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Erzbistum Bamberg - Page 3

Vom 10. bis 13. Juli im Zei­chen des Hei­li­gen Jahres

Hein­richs­fest 2025 auf dem Bam­ber­ger Domberg

Das Hein­richs­fest 2025 steht ganz im Zei­chen des Hei­li­gen Jah­res. Unter dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Dom­berg ein Hoff­nungs­fest gefei­ert – mit Got­tes­diens­ten, Ver­an­stal­tun­gen und den ver­schie­dens­ten Mög­lich­kei­ten, mit Men­schen ins Gespräch zu kommen.

Am heu­ti­gen Don­ners­tag fin­det um 19 Uhr im Dom ein Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter statt.
Das Hein­richs­wo­chen­en­de beginnt am Frei­tag­nach­mit­tag um 16 Uhr mit der Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen von Lau­da­to si“ im Diö­ze­san­mu­se­um. Sechs the­ma­tisch aktu­el­le Kunst­wer­ke aus Afri­ka, Asi­en, Euro­pa, Nord­ame­ri­ka, Süd­ame­ri­ka und Ozea­ni­en reprä­sen­tie­ren jeweils ihren Kon­ti­nent und eröff­nen einen Dis­kurs. Um 20 Uhr star­tet im Bam­ber­ger Dom ein kom­plett neu­es For­mat, das in die­sem Jahr zum ers­ten Mal einen Rah­men fin­det: „Uner­hört!? Eine Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frauen.“

Der Hein­richs­fest­sams­tag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucha­ris­tie­fei­er samt Kran­ken­sal­bung für Senio­rin­nen und Senio­ren, Kran­ke und Men­schen mit Behin­de­rung. Es folgt am Sams­tag­nach­mit­tag der tra­di­tio­nel­le Motor­rad­got­tes­dienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemüt­li­cher Abend mit Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re und Musik in die Alte Hof­hal­tung ein.

Höhe­punkt ist wie jedes Jahr der Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag­mor­gen auf dem Dom­platz. Danach sind alle Gäs­te dazu ein­ge­la­den, die Stän­de der ver­schie­de­nen Ver­bän­de und Ein­rich­tun­gen im Erz­bis­tum Bam­berg zu besu­chen und das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm zu genie­ßen – Musik inklu­si­ve. Spe­zi­ell für Kin­der und Jugend­li­che, aber auch für alle ande­ren Gäs­te gibt es viel zu erle­ben: Auf dem Dom­platz lädt ein mobi­ler Was­ser­spiel­platz zum Ver­wei­len und Abküh­len ein. Dane­ben gibt es Bas­tel- und Mit­mach­ak­tio­nen im Hof der Jugend und an vie­len ande­ren Stän­den, eine Dom­füh­rung mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl, Medi­ta­tio­nen, Infor­ma­ti­ons- und Erleb­nis­stän­de sowie kos­ten­lo­sen Ein­tritt ins Diö­ze­san­mu­se­um. Einen Abschluss fin­det das Hein­richs­fest schließ­lich mit der Ves­per im Bam­ber­ger Dom.

Das rei­che Ange­bot an lecke­rem Essen und Trin­ken kön­nen Sie zu fami­li­en­freund­li­chen Prei­sen genie­ßen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.

Pro­gramm
Don­ners­tag

19:00 Uhr Got­tes­dienst zur fei­er­li­chen Über­tra­gung der Häup­ter (Bam­ber­ger Dom)


Frei­tag

16:00 Uhr Eröff­nung der Kunst­aus­stel­lung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visio­nen Lau­da­to Si‘“ (Diö­ze­san­mu­se­um)

20.00 Uhr „Uner­hört?!“ Lese­nacht auf den Spu­ren bibli­scher Frau­en (Dom)


Sams­tag

10:00 Uhr Eucha­ris­tie­fei­er mit Kran­ken­sal­bung für Senior:innen, Kran­ke und 
 Men­schen mit Behin­de­rung, anschlie­ßend gemein­sa­mes Mit­tag­essen
 (St. Urban)

14:00 Uhr Ordens­ca­fé, Grill und Bier­gar­ten (Alte Hofhaltung)

16:00 Uhr Motor­rad­got­tes­dienst (Dom­platz)

17:00 Uhr Gemein­sam fei­ern: Musik und Spei­sen mit den Jazz­Pants (Alte Hofhaltung)

20:00 Uhr Gemüt­li­cher Abend in Bier­gar­ten­at­mo­sphä­re mit der Per­cus­sion-Grup­pe „Hör­sturz“, dem Chor „Auf­takt“ und der Tanz-Grup­pe „Wackel­kon­takt“ der inklu­si­ven Kul­tur­werk­statt (Bam­ber­ger Dom)


Sonn­tag

10:00 Uhr Fest­got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Dom­platz)

11:30 Uhr Wir fei­ern am Domberg 

Bier­gar­ten und Ordens­ca­fé (Alte Hof­hal­tung), Hof der Jugend (Dom­props­tei),

Füh­run­gen im Diö­ze­san­mu­se­um und Dom, Medi­ta­tio­nen und Orte der 

Besin­nung, Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie & Was­ser­spiel­platz (Dom­platz)

17:00 Uhr Pon­ti­fi­kal­ves­per mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl (Bam­ber­ger Dom)

Pon­ti­fi­kal­amt mit Erz­bi­schof Gössl im Dom

Fron­leich­nams­fest in Bamberg

Das Fron­leich­nams­fest in Bam­berg wird am Don­ners­tag, dem 19. Juni 2025, mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und einer gro­ßen Pro­zes­si­on durch die Alt­stadt gefei­ert. Der Got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl fin­det um 8 Uhr im Dom statt, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Im Anschluss beginnt die Pro­zes­si­on, die mit dem Eucha­ris­ti­schen Segen auf dem Dom­platz endet. Zu dem seit 1390 statt­fin­den­den Ereig­nis wer­den meh­re­re Tau­send Gläu­bi­ge erwar­tet. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei sowie in die­sem Jahr als Gast­chor zusätz­lich der Kna­ben­chor der Dom­kir­che von Upp­sa­la (Schwe­den).

Tra­di­tio­nell rei­hen sich in den Zug zahl­rei­che ver­schie­de­ne Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen ein: die Pfar­rei­en mit ihren Geist­li­chen und den Minis­tran­ten, die Rit­ter­or­den, die Ordens­frau­en, Mit­glie­der der Räte und Gre­mi­en, die Hono­ra­tio­ren aus Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie die Bru­der­schaf­ten, Innun­gen und Ver­ei­ne, die das Erbe der Zünf­te pfle­gen, dar­un­ter die tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Gärt­ner und vie­le mehr. Bei der Pro­zes­si­on wer­den auch die Mari­en­sta­tu­en der Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin sowie die his­to­ri­schen Pro­zes­si­ons­stan­gen mit­ge­tra­gen. In der Mit­te der Pro­zes­si­on wird das Dom­kreuz, ein etwa 600 Kilo­gramm schwe­res reich ver­zier­tes Reli­qui­en­kreuz, von 18 Män­nern getra­gen. Soll­te die Pro­zes­si­on wegen schlech­ten Wet­ters abge­sagt wer­den, wird dar­über ab 7.00 Uhr auf der Home­page des Erz­bis­tums Bam­berg oder des­sen Face­book-Face­book-Sei­te informiert.


Der Pro­zes­si­ons­weg

Ers­te Sta­ti­on: Altar im Dom – Resi­denz­stra­ße – Eli­sa­be­then­stra­ße – Unte­re Sand­stra­ße – Mar­kus­brü­cke. Zwei­te Sta­ti­on: Mar­kus­stra­ße – Mar­kus­platz – Kapu­zi­ner­stra­ße – Holz­markt – Heu­markt – Fleisch­stra­ße. Drit­te Sta­ti­on: Rat­haus Max­platz – Grü­ner Markt – Karo­li­nen­stra­ße. Vier­te Sta­ti­on und Abschluss: Domplatz.

Ein Begleit­heft mit Lie­dern und Gebe­ten wird von den Ord­nern ver­teilt. Unter www.fronleichnam.erzbistum-bamberg.de wird eine digi­ta­le Ver­si­on zur Nut­zung auf Mobil­ge­rä­ten angeboten.


His­to­ri­scher Hintergrund

Die Ein­füh­rung der Pro­zes­si­on in Bam­berg geht auf Bischof Lam­precht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Lei­bes Chris­ti mit Pro­zes­si­on unter Teil­nah­me des Kle­rus des Domes und der Stifts­kir­chen anord­ne­te. Dabei wur­de das Aller­hei­ligs­te mit­ge­tra­gen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hof­hal­tung (den Bischofs­itz) und zurück. Sta­tio­nen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahr­hun­dert über­lie­fert, dane­ben fan­den Umgän­ge an den Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin statt, wo auch Bür­ger und Stadt­rat zur Teil­nah­me ver­pflich­tet wur­den. Aus die­sen drei Pro­zes­sio­nen ent­wi­ckel­te sich letzt­lich in der Barock­zeit die gro­ße Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, zu der ein hand­schrift­li­ches Zere­mo­nien­buch aus dem Jahr 1730 vor­liegt. Das Dom­ka­pi­tel führ­te 1822 die gro­ße, vom Dom aus­ge­hen­de Pro­zes­si­on mit ihrem lit­ur­gi­schen Ablauf und den teil­neh­men­den Grup­pen ein. Bis heu­te prägt die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on die Bischofs­stadt Bam­berg und ist Teil ihres reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Erbes.

Erz­bi­schof Gössl: „Leo XIV. bringt den Frie­den des Auf­er­stan­de­nen in die Welt“

Got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl wer­tet die Wahl von Papst Leo XIV. als Aus­druck der welt­wei­ten Gemein­schaft gläu­bi­ger Chris­ten, die unter der Füh­rung des Hei­li­gen Geis­tes steht, wie er heu­te beim Got­tes­dienst für den neu­en Papst betonte.

„Wir dür­fen dar­auf ver­trau­en, dass der Herr uns den­je­ni­gen gesandt hat, den es heu­te braucht, um die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in Kir­che und Welt anzu­ge­hen“, sag­te Gössl am Diens­tag­abend in einem fei­er­li­chen Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom.

Mit sei­nen ers­ten Wor­ten habe Papst Leo XIV. ein kla­res Zei­chen gesetzt. Er stel­le sei­ne Amts­zeit unter das Leit­mo­tiv des Frie­dens und habe bereits diplo­ma­ti­sche Initia­ti­ven ange­sto­ßen, um Wege zu fried­li­chen Lösun­gen zu ebnen. „Wah­rer Frie­de wächst aus der Nähe zu Chris­tus – und die­sen Frie­den braucht die Welt heu­te drin­gen­der denn je“, beton­te Gössl.

Die Kir­che sei kein wei­te­rer Staat unter vie­len auf dem diplo­ma­ti­schen Par­kett, son­dern schöp­fe ihre Frie­dens­bot­schaft aus dem Evan­ge­li­um. „Der Frie­de Chris­ti unter­schei­det sich grund­le­gend von dem Frie­den, den die­se Welt her­vor­bringt – einem Frie­den, der oft brü­chig und gefähr­det bleibt“, sag­te der Erzbischof.

Zen­tral blei­be für die Kir­che nicht ein poli­ti­sches Pro­gramm, son­dern die Ver­kün­di­gung der Auf­er­ste­hung Jesu und des neu­en Lebens, das dar­aus erwächst. „Mit die­sem Frie­den im Her­zen kön­nen wir alle als Boten des Frie­dens wir­ken“, so Gössl.

Erz­bi­schof Gössl: „Papst Leo XIV. kann den von Fran­zis­kus berei­te­ten Weg weitergehen“

Gro­ße Freu­de im Erz­bis­tum Bam­berg über den neu­en Papst

Mit gro­ßer Freu­de und Dank­bar­keit hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Wahl von Kar­di­nal Robert F. Pre­vost OSA zum neu­en Papst auf­ge­nom­men. „Es war ein Moment, in dem man das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes spü­ren konnte.“

Der frü­he­re Prä­fekt des Dik­as­te­ri­ums für Bischö­fe wur­de heu­te im Kon­kla­ve zum Nach­fol­ger von Papst Fran­zis­kus gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an.

„Mit Leo XIV. hat die Welt­kir­che einen Papst erhal­ten, der im Her­zen der römi­schen Kurie tätig ist und durch sei­ne diplo­ma­ti­sche und pas­to­ra­le Erfah­rung, sei­ne tie­fe Spi­ri­tua­li­tät und sei­ne ruhi­ge, aus­glei­chen­de Art vie­le Men­schen beein­druckt hat“, sag­te Gössl. In einer Zeit glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen und kirch­li­cher Umbrü­che sei sei­ne Wahl ein Zei­chen der Hoff­nung und des Auf­bruchs, so Gössl. Als Ken­ner der römi­schen Kurie kön­ne Pre­vost die von Fran­zis­kus gesetz­ten Impul­se kon­kret umset­zen und den ein­ge­schla­ge­nen Weg der not­wen­di­gen Refor­men weitergehen.

Beson­ders groß sei die Hoff­nung, dass Papst Leo XIV. Brü­cken zwi­schen den ver­schie­de­nen Strö­mun­gen inner­halb der Kir­che baut und dazu bei­trägt, Spal­tun­gen zu über­win­den. „In einer Zeit, in der vie­le Men­schen Ori­en­tie­rung suchen und die Ein­heit der Kir­che auf dem Prüf­stand steht, ist sein Ein­satz für Ver­stän­di­gung, Ver­söh­nung und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der von ent­schei­den­der Bedeu­tung“, beton­te Erz­bi­schof Gössl und füg­te hin­zu: „Ich bete dafür, dass der Hei­li­ge Geist ihn wei­ter­hin lei­ten möge, und rufe die Gläu­bi­gen unse­res Erz­bis­tums dazu auf, den Hei­li­gen Vater im Gebet zu begleiten.“

Erz­bi­schof Gössl beton­te, dass er beson­de­re Hoff­nung auf den Ein­satz des neu­en Paps­tes für Frie­den, sozia­le Gerech­tig­keit und eine geein­te Weltkirche.

Fran­zis­kus lern­te 1986 im Erz­bis­tum Bam­berg Deutsch

Erz­bis­tum Bam­berg trau­ert um Papst Franziskus

Mit tie­fer Trau­er hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl auf den Tod von Papst Fran­zis­kus reagiert. In einer Erklä­rung drück­te er sei­ne Anteil­nah­me aus und wür­dig­te das außer­ge­wöhn­li­che Wir­ken des heu­te im Alter von 88 Jah­ren ver­stor­be­nen Pontifex.

„Der Tod des Hei­li­gen Vaters trifft uns alle zutiefst. Er war ein wah­rer Hir­te der Kir­che, der die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums mit einer uner­schüt­ter­li­chen Lie­be zu den Armen und einer kla­ren Visi­on für den Dia­log zwi­schen den Völ­kern und Reli­gio­nen ver­kün­det hat“, so Gössl. Fran­zis­kus habe die Kir­che in stür­mi­scher Zeit mit Weis­heit und uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben gelei­tet. Er habe zugleich den Schatz des Glau­bens bewahrt und die Türen für not­wen­di­ge Ver­än­de­run­gen geöffnet.

Papst Fran­zis­kus habe durch sei­ne pas­to­ra­le Hal­tung und sein Enga­ge­ment für Frie­den, Gerech­tig­keit und den inter­re­li­giö­sen Dia­log die katho­li­sche Kir­che geprägt. „Sein Glau­bens­zeug­nis, sei­ne tie­fe Mensch­lich­keit und sei­ne uner­müd­li­che Arbeit für eine gerech­te­re Welt und die Bewah­rung der Schöp­fung blei­ben uns allen ein Vorbild.“

Gössl, der im Dezem­ber 2023 von Papst Fran­zis­kus zum Erz­bi­schof ernannt wur­de, erin­ner­te in sei­ner Stel­lung­nah­me auch an sei­ne per­sön­li­che Begeg­nung mit Papst Fran­zis­kus im Juni 2024 bei der fei­er­li­chen Über­ga­be des Pal­li­ums in Rom. „Es war mir eine beson­de­re Ehre, den Hei­li­gen Vater per­sön­lich zu tref­fen. Ich habe sei­ne tie­fe Ver­bun­den­heit mit der gesam­ten Kir­che und sein Inter­es­se an den Anlie­gen der Diö­ze­sen welt­weit gespürt.“ Fran­zis­kus hin­ter­las­se nicht nur eine geist­li­che, son­dern auch ein mensch­li­ches Erbe, das wir bewah­ren müs­sen“, so der Erz­bi­schof weiter.

Gössl erin­ner­te auch dar­an, dass Papst Fran­zis­kus 1986 als Pries­ter wäh­rend sei­ner Pro­mo­ti­on meh­re­re Mona­te im Erz­bis­tum Bam­berg, in Rothen­burg ob der Tau­ber, gelebt und Deutsch gelernt hat. Seit 2016 erin­nert eine Ehren­ta­fel am Ein­gang des frü­he­ren Goe­the-Insti­tuts an die­se Zeit.

Abschlie­ßend lud der Erz­bi­schof die Gläu­bi­gen ein, für Papst Fran­zis­kus und einen guten Nach­fol­ger zu beten: „Ich bit­te alle Gläu­bi­gen im Erz­bis­tum, des ver­stor­be­nen Hei­li­gen Vaters im Gebet und in der Fei­er der Eucha­ris­tie zu gedenken.“

Zuschüs­se für über 1300 pfarr­lich genutz­te Gebäu­de wer­den neu geregelt

Erz­bis­tum Bam­berg geht neue Wege bei der Gebäudestrategie

Unter dem Leit­mo­tiv „Erz­bis­tum mit­ge­stal­ten“ geht das Erz­bis­tum Bam­berg neue Wege bei der Unter­stüt­zung von Bau­maß­nah­men in den Seel­sor­ge­be­rei­chen. Nach einer umfas­sen­den Daten­er­he­bung und Aus­wer­tung zu den Immo­bi­li­en vor Ort wur­den jetzt Eck­punk­te der künf­ti­gen Gebäu­de­stra­te­gie fest­ge­legt, die auf eine ziel­ge­rich­te­te und ange­pass­te Ver­wen­dung der Finanz­mit­tel abzie­len. Ins­ge­samt wur­den rund 2700 Immo­bi­li­en erfasst, dar­un­ter 1331 Sakral­räu­me, Pfarr­häu­ser und Versammlungsflächen.

Im Zuge der Haus­halts­i­che­rung mit einem geplan­ten aus­ge­gli­che­nen Etat bis zum Jahr 2035 ist eine deut­li­che Redu­zie­rung der För­der­mit­tel für Maß­nah­men an Gebäu­den der Kir­chen­stif­tun­gen vor­ge­se­hen. „Aus die­sem Grun­de wird eine diö­ze­sa­ne Gebäu­de­stra­te­gie ent­wi­ckelt, damit auch künf­tig Räu­me für die pas­to­ra­le Arbeit mit ihren Aus­prä­gun­gen Lit­ur­gie, Ver­kün­di­gung, Dia­ko­nie und Gemein­schafts­le­ben vor­han­den sind“, beton­te Gene­ral­vi­kar Georg Kes­tel. Bau­maß­nah­men an Kir­chen, Pfarr­hei­men und Pfarr­häu­sern sol­len auch wei­ter­hin über die Erz­diö­ze­se bezu­schusst wer­den, wobei jede Kir­chen­stif­tung einen Eigen­an­teil zu tra­gen hat. Der vor­han­de­ne Gebäu­de­be­stand sei jedoch im der­zei­ti­gen Umfang auf Dau­er nicht zu sichern und müs­se redu­ziert wer­den. „Die Unter­halts- und Inves­ti­ti­ons­kos­ten für alle bestehen­den Gebäu­de über­stei­gen die Leis­tungs­fä­hig­keit sowohl der Erz­diö­ze­se als auch der meis­ten Kir­chen­stif­tun­gen. Des­halb muss die Bezu­schus­sung von Bau­maß­nah­men durch die Erz­diö­ze­se neu gere­gelt wer­den“, so Kestel.

Das Erz­bis­tum Bam­berg wird künf­tig Bau­maß­nah­men an Kir­chen, Kapel­len, Pfarr­häu­sern und Ver­samm­lungs­flä­chen nach einer neu­en Kate­go­ri­sie­rung der Immo­bi­li­en för­dern. Unab­hän­gig von den Eigen­tums­ver­hält­nis­sen oder Bau­un­ter­halts­an­sprü­chen wer­den alle pfarr­lich genutz­ten Gebäu­de in eine Kate­go­rie ein­ge­ord­net. Dies erfolgt nach ein­heit­li­chen Kri­te­ri­en, die für die gesam­te Diö­ze­se gel­ten: Bei den Kir­chen und Kapel­len rei­chen die Kate­go­rien von „Ü“ für Glau­ben­s­or­te über­re­gio­na­ler Bedeu­tung wie den Dom und die gro­ßen Wall­fahrts­kir­chen über „A“ für Kir­chen am Ver­wal­tungs­sitz, „B“ für her­kömm­li­che Pfarr- und Orts­kir­chen, „C“ für Kir­chen in klei­nen Gemein­den mit weni­ger als 200 Katho­li­ken bis hin zu „D“ für Zweit­kir­chen. Auch für die Pfarr­häu­ser und Ver­samm­lungs­flä­chen wur­den kla­re Kate­go­rien „A“, „B“ und „C“ definiert.

Die Zahl der Pfarr­häu­ser und der Pfarr­hei­me in der Kate­go­rie B ist auf die Anzahl der Dienst­sit­ze im Seel­sor­ge­be­reich begrenzt. Die Ver­or­tung der Pfarr­häu­ser rich­tet sich nach dem Stel­len­plan für das pas­to­ra­le Per­so­nal. Die Ver­or­tung der Ver­samm­lungs­flä­chen inner­halb des Seel­sor­ge­be­rei­ches kann durch die ver­ant­wort­li­chen Gre­mi­en mit­be­stimmt werden.

Unab­hän­gig von der Kate­go­ri­sie­rung wer­den die ver­schie­de­nen Fach­ab­tei­lun­gen des Ordi­na­ri­ats auch wei­ter­hin die Seel­sor­ge­be­rei­che bei der Erfül­lung von Bau- und Nut­zungs­ver­pflich­tun­gen bera­tend unter­stüt­zen und bei Fra­gen der Bau- und Kunst­denk­mal­pfle­ge eng mit den Behör­den kooperieren.

Die kon­kre­te Anwen­dung der Kate­go­ri­sie­rung auf die Gebäu­de der ein­zel­nen Seel­sor­ge­be­rei­che wird in einem par­ti­zi­pa­ti­ven Pro­zess mit den Haupt- und Ehren­amt­li­chen Ver­wal­tungs­trä­gern der Seel­sor­ge­be­rei­che in den kom­men­den Mona­ten umgesetzt.

„Die Kir­che wird sich zukünf­tig stär­ker als bis­her dar­auf kon­zen­trie­ren müs­sen, die ver­blei­ben­den Res­sour­cen effi­zi­ent zu nut­zen und für ihr Glau­bens­le­ben inno­va­ti­ve Wege zu fin­den“, sag­te Kes­tel. „Es ist wich­tig, die­sen Pro­zess gemein­sam und mit einem kla­ren Blick auf die Zukunft zu gestal­ten, um die Leben­dig­keit des Glau­bens erhal­ten und för­dern zu können.

Frauen.Macht.Veränderung

Kuni­gun­den­tag beginnt am Sams­tag um 9.30 Uhr

Am kom­men­den Sams­tag, 8. März, wird in Bam­berg der Kuni­gun­den­tag als öku­me­ni­sches Frau­en­fest zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag gefei­ert. Das Hoch­fest der hei­li­gen Kuni­gun­de beginnt ab 9.30 Uhr.

Der Kuni­gun­den­tag zu Ehren der Bis­tums­pa­tro­nin steht in die­sem Jahr unter dem Mot­to „Frauen.Macht.Veränderung“ und beginnt um 9.30 Uhr mit einem Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst, den Erz­bi­schof Her­wig Gössl im Bam­ber­ger Dom fei­ern wird. Anschlie­ßend besteht im Hof/​Saal des Dom­pfarr­heims die Mög­lich­keit, bei einer klei­nen Aga­pe ins Gespräch zu kommen.

Ab 12 Uhr wird in den Ste­phans­hof (Ste­phans­platz 5/​Bam­berg) zu Mit­tag­essen, Kaf­fee und Kuchen ein­ge­la­den.
Der Fest­nach­mit­tag star­tet dann um 14 Uhr mit ver­schie­de­nen Work­shops. Höhe­punkt am Nach­mit­tag ist eine sze­ni­sche Lesung mit Ursu­la Gumb­sch unter dem Titel “Pfeif auf den Märchenprinzen”.

Der Kuni­gun­den­tag wird vor­be­rei­tet vom „Öku­me­ni­schen Team Kuni­gun­de“, in dem zahl­rei­che Akti­ve der öku­me­ni­schen Frau­en­ar­beit im Erz­bis­tum Bam­berg zusammenarbeiten

Gebei­ne des Bis­tums­grün­ders im Dom bestattet

Hein­richs­re­li­qui­en fin­den letz­te Ruhestätte

Nach der Rück­füh­rung einer bedeu­ten­den Hein­richs­re­li­quie aus dem Ger­ma­ni­cum in Rom im ver­gan­ge­nen Jahr sind die Gebei­ne des hei­li­gen Bis­tums­grün­ders jetzt im Kai­ser­grab des Bam­ber­ger Doms bestat­tet wor­den. Die Über­tra­gung fand am Mon­tag auf Beschluss des Dom­ka­pi­tels im Rah­men eines Got­tes­diens­tes mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl statt.

Erz­bi­schof Gössl sag­te in sei­ner Pre­digt, die Unter­su­chung der Gebei­ne habe bestä­tigt, dass Hein­rich zeit­le­bens Beschwer­den beim Gehen hat­te. Trotz die­ser Pro­ble­me sei er stän­dig im gan­zen Reich unter­wegs gewe­sen, auch um den Glau­ben zu ver­brei­ten. „Hein­rich hat alles aus tie­fem Glau­ben her­aus getan, auch wenn man man­che sei­ner Taten heu­te kri­ti­sie­ren kann“, sag­te Gössl. Auch in der heu­ti­gen Zeit sei­en vie­le Men­schen ängst­lich, ver­un­si­chert, zer­ris­sen und gespal­ten, so der Erz­bi­schof mit Blick auf die Strei­tig­kei­ten und Ver­wer­fun­gen in Poli­tik und Kir­che: „Die Reli­qui­en wol­len uns ermu­ti­gen, trotz aller Mühen und Schmer­zen nicht auf­zu­ge­ben!“ Er sei froh, dass die Gebei­ne des Bis­tums­grün­ders nun wie­der im Grab ver­eint sind, so der Erzbischof

Das von Til­mann Rie­men­schnei­der im 16. Jahr­hun­dert geschaf­fe­ne Grab­mal des hei­li­gen Kai­ser­paa­res Hein­rich und Kuni­gun­de gehört heu­te zu den Haupt­se­hens­wür­dig­kei­ten des Bam­ber­ger Doms. Einst war es ein bedeu­ten­des Pil­ger­ziel, das seit dem Mit­tel­al­ter unzäh­li­ge Gläu­bi­ge anzog. Wäh­rend die stei­ner­nen Lie­ge­fi­gu­ren auf dem Grab­mal sug­ge­rie­ren, dass hier die Kör­per der Ver­stor­be­nen ruhen, ver­rät das Pro­to­koll der Umbet­tung aus dem 16. Jahr­hun­dert, dass sich dar­in für Hein­rich und Kuni­gun­de nur je zwei Gebein­kis­ten mit weni­gen sterb­li­chen Über­res­ten der Bis­tums­grün­der befinden.

Für die Hei­li­gen­ver­eh­rung waren seit dem Mit­tel­al­ter die Häup­ter zen­tra­ler Gegen­stand. Die­se befin­den sich in der Häup­t­er­ka­pel­le des Bam­ber­ger Doms. Wei­te­re Kno­chen wur­den in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten für die Anfer­ti­gung von Reli­qui­en her­ge­nom­men: klei­ne Kno­chen­stü­cke, die mit einer „Authen­tik“, einer Beschrif­tung mit dem Namen des Hei­li­gen, ver­se­hen wur­den und ihren Weg durch ganz Euro­pa in die Altä­re und Reli­quia­re klei­ner und gro­ßer Kir­chen fan­den. So ist es auch nach­voll­zieh­bar, dass die Ober­schen­kel­kno­chen des Kai­sers zu die­sem Zwe­cke zurück­be­hal­ten und nie­mals in das Kai­ser­grab über­führt wor­den waren.

Die bei­den Reli­qui­en befan­den sich bis ins 19. Jahr­hun­dert im Bam­ber­ger Dom­schatz. Eine davon wur­de um 1840 an das Col­le­gi­um Ger­ma­ni­cum et Hun­ga­ri­cum, ein von Jesui­ten gelei­te­tes päpst­li­ches Kol­leg für Pries­ter­amts­kan­di­da­ten in Rom, über­ge­ben, wo auch zahl­rei­che Geist­li­che aus dem Erz­bis­tum Bam­berg Alum­nen waren. Die Rück­ga­be fand kurz vor dem 1000. Todes­tag des Bis­tums­grün­ders im Juni 2024 durch den Direk­tor des Ger­ma­ni­cum, P. Ger­not Wis­ser SJ, statt. Mit der Über­tra­gung bei­der Ober­schen­kel­kno­chen Kai­ser Hein­richs ver­an­lasst das Bam­ber­ger Dom­ka­pi­tel 2025 somit die Zusam­men­füh­rung der Reli­qui­en Hein­richs im Kaisergrab.

Eine beson­de­re denk­mal­pfle­ge­ri­sche und tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung für die Ein­set­zung des zusätz­li­chen Reli­qui­en­be­hält­nis­ses ins Kai­ser­grab war die scho­nen­de Öff­nung des bild­haue­ri­schen Meis­ter­werks von Rie­men­schnei­der. Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge stell­te sowohl sei­ne Exper­ti­se in restau­rie­rungs­wis­sen­schaft­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen wie auch die foto­gra­fi­sche Doku­men­ta­ti­on der letz­ten Öff­nung 1969 zur Ver­fü­gung. Die Pla­nung eines „mini­mal­in­va­si­ven“, also sub­stanz­scho­nen­den und mög­lichst risi­ko­ar­men Öff­nungs­pro­zes­ses, wur­de eng von der Dienst­stel­le See­hof und dem Refe­rat Restau­rie­rung, Fach­be­reich Skulptur/​Stein, in Mün­chen beglei­tet. Die Durch­füh­rung der Arbei­ten lag in den bewähr­ten Hän­den der Bam­ber­ger Dom­bau­hüt­te mit Unter­stüt­zung des Metall­re­stau­ra­tors Hans-Joa­chim Blei­er, der für die Abnah­me und Wie­der­an­brin­gung der bron­ze­nen Inschrif­ten­ta­fel ver­ant­wort­lich zeichnete.

Auf­grund der kom­ple­xen und sen­si­blen Arbeits­vor­gän­ge war das Kai­ser­grab für die Zeit der Arbei­ten ein­ge­haust. Für die Auf­nah­me des neu­en zylin­dri­schen Gebein­ge­fä­ßes reich­te eine klei­ne run­de Öff­nung in der blan­ken Stirn­sei­te des Kai­ser­grabs aus. Die Öff­nung liegt hin­ter der Bron­ze­ta­fel, so dass der Ein­griff unsicht­bar bleibt.

Bei frü­he­ren Öff­nun­gen war in einem äußerst auf­wän­di­gen und schwie­ri­gen Ver­fah­ren die zwei­tei­li­ge Deck­plat­te mit den Lie­ge­fi­gu­ren von der Tum­ba geho­ben worden.

Neu­jahrs­emp­fang in Fürth

Erz­bis­tum Bam­berg zeigt „Lei­den­schaft für das Klima“

Unter dem Mot­to „Lei­den­schaft für das Kli­ma“ hat das Erz­bis­tum Bam­berg in Fürth zu sei­nem Neu­jahrs­emp­fang ein­ge­la­den. Erz­bi­schof Her­wig Gössl erin­ner­te am Sams­tag in sei­ner Anspra­che an die Umwelt-Enzy­kli­ka „Lau­da­to si“ von Papst Fran­zis­kus vor zehn Jah­ren. Fest­red­ne­rin war die Augs­bur­ger Moral­theo­lo­gin Prof. Kers­tin Schlögl-Flierl, die in ihrem Vor­trag dazu auf­rief, „von der Hoff­nung ins Han­deln“ zu kommen.

Erz­bi­schof Gössl stell­te fest, dass in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren die Sen­si­bi­li­tät den Kli­ma­schutz betref­fend ste­tig gewach­sen sei. Der­zeit sehe er die Mensch­heit aber an einem Schei­de­punkt: „Eine Mehr­heit ist heu­te bereit, Kli­ma­schutz­pro­gram­me zuguns­ten einer flo­rie­ren­den Wirt­schaft zurück­zu­fah­ren und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung als Luxus­pro­blem zu begreifen.“

Auch wenn die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels immer stär­ker spür­bar sei­en, schei­ne der Enthu­si­as­mus, sich für eine Begren­zung der Erd­er­wär­mung ein­zu­set­zen, deut­lich abge­kühlt zu sein. „In den Dis­kus­sio­nen wird die­se Pro­ble­ma­tik, die letzt­lich eine Über­le­bens­fra­ge der Mensch­heit ist, immer öfter in Gegen­satz gebracht zu der eben­falls bedeu­ten­den, aber dem Ein­zel­nen wesent­lich näher lie­gen­den Fra­ge nach der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung, dem eige­nen Arbeits­platz und dem erwor­be­nen Wohl­stand“, so Gössl.

Papst Fran­zis­kus erken­ne im The­ma Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung eine höchst sozia­le Fra­ge, die für den Fort­be­stand der Mensch­heit beson­de­re Prio­ri­tät habe. „Jeder von uns muss sich in gewis­ser Wei­se für die Zer­stö­rung ver­ant­wort­lich füh­len, der unser gemein­sa­mes Haus aus­ge­setzt ist“, zitier­te Gössl den Papst. Er bezog sich dabei neben der Umwelt­ver­schmut­zung auch auf die unmensch­li­che Behand­lung von Migran­ten, Des­in­for­ma­ti­on und Ableh­nung jeder Form von Dia­log. Es bedür­fe kul­tu­rel­ler und struk­tu­rel­ler Ver­än­de­run­gen für einen dau­er­haf­ten Wan­del. „Der Kern der christ­li­chen Bot­schaft“, so Gössl, „hängt zuin­nerst zusam­men mit unse­rer sozia­len Ver­ant­wor­tung und mit der Umset­zung kon­kre­ter Schrit­te, auch im Blick auf glo­ba­le Herausforderungen.“

Auch Pro­fes­so­rin Schlögl-Flierl stell­te in ihrer Rede fest, dass das zuneh­men­de Wis­sen über den Kli­ma­wan­del und die auch in Deutsch­land spür­ba­ren Fol­gen bei vie­len Men­schen ohne Fol­gen für ihr Han­del blie­ben. Als Bei­spiel nann­te sie das Ein­kau­fen im Bio­markt mit dem SUV. Im Kon­text der Kli­ma­kri­se wer­de Ver­ant­wor­tung ger­ne von einem Akteur zum nächs­ten gescho­ben, ohne dass eine Hand­lung in Gang kom­me. Mit der Fra­ge der Kli­ma­ver­ant­wor­tung habe sich im ver­gan­ge­nen Jahr auch der Deut­sche Ethik­rat befasst, in dem sie Mit­glied ist. „Es wird aner­kannt, dass Ein­zel­per­so­nen sehr wohl Ver­hal­tens­än­de­run­gen zei­gen müs­sen, eine mora­li­sche Mit­wir­kungs­pflicht haben, aber dabei kein mora­li­sches Hel­den­tum ver­langt wer­den darf.“

Viel­mehr müss­ten auf allen Ebe­nen die Akteu­re zusam­men­ar­bei­ten, wodurch es zu einem sach­li­chen und kon­struk­ti­ven Dis­kurs auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen kom­men müs­se. Sie rief zu einer „lösungs­ori­en­tier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on“ auf: Poli­ti­ker und Medi­en soll­ten weder über­zo­ge­nen Alar­mis­mus zei­gen noch die Pro­ble­me ver­harm­lo­sen. „Das Hin­aus­zö­gern wirk­sa­mer Schrit­te ist aus Grün­den der inter­ge­ne­ra­tio­nel­len Gerech­tig­keit ethisch nicht zu recht­fer­ti­gen“, sag­te die Pro­fes­so­rin und for­der­te Han­deln „jetzt und hier“.

Zu einem Dis­kurs brin­ge die katho­li­sche Kir­che viel­fäl­ti­ge Impul­se ein. Auch 2023 habe Papst Fran­zis­kus in sei­nem Apos­to­li­schen Schrei­ben „Lau­da­te Deum“ den aktu­el­len Zustand der Debat­te rund um den Kli­ma­wan­del ange­pran­gert. Kon­kret schlug die Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Moral­theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Augs­burg vor, dass Pri­vat­per­so­nen beim Umwelt­bun­des­amt Anre­gun­gen ein­ho­len könn­ten, wie sie ihren All­tag Schritt für Schritt kli­ma­freund­li­cher gestal­ten kön­nen. Dies sei in den Berei­chen Ener­gie, Rei­ni­gung und Ernäh­rung mit ein­fa­chen Maß­nah­men in jedem Haus­halt mög­lich. Als Bei­spie­le nann­te sie das Redu­zie­ren der Zim­mer­tem­pe­ra­tur, das Trin­ken von Lei­tungs­was­ser und den Ver­zehr von weni­ger tie­ri­schen Lebens­mit­teln. Beim Kli­ma­wan­del gehe es um klei­ne Schrit­te. Jedes Han­deln müs­se auf die „Enkel­taug­lich­keit“ über­prüft werden.

Der Für­ther Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Jung wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort das Wir­ken der Kir­che in der Gesell­schaft. Die Kir­che kön­ne Kin­der­gär­ten und Senio­ren­hei­me betrei­ben wie ande­re auch. Aber das Kern­an­lie­gen der Kir­che sei die Ver­kün­di­gung der fro­hen Botschaft.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Emp­fang in der Für­ther Stadt­hal­le von der Musik­grup­pe „Patch­work“ der Musik­schu­le Fürth unter Lei­tung von Jan Hem­ba­cher. Zu den Gäs­ten zähl­ten neben dem baye­ri­schen Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann zahl­rei­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Kir­che, Poli­tik und Gesellschaft.

„Hope“

Erz­bis­tum Bam­berg star­tet Pod­cast zum Hei­li­gen Jahr

Mit einem eige­nen Pod­cast beglei­tet die Medi­en­ab­tei­lung des Erz­bis­tums Bam­berg das Hei­li­ge Jahr 2025. „Hope – Der Pod­cast aus dem Erz­bis­tum Bam­berg“ beschäf­tigt sich mit dem The­ma Hoff­nung in den unter­schied­lichs­ten Facet­ten und ist ab sofort auf allen gän­gi­gen Platt­for­men kos­ten­los abruf­bar, wie das Erz­bis­tum mitteilt.

In der ers­ten Fol­ge spricht Volon­tä­rin Lara-Marie Deeg mit dem für das Hei­li­ge Jahr zustän­di­gen Dom­ka­pi­tu­lar Mar­tin Emge. Der Lei­ter des Seel­sor­ge­amts erläu­tert, was das Hei­li­ge Jahr 2025 für die katho­li­sche Kir­che bedeu­tet, wel­che beson­de­ren Initia­ti­ven und Ereig­nis­se geplant sind und wie die­ses Jahr die Men­schen in ihrem Glau­ben und ihrer Hoff­nung stär­ken soll: „Wir über­se­hen leicht die Hoff­nung im All­tag. Wir holen ins Bewusst­sein, wofür es sich zu leben lohnt.“ Im Hei­li­gen Jahr wür­den des­halb Hoff­nungs­or­te gesucht, „wo das Herz auf­geht und ich daheim bin“, so Emge.

Der Pod­cast „Hope“ führt sei­ne Höre­rin­nen und Hörer auf eine Rei­se zu beson­de­ren „Orten der Hoff­nung“. In jeder neu­en Epi­so­de besucht Lara-Marie Deeg monat­lich einen Ort im Erz­bis­tum Bam­berg, der für die Men­schen dort eine Quel­le der Hoff­nung und Inspi­ra­ti­on dar­stellt. Ob spi­ri­tu­el­le Rück­zugs­or­te, beein­dru­cken­de Kir­chen, sozia­le Ein­rich­tun­gen oder Pro­jek­te, die das Leben der Men­schen posi­tiv ver­än­dern – „Hope“ zeigt, wie Hoff­nung in der Welt von heu­te sicht­bar wird.

„In einer Zeit, die von Her­aus­for­de­run­gen und Unsi­cher­hei­ten geprägt ist, möch­ten wir mit die­sem Pod­cast ein Zei­chen der Hoff­nung set­zen“, erklärt Lara-Marie Deeg. „Wir möch­ten die Men­schen ein­la­den, die posi­ti­ven Geschich­ten, die der Glau­be und die Gemein­schaft her­vor­ru­fen, zu ent­de­cken und sich von ihnen ermu­ti­gen zu las­sen“, so die 24-jäh­ri­ge Volon­tä­rin, die in Zusam­men­ar­beit mit der katho­li­schen Jour­na­lis­ten­schu­le ifp zur Redak­teu­rin aus­ge­bil­det wird.

Papst Fran­zis­kus hat das Hei­li­ge Jahr 2025 unter dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ aus­ge­ru­fen. In der katho­li­schen Kir­che fin­det alle 25 Jah­re ein Hei­li­ges Jahr statt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pod­cast sind hier zu finden.

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