Kooperation zwischen Stadt, vhs und Uni Bamberg gestartet
Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker fördern
In einer Kooperation vereinbarten die Stadtverwaltung, die städtische Volkshochschule und die Universität Bamberg das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung künftig stärker zu fördern und Angebote für breitere Zielgruppen zu öffnen.
Die Stadt Bamberg gewann kürzlich im Zuge des europäischen Förderprogramms „Intelligent City Challenge“ einen Preis für ihre „Local Green Deals“, also lokale nachhaltige Vorhaben. Bei dieser Konferenz drehte sich alles um die Vernetzung der Kommunen und ihrer smarten und nachhaltigen Projekte.
Eine Auszeichnung gab es für den „Deal“ zur Bekämpfung von Energiearmut: Ziel ist es, einkommensschwachen Haushalten zu helfen, ihre Energiekosten zu reduzieren. In einer weiteren Kooperation vereinbarten die Stadtverwaltung, die städtische Volkshochschule und die Universität Bamberg das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung künftig stärker zu fördern und Angebote für breitere Zielgruppen zu öffnen.
Bereits angelaufen sind dementsprechend in der „Diskurswerkstatt Nachhaltigkeit“ verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Klimaschutz für alle? Hürden in Politik und Kommunikation“. Die nächste Diskurswerkstatt beschäftigt sich dann mit „Arbeit & Gesundheit” und findet am 22. Januar 2026 um 18 Uhr in der vhs Bamberg Stadt statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind hier zu finden.
Ziel dieser Beteiligungsformate ist, dass die Teilnehmenden nach einem fachlichen Impuls mit lokalen Initiativen und Akteuren ins Gespräch kommen können.
Bürgermeister Jonas Glüsenkamp freut sich, dass durch die gemeinsame Organisation der „Diskurswerkstatt Nachhaltigkeit“ die Kooperationen zwischen dem Umweltamt der Stadt Bamberg, der vhs Bamberg Stadt und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg nun ausgebaut werden „Veranstaltungen, die das Verständnis für lokale Herausforderungen ermöglichen und einen konstruktiven gemeinsamen Austausch fördern, sind von besonderer Bedeutung“, so Glüsenkamp.
„Um die aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten, brauchen wir in der Breite der Bevölkerung die nötigen Kompetenzen. Dazu wollen wir als Bildungseinrichtungen einen Beitrag leisten“, betont Dr. Anna Scherbaum, Leiterin der vhs Bamberg Stadt. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte und Kanzlerin der Universität Bamberg, Dr. Dagmar Steuer-Flieser, ergänzt: „Mit unserem Leitbild Nachhaltigkeit und der dazugehörigen Strategie haben wir uns verpflichtet, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt in Forschung, Lehre, Verwaltung und Campusbetrieb gleichermaßen zu leben. Mit dem Local Green Deal bündeln wir unsere Kräfte mit der Stadt und der Volkshochschule, um dieses Engagement auch in das städtische Umfeld zu tragen. Gemeinsam schaffen wir Räume für Austausch, Wissenstransfer und konkrete Projekte, die eine nachhaltige Entwicklung fördern.“
„An dieser Brücke von der Wissenschaft in die Stadtgesellschaft zu bauen, ist uns ein großes Anliegen, da wir hier ganz konkrete Transformationsherausforderungen zu bewältigen haben – seien es Klima, Wirtschaft oder Digitalisierung“, erläutert Dr. Stefan Goller, Referent für Wirtschaft und Digitalisierung.
Die mit Riccardo Schreck neu besetzte Stelle für Umweltpädagogik im Klima- und Umweltamt wird die Zusammenarbeit der Partner weiter stärken. Hierzu zählen neben Kooperationsprojekten wie den Diskurswerkstätten auch Vorträge und gemeinsame Veranstaltungen.
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Bildungskonferenz der Metropolregion Nürnberg
Mit Bildung dem Fachkräftemangel begegnen
Zukunftsgerichtet, praxisnah, wirkungsorientiert – so das Fazit der rund 100 Teilnehmer:innen der 4. regionalen Bildungskonferenz der Metropolregion Nürnberg mit Blick auf die Gestaltung von Bildungsangeboten für die Fachkräftesicherung.
Wie kann angesichts demographischer Entwicklungen und der Transformation der Wirtschaft Fachkräftesicherung über Bildung erreicht werden? Dazu trafen sich knapp hundert Bildungsverantwortliche aus Wirtschaft, Wissenschaft, dem Regionalmanagement und der Wirtschaftsförderung, zusammen mit Bildungsmanager:innen aus 26 nordbayerischen Kommunen, an der 4. regionalen Bildungskonferenz im Siemens-Auditorium in Erlangen. Die Veranstaltung wurde von der Regionalen Entwicklungsagentur kommunales Bildungsmanagement (REAB) Bayern organisiert und von der Siemens AG in Erlangen unterstützt.
Die These für den Tag: Kommunen, die strategisch in die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Arbeitskräften investieren, schaffen ein Umfeld, in dem Unternehmen wachsen und Bürger:innen ihre Potenziale voll entfalten können. „Bildung ist der Schlüssel zur Fachkräftesicherung. Dafür brauchen wir passgenaue Aus- und Weiterbildungsangebote – und die gelingen nur im Schulterschluss aller relevanten Akteure: Unternehmen, Kammern, Sozialpartner, Bildungsanbieter und Wirtschaftsförderung. Kommunales Bildungsmanagement sollte diese Netzwerke steuern und dafür sorgen, dass alle an einem Strang ziehen“, betonte Landrat Ben Schwarz aus Roth.
Damit war die Richtung klar gesetzt. Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind nötig. Dies machte auch Alexander Bach, Head of Trainingscenter Erlangen, in seinem Beitrag deutlich: „In der volatilen Arbeitswelt von heute ist eine solide Ausbildung nur die Eintrittskarte in das Berufsleben. Der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg ist lebenslanges Lernen.“ Und auch die HR-Abteilungen müssen sich anpassen. „Das Konzept der ‚lernenden Organisation‘ mit seinem Fokus auf Systemdenken und situativem Handeln hilft uns dabei, die raschen technologischen und organisatorischen Veränderungen erfolgreich zu meistern“, sagt Dr. Timo Holm, Head of Learning Organization der Factory Automation bei Siemens Digital Industries.
Im Mittelpunkt der weiteren Diskussionen stand die Frage, wie kommunale und regionale Bildungsnetzwerke agieren müssen, um passgenaue Bildungsangebote zu schaffen, die den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden. Eine moderierende kommunale Steuerung bietet hierfür eine solide Ausgangsbasis, um moderne Bildungslandschaften zu gestalten und den Ausbau qualitätsvoller Bildungsangebote für alle Bürger:innen zu sichern.
Einblick in die ganze Bandbreite der kommunalen Fachkräftesicherung
Torsten Brandes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nürnberg, betonte in seinem Impulsvortrag: „Die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und die damit einhergehende Arbeitslosigkeit verstellen den Blick auf unser eigentliches Problem, die Demographie. Hier kommen auf uns als Arbeitgeber und unsere Gesellschaft gewaltige Herausforderungen zu, unter anderem ein eklatanter Arbeits- und Fachkräftemangel. Um dem zu begegnen sind wir darauf angewiesen, die verfügbaren Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Ein zentraler Hebel dabei ist die berufliche Aus- und Weiterbildung.“
Sieben Impuls-Inseln boten Einblicke in praxisorientierte Lösungen für das Übergangsmanagement Schule/Beruf, einer KI-gestützten Berufsorientierung, Herausforderungen in der Care-Arbeit, der Integration ausländischer Fachkräfte, den Potenzialen von Nachhaltigkeitsstrategien, der MINT-Förderung und der beruflichen Weiterbildung.
Zielrichtung: Kommunen tauschen sich zur strategischen Fachkräftesicherung aus
In drei weiteren Foren wurden zentrale Fragen zur strategischen, Fachkräftesicherung durch Bildung vertieft und was ein kommunales Bildungsmanagement dazu beitragen kann. Wichtige Erkenntnisse: Es brauche eine Ausrichtung der Bildungsangebote auf künftige Entwicklungen, um die Transformation der Arbeitswelt bestmöglich zu flankieren. Zweitens erfordere die Fachkräftesicherung bedarfsgerechte Angebote, die auf die spezifischen Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen wie Schüler:innen, Fachkräfte im Umbruch sowie Migrant:innen eingehen. Und – drittens – sei es entscheidend, alle lokalen Ressourcen zu bündeln, in dem die Kompetenzen aller Bildungsanbieter strategisch ausgerichtet und die Wirkung der Angebote kontinuierlich überprüft werden.
Ein Beispiel für einen erfolgsversprechenden, strategischen Ansatz ist die Zukunftsinitiative Altmühlfranken aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Dort wurden für vier Branchen (Kunststoff, Steine, erneuerbare Energien und Sozialwirtschaft) strategische Fachkräfte-Konzepte entwickelt, die auch den Bildungsbereich einschließen.
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„Bildungserfolg mit Datenbasis prüfbar machen, Lernzeiten flexibilisieren“
vbw fordert verbindliche Standards für mehr Bildungsqualität in Bund und Bayern
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert verbindliche Standards für mehr Bildungsqualität in Bund und Bayern. Für die Verbesserung der Bildungsqualität in Bund und Freistaat brauche es mehr Verbindlichkeit, also die abgestimmte, verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten vom Staat über Bildungsinstitutionen bis zu jedem Einzelnen.
Im Bildungssystem müsse jedem Akteur klar sein, welche Pflichten er zu erfüllen hat und wann Anstrengung erforderlich ist. Um Bildungserfolg überprüfbar zu machen, müssen handfeste Daten erhoben und verlässliche, verbindliche Qualitätsstandards eingeführt werden. Das geht aus dem aktuellen Gutachten „Bildungsleistung durch mehr Verbindlichkeit“ des von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. initiierten Aktionsrats Bildung hervor.
„Deutlich zielführender als freundliche Unverbindlichkeit ist Klartext. Denn das Problem mit der Unverbindlichkeit ist, dass sie zu vieles offen lässt und sie keine Transparenz schafft über Erfolge und Misserfolge. Darum brauchen wir für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes zwingendermaßen Verbindlichkeit. Es muss jedem Bildungsakteur klar sein, welche Pflichten zu erfüllen sind und wann Anstrengung erforderlich ist. Die Schülerinnen und Schüler sind unsere Fachkräfte von morgen. Wir müssen sie zu mehr Eigenverantwortung beim Lernen motivieren und gleichzeitig dabei unterstützen, ihre Basiskompetenzen zu entwickeln und zu verbessern“, machte vbw Präsident Wolfram Hatz im Rahmen der Veranstaltung klar und ergänzte: „Momentan erreichen 15 Prozent der Neuntklässler nicht den Mindeststandard für den ersten Schulabschluss im Lesen. Im Freistaat sieht die Lage mit zwölf Prozent etwas besser aus, es herrscht aber Handlungsbedarf. Oft bleibt die grundlegende Kompetenzförderung auf der Strecke, gleichzeitig fehlen verbindliche Standards, um den Bildungserfolg sicherzustellen. Die Bayerische Staatsregierung hat nach dem neuerlichen PISA-Schock wichtige Weichen gestellt. Was den Bund betrifft, sollte der PISA-Bundesländervergleich wieder aufgenommen werden, um eine evidenzbasierte Weiterentwicklung des Bildungssystems zu ermöglichen.“
Im Freistaat trage die PISA-Offensive der Bayerischen Staatsregierung mit verbindlichen Sprachtests eineinhalb Jahre vor der Einschulung und der verstärkten Förderung der Kernkompetenzen in der Grundschule bereits zu einer gesteigerten Bildungsqualität bei. „Ausgehend davon brauchen wir nun einen Maßnahmenplan, der alle weiteren Bildungsphasen systematisch in den Blick nimmt. Die Heterogenität der Lernenden ist gestiegen. Indem wir Lernzeiten flexibilisieren, können wir auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten besser eingehen“, führte Hatz aus und fordert, in dem Zuge, auch die dritte und vierte Klasse sowie den Übertritt in die weiterführenden Schulen beweglicher zu gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass ein grundlegendes Kompetenzniveau erreicht wird. Im Zuge des demografischen Wandels sind unsere Unternehmen auf jede junge Nachwuchskraft angewiesen. Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder und Jugendliche im Bildungssystem den Anschluss verlieren.“
Prof. em. Dr. Rudolf Tippelt, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied des Aktionsrats Bildung, erklärte die Idee zum Gutachten: „Gibt es eine Erklärung für das Versagen des deutschen Bildungssystems trotz zahlloser Empfehlungen und Reformen Bemühungen? – Der Aktionsrat Bildung prüft die Hypothese, ob deren Verbindlichkeit und Angemessenheit zur Vermeidung von Anstrengung und zum Erhalt von Entscheidungsspielräumen ignoriert wurde.”
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Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar
vbw betont Schlüsselrolle von Bildungsqualität für Wettbewerbsfähigkeit
Mit dem Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar erinnert die Weltgemeinschaft an ihre Verpflichtung, im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda bis zum Jahr 2030 für alle Menschen weltweit und ein Leben lang für gute, inklusive und chancengerechte Bildung zu sorgen. Anlässlich des Welttages betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Stellenwert von Bildungsqualität für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und des Freistaats
„Damit unsere Unternehmen langfristig wettbewerbs- und zukunftsfähig bleiben, sind sie auf qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte angewiesen. Die Grundlage für die Nachwuchskräftesicherung legen wir in der Schule, indem wir Kindern und Jugendlichen flächendeckend qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Bildungsangebote zur Verfügung stellen“, macht vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt klar.
Insbesondere digitale Kompetenzen sind laut vbw am Arbeitsmarkt inzwischen Schlüsselfertigkeiten. „Wir müssen die Digitalisierung an bayerischen Schulen vorantreiben, digitale Lehr- und Lernformate in Unterricht als ‚New Normal‘ verankern und die jungen Menschen dabei unterstützen, kontinuierlich digitale Souveränität zu entwickeln“, führt Brossardt aus. Das gehe auch aus der Studie „Digitale Bildung an Bayerischen Schulen zwischen Pandemie und KI“ hervor, die vom Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München im Auftrag der vbw erstellt und Ende vergangenen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Digitalisierung an Bayerischen Schulen habe sich in den vergangenen Jahren spürbar beschleunigt. „Wir müssen den Schub nutzen und insbesondere beim Einsatz von KI momentan noch ungenutzte Potenziale heben“, bilanziert Brossardt.
Dass der Bildungsstandort Bayern bereits hohe Bildungsqualität vorweisen kann, zeige der erneute zweite Platz des Freistaats beim Bildungsmonitor 2024 der Initiative Neue Marktwirtschaft (INSM). „Unser Schulsystem ist traditionell stark. Der Nachwuchs hat hier in Bayern gute Voraussetzungen, um früh die Grundlagen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu schaffen“, betont Brossardt. „Wir dürfen uns mit Blick auf das bundesweit insgesamt abnehmende Bildungsniveau darauf aber nicht ausruhen. Im Gegenteil, wir müssen die guten Bildungsangebote im Freistaat schulartübergreifend konsequent weiterentwickeln. Der Nachwuchs braucht individuelle und differenzierte Förderung, insbesondere bei der Sprachkompetenz. Sie schafft fächerübergreifend die Grundlage für den schulischen Erfolg unserer Fachkräfte von morgen.“
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Ziel: Ausreichende Zahl an Plätzen
Entwicklungsplan für ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich
Ab dem Schuljahr 2026//27 wird der Rechtsanspruch auf eine ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter stufenweise eingeführt. Nun hat das Bildungsbüro der Stadt Bamberg die erste Version vom „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“ veröffentlicht, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Familien haben in näherer Zukunft ein Recht darauf, dass ihr Kind während der Schulzeit von Montag bis Freitag in einem Umfang von acht Stunden täglich betreut wird. Die Unterrichtszeit ist mit eingerechnet. Auch in den Ferien muss dann bis auf eine Schließzeit von vier Wochen eine Betreuung gewährleistet sein. Eine Pflicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, gibt es nicht. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und gleichzeitig Bildungschancen zu erhöhen.
Bayern hinkt mit einer Betreuungsquote von aktuell 56 % im Schuljahr 2022//23 im bundesweiten Vergleich hinterher. Der Bund hat nun Fördermittel in Milliardenhöhe zur Schaffung weiterer Plätze zur Verfügung gestellt. In Bayern warten die Kommunen allerdings noch auf die Veröffentlichung der Förderrichtlinie durch das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und des Staatministeriums für Unterricht und Kultus.
Vielfalt an Formen der Betreuung
In der ersten Version vom „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“, die das Bildungsbüro der Stadt Bamberg veröffentlicht hat, werde, wie die Stadt Bamberg mitteilt, der aktuelle Sachstand berichtet, die Bedarfsprognose vorgestellt und Maßnahmen zur Umsetzung vorgeschlagen. Vier Grundsatzentscheidungen und damit verbundene Handlungsempfehlungen habe der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung bereits einstimmig verabschiedet.
Die Betreuungsquote in Bamberg liege demnach aktuell bei 62,4 %. Die Bevölkerung in der Stadt und insbesondere in der Altersgruppe der 6–10-Jährigen wachse stetig an und die meisten Schulen stießen räumlich an ihre Grenzen. Gleichwohl existiere bereits jetzt eine Vielfalt an Formen der Betreuung: Mittagsbetreuung, Offene Ganztagsangebote oder Horte mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ansprüchen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Familien entgegenkommen.
Seit Oktober 2021 arbeitet das Bildungsbüro der Stadt Bamberg an der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung. Es ist zuständig für die Planung und Prozessbegleitung des Ausbaus. In zahlreichen Treffen in Gremien und Gesprächen mit den Beteiligten koordiniert das Bildungsbüro die Anstrengungen der verschiedenen Akteure, zum Beispiel Grundschulen, Träger von Offenen Ganztagsangeboten, Horten oder Mittagsbetreuung, Schulamt, Immobilienmanagement oder Schulverwaltungsamt. Ziel ist es, ausreichend Plätze in einer qualitätsvollen ganztägigen Betreuung zu schaffen.
Circa 750 zusätzliche Plätze für Kinder im Grundschulalter
So sollen in der Stadt Bamberg bis zum Jahr 2029//30 circa 750 zusätzliche Plätze für Kinder im Grundschulalter geschaffen werden, um die angestrebte Betreuungsquote von 80 % erreichen zu können. Da an den Schulen schon jetzt große Platznot herrsche und an den meisten Standorten, aufgrund von Bauprojekten insbesondere in Bamberg Ost und Bamberg Süd, mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen sei, sollen kreativ-pragmatische Lösungen gefunden werden. Etwa durch Um- und Anbauten, die Zusammenarbeit von Schulen in sogenannten Clustern und die multifunktionale Nutzung von Räumen. Diese sollen beispielsweise sowohl für den Unterricht, als auch für die Betreuung am Nachmittag durch eine entsprechende Ausstattung genutzt werden können. Eine weitere Herausforderung stellt zudem der Fachkräftemangel dar. Um den Rechtsanspruch umsetzen zu können, brauche es genügend Personal. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Jugendamt und den Trägern entstünden zurzeit koordiniert durch das Bildungsbüro Initiativen, um beispielsweise den Quereinstieg zu erleichtern und pädagogische Berufe attraktiver zu machen.
Derzeit arbeiteten die Mitarbeiterinnen des Bildungsbüros weiter intensiv in Arbeitsgruppen und Gremien mit den verschiedenen verwaltungsinternen und externen Partnern daran, dass bis zum Beginn des Rechtsanspruchs im Jahr 2026//27 jeder Familie, die es wünsche, Plätze in einer Form der ganztägigen Bildung und Betreuung zur Verfügung stehen. Ziel sei es auch, ein Leitbild mit Qualitätsstandards zu entwickeln, die für alle Angebotsformen gelten.
Der „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“ kann hier heruntergeladen werden.
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Bildungsreferent verlässt die Stadtverwaltung
„Dr. Pfeufer hat großartige Arbeit geleistet“
Nach acht Jahren bei der Stadt Bamberg und vielen erfolgreich gemanagten Projekten kehrt Bildungsreferent Dr. Matthias Pfeufer zu seinen beruflichen Wurzeln zurück. Aus persönlichen Gründen stellt sich der ausgebildete Lehrer zum 11. September wieder dem Schuldienst zur Verfügung, teilt die Stadt Bamberg mit.
„Dr. Pfeufer hat im Bereich Bildung und Sport großartige Arbeit für die Stadt geleistet. Davon haben in erster Linie die Bamberger Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und die zahlreichen Sport-Vereine profitiert. Hierfür danke ich ihm herzlich“, wird Oberbürgermeister Andreas Starke in einer Pressemitteilung der Stadt Bamberg zitiert, der den beruflichen Wechsel „bedauert, aber mit Verständnis begleitet.“
Nach acht Jahren bei der Stadt Bamberg hat sich Bildungsreferent Dr. Matthias Pfeufer entschieden, ab dem neuen Schuljahr wieder als Lehrer tätig zu sein.
„Ich blicke auf eine intensive Zeit bei der Stadt Bamberg zurück, in der ich viel bewegen und anstoßen konnte. Für das Vertrauen, das mir in dieser Zeit geschenkt wurde, bin ich sehr dankbar“, erklärt Dr. Pfeufer. Im Juli 2015 wurde er als Mitarbeiter mit der Aufgabe eingestellt, ein Bildungsbüro aufzubauen und über Projektmittel für die Finanzierung und Ausgestaltung zu sorgen. Ab Januar 2016 leitete er dieses Bildungsbüro und übernahm zwei Jahre später auch die Leitung des Amtes Bildung, Schulen und Sport. Im Juli 2020 wurde er zusätzlich zum Referenten für Bildung, Schulen und Sport ernannt.
Unter den zahlreichen Projekten, die Dr. Pfeufer geleitet hat, werden in der Mitteilung der Bildungsentwicklungsplan, die Anerkennung als „Bildungsregion in Bayern“ (gemeinsam mit dem Landkreis Bamberg), die Einführung des ersten Grundschulverbundes Bamberg-Berggebiet und der Entwicklungsplan für ganztägige Bildung und Betreuung, der in zwei Wochen in der Vollsitzung des Stadtrats vorgestellt wird, hervorgehoben. Auch mit dem ESF-geförderten Projekt „Bildung integriert“ zum Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements von 2016 bis 2021, das die Installation des Bildungsbüros ermöglicht hat, und dem BMBF-Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ habe er Bamberg als Bildungsstandort weiter vorangebracht. „In den vergangenen Jahren ist es Dr. Pfeufer immer wieder gelungen, wichtige strategische Weichenstellungen im Bildungsbereich vorzunehmen. Sein Fachwissen in diesem Bereich war sehr wertvoll für uns, ebenso wie seine Vernetzung in die Sportwelt“, erklärt Starke. „Besondere Anerkennung gebührt ihm auch für die hervorragende Koordination des Host Town Program, als wir in diesem Sommer für vier Tage Gastgeber für die Special Olympics-Delegation aus Bahrain sein durften.“
Hier findet sich ein Interview mit Dr. Pfeufer sowie Maximilian Ley, Silbermedaillengewinner über 10.000 Meter bei den Nationalen Sommerspielen der Special Olympics Deutschland in Berlin 2022 und in diesem Jahr Athletensprecher, sowie Robert Bartsch, der mit der Idee zu und der Gründung von gookids neben der Integration sozial benachteiligter Kinder in den Sport das Thema Inklusion in Bamberg in den vergangenen Jahren in die Köpfe der Gesellschaft gebracht hat.
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Erwachsenenbildung
„Bildung gehört zum Leben“
Die Katholische Erwachsenenbildung soll es den Menschen ermöglichen, sich selbst ein Bild zu machen. „Das ist wichtig für unser Menschsein und unser Christsein“, sagt Erzbischof Ludwig Schick zum 50. Jubiläum der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Erzbistum Bamberg und betont, Bildung gehöre zum Leben.
„In unserer schnelllebigen, vielgestaltigen, sich ständig verändernden Wissens- und Informationsgesellschaft muss man auf dem Laufenden bleiben, um sich selbst ein Bild machen zu können“, betont Schick in seinem Grußwort. Dabei gehe es um das eigene Umfeld, die weltweite Menschengemeinschaft und die ganze Schöpfung. „Das ist nötig, das ganze Leben lang. Bildung gehört zum Leben bis zum Lebensende“, so Schick.
„Erwachsenenbildung muss Einsicht und Verständnis des christlichen Glaubens und unserer Welt vermitteln, damit jede und jeder sich ein Bild machen kann“, fügt der Erzbischof hinzu. Die Einsicht in alle Vorgänge unserer Zeit und das Verständnis von allem, was geschehe und sich verändere, sollten wachsen, damit jeder beurteilen kann, worauf es ankomme. „All das soll helfen, dass wir in der Liebe reicher werden. Aus dem „sich ein Bild machen“ solle handeln werden im Geist Jesu für das Wohl der Mitmenschen und der ganzen Schöpfung.
Die Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg müsse sich den veränderten Gegebenheiten in Kirche und Gesellschaft anpassen. Nötige Umstrukturierungen sollten darauf zielen, die Erwachsenenbildung zukunftsfähig zu machen, so Schick.
Sowohl die Erste Vorsitzende der KEB als auch der bischöfliche Beauftragte für Erwachsenenbildung der Erzdiözese, Christian Kainzbauer-Wütig, betonen, dass das Wechselspiel zwischen Ehren- und Hauptamtlichen die Besonderheit der Katholischen Erwachsenenbildung sei. „Vor allem in der Fläche lebt die katholische Erwachsenenbildung vom ehrenamtlichen Engagement“, so Lehner. Deshalb werden laut Kainzbauer-Wütig auch keine Strukturen gefeiert, die nur unterstützen sollen und wandlungsfähig seien, „sondern Menschen aus Fleisch und Blut.“
Die Präsidentin des Bayerischen Volkshochschulverbandes, die frühere Landtagspräsidentin Barbara Stamm, nennt die Katholische Erwachsenenbildung „ein Vorbild für uns alle“ und einen wichtigen Beitrag für die Demokratie. Die Erwachsenenbildung könne dazu beitragen, „dass die Gesellschaft nicht weiter auseinanderfällt, sondern dass wir zusammenrücken“. Gerade in Krisenzeiten bekämen Bildung und Aufklärung eine zentrale Rolle, auch mit Blick auf Verschwörungstheorien und Menschen, die Fakten ignorieren. „Die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts ist die Bildungspolitik“, so die frühere bayerische Gesundheitsministerin in ihrem Grußwort.
Der Amtschef des bayerischen Kultusministeriums, Stefan Graf, bezeichnet die Katholische Erwachsenenbildung als unverzichtbaren Bestandteil des bayerischen Bildungssystems, die den Menschen Zuversicht, Halt und Orientierung gebe in einer sich wandelnden Welt. Die Wertebildung sei das ureigene Feld der konfessionellen Erwachsenenbildung, sagt Graf und betont den ganzheitlichen Bildungsansatz: „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen.“ Die KEB biete ein „tragfähiges Wertegerüst als Kompass für unser Handeln“, so der Ministerialdirektor.
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Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen
Siebter Band des Bamberger Bildungsentwicklungsplans ist erschienen
Mit der kommunalen Bildungslandschaft im Bereich Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen befasst sich der siebte und letzte Band des Bamberger Bildungsentwicklungsplans. In der Auseinandersetzung mit den Corona-bedingten Herausforderungen des Jahres 2020 wagt der Band auch einen qualitativen Blick hinter die Kulissen der Bildungs- und Kultureinrichtungen.
Kulturelle Bildung muss als fester Bestandteil einer kommunalen Bildungslandschaft und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden. Zugänge zu kultureller Bildung müssen frühzeitig und niederschwellig geschaffen werden und die Vernetzung zwischen den Akteurinnen und Akteuren muss intensiviert werden. Mit diesen Schlussfolgerungen und Handlungsfeldern schließt der letzte Band des Bildungsentwicklungsplans zum Thema „Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen“. Während der Mehrwert kultureller Bildung für den lernenden Menschen vor allem die Persönlichkeitsentwicklung betrifft, profitieren Kommunen ebenfalls von vielfältigen Angeboten kultureller Bildung. Sie sind Standortfaktoren, die Menschen von außerhalb anziehen und werden von der Bevölkerung als selbstverständliche Bildungsressource verstanden.
Die Publikation gibt einen Überblick über die Orte und Angebote kultureller Bildung in der Stadt Bamberg für einzelne Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche, Familien oder Senioren. Zu den Orten kultureller Bildung gehören Büchereien, Museen, Musikschulen, die Volkshochschule, Orte darstellender und bildender Künste, aber auch der öffentliche Raum. In der Darstellung wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Einrichtungen als Bildungspartner zu beschreiben und so das Zusammenspiel von formalem und non-formalem Lernen zu verdeutlichen, beispielsweise in der engen Zusammenarbeit von Büchereien und Schulen. Die Themen Umweltbildung, politische und historische sowie sportliche Bildung runden die Zusammenstellung ab. Einen wichtigen Stellenwert nimmt das große ehrenamtliche Engagement ein, das sich insbesondere in der Vereinsarbeit durch alle Bereiche des Lernens und der kulturellen Bildung zieht.
Kulturelle Bildung in Zeiten der Corona-Pandemie
Das Jahr 2020 mit Schließungen der kulturellen (Bildungs-)Einrichtungen stellte die Berichterstattung vor eine Herausforderung und machte die Darstellung von aktuellen Zahlen und einen Vergleich zu vorherigen Jahren kaum möglich. So entstand die Idee, für dieses besondere Jahr auf Zahlen zu verzichten und vielmehr einen qualitativen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vor welchen Herausforderungen standen die Einrichtungen, welche neuen Wege mussten sie gehen, welche Sackgassen, aber auch Lichtblicke gab es? Entstanden sind kurze Berichte über das Jahr 2020, die sich durch den gesamten Band ziehen.
„Sie geben einen direkten Einblick in ein Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt war und Einfluss auf fast alle Arbeitsbereiche der Einrichtungen und das gesamte kulturelle Leben der Stadt hatte. Ich bedanke mich bei allen, die sich auf diese Idee eingelassen haben, das Jahr für uns auf ihre Art und Weise zusammengefasst und dem Bericht damit ein besonderes Profil gegeben haben“, resümiert Ramona Wenzel aus dem Bildungsbüro der Stadt Bamberg.
Bamberger Bildungsentwicklungsplan
Der Band zum Thema kulturelle Bildung beschließt die Reihe des Bamberger Bildungsentwicklungsplans, in der die Bildungslandschaft der Stadt Bamberg von ihren Rahmenbedingungen, über die frühkindliche und schulische Bildung, Aus- und Weiterbildung bis hin zum Fokusthema Migration und Integration beschrieben wurde. Alle Veröffentlichungen stehen auf der Seite https://www.stadt.bamberg.de/Bildungsentwicklungsplan zum Download zur Verfügung.
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Bamberger Bildungsentwicklungsplan
Bildungsbüro veröffentlicht Studienband „Fokus Migration und Integration“
Das Ziel der Stadt Bamberg ist es, allen Menschen – unabhängig von Herkunft und sozialem Status – ein gutes und leicht zugängliches Bildungsangebot zu machen. Integration durch Bildung ist alternativlos. Zu dem Themenbereich „Fokus Migration und Integration“ des Bildungsplans legt das Bildungsbüro einen Querschnittsband vor, der aktuelle Daten und Informationen zum Bereich Integration durch Bildung in Bamberg zusammenfasst.
Die Themen Migration und Integration rücken seit Jahren mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, denn Bamberg ist vielfältig! Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern verlagern ihren Lebensmittelpunkt für eine gewisse Zeit oder dauerhaft aus verschiedenen Gründen nach Bamberg. Sie bilden eine heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Voraussetzungen, was das kommunale Bildungssystem vor neue Herausforderungen stellt, aber auch neue Impulse und Chancen bietet. Ziel in der Stadt Bamberg ist es, allen Menschen – unabhängig von Herkunft und sozialem Status – ein gutes und leicht zugängliches Bildungsangebot zu machen. Integration durch Bildung ist alternativlos, denn Bildung ist in jedem Alter ein Schlüssel für die Teilhabe am wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben und vereinfacht Aufstiegschancen.
Zu dem Themenbereich „Fokus Migration und Integration“ des Bildungsplans legt das Bildungsbüro einen Querschnittsband vor, der aktuelle Daten und Informationen zum Bereich Integration durch Bildung in Bamberg zusammenfasst. Er kann damit als Grundlage für zukünftige (bildungs-)politische Entscheidungen in der Stadt herangezogen werden. Anders als bei den bisherigen bei den bisherigen fünf Publikationen, die jeweils einen Bildungsabschnitt behandelten, betrachtet dieser Band das komplexe Thema Migration und Integration über den Lebensverlauf hinweg von der Kita bis zur beruflichen und non-formalen Bildung. „Uns war es von Beginn an wichtig, das Thema Migration nicht nebenbei in den fortlaufend erscheinenden Bänden abzuhandeln, sondern uns in einer eigenen Ausgabe intensiv mit der Thematik zu beschäftigen,“ so Dr. Ramona Wenzel, die verantwortliche Mitarbeiterin im Bildungsmonitoring.
Band benennt abschließend klare Handlungsfelder
Der Band fasst zunächst die demographischen Rahmenbedingungen der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zusammen. Er gibt einen Einblick in die Situation in der frühkindlichen Bildung und stellt Angebote der Sprachförderung vor. Das Kapitel „Schulische Bildung“ befasst sich mit einem für die Integration zentralen Bildungsort und beleuchtet die Zusammensetzung der Schülerschaft mit Migrationshintergrund, das Übertrittsverhalten und die erworbenen Abschlüsse auch im Vergleich zur Schülerschaft ohne Migrationshintergrund. Während im Kapitel „Berufliche Bildung“ die Schüler- und Absolventenzahlen an den beruflichen Schulen beziehungsweise Unterstützungsmöglichkeiten der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration in den Blick genommen werden, fokussiert ein weiteres Kapitel den Hochschulbereich. Auch Sprachförderung im Rahmen von Integrations- und Berufssprachkursen und die Angebote non-formaler und kultureller Bildung sowie ehrenamtliches Engagement werden betrachtet. Der ANKER-Einrichtung Oberfranken mit den ihr eigenen Strukturen als Herausforderung auch für den Bildungsbereich widmet sich das letzte Kapitel. Abschließend gibt der Band einen Ausblick auf die bevorstehenden Herausforderungen und benennt hierbei klare Handlungsfelder. Dazu gehören beispielsweise der (weitere) Ausbau von Platzkapazitäten in frühkindlichen und schulischen Bildungseinrichtungen als zentrale Orte des Spracherwerbs und der sozialen Integration. Weiteren Handlungsbedarf gibt es bei der Schulung des pädagogischen Personals für kultursensible Kommunikation und Interaktion in den sich ändernden Gruppen und Klassenzusammensetzungen oder bei der Einbindung und Stärkung der Eltern in den Bildungsprozess.
Die Veröffentlichung steht, wie alle bisherigen Bände, auf der Seite https://www.stadt.bamberg.de/Bildungsentwicklungsplan zum Download zur Verfügung.
Der abschließende Band des Bamberger Bildungsentwicklungsplans zum Themenbereich „Kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen“ wird im Sommer 2021 erscheinen.