Dritter Bamberger Saisonsieg
BMA365 Bamberg Baskets gewinnen erneut in Hamburg
Nach dem Sieg im BBL-Pokal haben die BMA365 Bamberg Baskets auch ihre Bundesliga-Partie in Hamburg gewonnen. Am 6. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend bei den Veolia Towers Hamburg mit 101:71 (43:36) und holte sich so ihren dritten Saisonsieg.
3.069 Zuschauer in der Inselpark Arena sahen eine überzeugende Vorstellung des Teams aus Freak City, das alle vier Viertel für sich entscheiden konnte. Den entscheidenden Vorsprung konnten sich die Bamberger im dritten Abschnitt herausspielen. Diesen gewann man mit 30:15 und setzte sich deutlich ab.
Neben Moritz Krimmer und Daniel Keppeler (Fußverletzung) musste Head Coach Anton Gavel ab der 14. Minute auch noch auf Richard Balint verzichten. Beim Zusammenprall mit Zsombor Maronka wurde dem Tschechen ein Stück vom Zahn ausgeschlagen. Zudem erlitt er eine Platzwunde am Kinn.
Wie schon beim Heimsieg gegen Chemnitz punkteten auch diesmal gleich sechs Bamberger Spieler zweistellig. Demarcus Demonia (20) und Ibi Watson (18) führten das Team an. Besondere Erwähnung verdient auch die Leistung von EJ Onu. Der Center steuerte neben seinen 11 Punkten und 7 Rebounds auch 6 geblockte Würfe zum Erfolg bei.
43:36-Halbzeitführung der Baskets
Never change a running system – getreu diesem Spruch startete Head Coach Anton Gavel erneut mit der aus den bisherigen Spielen bereits bekannten Startformation. Williams, Balint, Watson, Demonia und Onu legten auch gleich wieder richtig gut los und gingen nach gerade einmal einer gespielten Minute durch einen ganz weiten Dreier von Cobe Williams mit 5:0 in Front. Auch Benka Barloschky war sofort im Spiel – den Schiedsrichtern jedoch vielleicht ein wenig zu arg, weshalb der Towers-Coach nach exakt 89 Sekunden ein Technisches Foul angeschrieben bekam. Ibi Watson versenkte den fälligen Freiwurf sowie in den folgenden Angriffen gleich zwei Dreier und so lagen die Bamberger früh zweistellig in Führung (12:2/3.). Die Probleme der Hanseaten wurden nicht geringer, denn Aufbauspieler Leonard Thorpe Jr. war auf einem der Bodenaufkleber weggerutscht und hatte sich hierbei so verletzt, dass er nicht weiterspielen konnte. Unter dem Bamberger Korb räumte nun EJ Onu ordentlich auf (3 Blocks schon in der ersten Hälfte des ersten Viertels) und so blieben die BMA365 Bamberg Baskets weiter vorne (16:6/5.). Dann jedoch kamen die Towers besser ins Spiel und verkürzten dank mehrerer Offensiv-Rebounds den Rückstand (18:14/7.) Die Bamberger aber behaupteten die Führung und gewannen das erste Viertel letztlich mit 24:18.
Das zweite Viertel sollte dann zeigen, warum Head Coach Anton Gavel vor diesem Spiel gewarnt hatte. Zunächst legten EJ Onu und Demarcus Demonia zwar für die Gäste vor (29:21/13.), doch sowohl in der Inselpark Arena als auch bei der DYN-Übertragung war zu spüren, dass die Hanseaten nun immer stärker wurden. Auch die Verletzung von Richard Balint (14.) sowie das dritte Foul gegen Cobe Williams (15.) spielten den Hanseaten in die Karten. Zudem geriet der gesamte Rhythmus des Spiels durch mehrere strittige Schiedsrichter-Entscheidungen etwas ins Stottern, was eher dem Spiel der Hamburger zugutekam (Bamberg am Ende mit 20:2 Fast-Break Punkten). Knapp drei Minuten vor der Halbzeitpause dunkte Zacharie Perrin sein Team auf 34:32 wieder heran und Niklas Wimberg verkürzte per Dreier sogar auf 36:35 (19.), doch Ibi Watson & Co. behielten kühlen Kopf. Mit einem 7:1‑Lauf nahm man nicht nur eine doch ganz ordentliche 43:36-Halbzeitführung mit in die Kabine, sondern dank des Dreiers von Zach Ensminger eben kurz vor Halbzeit auch das Momentum.
„Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht“
So richtig heiß kamen die BMA365 Bamberg Baskets aus der Kabine. Wie schon in der ersten Hälfte spielte man weiter sein Spiel und ließ den Vorsprung aufgrund einer 18:4‑Serie erstmals auf über 20 Zähler anwachsen (61:40/28.). Bis auf 25 Punkte (71:46/30.) konnte man die Führung ausbauen, ehe die Towers zum Ende des dritten Abschnitts nochmals auf 73:51 herankamen.
Zu Beginn des Schlussviertels ließ die Konzentration ein wenig nach. Das Bamberger Teamplay litt und immer wieder traf man schlechte Entscheidungen und nahm schlechte Würfe. Dies schaute sich Anton Gavel jedoch nur zwei Minuten mit an (74:55/32.), ehe er in einer Auszeit sein Team wieder in die Spur brachte. Cobe Williams übernahm und mit zwei Dreiern zum 80:57 (34.) sorgte er für klare Verhältnisse. Von nun an hielten die BMA365 Bamberg Baskets ihren Gegner bis zum Spielende auf Distanz. An der Freiwurflinie erzielte Finn Döntgens mit seinen Zählern sieben und acht in dieser Partie zunächst den 100. Punkt sowie dann auch den 101:71 Endstand.
„Glückwunsch an die Spieler. Ich glaube, es war eine schwierige Partie. Eine Mannschaft, die um den ersten Saisonsieg kämpft, ist immer sehr gefährlich. Das Gute war, dass wir alle vier Viertel gewonnen haben. Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht und konnten daraus auch einfache Punkte in Transition machen, was immer wichtig ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Beide Mannschaften mussten auf Spieler verzichten, an dieser Stelle gute Besserung an LJ Thorpe. Wir mussten auf Richard verzichten. Aber die anderen Spieler haben es sehr gut gemeistert, ihn heute gemeinsam zu ersetzen. Wir sind froh über den Sieg.“
Das nächste Heimspiel steht am kommenden Samstag, 8. November, gegen die SKYLINERS aus Frankfurt auf dem Spielplan. Tip-Off gegen die Hessen in der BROSE ARENA ist um 18:30 Uhr.
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Nach dem Pokal gastiert Bamberg erneut in Hamburg
Veolia Towers Hamburg erwarten die BMA365 Bamberg Baskets
38 Tage nachdem man sich in der ersten Runde des BBL-Pokals gegenüberstand, treffen die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Wochenende nun erneut auf die Veolia Towers Hamburg. Wie schon beim Pokalspiel Ende September so haben die Hanseaten auch in der Partie des 6. Spieltags in der easyCredit BBL das Heimrecht auf ihrer Seite.
Für beide Mannschaften ist die kommende Begegnung das mittlerweile fünfte BBL-Match in dieser Saison. Während die Bamberger mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem Konto nach Hamburg reisen, konnten die Norddeutschen bislang noch keines ihrer BBL-Spiele in dieser Saison gewinnen. Tip-Off in der Inselpark Arena zur Partie der BMA365 Bamberg Baskets bei den Veolia Towers Hamburg ist am Samstagabend um 20:00 Uhr.
„Mit dem Spiel in Hamburg steht uns wieder ein sehr schweres Auswärtsspiel bevor. Die Towers stehen noch ohne Sieg und werden daher alles dafür tun, den Knoten platzen zu lassen. Unter diesen Voraussetzungen nochmals gegen dieses EuroCup Team, das Qualität besitzt, zu spielen, ist eine absolut schwierige Aufgabe für uns“, so Anton Gavel. „Gerade auswärts ist es für uns besonders wichtig, in der Defensive eine Leistung aufs Parkett zu bringen, so wie uns das zuletzt gegen Chemnitz über mehrere Viertel gelungen ist. Natürlich hilft es, wenn man vorne ein paar Würfe trifft, aber das ist zweitrangig. Wir müssen versuchen, dem Spiel von Anfang an unseren Stempel aufzudrücken.“
Nach jeweils vier gespielten Partien in der easyCredit Basketball Bundesliga sprechen die Statistiken vor dem Spiel am Samstag in Hamburg eine klare Sprache. In Sachen Punkte, Rebounds, Assists & Co. haben die Bamberger bei den Durchschnittswerten überall die Nase vorne.
Die Wurfquoten hingegen sind in allen Bereichen ziemlich ähnlich. Da die Hanseaten jedoch noch keines ihrer vier BBL-Spiele gewinnen konnten (gegen den MBC, in Chemnitz und München sowie gegen Bonn) spricht die Effektivität ebenfalls deutlich für die BMA365 Bamberg Baskets, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen nach Hamburg reisen.
Die 89:94-Niederlage im Pokal am 24. September gegen Bamberg war die erste Pleite der Hanseaten in dieser Saison. Wettbewerbsübergreifend folgten neun weitere Niederlagen (BBL: 0–4 /EuroCup: 0–5). Eben jenes erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften sprach Hamburgs Head Coach Benka Barloschky im Interview auf der Towers-Homepage nochmals explizit an: „Bamberg hat uns die bisher schmerzhafteste Niederlage zugefügt. Das Aus im Pokal hat unseren gesamten Saisonstart auf den Kopf gestellt. Wir wollen am Samstag über 40 Minuten unseren besten Basketball spielen, um uns dafür zu revanchieren. Und uns damit einen Neustart ermöglichen. In diesem Spiel steckt unglaublich viel – gemeinsam mit unseren Fans im Rücken wollen wir uns den Sieg holen.“
Aufgrund des schwachen Saisonstarts haben die Hamburger bereits nachverpflichtet. Mit Martin Breunig (33 Jahre – C – 2,03 m) kommt ein BBL-erfahrener Big Man an die Elbe. Am Samstag, so die Towers auf ihrer Homepage, wird Breunig jedoch noch nicht im Towers-Trikot auflaufen. Der Zwei-Meter-Mann steht dann nämlich ein letztes Mal für seinen aktuellen Arbeitgeber, den französischen Erstligisten SLUC Nancy im Gastspiel bei SIG Straßburg auf dem Parkett. Ebenfalls nicht mit dabei wird auch Osaro Rich sein. Der Shooting Guard hat sich im Spiel gegen Hapoel Jerusalem eine Fraktur der Speiche im rechten Arm zugezogen.
Carlos Stewart Jr. war beim Pokal-Spiel gegen Bamberg nicht mit von der Partie. Auch in der BBL kam der US-Amerikaner bislang nur in zwei Spielen (21 Punkte gegen den MBC und 13 Punkte in Chemnitz) zum Einsatz. Die beiden anderen Spiele musste der Point Guard als siebter Importspieler zuschauen. Auch am Samstag muss Cheftrainer Benka Barloschky einen seiner Spieler pausieren lassen. Neben Stewart traf es bislang auch den Ungarn Zsombor Maronka (23 Jahre – SF – 2,08 m) schon zweimal. Wieder mit von der Partie wird hingegen Niklas Wimberg (29 Jahre – PF – 2,06 m) sein. Im Pokalspiel war er noch mit einer Fingerverletzung zum Zuschauen verdammt.
Nicht nur unter den Brettern ist der Franzose Zacharie Perrin aktuelle einer der Stärksten im Team der Towers. Mit durchschnittlich 6,3 Rebounds führt er sein Team an. Auch sein Effektivitätswert von 16,0 stellt den Spitzenwert im Team der Hamburger dar.
Neben Perrin stand nur ein weiterer Spieler bislang in allen vier BBL-Partien in der Startformation der Towers. Leonard Thorpe Jr. hat auch im EuroCup alle Spiele für die Hanseaten begonnen. In der BBL verteilt er im Schnitt 6,3 Assists, leistet sich jedoch auch 3,5 Ballverluste pro Partie.
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Pflichtspielauftakt der Bamberg Baskets
Bamberg Baskets gewinnen BBL-Pokal-Spiel in Hamburg
Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihr erstes Spiel der neuen Saison gewonnen und stehen somit im Pokal-Achtelfinale. Seine Erstrundenpartie gewann das Team von Head Coach Anton Gavel am Mittwochabend bei den Veolia Towers Hamburg mit 94:89 (45:38) und legte so einen gelungenen Saisonstart hin.
Vor 1.679 Zuschauern war Cobe Williams mit 25 Punkten am Ende Topscorer der Partie gegen die Hanseaten, bei denen Justin Edler-Davis mit 24 Zählern die meisten Punkte sammelte. In der nächsten Runde müssen die Bamberger nun erneut auswärts antreten. Am 18. Oktober steht man im Achtelfinale um 20:00 Uhr in der Stadthalle Weißenfels dem SYNTAINICS MBC gegenüber.
Der Spielverlauf
Hamburg startete besser in diese Do-or-die-Partie und legte zunächst einmal vor. Richard Balint sorgte per Dreier für die ersten Zähler der BMA365 Bamberg Baskets, ehe EJ Onu mit zwei Dunks für das 7:6 (3.) sorgte. 3:30 Minuten waren in der Partie gespielt, als sich der Bamberger Center jedoch mit seinem bereits zweiten Foul mehr oder weniger selbst aus dem Spiel nahm. In der Folgezeit wechselte die Führung nahezu in jedem Angriff, doch dann netzte Demarcus Demonia zwei Dreier in Folge ein und die Baskets konnten sich erstmals etwas absetzen (15:9/6.). Der Ball lief gut durch die Bamberger Reihen und ein insgesamt starker Adrian Petković erhöhte den Vorsprung bereits im ersten Viertel in den zweistelligen Bereich (21:11/8.). 25:13 lag das Team aus Freak City in Front, ehe Justin Edler-Davis per Dreier auf 25:16 nach dem ersten Viertel verkürzen konnte.
Mit einem Dreier eröffnete Adrian Petković das zweite Viertel für die Bamberger (28:16), bei denen nun allerdings die gute Ballbewegung aus dem ersten Viertel etwas verloren ging. Dennoch aber konnte man zunächst dank des Dreiers von Richard Balint (31:18/13.) und des Dunks von Austin Crowley (33:20/14.) die Führung weiter konstant halten. Angeführt von Justin Edler-Davis pirschten sich die Hanseaten nun aber langsam wieder heran. Auch das dritte Foul in dieser Phase von EJ Onu (16.) spielte dem Team von Benka Barloschky ein wenig in die Karten und die Towers verkürzten bis auf 38:35 (18.). Cobe Williams per Dreier, Ibi Watson mit seinem ersten Feldkorb sowie Patrick Heckmann per Buzzer Beater hielten die Türme bis zum 45:38-Pausenstand jedoch weiter auf Distanz.
„Ich glaube, dass die erste Halbzeit für uns ganz ordentlich ausgesehen hat“
Mit zwei Dreiern zu Beginn der zweiten Hälfte von Cobe Williams und Daniel Keppeler schraubten die BMA365 Bamberg Baskets den Vorsprung schnell wieder auf 10 Zähler (51:41/22.). Nun aber fanden die Werfer auf Seiten der Hamburger besser zu ihrem Rhythmus (56:51/25.) Die Punkte von Justin Edler-Davis beantwortete Adrian Petković hier noch prompt (60:51/28.), doch wenig später glich LJ Thorpe Jr. per Dreier zum 60:60 wieder aus, ehe Jean-Pierre Tokoto II kurz vor Ende des dritten Abschnitts die Towers mit einem Dreier gar in Führung brachte (62:65).
Würden die Gastgeber diesen Schwung nun auch zu Beginn des Schlussabschnitts beibehalten können? Nein, denn das Team von Anton Gavel biss sich ins Spiel, arbeitete gut zusammen und ließ die Towers so eben nicht davonziehen. Knapp vier Minuten waren im letzten Abschnitt gespielt, als Ibi Watson mit einem Drei-Punkte-Spiel die Partie beim 71:71 wieder ausglich. Offensiv übernahm auf Bamberger Seite nun Daniel Keppeler. Mit zehn Punkten in Folge brachte er sein Team mit 81:77 (37.) in Führung. Mit teils wirklich extrem schwierigen, aber erfolgreichen Dreiern, blieben die Hamburger ihrerseits dran (85:82). Der Block von EJ Onu sowie der Dreier im anschließenden Angriff von Cobe Williams zum 88:82 sorgten 77 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung, zumal die Bamberger ihre Freiwürfe wenn auch nicht perfekt, aber gut genug trafen.
„Glückwunsch an die Spieler. Ich glaube, dass die erste Halbzeit für uns ganz ordentlich ausgesehen hat. Offensiv haben wir uns echt gute Würfe herausgespielt, die wir dann auch teilweise getroffen haben“, so Bambergs Head Coach nach der Partie. „Wenn wir zu kopflos agiert haben, dann haben sich bei uns die Turnover gehäuft und wir haben schlechte Würfe genommen. Was dann auch dazu geführt hat, dass wir Fastbreak-Punkte kassiert haben. In der zweiten Halbzeit hat Hamburg umgestellt und damit hatten wir Probleme. Aber ich glaube, das wichtig war, dass wir zusammengeblieben sind und diese schwere Phase durchgestanden haben. Wir sind froh, dass wir hier gewinnen und in die nächste Runde einziehen konnten.“
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Pflichtspielauftakt der Bamberg Baskets
Saisonauftakt im Pokal in Hamburg
An heutigen Mittwoch steht für die BMA365 Bamberg Baskets das erste Pflichtspiel der neuen Saison auf dem Programm. In der ersten Runde des BBL-Pokals ist die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel dabei um 20 Uhr zu Gast bei den Veolia Towers Hamburg.
Auch wenn man natürlich viel lieber auf eigenem Parkett in ein solches Do-or-die-Spiel gegangen wäre, sind die Bamberger mit einem guten Gefühl nach Hamburg aufgebrochen. Sechs Siege konnte man in sieben Vorbereitungsspielen einfahren und so hofft man nun natürlich darauf, genau hier auch im ersten Pflichtspiel anknüpfen zu können. Mit dabei im Team um Kapitän Ibi Watson ist Patrick Heckmann, der erst kürzlich mit einem Kurzzeitvertrag ausgestattet wurde und den nach wie vor verletzten Moritz Krimmer ersetzen wird.
„Hamburg hat offensiv sehr viel Power und so wird es kein einfaches Spiel. Hier müssen wir mit unserer Verteidigung dagegenhalten“, sagt Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Insgesamt ist es natürlich nicht gerade vorteilhaft, dass wir die Saison mit vier Auswärtsspielen beginnen müssen, aber das wussten wir von vornherein und müssen das so hinnehmen. Es ist so aber auch gleich eine gute Challenge für uns.“
In der vorletzten Saison standen sich beide Teams in Hamburg im BBL-Pokal bereits schon einmal gegenüber. Damals siegten die Bamberger recht deutlich mit 80:64 und zogen ins Viertelfinale ein.
Towers konnten starke deutsche Achse halten
Auch die Towers haben eine gute Saisonvorbereitung hinter sich. Vier ihrer sechs Testspiele konnten sie gewinnen. Erst letzte Woche setzte man noch einmal ein richtiges Ausrufezeichen, als man in Hamburg gegen den dänischen Pokalsieger Randers Cambria richtig aufkrachte. Am Ende siegten die Norddeutschen mit 120:66. Leonard Thorpe Jr. (15 Punkte, 14 Assists), Justin Edler-Davis (16 Punkte, 11 Rebounds) und Topscorer Zacharie Perrin (21 Punkte) waren die Auffälligsten.
In den beiden öffentlichen Testspielen gegen Bundesligisten gab es einen Sieg und eine Niederlage. In Rostock zog man mit 83:94 den Kürzeren, beim Season Opener gegen Oldenburg siegte man mit 98:80. Eric Reed Jr. war im Spiel gegen die Donnervögel nicht zu stoppen und erzielte 34 Punkte.
Mit Osaro Rich, Kenneth Ogbe, Benedikt Turudić und Niklas Wimberg konnten die Towers ihre starke deutsche Achse halten. Wie schon in der Vorsaison muss Niklas Wimberg jedoch auch in dieser Serie zum Saisonstart passen. Der 29-Jährige, der letzte Saison infolge eines Beinbruchs lange pausieren musste, ist diesmal wegen einer Fingerverletzung raus. Beim zweiten Test der Towers in Berlin verletzte sich der Power Forward am Ringfinger der linken Hand und musste daraufhin operiert werden.
Unter anderem haben Jordan Barnett, Brae Ivey, Kur Kuath, Jaizec Lottie und Johnathan Stove den Club verlassen. Viel neues Personal musste somit gefunden und integriert werden. Nach einer überaus erfolgreichen Saison bei CSO Voluntari, kam Justin Edler-Davis nach Hamburg. Der 27-jährige US-Boy holte in Rumänien den Pokal sowie den Titel in der European North Basketball League und unterzeichnete bei den Towers einen Vertrag bis 2027. Ebenfalls neu ist Point Guard Carlos Stewart Junior. Der Guard kommt direkt vom College aus den USA, wo er zuletzt für die Santa Clara Broncos spielte. Für weitere Firepower im Angriff der Hanseaten sorgt Eric Reed Junior. Der Shooting Guard spielte in der Vorsaison in Belgien für die Kortrijk Spurs. In der BNXT League erzielte er im Schnitt 15,1 Punkte und führte sein Team als Topscorer ins Playoff-Halbfinale. Zudem wurde er ins First Team der Liga gewählt.
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Bamberg Baskets
Heimniederlage gegen Hamburg
Zweites Spiel, zweite Niederlage in diesem Jahr. Am 15. Spieltag unterlagen die Bamberg Baskets vor rund 3.500 Zuschauern den Veolia Towers Hamburg mit 80:83.
Mit einem Heimsieg am Dreikönigstag wollten die Bamberg Baskets schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur in der easyCredit Basketball Bundesliga finden. Aus diesem Vorhaben ist am Montagabend in der BROSE ARENA jedoch leider nichts geworden. In der Partie des 15. Spieltags unterlagen die Bamberg Baskets vor 3.571 Zuschauern den Veolia Towers Hamburg mit 80:83 (34:29).
Ein rabenschwarzes drittes Viertel, das die Bamberger mit 15:35 abgeben mussten, brachte letztlich die Entscheidung zugunsten der Hanseaten. Das in verschiedenen Vorberichten hochgehandelte Duell der Point Guards beider Mannschaften sorgte an diesem Abend für nur wenig Begeisterung. Sowohl Brae Ivey als auch Ronaldo Segu leisteten sich jeweils sieben Ballverluste.
Bester Werfer bei den Gästen war Jordan Barnett mit 17 Punkten. Auf Bamberger Seite punkteten Noah Locke (23), Ronaldo Segu (19) und Moritz Krimmer (11) zweistellig.
Head Coach Anton Gavel konnte erneut auf den zuletzt erkrankten Karsten Tadda sowie auf den nach Nasenbeinbruch mit einer Maske spielenden Filip Stanić zurückgreifen. Offiziell verabschiedet wurde MaCio Teague, dessen Vertrag mit der Partie gegen Hamburg auslief.
„Im Namen der gesamten Organisation möchten wir uns ganz herzlich bei MaCio für die tolle Arbeit bedanken, die er in den letzten drei Monaten hier geleistet hat. Er hat uns in den guten wie auch in den schlechten Zeiten unheimlich geholfen und es tut mir leid, dass wir ihn so verabschieden müssen“, sagte Head Coach Anton Gavel.
Beide Mannschaften legten richtig stark los und nach nicht einmal zwei Minuten brachte Brandon Horvath sein Team bereits mit 7:4 in Führung. Nun aber stockte der Motor im Spiel beider Teams gehörig und so tat sich in den folgenden fünf Minuten auf der Anzeigentafel kaum etwas (10:6/8.). Stattdessen sammelten beide Teams ordentlich Ballverluste. Mitte des ersten Viertels hatten die Hamburger schon sechs Mal, die Bamberger ihrerseits vier Mal den Ball einfach weggeworfen. Endlich etwas Energie kam dann zweieinhalb Minuten vor Ende des ersten Viertels ins Bamberger Spiel. Nach dem verworfenen Dreier von Geburtstagskind Ibi Watson holte Moritz Krimmer hier den Ball für sein Team zurück, eher er Sekunden später selbst von jenseits der 6,75-Meter-Linie abdrückte und zum 13:6 traf. Beide Teams aber mit vielen ungenutzten, obwohl zum Teil auch völlig freien Wurfmöglichkeiten und so schlichen sich die Hamburger bis zum Viertelende wieder heran (15:13).
Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt wahrlich nichts für Ästheten. Nach wie vor hatten beide Mannschaften zunächst ihre Probleme in Sachen Chancenverwertung (19:18/14.). Dann aber schien ein Dreier von Kapitän Karsten Tadda bei ablaufender Shotclock sein Team doch etwas wachgerüttelt zu haben (22:18/14.), denn knapp dreieinhalb Minuten vor der Halbzeit gingen die Bamberg Baskets nach dem Sprungwurf von Ronaldo Segu mit 30:20 (17.) in Führung. Der Vorsprung hätte hier sogar noch einen Tick größer sein können, hätten die Schiedsrichter das unsportliche Foul von Osaro Rich an Brandon Horvath auch als solches erkannt. 1:44 Minuten vor der Halbzeitsirene führten die Bamberger nach wie vor mit zehn Zählern (34:24), ehe Jordan Barnett mit fünf Zählern zum Ende des Abschnitts die Hanseaten zur Pause doch noch auf 34:29 heranbrachte
„Glückwunsch an Benka und Hamburg zu diesem absolut verdienten Sieg“
Halbzeit zwei begann wie schon die erste, und zwar mit je einem Ballverlust beider Teams. Was sich in der zweiten Hälfte jedoch änderte, war die Trefferquote der Towers aus der Distanz. Hatte man bis zur Pause nur 2 der 19 Dreier-Versuche im Korb unterbringen können, waren es im dritten Viertel 7 Treffer bei 12 Versuchen. Eben einer dieser Dreier brachte die Towers in der 24. Minute erstmals in Führung (36:39). Hamburgs Topscorer Brae Ivey (zur Pause bei zwei Punkten) packte einen weiteren Dreier obendrauf und Anton Gavel musste seine erste Auszeit im zweiten Durchgang nehmen. Die Gäste aber auch nach der Auszeit nun mit sehr sicherem Händchen. Jordan Barnett traf gleich zwei Mal für drei Punkte (41:50/26.) und wenig später führten die Gäste aus dem Norden zweistellig in Freak City (43:54/28.) Gavel nahm seine nächste Auszeit doch das dritte Viertel wurde letztlich zu einem Debakel. Mit 15:35 ging es an die Hamburger, die so mit einer soliden Führung in den Schlussabschnitt gehen konnten (49:64).
Auch der Start in den Schlussabschnitt gehörte den Gästen. Ein 7:2‑Lauf der Hamburger bescherte ihnen die höchste Führung des Abends (51:71/33.). Das Spiel schien entschieden, doch die Bamberger kämpften sich noch einmal heran. Nach wie vor lief beim Team von Head Coach Anton Gavel zwar wenig, wie sich das der Cheftrainer für diese Partie vorgestellt hatte, doch 3:44 Minuten vor dem Ende war man nach einem And-One von Noah Locke wieder auf 66:75 (37.) herangekommen. Ronaldo Segu brachte sein Team sogar noch näher heran (74:79/39.), doch die Hamburger spielten ihren großen Vorsprung letztlich ins Ziel. Nach den beiden erfolgreichen Freiwürfen von Jordan Barnett (77:83/40.) war die Partie gelaufen, ehe Noah Locke per Buzzer Beater mit seinem insgesamt vierten Dreier den 80:83 Endstand herstellte.
„Glückwunsch an Benka und Hamburg zu diesem absolut verdienten Sieg. Wir haben schon in der ersten Halbzeit nicht gut ausgesehen“, so das Resümee von Anton Gavel. „Wir hatten viele verlegte Layups, aber vor allem defensiv haben wir viel zu viele einfache Würfe zugelassen, die sie bis zur Halbzeit einfach nur nicht getroffen haben. Im dritten Viertel war es von uns eigentlich eine unverschämte Vorstellung. Es waren nur Layups, Offensivrebounds und offene Würfe, die wir zugelassen haben und die Hamburg dann genutzt hat. Das zweite Mal in Folge ein Viertel derart deutlich zu verlieren, das geht einfach nicht.“
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Nach der Niederlage gegen Ulm
Kurz schütteln und gegen die Towers wieder angreifen
Der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga lässt den Bamberg Baskets weiter kaum Zeit zum Verschnaufen. Bereits am kommenden Montag, 6. Januar, steht für das Team von Head Coach Anton Gavel um 18:30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Veolia Towers Hamburg das vierte Spiel innerhalb von zehn Tagen auf dem Programm.
Wieder einmal heißt es schnell zu regenerieren und sich innerhalb kürzester Zeit auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Nach der Niederlage gegen Ulm am Donnerstag möchten die Bamberg Baskets gegen die Veolia Towers Hamburg wieder zurück in die Erfolgsspur komme.
„Mit dem Spiel am Montag haben wir diesmal, nicht wie bei den letzten Spielen nur einen, sondern zwei Tage Zeit, um zu trainieren und uns vorzubereiten. Wichtig wird es in dieser Zeit jetzt sein, nicht nur möglichst viele Spieler wieder gesund, sondern auch ein bisschen frischer zu bekommen. Gerade zuhause ist es für uns jetzt wichtig, sofort wieder in die Erfolgsspur zu finden, und zwar mit guter Verteidigung, die wir aufs Parkett bringen wollen“, sagt Head Coach Anton Gavel. „Mit 98 kassierten Punkten war das gegen Ulm nicht der Fall. Offensiv müssen wir es wieder schaffen, aufeinander zu vertrauen und den Ball besser zu bewegen als wir das am Donnerstagabend getan haben.“
Die Hamburger mussten zuletzt in der easyCredit Basketball Bundesliga drei Niederlagen in Folge einstecken. Nach der im Heimspiel gegen Ludwigsburg (66:73) musste man sich auch in Rostock (78:92) geschlagen geben. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig hatte man vor eigenem Publikum bis in die Schlussminuten die Chance auf den Sieg. Letztlich aber gingen die Punkte nach Niedersachsen (86:91). Mit einer Bilanz von vier Siegen und acht Niederlagen stehen die Veolia Towers Hamburg derzeit in der BBL auf dem 14. Tabellenplatz. Von ihren bisherigen sechs Auswärtsspielen konnten die Hanseaten in dieser Serie nur eines gewinnen (79:69 in Vechta).
Beim Blick auf die Statistik fallen beim Team von Head Coach Benka Barloschky die Ballverluste ins Auge. Mit durchschnittlich 16,6 Turnovers pro Spiel leisten sich die Türme aktuell die meisten Fehler in der gesamten Liga (Lottie 3,7 /Ivey 3,5 /Stove 2,8).
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Basketball
Anschluss an Play-In-Plätze gewahrt: Baskets besiegen Veolia Towers Hamburg
Einen Big Point haben die Bamberg Baskets am 28. Spieltag der Basketball-Bundesliga im Rennen um die Play-In-Plätze verbuchen können. Im Heimspiel besiegte das Team am Sonntagnachmittag die Veolia Towers Hamburg mit 86:80.
Nach der Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Ulm am vergangenen Wochenende ist den Bamberg Baskets gestern (14. April) ein Sieg gegen den Tabellennachbarn der Veolia Towers Hamburg gelungen. Vor 4.759 Zuschauer:innen gewann das elftplatzierte Bamberg in der Brose Arena mit 86:80 gegen die Hamburger auf Platz zehn, dem letzten Play-In-Platz.
Die Bamberg Baskets begannen in der gewohnten Startformation und zogen durch einen Dreier von Malik Johnson nach drei Minuten erstmals etwas davon. Dann fanden aber auch die Veolia Towers besser zu ihrem Spiel und Aleksander Dziewa führte die Gäste mit einem erfolgreichen Distanzwurf wieder auf 10:11 (7. Minute) heran.
Bis zum Viertelende blieben die Baskets in Front, ehe Hamburgs Brea Ivey 48 Sekunden vor dem Ende die Gäste per Dreier mit 15:17 erstmals in Führung warf. Justin Grays Buzzer-Beater aus der Ecke holte die Bamberger Führung zum Ende des ersten Abschnitts jedoch wieder zurück (18:17).
Auch im zweiten Abschnitt konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. In der 13. Minute lag Towers Hamburg vorne (20:23), in der 18. wieder Bamberg: 38:34. So ging es hin und her. Bei den Towers punktete vor allem Aljami Durham (12 Zähler), bei den Baskets verteilte sich das Scoring auf sieben Spieler im Team von Coach Arne Woltmann. Beim Stand von 43:45 für Hamburg ging es in die Pause.
Auch die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen. 52:52 stand es nach 25. Minuten. Dann konnten sich die Baskets aber etwas absetzen. Erst legte das Team einen 7:0‑Lauf aufs Parkett, dann setzte Trey Woodbury mit einem Dunk zum 61:54 (26. Minute) noch einen drauf. Nach einem weiteren Bamberger Lauf endete das das dritte Viertel mit 71:60.
„Es war sicherlich kein schönes Spiel“
Die Entscheidung in dieser Partie war jedoch noch lange nicht gefallen. Die Baskets, die bereits seit der 28. Minute ohne Malik Johnson auskommen mussten (5. Foul), verloren, ebenfalls wegen Foulhöchstzahl, in der 33. Minuten auch noch Trey Woodbury, der zuvor noch einen Dreier zum 75:67 eingenetzt hatte.
Das Team von Arne Woltmann wackelte daraufhin kurz und die Gäste nutzten ihre Chance. Nach 36. Minuten hatte Hamburg auf 77:75 aufgeholt. Bamberg ließ sich aber nicht beirren und stemmte sich gegen die Angriffe der Towers: 81:77 stand es nach 37. Minuten.
Fast drei Minuten tat sich dann auf der Anzeigetafel nichts mehr, ehe Brea Ivey mit seinem dritten Dreier zum 81:80 verkürzte und die Spannung nochmals erhöhte. EJ Onus Dunk für Bamberg sowie zwei verworfene Freiwürfe von Hamburg gaben dann jedoch die Richtung für den Ausgang des Spiels vor. An dessen Ende hatten die Baskets glücklich, aber verdient mit 86:80 die Nase vorne.
Benka Barloschky, Coach der Veolia Towers Hamburg, sagte nach der Niederlage seiner Mannschaft: „Das ist eine taffe Niederlage für uns. Insgesamt haben wir nicht hochprozentig genug getroffen und uns auch an der Freiwurflinie zu oft nicht belohnt. Am Ende geht der Sieg heute an die Bamberger. Letztlich war es knapp, aber so ist es.“
Und Arne Woltmann fasste so zusammen: „Wenn man so ein Spiel gewinnt, dann hat man es am Ende bestimmt auch verdient. Es war sicherlich kein schönes Spiel und Basketballästheten mögen vielleicht schon vor dem Ende umgeschaltet haben. Wenn du aber eben so eine Partie für dich entscheidest, dann ist das auch eine Frage des Willens.“
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Basketball
Bamberg Baskets geben Spiel gegen Veolia Towers Hamburg aus der Hand
Mit 90:94 (42:43) haben die Bamberg Baskets ihre Partie des 8. Spieltags der Basketball-Bundesliga bei den Veolia Towers Hamburg verloren. Kurz vor Schluss sah das Spiel allerdings noch nach einem Bamberger Sieg aus.
Nach der Niederlage gegen Ludwigsburg am vorherigen Wochenende spielten die Bamberg Baskets am Samstagabend (18. November) gegen die Veolia Towers Hamburg. Vor 3.400 Zuschauerinnen und Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena unterlagen die Baskets mit 90:94 und konnten so den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle vorerst nicht herstellen. Dabei lagen die Bamberger, die erstmals in dieser Saison mit Patrick Heckmann spielte, im Schlussabschnitt mit 75:66 vorne. Leichte Fehler und über die gesamte Spielzeit zu viele zweite Chancen für die Gastgeber ließen die Partie letztlich aber doch noch zugunsten der Towers kippen.
Zu Beginn dauerte es ein wenig, ehe beide Teams ins Spiel fanden. Die Hamburger waren jedoch früh hellwach beim Rebound und erarbeiteten sich immer wieder zweite Wurfchancen. Auf Bamberger Seite war es zunächst vor allem Adrian Nelson, der offensiv Akzente setzte und beim 8:9 (4. Minute) bereist sechs Zähler erzielt hatte.
In der Folgezeit übernahm für die Baskets Zach Copeland. Erneut von der Bank gekommen, streute er zum 16:16 (6. Minute) acht Punkte in Folge ein. Dreier von Durham und Christmas bescherten den Hanseaten jedoch zum Ende des ersten Viertels eine Führung (22:27).
Die Veolia Towers Hamburg lagen auch zu Beginn des zweiten Abschnitts vorne (24:31), ehe die Baskets mit einem Zwischenspurt, abgeschlossen durch den Dreier von Malik Johnson, beim 32:31 wieder in Führung gingen (14.).
Die Gastgeber zeigten sich allerdings wenig beeindruckt und zogen in den nächsten Minuten wieder leicht davon (34:39, 18. Minute). Doch auch das Bamberger Team von Coach Oren Amiel verstand es zu kontern. Den Dunking von Filip Stanic (42:41, 20. Minute) beantwortete Mark Hughes zum 42:43 Halbzeitstand.
Hamburg stellt Partie auf den Kopf
Nach dem Seitenwechsel sah das Publikum zunächst einen offensiven Schlagabtausch (51:52, 23. Minute) und beim 53:56 (26.) die ersten Punkte von Bambergs Patrick Heckmann in dieser Saison. Die Towers blieben aber auch weiterhin in Führung und vier Minuten vor Ende des dritten Viertels traf Mark Hughes per Dreier zum 55:61.
Angeführt von Trey Woodbury drehten die Bamberg Baskets dann noch einmal auf. Ein 10:1‑Lauf bedeuteten eine 65:62-Baskets-Führung nach 30 Minuten.
Und die Baskets gaben weiter Gas. Nach nur 73 Sekunden im Schlussabschnitt traf Kevin Wohlrath per Dreier zum 71:64. Adrian Nelson erhöhte die Führung auf neun Zähler (73:64), die auch zwei Minuten später noch Bestand hatte (75:66, 34. Minute).
Die Baskets schienen die Partie im Griff zu haben, doch plötzlich ließ auf Bamberger Seite die Konzentration nach. Bamberger Ballverluste und eigene Offensiv-Rebounds ermöglichten es den Hamburgern zurückzukommen (77:73, 35. Minute). Nach einer Bamberger Auszeit gelang Trey Woodbury im Anschluss zwar per Dreier das 80:73, doch die Hamburger nutzten nun alle sich ihnen bietenden Möglichkeiten. Ein 14:2‑Lauf der Towers zum 82:87 stellte die Partie in nur vier Minuten erneut auf den Kopf und sorgte für den Sieg der Gastgeber.
Oren Amiel sagte nach dem Spiel: „Am Ende haben die Hamburger Charakter gezeigt und das Spiel gedreht. Sie spielen derzeit mit sehr viel Selbstbewusstsein. Das hat dazu geführt, dass sie die Big Shots getroffen haben. Uns fehlt noch die Erfahrung, um mit solchen Situationen richtig umzugehen. Das ist Teil unseres Lernprozesses. Natürlich tut es weh, aber wenn wir uns weiterentwickeln wollen, dann gehört dieser Schmerz auch dazu.“
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BBL-Pokal
Bamberg Baskets besiegen Veolia Towers Hamburg und stehen im Viertelfinale
Die Bamberg Baskets haben das Viertelfinale im BBL-Pokal erreicht. Im Achtelfinale besiegte die Mannschaft auswärts gestern (15. Oktober) ungefährdet die Veolia Towers Hamburg mit 80:64.
Bambergs Trainer Oren Amiel sagte nach dem Spiel gegen die Veolia Towers Hamburg: „Ich hatte das Gefühl, dass wir zwei Wochen sehr gut trainiert und richtig hart gearbeitet haben. Insofern waren wir zuversichtlich, dass wir heute eine gute Leistung abrufen können. Es hat sich ausgezahlt. Wir waren in der Defensive heute zwar besser, dafür war ich mit der Offensive nicht besonders zufrieden. Wir haben aber zumindest die Energie hochgehalten und gut dagegengehalten als sie zurückkamen.“
Wie schon in den vorherigen Saison-Spielen kamen die Bamberg Baskets gut in die Partie. Die ersten Dreier gegen die Veolia Towers Hamburg fielen und schnell lag das Team von Oren Amiel vorne (9:2, 4. Minute).
Den Gastgebern hingegen fehlte zunächst der Rhythmus bei ihren Distanzwürfen. Nur zwei von 12 Dreierversuchen waren erfolgreich im ersten Viertel. Auch die Hamburger Rebounds landeten im ersten Viertel zumeist in den Händen der Baskets. So konnte Bamberg die Führung halten und lag zur Viertelpause mit 22:14 in Front.
Ein weiterer Dreier von Malik Johnson, ein Drei-Punkte-Spiel von Kevin Wohlrath sowie ein Korberfolg von EJ Onu ließen den Vorsprung der Baskets zu Beginn des zweiten Viertels auf 30:17 anwachsen. Die Towers aber wurden besser und spielten sich mit einem 11:2‑Run wieder heran (32:28, 15.).
Hamburgs Lukas Meisner hatte in der Folge die Möglichkeit, per Korbleger noch weiter zu verkürzen. Doch Bambergs Adrian Nelson war mit einem starken Block zur Stelle und brachte das Momentum wieder auf die Seite der Baskets. Bis zur Pause konnte sich die Mannschaft aufgrund ihrer besseren Wurfquote und ihrer Rebound-Überlegenheit wieder auf zehn Zähler (44:34) absetzen.
Start-Ziel-Sieg für Bamberg
Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Baskets die Veolia Towers Hamburg weiter auf Distanz. 52:38 stand es in der 24. Minute. Mit vielen Ballverluste (nach dem dritten Viertel waren es auf Bamberg Seite bereits 17) stand sich die Mannschaft jedoch häufig selbst im Weg und ermöglichte es den Hanseaten dranzubleiben. Aber einen 9:0‑Lauf der Towers zum 52:47 (27.) konnte Bamberg per Dunking von Adrian Nelson stoppen und ging mit einer 58:50-Führung ins letzte Viertel.
Gut zwei Minuten waren im letzten Viertel gespielt, als Malik Johnson sein viertes Foul kassierte. Die Zeit für Trey Woodbury war gekommen, um nun zu übernehmen. Zehn seiner insgesamt 21 Punkte erzielte der US-Amerikaner in der Schlussphase des Spiels. Ein Floater zum 66:55, ein Dreier bei ablaufender Shotclock zum 69:55, ein Korbleger zum 71:57 und bei noch 2:19 Minuten Restspielzeit sein insgesamt dritten Dreier war seine Bilanz. Am Ende hatte Bamberg einen verdienten 80:64-Start-Ziel-Sieg eingefahren und sich damit für das Pokal-Viertelfinale qualifiziert.
Dort treffen die Baskets Anfang Dezember auf Rasta Vechta und können Revanche nehmen für das noch nicht lang zurückliegende erste Aufeinandertreffen mit dem norddeutschen Aufsteiger. Das Ligaspiel gegen Vechta am ersten Saisonspieltag der Basketball-Bundesliga ging nämlich verloren.
Weiter geht es für die Bamberg Baskets jedoch am 22. Oktober in der Basketball-Bundesliga. Erneut auswärts trifft die Mannschaft dann auf den Syntainics MBC. Die in Weißenfels haben sich am Wochenende durch einen 98:94-Heimsieg gegen Heidelberg ebenfalls für das Pokal-Viertelfinale qualifiziert.
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Basketball-Bundesliga
Brose Bamberg baut Serie in Hamburg weiter aus
Brose Bamberg setzte sich am 22. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den Veolia Towers Hamburg mit 88:83 durch und bleibt damit weiter dran an den Playoffplätzen.
Einem offensiv starken ersten Viertel (30:24) der Bamberger folgte in Hamburg ein schwaches zweites (15:24) und ein Drei-Punkte-Rückstand zur Pause. Die Gäste, lautstark angefeuert von 100 mitgereisten Bamberger Fans, fanden in der zweiten Hälfte jedoch wieder ihren Rhythmus, begannen wieder besser zu rebounden und hatten in der Crunch Time in Kevin Wohlrath den Spieler, der 60 Sekunden vor Schluss den vorentscheidenden Dreier traf. Fünf Brose-Spieler punkteten zweistellig, am besten Patrick Miller mit 19 Zählern.
„Es war der erwartete Kampf. Hier in Hamburg ist es immer schwer“, so Oren Amiel nach dem Sieg. „Wir haben in der ersten Halbzeit defensiv schlecht gespielt. Das führte auch dazu, dass wir uns offensiv schwerer getan haben. Vor allem beim Rebound und im Umschalten hatten wir Probleme. Das haben wir in der zweiten Halbzeit verbessern können. Zudem haben einige Jungs entscheidende Würfe getroffen. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich Spieler entwickeln. Beispiel etwa: Kevin Wohlrath. Aber es geht ums Team und das war heute alles in allem wieder sehr solide. Auch dank unserer fantastischen Fans. Es war ein toller Sieg für uns, wir fliegen nun mit Selbstvertrauen nach Tallinn.“
Brose kam zunächst gut ins Spiel, lag nach zwei Minuten mit 7:2 in Front. Erst allmählich fanden auch die Gastgeber ihren Rhythmus, konnten den Rückstand aus ihrer Sicht verkürzen und die Partie bis Mitte des ersten Viertels ausgeglichen gestalten: 13:12. Bamberg dominierte den Rebound, machte jedoch zu wenig aus seinen zweiten, teils gar dritten Chancen. Lediglich drei Punkte sprangen im Anschluss an sechs Offensivrebounds heraus. Dafür lief es von der Dreierlinie besser. Solomon Young und Spencer Reaves waren jeweils von jenseits der 6,75-Meter-Linie erfolgreich, insgesamt fanden vier Distanzwürfe den Weg in den Hamburger Korb. Ein kleiner 6:0‑Lauf brachte nach neun Minuten die bis dato höchste Gästeführung: 28:19. Sechs Punkte davon blieben zum Viertelende noch übrig, nachdem Wohlfahrt-Bottermann mit der Sirene für Hamburg zum 30:24 traf.
Amir Bell eröffnete Abschnitt zwei per Korbleger. Diese zwei Zähler sollten dann jedoch für die nächsten gut viereinhalb Minuten das einzig Zählbare sein, das Brose bis Mitte des Viertels zustande brachte. Anders jetzt die Hausherren, die defensiv nun gut standen und Bamberg offensiv immer wieder vor Probleme stellten. Die Führung Broses schmolz und wurde nach gut 14 Minuten erstmals zum Rückstand: 32:33. Spencer Reaves erlöste die Gäste per Dreier aus dem Offensivdilemma (35:35, 15.). Doch auch danach wurde das Bamberger Spiel nicht wirklich besser. Zwar setzte sich nun vor allem Patrick Miller ein ums andere Mal wieder aggressiv in der Zone durch, nach 20 Minuten stand dennoch ein Defizit von drei Punkten zu Buche, ging es – nachdem Viertel zwei mit 15:24 abgegeben wurde – mit 45:48 in die Kabinen.
Solomon Young setzt Schlusspunkt
Brose zeigte direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit, dass die offensive Flaute ad acta gelegt wurde. Miller traf früh den Floater, Young legte den Dreier nach. Als kurz darauf Christian Sengfelder das And1 traf, war Brose wieder auf einen Zähler dran (53:54, 22.). Es dauerte zwei weitere Minuten, ehe Amir Bell den Ausgleich zum 58:58 herstellte. Aber Hamburg blieb weiter stark, stellte die Gäste defensiv nach wie vor vor einige Probleme. Brose aber managte das Spiel. Zwei Dreier waren es in den letzten 60 Sekunden des dritten Viertels – einer von Kevin Wohlrath, einer von Patrick Miller –, die die Führung zurück auf Seite der Bamberger holten. Mit 68:67 ging es in den Schlussabschnitt.
Dort blieb es weiterhin ein Spiel zweier Teams, für die es nach wie vor um vieles geht. Es wurde gekämpft, es wurde gehustlet. Das war nicht immer schön, aber in jedem Fall spannend. Nachdem Meisner zwischenzeitlich für Hamburg zum 72:72 ausglich, war es kurz darauf Jaromír Bohačík, der ebenfalls den Distanzwurf traf. Brose war nun vollkommen fokussiert, gab weiterhin keinen Ball verloren und stand nun auch wieder sicherer beim Defensivrebound. Die Folge: die Gäste behielten die Führung und vor allem die Nerven. Die wurden bei den rund 100 mitgereisten Bamberger Fans anderthalb Minuten vor Schluss nochmals strapaziert. Nachdem Davis das And1 traf, war der Bamberger Vorsprung auf nur noch einen Zähler geschrumpft: 84:83. Kevin Wohlrath aber versenkte 30 Sekunden später den Clutch-Dreier, Solomon Young machte per Freiwurf den Deckel drauf. Brose siegte mit 88:83 bei den Veolia Towers Hamburg, baute seine Serie damit auf wettbewerbsübergreifend sechs Erfolge aus und kann mit einem guten Gefühl zum Viertelfinalhinspiel nach Tallinn fliegen.