Fußball-Bayernliga Nord
FC Eintracht Bamberg schlägt Vatan Spor Aschaffenburg 2:0
Der FC Eintracht Bamberg hat sein Heimspiel der Fußball-Bayernliga Nord gestern Nachmittag gegen Aufsteiger SV Vatan Spor Aschaffenburg mit 2:0 gewonnen und bleibt Tabellenführer.
Richtig schön anzusehen war es nicht, was der Tabellenführer den gut 400 Zuschauern präsentierte. Dass der Sieg am Ende nicht ganz unverdient war, kann daher nicht der spielerischen Darbietung, sondern lediglich dem kämpferischen Einsatz und der über weiten Teilen vorhandenen Spielkontrolle zugeschrieben werden. Die erste große Aufregung gab es nach nicht einmal fünf Minuten: Nach einer unglücklichen Abwehr des Gästetorhüters, der den Ball nach Ansicht des Schiedsrichters außerhalb des Strafraumes mit der Hand klärte, zeigte der Schiedsrichter dem Torsteher die rote Karte (4.). Besser wäre wohl eine Kopfballabwehr des Schlussmannes gewesen. Und kurz darauf hatten die Gastgeber wohl auch ein Stück weit Glück, dass eine nicht ganz dem Regelbuch entsprechende Zweikampfaktion im eigenen Strafraum nicht mit einem Foulelfmeter für Vatan Spor geahndet wurde. Die einzige richtige Tormöglichkeit der Unterfranken, das kam dann noch dazu, konnte durchaus in die Kategorie „die muss man nutzten“ eingeordnet werden. Mit einer Art Seitfallzieher aus sechs Metern brachte Kayakiran den Ball auf das Tor des FC Eintracht. Torhüter Dellermann, der wieder zwischen den Pfosten stand – Griebel war im Urlaub – parierte vorzüglich und hielt dem Spitzenreiter das Remis (21.). Den Hausherren fiel vor dem Tor oder am Strafraum wenig ein, die defensiv diszipliniert stehende Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Vielen im Stadion war wohl schon Mitte der ersten Halbzeit klar, dass es für den FC Eintracht Bamberg das erwartet schwere Spiel werden würde. Die einzige nennenswerte und gut gespielte Aktion der Bamberger brachte ihnen dennoch fast die Führung, der Pfosten verhinderte jedoch das 14. Saisontor von Tranziska.
„Einfach dreckig drei Punkte geholt“
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Bamberg das Spiel, hatte auch die eine oder andere Chance, dennoch taten sich die Schützlinge von Trainer Kolbeck nach wie vor sehr schwer. Und trotzdem konnte der Ligaprimus jubeln, als Elshani im Strafraum die Übersicht behielt und mit seinem Tor zum 1:0 die große Last seiner Mannschaft nahm und für Erleichterung bei den Bamberger Fans sorgte (61.). Auch nach dem Tor hatte Bamberg an und für sich alles im Griff. Die Entscheidung fiel dann kurz vor Schluss, als Tranziska einen Konter mit dem 2:0 abschloss (85.). Und so ist Fußball: Sekunden vor dem erlösenden zweiten Treffer setzte Vatan Spor einen Freistoß von Gökhan an den Pfosten – vielleicht hatte auch noch Bambergs Torwart Dellermannn die Finger entscheidend am Ball. Dass Vatan Spor kurz vor dem Schlusspfiff eine zweite rote Karte kassierte, war dann nicht mehr entscheidend. Unter dem Strich gesehen kann dieser Erfolg als Arbeitssieg eingeordnet werden – vielleicht hätte sich Vatan Spor Aschaffenburg aufgrund des Einsatzes sogar einen Punkt verdient gehabt. Trainer Julian Kolbeck: „Es war das erwartet komplizierte Spiel, es war auch kein gutes Spiel von uns. Wir hatten nach fünf Minuten, nach der roten Karte für den Aschaffenburger Torhüter, einen Gegner, der mit zehn Mann spielte. Da ist es dann einfach eine Kopfgeschichte, und die haben wir nicht hinbekommen. Von der Einstellung her und vom Kopf her waren wir heute nicht so dabei, wie ich mir das erhofft und gewünscht hätte. Wir sind auch nicht die Meter gegangen, wie wir das sonst immer tun. Das lag sicher auch daran, dass du denkst, der Gegner ist ja eh nur zu zehnt. In der ersten Halbzeit haben wir gar kein gutes Spiel hingelegt, haben dann in der Halbzeit manches angepasst, vom Spielansatz her. Dann haben wir dann das 1:0 gemacht und hintenheraus das zweite Tor. Wobei Dellermann zuvor überragend hält, und wir dann Sekunden später das Tor erzielen. So ist das halt im Fußball, so unterschiedlich können die Situationen sein. Du hast dann so ein Spiel mit 2:0 über die Bühne gebracht, einfach dreckig drei Punkte geholt. Wir nehmen die drei Punkte mit, putzen den Mund ab und machen einen Haken unter das Spiel.“
Sein nächstes Spiel bestreitet der FC Eintracht Bamberg am 25. September bei der DJK Vilzing.
Tore
1:0 Elshani (61.), 2:0 Tranziska (85.)
Zuschauer: 406
Aufstellung des FC Eintracht Bamberg
Dellermann – Popp, Kollmer (ab 55. Valdez), Schmitt (ab 59. Hack), Tranziska (ab 90. Hofmann), Elshani (ab 78.Saprykin), Linz, Kaube (ab 55. Reck), Kettler, Ljevsic, Schmittschmitt
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Buntes Programm für große und kleine Bücherfreunde
Startschuss für das 6. Bamberger Literaturfestival!
Mit der besonderen Situation, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden ist, gingen viele Veranstaltungsabsagen und Verschiebungen einher. Auch das Bamberger Literaturfestival musste anderthalb Jahre Wartezeit und zwei Verschiebungen über teils große Zeiträume in Kauf nehmen. Am 27. September beginnt das Programm mit Lesungen von Mark Benecke und Michel Friedman.
Trotzdem besteht bei den Mitwirkenden des Organisationsteams nicht wenig Grund zum Optimismus. Denn: Fast ausnahmslos alle Autoren, Sponsoren und Partner sind dem Literaturfestival über die Pausenzeit erhalten geblieben. Das sei absolut nicht selbstverständlich, sagte Klaus Stieringer bei der Pressekonferenz zum Auftakt. „Es Bedarf der richtigen Mitstreiter, um ein solches Projekt zu stemmen. Es ist ein Zustand zwischen Aufatmen und Aufstöhnen, immer noch weit entfernt von der Normalität und trotzdem ein guter Schritt in die richtige Richtung. Das Buch als Kulturerlebnis ohne auferlegte Einschränkungen hat in den vergangenen Monaten wieder enorm an Bedeutung gewonnen. Es ist ein Hoffnungsschimmer sowohl für die Autorinnen und Autoren, als auch für jeden, der Bücher und das Lesen liebt“, so Stieringer. Landrat Johann Kalb ist davon ebenso überzeugt und ergänzte: „Man setzt in Stadt und Landkreis gerade eindeutig auf das richtige Pferd. Kunst, Kultur und Bildung sind das Salz im Leben.“
„Veranstaltungen sind nicht gefährlich, nicht für Kinder, nicht für Erwachsene“
Das 6. Bamberger Literaturfestival brilliert mit vielseitigen Angeboten und einem bunten Programm für große und kleine Bücherfreunde. Gerade nach den vergangenen Monaten der Pandemie wissen die geneigten Besucher dies noch einmal stärker zu schätzen. Man könne nur gemeinsam in ein normales Leben zurückfinden, erklärte Oberbürgermeister Andreas Starke.
Besonders herauszustellen ist auch in diesem Jahr das Herzstück des Literaturfestivals, das Kinderprogramm! Neben SAMS-Spaziergängen und zahlreichen kindgerechten Lesungen und Veranstaltungen, konnte durch das Engagement des Bamberger Wirtschaftsclubs und der BGW ein besonderes Projekt ins Leben gerufen werden: Die „Buchoffensive“ konnte 23 Schulen in Stadt und Landkreis Bamberg mit Büchern ausstatten und darüber hinaus für die Schüler ein vielfältiges Angebot an Schreib- und Lesewerkstätten und zusätzlichen Lesungen an Schulen organisieren. Besonders wichtig sei dies, weil viele der Kinder durch den Lockdown direkt nach Schulbeginn andernfalls möglicherweise in eine benachteiligte Position gefallen wären, was die Lesekompetenz betrifft, so Wilfried Kämper vom Wirtschaftsclub. „Ein Herzschrittmacher für die Lesekultur“, urteilte Klaus Stieringer freudig.
Melanie Dirauf vom Sankt Michaelsbund, der auch in diesem Jahr verantwortlich für das Kinderprogramm zeichnet, freute sich besonders über den Zulauf an jungen Lesern. Es sei ein sehr herzliches Gefühl gewesen, wenn während des Lockdowns besonders die Kinder Bücher in Hülle und Fülle ausgeliehen haben, um die Zeit des Daheimbleibens mit schönen Geschichten zu überbrücken.
Gerade für die Kinder muss es also an erster Stelle stehen, sichere Veranstaltungen anzubieten. Wolfgang Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg weiß, wie man das anstellt. „Wir haben über den Sommer bereits mehr als 120 Veranstaltungen unter besonderen Bedingungen durchführen können und haben daraus viel wertvolles Wissen mitgenommen. Die Menschen sind sehr diszipliniert, die Hygienekonzepte greifen und sind den Besuchern klar. Die Situation ist herausfordernd, aber wir müssen eines klar herausstellen: Veranstaltungen sind nicht gefährlich, nicht für Kinder, nicht für Erwachsene.“ Darüber hinaus zeigte sich Heyder optimistisch, dass man bereits zum Ende des diesjährigen Festivals das Programm für das Frühjahr vorstellen könne. „Die Autoren und Verlage strömen nach Bamberg. Wo wir zu Beginn noch eifrig rekrutieren mussten, werden wir inzwischen sehr bewusst angesteuert.“ Ein gutes Zeichen für eine literarische Kulturreihe in einer Stadt, die dank den Bamberger Symphonikern und zahlreichen anderen Einrichtungen schon einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen Bayerns hinaus genießt.
Das Bamberger Literaturfestival 2021
Im Rahmen des 6 . Bamberger Literaturfestivals werden vom 27. September bis 18. Oktober insgesamt 32 Lesungen in Stadt und Landkreis Bamberg stattfinden. Außerdem werden kostenlose Kinderlesungen angeboten.
Der Landkreis Bamberg veranstaltet das Bamberger Literaturfestival. Mit der Durchführung wurde die Bamberger Literaturfestival UG (bestehend aus dem Stadtmarketing Bamberg, dem Veranstaltungsservice Bamberg sowie der Buchhandlung Osiander) in Kooperation mit dem St. Michaelsbund Bamberg beauftragt.
Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951 – 23837, oder unter https://www.kartenkiosk-bamberg.de, weitere Informationen zum Programm unter https://www.bamlit.de
Die Menschen mit Christus verbinden
Christopher Helbig im Dom zum Diakon geweiht
Erzbischof Ludwig Schick hat heute den 32-jährigen Christopher Helbig im Bamberger Dom zum Diakon geweiht. In seiner Predigt bezeichnete Schick den Dienst des Diakons als „Auszeichnung und Auftrag“.
Dem Evangelium zu dienen bedeute nicht, Gesetze und Vorschriften, Verheißungen und Anweisungen zu verbreiten, sondern Jesus Christus, dem Bruder und Freund der Menschen zu dienen. „Er ist unsere Kraft, unser Trost, unser Mut“, fügte Schick hinzu. „Wir sollen mit dem Evangelium den Menschen dienen, indem wir sie mit Jesus Christus verbinden.“
Tätig im Seelsorgebereich Nürnberg Nord-Ost
Das Leben im geistlichen Dienst des Evangeliums sei Auszeichnung und Gnade. Es bringe viel Freude, aber auch Rückschläge, Enttäuschungen, Zweifel und Phasen der Resignation. Da sei es hilfreich, daran zu denken, dass das Reich Gottes langsam wächst, aber stetig entsprechend dem Plan Gottes. „Diese Sicht bewahrt uns vor Hektik, aber auch vor Erschlaffung und Nichtstun. Es macht uns geduldig und langmütig, schenkt uns Mut und Trost“, so Erzbischof Schick.
Christopher Helbig wurde 1989 in Schweinfurt geboren. Nach dem Abitur trat er ins Priesterseminar ein und studierte in Würzburg Theologie. Nach dem Magister-Abschluss setzte er seine Studien in Würzburg und Rom fort. Seit 2019 ist er im pastoralen Dienst im Seelsorgebereich Nürnberg Nord-Ost mit Dienstsitz in der Pfarrei Allerheiligen Nürnberg tätig. Nach der Weihe wird er weiter in Nürnberg in der Seelsorge eingesetzt.
Diakone helfen dem Priester bei der Eucharistie, sie dürfen die Taufe spenden sowie bei der Trauung assistieren und Begräbnisfeiern leiten, Wortgottesdienste feiern, die Kommunion austeilen und den Segen spenden. Die Feier der heiligen Messe sowie das Spenden der Krankensalbung und des Bußsakramentes bleiben den Priestern vorbehalten. Nach einem Jahr Diakonat steht gewöhnlich die Priesterweihe an. Es gibt in der katholischen Kirche auch ständige Diakone, die größtenteils verheiratet sind und einen Zivilberuf ausüben.
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Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen
Siebter Band des Bamberger Bildungsentwicklungsplans ist erschienen
Mit der kommunalen Bildungslandschaft im Bereich Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen befasst sich der siebte und letzte Band des Bamberger Bildungsentwicklungsplans. In der Auseinandersetzung mit den Corona-bedingten Herausforderungen des Jahres 2020 wagt der Band auch einen qualitativen Blick hinter die Kulissen der Bildungs- und Kultureinrichtungen.
Kulturelle Bildung muss als fester Bestandteil einer kommunalen Bildungslandschaft und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden. Zugänge zu kultureller Bildung müssen frühzeitig und niederschwellig geschaffen werden und die Vernetzung zwischen den Akteurinnen und Akteuren muss intensiviert werden. Mit diesen Schlussfolgerungen und Handlungsfeldern schließt der letzte Band des Bildungsentwicklungsplans zum Thema „Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen“. Während der Mehrwert kultureller Bildung für den lernenden Menschen vor allem die Persönlichkeitsentwicklung betrifft, profitieren Kommunen ebenfalls von vielfältigen Angeboten kultureller Bildung. Sie sind Standortfaktoren, die Menschen von außerhalb anziehen und werden von der Bevölkerung als selbstverständliche Bildungsressource verstanden.
Die Publikation gibt einen Überblick über die Orte und Angebote kultureller Bildung in der Stadt Bamberg für einzelne Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche, Familien oder Senioren. Zu den Orten kultureller Bildung gehören Büchereien, Museen, Musikschulen, die Volkshochschule, Orte darstellender und bildender Künste, aber auch der öffentliche Raum. In der Darstellung wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Einrichtungen als Bildungspartner zu beschreiben und so das Zusammenspiel von formalem und non-formalem Lernen zu verdeutlichen, beispielsweise in der engen Zusammenarbeit von Büchereien und Schulen. Die Themen Umweltbildung, politische und historische sowie sportliche Bildung runden die Zusammenstellung ab. Einen wichtigen Stellenwert nimmt das große ehrenamtliche Engagement ein, das sich insbesondere in der Vereinsarbeit durch alle Bereiche des Lernens und der kulturellen Bildung zieht.
Kulturelle Bildung in Zeiten der Corona-Pandemie
Das Jahr 2020 mit Schließungen der kulturellen (Bildungs-)Einrichtungen stellte die Berichterstattung vor eine Herausforderung und machte die Darstellung von aktuellen Zahlen und einen Vergleich zu vorherigen Jahren kaum möglich. So entstand die Idee, für dieses besondere Jahr auf Zahlen zu verzichten und vielmehr einen qualitativen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vor welchen Herausforderungen standen die Einrichtungen, welche neuen Wege mussten sie gehen, welche Sackgassen, aber auch Lichtblicke gab es? Entstanden sind kurze Berichte über das Jahr 2020, die sich durch den gesamten Band ziehen.
„Sie geben einen direkten Einblick in ein Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt war und Einfluss auf fast alle Arbeitsbereiche der Einrichtungen und das gesamte kulturelle Leben der Stadt hatte. Ich bedanke mich bei allen, die sich auf diese Idee eingelassen haben, das Jahr für uns auf ihre Art und Weise zusammengefasst und dem Bericht damit ein besonderes Profil gegeben haben“, resümiert Ramona Wenzel aus dem Bildungsbüro der Stadt Bamberg.
Bamberger Bildungsentwicklungsplan
Der Band zum Thema kulturelle Bildung beschließt die Reihe des Bamberger Bildungsentwicklungsplans, in der die Bildungslandschaft der Stadt Bamberg von ihren Rahmenbedingungen, über die frühkindliche und schulische Bildung, Aus- und Weiterbildung bis hin zum Fokusthema Migration und Integration beschrieben wurde. Alle Veröffentlichungen stehen auf der Seite https://www.stadt.bamberg.de/Bildungsentwicklungsplan zum Download zur Verfügung.
Jahrhundertprojekt Bahnausbau
Resolution fordert die bestmöglichen Lösungen für die Welterbestadt Bamberg
Die Stadtspitze Bambergs traf sich mit den Abgeordneten des Bundes und des Landes sowie den Fraktionsvorsitzenden, um zu vereinbaren, in Sachen Bahnausbau an einem Strang zu ziehen.
Die Welterbestadt Bamberg sucht und findet die politische Unterstützung für die Wahrung ihrer Interessen im Zuge des anstehenden Jahrhundertprojekts „Bahnausbau“. Gestern unterzeichneten die Wahlkreisabgeordneten des Bundestages und des Landtages sowie die Mitglieder des Koordinierungskreises Bahnausbau eine gemeinsame Resolution und unterstützen damit die Stadt Bamberg in ihrem Bemühen, die bestmögliche Lösung für das Welterbe und die Stadtgesellschaft zu erreichen.
„Ich begrüße es sehr, dass die politischen Mandatsträgerinnen und ‑träger aus Bamberg, unabhängig von Parteizugehörigkeiten, an einem Strang ziehen, wenn es um das Wohl der Welterbestadt Bamberg geht“, erklärte Oberbürgermeister Andreas Starke zur Resolution. „Beim Bahnausbau handelt es sich um das größte Infrastrukturprojekt der Stadtgeschichte mit weitreichenden Auswirkungen auf die gesamte Stadtgesellschaft“, so Starke weiter. Daher müsse sichergestellt sein, dass die bestmöglichen Lösungen gefunden werden. Die Teilnehmer haben darüber hinaus verabredet, dass ein Schulterschluss stattfindet: So wurde eine gemeinsame Verhandlungsrunde, bestehend aus der DB Netz, den Parlamentariern, den beteiligten Behörden und der Stadt Bamberg vereinbart. Ferner wurde zugesagt, dass die Abgeordneten des Bundes und des Landes zu den regelmäßigen Sitzungen des Koordinierungskreises Bahnausbau eingeladen werden.
Mobilitätsreferent Bürgermeister Jonas Glüsenkamp betonte, dass Bamberg sich durch seinen Status als UNESCO-Welterbe von anderen Kommunen unterscheide. „Die Wahrung der Integrität des Welterbes ist eine bedeutsame nationale Aufgabe. Daher ist der Ausbau der Bahnstrecke mitten durch die Stadt kein Projekt wie jedes andere, auch nicht für die Bahn.“ Das Welterbe durch sensible und schonende Maßnahmen zu schützen, habe oberste Priorität.
Unterzeichnet wurde die Resolution von Oberbürgermeister Andreas Starke, Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, den Abgeordneten Staatssekretär MdB Thomas Silberhorn, MdB Andreas Schwarz, MdB Lisa Badum, Staatsministerin MdL Melanie Huml, MdL Holger Dremel und MdL Ursula Sowa. Für die Fraktionen des Bamberger Stadtrat unterzeichneten Christian Hader (Grünes Bamberg), Peter Neller (CSU), Heinz Kuntke (SPD), Norbert Tscherner (BBB), Daniela Reinfelder (FW-BuB-FDP), Fabian Dörner (BaLi-Die Partei) und Lucas Büchner (VOLT-ÖDP-BM).
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Fußball-Bayernliga Nord
FC Eintracht Bamberg erwartet SV Vatan Spor Aschaffenburg
Am zwölften Spieltag der Fußball-Bayernliga heißt es Ober- gegen Unterfranken, wenn am morgigen Samstag der FC Eintracht Bamberg den SV Vatan Spor Aschaffenburg zu Gast hat. Zum ersten Mal stehen sich die zwei Vereine gegenüber, das Spiel gegen den Aufsteiger beginnt um 14 Uhr.
Am vergangenen Sonntag kehrten die Bamberger mit drei Punkten im Gepäck vom Spitzenspiel bei der DJK Ammerthal in die Domstadt zurück. Schmittschmitt und zwei Tore von Hack sicherten den Franken den Auswärtssieg. Damit bleiben die Domreiter in der Fremde zusammen mit dem ATSV Erlangen als einzige Mannschaft der Liga ungeschlagen. Und nicht nur das. Mit dem Sieg haben die Bamberger die Tabellenführung verteidigt. Die Fans und Gönner des Vereins sehen ihre Mannschaft mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von +27 auf Tabellenplatz eins. Damit gehen die Domreiter als Spitzenreiter in das Duell gegen den Aufsteiger aus Aschaffenburg. Dazu verfügt der Ligaprimus mit über die beste Abwehr der Liga. Mit acht Gegentoren sind die Blau/Weiß/Violetten nur sehr schwer zu knacken. Die Erfolgsserie soll daher gegen die Unterfranken eine Fortsetzung finden. Allerdings muss der FCE voraussichtlich drei Wochen auf Franz Helmer verzichten. Der zweitbeste interne Torschütze brach sich beim Spiel in Ammerthal das Nasenbein. Zum Gast: Nach dem Abbruch der Saison 2019//2021 im Frühjahr stieg der SV Vatan Spor Aschaffenburg als unangefochtener Tabellenführer der Landesliga Nordwest und Meister in die Bayernliga auf.
Gäste sind seit drei Spielen ungeschlagen
In dieser Spielklasse startete Vatan Spor zum ersten Mal in der fast 50-jährigen Vereinsgeschichte. Zu Beginn der Saison musste Aschaffenburg verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten. Die Folge waren acht Niederlagen am Stück. Eine für den Klub ungewohnte Situation, gab es doch in den letzten vier Jahren keine zwei verlorenen Spiele hintereinander. Dann lichtete sich das Lazarett, und damit kehrte der Erfolg der letzten Jahre zurück. Am neunten Spieltag gab es den ersten Sieg. Der jedoch hatte es in sich. Zu Hause besiegte der Neuling das Spitzenteam DJK Vilzing mit 3:0. Weiter ging es dann mit einem Remis beim TSV Karlburg und vor einer Woche mit einem 2:0‑Heimsieg gegen Mitaufsteiger ASV Neumarkt. Mit der bisherigen Ausbeute belegt Vatan Spor den vorletzten Tabellenplatz. Trainiert werden die Unterfranken von Slobodan Komljenovic. Der ehemalige Profifußballer spielte unter anderem von 1992 bis 1997 für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga und nahm an der WM 1998 in Frankreich sowie der EM 2000 in Belgien und Holland teil. Insgesamt kommt „Slobo“ auf 210 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt, den MSV Duisburg und den 1. FC Kaiserslautern. Während Vatan Spor am Samstag zum ersten Mal im Bamberger Stadion antritt, kennt der Schwiegersohn von Dragoslav “Stepi” Stepanovic übrigens den Fuchspark – Komljenovic war zu Regionalligazeiten des FCE als Trainer von Viktoria Aschaffenburg zu Gast in der Domstadt.
Das sagt FCE-Vorstandsvorsitzender Jörg Schmalfuß im Vorfeld: „Die Partie wird ein ganz dickes Brett. Nach dem extrem schlechten Start sind unsere Gäste seit drei Spielen ungeschlagen und haben mit Heimsiegen gegen die Meisterschaftsanwärter DJK Vilzing und ASV Neumarkt aufhorchen lassen. Darin sieht man, wie viel Potenzial in den Unterfranken steckt. Unser Trainer Julian Kolbeck hat den Gegner jedoch wieder genau analysiert und wird die Domreiter entsprechend einstellen. Selbstsicherheit ja, Überheblichkeit nein, heißt unsere Devise.”
Das sagt FCE-Trainer Julian Kolbeck: „Die Stimmung ist nach dem Erfolg in Ammerthal natürlich sehr gut. Sie wollen wir in das Spiel mitnehmen. Dennoch wissen wir, dass uns ein durchaus kompliziertes Spiel erwartet. Aschaffenburg steht zwar tabellarisch im unteren Drittel, dennoch hat der Gegner gezeigt, dass er Qualität hat. Denn nicht einfach so schlägt man Vilzing und Neumarkt. Daher sind wir gewarnt und wissen, dass wir unser Spiel zu 100 Prozent durchziehen müssen. Natürlich mit dem Ziel, die drei Punkte in Bamberg zu behalten.”
Voraussichtliches FCE Aufgebot: Dellermann, Griebel – Elshani, Hack, Hofmann, Kaube, Kettler, Khalil, Kollmer, Lang, Linz, Ljevsic, Popp, Reck, Reischmann, Schmitt, Schmittschmitt, Strohmer, Tranziska, Valdez. Es fehlen: Heinz, Helmer, Saprykin.
Spiel im Livestream
Zu sehen ist die Party bei sporttotal.tv – zusammen mit diesem Partner bringt der Bayerische Fußball-Verband Woche für Woche den bayerischen Amateurfußball ins Netz. Das Spiel wird kommentiert von Wolfgang Reichmann, ehemaliger und langjähriger Sportreporter des Bayerischen Rundfunks. An dessen Seite fungiert Gerd Schimmer, sportlicher Leiter des Landesligisten SV Memmelsdorf, als Experte. Zu sehen ist das Spiel nicht nur im Livestream, es ist danach noch in voller Länge abrufbar.
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Förderkreis goolkids
Inklusiver Lauftreff startet wieder
Nach langer Pause lädt der Förderkreis goolkids alle Interessierten am kommenden Samstag, am 18. September, erstmals wieder zum inklusiven Lauf-und Rolltreff in Bamberg ein.
Vor knapp zwei Jahren wurde der Lauftreff ins Leben gerufen mit dem Ziel, regelmäßig stattzufinden. Corona hat allerdings diesen Versuchen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Konnte im Februar vergangenen Jahres der MITeinander-Cup, das beliebte Turnier für Inklusion und Integration als ein buntes Fest mit Fußball, Rollstuhlbasketball und vielen Begegnungen, noch sein fünfjähriges Jubiläum feiern, mussten im Anschluss auch die von goolkids angedachten Aktivitäten ausfallen. Einzig das Benefiz-Golfturnier konnte im Herbst, unter strikten Hygienebedingungen, durchgeführt werden.
Der Förderkreis reagierte flexibel, rief für mobil eingeschränkte Mitbürger und Risikopatienten den Lieferservice „goolkids hilft“ ins Leben, und verlagerte ansonsten seinen Schwerpunkt in den vergangenen fünfzehn Monaten auf sportliche Aktivitäten, die in Form von virtuellen Treffen ausgeübt werden konnten. Zum Beispiel entstand die Idee, unter dem Motto #machMITtwoch jeden Mittwoch ein Video auf Instagram zu posten, das Anregungen zu Sport und Bewegung bietet.
Wie andernorts kehrt auch bei goolkids nun der Optimismus zurück, eine gewisse Form der Normalität möge einkehren. Am 24. Juli wurde der 1. Schnuppertag „Fußball inklusiv“ durchgeführt, eine Möglichkeit, ein inklusives und integratives Kennenlernen des Förderkreises in Selbsterfahrung mit einem Kennen-lern-Training und einem inklusiven Fußballturnier zu ermöglichen.
Lauftreff reloaded
Und am 18. September darf erstmals in diesem Jahr wieder gelaufen werden, goolkids lädt zum inklusiven Lauf- und Rolltreff ein.
„Egal ob Hobbyläufer, Rollstuhlfahrer, Walkingfreunde, Leistungssportler oder Eltern mit ihren Kindern, Menschen mit und ohne Handicap, alle sind herzlich eingeladen und willkommen, dabei zu sein“, betont Robert Bartsch, der goolkids-Initiator.
Alle BambergerInnen sind zur Teilnahme aufgerufen, Treffpunkt ist am Bootshaus im Hain, Beginn um 10 Uhr. „Wir laufen alle miteinander, füreinander, nebeneinander. Und wer nicht laufen kann oder möchte, der darf sich gerne schieben lassen. Die Strecke beträgt drei entspannte Kilometer, kann aber auch gerne mehrfach gelaufen werden“, so Herr Bartsch.
Im Vordergrund stehen der gemeinsame Spaß, das Rollen und Laufen in der Gruppe mit gemütlichem Beisammensein. Der Lauf soll zeigen, dass es sehr einfach und ohne Leistungsdruck gelingt, vielfältig veranlagte Menschen zusammenzubringen. „Wir wollen diese neue Form des Lauftreffs nach und nach mit anderen Laufgruppen ausbauen und in unserer Region etablieren“, so Bartsch weiter.
Es geht an diesem Tag insbesondere darum, allen Menschen zu zeigen, dass es sehr leicht ist, scheinbare Hürden gemeinsam abzubauen. Deshalb ist der gemeinsame Ausklang auf dem Parkplatz beim Bootshaus genauso belebend wie der Lauf selbst.
Leitfaden für inklusiven Sport in Bamberg und der Region
Angetreten vor ziemlich genau sechs Jahren mit dem Slogan „Fußball baut Brücken“ und der Intention, sozial benachteiligte Kinder zu integrieren und zu unterstützen, stellte goolkids über die letzten Jahre hinweg zahlreiche Projekte auf die Beine. Angefangen vom Menschenkicker über den MITeinander-Cup als kleines, aber feines Turnier, die dem Sport treiben miteinander dienen, bis hin zur Sportgala als großer Baustein zur finanziellen Unterstützung, ist das Paket an Aktionen und Veranstaltungen sukzessive gewachsen.
In Kooperation mit LinaS („Lingen integriert natürlich alle Sportler“) entstand als eigenes Inklusionsprojekt ginaS („goolkids integriert natürlich alle Sportler“), unter dem nun die sportlichen Aktivitäten gebündelt sind. Danach entstanden dann viele weitere gute Kooperationen, wie beispielsweise mit der Lebenshilfe Bamberg. Nicht nur im Fußball findet bei ginaS Begegnung statt, sondern unterschiedliche Sportarten, wie Rollstuhlbasketball, Kinderyoga, IntegraFIT oder „TAKT-VOLL – der inklusive Tanztreff“, dienen dem Miteinander.
„Die Möglichkeiten, Inklusion und Integration im Sport zu vereinen, sind dabei unbegrenzt und in fast jeder Sportart möglich“, betont Robert Bartsch. Um allen Interessierten, egal welchen Alters und welcher Herkunft, einen Überblick zu geben, haben die goolkids-Verantwortlichen in den vergangenen Monaten Sportarten und Sportvereine zusammengetragen, in denen barrierefreier Sport möglich ist, und im Juli als kompakte Zusammenfassung einen Leitfaden herausgegeben. In dieser Broschüre, die auch arabische, persische, kurdische und russische Übersetzungen umfasst, sind erstmals alle Sportarten zu finden, die heute schon vorurteilsfrei inklusiv möglich sind.
Ob „Aikido“, „Blinden-Tischtennis“ oder „Minigolf“ – der Leitfaden zeigt kompakt das sportliche Angebot und den für den jeweiligen Sportler passenden Verein. goolkids bietet darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, Vereine auf dem Weg zum inklusiven Sport unterstützen.
Der Leitfaden ist in der Stadt und im Landkreis in gedruckter Form zu finden, als pdf – auch zum Vorlesen – unter www.sport-inklusion.de.
„Inklusion ist für mich, wenn alle zusammen mitmachen dürfen. Dieses neue Werk soll mithelfen, inklusive Sportarten mit Menschen und Vereinen zusammen zu bringen“, bringt Robert Bartsch es auf den Punkt.
Lauf-und Rolltreff
Samstag, 18. September, ab 10 Uhr
Treffpunkt: Bootshaus im Hain
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Auf Platz 4 in Bayern
Landkreis Bamberg feiert die Gewinner beim STADTRADELN
Der Landkreis Bamberg hat sich auch 2021 erfolgreich am STADTRADELN beteiligt. Ziel der Klimaschutzkampagne ist es, den Radverkehr in den Kommunen zu fördern und möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Zum fünften Mal in Folge haben es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am STADTRADELN geschafft, neue Bestmarken im Landkreis Bamberg zu setzen. Am Ende des dreiwöchigen Aktionszeitraums hatten sich 3.589 aktive Radlerinnen und Radler (2020: 1.687) an dieser Aktion beteiligt. Dass dabei der Spaß am gemeinsamen Radeln nicht zu kurz kommt, beweist auch die wachsende Zahl von Teams, die sich für das STADTRADELN 2021 angemeldet haben. Insgesamt 165 Teams haben sich aktiv beteiligt und haben entsprechend Fahrrad-Kilometer gesammelt.
So viele Kilometer und Preisträger wie noch nie
Um diese Steigerung zu feiern, lud Landrat Johann Kalb die Preisträgerinnen und Preisträger in den unterschiedlichsten Kategorien ins Landratsamtes ein. In seiner Begrüßung dankte er allen teilnehmenden Radelnden, den Teams, den Gemeinden und den vielen Unterstützern des Projektes, insbesondere dem Bike-Café Messingschlager. Dieses stellte in diesem Jahr mit einem 3.500 Euro teuren Rad erstmals einen tollen Hauptpreis zur Verfügung. Über sein Losglück und sein tolles neues Rad freute sich Johannes Kraus aus Scheßlitz.
Wie in den Jahren zuvor wurden die Frauen, Männer und Teams mit den meisten erzielten Kilometern, die radaktivsten Teams mit den meisten Kilometern pro Team-Mitglied und drei Gewinner per Los geehrt. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern wurden auch dieses Jahr neue Bestmarken aufgestellt. Inge Albus legte in den 3 Wochen 2.005 Kilometer und Marcus Nowak sogar 2.584 Kilometer mit dem Rad zurück, also mehr als 100 Kilometer pro Tag. Das teilnehmerstärkste Team im Landkreis war das Team „Pommersfelden“ mit 117 aktiven Radelnden. Sie spulten mit 43.376 Kilometern auch die meisten Team-Kilometer ab. Mit einigem Abstand dahinter das Team „Gemeinde Pettstadt“ (31.641 Kilometer) und das Team „Stadt Schlüsselfeld“ (30.757 Kilometer).
Aufgrund des Erfolges vom vergangenen Jahr, war auch dieses Jahr der „Radellöwe“ des Landkreises unterwegs. Es galt, eines der fast 100 vom Radellöwen auf den Radwegen platzierten STADTRADELN-Logos zu finden und ein Foto davon einzusenden.
Landrat Johann Kalb freute sich insbesondere darüber, dass beim STADTRADELN 2021 erstmals Teams aus allen 36 Landkreis-Gemeinden dabei waren. Für die nähere Zukunft peilt er große Ziele an: „Wenn wir im Landkreis so weiter machen und wir noch viele weitere Radsportler wie die heute Geehrten dazu gewinnen, schaffen wir 2022 garantiert die 1.000.000 Kilometer-Marke!“.
Weitere Informationen sind zu finden unter https://www.landkreis-bamberg.de/stadtradeln/
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Ab Freitag im Museumsshop erhältlich
Neues Buch über die Bamberger Kaisergewänder
So spektakulär wie die Ausstellung „Die Kaisergewänder unter der Lupe“ im Diözesanmuseum Bamberg ist das gleichnamige Buch, das jetzt erschienen und ab Freitag im Museumsshop erhältlich ist. Ebenso am Freitag präsentiert Textilrestauratorin Sibylle Ruß die verwendete Sticktechnik, teilt das Erzbistum Bamberg mit.
Damit stehen die Informationen, Beschreibungen und Bilder der Ausstellung auch nach deren Ende am 30. September weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung. „Das neue Standardwerk ist ein eindrucksvolles Buch für alle, die sich über die Bamberger Kaisergewänder informieren wollen“, sagt Museumsleiterin Carola Marie Schmidt. „Denn unter Lupe und Mikroskop erblickten die Forscher so manche Sensation.“
Textilrestauratorin Sibylle Ruß präsentiert die verwendete Sticktechnik
Ausführlich und verständlich werden die einzelnen Kaisergewänder vorgestellt und auch beschrieben, wie jedes Textil entstanden und über die Jahrhunderte verändert worden ist. Mittels Vergleichen mit abgewanderten Fragmenten und anderen erlesenen Stücken wird die einzigartige Stellung der Sammlung des Diözesanmuseums veranschaulicht. Dazu kommen Berichte über die Materialanalysen sowie ein Abschnitt über St. Stephan.
Das Buch ist ab Freitag im Museumsshop zum Vorzugspreis von 19,90 Euro (statt 25 Euro) erhältlich. Ebenfalls am Freitag zeigt um 11 Uhr und um 15 Uhr Textilrestauratorin Sibylle Ruß die Technik der an den Kaisergewändern verwendeten Goldstickerei. Sie hat in ihrer Tätigkeit zusammen mit anderen Forschenden jedes der Kaisergewänder genauesten untersucht und ist eine der Autorinnen des neuen Standardwerkes.
Konsequenzen für Standortausbau in Bamberg erwartet
Grünes Bamberg begrüßt Brose-Pläne zur Klimaneutralität
Die CO2-Bilanz wird vermutlich in naher Zukunft auch und gerade bei Unternehmen ein Wettbewerbsvor- oder Nachteil sein. Wie die Grünes Bamberg-Stadtratsfraktion nun mitteilt, gibt es erfreuliche Nachrichten in Bezug auf ein Unternehmen, das in Bamberg hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann.
„Wie Brose in einer Pressemitteilung erklärt hat, will Brose ein CO2-neutrales Unternehmen werden und bis 2025 alle Standorte klimaneutral betreiben“, zeigt sich Bausenatsmitglied Christian Hader erfreut über diese Entwicklung. „Als Grünes Bamberg möchten wir, dass unsere lokalen Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt sind und wer klimaneutral werden will, muss in erster Linie regenerative Energien vor Ort nutzen“, so Hader weiter.
Auch Markus Schäfer, neuer Sprecher der Bamberger Grünen im Bausenat bestätigt dies: „Kompensationsmaßnahmen wie zum Beispiel Aufforstungen sind immer nur die zweit- oder drittbeste Lösung. Gerade im Neubau, wie ihn Brose plant, sind die Möglichkeiten zur CO2-Einsparung gegeben.“
„Nur so gehen Ökonomie und Ökologie zusammen“
Insofern sind sich die Bamberger Grünen sicher, dass sich Brose die Chance auf einen möglichst klimaneutralen Vorzeige-Neubau in Bamberg sicher nicht entgehen lassen wird. „Die von uns schon in der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens geforderte und von politischen Mitbewerbern abgelehnte Nutzung von Photovoltaik sollte also gar nicht mehr zur Debatte stehen. Alles andere wäre ja weder mit den Klima- noch mit den erfreulichen Unternehmenszielen vereinbar“, so Christian Hader.
Die Grünes Bamberg-Fraktion will dem Projekt zustimmen, wenn die Bamberger Brose-Erweiterung die neue Unternehmenslinie sichtbar macht und eine Vorreitertrolle einnimmt. „So und nur so gehen Ökonomie und Ökologie zusammen. Den klimaneutralen Unternehmen wird die Zukunft gehören“, so Markus Schäfer abschließend.