Gesundheitsmesse „Franken Aktiv & Vital“ feiert Jubiläum
Am 21. und 22. März öffnet die brose Arena in Bamberg erneut ihre Türen für die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital, die in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet. Geschäftsführer Steffen Marx stand uns zur Verfügung.
Mehr als 100 Aussteller werden den zahlreichen Interessenten an zwei Tagen ein breites Spektrum an Angeboten aus Medizin, Prävention, Therapie, Rehabilitation, Ernährung, Sport und Wellness präsentieren. Ergänzt wird die Messe durch ein umfangreiches Vortragsprogramm und interaktive Mitmachaktionen. Auf diese Weise wird die Messe zu einem zentralen Treffpunkt für Gesundheitsinteressierte, Familien, Senioren, Fachpublikum und pflegende Angehörige gleichermaßen.
Seit der ersten Durchführung Anfang der 2000er Jahre hat sich die Gesundheitsmesse kontinuierlich weiterentwickelt. Was einst als regionale Informationsveranstaltung begann, hat sich heute zu einer der bedeutendsten Gesundheitsplattformen Bayerns entwickelt. Das Jubiläum unterstreicht die Beständigkeit und die Fähigkeit der Messe, aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen und praxisnah zu vermitteln: „Das 20. Mal Franken Aktiv & Vital ist für uns vor allem ein Dankeschön an unsere Besucherinnen und Besucher“, erklärt Steffen Marx, der Geschäftsführer des Messeteams Bamberg. „Deshalb haben wir das Jubiläum zum Anlass genommen, das Programm noch vielfältiger zu gestalten und zusätzliche Aktionen einzuplanen.“ Konkret dürfen sich die Gäste auf erweiterte Vortragsformate, Jubiläumsaktionen an ausgewählten Messeständen sowie kleine Überraschungen über beide Messetage hinweg freuen: „Wir wollten bewusst kein nostalgisches Feiern an sich, sondern zeigen, wie modern und relevant das Thema Gesundheit heute ist – und wie sich die Messe in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat“, so Marx.
Thematische Vielfalt für alle Lebensphasen
Ein zentraler inhaltlicher Partner ist erneut das Uniklinikum Erlangen, das weit über die Rolle eines klassischen Sponsors hinausgeht: „Das Uniklinikum Erlangen ist für uns kein klassischer Sponsor, sondern viel mehr: ein inhaltlicher Impulsgeber“, betont Marx und führt fort: „Die Besucher profitieren dementsprechend direkt vom aktuellen medizinischen Wissen aus Forschung und Praxis. Dies hat für beide Seiten nur Vorteile.“
Neben klassischen Fachvorträgen werden Besucher auch niedrigschwellige Beratungsangebote vorfinden und die Möglichkeit haben, sich direkt mit medizinischem Fachpersonal auszutauschen: „Gerade die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und verständlicher Vermittlung ist für viele Besucher besonders wertvoll!“, so der Veranstalter.
Die Messe greift bewusst diejenigen Themen auf, die Menschen jeden Alters betreffen können: Prävention, psychische Gesundheit, Familie und Freizeit, Suchttherapie, Outdoor & Bewegung sowie Wege zur Selbstversorgung. Gesundheit wird ganzheitlich betrachtet, wobei Körper, Geist, soziales Umfeld und Lebensstil miteinander verbunden werden. Dies spielt gerade in der heutigen Zeit eine immer bedeutsamere Rolle: „Psychische Belastungen nehmen seit Jahren zu – befeuert durch Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten und gesellschaftlichen Druck“, erklärt die Messeleitung und erörtert weiter: „Wir wollen aufklären, sensibilisieren und konkrete Hilfsangebote sowie Alltagsstrategien vermitteln.“
Prävention bleibt ein zentrales Leitmotiv der Messe: „Nicht krank zu werden, ist immer noch die beste Form der Gesundheit“, so Marx. Aussteller zeigen dahingehend, wie Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung, ausgewogene Ernährung und ein gesundheitsbewusster Lebensstil helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder frühzeitig erkennen zu können.
Ein wachsender Trend ist das Thema Selbstversorgung. Frei nach dem Motto „Du bist, was du isst“ erfahren Besucher, wie sie mit kleinen Mitteln eigene Lebensmittel anbauen können, sei es auf dem Balkon, im Garten oder in Gemeinschaftsgärten. „Die Besucher können lernen, dass Selbstversorgung kein Luxus ist, sondern ein Beitrag zu einem gesunden, selbstbestimmten Leben“, so Marx. Neben der gesundheitlichen Komponente stärkt Selbstversorgung Verantwortung, Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für die Herkunft der Lebensmittel. Dies kann ein Spaß für die gesamte Familie sein.
Familie & Freizeit: Lebensqualität gemeinsam gestalten
Gesundheit bedeutet auch Lebensfreude. Deshalb widmet sich ein eigener Bereich den Themen „Familie und Freizeit“. Von regionalen Ausflugszielen über Urlaubsangebote bis hin zu Bildungs- und Freizeitideen für Kinder und Jugendliche erhalten Familien zahlreiche Anregungen, wie sie ihre gemeinsame Zeit aktiv, gesund und sinnvoll gestalten können: „Die Zeit mit unseren Liebsten ist ein zentraler Faktor für Wohlbefinden“, betont Marx. Eltern erfahren zudem, wie sie Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und Wochenenden oder Urlaubszeiten optimal nutzen können.
Ein besonderes Highlight im Jubiläumsjahr ist heuer die erstmalige Integration der Zusatzausstellung „Senioren & Reha-Care Franken“. Sie ist räumlich offen gestaltet und thematisch eng mit der Hauptmesse verzahnt: „Uns war wichtig, kein abgetrenntes Sonderformat zu schaffen, sondern eine schlichte, aber echte und gewinnbringende Erweiterung der Messe zu etablieren“, erklärt Geschäftsführer Steffen Marx.
. Im Fokus stehen Mobilität, Pflege, Rehabilitation, barrierefreies Wohnen und digitale assistive Technologien. Senioren, Menschen mit Behinderungen und pflegende Angehörige finden hier innovative Produkte, Beratung und direkte Ansprechpartner: „Gerade pflegende Angehörige profitieren davon, viele Informationen und Kontakte an einem Ort zu finden“, betont das Messeteam. Besucher können Rollstühle, Rollatoren, Treppensteighilfen, Gehhilfen und weitere Hilfsmittel ausprobieren und erhalten praxisnahe Tipps für Alltag, Therapie und Pflege.
Nachhaltiger Nutzen über die Messe hinaus
Das umfangreiche Vortragsprogramm richtet sich bewusst an verschiedene Zielgruppen: „Unsere Vorträge sind so konzipiert, dass sowohl interessierte Laien als auch Fachpublikum einen echten Mehrwert haben“, erläutert Steffen Marx. Familien profitieren besonders von Präventions- und Ernährungsvorträgen, Betroffene und Angehörige von Vorträgen zur psychischen Gesundheit, während Senioren und Pflegepersonen gezielt Reha- und Pflegethemen finden. Praxisnahe Beispiele, leicht verständliche Inhalte und interaktive Elemente sollen die Umsetzung des Gelernten im Alltag erleichtern.
Die Messe versteht sich nicht nur als einmaliges Event, sondern als Ausgangspunkt für nachhaltige Entscheidungen. „Idealerweise verlässt man die Messe nicht nur mit Eindrücken, sondern mit konkreten nächsten Schritten“, wünscht sich Steffen Marx. Beratungsangebote auf der Messe, regionale Netzwerke, weiterführende Informationsmaterialien und persönliche Kontakte unterstützen Besucher dabei, das Gelernte in den Alltag zu übertragen – sei es bei Prävention, Therapie, Pflege oder Freizeitgestaltung.
Die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital findet am 21. und 22. März 2026 in der brose Arena Bamberg statt, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr. Weitere Informationen sind unter www.franken-aktiv-vital.de oder direkt beim Messeteam Bamberg unter 0951⁄180 70 500 erhältlich.
Das könnte Sie auch interessieren...
Zwischen Aufbruch, Digitalisierung und neuen Perspektiven für die Branche
Immobilienmesse Franken 2026
Wenn sich im Januar 2026 die Türen der brose ARENA öffnen, steht die Region einmal mehr im Zeichen von Immobilien, Innovation und Inspiration. Die 23. Immobilienmesse Franken bringt am 24. und 25. Januar mehr als 150 Aussteller zusammen – von Bauträgern und Energieberatern bis hin zu Banken, Handwerksbetrieben und SmartHome-Spezialisten.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Immobilienmesse Franken eine feste Institution im fränkischen Veranstaltungskalender und konnte immer wieder zahlreiche Interessenten begeistern.
Gerade in einer Zeit, in der die Immobilienbranche unter veränderten Rahmenbedingungen steht – so beispielsweise steigende Baukosten, höhere Zinsen, Unsicherheit bei Förderungen und dergleichen – bietet die Messe eine wertvolle Plattform für einen konstruktiven Austausch, allgemeine Orientierung innerhalb des Immobiliensektors und selbstverständlich auch konkrete Lösungen für offene Fragestellungen.
Kontinuität und Aufschwung
„Natürlich hat sich in den 2020er Jahren zunächst die Besucherzahl verringert“, erinnert sich Yannick Beulcke, für Marketing zuständig beim Messeteam Bamberg. Die Coronajahre hätten auch hier deutliche Spuren hinterlassen. Doch schon bald nach der Pandemie sei spürbar gewesen, dass das Interesse am Thema Wohnen ungebrochen ist: „Nach Ende der Covid-19-Pandemie konnten wir wieder Jahr für Jahr eine Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen.“
Für 2026 blickt das Team optimistisch nach vorn und hofft erneut auf stabile Besucherzahlen: „Wir versuchen im kommenden Jahr wieder die Ursprungszahlen mit über 6000 Besuchern zu erreichen – und sind dahingehend zuversichtlich, dass das gut funktionieren wird“, so Beulcke.
Auch inhaltlich habe sich die Messe stetig weiterentwickelt: „Wir haben eine starke Basis an Stammausstellern, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Gleichzeitig stoßen immer wieder neue, spannende Unternehmen hinzu – das hält die Veranstaltung lebendig.“
Ein klarer Trend zeichnet sich dabei ab: Der Bereich Sanierung gewinnt zunehmend an Bedeutung: „Das merken wir bei unseren Besuchern deutlich“, sagt Beulcke und führt fort: „Dieser Themenkomplex wird immer beliebter – im Einklang mit der allgemeinen Marktentwicklung.“ Denn die Zahl der privaten und öffentlichen Baugenehmigungen gehe zurück. Dies habe mit den gestiegenen Zinsen, der unsicheren wirtschaftlichen Zukunftserwartung und natürlich mit hohen Preisen zu tun.
Digitalisierung trifft auf den Wunsch nach persönlichem Austausch
Die Messe 2026 steht unter dem Motto „Modernisieren, Renovieren, In- & Outdoor-Living, Energie, Service Wohnen, SmartHome, Sicherheit & Einbruchschutz & alternative Wohnformen“. Diese Themen spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, aber bieten im Umkehrschluss auch zahlreiche Chancen für beide Seiten: Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, digitale Steuerungssysteme und die Suche nach neuen Wohnkonzepten:
„Natürlich gibt es in diesen Bereichen durch technologische Entwicklungen spannende Neuerungen“, betont Beulcke. „Unsere innovativen Aussteller präsentieren diese auch auf der Messe“, lädt er herzlich alle Interessenten zur zukunftsorientierten Messe ein.
Auch organisatorisch hat sich die Messe modernisiert: mit einem Online-Ticketshop, neuen digitalen Werbekanälen und gezielten Social-Media-Aktivitäten. Trotzdem bleibe der persönliche Kontakt das Herzstück der Veranstaltung: „Das Messeerlebnis selbst lebt vom persönlichen Austausch. Messen sind der Treffpunkt zwischen Anbieter und Nachfrager, der alle Sinne bedient und den es seit Menschengedenken gibt.“
Gerade in einer zunehmend digitalen Welt sei es wichtig, reale Begegnungen zu ermöglichen. „Wir möchten in dieser Zeit bewusst einen Kontrast schaffen“, erklärt Beulcke und sagt weiter: „Bei der eigenen Immobilie spielt Vertrauen eine sehr große Rolle – und Vertrauen entsteht im persönlichen Gespräch. Die 23. Immobilienmesse Franken soll erneut eine Plattform für genau diesen Austausch sein. Zwischenmenschliche Beziehungen werden mehr und mehr digitalisiert.“
Organisation, Erfahrung und Begeisterung
Hinter einer Messe dieser Größenordnung steckt enorme Logistik. Die Koordination von über 150 Ausstellern, die Planung von Flächen, Technik, Werbung und Besucherströmen – all das erfordert Routine und Detailwissen: „Große Veranstaltungen sind mit großen Herausforderungen verbunden. Man muss zahlreiche Dinge unter einen Hut bringen“, so Yannick Beulcke.
Das Messeteam Bamberg sei dabei ein eingespieltes Team: „Wir gehen die Sache sehr routiniert und strukturiert an. Das ist wichtig, damit am Ende alle Teile zusammenpassen.“
Und die Mühe lohnt sich: „Das Schönste ist, wenn am Ende alles funktioniert und man in glückliche Gesichter blickt, denn wenn wir unseren Job gut machen, geht jeder zufrieden nach Hause. Der Besucher hat eine Lösung für sein Anliegen gefunden – und auch für die Aussteller lohnt sich das Ganze. Dieses positive Feedback zu bekommen, macht einfach Freude. Dafür macht man es.“
Regionalität als Stärke
Ein besonderes Merkmal der Immobilienmesse Franken ist ihr starker regionaler Bezug. Sie versteht sich nicht nur als Branchentreff, sondern auch als eine Art „Schaufenster“ der regionalen Wirtschaftskraft. Hier wird Lokalkolorit vermittelt: „Der Großteil unserer Aussteller kommt aus der Region“, erklärt Beulcke und fügt selbstbewusst hinzu: „Franken ist nach wie vor eine wirtschaftsstarke Region – und das gilt auch für die Immobilienbranche.“
Auf der Messe lasse sich diese Vielfalt unmittelbar erleben: innovative Baukonzepte aus der Region, nachhaltige Energieprojekte aus dem Umland sowie kreative Innen- und Außenraumgestaltung aus dem Handwerk. „Wir möchten die kleine Hürde auf wieder über 6000 Besucher nehmen und für die 23. Immobilienmesse Franken begeistern“, betont Beulcke.
Zwischen Marktunsicherheit und Aufbruchstimmung
Die Lage auf dem Immobilienmarkt bleibt trotz guter Ideen und gesundem Optimismus nichtsdestotrotz angespannt: Zinsen und Baukosten bremsen Investitionen, gleichzeitig steigt der Bedarf an Wohnraum. Dennoch will Beulcke Mut machen: „Es sind herausfordernde Zeiten. Aber das heißt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben. Herausforderungen muss man entgegentreten – durch Aktion, nicht Resignation.“
Viele Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, hätten bereits frühere Krisen überstanden: „Diese Firmen sind stark, erfahren und verlässlich – und somit gute Ansprechpartner, wenn es um Neubauten, Sanierungen oder auch den Erwerb von Immobilien geht.“
Auch die Wünsche der Käuferinnen und Käufer hätten sich im Laufe der Zeit zum Teil deutlich gewandelt: „Es ist ganz normal, dass sich mit der Zeit Prioritäten verändern“, erklärt Beulcke. „Gerade die Themen rund um Energieeffizienz sind besonders stark nachgefragt, ebenso wie Sanierungen.“ Immer wichtiger werde zudem der Aspekt der Autarkie – also der Wunsch, unabhängiger zu werden, da die Zukunft auf allen Ebenen für immer mehr immer unberechenbarer werde aufgrund verschiedenster Dinge: „Dazu zählen spannende Lösungen im Energiebereich ebenso wie das Hochbeet im Garten oder Gärtnern auf dem Balkon.“
Innovationen, Förderungen und politische Weichenstellungen
Wer sich auf der Messe umschaut, kann hautnah erleben, wie rasant sich die Branche weiterentwickelt. In dieser Branche ist es bedeutend, immer mit der Zeit zu gehen: „Den neuesten Stand der Technik sieht man bei den Produkten der Aussteller“, erklärt Beulcke. „Ob bei Fenstern mit besseren Dämmwerten, höherwertigen Sicherheitsstandards, innovativen Baustoffen oder Heizsystemen mit gesteigerter Effektivität bei teilweise rückläufigen Preisen – Fortschritt ist überall sichtbar.“
Auch bei der Finanzierung und Förderung bleibt die Messe ein wichtiger Informationspunkt für alle Betroffenen und Interessenten: „In einigen Teilen gibt es Fördermöglichkeiten, in anderen spricht man darüber und hofft auf weitere Programme“, so Beulcke. „Letztendlich werden die Aussteller über den jeweils aktuellen Stand informieren. Niemand ist näher dran als diese.“
Doch auch die politischen Rahmenbedingungen beeinflussen die Dynamik des Marktes, darüber hinaus seien stabile wirtschaftliche Perspektiven entscheidend. „Weitere Förderprogramme, etwa für junge Familien, wären hilfreich. Und ein stabiler Arbeitsmarkt ist wichtig, damit Menschen es sich vorstellen und leisten können, in eine Immobilie zu investieren und aus einer perspektivisch prosperierenden und sicheren Zukunftserwartung heraus Kraft für eine Investition dieser Größenordnung zu schöpfen.“
Die Immobilienmesse Franken 2026 wird einmal mehr zeigen, dass die Branche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten voller Energie und Gestaltungswillen steckt. Zwischen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionaler Stärke bleibt sie das, was sie immer war: ein Ort, an dem Vertrauen entsteht, Ideen Gestalt annehmen und Zukunftspläne Form gewinnen – und das am allerbesten, wenn man sich gegenübersteht und von Angesicht zu Angesicht kommunizieren kann.
Das könnte Sie auch interessieren...
Treffpunkt für den nächsten Karriereschritt
Erfolgreiche Premiere der Jobmesse Franken 2025 in Bamberg
Am vergangenen Wochenende fand die Premiere der Jobmesse Franken in der brose Arena Bamberg statt. Diese Auftaktveranstaltung war sehr erfolgreich und bescherte den fast 70 Ausstellern über 2.200 motivierte und qualifizierte Besucher aus ganz Franken, wie das veranstaltende Messeteam Bamberg mitteilt.
Am 11. und 12. Oktober öffnete die Jobmesse Franken in der brose Arena Bamberg erstmals ihre Türen. Die Messe richtete sich vor allem an qualifizierte und motivierte Menschen, an Quereinsteiger und alle, die einen neuen Job suchen, sich informieren oder weiterbilden möchten. Somit stellte sie eine Erweiterung des Bamberger Messeangebots dar und unterschied sich von den bereits etablierten Ausbildungs- und Studienmessen in Bamberg.
Bereits in ihrem Premierenjahr etablierte sich die Jobmesse Franken als relevante Veranstaltung für den fränkischen Arbeitsmarkt und zog über 2.200 Besucherinnen und Besucher an.
Idee und Entstehung
Die Idee zur Jobmesse entstand aus einem klaren Bedarf: Sowohl bestehende Aussteller anderer Messen des Messeteam Bamberg als auch zahlreiche Unternehmen aus der Region berichteten über einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden. Um diesem Mangel aktiv zu begegnen, wurde die Jobmesse Franken ins Leben gerufen. Im Premierenjahr präsentieren sich nun fast 70 Unternehmen und setzen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein starkes Signal für den fränkischen Arbeitsmarkt.
Starke regionale Partnerschaften
Die Begrüßung der geladenen Gäste, Schirmherren und Aussteller übernahm einmal mehr Alina Marx, jüngste Mitarbeiterin im Messeteam Bamberg. In seiner Eröffnungsrede betonte Steffen Marx, Geschäftsführer der MTB Messeteam Bamberg GmbH, die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit: „Ich bedanke mich bei der Stadt und dem Landkreis Bamberg für die Unterstützung und enge und gute Zusammenarbeit.“ Die Messe profitierte zusätzlich von der Unterstützung zahlreicher Medien und auch aus Politik und Verwaltung kam Rückenwind. Schirmherr Landrat Johann Kalb lobte die „nahtlose Zusammenarbeit“ und betonte: „Wie immer, wenn das Messeteam etwas anpackt, ist es ein Erfolg.“ Auch Schirmherr Jonas Glüsenkamp, zweiter Bürgermeister und Personalreferent der Stadt Bamberg, ergänzte: „Schon vom Parkplatz aus, war die volle Messehalle zu sehen. Die Messe tut der Region gut und bietet den Unternehmen der Region sowie der Stadt Bamberg eine Riesenchance.“ Außerdem hob er die Vielfalt der Aussteller und die Bedeutung der Veranstaltung für die Messestadt Bamberg hervor. „Bereits nach wenigen Stunden waren die Hallen gut gefüllt und es entstanden viele intensive und produktive Gespräche.“
Zufriedene Aussteller
Aussteller und Besucher zeigten sich durchweg begeistert: Unternehmen freuten sich über die Möglichkeit, qualifizierte Kandidaten direkt kennenzulernen und betonten, dass sich die Besucher besonders engagiert zeigten. Die Besucher vor Ort schätzten die Gelegenheit, mehrere Arbeitgeber an einem Ort zu treffen und direkt in Kontakt mit Personalverantwortlichen zu treten. Isabell Brendel aus dem Personalmanagement der Fränkischen Rohrwerke betonte, dass sie bereits „einige spezialisierte Fachkräfte kennenlernen konnte“. Zudem hätten sich „mehrere Facharbeiter für eine Bewerbung interessiert“. Robin Volk von Volk Coaching zeigte sich besonders von der Organisation und Durchführung überzeugt: „Das Team hat sich um jedes Problem sofort gekümmert.“ Außerdem hob er die Bedeutung des Vortragsprogramms hervor: „Die Vorträge waren definitiv eine gute Ergänzung zur Messe. Danach konnten wir mit einigen Interessierten am Stand tolle und intensive Gespräche führen.“
Auch Florian Probst von Bamberg Service zog ein positives Fazit: „In Summe gab es viele interessante Gespräche, und wir freuen uns darauf, unser Bewerberportal in den nächsten Tagen genau zu beobachten.“
Cicero Mensah von der Lupp Facility Management GmbH ergänzte: „Das Networking hier auf der Messe mit den anderen Ausstellern gefällt mir sehr gut.“ Zudem freute er sich über die „vielfältigen und qualitativ hochwertigen Gespräche“. Arnd Schleuter, operativer Standortleiter von Simon Hegele, resümierte nach drei Stunden: „Wenn die Messe jetzt beendet wäre, hätte es sich bereits gelohnt.“ Weiter führte er aus: „Wir konnten in kurzer Zeit viele wirkliche Interessenten treffen und zu allen Bereichen Gespräche mit hoher Qualität führen. Außerdem haben wir in nur drei Stunden Bewerber für komplexe Stellen gesprochen, für die wir sonst vermutlich drei Monate gebraucht hätten.“
Vorträge
Ein Highlight der Messe war das vielseitige Vortragsprogramm im MGO-Vortragsforum. Neben spannenden Einblicken in verschiedene Berufsbilder standen Themen wie Karriereplanung, Weiterbildung und die Zukunft des Arbeitsmarkts im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich gezielt zu informieren und wertvolle Impulse für ihre berufliche Entwicklung mitzunehmen.
Das Messeteam Bamberg blickt gespannt in die Zukunft. Steffen Marx merkte abschließend an: „Wir haben das Ziel, die Messe weiter auszubauen und noch mehr Kontakte zwischen engagierten Arbeitssuchenden und der lokalen Wirtschaft zu ermöglichen.“ 2026 soll die Messe dann im September stattfinden. Bilder, Videos und weitere Informationen gibt es auf der Website www.jobmesse-franken.de
Das könnte Sie auch interessieren...
Treffpunkt für den nächsten Karriereschritt
Jobmesse Franken
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die neue Jobmesse Franken, die Unternehmen aus der Region helfen soll, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Steffen Marx, Geschäftsführer des veranstaltenden Messeteams Bamberg, stand uns Rede und Antwort.
Die Jobmesse Franken am 11. und 12. Oktober wird von der MTB Messeteam Bamberg GmbH organisiert, die seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Messen wie die Immobilienmesse Franken und die Gesundheitsmesse Franken aktiv und vital ausrichtet. Sie findet in der brose Arena Bamberg statt, in der Steffen Marx, Wolfgang Heyder und ihr Team vor rund zwei Jahrzehnten erstmals die Immobilienmesse Franken auf die Beine stellten. „Im Rückblick ist die Zeit schnell vergangen“, denkt Steffen Marx an die Anfänge zurück. „Bei der Immobilienmesse war das 10jährige Bestehen – aktuell haben wir bereits die 23. Messe – etwas Besonderes. Wir haben damals zusätzlich ein 1.000 Quadratmeter großes Zelt im Außenbereich aufgebaut und weitere Aussteller gehabt, inklusive vorausschauend dem Thema E‑Mobilität. Nun steht bei der Gesundheitsmesse das 20. Jubiläum an. Und mit der Jobmesse startet ein weiteres Projekt.“
Bei dieser kooperiert das Messeteam mit starken Partnern aus dem Medienbereich und großen Netzwerken aus dem Wirtschaftsbereich, von denen es tolle Unterstützung gab, ebenso wie von Stadt und Landkreis Bamberg, wie Steffen Marx betont. Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, zugleich Personalreferent der Stadt Bamberg, und Landrat Johann Kalb fungieren auch als Schirmherren. Das Ziel ist es, mit dieser Messe regionale fränkische Firmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel zu unterstützen und Einwohnern zu helfen, den passenden Arbeitsplatz zu finden oder auch sich über Weiterbildung zu informieren. Die Jobmesse Franken findet am Samstag und Sonntag jeweils ganztägig von 10 bis 18 Uhr statt – ein Konzept, das sich bei den beiden anderen Messen des Messeteams etabliert hat.
Die Jobmesse Franken bietet auch neben den Gesprächen an den Messeständen wertvolle Networking-Möglichkeiten. Sowohl Bewerber als auch Unternehmen können in entspannter Atmosphäre Kontakte knüpfen, Partnerschaften aufbauen oder branchenspezifische Trends und Entwicklungen diskutieren. „Für Unternehmen ist dies eine hervorragende Gelegenheit, nicht nur passende Mitarbeiter zu finden, sondern auch ihre Arbeitgebermarke zu stärken und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren“, so Marx.
Qualifizierte, motivierte und verfügbare Arbeitssuchende, Wechselwillige, Quereinsteiger, Fach- und Führungskräfte in Voll- und Teilzeit sowie an Weiterbildung interessierte Menschen aus ganz Franken können als Besucher der Messe entsprechende Kontakte knüpfen. Wie Marx betont, werde das übliche Bewerbungsverfahren umgekehrt. Anstelle erst eine Bewerbung zu schreiben, entstehe hier zunächst der persönliche Kontakt, was in ungezwungener Atmosphäre direkt ein Gefühl in fachlicher Hinsicht auf beiden Seiten vermitteln kann, aber auch dahingehend, ob die Chemie stimmt. Für die Besucher rät er im Vorfeld sich zu informieren, welche Firmen und Institutionen vor Ort sind, mit denen man ins Gespräch kommen möchte, um so die fachliche Richtung schon für sich auszuloten.
Anstelle erst eine Bewerbung zu schreiben, entstehe hier zunächst der persönliche Kontakt, was in ungezwungener Atmosphäre direkt ein Gefühl in fachlicher Hinsicht auf beiden Seiten vermitteln kann, aber auch dahingehend, ob die Chemie stimmt. Für die Besucher rät er im Vorfeld sich zu informieren, welche Firmen und Institutionen vor Ort sind, mit denen man ins Gespräch kommen möchte, um so die fachliche Richtung schon für sich auszuloten.
Hohe Branchenvielfalt und Fachvorträge
Denn die Jobmesse Franken kann bereits bei ihrer Premiere eine hohe Branchenvielfalt aufweisen. An der Messe beteiligen sich beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Bau, Handwerk, Gesundheit, Handel und Dienstleistung sowie dem öffentlichen Dienst. Auch Bildungsträger, Weiterbildungsinstitute und Dachverbände werden vor Ort sein, die den Dialog zu neuen Bewerbern und unterschiedlichsten Mitarbeitertypen suchen. „Damit gibt es für fast jeden Besucher einen potenziell passenden Arbeitgeber, und es entstehen zahlreiche Chancen für Quereinsteiger“, erklärt Marx.
Auch Inklusion, ein Thema das immer wichtiger wird, ist auf der Messe gut präsent. Das Thema spielt nicht nur bei Neueinstellungen eine Rolle. Denn einen Großteil der Behinderungen machen erworbene Behinderungen aus, demzufolge können auch bestehende Arbeitsverhältnisse im Laufe der Jahre davon betroffen sein. Und da ist es hilfreich, wenn die Unternehmen in Sachen Inklusion bereits vorbereitet sind. Bei der Jobmesse Franken werden, wie Marx betont, mehrere Aussteller die Chance, die die Integration von Menschen mit Behinderung bietet, aufzeigen.
Im Vortragsforum sorgen darüber hinaus kompetente Referenten für ein abwechslungsreiches und informatives Vortragsprogramm. An beiden Messetagen finden zahlreiche Fachvorträge zu verschiedenen beruflichen Möglichkeiten, Fort- und Weiterbildung, Wegen in die Selbstständigkeit sowie Unternehmensvorstellungen statt.
Trotz der großen Branchenvielfalt liegt der Fokus der Messe klar auf fränkischen Unternehmen, betont Marx. Damit sollen die lokale Wirtschaft gestärkt und talentierte, qualifizierte Mitarbeiter aus der Region mit spannenden Arbeitgebern zusammengebracht werden. „Dies trägt aktiv dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Da die räumliche Nähe zum Arbeitgeber für viele Bewerber ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl ist, erhöhen sich die Chancen auf erfolgreiche Gespräche. Dies steigert den Mehrwert der Veranstaltung für alle Beteiligten.
„Vor etwa anderthalb Jahren haben wir konzeptionell begonnen, vor etwa einem Jahr dann mit der Ausstellersuche und Ansprache. Und nun planen wir die Durchführung der ersten Messe“, ist Marx selbst gespannt und voller Vorfreude. Rund 2.000 Firmen wurden angesprochen, ein qualitativ hochwertiger Mix an Ausstellern ist daraus entstanden, von Behörden bis zum Hidden Champion aus der Region. Für die Folgejahre ergibt sich aus Steffen Marx´ Erfahrung nach erstmaliger Durchführung ein Potenzial, die Messe auch in Sachen Aussteller-Anzahl deutlich auszubauen. Die brose Arena biete auch im Vergleich zu den zunächst belegten noch deutlich mehr Flächen, wie die Immobilienmesse und die Gesundheitsmesse zeigten. Marx denkt beim Vergleich auch an Highlights zurück, wie an das 10jährige Immobilienmesse-Jubiläum „mit großem Zelt im Außenbereich zusätzlich und ein Aussteller hat tatsächlich außen ein Holzhaus aufgebaut. Auch die Erweiterung der brose Arena war spannend und hat intensiv in unsere Messen eingegriffen.“
Auch für Wissbegierige und an Selbstständigkeit Interessierte dürfte die Messe ein interessanter Termin werden. Neben zahlreichen Unternehmen sind auch Bildungsträger und Weiterbildungsinstitute auf der Messe vertreten. „Wenn Menschen kommen, die qualifiziert und motiviert sind, ernsthaft einen Job suchen, weil sie sich verändern möchten oder weil sie den nächsten Karriereschritt planen, umziehen oder nicht mehr pendeln möchten, dann sind das die Wunschbesucher“, sagt Steffen Marx. „Aber auch alle die sich für Weiterbildung interessieren sind herzlich willkommen und finden viele gute Infos.“
Der direkte Ansprechpartner direkt vor Ort
Die Jobmesse Franken kann so als Messe zu einem neuen, zentralen Treffpunkt für Unternehmen, Politik und Fachkräfte in der Region werden, die Arbeitgebern eine starke Plattform zur Gewinnung von Arbeitskräften bieten und Besucherinnen und Besuchern vielfältige Karrierechancen eröffnen kann. Für die Besucher ist die Jobmesse eine Chance, die Filter der Bewerberauswahl zu umgehen, betont Marx. „Das persönliche Gespräch zum Job wird in Zeiten der Digitalisierung immer seltener. Durch den Austausch an den Messeständen können jedoch direkt Termine für weiterführende Gespräche vereinbart werden. So müssen Interessierte weniger Geduld aufbringen als bei langwierigen Online-Bewerbungen.“
Außerdem lernten Interessierte den direkten Ansprechpartner im Bewerbungsprozess kennen, der sofort auf deren Fragen eingehen und sie auf persönlicher Ebene kennenlernen könne. „Und das Ganze in diesem Fall bei einer Vielzahl an Unternehmen, statt Wochen mit der Durchsicht von Stellenanzeigen zu verbringen und auf Antworten zu warten.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Basketball
Wolfgang Heyder wechselt als Gesellschafter zu Würzburg Baskets
Wolfgang Heyder, langjähriger Geschäftsführer von Brose Bamberg, wechselt zu einem anderen Basketballverein. Ab nächster Saison wird der 67-Jährige einer von drei neuen Gesellschaftern der Würzburg Baskets.
Indem Wolfgang Heyder Anfang März bei den Bamberg Baskets sein Amt als Nachwuchskoordinator des Freak City Bamberg e.V. niederlegte, deutete sich bereits ein Schritt, wie der, den er nun gemacht hat, an. Denn wie die Würzburg Baskets Ende letzter Woche (5. April) mitteilten, hat Heyder eine neue Position in der Basketball-Branche gefunden. Zum Beginn der nächsten Saison der Basketball-Bundesliga wird Wolfgang Heyder einer von fünf Gesellschaftern des Erstliga-Vereins. Bisher leiteten Jochen Bähr und Jürgen Meissner die „Sport + Event Würzburg Baskets GmbH“, neu hinzugekommen sind neben Heyder nun auch Christian Schenk und Steffen Liebler.
„Wir freuen uns sehr darüber“, werden Meissner und Bähr zitiert, „dass wir mit Steffen, Christian und Wolfgang sehr viel Basketball-Leidenschaft, Know-How, Kontakte und auch jede Menge Kompetenz in verschiedenen Bereichen dazu bekommen.“ Damit sei man als Team für die Herausforderungen der kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und könne die Entwicklung der Würzburg Baskets weiter vorantreiben.
Mit Wolfgang Heyder kommt eine der bekanntesten Persönlichkeiten des fränkischen, bayerischen und deutschen Basketballs zu den Würzburg Baskets. Der 67-jährige Heyder war 15 Jahre lang Geschäftsführer der Bamberg Baskets. In dieser Zeit gewann der Verein sechs deutsche Meistertitel und drei Pokalsiege. Nach der Saison 2013 //2014 war „Mister Bamberg“, so Heyders nun nicht mehr ganz passender Spitzname, nach Unstimmigkeiten mit dem früheren Hauptsponsor Michael Stoschek als Geschäftsführer zurückgetreten. Zuletzt war er drei Jahre lang als Nachwuchskoordinator tätig.
„Das Angebot, als Gesellschafter bei den Würzburg Baskets einzusteigen, hat mich sehr geehrt und ich habe es gerne angenommen“, sagt Wolfgang Heyder. „Würzburg ist ein toller Basketball-Standort mit viel sportlicher Kompetenz im Profi- und im Nachwuchsbereich. Ich freue mich darauf, Verantwortung zu übernehmen und dabei zu helfen, die Jugendarbeit noch besser als bisher aufzustellen.“
Niedrige Publikumszahlen
„Die Veranstaltungsbranche soll keine Szene werden, die nur durch Absagen glänzt“
Kulturveranstaltungen sind wieder ohne Corona-Beschränkungen möglich. Trotzdem hat die Veranstaltungsbranche mit niedrigen Publikumszahlen zu kämpfen. Woran das liegt und wie die Branche damit umgeht, haben wir mit Wolfgang Heyder, Geschäftsführer des Veranstaltungsservice Bamberg, besprochen.
Viele Kulturveranstalter klagen darüber, dass das Publikum Veranstaltungen fern bleibt, obwohl es zum Beispiel keine Coronavorschriften mehr gibt, die das nötig machen würden. Können Sie diese Entwicklung der Veranstaltungsbranche bestätigen?
Wolfgang Heyder: Ja. Im Sommer hatten wir noch gute Verkaufszahlen beziehungsweise Tickets von Veranstaltungen, die aus dem letzten Jahr verschoben worden waren, wurden sehr zahlreich eingelöst. Überragende Zahlen waren es nicht, aber gute. Als dann aber die Outdoor-Veranstaltungen des Sommers vorbei waren und die Indoor-Veranstaltungen im Herbst losgingen, haben wir sehr schnell gespürt, dass die Verkäufe eher defensiv wurden. Es gibt zwar Ausreißer nach oben, das sind meistens überregionale, internationale Acts, aber immer auch wieder Flops. Die Leute scheinen sich also ganz genau auszusuchen, wo sie hingehen.
Sorge vor eine Ansteckung mit Corona könnte also ein Grund dafür sein?
Wolfgang Heyder: Ja, ich denke schon, dass da immer noch viele Bedenken haben und bei keinen Shows im Innenraum dabei sein wollen. Wir sehen das zum Beispiel daran, dass immer noch einige Besucher Maske tragen, obwohl es keine Maskenpflicht mehr gibt.
Was tun Sie im Kulturboden in Hallstadt, um die Sorgen vor Corona zu zerstreuen?
Wolfgang Heyder: Diese Sorgen sind eine gefühlte, eine individuelle und subjektive Angelegenheit – den Leuten so etwas zu nehmen, ist schwer. Wir arbeiten aber immer noch, wie von Anfang an, mit Abstandsregeln und intensiver Lüftung. Diejenigen, die keinen engen Kontakt mit anderen Leuten im Publikum haben wollen, müssen diesen auch nicht haben. Ein Risiko, das abschrecken könnte, bleibt aber eben bestehen.
Spielen auch die derzeit steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten eine Rolle bei der Zurückhaltung des Publikums?
Wolfgang Heyder: Im Lauf des Novembers werden wir versuchen, genauer herauszufinden, wie die Leute die Veranstaltungsszene diesbezüglich einschätzen, aber momentan kann ich das noch nicht bestätigen.
Stehen Sie in Kontakt mit anderen Veranstaltern, gibt es dort die gleichen Sorgen?
Wolfgang Heyder: Ja, das gilt für alle. Überall hört man von geringeren Verkaufszahlen – das ist die klare Tendenz.
Wie gehen Sie mit dieser Tendenz um?
Wolfgang Heyder: Wir haben uns die Strategie gegeben, für Indoor-Veranstaltungen in den kommenden Monaten erst mal weniger zu buchen und uns auf die kommenden Open-Air-Shows richten. Zum Beispiel diskutieren wir gerade, wie wir mit dem BamLit 2023 umgehen und es vielleicht in den Sommer verschieben. Auch hier – das hat sich bei der Ausgabe 2022 gezeigt – haben wir ein Klientel, das sehr vorsichtig agiert.
Welche Rückmeldungen geben die Leute, die Indoor-Veranstaltungen besuchen? Bleibt auch hier Sorge oder herrscht Sorglosigkeit?
Wolfgang Heyder: Genau wie gesamtgesellschaftlich gibt es auch hier viele, die da keinerlei Bedenken mehr haben und sich nicht einschränken. Viele sagen auch, dass sie einfach wieder Kulturveranstaltungen wollen und diese auch unterstützen möchten.
In den nächsten Tagen haben Sie im Kulturboden in Hallstadt einen Auftritt von Wolfgang Krebs, einen vom Totalen Bamberger Kabarett und eine Rod Stewart-Tribute-Show. Wie ist die konkrete Auslastung dieser Veranstaltungen?
Wolfgang Heyder: Wolfgang Krebs läuft sehr gut, er wird mit etwa 350 von 380 Plätzen fast ausverkauft sein. Auch TBC läuft gut mit über 200 Plätzen, oder Mäc Härder, der heute Abend auftritt. Dann kommt aber mit Mr. Rod eine Show, deren Vorverkauf zäh läuft. Da werden wir kaum auf mehr als 100 verkaufte Plätze kommen. Es ist einfach komplett unterschiedlich, wie die Leute auf einzelne Shows reagieren.
Wie viele Konzerte müssen Sie derzeit absagen?
Wolfgang Heyder: Abgesagt wird derzeit trotz allem relativ wenig. Während der Hochzeit der Pandemie mussten wir natürlich sehr viel verschieben oder ganz absagen. Aber jetzt versuchen wir, alle geplanten Veranstaltungen durchzuziehen. Die Veranstaltungsbranche soll keine Szene werden, die nur durch Absagen glänzt. Wenn es dazu nötig ist, eine Veranstaltung mit geringen Publikumszahlen durchzuführen, tun wir das eben. Verkaufen wir keine oder nur eine Handvoll Karten, sagen wir natürlich ab. Aber wenn 50 oder 60 Leute kommen, auch wenn das sehr wenig ist, machen wir die Veranstaltung. Es ist uns wichtig, dass der Betrieb am Leben bleibt und sich das Publikum darauf verlassen kann, dass Shows stattfinden.
Aber eine Auslastung von 50 von 380 belegten Plätzen kann sich unmöglich rechnen.
Wolfgang Heyder: Nein, das rechnet sich nicht – das ist klar. Aber wir sehen das als Investition, die wir in Kauf nehmen. Wenn wir wieder die Hälfte der Veranstaltungen absagen, ist das für das Publikum nicht mehr nachvollziehbar und der Kulturboden ist irgendwann von der Bildfläche verschwunden.
Könnte die herbst- und winterliche Zurückhaltung des Publikums eine Dauerzustand werden? Muss die Veranstaltungsbranche umdenken und sich stärker auf die Open-Air-Möglichkeiten des Sommers konzentrieren?
Wolfgang Heyder: Ich hoffe nicht! Wir hoffen, dass sich diese Zustände schon wieder normalisieren. Es wurde von der Politik ja vorhergesagt, dass der jetzt beginnende nochmal ein schwieriger Winter werden könnte – damit müssen wir umgehen.
Wie sehen Sie demgemäß die Rolle der Politik zurzeit? Wird genug für die Veranstaltungsbranche getan, um einerseits auf den Winter einzustimmen, andererseits aber auch allzu große Sorgen zu nehmen?
Wolfgang Heyder: Die Medien neigen dazu, die Politik immer für alles verantwortlich zu machen. Ich finde, dass es auch für die Politik schwierig ist, hier eine Einschätzung abzugeben. Es ist immer wieder eine neue Situation und nach wie vor eine Situation, die keiner wirklich kennt. Da der Politik irgendetwas anzukreiden, würde ich nicht tun.
Spricht da der Veranstalter oder das SPD-Mitglied?
Wolfgang Heyder: Beides. Ich habe meine Probleme, mit dem, was an Zweifeln und Vorwürfen gerade gegenüber der Politik stattfindet. Es geht zu oft um Schlagzeilen. Auch in anderen Bereichen der großen Politik waren viele derzeitige Entwicklungen einfach nicht vorherzusehen. Was wir für uns und für die Kulturbranche aber tatsächlich doch wünschen würden, wäre, dass die Wirtschaftlichkeitshilfe aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen bis Ende Mai verlängert wird. Denn die Unterstützungs-Zahlen haben bei weitem noch nicht den Vor-Corona-Standard erreicht.