Alte Verbindung zwischen den Bischofsstädten wird neu belebt
Bamberger Heinrich-Reliquie an das Straßburger Münster übergeben
Eine Reliquie des Heiligen Kaisers Heinrich II. ist im Auftrag des Bamberger Erzbischofs Herwig Gössl an das Straßburger Münster übergeben worden, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. Damit wurden die historischen Verbindungen zwischen beiden Kathedralstädten mehr als 1000 Jahre nach der Zeit des Kaisers neu belebt.
Heinrich II., letzter Herrscher aus dem ottonischen Geschlecht, hatte im 11. Jahrhundert sowohl in Bamberg als auch in Straßburg deutliche Spuren hinterlassen. Beide Städte sollen zu seinen Lieblingsorten gehört haben. Intensiv förderte er die Gründung des Bistums Bamberg im Jahr 1007 und den Bau des ersten Domes, der 1012 geweiht wurde. Auch in Straßburg unterstützte er 1015 maßgeblich den Bau der Kathedrale. Nach der Überlieferung soll er dort längere Zeit verweilt und an den Kapitelsmessen teilgenommen haben. Ein Kaiserfenster im Straßburger Münster erinnert bis heute an die Rolle Heinrichs II. beim Bau und den Straßburger Bischof Werner von Habsburg, mit dem er freundschaftlich verbunden war.
Partikel mit bischöflicher Authentik versehen wurde nach Straßburg gebracht
Umgekehrt ist die Präsenz des Straßburger Bischofs auch für den Papstbesuch in Bamberg im Jahr 1020 verbrieft. Die engen Beziehungen zwischen beiden Bischofsstädten waren längst in Vergessenheit geraten und leben mit der Reliquienübertragung neu auf.
Die Initiative dazu ging vom Straßburger Dompfarrer Didier Muntzinger aus, der zum 750. Jubiläum der Laurentiuskapelle deren Altar neugestalten ließ. Bei einem Dombaumeistertreffen in Bamberg entstand der Kontakt zum Erzbistum. „Es war uns eine große Freude, eine Heinrichsreliquie nach Straßburg zu geben“, sagte Erzbischof Gössl. „So sind wir durch den heiligen Heinrich noch tiefer mit den Schwestern und Brüdern in Straßburg verbunden.“ In Straßburg wurde die Reliquie mit freudiger Dankbarkeit entgegengenommen und als Zeichen europäischer Gemeinschaft der Kirche und der Gläubigen gewertet.
Die Reliquie, ein winziges Fragment eines Oberschenkelknochens des Heiligen Kaisers, stammt aus dem Bamberger Domschatz. Nach der Heiligsprechung Heinrichs 1146 wurden seine Gebeine in viele Kirchen Europas überführt. Ein größerer Teilknochen war im 19. Jahrhundert an ein päpstliches Kolleg in Rom gelangt und kehrte erst 2024 nach Bamberg zurück. Das Gegenstück war in der Sakristei des Bamberger Doms verwahrt worden. Nach der Zusammenführung waren beide Gebeine im Februar 2025 im Kaisergrab beigesetzt worden, bis auf ein kleines Fragment, das für künftige Reliquienanfragen zurückgehalten wurde. Ein solcher Partikel wurde nun mit bischöflicher Authentik versehen und mit einem Siegel des Erzbischofs nach Straßburg gebracht. Die Einsetzung in den neuen Altar der Laurentiuskapelle erfolgte am 25. Oktober 2025.
Das könnte Sie auch interessieren...
„Schenken Sie den Menschen Hoffnung und Licht!“
Erzbischof Gössl weiht vier Männer aus dem Erzbistum Bamberg zu Ständigen Diakonen
Bei einem feierlichen Weihegottesdienst im Bamberger Dom hat Erzbischof Herwig Gössl am Samstag Dr. Johannes Kraus, Christian Kainzbauer-Wütig, Markus Eberl sowie Martin Wolters in ihrem Amt als Ständige Diakone bestätigt und die Bedeutung der Diakonenweihe für die Verkündigung der christlichen Hoffnung unterstrichen.
In seiner Predigt betonte Erzbischof Gössl, dass Diakone nicht nur in der Liturgie, sondern auch im täglichen Leben das Wort Gottes verkünden sollen, „durch ihre Taten und ihre Haltung“. Diakone seien dazu aufgerufen, nicht nur Worte der Hoffnung zu sprechen, sondern auch als Pilger der Hoffnung voranzugehen und die Menschen zu inspirieren: „In der Art und Weise, wie sie leben, wie sie in ihrem Beruf und in ihrer Freizeit mit Menschen umgehen, soll ablesbar sein, welche Botschaft Diakone verkünden und welchen Horizont der Hoffnung unser christlicher Glaube auftut“, so Gössl.
Die wahre Hoffnung, die Christen in die Welt tragen, zeichne sich nicht alleine durch gute Stimmung oder ungetrübten Optimismus aus, sagte der Erzbischof. Stattdessen sei die Hoffnung, die durch den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi geschenkt wird, eine tiefgründige und tragende Hoffnung, die spürbar macht, dass es immer Raum zum Handeln gibt, „auch angesichts bedrückender und bedrohlicher Situationen“.
Gössl hob hervor, dass wir in einer Zeit leben, in denen viele Leute von Ängsten umgetrieben werden: „vor dem Krieg, vor der Klimakatastrophe, vor dem sozialen Kälteeinbruch, vor der Manipulierbarkeit durch Despoten oder durch die KI“. Umso wichtiger sei es, in diesem Klima Hoffnung zu vermitteln und Mut zu machen. Diakone sollen den Bedürftigen, Leidenden und Suchenden beistehen und dabei die christliche Botschaft der Versöhnung und des Friedens weitertragen.
Dr. Johannes Kraus ist 37 Jahre alt, kommt aus Kersbach bei Neunkirchen am Sand im Seelsorgebereich Pegnitztal und arbeitet als Projektmanager. Christian Kainzbauer-Wütig ist 55 Jahre alt, Ordinariatsrat sowie Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung und wohnt in Bischberg im Seelsorgebereich Main-Aurach.
Markus Eberl ist 58 Jahre alt und arbeitet als Notar in Bayreuth, seine Heimatpfarrei ist die Gemeinde Heilig Kreuz im Seelsorgebereich Bayreuth. Martin Wolters ist 54 Jahre alt und arbeitet als Elektroingenieur in Nürnberg, wo er sich in der Pfarrei St. Michael im Seelsorgebereich Nürnberg Mitte-Nord-West engagiert.
Die vier Geweihten werden künftig in ihren jeweiligen Seelsorgebereichen als Diakone im Zivilberuf eingesetzt, um die Teams vor Ort zu unterstützen und lebendiges Zeugnis für eine diakonische Kirche zu sein. Bereits im letzten Jahr wurden vier Männer zu Diakonen geweiht, so dass die Ständigen Diakone unter den Berufsgruppen der pastoralen Dienste den stärksten Zuwachs verzeichnen. Im Erzbistum Bamberg gibt es mit den Neugeweihten insgesamt 58 Ständige Diakone.
Das könnte Sie auch interessieren...
„Wir müssen miteinander im Gespräch bleiben, ohne zu streiten“
Erzbischof Gössl besucht Viehbetrieb in Medlitz
Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat beim Besuch eines oberfränkischen Bauernhofs die Verantwortung der Landwirte für Klima- und Umweltschutz betont und ihre Leistung für eine regionale Lebensmittelversorgung gewürdigt.
Auf dem Hof der Familie Böhmer im Rattelsdorfer Ortsteil Medlitz tauschte sich Gössl am Mittwoch mit Landwirten und Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Bauernverbands (BBV) über aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft aus.
Landwirt Daniel Böhmer schilderte bei einem Rundgang die zunehmende Belastung vieler Betriebe durch wachsende Bürokratie. „Es dauert zwei Wochen, die Düngemittelbedarfsermittlung oder die Arzneimitteldokumentation im Sinne der Vorschriften zu erledigen“, klagte Böhmer. Sein Vater, Seniorchef Edgar Böhmer, ergänzte: „Früher verbrachte der Bauer den Sonntagvormittag in der Kirche und beim Frühschoppen, heute sitzt er im Büro und erledigt Papierkram.“
Der oberfränkische Bauernpräsident Hermann Greif warnte, die steigenden Auflagen belasteten viele Landwirte auch psychisch. Ein landwirtschaftlicher Betrieb könne nicht einfach seinen Produktionsstandort verlagern, sagte Greif und betonte, die regionale Lebensmittelversorgung sei sehr wichtig für ein gutes Leben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten als Alltagskompetenz lernen, mit Lebensmitteln verantwortungsvoll umzugehen. Rund 59 Prozent der jährlich anfallenden 6,5 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle entstünden in privaten Haushalten, nur zwei Prozent in der Landwirtschaft.
Bauernhof der Familie Böhmer bewirtschaftet rund 130 Milchkühe
Greif bot an, die Fachkompetenz der Landwirte auch in kirchliche Diskussionen über Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung einzubringen. Bezirksbäuerin Beate Opel wandte sich gegen pauschale Vorurteile in der Öffentlichkeit bei den Themen Pflanzenschutz und Düngung.
Gössl zeigte in einem anschließenden Gespräch großes Verständnis für die Sorgen und Belastungen der Landwirte. „Bürokratische Vorschriften dürfen nicht von grundsätzlichem Misstrauen geprägt sein. Vertrauen ist eine christliche Grundhaltung“, sagte er. Zugleich betonte er, viele Regelungen hätten im Sinne des Verbraucherschutzes ihre Berechtigung. Parallelen sieht Gössl zwischen Kirche und Landwirtschaft: In beiden Bereichen gehe Erfahrungswissen verloren, und der Verwaltungsaufwand aufgrund staatlicher Vorgaben nehme zu.
„Ich bewundere das Engagement der Landwirte, sieben Tage die Woche für ihren Betrieb zu arbeiten. Das ist heute nur noch schwer zu vermitteln“, sagte Gössl. Auch in der Kirche gebe es unterschiedliche Positionen zu biologischer und konventioneller Landwirtschaft. „Wir müssen miteinander im Gespräch bleiben, ohne zu streiten“, betonte er. Zu einer gesunden Ernährung gehörten gute landwirtschaftliche Produkte. „Gesunde Ernährung heißt nicht, mehr Fleisch zu essen. Aber die Bratwurst müssen wir deshalb auch nicht verbieten.“
Der Bauernhof von Edgar und Daniel Böhmer bewirtschaftet rund 130 Milchkühe, die mit zwei Melkrobotern gemolken werden, sowie eine eigene Biogasanlage. Die Familie setzt auf eine Kombination aus Milchviehhaltung, Marktfruchtanbau und Energiegewinnung – ein Beispiel für nachhaltige Kreislaufwirtschaft, wie der Bauernverband betonte.
Das könnte Sie auch interessieren...
Wegen der Kranarbeiten ist der Dom am Mittwoch noch einmal geschlossen
Bamberger Domtürme bald wieder ohne Gerüst
Nach knapp zehn Jahren Sanierungsarbeiten werden die Obergeschosse der beiden Osttürme am Bamberger Dom in den nächsten Tagen komplett vom Gerüst befreit, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt. Damit sind erstmalig seit langer Zeit die vier Domtürme fast gerüstfrei zu sehen. Die beiden Westtürme waren in den 1980-er und 90-er Jahren saniert worden.
Die Arbeitsbrücke zwischen den Türmen wurde am Montag in einer spektakulären Aktion mit einem Baukran heruntergelassen. Sie war am 7. November 2016 montiert worden. Die Sanierung der Osttürme läuft seit 2011. Für den baulichen Erhalt und die denkmalpflegerische Restaurierung des Bamberger Doms ist die Staatliche Dombauhütte verantwortlich. In Jahrhunderte alter Tradition arbeiten hoch spezialisierte Steinmetze, Zimmerer und Maurer an diesem herausragenden mittelalterlichen Bauwerk. Bei der Überarbeitung der Osttürme geht es um die Sicherung des originalen Bestands, etwa um die Ausbesserung von verwittertem Steinmaterial und Fugenbild und die Reinigung von Oberflächen.
Die Arbeiten und damit die Einrüstung wird in den unteren Geschossen des Nordostturms fortgesetzt. Der Arbeitsaufzug der Dombauhütte am Nordostturm bleibt auch weiterhin bestehen. Der Dom wird am Mittwoch noch einmal ganztägig wegen der Kranarbeiten geschlossen. Auch das Diözesanmuseum ist wie üblich am Mittwoch geschlossen.
Das könnte Sie auch interessieren...
Monat der Weltmission
Philippinische Menschenrechtlerin zu Gast im Erzbistum Bamberg
Das internationale katholische Hilfswerk missio nimmt im Monat der Weltmission – traditionell der Oktober – die Philippinen in den Blick. Aus dem Inselstaat im Pazifischen Ozean ist Menschenrechtlerin Carol Daria zu Gast im Erzbistum Bamberg, die im Rahmen der Feierlichkeiten bei einigen öffentlichen Terminen zu erleben ist.
Die Menschenrechtslage auf dem Inselstaat ist bis heute besorgniserregend: Viele Menschen sind arm und leben am Existenzminimum. Gewalt, Drogen und Kinderprostitution stehen an der Tagesordnung.
Trotz allem gibt es engagierte Menschen, die mit ihren Projekten Hoffnung schenken. Aus dem Inselstaat im Pazifischen Ozean ist Carol Daria, eine sehr engagierte Menschenrechtlerin, zu Gast im Erzbistum Bamberg. Daria gehört zu den wenigen, die sich furchtlos an die Seite derer gestellt haben, die durch den blutigen Anti-Drogen-Krieg des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte Vater, Mutter, Kinder oder Geschwister verloren haben.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein Festtag zum Monat der Weltmission. Ein Gottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl, dem Präsidenten von missio München, Wolfgang Huber, und Carol Daria beginnt um 9.30 Uhr in Herzogenaurach (St. Otto, Theodor-Heuss-Straße 14). Die Predigt übernimmt Christian Buenafe aus den Philippinen – wie Carol Daria ein Aktivist in Sachen Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen.
Um 11.00 Uhr startet mit den Gästen ein Talk über „Menschenrechte, Philippinen und Solidarität.“ Umrahmt wird das Programm durch Musik und Tanz mit deutsch-philippinischen Familien. Auch für landestypisches Essen und Trinken ist gesorgt. Um 18.00 Uhr ist Carol Daria zu Gast bei einem Gottesdienst in Bamberg, St. Martin (Grüner Markt 19).
Am Vorabend, Samstag, 18. Oktober, sind Christian Buenafe, Carol Daria und missio-Präsident Wolfgang Huber zu Gast in Erlangen, St. Theresia, (Sieglitzhofer Straße 25). Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Begegnung.
Weitere öffentliche Termine von Carol Daria im Erzbistum Bamberg
- Freitag, 17. Oktober, 17.30 Uhr, Gesprächsabend im Fenster zur Stadt, Vordere Sterngasse 1 in Nürnberg.
- Donnerstag, 16. Oktober, 17.30 Uhr in Nürnberg, St. Klara, Königstraße 66, Gottesdienst zusammen mit der philippinischen Friedensaktivistin Jocelyn Aquitan. Im Anschluss stehen beide Gäste für ein Gespräch im Caritas-Pirckheimer-Haus (Königstraße 64) zur Verfügung.
Alle Informationen zur missio-Aktion sind hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Vom 10. bis 13. Juli im Zeichen des Heiligen Jahres
Heinrichsfest 2025 auf dem Bamberger Domberg
Das Heinrichsfest 2025 steht ganz im Zeichen des Heiligen Jahres. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Domberg ein Hoffnungsfest gefeiert – mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und den verschiedensten Möglichkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im Dom ein Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter statt.
Das Heinrichswochenende beginnt am Freitagnachmittag um 16 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen von Laudato si“ im Diözesanmuseum. Sechs thematisch aktuelle Kunstwerke aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Ozeanien repräsentieren jeweils ihren Kontinent und eröffnen einen Diskurs. Um 20 Uhr startet im Bamberger Dom ein komplett neues Format, das in diesem Jahr zum ersten Mal einen Rahmen findet: „Unerhört!? Eine Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen.“
Der Heinrichsfestsamstag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Es folgt am Samstagnachmittag der traditionelle Motorradgottesdienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemütlicher Abend mit Biergartenatmosphäre und Musik in die Alte Hofhaltung ein.
Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Domplatz. Danach sind alle Gäste dazu eingeladen, die Stände der verschiedenen Verbände und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg zu besuchen und das vielfältige Programm zu genießen – Musik inklusive. Speziell für Kinder und Jugendliche, aber auch für alle anderen Gäste gibt es viel zu erleben: Auf dem Domplatz lädt ein mobiler Wasserspielplatz zum Verweilen und Abkühlen ein. Daneben gibt es Bastel- und Mitmachaktionen im Hof der Jugend und an vielen anderen Ständen, eine Domführung mit Erzbischof Herwig Gössl, Meditationen, Informations- und Erlebnisstände sowie kostenlosen Eintritt ins Diözesanmuseum. Einen Abschluss findet das Heinrichsfest schließlich mit der Vesper im Bamberger Dom.
Das reiche Angebot an leckerem Essen und Trinken können Sie zu familienfreundlichen Preisen genießen. Weitere Informationen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.
Programm
Donnerstag
19:00 Uhr Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter (Bamberger Dom)
Freitag
16:00 Uhr Eröffnung der Kunstausstellung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen Laudato Si‘“ (Diözesanmuseum)
20.00 Uhr „Unerhört?!“ Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen (Dom)
Samstag
10:00 Uhr Eucharistiefeier mit Krankensalbung für Senior:innen, Kranke und
Menschen mit Behinderung, anschließend gemeinsames Mittagessen
(St. Urban)
14:00 Uhr Ordenscafé, Grill und Biergarten (Alte Hofhaltung)
16:00 Uhr Motorradgottesdienst (Domplatz)
17:00 Uhr Gemeinsam feiern: Musik und Speisen mit den JazzPants (Alte Hofhaltung)
20:00 Uhr Gemütlicher Abend in Biergartenatmosphäre mit der Percussion-Gruppe „Hörsturz“, dem Chor „Auftakt“ und der Tanz-Gruppe „Wackelkontakt“ der inklusiven Kulturwerkstatt (Bamberger Dom)
Sonntag
10:00 Uhr Festgottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl (Domplatz)
11:30 Uhr Wir feiern am Domberg
Biergarten und Ordenscafé (Alte Hofhaltung), Hof der Jugend (Dompropstei),
Führungen im Diözesanmuseum und Dom, Meditationen und Orte der
Besinnung, Programm für die ganze Familie & Wasserspielplatz (Domplatz)
17:00 Uhr Pontifikalvesper mit Erzbischof Herwig Gössl (Bamberger Dom)
Das könnte Sie auch interessieren...
Pontifikalamt mit Erzbischof Gössl im Dom
Fronleichnamsfest in Bamberg
Das Fronleichnamsfest in Bamberg wird am Donnerstag, dem 19. Juni 2025, mit einem Pontifikalamt und einer großen Prozession durch die Altstadt gefeiert. Der Gottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl findet um 8 Uhr im Dom statt, wie das Erzbistum Bamberg mitteilt.
Im Anschluss beginnt die Prozession, die mit dem Eucharistischen Segen auf dem Domplatz endet. Zu dem seit 1390 stattfindenden Ereignis werden mehrere Tausend Gläubige erwartet. Es singen der Domchor, die Mädchenkantorei und die Domkantorei sowie in diesem Jahr als Gastchor zusätzlich der Knabenchor der Domkirche von Uppsala (Schweden).
Traditionell reihen sich in den Zug zahlreiche verschiedene Gruppen und Organisationen ein: die Pfarreien mit ihren Geistlichen und den Ministranten, die Ritterorden, die Ordensfrauen, Mitglieder der Räte und Gremien, die Honoratioren aus Stadt und Landkreis Bamberg sowie die Bruderschaften, Innungen und Vereine, die das Erbe der Zünfte pflegen, darunter die traditionsreichen Bamberger Gärtner und viele mehr. Bei der Prozession werden auch die Marienstatuen der Pfarrkirchen Unsere Liebe Frau und St. Martin sowie die historischen Prozessionsstangen mitgetragen. In der Mitte der Prozession wird das Domkreuz, ein etwa 600 Kilogramm schweres reich verziertes Reliquienkreuz, von 18 Männern getragen. Sollte die Prozession wegen schlechten Wetters abgesagt werden, wird darüber ab 7.00 Uhr auf der Homepage des Erzbistums Bamberg oder dessen Facebook-Facebook-Seite informiert.
Der Prozessionsweg
Erste Station: Altar im Dom – Residenzstraße – Elisabethenstraße – Untere Sandstraße – Markusbrücke. Zweite Station: Markusstraße – Markusplatz – Kapuzinerstraße – Holzmarkt – Heumarkt – Fleischstraße. Dritte Station: Rathaus Maxplatz – Grüner Markt – Karolinenstraße. Vierte Station und Abschluss: Domplatz.
Ein Begleitheft mit Liedern und Gebeten wird von den Ordnern verteilt. Unter www.fronleichnam.erzbistum-bamberg.de wird eine digitale Version zur Nutzung auf Mobilgeräten angeboten.
Historischer Hintergrund
Die Einführung der Prozession in Bamberg geht auf Bischof Lamprecht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Leibes Christi mit Prozession unter Teilnahme des Klerus des Domes und der Stiftskirchen anordnete. Dabei wurde das Allerheiligste mitgetragen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hofhaltung (den Bischofsitz) und zurück. Stationen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahrhundert überliefert, daneben fanden Umgänge an den Pfarrkirchen Unsere Liebe Frau und St. Martin statt, wo auch Bürger und Stadtrat zur Teilnahme verpflichtet wurden. Aus diesen drei Prozessionen entwickelte sich letztlich in der Barockzeit die große Fronleichnamsprozession, zu der ein handschriftliches Zeremonienbuch aus dem Jahr 1730 vorliegt. Das Domkapitel führte 1822 die große, vom Dom ausgehende Prozession mit ihrem liturgischen Ablauf und den teilnehmenden Gruppen ein. Bis heute prägt die Fronleichnamsprozession die Bischofsstadt Bamberg und ist Teil ihres religiösen und kulturellen Erbes.
Das könnte Sie auch interessieren...
Erzbischof Gössl: „Leo XIV. bringt den Frieden des Auferstandenen in die Welt“
Gottesdienst für den neuen Papst im Bamberger Dom
Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl wertet die Wahl von Papst Leo XIV. als Ausdruck der weltweiten Gemeinschaft gläubiger Christen, die unter der Führung des Heiligen Geistes steht, wie er heute beim Gottesdienst für den neuen Papst betonte.
„Wir dürfen darauf vertrauen, dass der Herr uns denjenigen gesandt hat, den es heute braucht, um die vielfältigen Aufgaben in Kirche und Welt anzugehen“, sagte Gössl am Dienstagabend in einem feierlichen Pontifikalgottesdienst für den neuen Papst im Bamberger Dom.
Mit seinen ersten Worten habe Papst Leo XIV. ein klares Zeichen gesetzt. Er stelle seine Amtszeit unter das Leitmotiv des Friedens und habe bereits diplomatische Initiativen angestoßen, um Wege zu friedlichen Lösungen zu ebnen. „Wahrer Friede wächst aus der Nähe zu Christus – und diesen Frieden braucht die Welt heute dringender denn je“, betonte Gössl.
Die Kirche sei kein weiterer Staat unter vielen auf dem diplomatischen Parkett, sondern schöpfe ihre Friedensbotschaft aus dem Evangelium. „Der Friede Christi unterscheidet sich grundlegend von dem Frieden, den diese Welt hervorbringt – einem Frieden, der oft brüchig und gefährdet bleibt“, sagte der Erzbischof.
Zentral bleibe für die Kirche nicht ein politisches Programm, sondern die Verkündigung der Auferstehung Jesu und des neuen Lebens, das daraus erwächst. „Mit diesem Frieden im Herzen können wir alle als Boten des Friedens wirken“, so Gössl.
Das könnte Sie auch interessieren...
Erzbischof Gössl: „Papst Leo XIV. kann den von Franziskus bereiteten Weg weitergehen“
Große Freude im Erzbistum Bamberg über den neuen Papst
Mit großer Freude und Dankbarkeit hat der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl die Wahl von Kardinal Robert F. Prevost OSA zum neuen Papst aufgenommen. „Es war ein Moment, in dem man das Wirken des Heiligen Geistes spüren konnte.“
Der frühere Präfekt des Dikasteriums für Bischöfe wurde heute im Konklave zum Nachfolger von Papst Franziskus gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an.
„Mit Leo XIV. hat die Weltkirche einen Papst erhalten, der im Herzen der römischen Kurie tätig ist und durch seine diplomatische und pastorale Erfahrung, seine tiefe Spiritualität und seine ruhige, ausgleichende Art viele Menschen beeindruckt hat“, sagte Gössl. In einer Zeit globaler Herausforderungen und kirchlicher Umbrüche sei seine Wahl ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs, so Gössl. Als Kenner der römischen Kurie könne Prevost die von Franziskus gesetzten Impulse konkret umsetzen und den eingeschlagenen Weg der notwendigen Reformen weitergehen.
Besonders groß sei die Hoffnung, dass Papst Leo XIV. Brücken zwischen den verschiedenen Strömungen innerhalb der Kirche baut und dazu beiträgt, Spaltungen zu überwinden. „In einer Zeit, in der viele Menschen Orientierung suchen und die Einheit der Kirche auf dem Prüfstand steht, ist sein Einsatz für Verständigung, Versöhnung und ein respektvolles Miteinander von entscheidender Bedeutung“, betonte Erzbischof Gössl und fügte hinzu: „Ich bete dafür, dass der Heilige Geist ihn weiterhin leiten möge, und rufe die Gläubigen unseres Erzbistums dazu auf, den Heiligen Vater im Gebet zu begleiten.“
Erzbischof Gössl betonte, dass er besondere Hoffnung auf den Einsatz des neuen Papstes für Frieden, soziale Gerechtigkeit und eine geeinte Weltkirche.
Das könnte Sie auch interessieren...
Franziskus lernte 1986 im Erzbistum Bamberg Deutsch
Erzbistum Bamberg trauert um Papst Franziskus
Mit tiefer Trauer hat der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. In einer Erklärung drückte er seine Anteilnahme aus und würdigte das außergewöhnliche Wirken des heute im Alter von 88 Jahren verstorbenen Pontifex.
„Der Tod des Heiligen Vaters trifft uns alle zutiefst. Er war ein wahrer Hirte der Kirche, der die Botschaft des Evangeliums mit einer unerschütterlichen Liebe zu den Armen und einer klaren Vision für den Dialog zwischen den Völkern und Religionen verkündet hat“, so Gössl. Franziskus habe die Kirche in stürmischer Zeit mit Weisheit und unerschütterlichen Glauben geleitet. Er habe zugleich den Schatz des Glaubens bewahrt und die Türen für notwendige Veränderungen geöffnet.
Papst Franziskus habe durch seine pastorale Haltung und sein Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und den interreligiösen Dialog die katholische Kirche geprägt. „Sein Glaubenszeugnis, seine tiefe Menschlichkeit und seine unermüdliche Arbeit für eine gerechtere Welt und die Bewahrung der Schöpfung bleiben uns allen ein Vorbild.“
Gössl, der im Dezember 2023 von Papst Franziskus zum Erzbischof ernannt wurde, erinnerte in seiner Stellungnahme auch an seine persönliche Begegnung mit Papst Franziskus im Juni 2024 bei der feierlichen Übergabe des Palliums in Rom. „Es war mir eine besondere Ehre, den Heiligen Vater persönlich zu treffen. Ich habe seine tiefe Verbundenheit mit der gesamten Kirche und sein Interesse an den Anliegen der Diözesen weltweit gespürt.“ Franziskus hinterlasse nicht nur eine geistliche, sondern auch ein menschliches Erbe, das wir bewahren müssen“, so der Erzbischof weiter.
Gössl erinnerte auch daran, dass Papst Franziskus 1986 als Priester während seiner Promotion mehrere Monate im Erzbistum Bamberg, in Rothenburg ob der Tauber, gelebt und Deutsch gelernt hat. Seit 2016 erinnert eine Ehrentafel am Eingang des früheren Goethe-Instituts an diese Zeit.
Abschließend lud der Erzbischof die Gläubigen ein, für Papst Franziskus und einen guten Nachfolger zu beten: „Ich bitte alle Gläubigen im Erzbistum, des verstorbenen Heiligen Vaters im Gebet und in der Feier der Eucharistie zu gedenken.“