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„Wem gehört die Zukunft? Dir!“

Mehr als 400 Jugend­li­che nah­men an Jugend­kon­fe­renz teil

Bei der ers­ten Jugend­kon­fe­renz der Stadt Bam­berg haben Schüler:innen Wün­sche für ihre Zukunft for­mu­liert. Unter ande­rem ging es dabei um Schul­sa­nie­run­gen, WLAN und Busanbindungen.

„Wem gehört die Zukunft? Dir!“ Unter die­sem Mot­to nah­men am 19. Janu­ar mehr als 400 Jugend­li­che in der Kon­zert­hal­le an einer von der Stadt aus­ge­rich­te­ten Jugend­kon­fe­renz teil, wie das Rat­haus bekannt­gab. Aus den ach­ten Jahr­gangs­stu­fen aller ört­li­chen Schul­for­men kamen die Jugend­li­chen, um der Stadt­po­li­tik ihre The­men mit­zu­tei­len. Die­se reich­ten von mehr Grün­flä­chen und mehr Toi­let­ten im öffent­li­chen Raum, flä­chen­de­cken­dem WLAN, siche­re­ren Rad­we­ge bis hin zur Bus­an­bin­dung und kos­ten­lo­sen Menstruations-Artikeln.

Ein Kern­an­lie­gen der Kon­fe­renz war natür­lich der schlech­te Zustand vie­ler Bam­ber­ger Schul­häu­ser. In einer Abstim­mung wur­de ent­spre­chend schnell deut­lich: Die­je­ni­gen Jugend­li­chen, die in moder­ni­sier­ten Gebäu­den ler­nen, füh­len sich deut­lich woh­ler als jene aus sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Schulhäusern.

Gelei­tet wur­de die ganz­tä­gi­ge Ver­an­stal­tung von Mode­ra­tor Erik Flüg­ge, der deutsch­land­weit Erfah­rung mit sol­chen Pro­jek­ten hat. „Im Ver­gleich zu ande­ren Städ­ten schaut es hier in Bam­berg mit der Zufrie­den­heit noch rela­tiv gut aus“, sag­te Flüg­ge. Er erklär­te den Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern aus dem Stadt­rat und der Stadt­ver­wal­tung, die am Nach­mit­tag zur Jugend­kon­fe­renz dazu gekom­men waren, wie die Work­shops der Jugend­li­chen aus ver­schie­de­nen Bam­ber­ger Schu­len abge­lau­fen sind.

Die Ergeb­nis­se stell­ten die jun­gen Leu­te im Hegel­saal der Kon­zert­hal­le zusätz­lich selbst vor. Auf Col­la­gen und Illus­tra­tio­nen ging es sowohl um stadt­über­grei­fen­de The­men wie Müll im öffent­li­chen Raum, das ehe­ma­li­ge Atri­um-Ein­kaufs­zen­trum oder freie WLAN-Ver­bin­dun­gen im Stadt­ge­biet. Aber auch Ziel­grup­pen spe­zi­fi­sche The­men, wie Schü­ler­be­för­de­rung in den Bus­sen oder Ange­bo­te für Unter-18-Jäh­ri­ge in der Stadt, waren zu finden.

„Die Jugend­li­chen haben ihre Ideen für die Zukunft unse­rer Stadt erar­bei­tet“, sag­te Bam­bergs zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp. „Es ist äußerst wich­tig, den jun­gen Leu­ten zuzu­hö­ren und zu begrei­fen, dass sie in die­ser Stadt noch leben, wenn wir schon nicht mehr da sind. Im For­mat einer Jugend­kon­fe­renz dis­ku­tie­ren alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler, egal ob sie aus der För­der­schu­le oder vom Gym­na­si­um kom­men. Jetzt ist der Stadt­rat gefragt, auch Ideen umzusetzen.“

Fort­set­zung von „Jugend entscheidet“

Initi­iert haben die ers­te Jugend­kon­fe­renz Bam­bergs das Stadt­ju­gend­amt, umge­setzt hat sie der Jugend­hil­fe­trä­ger „iSo“ zusam­men mit der kom­mu­na­len Jugend­ar­beit der Stadt. Im Jahr 2023 hat­te der Stadt­rat Gel­der zur Ver­fü­gung gestellt, um die Jugend­be­tei­li­gung in der Stadt zu för­dern und ein offe­nes For­mat wie die Kon­fe­renz zu ermög­li­chen. Die­se ist ein Nach­fol­ge­pro­jekt von „Jugend ent­schei­det“. Des­sen Ziel war es, ein nach­hal­ti­ges For­mat der Jugend­be­tei­li­gung für die Zukunft in der Stadt aufzubauen.

San­dra Ender, stell­ver­tre­ten­de Geschäfts­füh­re­rin von „iSo“, zeig­te sich begeis­tert von der Moti­va­ti­on der Jugend­li­chen. „Sie haben gleich­zei­tig ers­te Erfah­run­gen gesam­melt, wie Demo­kra­tie funk­tio­niert. Als es etwa dar­um ging, wel­che The­men es ins Ple­num schaf­fen. Ein Teil der Jugend­li­chen möch­te bewusst wei­ter­ma­chen und in Kon­takt mit den Ansprech­part­ne­rin­nen und Ansprech­part­nern in der Ver­wal­tung und den Frak­tio­nen treten.“

Und Sebas­ti­an Weh­ner, Lei­ter der Stabs­stel­le kom­mu­na­le Jugend­ar­beit und Jugend­schutz im Stadt­ju­gend­amt, füg­te an: „Das Inter­es­se und die Begeis­te­rung der jun­gen Men­schen haben deut­lich gemacht, dass ein gro­ßer Bedarf an For­ma­ten zur Betei­li­gung in der Stadt vor­han­den ist. Jetzt ist es unse­re Auf­ga­be, in der Ver­wal­tung dar­auf hin­zu­wir­ken, dass die Ideen auch ernst genom­men und bes­ten­falls eini­ge davon umge­setzt werden.“

Start­schuss für den Raum Bamberg

„Sport ver­netzt“ – gemein­sam für Bewegung

Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Sport, Bil­dung, Poli­tik und vie­len wei­te­ren Berei­chen zusam­men­zu­brin­gen und Kin­der wie­der in Bewe­gung zu brin­gen, ist das Ziel des bun­des­wei­ten Pro­gramms „Sport ver­netzt“. Heu­te wur­de der Start­schuss für den Raum Bam­berg gege­ben, für den der Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V. und der Freak City Bam­berg e.V. das Pro­gramm koordinieren.

Wie kom­men Kin­der nach der Pan­de­mie wie­der in Bewe­gung? Mit wel­chen Ange­bo­ten errei­chen Sport­ver­ei­ne sozi­al benach­tei­lig­te Fami­li­en? Wie inspi­rie­ren sie gan­ze Com­mu­ni­ties und über-neh­men damit gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung vor Ort? Und wie ent­ste­hen dabei lang­fris­ti­ge Koope­ra­tio­nen mit Kitas, Schu­len, Quar­tie­ren und Kom­mu­nen, die sozia­le Teil­ha­be durch Sport und Bewe­gung auch nach­hal­tig sichern?

Die­sen Fra­gen wid­met sich das bun­des­wei­te Pio­nier­pro­gramm „Sport ver­netzt“, wel­ches der Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V. und der Freak City Bam­berg e.V. (ehe­mals Bro­se Bam­berg e.V.) nun nach Bam­berg holen.


Sport lebens­lang in Bil­dungs­bio­gra­phien verankern

Auf Basis lang­jäh­ri­ger Erfah­rung wur­de das Pro­jekt vom Bas­ket­ball­ver­ein ALBA Ber­lin mit Unter-stüt­zung der Auri­dis Stif­tung und der Beis­heim Stif­tung kon­zi­piert und ins Leben geru­fen. „Wie kann der orga­ni­sier­te Sport vor Ort gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men? Das ist eine Fra­ge, die nicht nur wir uns bei ALBA stel­len, son­dern die vie­le Ver­ei­ne im gan­zen Land umtreibt, ins­be­son­de­re inmit­ten einer Pan­de­mie“, so Hen­ning Har­nisch, Vize­prä­si­dent von ALBA BERLIN.

Die Lösung dazu ist sim­pel aber wir­kungs­voll – Team­work. Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Sport, Bil­dung, Poli­tik und vie­len wei­te­ren Berei­chen wer­den dafür ver­bind­lich zusam­men­ge­bracht. Gemein­sam erschaf­fen die koope­rie­ren­den sozia­len Orga­ni­sa­tio­nen, Sport­ver­ei­ne, Grund­schu­len, KiTas und Kom­mu­nen inein­an­der­grei­fen­de Struk­tu­ren. Ein fes­tes Netz­werk für nied­rig­schwel­li­ge Bewe­gungs­an­ge­bo­te in sozi­al belas­te­ten Räu­men wird damit geschaffen.

Als Trei­ber­or­ga­ni­sa­ti­on koor­di­niert der über­re­gio­nal aner­kann­te Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit ab sofort gemein­sam mit dem Freak City e.V. (ehe­mals Bro­se Bam­berg e.V.) die Zusam­men­ar­beit der am Pro­jekt teil­neh­men­den Ein­rich­tun­gen im Raum Bam­berg. Ins­ge­samt 7 KiTas, Schu­len und Ver­ei­ne sind bereits Teil des Netz­wer­kes. „Die Hür­den zur Teil­nah­me an bestimm­ten Bewe­gungs- und Sport­an­ge­bo­ten, vor allem im Ver­eins­kon­text, sind für Kin­der aus sozi­al benach­tei­lig­ten Fami­li­en erheb­lich grö­ßer. Unse­re Pra­xis­er­fah­rung im Bereich der Jugend­hil­fe zeigt uns das täg­lich. Mit „Sport ver­netzt“ wol­len wir die­se Pro­ble­ma­tik in Bam­berg ange­hen“, so iSo-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Gens­ner. Sebas­ti­an Böhn­lein, ers­ter Vor­stand des Freak City e.V. und Lei­ter der Abtei­lung Schul‑, Brei­ten­sport und Sozia­les bei der Bam­ber­ger Bas­ket­ball GmbH, ergänzt: „Mit „Sport ver­netzt“ holen wir ein Pro­gramm nach Bam­berg, das neue Hand­lungs­an­sät­ze in der Zusam­men­ar­beit sozia­ler Ein­rich­tun­gen und der Ver­eins­welt nutzt und damit bedarfs­ge­recht zuge­schnit­te­ne Ange­bo­te für alle Kin­der und Jugend­li­chen schafft.“ Dass der Pro­fi­sport auch eine sozia­le Ver­ant­wor­tung trägt und somit solch koope­ra­ti­ve Pro­gram­me immer wich­ti­ger wer­den, betont auch der Nach­wuchs­ko­or­di­na­tor des Freak City e.V., Wolf­gang Heyder.


Fei­er­li­cher Startschuss

Am heu­ti­gen Frei­tag wur­de das Pro­jekt offi­zi­ell vom zwei­ten Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp im Bei­sein vie­ler Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Wirt­schaft, Poli­tik und Bil­dung in Bam­berg will-kom­men gehei­ßen. „Ich dan­ke allen Akteu­rin­nen und Akteu­ren für ihre Hands-On-Akti­vi­tät. Das Pro­jekt ist ein wun­der­ba­res Bei­spiel dafür, dass Gutes ent­steht, wenn sich vie­le für eine Sache zusam­men­schlie­ßen“, so Glüsenkamp.

Ab dem 11. Okto­ber wer­den die ers­ten Ange­bo­te unter der Woche, aber auch am Wochen­en­de, im Stadt­teil Gereuth-Hoch­ge­richt an der Hugo-von-Trim­berg-Grund­schu­le und dem Kin­der­gar­ten St. Gise­la, im Stadt­teil Star­ken­feld an der Rup­p­recht­schu­le und dem Haus für Kin­der am Sta­di­on sowie im Stadt­teil Gau­stadt an der Grund­schu­le Gau­stadt und dem Kin­der­gar­ten St. Sebas­ti­an ermög­licht. Die Nach­fra­ge wei­te­rer Schu­len ist bereits jetzt groß. Eine Erwei­te­rung des Netz­wer­kes ist angedacht.

star­k³

Resi­li­enz­för­de­rung für Kin­der und Jugend­li­che in den Offe­nen Ganztagsschulen

Das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt zwi­schen dem BKK Lan­des­ver­band in Bay­ern und dem Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit wid­met sich ab dem neu­en Schul­jahr wie­der der För­de­rung des „Immun­sys­tems für die Seele“.

Coro­na, Lock­down, Home­schoo­ling & Co. haben auch bei Kin­dern und Jugend­li­chen gra­vie­ren­de Spu­ren hin­ter­las­sen. Laut einer im März 2021 erschie­ne­nen Stu­die der Ber­tels­mann-Stif­tung in Zusam­men­ar­beit mit den Uni­ver­si­tä­ten Hil­des­heim und Frankfurt/​Main geben 64 Pro­zent der jun­gen Men­schen an, seit Aus­bruch der Pan­de­mie psy­chisch belas­tet zu sein. Ein besorg­nis­er­re­gen­der hoher Anteil, der zeigt, dass die För­de­rung der men­ta­len Wider­stand­kraft und Stär­ke schon in jun­gen Jah­ren von gro­ßer Rele­vanz ist.


Neue Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin über­nimmt zum Schuljahresbeginn


Eben die­sem The­ma wid­met sich das Resi­li­enz­för­der­pro­jekt BKK-star­k³. Seit 2019 wer­den the­men­spe­zi­fi­sche Work­shops und Tages­ak­tio­nen für Kin­der und Jugend­li­che an den vom Trä­ger geführ­ten Ganz­tags­schu­len ange­bo­ten. Auch Vor­trä­ge und Fort­bil­dun­gen für das direk­te Lebens­um­feld (Eltern, Erzie­hungs­be­rech­tig­te, Leh­re­rin­nen und Leh­rer, päd­ago­gi­sches Per­so­nal et cete­ra) der jun­gen Men­schen sind ein wich­ti­ger Bau­stein des Konzeptes.

Nach einem pan­de­mie­be­ding­ten Betrieb auf Spar­flam­me nimmt das Pro­jekt wie­der ganz­heit­lich sei­ne Akti­vi­tä­ten zum neu­en Schul­jahr 2021/​/​2022 auf. Als neue Pro­jekt­lei­te­rin ist Jean­nette Nguy­en ab sofort für die Koor­di­na­ti­on ver­ant­wort­lich. Sie führt die wert­vol­le Auf­bau­ar­beit von Lau­ra Gali­zia, die auf­grund der Pan­de­mie­pau­se an die Mit­tel­schu­le Bau­nach als Jugend­so­zi­al­ar­bei­te­rin wech­sel­te, in die nächs­te Projektphase.

„Die Pro­jekt­ko­or­di­na­ti­on zu über­neh­men war für mich ein auf­re­gen­der Schritt. Ich freue mich aber auf die neu­en Auf­ga­ben und befas­se mich bereits inten­siv mit den Vor­be­rei­tun­gen für das neue Schul­jahr, zum Bei­spiel der Akqui­se wei­te­rer Work­shop­lei­te­rin­nen und Work­shop­lei­ter für unse­ren Ange­bots­ka­ta­log“, so Jean­nette Nguy­en. iSo-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Gens­ner ergänzt: „Wir freu­en uns sehr, dass wir mit Frau Nguy­en eine kom­pe­ten­te Per­son für die Wei­ter­füh­rung des Pro­jek­tes gefun­den haben. Wir bedan­ken uns auch sehr bei Frau Gali­zia für die wert­vol­le Auf­bau­ar­beit. Sie hat den Grund­stein für nach­hal­ti­ge und effek­ti­ve Resi­li­enz­för­de­rung bei Kin­dern und Jugend­li­chen in unse­rer Regi­on gelegt.“

Ab sofort wer­den Work­shop­lei­te­rin­nen und Work­shop­lei­ter gesucht, die Kur­se, Tages­ak­tio­nen aber auch Vor­trä­ge zum The­ma hal­ten möch­ten. Inter­es­sier­ten steht Frau Jean­nette Nguy­en mit allen wei­te­ren Infor­ma­tio­nen unter Kon­takt­da­ten jeannette.nguyen@iso-ev.de oder 0162 1757433 zur Verfügung.

Dorf­kü­che in Stegaurach 

Frisch, Regio­nal, Bio für die Jüngsten

Die Dorf­kü­che in Ste­gau­rach ist das neue Leucht­turm­pro­jekt für kuli­na­ri­sche Ver­pfle­gung in Ganz­tags­be­treu­un­gen auf höchs­tem Niveau. Ab sofort wird hier täg­lich fri­sches Essen für Kin­der der Offe­nen Ganz­tags­schu­le und Kin­der­ta­ges­stät­ten zubereitet.

Gesun­des, lecke­res Essen aus der Regi­on und am bes­ten in Bio­qua­li­tät frisch zube­rei­tet. Das ist die Königs­dis­zi­plin einer jeden Schul­kan­ti­ne. Genau die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len sich die Gemein­de Ste­gau­rach und der Jugend­hil­fe­trä­ger iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V. in ihrem neu­en Koope­ra­ti­ons­pro­jekt „Dorf­kü­che“.


Gesund­heits- und Ernäh­rungs­bil­dung soll geför­dert werden


Von einem Quan­ten­sprung für die Kin­der­be­treu­ung in der Gemein­de war im Gemein­de­rat Ste­gau­rach die Rede, als die neue Frisch-Küche für die Kita-Schul­ver­pfle­gung vor­ge­stellt wur­de. Bis­her exis­tier­te eine Misch-Küche für die Offe­ne Ganz­tags­schu­le an der Grund- und Mit­tel­schu­le Alten­burg­blick. Nun wer­den auch die Kin­der­gär­ten mit frisch gekoch­tem Essen ver­sorgt. Gro­ßen Wert legen die Ver­ant­wort­li­chen künf­tig als gGmbH dar­auf, dass fri­sche, regio­na­le und gesun­de Spei­sen auf den Tel­lern landen.

Ers­ter Bür­ger­meis­ter Thi­lo Wag­ner freut sich sehr über die­ses Leucht­turm­pro­jekt in der Gemein­de: „Dass es uns gelun­gen ist, gemein­sam mit iSo e.V. die Essens­ver­sor­gung für die Kin­der in Ste­gau­rach neu und auf höchs­tem Niveau auf­zu­stel­len, macht mich nach jah­re­lan­ger Pla­nung wirk­lich froh.“ Mat­thi­as Gens­ner, Geschäfts­füh­rer von iSo e.V., betont auch das päd­ago­gi­sche Kon­zept hin­ter der Dorf­kü­che: „Durch gesun­des Essen und Ernäh­rungs­be­ra­tung soll die Gesund­heits- und Ernäh­rungs­bil­dung bei Kin­dern und Jugend­li­chen geför­dert wer­den. Die Kin­der sol­len wie­der einen Bezug zur täg­li­chen Ernäh­rung und zu regio­na­len Lebens­mit­teln erhalten.“

Am heu­ti­gen Mitt­woch war offi­zi­el­ler Start. Mit gro­ßer Freu­de begrüß­ten Ste­gaurachs Zwei­ter und Drit­ter Bür­ger­meis­ter, Bernd Fri­cke und Wer­ner Waß­mann, Oli­ver Mül­ler an sei­nem neu­en Arbeits­platz und über­ga­ben fei­er­lich das Küchen­zepter. Ab sofort wird sich der lang­jäh­ri­ge Koch um die kuli­na­ri­sche Ver­kös­ti­gung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Offe­nen Ganz­tags­schu­le sowie der Kin­der­gar­ten­kin­der der Kin­der­ta­ges­stät­ten kümmern.

„Noch ist alles neu und auf­re­gend“, gab Mül­ler, selbst Ste­gau­ra­cher und Vater drei­er Kin­der, an sei­nem ers­ten Arbeits­tag zu. Doch die pro­fes­sio­nel­le Rou­ti­ne, um jähr­lich 40.000 Essen aus der Fri­sche-Küche zu zau­bern, wird sich schnell ein­stel­len – da waren sich auch die bei­den Bür­ger­meis­ter sowie Michae­la Seel­mann, Per­so­nal und Öffent­lich­keits­ar­beit bei iSo e.V., einig.

Cross­Over Trunstadt 

Ein neu­es Zuhau­se für Kin­der und Jugendliche

Die Nach­fra­ge nach Betreu­ungs­plät­zen in sta­tio­nä­ren Kin­der- und Jugend­wohn­grup­pen steigt seit Jah­ren. Der Jugend­hil­fe­trä­ger iSo wid­met sich die­ser Pro­ble­ma­tik mit einem regio­na­len Ansatz. Ges­tern nahm des­sen neu errich­te­te heil­päd­ago­gi­sche Wohn­grup­pe in Trun­stadt ihren Betrieb auf.

Pas­sen­de Betreu­ungs­plät­ze für Kin­der und Jugend­li­che, die aus ver­schie­de­nen pro­ble­ma­ti­schen Grün­den nicht mehr bei ihrer Fami­lie leben kön­nen, wer­den rar in Deutsch­land. Ein­rich­tun­gen der sta­tio­nä­ren Jugend­hil­fe, so auch die des Jugend­hil­fe­trä­gers iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit, kön­nen den Bedarf nur noch bedingt decken. „Die Umstän­de haben sich dras­tisch geän­dert. Seit Aus­bruch der Pan­de­mie haben wir über 150 Anfra­gen von den Jugend­äm­tern erhal­ten. Vor­her waren es 10 bis 15 pro Jahr. Dabei ist beson­ders auch das sin­ken­de Alter der unter­zu­brin­gen­den Kin­der besorg­nis­er­re­gend“, so iSo-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Gensner.

Laut Aus­sa­ge des sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes sind in den letz­ten zehn Jah­ren allei­ne die Inob­hut­nah­men, also aku­te Maß­nah­men zum Schut­ze der Kin­der, um 30 % gestie­gen – von ca. 31.500 Fäl­len auf 40.900 Fäl­le. Dabei war etwa jedes drit­te betrof­fe­ne Kind jün­ger als 12 Jah­re, rund jedes zehn­te sogar jün­ger als 3 Jah­re. Eine Über­for­de­rung der Eltern/​des Eltern­teils wird als häu­figs­ter Grund genannt.


Wirk­sam­keit durch regio­na­len Fokus

Die­ser Pro­ble­ma­tik wid­met sich iSo mit einem beson­de­ren regio­na­len Ansatz in sei­ner neu errich­te­ten heil­päd­ago­gi­schen Wohn­grup­pe in Trun­stadt. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf einer inten­si­ven und fami­li­en­ana­lo­gen Arbeit mit aus der Umge­bung stam­men­den Kin­dern und Jugend­li­chen, son­dern auch auf einer engen Zusam­men­ar­beit mit den Ange­hö­ri­gen und Her­kunfts­fa­mi­li­en. Durch die direk­te Her­kunfts­sys­tem­ar­beit wird das Ziel des Brü­cken­bau­ens zwi­schen Eltern und Kind und schließ­lich die Rück­füh­rung in das natür­li­che Fami­li­en­sys­tem nach­hal­tig ver­folgt. „Um Kin­der lang­fris­tig in die Fami­li­en zurück­füh­ren zu kön­nen, bedarf es auch inten­si­ver Arbeit mit den Eltern, Ange­hö­ri­gen bezie­hungs­wei­se dem sozia­len Umfeld der Kin­der. Durch den regio­na­len Fokus bei Cross­Over Trun­stadt umge­hen wir Hin­der­nis­se, wie gro­ße Ent­fer­nun­gen und bezie­hen die Eltern in unse­re Arbeit ein“, so Car­men Adamc­zyk, Bereichs­lei­tung wohn­ori­en­tier­te Erzie­hungs­hil­fen (iSo).

Am gest­ri­gen Don­ners­tag nahm die Ein­rich­tung ihren Betrieb auf. Acht Kin­der und Jugend­li­che aus der Regi­on bezo­gen sechs Ein­zel­zim­mer und ein Dop­pel­zim­mer der Wohn­grup­pe in einem neu sanier­ten Sied­lungs­häus­chen im Her­zen der Gemein­de Trun­stadt. Die­ses wur­de vom Jugend­hil­fe­trä­ger im Novem­ber 2020 erstan­den, kom­plett saniert und wohn­grup­pen­ge­recht, unter Berück­sich­ti­gung trau­ma­päd­ago­gi­scher Aspek­te, her­ge­rich­tet. Ein finan­zi­el­les Wag­nis für den Trä­ger, das jedoch auf sehr viel Reso­nanz und Zuspruch, auch sei­tens der Kom­mu­ne, traf.


Star­ke Part­ner­schaf­ten für eine gute Zukunft

Über 40 Partner:innen und Unterstützer:innen hal­fen bei der Ver­wirk­li­chung die­ses Vor­ha­bens in Form von Geld‑, Mate­ri­al­spen­den oder Arbeits­leis­tun­gen mit. So taten sich bei­spiels­wei­se die drei Rota­ry-Clubs Bam­bergs zusam­men und brach­ten einen Spen­den­be­trag von 27.900€ zusam­men. „Wir sind begeis­tert und dank­bar über das, was mög­lich ist, wenn sich vie­le Men­schen für eine gute Sache zusam­men­tun. Das Ergeb­nis erfüllt uns mit Stolz“, so iSo-Vor­stand Lothar Riemer.

Zwar war­ten Außen­fas­sa­de und Gar­ten noch auf eine Erneue­rung, doch erahnt man bereits in den hel­len far­ben­fro­hen Räum­lich­kei­ten, dass hier eini­ge jun­ge Men­schen neue Chan­cen und eine posi­ti­ve Zukunft fin­den werden.

Über Unter­stüt­zung der Arbei­ten im Außen­be­reich der Wohn­grup­pe wie auch über Spen­den für das Cross­Over Trun­stadt freut sich die Inno­va­ti­ve Sozialarbeit.


Spen­den­kon­to

iSo – Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE22700205000007809100

BIC: BFSWDE33MUE

Ver­wen­dungs­zweck: Spen­de Cross­Over Trunstadt

Audio-Walk

ETA: Zeig dei­ne Stadt – Per­for­ma­ti­ve Stadtführung

Am Diens­tag, Mitt­woch und Don­ners­tag kom­men­der Woche, 22. bis 24. Juni, jeweils 17:00 Uhr, fin­det eine per­for­ma­ti­ve Stadt­füh­rung durch Bam­berg statt, erar­bei­tet von den Teil­neh­men­den des Pro­jekts „ETA: Zeig dei­ne Stadt“.

Unter dem Mot­to „Kind­heits­er­in­ne­run­gen“ lei­ten Audio­auf­nah­men der jun­gen Men­schen die Besucher*innen durch die ver­schie­de­nen Sta­tio­nen. Dabei geht es nicht um Sehens­wür­dig­kei­ten, son­dern dar­um, wie die Teil­neh­men­den des Pro­jekts die Stadt mit Kin­der­au­gen gese­hen haben.

Indi­vi­du­el­les Reflek­tie­ren und kol­lek­ti­ves Erle­ben der gemein­sa­men Hand­lun­gen beein­flus­sen sich hier: Sehe ich, was ich höre? Höre ich, was ich sehe? Eine Ton­spur zu Stra­ßen, Plät­zen und Brü­cken, ein Blick auf die Stadt, auf ihre Men­schen, auf die Grup­pe, auf sich selbst. Doch was ist insze­niert und wer beob­ach­tet hier eigent­lich wen? „ETA: Zeig dei­ne Stadt“ ist ein Gemein­schafts­pro­jekt des ETA Hoff­mann Thea­ter, Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und Inno­va­ti­ve Sozi­al­ar­beit (iSo) e.V. Die Teil­nah­me an den Füh­run­gen ist kos­ten­frei. Um Anmel­dung wird gebe­ten unter theaterpaedagogik@theater.bamberg.de.

Das Pro­jekt wird geför­dert durch „Zur Büh­ne“ das För­der­pro­gramm des Deut­schen Büh­nen­ver­eins im Rah­men von „Kul­tur macht stark. Bünd­nis­se für Bil­dung“. Teil­neh­me­rin Marie Cast­ner schreibt über das Erwach­sen­wer­den: „Je älter man wird, des­to klei­ner erschei­nen die Din­ge. Des­to enger wird der Raum. Des­to been­gen­der wird Bam­berg. Mit jedem Jahr, das ver­geht, ver­schwin­den eins­ti­ge Spie­le und spie­le­ri­sche Denk­mus­ter. Im Zuge des Erwach­sen­wer­dens rast das Leben immer schnel­ler von Ter­min zu Ter­min dahin. Immer eher lebt man gedank­lich bereits eini­ge Tage, Wochen oder Jah­re in der Zukunft – und die Gegen­wart ver­rinnt fast unbemerkt.“

Audio-Walk

Stadt­füh­rung ein­mal anders

Jugend­li­che drü­cken sich krea­tiv über Kör­per, Kame­ra und Mikro­fon aus, so das Ziel des Pro­jekts „ETA: Zeig dei­ne Stadt“, das vom ETA Hoff­mann Thea­ter, dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und der inno­va­ti­ven Sozi­al­ar­beit (iSo) e.V. für Jugend­li­che zwi­schen 13 und 18 Jah­ren ange­bo­ten wird.

Gemein­sam mit den Teil­neh­men­den wer­den Orte der Stadt Bam­berg erkun­det, die für jun­ge Men­schen beson­ders wich­tig sind. Es wird her­aus­ge­fun­den, wel­che Geschich­te die Orte haben und die­se künst­le­risch mit dem All­tag von heu­te ver­knüpft. Dafür wer­den Kennt­nis­se der Ton- und Video­tech­nik, der Per­for­mance- und Thea­ter­kunst sowie des digi­ta­len Gestal­tens eines Web­auf­tritts ver­mit­telt.
Die Teil­neh­men­den kön­nen jeden Bereich aus­pro­bie­ren und selbst ent­schei­den, in wel­cher Art und Wei­se sie sich krea­tiv aus­drü­cken wol­len. Ziel des Pro­jekts ist, einen Audio-Walk zu ent­wi­ckeln, das heißt eine Stadt­füh­rung mit Audio-Gui­de, der alle Ergeb­nis­se ein­fasst und vor Publi­kum prä­sen­tiert wird.

Das Pro­jekt star­tet am Mon­tag, 29. März, um 10 Uhr. Ob der Start per­sön­lich oder online statt­fin­den kann, wird noch bekannt­ge­ge­ben. Die Tref­fen fin­den dann wöchent­lich don­ners­tags von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Inten­siv­pro­ben sind in den Oster- und Pfingst­fe­ri­en ange­setzt. Die Teil­nah­me ist kostenfrei.

Das Pro­jekt wird geför­dert durch „Zur Büh­ne“, das För­der­pro­gramm des Deut­schen Büh­nen­ver­eins im Rah­men von „Kul­tur macht stark. Bünd­nis­se für Bildung“.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind erhält­lich und eine Anmel­dung mög­lich bei Thea­ter­päd­ago­gin Saskia Zink unter saskia.zink@theater.bamberg.de oder unter 0951873028.