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Vielfalt

Viel­falt als Chance

Neu­jahrs­emp­fang der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Beim Neu­jahrs­emp­fang der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth betont Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner die schwie­ri­ge wirt­schaft­li­che Lage der Regi­on, ins­be­son­de­re den Ver­lust von Indus­trie­ar­beits­plät­zen und die Not­wen­dig­keit, Büro­kra­tie abzu­bau­en und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu stär­ken. RTL-Mana­ge­rin Miri­jam Trunk hebt in ihrem Fest­vor­trag die Bedeu­tung von Viel­falt und Diver­si­tät in Unter­neh­men her­vor, die nach­weis­lich Inno­va­ti­on und Unter­neh­mens­er­folg fördere.

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth hat ihren tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang in der Even­ta­re­na Him­mel­kron aus­ge­rich­tet. Rund 200 Gäs­te aus Wirt­schaft, Poli­tik und Gesell­schaft nutz­ten in der Even­ta­re­na Him­mel­kron die Gele­gen­heit zu Aus­tausch und Stand­ort­be­stim­mung zum Jahresauftakt.

Dr. Waas­ner geht in sei­ner Anspra­che auf die aktu­el­le Wirt­schafts­la­ge in Ober­fran­ken ein. Seit 2019 hat die ober­frän­ki­sche Indus­trie 11.500 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren, die Indus­trie beschäf­tigt so weni­ge Men­schen wie nie zuvor, nur noch rund 125.000. Einen Beschäf­tig­ten­zu­wachs gab es nur bei den Dienst­leis­tun­gen und vor allem in der öffent­li­chen Ver­wal­tung, wo 5.500 neue ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len ent­stan­den. Dr. Waas­ner: „Für jeden zwei­ten Arbeits­platz, der in der Indus­trie ver­lo­ren ging, ent­stand einer in der Ver­wal­tung. Mei­ne Damen und Her­ren, das ist kein nach­hal­ti­ges Wachs­tums­mo­dell!” Lei­der stim­men auch die wei­te­ren Per­spek­ti­ven wenig opti­mis­tisch. „Die ers­ten Trend­er­geb­nis­se der IHK-Kon­junk­tur­er­geb­nis­se zei­gen, dass bei den Erwar­tun­gen für 2026 Pes­si­mis­mus wei­ter­hin über­wiegt, wenn­gleich der Trend wie­der in die rich­ti­ge Rich­tung geht”, so der IHK-Präsident.


Ober­frän­ki­sche Wirt­schaft vor enor­men Herausforderungen

„Wir müs­sen uns fra­gen: Haben wir noch das rich­ti­ge Betriebs­sys­tem für unse­re Wirt­schaft? Oder lau­fen wir mit ver­al­te­ter Soft­ware, wäh­rend ande­re längst auf­ge­rüs­tet haben?”, so Dr. Waas­ner. Er geht auf die Her­aus­for­de­run­gen ein, vor denen die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft steht. Der IHK-Prä­si­dent for­dert, Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren zu beschleu­ni­gen und die Büro­kra­tie abzu­bau­en, Inves­ti­tio­nen zu erleich­tern, Unter­neh­men steu­er­lich zu ent­las­ten, Arbeits­an­rei­ze zu ver­bes­sern und die Infra­struk­tur end­lich auf das Niveau des 21. Jahr­hun­derts zu brin­gen. „Die Bereit­schaft, Ver­än­de­run­gen anzu­ge­hen, ist in der Gesell­schaft und in der Poli­tik noch zu schwach aus­ge­prägt. Wir müs­sen gemein­sam dar­an arbei­ten, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­rer Regi­on zu sichern.“


Unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Erfah­run­gen zusammenbringen

Ein beson­de­rer Höhe­punkt des Abends ist der Fest­vor­trag von Miri­jam Trunk, Chief Cross­me­dia Offi­cer, Chief Sus­taina­bi­li­ty & Diver­si­ty Offi­cer von RTL Deutsch­land und Best­sel­ler­au­torin. Unter dem Titel “Ver­schie­de­ne Köp­fe kom­men zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen – wie Frau­en und Män­ner gemein­sam mehr Viel­falt in Unter­neh­men brin­gen“ spricht sie über die Bedeu­tung von Diver­si­tät für Inno­va­ti­on und Unter­neh­mens­er­folg. Trunk macht deut­lich: „Viel­falt ist viel mehr als Mann und Frau. Es geht dar­um, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Erfah­run­gen zusam­men­zu­brin­gen, um bes­se­re Lösun­gen zu finden.“

Sie schil­dert anschau­lich, wie unbe­wuss­te Denk­mus­ter und gesell­schaft­li­che Prä­gun­gen die Arbeits­welt beein­flus­sen und wie wich­tig es ist, die­se zu hin­ter­fra­gen: „Wir alle haben Bil­der im Kopf, die unser Han­deln bestim­men. Ent­schei­dend ist, dass wir uns des­sen bewusst wer­den und aktiv dar­an arbei­ten, Viel­falt zu för­dern.“ In ihrem Vor­trag stellt sie gegen­über, wie unter­schied­lich bestimm­te Eigen­schaf­ten bei Frau­en und bei Män­nern inter­pre­tiert wer­den. Zei­ge ein Mann Emo­tio­nen, gel­te er als ener­gisch und ein­fühl­sam, eine Frau dage­gen als “hys­te­risch und gaga.” Zei­ge ein Mann wenig Emo­tio­nen, habe er sich im Griff, eine Frau dage­gen gel­te als eiskalt.

In Deutsch­land gel­te für Frau­en wei­ter­hin das Mot­to “Kind oder Kar­rie­re”. Nicht von unge­fähr sei Deutsch­land inter­na­tio­na­ler Spit­zen­rei­ter bei Teil­zeit­ar­beit. Auch hät­ten Kin­der für Frau­en spür­ba­re Aus­wir­kun­gen auf ihr Einkommen.


Viel­falt als stra­te­gi­sche Chan­ce begreifen

Unter­neh­men, die Diver­si­tät leben, sind nach­weis­lich inno­va­ti­ver und erfolg­rei­cher: „Mit einem viel­fäl­ti­gen Manage­ment erzie­len Unter­neh­men 19 Pro­zent mehr Inno­va­tio­nen”. So Trunk. „Es geht dar­um, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen zu ent­wi­ckeln, die für alle Men­schen pas­sen – und damit neue Kun­den­grup­pen zu erschlie­ßen.“ Sie appel­liert an die Füh­rungs­kräf­te in Ober­fran­ken, Viel­falt als stra­te­gi­sche Chan­ce zu begrei­fen: „Viel­falt ist kein kurz­fris­ti­ger Trend, son­dern eine zen­tra­le Füh­rungs­auf­ga­be. Nur so kön­nen wir die Her­aus­for­de­run­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels und des Fach­kräf­te­man­gels meistern.“

Die gebür­ti­ge Bam­ber­ge­rin stu­dier­te Psy­cho­lo­gie, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft und Poli­tik in Mün­chen und Washing­ton D.C., absol­vier­te eine Aus­bil­dung an der Deut­schen Jour­na­lis­ten­schu­le in Mün­chen und arbei­te­te als Repor­te­rin beim Bay­ri­schen Rund­funk. Mit 27 wur­de die heu­te 34-jäh­ri­ge Geschäfts­füh­re­rin der Ber­tels­mann Audio Alli­ance und bau­te das Pod­cast-Geschäft des Unter­neh­mens auf, bevor sie RTL-Mana­ge­rin wurde.

Es geht nur gemeinsam!

„Freund statt fremd“ fei­ert sein 10-jäh­ri­ges Jubiläum

Im Jahr 2019 beleg­te der Ver­ein „Freund statt fremd“ den 1. Platz bei „Hel­den der Hei­mat Ober­fran­ken“, einer Initia­ti­ve der Adal­bert-Raps-Stif­tung. Jetzt wur­de der Ver­ein zehn Jah­re alt, und die Enga­gier­ten zeig­ten am Grü­nen Markt in Bam­berg, wofür der Ver­ein steht: Respekt und Vielfalt.

Als 2015 die vie­len Men­schen mit den Zügen in Bam­berg ein­roll­ten, ver­spür­te Simo­ne Oswald den Drang: „Ich muss jetzt mit­hel­fen.“ Heu­te ist sie Vor­stands­mit­glied in einem gewach­se­nen Ver­ein, der ein­mal ganz klein star­te­te. Die Anfor­de­run­gen sei­en inzwi­schen ande­re, man müs­se sicht­bar blei­ben und zei­gen: Es geht auch anders. „Die Begeg­nun­gen mit den Men­schen machen mich glück­lich“, sagt Simo­ne Oswald, die sich mit vie­len wei­te­ren Ehren­amt­li­chen um Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in Bam­berg küm­mert. Natür­lich lau­fe nicht immer alles rei­bungs­los, aber „ich schaue mir jeden Men­schen an und mache mir mein per­sön­li­ches Bild“, pau­scha­le Vor­ur­tei­le wür­den im Mit­ein­an­der nicht weiterhelfen.

Der Kreis der Hel­fen­den und Mit­wir­ken­den ist groß gewor­den, das zeig­te sich in der Fuß­gän­ger­zo­ne ganz deut­lich. Ein attrak­ti­ves Pro­gramm bis in die Nacht hin­ein haben die Orga­ni­sa­to­ren zusam­men­ge­stellt, dar­un­ter Gesangs- und Tanz­vor­füh­run­gen, musi­ka­li­sche Ein­la­gen, Gedich­te und Thea­ter­vor­füh­run­gen. „Ihr steht für zehn Jah­re Mensch­lich­keit in die­ser Stadt“, sagt Mitra Sha­ri­fi Neyst­anak vom Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg in ihren Gruß­wor­ten. „Ihr bie­tet eine aus­ge­streck­te Hand, ein offe­nes Herz und Freundschaft.“


All­tags­wis­sen auf ein­mal entwertet

Es kämen Men­schen nach lan­ger Flucht und fern­ab von allem, was ihnen ver­traut war, nach Bam­berg. „Freun­de, Fami­lie, Bil­der, Gerü­che, alles ist anders und das All­tags­wis­sen auf ein­mal ent­wer­tet“, sagt Mitra Sha­ri­fi. „Freund statt fremd“ habe alle Men­schen zusam­men­ge­bracht und über sich hin­aus wach­sen las­sen, Flucht und Schick­sa­le sei­en nicht abs­trakt geblie­ben. Dabei sei­en Migran­ten kei­ne Engel und auch kei­ne Super­bür­ger. „Es sind Men­schen, die Schutz und Frie­den suchen, und die gro­ße Mehr­heit stützt die­se Gesell­schaft mit, leis­tet Bei­trä­ge zur Ren­te, zu Wirt­schaft und Kul­tur.“ Wich­tig sei dabei ein Mit­ein­an­der auf Augenhöhe.


Pro­jek­te zur Unterstützung

Und genau das bie­tet „Freund statt fremd“ in zahl­rei­chen Pro­jek­ten. Ob Anker­zen­trum, BAmi­gra, Frau­en­power oder die Blaue Frie­da als Herz­stück des Ver­eins und Ort der inter­kul­tu­rel­len Begeg­nung – die Ehren­amt­li­chen sind viel­sei­tig enga­giert und bie­ten auch Hil­fe zur Selbst­hil­fe. So etwa beim neu­en Pro­jekt „WoFA – Wohn­raum für alle“ in Koope­ra­ti­on mit der evan­ge­li­schen Kir­che in Bay­ern. „Wir wol­len Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund befä­hi­gen, sich auf dem Woh­nungs­markt sicher zu füh­len und sich zurecht­zu­fin­den“, erklärt Huber­tus Schal­ler, Koor­di­na­tor für die Arbeit mit Geflüch­te­ten im evan­ge­li­schen Deka­nat Bam­berg. Dabei gehe es um das Fin­den einer Woh­nung, Miet­ver­trä­ge, Haus­ord­nung bis hin zur Kün­di­gung. „Men­schen mit aus­län­di­schen Namen oder Aus­se­hen tun sich oft schwer, eine Woh­nung zu fin­den“, sagt er. Da gebe es durch die Unter­stüt­zung des Pro­jekts einen wich­ti­gen Vertrauensvorschuss.


Die Arbeit wird schwieriger

Simo­ne Oswald blickt ger­ne auf die letz­ten zehn Jah­re ihres Enga­ge­ments zurück. „Ich wür­de es wie­der so machen, denn wenn ich nicht anfan­ge, wie kann ich das dann von ande­ren erwar­ten? Ich muss dage­gen hal­ten.“ Sor­ge macht ihr der­zeit jedoch die Stim­mung in der Gesell­schaft, und auch die Zukunft der gro­ßen Pro­jek­te berei­ten ihr Bauch­grum­meln. „Die Arbeit wird schwie­ri­ger, und drei unse­rer gro­ßen För­der­pro­jek­te lau­fen bis Ende 2026.“ Der Gedan­ke dar­an, dass künf­tig even­tu­ell weni­ger geför­dert wer­de, beschäf­ti­ge die Enga­gier­ten im Ver­ein sehr. „Wir hof­fen ein­fach, dass die Leu­te mer­ken, wie wich­tig die­se Arbeit ist“, sagt sie mit einem Blick auf die Politik.

Der zwei­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp jeden­falls beton­te die Bedeu­tung von „Freund statt fremd“ für die Stadt Bam­berg: „Ohne den Ver­ein kei­ne Inte­gra­ti­on, kein Ankom­men von Men­schen, und wir reden hier über Men­schen, die selbst­ver­ständ­lich Teil unse­rer Stadt sind, in Fir­men arbei­ten, Schu­len besu­chen.“ In der Koope­ra­ti­on mit „Freund statt fremd“ herr­sche eine „Hands-on-Men­ta­li­tät“, die der Gesell­schaft als Bei­spiel die­nen kön­ne. „Es geht letzt­end­lich nur gemein­sam. Wir müs­sen die Her­aus­for­de­run­gen anpa­cken und in einem Geist lösen, der ver­mit­telt: Wir krie­gen das unter­ein­an­der hin.“ Das gel­te für vie­le Berei­che der Gesellschaft.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über das Enga­ge­ment des Ver­eins „Freund statt fremd“ sind hier zu finden.

Zen­tra­le Rol­le für Viel­falt in Bamberg

Neu­er Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg legt los

Mit kla­ren Zie­len für ein gleich­be­rech­tig­tes Mit­ein­an­der und Teil­ha­be hat der neu gewähl­te Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat (MiB) sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men. Nach der Neu­wahl fand nun die kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung statt, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke begrüß­te die Mit­glie­der und unter­strich in sei­ner Rede die Bedeu­tung des Bei­rats „als zen­tra­le Stim­me der Migran­tin­nen und Migran­ten in der Stadt­po­li­tik“. Star­ke beton­te außer­dem die Rol­le des Bei­rats „als Brü­cke zwi­schen Stadt­ver­wal­tung, Stadt­rat sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­gern mit Migra­ti­ons­ge­schich­te“. „Der Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat ist eine wich­ti­ge trei­ben­de Kraft für die poli­ti­sche Teil­ha­be, Chan­cen­gleich­heit und Viel­falt in Bam­berg“, so Star­ke. Die Wahl des neu­en Bei­rats sei ein „star­kes Zei­chen für geleb­te Demo­kra­tie“ und eine viel­fäl­ti­ge Mit­be­stim­mung in Bamberg.

Die Neu­wah­len fan­den vom 8. bis 28. Okto­ber 2024 statt, mit 23 Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten aus 14 Her­kunfts­län­dern. Bei einer Wahl­be­tei­li­gung von 9,09 Pro­zent gaben 817 von 8.990 Wahl­be­rech­tig­ten ihre Stim­me ab. Der neue Bei­rat besteht aus 19 Mit­glie­dern. Auf­grund feh­len­der Wahl­vor­schlä­ge blei­ben eini­ge Sit­ze unbe­setzt. Eine Nach­be­set­zung durch den Stadt­rat ist wäh­rend der Legis­la­tur­pe­ri­ode mög­lich. Die Amts­zeit des neu­en Bei­rats läuft bis 2030.

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke bedank­te sich bei allen Wäh­le­rin­nen und Wäh­lern für ihre akti­ve Betei­li­gung an der Wahl und unter­strich die Bedeu­tung der demo­kra­ti­schen Mitbestimmung.

An die neu gewähl­ten Mit­glie­der rich­te­te er sei­ne bes­ten Wün­sche für eine erfolg­rei­che und kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit: „Ich wün­sche Ihnen viel Erfolg in Ihrer neu­en Auf­ga­be und freue mich auf unse­re gemein­sa­men Schrit­te für ein star­kes, viel­fäl­ti­ges und gerech­tes Bam­berg. Ihr Enga­ge­ment för­dert Viel­falt, poli­ti­sche Teil­ha­be und den inter­kul­tu­rel­len Dia­log“, erklär­te Star­ke abschließend.


Neue Vor­sit­zen­de und Vor­stand des Bei­rats gewählt

Im Rah­men der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats wur­den erneut als Vor­sit­zen­de Dr. Mar­co Depiet­ri und Mitra Sha­ri­fi gewählt. Mitra Sha­ri­fi hat­te unter ande­rem für ihr Enga­ge­ment im Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat vor kur­zem den Ver­dienst­or­den der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land erhal­ten. Mit dem Ver­dienst­or­den waren aus Bam­berg auch Mar­git Gam­be­ro­ni und Ger­hard Kol­ler aus­ge­zeich­net wor­den. Zur stell­ver­tre­ten­den MiB-Vor­sit­zen­den wur­de Nuray Fidan­gül Bünül gewählt. Ergänzt wird der Vor­stand durch vier wei­te­re Mitglieder.

Die bei­den neu gewähl­ten Vor­sit­zen­den Mitra Sha­ri­fi und Dr. Mar­co Depiet­ri dank­ten für das in sie gesetz­te Ver­trau­en: „Als Vor­sit­zen­de des Migrant:innenbeirats wer­den wir uns in Bam­berg wei­ter­hin mit vol­ler Kraft für eine offe­ne, viel­fäl­ti­ge und soli­da­ri­sche Gesell­schaft ein­set­zen. Inte­gra­ti­on ist eine gemein­sa­me Auf­ga­be, die nie abge­schlos­sen ist. Es gibt vie­le wich­ti­ge The­men wie Bil­dung, Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on, Woh­nungs­not, gesund­heit­li­che und psy­cho­so­zia­le Ange­bo­te sowie die Ver­ste­ti­gung der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­be­ra­tung. Aber auch anti­ras­sis­ti­sche Arbeit sowie der Dia­log und Aus­tausch zwi­schen ver­schie­de­nen Bevöl­ke­rungs­grup­pen und Kul­tu­ren lie­gen uns am Her­zen“, so die Co-Vor­sit­zen­den. „Wir möch­ten gemein­sam mit dem gan­zen Bei­rat die Anlie­gen der Migran­tin­nen und Migran­ten in den poli­ti­schen Dis­kurs ein­brin­gen und Brü­cken zwi­schen den Men­schen, Kul­tu­ren und Reli­gio­nen bau­en. Wir laden alle ein, sich aktiv an die­sem Pro­zess zu betei­li­gen – denn nur gemein­sam kön­nen wir Bam­berg noch lebens­wer­ter machen”, beton­ten Mitra Sha­ri­fi und Dr. Mar­co Depietri.

„MIT­ein­an­der-Cup“ fei­ert die Vielfalt

gool­kids lässt alle Bar­rie­ren aus der Hal­le fliegen

Der „MIT­ein­an­der-Cup“ des För­der­krei­ses gool­kids, das belieb­te Tur­nier für Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on, geht an die­sem Sams­tag, dem 22. Febru­ar, ab 10.30 Uhr in der Sport­hal­le der Berufs­schu­le in der Ohm­stra­ße in sei­ne ach­te Ausgabe.

Auch im zehn­ten Jahr sei­nes Bestehens möch­te gool­kids ein bun­tes Sport­fest mit Fuß­ball, Roll­stuhl­bas­ket­ball und vie­len Begeg­nun­gen fei­ern. Im MIT- statt im Gegen­ein­an­der ver­schwin­den an die­sem Tag die Gren­zen zwi­schen Betei­lig­ten mit und ohne Handicap.

Seit zehn Jah­ren setzt sich der För­der­kreis gool­kids e.V. in Bam­berg und Umge­bung für Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on sozi­al benach­tei­lig­ter Kin­der und Jugend­li­cher sowie von Men­schen mit Behin­de­rung ein. Neben zahl­rei­chen wei­te­ren Ver­an­stal­tun­gen wie der Inklu­si­ons­mes­se, einem Bene­fiz-Golf­tur­nier oder einer gro­ßen Sport­ga­la steht im Jubi­lä­ums­jahr erneut auch der „MIT­ein­an­der-Cup“ auf dem Programm.

Geht es im Sport immer nur dar­um, am bes­ten zu sein und stets gewin­nen zu wol­len? Nein! Beim „MIT­ein­an­der-Cup“ zei­gen jun­ge Freizeitsportler:innen mit und ohne Han­di­cap, dass bei einem Fuß­ball­tur­nier auch der Spaß und vor allem das Mit­ein­an­der im Vor­der­grund ste­hen können.

In die­sem Jahr fin­det die­ses sport­li­che Fest der Inte­gra­ti­on und Inklu­si­on bereits zum ach­ten Mal statt und hat sich damit trotz zwi­schen­zeit­li­cher Pau­se längst eta­bliert. Tat­säch­lich haben sich die­ses Jahr sogar mehr Teams bewor­ben als Start­plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen. Tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung beim Tur­nier bekommt gool­kids auf jeden Fall ins­be­son­de­re von der Offe­nen Jugend­ar­beit Bam­berg „ja:ba“ sowie von der Lebens­hil­fe Bamberg.

Die­ses Zusam­men­wir­ken zeigt sich auch im Modus des „MIT­ein­an­der-Cups“. „Es kön­nen sich klei­ne Mann­schaf­ten aber auch ein­zel­ne Spie­ler anmel­den – mit und ohne Han­di­cap und auch egal wel­cher Her­kunft“, sagt Robert Bartsch, Grün­der von gool­kids. „Das heißt, wir stel­len die Teams erst vor Ort final zusam­men. Jede Mann­schaft bil­det einen Kern, den wir dann kun­ter­bunt auf­fül­len. Auf die­se Wei­se kön­nen die jun­gen Leu­te auch neue Freund­schaf­ten knüpfen.“

Die teil­neh­men­den Mann­schaf­ten kom­men teil­wei­se von weit her, unter ande­rem aus Ingol­stadt oder Hil­polt­stein. Mit den Teams von „Fran­ken­power“ aus Haß­furt, „Hein­ers Traum11“ oder der SpVgg Etzels­kir­chen begrüßt gool­kids zudem gute alte Freun­de beim „MIT­ein­an­der-Cup“. Stamm­gast ist mitt­ler­wei­le außer­dem der amtie­ren­de baye­ri­sche Inklu­si­ons­meis­ter 1.FC Nürn­berg, der bis vor kur­zem noch als SV Alten­sit­ten­bach spielte.


Roll­stuhl­bas­ket­ball, ein DJ, Medail­len und der Fair­ness-Pokal als Schmankerl

Beim „MIT­ein­an­der-Cup“ geht es nicht in ers­ter Linie dar­um, die meis­ten Tore zu schie­ßen oder zu gewin­nen. Glän­zen­de Medail­len und ein exklu­si­ves „MITeinander-Cup“-Shirt erhal­ten am Ende näm­lich alle Teilnehmer:innen. Das Beson­de­re bei die­sem Tur­nier besteht neben dem inklu­si­ven Ken­nen­ler­nen zusätz­lich dar­in, dass „es auch einen Fair­ness-Pokal gibt“, erklärt Lis­ca Dogan, als Pro­jekt­lei­te­rin bei gool­kids die fach­li­che Hand hin­ter dem Inklu­si­ons-Pro­jekt ginaS. „Am Ende der Spie­le stim­men die Spie­ler und Schieds­rich­ter um Refe­ree Car­los Brod­mer­kel dafür ab, wel­ches Team das fairs­te war.“ Der Fair­ness-Pokal wird auch die­ses Jahr unter dem Namen „Wolf­gang-Eich­fel­der-Pokal“ ver­lie­hen, zu Ehren des ver­stor­be­nen Wolf­gang „Eichi“ Eich­fel­der. Die­ser betreu­te die Inklu­si­ons-Mann­schaft von gool­kids einst als Trainer.

Ein wei­te­res High­light wird das Ein­la­ge­spiel im Roll­stuhl­bas­ket­ball. Das Spiel wird dabei durch Pro­mi­nen­te und vor allem durch Akti­ve vom „RSV Bam­reuth“ ver­stärkt, einer Koope­ra­ti­on zwi­schen Bay­reu­ther und Bam­ber­ger Roll­stuhl­bas­ket­bal­lern. Aber Zuschauer:innen kön­nen sich eben­so mel­den, um den Reiz die­ses Spiels selbst zu erle­ben und mit­zu­spie­len. Inklu­si­on wird live vor Ort – und der Erfah­rung von gool­kids nach zum Spaß aller Betei­lig­ten – ver­an­schau­licht. „Die bewe­gen­den Momen­te der ver­gan­ge­nen „MIT­ein­an­der-Cups“ haben ein­drucks­voll gezeigt“, sagt Robert Bartsch, „dass gera­de der Sport Jugend­li­che aller Natio­nen und Grup­pen ganz ohne Bar­rie­ren zusam­men­füh­ren kann.“

Die Mode­ra­ti­on des „MIT­ein­an­der-Cups“ über­neh­men das Team der ja:ba und DJ Dani­el Kau­manns, ein wei­te­rer lang­jäh­ri­ger Freund von gool­kids und frü­her Trai­ner der Inklu­si­ons-Mann­schaft. Er sorgt für die pas­sen­de musi­ka­li­sche Stim­mung. Und wer ein­mal eine Pau­se vom Fuß­ball­schau­en oder ‑spie­len braucht, kann bei einer gro­ßen Tom­bo­la Prei­se gewin­nen, wie zum Bei­spiel hoch­wer­ti­ge neue Fuß­bäl­le oder Sport­aus­rüs­tung, oder geht an die reich­hal­ti­ge The­ke, wo alle Spei­sen und Geträn­ke zu freund­li­chen Prei­sen den Tag abrunden.

21. Sep­tem­ber bis 9. November

Mot­to „Bam­berg wählt Viel­falt“: 30. Inter­kul­tu­rel­le Wochen

Vom 21. Sep­tem­ber bis zum 9. Novem­ber fin­den die 30. Inter­kul­tu­rel­len Wochen in Bam­berg statt. In die­sem Jahr steht die Ver­an­stal­tungs­rei­he unter dem Mot­to „Bam­berg wählt Viel­falt“. Außer­dem wählt der orga­ni­sie­ren­de Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat sei­ne Zusam­men­set­zung neu.

„Viel­falt wäh­len“ bedeu­tet, so das Rat­haus in einer Mit­tei­lung, sich bewusst für eine Gesell­schaft zu ent­schei­den, in der ver­schie­de­ne Kul­tu­ren, Reli­gio­nen und Lebens­wei­sen fried­lich zusam­men­le­ben. Die­se Viel­falt berei­che­re das Mit­ein­an­der, för­de­re Respekt und Wert­schät­zung und brin­ge neue Ideen und Krea­ti­vi­tät her­vor. Sie hilft, von­ein­an­der zu ler­nen und gemein­sam zu wach­sen, so die Mit­tei­lung wei­ter. Wäh­rend der 30. Inter­kul­tu­rel­len Wochen soll die­ser Ansatz in mehr als 45 Ver­an­stal­tun­gen die Viel­falt Bam­bergs in Sze­ne gesetzt werden.

Orga­ni­siert wer­den die Wochen vom Bam­ber­ger Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat (MiB). Die Orga­ni­sa­ti­on begeht in die­sem Jahr ihr 30-jäh­ri­ges Bestehen. Jeher setzt sie sich seit für ein fried­li­ches Zusam­men­le­ben in Bam­berg ein.

Vom 8. bis 28. Okto­ber 2024 fin­den zudem die Neu­wah­len des Bei­rats statt. Alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger mit Migra­ti­ons­ge­schich­te sind auf­ge­ru­fen, dabei ihre Stim­me abzu­ge­ben. Ihre Teil­nah­me sei wich­tig, um die Demo­kra­tie zu för­dern und das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment des Bei­rats zu unterstützen.

Zum Auf­takt der dies­jäh­ri­gen Inter­kul­tu­rel­len Wochen infor­miert der MIB am 21. Sep­tem­ber von 10 bis 13 Uhr am Max­platz über die anste­hen­den Neu­wah­len und beglei­tet anschlie­ßend mit Musik in das Wochen­en­de. Außer­dem lädt der Bei­rat alle Bamberger:innen, unab­hän­gig von ihrer Reli­gi­on, Her­kunft, Geschlecht oder sexu­el­len Ori­en­tie­rung, herz­lich zu die­ser Ver­an­stal­tungs­rei­he ein.

Bam­ber­ger Genuss­land­schaft „Genuss­la“: Viel­falt, Regio­na­li­tät, Genuss

Mit über 120 regio­na­len Pro­du­zen­ten kuli­na­ri­scher Pro­duk­te trägt die Bam­ber­ger Regi­on zurecht den Namen „Genuss­land­schaft“. Die Regio­nal­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis Bam­berg setzt sich für die Stär­kung und den Erhalt die­ses reich­hal­ti­gen Ange­bots ein. Mit dem Pro­jekt „Genuss­la“ macht sich die Regi­on nun fit für die Zukunft.

„Genuss­la ist die Abkür­zung von Genuss­land­schaft, dahin­ter ver­birgt sich die Regio­nal­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis Bam­berg“, sagt Sil­ke Michel, Fach­be­reichs­lei­te­rin für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des Land­krei­ses Bam­berg. „Die­se Kam­pa­gne exis­tiert seit 2004 und mitt­ler­wei­le haben sich über 120 Betrie­be dem Netz­werk angeschlossen.“

Obwohl die Bam­ber­ger Genuss­land­schaft in ihrer kuli­na­ri­schen Viel­falt und Reich­hal­tig­keit kei­nen Ver­gleich zu scheu­en braucht, ist es das Ziel von „Genuss­la“, die ange­schlos­se­nen Betrie­be und Erzeu­ger vor Ort noch wei­ter zu stär­ken, ihre Absatz­mög­lich­kei­ten zu erwei­tern und natür­lich noch wei­te­re Betrie­be für das Netz­werk zu gewinnen.

„Auch wur­de die Home­page der Regio­nal­kam­pa­gne modern und nut­zer­freund­lich gestal­tet“, sagt Frau Michel. „Vie­le neue Funk­tio­nen wur­den ein­ge­ar­bei­tet und auch die Such­funk­ti­on nach Spe­zia­li­tä­ten und Anbie­tern ist nun attrak­ti­ver gestal­tet. Wei­ter­hin wird es die Bro­schü­re „Essen und Trin­ken aus der Genuss­land­schaft Bam­berg“ und eine Genuss­kar­te geben. Auch hier sind die teil­neh­men­den Betrie­be der Genuss­land­schaft erfasst mit Adres­se, Pro­duk­ten, Öff­nungs­zei­ten und vie­len wei­te­ren Infos. Außer­dem ist der Genuss­tag eine gute Platt­form, regio­na­le Pro­duk­te zu pro­bie­ren und zu kaufen.“

Eine Bro­schü­re, die Über­blick ver­schafft über das Ange­bot der Genuss­land­schaft, erleich­tert den Zugang zur sel­ben, weiß Nico­las Lind­ner, der im Kli­ma- und Umwelt­amt der Stadt Bam­berg das Sach­ge­biet Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz ver­ant­wor­tet – zeich­net sich die Genuss­land­schaft doch gera­de durch ihre Viel­falt an regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten aus. „Wir haben noch den Bäcker um die Ecke, den Metz­ger in der Nähe und auch die Gärt­ner und vie­le wei­te­re Betrie­be, die uns mit hand­werk­lich her­ge­stell­ten, fri­schen und qua­li­ta­tiv guten Lebens­mit­teln ver­sor­gen. Die­se Betrie­be gilt es zu unter­stüt­zen. Und das kann jeder durch sein Kauf­ver­hal­ten tun!“

Eine Unter­stüt­zung, die sich auch bereits über­re­gio­nal bezahlt gemacht hat. „Stolz waren wir, dass beim 2. Spe­zia­li­tä­ten­wett­be­werb der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg vie­le Bam­ber­ger Pro­duk­te aus­ge­zeich­net wurden.“


Neue Optik für die Genusslandschaft

Die jüngs­ten Bemü­hun­gen, Bekannt­heit und Erfolg der Genuss­land­schaft zu stei­gern, erstre­cken sich auch auf ihr opti­sches Erschei­nungs­bild. So wur­de der Regio­nal­kam­pa­gne ein neu­er Name, neu­es Logo und eine neue Home­page spendiert.

„Nach so lan­ger Zeit der Regio­nal­kam­pa­gne“, sagt Sil­ke Michel, „woll­ten wir etwas Neu­es schaf­fen. Wir hat­ten die gan­zen Jah­re tol­le Pro­jek­te und konn­ten auch die Mit­glie­der­zahl von anfangs 20 auf nun 120 stei­gern. Aber es war an der Zeit, die Kam­pa­gne fit für die Zukunft zu machen. Ein neu­es, attrak­ti­ves und moder­nes Logo soll die Kam­pa­gne bekann­ter machen und mit einer nut­zer­freund­li­chen Home­page wol­len wir neue Inter­es­sier­te fin­den, vor allem jün­ge­re Leute.“

Die Gestal­tung des Logos und den Relaunch der Home­page über­nahm die Agen­tur Ada­lis aus Bam­berg. Frau Michel zeigt sich zufrie­den: „Das Design passt und man muss sagen, es ist dem Team von Ada­lis gelun­gen, moder­ne Grund­la­gen für die Kam­pa­gen zu ent­wer­fen. Wir freu­en uns nun auf die anste­hen­de Image­kam­pa­gne mit einer Pla­kat­wer­bung, Bus­wer­bung und vie­len wei­te­ren Aktio­nen, die Ende Okto­ber ange­lau­fen sind.“

Zufrie­de­ne Mit­glie­der von „Genuss­la“: Ilo­na Muni­que und Rein­hold Bur­ger von Bie­nen leben in Bam­berg. Foto: Agen­tur Adalis 

Die Neu­aus­rich­tung war indes schon län­ger Dis­kus­si­ons­the­ma im Team der Regiona­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis. „Aller­dings“, sagt Nico­las Lind­ner, „war es erst durch die Auf­nah­me der Regio­nal­kam­pa­gne in das För­der­pro­gramm „Regio­na­le Iden­ti­tät stär­ken“ vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Finan­zen und Hei­mat mög­lich. Wir sind sehr froh, dass wir durch das För­der­pro­gramm nun die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung bekom­men und so die Regio­na­li­tät bezie­hungs­wei­se die regio­na­len Betrie­be in Stadt und Land­kreis Bam­berg för­dern können.“


Nach­hal­tig­keit und Regionalität

Bei all der Neu­aus­rich­tung hat die Regio­nal­kam­pa­gne aber natür­lich nicht ihren Mar­ken­kern ver­ges­sen: Nach­hal­tig in der Regi­on pro­du­zier­te Genuss­wa­ren – ein Punkt, der Sil­ke Michel beson­ders unter Gesichts­punk­ten des Umwelt­schut­zes wich­tig ist: : „Regio­nal ein­zu­kau­fen dient nicht nur dazu, regio­na­le Betrie­be zu unter­stüt­zen, man kann durch den Ein­kauf vor Ort noch viel mehr Posi­ti­ves bewirken.

Auch Clau­dia Bau­er von Zim­mers Obst­gar­ten ist „Genussla“-Mitglied. Foto: Agen­tur Adalis

Die Umwelt wird geschont, da man bei­spiels­wei­se lan­ge Trans­port­we­ge redu­ziert. Außer­dem trägt regio­na­les Ein­kau­fen dazu bei, länd­li­che Struk­tu­ren zu erhal­ten. Und regio­nal ein­zu­kau­fen ver­hin­dert einen unnö­ti­gen Ver­pa­ckungs­auf­wand, was ein gro­ßes Plus ist beim The­ma Redu­zie­rung von Plas­tik. Wie man sieht, lohnt sich ein Ein­kauf bei unse­ren Betrie­ben in unse­rer Hei­mat dop­pelt und drei­fach, zudem sind die Pro­duk­te ein­fach fri­scher und wer­den mit viel Herz­blut tag­täg­lich hand­werk­lich produziert.“

Die Zukunft kann für die Regio­nal­kam­pa­gne und die Genuss­land­schaft „Genuss­la“ also kom­men. Sil­ke Michel und Nico­las Lind­ner hof­fen, dass sich wei­te­re Betrie­be dem Netz­werk anschlie­ßen, um gemein­sam die Genuss­land­schaft aus­zu­bau­en. Schwer ist es nicht: „Wenn sei­tens eines Anbie­ters Inter­es­se besteht, Mit­glied zu wer­den“, sagt Nico­las Lind­ner, „reicht ein Tele­fon­an­ruf beim Team der Regio­nal­kam­pa­gne oder eine Email an info@genussla.de und schon kann die Zusam­men­ar­beit für den Erhalt von regio­na­lem Genuss und ört­li­cher Viel­falt beginnen.“

Zei­chen gegen Hass, Aus­gren­zung und Into­le­ranz setzen

26. Inter­kul­tu­rel­le Wochen unter dem Mot­to „#Viel­falt geht“

Die Inter­kul­tu­rel­len Wochen des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats der Stadt Bam­berg bie­ten allen Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern die Gele­gen­heit, die kul­tu­rel­le Viel­falt der Stadt zu fei­ern, Begeg­nung jen­seits eth­ni­scher, reli­giö­ser und kul­tu­rel­ler Gren­zen wahr­zu­neh­men sowie Vor­ur­tei­len, Hass, Ras­sis­mus oder Aus­gren­zung ent­ge­gen­zu­wir­ken. Das ist auch bei der heu­te begin­nen­den 26. Auf­la­ge unter dem Mot­to „#Viel­falt geht“ so.

Bei der offi­zi­el­len Vor­stel­lung des Pro­gramms im Rat­haus Max­platz wür­dig­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke die Ver­an­stal­tung als „ganz wich­ti­gen Bei­trag zur För­de­rung der Inte­gra­ti­on und Pfle­ge der Demo­kra­tie.“ Er dank­te ins­be­son­de­re Mitra Sha­ri­fi und Dr. Mar­co Depiet­ri, Vor­sit­zen­de des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats, für ihr Enga­ge­ment. Zugleich for­der­te er alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf, die zahl­rei­chen Ange­bo­te wahr­zu­neh­men: „Es ist für jeden etwas dabei, die kul­tu­rel­le Viel­falt ist eine Berei­che­rung für unse­re Stadt“, so Starke.

Auf­takt­ver­an­stal­tung heu­te um 14 Uhr


Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp freu­te sich, dass nach der Pau­se durch die Coro­na-Pan­de­mie nun zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven wie­der sicht­bar und erleb­bar wer­den. Der Dank von Mitra Sha­ri­fi ging an die vie­len Akteu­re, die sich im Rah­men der Inter­kul­tu­rel­len Wochen ein­brin­gen und das viel­fäl­ti­ge Ange­bot ehren­amt­lich ermög­li­chen. Dr. Mar­co Depiet­ri hofft, dass sich mög­lichst vie­le am „Radeln gegen Ras­sis­mus und für Viel­falt“ betei­li­gen: Die Auf­takt­ver­an­stal­tung der Inter­kul­tu­rel­len Wochen star­tet heu­te gegen 14 Uhr auf dem Max­platz. Besucht wer­den im Rah­men der Fahr­rad­tour der Inter­kul­tu­rel­le Gar­ten auf der ERBA, das Bür­ger­haus Gereuth, das Anker­zen­trum und der Park­platz Volks­park, wo eini­ge Kurz­bei­trä­ge vom „Bünd­nis gegen Ras­sis­mus“ ver­folgt wer­den kön­nen. Das Ende der Ver­an­stal­tung wird gegen 18 Uhr sein.

Das Anwer­be­ab­kom­men mit der Tür­kei jährt sich in die­sem Jahr zum 60. Mal: Die Inter­kul­tu­rel­len Wochen sol­len die Gele­gen­heit bie­ten, die­ses Kapi­tel Revue pas­sie­ren zu las­sen und ins­be­son­de­re die Leis­tun­gen der Ein­wan­de­rin­nen und Ein­wan­de­rer anzu­er­ken­nen. Dar­über hin­aus bie­ten die Inter­kul­tu­rel­len Wochen ein brei­tes Ange­bot für Begeg­nung. So lädt am 3. Okto­ber die Tür­kisch-Isla­mi­sche Gemein­de zum „Tag der offe­nen Moschee“ in die Cobur­ger Stra­ße 27 ein. In Koope­ra­ti­on mit dem Ver­ein „Freund statt fremd“ kön­nen geflüch­te­te Fami­li­en und Ein­zel­per­so­nen am 22. Okto­ber eine Pro­be der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker besu­chen und den Orches­ter­be­trieb ken­nen ler­nen. Die SMV Hei­del­steig­schu­le, Schu­le ohne Ras­sis­mus und Schu­le mit Cou­ra­ge, lädt zur Aus­stel­lung unter dem Mot­to „#Gemein­sam statt ein­sam“ vom 10. bis 12. Novem­ber, jeweils von 10 bis 15 Uhr, in der Auf­er­ste­hungs­kir­che ein. Dass bekannt­lich Lie­be durch den Magen geht, davon zeugt eine gan­ze Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen: Mexi­ka­ni­scher Koch­abend (8. Okto­ber), syri­scher Koch­abend (15. Okto­ber), Bun­ter Früh­stücks­treff (22. Okto­ber), frän­ki­scher Koch­abend (22. Okto­ber), Inter­ku­li­na­ri­sches (29. Okto­ber) und Inter­kul­tu­rel­les Kochen (12. Novem­ber) laden dazu ein, ein­mal über den Tel­ler­rand zu gucken. Wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen sind zu fin­den unter http://www.mib.stadt.bamberg.de

Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Kai Fisch­bach unter­zeich­net die Char­ta der Vielfalt

Öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen an der Uni­ver­si­tät Bam­berg zum 9. „Deut­schen Diversity-Tag“

Die Uni­ver­si­tät Bam­berg nimmt am kom­men­den Diens­tag, 18. Mai, erst­mals am bun­des­wei­ten „Diver­si­ty-Tag“ teil, der auf Initia­ti­ve der Char­ta der Viel­falt statt­fin­det. Sie ist eine Arbeit­ge­ben­den­in­itia­ti­ve, die Viel­falt in deut­schen Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen fördert.

Prof. Dr. Kai Fisch­bach, Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät, hat bereits im Vor­feld die Char­ta der Viel­falt unter­zeich­net und sagt: „Mit der Unter­zeich­nung bekräf­tigt die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät nach­drück­lich ihr Enga­ge­ment für Viel­falt, Tole­ranz und Weltoffenheit.“

Dass die Uni­ver­si­tät Bam­berg die­ses Bekennt­nis lebt, zei­gen vie­le wei­te­re Maß­nah­men, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ent­stan­den sind und nun kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt und um neue ergänzt wer­den: Im Rah­men des Akti­ons­ta­ges lobt die Uni­ver­si­tät erst­mals den „Diver­si­ty-Preis“ für Stu­die­ren­de sowie Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und ‑wis­sen­schaft­ler aus. Beim Dies aca­de­mi­cus, der Grün­dungs­fei­er der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät, im Novem­ber 2021 wird er zum ers­ten Mal ver­lie­hen. Gestif­tet wird der Preis durch das Unter­neh­men Ofa Bam­berg, Her­stel­ler von Stütz- und Kom­pres­si­ons­strümp­fen, Ban­da­gen und Orthe­sen. Dar­über hin­aus besuch­te im April die ers­te inter­na­tio­na­le Gast­pro­fes­so­rin mit Schwer­punkt Diver­si­tät die Uni­ver­si­tät – zunächst vir­tu­ell. Sechs sol­cher Gast­pro­fes­su­ren, die diver­si­täts­be­zo­ge­ne For­schungs- und Lehr­auf­ent­hal­te von zwei bis vier Wochen vor­se­hen, ver­tei­len sich 2021 auf alle Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­tät. Ihre Lehr­ver­an­stal­tun­gen sowie vie­le wei­te­re Vor­trä­ge, Ring­vor­le­sun­gen und Work­shops an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät flie­ßen ins Vor­le­sungs­ver­zeich­nis „Gen­der & Diver­si­ty“ ein, das eben­falls in die­sem Som­mer­se­mes­ter erst­ma­lig erschie­nen ist.


Öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen rund um das The­ma Diversität

„Das Pro­gramm rund um den Diver­si­ty-Tag ist ein wei­te­rer Bau­stein, der uns dem Ziel näher­bringt, Ver­ständ­nis von und die Dis­kus­si­on über Viel­falt anzu­re­gen – uni­ver­si­täts­weit und dar­über hin­aus“, erklärt Prof. Dr. Chris­ti­ne Ger­hardt, Vize­prä­si­den­tin für Diver­si­tät und Inter­na­tio­na­les. Der bun­des­wei­te Diver­si­ty-Tag macht dar­auf auf­merk­sam, wie bunt und viel­fäl­tig die Gesell­schaft und Arbeits­welt sind. Im Zen­trum ste­hen dabei an der Uni­ver­si­tät zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen für alle, die sich für das The­ma inter­es­sie­ren, kri­ti­sche Fra­gen haben oder sich enga­gie­ren wol­len. Das Online-Pro­gramm erstreckt sich über drei Tage – von Diens­tag, 18. Mai, bis Don­ners­tag, 20. Mai – und beinhal­tet Vor­trä­ge und Podi­ums­dis­kus­sio­nen sowie eine Fort­bil­dung für alle Universitätsangehörigen.

Zwei der Ver­an­stal­tun­gen sind öffent­lich und inter­es­sier­te Gäs­te sind herz­lich dazu ein­ge­la­den. Am Diens­tag, 18. Mai, spricht Natha­lie Schlenz­ka von der Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­stel­le des Bun­des ab 14.15 Uhr über Bau­stei­ne für Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit, die neben Hoch­schu­len auch für ande­re Berei­che der Gesell­schaft rele­vant sind. Dabei geht sie zum Bei­spiel auf Dis­kri­mi­nie­rungs­ri­si­ken, auch mit Blick auf die Coro­na-Pan­de­mie, ein und zeigt anhand prak­ti­scher Bei­spie­le, wie Hoch­schu­len die­sen begeg­nen kön­nen. Bei der anschlie­ßen­den Podi­ums­dis­kus­si­on unter dem Titel „Viel­falt ver­bin­det“ kom­men Exper­tin­nen und Exper­ten der Uni­ver­si­tät zu Wort. Dabei sind unter ande­rem Pro­fes­sor für Patho­psy­cho­lo­gie und Behin­der­ten­be­auf­trag­ter der Uni­ver­si­tät Dr. Jörg Wol­stein sowie die Vize­prä­si­den­tin und Ame­ri­ka­nis­tin Chris­ti­ne Ger­hardt. Sie dis­ku­tie­ren über den Zusam­men­hang von Anti­dis­kri­mi­nie­rung und Diver­si­tät und gehen dabei auf Aspek­te wie etwa Bar­rie­re­frei­heit, Fami­li­en­freund­lich­keit sowie Inter­na­tio­na­li­tät ein.

Im Rah­men der Ring­vor­le­sung der Frau­en­be­auf­trag­ten und des KulturPLUS/​WegE Pro­jekts wid­met sich um 18.15 Uhr Dr. Sabi­ne Sczes­ny, Pro­fes­so­rin für Sozia­le Neu­ro­wis­sen­schaft und Sozi­al­psy­cho­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bern, der Fra­ge „Anti-Dis­kri­mi­nie­rung durch geschlech­ter­ge­rech­te Spra­che?“. Im Vor­trag wird aktu­el­le For­schung vor­ge­stellt, die Aus­kunft dar­über gibt, inwie­fern der Sprach­ge­brauch die Selbst- und Fremd­be­ur­tei­lun­gen von Frau­en und Män­nern beein­flusst und inwie­weit Sprach­struk­tu­ren und ‑gebrauch mit der erreich­ten gesell­schaft­li­chen Gleich­stel­lung der Geschlech­ter übereinstimmen.


Wei­te­re Informationen


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm des Diver­si­ty-Tags sowie zur Anmel­dung für ein­zel­ne Ver­an­stal­tun­gen sind zu fin­den unter https://www.uni-bamberg.de/diversity/diversity-management-und-universitaeres-leben/diversity-tag-2021-vielfalt-verbindet/


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Diver­si­tät an der Uni­ver­si­tät Bam­berg sind zu fin­den unter https://www.uni-bamberg.de/diversity/


Das Vor­le­sungs­ver­zeich­nis „Gen­der & Diver­si­ty“ fin­det sich unter https://www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/gender-diversity/