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Erzbistum Bamberg - Page 3

Frauen.Macht.Veränderung

Kuni­gun­den­tag beginnt am Sams­tag um 9.30 Uhr

Am kom­men­den Sams­tag, 8. März, wird in Bam­berg der Kuni­gun­den­tag als öku­me­ni­sches Frau­en­fest zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag gefei­ert. Das Hoch­fest der hei­li­gen Kuni­gun­de beginnt ab 9.30 Uhr.

Der Kuni­gun­den­tag zu Ehren der Bis­tums­pa­tro­nin steht in die­sem Jahr unter dem Mot­to „Frauen.Macht.Veränderung“ und beginnt um 9.30 Uhr mit einem Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst, den Erz­bi­schof Her­wig Gössl im Bam­ber­ger Dom fei­ern wird. Anschlie­ßend besteht im Hof/​Saal des Dom­pfarr­heims die Mög­lich­keit, bei einer klei­nen Aga­pe ins Gespräch zu kommen.

Ab 12 Uhr wird in den Ste­phans­hof (Ste­phans­platz 5/​Bam­berg) zu Mit­tag­essen, Kaf­fee und Kuchen ein­ge­la­den.
Der Fest­nach­mit­tag star­tet dann um 14 Uhr mit ver­schie­de­nen Work­shops. Höhe­punkt am Nach­mit­tag ist eine sze­ni­sche Lesung mit Ursu­la Gumb­sch unter dem Titel “Pfeif auf den Märchenprinzen”.

Der Kuni­gun­den­tag wird vor­be­rei­tet vom „Öku­me­ni­schen Team Kuni­gun­de“, in dem zahl­rei­che Akti­ve der öku­me­ni­schen Frau­en­ar­beit im Erz­bis­tum Bam­berg zusammenarbeiten

Gebei­ne des Bis­tums­grün­ders im Dom bestattet

Hein­richs­re­li­qui­en fin­den letz­te Ruhestätte

Nach der Rück­füh­rung einer bedeu­ten­den Hein­richs­re­li­quie aus dem Ger­ma­ni­cum in Rom im ver­gan­ge­nen Jahr sind die Gebei­ne des hei­li­gen Bis­tums­grün­ders jetzt im Kai­ser­grab des Bam­ber­ger Doms bestat­tet wor­den. Die Über­tra­gung fand am Mon­tag auf Beschluss des Dom­ka­pi­tels im Rah­men eines Got­tes­diens­tes mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl statt.

Erz­bi­schof Gössl sag­te in sei­ner Pre­digt, die Unter­su­chung der Gebei­ne habe bestä­tigt, dass Hein­rich zeit­le­bens Beschwer­den beim Gehen hat­te. Trotz die­ser Pro­ble­me sei er stän­dig im gan­zen Reich unter­wegs gewe­sen, auch um den Glau­ben zu ver­brei­ten. „Hein­rich hat alles aus tie­fem Glau­ben her­aus getan, auch wenn man man­che sei­ner Taten heu­te kri­ti­sie­ren kann“, sag­te Gössl. Auch in der heu­ti­gen Zeit sei­en vie­le Men­schen ängst­lich, ver­un­si­chert, zer­ris­sen und gespal­ten, so der Erz­bi­schof mit Blick auf die Strei­tig­kei­ten und Ver­wer­fun­gen in Poli­tik und Kir­che: „Die Reli­qui­en wol­len uns ermu­ti­gen, trotz aller Mühen und Schmer­zen nicht auf­zu­ge­ben!“ Er sei froh, dass die Gebei­ne des Bis­tums­grün­ders nun wie­der im Grab ver­eint sind, so der Erzbischof

Das von Til­mann Rie­men­schnei­der im 16. Jahr­hun­dert geschaf­fe­ne Grab­mal des hei­li­gen Kai­ser­paa­res Hein­rich und Kuni­gun­de gehört heu­te zu den Haupt­se­hens­wür­dig­kei­ten des Bam­ber­ger Doms. Einst war es ein bedeu­ten­des Pil­ger­ziel, das seit dem Mit­tel­al­ter unzäh­li­ge Gläu­bi­ge anzog. Wäh­rend die stei­ner­nen Lie­ge­fi­gu­ren auf dem Grab­mal sug­ge­rie­ren, dass hier die Kör­per der Ver­stor­be­nen ruhen, ver­rät das Pro­to­koll der Umbet­tung aus dem 16. Jahr­hun­dert, dass sich dar­in für Hein­rich und Kuni­gun­de nur je zwei Gebein­kis­ten mit weni­gen sterb­li­chen Über­res­ten der Bis­tums­grün­der befinden.

Für die Hei­li­gen­ver­eh­rung waren seit dem Mit­tel­al­ter die Häup­ter zen­tra­ler Gegen­stand. Die­se befin­den sich in der Häup­t­er­ka­pel­le des Bam­ber­ger Doms. Wei­te­re Kno­chen wur­den in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten für die Anfer­ti­gung von Reli­qui­en her­ge­nom­men: klei­ne Kno­chen­stü­cke, die mit einer „Authen­tik“, einer Beschrif­tung mit dem Namen des Hei­li­gen, ver­se­hen wur­den und ihren Weg durch ganz Euro­pa in die Altä­re und Reli­quia­re klei­ner und gro­ßer Kir­chen fan­den. So ist es auch nach­voll­zieh­bar, dass die Ober­schen­kel­kno­chen des Kai­sers zu die­sem Zwe­cke zurück­be­hal­ten und nie­mals in das Kai­ser­grab über­führt wor­den waren.

Die bei­den Reli­qui­en befan­den sich bis ins 19. Jahr­hun­dert im Bam­ber­ger Dom­schatz. Eine davon wur­de um 1840 an das Col­le­gi­um Ger­ma­ni­cum et Hun­ga­ri­cum, ein von Jesui­ten gelei­te­tes päpst­li­ches Kol­leg für Pries­ter­amts­kan­di­da­ten in Rom, über­ge­ben, wo auch zahl­rei­che Geist­li­che aus dem Erz­bis­tum Bam­berg Alum­nen waren. Die Rück­ga­be fand kurz vor dem 1000. Todes­tag des Bis­tums­grün­ders im Juni 2024 durch den Direk­tor des Ger­ma­ni­cum, P. Ger­not Wis­ser SJ, statt. Mit der Über­tra­gung bei­der Ober­schen­kel­kno­chen Kai­ser Hein­richs ver­an­lasst das Bam­ber­ger Dom­ka­pi­tel 2025 somit die Zusam­men­füh­rung der Reli­qui­en Hein­richs im Kaisergrab.

Eine beson­de­re denk­mal­pfle­ge­ri­sche und tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung für die Ein­set­zung des zusätz­li­chen Reli­qui­en­be­hält­nis­ses ins Kai­ser­grab war die scho­nen­de Öff­nung des bild­haue­ri­schen Meis­ter­werks von Rie­men­schnei­der. Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge stell­te sowohl sei­ne Exper­ti­se in restau­rie­rungs­wis­sen­schaft­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen wie auch die foto­gra­fi­sche Doku­men­ta­ti­on der letz­ten Öff­nung 1969 zur Ver­fü­gung. Die Pla­nung eines „mini­mal­in­va­si­ven“, also sub­stanz­scho­nen­den und mög­lichst risi­ko­ar­men Öff­nungs­pro­zes­ses, wur­de eng von der Dienst­stel­le See­hof und dem Refe­rat Restau­rie­rung, Fach­be­reich Skulptur/​Stein, in Mün­chen beglei­tet. Die Durch­füh­rung der Arbei­ten lag in den bewähr­ten Hän­den der Bam­ber­ger Dom­bau­hüt­te mit Unter­stüt­zung des Metall­re­stau­ra­tors Hans-Joa­chim Blei­er, der für die Abnah­me und Wie­der­an­brin­gung der bron­ze­nen Inschrif­ten­ta­fel ver­ant­wort­lich zeichnete.

Auf­grund der kom­ple­xen und sen­si­blen Arbeits­vor­gän­ge war das Kai­ser­grab für die Zeit der Arbei­ten ein­ge­haust. Für die Auf­nah­me des neu­en zylin­dri­schen Gebein­ge­fä­ßes reich­te eine klei­ne run­de Öff­nung in der blan­ken Stirn­sei­te des Kai­ser­grabs aus. Die Öff­nung liegt hin­ter der Bron­ze­ta­fel, so dass der Ein­griff unsicht­bar bleibt.

Bei frü­he­ren Öff­nun­gen war in einem äußerst auf­wän­di­gen und schwie­ri­gen Ver­fah­ren die zwei­tei­li­ge Deck­plat­te mit den Lie­ge­fi­gu­ren von der Tum­ba geho­ben worden.

Neu­jahrs­emp­fang in Fürth

Erz­bis­tum Bam­berg zeigt „Lei­den­schaft für das Klima“

Unter dem Mot­to „Lei­den­schaft für das Kli­ma“ hat das Erz­bis­tum Bam­berg in Fürth zu sei­nem Neu­jahrs­emp­fang ein­ge­la­den. Erz­bi­schof Her­wig Gössl erin­ner­te am Sams­tag in sei­ner Anspra­che an die Umwelt-Enzy­kli­ka „Lau­da­to si“ von Papst Fran­zis­kus vor zehn Jah­ren. Fest­red­ne­rin war die Augs­bur­ger Moral­theo­lo­gin Prof. Kers­tin Schlögl-Flierl, die in ihrem Vor­trag dazu auf­rief, „von der Hoff­nung ins Han­deln“ zu kommen.

Erz­bi­schof Gössl stell­te fest, dass in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren die Sen­si­bi­li­tät den Kli­ma­schutz betref­fend ste­tig gewach­sen sei. Der­zeit sehe er die Mensch­heit aber an einem Schei­de­punkt: „Eine Mehr­heit ist heu­te bereit, Kli­ma­schutz­pro­gram­me zuguns­ten einer flo­rie­ren­den Wirt­schaft zurück­zu­fah­ren und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung als Luxus­pro­blem zu begreifen.“

Auch wenn die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels immer stär­ker spür­bar sei­en, schei­ne der Enthu­si­as­mus, sich für eine Begren­zung der Erd­er­wär­mung ein­zu­set­zen, deut­lich abge­kühlt zu sein. „In den Dis­kus­sio­nen wird die­se Pro­ble­ma­tik, die letzt­lich eine Über­le­bens­fra­ge der Mensch­heit ist, immer öfter in Gegen­satz gebracht zu der eben­falls bedeu­ten­den, aber dem Ein­zel­nen wesent­lich näher lie­gen­den Fra­ge nach der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung, dem eige­nen Arbeits­platz und dem erwor­be­nen Wohl­stand“, so Gössl.

Papst Fran­zis­kus erken­ne im The­ma Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung eine höchst sozia­le Fra­ge, die für den Fort­be­stand der Mensch­heit beson­de­re Prio­ri­tät habe. „Jeder von uns muss sich in gewis­ser Wei­se für die Zer­stö­rung ver­ant­wort­lich füh­len, der unser gemein­sa­mes Haus aus­ge­setzt ist“, zitier­te Gössl den Papst. Er bezog sich dabei neben der Umwelt­ver­schmut­zung auch auf die unmensch­li­che Behand­lung von Migran­ten, Des­in­for­ma­ti­on und Ableh­nung jeder Form von Dia­log. Es bedür­fe kul­tu­rel­ler und struk­tu­rel­ler Ver­än­de­run­gen für einen dau­er­haf­ten Wan­del. „Der Kern der christ­li­chen Bot­schaft“, so Gössl, „hängt zuin­nerst zusam­men mit unse­rer sozia­len Ver­ant­wor­tung und mit der Umset­zung kon­kre­ter Schrit­te, auch im Blick auf glo­ba­le Herausforderungen.“

Auch Pro­fes­so­rin Schlögl-Flierl stell­te in ihrer Rede fest, dass das zuneh­men­de Wis­sen über den Kli­ma­wan­del und die auch in Deutsch­land spür­ba­ren Fol­gen bei vie­len Men­schen ohne Fol­gen für ihr Han­del blie­ben. Als Bei­spiel nann­te sie das Ein­kau­fen im Bio­markt mit dem SUV. Im Kon­text der Kli­ma­kri­se wer­de Ver­ant­wor­tung ger­ne von einem Akteur zum nächs­ten gescho­ben, ohne dass eine Hand­lung in Gang kom­me. Mit der Fra­ge der Kli­ma­ver­ant­wor­tung habe sich im ver­gan­ge­nen Jahr auch der Deut­sche Ethik­rat befasst, in dem sie Mit­glied ist. „Es wird aner­kannt, dass Ein­zel­per­so­nen sehr wohl Ver­hal­tens­än­de­run­gen zei­gen müs­sen, eine mora­li­sche Mit­wir­kungs­pflicht haben, aber dabei kein mora­li­sches Hel­den­tum ver­langt wer­den darf.“

Viel­mehr müss­ten auf allen Ebe­nen die Akteu­re zusam­men­ar­bei­ten, wodurch es zu einem sach­li­chen und kon­struk­ti­ven Dis­kurs auf den ver­schie­de­nen Ebe­nen kom­men müs­se. Sie rief zu einer „lösungs­ori­en­tier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on“ auf: Poli­ti­ker und Medi­en soll­ten weder über­zo­ge­nen Alar­mis­mus zei­gen noch die Pro­ble­me ver­harm­lo­sen. „Das Hin­aus­zö­gern wirk­sa­mer Schrit­te ist aus Grün­den der inter­ge­ne­ra­tio­nel­len Gerech­tig­keit ethisch nicht zu recht­fer­ti­gen“, sag­te die Pro­fes­so­rin und for­der­te Han­deln „jetzt und hier“.

Zu einem Dis­kurs brin­ge die katho­li­sche Kir­che viel­fäl­ti­ge Impul­se ein. Auch 2023 habe Papst Fran­zis­kus in sei­nem Apos­to­li­schen Schrei­ben „Lau­da­te Deum“ den aktu­el­len Zustand der Debat­te rund um den Kli­ma­wan­del ange­pran­gert. Kon­kret schlug die Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Moral­theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Augs­burg vor, dass Pri­vat­per­so­nen beim Umwelt­bun­des­amt Anre­gun­gen ein­ho­len könn­ten, wie sie ihren All­tag Schritt für Schritt kli­ma­freund­li­cher gestal­ten kön­nen. Dies sei in den Berei­chen Ener­gie, Rei­ni­gung und Ernäh­rung mit ein­fa­chen Maß­nah­men in jedem Haus­halt mög­lich. Als Bei­spie­le nann­te sie das Redu­zie­ren der Zim­mer­tem­pe­ra­tur, das Trin­ken von Lei­tungs­was­ser und den Ver­zehr von weni­ger tie­ri­schen Lebens­mit­teln. Beim Kli­ma­wan­del gehe es um klei­ne Schrit­te. Jedes Han­deln müs­se auf die „Enkel­taug­lich­keit“ über­prüft werden.

Der Für­ther Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Jung wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort das Wir­ken der Kir­che in der Gesell­schaft. Die Kir­che kön­ne Kin­der­gär­ten und Senio­ren­hei­me betrei­ben wie ande­re auch. Aber das Kern­an­lie­gen der Kir­che sei die Ver­kün­di­gung der fro­hen Botschaft.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Emp­fang in der Für­ther Stadt­hal­le von der Musik­grup­pe „Patch­work“ der Musik­schu­le Fürth unter Lei­tung von Jan Hem­ba­cher. Zu den Gäs­ten zähl­ten neben dem baye­ri­schen Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann zahl­rei­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Kir­che, Poli­tik und Gesellschaft.

„Hope“

Erz­bis­tum Bam­berg star­tet Pod­cast zum Hei­li­gen Jahr

Mit einem eige­nen Pod­cast beglei­tet die Medi­en­ab­tei­lung des Erz­bis­tums Bam­berg das Hei­li­ge Jahr 2025. „Hope – Der Pod­cast aus dem Erz­bis­tum Bam­berg“ beschäf­tigt sich mit dem The­ma Hoff­nung in den unter­schied­lichs­ten Facet­ten und ist ab sofort auf allen gän­gi­gen Platt­for­men kos­ten­los abruf­bar, wie das Erz­bis­tum mitteilt.

In der ers­ten Fol­ge spricht Volon­tä­rin Lara-Marie Deeg mit dem für das Hei­li­ge Jahr zustän­di­gen Dom­ka­pi­tu­lar Mar­tin Emge. Der Lei­ter des Seel­sor­ge­amts erläu­tert, was das Hei­li­ge Jahr 2025 für die katho­li­sche Kir­che bedeu­tet, wel­che beson­de­ren Initia­ti­ven und Ereig­nis­se geplant sind und wie die­ses Jahr die Men­schen in ihrem Glau­ben und ihrer Hoff­nung stär­ken soll: „Wir über­se­hen leicht die Hoff­nung im All­tag. Wir holen ins Bewusst­sein, wofür es sich zu leben lohnt.“ Im Hei­li­gen Jahr wür­den des­halb Hoff­nungs­or­te gesucht, „wo das Herz auf­geht und ich daheim bin“, so Emge.

Der Pod­cast „Hope“ führt sei­ne Höre­rin­nen und Hörer auf eine Rei­se zu beson­de­ren „Orten der Hoff­nung“. In jeder neu­en Epi­so­de besucht Lara-Marie Deeg monat­lich einen Ort im Erz­bis­tum Bam­berg, der für die Men­schen dort eine Quel­le der Hoff­nung und Inspi­ra­ti­on dar­stellt. Ob spi­ri­tu­el­le Rück­zugs­or­te, beein­dru­cken­de Kir­chen, sozia­le Ein­rich­tun­gen oder Pro­jek­te, die das Leben der Men­schen posi­tiv ver­än­dern – „Hope“ zeigt, wie Hoff­nung in der Welt von heu­te sicht­bar wird.

„In einer Zeit, die von Her­aus­for­de­run­gen und Unsi­cher­hei­ten geprägt ist, möch­ten wir mit die­sem Pod­cast ein Zei­chen der Hoff­nung set­zen“, erklärt Lara-Marie Deeg. „Wir möch­ten die Men­schen ein­la­den, die posi­ti­ven Geschich­ten, die der Glau­be und die Gemein­schaft her­vor­ru­fen, zu ent­de­cken und sich von ihnen ermu­ti­gen zu las­sen“, so die 24-jäh­ri­ge Volon­tä­rin, die in Zusam­men­ar­beit mit der katho­li­schen Jour­na­lis­ten­schu­le ifp zur Redak­teu­rin aus­ge­bil­det wird.

Papst Fran­zis­kus hat das Hei­li­ge Jahr 2025 unter dem Mot­to „Pil­ger der Hoff­nung“ aus­ge­ru­fen. In der katho­li­schen Kir­che fin­det alle 25 Jah­re ein Hei­li­ges Jahr statt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pod­cast sind hier zu finden.

Erz­bi­schof Her­wig Gössl sen­det Kin­der und Jugend­li­che aus

Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger for­dern Kin­der­rech­te ein

Rund 300 Kin­der und Jugend­li­che haben sich am gest­ri­gen Mon­tag, dem 30. Dezem­ber, in der Bam­ber­ger Innen­stadt laut­stark für Kin­der­rech­te ein­ge­setzt. Mit dabei: Kro­nen, Ster­ne und Pro­test-Pla­ka­te mit Auf­schrif­ten wie „Spie­len, sin­gen, lachen. Kin­der ver­die­nen die­se Sachen!“.

Die Kin­der rie­fen gemein­sam: „Eins, zwei, drei, vier: Kin­der­rech­te wol­len wir! Fünf, sechs, sie­ben, acht: Hun­gers­not wird platt­ge­macht. Neun und zehn: Kin­der wol­len Frie­den sehn!“ Schau­lus­ti­ge blie­ben ste­hen, um die Sternsinger*innen zu beob­ach­ten und zu fotografieren.

Der Hin­ter­grund: Das Mot­to der 67. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen lau­tet „Erhebt Eure Stim­me! Stern­sin­gen für Kin­der­rech­te“. Daher ging es laut zu bei der Eröff­nung der Akti­on, die vom Bund der Deut­schen Katho­li­schen Jugend (BDKJ), dem Refe­rat Welt­kir­che und dem Jugend­amt der Erz­diö­ze­se Bam­berg gestal­tet wurde.

Wenn die Sternsinger*innen Anfang 2025 von Haus zu Haus zie­hen, sam­meln sie Spen­den für ver­schie­de­ne Pro­jek­te, unter ande­rem für Kolum­bi­en und Kenia. In bei­den Län­dern wer­den die Rech­te von Kin­dern ver­letzt, weil sie bei­spiels­wei­se kaum Zugang zu Schu­len haben oder in gro­ßer Armut leben. „Wir wol­len Kin­der dazu ermu­ti­gen, für ihre Rech­te selbst ein­zu­ste­hen“, erläu­tert BDKJ-Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Son­ja Bil­ler, die den Aus­sen­dungs­got­tes­dienst mit­or­ga­ni­siert hat. „Und wir wol­len auch die Län­der in die Pflicht neh­men, die Kin­der zu schüt­zen und ihre Rech­te zu wahren.“

Als Sinn­bild für den „Platz für Kin­der­rech­te“ stan­den zwei Stüh­le in der Kir­che St. Mar­tin, die auch für Erwach­se­ne zu groß waren, um dar­auf zu sit­zen. Hel­mut Het­zel, Lei­ten­der Pfar­rer im Seel­sor­ge­be­reich Bam­ber­ger Wes­ten, bat die Sternsinger*innen im Got­tes­dienst, die Stüh­le mit Zet­teln zu bekle­ben. Auf die­sen beant­wor­te­ten sie die Fra­ge: „Was brauchst du zum Leben?“ Sie schrie­ben bei­spiels­wei­se: „Kein Krieg, son­dern Frie­den“, „Bil­dung“, „Fami­lie und Freunde“.

Von St. Mar­tin zogen die Sternsinger*innen über die Obe­re Brü­cke zum Bam­ber­ger Dom. Die Bands „Anna Lumi­na“ und „Sin­nergie. Die Bis­tums­band“ beglei­te­ten die Ver­an­stal­tung musi­ka­lisch. In sei­ner Pre­digt sag­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl zu den jun­gen König*innen: „Kin­der wis­sen, dass man das Wich­tigs­te nicht kau­fen kann, son­dern geschenkt bekommt: die Lie­be von ande­ren Men­schen. Ihr seid geliebt und ange­nom­men, ohne etwas dafür zu tun. So liebt Gott uns Men­schen.“ Er dank­te den Sternsinger*innen dafür, dass sie die Lie­be Chris­ti zu den Men­schen brin­gen. Anschlie­ßend seg­ne­te er die Sternsinger*innen, die Krei­de und den Weih­rauch. Er sen­de­te sie ins gan­ze Erz­bis­tum Bam­berg aus.

Den Segen erhiel­ten unter ande­rem die Stern­sin­ge­rin­nen Chris­tia­ne (14), Mile­na (13) und Anna­le­na (15) aus Wind­heim. Sie haben sich schon mehr­mals an der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen betei­ligt. War­um? „Weil ich glück­lich bin, wenn ich mich für ande­re ein­set­zen kann“, erklärt Anna­le­na. Chris­tia­ne und Mile­na freu­en sich dar­auf, beim Stern­sin­gen Senior*innen zu besu­chen: „Sie sind beson­ders glück­lich, wenn man mit Weih­rauch durch die Woh­nung läuft.“

Ihnen und allen ande­ren Sternsinger*innen wünscht Anja Bau­mer-Löw, Refe­ren­tin für Theo­lo­gie und Spi­ri­tua­li­tät im Jugend­amt der Erz­diö­ze­se, dass sie die­se Freu­de am Stern­sin­gen erle­ben und freund­lich auf­ge­nom­men wer­den, denn: „Die Kin­der und Jugend­li­chen stel­len ihre Zeit zur Ver­fü­gung, um ande­ren Kin­dern und Jugend­li­chen, denen es nicht so gut geht, zu hel­fen. Ich fin­de, die­ses Ehren­amt ver­dient Respekt. Und die­ser Respekt gebie­tet es, höf­lich zu sein.“ Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die Sternsinger*innen im Erz­bis­tum Bam­berg rund 1,7 Mil­lio­nen Euro Spen­den für benach­tei­lig­te und Not lei­den­de Kin­der gesammelt.

Geld kommt Jugend­pro­jek­ten zugute

Erz­bi­schof Her­wig Gössl sam­mel­te 20.000 Euro an Spenden

Zu sei­ner Amts­ein­füh­rung im März hat der neue Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl anstel­le von Geschen­ken um Spen­den gebe­ten. Den Erlös hat er nun zwei sozia­len Pro­jek­ten zukom­men las­sen, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Ein Betrag von 20.000 Euro ist zusam­men­ge­kom­men, als Erz­bi­schof Her­wig Gössl anläss­lich sei­ner Amts­ein­füh­rung um Spen­den anstel­le von Geschen­ken bat. Das Geld wur­de jetzt an zwei Pro­jek­te der Jugend­ar­beit über­ge­ben, die Gössl aus­ge­wählt hatte.

Abbe Moi­se Seck aus Thiès im Sene­gal nahm einen Scheck über 10.000 Euro ent­ge­gen. Auf einem Gelän­de in der Innen­stadt von Thiès soll ein gro­ßes Jugend­zen­trum errich­tet wer­den. Das Bis­tum Thiès ist seit 2007 die Part­ner­diö­ze­se des Erz­bis­tums Bam­berg, gegen­sei­ti­gen Aus­tausch und Unter­stüt­zung gibt es schon rund 70 Jahren.

Eben­falls 10.000 Euro gehen an den Cari­tas­ver­band im Erz­bis­tum Bam­berg für das Pro­jekt „Unter­stüt­zung von Kin­dern in Not“, womit vor allem Frei­zeit- und Som­mer­fe­ri­en­maß­nah­men für Kin­der und Jugend­li­che auch aus sozi­al schwa­chen Fami­li­en ermög­licht wer­den. Die Spen­de nahm für die Cari­tas der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de, Dom­vi­kar Gerd-Richard Neu­mei­er, entgegen.

Kir­chen­aus­trit­te

Erz­bis­tum Bam­berg: Zahl der Katho­li­ken sinkt unter 600.000

Immer mehr Men­schen wen­den sich von der katho­li­schen Kir­che ab – so auch in Bam­berg. Wie das Erz­bis­tum aktu­ell mit­teilt, waren es im letz­ten Jahr mehr als 10.000.

Die Zahl der Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken im Erz­bis­tum Bam­berg ist laut einer Mit­tei­lung des Erz­bi­schöf­li­chen Ordi­na­ri­ats unter 600.000 gesun­ken. Zum Stich­tag des 31. Dezem­bers 2023 leb­ten dem­nach 592.340 Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken in der Diö­ze­se. Das sind mehr als 100.000 weni­ger als vor zehn Jah­ren und ein Minus von knapp 16 Prozent.

Die Zahl der Kir­chen­aus­trit­te ist dabei aller­dings zurück­ge­gan­gen auf 10.909. Zuvor war die Zahl der Aus­trit­te seit 2021 jedes Jahr stark gestie­gen, zuletzt auf den Höchst­stand von 15.705 im Jahr 2022.

Gestor­ben sind 6.724 Kir­chen­mit­glie­der. Dem ste­hen 3.532 Tau­fen und 146 Ein­trit­te und Wie­der­auf­nah­men gegen­über. Das geht aus den Jah­res­sta­tis­ti­ken her­vor, die am Don­ners­tag von allen Bis­tü­mern und der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz ver­öf­fent­licht wurden.

Zurück­ge­gan­gen sind dem­ge­mäß auch die Zah­len bei Tau­fen (3.532, Vor­jahr: 4.034), Trau­un­gen (822, Vor­jahr: 1.047), Erst­kom­mu­nio­nen (4.056, Vor­jahr: 4.480) und Fir­mun­gen (2.979, Vor­jahr: 3.555). Die Zahl der im Dienst akti­ven Welt- und Ordens­pries­ter im Erz­bis­tum ging um drei auf 204 zurück. Die Zahl der Ruhe­stand­spries­ter sank eben­falls um drei auf 163.

Ein­spa­run­gen bis 2035

Erz­bi­schof Her­wig Gössl bewer­te­te die Zah­len laut Mit­tei­lung als Abbild einer gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lung, die sich schon lan­ge abzeich­ne und eine fun­da­men­ta­le Ver­än­de­rung der Rol­le der Kir­che zur Fol­ge haben wer­de. Mit weni­ger Gläu­bi­gen, weni­ger Seel­sor­gern und weni­ger Finanz­mit­teln wer­de die Kir­che neue Wege fin­den müs­sen, die noch vor­han­de­nen Res­sour­cen effek­tiv einzusetzen.

Auch wenn es die Volks­kir­che, wie man sie aus der Ver­gan­gen­heit ken­ne, so nicht mehr geben wird, sag­te Gössl, wol­le und wer­de man die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums in der Welt leben, ver­kün­den und sicht­bar hal­ten. Ent­spre­chen­de Maß­nah­men, damit die Kir­che auch unter den ver­än­der­ten Umstän­den hand­lungs­fä­hig und rele­vant bleibt, sei­en bereits in die Wege gelei­tet wor­den. Dazu gehö­re auch der Auf­trag, bis 2035 im Jah­res­bud­get Ein­spa­run­gen von 20 Mil­lio­nen Euro zu erreichen.

Pre­digt zum Kunigundentag

Weih­bi­schof Gössl: „Wer nicht ver­ge­ben kann, bleibt Gefan­ge­ner des Unrechts“

Mit einem Fest­got­tes­dienst im Dom hat das Erz­bis­tum Bam­berg am gest­ri­gen Sams­tag den Kuni­gun­den­tag als Diö­ze­san­tag der Frau­en gefei­ert. Er stand in die­sem Jahr unter dem Mot­to „Was Frau­en tragen“.

Weih­bi­schof Her­wig Gössl griff in sei­ner Pre­digt das Mot­to auf und stell­te einen Bezug zum Apos­tel Pau­lus her, der geschrie­ben hat: „Beklei­det euch mit auf­rich­ti­gem Erbar­men, mit Güte, Demut, Mil­de, Geduld.“ Wer im bild­li­chen Sin­ne die­se Klei­dung tra­ge und ent­spre­chend inne­re Hal­tung zei­ge, sei ein ange­neh­mer Zeit­ge­nos­se, sag­te Gössl und beton­te: „Wie drin­gend bräuch­ten wir heu­te mehr Men­schen, die der Här­te und Käl­te unse­rer Zeit etwas ent­ge­gen­set­zen, die in aller Gna­den­lo­sig­keit und Unbarm­her­zig­keit ande­re Signa­le set­zen.“ Es wäre so wich­tig, dass mehr auf­rich­ti­ges Erbar­men, mehr Güte, Demut und Mil­de das Zusam­men­le­ben prä­gen. „Die­se Hal­tung müss­ten wir anzie­hen wie ein Gewand, damit wir die Welt zum Bes­se­ren ver­än­dern“, sag­te der ernann­te Erz­bi­schof. „Oft sind es Frau­en, die genau die­se Hal­tun­gen an den Tag legen, und die dadurch ihren Mit­men­schen Licht­bli­cke schenken.“

Die hei­li­ge Kai­se­rin Kuni­gun­de sei eine sol­che Frau gewe­sen. „Sie trug nicht nur die Kro­ne und sicher auch eine Men­ge kost­ba­rer Gewän­der, son­dern sie trug vor allem den Habi­tus der Güte, der Demut, der Geduld. Sie war in der Lage zu ver­zei­hen, auch als sie unge­recht beschul­digt wur­de, und auf die­se Wei­se Frie­den zu ver­mit­teln“, sag­te Gössl. „Wer nicht ver­ge­ben kann, der bleibt immer Gefan­ge­ner des Unrechts, das ihn getrof­fen hat, der wird miss­trau­isch gegen­über ande­ren Men­schen und miss­mu­tig gegen­über sich selbst.“ Lie­be dage­gen ver­zei­he und hei­le. „Sie führt zusam­men und nicht aus­ein­an­der; sie setzt einen star­ken Impuls gegen die selbst­be­zo­ge­nen und spal­te­ri­schen Ten­den­zen, die wir gera­de heu­te so deut­lich wahr­neh­men. So kann Frie­de wach­sen und bewahrt bleiben.“

Kuni­gun­de und alles, was sie in ihrem Leben getra­gen und ertra­gen habe, kön­ne heu­te als Vor­bild die­nen, das Mut mache und Ori­en­tie­rung gebe. „An ihr kön­nen wir dank­bar able­sen, was Frau­en tra­gen, die im Glau­ben fest ver­wur­zelt sind“, schloss Bischof Gössl sei­ne Predigt.

Nach dem Got­tes­dienst und dem gemein­sa­men Mit­tag­essen im Ste­phans­hof stand ein Fest­nach­mit­tag mit Musik und Gesprä­chen auf dem Pro­gramm. Den Abschluss bil­de­te ein öku­me­ni­scher Wort­got­tes­dienst. Der Kuni­gun­den­tag wur­de vor­be­rei­tet vom „Öku­me­ni­schen Team Kuni­gun­de“, in dem sich zahl­rei­che Akti­ve der öku­me­ni­schen Frau­en­ar­beit engagieren.

„Der Jah­res­wech­sel erin­nert an die End­lich­keit des Lebens“

Erz­bi­schof Gössl ruft „End-lich Leben“ als Jah­res­mot­to aus

Der ernann­te Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl ruft zum Jah­res­wech­sel dazu auf, den Gedan­ken an die End­lich­keit des irdi­schen Lebens zu kul­ti­vie­ren. Das Leben auf der Erde wer­de in Zukunft beschei­de­ner und begrenz­ter wer­den müs­sen, füg­te er hin­zu. Dies kön­ne gelin­gen, wenn immer mehr Men­schen beher­zi­gen, dass das Leben nicht in mög­lichst gro­ßem Besitz und Luxus besteht, son­dern in der Gemein­schaft mit Gott.

„Wir müs­sen uns dar­an erin­nern, dass unser Leben end­lich ist, weil sich dadurch man­ches rela­ti­viert, was sich sonst als unge­heu­er wich­tig in unser Leben drängt“, sag­te Weih­bi­schof Gössl am Sil­ves­ter­abend in sei­ner Pre­digt im Bam­ber­ger Dom.

Das Beden­ken der eige­nen End­lich­keit sol­le davor bewah­ren, über­zu­schnap­pen und über­heb­lich zu wer­den. Es hel­fe zugleich, ruhi­ger und zufrie­de­ner zu leben, und öff­ne den Blick auf die Hoff­nung auf das unend­li­che Leben bei Gott in der Ewigkeit.

Für 2024 rief Gössl für das Erz­bis­tum das Jah­res­mot­to „End-lich Leben“ aus. In einer dop­pel­ten Bedeu­tung wer­de damit einer­seits die Begrenzt­heit des Lebens auf­ge­zeigt und zugleich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass erst jen­seits der Schwel­le des Todes ein Leben in Fül­le und ohne Ende mög­lich sei. „Erst in der Gemein­schaft mit Gott fin­den wir ein Leben, das die­se Bezeich­nung wirk­lich ver­dient. Erst dort wer­den wir end­lich leben.“

Das Jahr 2024 erin­nert zugleich an den 1000. Todes­tag des Bis­tums­pa­trons Kai­ser Hein­rich II., der mit sei­ner Frau Kai­se­rin Kuni­gun­de das Bis­tum gegrün­det hat. „Kai­ser Hein­rich war sich der End­lich­keit sei­nes Lebens bewusst, zumal es ihm ver­wehrt war, eige­ne Nach­kom­men zu haben“, so Gössl. „Vie­les in Hein­richs Leben passt nicht zur Auf­ga­ben­be­schrei­bung eines Hei­li­gen. Aber was ihn zum Hei­li­gen macht, ist das tie­fe Ver­trau­en in die Gegen­wart und Hil­fe Got­tes.“ Die­se Glau­bens­ge­wiss­heit sei den Chris­ten anver­traut: „Die fes­te Zuver­sicht, dass Leben mehr ist als die kur­ze Span­ne zwi­schen Geburt und Tod, dass das Leben die Erfül­lung erst erreicht, wenn wir in die vol­le Gemein­schaft mit Gott gelangt sind, wenn wir end­lich leben.“ Aus die­ser Per­spek­ti­ve ver­lie­re die End­lich­keit und Begrenzt­heit des Lebens ihren gro­ßen Schrecken.

Das Leben auf der Erde wer­de in Zukunft beschei­de­ner und begrenz­ter wer­den müs­sen, füg­te Gössl hin­zu. „Anders wer­den wir die öko­lo­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen nicht meis­tern kön­nen.“ Das kön­ne aber gelin­gen, wenn immer mehr Men­schen beher­zi­gen, dass das Leben nicht in mög­lichst gro­ßem Besitz und Luxus besteht, son­dern in der Gemein­schaft mit Gott. Der Ver­weis auf das eigent­li­che Leben bei Gott sei kei­ne bil­li­ge Ver­trös­tung auf das Jen­seits, beton­te Gössl, son­dern schon eine Hil­fe für das Leben hier und jetzt. „Weil sich der Mensch des Glau­bens in der Ver­ant­wor­tung vor Gott sieht, dar­um ragt die­ses ersehn­te Leben in Fül­le schon in die­ses Leben hin­ein.“ Der Glau­be habe höchs­te Rele­vanz für das Leben auf die­ser Erde, für das Mit­ein­an­der und den Umgang mit der Schöp­fung und den end­li­chen Res­sour­cen. „So wird das end­li­che Leben hier erst mög­lich vor dem Hin­ter­grund des unend­li­chen Lebens, das von Gott ausgeht.“

10 Mil­lio­nen Euro zu wenig

Erz­bis­tum Bam­berg: Haus­halt 2024 nicht ausgeglichen

Tarif­stei­ge­run­gen und immer weni­ger Mit­glie­der, von denen man Kir­chen­steu­er ver­lan­gen kann, set­zen das Erz­bis­tum Bam­berg im nächs­ten Jahr finan­zi­ell unter Druck. Meh­re­re Mil­lio­nen Euro wer­den Ende 2024 im Haus­halt fehlen.

Der Diö­ze­san­steu­er­aus­schuss hat in einer Mit­tei­lung den Haus­halt des Erz­bis­tums Bam­berg für 2024 bekannt­ge­ge­ben. Für das kom­men­de Jahr plant das Erz­bis­tum dem­nach mit Erträ­gen von 229,5 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 233,5 Mil­lio­nen Euro). Dem gegen­über ste­hen Auf­wen­dun­gen von 239,4 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr 233,4 Mil­lio­nen Euro). Dem Erz­bis­tum Bam­berg feh­len im nächs­ten Jahr also wahr­schein­lich 10 Mil­lio­nen Euro. Des­we­gen wer­de man womög­lich auf Rück­la­gen zurück­grei­fen. Nach die­sem Schritt erwar­te man ein Bilanz­er­geb­nis von ‑6,8 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr ‑3,8 Mil­lio­nen Euro).

Die Erträ­ge des Erz­bis­tums set­zen sich über­wie­gend aus Kir­chen­steu­er­zah­lun­gen (75,3 Pro­zent), öffent­li­chen Zuschüs­sen und Zuwei­sun­gen (13,7 Pro­zent) sowie Erträ­gen aus Ver­mö­gens­ver­wal­tung (5,5 Pro­zent) zusam­men. Als einen der Haupt­grün­de für das kal­ku­lier­te nega­ti­ve Jah­res­er­geb­nis von ‑9,9 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr 0,1 Mil­lio­nen Euro) nann­te Finanz­di­rek­tor Mathi­as Vet­ter neben dem Rück­gang an Kir­chen­steu­er­ein­nah­men die Tarif­stei­ge­run­gen im öffent­li­chen Dienst von rund 10 Pro­zent. „Die stei­gen­den Löh­ne und Gehäl­ter und damit die dar­auf ent­fal­len­den Kir­chen­steu­ern kom­pen­sie­ren nur teil­wei­se den Ver­lust von Kir­chen­steu­er­ein­nah­men auf­grund der hohen Aus­tritts­zah­len und rück­läu­fi­gen Tauf­quo­ten“, sag­te Vetter.

Für 2024 plant das Erz­bis­tum zudem Inves­ti­tio­nen von ins­ge­samt 1,3 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr 4,4 Mil­lio­nen Euro). Die­se sol­len schwer­punkt­mä­ßig in Infor­ma­ti­ons­tech­nik, vor allem auch in die Schu­len des Bis­tums flie­ßen. Auch für Bau­maß­nah­men will das Erz­bis­tum Geld aus­ge­ben. Hier sind ins­ge­samt 22,3 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen. Unter ande­rem sol­len 3,1 Mil­lio­nen Euro in Gebäu­de der Cari­tas-Ein­rich­tun­gen auf­ge­wen­det wer­den, 8,4 Mil­lio­nen Euro für Sanie­rung und Instand­hal­tung von Kir­chen, 3,9 Mil­lio­nen für Pfarr­häu­ser und Pfarr­hei­me sowie 1,2 Mil­lio­nen Euro für Bau­maß­nah­men an Kindertagesstätten.

Trotz der ange­spann­ten Haus­halts­la­ge sei­en die Mit­tel für Seel­sor­ge und den Bereich Schu­le, Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kunst aber nicht gekürzt wor­den. „Bei allen anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen ste­hen die Men­schen im Mit­tel­punkt allen kirch­li­chen Han­delns“, beton­te der Stän­di­ge Ver­tre­ter des Diö­ze­san­ad­mi­nis­tra­tors, Prä­lat Georg Kestel.

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