Browse Tag

Erzbistum Bamberg - Page 2

Alte Ver­bin­dung zwi­schen den Bischofs­städ­ten wird neu belebt

Bam­ber­ger Hein­rich-Reli­quie an das Straß­bur­ger Müns­ter übergeben

Eine Reli­quie des Hei­li­gen Kai­sers Hein­rich II. ist im Auf­trag des Bam­ber­ger Erz­bi­schofs Her­wig Gössl an das Straß­bur­ger Müns­ter über­ge­ben wor­den, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Damit wur­den die his­to­ri­schen Ver­bin­dun­gen zwi­schen bei­den Kathe­dral­städ­ten mehr als 1000 Jah­re nach der Zeit des Kai­sers neu belebt.

Hein­rich II., letz­ter Herr­scher aus dem otto­ni­schen Geschlecht, hat­te im 11. Jahr­hun­dert sowohl in Bam­berg als auch in Straß­burg deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Bei­de Städ­te sol­len zu sei­nen Lieb­lings­or­ten gehört haben. Inten­siv för­der­te er die Grün­dung des Bis­tums Bam­berg im Jahr 1007 und den Bau des ers­ten Domes, der 1012 geweiht wur­de. Auch in Straß­burg unter­stütz­te er 1015 maß­geb­lich den Bau der Kathe­dra­le. Nach der Über­lie­fe­rung soll er dort län­ge­re Zeit ver­weilt und an den Kapi­tel­s­mes­sen teil­ge­nom­men haben. Ein Kai­ser­fens­ter im Straß­bur­ger Müns­ter erin­nert bis heu­te an die Rol­le Hein­richs II. beim Bau und den Straß­bur­ger Bischof Wer­ner von Habs­burg, mit dem er freund­schaft­lich ver­bun­den war.


Par­ti­kel mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen wur­de nach Straß­burg gebracht

Umge­kehrt ist die Prä­senz des Straß­bur­ger Bischofs auch für den Papst­be­such in Bam­berg im Jahr 1020 ver­brieft. Die engen Bezie­hun­gen zwi­schen bei­den Bischofs­städ­ten waren längst in Ver­ges­sen­heit gera­ten und leben mit der Reli­qui­en­über­tra­gung neu auf.

Die Initia­ti­ve dazu ging vom Straß­bur­ger Dom­pfar­rer Didier Munt­zin­ger aus, der zum 750. Jubi­lä­um der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le deren Altar neu­ge­stal­ten ließ. Bei einem Dom­bau­meis­ter­tref­fen in Bam­berg ent­stand der Kon­takt zum Erz­bis­tum. „Es war uns eine gro­ße Freu­de, eine Hein­richs­re­li­quie nach Straß­burg zu geben“, sag­te Erz­bi­schof Gössl. „So sind wir durch den hei­li­gen Hein­rich noch tie­fer mit den Schwes­tern und Brü­dern in Straß­burg ver­bun­den.“ In Straß­burg wur­de die Reli­quie mit freu­di­ger Dank­bar­keit ent­ge­gen­ge­nom­men und als Zei­chen euro­päi­scher Gemein­schaft der Kir­che und der Gläu­bi­gen gewertet.

Die Reli­quie, ein win­zi­ges Frag­ment eines Ober­schen­kel­kno­chens des Hei­li­gen Kai­sers, stammt aus dem Bam­ber­ger Dom­schatz. Nach der Hei­lig­spre­chung Hein­richs 1146 wur­den sei­ne Gebei­ne in vie­le Kir­chen Euro­pas über­führt. Ein grö­ße­rer Teil­kno­chen war im 19. Jahr­hun­dert an ein päpst­li­ches Kol­leg in Rom gelangt und kehr­te erst 2024 nach Bam­berg zurück. Das Gegen­stück war in der Sakris­tei des Bam­ber­ger Doms ver­wahrt wor­den. Nach der Zusam­men­füh­rung waren bei­de Gebei­ne im Febru­ar 2025 im Kai­ser­grab bei­gesetzt wor­den, bis auf ein klei­nes Frag­ment, das für künf­ti­ge Reli­qui­en­an­fra­gen zurück­ge­hal­ten wur­de. Ein sol­cher Par­ti­kel wur­de nun mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen und mit einem Sie­gel des Erz­bi­schofs nach Straß­burg gebracht. Die Ein­set­zung in den neu­en Altar der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le erfolg­te am 25. Okto­ber 2025.

„Schen­ken Sie den Men­schen Hoff­nung und Licht!“

Erz­bi­schof Gössl weiht vier Män­ner aus dem Erz­bis­tum Bam­berg zu Stän­di­gen Diakonen

Bei einem fei­er­li­chen Wei­he­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom hat Erz­bi­schof Her­wig Gössl am Sams­tag Dr. Johan­nes Kraus, Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig, Mar­kus Eberl sowie Mar­tin Wol­ters in ihrem Amt als Stän­di­ge Dia­ko­ne bestä­tigt und die Bedeu­tung der Dia­ko­nen­wei­he für die Ver­kün­di­gung der christ­li­chen Hoff­nung unterstrichen.

In sei­ner Pre­digt beton­te Erz­bi­schof Gössl, dass Dia­ko­ne nicht nur in der Lit­ur­gie, son­dern auch im täg­li­chen Leben das Wort Got­tes ver­kün­den sol­len, „durch ihre Taten und ihre Hal­tung“. Dia­ko­ne sei­en dazu auf­ge­ru­fen, nicht nur Wor­te der Hoff­nung zu spre­chen, son­dern auch als Pil­ger der Hoff­nung vor­an­zu­ge­hen und die Men­schen zu inspi­rie­ren: „In der Art und Wei­se, wie sie leben, wie sie in ihrem Beruf und in ihrer Frei­zeit mit Men­schen umge­hen, soll ables­bar sein, wel­che Bot­schaft Dia­ko­ne ver­kün­den und wel­chen Hori­zont der Hoff­nung unser christ­li­cher Glau­be auf­tut“, so Gössl.

Die wah­re Hoff­nung, die Chris­ten in die Welt tra­gen, zeich­ne sich nicht allei­ne durch gute Stim­mung oder unge­trüb­ten Opti­mis­mus aus, sag­te der Erz­bi­schof. Statt­des­sen sei die Hoff­nung, die durch den Glau­ben an die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti geschenkt wird, eine tief­grün­di­ge und tra­gen­de Hoff­nung, die spür­bar macht, dass es immer Raum zum Han­deln gibt, „auch ange­sichts bedrü­cken­der und bedroh­li­cher Situationen“.

Gössl hob her­vor, dass wir in einer Zeit leben, in denen vie­le Leu­te von Ängs­ten umge­trie­ben wer­den: „vor dem Krieg, vor der Kli­ma­ka­ta­stro­phe, vor dem sozia­len Käl­te­ein­bruch, vor der Mani­pu­lier­bar­keit durch Des­po­ten oder durch die KI“. Umso wich­ti­ger sei es, in die­sem Kli­ma Hoff­nung zu ver­mit­teln und Mut zu machen. Dia­ko­ne sol­len den Bedürf­ti­gen, Lei­den­den und Suchen­den bei­ste­hen und dabei die christ­li­che Bot­schaft der Ver­söh­nung und des Frie­dens weitertragen.

Dr. Johan­nes Kraus ist 37 Jah­re alt, kommt aus Kers­bach bei Neun­kir­chen am Sand im Seel­sor­ge­be­reich Peg­nitz­tal und arbei­tet als Pro­jekt­ma­na­ger. Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig ist 55 Jah­re alt, Ordi­na­ri­ats­rat sowie Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Außer­schu­li­sche Bil­dung und wohnt in Bisch­berg im Seel­sor­ge­be­reich Main-Aurach.

Mar­kus Eberl ist 58 Jah­re alt und arbei­tet als Notar in Bay­reuth, sei­ne Hei­mat­pfar­rei ist die Gemein­de Hei­lig Kreuz im Seel­sor­ge­be­reich Bay­reuth. Mar­tin Wol­ters ist 54 Jah­re alt und arbei­tet als Elek­tro­in­ge­nieur in Nürn­berg, wo er sich in der Pfar­rei St. Micha­el im Seel­sor­ge­be­reich Nürn­berg Mit­te-Nord-West engagiert.

Die vier Geweih­ten wer­den künf­tig in ihren jewei­li­gen Seel­sor­ge­be­rei­chen als Dia­ko­ne im Zivil­be­ruf ein­ge­setzt, um die Teams vor Ort zu unter­stüt­zen und leben­di­ges Zeug­nis für eine dia­ko­ni­sche Kir­che zu sein. Bereits im letz­ten Jahr wur­den vier Män­ner zu Dia­ko­nen geweiht, so dass die Stän­di­gen Dia­ko­ne unter den Berufs­grup­pen der pas­to­ra­len Diens­te den stärks­ten Zuwachs ver­zeich­nen. Im Erz­bis­tum Bam­berg gibt es mit den Neu­ge­weih­ten ins­ge­samt 58 Stän­di­ge Diakone.

„Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu streiten“

Erz­bi­schof Gössl besucht Vieh­be­trieb in Medlitz

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat beim Besuch eines ober­frän­ki­schen Bau­ern­hofs die Ver­ant­wor­tung der Land­wir­te für Kli­ma- und Umwelt­schutz betont und ihre Leis­tung für eine regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung gewürdigt.

Auf dem Hof der Fami­lie Böh­mer im Rat­tels­dor­fer Orts­teil Med­litz tausch­te sich Gössl am Mitt­woch mit Land­wir­ten und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des Baye­ri­schen Bau­ern­ver­bands (BBV) über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen der Land­wirt­schaft aus.

Land­wirt Dani­el Böh­mer schil­der­te bei einem Rund­gang die zuneh­men­de Belas­tung vie­ler Betrie­be durch wach­sen­de Büro­kra­tie. „Es dau­ert zwei Wochen, die Dün­ge­mit­tel­be­darfs­er­mitt­lung oder die Arz­nei­mit­tel­do­ku­men­ta­ti­on im Sin­ne der Vor­schrif­ten zu erle­di­gen“, klag­te Böh­mer. Sein Vater, Seni­or­chef Edgar Böh­mer, ergänz­te: „Frü­her ver­brach­te der Bau­er den Sonn­tag­vor­mit­tag in der Kir­che und beim Früh­schop­pen, heu­te sitzt er im Büro und erle­digt Papierkram.“

Der ober­frän­ki­sche Bau­ern­prä­si­dent Her­mann Greif warn­te, die stei­gen­den Auf­la­gen belas­te­ten vie­le Land­wir­te auch psy­chisch. Ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb kön­ne nicht ein­fach sei­nen Pro­duk­ti­ons­stand­ort ver­la­gern, sag­te Greif und beton­te, die regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung sei sehr wich­tig für ein gutes Leben. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher müss­ten als All­tags­kom­pe­tenz ler­nen, mit Lebens­mit­teln ver­ant­wor­tungs­voll umzu­ge­hen. Rund 59 Pro­zent der jähr­lich anfal­len­den 6,5 Mil­lio­nen Ton­nen Lebens­mit­tel­ab­fäl­le ent­stün­den in pri­va­ten Haus­hal­ten, nur zwei Pro­zent in der Landwirtschaft.


Bau­ern­hof der Fami­lie Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milchkühe

Greif bot an, die Fach­kom­pe­tenz der Land­wir­te auch in kirch­li­che Dis­kus­sio­nen über Nach­hal­tig­keit und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung ein­zu­brin­gen. Bezirks­bäue­rin Bea­te Opel wand­te sich gegen pau­scha­le Vor­ur­tei­le in der Öffent­lich­keit bei den The­men Pflan­zen­schutz und Düngung.

Gössl zeig­te in einem anschlie­ßen­den Gespräch gro­ßes Ver­ständ­nis für die Sor­gen und Belas­tun­gen der Land­wir­te. „Büro­kra­ti­sche Vor­schrif­ten dür­fen nicht von grund­sätz­li­chem Miss­trau­en geprägt sein. Ver­trau­en ist eine christ­li­che Grund­hal­tung“, sag­te er. Zugleich beton­te er, vie­le Rege­lun­gen hät­ten im Sin­ne des Ver­brau­cher­schut­zes ihre Berech­ti­gung. Par­al­le­len sieht Gössl zwi­schen Kir­che und Land­wirt­schaft: In bei­den Berei­chen gehe Erfah­rungs­wis­sen ver­lo­ren, und der Ver­wal­tungs­auf­wand auf­grund staat­li­cher Vor­ga­ben neh­me zu.

„Ich bewun­de­re das Enga­ge­ment der Land­wir­te, sie­ben Tage die Woche für ihren Betrieb zu arbei­ten. Das ist heu­te nur noch schwer zu ver­mit­teln“, sag­te Gössl. Auch in der Kir­che gebe es unter­schied­li­che Posi­tio­nen zu bio­lo­gi­scher und kon­ven­tio­nel­ler Land­wirt­schaft. „Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu strei­ten“, beton­te er. Zu einer gesun­den Ernäh­rung gehör­ten gute land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­te. „Gesun­de Ernäh­rung heißt nicht, mehr Fleisch zu essen. Aber die Brat­wurst müs­sen wir des­halb auch nicht verbieten.“

Der Bau­ern­hof von Edgar und Dani­el Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milch­kü­he, die mit zwei Melk­ro­bo­tern gemol­ken wer­den, sowie eine eige­ne Bio­gas­an­la­ge. Die Fami­lie setzt auf eine Kom­bi­na­ti­on aus Milch­vieh­hal­tung, Markt­frucht­an­bau und Ener­gie­ge­win­nung – ein Bei­spiel für nach­hal­ti­ge Kreis­lauf­wirt­schaft, wie der Bau­ern­ver­band betonte.

Wegen der Kran­ar­bei­ten ist der Dom am Mitt­woch noch ein­mal geschlossen

Bam­ber­ger Dom­tür­me bald wie­der ohne Gerüst

Nach knapp zehn Jah­ren Sanie­rungs­ar­bei­ten wer­den die Ober­ge­schos­se der bei­den Ost­tür­me am Bam­ber­ger Dom in den nächs­ten Tagen kom­plett vom Gerüst befreit, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Damit sind erst­ma­lig seit lan­ger Zeit die vier Dom­tür­me fast gerüst­frei zu sehen. Die bei­den West­tür­me waren in den 1980-er und 90-er Jah­ren saniert worden.

Die Arbeits­brü­cke zwi­schen den Tür­men wur­de am Mon­tag in einer spek­ta­ku­lä­ren Akti­on mit einem Bau­kran her­un­ter­ge­las­sen. Sie war am 7. Novem­ber 2016 mon­tiert wor­den. Die Sanie­rung der Ost­tür­me läuft seit 2011. Für den bau­li­chen Erhalt und die denk­mal­pfle­ge­ri­sche Restau­rie­rung des Bam­ber­ger Doms ist die Staat­li­che Dom­bau­hüt­te ver­ant­wort­lich. In Jahr­hun­der­te alter Tra­di­ti­on arbei­ten hoch spe­zia­li­sier­te Stein­met­ze, Zim­me­rer und Mau­rer an die­sem her­aus­ra­gen­den mit­tel­al­ter­li­chen Bau­werk. Bei der Über­ar­bei­tung der Ost­tür­me geht es um die Siche­rung des ori­gi­na­len Bestands, etwa um die Aus­bes­se­rung von ver­wit­ter­tem Stein­ma­te­ri­al und Fugen­bild und die Rei­ni­gung von Oberflächen.

Die Arbei­ten und damit die Ein­rüs­tung wird in den unte­ren Geschos­sen des Nord­ost­turms fort­ge­setzt. Der Arbeits­auf­zug der Dom­bau­hüt­te am Nord­ost­turm bleibt auch wei­ter­hin bestehen. Der Dom wird am Mitt­woch noch ein­mal ganz­tä­gig wegen der Kran­ar­bei­ten geschlos­sen. Auch das Diö­ze­san­mu­se­um ist wie üblich am Mitt­woch geschlossen.

Monat der Weltmission

Phil­ip­pi­ni­sche Men­schen­recht­le­rin zu Gast im Erz­bis­tum Bamberg

Das inter­na­tio­na­le katho­li­sche Hilfs­werk mis­sio nimmt im Monat der Welt­mis­si­on – tra­di­tio­nell der Okto­ber – die Phil­ip­pi­nen in den Blick. Aus dem Insel­staat im Pazi­fi­schen Oze­an ist Men­schen­recht­le­rin Carol Daria zu Gast im Erz­bis­tum Bam­berg, die im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten bei eini­gen öffent­li­chen Ter­mi­nen zu erle­ben ist.

Die Men­schen­rechts­la­ge auf dem Insel­staat ist bis heu­te besorg­nis­er­re­gend: Vie­le Men­schen sind arm und leben am Exis­tenz­mi­ni­mum. Gewalt, Dro­gen und Kin­der­pro­sti­tu­ti­on ste­hen an der Tagesordnung.

Trotz allem gibt es enga­gier­te Men­schen, die mit ihren Pro­jek­ten Hoff­nung schen­ken. Aus dem Insel­staat im Pazi­fi­schen Oze­an ist Carol Daria, eine sehr enga­gier­te Men­schen­recht­le­rin, zu Gast im Erz­bis­tum Bam­berg. Daria gehört zu den weni­gen, die sich furcht­los an die Sei­te derer gestellt haben, die durch den blu­ti­gen Anti-Dro­gen-Krieg des ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Rodri­go Duter­te Vater, Mut­ter, Kin­der oder Geschwis­ter ver­lo­ren haben.

Höhe­punkt der Fei­er­lich­kei­ten ist ein Fest­tag zum Monat der Welt­mis­si­on. Ein Got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl, dem Prä­si­den­ten von mis­sio Mün­chen, Wolf­gang Huber, und Carol Daria beginnt um 9.30 Uhr in Her­zo­gen­au­rach (St. Otto, Theo­dor-Heuss-Stra­ße 14). Die Pre­digt über­nimmt Chris­ti­an Buena­fe aus den Phil­ip­pi­nen – wie Carol Daria ein Akti­vist in Sachen Auf­ar­bei­tung von Menschenrechtsverletzungen.

Um 11.00 Uhr star­tet mit den Gäs­ten ein Talk über „Men­schen­rech­te, Phil­ip­pi­nen und Soli­da­ri­tät.“ Umrahmt wird das Pro­gramm durch Musik und Tanz mit deutsch-phil­ip­pi­ni­schen Fami­li­en. Auch für lan­des­ty­pi­sches Essen und Trin­ken ist gesorgt. Um 18.00 Uhr ist Carol Daria zu Gast bei einem Got­tes­dienst in Bam­berg, St. Mar­tin (Grü­ner Markt 19).

Am Vor­abend, Sams­tag, 18. Okto­ber, sind Chris­ti­an Buena­fe, Carol Daria und mis­sio-Prä­si­dent Wolf­gang Huber zu Gast in Erlan­gen, St. The­re­sia, (Sieg­litz­ho­fer Stra­ße 25). Der Got­tes­dienst beginnt um 18.00 Uhr. Im Anschluss besteht die Mög­lich­keit zur Begegnung.


Wei­te­re öffent­li­che Ter­mi­ne von Carol Daria im Erz­bis­tum Bamberg
  • Frei­tag, 17. Okto­ber, 17.30 Uhr, Gesprächs­abend im Fens­ter zur Stadt, Vor­de­re Stern­gas­se 1 in Nürnberg.

  • Don­ners­tag, 16. Okto­ber, 17.30 Uhr in Nürn­berg, St. Kla­ra, König­stra­ße 66, Got­tes­dienst zusam­men mit der phil­ip­pi­ni­schen Frie­dens­ak­ti­vis­tin Joce­lyn Aqui­tan. Im Anschluss ste­hen bei­de Gäs­te für ein Gespräch im Cari­tas-Pirck­hei­mer-Haus (König­stra­ße 64) zur Verfügung.


Alle Infor­ma­tio­nen zur mis­sio-Akti­on sind hier zu finden.

Vom 10. bis 13. Juli im Zei­chen des Hei­li­gen Jahres

Hein­richs­fest 2025 auf dem Bam­ber­ger Domberg

Das Hein­richs­fest 2025 steht ganz im Zei­chen des Hei­li­gen Jah­res. Unter dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Dom­berg ein Hoff­nungs­fest gefei­ert – mit Got­tes­diens­ten, Ver­an­stal­tun­gen und den ver­schie­dens­ten Mög­lich­kei­ten, mit Men­schen ins Gespräch zu kommen.

Am heu­ti­gen Don­ners­tag fin­det um 19 Uhr im Dom ein Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter statt.
Das Hein­richs­wo­chen­en­de beginnt am Frei­tag­nach­mit­tag um 16 Uhr mit der Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen von Lau­da­to si“ im Diö­ze­san­mu­se­um. Sechs the­ma­tisch aktu­el­le Kunst­wer­ke aus Afri­ka, Asi­en, Euro­pa, Nord­ame­ri­ka, Süd­ame­ri­ka und Ozea­ni­en reprä­sen­tie­ren jeweils ihren Kon­ti­nent und eröff­nen einen Dis­kurs. Um 20 Uhr star­tet im Bam­ber­ger Dom ein kom­plett neu­es For­mat, das in die­sem Jahr zum ers­ten Mal einen Rah­men fin­det: „Uner­hört!? Eine Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frauen.“

Der Hein­richs­fest­sams­tag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucha­ris­tie­fei­er samt Kran­ken­sal­bung für Senio­rin­nen und Senio­ren, Kran­ke und Men­schen mit Behin­de­rung. Es folgt am Sams­tag­nach­mit­tag der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemüt­li­cher Abend mit Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re und Musik in die Alte Hof­hal­tung ein.

Höhe­punkt ist wie jedes Jahr der Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag­mor­gen auf dem Dom­platz. Danach sind alle Gäs­te dazu ein­ge­la­den, die Stän­de der ver­schie­de­nen Ver­bän­de und Ein­rich­tun­gen im Erz­bis­tum Bam­berg zu besu­chen und das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm zu genie­ßen – Musik inklu­si­ve. Spe­zi­ell für Kin­der und Jugend­li­che, aber auch für alle ande­ren Gäs­te gibt es viel zu erle­ben: Auf dem Dom­platz lädt ein mobi­ler Was­ser­spiel­platz zum Ver­wei­len und Abküh­len ein. Dane­ben gibt es Bas­tel- und Mit­mach­ak­tio­nen im Hof der Jugend und an vie­len ande­ren Stän­den, eine Dom­füh­rung mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl, Medi­ta­tio­nen, Infor­ma­ti­ons- und Erleb­nis­stän­de sowie kos­ten­lo­sen Ein­tritt ins Diö­ze­san­mu­se­um. Einen Abschluss fin­det das Hein­richs­fest schließ­lich mit der Ves­per im Bam­ber­ger Dom.

Das rei­che Ange­bot an lecke­rem Essen und Trin­ken kön­nen Sie zu fami­li­en­freund­li­chen Prei­sen genie­ßen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.

Pro­gramm
Don­ners­tag

19:00 Uhr Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter (Bam­ber­ger Dom)


Frei­tag

16:00 Uhr Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen Lau­da­to Si‘“ (Diö­ze­san­mu­se­um)

20.00 Uhr „Uner­hört?!“ Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frau­en (Dom)


Sams­tag

10:00 Uhr Eucha­ris­tie­fei­er mit Kran­ken­sal­bung für Senior:innen, Kran­ke und 
 Men­schen mit Behin­de­rung, anschlie­ßend gemein­sa­mes Mit­tag­essen
 (St. Urban)

14:00 Uhr Ordens­ca­fé, Grill und Bier­gar­ten (Alte Hofhaltung)

16:00 Uhr Motor­rad­got­tes­dienst (Dom­platz)

17:00 Uhr Gemein­sam fei­ern: Musik und Spei­sen mit den Jazz­Pants (Alte Hofhaltung)

20:00 Uhr Gemüt­li­cher Abend in Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re mit der Per­cus­sion-Grup­pe „Hör­sturz“, dem Chor „Auf­takt“ und der Tanz-Grup­pe „Wackel­kon­takt“ der inklu­si­ven Kul­tur­werk­statt (Bam­ber­ger Dom)


Sonn­tag

10:00 Uhr Fest­got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Dom­platz)

11:30 Uhr Wir fei­ern am Domberg 

Bier­gar­ten und Ordens­ca­fé (Alte Hof­hal­tung), Hof der Jugend (Dom­props­tei),

Füh­run­gen im Diö­ze­san­mu­se­um und Dom, Medi­ta­tio­nen und Orte der 

Besin­nung, Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie & Was­ser­spiel­platz (Dom­platz)

17:00 Uhr Pon­ti­fi­kal­ves­per mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Bam­ber­ger Dom)

Pon­ti­fi­kal­amt mit Erz­bi­schof Gössl im Dom

Fron­leich­nams­fest in Bamberg

Das Fron­leich­nams­fest in Bam­berg wird am Don­ners­tag, dem 19. Juni 2025, mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und einer gro­ßen Pro­zes­si­on durch die Alt­stadt gefei­ert. Der Got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl fin­det um 8 Uhr im Dom statt, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Im Anschluss beginnt die Pro­zes­si­on, die mit dem Eucha­ris­ti­schen Segen auf dem Dom­platz endet. Zu dem seit 1390 statt­fin­den­den Ereig­nis wer­den meh­re­re Tau­send Gläu­bi­ge erwar­tet. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei sowie in die­sem Jahr als Gast­chor zusätz­lich der Kna­ben­chor der Dom­kir­che von Upp­sa­la (Schwe­den).

Tra­di­tio­nell rei­hen sich in den Zug zahl­rei­che ver­schie­de­ne Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen ein: die Pfar­rei­en mit ihren Geist­li­chen und den Minis­tran­ten, die Rit­ter­or­den, die Ordens­frau­en, Mit­glie­der der Räte und Gre­mi­en, die Hono­ra­tio­ren aus Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie die Bru­der­schaf­ten, Innun­gen und Ver­ei­ne, die das Erbe der Zünf­te pfle­gen, dar­un­ter die tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Gärt­ner und vie­le mehr. Bei der Pro­zes­si­on wer­den auch die Mari­en­sta­tu­en der Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin sowie die his­to­ri­schen Pro­zes­si­ons­stan­gen mit­ge­tra­gen. In der Mit­te der Pro­zes­si­on wird das Dom­kreuz, ein etwa 600 Kilo­gramm schwe­res reich ver­zier­tes Reli­qui­en­kreuz, von 18 Män­nern getra­gen. Soll­te die Pro­zes­si­on wegen schlech­ten Wet­ters abge­sagt wer­den, wird dar­über ab 7.00 Uhr auf der Home­page des Erz­bis­tums Bam­berg oder des­sen Face­book-Face­book-Sei­te informiert.


Der Pro­zes­si­ons­weg

Ers­te Sta­ti­on: Altar im Dom – Resi­denz­stra­ße – Eli­sa­be­then­stra­ße – Unte­re Sand­stra­ße – Mar­kus­brü­cke. Zwei­te Sta­ti­on: Mar­kus­stra­ße – Mar­kus­platz – Kapu­zi­ner­stra­ße – Holz­markt – Heu­markt – Fleisch­stra­ße. Drit­te Sta­ti­on: Rat­haus Max­platz – Grü­ner Markt – Karo­li­nen­stra­ße. Vier­te Sta­ti­on und Abschluss: Domplatz.

Ein Begleit­heft mit Lie­dern und Gebe­ten wird von den Ord­nern ver­teilt. Unter www.fronleichnam.erzbistum-bamberg.de wird eine digi­ta­le Ver­si­on zur Nut­zung auf Mobil­ge­rä­ten angeboten.


His­to­ri­scher Hintergrund

Die Ein­füh­rung der Pro­zes­si­on in Bam­berg geht auf Bischof Lam­precht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Lei­bes Chris­ti mit Pro­zes­si­on unter Teil­nah­me des Kle­rus des Domes und der Stifts­kir­chen anord­ne­te. Dabei wur­de das Aller­hei­ligs­te mit­ge­tra­gen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hof­hal­tung (den Bischofs­itz) und zurück. Sta­tio­nen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahr­hun­dert über­lie­fert, dane­ben fan­den Umgän­ge an den Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin statt, wo auch Bür­ger und Stadt­rat zur Teil­nah­me ver­pflich­tet wur­den. Aus die­sen drei Pro­zes­sio­nen ent­wi­ckel­te sich letzt­lich in der Barock­zeit die gro­ße Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, zu der ein hand­schrift­li­ches Zere­mo­nien­buch aus dem Jahr 1730 vor­liegt. Das Dom­ka­pi­tel führ­te 1822 die gro­ße, vom Dom aus­ge­hen­de Pro­zes­si­on mit ihrem lit­ur­gi­schen Ablauf und den teil­neh­men­den Grup­pen ein. Bis heu­te prägt die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on die Bischofs­stadt Bam­berg und ist Teil ihres reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Erbes.

Erz­bi­schof Gössl: „Leo XIV. bringt den Frie­den des Auf­er­stan­de­nen in die Welt“

Got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl wer­tet die Wahl von Papst Leo XIV. als Aus­druck der welt­wei­ten Gemein­schaft gläu­bi­ger Chris­ten, die unter der Füh­rung des Hei­li­gen Geis­tes steht, wie er heu­te beim Got­tes­dienst für den neu­en Papst betonte.

„Wir dür­fen dar­auf ver­trau­en, dass der Herr uns den­je­ni­gen gesandt hat, den es heu­te braucht, um die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in Kir­che und Welt anzu­ge­hen“, sag­te Gössl am Diens­tag­abend in einem fei­er­li­chen Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom.

Mit sei­nen ers­ten Wor­ten habe Papst Leo XIV. ein kla­res Zei­chen gesetzt. Er stel­le sei­ne Amts­zeit unter das Leit­mo­tiv des Frie­dens und habe bereits diplo­ma­ti­sche Initia­ti­ven ange­sto­ßen, um Wege zu fried­li­chen Lösun­gen zu ebnen. „Wah­rer Frie­de wächst aus der Nähe zu Chris­tus – und die­sen Frie­den braucht die Welt heu­te drin­gen­der denn je“, beton­te Gössl.

Die Kir­che sei kein wei­te­rer Staat unter vie­len auf dem diplo­ma­ti­schen Par­kett, son­dern schöp­fe ihre Frie­dens­bot­schaft aus dem Evan­ge­li­um. „Der Frie­de Chris­ti unter­schei­det sich grund­le­gend von dem Frie­den, den die­se Welt her­vor­bringt – einem Frie­den, der oft brü­chig und gefähr­det bleibt“, sag­te der Erzbischof.

Zen­tral blei­be für die Kir­che nicht ein poli­ti­sches Pro­gramm, son­dern die Ver­kün­di­gung der Auf­er­ste­hung Jesu und des neu­en Lebens, das dar­aus erwächst. „Mit die­sem Frie­den im Her­zen kön­nen wir alle als Boten des Frie­dens wir­ken“, so Gössl.

Erz­bi­schof Gössl: „Papst Leo XIV. kann den von Fran­zis­kus berei­te­ten Weg weitergehen“

Gro­ße Freu­de im Erz­bis­tum Bam­berg über den neu­en Papst

Mit gro­ßer Freu­de und Dank­bar­keit hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Wahl von Kar­di­nal Robert F. Pre­vost OSA zum neu­en Papst auf­ge­nom­men. „Es war ein Moment, in dem man das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes spü­ren konnte.“

Der frü­he­re Prä­fekt des Dik­as­te­ri­ums für Bischö­fe wur­de heu­te im Kon­kla­ve zum Nach­fol­ger von Papst Fran­zis­kus gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an.

„Mit Leo XIV. hat die Welt­kir­che einen Papst erhal­ten, der im Her­zen der römi­schen Kurie tätig ist und durch sei­ne diplo­ma­ti­sche und pas­to­ra­le Erfah­rung, sei­ne tie­fe Spi­ri­tua­li­tät und sei­ne ruhi­ge, aus­glei­chen­de Art vie­le Men­schen beein­druckt hat“, sag­te Gössl. In einer Zeit glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen und kirch­li­cher Umbrü­che sei sei­ne Wahl ein Zei­chen der Hoff­nung und des Auf­bruchs, so Gössl. Als Ken­ner der römi­schen Kurie kön­ne Pre­vost die von Fran­zis­kus gesetz­ten Impul­se kon­kret umset­zen und den ein­ge­schla­ge­nen Weg der not­wen­di­gen Refor­men weitergehen.

Beson­ders groß sei die Hoff­nung, dass Papst Leo XIV. Brü­cken zwi­schen den ver­schie­de­nen Strö­mun­gen inner­halb der Kir­che baut und dazu bei­trägt, Spal­tun­gen zu über­win­den. „In einer Zeit, in der vie­le Men­schen Ori­en­tie­rung suchen und die Ein­heit der Kir­che auf dem Prüf­stand steht, ist sein Ein­satz für Ver­stän­di­gung, Ver­söh­nung und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der von ent­schei­den­der Bedeu­tung“, beton­te Erz­bi­schof Gössl und füg­te hin­zu: „Ich bete dafür, dass der Hei­li­ge Geist ihn wei­ter­hin lei­ten möge, und rufe die Gläu­bi­gen unse­res Erz­bis­tums dazu auf, den Hei­li­gen Vater im Gebet zu begleiten.“

Erz­bi­schof Gössl beton­te, dass er beson­de­re Hoff­nung auf den Ein­satz des neu­en Paps­tes für Frie­den, sozia­le Gerech­tig­keit und eine geein­te Weltkirche.

Fran­zis­kus lern­te 1986 im Erz­bis­tum Bam­berg Deutsch

Erz­bis­tum Bam­berg trau­ert um Papst Franziskus

Mit tie­fer Trau­er hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl auf den Tod von Papst Fran­zis­kus reagiert. In einer Erklä­rung drück­te er sei­ne Anteil­nah­me aus und wür­dig­te das außer­ge­wöhn­li­che Wir­ken des heu­te im Alter von 88 Jah­ren ver­stor­be­nen Pontifex.

„Der Tod des Hei­li­gen Vaters trifft uns alle zutiefst. Er war ein wah­rer Hir­te der Kir­che, der die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums mit einer uner­schüt­ter­li­chen Lie­be zu den Armen und einer kla­ren Visi­on für den Dia­log zwi­schen den Völ­kern und Reli­gio­nen ver­kün­det hat“, so Gössl. Fran­zis­kus habe die Kir­che in stür­mi­scher Zeit mit Weis­heit und uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben gelei­tet. Er habe zugleich den Schatz des Glau­bens bewahrt und die Türen für not­wen­di­ge Ver­än­de­run­gen geöffnet.

Papst Fran­zis­kus habe durch sei­ne pas­to­ra­le Hal­tung und sein Enga­ge­ment für Frie­den, Gerech­tig­keit und den inter­re­li­giö­sen Dia­log die katho­li­sche Kir­che geprägt. „Sein Glau­bens­zeug­nis, sei­ne tie­fe Mensch­lich­keit und sei­ne uner­müd­li­che Arbeit für eine gerech­te­re Welt und die Bewah­rung der Schöp­fung blei­ben uns allen ein Vorbild.“

Gössl, der im Dezem­ber 2023 von Papst Fran­zis­kus zum Erz­bi­schof ernannt wur­de, erin­ner­te in sei­ner Stel­lung­nah­me auch an sei­ne per­sön­li­che Begeg­nung mit Papst Fran­zis­kus im Juni 2024 bei der fei­er­li­chen Über­ga­be des Pal­li­ums in Rom. „Es war mir eine beson­de­re Ehre, den Hei­li­gen Vater per­sön­lich zu tref­fen. Ich habe sei­ne tie­fe Ver­bun­den­heit mit der gesam­ten Kir­che und sein Inter­es­se an den Anlie­gen der Diö­ze­sen welt­weit gespürt.“ Fran­zis­kus hin­ter­las­se nicht nur eine geist­li­che, son­dern auch ein mensch­li­ches Erbe, das wir bewah­ren müs­sen“, so der Erz­bi­schof weiter.

Gössl erin­ner­te auch dar­an, dass Papst Fran­zis­kus 1986 als Pries­ter wäh­rend sei­ner Pro­mo­ti­on meh­re­re Mona­te im Erz­bis­tum Bam­berg, in Rothen­burg ob der Tau­ber, gelebt und Deutsch gelernt hat. Seit 2016 erin­nert eine Ehren­ta­fel am Ein­gang des frü­he­ren Goe­the-Insti­tuts an die­se Zeit.

Abschlie­ßend lud der Erz­bi­schof die Gläu­bi­gen ein, für Papst Fran­zis­kus und einen guten Nach­fol­ger zu beten: „Ich bit­te alle Gläu­bi­gen im Erz­bis­tum, des ver­stor­be­nen Hei­li­gen Vaters im Gebet und in der Fei­er der Eucha­ris­tie zu gedenken.“

1 2 3 4 7