Brose Bamberg gewinnt Nachholspiel
Start-Ziel-Sieg gegen Würzburg
Brose Bamberg kam im Nachholspiel des 16. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga zu einem 97:78-Sieg über s.Oliver Würzburg. Die Hausherren legten vor 731 Zuschauern in der erstmals seit knapp zwei Monaten wieder mit Fans besetzten BROSE ARENA einen fulminanten 14:0‑Start hin und gaben die Führung bis Ende des Spiels nie aus der Hand.
Neben dem achten BBL-Erfolg der Saison gab es auch historisches: Kristian Ortelli, aufgrund der Verletzung von Patrick Heckmann ins Team gerückter JBBL-Nachwuchsspieler, gab gegen Würzburg sein Bundesligadebüt und ist damit der jüngste BBL-Spieler mindestens seit der digitalen Datenerfassung 1998.
Fünf Bamberger Spieler punkteten am Ende zweistellig, am besten Christian Sengfelder mit 19 Zählern. Akil Mitchell schrammte mit 14 Punkten, elf Rebounds und sieben Assists nur knapp an einem Triple-Double vorbei.
„Es war mein erstes Spiel vor Fans. Sie waren überwältigend und haben uns gepusht. Dafür Dankeschön, denn es ist in der aktuellen Situation nicht selbstverständlich und wir wissen das sehr zu schätzen“, so Brose-Trainer Oren Amiel. „Zum Spiel: wir hatten einen guten Start, der uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben hat. Davon haben wir auch gezehrt, als es einmal nicht so rund lief. Alles in allem aber bin ich zufrieden, denn wir haben das Beste aus der momentanen Lage gemacht.“
13 Punkte-Führung zur Halbzeit
Brose begann stark, ließ seinem Gegner in den ersten drei Minuten des Spiels vorne und hinten keine Chance: Robinson, Omuvwie, Mitchell und Kyzlink trafen je den Dreier, dazu nochmals Kyzlink den Halbdistanzwurf: 14:0. Exakt drei Minuten und sieben Sekunden dauerte es, ehe die Würzburger ihrerseits in die Partie fanden und erstmals punkten konnten. Das allerdings war der Hallo-Wach-Effekt der Unterfranken, die fortan offensiv gute Quoten auflegten und in der Defensive immer wieder die Bamberger Angriffe unterbinden konnten. Die Folge war ein zwischenzeitlicher 15:4‑Lauf der Gäste, der Broses Führung nach gut sieben Minuten auf drei Zähler schrumpfen ließ: 18:15. Für die Hausherren waren es Scott und Geben, die dagegenhalten konnten, so dass es mit diesem Drei-Punkte-Vorsprung auch in die erste Viertelpause ging: 25:22.
Nachdem Sengfelder direkt zum Beginn des zweiten Abschnitts erfolgreich abschließen konnte, hatte nach etwas mehr als zehn Minuten jeder bisher eingesetzte Brose-Spieler gepunktet. Und weiter jetzt die Gastgeber, die ihre Führung bis Mitte des Viertels wieder in den zweistelligen Bereich ausbauen konnten: 37:24. Ganze 17 Punkte betrug der Vorsprung, nachdem Geben einen Bamberger 6:0‑Lauf erfolgreich abschloss (43:26, 17.). Würzburg aber gab sich nicht auf. Moller erzielte sechs Zähler in Serie und brachte seine Mannschaft wieder etwas näher ran (43:32, 19.). Kurz vor der Pause netzte Kyzlink zwei Freiwürfe zum 45:32-Halbzeitstand ein. Auffällig bisher: Brose dominierte den Rebound (21:14) und verteilte bereits starke 15 Assists (Würzburg kam auf acht).
Marvin Omuvwie eröffnete Halbzeit zwei mit einem sehenswerten Korbleger, Sengfelder legte kurze Zeit später den Dreier nach und ließ Mitte des Viertels einen zweiten folgen: 57:40. Brose hatte die Partie nun fest und sicher im Griff. In der Verteidigung ließen die Mannen von Oren Amiel nur selten einfache Würfe der Würzburger zu, in der Offensive liefen weiterhin gut die Systeme, die entweder den freien Mann an der Dreierlinie fanden oder aber die großen Jungs unter dem Korb. Vor allem Martinas Geben setzte sich ein ums andere Mal schön gegen seinen Gegenspieler durch, war nach drei Vierteln mit zwölf Punkten bester Bamberger Werfer. Nach 30 Minuten führte Brose Bamberg mit 19 Zählern, es stand 69:50.
Auch im Schlussabschnitt ließ Brose nichts mehr anbrennen. Zwar kam Würzburg offensiv nochmals etwas auf, traf unter anderem fünf Dreier, doch die Hausherren waren zu fokussiert, zu abgeklärt, als dass sie die Gäste nochmals hätten herankommen lassen. 40,4 Sekunden waren noch auf der Uhr – das Spiel beim Stand von 89:74 längst entschieden –, als Oren Amiel die beiden Youngsters brachte: Lukas Passarge (NBBL-Team) und Kristian Ortelli (JBBL-Team). Vor allem letzterer schrieb mit seinem Einsatz dabei Bundesligageschichte. Ortelli ist nämlich auf den Tag genau 15 Jahre, neun Monate und 28 Tage alt – und damit der jüngste Spieler, der mindestens seit der digitalen Datenerfassung 1998 jemals in der easyCredit Basketball Bundesliga zum Einsatz kam. Herzlichen Glückwunsch dazu! Am Ende durfte er gemeinsam mit dem Profiteam einen nie wirklich gefährdeten 97:78-Sieg und damit den achten Erfolg dieser Saison feiern.
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Brose Bamberg vor bis zu 1500 Besuchern im Frankenderby
s.Oliver Würzburg zu Gast
Brose Bamberg empfängt zum Nachholspiel des 16. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga heute um 19 Uhr s.Oliver Würzburg – und 1500 Zuschauer sind zugelassen. Die Partie des aktuell Tabellenelften gegen den ‑vorletzten war ursprünglich für den 8. Januar terminiert, musste jedoch aufgrund einiger Coronafälle bei den Unterfranken verschoben werden.
Zuerst die Trennung vom langjährigen Cheftrainer Denis Wucherer, dann mehr als ein Dutzend Coronafälle in den eigenen Reihen, zuletzt Spielabsagen aufgrund von Coronainfektionen beim Gegner – es gab ganz sicher schon einfachere Wochen für und bei s.Oliver Würzburg. Doch, wie alles im Leben, so kann auch diese Phase etwas Gutes haben, denn nachdem die ganze Mannschaft am letzten Mittwoch aus der Quarantäne durfte, hatte der neue Head Coach Saša Filipovski nun eine ganze Woche Zeit, um sein Team auf die Partie gegen Brose einzustellen. Und diese Begegnung ist extrem wichtig für die Unterfranken. Nicht nur, weil es ein Derby ist, sondern weil die Würzburger langsam aber sicher Siege einfahren müssen. Zwar haben sie aktuell erst 14 Spiele auf dem Konto, davon allerdings lediglich drei gewonnen, was sie aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen lässt. Zuletzt gab es acht Niederlagen in Serie, neun, wenn man das Pokalviertelfinale mit einrechnet. Der letzte Sieg datiert vom 2. November letzten Jahres. Der aber war ein Statement: mit 90:70 wurde der FC Bayern München Basketball aus der damals noch s.Oliver Arena geschossen. Seitdem aber lassen die Erfolge auf sich warten. Das letzte Pflichtspiel der Würzburger war am 2. Januar. Da setzte es eine 80:88-Heimniederlage gegen Bayreuth. Allerdings war die Handschrift Filipovskis bereits zu erkennen. Es war über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, an deren Ende seinen Männern etwas die Puste ausging, was Bayreuth zu einem 8:0‑Lauf und damit dem Sieg nutzte. Anschließend kam Corona in die eigenen Reihen, drei Partien, unter anderem gegen Brose, mussten verlegt werden. Am vergangenen Wochenende dann sollte eigentlich die Rückkehr aufs Parkett in Frankfurt erfolgen, allerdings machten diesmal Positivfälle bei den Hessen dieses Unterfangen zunichte. Daher ist das Spiel am Mittwoch also die erste Partie der Würzburger nach mehr als drei Wochen. In den bisher absolvierten 14 Spielen überzeugte vor allem Desi Rodriguez, der mit im Schnitt 13,9 Punkten bester Werfer seines Teams ist, dicht gefolgt von William Buford (12,9). Nicht mehr im Kader indes steht Tomasz Gielo, der vor knapp zwei Wochen um Vertragsauflösung bat und sich dem griechischen Erstligisten Peristeri angeschlossen hat.
Anders als Würzburg hatte Brose Bamberg nicht viel Zeit, sich auf die Partie vorzubereiten. Nach der Rückkunft Sonntagnacht aus Bonn gab es am Montagmittag eine regenerative Trainingseinheit, ehe am Dienstag in einer weiteren die spielspezifische Vorbereitung im Fokus stand. Dabei galt und gilt es aber weiterhin behutsam die Ressourcen zu schonen, denn die Corona-Rekonvaleszenten müssen nach wie vor etwas dosierter wieder ans Team herangeführt werden. Gegen die Telekom Baskets Bonn merkte man denn auch in einigen Phasen des Spiels, dass gemeinsames Training in der letzten Woche eher Mangelware war. Und dennoch: Brose präsentierte sich einmal mehr als Mannschaft gefestigt, kam nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand durch Einsatz, Kampf und Moral Mitte des letzten Viertels nochmals auf fünf Zähler ran. Allerdings hatten die Bamberger den 40 Punkten von Parker Jackson-Cartwright am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Und dennoch: der positive Eindruck der letzten Wochen besteht auch weiterhin. Allerdings bringt der nichts ohne Siege. Die sollen und müssen nun sukzessive eingefahren werden, will man die Playoffplätze nicht aus den Augen verlieren. Dabei vorerst nicht weiter helfen kann Kenny Ogbe. Beim 27-Jährigen wurde am letzten Freitag ein Knochenanbruch der linken Mittelhand diagnostiziert. Er fällt daher ebenso mehrere Wochen aus, wie auch noch Dominic Lockhart. Zwar muss dessen Sehnenriss im Finger nicht operativ versorgt werden, eine Rückkehr ist dennoch frühestens nach dem FIBA-Break Anfang März zu erwarten. Solange müssen es also die anderen richten. Nach wie vor ist dabei auf Kapitän Christian Sengfelder Verlass. Er ist bislang Broses Topscorer mit im Schnitt 17,4 Punkten, gefolgt von Omar Prewitt (13,4) und Akil Mitchell (12,6). Der letzte Bamberger Neuzugang ist mit durchschnittlich 6,5 Rebounds der Beste seines Teams, wohingegen Justin Robinson mit im Schnitt verteilten 7,1 Assists diese Kategorie teamintern anführt.
„Die Situation ist schwierig, keine Frage. Allerdings haben wir alle ein gemeinsames Ziel: jedes Spiel bestmöglich zu bestreiten. Es liegt einzig und alleine an uns. In den letzten Wochen ist viel Gutes passiert, dann kamen Corona und einige Verletzungen. Das ist aber Teil des Sports. Das müssen wir annehmen und das Beste daraus machen. Gegen Würzburg ist es nie leicht. Aber es ist ein Derby. Nicht nur deshalb lassen wir alles auf dem Parkett. Wir müssen von Beginn an fokussiert sein, dürfen sie nicht ins Laufen kommen lassen. Denn trotz des aktuellen Tabellenplatzes haben sie viele Spieler, die eine Partie an sich reißen und entscheiden können“, so Christian Sengfelder.
Nach Würzburg ist vor Würzburg, denn nach der Partie am Mittwoch steht in der nächsten Begegnung gleich das Rückspiel auf dem Programm. Das findet am 6. Februar in Unterfranken statt.
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81:95-Niederlage zum Rückrundenauftakt
Brose Bamberg unterliegt in Bonn
Brose Bamberg musste sich zum Rückrundenauftakt der easyCredit Basketball Bundesliga bei den Telekom Baskets Bonn mit 81:95 geschlagen geben.
Im ersten Pflichtspiel nach zweieinhalb Wochen und überstandener Coronaquarantäne kämpften sich die Gäste zwar nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand (23:41, 14.) wieder auf fünf Zähler ran (74:79, 35.), hatten am Ende aber den 18 Bonner Dreiern und den 40 Punkten und damit dem Karrierebestwert von Parker Jackson-Cartwright nicht genug entgegenzusetzen. Für Brose kamen beim Rückrundenauftakt vier Spieler auf eine zweistellige Ausbeute. Bester Bamberger Werfer war Tomáš Kyzlink mit 18 Zählern.
„Bonn ist nicht umsonst eines der Topteams der Liga. Das haben sie auch heute wieder gezeigt. Sie haben jede Chance, die wir hatten, zunichte gemacht. Natürlich könnte ich jetzt Jackson-Cartwright herausheben, aber es haben alle funktioniert. Sie waren heute einfach besser als wir. Dennoch haben wir uns nicht aufgegeben, haben die schwierige Situation angenommen und uns ins Spiel zurückgekämpft. Jetzt gilt es gut zu regenerieren und gegen Würzburg am Mittwoch zurückzuschlagen“, äußerte sich Brose-Trainer Oren Amiel.
Die Hiobsbotschaft gab es vor dem Spiel. Zwar waren alle an Corona erkrankten Spieler wieder dabei, Kenny Ogbe aber wird Brose Bamberg aber aufgrund eines Anbruchs der linken Hand mehrere Wochen fehlen. Der Beginn war dennoch ausgeglichen, auch wenn sich bereits früh herauskristallisierte, dass es ein erstes Viertel „Parker Jackson-Cartwright gegen Brose“ werden würde. Der Bonner erzielte die ersten 17 (!) Punkte für seine Mannschaft, netzte dabei fünf Dreier ein und sorgte somit beinahe im Alleingang dafür, dass die Hausherren Abschnitt eins mit sechs Punkten Vorsprung gewannen: 21:27. Dass es nicht mehr waren, war einer geschlossenen Bamberger Leistung zu verdanken, die ihrerseits immer wieder den Weg über die großen Spieler in der Zone suchten und so den Rückstand im erträglichen Bereich hielten.
Das sollte sich jedoch gleich zu Beginn der zweiten zehn Minuten etwas ändern. Bonn traf nach wie vor schier unglaublich von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Bis zur Pause trafen sie zehn Dreier. Bei Brose hingegen wollte von außen kaum etwas fallen. Die Folge: nach einem Gorham-Dreier lagen die Gäste nach gut zwölf Minuten erstmals zweistellig hinten: 23:35. Nach wie vor fehlte der Zugriff bei den Distanzwürfen, auch gab es den einen oder anderen leichten Ballverlust, der von den Bonnern gnadenlos bestraft wurde. Ein zwischenzeitlicher 11:0‑Lauf der Hausherren sorgte für einen zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand (23:41, 14.). Bamberg allerdings kämpfte sich zumindest ansatzweise zurück ins Spiel. Es dauert zwar gut fünf Minuten, ehe sich die Gäste offensiv etwas fingen und ihrerseits zu scoren begannen. Mit der Sirene traf Sengfelder den Dreier zum 39:52-Halbzeitstand.
Brose kam konzentrierter aus der Kabine, konnte nach drei schnellen Bonner Punkten einen 5:0‑Lauf einstreuen (44:55, 22.). In den folgenden zwei Angriffen hatten die Gäste dann mehrmals die Chance, den Rückstand wieder einstellig werden zu lassen, aber dreimal ging der Dreier „in and out“. Die nahezu logische Konsequenz: natürlich der Dreier auf der Gegenseite, natürlich wieder durch Jackson-Cartwright. Doch Brose ließ sich davon nicht entmutigen, spielte nun wieder forscher, zielstrebiger, zog oftmals zum Korb, durfte an die Freiwurflinie. Dort allerdings versagten ein ums andere Mal die Nerven – am Ende gab es eine Quote von lediglich 61% (14÷23). Und dennoch: nach einem Prewitt-Dreier und direkt im Anschluss einem von Kyzlink stand es nach gut 27 Minuten nur noch 53:59. Die Moral also stimmte, doch ging da auch noch was? Die Bonner Antwort zunächst und natürlich: ein Dreier, diesmal von Tadda. Aber Bamberg war jetzt da, glaubte nach wie vor an sich. Mit 59:68 ging es ins letzte Viertel.
Der Schlussabschnitt begann mit einem Sengfelder-Dreier, der jedoch postwendend von Morgan gekontert wurde. Es war nach wie vor kein hochklassiges Spiel, jetzt aber ein immer spannenderes. Brose gab sich nämlich nie auf, kam abermals zurück, Mitte des letzten Viertels wieder auf fünf Punkte ran und damit in Schlagdistanz: 74:79. Doch wie schon im Abschnitt zuvor, wann immer die Gäste dachten, das Momentum auf ihre Seite zu bekommen, waren da die Bonner Dreierschützen. Morgan, Jackson-Cartwright, Tadda – wenn es nötig war, war einer der drei zur Stelle. Am Ende sollten die Telekom Baskets Bonn 18 Distanzwürfe treffen und Parker Jackson-Cartwright mit 40 die bis dato meisten Punkte in seiner Karriere erzielen. In Kombination war dies an diesem Nachmittag zu viel für tapfer kämpfende Bamberger, die sich am Ende mit 81:95 geschlagen geben mussten. Viel Zeit zum Trauern bleibt aber nicht, denn bereits am Mittwoch steht die Nachholpartie gegen Würzburg auf dem Programm.
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Brose Bamberg
Spiel gegen Crailsheim abgesagt
Das Spiel von Brose Bamberg am 17. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga gegen die HAKRO Merlins Crailsheim wurde abgesagt. Elias Baggette hat unterdessen seinen noch bis 2024 laufenden Vertrag gekündigt und schließt sich einem ProA-Verein an.
Die Partie des Tabellenelften Brose Bamberg gegen den Siebten, die HAKRO Merlins Crailsheim, hätte am Sonntagabend stattfinden sollen. Brose hat einen Antrag auf Spielverlegung gestellt, da aktuell aufgrund mehrerer positiver Coronafälle nicht genügend Stammspieler zur Verfügung stehen. Die infizierten Spieler haben – auch sicherlich aufgrund der Impfungen – lediglich milde Symptome. Wann die Partie nachgeholt wird, wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
Baggette kündigt überraschend Vertrag
Unterdessen wurde von Brose Bamberg bekanntgegeben, dass Elias Baggette seinen noch bis 2024 laufenden Vertrag gekündigt hat und sich einem ProA-Verein anschließt. Möglich machte ihm das eine Ausstiegsklausel, die durch den Wechsel an der Cheftrainerposition in Kraft trat. Der 19-Jährige war bereits am Morgen nicht zum Training erschienen, am Nachmittag dann kam die Kündigung. Eine Verabschiedung von der Mannschaft gab es nicht.
Geschäftsführer Philipp Galewski zeigte sich „sehr enttäuscht von Elias. Nicht von der Kündigung und dem Willen nach Veränderung an sich, sondern von der Art und Weise und dem Zeitpunkt. Wir haben viel in seine Ausbildung auf- und abseits des Spielfeldes investiert und in Verbindung mit seinem langjährigen Vertrag einen Entwicklungsplan entworfen, den wir vollumfänglich eingehalten haben. Dass er dann ohne Vorankündigung oder ein Gespräch sowohl die Mannschaft als auch die Organisation im Stich lässt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir müssen als Konsequenz dringend mit unseren Nachwuchstalenten dahingehend arbeiten, dass sie ein realistisches Bild über ihren Weg zum BBL-Profi aufgezeigt bekommen, um zukünftig solche Fehlentwicklungen zu vermeiden.“
Elias Baggette kam als 16-Jähriger ins Nachwuchsprogramm Brose Bambergs, wohnte im Jugendinternat Aufseesianum, machte letztes Jahr sein Abitur. Bereits in seinem ersten Jahr absolvierte er neben Spielen für die NBBL-Mannschaft 28 Partien für die Baunach Young Pikes in der ProA, in der anschließenden Spielzeit 2019/2020 wurde er in der ProB zum „Youngster des Jahres“ gewählt und in diverse Juniorennationalmannschaften berufen. In der vergangenen Saison erhielt er seine ersten Bundesligaminuten, zudem war er Leistungsträger beim Bamberger Kooperationsteam BBC Coburg in der ProB. Seit dieser Spielzeit ist Baggette Vollzeitprofi, hat jedoch auf eigenen Wunsch eine Doppellizenz und damit die Teilnahme an Trainingseinheiten und Spielen in Coburg abgelehnt. Brose Bamberg wünschte Elias Baggette für die Zukunft alles Gute.
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Brose Bamberg holt siebten Saisonsieg
87:75-Sieg in Hamburg
Brose Bamberg behielt in einem Nachholspiel des 12. Spieltags bei den Hamburg Towers mit 87:75 die Oberhand und holte sich damit den zweiten Auswärtserfolg in Serie und den siebten Saisonsieg insgesamt. Das für Samstag geplante Spiel gegen Würzburg muss unterdessen verlegt werden.
Bis auf die ersten fünf Minuten (4:14) war es eine durchweg engagierte, couragierte und kämpferische Teamleistung, die sich am Ende in 40 Rebounds (Hamburg 37) und 18 Assists (Hamburg 14), aber vor allem in einem Effektivitätswert von 105 (Hamburg 71) ablesen lässt. Bester Bamberger Werfer war Omar Prewitt mit 19 Punkten.
„Hamburg ist eine der schwersten Hallen, in denen man spielen kann. Es war nicht selbstverständlich, dass wir hier gewinnen. Aber wir haben mit Ausnahme der ersten fünf Minuten exakt so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Es war ein toller Sieg für uns“, lautet das Resümee von Brose Bamberg-Trainer Oren Amiel.
Der Beginn war aus Bamberger Sicht schleppend. Hinten bekamen die Gäste den Hamburger Dreier zunächst nicht verteidigt, vorne wollte nichts fallen. Folgerichtig lag Brose Mitte des Viertels mit zehn Punkten zurück: 4:14. Eine Auszeit von Oren Amiel brachte dann die Wende. Defensiv war Bamberg nun voll da, ließ keinen einfachen Wurf der Hausherren mehr zu. Offensiv liefen plötzlich die Systeme. Angetrieben von einem starken Patrick Heckmann, der sechs Zähler in Serie erzielte, übernahm Brose nun weiterstgehend das Geschehen und sorgte durch Geben, Prewitt und Sengfelder nicht nur für einen 12:0‑Lauf, sondern auch für die Führung nach zehn Minuten: 16:14.
McCallum beendete die rund sechs Minuten andauernde Hamburger Offensivflaute. Und als kurz darauf Homesley sechs Punkte in Folge erzielte, war die Partie wieder auf Seiten der Gastgeber (21:23, 13.). Doch Brose ließ sich durch den kleinen Run der Towers nicht aus dem Konzept bringen. Prewitt sorgte mit einem Dreipunktspiel Mitte des Viertels für das 32:27. Und Bamberg blieb – angefeuert von rund 30 Fans, die den Weg in den hohen Norden an diesem Mittwochabend gefunden haben – nun dran, stand defensiv weiter stabil, offensiv fielen die Würfe. Geben, Heckmann, Prewitt, Robinson und Kyzlink waren noch bis zur Pause erfolgreich. Brose ging somit mit einer zweistelligen Führung in die Kabine: 44:34.
Nach der Halbzeit hatten beide Offensivreihen zunächst ihre Probleme, auch und vor allem geschuldet beiden Verteidigungen. Ein Hinrichs-Dreier verkürzte den Bamberger Vorsprung wieder auf sieben Punkte, doch ein And1 von Kyzlink stellte bis Mitte des Viertels wieder auf zweistellig: 53:43. Die Partie wog nun hin und her, Hamburg versuchte alles, um den Rückstand aus ihrer Sicht zu verkürzen, Brose hielt als Team dagegen. Prewitt war es, der nach gut 29 Minuten zum 65:50 traf und die bis dato höchste Führung erzielte. Die letzten Aktionen gehörten allerdings den Hausherren, die Broses Vorsprung wieder auf zehn Punkte schmelzen ließen: 65:55.
In den letzten zehn Minuten war es zunächst einmal mehr Omar Prewitt, der per Dreier zum schnellen 68:55 einnetzte. Die Frage: bekommt Hamburg nochmals die dritte Luft? Die Antwort: selbst wenn, Brose hätte und hat sie im Keim erstickt. Die Gäste blieben nämlich auch im Schlussabschnitt weiter konzentriert, ließen in der Defensive weiterhin kaum etwas anbrennen und spielten vorne ihre Systeme bis zum Ende durch. Spätestens nach dem vierten Prewitt-Dreier zwei Minuten vor Ende zum 85:68 war klar, dass sich Brose dieses Spiel nicht mehr würde nehmen lassen. Am Ende siegte Brose Bamberg mit 87:75 und sicherte sich somit den siebten Sieg in dieser Saison.
Spiel gegen Würzburg muss verlegt werden
Für das für den kommenden Samstag geplante Spiel zwischen Brose Bamberg und s.Oliver Würzburg haben die Unterfranken einen Spielverlegungsantrag gestellt, den die BBL GmbH entsprechend der Spielordnung genehmigt hat.
Alle Stammspieler von s.Oliver Würzburg sind im Rahmen der vorgeschriebenen und regelmäßigen PCR-Testungen gemäß des Protokolls der Liga positiv auf den SARS-CoV-2-Erreger getestet worden. Das Gesundheitsamt hat daraufhin für alle eine 14-tägige Quarantäne angeordnet.
Da den Würzburgern somit weniger als acht Stammspieler zur Verfügung stehen, hat der Club einen Antrag auf Spielverlegung nach §11 Absatz 5 der Spielordnung gestellt. Diesem Antrag wurde durch die BBL GmbH entsprochen. Über die Neuansetzung wird zu gegebener Zeit informiert.
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86:95-Niederlage nach hartem Kampf
Brose Bamberg unterliegt München
Brose Bamberg bot dem FC Bayern München Basketball am 15. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga gestern Abend einen harten Kampf, musste sich am Ende jedoch mit 86:95 geschlagen geben.
Die Hausherren zweimal einen zweistelligen Rückstand auf, hatten aber in den entscheidenden letzten Minuten das Wurfglück nicht mehr auf ihrer Seite und einen Vladimir Lucic auf der anderen, der mit acht Punkten in der Crunchtime sein Team zum Erfolg führte. Und das, obwohl Brose sowohl das Rebound- (34 /39) als auch das Assistverhältnis (23 /18) für sich entscheiden konnte. Bester Bamberger Werfer war Akil Mitchell mit 16 Punkten.
„Wenn du gegen so eine Mannschaft gewinnen willst, dann musst du über 40 Minuten fokussiert sein. Als wir die Chance hatten, ins Spiel zurückzukommen beziehungsweise die kleine Führung auszubauen, haben wir den Fokus verloren“, so Brose Bamberg-Trainer Oren Amiel. „München hatte dann einige starke Spielzüge, die von den Spielern kamen, die in solchen Phasen für sie immer übernehmen. Jeder wusste, dass Lucic die Würfe nehmen würde – und er tat es. Aber, ich sage es gerne wieder, wir verbessern uns von Spiel zu Spiel. Wenn wir es jetzt noch schaffen, die Ballverluste zu minimieren, die uns zu viel in den letzten Spielen gekostet haben, dann sind wir auf einem sehr guten Weg. Ich habe ein gutes Gefühl mit meinem Team.“
Es war von Beginn an ein munteres Spiel, das vor allem beide Offensivreihen bestimmten. München lag schnell mit fünf Punkten vorne, Brose konnte nach zwei Minuten ausgleichen: 5:5. So ging es weiter. Die Gäste erspielten sich einen kleinen Vorsprung, Bamberg konterte immer wieder. Vier sehenswerten Punkten von Tomáš Kyzlink ließ Chris Sengfelder kurz darauf den ersten Bamberger Dreier folgen und brachte sein Team erstmals in Führung (15:14, 6.). Das Problem: Brose bekam die Münchner Distanzwürfe nur schwer verteidigt. Vor allem Andreas Obst stand immer wieder frei und versenkte sicher. Und dennoch blieb Bambergs Rückstand immer im Rahmen, ging Brose mit 24:30 in die erste Viertelpause.
Im zweiten Abschnitt wurden die Verteidigungsreihen aufmerksamer. Bis Mitte des Viertels scorten beide Teams jeweils lediglich acht Punkte: 32:38. Dann allerdings traf Obst seinen vierten Dreier und sorgte für den bis dato höchsten Bamberger Rückstand (32:41, 17.). Brose zeigte sich jedoch keineswegs geschockt, sorgte durch einen zwischenzeitlichen 6:0‑Lauf dafür, dass das Spiel weiterhin eng blieb (40:43, 19.). Allerdings trafen in den letzten 60 Sekunden der ersten Halbzeit noch Obst – sein fünfter Dreier – und Lucic mit der Sirene jeweils den Distanzwurf, so dass es mit minus sieben aus Bamberger Sicht in die Kabine ging: 42:49.
Brose kam mit einem Prewitt-Dreier aus der Halbzeit, musste allerdings anschließend acht Punkte in Folge hinnehmen und geriet erstmals im Spiel zweistellig in Rückstand (45:57, 22.). Die Hausherren waren dadurch jedoch komplett unbeeindruckt, scorten ihrerseits einen 12:0‑Lauf und glichen das Spiel nach 26 Minuten durch einen Dreier von Shannon Scott wieder aus: 59:59. Die Führung allerdings sollte zunächst nicht wechseln, da München immer wieder die passenden Antworten auf die Bamberger Angriffe hatte. Jedoch: Brose stand, wie schon im zweiten Viertel, jetzt aktiv und agil in der Verteidigung, machte es dem FCBB enorm schwer, zu Abschlüssen zu kommen. Mit der Sirene traf Obiesie für die Gäste und sorgte für den 67:71-Rückstand nach 30 Minuten.
Im Schlussabschnitt waren zu Beginn die Münchner treffsicherer, gingen nach zwei Šiško-Dreiern allerdings nur mit sechs Zählern in Führung, da für Brose Prewitt zunächst die Freiwürfe, kurz darauf ebenfalls den Distanzwurf verwandelte (71:77, 33.). Bamberg fightete, Bamberg gab keinen Ball verloren und Bamberg kam: Mitchell, Ogbe und Scott sorgten für einen zwischenzeitlichen 7:0‑Run und holten die Führung Mitte des Viertels wieder auf ihre Seite: 78:77. Es war jetzt eine spannende, eine packende Partie, die in der Schlussphase durch Vladimir Lucic entschieden wurde. Acht Punkte vom Münchner Kapitän bedeuteten 150 Sekunden vor Schluss das 82:89. Da Brose in den letzten zwei Minuten vorne nur mehr bedingt erfolgreich abschließen konnte, die Münchner allerdings ihre Freiwurfquote auch in den Schlusssekunden bei 100 Prozent (28 /28) hielten, war die 86:95-Niederlage am Ende besiegelt.
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Brose Bamberg empfängt Tabellenzweiten
Gegen München nichts zu verlieren
Brose Bamberg ist am 15. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga und zum Jahresauftakt 2022 heute ab 20.30 Uhr Gastgeber für den FC Bayern München Basketball. Zuschauer sind aufgrund der aktuellen Verordnung nach wie vor nicht zugelassen.
Eine Woche hatte der FC Bayern München Basketball Zeit, um sich auf die Partie in Bamberg vorzubereiten. Das gab es diese Saison noch nicht häufig. Möglich gemacht hat die für Münchner Verhältnisse extrem lange Pause zwischen zwei Spielen die coronabedingte Absage der EuroLeague-Partie in Villeurbanne.
Dem FCBB wird es recht gewesen sein, hatte Andrea Trinchieri so doch einige Tage mehr zur Verfügung, um etwaige Blessuren seiner Spieler zu beseitigen. So kann der FCBB bis auf die beiden Rekonvaleszenten Paul Zipser und Darrun Hilliard wohl aus dem Vollen schöpfen. Das heißt konkret: Trinchieri muss sich für sechs seiner neun zur Verfügung stehenden internationalen Spieler entscheiden, da mehr in der BBL nicht eingesetzt werden dürfen. Mit dem vor ein paar Wochen verpflichteten K.C. Rivers hat der ehemalige Bamberger Head Coach einen weiteren erfahrenen US-Guard neu in die Auswahl bekommen. Nicht neu, dafür aber nach einer langwierigen Verletzung wieder zurück im Kader ist ein weiterer ehemaliger Brose-Spieler. Leon Radosevic machte nach einer Fuß-OP am vergangenen Sonntag in Crailsheim sein erstes Spiel in dieser Saison. Allerdings konnte auch er, ebenso wie der mit 23 Punkten stark agierende Topscorer Rivers, die 68:77- und damit die dritte Saisonniederlage nicht verhindern. Die sorgte dafür, dass die Bayern die Tabellenführung an Bonn abgeben mussten. Das wird den Verantwortlichen allerdings nur wenig Sorgenfalten bereiten. Mehr sind es da wohl eher beim Blick auf die Tabelle in der EuroLeague. Mit sieben Siegen und zehn Niederlagen stehen sie da lediglich auf Platz elf, allerdings sind noch 17 Spiele zu absolvieren und der Abstand zu den Playoff-Rängen beträgt aktuell nur zwei Siege. Daher ist auch da noch alles drin, auch wenn sich die Münchner sicherlich zum aktuellen Zeitpunkt mehr versprochen hätten. Dass es nicht immer rund lief, liegt auch am Fakt, dass Trinchieri bislang noch nie die ganze Mannschaft zur Verfügung hatte. Verletzungen und Coronaerkrankungen ziehen sich durch die bisherige Saison. Zuletzt hatte es den bis dato Topscorer Darrun Hilliard erwischt, der mit einer Knieverletzung länger ausfallen wird. Aktuell beste Münchner Werfer auf nationalem Parkett sind neben K.C. Rivers (23,0), der in Crailsheim allerdings erst sein erstes BBL-Spiel absolviert hat, Deshaun Thomas (13,6) und der Ex-Bamberger Augustine Rubit (12,6). Die Stärke der Bayern ist die Ausgeglichenheit im Kader: jeder kann scoren, jeder kann das Spiel an sich reißen. Im ersten Aufeinandertreffen beider Teams diese Saison – Anfang Oktober letzten Jahres im BBL-Pokal – waren es etwa Walden und Jaramaz, die dafür sorgten, dass München, nach einer Bamberger Halbzeitführung, die zweite Hälfte mit 56:32 und damit das Spiel für sich entscheiden konnten. Die andere bayerische Stärke: die Verteidigung. Mit gerade einmal zugelassenen 73,3 Punkten im Schnitt ist München das defensivstärkste Team der BBL.
Für Brose Bamberg gilt es, den positiven Flow aus dem letzten Spiel in Weißenfels mitzunehmen. Dort war zwar auch nicht alles gut, am Ende aber stand der erste Sieg nach zuletzt sechs Niederlagen in den Büchern. Und der war, wenn man sich die Emotionen direkt nach Spielschluss ansah, extrem wichtig. Vor allem für die Psyche. Allerdings, auch das ist klar, es ist lediglich ein Sieg, von einer Trendwende kann noch nicht gesprochen werden. Aber das Spiel hat gezeigt, dass sich Brose auf dem richtigen Weg befindet. Bereits in den letzten Partien war eine Steigerung sichtbar, nun also die Belohnung. Darauf gilt es aufzubauen. Mit München, Hamburg und Würzburg stehen zum Vorrundenende nun drei Spiele in sieben Tagen auf dem Programm. Die Marschroute dabei ist klar: den positiven Trend fortsetzen. In Weißenfels war es offensiv wie defensiv über weite Strecken eine ansprechende Leistung. Der Dreier fiel hochprozentig (46 Prozent), sechs Spieler punkteten zweistellig. Auffällig aber auch: in der Defensive zeigte sich Bamberg verbessert, das System, das Oren Amiel spielen lassen will, geht langsam aber stetig in die Köpfe und Körper der Spieler über. Broses bester Werfer in Weißenfels ist auch Broses bester Werfer in den bisherigen Spielen: Christian Sengfelder erzielte bis dato im Schnitt 18,8 Punkte pro Partie. Ihm folgen Omar Prewitt (13,3), Justin Robinson (12,5) und Akil Mitchell (10,8) mit ebenfalls noch zweistelliger Ausbeute. Einen starken Einstand im neuen Dress feierte zudem Tomáš Kyzlink, der sich mit sechs Punkten, acht Rebounds, zwei Assists, einem Steal und keinem einzigen Ballverlust bei seinem Debüt in den Statistikbogen eintragen konnte.
„Der Sieg in Weißenfels war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen. Er war nicht immer schön und wir haben auch nicht durchweg gut gespielt, aber ein Sieg ist ein Sieg und das ist in unserer Situation das einzige, das zählt. Jetzt gilt es die guten Momente mit ins Spiel gegen München zu nehmen. Ich denke, dass wir uns in den letzten Wochen kontinuierlich verbessert haben, dass wir langsam aber sicher die Vorstellungen von Oren verstehen und umsetzen können. Gegen Bayern müssen wir versuchen, über die gesamten 40 Minuten den Fokus hochzuhalten. Sie hatten jetzt nahezu eine ganze Woche Pause, sind also ausgeruht. Daher gilt es für uns: wir müssen an uns und unsere Stärken glauben und versuchen, wieder einen Schritt nach vorne zu machen“, so Christian Sengfelder.
Am Mittwoch gastiert Brose Bamberg dann bei den Hamburg Towers, das nächste Heimspiel steigt dann am kommenden Samstag gegen Würzburg.
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98:86-Sieg in Weißenfels
Brose Bamberg beendet Negativserie
Brose Bamberg konnte am 14. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga seine Serie von zuletzt sechs Niederlagen in Folge beenden und gewann gestern Abend beim SYNTAINICS MBC mit 98:86.
Zwar hatten die Gäste wieder einige Schwächephasen, in denen sie den Gegner nach teilweise zweistelligem Vorsprung zurück ins Spiel kommen ließen, am Ende aber war Brose Bamberg beim starken Debüt von Tomáš Kyzlink – sechs Punkte, acht Rebounds, vier Assists, ein Steal – über die gesamte Spielzeit gesehen das bessere Team und der verdiente Sieger.
Bamberg gewann das Reboundverhältnis mit 46:35, verteilte zudem starke 25 Assists, traf 47 Prozent seiner Würfe von jenseits der Dreierlinie und hatte sechs Spieler, die zweistellig punkteten. Topscorer war Christian Sengfelder mit 26 Zählern.
„Uns war klar: wir können das Spiel nur über die Verteidigung gewinnen. Sie haben eine starke Offensive, das haben sie in den letzten Spielen immer wieder bewiesen. Sicherlich hatten wir wieder einige schwächere Momente, aber alles in allem waren wir in der Defense da. Dennoch: wir haben nach wie vor viel Arbeit vor uns, werden jetzt sicherlich nicht in Enthusiasmus verfallen, sondern morgen wieder in der Trainingshalle stehen und besser werden“, so Brose Bamberg-Trainer Oren Amiel nach der Partie.
Weißenfels erwischte zunächst den besseren Start und lag schnell mit fünf Punkten vorne. Es dauerte gut drei Minuten, ehe Brose ins Spiel fand, dann aber richtig. Ein 7:0‑Lauf sorgte für die erste Bamberger Führung Mitte des Abschnitts: 10:8. Und der Vorsprung behielt, mit einer kleinen Ausnahme (11:12, 6. Minute), Gültigkeit bis zum Ende der ersten zehn Minuten: zum einen, weil Brose gut verteidigte und den Hausherren einfache Würfe wegnehmen konnte, zum anderen, weil das gesamte Team offensiven Output lieferte: sieben Spieler standen nach zehn Minuten auf der Scorerliste. Und noch eine Zahl belegt das bis dato starke Bamberger Spiel: die Gäste leisteten sich im gesamten ersten Viertel keinen einzigen Ballverlust. Folgerichtig hieß es 22:18 nach zehn Minuten.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts blieben die Gäste, die von rund 30 mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurden, dran und bestimmten das Spiel. Ein zügiger 9:0‑Run bescherte die 31:18-Führung nach gut zwölf Minuten. Bis Mitte des Viertels nahmen sich die Bamberger dann allerdings eine kollektive Auszeit – auf beiden Seiten des Feldes. Die Folge: Weißenfels kam wieder ran und verkürzte nach einem Rebic-Dreier die Bamberger Führung auf nur noch einen Punkt (35:34, 16.). Doch Brose zeigte sich nicht geschockt, kam aus dem Loch wieder heraus und sorgte bis zur Pause durch insgesamt sechs Dreier – vier davon in Folge – für einen abermals zweistelligen Vorsprung: 53:43.
Nach exakt zwei Minuten und 36 Sekunden allerdings hatten die Hausherren den Bamberger Vorsprung durch einen 12:2‑Lauf egalisiert: 55:55. In Rückstand geriet Brose jedoch nicht, da nach diesem kurzen Schlaf die Mannschaft wieder funktionierte. Angetrieben von Sengfelder und Heckmann, die vorne wie hinten stark agierten, erspielten sich die Gäste wieder einen Vorsprung, der nach einem Prewitt-Dreier kurz vor Viertelende beim 76:66 wieder zweistellig angewachsen war. Überhaupt die Distanzwürfe: die fielen bis dato gut auf Bamberger Seite. Nach drei Vierteln fanden elf Stück bei 20 Versuchen den Weg in den gegnerischen Korb.
Im Schlussabschnitt hieß es jetzt: nicht nachlassen. Wie schnell zehn Punkte verspielt sein können, hatten die Bamberger im Viertel zuvor gesehen. Und tatsächlich: Brose blieb konzentriert, zwang Weißenfels nun auch wieder zu schweren Würfen und konnte sich selbst offensiv immer wieder stark in Szene setzen. Robinson und Sengfelder trafen fünf Minuten vor Schluss zwei Dreier in Folge und brachten ihr Team mit 88:74 in Front. Den Vorsprung verwalteten die Gäste dann auch sicher über die Ziellinie und feierten nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg. Am Ende gewann Brose Bamberg mit 98:86 gegen den SYNTAINICS MBC und kann nun wieder mit mehr Selbstvertrauen in die nächsten Aufgaben gehen.
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Brose Bamberg will zurück in die Erfolgsspur
In Weißenfels soll der Knoten platzen
Brose Bamberg ist am 14. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga heute ab 19 Uhr beim SYNTAINICS MBC in Weißenfels gefordert und hofft, beim Tabellennachbarn wieder in die Erfolgsspur zu kommen.
Der SYNTAINICS MBC hatte vor gar nicht allzu langer Zeit ein ähnliches Problem, wie es Brose Bamberg aktuell hat: sechs Niederlagen in Folge standen für den derzeit Tabellendreizehnten aus Weißenfels zu Buche, ehe sie die Negativserie kurz vor Weihnachten mit einem 89:68-Erfolg in Frankfurt beenden konnten.
Allerdings setzte es am zweiten Weihnachtsfeiertag beim 90:115 in Bonn die nächste und damit achte Niederlage der Saison. Es war dabei bereits das fünfte Mal, dass die Mannen von Coach Igor Jovovic 100 Punkte oder mehr kassiert haben. Die Defensive ist daher auch das bisher größte Manko der Sachsen-Anhaltiner. Im Schnitt lassen sie ihren Gegner 92,2 Punkte erzielen, das ist der schlechteste Wert aller BBL-Teams. Offensiv hingegen ist es mehr als solide, was das Team um den Ex-Bamberger Jamel Morris (17,1 Punkte) bislang abliefert. Neben dem Topscorer punkten mit Huskic (12,4), Rebic (12,2), Coffey (12,0), Garbacz (11,9) und Yakhchali (10,6) gleich fünf weitere Spieler zweistellig. Dieses Sextett wurde vor kurzem um einen neuen Akteur erweitert. Kostja Mushidi wechselte vor einigen Wochen nach Weißenfels und fügte sich in seinen ersten vier Spielen mit im Schnitt erzielten 13,0 Punkten nahtlos in die starke Offensive ein. So irritiert es nicht, dass der SYNTAINICS MBC mit durchschnittlich 85,8 Zählern das viertbeste Offensivteam der Liga ist. Dabei sind die Wölfe vor allem aus dem Zweierbereich solide unterwegs, trafen bisher rund 58 Prozent ihrer Wurfversuche aus der Nah- und Mitteldistanz.
Die letzten 18 Vergleiche gewann Brose
Im Gegensatz zum Gegner wartet Brose Bamberg noch auf den befreienden Sieg nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie. Gegen Ludwigsburg zeigte sich das Team von Oren Amiel zwar teilweise stark verbessert, am Ende aber reichte es beim 81:88 wieder nicht, da es Brose nicht schaffte, in den entscheidenden Situationen vorne wie hinten einen kühlen Kopf zu bewahren. Und dennoch: vieles des Gezeigten lässt hoffen, dass der Knoten – der sich natürlich nach solch einer Niederlagenserie auch im Kopf bildet – baldmöglichst zerschlagen werden kann. Manko gegen die Schwaben war zum einen eine miese Anfangsphase, zum anderen die Dreierverteidigung, die oftmals zu langsam war und den Ludwigsburgern so 16 erfolgreiche Distanzwürfe erlaubte. Offensiv war es hingegen einmal mehr eine solide Vorstellung der Bamberger, die gleich vier Spieler in ihren Reihen hatten, die zweistellig punkten konnten. Positiv auch: Brose gab sich nie auf, kam immer wieder zurück, kämpfte bis zum Schluss – auch das ist ein Aspekt, den die Mannschaft mit nach Weißenfels nehmen kann und wird. Ob dort bereits Neuzugang Thomáš Kyzlink mitwirken kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden, da aktuell noch nicht abzusehen ist, ob die Spielberechtigung pünktlich vom tschechischen Verband – der sich im Weihnachts- und Neujahrsurlaub befindet – eintreffen wird. Und auch wenn man sich nicht auf Statistiken verlassen sollte, so ist eine doch zumindest erwähnenswert: die letzte Niederlage gegen Weißenfels datiert vom 4. November 2009. Die vergangenen 18 Spiele wurden allesamt gewonnen.
Christian Sengfelder: „Wir machen Fortschritte, das ist gut. Allerdings bringen uns alle Fortschritte nichts, wenn wir damit nichts Zählbares erarbeiten. Wir haben gegen Ludwigsburg zwar phasenweise gut gespielt, dann hatten wir aber wieder Momente, in denen wir unorganisiert waren. Das ist Teil des Prozesses, klar. Es darf uns allerdings trotzdem nicht in dieser Häufigkeit passieren. Gegen den MBC wird es nicht leicht. Sie sind eine offensivstarke Mannschaft, die, wenn man sie ins Laufen kommen lässt, jeden Gegner schlagen können. Für uns ist es daher wichtig, dass wir sie frühzeitig stoppen. Wir können einiges Positives aus dem letzten Spiel mitnehmen und werden alles dafür tun, dass wir unsere Negativserie in Weißenfels beenden und mit einem Sieg das Jahr ausklingen lassen können.“
Die Partie beim SYNTAINICS MBC ist die letzte des Jahres 2021. Am 2. Januar empfängt Brose Bamberg zum leicht verspäteten Neujahrsspiel den FC Bayern München Basketball. Drei Tage später gastieren die Bamberger in Hamburg, ehe am 8. Januar das Frankenderby gegen s.Oliver Würzburg auf dem Programm steht.