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Bamberg - Page 5

„Der Stern in dir“

Zwei Frau­en, eine Visi­on: Ein Bene­fiz­mär­chen für Bamberg

Am 16. Mai bringt das Pro­jekt „Der Stern in dir“ ein ganz beson­de­res Bene­fiz­mär­chen im Kul­tur­bo­den Hall­stadt. Dahin­ter ste­hen zwei Frau­en – Saskia Steck aus Bam­berg, und Andrea Raf­fae­la Böll aus der Schweiz –, die mit Musik und Fan­ta­sie nicht nur unter­hal­ten, son­dern auch Gutes tun wol­len. Im Gespräch mit dem Stadt­echo erzählt die Bam­ber­ger Co-Autorin und Pro­jekt­lei­te­rin Saskia Steck, wie aus einer spon­ta­nen Idee ein Her­zens­pro­jekt wurde.

„Die Idee zu „Der Stern in dir“ ist eigent­lich aus einer „Schnaps­idee ohne Schnaps“ ent­stan­den“, sagt Saskia Steck lachend. Zusam­men mit Andrea Raf­fae­la Böll, einer Freun­din aus der Schweiz und frü­he­ren Gesangs­leh­re­rin, orga­ni­sier­te sie 2024 ganz spon­tan eine Musi­cal-Bene­fiz-Night in Gau­stadt. Inner­halb von drei Mona­ten stand die Show – der Saal war voll, die Stim­mung groß­ar­tig, und am Ende konn­ten sie 1.000 Euro an das Kin­der- und Jugend­hos­piz Ster­nen­zelt spen­den. „Wir hat­ten so viel Spaß dar­an, dass wir gesagt haben: Das machen wir grö­ßer. Pro­fes­sio­nel­ler. Und öfter.“

Die Ent­schei­dung, den Erlös dem Kin­der- und Jugend­hos­piz Ster­nen­zelt in Bam­berg zukom­men zu las­sen, war für Saskia Steck sehr per­sön­lich. Die Pro­jekt­lei­te­rin lebt selbst mit einer chro­ni­schen Auto­im­mun­erkran­kung und weiß, wie wich­tig Unter­stüt­zung für Fami­li­en mit schwer kran­ken Kin­dern ist. „Die Pfle­ge dort wird finan­ziert, aber alles drum her­um – Ange­bo­te für Eltern, Geschwis­ter, Begeg­nun­gen – läuft über Spen­den. Genau das woll­ten wir unterstützen.“


Was ist gut in mir?

„Der Stern in dir“ erzählt die Geschich­te des Mäd­chens Liva, das sich auf die Suche nach einem ver­schwun­de­nen Stern macht, der über ihrem Dorf Schutz gespen­det hat. Auf ihrer Rei­se begeg­net sie sym­bo­li­schen Figu­ren: einem Löwen ohne Mut, einer Köni­gin mit har­ter Fas­sa­de und zer­bro­che­nem Inne­ren, einem Wald vol­ler Spie­gel, die ihr nur Livas nega­ti­ven Sei­ten zei­gen. Am Ende erkennt Liva: Der Stern leuch­tet nicht am Him­mel – son­dern in jedem Men­schen selbst. „Es geht um Selbst­wert, Mut, Ver­letz­lich­keit und dar­um, sich selbst anzu­neh­men – mit Licht und Schat­ten,“ so Saskia Steck.

Saskia Steck, Foto: Mar­tin Rahn /​www.schwarzeliste.ch


Bei dem Gan­zen ist das Publi­kum Teil der Geschich­te, und das ganz bewusst. Die Zuschau­er dür­fen mit­ent­schei­den, wie die Geschich­te wei­ter­geht. Außer­dem gibt es eine soge­nann­te Ster­nen­wand: Dort kön­nen Besu­cher Ster­ne auf­hän­gen und auf­schrei­ben, was ihnen Hoff­nung gibt oder was sie an sich selbst schät­zen. „Wir wol­len den Fokus weg vom Nega­ti­ven len­ken. Mal nicht: Was läuft alles schief? Son­dern: Was ist eigent­lich gut in mir?“

War­um der Kulturboden?

Ursprüng­lich soll­te das Stück wie­der – wie die Ver­an­stal­tung 2024 – im Sän­ger­heim in Gau­stadt lau­fen, doch das ist nicht bar­rie­re­frei. Der Kul­tur­bo­den bie­tet Platz, ist gut erreich­bar und offen für alle. „Inklu­si­on war uns wich­tig. Jeder soll kom­men kön­nen – mit Kin­der­wa­gen, Roll­stuhl oder ein­fach nur mit Neu­gier.“ Auch Wolf­gang Heyder, Chef des Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg und Ver­an­stal­ter, steht dahin­ter: „Ich hal­te das für ein ganz wun­der­ba­re Akti­on, des­halb auch unse­re Unterstützung!“

Gemein­sa­me Vision

Wäh­rend die Bam­ber­ge­rin Saskia Steck aus dem klas­si­schen Gesang kommt und heu­te auch als Hoch­zeits­sän­ge­rin arbei­tet, ist Co-Autorin Andrea Raf­fae­la in der Schweiz eine bekann­te Metal-Sän­ge­rin, Boo­ke­rin und Vocal-Coach. Sie wur­de sogar zu einer der bes­ten weib­li­chen Metal-Stim­men gekürt. „Genau das ist das Schö­ne bei uns: Unter­schied­li­che Sti­le, eine gemein­sa­me Vision.“

„Wir wol­len Licht in die­se momen­tan dunk­len Zei­ten brin­gen. Über­all hört man von Kri­sen, Krie­gen, Angst. Die Men­schen wer­den miss­traui­scher. Wir wol­len mit Musik wie­der Wär­me schaf­fen.“ Der Pro­jekt- und Ver­an­stal­ter­na­me Can­ta­via ist dabei Pro­gramm: Cant­are (sin­gen) und Avia (Flü­gel) – die Stim­me soll Flü­gel verleihen.

So geht es nach Bam­berg weiter

Zunächst fei­er­te das Mär­chen am 7. März Pre­mie­re in Baden (Schweiz), danach folgt Bam­berg am 16. Mai. Lang­fris­tig den­ken die bei­den sogar über einen eige­nen gemein­nüt­zi­gen Ver­ein nach. „Aber erst mal wol­len wir die Kos­ten decken, Men­schen berüh­ren – und zei­gen, dass Kul­tur auch Herz haben kann.“

Jah­res­aus­stel­lung des BBK Oberfranken

„Trans­pa­renz“ in der Vil­la Dessauer

Die Jah­res­aus­stel­lung „Trans­pa­renz“ des BBK Ober­fran­ken e. V. wid­met sich einem eben­so viel­schich­ti­gen wie aktu­el­len The­ma: der Trans­pa­renz. Im Gespräch erläu­tert der Vor­sit­zen­de Ger­hard Schlöt­zer, wie unter­schied­lich Künst­le­rin­nen und Künst­ler die­sen Begriff inter­pre­tie­ren – und wel­che Span­nun­gen, Irri­ta­tio­nen und Denk­an­stö­ße sich dar­aus für das Publi­kum ergeben.

„Das The­ma zielt auf Kon­tras­te“, erklärt Ger­hard Schlöt­zer. „Allem vor­an auf den Kon­trast zwi­schen Durch­schei­nen und Ver­de­cken, Erschei­nen und Ver­schwin­den, sicht­bar machen und Ver­ber­gen – und das sowohl im phy­si­ka­li­schen als auch im über­tra­ge­nen Sinn.“ Gera­de die­se Gegen­sät­ze bil­den den roten Faden der Aus­stel­lung. Trans­pa­renz erscheint hier nicht als ein­deu­ti­ger Zustand, son­dern als dyna­mi­sches Span­nungs­feld, das sich in unter­schied­lichs­ten künst­le­ri­schen Stra­te­gien entfaltet.

Die Band­brei­te der Arbei­ten ist ent­spre­chend groß: „Abs­tra­hier­te Land­schafts­for­men von unten gese­hen in Mar­mor“, „Über­la­ge­rung von Durch­bli­cken und Spie­ge­lun­gen an glä­ser­nen Grenz­flä­chen mit­tels Foto­gra­fie“ oder „bestick­te Stoff­bah­nen, die sich über­la­gernd ver­schie­de­ne Zeit­zu­stän­de dar­stel­len“. Hin­zu kom­men Arbei­ten, die mit über­ra­schen­den Mate­ri­al­kom­bi­na­tio­nen arbei­ten: etwa „Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nun­gen als Trans­pa­renz­ver­spre­chen, ein­ge­gos­sen in einen über­di­men­sio­nier­ten, durch­sich­ti­gen Kunst­stoff­do­nut“, oder „soli­de Holz­blö­cke, die durch vie­le Ein­schnit­te mit der Kreis­sä­ge in durch­schei­nen­de Lamel­len­struk­tu­ren zer­legt wer­den und an Archi­tek­tur­mo­del­le erinnern“.

Auch male­ri­sche Posi­tio­nen erwei­tern das Spek­trum: „die gegen­sei­ti­ge Durch­drin­gung meh­re­rer mög­li­cher Daseins­for­men mit­tels sur­rea­ler Male­rei“ oder „ges­ti­sche, groß­for­ma­ti­ge Tusche­ma­le­rei, die auf die Rück­sei­te geroll­ter manns­ho­her Papier­rol­len durch­schla­gend das Papier durch­dringt“. Selbst imma­te­ri­el­le Aspek­te wer­den the­ma­ti­siert, etwa „die Luft als trans­pa­ren­tes Trä­ger­me­di­um vie­ler Lebens­pro­zes­se, dar­ge­stellt in schmun­zeln­den Zeichnungen“.

„Eine gro­ße Viel­falt teils mehr­fa­cher Trans­pa­renz­be­zü­ge steckt in den Wer­ken der 33 aus­stel­len­den pro­fes­sio­nel­len Künst­le­rin­nen und Künst­ler“, fasst Herr Schlöt­zer zusam­men. Besich­ti­gen kann man die Aus­stel­lung vom 3. April bis 17. Mai.


Kunst im Dia­log: Die sozia­le Plastik

Ein beson­de­rer Akzent liegt auf einer Arbeit, die sich nicht als abge­schlos­se­nes Werk ver­steht, son­dern als offe­ner Pro­zess: eine „sozia­le Plastik“.

„Unser neu­es Mit­glied Flo­ri­an Seu­bert, der im Grenz­be­reich von Lite­ra­tur, Thea­ter und Per­for­mance arbei­tet, wird an vie­len Tagen der Aus­stel­lung per­sön­lich anwe­send sein“, erklärt Schlöt­zer. „Auf einem Schild steht: „Schrift­stel­ler bei der Arbeit: Sprich mit mir!“ An einem klei­nen Tisch im Ober­ge­schoß der Vil­la Des­sau­er sit­zend, wird er kom­mu­ni­ka­ti­ons­wil­li­ge Besu­che­rin­nen und Besu­cher erwar­ten. Die­se sind ein­ge­la­den, direkt mit dem Künst­ler in Aus­tausch zu tre­ten, Fra­gen zu stel­len und Gedan­ken zu tei­len. Etwa­ige Gesprä­che wer­den Teil des Kunst­werks selbst: „Die Ergeb­nis­se der sich dar­aus ent­wi­ckeln­den Gesprä­che wird er auf Kle­be­zet­teln an den ihn umge­ben­den Wän­den des Aus­stel­lungs­rau­mes festhalten.“

Vero­ni­ka RIedls „Fas­sa­den“ Foto: Vero­ni­ka Riedl

Gera­de die Offen­heit die­ses Pro­zes­ses ist zen­tral: „Weil es sich um einen offe­nen Pro­zess han­delt, wäre es ver­früht, kon­kre­te Erwar­tun­gen dar­an zu knüp­fen.“ Statt­des­sen liegt der Fokus auf der Betei­li­gung, denn es ist sonn­vol­ler, sich selbst ein­zu­brin­gen und am Ver­lauf die­ses Pro­zes­ses aktiv zu betei­li­gen. So ent­steht ein leben­di­ges Werk, das sich im Lau­fe der Aus­stel­lung ver­än­dert und ver­dich­tet – getra­gen von den Stim­men der Besu­che­rin­nen und Besucher.


Mate­ri­al als Mitgestalter

Ein wei­te­rer zen­tra­ler Aspekt der Aus­stel­lung ist die Bedeu­tung von Mate­ri­al und Tech­nik. „Bei den ver­wen­de­ten Mate­ria­li­en und Tech­ni­ken gibt es eine brei­te Aus­wahl – vom the­ma­tisch nahe­lie­gen­den Trans­pa­rent­pa­pier bis zu Holz und Stein, die man zunächst nicht mit Trans­pa­renz in Ver­bin­dung brin­gen würde.“

Vie­le Künst­le­rin­nen und Künst­ler arbei­ten lang­fris­tig mit bestimm­ten Mate­ria­li­en und ent­wi­ckeln dar­aus ihre künst­le­ri­sche Spra­che. „Die­se Mate­ria­li­en erfor­schen sie meist bis in die Tie­fe hand­werk­li­cher Fra­gen und erpro­ben immer wie­der aufs Neue ihre inhalt­li­che Aus­drucks­kraft.“ Dabei ent­steht ein enger Dia­log zwi­schen Idee und Mate­ri­al: „Das Mate­ri­al ist für sie nicht nur dienst­ba­res Medi­um zur Ver­mitt­lung ihrer Ideen, son­dern ein gleich­be­rech­tig­ter Part­ner beim Pro­zess der Kunstwerdung.“

Trans­pa­renz wird dabei nicht nur im wört­li­chen Sin­ne ver­stan­den. Zwar kom­men Mate­ria­li­en wie „Glas, Gieß­harz und dün­ner Stoff“ zum Ein­satz, doch gleich­zei­tig wird immer auch eine meta­pho­ri­sche Ebe­ne ange­spro­chen: „klar, ein­leuch­tend, ver­ständ­lich, durch­schau­bar“. So ent­ste­hen Arbei­ten, die über das Sicht­ba­re hin­aus­wei­sen und grund­le­gen­de Fra­gen nach Wahr­neh­mung, Erkennt­nis und Wirk­lich­keit stellen.


Gesell­schaft­li­che Spiegelungen

Vie­le der aus­ge­stell­ten Wer­ke grei­fen gesell­schaft­li­che, poli­ti­sche oder per­sön­li­che The­men auf. Trans­pa­renz wird hier zu einem Begriff, der weit über das Mate­ri­el­le hin­aus­geht. Ein Bei­spiel ist Gert Res­sel, der mit sei­nem Wort­spiel „Trans­pa­renz – trans par­ents“ die Mehr­deu­tig­keit des Begriffs nutzt und fami­liä­re wie gesell­schaft­li­che Kon­stel­la­tio­nen reflek­tiert. Dabei han­delt es sich um eine Rücken­an­sicht von zwei wohl homo­se­xu­el­len Män­nern mit einem Kind an der Hand.

Vero­ni­ka RIedls „Fas­sa­den“ Foto: Vero­ni­ka Riedl

Auch Vero­ni­ka Riedl the­ma­ti­siert gesell­schaft­li­che Struk­tu­ren. Ihre durch­schei­nen­den, von innen leuch­ten­den Por­zel­lan­struk­tu­ren erin­nern an fra­gi­le Fas­sa­den im Ver­fall. Für sie sind die­se Arbei­ten eine Meta­pher für Macht­struk­tu­ren: „reprä­sen­ta­ti­ve Fas­sa­den als undurch­sich­ti­ge, ver­ber­gen­de Hül­le von eigen­in­ter­es­sen­ge­lei­te­ten Pro­zes­sen in Wirt­schaft und Poli­tik“. Ihre Schluss­fol­ge­rung ist eben­so poe­tisch wie kri­tisch: „Alle Fas­sa­den fan­gen irgend­wann an zu brö­ckeln, spä­tes­tens dann gewäh­ren sie einen klei­nen Blick ins Inne­re.“ Damit wird Trans­pa­renz zu einem Schlüs­sel­be­griff für das Ver­ständ­nis gesell­schaft­li­cher Pro­zes­se – zwi­schen Offen­le­gung und Verschleierung.


Kura­tie­ren als dia­lo­gi­scher Prozess

Bei einer Aus­stel­lung mit 33 betei­lig­ten Künst­le­rin­nen und Künst­lern spielt die Aus­wahl der Wer­ke eine ent­schei­den­de Rol­le. Die meis­ten Aus­stel­lun­gen des BBK Ober­fran­ken wer­den unter sei­nen Mit­glie­dern oder den Mit­glie­dern ande­rer BBKs aus­ge­schrie­ben – meist unter einem Ober­the­ma, wie „Trans­pa­renz“, „Mehr und Weni­ger“ oder „Die Gren­ze“, um die Aus­stel­lungs­the­men in der Vil­la Des­sau­er der letz­ten 3 Jah­re zu nen­nen. Die ein­ge­hen­den Bewer­bun­gen wer­den von einer fach­kun­di­gen Jury dann pas­send zum The­ma und dem Aus­stel­lungs­ort so aus­ge­wählt und ange­ord­net, dass ein sinn­vol­ler Bezug zwi­schen den Wer­ken ent­steht: „Ein Dia­log, der im bes­ten Fall auch zu den Aus­stel­lungs­be­su­chern spricht!“

Die Aus­wahl­kri­te­ri­en sind zum einen die künst­le­ri­sche Qua­li­tät, über die in der Jury inten­siv dis­ku­tiert wird, und zum ande­ren die Bezie­hun­gen, die die Wer­ke im Aus­stel­lungs­kon­text zuein­an­der ent­wi­ckeln kön­nen: „Man kann sich die Jury als eine Art Kura­to­ren­team vor­stel­len, das mit dem von den Künst­le­rin­nen und Künst­lern zur Ver­fü­gung gestell­ten Mate­ri­al ver­sucht, eine mög­lichst anre­gen­de und aus­sa­ge­kräf­ti­ge Aus­stel­lung zu bau­en.“ So ent­steht ein Dia­log – zwi­schen den Wer­ken selbst, aber auch zwi­schen Kunst und Publikum.

Wirt­schaft im Raum Bam­berg trotzt schwie­ri­gen Rahmenbedingungen

Bam­ber­ger Wirt­schaft wächst – Indus­trie schwächelt

Die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten im Raum Bam­berg ist seit 2019, dem Jahr vor Coro­na, um 3.157 auf 97.770 ange­stie­gen, so die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in einer aktu­el­len regio­na­len Ana­ly­se. Die Stadt Bam­berg ver­zeich­ne­te ein Plus von 3.269 auf 57.747, der Land­kreis Bam­berg hin­ge­gen einen leich­ten Rück­gang um 112 auf 40.023 Beschäftigte.

Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wirft einen genaue­ren Blick auf die Zah­len der Bun­des­agen­tur für Arbeit für die ein­zel­nen Bran­chen. Eine Ana­ly­se der ein­zel­nen Wirt­schafts­ab­schnit­te zeigt, dass in der Stadt Bam­berg die frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen mit einem Beschäf­tig­ten­plus von 923, der Bereich Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einem Plus von 646 und der Bereich Ver­kehr und Lage­rei mit 607 die höchs­ten Zuwäch­se ver­zeich­nen. Von einem Beschäf­tig­ten­ab­bau beson­ders betrof­fen war in der Stadt Bam­berg vor allem das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be (-1.465). In nur sechs Jah­ren ging jeder zehn­te Indus­trie­ar­beits­platz verloren.

Auch im Land­kreis Bam­berg zeigt sich das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be mit einem Beschäf­tig­ten­rück­gang um 2.154 auf 11.278 sicht­lich ange­schla­gen. Gegen­über 2019 gin­gen hier 16 Pro­zent der Arbeits­plät­ze ver­lo­ren. Aber auch das Gast­ge­wer­be ver­zeich­net ein deut­li­ches Minus von 239 oder 19,5 Pro­zent auf 989. Das größ­te Plus gab es im Land­kreis beim Han­del inklu­si­ve Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen (+813) sowie im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (+561).


Beängs­ti­gen­der Beschäf­tig­ten­ab­bau in der Industrie

„Auch wenn die Beschäf­tig­ten­ent­wick­lung in der Sum­me in der Stadt und im Land­kreis Bam­berg noch posi­tiv ist: Der Beschäf­tig­ten­ver­lust in der Indus­trie ist beängs­ti­gend”, macht Her­bert Grim­mer deut­lich, IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg. „Vor allem im Land­kreis ist das kei­ne Kon­junk­tur­flau­te mehr, son­dern ein sub­stan­zi­el­ler Abbau. Es ist frag­lich, ob es gelin­gen wird, den dort erfolg­ten Beschäf­tig­ten­ver­lust in abseh­ba­rer Zeit wie­der auf­zu­fan­gen oder ob wir uns mit­ten in einem Pro­zess der Deindus­tria­li­sie­rung befinden.”


Trotz posi­ti­ver Ent­wick­lung: Durch Ver­lust der Indus­trie­ar­beits­plät­ze droht Gefahr

„Ober­fran­ken und dort vor allem Stadt und Land­kreis Bam­berg haben in den ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­ten ein Beschäf­tig­ten­wachs­tum hin­ge­legt, um das uns vie­le ande­re Regio­nen in Deutsch­land benei­den”, macht Grim­mer deut­lich. Von his­to­ri­schen Erfol­gen kön­ne die Regi­on aber nicht leben.

„Lan­ge Jah­re wur­de der Erfolg der deut­schen Indus­trie als selbst­ver­ständ­lich ange­nom­men”, so Grim­mer. „Die inter­na­tio­na­len Rah­men­be­din­gun­gen sind so schwie­rig wie sel­ten zuvor. Mit die­sen Bedin­gun­gen müs­sen ande­re Län­der genau­so klar­kom­men. In Deutsch­land sind wir uns aber außer­dem oft selbst im Weg. Vie­le unse­rer Pro­ble­me sind haus­ge­macht.” Das Spek­trum rei­che von der über­bor­den­den Büro­kra­tie über feh­len­de Dere­gu­lie­run­gen, lan­ge Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und die im inter­na­tio­na­len Ver­gleich hohen Ener­gie­kos­ten, die hohe Abga­ben- und Steu­er­last bis hin zur oft anti­quier­ten Infrastruktur.

Auch gegen­über 2024 ver­zeich­nen Stadt (+568) und Land­kreis (+239) einen leich­ten Beschäftigtenzuwachs.


Ober­fran­ken: Seit 2019 Ver­lust von 15.252 Industriearbeitsplätzen

In Gesamt­ober­fran­ken ver­zeich­net das Ver­ar­bei­ten­de Gewer­be einen sehr deut­li­chen Beschäf­tig­ten­ab­bau mit einem Minus von 15.252 Beschäf­tig­ten seit 2019 (-11,1 Pro­zent). Zudem ist bei den sons­ti­gen wirt­schaft­li­chen Dienst­leis­tun­gen eine nen­nens­wer­te Abnah­me zu ver­zeich­nen (-1.406 Beschäf­tig­te). Dies lässt sich durch deren enge Ver­knüp­fung mit dem Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be erklä­ren. Es gibt aller­dings auch Wirt­schafts­ab­schnit­te, wel­che sich im Wachs­tum befin­den, etwa die öffent­li­che Ver­wal­tung, Ver­tei­di­gung und Sozi­al­ver­si­che­rung (+5.741 seit 2019), das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen (+3.342), Ver­kehr und Lage­rei (+2.566), Erzie­hung und Unter­richt (+2.557) oder die frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen (+2.134).

Wäh­rend in der Sum­me seit 2019 ober­fran­ken­weit 4.224 neue Arbeits­plät­ze ent­stan­den sind, ist die Ent­wick­lung zuletzt spür­bar gekippt. Gegen­über 2024 ver­zeich­net Ober­fran­ken einen Rück­gang von 1.858 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten, ver­ur­sacht vor allem durch den Abbau im Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be (-3.764), aber auch im Han­del und den wirt­schafts­na­hen Dienst­leis­tun­gen. Neue Arbeits­plät­ze sind im ver­gan­ge­nen Jahr vor allem im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen ent­stan­den (+1.524). Hin­weis: Die Berech­nun­gen basie­ren auf Daten der Bun­des­agen­tur für Arbeit zu den sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten mit Stich­tag 30.6. des jewei­li­gen Jahres.

Autor liest in Bam­berg erst­mals aus sei­nem noch nicht ver­öf­fent­lich­ten neu­en Roman

Erin­ne­rung, Wahr­heit, Wahr­neh­mung: Ingo Schul­ze star­tet Poetikprofessur

Im voll­be­setz­ten ETA-Hoff­mann-Thea­ter begann am Mitt­woch die Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur 2026. Zum zwei­ten Mal luden die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät und die Stadt gemein­sam zu der belieb­ten Vor­le­sungs­rei­he ein, die heu­er bereits ihr 40. Jubi­lä­um fei­ert, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Zahl­rei­che Lite­ra­tur­in­ter­es­sier­te waren gekom­men, um den Schrift­stel­ler und Essay­is­ten Ingo Schul­ze zu erle­ben, der in die­sem Jahr als Poe­tik­pro­fes­sor in Bam­berg auf­tritt. Er stell­te erst­mals Aus­zü­ge aus sei­nem noch nicht erschie­nen Roman „Das Was­ser im August“ vor.

Thea­ter­in­ten­dant John von Düf­fel, selbst einst Poe­tik­pro­fes­sor in Bam­berg, begrüß­te die Gäs­te in sei­nem Haus und hob die beson­de­re Bedeu­tung des Abends her­vor: „Wir erle­ben heu­te eine ganz beson­de­re Lesung aus einem Buch, das noch nie vor­her gele­sen wurde.“

Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Kai Fisch­bach unter­strich die enge Ver­bin­dung zwi­schen Uni­ver­si­tät und Stadt­ge­sell­schaft. „Uni­ver­si­tät in der Stadt zu sein, das ist für uns nicht nur unser Wahl­spruch, son­dern auch unse­re Her­zens­an­ge­le­gen­heit“, sag­te Fisch­bach. Ver­an­stal­tun­gen wie die Poe­tik­pro­fes­sur sei­en eine Ein­la­dung an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, mit der Uni­ver­si­tät in Kon­takt zu kom­men und im Aus­tausch zu bleiben.

Auch der frisch ver­ei­dig­te Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er wür­dig­te die Bedeu­tung der Ver­an­stal­tungs­rei­he für Bam­berg. „Lite­ra­tur spie­gelt nicht nur unse­re gesell­schaft­li­chen Debat­ten wider, son­dern stärkt die Viel­falt der Mei­nun­gen und för­dert somit das kri­ti­sche Bewusst­sein – ein wesent­li­cher Bau­stein für eine leben­di­ge Demo­kra­tie“, erklär­te Nie­der­mai­er. Die Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur ver­ste­he sich als offe­nes Forum des Aus­tauschs zwi­schen Öffent­lich­keit, Lite­ra­tur und Wis­sen­schaft. Nie­der­mai­er lud die Stadt­ge­sell­schaft ein, die Chan­ce zum kri­ti­schen Dis­kurs zu nutzen.


Die Vor­aus­set­zun­gen des Erzählens

Im anschlie­ßen­den Gespräch mit Prof. Dr. Fried­helm Marx, dem Lehr­stuhl­in­ha­ber für Neue­re Deut­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft in Bam­berg und Orga­ni­sa­tor der Poe­tik­pro­fes­sur, gab Ingo Schul­ze ers­te Ein­bli­cke in „Das Was­ser im August“, der im Som­mer erschei­nen wird. Schul­ze schil­der­te dabei auch sei­nen lite­ra­ri­schen Ansatz: „Ich woll­te ver­su­chen, ein­fach mal zu zei­gen, wie so etwas ent­steht.“ Die Poe­tik­vor­le­sun­gen wür­den des­halb nicht nur vom Schrei­ben selbst, son­dern auch von den Vor­aus­set­zun­gen und Hin­ter­grün­den des Erzäh­lens handeln.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand schließ­lich eine ers­te öffent­li­che Lesung aus dem noch unver­öf­fent­lich­ten Roman. Die Zuhö­ren­den erhiel­ten exklu­si­ve Ein­bli­cke in eine viel­schich­ti­ge Erzäh­lung über Erin­ne­rung, Wahr­heit und Wahr­neh­mung. Schul­ze las Pas­sa­gen, in denen sich Gegen­wart und Ver­gan­gen­heit über­la­gern und die Fra­ge nach der Zuver­läs­sig­keit des Erzäh­lens immer wie­der neu gestellt wird.


Wei­te­re öffent­li­che Vorträge

Die Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur wird in den kom­men­den Wochen mit drei öffent­li­chen Vor­trä­gen an der Uni­ver­si­tät Bam­berg fort­ge­setzt. Unter dem Titel „Drei Rei­sen mit einem Manu­skript“ spricht Ingo Schul­ze am 20. Mai über „Im Wes­ten – Lon­don“, am 10. Juni über „Im Osten – Chi­na“ sowie am 24. Juni über „Im Süden – Indi­en“. Die Vor­trä­ge begin­nen jeweils um 18 Uhr im Hör­saal U2/00.25 (An der Uni­ver­si­tät 2). Der Ein­tritt ist frei.

Den Abschluss bil­det am 25. und 26. Juni 2026 ein inter­na­tio­na­les For­schungs­kol­lo­qui­um mit Ingo Schul­ze im Inter­na­tio­na­len Künst­ler­haus Vil­la Concordia.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind hier zu finden.

Bür­ger­fest am Michaelsberg

Bam­berg fei­ert St. Michael

Am 9. und 10. Mai sind im Rah­men eines Bür­ger­fests am Micha­els­berg alle ein­ge­la­den, Ein­bli­cke in die Sanie­rung zu erhal­ten und die Eröff­nung zu fei­ern, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Ein gan­zes Wochen­en­de im Zei­chen von Geschich­te, Kul­tur und Gemein­schaft: Anläss­lich der Wie­der­eröff­nung der Kir­che St. Micha­el ver­an­stal­ten Bür­ger­spi­tal­stif­tung und Stadt Bam­berg am kom­men­den Wochen­en­de ein gro­ßes „Bür­ger­fest am Micha­els­berg“. Alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger sowie Gäs­te der Welt­erbe­stadt sind herz­lich ein­ge­la­den, die ehe­ma­li­ge Klos­ter­an­la­ge neu zu ent­de­cken und die­ses beson­de­re Ereig­nis gemein­sam zu feiern.

Das Bür­ger­fest bie­tet eine ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, die wie­der­eröff­ne­te Kir­che St. Micha­el in all ihren Facet­ten zu erle­ben – als Ort der Geschich­te, des Glau­bens, der Kul­tur und der Begeg­nung. Bereits am Sams­tag um 10 Uhr beginnt das Fest­wo­chen­en­de mit einem Eröff­nungs­got­tes­dienst in der Kir­che St. Michael.

Anschlie­ßend sind span­nen­de Hin­ter­grün­de zur Sanie­rung des belieb­ten Got­tes­hau­ses zu erfah­ren. An bei­den Tagen wer­den zahl­rei­che kos­ten­freie Füh­run­gen ange­bo­ten: am Sams­tag, dem 9. Mai, von 11.30 bis 18.30 Uhr, und am Sonn­tag, dem 10. Mai, von 10.30 bis 16 Uhr. Fach­leu­te des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Denk­mal­pfle­ge geben span­nen­de Ein­bli­cke in die unter­schied­li­chen Gewer­ke der Sanie­rung – von Gemäl­den und Skulp­tu­ren über Wand- und Decken­ge­stal­tung bis hin zu Reli­qui­en, Tex­ti­li­en, Holz- und Metall­ar­bei­ten sowie Naturstein.

Auch das städ­ti­sche Immo­bi­li­en­ma­nage­ment infor­miert über zen­tra­le Aspek­te der Bau­maß­nah­men, etwa zu Natur­stein­fas­sa­den und Glas­ar­bei­ten. Ergän­zend beleuch­ten Exper­ten wie Ste­fan Steng­lein und Ben Schrö­der The­men rund um Sta­tik und Glo­cken, wäh­rend Prof. Dr. Dr. Ulrich Thei­ßen-Piber­nik Füh­run­gen zur Orgel anbietet.

Der BAMBERG Tou­ris­mus & Kon­gress Ser­vice erwei­tert das Pro­gramm mit the­ma­ti­schen Rund­gän­gen unter dem Titel „Dem Him­mel so nah“, die den Micha­els­berg aus neu­en Per­spek­ti­ven erschließen.


Viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für die gan­ze Familie

Auch außer­halb der Kir­che erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm: Auf dem Ost­pla­teau lädt eine „Fami­li­en­wie­se“ mit Hüpf­bur­gen, krea­ti­ven Mit­mach­ak­tio­nen, Bas­ket­ball und Luft­bal­lon­tie­ren zum Ver­wei­len ein. Kin­der und Jugend­li­che kön­nen sich spie­le­risch mit The­men der Denk­mal­pfle­ge aus­ein­an­der­set­zen, etwa beim Gestal­ten mit Lehm­far­ben oder bei Aktio­nen rund um den „Him­mels­gar­ten“.

Auf einer Büh­ne auf dem Ost­pla­teau sorgt die Städ­ti­sche Musik­schu­le Bam­berg und das „Trumpet Vol­un­t­a­ry“ für musi­ka­li­sche Unter­hal­tung, mode­riert durch Mar­kus Appel von Radio Bam­berg. Für Sonn­tag um 14 Uhr ist zudem ein Gruß­wort des neu­en Ober­bür­ger­meis­ters Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er vorgesehen.


Wis­sen, Kunst und Natur erleben

Im Kreuz­gar­ten bie­ten Kurz­fil­me zur Gene­ral­sa­nie­rung span­nen­de Ein­bli­cke in die Bau­pha­se, wäh­rend Sitz­ge­le­gen­hei­ten und musi­ka­li­sche Beglei­tung zum Ent­span­nen einladen.

Ein umfang­rei­ches Vor­trags­pro­gramm im Kreuz­gar­ten des ehe­ma­li­gen Klos­ters ver­tieft zen­tra­le The­men rund um St. Micha­el – geplant sind fol­gen­de Themen:

Gene­ral­sa­nie­rung St. Micha­el „Im Schutz des Engels“: Vor­trag vom Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und von Bau­lei­te­rin Karin Hamper

Neue Glo­cken für St. Micha­el: Vor­trag von Ben Schrö­der und Ste­fan Stenglein

Welt­erbe Bam­berg – St. Micha­el: Vor­trag von Dr. Simo­na von Eyb, Lei­te­rin Zen­trum Welt­erbe Bamberg

Ver­bor­gen unter Putz und Erde – Archäo­lo­gie in St. Micha­el: Vor­trag vom Stadt­ar­chäo­lo­gen Dr. Ste­fan Pfaffenberger

His­to­ri­sches und Aktu­el­les zum Forst­be­trieb: Herr Klaus Schulz und Johan­nes Höl­zel (ehem. und aktu­el­ler Forstamtsleiter)


Kuli­na­rik, Hand­werk und regio­na­le Vielfalt

Zahl­rei­che Infor­ma­ti­ons- und Ver­kaufs­stän­de laden zum Aus­tausch ein – es betei­li­gen sich unter ande­rem das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge, das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg sowie regio­na­le Anbie­ter. Auch The­men wie Bie­nen­hal­tung und nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft wer­den anschau­lich vermittelt.

Für das leib­li­che Wohl ist bes­tens gesorgt: Regio­na­le Anbie­ter bie­ten eine brei­te Aus­wahl an Spei­sen und Geträn­ken. Ergänzt wird das Ange­bot durch Kaf­fee und Kuchen sowie den Sil­va­ner vom Micha­els­berg aus dem Bam­ber­ger Stiftsladen.


Tag der Städtebauförderung

Eben­falls am Sams­tag, 9. Mai 2026, fin­det deutsch­land­weit wie­der der Tag der Städ­te­bau­för­de­rung statt, wel­cher seit 2015 all­jähr­lich gefei­ert wird. Das Bür­ger­fest am Micha­els­berg ist ein Bei­trag der Stadt Bam­berg zu dem bun­des­wei­ten Akti­ons­ta­ges. Die­ses Jahr fei­ern rund 600 Kom­mu­nen die Städ­te­bau­för­de­rung als eines der wich­tigs­ten Instru­men­te der Stadt­ent­wick­lung. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

Das detail­lier­te Pro­gramm für das Bür­ger­fest ist online hier nach­zu­le­sen. Vor Ort steht ein Lage­plan mit allen Infor­ma­tio­nen zur Verfügung.

Stadt Bam­berg und Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät laden zu Lesung und Vorträgen

Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur mit Ingo Schul­ze star­tet im Theater

Mit einer öffent­li­chen Auf­takt­le­sung star­tet am mor­gi­gen Mitt­woch, dem 6. Mai 2026, die Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur in ihre 39. Auf­la­ge. Zum zwei­ten Mal wird die renom­mier­te Rei­he gemein­sam von der Stadt Bam­berg und der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg aus­ge­rich­tet. Poe­tik­pro­fes­sor im Som­mer­se­mes­ter 2026 ist der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Schrift­stel­ler Ingo Schulze.

Den Auf­takt bil­det am mor­gi­gen Mitt­woch um 19 Uhr eine Lesung mit anschlie­ßen­dem Gespräch im ETA-Hoff­mann-Thea­ter. Ingo Schul­ze stellt dabei im Aus­tausch mit Prof. Dr. Fried­helm Marx sei­nen neu­en Roman „Das Was­ser im August“ vor. Im Anschluss lädt die Stadt Bam­berg zu einem Emp­fang ein. Kos­ten­lo­se Platz­kar­ten sind an der Thea­ter­kas­se erhältlich.

Unter dem Titel „Drei Rei­sen mit einem Manu­skript“ fol­gen drei öffent­li­che Poe­tik­vor­trä­ge an der Uni­ver­si­tät Bamberg:

Mitt­woch, 20. Mai 2026, 18 Uhr: „Im Wes­ten – London“

Mitt­woch, 10. Juni 2026, 18 Uhr: „Im Osten – China“

Mitt­woch, 24. Juni 2026, 18 Uhr: „Im Süden – Indien“

Die Vor­trä­ge fin­den im Hör­saal U2/00.25 (An der Uni­ver­si­tät 2) statt und sind kos­ten­frei zugäng­lich. Den Abschluss der Poe­tik­pro­fes­sur bil­det ein inter­na­tio­na­les For­schungs­kol­lo­qui­um am 25. Und 26. Juni 2026 im Inter­na­tio­na­len Künst­ler­haus Vil­la Con­cor­dia, an dem Ingo Schul­ze teil­neh­men wird. Alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger sind herz­lich zu den Ver­an­stal­tun­gen eingeladen.


Die Bam­ber­ger Poe­tik­pro­fes­sur zählt zu den bedeu­tends­ten Poe­tik­do­zen­tu­ren im deutsch­spra­chi­gen Raum. In die­sem Jahr fei­ert sie zudem ihren 40. Geburts­tag an der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Zu den bis­he­ri­gen Gäs­ten zäh­len unter ande­rem Jen­ny Erpen­beck, Peter Stamm, Cle­mens Setz, Jan Wag­ner, Yoko Tawa­da, Lutz Sei­ler und Ali­na Bron­sky. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

Stadt lädt zum Tag der Städ­te­bau­för­de­rung ins Bür­ger­la­bor ein

Die Ufer­be­rei­che in Bam­berg – kli­ma­an­ge­passt denken

Am Sams­tag, 9. Mai 2026, besteht für alle Inter­es­sier­ten die Mög­lich­keit, im Bür­ger­la­bor in der Haupt­wach­stra­ße 3 gemein­sam Ideen für die zukunfts­fä­hi­ge Gestal­tung des Ade­naue­ru­fers zu ent­wi­ckeln, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Stadt Bam­berg lädt zum Tag der Städ­te­bau­för­de­rung am 9. Mai zur Zukunft des Ade­naue­ru­fers ins Bür­ger­la­bor ein. Von 10 bis 14 Uhr steht ein Team des Stadt­pla­nungs­am­tes bereit, gemein­sam mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern einen Blick in eine zukunfts­ge­rech­te kli­ma­re­si­li­en­te Stadt­ent­wick­lung zu werfen.

Kli­ma­an­pas­sung beginnt vor Ort: bei hei­ßen Stra­ßen, bei Stark­re­gen, bei Auf­ent­halts­qua­li­tät und bei der Fra­ge, wie unse­re Stadt auch in Zukunft gut funk­tio­niert. Die anste­hen­de Bau­maß­nah­me „Tie­fen­samm­ler Bam­berg-Ost“ ist ein wich­ti­ger Bau­stein, um das Misch­was­ser­sys­tem zu ent­las­ten, Gewäs­ser zu schüt­zen und das Kanal­netz wider­stands­fä­hi­ger zu machen. Gleich­zei­tig braucht kli­ma­an­ge­pass­te Stadt­ent­wick­lung auch gute Frei­räu­me, Schat­ten, Was­ser­be­wusst­sein und star­ke Nach­bar­schaf­ten. Der Tag der Städ­te­bau­för­de­rung bie­tet die Gele­gen­heit, dar­über gemein­sam ins Gespräch zu kom­men. Alle Men­schen aus Bam­berg, spe­zi­ell aus der Nach­bar­schaft, sind ein­ge­la­den, gemein­sam Ideen für eine kli­ma­an­ge­pass­te Gestal­tung der Ufer­we­ge des Main-Donau-Kanals zu ent­wi­ckeln und Bedürf­nis­se zu formulieren.

Hier geht es zu allen Ver­an­stal­tun­gen in Bam­berg zum Tag der Städtebauförderung.

Ära endet nach 20 Jahren

Stadt Bam­berg ver­ab­schie­det OB Andre­as Starke

Mit einem fei­er­li­chen Fest­akt im Hegel­saal der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le hat die Stadt Bam­berg am gest­ri­gen Don­ners­tag, 30. April 2026, ihrem lang­jäh­ri­gen Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke für sei­ne Diens­te gedankt. Nach 20 Jah­ren an der Spit­ze der Stadt endet damit eine prä­gen­de Ära der Bam­ber­ger Kom­mu­nal­po­li­tik. Gelas­sen und mit der bekann­ten Pri­se Humor ver­ab­schie­de­te sich Star­ke: „Ich schei­de aus dem Amt aus, nicht aus dem Leben.“

Den char­man­ten Auf­takt der Ver­an­stal­tung, die vom Horn­quar­tett der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker umrahmt wur­de, lie­fer­te die städ­ti­sche Beam­ten­an­wär­te­rin Lau­ra Alten­hö­fer. Sie wur­de im Novem­ber 2006 gebo­ren und kennt somit nur Andre­as Star­ke als Ober­bür­ger­meis­ter von Bam­berg. „Ich war über­rascht, dass das ab Mor­gen nicht mehr so sein soll. Des­halb fra­ge ich mich: Wer­den die Bus­se pünkt­lich fah­ren? Wird der Müll abge­holt? Wer­den wir jetzt von den Hall­stadt­ern über­rollt?“, scherz­te Altenhöfer.

Lau­nisch mach­te Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp wei­ter und sprach von der „Miet­sa­che Andre­as Star­ke“, die heu­te von der Stadt „wegen Eigen­be­darfs­an­mel­dung der Fami­lie“ zurück­ge­ge­ben wer­de. Er begrüß­te die rund 700 Gäs­te, dar­un­ter vie­le Män­ner und Frau­en, die Star­ke auf sei­nem Weg durch die Kom­mu­nal­po­li­tik beglei­tet haben. Er lob­te das Wir­ken von Star­ke in sei­ner Amts­zeit: „Dei­ne Art, Kon­flik­te zu mode­rie­ren, Lösun­gen zu suchen und Kom­pro­mis­se aus­zu­lo­ten, ist unüber­trof­fen. Du hast die­se Stadt­ge­sell­schaft in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren in die­sem Wachs­tum maß­geb­lich zusammengehalten.“


„Sie haben zuge­hört und vermittelt“

Im Anschluss wür­dig­te Joa­chim Herr­mann, Baye­ri­scher Staats­mi­nis­ter des Innern, für Sport und Inte­gra­ti­on, in sei­ner Anspra­che das Wir­ken von Andre­as Star­ke: „Nach 20 Jah­ren an der Spit­ze Bam­bergs endet heu­te eine Ära – ver­bun­den mit Ihrem Namen, lie­ber Herr Star­ke. Sie waren ein Ober­bür­ger­meis­ter, der den direk­ten Kon­takt zur Bür­ger­schaft gesucht hat. Gesprä­che vor Ort, Bür­ger­sprech­stun­den und der Aus­tausch mit den Stadt­tei­len waren für Sie selbst­ver­ständ­lich. Sie haben zuge­hört, erklärt und vermittelt.“

Wenn man auf Star­kes Amts­zeit zurück­bli­cke, wer­de deut­lich, dass die­ser die Stadt nicht nur ver­wal­tet, son­dern ent­schei­dend geprägt habe. „Sie haben Ent­wick­lun­gen ange­sto­ßen, Pro­jek­te umge­setzt und dabei immer das Gan­ze im Blick behal­ten. Sie haben gezeigt, was kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung leis­ten kann, wenn sie mit Über­zeu­gung, Augen­maß und Aus­dau­er aus­ge­übt wird. Ihr Wir­ken steht für Ver­läss­lich­keit, Boden­stän­dig­keit und einen kla­ren Kom­pass im Dienst der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Sie haben Ver­ant­wor­tung über­nom­men und die­ser Stadt über vie­le Jah­re hin­weg Rich­tung und Halt gege­ben.” Als sicht­ba­res Zei­chen die­ser Aner­ken­nung ver­lieh Herr­mann an Star­ke das kom­mu­na­le Ver­dienst­ab­zei­chen in Silber.


Schlag­fer­tig und selbstbewusst

Danach wur­de es per­sön­lich. Sein „stol­zer, klei­ner Bru­der“ Chris­toph Star­ke erzähl­te meh­re­re Anek­do­ten und beton­te, dass sein Bru­der „Schlag­fer­tig­keit und Selbst­be­wusst­sein auf ganz eige­ne Wei­se ver­kör­pert“ habe. „Du warst ein OB der beson­de­ren Art, der sei­nes Glei­chen sucht“, brach­te er sei­ne Rede auf den Punkt.

Star­kes Toch­ter Mei­ke und Sohn Moritz erwei­ter­ten die Per­spek­ti­ve um die Sicht der Kin­der. „Das Leben als Kind eines OB ist ein ande­res: Pri­va­tes und Öffent­li­ches las­sen sich nicht tren­nen“, erklär­te Mei­ke. Da wer­de ein pri­va­tes Abend­essen schnell mal zur Bür­ger­sprech­stun­de. Moritz Star­ke appel­lier­te an die Medi­en und die Öffent­lich­keit, grund­sätz­lich sen­si­bler mit Wer­tun­gen gegen­über Amts­trä­gern umzu­ge­hen: „Wir wis­sen wie es ist, wenn Schlag­zei­len plötz­lich per­sön­lich werden.“


OB: Wohl der Stadt an ers­ter Stelle

In sei­ner Abschieds­re­de blick­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke auf zwei Jahr­zehn­te im Amt zurück mit einer Mischung aus Dank­bar­keit, Selbst­iro­nie und kla­ren poli­ti­schen Bot­schaf­ten. Mit Blick auf eine funk­tio­nie­ren­de Gesell­schaft beton­te er die Bedeu­tung von Zusam­men­halt und Inter­es­sen­aus­gleich: „Vor allem in der Kom­mu­nal­po­li­tik brau­chen wir die Fähig­keit und den Wil­len zum Kom­pro­miss.“ Er mahn­te, das Wohl der Stadt stets über par­tei­po­li­ti­sche Inter­es­sen zu stellen.

Zugleich nutz­te Star­ke die Gele­gen­heit, sei­nem Nach­fol­ger alles Gute zu wün­schen: „Ich gra­tu­lie­re dem neu gewähl­ten Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er sehr herz­lich. Alles Gute und viel Erfolg im Inter­es­se unse­rer schö­nen Stadt.“

Star­kes beson­de­rer Dank galt sei­ner Fami­lie, sei­ner Frau Helen Galal, sei­nen Weg­ge­fähr­ten in Poli­tik und Ver­wal­tung sowie den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Stadt­ver­wal­tung. Die Leis­tungs­fä­hig­keit der Ver­wal­tung bezeich­ne­te Star­ke als ent­schei­den­de Grund­la­ge für die posi­ti­ve Ent­wick­lung Bam­bergs in den ver­gan­ge­nen Jahren.


„Gestal­tungs­mög­lich­keit, Bür­ger­nä­he und Menschlichkeit“

Auch die Her­aus­for­de­run­gen und Erwar­tun­gen an das Amt des Ober­bür­ger­meis­ters schil­der­te er mit einem Augen­zwin­kern und gro­ßer Anschau­lich­keit. Trotz aller Anfor­de­run­gen sei das Amt für ihn stets eine erfül­len­de Auf­ga­be gewe­sen: „In die­sem Amt steckt unheim­lich viel Gestal­tungs­mög­lich­keit, Bür­ger­nä­he und Menschlichkeit.“

Zum Abschluss sei­ner Rede unter­strich Star­ke die Bedeu­tung demo­kra­ti­scher Wer­te und rief dazu auf, den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt aktiv zu stär­ken. „Wir dür­fen Extre­mis­ten von links und rechts kei­ne Chan­ce las­sen“, beton­te er mit Blick auf aktu­el­le poli­ti­sche Entwicklungen.

Anschlie­ßend trug sich Andre­as Star­ke in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein, ehe der offi­zi­el­le Teil ende­te und der Drit­te Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner den Emp­fang im Foy­er der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le eröffnete.

„Ihr Ein­satz war wirk­lich vorbildlich“

OB Star­ke ver­ab­schie­det aus­schei­den­de Stadt­rats­mit­glie­der und Bürgermeister

In der letz­ten Voll­sit­zung der Amts­pe­ri­ode 2020 bis 2026 hat Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zahl­rei­che Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te sowie die bei­den Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp und Wolf­gang Metz­ner fei­er­lich ver­ab­schie­det, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Der OB dank­te den aus­schei­den­den Stadt­rats­mit­glie­dern: „Sie haben sich enorm enga­giert, und Ihr Ein­satz war wirk­lich vor­bild­lich. Sie haben einen wich­ti­gen Bei­trag zum Gelin­gen unse­rer Demo­kra­tie geleis­tet“, so Starke.

Zur posi­ti­ven Ent­wick­lung der Stadt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat auch der Stadt­rat maß­geb­lich bei­getra­gen. Gleich­zei­tig hob Star­ke die beson­de­re Bedeu­tung der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung her­vor: „Die Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te sind die ent­schei­den­den Säu­len für das Leben in unse­rer Stadt. Die­se unmit­tel­ba­re Ver­bin­dung zwi­schen Bür­ger­schaft, Ver­wal­tung und Stadt­ent­wick­lung kann gar nicht hoch genug ein­ge­schätzt werden.“

Mit Blick auf die künf­ti­ge Stadt­rats­ar­beit gab er den neu gewähl­ten Mit­glie­dern eine zen­tra­le Bot­schaft mit auf den Weg: „Die Ver­ant­wor­tungs­ethik muss wich­ti­ger sein als die Gesin­nungs­ethik. Auch Prag­ma­tis­mus ist ein guter Ratgeber.“

In einer Schwei­ge­mi­nu­te wur­de zudem des im März 2025 ver­stor­be­nen SPD-Stadt­rats Felix Hol­land gedacht, der dem Gre­mi­um über vie­le Jah­re ange­hört hatte.


Ver­ab­schie­de­te Bürgermeister

Jonas Glüsen­kamp (Grü­nes Bam­berg) gehör­te seit 2020 dem Stadt­rat an und wur­de zum Zwei­ten Bür­ger­meis­ter gewählt. In die­ser Funk­ti­on ver­ant­wor­te­te er zen­tra­le Berei­che wie Sozia­les, Jugend, Umwelt sowie Per­so­nal und Orga­ni­sa­ti­on. Als Stell­ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters präg­te er die Arbeit der Stadt­ver­wal­tung in wich­ti­gen Zukunftsfeldern.

Wolf­gang Metz­ner (SPD) war seit 2008 Mit­glied des Stadt­ra­tes und von 2014 bis 2026 Drit­ter Bür­ger­meis­ter der Stadt Bam­berg. Der Päd­ago­ge über­nahm neben reprä­sen­ta­ti­ven Auf­ga­ben auch die Lei­tung zahl­rei­cher Sit­zun­gen und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re im Kul­tur- und Schul­be­reich. Sei­ne lang­jäh­ri­ge Erfah­rung brach­te er in vie­le Gre­mi­en ein.


Ver­ab­schie­de­te Stadt­rä­tin­nen und Stadträte

Ali­na Acht­zi­ger (Die PARTEI) war seit 2022 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Sie rück­te nach und enga­gier­te sich in zahl­rei­chen Gre­mi­en, unter ande­rem im Per­so­nal­be­reich sowie im kul­tu­rel­len und sozia­len Bereich der Stadt.

Andre­as Dechant (CSU) gehör­te dem Stadt­rat seit 2018 an. Der Poli­zei­be­am­te brach­te sei­ne sicher­heits­re­le­van­te Exper­ti­se ins­be­son­de­re im Kon­ver­si­ons- und Sicher­heits­se­nat ein und war in meh­re­ren Auf­sichts­rä­ten tätig.

Andre­as Eichen­se­her (Grü­nes Bam­berg) wirk­te seit 2020 im Stadt­rat. Sei­ne Schwer­punk­te lagen in den Berei­chen Mobi­li­tät, Finan­zen sowie Kli­ma- und Umweltpolitik.

Karin Gott­schall (SPD) war mit Unter­bre­chung ein lang­jäh­ri­ges Stadt­rats­mit­glied, zuletzt rück­te sie 2025 wie­der in das Gre­mi­um. Sie enga­gier­te sich beson­ders im sozia­len Bereich und für die Belan­ge von Senio­rin­nen und Senioren.

Dr. Franz-Wil­helm Hel­ler (CSU) war mit meh­re­ren Amts­zei­ten seit den 1990er Jah­ren eine prä­gen­de Per­sön­lich­keit im Stadt­rat. Als Rechts­an­walt brach­te er sein juris­ti­sches Wis­sen in zahl­rei­che Ent­schei­dun­gen und Gre­mi­en ein.

Ste­fan Kurz (Grü­nes Bam­berg) saß seit 2020 im Stadt­rat. Als Kri­mi­nal­be­am­ter brach­te er viel­fäl­ti­ge gesell­schaft­li­che Per­spek­ti­ven ein und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in Sicher­heits- und Mobilitätsfragen.

Mar­tin Pöh­ner (FDP) war Mit­glied seit 2014. Der Schul­lei­ter setz­te sei­ne päd­ago­gi­sche Erfah­rung in ver­schie­de­nen Gre­mi­en ein und hat­te sei­nen Schwer­punkt im Bildungsbereich.

Dr. Ursu­la Red­ler (CSU) wirk­te seit 2014 im Stadt­rat, zuletzt auch als stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. Als Juris­tin setz­te sie wich­ti­ge Impul­se ins­be­son­de­re in der Fami­li­en- und Gleichstellungspolitik.

Danie­la Rein­fel­der (BUB) war seit 2008 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Die Archi­tek­tin enga­gier­te sich inten­siv in Bau‑, Stadt­ent­wick­lungs- und Infra­struk­tur­the­men sowie für ihren Stadt­teil Gaustadt.

Mar­kus Schä­fer (Grü­nes Bam­berg) kam 2021 in den Stadt­rat. Als Archi­tekt und Stadt­pla­ner brach­te er sein Fach­wis­sen ins­be­son­de­re in Bau- und Stadt­ent­wick­lungs­fra­gen ein.

Hein­rich Schwimm­beck (BaLi) war seit 2014 Mit­glied des Stadt­ra­tes. Sei­ne Arbeits­schwer­punk­te lagen in der Woh­nungs­po­li­tik sowie in der Migra­ti­ons- und Sozialpolitik.

Ursu­la Sowa (Grü­nes Bam­berg) setz­te als lang­jäh­ri­ges Stadt­rats­mit­glied sowie Abge­ord­ne­te auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne vie­le Akzen­te. Sie präg­te ins­be­son­de­re den Bau- und Kul­tur­be­reich der Stadt.

Klaus Stier­in­ger (BuB) wur­de 2008 in den Stadt­rat gewählt. Als Geschäfts­füh­rer des Stadt­mar­ke­tings setz­te er sich beson­ders für die Ent­wick­lung der Innen­stadt und die Ver­bin­dung von Wirt­schaft und Poli­tik ein.

Andre­as Trif­fo (BBB) gehör­te seit 2014 zum Gre­mi­um. Er enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in sozia­len, kul­tu­rel­len und infra­struk­tu­rel­len The­men sowie im Ver­eins­le­ben der Stadt.

You Xie (CSU) saß seit 2014 im Stadt­rat. Der Gas­tro­nom brach­te inter­na­tio­na­le Per­spek­ti­ven ein und enga­gier­te sich ins­be­son­de­re in Kul­tur- und Integrationsfragen.


Bereits wäh­rend der lau­fen­den Legis­la­tur­pe­ri­ode schie­den Tama­ra Pruch­now (Grü­nes Bam­berg) und Fabi­an Dör­ner (Die PARTEI) aus dem Stadt­rat aus. Auch ihnen galt der aus­drück­li­che Dank des Oberbürgermeisters.

Das vol­le Preis­geld von 20.000 Euro kommt der Stif­tung Welt­erbe zu Gute

Felix gibt Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung weiter

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid ehr­te beim Fest­akt zur Wie­der­eröff­nung der Kir­che St. Micha­el den Bam­ber­ger Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und über­reich­te ihm den Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung. Felix kün­dig­te an, das damit ver­bun­de­ne Preis­geld von 20.000 Euro voll­stän­dig wei­ter­zu­ge­ben, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Ein Mensch, der mit kla­rem Blick, uner­müd­li­chem Ein­satz und tie­fem Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein die Welt­erbe­stadt Bam­berg geprägt hat.“ Mit die­sen Wor­ten ehr­te Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid beim Fest­akt zur Wie­der­eröff­nung der umfas­send sanier­ten Kir­che St. Micha­el den Bam­ber­ger Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und über­reich­te ihm den Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung. Die­se hohe Aus­zeich­nung wür­digt das her­aus­ra­gen­de Enga­ge­ment von Felix für die Gene­ral­sa­nie­rung der ehe­ma­li­gen Klos­ter­kir­che und der gesam­ten Anla­ge auf dem Micha­els­berg, aber auch für wei­te­re Denk­mä­ler in Bam­berg wie zum Bei­spiel das Schloss Geyerswörth.

Bert­ram Felix zeig­te sich sicht­lich bewegt über den Preis, mach­te jedoch anschlie­ßend deut­lich, dass er die­sen nicht als per­sön­li­che Ehrung ver­steht: „Ich neh­me die­sen Preis stell­ver­tre­tend für ein außer­ge­wöhn­li­ches Team ent­ge­gen. Ohne die fach­lich und mensch­lich her­aus­ra­gen­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Stif­tungs­ma­nage­ment und im gesam­ten Klos­ter­team wäre es nie­mals mög­lich gewe­sen, die Kir­che in den ver­gan­ge­nen 14 Jah­ren grund­le­gend zu sanie­ren und zu einem Glanz­licht zu verwandeln.“

Unmit­tel­bar nach der Preis­ver­lei­hung kün­dig­te Felix an, das damit ver­bun­de­ne Preis­geld von 20.000 Euro voll­stän­dig wei­ter­zu­ge­ben: Es soll der Stif­tung Welt­erbe zugu­te­kom­men und dadurch zum Erhalt und zur Pfle­ge von St. Micha­el bei­tra­gen. „Das ist auch als gro­ßer Dank und Aner­ken­nung für unser Stif­tungs­ma­nage­ment mit Clau­dia Schel­bert an der Spit­ze zu ver­ste­hen. Das Team hat gera­de in den ver­gan­ge­nen Wochen die Eröff­nung von St. Micha­el mit unglaub­li­cher Ener­gie und viel per­sön­li­chem Ein­satz vor­be­rei­tet“, betont Felix.

Die Ober­fran­ken­stif­tung hebt mit dem Denk­mal­preis regel­mä­ßig Per­sön­lich­kei­ten her­vor, die sich in beson­de­rer Wei­se um den Erhalt des kul­tu­rel­len Erbes ver­dient gemacht haben. Mit der Aus­zeich­nung von Bert­ram Felix wird zugleich die enor­me Gemein­schafts­leis­tung gewür­digt, die hin­ter der Sanie­rung von St. Micha­el steht, einem Pro­jekt, das weit über die Regi­on hin­aus als bei­spiel­haft für gelun­ge­ne Denk­mal­pfle­ge gilt. Das brach­te auch Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zum Aus­druck, als er eben­falls beim Fest­akt die Medail­le „Denk­mal­stadt Bam­berg“ an Bert­ram Felix verlieh.

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