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easyCredit Basketball Bundesliga

Nach Sieg in Heidelberg

Bro­se Bam­berg will gegen Braun­schweig nachlegen

Am Frei­tag­abend ist Bro­se Bam­berg mit einem 94:81-Erfolg bei den MLP Aca­de­mics Hei­del­berg auf einen Play­off-Platz zurück­ge­kehrt. Mor­gen sind am 34. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die Bas­ket­ball Löwen Braun­schweig ab 18 Uhr zu Gast in der Bro­se Arena.

Die Bas­ket­ball Löwen Braun­schweig kön­nen kom­plett ohne Druck die Rei­se nach Bam­berg antre­ten. Mit aktu­ell zwölf Sie­gen auf der Haben­sei­te ste­hen sie gesi­chert auf dem 13. Tabel­len­platz. Das war vor der Sai­son so nicht unbe­dingt zu erwar­ten, denn es gab eini­ge Pro­ble­me bei den Nie­der­sach­sen. Die aber haben sie im Lau­fe der Spiel­zeit kom­plett hin­ter sich gelas­sen, sich als Team gefun­den und mit Jesús Ramí­rez einen Coach an der Sei­ten­li­nie, der die jun­gen Wil­den zu bän­di­gen wuss­te, wenn es nötig war, sie aber auch von der Lei­ne ließ, wenn sie es brauch­ten. Mit einem Durch­schnitts­al­ter von 23,5 Jah­ren sind die Braun­schwei­ger das jüngs­te Team der Liga, hat­ten zudem immer wie­der mit Ver­let­zun­gen zu kämp­fen – so fällt Vete­ran Robin Amai­ze seit Mona­ten mit einer Knie­ver­let­zung aus. Und den­noch fan­den sie immer wie­der einen Weg, die Spie­le zu gewin­nen. Zuletzt vor einer Woche bei den NINERS Chem­nitz, wo sie mit 77:68 die Ober­hand behiel­ten. Am Frei­tag aller­dings gab es eine 79:91-Niederlage beim SYNTAINICS MBC. Die war aller­dings eini­ger­ma­ßen ver­meid­bar, lagen die Nie­der­sach­sen doch drei Minu­ten vor Ende noch mit 76:73 in Front. Dem Wei­ßen­fel­ser Schluss­spurt hat­ten sie dann aller­dings nichts mehr ent­ge­gen­zu­set­zen. Vor allem die Drei­er­ver­tei­di­gung klapp­te nur sub­op­ti­mal. Die Haus­her­ren tra­fen 16 ihrer 31 Ver­su­che. Für Braun­schweig war David Krä­mer mit 19 Punk­ten bes­ter Wer­fer. Der Natio­nal­spie­ler ist auch über die gesam­te Sai­son gese­hen der treff­si­chers­te Akteur der Nie­der­sach­sen mit im Schnitt erziel­ten 14,5 Punk­ten. Mar­tin Peter­ka (12,2), Too­kie Brown (11,8) und Owen Klas­sen punk­te­ten alle­samt bis dato eben­falls durch­schnitt­lich zwei­stel­lig. Vor allem von jen­seits der Drei­er­li­nie sind die Braun­schwei­ger gefähr­lich, tra­fen bis­lang rund 37 Pro­zent ihrer Wür­fe und sind damit das viert­bes­te BBL-Team aus der Distanz. Mit im Schnitt gegrif­fe­nen 37,2 Rebounds pro Spiel sind die Man­nen um Topre­boun­der Klas­sen (6,4) sogar die zweit­bes­te Mann­schaft der Liga. Wenn es eine Schwach­stel­le im Spiel der Braun­schwei­ger gibt, dann ist es die Aus­beu­te von der Frei­wurf­li­nie. Mit 66,7 Pro­zent sind sie in die­ser Sta­tis­tik näm­lich Bun­des­li­ga­letz­ter. Das Hin­spiel übri­gens hat­ten die Nie­der­sach­sen am 5. Spiel­tag mit 90:84 gewon­nen und Bro­se damals die ers­te Sai­son­nie­der­la­ge beigebracht.

„Sol­che Spie­le gegen Teams, die nichts zu ver­lie­ren haben, kön­nen manch­mal schwie­rig sein“

Danach folg­ten zwar noch eini­ge wei­te­re, zuletzt aber zeig­ten sich die Bam­ber­ger mehr als gefes­tigt, erspiel­ten sich sie­ben Sie­ge in den letz­ten neun Par­tien und haben sich damit auf einen Play­off-Platz zurück­ge­kämpft. Ges­tern Abend beim Sieg in Hei­del­berg mach­ten es die Gäs­te vor 2.712 Zuschau­ern, dar­un­ter rund 50 laut­star­ke Bam­ber­ger Anhän­ger, Anfang des Schluss­ab­schnitts unnö­tig span­nend, nach­dem sie einen zwi­schen­zeit­li­chen 17-Punk­te-Vor­sprung (36:19, 12.) beim 75:73 bei­na­he wie­der ver­spiel­ten. Am Ende aber behielt Bro­se die Ner­ven und war in der ent­schei­den­den Pha­se das treff­si­che­re­re Team (54% Feld­wurf­quo­te), zudem deut­lich beim Rebound über­le­gen (37:25) und ver­teil­te star­ke 30 Assists. Fünf Bam­ber­ger Spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig, am bes­ten Mar­ti­nas Geben mit 19 Zählern.

Oren Amiel: „Ich den­ke, sol­che Spie­le gegen Teams, die nichts zu ver­lie­ren haben, kön­nen manch­mal schwie­rig sein. Hei­del­berg hat den Klas­sen­er­halt geschafft und konn­te heu­te ohne Druck spie­len. Das kann gefähr­lich sein. Aber am Ende haben wir den Sieg mehr gebraucht als Hei­del­berg und wir waren prä­zi­ser mit den Details, die so ein Spiel ent­schei­den kön­nen. Ich den­ke, das war der aus­schlag­ge­ben­de Punkt. Mor­gen müs­sen wir uns erst­mal rege­ne­rie­ren und uns dann auf das nächs­te Spiel fokus­sie­ren. Für die letz­ten acht Par­tien konn­ten wir immer nur von Spiel zu Spiel den­ken. Und die­sem Ansatz blei­ben wir treu.”

Bro­se kam gut in die Par­tie, vor allem offen­siv fiel von Beginn an viel und, anders als in den letz­ten Spie­len, tra­fen die Gäs­te auch aus der Distanz. Allen vor­an Chris Dowe, der inner­halb der ers­ten knapp vier Minu­ten drei­mal von jen­seits der 6,75m-Linie ein­netz­te. Aller­dings lie­ßen sich die Bam­ber­ger in der Defen­si­ve ein ums ande­re Mal auf dem fal­schen Fuß erwi­schen, so dass sie sich nicht wirk­lich abset­zen konn­ten (15:14, 5.). Ein Drei­er von Jus­tin Robin­son war drei Minu­ten vor Vier­te­len­de dann aber eine klei­ne Initi­al­zün­dung. Vor­ne blie­ben die Quo­ten wei­ter­hin gut, aber nun stand Bro­se auch defen­siv eng am Mann, ließ die Hei­del­ber­ger zu kei­nen ein­fa­chen Abschlüs­sen mehr kom­men. Die Fol­ge war ein 12:3‑Lauf in den letz­ten 150 Sekun­den des ers­ten Abschnitts und die Zehn-Punk­te-Füh­rung nach zehn Minu­ten: 29:19.

Der Beginn des zwei­ten Vier­tels gehör­te dann zunächst nur den Gäs­ten. Vier Punk­te von Mit­chell und ein And1 von Ogbe sorg­ten für einen schnel­len 7:0‑Lauf und die 36:19-Führung nach 13 Minu­ten. Es dau­er­te bis Mit­te des Vier­tels, ehe die Gast­ge­ber erst­mals durch Chap­man erfolg­reich abschlie­ßen konn­ten. Jedoch blieb es dabei: Bro­se war die bes­se­re, die akti­ve­re, die treff­si­che­re­re Mann­schaft. Bis zur Pau­se hiel­ten die Bam­ber­ger durch­gän­gig einen zwei­stel­li­gen Vor­sprung, gin­gen beim Stand von 50:35 mit 15 Punk­ten vor in die Kabi­nen. Dort­hin muss­te – und das ist der Wehr­muts­trop­fen einer sehr guten ers­ten Bam­ber­ger Halb­zeit – Chris­ti­an Seng­fel­der bereits nach gut 14 Minu­ten. Der Kapi­tän knick­te bei einer Abwehr­ak­ti­on unglück­lich um und konn­te das rest­li­che Spiel nur noch von der Bank aus verfolgen.

Sei­ne Mann­schafts­ka­me­ra­den mach­ten in der zwei­ten Halb­zeit jedoch da wei­ter, wo sie in den ers­ten 20 Minu­ten auf­ge­hört haben. Zumin­dest offen­siv, denn die Quo­ten waren wei­ter­hin gut. In der Abwehr aller­dings hat­ten die Gäs­te nun immer wie­der Pro­ble­me, die Hei­del­ber­ger vor sich zu hal­ten. Zudem fin­gen die Haus­her­ren an, aus der Distanz zu tref­fen. Fünf Drei­er netz­ten sie im drit­ten Vier­tel ein, ins­ge­samt kamen sie auf 31 Punk­te. Der 15-Punk­te-Vor­sprung, den es noch zur Pau­se gab, schmolz auf teil­wei­se acht Zäh­ler zusam­men (67:59, 28.). Der star­ke Mar­ti­nas Geben, der allei­ne im drit­ten Abschnitt sie­ben Punk­te erziel­te und am Ende des Vier­tels bei 17 stand erziel­te die letz­ten bei­den Zäh­ler von der Frei­wurf­li­nie zum 75:66. Bro­se ging also mit einem Elf-Punk­te-Pols­ter ins letz­te Viertel.

Die­se elf Zäh­ler waren aller­dings zügig auf­ge­braucht. Hei­del­berg kam mit der zwei­ten Luft in den Schluss­ab­schnitt und durch einen 8:0‑Lauf wie­der auf zwei Punk­te ran (75:73, 32.). Bro­se aber hat­te in der ent­schei­den­den Pha­se immer die rich­ti­ge Ant­wort parat. Ken­ny Ogbe zunächst mit einem wich­ti­gen And1 und drei Minu­ten vor Schluss mit dem Drei­er sorg­te gemein­sam mit Dowe und Mit­chell, die eben­falls schwie­ri­ge Wür­fe tra­fen, dafür, dass die Gäs­te wie­der zwei­stel­lig in Front gin­gen (89:79, 37.). Und die­se Füh­rung lie­ßen sich die Bam­ber­ger an die­sem Abend nicht mehr neh­men. Am Ende stand ein 94:81-Erfolg auf der Anzei­ge­ta­fel und damit – auf­grund der Crails­hei­mer Nie­der­la­ge gegen Frank­furt – die zwi­schen­zeit­li­che Rück­kehr auf einen Play­off-Platz, der im bes­ten Fall am kom­men­den Sonn­tag gegen Braun­schweig ver­tei­digt wer­den soll.

„Wir müs­sen Braun­schweig direkt von Beginn an unter Druck setzen“

Im Hin­spiel ver­schlief Bam­berg den Start (18:27) und konn­te auch durch ein star­kes Schluss­vier­tel (28:18) die Nie­der­la­ge damals nicht ver­hin­dern. Vor allem die Braun­schwei­ger Drei­er (15÷30) taten den Gäs­ten extrem weh. Daher gilt es ein­mal mehr in der Ver­tei­di­gung von Beginn an hell­wach zu sein.

Mar­ti­nas Geben: „Der Sieg in Hei­del­berg ist nichts wert, wenn wir am Sonn­tag nicht nach­le­gen. Wir haben den Play­off-Ein­zug zwar nach wie vor nicht in der eige­nen Hand, wol­len aber unse­rer­seits alles dafür tun, uns und unse­ren groß­ar­ti­gen Fans noch mehr Spie­le zu besche­ren. Dazu müs­sen wir gegen Braun­schweig wie­der alles auf dem Par­kett las­sen. Das hat am Frei­tag teil­wei­se sehr gut geklappt, aller­dings hat­ten wir auch wie­der eine Pha­se, wo wir sie haben zurück­kom­men las­sen. Das darf uns nicht immer wie­der pas­sie­ren. Wir müs­sen Braun­schweig direkt von Beginn an unter Druck set­zen und ihnen vor allem die Drei­er weg­neh­men. Wenn wir das schaf­fen, dann haben wir gute Chan­cen. Ich zäh­le auch auf unse­re Fans, die uns in den letz­ten Wochen unglaub­lich unter­stützt und in knap­pen Spie­len den Unter­schied gemacht haben.“

Nach der Par­tie gegen Braun­schweig steht für Bro­se Bam­berg am 8. Mai um 20.30 Uhr mit dem Spiel gegen die Ham­burg Towers die letz­te Haupt­run­den­be­geg­nung der Sai­son auf dem Spiel­plan. Je nach­dem wie Bam­berg spielt, aber in ers­ter Linie auch wie die Ergeb­nis­se der direk­ten Kon­kur­ren­ten Crails­heim und Göt­tin­gen aus­fal­len, kann es gegen die Han­se­städ­ter zum alles ent­schei­den­den Spiel um den Ein­zug in die Play­offs kommen.

Play­offs immer noch möglich

Bro­se Bam­berg ist in Ber­lin chancenlos

Bro­se Bam­berg muss­te am 32. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ges­tern Abend bei ALBA BERLIN eine 57:89-Niederlage hin­neh­men. Die Play­offs kön­nen die Bam­ber­ger den­noch immer noch erreichen.

Über die gesam­te Spiel­zeit war der amtie­ren­de Meis­ter und Pokal­sie­ger das bes­se­re Team, ließ den Gäs­ten vor 7.232 Zuschau­ern in der Mer­ce­des-Benz Are­na nicht den Hauch einer Chan­ce. Bereits nach dem ers­ten Vier­tel lag Bro­se mit 8:23 in Rück­stand, lief die­sem kon­ti­nu­ier­lich hin­ter­her und hat­te durch schwa­che Wurf­quo­ten (31 Pro­zent Feld‑, 14 Pro­zent Drei­er­quo­te) kei­ne Mög­lich­keit, die Par­tie aus­ge­gli­chen zu gestal­ten. Da brach­ten auch 22 Offen­siv­re­bounds nichts. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Chris­ti­an Seng­fel­der mit 17 Punkten.

Das ers­te Vier­tel ist schnell zusam­men­ge­fasst: Bro­se traf nichts. Weder von außen, noch unter dem Korb – nichts. Ende des Abschnitts stan­den drei Tref­fer bei 19 Ver­su­chen auf dem Sco­ring­bo­gen, dazu ein getrof­fe­ner Frei­wurf. Nach zehn Minu­ten bedeu­te­te das nur acht Bam­ber­ger Punk­te. Anders die Ber­li­ner, die von Beginn an treff­si­cher agier­ten und fol­ge­rich­tig bereits nach sechs Minu­ten Bro­se zwei­stel­lig in Rück­stand brach­ten: 5:15. Aus den zehn Zäh­lern hin­ten wur­den bis Vier­te­len­de 15 und es ging mit 8:23 in die ers­te Pause.

Im zwei­ten Abschnitt wur­de es aus Bro­se-Sicht etwas bes­ser, ohne aller­dings rich­tig gut zu wer­den. Vor allem von jen­seits der 6,75-Meter-Linie woll­te bei den Gäs­ten wei­ter­hin nichts fal­len. Zur Pau­se stand ledig­lich ein Tref­fer bei 15 Drei­er­ver­su­chen zu Buche. Zu wenig, um den Rück­stand ent­schei­dend zu ver­kür­zen. Mehr noch: da die Gast­ge­ber ihre Drei­er gut tra­fen (6÷14) lag Bro­se teil­wei­se mit 19 Punk­ten zurück (22:41, 19.). Dowe traf noch kurz vor der Halb­zeit den Floa­ter und „ver­kürz­te“ auf 24:41.

„Sie waren uns in allen Belan­gen überlegen“ 

Nach der Pau­se keim­te kurz­zei­tig Hoff­nung bei den rund 30 mit­ge­reis­ten Bam­ber­ger Fans auf, als näm­lich ein 10:0‑Lauf dazu führ­te, dass Bro­se den Rück­stand auf wie­der elf Punk­te ver­kür­zen konn­te (36:47, 24.). Weni­ger als die­se elf Zäh­ler soll­ten es aber nicht wer­den, denn die Ber­li­ner zogen bis Ende des drit­ten Vier­tels wie­der defen­siv die Zügel an und erlaub­ten den Gäs­ten nur noch wei­te­re vier Punk­te. Selbst erziel­ten sie deren 18, was zum 41:64 aus Bam­ber­ger Sicht nach 30 Minu­ten führte.

Im Schluss­ab­schnitt betrieb Bro­se für die Drei­er­quo­te etwas Kos­me­tik – Seng­fel­der und Robin­son tra­fen, jedoch blieb es wei­ter­hin dabei, dass die Wurf­quo­te ins­ge­samt unge­nü­gend war. Am Ende soll­ten von der Drei­er­li­nie vier Tref­fer bei 28 Ver­su­chen gelin­gen (14%), total traf Bam­berg 23 Wür­fe bei 74 Ver­su­chen aus dem Feld (31%). Und auch von der Frei­wurf­li­nie sah es mit 719 (37%) nur mar­gi­nal bes­ser aus. Am Ende stand eine ver­dien­te 57:89-Niederlage zu Buche, die Bro­se im Kampf um die Play­offs zwar etwas zurück­wirft, aber noch nicht eliminiert.

„Blo­wout. Mehr kann man dazu nicht sagen. Sie waren uns in allen Belan­gen über­le­gen. Sie haben gezeigt, wie man als Euro­League-Team auf­tritt, waren fokus­siert, spiel­ten inten­siv. Zwei Tage nach dem schwe­ren spiel in Crails­heim gebührt ihnen dafür jeder Respekt. Für uns gilt es, die Nie­der­la­ge schnell zu ver­ar­bei­ten, denn das nächs­te Spiel ist ein enorm wich­ti­ges“, resü­mier­te Bro­se-Trai­ner Oren Amiel. 

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg kämpft Ulm nieder

Bro­se Bam­berg besieg­te am 31. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ratio­pharm ulm nach zwei­fa­cher Ver­län­ge­rung mit 115:114. Die Bam­ber­ger wah­ren damit Ihre Playoff-Chance.

Im Spiel am Oster­sonn­tag lagen die Haus­her­ren vor 3.559 Zuschau­ern kurz vor der Pau­se bereits mit zehn Punk­ten hin­ten (33:43, 19.), kämpf­ten sich in der zwei­ten Halb­zeit aber zurück ins Spiel, konn­ten jedoch ihrer­seits eine zwi­schen­zeit­li­che Neun-Punk­te-Füh­rung (76:67, 33.) nicht ins Ziel brin­gen. Auch die ers­ten fünf Extra­mi­nu­ten brach­ten beim Stand von 103:103 kei­nen Sie­ger. So ging es in die zwei­te Over­ti­me. Da behielt Chris Dowe 3,5 Sekun­den vor Schluss an der Frei­wurf­li­nie die Ner­ven und sicher­te sei­ner Mann­schaft nicht nur den Sieg, son­dern wei­ter­hin die Hoff­nung auf die Play­offs. Bes­te Bam­ber­ger Wer­fer waren Chris­ti­an Seng­fel­der und Akil Mit­chell mit jeweils 23 Punkten.

„Getra­gen hat uns heu­te ein­mal mehr die Atmo­sphä­re. Die Fans waren wie­der unser sechs­ter Mann und haben uns gehol­fen, aus dem Loch her­aus­zu­kom­men, in dem wir zwi­schen­zeit­lich steck­ten“, beton­te Bro­se-Trai­ner Oren Amiel. „Zum Spiel selbst: es gab vie­le Höhen und Tie­fen, vie­le ein­fa­che Feh­ler auf bei­den Sei­ten, vie­le tol­le Spiel­zü­ge von bei­den Teams. Es war heu­te ein extrem emo­tio­na­ler Sieg, der ohne wei­te­res auch in die ande­re Rich­tung hät­te gehen kön­nen. Ulm wün­sche ich nun alles Gute im Euro­Cup.“
Bro­se ver­pass­te den Beginn, lag nach drei Minu­ten mit 2:8 in Rück­stand, Mit­te des Vier­tels gar mit sie­ben Punk­ten: 8:16. Erst all­mäh­lich tau­te die Bam­ber­ger Offen­si­ve auf, wenn­gleich von jen­seits der Drei­er­li­nie kaum etwas fal­len woll­te. Der ein­zi­ge erfolg­rei­che Distanz­wurf bei fünf Ver­su­chen kam von Omar Pre­witt, der zwei Minu­ten vor Abschnittsen­de zum 11:15 traf und damit einen 7:0‑Lauf star­te­te, der zum Aus­gleich führ­te (15:15, 9.). Zwar traf Ulm noch­mals den Drei­er, die letz­ten vier Zäh­ler des Vier­tels aber gehör­ten den Haus­her­ren, die mit einer 19:18-Führung in die ers­te klei­ne Pau­se gingen. 

Im zwei­ten Abschnitt soll­te es dabei blei­ben: von außen ging wei­ter­hin nichts. Der eine Drei­er von Pre­witt hat­te auch zur Pau­se noch Bestand, bei abge­ge­be­nen 15 Ver­su­chen – eine mise­ra­ble Quo­te von gera­de ein­mal sie­ben Pro­zent bis dato. Die Fol­ge: die Gäs­te zogen davon, brach­ten Bro­se 45 Sekun­den vor der Pau­se erst­mals zwei­stel­lig in Rück­stand: 33:43. Doch die Bam­ber­ger gaben nicht auf, blie­ben bis­sig und sorg­ten durch je zwei erfolg­rei­che Abschlüs­se von Geben und Ogbe bis zur Halb­zeit dafür, dass sie mit einem ein­stel­li­gen Defi­zit von sechs Punk­ten in die Kabi­ne gin­gen: 37:43. 

Ver­län­ge­rung nach Chris Dowes zwei erfolg­rei­chen Freiwürfen

Wie schon in Vier­tel eins kam Ulm auch bes­ser in Abschnitt drei (41:48, 22.). Erst all­mäh­lich konn­te sich Bro­se lösen, stand nun aggres­si­ver in der Ver­tei­di­gung und brach­te den Ball – nach­dem wei­ter­hin von jen­seits der Drei­er­li­nie nichts fal­len woll­te – nun bes­ser unter den Korb. Ein 7:0‑Run bescher­te nach gut 24 Minu­ten beim Stand von 48:48 das erneu­te Unent­schie­den, Chris Dowe war es kurz dar­auf, der die Füh­rung auf Sei­te der Haus­her­ren zurück­hol­te (51:50, 25.). Es war nun eine span­nen­de Par­tie, in der sich Bro­se zwar kurz­zei­tig auf fünf Zäh­ler abset­zen konn­te (59:54, 28), die­sen Vor­sprung aber nach 30 Minu­ten wie­der ver­spielt hat­te: 65:65.

In den Schluss­ab­schnitt kamen die Gast­ge­ber nun effek­ti­ver, lagen nach 33 Minu­ten erst­mals mit neun Zäh­lern in Front: 76:67. Für Ulm war es nun Blossom­ga­me, der das Spiel über­nahm und durch zwei Drei­er in Serie sei­ne Mann­schaft wie­der her­an­brach­te und durch einen drit­ten vier Minu­ten vor Ende wie­der aus­glich: 79:79. Es blieb packend, nicht immer hoch­klas­sig, aber packend. 30 Sekun­den vor Schluss lagen die Gäs­te mit zwei Zäh­lern vor­ne. Es folg­te Frei­wurf auf Frei­wurf. 7,6 Sekun­den waren noch auf der Uhr, als Chris Dowe sei­ne zwei für Bro­se zum 88:88 traf – Verlängerung.

Dort waren es wie­der zunächst die Bam­ber­ger, die bes­ser star­te­ten – und nun auch end­lich die Drei­er tra­fen. Wobei, nicht DIE Bam­ber­ger, son­dern EIN Bam­ber­ger, näm­lich ein­mal mehr Jus­tin Robin­son. Der Auf­bau­spie­ler ver­senk­te in der Over­ti­me drei Distanz­wür­fe und sorg­te somit dafür, dass sei­ne Mann­schaft 77 Sekun­den vor Schluss mit 103:99 in Front lag. Die letz­ten Sekun­den aber waren wie­der kei­ne Freun­de des Bam­ber­ger Bas­ket­balls. Thorn­well und Klepeisz tra­fen für Ulm zum 103:103-Ausgleich. Die letz­ten Angrif­fe bei­der Teams ver­puff­ten – zwei­te Verlängerung.

Die Abnut­zung ging wei­ter, es wur­de sich nach wie vor nichts geschenkt. Seng­fel­der traf für Bam­berg den sieb­ten (und letz­ten) Drei­er des Spiels zum 108:105, das gan­ze knapp zwei Minu­ten vor Ende der zwei­ten fünf Extra­mi­nu­ten. Doch Ulm kämpf­te, biss und brach­te Bro­se 18,1 Sekun­den vor Schluss durch ein And1 von Blossom­ga­me wie­der in Rück­stand: 112:114. Der letz­te Angriff war bei den Haus­her­ren, die es über Chris Dowe ver­such­ten. Der drück­te den Drei­er ab – und wur­de dabei gefoult. Sei­ne drei Frei­wür­fe ver­wan­del­te er ner­ven­los: 115:114. 3,5 Sekun­den waren noch auf der Uhr, Ulm hat­te den letz­ten Wurf – dane­ben. Bro­se Bam­berg sicher­te sich gegen ratio­pharm ulm nach zwei­fa­cher Ver­län­ge­rung mit 115:114 den Sieg und hält sei­ne Play­off-Chan­ce damit wei­ter am Leben.
Wei­ter geht es für Bam­berg am Frei­tag­abend beim amtie­ren­den Deut­schen Meis­ter Alba Ber­lin.

Bas­ket­ball

Bam­ber­ger Heim­spiel­ma­ra­thon endet gegen Ulm

Bro­se Bam­berg ist am 31. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga Gast­ge­ber für ratio­pharm ulm. Die Par­tie des Tabel­len­zehn­ten gegen den –fünf­ten beginnt am Oster­sonn­tag um 18 Uhr.

Es war der 24. Sep­tem­ber 2008. Damals debü­tier­te Per Gün­ther in der Bas­ket­ball­bun­des­li­ga. Er gewann mit sei­nen Ulmern in Bam­berg mit 66:64 – der Beginn einer groß­ar­ti­gen Kar­rie­re, die nach die­ser Sai­son ihr Ende fin­den wird. Zuvor aller­dings will der 34-Jäh­ri­ge sicher­lich in sei­nem letz­ten Spiel in der BROSE ARENA den Erfolg aus sei­nem ers­ten wie­der­ho­len. Doch nicht nur für ihn per­sön­lich wäre ein Sieg wich­tig, son­dern für das gesam­te Team, denn Ulm schielt, aktu­ell auf Platz fünf ste­hend, noch auf das Heim­recht in den Play­offs. Fünf Erfol­ge gab es aus den letz­ten sechs Spie­len, ein­zig im Der­by gegen Lud­wigs­burg muss­ten sich die Ulmer vor zwei Wochen geschla­gen geben. Zuletzt gab es einen 90:74-Erfolg über Hei­del­berg. Dabei unter­strich ein­mal mehr Jaron Blossom­ga­me sei­ne Wich­tig­keit für das Spiel der Schwa­ben mit 24 Punk­ten, dar­un­ter fünf erfolg­rei­chen Drei­ern bei sechs Ver­su­chen. Vor allem seit dem ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fall von Cen­ter­rie­se Cris­tia­no Feli­cio ist der Ame­ri­ka­ner gefor­dert – und lie­fert kon­ti­nu­ier­lich star­ke Zah­len ab. Im Sai­son­durch­schnitt ist er mit 14,6 erziel­ten Punk­ten bes­ter Ulmer Wer­fer, dicht gefolgt aller­dings von Semaj Chris­ton mit 14,2. Das Spiel der Schwa­ben hat sich in die­ser Sai­son mehr unter den Korb ver­la­gert. Mit im Schnitt 22 Ver­su­chen von der Drei­er­li­nie sind die Ulmer das Team, das bbl-weit die zweit­we­nigs­ten Wür­fe von jen­seits der 6,75-Meter-Linie nimmt. Jedoch tref­fen sie dafür mehr als jeden drit­ten. Daher ist in jedem Fall für Vor­sicht gesorgt, denn nahe­zu jeder Spie­ler ist ein guter Distanz­schüt­ze. Allei­ne acht Akteu­re tref­fen deut­lich über 30 Pro­zent ihrer Ver­su­che: Tom­my Klepeisz und Phil­ipp Her­ken­hoff sogar knapp 40 Pro­zent. Doch nicht nur offen­siv funk­tio­niert das Sys­tem von Chef­trai­ner Jaka Lako­vic gut, auch defen­siv gehö­ren die Ulmer zu den effek­tivs­ten Mann­schaf­ten der Liga. Gera­de ein­mal 78,5 Punk­te las­sen sie im Schnitt zu, damit ste­hen sie liga­weit unter den Top5. Das Hin­spiel aber ver­lo­ren die Schwa­ben mit 83:94. Bes­ter Wer­fer damals war Bro­ses Chris­ti­an Seng­fel­der mit 27 Punk­ten. Vor der Par­tie am Sonn­tag in Bam­berg ist ratio­pharm ulm am Frei­tag­abend noch in Ber­lin gefordert.

„Das Spiel muss uns eine War­nung sein“

Bei Bro­se Bam­berg ist die Stim­mung gut, aber nicht eupho­risch. Denn trotz des 88:87-Erfolgs dank des Robin­son-Wahn­sinns in den Schluss­se­kun­den gegen die BG Göt­tin­gen lau­tet die Devi­se: wei­ter­spie­len, wei­ter Punk­te sam­meln. Nur dann bleibt die Chan­ce auf die Play­offs bestehen. Und den­noch: ein Sieg wie der am ver­gan­ge­nen Mitt­woch kann Auf­trieb geben für den Sai­son­end­spurt. Zunächst war die Par­tie 70 Sekun­den vor Schluss und sie­ben Punk­ten vor eigent­lich bereits gewon­nen. Dann war sie 6,5 Sekun­den vor Ende bei drei Zäh­lern zurück eigent­lich bereits ver­lo­ren. Und dann kam Jus­tin Robin­son mit dem Wahn­sinns­drei­er plus Foul und der Ner­ven­lo­sig­keit an der Frei­wurf­li­nie. Freu­en. Abha­ken. Wei­ter­ma­chen. Es bleibt nach wie vor viel zu tun für Oren Amiel, der sich nach dem Spiel zwar natür­lich über den Sieg freu­te, aber auch sofort die Defi­zi­te ansprach: „Eigent­lich hat­ten wir das Spiel im Sack, lagen mit sechs Punk­ten vor­ne bei noch einer Minu­te Spiel­zeit. Dann haben wir fal­sche Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Das Spiel muss uns eine War­nung sein. Was uns nach wie vor fehlt ist Kon­stanz. Dar­an müs­sen wir wei­ter arbei­ten.“ Feh­ler wie gegen Göt­tin­gen in der letz­ten Minu­te gehen nicht immer so glimpf­lich aus. Das weiß auch der Trai­ner, der den Fokus sei­ner Mann­schaft direkt nach Spiel­schluss in der Kabi­ne bereits nach vor­ne zum nächs­ten Geg­ner Ulm leg­te. Gegen die Schwa­ben muss Bro­se wie­der als Kol­lek­tiv auf­tre­ten, darf sich aller­dings nicht noch­mals sol­che Schwä­che­pha­sen leis­ten, wie gegen Göt­tin­gen. Da kamen die Bam­ber­ger zwar vol­ler Ener­gie ins Spiel, muss­ten nach gut sechs Minu­ten aber eine rund acht­mi­nü­ti­ge Offen­siv­flau­te und einen 0:19-Lauf hin­neh­men. Posi­tiv aber: das Team kämpf­te sich zurück, gab nie auf. Und wur­de letzt­lich dafür belohnt. Ein gro­ßer Fak­tor waren auch dies­mal wie­der die Fans, die bis zuletzt ihre Mann­schaft nach vor­ne trie­ben. Auf die­sen Sup­port wird es auch gegen Ulm ankom­men. Immer bes­ser ins Team fin­det Chris Dowe. Er zeig­te gegen Göt­tin­gen mit 16 Punk­ten, acht Rebounds, fünf Assists und zwei Ste­als ein­mal mehr eine ganz star­ke Leis­tung. Mit im Schnitt bis­lang erziel­ten 12,6 Zäh­lern hat er sich auch unter Bam­bergs bes­te Scorer gewor­fen. Die­se tea­m­in­ter­ne Lis­te führt nach wie vor Chris­ti­an Seng­fel­der mit durch­schnitt­lich erziel­ten 16,7 Punk­ten an. „Natür­lich bin ich glück­lich über mei­nen Wurf. Glück­li­cher aber bin ich, dass wir gewon­nen und uns somit die Chan­ce auf die Play­offs bewahrt haben“, so Jus­tin Robin­son zum Göt­tin­gen-Spiel. „Wir haben aber gese­hen, dass wir kei­ne Sekun­de nach­las­sen dür­fen. Dies­mal ging es gut, ein ander­mal sicher­lich nicht. Daher gilt gegen Ulm die Devi­se: Voll­gas von Beginn an und das Inten­si­täts­le­vel über 40 Minu­ten hoch­hal­ten. Wir dür­fen sie kei­nes­falls ins Lau­fen kom­men las­sen, son­dern müs­sen ver­su­chen, ihnen unser Tem­po auf­zu­drü­cken. Mit unse­ren Fans im Rücken bin ich sicher, dass wir alles schaf­fen kön­nen!“ Mit dem Spiel gegen ratio­pharm ulm endet für Bro­se Bam­berg eine Serie von fünf Heim­spie­len in Fol­ge. Im Anschluss kom­men zwei schwe­re Aus­wärts­par­tien in Ber­lin und Hei­del­berg, ehe die letz­ten bei­den Haupt­run­den­be­geg­nun­gen gegen Braun­schweig und Ham­burg dann wie­der in der BROSE ARENA statt­fin­den wer­den. Dort gel­ten nach wie vor kei­ne Ein­lass­be­schrän­kun­gen mehr, jedoch die Emp­feh­lung, jeder­zeit eine FFP2-Mas­ke zu tragen.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg gegen Göt­tin­gen unter Zugzwang

Bro­se Bam­berg ist am 30. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga heu­te Abend um 20:30 Uhr Gast­ge­ber für die BG Göt­tin­gen. Wäh­rend der Gast als Siebt­plat­zier­ter im Sai­son­end­spurt sei­nen Play­off-Platz hal­ten will, möch­te Bro­se noch einen erreichen.

Die BG Göt­tin­gen ist zurück in der Erfolgs­spur – und das zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Gab es seit Mit­te März zunächst vier Nie­der­la­gen in Serie, haben sich die Nie­der­sach­sen seit zwei Wochen wie­der gefan­gen und mit Sie­gen über Frank­furt und Ham­burg ihre Play­off-Ambi­tio­nen – die ers­te mög­li­che Teil­nah­me seit der Spiel­zeit 2010/​/​2011 – unter­mau­ert. Gegen die Towers, also gegen eine direk­ten Kon­kur­ren­ten um den Ver­bleib in der Post­sea­son, war es zum einen eine star­ke Mann­schafts­leis­tung, die den Grund­stein leg­te, am Ende aber ein sen­sa­tio­nell auf­spie­len­der Ste­phen Brown, der die Par­tie durch zwei eis­kal­te Wür­fe in der Cruncht­i­me und ins­ge­samt 19 Punk­ten ent­schied. Neben Brown war Neu­zu­gang Jere­miah Mar­tin beson­ders agil. Der Nach­fol­ger für den ver­letz­ten Tops­corer Kamar Bald­win kommt immer bes­ser ins Lau­fen, war gegen Ham­burg mit 18 Zäh­lern hin­ter Jones zweit­bes­ter Wer­fer sei­nes Teams und kann in der ent­schei­den­den Sai­son­pha­se zum X‑Faktor im Spiel der Veil­chen wer­den. Die haben durch die letz­ten bei­den Sie­ge den Abstand auf den ers­ten Nicht­play­off-Platz auf min­des­tens einen Sieg Vor­sprung aus­ge­baut und sind daher rich­tig gut im Ren­nen um die Spiel­zeit­ver­län­ge­rung. 16 Sie­ge ste­hen aktu­ell zwölf Nie­der­la­gen gegen­über. Die Erfol­ge kamen über­wie­gend durch eine star­ke Drei­er­quo­te zustan­de. In die­ser Kate­go­rie sind die Man­nen vom ehe­ma­li­gen Bam­ber­ger Chef­trai­ner Roel Moors mit getrof­fe­nen knapp 38 Pro­zent aller Ver­su­che liga­weit auf Platz zwei. Aus­bau­fä­hig hin­ge­gen ist die Quo­te aus dem Zwei­er­be­reich, wo sie mit etwas mehr als 50 Pro­zent den letz­ten Platz ein­neh­men. Aber, die Wurf­quo­ten aus dem Spiel her­aus sind nicht alles, denn es sind die klei­nen Din­ge, die die Göt­tin­ger in die­ser Sai­son so stark machen: Eine gute Frei­wurf­quo­te etwa (75,5%), gute Anti­zi­pa­ti­on beim Schuss des Geg­ners (drei Blocks im Schnitt pro Spiel), schnel­les Unter­bre­chen des geg­ne­ri­schen Schnell­an­griffs (durch­schnitt­lich 22,5 Fouls pro Par­tie). Bes­te Wer­fer aktu­ell sind Mar­tin (19,3) und Brown (12,2). Tool­son, Frey und Var­gas soll­te man nicht unge­deckt der Drei­er­li­nie ste­hen las­sen, denn alle drei schos­sen bis­lang über 40 Pro­zent von jen­seits der 6,75m-Linie. Das Hin­spiel übri­gens hat Bro­se Bam­berg am ers­ten Spiel­tag mit 82:76 für sich ent­schie­den. Bes­ter Wer­fer damals für Bam­berg war Omar Pre­witt mit 19 Punk­ten, bei Göt­tin­gen war der nun ver­letz­te Kamar Bald­win (23) am treffsichersten. 

„Solan­ge wir noch theo­re­tisch die Chan­ce auf die Play­offs haben, glau­ben wir daran“

Anders als die BG Göt­tin­gen gab es für Bro­se Bam­berg zuletzt einen Dämp­fer im Kampf um die Play­offs. Nach zuvor vier Sie­gen in Serie muss­ten sich die Man­nen von Oren Amiel den NINERS Chem­nitz mit 79:89 geschla­gen geben. Dabei muss­te der Chef­trai­ner im Anschluss kon­sta­tie­ren, dass die Sach­sen sei­nem Team in nahe­zu allen Belan­gen und über 35 Minu­ten über­le­gen waren. Ein­zig in den letz­ten fünf Minu­ten des Spiels zeig­te Bro­se, zu was es im Stan­de sein könn­te, konn­te den teil­wei­se auf über 20 Punk­te ange­wach­se­nen Rück­stand noch­mals auf sie­ben ver­kür­zen, muss­te sich am Ende aber ver­dient geschla­gen geben. Durch die Nie­der­la­ge sind die Play­offs wie­der in wei­te­re Fer­ne gerutscht, dürf­ten sich die Bam­ber­ger, rea­lis­tisch gese­hen, in den noch ver­blei­ben­den sechs Spie­len kei­nen Aus­rut­scher mehr leis­ten und müss­ten zudem auf Nie­der­la­gen der direk­ten Kon­kur­renz hof­fen. Daher: ein Sieg gegen Göt­tin­gen ist in jedem Fall Pflicht, will man die Post­sea­so­nam­bi­tio­nen nicht schon am 30. Spiel­tag begra­ben. Dafür hat Amiel nach wie vor bis auf Patrick Heck­mann alle Mann an Bord. Und der Israe­li zählt auch wie­der auf die Unter­stüt­zung der Zuschau­er. Für die hat­te er nach der Nie­der­la­ge gegen Chem­nitz – ein­mal mehr – nur posi­ti­ve Wor­te und ein Ver­spre­chen übrig: „Die Atmo­sphä­re war wie­der mal gran­di­os. Allei­ne unse­re Fans haben es ver­dient, dass wir ihnen mehr zei­gen, wie wir gemacht haben.“ Gegen Göt­tin­gen muss Bro­se daher wie­der an die Leis­tun­gen der Par­tien vor Chem­nitz anknüp­fen, denn wenn Bam­berg über 40 Minu­ten hin­ten wie vor­ne Voll­gas gibt, dann ist die Mann­schaft zu viel mehr imstan­de, als sie zuletzt gezeigt hat.

„Solan­ge wir noch theo­re­tisch die Chan­ce auf die Play­offs haben, glau­ben wir dar­an“, sagt Chris­ti­an Seng­fel­der. „Die Nie­der­la­ge gegen Chem­nitz war ärger­lich, aber ist auf­ge­ar­bei­tet und abge­hakt. Mit Göt­tin­gen kommt ein direk­ter Kon­kur­rent um einen mög­li­chen ach­ten Platz. Das heißt für uns: ver­lie­ren ver­bo­ten! Wir müs­sen ihnen von Beginn an zei­gen, dass wir nicht gewillt sind, die­ses Spiel abzu­ge­ben. Aggres­si­vi­tät muss unse­re höchs­te Prio­ri­tät haben. Sie haben gute Schüt­zen, dar­auf müs­sen wir auf­pas­sen. In ers­ter Linie aber müs­sen wir auf uns schau­en, dür­fen uns nicht zu sehr ver­zet­teln, son­dern müs­sen unse­re Sys­te­me durch­spie­len und in der Defen­se über 40 Minu­ten hart am Mann stehen.“

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg unter­liegt Chemnitz

Bro­se Bam­berg muss­te sich ges­tern Abend den NINERS Chem­nitz mit 79:89 geschla­gen geben. Nach vier Sie­gen in Serie war es die ers­te Nie­der­la­ge für die Bam­ber­ger Mann­schaft, die damit wich­ti­ge Punk­te im Kampf um die Play­off-Plät­ze lie­gen ließ.

Über die gesam­ten 40 Minu­ten lief Bro­se vor 3.309 Zuschau­ern einem Rück­stand hin­ter­her, kam vor allem offen­siv nie wirk­lich ins Spiel. Zwar konn­ten die Bam­ber­ger ein zwi­schen­zeit­lich mehr als 20 Punk­te betra­gen­des Defi­zit in der Schluss­mi­nu­te noch­mals auf sie­ben Zäh­ler ver­kür­zen, es reich­te an die­sem Abend aber nicht mehr zur Trend­wen­de. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Chris­ti­an Seng­fel­der mit 20 Punk­ten. „Wenn ich das Spiel zusam­men­fas­sen muss, dann geht das schnell: sie waren uns in allen Belan­gen über­le­gen: phy­sisch, psy­chisch, über­all“, resü­mier­te Bam­bergs Trai­ner Oren Amiel. „Wenn man ihrer Phy­sis und ihrer Schnel­lig­keit nichts ent­ge­gen­set­zen kann, dann läuft das Spiel so, wie es heu­te lief. Wir haben es über die meis­te Zeit nicht geschafft, dage­gen­zu­hal­ten. Wir haben heu­te viel gelernt. Die Atmo­sphä­re war wie­der mal gran­di­os. Allei­ne unse­re Fans haben es ver­dient, dass wir ihnen mehr zei­gen wie wir heu­te gemacht haben.“

Bro­se erwisch­te einen mise­ra­blen Start, lag durch drei schnel­le Drei­er nach 90 Sekun­den mit 0:9 im Rück­stand. Knapp zwei Minu­ten dau­er­te es, ehe die Haus­her­ren erst­mals einen Frei­wurf erfolg­reich ein­net­zen konn­ten, noch­mals knapp zwei Minu­ten, ehe der ers­te Feld­wurf saß (4:13, 4.). Es blieb aber zunächst dabei: Bam­berg traf offen­siv kaum etwas, hin­ten waren sie oft­mals zu weit von den Gegen­spie­lern weg (7:19, 7.). Kurz vor Vier­te­len­de dann aber ein klei­ner Lauf der Haus­her­ren: Seng­fel­der, dazu Pre­witt zunächst aus der Halb­di­stanz, kurz dar­auf mit dem Drei­er und zwei Robin­son-Frei­wür­fe sorg­ten bin­nen 80 Sekun­den dafür, dass der Rück­stand auf drei Punk­te schmolz: 16:19. Die letz­ten Zäh­ler des Vier­tels gehör­ten aber Chem­nitz, so dass es beim Stand von 16:21 in die zwei­ten zehn Minu­ten ging.

Das zwei­te Vier­tel begann mit zwei schnel­len Seng­fel­der-Punk­ten, gefolgt aber wie­der von einer erneu­ten Bam­ber­ger Offen­siv­flau­te. Nach einem Atkins-Drei­er lag Bro­se nach 13 Minu­ten mit zwölf Punk­ten hin­ten: 18:30. Es blieb dabei, vor­ne woll­te nach wie vor kaum etwas bei den Haus­her­ren fal­len. Und defen­siv blie­ben sie wei­ter anfäl­lig. Nach einem wei­te­ren erfolg­rei­chen Distanz­wurf von Zie­gen­ha­gen betrug der Rück­stand 90 Sekun­den vor der Pau­se 14 Zäh­ler: 30:44. Chris Dowe traf kurz vor der Halb­zeit noch zwei Frei­wür­fe. Mit 32:44 ging es in die Kabi­nen. Nicht nur das Bam­ber­ger Spiel war zu die­sem Zeit­punkt man­gel­haft, auch die Sta­tis­tik­tech­nik. Die hat näm­lich wäh­rend des zwei­ten Vier­tels ihren Geist auf­ge­ge­ben und konn­te bis Spie­len­de auch nicht mehr gänz­lich repa­riert werden.

Auf­hol­jagd star­tet zu spät

Wie schon zu Beginn des Spiels, so traf Chem­nitz auch Anfang der zwei­ten Halb­zeit schnell zwei Drei­er. Für Bam­berg streu­te Lock­hart eben­falls einen ein und lei­te­te damit eine klei­ne Bam­ber­ger Drang­pha­se ein. Wobei, bes­ser, eine Drang­pha­se von Omar Pre­witt, denn Bro­ses Num­mer vier über­nahm nun die Offen­si­ve, traf zehn Punk­te in Serie und brach­te sei­ne Mann­schaft Mit­te des Vier­tels wie­der auf fünf Zäh­ler ran: 47:52. Danach aller­dings trat das schon bekann­te Pro­blem auf: vor­ne fiel plötz­lich wie­der nichts mehr. Ledig­lich ein Drei­er von Mit­chell fand in den letz­ten drei Minu­ten des Abschnitts noch den Weg in den Korb. Chem­nitz hin­ge­gen been­de­te das Vier­tel mit einem 8:0‑Lauf und brach­te die Haus­her­ren vor den abschlie­ßen­den zehn Minu­ten wie­der mit 13 in Rück­stand: 50:63.

Der soll­te inner­halb von drei Minu­ten auf 19 Punk­te anwach­sen, nach­dem Bro­se vor­ne wei­ter­hin nichts traf und hin­ten die Chem­nit­zer Drei­er­schüt­zen nach wie vor nicht unter Kon­trol­le hat­te (54:73, 33.). Es dau­er­te mehr als fünf Minu­ten, ehe Omar Pre­witt, nach zwei Geben-Punk­ten zu Beginn des Vier­tels, die nächs­ten Bam­ber­ger Zäh­ler erziel­te: 56:78. Zwar folg­te ein schnel­ler 6:0‑Run der Haus­her­ren, die inner­halb von 30 Sekun­den beim Stand von 62:78 den Rück­stand wie­der auf 16 Punk­te ver­kür­zen konn­ten, am Ende aber soll­te das zwi­schen­zeit­lich ange­häuf­te Defi­zit zu groß sein. Und das, obwohl die Gast­ge­ber in den Schluss­mi­nu­ten noch­mals alles aufs Par­kett war­fen, urplötz­lich nun auch die Drei­er tra­fen und so noch­mals 40 Sekun­den vor Ende bis auf sie­ben Punk­te ver­kür­zen konn­ten (79:86, 40). Bro­se Bam­berg ver­lor nach zuvor vier Sie­gen in Serie gegen die NINERS Chem­nitz mit 79:89 und büß­te damit wich­ti­ge Zäh­ler im Kampf um die Play­offs ein. Umso wich­ti­ger wird nun das Spiel am kom­men­den Mitt­woch gegen die BG Göt­tin­gen.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg will fünf­ten Sieg in Serie

Bro­se Bam­berg emp­fängt am 29. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mor­gen Abend ab 19 Uhr die NINERS Chem­nitz. Für bei­de Teams geht es um viel. Die Gäs­te wol­len ihren Play­off-Platz hal­ten, Bro­se will wei­ter­hin alles dafür tun, um auf einen zu kommen.

Die NINERS Chem­nitz sind, tabel­la­risch gese­hen, neben Bonn sicher­lich die Über­ra­schung der Sai­son. Doch auf den zwei­ten Blick kommt Platz sechs und damit der Play­off-Rang gar nicht mehr so über­ra­schend. Rodri­go Pas­to­re hat ein Team zusam­men­ge­stellt, das auf allen Posi­tio­nen funk­tio­niert. Und er hat, im rich­ti­gen Moment und durch Ver­let­zun­gen nötig, reagiert und sei­ne Mann­schaft punk­tu­ell ver­stärkt. So hat sich Trent Lockett, der Anfang Dezem­ber 2021 kam und den damals ver­letz­ten Nel­son Wei­de­mann erset­zen soll­te, als wah­rer Glücks­griff ent­puppt, der mit knapp zehn Punk­ten, drei Rebounds und drei Assists einen gro­ßen Anteil am erfolg­rei­chen Spiel der Sach­sen hat. Bes­ter Chem­nit­zer ist Dari­on Atkins mit im Schnitt erziel­ten 12,9 Zäh­lern, dicht gefolgt von High­light-Maschi­ne Isaiah Mike mit 10,7 und Mind­augas Sus­ins­kas mit 10,4. Es ist die­se Aus­ge­gli­chen­heit, die die Chem­nit­zer stark und unbe­re­chen­bar macht. Jeder Spie­ler kann punk­ten und eine Par­tie, wenn es sein muss auch im Allein­gang, ent­schei­den. Kurz vor Ende der Wech­sel­frist haben die Sach­sen noch­mals auf dem Trans­fer­markt zuge­schla­gen und Ivan Kara­cic zurück­ge­holt. Der Kroa­te stand bereits bis Mit­te Janu­ar im Kader, schloss sich dann jedoch Phoe­nix Brüs­sel an, ehe er Ende März wie­der zurück­kam und unter ande­rem den Aus­fall von Natio­nal­spie­ler Niklas Wim­berg kom­pen­sie­ren soll. Die letz­ten Wochen aller­dings waren für Pas­to­re und sei­ne Mann­schaft eine klei­ne Ach­ter­bahn­fahrt. Deut­li­chen Sie­gen im Febru­ar gegen die Spit­zen­teams Lud­wigs­burg und Mün­chen folg­ten anschlie­ßend vier Nie­der­la­gen in Serie, ehe sich die NINERS gegen Ber­lin wie­der deut­lich durch­set­zen konn­ten. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de aber set­ze es beim 71:81 in Würz­burg aber­mals eine Nie­der­la­ge. Vor allem beim Rebound (30:44) hat­ten die Sach­sen dies­mal Pro­ble­me. Da half es am Ende auch nichts, dass vier Spie­ler zwei­stel­lig punk­te­ten. Dar­un­ter auch Nel­son Wei­de­mann mit zehn Zäh­lern. Das ist inso­fern erwäh­nens­wert, als dass es sei­ne sechs­te dop­pel­te Punk­teaus­beu­te in den letz­ten sie­ben Spie­len war. Der ehe­ma­li­ge Bam­ber­ger ent­wi­ckel­te sich damit in den letz­ten Wochen und Mona­ten nach Rück­kehr von sei­ner Hand­ver­let­zung zum unum­strit­te­nen Anfüh­rer des Teams. Im Hin­spiel hat­te er noch gefehlt, jedoch mach­ten sei­ne Mann­schafts­ka­me­ra­den nicht nur sei­nen Aus­fall, son­dern auch den eini­ger wei­te­rer Leis­tungs­trä­ger durch kol­lek­ti­ven Kampf und atem­be­rau­ben­de Tref­fer­quo­ten wett, so dass am Ende eine Bam­ber­ger 94:106-Niederlage zu Buche stand. Sus­ins­kas (32) und Lockett (31) kamen dabei über 30 Punk­te, Zie­gen­ha­gen erziel­te mit 21 Zäh­lern sein Sea­son-High und schramm­te nur um drei Punk­te an sei­nem Kar­rie­re­best­wert vor­bei. Bro­se ist also defi­ni­tiv gewarnt, denn Chem­nitz fährt sicher nicht nach Bam­berg, um die Punk­te kampf­los abzu­ge­ben, da auch sie, trotz aktu­ell Platz sechs, alle Zäh­ler benö­ti­gen, um den Play­off-Ein­zug, den ers­ten der Ver­eins­ge­schich­te, in tro­cke­ne Tücher zu bringen.

„Wir sind in einem guten Flow“

Eben­falls in die Play­offs ein­zie­hen will Bro­se Bam­berg. Aller­dings muss das Team von Chef­trai­ner Oren Amiel dafür noch weit mehr Spie­le gewin­nen, als die Chem­nit­zer. Aber die Bam­ber­ger sind auf einem guten Weg, sind seit nun­mehr vier Spie­len unge­schla­gen und haben die Tür zur Post­sea­son wie­der etwas wei­ter auf­ge­sto­ßen. Dabei war es zuletzt gegen die FRAPORT SKYLINERS zwar ein ver­dien­ter Sieg, da Bro­se die gesam­te Spiel­zeit geführt hat­te, aber es war am Ende auch ein knap­per, der es aber nicht wirk­lich hät­te sein müs­sen. Doch Chris­ti­an Seng­fel­der und Co. gelan­gen in der zwei­ten Halb­zeit gera­de ein­mal 25 Punk­te. Das muss am Frei­tag bes­ser wer­den. Was aktu­ell aller­dings rich­tig gut läuft ist die Rebound­ar­beit. Im Schnitt waren es in den vier sieg­rei­chen Par­tien 41. Dar­an gilt es auch gegen Chem­nitz anzu­knüp­fen. Vor allem am defen­si­ven Brett müs­sen die Bam­ber­ger dabei hell­wach sein, denn die Sach­sen tref­fen mit knapp 60 Pro­zent aus der Nah- und Mit­tel­di­stanz mehr als alle ande­ren BBL-Teams. Über­haupt muss Bro­se in der Ver­tei­di­gung wei­ter aggres­siv spie­len. Das hat in den letz­ten Begeg­nun­gen gut geklappt, konn­ten die Bam­ber­ger, auch durch immer wie­der wech­seln­de Ver­tei­di­gungs­ar­ten, vie­le Ball­ge­win­ne for­cie­ren. Gegen die NINERS muss Bro­se das wei­ter fort­set­zen, denn die Chem­nit­zer sind mit im Schnitt 17,2 Ball­ver­lus­ten in die­sem Punkt sowie­so anfäl­lig. Offen­siv konn­te sich Bro­se in den letz­ten Spie­len auf Chris Dowe ver­las­sen, der sich in sei­nen nun sechs Par­tien im Bam­ber­ger Dress kon­ti­nu­ier­lich gestei­gert hat­te und mit im Schnitt erziel­ten 12,7 Punk­ten gemein­sam mit Jus­tin Robin­son auf Platz drei der tea­m­in­ter­nen Scorer­lis­te liegt. Ledig­lich Chris­ti­an Seng­fel­der (17,0) und Akil Mit­chell (13,0) sind noch treff­si­che­rer. Ankom­men wird es sicher­lich auch wie­der auf die Zuschau­er, die gegen Frank­furt in der ent­schei­den­den Pha­se, näm­lich als es hin­ten raus nicht mehr so rund lief, alles gege­ben und ihr Team laut­stark nach vor­ne gepusht haben. „Wir sind in einem guten Flow, wol­len den natür­lich auch gegen Chem­nitz mit­neh­men. Den­noch wird es defi­ni­tiv das schwers­te Spiel der letz­ten Wochen“, so Chris Dowe. „Sie sind stark, haben indi­vi­du­el­le Klas­se. Sie ste­hen nicht umsonst auf einem Play­off­platz. Aller­dings haben auch wir in den letz­ten Spie­len vie­le klei­ne Schrit­te nach vor­ne gemacht, die wir nun wei­ter­ge­hen wol­len. Wir müs­sen es dies­mal aber schaf­fen, dass wir über die gan­ze Spiel­zeit kon­stant spie­len. Das war gegen Frank­furt nicht der Fall. Vor allem defen­siv dür­fen wir nicht aus­ein­an­der­fal­len. Wir haben nach wie vor eine Chan­ce auf die Play­offs, die wol­len wir uns erhalten.“

Wie schon in der Par­tie gegen Frank­furt, so gibt es auch gegen Chem­nitz kei­ner­lei Ein­lass­be­schrän­kun­gen mehr. Den­noch emp­fiehlt Bro­se Bam­berg wei­ter­hin wäh­rend des Auf­ent­halts in der BRSOE ARENA das Tra­gen einer FFP2-Mas­ke, um sich selbst und ande­re zu schützen.

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg will gegen Frank­furt Play­off­chan­ce wahren

Bro­se Bam­berg emp­fängt am 28. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mor­gen ab 15 Uhr die Fra­port Sky­liners. Wäh­rend Frank­furt als aktu­ell Tabel­len­letz­ter jeden Punkt benö­tigt, um nicht abzu­stei­gen, möch­te Bro­se Bam­berg als Tabel­len­zehn­ter sei­ne Play­off­chan­ce wahren.

Die Fra­port Sky­liners zogen vor­letz­te Woche den womög­lich letz­ten Stroh­halm im Kampf um den Klas­sen­ver­bleib und stell­ten ihren bis dato Chef­trai­ner Die­go Ocam­po frei. Nach­fol­ger wur­de der Ita­lie­ner Luca Dal­mon­te. Aller­dings gelang es auch dem Ita­lie­ner in sei­nen nun zwei gecoach­ten Spie­len bis­lang nicht, den Tur­naround der Hes­sen wirk­lich ein­zu­läu­ten. Eine acht Nie­der­la­gen wäh­ren­de Durst­stre­cke ende­te zwar Mit­te März in Braun­schweig, anschlie­ßend aber gab es zuletzt wie­der zwei Nie­der­la­gen und das Abrut­schen auf den letz­ten Tabel­len­platz. Jedoch waren die Spie­le gegen Ulm (58:61) und am ver­gan­ge­nen Diens­tag in Hei­del­berg (65:71) knapp und bis in die Schluss­mi­nu­ten offen. Dass es am Ende den­noch bei­de Male nicht gereicht hat, lag vor allem in Hei­del­berg an einer mie­sen Drei­er­quo­te von gera­de ein­mal etwas über 15 Pro­zent. Über­haupt haben es die Hes­sen nicht so mit dem Punk­ten, bele­gen sie mit im Sai­son­schnitt erziel­ten 72,3 Zäh­lern pro Par­tie auch in die­ser Kate­go­rie abge­schla­gen den letz­ten Platz aller BBL-Teams. Und den­noch, ins Lau­fen kom­men las­sen darf man das Team nicht, denn Spie­ler wie Will Cher­ry, Jamel McLean und auch Dau­er­bren­ner Quan­tez Robert­son wis­sen nur zu gut, wo der Korb hängt. Zudem haben sich die Hes­sen zuletzt noch mit dem pol­ni­schen Natio­nal­spie­ler Mar­cel Ponit­ka ver­stärkt, der in sei­nen vier Spie­len für Frank­furt mit im Schnitt sie­ben Punk­ten ange­deu­tet hat, dass er in den ver­blei­ben­den Par­tien hilf­reich sein kann, um den Klas­sen­er­halt doch noch unter Dach und Fach zu brin­gen. Luca Dal­mon­te sieht die Chan­ce nach wie vor als gege­ben, sagt aber auch: „Unse­re Situa­ti­on ist sehr ein­deu­tig. Wir kön­nen nun kei­ne Chan­cen lie­gen­las­sen. Wir müs­sen jetzt den Kopf frei krie­gen (…) Wir wer­den nicht auf­ge­ben!“ Wer die Frank­fur­ter kennt, der weiß, dass sie das auch nicht tun wer­den. Genau­so wenig, wie sie es im Hin­spiel getan haben. Da hat­ten sie Bro­se das Leben über 40 Minu­ten extrem schwer gemacht. Die Gäs­te hat­ten es damals ihren deut­schen Spie­lern zu ver­dan­ken, dass sie am Ende als Sie­ger vom Par­kett gin­gen, denn Heck­mann (15), Ogbe (12), Seng­fel­der (12) und Lock­hart (3) erziel­ten mehr als die Hälf­te aller Bam­ber­ger Punkte. 

„Nicht von Ergeb­nis­sen oder dem Tabel­len­platz täu­schen lassen“

Das kann frei­lich im Rück­spiel am Sonn­tag nicht der Fall sein. Zumin­dest wird Patrick Heck­mann nicht als Tops­corer auf­tre­ten kön­nen, da er nach wie vor und wei­ter­hin lang­fris­tig dem Team auf­grund einer Fuß­ver­let­zung fehlt und feh­len wird. Alle ande­ren haben sei­nen Aus­fall aber in den letz­ten Wochen mehr als nur kom­pen­siert. Seit drei Par­tien ist Bro­se mitt­ler­wei­le unge­schla­gen und zeig­te dabei auch im letz­ten Spiel gegen Crails­heim eine kon­stant gute Leis­tung. Vor allem den Rebound domi­nier­ten Mit­chell (13), Seng­fel­der (12) und Co., sicher­ten sich am Ende 51 Abpral­ler – Sai­son­re­kord. Neben dem Kampf um den Ball wur­de die­ser aber auch her­vor­ra­gend ver­teilt, was sich an star­ken 18 Assists able­sen ließ. Durch den drit­ten Erfolg in Serie hat sich Bro­se auch wei­ter­hin die Tür für ein mög­li­ches Errei­chen der Play­offs offen­ge­hal­ten. Aller­dings müs­sen die Bam­ber­ger dafür wei­ter dran­blei­ben, dür­fen sich in den noch ver­blei­ben­den acht Par­tien kaum mehr eine Blö­ße geben. Dabei wird es auch gegen Frank­furt wie­der dar­auf ankom­men, dass sich die Man­nen von Oren Amiel vor allem defen­siv als aggres­si­ve Ein­heit prä­sen­tie­ren. Das war in den ver­gan­ge­nen Par­tien näm­lich über wei­te Stre­cke der Fall. Die defen­si­ve Sta­bi­li­tät führ­te dann zu schö­nen Offen­siv­ak­tio­nen, die auch das Publi­kum ansporn­ten, was wie­der­um noch­mals ein paar Pro­zent mehr aus den Bam­ber­ger Akteu­ren her­aus­hol­te. Und die Fans wer­den auch im Spiel gegen Frank­furt wie­der einen gro­ßen Stel­len­wert ein­neh­men. Erst­mals seit lan­gem gilt dabei in der BROSE ARENA kei­ne Pflicht mehr zum Tra­gen einer FFP2-Mas­ke. Jedoch emp­fiehlt Bro­se Bam­berg wei­ter­hin einen Mund-Nase-Schutz, um sich selbst und sei­ne Sitz­nach­barn zu schüt­zen – und natür­lich die Impfung.

„Wir haben aktu­ell einen klei­nen Lauf, den wir aber nicht als Selbst­ver­ständ­lich hin­neh­men. Wir arbei­ten täg­lich hart und schaf­fen es nun, das auch auf dem Par­kett umzu­set­zen. Den­noch gibt es natür­lich noch vie­les, was wir bes­ser machen kön­nen. Um gegen Frank­furt zu bestehen, ist es zunächst wich­tig, dass wir uns nicht von Ergeb­nis­sen oder dem Tabel­len­platz täu­schen las­sen“, blickt Omar Pre­witt vor­aus. „Dass sie es näm­lich kön­nen, haben sie nicht zuletzt in Braun­schweig ein­drucks­voll bewie­sen. Daher: wir sind gewarnt, wol­len aber das Spiel selbst­ver­ständ­lich gewin­nen. Dazu bedarf es wie­der einer kon­se­quent guten Arbeit in der Ver­tei­di­gung. Wenn wir uns da wei­ter sta­bi­li­sie­ren, kön­nen wir gegen jeden Geg­ner bestehen. Offen­siv haben wir viel Talent, jeder kann ein Spiel entscheiden.“

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg will gegen Crails­heim 3. Sieg in Folge

Bro­se Bam­berg ist in einem Nach­hol­spiel des 17. Spiel­tags der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga heu­te Abend ab 19 Uhr Gast­ge­ber für die HAKRO Mer­lins Crailsheim.

Die HAKRO Mer­lins Crails­heim hat­ten sicher­lich schon ein­fa­che­rer Wochen in die­ser Sai­son. Zunächst das Aus­schei­den aus dem FIBA Euro­pe Cup mit der schwe­ren Ver­let­zung ihres Spiel­ma­chers T.J. Shorts, am Tag dar­auf dann die Nach­richt, dass es meh­re­rer Coro­na­fäl­le inner­halb des Teams gibt. Als Fol­ge des­sen wur­den die Spie­le gegen Chem­nitz und Bro­se abge­sagt. Am Sonn­tag stand mit der Begeg­nung beim FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball das ers­te Spiel nach knapp zwei Wochen auf dem Pro­gramm, es gab eine erwart­ba­re Nie­der­la­ge. Erwart­bar des­halb, da Crails­heim ohne sei­ne Leis­tungs­trä­ger Bleck, Stu­ckey, Har­ris, Rado­savlje­vic und Ari­ri­guz­oh antre­ten muss­te, die nach wie vor coro­nabe­dingt nicht mit­wir­ken konn­ten. In Anbe­tracht des­sen attes­tier­te Chef­trai­ner Sebas­ti­an Gleim sei­ner Rest­trup­pe nach dem 64:93 eine gute Leis­tung: „Wir hat­ten ges­tern einen Part mit Fünf-Gegen-Fünf für etwa fünf Minu­ten nach cir­ca acht, neun Tagen Pau­se. Nor­ma­ler­wei­se hat man Schwie­rig­kei­ten Fünf-Gegen-Fünf zu spie­len, wenn man es einen Tag nicht getan hat. Somit sind wir mit dem Ergeb­nis, vor allem wie wir gespielt haben, rela­tiv zufrie­den. Ich den­ke, wir haben 90, 95 Pro­zent aus der Situa­ti­on raus­ge­holt heu­te und sind vor allem gesund geblie­ben. Hof­fen jetzt, dass wir eini­ge Spie­ler zurück­be­kom­men – Step by Step. Ich den­ke aber, dass der gesam­te Pro­zess noch eine Woche dau­ern wird.“ Und den­noch wird die Crails­hei­mer Mann­schaft am Diens­tag beim Auf­ein­an­der­tref­fen mit Bro­se sicher­lich eine ande­re sein als noch in Mün­chen, wird wohl der eine oder ande­re Leis­tungs­trä­ger wie­der zurück ins Team kom­men. In ein­schlä­gi­gen Foren war zudem ver­mu­tet wor­den, dass die Hohen­lo­her kurz vor der Dead­line am 31. März noch­mals auf dem Trans­fer­markt zuschla­gen und mit Mike Caf­fey einen Ersatz für Shorts ver­pflich­ten könn­ten. Dies bewahr­hei­te­te sich ges­tern, die Ver­pflich­tung des 29-jäh­ri­gen Ame­ri­ka­ners, der zuletzt in Diens­ten des ukrai­ni­schen Ver­tre­ters Kyiv Bas­kets stand, wur­de ges­tern Nach­mit­tag bekannt­ge­ge­ben. In jedem Fall dabei sein wer­den die, die zuletzt gegen Mün­chen die weiß-blau­en Far­ben hoch­ge­hal­ten haben. So hat­te Jon Axel Gud­mund­s­son mit 25 Punk­ten sein bis­lang bes­tes Spiel für die Zau­be­rer. Auch Jaren Lewis über­zeug­te mit 14 Zäh­lern. Dass es am Ende gegen die Bay­ern den­noch so deut­lich aus­fiel, war auch einer schwa­chen Drei­er­quo­te geschul­det. Gehört Crails­heim näm­lich über die kom­plet­te Sai­son gese­hen mit knapp 37 Pro­zent Tref­fer­quo­te von jen­seits der 6,75m-Linie zu den stärks­ten BBL-Teams, schos­sen die Gleim-Man­nen in Mün­chen ledig­lich schwa­che 15,6 Pro­zent (5÷32). Das wird ihnen sicher­lich kein zwei­tes Mal pas­sie­ren. Im Hin­spiel etwa kas­sier­te Bro­se elf Drei­er, traf Crails­heim star­ke 42,3 Pro­zent. Über­haupt gehö­ren die Hohen­lo­her zu den treff­si­chers­ten Teams der Liga, sind mit im Schnitt erziel­ten 85,9 Punk­ten das zweit­stärks­te Offen­siv­team der BBL. Ver­mei­den soll­te es Bro­se auch, die Mer­lins zu oft an die Frei­wurf­li­nie zu schi­cken, denn in die­ser Kate­go­rie sind die Baden-Würt­tem­ber­ger mit 77,8 Pro­zent getrof­fe­ner Wür­fe sogar liga­wei­ter Spitzenreiter. 

Hin­spiel ging mit 79:93 verloren

Bro­se Bam­berg will gegen die HAKRO Mer­lins Crails­heim und damit gegen den nächs­ten direk­ten Play­off­platz-Kon­kur­ren­ten nach­le­gen und an die Leis­tung aus dem Spiel in Bay­reuth anknüp­fen. Dort sahen die mit­ge­reis­ten Fans eine sehr soli­de Bam­ber­ger Mann­schaft, die über die kom­plet­ten 40 Minu­ten nicht ein­mal in Rück­stand geriet und am Ende den ver­dien­ten Sieg im 83. Ober­fran­ken­der­by ein­fuhr. Vor allem defen­siv war es dabei über wei­te Stre­cken der Par­tie eine star­ke Bam­ber­ger Leis­tung, wie auch Oren Amiel am Ende kon­sta­tier­te: „Heu­te hat­te ich das ers­te Mal das Gefühl, dass unse­re Mann­schaft defen­siv von der ers­ten Minu­te an so rich­tig drin war im Spiel. Das gab uns das Selbst­ver­trau­en, das uns in den letz­ten Spie­len doch manch­mal gefehlt hat­te und so war es ein gutes Spiel. Man kann in jedem Spiel sei­ne Ein­stel­lung und sei­nen Wil­len kon­trol­lie­ren und heu­te ist das Team mit einer guten Ein­stel­lung an die­se Par­tie her­an­ge­gan­gen.“ Die­se Ein­stel­lung gilt es nun für die noch aus­ste­hen­den neun Spie­le zu kon­ser­vie­ren. Gegen Crails­heim haben die Bro­se-Spie­ler, wie sie es auch gegen Bay­reuth hat­ten, noch etwas gut­zu­ma­chen, denn das Hin­spiel im letz­ten Jahr am Tag vor Hei­lig­abend war eine der schlech­te­ren Bam­ber­ger Par­tien, die 79:93-Niederlage ver­dient. Zwar hat­te Bro­se damals Spiel­ma­cher T.J. Shorts (13 Zäh­ler) eini­ger­ma­ßen im Griff, aller­dings nur wenig Zugriff auf Ter­rell Har­ris (20 Punk­te) und Eli­as Lasi­si (17, dar­un­ter vier getrof­fe­ne Drei­er). Am Diens­tag wird es daher, wie schon gegen Bay­reuth, wie­der dar­auf ankom­men, dass Bro­se vor allem in der Defen­si­ve über 40 Minu­ten aggres­siv bleibt. Im Der­by führ­te das zu unter ande­rem 14 Ballgewinnen.

„Wir wol­len und müs­sen jetzt dran­blei­ben. Der Play­off-Stroh­halm ist dünn, aber er ist da“, kon­sta­tiert Chris­ti­an Seng­fel­der. „Vor­aus­set­zung dafür ist aber, dass wir am Diens­tag gewin­nen. Es wird ein schwe­res Spiel. Zum einen, da es gegen sie immer schwer ist, zum ande­ren, da wir nicht wis­sen, wer auf­lau­fen wird. Daher ist es für uns noch wich­ti­ger, dass wir auf uns schau­en. Wir müs­sen ver­su­chen, dass wir ihnen über 40 Minu­ten unser Spiel, unser Tem­po auf­drü­cken. Defen­siv war es gegen Bay­reuth ok, aber es geht natür­lich noch bes­ser. Wenn wir aber wie im Der­by alles auf dem Par­kett las­sen, dann bin ich zuver­sicht­lich, dass wir unse­ren klei­nen Lauf wei­ter fort­set­zen können.“

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg gewinnt 83. Oberfrankenderby

Bro­se Bam­berg behielt am 27. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei medi bay­reuth mit 84:71 die Ober­hand, sicher­te sich damit den Sieg im 83. Ober­fran­ken­der­by, zudem den direk­ten Ver­gleich und klet­ter­te in der Tabel­le auf Platz zehn.

Am Ende der 40 Minu­ten hör­te man nichts mehr von den über 2.700 Zuschau­ern, son­dern nur noch die rund 70 mit­ge­reis­ten Bam­ber­ger Fans, die gemein­sam mit ihrem Team die ers­te „Hum­ba“ der Sai­son initi­ier­ten. Zuvor sahen alle eine soli­de und kon­zen­trier­te Leis­tung Bro­se Bam­bergs, das sich auch durch klei­ne Schwä­che­pha­sen nicht ver­rückt machen ließ und ver­dient den Sieg ein­fuhr. Vier Bro­se-Spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig, am bes­ten Chris­ti­an Seng­fel­der mit 18 Zählern. 

„Es war ein Der­by und so haben wir gespielt. Wir haben heu­te gekämpft und gefigh­tet. Es war nicht alles gut, natür­lich nicht, aber wir haben gezeigt, wozu wir fähig sein kön­nen“, resü­mier­te Oren Amiel. „Ein gro­ßes Lob an die Fans. Sie haben uns die gesam­ten 40 Minu­ten unter­stützt, ihnen gebührt der Sieg. Sie haben uns gepusht und waren in den Pha­sen da, in denen es mal nicht so lief. Nun geht der Fokus aber direkt auf Diens­tag zum nächs­ten schwie­ri­gen Spiel.“

Bro­se war von Beginn an hell­wach und kam durch Seng­fel­der und einen Mit­chell-Drei­er schnell zu einer Fünf-Punk­te-Füh­rung (5:0, 2.). Offen­siv lief es also von Anfang an gut, aber auch in der Defen­si­ve waren die Gäs­te sofort da, lie­ßen Bay­reuth kaum ein­fa­che Wür­fe gene­rie­ren. Dowe ver­grö­ßer­te den Vor­sprung per Floa­ter nach gut drei Minu­ten beim 11:4 auf sie­ben Zäh­ler. Die fol­gen­den zwei Minu­ten gehör­ten dann aller­dings den Haus­her­ren, die den Rück­stand aus ihrer Sicht zwar auf einen Punkt ver­kür­zen konn­ten, es aber nicht schaff­ten, an Bro­se vor­bei­zu­zie­hen (11:10, 6.). So blieb es auch in den noch ver­blei­ben­den Minu­ten des ers­ten Abschnitts, den Bro­se am Ende mit 23:18 für sich ent­schei­den konnte.

Die ers­ten drei Minu­ten des zwei­ten Vier­tels traf vor allem Bro­ses Chris­ti­an Seng­fel­der, der drei Drei­er in Serie ein­netz­te und die Bam­ber­ger Füh­rung damit – durch einen Joe­saar-Drei­er etwas geschmä­lert – erst­mals zwei­stel­lig aus­bau­en konn­te: 32:21. Ein­zi­ges Man­ko: die Gäs­te ver­pass­ten es, den Vor­sprung noch wei­ter aus­zu­bau­en, auch, weil Bay­reuth vor allem im Offen­siv­re­bound (zehn bis zur Pau­se) immer wie­der die Fin­ger dazwi­schen bekam und somit zu zwei­ten und drit­ten Chan­cen kam. Offen­siv lief es hin­ge­gen wei­ter soli­de, tra­fen in der Fol­ge­zeit noch Kyzlink und Pre­witt jeweils den Drei­er und sorg­ten somit dafür, dass Bro­se die zwei­stel­li­ge Füh­rung mit in die Kabi­ne neh­men konn­te: 47:36.

Bro­se spielt die Schluss­pha­se cle­ver, gewinnt direk­ten Vergleich 

Bam­berg war auch Anfangs der zwei­ten Hälf­te voll da. Kyzlink traf den schnel­len Drei­er zum 50:36. Die nächs­ten Minu­ten waren dann eher nichts für Bas­ket­ball­le­cker­bis­sen­lieb­ha­ber, denn bei­de Teams hat­ten nun Pro­ble­me in der Offen­si­ve. Zunächst kamen die Haus­her­ren aus die­sem klei­nen Loch her­aus, konn­ten Mit­te des Vier­tels die Bam­ber­ger Füh­rung wie­der in den ein­stel­li­gen Bereich drü­cken: 56:47. Aber auch Bro­se fing sich wie­der, pack­te nun auch beim Defen­siv­re­bound fes­ter zu und sorg­te durch einen zwi­schen­zeit­li­chen 9:0‑Lauf wie­der für ein ordent­li­ches Pols­ter (65:47, 29.). Ein Seng­fel­der-Drei­er brach­te die Gäs­te kurz vor Vier­te­len­de beim 68:48 erst­mals mit 20 Punk­ten in Front. Nach 30 Minu­ten blie­ben davon noch 18 übrig, stand es 68:50.

Den Schluss­ab­schnitt bestimm­te zunächst Bay­reuth, die einen schnel­len 6:0‑Lauf hin­leg­ten (68:56, 33.). Es dau­er­te über drei­ein­halb Minu­ten, ehe Akil Mit­chell die ers­ten Punk­te für Bro­se in den letz­ten zehn Minu­ten erziel­te und wei­te­re zwei, bevor Chris Dowe nach­le­gen konn­te (73:60, 36.). Sicher­füh­len konn­te sich Bro­se aber nach wie vor nicht, denn die Haus­her­ren leg­ten noch­mals alles aufs Par­kett, kamen durch drei Drei­er inner­halb von andert­halb Minu­ten 72 Sekun­den vor Schluss noch­mals auf neun Punk­te ran: 80:71. Doch Bro­se spiel­te die letz­te Minu­te cle­ver, hat­te immer auch den direk­ten Ver­gleich im Blick – das Hin­spiel ging ja bekannt­lich mit drei Punk­ten ver­lo­ren. Am Ende stand ein 84:71-Erfolg zu Buche und damit der Sieg im 83. Ober­fran­ken­der­by. Die Freu­de dar­über darf aller­dings nur kurz wäh­ren, denn der Fokus muss zügig wie­der geschärft wer­den. Bereits am Diens­tag kommt mit den HAKRO Mer­lins Crails­heim ein wei­te­rer direk­ter Kon­kur­rent um die nun wie­der etwas rea­lis­ti­scher schei­nen­den Playoffplätze.

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