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Stadtwerke Bamberg

Kir­che wur­de mit Pon­ti­fi­kal­amt und Fest­akt wie­der eröffnet

„Die Kro­ne Bam­bergs“: St. Micha­el beein­druckt alle Gäste

„Klock, klock, klock“: Mit drei­mal drei Schlä­gen sei­nes Bischofs­stabs gegen die Pfor­te öff­ne­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Kir­che St. Micha­el heu­te Vor­mit­tag. Damit wur­de das Got­tes­haus nach 14 Jah­ren Sper­rung und auf­wen­di­ger Sanie­rung wie­der sei­ner ursprüng­li­chen Bestim­mung über­ge­ben. Am mor­gi­gen Sonn­tag gibt es einen ers­ten Got­tes­dienst für alle Gläubigen.

Mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und einem Fest­akt wur­de die Kir­che nach 14 Jah­ren fei­er­lich wie­der eröff­net. „Ein his­to­ri­scher Moment für Bam­berg und das Erz­bis­tum: Mit der Wie­der­eröff­nung der Kir­che ist ein Juwel des Welt­erbes geschaf­fen wor­den“, sagt der Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Unter dem Klang der fünf alten und sechs neu­en Glo­cken sowie beglei­tet von einer fei­er­li­chen Pro­zes­si­on mit 19 Kon­ze­le­bran­ten nahm Erz­bi­schof Gössl die Kir­che sym­bol­träch­tig wie­der in Besitz. Nach der Öff­nung der Pfor­te zog der lit­ur­gi­sche Dienst in das Got­tes­haus ein, das sich den Gläu­bi­gen in neu­em Glanz prä­sen­tier­te. Die Seg­nung des Weih­was­sers, die Bespren­gung der Gemein­de sowie das fei­er­li­che Beweih­räu­chern (Inzens) der Kir­chen­wän­de knüpf­ten bewusst an die jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on der Kirch­wei­he an und mach­ten die spi­ri­tu­el­le Bedeu­tung des Ortes ein­drucks­voll erleb­bar. Höhe­punk­te des Pon­ti­fi­kal­amts waren zudem die Wie­der­ent­zün­dung des Ewi­gen Lichts sowie die Rück­kehr der Reli­quie des hei­li­gen Otto in den Kirchenraum.


Ein Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwendung

Erz­bi­schof Her­wig Gössl begann sei­ne Pre­digt mit den Wor­ten „Es ist eine Pracht!“, und er dank­te allen, die dafür gesorgt haben, dass die­se Pracht erhal­ten geblie­ben ist. Er deu­te­te das sanier­te Got­tes­haus als Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwen­dung zu den Men­schen und für die damit immer­zu not­wen­di­gen und mög­li­chen Erneue­rungs­pro­zes­se in Kir­che, Gesell­schaft und im per­sön­li­chen Leben jedes Menschen.

Ein wei­te­rer Aspekt der Pre­digt lag auf der Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung. Der Him­mels­gar­ten der Micha­els­kir­che mit sei­nen 585 Pflan­zen­mo­ti­ven sei „eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass die Schöp­fung Got­tes kost­ba­res Geschenk an uns ist, das es zu schüt­zen und zu bewah­ren gilt“. Gössl beton­te, dem Men­schen sei „nicht Aus­beu­tung und Ver­brauch“ auf­ge­tra­gen, son­dern „hüten und hegen“. Die Schön­heit der Natur ver­wei­se auf den Schöp­fer und sei zugleich Auf­trag zum ver­ant­wort­li­chen Handeln.

Nach einer Pau­se bil­de­te ein Fest­akt am Nach­mit­tag einen zwei­ten Höhe­punkt an die­sem Tag. Die­ser begann mit einem kur­zen Film, der die Gene­ral­sa­nie­rung und ihre außer­ge­wöhn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen anschau­lich mach­te. Anschlie­ßend begrüß­te Finanz- und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix vie­le nam­haf­te Ver­tre­ter aus Kir­che, Poli­tik, Wirt­schaft, Gesell­schaft und Denk­mal­pfle­ge. „Nach 14 Jah­ren inten­si­ver Arbeit ist die heu­ti­ge Eröff­nung für mich und alle an dem Pro­jekt betei­lig­ten Per­so­nen ein fast schon magi­scher Mei­len­stein. Es ist uns gelun­gen, mit St. Micha­el einen uner­mess­li­chen Schatz für Bam­berg dau­er­haft zu sichern. Wir ver­die­nen uns damit den Welt­erbe­ti­tel noch ein­mal neu“, beton­te Felix.


Putz­bro­cken gibt den Anstoß

In sei­ner Fest­re­de spann­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke einen ein­drucks­vol­len Bogen von den dra­ma­ti­schen Ereig­nis­sen des Jah­res 2012 bis zur heu­ti­gen Wie­der­eröff­nung. Die Fest­gäs­te wur­den mit einem akus­ti­schen Knall dar­an erin­nert, dass ein zwei Kilo­gramm schwe­rer Putz­bro­cken vor knapp 14 Jah­ren von der Decke fiel. Die­ser Vor­fall im Novem­ber 2012 habe wie ein „Warn­schuss“ gewirkt und deut­lich gemacht, dass aku­ter Hand­lungs­be­darf bestand. Die not­wen­di­ge Schlie­ßung der Kir­che sei unaus­weich­lich gewe­sen, zugleich aber der Aus­gangs­punkt für eine „äußerst gelun­ge­ne und erfolg­rei­che Gene­ral­sa­nie­rung die­ser groß­ar­ti­gen Kir­che“, so Starke.

Star­ke hob die her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung von St. Micha­el für Bam­berg her­vor: Die ehe­ma­li­ge Klos­ter­an­la­ge sei weit mehr als ein sakra­les Gebäu­de – sie sei ein prä­gen­des Wahr­zei­chen der Welt­erbe­stadt und für vie­le „die Kro­ne Bam­bergs“. Zugleich beton­te er die enor­me Gemein­schafts­leis­tung hin­ter dem Pro­jekt: Rund 43 Mil­lio­nen Euro Inves­ti­tio­nen, tau­sen­de Betei­lig­te, jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment und eine brei­te Unter­stüt­zung durch För­der­mit­tel­ge­ber, Fach­leu­te und Bür­ger­schaft hät­ten die Sanie­rung mög­lich gemacht.

OB Star­ke blickt für die ursprüng­lich im Jahr 1015 erbau­te Klos­ter­kir­che weit vor­aus: „Die nächs­ten 1.000 Jah­re begin­nen jetzt.“ St. Micha­el sol­le wie­der ein Ort des Glau­bens, der Begeg­nung und der Iden­ti­fi­ka­ti­on für kom­men­de Gene­ra­tio­nen sein.


Hohe Aus­zeich­nung für Felix

Im Rah­men des Fest­akts wur­de Finanz- und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix für sein außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment mit der Medail­le „Denk­mal­stadt Bam­berg“ aus­ge­zeich­net. Als maß­geb­li­cher Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher habe er die Gene­ral­sa­nie­rung über vie­le Jah­re hin­weg mit gro­ßer Fach­kom­pe­tenz und per­sön­li­chem Ein­satz geprägt, beton­te Star­ke. „Was Sie bei die­sem Pro­jekt geleis­tet haben, kann man Ihnen gar nicht hoch genug anrech­nen“, so das Stadt­ober­haupt, der sich bei Bert­ram Felix herz­lich bedankte.

Die Gene­ral­sa­nie­rung von St. Micha­el bezeich­ne­te Mar­tin Schöf­fel, Staats­se­kre­tär im Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen und für Hei­mat, in sei­nem Gruß­wort als „der­zeit größ­tes Kir­chen­sa­nie­rungs­pro­jekt Deutsch­lands“. Die Maß­nah­me ret­te ein ober­frän­ki­sches Wahr­zei­chen und einen zen­tra­len Teil der Bam­ber­ger UNESCO-Welt­erbe­stät­te. „Die Arbei­ten ver­ei­nen wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Restau­rie­rung, hand­werk­li­che Prä­zi­si­on und ein Netz­werk aus Fach­leu­ten, Uni­ver­si­tä­ten und For­schungs­kol­lo­qui­en. Das hoch­kom­ple­xe Pro­jekt hat nicht nur tech­ni­sche, son­dern auch kon­ser­vie­rungs­wis­sen­schaft­li­che Maß­stä­be gesetzt und gilt als Vor­bild für künf­ti­ge Sanie­run­gen. Finan­ziert als Gemein­schafts­auf­ga­be von Frei­staat, Bund, regio­na­len För­de­rern sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­gern konn­te die­ses ein­zig­ar­ti­ge Kul­tur­gut für kom­men­de Gene­ra­tio­nen gesi­chert wer­den. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten für Ihren groß­ar­ti­gen Ein­satz“, erklär­te Schöffel.

Ein Kraft­akt sei die umfas­sen­de Bau­maß­nah­me für die Stadt Bam­berg und die Bür­ger­spi­tal­stif­tung gewe­sen, beton­te Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid. „Für uns als För­der­ge­ber war beson­ders wich­tig, dass St. Micha­el ein leben­di­ger, zugäng­li­cher, ein­la­den­der Ort bleibt. Der heu­ti­ge Tag mar­kiert einen Neu­an­fang. Die Klos­ter­kir­che St. Micha­el tritt wie­der in ech­te Bezie­hung zu ihrer Stadt. Las­sen Sie uns die­sen Ort nun wie­der mit Leben fül­len – in Respekt vor sei­ner Geschich­te und mit Offen­heit für das, was hier ent­ste­hen kann“, so Luder­schmid. Auch er brach­te eine Aus­zeich­nung für Felix mit: Der Regie­rungs­prä­si­dent zeich­ne­te den Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten mit dem Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung aus.


Ein „ech­tes Leuchtturmprojekt“

Gene­ral­kon­ser­va­tor Pro­fes­sor Mat­thi­as Pfeil wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort die Sanie­rung als her­aus­ra­gen­des Bei­spiel moder­ner Denk­mal­pfle­ge. Aus einem zunächst schein­bar „übli­chen“ Scha­dens­fall habe sich ein Pro­jekt von außer­ge­wöhn­li­cher Trag­wei­te ent­wi­ckelt: Die Gene­ral­sa­nie­rung sei zu einem „ech­ten Leucht­turm­pro­jekt“ gewor­den, das Maß­stä­be für zukünf­ti­ge Gene­ra­tio­nen setze.

Dabei sei ins­be­son­de­re das Prin­zip der behut­sa­men Inter­ven­ti­on ent­schei­dend gewe­sen: Ziel sei es gewe­sen, die his­to­ri­sche Sub­stanz zu erhal­ten und Ein­grif­fe auf das not­wen­di­ge Maß zu beschrän­ken. Oder, so Pfeil zuge­spitzt: „Die bes­te denk­mal­pfle­ge­ri­sche Maß­nah­me ist oft die, die man spä­ter nicht sieht.“


Ein­trag ins Gol­de­ne Buch

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Fest­akt vom Kam­mer­mu­sik­ensem­ble der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker mit Wer­ken unter ande­rem von Mozart, Haydn und Dvořák. Den Abschluss bil­de­ten die Ein­tra­gung der Ehren­gäs­te in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg sowie ein gemein­sa­mer Empfang.

Via Live­stream konn­ten alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die bei­den Ver­an­stal­tun­gen im Netz ver­fol­gen, bei der auf Grund der beeng­ten Raum­ver­hält­nis­se nur gela­de­ne Gäs­te zuge­las­sen waren. Am mor­gi­gen Sonn­tag, dem 26. April 2026, gibt es einen ers­ten Got­tes­dienst für alle Gläu­bi­gen. Außer­dem sind alle Men­schen aus der Regi­on in zwei Wochen zu einem gro­ßen Bür­ger­fest rund um die sanier­te Kir­che St. Micha­el am 9. und 10. Mai 2026 eingeladen.

Auf­grund des erwar­tet gro­ßen Inter­es­ses wird emp­foh­len, zu Fuß zu kommen

Eröff­nungs­got­tes­dienst St. Micha­el: Stadt­wer­ke bie­ten Zusatz­fahrt an

Anläss­lich des Eröff­nungs­got­tes­diens­tes in der gene­ral­sa­nier­ten Kir­che St. Micha­el bie­ten die Stadt­wer­ke Bam­berg am Sonn­tag, 26. April 2026, um 8.10 Uhr eine Zusatz­fahrt der Linie 910 zum Michels­berg an, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Der öffent­li­che Got­tes­dienst beginnt an die­sem Tag um 10 Uhr, zele­briert von Dom­pfar­rer Dr. Mar­kus Koh­mann. Der Ein­lass ist ab 9 Uhr mög­lich, der Zugang erfolgt über das Haupt­por­tal sowie bar­rie­re­frei über den Konventbau.

Die wei­te­ren regu­lä­ren Bus­se der Linie 910 fah­ren sonn­tags zwi­schen 9.10 Uhr und 18.10 Uhr im Stun­den­takt vom ZOB zum Michels­berg. Auf­grund der engen Gas­sen kann auf der Linie nur ein soge­nann­ter Midi-Bus ein­ge­setzt wer­den, der cir­ca 85 Fahr­gäs­te fas­sen kann. Da mit einem hohen Besu­cher­auf­kom­men gerech­net wird, emp­feh­len die Stadt und Stadt­wer­ke Bam­berg des­halb allen, die „gut zu Fuß sind“, das schö­ne Wet­ter zu nut­zen und einen Spa­zier­gang zum Michels­berg zu machen.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst lädt ein Früh­schop­pen im Klos­ter­in­nen­hof zum Ver­wei­len und Aus­tausch ein: Mit Kaf­fee und Kuchen, Sil­va­ner aus dem Bam­ber­ger Stifts­la­den, Bier­spe­zia­li­tä­ten und alko­hol­frei­en Geträn­ken des Frän­ki­schen Braue­rei­mu­se­ums sowie einem Grill­an­ge­bot des Lions-Clubs Bam­berg-Michels­berg ist für das leib­li­che Wohl rund­um gesorgt. Bis 17 Uhr bleibt die Kir­che am Sonn­tag zur frei­en Besich­ti­gung geöffnet.

Stadt­wer­ke Bamberg

Grü­ne Wär­me aus der Reg­nitz für Hand­werks­kam­mer und Haushalte

Die Stadt­wer­ke Bam­berg wol­len im Bam­ber­ger Süden zwei Fluss­wär­me­pum­pen bau­en, die das Was­ser der Reg­nitz als Ener­gie­quel­le nut­zen. So sol­len 2.000 Haus­hal­te im Bam­ber­ger Süden und ein neu­es Bil­dungs­zen­trum der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken kli­ma­neu­tral mit grü­ner Wär­me ver­sorgt werden.

Für die bei­den Groß­wär­me­pum­pen soll in der Süd­flur zwi­schen der Reg­nitz und dem neu­en HWK-Bil­dungs­zen­trum ein Heiz­werk errich­tet wer­den, wie die HWK aktu­ell mit­teilt. Laut einer Mach­bar­keits­stu­die der Stadt­wer­ke Bam­berg und des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Ener­gie­wirt­schaft und Ener­gie­sys­tem­tech­nik (IEE) kön­nen die Wär­me­pum­pen ins­ge­samt 90 Pro­zent des benö­tig­ten Wär­me­be­darfs lie­fern. Dafür sol­len pro Sekun­de 300 Liter Was­ser aus der Reg­nitz ent­nom­men und fluss­ab­wärts mit leicht gerin­ge­rer Tem­pe­ra­tur wie­der in den Fluss ein­ge­lei­tet wer­den. Das neue Heiz­werk in der Süd­flur soll im Herbst 2027 in Betrieb gehen.

Zur Abde­ckung von Spit­zen­las­ten wol­len die Stadt­wer­ke aller­dings auf eine weni­ger umwelt­ver­träg­li­che, weil Koh­len­di­oxid pro­du­zie­ren­de Wei­se Ener­gie pro­du­zie­ren und zusätz­li­che Hack­schnit­zel­kes­sel nut­zen. In die­sen sol­len Holz­ab­fäl­le aus benach­bar­te städ­ti­schen Wäl­dern ver­brannt wer­den. Ins­ge­samt wol­len die Stadt­wer­ke eine Heiz­leis­tung von zehn Mega­watt erzeugen.

Inves­ti­tio­nen in die Energiegewinnung

Beim neu­en Wär­me­wen­de-Pro­jek­te im Bam­ber­ger Süden gehen die Stadt­wer­ke aktu­ell von Gesamt­in­ves­ti­tio­nen im mitt­le­ren zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich aus. Die Sum­me soll auch aus För­der­mit­teln des Bun­des finan­ziert werden.

Die Fluss­wär­me­pum­pen im Bam­ber­ger Süden ist bereits das zwei Quar­tiers­pro­jekt, mit dem die Stadt­wer­ke Bam­berg die Wär­me­wen­de vor­an­trei­ben wol­len. Vor weni­gen Wochen hat der Ener­gie­dienst­leis­ter auf dem Bam­ber­ger Kon­ver­si­ons­quar­tier Lag­ar­de ein Wär­me­sys­tem für 1.200 Alt- und Neu­bau­woh­nun­gen sowie Gewer­be­flä­chen in Betrieb genom­men, das zu 70 Pro­zent mit rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien betrie­ben wird.

Hier hat­ten die Stadt­wer­ke ins­ge­samt 13,5 Mil­lio­nen Euro För­der­mit­tel vom Bund und der Regie­rung von Ober­fran­ken akqui­rie­ren kön­nen. Durch den Ein­satz von erneu­er­ba­ren Ener­gien sol­len die Heiz­kos­ten wei­test­ge­hend von Preis­ent­wick­lun­gen fos­si­ler Brenn­stof­fe und künf­ti­ger CO2-Prei­se ent­kop­pelt und für die Bevöl­ke­rung lang­fris­tig güns­tig gehal­ten werden.

Groß­wär­me­pum­pen: Poten­zi­al für die Wärmewende

Die Zahl der Groß­wär­me­pum­pen in Deutsch­land ist laut HWK-Mit­tei­lung über­schau­bar, doch das Poten­zi­al enorm. Nach einer aktu­el­len Stu­die der Münch­ner For­schungs­stel­le für Ener­gie­wirt­schaft (FfE) könn­ten 20 Pro­zent der Kom­mu­nen, vor allem ent­lang der gro­ßen Flüs­se, mit die­ser Tech­nik einen Groß­teil ihres Wär­me­be­darfs decken. Theo­re­tisch hät­te die Tech­nik außer­dem das Poten­zi­al, den Wär­me­be­darf aller Haus­hal­te und Gewer­be in Bay­ern zu decken.

Der­zeit erschwe­ren aber sehr kom­ple­xe Geneh­mi­gungs­pro­zes­se für Fluss­was­ser­wär­me­pum­pen in Bay­ern die flä­chen­de­cken­de Nut­zung von Fluss­was­ser­wär­me. Ins­be­son­de­re die was­ser­recht­li­che Geneh­mi­gung stellt einen sehr auf­wen­di­gen Pro­zess dar.

Für das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren des Bam­ber­ger Vor­ha­bens haben das Baye­ri­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um, das Was­ser­wirt­schafts­amt Kro­nach sowie die Unte­re und Obe­re Natur­schutz­be­hör­de ihre Unter­stüt­zung jedoch zuge­si­chert. Sie möch­ten spe­zi­ell den Bam­ber­ger Geneh­mi­gungs­pro­zess als zustän­di­ge Behör­den beglei­ten, um Erkennt­nis­se für zukünf­ti­ge ver­gleich­ba­re Pro­jek­te zu gewinnen.

Stadt­wer­ke Bamberg

Vor­läu­fi­ge Bilanz: Durch­wach­se­ne Sai­son in Bam­bergs Freibädern

Heu­te endet in zwei von drei Frei­bä­dern Bam­bergs die Bade­sai­son. Die Stadt­wer­ke haben mit weni­ger Publi­kum als im letz­ten Jahr jedoch eine unzu­frie­den­stel­len­de ers­te Bilanz zie­hen müs­sen. Der Grund für den Rück­gang ist aller­dings schon gefunden.

Das Bam­ber­ger Sta­di­on­bad und das Frei­bad in Gau­stadt haben bis heu­te Abend (9. Sep­tem­ber) jeweils bis 20 Uhr geöff­net. Die Nach­sai­son in der Hain­ba­de­stel­le läuft noch bis Ende Sep­tem­ber. Die vor­läu­fi­ge Bilanz der Zah­len der Besucher:innen in die­ser Frei­bad­sai­son fällt laut einer Mit­tei­lung der Stadt­wer­ke aller­dings durch­wach­sen aus.

In die­sem Som­mer haben rund 140.000 Besucher:innen die Bam­ber­ger Frei­bä­der auf­ge­sucht – das sind laut Stadt­wer­ke elf Pro­zent weni­ger als im ver­gan­ge­nen Som­mer und auch weni­ger, als im Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen Jahre.

„Das Wet­ter war durch­wach­sen, wir alle hät­ten uns gewünscht, dass die hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren frü­her gekom­men wären“, sagt Lena Schley­er, Lei­te­rin der Bäder bei den Stadt­wer­ken Bam­berg. Mit 70.000 Bade­gäs­ten sei das Sta­di­on­bad jedoch nach wie vor Publi­kums­lieb­ling, gefolgt von der Hain­ba­de­stel­le mit 38.000 Gäs­ten. Das Frei­bad Gau­stadt haben in die­sem Som­mer bis­her 32.000 Schwimmer:innen besucht.

Kli­ma­schutz

Stadt­wer­ke Bam­berg erset­zen ältes­tes Wind­rad im Landkreis

Neue Ener­gie für den ältes­ten Wind­stand­ort im Land­kreis Bam­berg: Die Stadt­wer­ke Bam­berg wer­den das Sas­sen­dor­fer Wind­rad durch eine neue Anla­ge erset­zen. Ab 2026 soll das neue Sas­sen­dor­fer Wind­rad Öko­strom für mehr als 3.000 Haus­hal­te erzeu­gen. Auch wei­te­re Pro­jek­te zum Aus­bau grü­ner Ener­gien sind geplant.

Das Sas­sen­dor­fer Wind­rad ist laut einer Mit­tei­lung der Stadt­wer­ke Bam­berg das ältes­te im Land­kreis und habe eine gro­ße Sym­bol­kraft für den hei­mi­schen Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien. 2020 erwar­ben die Stadt­wer­ke das Wind­rad von einer Genos­sen­schaft um Wind­pio­nier Roland Ebitsch.

Mitt­ler­wei­le ist eine Repa­ra­tur der 26 Jah­re alten Anla­ge aber nicht mehr sinn­voll, so die Mit­tei­lung wei­ter, wes­halb die Stadt­wer­ke nun das Rad gegen eine neue, leis­tungs­fä­hi­ge­re Wind­kraft­an­la­ge erset­zen werden.

Micha­el Fie­del­dey, Geschäfts­füh­rer der Bam­ber­ger Stadt­wer­ke, sag­te: „Damit ste­hen wir zu unse­rem Ver­spre­chen, das Sas­sen­dor­fer Erbe im Sin­ne der Wind­pio­nie­re fort­zu­füh­ren. Wir wer­den am sel­ben Stand­ort effi­zi­en­ter, zuver­läs­si­ger und lei­ser Öko­strom für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger produzieren.“

Pro­jekt­part­ner bei der Pla­nung und Rea­li­sie­rung ist die „Ener­gie­al­li­anz Bay­ern“, ein Zusam­men­schluss aus 46 baye­ri­schen Stadt­wer­ken und Ener­gie­ver­sor­gern. Seit 15 Jah­ren plant, baut und betreibt das Unter­neh­men gemein­sam mit Kom­mu­nen und Grund­stücks­be­sit­zern Pro­jek­te zur erneu­er­ba­ren Strom­pro­duk­ti­on. „Seit vie­len Jah­ren sind auch die Stadt­wer­ke Bam­berg Gesell­schaf­ter die­ser Koope­ra­ti­on“, sagt Fie­del­dey. „In der Zeit haben wir in die­sem Stadt­wer­ke­ver­bund meh­re­re Wind- und Pho­to­vol­ta­ik­pro­jek­te erfolg­reich rea­li­siert – im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes und auch der regio­na­len Wert­schöp­fung.“ Hier­zu zäh­le auch, dass Bürger:innen und Gemein­den über eine finan­zi­el­le Betei­li­gung von den Wind­pro­jek­ten pro­fi­tie­ren können.

Wei­te­rer grü­ner Strom für die Region

Ent­we­der wer­den Wind­rä­der neu gebaut, wie es die Stadt Bam­berg und Zap­fen­dorf der­zeit pla­nen, oder beim soge­nann­ten „Repowe­ring“ von Wind­rä­dern wer­den älte­re Anla­gen durch moder­ne und leis­tungs­fä­hi­ge­re ersetzt. Auf die­sem Weg kann mehr rege­ne­ra­ti­ver Strom pro­du­ziert wer­den, zudem dre­hen sich moder­ne Wind­rä­der nicht mehr so schnell wie Anla­gen aus den 1990er Jah­ren. Wäh­rend sich das Sas­sen­dor­fer Wind­rad bis­her bis zu 60 Mal pro Minu­te dreh­te, wird sich die neue Anla­ge nur bis zu 20 Mal pro Minu­ten dre­hen. Zudem sind neue Anla­gen wesent­lich lei­ser als alte Windräder.

Fin­det sich genug Unter­stüt­zung, wol­len die Stadt­wer­ke Bam­berg und die Ener­gie­al­li­anz Bay­ern wei­te­re Wind­rä­der errich­ten. Hier­zu lau­fen der­zeit Gesprä­che mit Grundstückseigentümern.

Auch in der Bam­ber­ger Süd­flur wol­len die Stadt­wer­ke Bam­berg mit einer 14 Hekt­ar gro­ßen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge CO2-frei­en Öko­strom für 6.000 Haus­hal­te pro­du­zie­ren. Die rege­ne­ra­ti­ve Strom­pro­duk­ti­on soll Ende des kom­men­den Jah­res starten.

Außer­dem wol­len die Stadt­wer­ke Bam­berg gemein­sam mit der Ener­gie­al­li­anz und der Bam­ber­ger Lebens­hil­fe in der Hirschai­der Gemar­kung Rothen­sand zwei Wind­kraft­an­la­gen errich­ten. Der Stand­ort auf dem im Wald ver­steck­ten ehe­ma­li­gen Muni­ti­ons­la­ger liegt rund zehn Kilo­me­ter öst­lich von Hirschaid. Der Geneh­mi­gungs­pro­zess ist bereits ange­sto­ßen. Auf Grund­la­ge der bis­he­ri­gen Pla­nung könn­ten die bei­den Anla­gen mehr als 8.000 Haus­hal­te mit Öko­strom versorgen.

Am „Wind­park Brunn“ im gleich­na­mi­gen Orts­teil des Mark­tes Hei­li­gen­stadt sind die Stadt­wer­ke Bam­berg eben­falls betei­ligt. Bis 2026 sol­len hier in Koope­ra­ti­on mit der Ener­gie­al­li­anz Bay­ern drei Wind­kraft­an­la­gen ent­ste­hen , die Strom für 15.000 Haus­hal­te pro­du­zie­ren könnten.

Erhöh­te Netzentgelte

Stadt­wer­ke Bam­berg wol­len an Strom­preis­sen­kung festhalten

Der Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber Ten­net hat die Ver­dopp­lung der Über­tra­gungs­netz­ent­gel­te für 2024 ange­kün­digt. Wie die Stadt­wer­ke Bam­berg bekannt­ga­ben, sol­len dadurch auf die Haus­halts- und Klein­ge­wer­be­kun­den aber kei­ne Mehr­kos­ten zukommen.

Infol­ge der Haus­halts­kri­se der Bun­des­re­gie­rung sind Strom­kun­den in Deutsch­land laut Stadt­wer­ke Bam­berg erneut Tur­bu­len­zen aus­ge­setzt. Erst wur­de zum Jah­res­wech­sel die Preis­brem­sen zurück­ge­nom­men, jetzt die För­de­run­gen zum Aus­bau der Über­tra­gungs­net­ze, so die Stadt­wer­ke in einer Mitteilung.

So wer­de der Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber Ten­net sei­ne Netz­nut­zungs­ent­gel­te von der­zeit 2,95 Cent pro Kilo­watt­stun­de auf 6,45 Cent anhe­ben. Als Grund dafür wur­de die Strei­chung der geplan­ten För­de­rung von 5,5 Mil­li­ar­den Euro für den Aus­bau der Über­tra­gungs­net­ze durch die Ampel-Koali­ti­on ange­ge­ben. Das Geld soll­te aus dem Wirt­schafts­sta­bi­li­sie­rungs­fonds flie­ßen, der infol­ge des Haus­halts­ur­teils des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auf­ge­löst wurde.

Ent­spre­chend hat der Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber Ten­net Ende Dezem­ber die Ver­dopp­lung der Über­tra­gungs­netz­ent­gel­te für 2024 ange­kün­digt. Die Ener­gie­prei­se der Haus­halts- und Klein­ge­wer­be­kun­den der Stadt­wer­ke sol­len davon aber nicht betrof­fen sein.

„Wir ver­scho­nen unse­re Haus­halts­kun­den vor die­sen bei­den Belas­tun­gen“, ver­spricht Micha­el Fie­del­dey, Geschäfts­füh­rer der Stadt­wer­ke Bam­berg. „An den ver­spro­che­nen gesun­ke­nen Strom­prei­sen wer­den wir trotz der Mehr­be­las­tun­gen nicht rüt­teln. Sie kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass die Strom­prei­se im neu­en Jahr mas­siv sinken.“

Infol­ge des BVG-Urteils sind auch die staat­li­chen Belas­tun­gen beim Gas eben­falls gestie­gen. So hat die Bun­des­re­gie­rung die CO2-Abga­be auf Gas stär­ker erhöht als ursprüng­lich geplant. Auch die staat­li­che Gas­spei­cher­um­la­ge belas­te den Gas­preis zusätz­lich. Die Stadt­wer­ke Bam­berg gaben jedoch an, auch die­se Mehr­be­las­tun­gen für ihre Kun­den über­neh­men zu wollen.

Graue Stein­klöt­ze, grau­es Becken und wie­der Wasser

Obst­markt­brun­nen läuft wieder

Schön ist er nach wie vor nicht, aber nun gibt er zumin­dest wie­der Was­ser von sich. Die Bam­ber­ger Stadt­wer­ke und der Bam­berg Ser­vice haben den Obst­markt­brun­nen repariert.

Seit April 2020 war der Obst­markt­brun­nen außer Betrieb und gera­de im Som­mer sei­en sei­ne Was­ser­spie­le sehr ver­misst wor­den, mel­de­te das Rat­haus. Seit ges­tern (12. Juli) ist das Ver­gan­gen­heit. Denn nach­dem am Vor­mit­tag das Brun­nen­be­cken mit Was­ser gefüllt wur­de, ging kurz vor 13 Uhr eine neue Pum­pe in Betrieb. Bei knapp 30 Grad im Schat­ten spru­del­te dann wie­der Was­ser zwi­schen den grau­en Stein­klöt­zen und ihrer Betonoptik.

1977 bau­te die Stadt den Obst­markt­brun­nen. Bei einer Bestands­auf­nah­me von defek­ten Brun­nen­an­la­gen im Jahr 2022 stell­te sich jedoch der schlech­te Zustand der Pum­pen­tech­nik her­aus. Die­se stam­me, so das Rat­haus, ver­mut­lich noch aus dem Ent­ste­hungs­jahr. Auf jeden Fall habe die Stadt­spit­ze den Wil­len geäu­ßert, den Brun­nen bald­mög­lichst wie­der in Betrieb zu nehmen.

Der Bam­berg Ser­vice, zu des­sen Auf­ga­ben die Instand­hal­tung der städ­ti­schen Brun­nen gehört, habe daher die Stadt­wer­ke Bam­berg mit der Repa­ra­tur der Lei­tun­gen, der Sprink­ler und der Pum­pen­tech­nik beauf­tragt. Ende Juni fand ein Test­lauf statt – nun läuft der Brun­nen wieder.

Pilot­pro­jekt

HVO100: Stadt­wer­ke betrei­ben Bus­flot­te mit Pflanzenöl

Auf dem Weg zu einem mög­li­cher­wei­se CO2-frei­en ÖPNV tes­ten die Stadt­wer­ke Bam­berg, ihre Bus­flot­te mit Pflan­zen­öl zu betrei­ben. Das Pilot­pro­jekt beginnt Mit­te April mit zwei Bus­sen. Ab Som­mer sol­len alle Bus­se der Stadt­wer­ke mit dem Kraft­stoff HVO100 betankt werden.

Der Treib­stoff HVO100 (Hydro­trea­ted Vege­ta­ble Oil) setzt laut Stadt­wer­ke Bam­berg etwa 90 Pro­zent weni­ger CO2-Emis­sio­nen frei als tra­di­tio­nel­ler Die­sel. So bestehe der Bio­kraft­stoff aus­schließ­lich aus bio­lo­gi­schen Rest- und Abfall­stof­fen und sei frei von Palm­öl. Wei­ter­hin garan­tie­re der Her­stel­ler den Stadt­wer­ken, dass die Pro­duk­ti­on nicht mit Nah­rungs- und Fut­ter­mit­tel­er­zeu­gung kon­kur­riert und kei­ne schäd­li­chen Anbau­me­tho­den fördert.

Zudem sei HVO100 aktu­ell zwar teu­rer als her­kömm­li­cher Die­sel­kraft­stoff, Fahr­gäs­te der Stadt­wer­ke Bam­berg müss­ten des­halb aber nicht mit stei­gen­den Ticket­prei­sen rech­nen. Im Rah­men einer Reform der Kfz-Steu­er möch­te die Bun­des­re­gie­rung der­ar­ti­ge Kraft­stof­fe sub­ven­tio­nie­ren. Außer­dem stre­ben die Stadt­wer­ke ihrer­seits eine För­de­rung des Pro­jekts an.

Auf dem Weg zur E‑Flotte

Ab Mit­te April möch­ten die Stadt­wer­ke zwei ihrer Bus­se mit HVO 100 betrei­ben und auf Test­fahrt schi­cken. Für den Pilot­be­trieb soll an der Geor­gen­stra­ße eine mobi­le Tank­stel­le ent­ste­hen, an der die Fahr­zeu­ge den Kraft­stoff aus hydrier­ten Pflan­zen­ölen tan­ken können.

Wäh­rend der Pilot­pha­se sol­len die Motor­leis­tun­gen beob­ach­tet und die Abga­se der Bus­se ana­ly­siert wer­den. Bewährt sich der Kraft­stoff, sol­len ab Som­mer alle 57 Bus­se der Stadt­wer­ke aus­schließ­lich den Treib­stoff tan­ken und jähr­lich 1.100.000 Liter kon­ven­tio­nel­len Die­sel­kraft­stoff ein­spa­ren. Auf die­sem Weg möch­ten die Stadt­wer­ke zusätz­lich mehr als 2.600 Ton­nen CO2 ein­spa­ren. Durch den Wech­sel zu HVO100 sol­len zudem die Fein­staub­emis­sio­nen der Bus­se um bis zu einem Drit­tel redu­ziert werden.

Mit dem laut Stadt­wer­ken bun­des­weit ein­ma­li­gen Kli­ma­schutz­pro­jekt möch­te das Unter­neh­men, bis zur voll­stän­di­gen Umrüs­tung der Bus­flot­te auf emis­si­ons­frei­en Elek­tro-Antrieb, mit den vor­han­de­nen Die­sel­bus­sen sofort und ohne wei­te­re Inves­ti­tio­nen 90 Pro­zent CO2-Emis­sio­nen ein­spa­ren. In den kom­men­den Jah­ren sol­len dann alle Die­sel­bus­se durch Elek­tro­bus­se ersetzt wer­den. In die­se voll­stän­di­ge Dekar­bo­ni­sie­rung möch­ten die Stadt­wer­ke einen hohen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag investieren.

„Wenn wir die Auto­mo­bil­in­dus­trie in ihrem Wan­del nicht abwür­gen wol­len“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, „müs­sen wir offen für neue Ideen und Brü­cken­tech­no­lo­gien sein. Um eine sol­che han­delt es sich beim HVO-Kraft­stoff, des­sen All­tags­taug­lich­keit wir nun durch den Pilot­be­trieb in den Stadt­wer­ke-Bus­sen tes­ten möch­ten. Er kann kurz­fris­tig einen wich­ti­gen Bei­trag für den Kli­ma­schutz leisten.“

Koope­ra­ti­on mit Stadtwerken

Stadt­bau Bam­berg will kli­ma­neu­tral werden

Die Stadt­bau Bam­berg will eine der ers­ten gro­ßen kli­ma­neu­tra­len Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten Deutsch­lands wer­den. Ent­spre­chen­de Wär­me­ver­sor­gungs­kon­zep­te plant der Bam­ber­ger Woh­nungs­an­bie­ter gemein­sam mit den Stadt­wer­ken Bam­berg. Die Koope­ra­ti­on sei bun­des­weit ein­ma­lig und wur­de im Bei­sein von Bun­des­bau­mi­nis­te­rin Kla­ra Gey­witz besiegelt.

Die Wär­me­ver­sor­gung für knapp 43 Mil­lio­nen Woh­nun­gen in Deutsch­land ist ein wesent­li­cher Trei­ber des Kli­ma­wan­dels. Wie die Insti­tu­ti­on am 2. Sep­tem­ber bekannt­gab, möch­te die Stadt­bau Bam­berg dem etwas ent­ge­gen­set­zen und eine der ers­ten gro­ßen kli­ma­neu­tra­len Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten Deutsch­lands wer­den. Dafür sol­len „alle 4.000 Mie­ter des städ­ti­schen Woh­nungs­an­bie­ters bis zum Jahr 2040 beim Hei­zen nahe­zu kein kli­ma­schäd­li­ches Koh­len­di­oxid aus­sto­ßen“, heißt es in einer Mit­tei­lung. Mie­ten sol­len zudem auf bezahl­ba­rem Niveau gehal­ten und Heiz­kos­ten wei­test­ge­hend von Preis­ent­wick­lun­gen fos­si­ler Brenn­stof­fe ent­kop­pelt wer­den. Mög­lich soll das wer­den, weil Woh­nun­gen künf­tig mit erneu­er­ba­ren Ener­gien aus der Erde, dem Abwas­ser und dem Bam­ber­ger Müll­heiz­kraft­werk beheizt wer­den sollen.

„Nur wenn wir ener­ge­ti­sche Sanie­rungs­kon­zep­te und die wei­te­re Gewin­nung rege­ne­ra­ti­ver
Ener­gien mit dem Aus­bau öko­lo­gi­scher Wär­me­net­ze ver­zah­nen, bleibt die zwin­gend not­wen­di­ge Kli­ma­neu­tra­li­tät der Woh­nun­gen auch für die Mie­te­rin­nen und Mie­ter bezahl­bar“, sagen Veit Berg­mann und Dr. Micha­el Fie­del­dey, Geschäfts­füh­rer der Stadt­bau und der Stadt­wer­ke. „Kli­ma­schutz und Ener­gie­kos­ten sind aktu­ell die größ­ten sozi­al­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen in unse­rem Land.“

Gey­witz: „Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer brau­chen Planungssicherheit“

Als Vor­bild der Koope­ra­ti­on mit den Stadt­wer­ken Bam­berg nennt die Stadt­bau die Wär­me­ver­sor­gung für das Bam­ber­ger Kon­ver­si­ons­quar­tier Lag­ar­de. Hier wür­den die Stadt­wer­ke 1.200 Woh­nun­gen und Gewer­be­flä­chen in Neu­bau­ten und denk­mal­ge­schütz­ten Bestands­ob­jek­ten mit umwelt­freund­li­cher Wär­me ver­sor­gen. Die­se wür­de zu 70 Pro­zent vor Ort und rege­ne­ra­tiv gewon­nen. Mög­lich sei dies durch den Auf­bau eines kal­ten Nah­wär­me­net­zes. Die Heiz­ener­gie hier­für wird mit­tels 20.000 Qua­drat­me­tern Erd­kol­lek­to­ren aus dem Abwas­ser­wär­me tau­sen­der Bam­ber­ger Haus­hal­te und mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Dächern gewon­nen. Ziel der Koope­ra­ti­on sei es, bis zum Jahr 2040 gemein­sam mit den Stadt­wer­ken alle 4.000 Wohn­ein­hei­ten kli­ma­neu­tral zu versorgen.

„Für unse­re Mie­te­rin­nen und Mie­ter ist wich­tig, dass wir die Heiz­kos­ten­ent­wick­lung von
Preis­stei­ge­run­gen fos­si­ler Brenn­stof­fe ent­kop­peln“, sag­te Veit Berg­mann. „Das schaf­fen wir,
indem wir in erneu­er­ba­re Ener­gien inves­tie­ren und damit auf lan­ge Sicht unab­hän­gi­ger von den Ent­wick­lun­gen auf den Ener­gie­märk­ten werden.“

Für die effi­zi­en­te Wär­me­wen­de sei die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Woh­nungs­wirt­schaft und ört­li­chem Stadt­werk unver­zicht­bar. Dr. Micha­el Fie­del­dey sag­te dazu: „Wir wol­len unse­re Infra­struk­tur ziel­ge­rich­tet aus­bau­en. Inves­ti­tio­nen in Wär­me­net­ze und Ener­gie­zen­tra­le sind
aller­dings sehr kos­ten­in­ten­siv. Durch die Zusam­men­ar­beit mit gro­ßen Woh­nungs­un­ter­neh­men wis­sen wir, wo wir künf­tig rege­ne­ra­ti­ve Wär­me brau­chen. Um Neben­kos­ten für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner nied­rig zu hal­ten, kön­nen wir so eine wirt­schaft­li­che Lösung für
alle Betei­lig­ten entwickeln.“

Bun­des­bau­mi­nis­te­rin Kla­ra Gey­witz, beim Ver­trags­schluss zwi­schen Stadt­wer­ken und Stadt­bau anwe­send, sag­te zur Koope­ra­ti­on: „Die größ­te Her­aus­for­de­rung der Wär­me­wen­de in Deutsch­land sind die vie­len kon­ven­tio­nell beheiz­ten Bestands­ge­bäu­de. Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer brau­chen Pla­nungs­si­cher­heit, wie sie die Stadt­bau Bam­berg gemein­sam mit den Stadt­wer­ken Bam­berg auf frei­wil­li­ger Basis schafft. Damit ist der Koope­ra­ti­ons­ver­trag ein Mus­ter­bei­spiel für eine ver­bind­li­che kom­mu­na­le Wärmeplanung.“

Wel­ches Grund­schul­kind gestal­tet den Jubiläumsbus?

Mal­wett­be­werb zu „125 Jah­re ÖPNV in Bamberg“

Im Jahr 1897 fuhr zum ers­ten Mal die Stra­ßen­bahn durchs Alte Rat­haus in Bam­berg. 25 Jah­re spä­ter fuhr die Bam­ber­ger Stra­ßen­bahn zum letz­ten Mal und stell­te ihren Betrieb wie­der ein. 2023 jährt sich das Bestehen des Bam­ber­ger ÖPNV zum 125. Mal. Zu die­sem Anlass rufen die Stadt­wer­ke Bam­berg Grund­schul­kin­der aus Stadt und Land­kreis zu einem Mal­wett­be­werb auf. Es geht dar­um, den „Jubi­lä­ums­bus“ zu gestal­ten. Der schöns­te Ent­wurf fin­det sich dann auf einem Bam­ber­ger Buss wie­der und fährt ein Jahr lang durch Stadt und Landkreis.

Die Gewin­ne­rin oder der Gewin­ner kön­nen sich außer­dem ein Fahr­rad im Wert von bis zu 1.000 Euro aus­su­chen. Zudem laden die Stadt­wer­ke die Schul­klas­se der Sie­ge­rin oder des Sie­gers zu einer Besich­ti­gung des Bus­de­pots in der Geor­gen­stra­ße ein.

Die Mal­vor­la­gen des Wett­be­werbs schi­cken die Stadt­wer­ke den Grund­schu­len im Lau­fe der Woche per Post zu. Ein­zel­ne Exem­pla­re kön­nen bei den Stadt­wer­ken am Mar­ga­re­ten­damm abge­holt oder hier her­un­ter­ge­la­den wer­den. Dort gibt es auch alle Infor­ma­tio­nen und Teil­nah­me­be­din­gun­gen zum Malwettbewerb.