Vil­la Rem­eis befin­det sich auf dem soge­nann­ten gestal­te­ten Roten Berg, der auf 310 Höhen­me­tern alle übri­gen bebau­ten Hügel Bam­bergs über­ragt. „Durch die Tes­ta­ments­ver­fü­gung von Dr. Karl Rem­eis an die Stadt Bam­berg wur­de die Grund­la­ge geschaf­fen“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, „dass der eins­ti­ge Erho­lungs­wert des Bam­ber­ger Berg­ge­biets an die­ser Stel­le für die Besu­cher heu­te noch erleb­bar ist.“ Dank der För­de­rung durch den Bund kön­ne man nun die Sanie­rung ange­hen und die Vil­la für die nächs­ten Gene­ra­tio­nen erhalten.

Aber die Vil­la Rem­eis spielt nicht nur eine tou­ris­ti­sche Rol­le. Zusätz­lich beher­bergt sie ein Café, das der Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frau­en (SkF) arbeits­the­ra­peu­tisch seit 25 Jah­ren betreibt.

„Die­ses sozia­le Pro­jekt bie­tet Tages­struk­tur, arbeits­the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men und indi­vi­du­el­le Hil­fen für psy­chisch kran­ke und psy­chisch behin­der­te Men­schen und soll nach der Sanie­rung dau­er­haft wei­ter­ge­führt wer­den“, sag­te Andre­as Schwarz.

Neben Maß­nah­men zur Hang­si­che­rung sol­len die För­der­mit­teln auch der Sanie­rung des Gar­ten­hau­ses der Vil­la zugu­te kom­men. Auch ein Erwei­te­rungs­neu­bau für sani­tä­re Anla­gen und viel­leicht eine Gas­tro­kü­che sol­len entstehen.

Wenig Eigen­be­tei­li­gung für Bamberg

Sanie­rung Rat­haus-Quar­tier: Finan­zie­rung steht

30 Mil­lio­nen Euro soll die Sanie­rung meh­re­rer Gebäu­de im Rat­haus-Quar­tier kos­ten. Der Bund wird eine Hälf­te der Sum­me über­neh­men. Auch die Finan­zie­rung der rest­li­chen 15 Mil­lio­nen konn­te sich die Stadt fast voll­stän­dig sichern. Selbst muss Bam­berg nur einen ver­hält­nis­mä­ßig klei­nen Anteil zahlen.

Das Bam­ber­ger Rat­haus-Quar­tier besteht aus den Anwe­sen Maxi­mi­li­ans­platz 3 und Haupt­wach­stra­ße 1, 3, 7, 9 und 16 und soll saniert wer­den. Bereits im Novem­ber 2019, so eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses, hat­te der Haus­halts­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­tags einen För­der­be­trag in Höhe von bis zu 15 Mil­lio­nen Euro für die Quar­tier-Sanie­rung in den Bun­des­haus­halt eingestellt.

Danach sei­en inten­si­ve Ver­hand­lun­gen mit meh­re­ren ande­ren För­der­ge­bern erfolgt. Anschlie­ßend prüf­te die Lan­des­bau­di­rek­ti­on Nord­bay­ern 50 Wochen lang den Antrag aus Bam­berg. Wei­te­re acht Mona­te ver­gin­gen in denen die Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en den För­der­be­scheid für die Bun­des­be­tei­li­gung vor­be­rei­te­te. Am Ende die­ses „Ver­fah­ren­s­ma­ra­thons“, so das Rat­haus wei­ter, ste­he mit dem Bun­des­zu­wen­dungs­be­scheid nun die Gesamt­fi­nan­zie­rung sicher.

„Die­se umfang­rei­che För­de­rung bil­det die Grund­la­ge dafür, dass wir bis 2028 meh­re­re zen­tra­le Gebäu­de in der Alt­stadt ener­ge­tisch moder­ni­sie­ren und somit das Ein­gangs­tor zur Fuß­gän­ger­zo­ne noch attrak­ti­ver gestal­ten kön­nen“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Fünf Pro­zent Eigen­fi­nan­zie­rung für Bamberg

Der Bund soll laut Rat­haus 50 Pro­zent der ver­an­schlag­ten Bau­kos­ten über­neh­men. Doch auch von der ande­ren Hälf­te blei­be nur ein Bruch­teil bei der Stadt hän­gen. Als wei­te­re Zuschuss­ge­ber sei­en dem­ge­mäß die Regie­rung von Ober­fran­ken mit 5,84 Mil­lio­nen Euro aus Städ­te­bau­för­der­mit­teln, die Ober­fran­ken­stif­tung mit 2,7 Mil­lio­nen Euro und das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst mit 3 Mil­lio­nen Euro aus dem Ent­schä­di­gungs­fonds an der Finan­zie­rung beteiligt.

Und da sich auch die Bür­ger­spi­tal­stif­tung und die Edgar Wolf’sche Stif­tung an den Sanie­rungs­kos­ten betei­lig­ten, weil ihnen Anwe­sen im Rat­haus-Quar­tier gehö­ren, müs­se die Stadt Bam­berg nur etwa 1,5 Mil­lio­nen Euro für die­ses umfang­rei­che Pro­jekt aufbringen.

„Wir sind glück­lich, dass die För­de­rung mit 95 Pro­zent nun in tro­cke­nen Tüchern ist. Für vie­le Städ­te in Deutsch­land ist das eine uner­reich­ba­re Quo­te. Nun wol­len wir bei dem Pro­jekt an Fahrt auf­neh­men“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Starke.

Die Gebäu­de im Rat­haus-Quar­tier sol­len nach der Sanie­rung als moder­ne Ver­wal­tungs­stand­or­te mit Gewer­be ent­lang der Haupt­wach­stra­ße genutzt wer­den. Unter ande­rem sol­len sie bar­rie­re­frei und bes­ser brand­ge­schützt sein. Auch sol­len Sani­tär­an­la­gen und die Fas­sa­de und das durch Fäul­nis geschä­dig­te Dach­trag­werk erneu­ert werden.

Klos­ter am Mitt­le­ren Kaulberg

Kar­me­li­ten­kir­che: Sanie­rung beginnt

Nach vie­len Jah­ren der Pla­nung soll dem­nächst die Sanie­rung der Kar­me­li­ten­kir­che in Bam­berg begin­nen. Sowohl die Sta­tik als auch der Innen­raum des Gebäu­des bedür­fen der Überholung.

Am 4. Mai beginnt in Bam­berg ein wei­te­res grö­ße­res Sanie­rungs­pro­jekt. Dann sol­len um 15 Uhr mit einem Spa­ten­stich offi­zi­ell die Instand­set­zungs-Arbei­ten an der Kar­me­li­ten­kir­che, gele­gen am Mitt­le­ren Kaul­berg, los­ge­hen. Einer­seits müs­se die Sta­tik des Gebäu­des aus dem 12. Jahr­hun­dert über­holt wer­den, ande­rer­seits stün­de eine gründ­li­che Rei­ni­gung der Innen­raum­scha­le an. Das teil­te das Klos­ter unter der Woche mit.

För­de­rer und Zuschuss­ge­ber des Pro­jek­tes wer­den am Tag des Spa­ten­stichs anwe­send sein, dar­un­ter Finanz­re­fe­rent Bert­ram Felix und der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz. Anton Land­graf, der Archi­tekt, wird bei der Gele­gen­heit den ers­ten Bau­ab­schnitt vorstellen.

Das Kon­vent der Kar­me­li­ten in Bam­berg, das der Eigen­tü­mer der Kir­che ist, bli­cke dem Tag Anfang Mai beson­ders freu­dig ent­ge­gen. Denn 2023 jährt sich die Grün­dung der Kar­me­li­ten­kir­che zum 750. Mal. 1273 leg­te der Orden den Grundstein.

Kar­me­li­ten nen­nen sich die Mit­glie­der des „Ordens der Brü­der der aller­se­ligs­ten Jung­frau Maria vom Ber­ge Kar­mel“. In Bam­berg sei­en sie seit Jahr­hun­der­ten ein Teil der Stadt und damit der Stadt­ge­schich­te, was nicht zuletzt an der Kar­me­li­ten­kir­che deut­lich wer­de, fährt die Mit­tei­lung fort. Mit der Sanie­rung der Kir­che sol­le auch ein posi­ti­ves Zei­chen für die Zukunft gesetzt werden.

Finanz­se­nat beschließt Ausschreibung

Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len: Gene­ral­sa­nie­rung kommt

Nach der Turn­hal­le sind jetzt die Schul­ge­bäu­de dran. In den nächs­ten Jah­ren möch­te die Stadt die Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len gene­ral­sa­nie­ren. Ges­tern bewil­lig­te Bam­bergs Finanz­se­nat die Finanzierung.

Die Sanie­rung der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len sei ein wei­te­rer Mei­len­stein gera­de lau­fen­der Schul­sa­nie­run­gen in Bam­berg. So zitiert eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke am 26. Juli. „Damit sichern wir nach­hal­tig Bam­berg als Bil­dungs­stand­ort mit einem brei­ten Angebot.“

Die not­wen­di­gen Ver­fah­ren für die Ver­ga­be des Sanie­rungs­auf­trags hat­te die Ver­wal­tung nach einem Beschluss des Stadt­rats bereits 2021 ange­sto­ßen. Nun beauf­trag­te der Finanz­se­nat die Ver­wal­tung, die Gene­ral­sa­nie­rung als euro­pa­wei­ten Teil­nah­me­wett­be­werb aus­zu­schrei­ben. In den ers­ten Pla­nungs­pha­sen prüf­te die Ver­wal­tung auch die Bau-Umset­zung und ermit­tel­te Ausweichflächen.

Die Real- und Wirt­schafts­schu­len der Graf-Stauf­fen­berg-Schu­len wur­den im Jahr 1972 gebaut. Die drei Jah­re dau­ern­de Gene­ral­sa­nie­rung der Schul­turn­hal­le für knapp 14 Mil­lio­nen Euro ist erst in die­sem Som­mer abge­schlos­sen worden.

Sanie­rungs­maß­nah­men

35 Mil­lio­nen für Brü­cken­rat­haus, St. Getreu und Musikschule

Die Stadt Bam­berg plant Sanie­rungs­maß­nah­men an meh­re­ren Bau­wer­ken. So sol­len das Brü­cken­rat­haus, die Kir­che St. Getreu und die Frei­an­la­gen der Musik­schu­le bau­lich ver­bes­sert wer­den. Die Kos­ten dafür ver­an­schlagt die Stadt mit etwa 35 Mil­lio­nen Euro. Die Zuschüs­se, die Bam­berg dafür erhält, sind unge­wöhn­lich hoch.

„Das sind groß­ar­ti­ge Neu­ig­kei­ten für unse­re Welt­erbe­stadt“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke im Anschluss an die Sit­zung des Finanz­se­nats am Diens­tag, 28. Juni. „Sie erlau­ben es uns, mit einem mini­ma­len Auf­wand maxi­ma­le Ver­bes­se­run­gen zu erzie­len. Beim his­to­ri­schen Brü­cken­rat­haus und der Obe­ren Brü­cke han­delt es sich um bedeu­ten­de Wahr­zei­chen unse­rer Stadt, die wir nun mit einem gerin­gen Eigen­an­teil in Stand set­zen können.“

Und tat­säch­lich, von den ver­an­schlag­ten Sanie­rungs­kos­ten von etwa 35 Mil­lio­nen muss die Stadt Bam­berg nur etwa 4,1 Mil­lio­nen Euro selbst bezah­len. Ent­spre­chend kön­ne sich Bam­berg glück­lich schät­zen, ein der­art gut ver­netz­tes und tat­kräf­ti­ges För­der­ma­nage­ment zu haben, sag­te Starke.

Brü­cken­rat­haus: Eigen­an­teil unter 13 Prozent

Im Fall des Alten Rat­hau­ses mit der Obe­ren Brü­cke ver­an­schlagt die Stadt Kos­ten von 17.550.000 Euro, wie sie am 28. Juni mit­teil­te. Dafür ste­hen ver­schie­de­ne För­der­mit­tel in Aus­sicht. Von der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en erhält die Stadt 8.775.000 Euro. Die Regie­rung von Ober­fran­ken trägt 3.102.000 Euro bei, die Ober­fran­ken­stif­tung 1.700.000 Euro. Der Frei­staat Bay­ern betei­ligt sich 1.500.00 Euro und die Baye­ri­sche Lan­des­stif­tung mit 197.500 Euro. Somit ver­blei­ben für die Stadt Bam­berg noch Kos­ten von 2.275.500 Euro, was einem Eigen­an­teil von unter 13 Pro­zent entspricht.

Bei der Sanie­rung des Brü­cken­rat­hau­ses steht die Reno­vie­rung der Fas­sa­de im Vor­der­grund. Hier gilt es vor allem, die durch Feuch­tig­keit geschä­dig­ten Sand­stei­ne zu restau­rie­ren. Außer­dem müs­sen die Male­rei­en auf der Ost- und West­sei­te wie­der­her­ge­stellt, Fens­ter saniert und die Dächer sta­tisch ertüch­tigt wer­den. Hin­zu kom­men Instand­set­zungs­maß­nah­men im Innern.

St. Getreu und Musikschule

Die ehe­ma­li­ge Props­tei St. Getreu hat gleich zwei geför­der­te Pro­jek­te. Die Sanie­rung der baro­cken, 370 Jah­re alten Kir­che und die Sanie­rung der Frei­an­la­gen der Musikschule.

Für die Kir­chen­sa­nie­rung wer­den die Kos­ten auf 15,8 Mil­lio­nen Euro geschätzt. Auch hier hat die Stadt Bam­berg und die St.-Getreu-Stiftung als Eigen­tü­me­rin meh­re­re För­der­töp­fe ange­zapft. So kom­men von der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en 7.900.000 Euro und von Regie­rung von Ober­fran­ken 1.920.000 Euro. Die Ober­fran­ken­stif­tung betei­ligt sich wie­der­um mit 1.500.000 Euro, der Frei­staat Bay­ern mit 1.000.000 Euro. Somit ver­blei­ben bei der Stadt Inves­ti­tio­nen von 1.900.000 Euro und bei der St.-Getreu-Stiftung von 1.580.000 Euro.

Bei der Kir­chen­sa­nie­rung St. Getreu sind meh­re­re Maß­nah­men erfor­der­lich. So bedür­fen sowohl das Dach, die Fas­sa­de und das Fun­da­ment als auch der Innen­raum einer Überholung.

Die Frei­an­la­gen St. Getreu rund um die städ­ti­sche Musik­schu­le soll indes denk­mal- und kli­ma­ge­recht neu gestal­tet wer­den. Hier rech­net die Stadt mit Kos­ten von 2,5 Mil­lio­nen Euro. Die­se Sum­me sol­len zum größ­ten Teil Bun­des­för­der­mit­tel aus dem Pro­gramm „Anpas­sung urba­ner Räu­me an den Kli­ma­wan­del“ (2.025.000 Euro) abde­cken. Den Rest tei­len sich die Stadt (250.000 Euro) und die St.-Getreu-Stiftung als Eigen­tü­me­rin (225.000 Euro).

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