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Corona - Page 13

Coro­na- und demo­gra­fie­be­dingt rück­läu­fi­ge Ausbildungszahlen

2020 kein gutes Jahr für aus­bil­dungs­be­rei­te Unternehmen

Knapp 3.000 Aus­bil­dungs­plät­ze waren zu Beginn des Aus­bil­dungs­jah­res 2020/​2021 noch unbe­setzt, wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit­teilt. Die Zahl der Neu­ein­tra­gun­gen fiel bei der IHK spür­bar von 4.212 auf 3.375. „2020 war kein gutes Jahr für aus­bil­dungs­be­rei­te Unter­neh­men”, resü­miert deren Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohenner.

„Noch nie gab es einen ähn­li­chen Ein­bruch bei den Aus­bil­dungs­zah­len wie 2020”, so Frau Hohen­ner. Dies lie­ge einer­seits an der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung, ande­rer­seits aber vor allem an den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie. „Coro­na brach­te nahe­zu alle Maß­nah­men zur Berufs­ori­en­tie­rung zum Erlie­gen. Auch die wich­ti­ge Bewer­bungs­pha­se im Früh­jahr hat­te dar­un­ter gelit­ten. Aus­bil­dungs­mes­sen, Schnup­per­prak­ti­ka und Bewer­bungs­ge­sprä­che konn­ten nicht in gewohn­ter Form statt­fin­den”, erläu­tert Bernd Reh­orz, IHK-Bereichs­lei­ter Beruf­li­che Bildung.


Kaum Unter­schie­de bei den Schulformen

Bei­de appel­lier­ten an die Unter­neh­men, sich von der hohen Zahl der unbe­setz­ten Lehr­stel­len im abge­lau­fe­nen Jahr nicht abschre­cken zu las­sen und auch 2021 wie­der Lehr­stel­len aus­zu­schrei­ben. Hohen­ner: „Aus­bil­dung ist schließ­lich eine Inves­ti­ti­on in die nahe Zukunft, vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass die ers­ten der gebur­ten­star­ken Jahr­gän­ge bereits jetzt in den Ruhe­stand gehen.”

Zwi­schen den ver­schie­de­nen Schul­for­men gab es gegen­über 2019 kei­nen gro­ßen Unter­schied: Bei Schü­lern mit mitt­le­rer Rei­fe sowie fach­ge­bun­de­ner und all­ge­mei­ner Hoch­schul­rei­fe betrug der Rück­gang gegen­über 2019 jeweils rund 20 Pro­zent, bei Schü­lern mit einem Mit­tel­schul­ab­schluss rund 16 Prozent.

Grö­ßer fie­len die Unter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Regio­nen aus. Wäh­rend der Rück­gang bei den Neu­ein­tra­gun­gen im Land­kreis Kulm­bach um 10,8 Pro­zent zurück­ging, ver­zeich­ne­ten die Land­krei­se Lich­ten­fels und Wun­sie­del einen Rück­gang von 25,7 Pro­zent bzw. 24,2 Prozent.

46.708 Aus­zu­bil­den­de sind 2020 in baye­ri­schen Betrie­ben aus Indus­trie, Han­del und Dienst­leis­tun­gen ins Berufs­le­ben gestar­tet, 11.8 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth betrug der Rück­gang 19,9 Prozent.


IHK rech­net auch für 2021 mit mehr Aus­bil­dungs­plät­zen als Bewerbern

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth rech­net für 2021 coro­nabe­dingt mit einem rück­läu­fi­gen Lehr­stel­len­an­ge­bot sei­tens der Unter­neh­men. Die Zahl der ange­bo­te­nen Lehr­stel­len wer­de aber auch 2021 wie­der die Zahl der Lehr­stel­len­su­chen­den über­tref­fen. „Umso wich­ti­ger ist es, in der Berufs­ori­en­tie­rung alle Regis­ter zu zie­hen”, so Hohen­ner. „Krea­ti­ve Ideen müs­sen umge­setzt, neue Wege gegan­gen werden.”

Coro­na

Infek­ti­ons­ge­sche­hen bleibt angespannt

Mit rund 50 Coro­na-Pati­en­ten in den Kli­ni­ken und Aus­bruchs­ge­sche­hen in vier Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ist das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in der Regi­on Bam­berg nach wie vor ange­spannt, wie Stadt Bam­berg und Land­rats­amt Bam­berg mit­tei­len. Dies wur­de bei der wöchent­li­chen Sit­zung der Koor­di­nie­rungs­grup­pe Coro­na von Stadt und Land­kreis Bam­berg unter der Lei­tung von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke deutlich.

The­ma­ti­siert wur­de in der Run­de auch die in den letz­ten Tagen mehr­fach auf­ge­tre­te­ne Fra­ge, wie es nach wie vor zu Infek­tio­nen in Pfle­ge­hei­men kom­men kön­ne, wo doch in allen Ein­rich­tun­gen bereits Erst- und Zweit­imp­fun­gen statt­ge­fun­den haben. „Der vol­le Impf­schutz hat sich erst nach eini­gen Wochen auf­ge­baut“, nann­te der ärzt­li­che Lei­ter, Pro­fes­sor Dr. Micha­el Sack­mann, einen wesent­li­chen Grund. Bis­her fal­len die Ver­läu­fe der Infek­tio­nen jedoch gerin­ger aus, schil­der­te die Lei­te­rin des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg, Dr. Susan­ne Paul­mann, die aktu­el­le Situa­ti­on. Des­halb gibt es nach Auf­fas­sung der Koor­di­nie­rungs­grup­pe der­zeit auch noch kei­nen Spiel­raum für eine Locke­rung der Besuchs­re­ge­lun­gen für Pfle­ge­hei­me. Die Redu­zie­rung der Kon­tak­te und die Tes­tung der Besu­cher und der Beschäf­tig­ten sind nach wie vor zum Schutz der Bewoh­ner nötig. Dies sei auch des­halb wei­ter­hin not­wen­dig, so Prof. Sack­mann, weil davon aus­zu­ge­hen sei, dass auch Geimpf­te anste­ckend sein könn­ten und die all­ge­mei­ne Impf­quo­te noch viel zu gering sei.


Koor­di­nie­rungs­grup­pe beauf­tragt Kon­zept für dezen­tra­le Impfungen

Die Koor­di­nie­rungs­grup­pe von Stadt und Land­kreis Bam­berg dis­ku­tier­te auch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, bei aus­rei­chen­der Belie­fe­rung mit Impf­stoff die Imp­fun­gen auch dezen­tral im Land­kreis anzu­bie­ten. Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke beauf­trag­ten das Impf­zen­trum Bam­berg, die ver­schie­de­nen Optio­nen zu bewer­ten und ein Kon­zept für dezen­tra­le Impf­struk­tu­ren in beson­de­ren Fäl­len zu erar­bei­ten.
Die 7‑Ta­ge-Inzi­denz­zah­len für Stadt und Land­kreis Bam­berg haben sich etwas ver­scho­ben; die Zah­len für die Stadt sind im Ver­gleich zur letz­ten Woche gestie­gen und für den Land­kreis etwas gesun­ken auf aktu­ell 95,6 für die Stadt und 97,2 für den Land­kreis. Dies liegt laut Dr. Paul­mann, Lei­te­rin des Staat­li­chen Gesund­heits­am­tes, dar­an, dass die Zuord­nung von Stra­ßen zu Stadt oder Land­kreis nicht kor­rekt erfolgt sei. Dies sei auf­ge­fal­len, da die 7‑Ta­ge-Inzi­denz der Stadt Bam­berg trotz der posi­ti­ven Fäl­le im Anker­zen­trum nicht reagiert habe. Der Feh­ler sei nun beho­ben. Die Gesamt­zahl der Fäl­le sei immer kor­rekt doku­men­tiert worden.

Auch wenn die Impf­stoff­lie­fe­run­gen noch schwan­ken und die Men­ge begrenzt bleibt, erhält das Impf­zen­trum Bam­berg Impf­stoff für durch­schnitt­lich 1.800 bis 2.500 Imp­fun­gen pro Woche; die Sozi­al­stif­tung Bam­berg mit ihren über 4.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern gilt als eigen­stän­di­ges Impf­zen­trum und wird sepa­rat mit Impf­stoff beliefert.

Click and Collect

Bewe­gungs­spiel­raum für den Einzelhandel

Anfang Janu­ar hat die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung, nach­dem sie ihn bis 2020 noch ver­bo­ten hat­te, die Ein­füh­rung des Bestell­diensts Click and Coll­ect erlaubt. Sowohl Han­dels­ver­band als auch IHK begrü­ßen die­se Ent­schei­dung, auch wenn pan­de­mieb­ding­te Umsatz­aus­fäl­le damit nur not­dürf­tig wett­ge­macht wer­den könnten.

Um den auf­grund der­zei­ti­ger sozia­ler Beschrän­kun­gen wirt­schaft­lich geschwäch­ten Ein­zel­han­del zu stär­ken, hat die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung Anfang Janu­ar die sta­tio­nä­re Bestell­va­ri­an­te Click and Coll­ect erlaubt. Dabei kön­nen Kun­din­nen und Kun­den bei Geschäf­ten online eine Bestel­lung auf­ge­ben und die bestell­te Ware im jewei­li­gen, ansons­ten geschlos­se­nen Geschäft abho­len. So sol­len die Mög­lich­kei­ten des Online­han­dels genutzt wer­den, aber nicht wie sonst unter weit­ge­hen­dem Aus­schluss des ört­li­chen Ein­zel­han­dels, son­dern zu des­sen Nut­zen und Profit.

„Der Ein­zel­han­del, auch der ober­frän­ki­sche”, sagt Tho­mas Zapf, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Stand­ort­po­li­tik der IHK Bay­reuth, „unter­liegt seit Coro­na-Beginn einer schwe­ren wirt­schaft­li­chen Prü­fung. Aber auch schon vor der Kri­se sah sich der Han­del sehr star­ker Kon­kur­renz durch Neue­run­gen im E‑Commerce aus­ge­setzt. Der Online-Han­del nimmt immer wei­ter zu – die Situa­ti­on war auch schon vor der Pan­de­mie ange­spannt.” Die Ent­schei­dung, Click and Coll­ect ein­zu­füh­ren, habe man ent­spre­chend pos­tiv auf­ge­nom­men. Zusam­men mit dem baye­ri­schen Han­dels­ver­band setz­te sich die IHK in den zurück­lie­gen­den Mona­ten bei zustän­di­gen poli­ti­schen Stel­len für die Zulas­sung von Click and Coll­ect unter Sicher­heits­aspek­ten ein.

Auch Anne­ma­rie Rudel, Kreis­vor­sit­zen­de des Bezirks Ober­fran­ken des Han­dels­ver­bands und selbst Lebens­mit­tel-Ein­zel­händ­le­rin, freut sich über die Ent­schei­dung. „Es geht bei Click and Coll­ect dar­um, die hei­mi­sche Wirt­schaft zu stär­ken und vor allem klei­ne Ein­zel­händ­ler vor Ort zu ret­ten.”
Im Ange­sicht von in den letz­ten Jah­ren immer stär­ker zuneh­men­der Ver­kaufs­zah­len im Online-Han­del sieht sich der Ein­zel­han­del der Gefahr aus­ge­setzt, von glo­ba­len Händ­lern wirt­schaft­lich noch mehr abge­hängt zu wer­den. „Wenn der­zeit schon ein gro­ßer Teil des Han­dels online unter­nom­men wird”, sagt Frau Rudel, „soll­te ein Teil davon ört­li­chen Händ­lern zugu­te­kom­men. Und das ist es ja, wor­um es bei Click and Coll­ect geht: Vor Ort bestel­le ich, vor Ort hole ich ab.” Ihr Appell an Bür­ge­rin­nen und Bür­ger fällt ent­spre­chend aus: „Ich hof­fe, die Leu­te neh­men den Click and Coll­ect-Abhol­dienst in Anspruch. Sie unter­stüt­zen damit den Einzelhandel.”

Tho­mas Zapf von der IHK emp­fiehlt Händ­lern eben­falls, die Zei­chen der Zeit zu erken­nen und mehr auf E‑Commerce zu set­zen: „Wir befin­den uns in einem sub­stan­ti­el­len Wech­sel, der ver­gleich­bar ist mit der Zeit als das Auto­mo­bil die Pfer­de­kut­sche abge­löst hat. Und es hat sich auf Sei­ten des Han­dels auch durch­aus schon rum­ge­spro­chen, dass es ohne Online-Ange­bot heu­te schwer wird.”


Trop­fen auf den hei­ßen Stein?

Aller­dings machen IHK und Han­dels­ver­band auch klar, dass Click and Coll­ect wirt­schaft­lich ange­schla­ge­nen Ein­zel­händ­lern nicht allein aus ihrer Not­la­ge hel­fen kann. Anne­ma­rie Rudel sagt: „Click and Coll­ect könn­te sich als Trop­fen auf den hei­ßen Stein her­aus­stel­len, aber man soll in die­sen Zei­ten nichts unver­sucht las­sen, Umsatz zu gene­rie­ren. Dass man mit sol­chen Maß­nah­men nicht den gro­ßen Gewinn ein­fah­ren wird, muss aber ein­leuch­ten. Ich den­ke jedoch, lau­fen­de Kos­ten las­sen sich damit decken.”

Tho­mas Zapf bewer­tet den Abhol­dienst zwar als ein Stück mehr Frei­heit für den Han­del, mahnt aber auch an, dass er regu­lä­ren Umsatz in keins­ter Wei­se erset­zen kön­ne. „Ich rech­ne damit, dass der Dienst etwa zehn Pro­zent des Umsatz­aus­falls kom­pen­sie­ren kann und somit nur ein klei­ner Bau­stein von vie­len ist. Ein Bau­stein, der ergänzt wer­den muss durch das schnel­le Flie­ßen staat­li­cher finan­zi­el­ler Hil­fen. Aber“, fügt er an, „wenn man im Schlech­ten auch etwas Gutes sehen will: Die Händ­ler, die bis­her noch kein Click and Coll­ect oder ande­re E‑Com­mer­ce-Ange­bo­te betrie­ben haben, fin­den jetzt viel­leicht den Ein­stieg in die Mate­rie und kön­nen ihre Online-Ange­bo­te nach der Kri­se noch ausbauen.”

Ski­club Bamberg

Pla­nun­gen eingefroren

Vie­le Ski­ge­bie­te stell­ten sich zuletzt als Coro­na-Hot­spots her­aus – Ski­tou­ris­mus wur­de zu gro­ßen Tei­len ein­ge­schränkt. Ein­schrän­kun­gen, von denen auch der Ski­club Bam­berg e.V. betrof­fen ist. Der Ver­ein, einer der ältes­ten Ski­ver­ei­ne Deutsch­lands, gegrün­det 1912, konn­te sei­nen Mit­glie­dern so gut wie kein Win­ter­pro­gramm bie­ten. Wie es 2021 wei­ter­ge­hen könn­te, was der Kli­ma­wan­del für den Win­ter­sport bedeu­tet und über Ski­tou­ris­mus haben wir mit Wolf­gang Schu­bert, Vor­stand­mit­glied des Ski­clubs, gesprochen.

Herr Schu­bert, wie geht es dem Ski­club Bam­berg nach einem Jahr Pandemie?

Wolf­gang Schu­bert: Noch geht es uns soweit gut, aller­dings muss­ten wir, wie so ziem­lich alle Ver­ei­ne, unser Ange­bot kom­plett runterfahren.


Wie hat sich die Pan­de­mie auf Ver­eins­ar­beit, Gestal­tung des Jah­res­pro­gramms und Ent­wick­lung der Mit­glie­der­zah­len ausgewirkt?

Wolf­gang Schu­bert: Die Ver­eins­ar­beit geht ein­ge­schränkt wei­ter, das Jah­res­pro­gramm wur­de für Win­ter 202021 her­aus­ge­ge­ben, es gibt jeweils ein Som­mer- und ein Win­ter­pro­gramm, und die Mit­glie­der­zah­len sind aktu­ell noch stabil.


Wie haben sich die Mit­glie­der­zah­len in den letz­ten Jah­ren ent­wi­ckelt? Bestehen, wie in vie­len ande­ren gesell­schaft­li­chen Berei­chen auch, Nachwuchsprobleme?

Wolf­gang Schu­bert: Unse­re Mit­glie­der­zah­len sind sogar gering­fü­gig gestie­gen, aller­dings haben wir auch star­ke Nachwuchsprobleme.


In Regio­nen und Län­dern, die Ski­tou­ris­mus anbie­ten, wur­den zuletzt inten­si­ve Dis­kus­sio­nen über die Fra­ge, ob Ski­ge­bie­te geöff­net oder geschlos­sen blei­ben sol­len, geführt. Wirt­schaft­li­che Grün­de spre­chen dafür, Pan­de­mie­be­kämp­fung dage­gen. Wie bewer­tet der Ski­club die Situa­ti­on? Wie ste­hen Sie zur letzt­li­chen, hie­si­gen Ent­schei­dung, Ski­ge­bie­te zu schließen?

Wolf­gang Schu­bert: Im Rah­men der Pan­de­mie­be­kämp­fung ist Gesund­heit und Leben an vor­ders­ter Stel­le, des­we­gen sind wir für die­se har­ten Maßnahmen.


Die Bam­ber­ger Ski-Stadt­meis­ter­schaft 2021 wur­de vor Kur­zem abge­sagt. Wie schwer fiel dem Ski­club die­se Entscheidung?

Wolf­gang Schu­bert: Wie oben schon erwähnt, müs­sen wir da soli­da­risch mit­zie­hen und es ist kei­ne Fra­ge, ob uns das schwer gefal­len ist oder nicht.


Gab und gibt es in den Win­ter­mo­na­ten ein Alter­na­tiv­pro­gramm zum Skifahren? 

Wolf­gang Schu­bert: Aktu­ell haben wir kein Alter­na­tiv­pro­gramm geplant, allein schon wegen der Kontaktbeschränkungen


Wie wir­ken sich immer wär­mer wer­den­de Win­ter, mit zurück­ge­hen­der Schnee­men­ge, auf die Arbeit eines Win­ter­sport­clubs aus?

Wolf­gang Schu­bert: Wie bei allen Win­ter­sport­clubs ist die Kli­ma­er­wär­mung auch für uns schwie­rig, aber aktu­ell und hof­fent­lich auch in den nächs­ten Jah­ren wer­den wir noch genü­gend Schnee in den höhe­ren Gebirgs­la­gen vor­fin­den. Wir wei­chen regel­mä­ßig auch auf höhe­re Lagen in Ski­ge­bie­ten in Öster­reich und der Schweiz aus. Aber auch wir wer­den uns Gedan­ken machen müs­sen, ob wir den Win­ter­sport noch mit dem Umwelt­ge­dan­ken ver­ein­ba­ren können.


Was ist für das Jahr 2021 geplant?

Wolf­gang Schu­bert: Aktu­ell sind alle Pla­nun­gen ein­ge­fro­ren und auch die noch geplan­ten Ski­fahr­ten wer­den wir Coro­na-bedingt absa­gen müssen.

Krea­tivs­ter Umgang mit der Corona-Krise

Land­kreis Bam­berg beim Stadt­ra­deln mit Son­der­preis ausgezeichnet

Nach den immensen Stei­ge­run­gen an teil­neh­men­den Radeln­den und erra­del­ten Kilo­me­tern beim Stadt­ra­deln im ver­gan­ge­nen Jahr kann sich der Land­kreis Bam­berg jetzt auch noch über eine Aus­zeich­nung des Ver­an­stal­ters Kli­ma-Bünd­nis freu­en, wie das Land­rats­amt Bam­berg mit­teilt. Gesucht wur­de der krea­tivs­te Umgang mit der Corona-Krise.

Der Ver­an­stal­ter hat­te nach Mög­lich­kei­ten gesucht, wie man das Stadt­ra­deln unter Coro­na-Umstän­den span­nend und erfolg­reich gestal­ten kann. Der Land­kreis Bam­berg hat sich dabei gegen die deutsch­land­wei­te Kon­kur­renz durch­ge­setzt und erhielt dafür nun einen Stadtradeln-Sonderpreis.

Als auf­grund der Coro­na-Kri­se die indi­vi­du­el­le Mobi­li­tät an Bedeu­tung gewann, erfreu­te sich vor allem das Fahr­rad gestei­ger­ter Beliebt­heit. Vie­le Men­schen haben im Zuge der Pan­de­mie ihren All­tag neu struk­tu­rie­ren müs­sen und dabei das Fahr­rad für sich ent­deckt. Das hat auch die Teil­nah­me beim Stadt­ra­deln 2020 beflü­gelt – aber wie könn­te man trotz der gebo­te­nen Distanz den Team­geist bele­ben und für Ersatz des schon fest ein­ge­plan­ten und sonst übli­chen Stad­ra­deln-Rah­men­pro­gramms sor­gen? Die­se Fra­ge stell­te sich das Orga-Team des Land­krei­ses Bam­berg und kam auf die Idee des „Radel­lö­wen“.

Der „Radel­lö­we“ des Land­krei­ses Bamberg.

„Wir haben uns mit einem beson­de­ren Stadt­ra­deln-Star und dem Foto-Wett­be­werb „Radel­lö­we“ einen Weg aus­ge­dacht, um unter Ein­hal­tung der Kon­takt­sper­re Men­schen zur Teil­nah­me zu mobi­li­sie­ren, aus dem digi­ta­len Aus­tausch prak­ti­sche Akti­on wer­den zu las­sen und die Öffent­lich­keit noch bes­ser zu errei­chen“, so Mar­kus Hamm­rich, Orga­ni­sa­tor des Stadt­ra­deln beim Land­kreis Bam­berg. Im Akti­ons­zeit­raum fan­den die Teil­neh­men­den im Blog des „Radel­lö­wen“ und in den sozia­len Medi­en jeden Tag ein Foto mit einem klei­nen Rät­sel-Hin­weis zum Ort, an dem das Foto mit dem Plüsch­tier-Löwen ent­stan­den ist. Auf den Bil­dern war immer auch ein inter­es­san­ter Ort im Land­kreis Bam­berg zu sehen. Die Radeln­den soll­ten her­aus­fin­den, wel­chen Ort der Radel­lö­we besucht hat. Sie soll­ten selbst hin­fah­ren, somit Kilo­me­ter sam­meln, vor Ort ein Beweis­bild machen und ein­sen­den. Die Orte wur­den so gewählt, dass sie über den gesam­ten Land­kreis ver­streut waren, damit jeder im Land­kreis die Chan­ce hat­te, in nicht all­zu gro­ßer Ent­fer­nung ein Ziel anzu­steu­ern und teil­zu­neh­men. Als Lohn für die Mühen wur­den unter allen Ein­sen­dern dann soge­nann­te „Schlem­mer­kist­la” mit reich­hal­ti­gem Genuss aus der Regi­on Bam­berg verlost.

Land­rat Johann Kalb geht fest davon aus, dass die neue Fahr­rad­be­geis­te­rung auch über die Pan­de­mie hin­aus anhält. Auch des­halb wer­den zahl­rei­che Rad­ver­kehrs­pro­jek­te und die Umset­zun­gen des All­tags­rad­ver­kehrs­pro­jek­tes vom Land­kreis vor­an­ge­trie­ben. Und auch für das Stadt­ra­deln 2021 lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen bereits auf Hoch­tou­ren. „Unser Ziel ist es, dass im Jahr 2021 mög­lichst Teams aus allen 36 Land­kreis-Gemein­den teil­neh­men und wir durch enga­gier­te und moti­vier­te Team-Kapi­tä­ne und Mul­ti­pli­ka­to­ren vor Ort in den Gemein­den wei­ter­hin so tol­le Stei­ge­run­gen beim Stadt­ra­deln sehen und damit auch viel für den Rad­ver­kehr und Kli­ma­schutz ins­ge­samt errei­chen“, so Land­rat Kalb. Der gemein­sa­me Akti­ons­zeit­raum des Stadt­ra­deln 2021 von Stadt und Land­kreis Bam­berg wird bekannt gege­ben, sobald die Anmel­dung mög­lich ist. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf https://www.landkreis-bamberg.de/Radverkehr

Coro­na

Bewoh­ne­rin einer Iso­lier­ein­heit ist mit einer Coro­na-Mutan­te infiziert

In der Regi­on Bam­berg ist am Diens­tag­abend erst­mals eine Muta­ti­on des Coro­na-Virus nach­ge­wie­sen wor­den, wie das Land­rats­amt Bam­berg und die Stadt Bam­berg mit­tei­len. Eine Bewoh­ne­rin einer Inte­rims-Ein­rich­tung der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ist mit der erst­mals in Gar­misch-Par­ten­kir­chen fest­ge­stell­ten Vari­an­te des Virus infi­ziert. Der Frau geht es gut. Sie ist symptomfrei.

Die Coro­na-Muta­ti­on, die erst­mals in Gar­misch fest­ge­stellt wur­de, ist nach aktu­el­ler Erkennt­nis nicht mit den hoch­an­ste­cken­den England‑, Süd­afri­ka- oder Bra­si­li­en-Muta­tio­nen gleich­zu­set­zen. Den­noch tun die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen im Inter­es­se des Schut­zes der Bevöl­ke­rung alles, um eine wei­te­re Aus­brei­tung zu ver­hin­dern. Dar­auf ver­stän­dig­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen am Mitt­woch­mor­gen in einer kurz­fris­tig anbe­raum­ten Bespre­chung mit Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke.

Alle Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter wur­den getes­tet

Die 88-Jäh­ri­ge war vor gut einer Woche aus einem ande­ren ober­frän­ki­schen Land­kreis in die Ein­rich­tung nach Bam­berg ver­legt wor­den. In Ober­fran­ken hat ledig­lich die Sozi­al­stif­tung Bam­berg eine sol­che Inte­rims-Ein­heit, auch Zwi­schen­ein­rich­tung genannt, auf Auf­for­de­rung der Regie­rung von Ober­fran­ken ein­ge­rich­tet. Dort ver­brin­gen Infi­zier­te, die sym­ptom­frei sind aber wei­ter pfle­ge­risch ver­sorgt wer­den müs­sen, die Zeit, bis die Infek­ti­on aus­ge­stan­den ist.

Weil eine Covid-Infek­ti­on – nicht die Muta­ti­on – bei Ein­lie­fe­rung bekannt war, erfolg­te die Betreu­ung der Bewoh­ne­rin bereits von Beginn an iso­liert und durch­ge­hend unter infek­tio­lo­gi­schem Voll­schutz. Des­halb gibt es aktu­ell nach Auf­fas­sung des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg und der Sozi­al­stif­tung Bam­berg kei­nen Anhalts­punkt für eine Aus­brei­tung der seit Diens­tag, 26. Janu­ar, als Muta­ti­on iden­ti­fi­zier­ten Infek­ti­on. Den­noch wur­den am Diens­tag und Mitt­woch alle Bewoh­ner und Mit­ar­bei­ter der Ein­rich­tung auf eine Covid-Infek­ti­on getestet. 

Ärzt­li­cher Lei­ter Impf­zen­trum Bamberg

Dr. Klaus Wei­ner im Interview

Seit zwei Wochen ist der Bam­ber­ger Arzt Dr. Klaus Wei­ner der ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums Bam­berg. Wir haben mit dem Medi­zi­ner über die täg­li­che Arbeit im Impf­zen­trum, Impf­stoff­eng­päs­se und Impf­skep­sis gesprochen.

Herr Dr. Wei­ner, wie sieht Ihre täg­li­che Arbeit im Impf­zen­trum aus?

Klaus Wei­ner: Mor­gens habe ich eine kur­ze Bespre­chung zum Infor­ma­ti­ons­aus­tausch mit unse­rer Ver­wal­tungs­lei­tung über die tages­ak­tu­el­le Situa­ti­on. Wie vie­le Impf­stoff-Dosen haben wir vor­rä­tig, wie sieht die per­so­nel­le Ein­tei­lung der Teams aus, wie die anste­hen­de Ver­sor­gung sta­tio­nä­rer Ein­rich­tun­gen nach ein­ge­gan­ge­nen Mel­de­zah­len? Dann beginnt die akti­ve Betei­li­gung an der Impf­lo­gis­tik, mit ande­ren Wor­ten, wir imp­fen – ambu­lant oder im Zen­trum. Wei­te­re täg­li­che Auf­ga­ben bestehen in Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­chen, zum Bei­spiel über Vor­ge­hens­wei­se bei Pro­blem­imp­fun­gen. Am Abend hal­te ich wie­der mit der orga­ni­sa­to­ri­schen Lei­te­rin ein Tagesresümee.

Wie vie­le Leu­te wur­den im Bam­ber­ger Impf­zen­trum bereits geimpft?

Klaus Wei­ner: Zum 21. Janu­ar hat­ten wir über 3.000 Erst­imp­fun­gen in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und über 1.000 im Impf­zen­trum. Die Zweit­imp­fun­gen sind auch schon angelaufen.


Lie­gen Sie mit die­sen Zah­len im Plan oder hät­ten bereits mehr Leu­te geimpft wer­den können?

Klaus Wei­ner: Wir lie­gen ganz gut im Plan, wur­den zeit­wei­se aber durch Impf­stoff­ver­knap­pung und durch sehr kurz­fris­tig abge­sag­te Lie­fe­rung zuge­sag­ter – und ver­plan­ter – Dosen sozu­sa­gen ausgebremst.

Im IZ sol­len bis zu 600 Imp­fun­gen täg­lich mög­lich sein. Errei­chen Sie die­se Zahl? Ist genü­gend Impf­stoff vor­han­den oder ist auch Bam­berg von Eng­päs­sen im Nach­schub betroffen?

Dr. Klaus Wei­ner, Foto: Anna Lienhardt/​Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffentlichkeitsarbeit

Klaus Wei­ner: Bei Voll­aus­las­tung aller sechs Impf­stra­ßen ist die­se Zahl rech­ne­risch im Ide­al­fall wohl denk­bar, rea­lis­tisch wür­de mei­ne Ein­schät­zung aber dar­un­ter lie­gen. Wir arbei­ten mit Men­schen, deren indi­vi­du­el­le Gege­ben­hei­ten, Ängs­te, Reak­tio­nen, Ein­schrän­kun­gen – aktu­ell imp­fen wir vie­le über 80-Jäh­ri­ge – wir zu berück­sich­ti­gen haben. Eng­päs­se gab es natür­lich, auch die Zuord­nungs­lo­gis­tik, wie die Vor­pla­nung und Bereit­stel­lung der Zweit­do­sis nach drei Wochen, bei noch unge­wis­ser Nach­lie­fe­rung, ist eine Her­aus­for­de­rung, die ein qua­si tages­ak­tu­el­les Nach­jus­tie­ren erfordert.

Wel­cher Impf­stoff wird im Bam­ber­ger IZ verwendet?

Klaus Wei­ner: Bis­lang ver­wen­den wir aus­schließ­lich den Impf­stoff von BioNTech/​Pfizer.

Lässt sich ein­schät­zen, wie aus­ge­prägt Impf­be­reit­schaft bezie­hungs­wei­se Impf­skep­sis in der Regi­on sind?

Klaus Wei­ner: Das ist schwer ein­zu­schät­zen. Wir sehen nur die Impf­wil­li­gen. In der sta­tio­nä­ren Pfle­ge ist der Anteil des impf­wil­li­gen Pfle­ge­per­so­nals aber teils noch bedrü­ckend niedrig.

Wel­che Bot­schaft wür­den Sie Impf­skep­ti­ke­rin­nen und ‑skep­ti­kern übermitteln?

Klaus Wei­ner: Infor­mie­ren Sie sich! Nut­zen Sie seriö­se Quel­len. Suchen Sie nicht nur nach Aus­sa­gen meist zwei­fel­haf­ter Kom­pe­tenz, die die eige­ne Skep­sis bestär­ken. Und im All­ge­mei­nen soll­ten die Leu­te zur Kennt­nis neh­men, dass tod- und leid­brin­gen­de Erkran­kun­gen nur durch kon­se­quen­te Impf­stra­te­gien ver­hin­dert oder sogar ganz eli­mi­niert wer­den konn­ten. Bei­spie­le hier­für sind die Pocken, Diph­te­rie, Kin­der­läh­mung, Wund­starr­krampf oder Hirn­haut­ent­zün­dung. Wir besit­zen eine schar­fe Waf­fe, die­ses Virus zu bekämp­fen: Eine wirk­sa­me und siche­re Imp­fung.
Ohne ein gewis­ses Grund­ver­trau­en in evi­denz­ba­sier­te Medi­zin wer­den wir die­se, uns alle betref­fen­de, lebens­ver­än­dern­de Pan­de­mie nicht beherr­schen. Die­ses Virus tötet, täglich.

Lie­fer­schwie­rig­kei­ten beim Impfstoff

Ab Diens­tag vor­erst kei­ne Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bamberg

Von der Ankün­di­gung, dass weni­ger Biontech-Impf­stoff als zuge­sagt gelie­fert wer­den kann, sind alle ober­frän­ki­schen Ein­rich­tun­gen betrof­fen – auch die Bam­ber­ger. Ab Diens­tag müs­sen des­halb die Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg aus­ge­setzt werden.

Die über­ra­schen­de Ankün­di­gung von Pfi­zer, dass weni­ger Biontech Impf­stoff nach Euro­pa gelie­fert wer­den kann, hat auch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf alle ober­frän­ki­schen Impf­zen­tren – auch für die Bam­ber­ger Ein­rich­tung. Die Regie­rung von Ober­fran­ken teilt mit, dass – anders als zuge­sagt – ab dem kom­men­den Diens­tag kei­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mehr im Impf­zen­trum Bam­berg geimpft wer­den kön­nen, weil der Impf­stoff fehlt. Dies betrifft rund 600 Per­so­nen. Die­se wer­den am mor­gi­gen Sonn­tag per­sön­lich durch das Impf­zen­trum Bam­berg kon­tak­tiert.

OB und Land­rat zei­gen sich ent­täuscht
„Sobald wir eine ver­bind­li­che Zusa­ge für neue Lie­fe­run­gen des Impf­stoffs haben, wer­den neue Ersatz­ter­mi­ne ver­ein­bart“, ver­spre­chen Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb in einer sofort anbe­raum­ten Sit­zung des Coro­na-Kri­sen­stabs im Impf­zen­trum Bam­berg. Star­ke und Kalb beto­nen aber, dass der Impf­stoff für all jene in Bam­berg gesi­chert sei, die schon einen Ter­min für ihre zwei­te Imp­fung ver­ein­bart haben. Die­se Ter­mi­ne für die zwei­te Imp­fung ste­hen fest und fin­den defi­ni­tiv statt.

Die für den kom­men­den Mon­tag ver­ein­bar­ten Impf­ter­mi­ne kön­nen eben­so ein­ge­hal­ten wer­den. Dies betrifft zwei Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen im Land­kreis.
Der Ober­bür­ger­meis­ter und der Land­rat zei­gen sich ent­täuscht über die unter­bro­che­ne Lie­fer­ket­te: „Wir tun vor Ort unser Bes­tes und bedau­ern, dass man uns nicht mit aus­rei­chend Impf­stoff ver­sorgt.“ Sie wei­sen jedoch dar­auf hin, dass Impf­wil­li­ge sich wei­ter­hin im Impf­zen­trum regis­trie­ren las­sen kön­nen. Dies kön­ne tele­fo­nisch, per E‑Mail oder Online erfol­gen. Sobald wie­der Impf­stoff zur Ver­fü­gung steht, nimmt das Impf­zen­trum den Kon­takt zu den regis­trier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auf und ver­ein­bart den Impftermin.

Coro­na

Groß­teil der Alten- und Pfle­ge­hei­me in Stadt und Land­kreis „erst­ge­impft“

In 25 von ins­ge­samt 33 Alten- und Pfle­ge­hei­men in der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg hat die Covi­d19-Imp­fung begon­nen. Nach aktu­el­ler Ein­schät­zung soll bis Mit­te nächs­ter Woche in allen Ein­rich­tun­gen die ers­te Imp­fung ver­ab­reicht sein.

„Es ist uns gelun­gen, bin­nen zwei­ein­halb Wochen den Groß­teil aller Alten- und Pfle­ge­hei­me in Stadt und Land­kreis Bam­berg eine ers­te Imp­fung gegen das Coro­na-Virus zu ver­ab­rei­chen“, freu­en sich Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb. Sie dan­ken dem Ärz­te- und Pfle­ge­team für die­se her­aus­ra­gen­de Arbeit. Das Impf­zen­trum Bam­berg nimmt damit in Ober­fran­ken eine Spit­zen­stel­lung ein. Star­ke und Kalb beto­nen, dass die von Stadt und Land­kreis ver­folg­te Impf­stra­te­gie wir­ke und „wir das Ziel des Coro­na-Schut­zes für die Hei­me frü­her als erwar­tet errei­chen konnten.“


„Wich­ti­ges Etappenziel“

In 25 von ins­ge­samt 33 Alten- und Pfle­ge­hei­men in Stadt- und Land­kreis Bam­berg hat die Covi­d19-Imp­fung begon­nen. In der Stadt wur­den bereits über 90 Pro­zent der Ein­rich­tun­gen besucht. Ins­ge­samt 1.039 Heim­be­woh­ner sowie 626 Beschäf­tig­te haben sich in der ers­ten Wel­le imp­fen las­sen, berich­ten Star­ke und Kalb unter Hin­weis auf Rück­mel­dun­gen der mobi­len Impf­trupps des Bam­ber­ger Impf­zen­trums. Alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den rund 2170 Impf­do­sen wur­den ver­ab­reicht. Jede Heim­be­woh­ne­rin bzw. jeder Heim­be­woh­ner sowie das Pfle­ge­per­so­nal kann sich frei­wil­lig imp­fen las­sen.
Nach aktu­el­ler Ein­schät­zung wer­de man schon bis Mit­te nächs­ter Woche in allen Ein­rich­tun­gen die ers­te Imp­fung ver­ab­reicht haben. „Das ist ein wich­ti­ges Etap­pen­ziel zum Schutz der älte­ren Men­schen und vul­nerabler Grup­pen. Je schnel­ler wir die­se Grup­pen imp­fen, des­to eher ver­mei­den wir eine Über­las­tung der Kran­ken­häu­ser und Inten­siv­sta­tio­nen“, so Star­ke und Kalb übereinstimmend.

Dank die­ses Erfolgs kön­ne bereits ab dem mor­gi­gen Frei­tag mit der Imp­fung der zwei­ten Grup­pe, den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern über 80 Jah­re, begon­nen wer­den. Das Anmel­de­ver­fah­ren dazu hat bereits begon­nen. „Anhand der gro­ße Nach­fra­ge zeich­net sich bereits jetzt ab, dass das Impf­in­ter­es­se in die­ser Grup­pe eben­falls sehr groß ist“, bekräf­tigt der Ärzt­li­che Lei­ter des Impf­zen­trums, Dr. Klaus Weiner.

Coro­na

Stadt Bam­berg rich­tet Impf-Hot­line ein

Der Start­schuss für Coro­na-Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg rückt näher. Da mit einem gro­ßen Andrang bei der Ter­min­ver­ga­be gerech­net wird, unter­stützt die Stadt Bam­berg das Impf­zen­trum mit einer eige­nen Hotline.

Der Start­schuss für die ers­ten Coro­na-Imp­fun­gen im Impf­zen­trum Bam­berg in der Bro­se Are­na rückt näher. Nach­dem zunächst Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern in Alten- und Pfle­ge­hei­men sowie Men­schen in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen geimpft wur­den, soll im Lau­fe der nächs­ten Woche mit der Imp­fung in der Risi­ko­grup­pe der Über-80-Jäh­ri­gen, die Zuhau­se leben, begon­nen wer­den. Men­schen, die sich imp­fen las­sen möch­ten, wol­len nun wis­sen: Wie bekom­me ich einen Ter­min, wie läuft die Imp­fung ab oder wie muss ich mich vor und nach der Imp­fung ver­hal­ten? Da mit einem gro­ßen Andrang bei der Ter­min­ver­ga­be gerech­net wird, unter­stützt die Stadt Bam­berg das Impf­zen­trum mit einer eige­nen Hot­line: Unter der 0951//87–2424 kön­nen über 80-Jäh­ri­ge aus Stadt und Land­kreis Bam­berg ab Diens­tag, dem 12. Janu­ar, all­ge­mei­ne Fra­gen zur Coro­na-Imp­fung und Ter­min­ver­ga­be stellen. 

Senio­rin­nen und Senio­ren unter­stüt­zen Impf­zen­trum Bam­berg bei Terminvergabe 

„Mit der zusätz­li­chen Hot­line möch­ten wir dafür Sor­ge tra­gen, dass die Ter­min­ver­ga­be trotz einer hohen Nach­fra­ge mög­lichst rei­bungs­los ver­läuft und das Impf­zen­trum Bam­berg so etwas ent­las­ten“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Betreut wird die Hot­line auf Initia­ti­ve des Vor­sit­zen­den der ARGE, Wolf­gang Bud­de, von Mit­glie­dern des Bam­ber­ger Senio­ren­bei­rats, die sich auf all­ge­mei­ne Fra­gen zur Coro­na-Imp­fung vor­be­rei­tet haben. „Ich freue mich rie­sig dar­über, dass wir sach­kun­di­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für die Hot­line gewin­nen konn­ten. Das ist geleb­tes bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment“, sagt Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp.
Die Impf-Hot­line ist täg­lich von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr geschal­ten. Für all­ge­mei­ne Fra­gen zur aktu­el­len Lage in Stadt und Land­kreis, Schul­schlie­ßun­gen, Ver­hal­tens­emp­feh­lun­gen et cete­ra wird auch das Bür­ger­te­le­fon der Stadt Bam­berg wie­der tägl. von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr frei geschal­ten: 0951//87–2525. Eine medi­zi­ni­sche Bera­tung erfolgt unter den städ­ti­schen Hot­lines nicht.

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