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easyCredit Basketball Bundesliga - Page 3

Bro­se Bam­berg gewinnt Nachholspiel

Start-Ziel-Sieg gegen Würzburg

Bro­se Bam­berg kam im Nach­hol­spiel des 16. Spiel­tags der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zu einem 97:78-Sieg über s.Oliver Würz­burg. Die Haus­her­ren leg­ten vor 731 Zuschau­ern in der erst­mals seit knapp zwei Mona­ten wie­der mit Fans besetz­ten BROSE ARENA einen ful­mi­nan­ten 14:0‑Start hin und gaben die Füh­rung bis Ende des Spiels nie aus der Hand.

Neben dem ach­ten BBL-Erfolg der Sai­son gab es auch his­to­ri­sches: Kris­ti­an Ortel­li, auf­grund der Ver­let­zung von Patrick Heck­mann ins Team gerück­ter JBBL-Nach­wuchs­spie­ler, gab gegen Würz­burg sein Bun­des­li­ga­de­büt und ist damit der jüngs­te BBL-Spie­ler min­des­tens seit der digi­ta­len Daten­er­fas­sung 1998.

Fünf Bam­ber­ger Spie­ler punk­te­ten am Ende zwei­stel­lig, am bes­ten Chris­ti­an Seng­fel­der mit 19 Zäh­lern. Akil Mit­chell schramm­te mit 14 Punk­ten, elf Rebounds und sie­ben Assists nur knapp an einem Tri­ple-Dou­ble vorbei.

„Es war mein ers­tes Spiel vor Fans. Sie waren über­wäl­ti­gend und haben uns gepusht. Dafür Dan­ke­schön, denn es ist in der aktu­el­len Situa­ti­on nicht selbst­ver­ständ­lich und wir wis­sen das sehr zu schät­zen“, so Bro­se-Trai­ner Oren Amiel. „Zum Spiel: wir hat­ten einen guten Start, der uns sehr viel Selbst­ver­trau­en gege­ben hat. Davon haben wir auch gezehrt, als es ein­mal nicht so rund lief. Alles in allem aber bin ich zufrie­den, denn wir haben das Bes­te aus der momen­ta­nen Lage gemacht.“


13 Punk­te-Füh­rung zur Halbzeit

Bro­se begann stark, ließ sei­nem Geg­ner in den ers­ten drei Minu­ten des Spiels vor­ne und hin­ten kei­ne Chan­ce: Robin­son, Omuv­wie, Mit­chell und Kyz­link tra­fen je den Drei­er, dazu noch­mals Kyz­link den Halb­di­stanz­wurf: 14:0. Exakt drei Minu­ten und sie­ben Sekun­den dau­er­te es, ehe die Würz­bur­ger ihrer­seits in die Par­tie fan­den und erst­mals punk­ten konn­ten. Das aller­dings war der Hal­lo-Wach-Effekt der Unter­fran­ken, die fort­an offen­siv gute Quo­ten auf­leg­ten und in der Defen­si­ve immer wie­der die Bam­ber­ger Angrif­fe unter­bin­den konn­ten. Die Fol­ge war ein zwi­schen­zeit­li­cher 15:4‑Lauf der Gäs­te, der Bro­ses Füh­rung nach gut sie­ben Minu­ten auf drei Zäh­ler schrump­fen ließ: 18:15. Für die Haus­her­ren waren es Scott und Geben, die dage­gen­hal­ten konn­ten, so dass es mit die­sem Drei-Punk­te-Vor­sprung auch in die ers­te Vier­tel­pau­se ging: 25:22.

Nach­dem Seng­fel­der direkt zum Beginn des zwei­ten Abschnitts erfolg­reich abschlie­ßen konn­te, hat­te nach etwas mehr als zehn Minu­ten jeder bis­her ein­ge­setz­te Bro­se-Spie­ler gepunk­tet. Und wei­ter jetzt die Gast­ge­ber, die ihre Füh­rung bis Mit­te des Vier­tels wie­der in den zwei­stel­li­gen Bereich aus­bau­en konn­ten: 37:24. Gan­ze 17 Punk­te betrug der Vor­sprung, nach­dem Geben einen Bam­ber­ger 6:0‑Lauf erfolg­reich abschloss (43:26, 17.). Würz­burg aber gab sich nicht auf. Mol­ler erziel­te sechs Zäh­ler in Serie und brach­te sei­ne Mann­schaft wie­der etwas näher ran (43:32, 19.). Kurz vor der Pau­se netz­te Kyz­link zwei Frei­wür­fe zum 45:32-Halbzeitstand ein. Auf­fäl­lig bis­her: Bro­se domi­nier­te den Rebound (21:14) und ver­teil­te bereits star­ke 15 Assists (Würz­burg kam auf acht).

Mar­vin Omuv­wie eröff­ne­te Halb­zeit zwei mit einem sehens­wer­ten Korb­le­ger, Seng­fel­der leg­te kur­ze Zeit spä­ter den Drei­er nach und ließ Mit­te des Vier­tels einen zwei­ten fol­gen: 57:40. Bro­se hat­te die Par­tie nun fest und sicher im Griff. In der Ver­tei­di­gung lie­ßen die Man­nen von Oren Amiel nur sel­ten ein­fa­che Wür­fe der Würz­bur­ger zu, in der Offen­si­ve lie­fen wei­ter­hin gut die Sys­te­me, die ent­we­der den frei­en Mann an der Drei­er­li­nie fan­den oder aber die gro­ßen Jungs unter dem Korb. Vor allem Mar­ti­nas Geben setz­te sich ein ums ande­re Mal schön gegen sei­nen Gegen­spie­ler durch, war nach drei Vier­teln mit zwölf Punk­ten bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer. Nach 30 Minu­ten führ­te Bro­se Bam­berg mit 19 Zäh­lern, es stand 69:50.

Auch im Schluss­ab­schnitt ließ Bro­se nichts mehr anbren­nen. Zwar kam Würz­burg offen­siv noch­mals etwas auf, traf unter ande­rem fünf Drei­er, doch die Haus­her­ren waren zu fokus­siert, zu abge­klärt, als dass sie die Gäs­te noch­mals hät­ten her­an­kom­men las­sen. 40,4 Sekun­den waren noch auf der Uhr – das Spiel beim Stand von 89:74 längst ent­schie­den –, als Oren Amiel die bei­den Youngs­ters brach­te: Lukas Pas­sar­ge (NBBL-Team) und Kris­ti­an Ortel­li (JBBL-Team). Vor allem letz­te­rer schrieb mit sei­nem Ein­satz dabei Bun­des­li­ga­ge­schich­te. Ortel­li ist näm­lich auf den Tag genau 15 Jah­re, neun Mona­te und 28 Tage alt – und damit der jüngs­te Spie­ler, der min­des­tens seit der digi­ta­len Daten­er­fas­sung 1998 jemals in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zum Ein­satz kam. Herz­li­chen Glück­wunsch dazu! Am Ende durf­te er gemein­sam mit dem Pro­fi­team einen nie wirk­lich gefähr­de­ten 97:78-Sieg und damit den ach­ten Erfolg die­ser Sai­son feiern.

Bro­se Bam­berg vor bis zu 1500 Besu­chern im Frankenderby 

s.Oliver Würz­burg zu Gast

Bro­se Bam­berg emp­fängt zum Nach­hol­spiel des 16. Spiel­tags der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga heu­te um 19 Uhr s.Oliver Würz­burg – und 1500 Zuschau­er sind zuge­las­sen. Die Par­tie des aktu­ell Tabel­len­elf­ten gegen den ‑vor­letz­ten war ursprüng­lich für den 8. Janu­ar ter­mi­niert, muss­te jedoch auf­grund eini­ger Coro­na­fäl­le bei den Unter­fran­ken ver­scho­ben werden.

Zuerst die Tren­nung vom lang­jäh­ri­gen Chef­trai­ner Denis Wuche­rer, dann mehr als ein Dut­zend Coro­na­fäl­le in den eige­nen Rei­hen, zuletzt Spiel­ab­sa­gen auf­grund von Coro­na­in­fek­tio­nen beim Geg­ner – es gab ganz sicher schon ein­fa­che­re Wochen für und bei s.Oliver Würz­burg. Doch, wie alles im Leben, so kann auch die­se Pha­se etwas Gutes haben, denn nach­dem die gan­ze Mann­schaft am letz­ten Mitt­woch aus der Qua­ran­tä­ne durf­te, hat­te der neue Head Coach Saša Fili­pov­ski nun eine gan­ze Woche Zeit, um sein Team auf die Par­tie gegen Bro­se ein­zu­stel­len. Und die­se Begeg­nung ist extrem wich­tig für die Unter­fran­ken. Nicht nur, weil es ein Der­by ist, son­dern weil die Würz­bur­ger lang­sam aber sicher Sie­ge ein­fah­ren müs­sen. Zwar haben sie aktu­ell erst 14 Spie­le auf dem Kon­to, davon aller­dings ledig­lich drei gewon­nen, was sie aktu­ell auf dem vor­letz­ten Tabel­len­platz ste­hen lässt. Zuletzt gab es acht Nie­der­la­gen in Serie, neun, wenn man das Pokal­vier­tel­fi­na­le mit ein­rech­net. Der letz­te Sieg datiert vom 2. Novem­ber letz­ten Jah­res. Der aber war ein State­ment: mit 90:70 wur­de der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball aus der damals noch s.Oliver Are­na geschos­sen. Seit­dem aber las­sen die Erfol­ge auf sich war­ten. Das letz­te Pflicht­spiel der Würz­bur­ger war am 2. Janu­ar. Da setz­te es eine 80:88-Heimniederlage gegen Bay­reuth. Aller­dings war die Hand­schrift Fili­povskis bereits zu erken­nen. Es war über wei­te Stre­cken eine aus­ge­gli­che­ne Par­tie, an deren Ende sei­nen Män­nern etwas die Pus­te aus­ging, was Bay­reuth zu einem 8:0‑Lauf und damit dem Sieg nutz­te. Anschlie­ßend kam Coro­na in die eige­nen Rei­hen, drei Par­tien, unter ande­rem gegen Bro­se, muss­ten ver­legt wer­den. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de dann soll­te eigent­lich die Rück­kehr aufs Par­kett in Frank­furt erfol­gen, aller­dings mach­ten dies­mal Posi­tiv­fäl­le bei den Hes­sen die­ses Unter­fan­gen zunich­te. Daher ist das Spiel am Mitt­woch also die ers­te Par­tie der Würz­bur­ger nach mehr als drei Wochen. In den bis­her absol­vier­ten 14 Spie­len über­zeug­te vor allem Desi Rodri­guez, der mit im Schnitt 13,9 Punk­ten bes­ter Wer­fer sei­nes Teams ist, dicht gefolgt von Wil­liam Buford (12,9). Nicht mehr im Kader indes steht Tomasz Gie­lo, der vor knapp zwei Wochen um Ver­trags­auf­lö­sung bat und sich dem grie­chi­schen Erst­li­gis­ten Peris­te­ri ange­schlos­sen hat. 

Anders als Würz­burg hat­te Bro­se Bam­berg nicht viel Zeit, sich auf die Par­tie vor­zu­be­rei­ten. Nach der Rück­kunft Sonn­tag­nacht aus Bonn gab es am Mon­tag­mit­tag eine rege­ne­ra­ti­ve Trai­nings­ein­heit, ehe am Diens­tag in einer wei­te­ren die spiel­spe­zi­fi­sche Vor­be­rei­tung im Fokus stand. Dabei galt und gilt es aber wei­ter­hin behut­sam die Res­sour­cen zu scho­nen, denn die Coro­na-Rekon­va­les­zen­ten müs­sen nach wie vor etwas dosier­ter wie­der ans Team her­an­ge­führt wer­den. Gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn merk­te man denn auch in eini­gen Pha­sen des Spiels, dass gemein­sa­mes Trai­ning in der letz­ten Woche eher Man­gel­wa­re war. Und den­noch: Bro­se prä­sen­tier­te sich ein­mal mehr als Mann­schaft gefes­tigt, kam nach einem zwi­schen­zeit­li­chen 18-Punk­te-Rück­stand durch Ein­satz, Kampf und Moral Mit­te des letz­ten Vier­tels noch­mals auf fünf Zäh­ler ran. Aller­dings hat­ten die Bam­ber­ger den 40 Punk­ten von Par­ker Jack­son-Cart­wright am Ende nichts mehr ent­ge­gen­zu­set­zen. Und den­noch: der posi­ti­ve Ein­druck der letz­ten Wochen besteht auch wei­ter­hin. Aller­dings bringt der nichts ohne Sie­ge. Die sol­len und müs­sen nun suk­zes­si­ve ein­ge­fah­ren wer­den, will man die Play­off­plät­ze nicht aus den Augen ver­lie­ren. Dabei vor­erst nicht wei­ter hel­fen kann Ken­ny Ogbe. Beim 27-Jäh­ri­gen wur­de am letz­ten Frei­tag ein Kno­chen­an­bruch der lin­ken Mit­tel­hand dia­gnos­ti­ziert. Er fällt daher eben­so meh­re­re Wochen aus, wie auch noch Domi­nic Lock­hart. Zwar muss des­sen Seh­nen­riss im Fin­ger nicht ope­ra­tiv ver­sorgt wer­den, eine Rück­kehr ist den­noch frü­hes­tens nach dem FIBA-Break Anfang März zu erwar­ten. Solan­ge müs­sen es also die ande­ren rich­ten. Nach wie vor ist dabei auf Kapi­tän Chris­ti­an Seng­fel­der Ver­lass. Er ist bis­lang Bro­ses Tops­corer mit im Schnitt 17,4 Punk­ten, gefolgt von Omar Pre­witt (13,4) und Akil Mit­chell (12,6). Der letz­te Bam­ber­ger Neu­zu­gang ist mit durch­schnitt­lich 6,5 Rebounds der Bes­te sei­nes Teams, wohin­ge­gen Jus­tin Robin­son mit im Schnitt ver­teil­ten 7,1 Assists die­se Kate­go­rie team­in­tern anführt.

„Die Situa­ti­on ist schwie­rig, kei­ne Fra­ge. Aller­dings haben wir alle ein gemein­sa­mes Ziel: jedes Spiel best­mög­lich zu bestrei­ten. Es liegt ein­zig und allei­ne an uns. In den letz­ten Wochen ist viel Gutes pas­siert, dann kamen Coro­na und eini­ge Ver­let­zun­gen. Das ist aber Teil des Sports. Das müs­sen wir anneh­men und das Bes­te dar­aus machen. Gegen Würz­burg ist es nie leicht. Aber es ist ein Der­by. Nicht nur des­halb las­sen wir alles auf dem Par­kett. Wir müs­sen von Beginn an fokus­siert sein, dür­fen sie nicht ins Lau­fen kom­men las­sen. Denn trotz des aktu­el­len Tabel­len­plat­zes haben sie vie­le Spie­ler, die eine Par­tie an sich rei­ßen und ent­schei­den kön­nen“, so Chris­ti­an Sengfelder.

Nach Würz­burg ist vor Würz­burg, denn nach der Par­tie am Mitt­woch steht in der nächs­ten Begeg­nung gleich das Rück­spiel auf dem Pro­gramm. Das fin­det am 6. Febru­ar in Unter­fran­ken statt.

81:95-Niederlage zum Rückrundenauftakt

Bro­se Bam­berg unter­liegt in Bonn

Bro­se Bam­berg muss­te sich zum Rück­run­den­auf­takt der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den Tele­kom Bas­kets Bonn mit 81:95 geschla­gen geben.

Im ers­ten Pflicht­spiel nach zwei­ein­halb Wochen und über­stan­de­ner Coro­naqua­ran­tä­ne kämpf­ten sich die Gäs­te zwar nach einem zwi­schen­zeit­li­chen 18-Punk­te-Rück­stand (23:41, 14.) wie­der auf fünf Zäh­ler ran (74:79, 35.), hat­ten am Ende aber den 18 Bon­ner Drei­ern und den 40 Punk­ten und damit dem Kar­rie­re­best­wert von Par­ker Jack­son-Cart­wright nicht genug ent­ge­gen­zu­set­zen. Für Bro­se kamen beim Rück­run­den­auf­takt vier Spie­ler auf eine zwei­stel­li­ge Aus­beu­te. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Tomáš Kyz­link mit 18 Zählern.

„Bonn ist nicht umsonst eines der Top­teams der Liga. Das haben sie auch heu­te wie­der gezeigt. Sie haben jede Chan­ce, die wir hat­ten, zunich­te gemacht. Natür­lich könn­te ich jetzt Jack­son-Cart­wright her­aus­he­ben, aber es haben alle funk­tio­niert. Sie waren heu­te ein­fach bes­ser als wir. Den­noch haben wir uns nicht auf­ge­ge­ben, haben die schwie­ri­ge Situa­ti­on ange­nom­men und uns ins Spiel zurück­ge­kämpft. Jetzt gilt es gut zu rege­ne­rie­ren und gegen Würz­burg am Mitt­woch zurück­zu­schla­gen“, äußer­te sich Bro­se-Trai­ner Oren Amiel. 

Die Hiobs­bot­schaft gab es vor dem Spiel. Zwar waren alle an Coro­na erkrank­ten Spie­ler wie­der dabei, Ken­ny Ogbe aber wird Bro­se Bam­berg aber auf­grund eines Anbruchs der lin­ken Hand meh­re­re Wochen feh­len. Der Beginn war den­noch aus­ge­gli­chen, auch wenn sich bereits früh her­aus­kris­tal­li­sier­te, dass es ein ers­tes Vier­tel „Par­ker Jack­son-Cart­wright gegen Bro­se“ wer­den wür­de. Der Bon­ner erziel­te die ers­ten 17 (!) Punk­te für sei­ne Mann­schaft, netz­te dabei fünf Drei­er ein und sorg­te somit bei­na­he im Allein­gang dafür, dass die Haus­her­ren Abschnitt eins mit sechs Punk­ten Vor­sprung gewan­nen: 21:27. Dass es nicht mehr waren, war einer geschlos­se­nen Bam­ber­ger Leis­tung zu ver­dan­ken, die ihrer­seits immer wie­der den Weg über die gro­ßen Spie­ler in der Zone such­ten und so den Rück­stand im erträg­li­chen Bereich hielten.

Das soll­te sich jedoch gleich zu Beginn der zwei­ten zehn Minu­ten etwas ändern. Bonn traf nach wie vor schier unglaub­lich von jen­seits der 6,75-Meter-Linie. Bis zur Pau­se tra­fen sie zehn Drei­er. Bei Bro­se hin­ge­gen woll­te von außen kaum etwas fal­len. Die Fol­ge: nach einem Gor­ham-Drei­er lagen die Gäs­te nach gut zwölf Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig hin­ten: 23:35. Nach wie vor fehl­te der Zugriff bei den Distanz­wür­fen, auch gab es den einen oder ande­ren leich­ten Ball­ver­lust, der von den Bon­nern gna­den­los bestraft wur­de. Ein zwi­schen­zeit­li­cher 11:0‑Lauf der Haus­her­ren sorg­te für einen zwi­schen­zeit­li­chen 18-Punk­te-Rück­stand (23:41, 14.). Bam­berg aller­dings kämpf­te sich zumin­dest ansatz­wei­se zurück ins Spiel. Es dau­ert zwar gut fünf Minu­ten, ehe sich die Gäs­te offen­siv etwas fin­gen und ihrer­seits zu sco­ren began­nen. Mit der Sire­ne traf Seng­fel­der den Drei­er zum 39:52-Halbzeitstand.

Bro­se kam kon­zen­trier­ter aus der Kabi­ne, konn­te nach drei schnel­len Bon­ner Punk­ten einen 5:0‑Lauf ein­streu­en (44:55, 22.). In den fol­gen­den zwei Angrif­fen hat­ten die Gäs­te dann mehr­mals die Chan­ce, den Rück­stand wie­der ein­stel­lig wer­den zu las­sen, aber drei­mal ging der Drei­er „in and out“. Die nahe­zu logi­sche Kon­se­quenz: natür­lich der Drei­er auf der Gegen­sei­te, natür­lich wie­der durch Jack­son-Cart­wright. Doch Bro­se ließ sich davon nicht ent­mu­ti­gen, spiel­te nun wie­der for­scher, ziel­stre­bi­ger, zog oft­mals zum Korb, durf­te an die Frei­wurf­li­nie. Dort aller­dings ver­sag­ten ein ums ande­re Mal die Ner­ven – am Ende gab es eine Quo­te von ledig­lich 61% (14÷23). Und den­noch: nach einem Pre­witt-Drei­er und direkt im Anschluss einem von Kyz­link stand es nach gut 27 Minu­ten nur noch 53:59. Die Moral also stimm­te, doch ging da auch noch was? Die Bon­ner Ant­wort zunächst und natür­lich: ein Drei­er, dies­mal von Tad­da. Aber Bam­berg war jetzt da, glaub­te nach wie vor an sich. Mit 59:68 ging es ins letz­te Viertel.

Der Schluss­ab­schnitt begann mit einem Seng­fel­der-Drei­er, der jedoch post­wen­dend von Mor­gan gekon­tert wur­de. Es war nach wie vor kein hoch­klas­si­ges Spiel, jetzt aber ein immer span­nen­de­res. Bro­se gab sich näm­lich nie auf, kam aber­mals zurück, Mit­te des letz­ten Vier­tels wie­der auf fünf Punk­te ran und damit in Schlag­di­stanz: 74:79. Doch wie schon im Abschnitt zuvor, wann immer die Gäs­te dach­ten, das Momen­tum auf ihre Sei­te zu bekom­men, waren da die Bon­ner Drei­er­schüt­zen. Mor­gan, Jack­son-Cart­wright, Tad­da – wenn es nötig war, war einer der drei zur Stel­le. Am Ende soll­ten die Tele­kom Bas­kets Bonn 18 Distanz­wür­fe tref­fen und Par­ker Jack­son-Cart­wright mit 40 die bis dato meis­ten Punk­te in sei­ner Kar­rie­re erzie­len. In Kom­bi­na­ti­on war dies an die­sem Nach­mit­tag zu viel für tap­fer kämp­fen­de Bam­ber­ger, die sich am Ende mit 81:95 geschla­gen geben muss­ten. Viel Zeit zum Trau­ern bleibt aber nicht, denn bereits am Mitt­woch steht die Nach­hol­par­tie gegen Würz­burg auf dem Programm.

Bro­se Bamberg 

Spiel gegen Crails­heim abgesagt

Das Spiel von Bro­se Bam­berg am 17. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gegen die HAKRO Mer­lins Crails­heim wur­de abge­sagt. Eli­as Bag­get­te hat unter­des­sen sei­nen noch bis 2024 lau­fen­den Ver­trag gekün­digt und schließt sich einem ProA-Ver­ein an.

Die Par­tie des Tabel­len­elf­ten Bro­se Bam­berg gegen den Sieb­ten, die HAKRO Mer­lins Crails­heim, hät­te am Sonn­tag­abend statt­fin­den sol­len. Bro­se hat einen Antrag auf Spiel­ver­le­gung gestellt, da aktu­ell auf­grund meh­re­rer posi­ti­ver Coro­na­fäl­le nicht genü­gend Stamm­spie­ler zur Ver­fü­gung ste­hen. Die infi­zier­ten Spie­ler haben – auch sicher­lich auf­grund der Imp­fun­gen – ledig­lich mil­de Sym­pto­me. Wann die Par­tie nach­ge­holt wird, wird zu gege­be­ner Zeit bekanntgegeben.


Bag­get­te kün­digt über­ra­schend Vertrag

Unter­des­sen wur­de von Bro­se Bam­berg bekannt­ge­ge­ben, dass Eli­as Bag­get­te sei­nen noch bis 2024 lau­fen­den Ver­trag gekün­digt hat und sich einem ProA-Ver­ein anschließt. Mög­lich mach­te ihm das eine Aus­stiegs­klau­sel, die durch den Wech­sel an der Chef­trai­ner­po­si­ti­on in Kraft trat. Der 19-Jäh­ri­ge war bereits am Mor­gen nicht zum Trai­ning erschie­nen, am Nach­mit­tag dann kam die Kün­di­gung. Eine Ver­ab­schie­dung von der Mann­schaft gab es nicht.

Geschäfts­füh­rer Phil­ipp Galew­ski zeig­te sich „sehr ent­täuscht von Eli­as. Nicht von der Kün­di­gung und dem Wil­len nach Ver­än­de­rung an sich, son­dern von der Art und Wei­se und dem Zeit­punkt. Wir haben viel in sei­ne Aus­bil­dung auf- und abseits des Spiel­fel­des inves­tiert und in Ver­bin­dung mit sei­nem lang­jäh­ri­gen Ver­trag einen Ent­wick­lungs­plan ent­wor­fen, den wir voll­um­fäng­lich ein­ge­hal­ten haben. Dass er dann ohne Vor­ankün­di­gung oder ein Gespräch sowohl die Mann­schaft als auch die Orga­ni­sa­ti­on im Stich lässt, ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar. Wir müs­sen als Kon­se­quenz drin­gend mit unse­ren Nach­wuchs­ta­len­ten dahin­ge­hend arbei­ten, dass sie ein rea­lis­ti­sches Bild über ihren Weg zum BBL-Pro­fi auf­ge­zeigt bekom­men, um zukünf­tig sol­che Fehl­ent­wick­lun­gen zu vermeiden.“

Eli­as Bag­get­te kam als 16-Jäh­ri­ger ins Nach­wuchs­pro­gramm Bro­se Bam­bergs, wohn­te im Jugend­in­ter­nat Auf­see­sia­num, mach­te letz­tes Jahr sein Abitur. Bereits in sei­nem ers­ten Jahr absol­vier­te er neben Spie­len für die NBBL-Mann­schaft 28 Par­tien für die Bau­nach Young Pikes in der ProA, in der anschlie­ßen­den Spiel­zeit 2019/​2020 wur­de er in der ProB zum „Youngs­ter des Jah­res“ gewählt und in diver­se Junio­ren­na­tio­nal­mann­schaf­ten beru­fen. In der ver­gan­ge­nen Sai­son erhielt er sei­ne ers­ten Bun­des­li­gam­i­nu­ten, zudem war er Leis­tungs­trä­ger beim Bam­ber­ger Koope­ra­ti­ons­team BBC Coburg in der ProB. Seit die­ser Spiel­zeit ist Bag­get­te Voll­zeit­pro­fi, hat jedoch auf eige­nen Wunsch eine Dop­pel­li­zenz und damit die Teil­nah­me an Trai­nings­ein­hei­ten und Spie­len in Coburg abge­lehnt. Bro­se Bam­berg wünsch­te Eli­as Bag­get­te für die Zukunft alles Gute.

Bro­se Bam­berg holt sieb­ten Saisonsieg 

87:75-Sieg in Hamburg

Bro­se Bam­berg behielt in einem Nach­hol­spiel des 12. Spiel­tags bei den Ham­burg Towers mit 87:75 die Ober­hand und hol­te sich damit den zwei­ten Aus­wärts­er­folg in Serie und den sieb­ten Sai­son­sieg ins­ge­samt. Das für Sams­tag geplan­te Spiel gegen Würz­burg muss unter­des­sen ver­legt werden.

Bis auf die ers­ten fünf Minu­ten (4:14) war es eine durch­weg enga­gier­te, cou­ra­gier­te und kämp­fe­ri­sche Team­leis­tung, die sich am Ende in 40 Rebounds (Ham­burg 37) und 18 Assists (Ham­burg 14), aber vor allem in einem Effek­ti­vi­täts­wert von 105 (Ham­burg 71) able­sen lässt. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Omar Pre­witt mit 19 Punkten.

„Ham­burg ist eine der schwers­ten Hal­len, in denen man spie­len kann. Es war nicht selbst­ver­ständ­lich, dass wir hier gewin­nen. Aber wir haben mit Aus­nah­me der ers­ten fünf Minu­ten exakt so gespielt, wie wir es uns vor­ge­nom­men haben. Es war ein tol­ler Sieg für uns“, lau­tet das Resü­mee von Bro­se Bam­berg-Trai­ner Oren Amiel. 

Der Beginn war aus Bam­ber­ger Sicht schlep­pend. Hin­ten beka­men die Gäs­te den Ham­bur­ger Drei­er zunächst nicht ver­tei­digt, vor­ne woll­te nichts fal­len. Fol­ge­rich­tig lag Bro­se Mit­te des Vier­tels mit zehn Punk­ten zurück: 4:14. Eine Aus­zeit von Oren Amiel brach­te dann die Wen­de. Defen­siv war Bam­berg nun voll da, ließ kei­nen ein­fa­chen Wurf der Haus­her­ren mehr zu. Offen­siv lie­fen plötz­lich die Sys­te­me. Ange­trie­ben von einem star­ken Patrick Heck­mann, der sechs Zäh­ler in Serie erziel­te, über­nahm Bro­se nun wei­terst­ge­hend das Gesche­hen und sorg­te durch Geben, Pre­witt und Seng­fel­der nicht nur für einen 12:0‑Lauf, son­dern auch für die Füh­rung nach zehn Minu­ten: 16:14.

McCallum been­de­te die rund sechs Minu­ten andau­ern­de Ham­bur­ger Offen­siv­flau­te. Und als kurz dar­auf Homes­ley sechs Punk­te in Fol­ge erziel­te, war die Par­tie wie­der auf Sei­ten der Gast­ge­ber (21:23, 13.). Doch Bro­se ließ sich durch den klei­nen Run der Towers nicht aus dem Kon­zept brin­gen. Pre­witt sorg­te mit einem Drei­punkt­spiel Mit­te des Vier­tels für das 32:27. Und Bam­berg blieb – ange­feu­ert von rund 30 Fans, die den Weg in den hohen Nor­den an die­sem Mitt­woch­abend gefun­den haben – nun dran, stand defen­siv wei­ter sta­bil, offen­siv fie­len die Wür­fe. Geben, Heck­mann, Pre­witt, Robin­son und Kyz­link waren noch bis zur Pau­se erfolg­reich. Bro­se ging somit mit einer zwei­stel­li­gen Füh­rung in die Kabi­ne: 44:34. 

Nach der Halb­zeit hat­ten bei­de Offen­siv­rei­hen zunächst ihre Pro­ble­me, auch und vor allem geschul­det bei­den Ver­tei­di­gun­gen. Ein Hin­richs-Drei­er ver­kürz­te den Bam­ber­ger Vor­sprung wie­der auf sie­ben Punk­te, doch ein And1 von Kyz­link stell­te bis Mit­te des Vier­tels wie­der auf zwei­stel­lig: 53:43. Die Par­tie wog nun hin und her, Ham­burg ver­such­te alles, um den Rück­stand aus ihrer Sicht zu ver­kür­zen, Bro­se hielt als Team dage­gen. Pre­witt war es, der nach gut 29 Minu­ten zum 65:50 traf und die bis dato höchs­te Füh­rung erziel­te. Die letz­ten Aktio­nen gehör­ten aller­dings den Haus­her­ren, die Bro­ses Vor­sprung wie­der auf zehn Punk­te schmel­zen lie­ßen: 65:55.

In den letz­ten zehn Minu­ten war es zunächst ein­mal mehr Omar Pre­witt, der per Drei­er zum schnel­len 68:55 ein­netz­te. Die Fra­ge: bekommt Ham­burg noch­mals die drit­te Luft? Die Ant­wort: selbst wenn, Bro­se hät­te und hat sie im Keim erstickt. Die Gäs­te blie­ben näm­lich auch im Schluss­ab­schnitt wei­ter kon­zen­triert, lie­ßen in der Defen­si­ve wei­ter­hin kaum etwas anbren­nen und spiel­ten vor­ne ihre Sys­te­me bis zum Ende durch. Spä­tes­tens nach dem vier­ten Pre­witt-Drei­er zwei Minu­ten vor Ende zum 85:68 war klar, dass sich Bro­se die­ses Spiel nicht mehr wür­de neh­men las­sen. Am Ende sieg­te Bro­se Bam­berg mit 87:75 und sicher­te sich somit den sieb­ten Sieg in die­ser Saison.


Spiel gegen Würz­burg muss ver­legt werden

Für das für den kom­men­den Sams­tag geplan­te Spiel zwi­schen Bro­se Bam­berg und s.Oliver Würz­burg haben die Unter­fran­ken einen Spiel­ver­le­gungs­an­trag gestellt, den die BBL GmbH ent­spre­chend der Spiel­ord­nung geneh­migt hat.

Alle Stamm­spie­ler von s.Oliver Würz­burg sind im Rah­men der vor­ge­schrie­be­nen und regel­mä­ßi­gen PCR-Tes­tun­gen gemäß des Pro­to­kolls der Liga posi­tiv auf den SARS-CoV-2-Erre­ger getes­tet wor­den. Das Gesund­heits­amt hat dar­auf­hin für alle eine 14-tägi­ge Qua­ran­tä­ne angeordnet.

Da den Würz­bur­gern somit weni­ger als acht Stamm­spie­ler zur Ver­fü­gung ste­hen, hat der Club einen Antrag auf Spiel­ver­le­gung nach §11 Absatz 5 der Spiel­ord­nung gestellt. Die­sem Antrag wur­de durch die BBL GmbH ent­spro­chen. Über die Neu­an­set­zung wird zu gege­be­ner Zeit informiert.

86:95-Niederlage nach har­tem Kampf

Bro­se Bam­berg unter­liegt München

Bro­se Bam­berg bot dem FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball am 15. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga ges­tern Abend einen har­ten Kampf, muss­te sich am Ende jedoch mit 86:95 geschla­gen geben.

Die Haus­her­ren zwei­mal einen zwei­stel­li­gen Rück­stand auf, hat­ten aber in den ent­schei­den­den letz­ten Minu­ten das Wurf­glück nicht mehr auf ihrer Sei­te und einen Vla­di­mir Lucic auf der ande­ren, der mit acht Punk­ten in der Cruncht­i­me sein Team zum Erfolg führ­te. Und das, obwohl Bro­se sowohl das Rebound- (34 /​39) als auch das Assist­ver­hält­nis (23 /​18) für sich ent­schei­den konn­te. Bes­ter Bam­ber­ger Wer­fer war Akil Mit­chell mit 16 Punkten.

„Wenn du gegen so eine Mann­schaft gewin­nen willst, dann musst du über 40 Minu­ten fokus­siert sein. Als wir die Chan­ce hat­ten, ins Spiel zurück­zu­kom­men bezie­hungs­wei­se die klei­ne Füh­rung aus­zu­bau­en, haben wir den Fokus ver­lo­ren“, so Bro­se Bam­berg-Trai­ner Oren Amiel. „Mün­chen hat­te dann eini­ge star­ke Spiel­zü­ge, die von den Spie­lern kamen, die in sol­chen Pha­sen für sie immer über­neh­men. Jeder wuss­te, dass Lucic die Wür­fe neh­men wür­de – und er tat es. Aber, ich sage es ger­ne wie­der, wir ver­bes­sern uns von Spiel zu Spiel. Wenn wir es jetzt noch schaf­fen, die Ball­ver­lus­te zu mini­mie­ren, die uns zu viel in den letz­ten Spie­len gekos­tet haben, dann sind wir auf einem sehr guten Weg. Ich habe ein gutes Gefühl mit mei­nem Team.“

Es war von Beginn an ein mun­te­res Spiel, das vor allem bei­de Offen­siv­rei­hen bestimm­ten. Mün­chen lag schnell mit fünf Punk­ten vor­ne, Bro­se konn­te nach zwei Minu­ten aus­glei­chen: 5:5. So ging es wei­ter. Die Gäs­te erspiel­ten sich einen klei­nen Vor­sprung, Bam­berg kon­ter­te immer wie­der. Vier sehens­wer­ten Punk­ten von Tomáš Kyz­link ließ Chris Seng­fel­der kurz dar­auf den ers­ten Bam­ber­ger Drei­er fol­gen und brach­te sein Team erst­mals in Füh­rung (15:14, 6.). Das Pro­blem: Bro­se bekam die Münch­ner Distanz­wür­fe nur schwer ver­tei­digt. Vor allem Andre­as Obst stand immer wie­der frei und ver­senk­te sicher. Und den­noch blieb Bam­bergs Rück­stand immer im Rah­men, ging Bro­se mit 24:30 in die ers­te Viertelpause.

Im zwei­ten Abschnitt wur­den die Ver­tei­di­gungs­rei­hen auf­merk­sa­mer. Bis Mit­te des Vier­tels scor­ten bei­de Teams jeweils ledig­lich acht Punk­te: 32:38. Dann aller­dings traf Obst sei­nen vier­ten Drei­er und sorg­te für den bis dato höchs­ten Bam­ber­ger Rück­stand (32:41, 17.). Bro­se zeig­te sich jedoch kei­nes­wegs geschockt, sorg­te durch einen zwi­schen­zeit­li­chen 6:0‑Lauf dafür, dass das Spiel wei­ter­hin eng blieb (40:43, 19.). Aller­dings tra­fen in den letz­ten 60 Sekun­den der ers­ten Halb­zeit noch Obst – sein fünf­ter Drei­er – und Lucic mit der Sire­ne jeweils den Distanz­wurf, so dass es mit minus sie­ben aus Bam­ber­ger Sicht in die Kabi­ne ging: 42:49.

Bro­se kam mit einem Pre­witt-Drei­er aus der Halb­zeit, muss­te aller­dings anschlie­ßend acht Punk­te in Fol­ge hin­neh­men und geriet erst­mals im Spiel zwei­stel­lig in Rück­stand (45:57, 22.). Die Haus­her­ren waren dadurch jedoch kom­plett unbe­ein­druckt, scor­ten ihrer­seits einen 12:0‑Lauf und gli­chen das Spiel nach 26 Minu­ten durch einen Drei­er von Shan­non Scott wie­der aus: 59:59. Die Füh­rung aller­dings soll­te zunächst nicht wech­seln, da Mün­chen immer wie­der die pas­sen­den Ant­wor­ten auf die Bam­ber­ger Angrif­fe hat­te. Jedoch: Bro­se stand, wie schon im zwei­ten Vier­tel, jetzt aktiv und agil in der Ver­tei­di­gung, mach­te es dem FCBB enorm schwer, zu Abschlüs­sen zu kom­men. Mit der Sire­ne traf Obie­sie für die Gäs­te und sorg­te für den 67:71-Rückstand nach 30 Minuten.

Im Schluss­ab­schnitt waren zu Beginn die Münch­ner treff­si­che­rer, gin­gen nach zwei Šiš­ko-Drei­ern aller­dings nur mit sechs Zäh­lern in Füh­rung, da für Bro­se Pre­witt zunächst die Frei­wür­fe, kurz dar­auf eben­falls den Distanz­wurf ver­wan­del­te (71:77, 33.). Bam­berg figh­te­te, Bam­berg gab kei­nen Ball ver­lo­ren und Bam­berg kam: Mit­chell, Ogbe und Scott sorg­ten für einen zwi­schen­zeit­li­chen 7:0‑Run und hol­ten die Füh­rung Mit­te des Vier­tels wie­der auf ihre Sei­te: 78:77. Es war jetzt eine span­nen­de, eine packen­de Par­tie, die in der Schluss­pha­se durch Vla­di­mir Lucic ent­schie­den wur­de. Acht Punk­te vom Münch­ner Kapi­tän bedeu­te­ten 150 Sekun­den vor Schluss das 82:89. Da Bro­se in den letz­ten zwei Minu­ten vor­ne nur mehr bedingt erfolg­reich abschlie­ßen konn­te, die Münch­ner aller­dings ihre Frei­wurf­quo­te auch in den Schluss­se­kun­den bei 100 Pro­zent (28 /​28) hiel­ten, war die 86:95-Niederlage am Ende besiegelt.

Bro­se Bam­berg emp­fängt Tabellenzweiten

Gegen Mün­chen nichts zu verlieren

Bro­se Bam­berg ist am 15. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga und zum Jah­res­auf­takt 2022 heu­te ab 20.30 Uhr Gast­ge­ber für den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Zuschau­er sind auf­grund der aktu­el­len Ver­ord­nung nach wie vor nicht zugelassen.

Eine Woche hat­te der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball Zeit, um sich auf die Par­tie in Bam­berg vor­zu­be­rei­ten. Das gab es die­se Sai­son noch nicht häu­fig. Mög­lich gemacht hat die für Münch­ner Ver­hält­nis­se extrem lan­ge Pau­se zwi­schen zwei Spie­len die coro­nabe­ding­te Absa­ge der Euro­Le­ague-Par­tie in Villeurbanne.

Dem FCBB wird es recht gewe­sen sein, hat­te Andrea Trin­chie­ri so doch eini­ge Tage mehr zur Ver­fü­gung, um etwa­ige Bles­su­ren sei­ner Spie­ler zu besei­ti­gen. So kann der FCBB bis auf die bei­den Rekon­va­les­zen­ten Paul Zip­ser und Dar­run Hil­li­ard wohl aus dem Vol­len schöp­fen. Das heißt kon­kret: Trin­chie­ri muss sich für sechs sei­ner neun zur Ver­fü­gung ste­hen­den inter­na­tio­na­len Spie­ler ent­schei­den, da mehr in der BBL nicht ein­ge­setzt wer­den dür­fen. Mit dem vor ein paar Wochen ver­pflich­te­ten K.C. Rivers hat der ehe­ma­li­ge Bam­ber­ger Head Coach einen wei­te­ren erfah­re­nen US-Guard neu in die Aus­wahl bekom­men. Nicht neu, dafür aber nach einer lang­wie­ri­gen Ver­let­zung wie­der zurück im Kader ist ein wei­te­rer ehe­ma­li­ger Bro­se-Spie­ler. Leon Rado­se­vic mach­te nach einer Fuß-OP am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in Crails­heim sein ers­tes Spiel in die­ser Sai­son. Aller­dings konn­te auch er, eben­so wie der mit 23 Punk­ten stark agie­ren­de Tops­corer Rivers, die 68:77- und damit die drit­te Sai­son­nie­der­la­ge nicht ver­hin­dern. Die sorg­te dafür, dass die Bay­ern die Tabel­len­füh­rung an Bonn abge­ben muss­ten. Das wird den Ver­ant­wort­li­chen aller­dings nur wenig Sor­gen­fal­ten berei­ten. Mehr sind es da wohl eher beim Blick auf die Tabel­le in der Euro­Le­ague. Mit sie­ben Sie­gen und zehn Nie­der­la­gen ste­hen sie da ledig­lich auf Platz elf, aller­dings sind noch 17 Spie­le zu absol­vie­ren und der Abstand zu den Play­off-Rän­gen beträgt aktu­ell nur zwei Sie­ge. Daher ist auch da noch alles drin, auch wenn sich die Münch­ner sicher­lich zum aktu­el­len Zeit­punkt mehr ver­spro­chen hät­ten. Dass es nicht immer rund lief, liegt auch am Fakt, dass Trin­chie­ri bis­lang noch nie die gan­ze Mann­schaft zur Ver­fü­gung hat­te. Ver­let­zun­gen und Coro­na­er­kran­kun­gen zie­hen sich durch die bis­he­ri­ge Sai­son. Zuletzt hat­te es den bis dato Tops­corer Dar­run Hil­li­ard erwischt, der mit einer Knie­ver­let­zung län­ger aus­fal­len wird. Aktu­ell bes­te Münch­ner Wer­fer auf natio­na­lem Par­kett sind neben K.C. Rivers (23,0), der in Crails­heim aller­dings erst sein ers­tes BBL-Spiel absol­viert hat, Des­haun Tho­mas (13,6) und der Ex-Bam­ber­ger Augus­ti­ne Rubit (12,6). Die Stär­ke der Bay­ern ist die Aus­ge­gli­chen­heit im Kader: jeder kann sco­ren, jeder kann das Spiel an sich rei­ßen. Im ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen bei­der Teams die­se Sai­son – Anfang Okto­ber letz­ten Jah­res im BBL-Pokal – waren es etwa Wal­den und Jaramaz, die dafür sorg­ten, dass Mün­chen, nach einer Bam­ber­ger Halb­zeit­füh­rung, die zwei­te Hälf­te mit 56:32 und damit das Spiel für sich ent­schei­den konn­ten. Die ande­re baye­ri­sche Stär­ke: die Ver­tei­di­gung. Mit gera­de ein­mal zuge­las­se­nen 73,3 Punk­ten im Schnitt ist Mün­chen das defen­siv­stärks­te Team der BBL.

Für Bro­se Bam­berg gilt es, den posi­ti­ven Flow aus dem letz­ten Spiel in Wei­ßen­fels mit­zu­neh­men. Dort war zwar auch nicht alles gut, am Ende aber stand der ers­te Sieg nach zuletzt sechs Nie­der­la­gen in den Büchern. Und der war, wenn man sich die Emo­tio­nen direkt nach Spiel­schluss ansah, extrem wich­tig. Vor allem für die Psy­che. Aller­dings, auch das ist klar, es ist ledig­lich ein Sieg, von einer Trend­wen­de kann noch nicht gespro­chen wer­den. Aber das Spiel hat gezeigt, dass sich Bro­se auf dem rich­ti­gen Weg befin­det. Bereits in den letz­ten Par­tien war eine Stei­ge­rung sicht­bar, nun also die Beloh­nung. Dar­auf gilt es auf­zu­bau­en. Mit Mün­chen, Ham­burg und Würz­burg ste­hen zum Vor­run­den­en­de nun drei Spie­le in sie­ben Tagen auf dem Pro­gramm. Die Marsch­rou­te dabei ist klar: den posi­ti­ven Trend fort­set­zen. In Wei­ßen­fels war es offen­siv wie defen­siv über wei­te Stre­cken eine anspre­chen­de Leis­tung. Der Drei­er fiel hoch­pro­zen­tig (46 Pro­zent), sechs Spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig. Auf­fäl­lig aber auch: in der Defen­si­ve zeig­te sich Bam­berg ver­bes­sert, das Sys­tem, das Oren Amiel spie­len las­sen will, geht lang­sam aber ste­tig in die Köp­fe und Kör­per der Spie­ler über. Bro­ses bes­ter Wer­fer in Wei­ßen­fels ist auch Bro­ses bes­ter Wer­fer in den bis­he­ri­gen Spie­len: Chris­ti­an Seng­fel­der erziel­te bis dato im Schnitt 18,8 Punk­te pro Par­tie. Ihm fol­gen Omar Pre­witt (13,3), Jus­tin Robin­son (12,5) und Akil Mit­chell (10,8) mit eben­falls noch zwei­stel­li­ger Aus­beu­te. Einen star­ken Ein­stand im neu­en Dress fei­er­te zudem Tomáš Kyz­link, der sich mit sechs Punk­ten, acht Rebounds, zwei Assists, einem Ste­al und kei­nem ein­zi­gen Ball­ver­lust bei sei­nem Debüt in den Sta­tis­tik­bo­gen ein­tra­gen konnte.

„Der Sieg in Wei­ßen­fels war enorm wich­tig für unser Selbst­ver­trau­en. Er war nicht immer schön und wir haben auch nicht durch­weg gut gespielt, aber ein Sieg ist ein Sieg und das ist in unse­rer Situa­ti­on das ein­zi­ge, das zählt. Jetzt gilt es die guten Momen­te mit ins Spiel gegen Mün­chen zu neh­men. Ich den­ke, dass wir uns in den letz­ten Wochen kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert haben, dass wir lang­sam aber sicher die Vor­stel­lun­gen von Oren ver­ste­hen und umset­zen kön­nen. Gegen Bay­ern müs­sen wir ver­su­chen, über die gesam­ten 40 Minu­ten den Fokus hoch­zu­hal­ten. Sie hat­ten jetzt nahe­zu eine gan­ze Woche Pau­se, sind also aus­ge­ruht. Daher gilt es für uns: wir müs­sen an uns und unse­re Stär­ken glau­ben und ver­su­chen, wie­der einen Schritt nach vor­ne zu machen“, so Chris­ti­an Sengfelder. 

Am Mitt­woch gas­tiert Bro­se Bam­berg dann bei den Ham­burg Towers, das nächs­te Heim­spiel steigt dann am kom­men­den Sams­tag gegen Würzburg.

98:86-Sieg in Weißenfels

Bro­se Bam­berg been­det Negativserie

Bro­se Bam­berg konn­te am 14. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga sei­ne Serie von zuletzt sechs Nie­der­la­gen in Fol­ge been­den und gewann ges­tern Abend beim SYNTAINICS MBC mit 98:86.

Zwar hat­ten die Gäs­te wie­der eini­ge Schwä­che­pha­sen, in denen sie den Geg­ner nach teil­wei­se zwei­stel­li­gem Vor­sprung zurück ins Spiel kom­men lie­ßen, am Ende aber war Bro­se Bam­berg beim star­ken Debüt von Tomáš Kyz­link – sechs Punk­te, acht Rebounds, vier Assists, ein Ste­al – über die gesam­te Spiel­zeit gese­hen das bes­se­re Team und der ver­dien­te Sieger.

Bam­berg gewann das Rebound­ver­hält­nis mit 46:35, ver­teil­te zudem star­ke 25 Assists, traf 47 Pro­zent sei­ner Wür­fe von jen­seits der Drei­er­li­nie und hat­te sechs Spie­ler, die zwei­stel­lig punk­te­ten. Tops­corer war Chris­ti­an Seng­fel­der mit 26 Zählern.

„Uns war klar: wir kön­nen das Spiel nur über die Ver­tei­di­gung gewin­nen. Sie haben eine star­ke Offen­si­ve, das haben sie in den letz­ten Spie­len immer wie­der bewie­sen. Sicher­lich hat­ten wir wie­der eini­ge schwä­che­re Momen­te, aber alles in allem waren wir in der Defen­se da. Den­noch: wir haben nach wie vor viel Arbeit vor uns, wer­den jetzt sicher­lich nicht in Enthu­si­as­mus ver­fal­len, son­dern mor­gen wie­der in der Trai­nings­hal­le ste­hen und bes­ser wer­den“, so Bro­se Bam­berg-Trai­ner Oren Amiel nach der Partie. 

Wei­ßen­fels erwisch­te zunächst den bes­se­ren Start und lag schnell mit fünf Punk­ten vor­ne. Es dau­er­te gut drei Minu­ten, ehe Bro­se ins Spiel fand, dann aber rich­tig. Ein 7:0‑Lauf sorg­te für die ers­te Bam­ber­ger Füh­rung Mit­te des Abschnitts: 10:8. Und der Vor­sprung behielt, mit einer klei­nen Aus­nah­me (11:12, 6. Minu­te), Gül­tig­keit bis zum Ende der ers­ten zehn Minu­ten: zum einen, weil Bro­se gut ver­tei­dig­te und den Haus­her­ren ein­fa­che Wür­fe weg­neh­men konn­te, zum ande­ren, weil das gesam­te Team offen­si­ven Out­put lie­fer­te: sie­ben Spie­ler stan­den nach zehn Minu­ten auf der Sco­rer­lis­te. Und noch eine Zahl belegt das bis dato star­ke Bam­ber­ger Spiel: die Gäs­te leis­te­ten sich im gesam­ten ers­ten Vier­tel kei­nen ein­zi­gen Ball­ver­lust. Fol­ge­rich­tig hieß es 22:18 nach zehn Minuten.

Auch zu Beginn des zwei­ten Abschnitts blie­ben die Gäs­te, die von rund 30 mit­ge­reis­ten Fans laut­stark unter­stützt wur­den, dran und bestimm­ten das Spiel. Ein zügi­ger 9:0‑Run bescher­te die 31:18-Führung nach gut zwölf Minu­ten. Bis Mit­te des Vier­tels nah­men sich die Bam­ber­ger dann aller­dings eine kol­lek­ti­ve Aus­zeit – auf bei­den Sei­ten des Fel­des. Die Fol­ge: Wei­ßen­fels kam wie­der ran und ver­kürz­te nach einem Rebic-Drei­er die Bam­ber­ger Füh­rung auf nur noch einen Punkt (35:34, 16.). Doch Bro­se zeig­te sich nicht geschockt, kam aus dem Loch wie­der her­aus und sorg­te bis zur Pau­se durch ins­ge­samt sechs Drei­er – vier davon in Fol­ge – für einen aber­mals zwei­stel­li­gen Vor­sprung: 53:43.

Nach exakt zwei Minu­ten und 36 Sekun­den aller­dings hat­ten die Haus­her­ren den Bam­ber­ger Vor­sprung durch einen 12:2‑Lauf ega­li­siert: 55:55. In Rück­stand geriet Bro­se jedoch nicht, da nach die­sem kur­zen Schlaf die Mann­schaft wie­der funk­tio­nier­te. Ange­trie­ben von Seng­fel­der und Heck­mann, die vor­ne wie hin­ten stark agier­ten, erspiel­ten sich die Gäs­te wie­der einen Vor­sprung, der nach einem Pre­witt-Drei­er kurz vor Vier­tel­en­de beim 76:66 wie­der zwei­stel­lig ange­wach­sen war. Über­haupt die Distanz­wür­fe: die fie­len bis dato gut auf Bam­ber­ger Sei­te. Nach drei Vier­teln fan­den elf Stück bei 20 Ver­su­chen den Weg in den geg­ne­ri­schen Korb.

Im Schluss­ab­schnitt hieß es jetzt: nicht nach­las­sen. Wie schnell zehn Punk­te ver­spielt sein kön­nen, hat­ten die Bam­ber­ger im Vier­tel zuvor gese­hen. Und tat­säch­lich: Bro­se blieb kon­zen­triert, zwang Wei­ßen­fels nun auch wie­der zu schwe­ren Wür­fen und konn­te sich selbst offen­siv immer wie­der stark in Sze­ne set­zen. Robin­son und Seng­fel­der tra­fen fünf Minu­ten vor Schluss zwei Drei­er in Fol­ge und brach­ten ihr Team mit 88:74 in Front. Den Vor­sprung ver­wal­te­ten die Gäs­te dann auch sicher über die Ziel­li­nie und fei­er­ten nach zuletzt sechs Nie­der­la­gen in Fol­ge end­lich wie­der einen Sieg. Am Ende gewann Bro­se Bam­berg mit 98:86 gegen den SYNTAINICS MBC und kann nun wie­der mit mehr Selbst­ver­trau­en in die nächs­ten Auf­ga­ben gehen.

Bro­se Bam­berg will zurück in die Erfolgsspur

In Wei­ßen­fels soll der Kno­ten platzen

Bro­se Bam­berg ist am 14. Spiel­tag der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga heu­te ab 19 Uhr beim SYNTAINICS MBC in Wei­ßen­fels gefor­dert und hofft, beim Tabel­len­nach­barn wie­der in die Erfolgs­spur zu kommen.

Der SYNTAINICS MBC  hat­te vor gar nicht all­zu lan­ger Zeit ein ähn­li­ches Pro­blem, wie es Bro­se Bam­berg aktu­ell hat: sechs Nie­der­la­gen in Fol­ge stan­den für den der­zeit Tabel­len­d­rei­zehn­ten aus Wei­ßen­fels zu Buche, ehe sie die Nega­tiv­se­rie kurz vor Weih­nach­ten mit einem 89:68-Erfolg in Frank­furt been­den konnten.

Aller­dings setz­te es am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag beim 90:115 in Bonn die nächs­te und damit ach­te Nie­der­la­ge der Sai­son. Es war dabei bereits das fünf­te Mal, dass die Man­nen von Coach Igor Jovo­vic 100 Punk­te oder mehr kas­siert haben. Die Defen­si­ve ist daher auch das bis­her größ­te Man­ko der Sach­sen-Anhal­ti­ner. Im Schnitt las­sen sie ihren Geg­ner 92,2 Punk­te erzie­len, das ist der schlech­tes­te Wert aller BBL-Teams. Offen­siv hin­ge­gen ist es mehr als soli­de, was das Team um den Ex-Bam­ber­ger Jamel Mor­ris (17,1 Punk­te) bis­lang ablie­fert. Neben dem Tops­corer punk­ten mit Hus­kic (12,4), Rebic (12,2), Cof­fey (12,0), Gar­bacz (11,9) und Yakhcha­li (10,6) gleich fünf wei­te­re Spie­ler zwei­stel­lig. Die­ses Sex­tett wur­de vor kur­zem um einen neu­en Akteur erwei­tert. Kost­ja Mus­hi­di wech­sel­te vor eini­gen Wochen nach Wei­ßen­fels und füg­te sich in sei­nen ers­ten vier Spie­len mit im Schnitt erziel­ten 13,0 Punk­ten naht­los in die star­ke Offen­si­ve ein. So irri­tiert es nicht, dass der SYNTAINICS MBC mit durch­schnitt­lich 85,8 Zäh­lern das viert­bes­te Offen­siv­team der Liga ist. Dabei sind die Wöl­fe vor allem aus dem Zwei­er­be­reich soli­de unter­wegs, tra­fen bis­her rund 58 Pro­zent ihrer Wurf­ver­su­che aus der Nah- und Mitteldistanz.


Die letz­ten 18 Ver­glei­che gewann Brose

Im Gegen­satz zum Geg­ner war­tet Bro­se Bam­berg noch auf den befrei­en­den Sieg nach zuletzt sechs Nie­der­la­gen in Serie. Gegen Lud­wigs­burg zeig­te sich das Team von Oren Amiel zwar teil­wei­se stark ver­bes­sert, am Ende aber reich­te es beim 81:88 wie­der nicht, da es Bro­se nicht schaff­te, in den ent­schei­den­den Situa­tio­nen vor­ne wie hin­ten einen küh­len Kopf zu bewah­ren. Und den­noch: vie­les des Gezeig­ten lässt hof­fen, dass der Kno­ten – der sich natür­lich nach solch einer Nie­der­la­gen­se­rie auch im Kopf bil­det – bald­mög­lichst zer­schla­gen wer­den kann. Man­ko gegen die Schwa­ben war zum einen eine mie­se Anfangs­pha­se, zum ande­ren die Drei­er­ver­tei­di­gung, die oft­mals zu lang­sam war und den Lud­wigs­bur­gern so 16 erfolg­rei­che Distanz­wür­fe erlaub­te. Offen­siv war es hin­ge­gen ein­mal mehr eine soli­de Vor­stel­lung der Bam­ber­ger, die gleich vier Spie­ler in ihren Rei­hen hat­ten, die zwei­stel­lig punk­ten konn­ten. Posi­tiv auch: Bro­se gab sich nie auf, kam immer wie­der zurück, kämpf­te bis zum Schluss – auch das ist ein Aspekt, den die Mann­schaft mit nach Wei­ßen­fels neh­men kann und wird. Ob dort bereits Neu­zu­gang Thomáš Kyz­link mit­wir­ken kann, wird sich erst kurz­fris­tig ent­schei­den, da aktu­ell noch nicht abzu­se­hen ist, ob die Spiel­be­rech­ti­gung pünkt­lich vom tsche­chi­schen Ver­band – der sich im Weih­nachts- und Neu­jahrs­ur­laub befin­det – ein­tref­fen wird. Und auch wenn man sich nicht auf Sta­tis­ti­ken ver­las­sen soll­te, so ist eine doch zumin­dest erwäh­nens­wert: die letz­te Nie­der­la­ge gegen Wei­ßen­fels datiert vom 4. Novem­ber 2009. Die ver­gan­ge­nen 18 Spie­le wur­den alle­samt gewonnen. 

Chris­ti­an Seng­fel­der: „Wir machen Fort­schrit­te, das ist gut. Aller­dings brin­gen uns alle Fort­schrit­te nichts, wenn wir damit nichts Zähl­ba­res erar­bei­ten. Wir haben gegen Lud­wigs­burg zwar pha­sen­wei­se gut gespielt, dann hat­ten wir aber wie­der Momen­te, in denen wir unor­ga­ni­siert waren. Das ist Teil des Pro­zes­ses, klar. Es darf uns aller­dings trotz­dem nicht in die­ser Häu­fig­keit pas­sie­ren. Gegen den MBC wird es nicht leicht. Sie sind eine offen­siv­star­ke Mann­schaft, die, wenn man sie ins Lau­fen kom­men lässt, jeden Geg­ner schla­gen kön­nen. Für uns ist es daher wich­tig, dass wir sie früh­zei­tig stop­pen. Wir kön­nen eini­ges Posi­ti­ves aus dem letz­ten Spiel mit­neh­men und wer­den alles dafür tun, dass wir unse­re Nega­tiv­se­rie in Wei­ßen­fels been­den und mit einem Sieg das Jahr aus­klin­gen las­sen können.“

Die Par­tie beim SYNTAINICS MBC ist die letz­te des Jah­res 2021. Am 2. Janu­ar emp­fängt Bro­se Bam­berg zum leicht ver­spä­te­ten Neu­jahrs­spiel den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball. Drei Tage spä­ter gas­tie­ren die Bam­ber­ger in Ham­burg, ehe am 8. Janu­ar das Fran­ken­der­by gegen s.Oliver Würz­burg auf dem Pro­gramm steht.