Start mit dem 17. Internationalen Fußballturnier
Interkulturelle Wochen unter dem Motto „dafür!“ vom 20. September bis 9. November
Die Interkulturellen Wochen sind eine echte Erfolgsstory. Sie machen das großartige Engagement für Vielfalt und ein friedliches Miteinander in Bamberg erlebbar. Bei der Vorstellung der 31. Interkulturellen Wochen vom 20. September bis zum 9. November 2025 lobte der Schirmherr, Oberbürgermeister Andreas Starke, den ehrenamtlichen Einsatz des Migrantinnen- und Migrantenbeirats der Stadt Bamberg (MiB) für diese Veranstaltung.
Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat lädt alle Bambergerinnen und Bamberger zu dieser besonderen Veranstaltungsreihe ein. Bei den über 45 Veranstaltungen – darunter Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträge und Buchvorstellungen – ist für jeden etwas dabei. Zugleich schaffen die Interkulturellen Wochen Raum für Austausch und Begegnung. Bestes Beispiel dafür wird das 17. Internationale Fußballturnier unter dem Motto „Gemeinsam kicken – Vielfalt erleben“ sein, das den Auftakt der Interkulturellen Wochen bildet. Am 20. September erwartet die Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände des TSG 05 von 10 bis 22 Uhr ein vielfältiges Programm mit mitreißenden Spielen, Musik und kulinarischen Highlights.
In diesem Jahr stehen die Aktionswochen unter dem Motto „dafür!“. „Mit diesem Motto wollen wir ein Zeichen setzen für die Vielfalt in unserem Land. Migration darf nicht verteufelt werden, sondern sollte als Bereicherung verstanden werden“, erklärte Mitra Sharifi-Neystanak, Vorsitzende des Migrantinnen- und Migrantenbeirats. „dafür!“ bedeute auch, den Zusammenhalt zu stärken, Demokratie und Menschenrechte aktiv zu leben, spannende Begegnungen zu ermöglichen und das Miteinander zu fördern.
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Globale Krisen im Fokus
Kurzführung durch die Sonderausstellung im Diözesanmuseum am 18. September
Zu einer halbstündigen Führung durch die Sonderausstellung „Krise. Kunst. Kirche. Kontinente. Visionen von Laudato si‘ “ des Diözesanmuseums auf dem Domberg lädt Museumsleiterin Carola-Marie Schmidt am Donnerstag, 18. September, 12.30 Uhr, ein, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Zehn Jahre nach der Veröffentlichung der wegweisenden Umwelt-Enzyklika „Laudato si‘ “ von Papst Franziskus verbindet diese Ausstellung – eine Kooperation des Fachbereichs Umwelt und Klima, des Referats Weltkirche und des Diözesanmuseums – Kunst und Kirche zu einem eindrucksvollen Appell und lädt alle Interessierten dazu ein, sich mit den aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen.
Die von Museumsleiterin Carola-Marie Schmidt sorgfältig ausgewählten Kunstwerke international anerkannter Künstlerinnen und Künstler sowie mehrere interaktive Stationen beleuchten globale Krisen und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Umdenkens – inspiriert von den Impulsen der Enzyklika.
Der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom lädt alle Interessierten zu dieser Kurzführung ein. Treffpunkt ist an der Kasse des Diözesanmuseums, Domplatz 5, Bamberg. Die Teilnahme an der Führung ist frei, es fallen lediglich die regulären Eintrittskosten an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Ein Tag voller Entdeckungen für die ganze Familie
Weltkindertag auf dem Domberg am 20. September
Zu einem bunten, lebendigen und spannenden Weltkindertag am Samstag, 20. September, laden die Neue Residenz und die Alte Hofhaltung auf dem Domberg ein.
Familien mit Kindern sind herzlich willkommen, gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, zu lernen, zu basteln und sich von historischen Schauplätzen inspirieren zu lassen. Ob kleine Entdeckerinnen oder große Geschichts-Fans – hier kommen alle auf ihre Kosten.
Die Familienführung „Lichterglanz und warmes Zuhause? Wie war das damals?“ in der Neuen Residenz richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und lädt zu einer Entdeckungs- und Zeitreise ein. Im Historischen Museum Bamberg gibt es nicht nur Entdeckerbogen und Mitmachstationen rund um die Ausstellung „Bilderspaziergang“, sondern auch den Workshop „Demokratie braucht Kunst!“, in dem gemeinsam mit den Künstlerinnen Simona Saccoccia und Judith Siedersberger Stoffbeutel bedruckt werden. Die Infostand- und Mitmachstation „Handpanmusik“ eröffnet Klangwelten mit der Handpan, die Jung und Alt in ihren Bann ziehen. Beim Workshop „Lehm ist bunt“ mit „LebensLehm“ können Baumrindenmobile mit auswaschbaren Lehmfarben bemalt werden. Weiterhin können bei der Mitmachaktion „Bunte Buttons“ eigene, einzigartige Button gestaltet werden. Zusätzlich informiert der Infostand der „Omas gegen Rechts Bamberg“ über deren Arbeit und bietet ein Glücksrad. Schließlich führt die Familienführung „Abenteuer Geschichte – auf den Spuren der Fürstbischöfe“ vom Mittelalter bis zum Barock: Vom geheimnisvollen Kirchenschimmer in der Thomaskapelle bis zum prunkvollen Glanz der Neuen Residenz können Kinder mit ihren Eltern eine spannende Zeitreise erleben.
Alle Programmpunkte sind familienfreundlich gestaltet; weitere Details zu Zeiten und Treffpunkten unter http://www.domberg-bamberg.de
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Polizei und Hilfsorganisationen haben erfolgreich die Zusammenarbeit trainiert
Amoklage im Stadion: Einsatzkräfte üben in Bamberg den Ernstfall
Als gegen 12 Uhr Übungsleiter Christian Seitz „Übungsende“ über die Funkgeräte verkündet, liegen drei intensive Stunden hinter den rund 350 Einsatzkräften sowie 130 Statistinnen und Statisten. Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr haben am Samstag, 13. September 2025, im Zusammenspiel mit den Kliniken Bamberg, Burgebrach und Scheßlitz sowie der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim für den absoluten Ernstfall trainiert: Bei einem Fußballspiel im Fuchs-Park-Stadion greift ein frustrierter ehemaliger Mitarbeiter eines Fußballvereins im psychischen Ausnahmezustand wahllos mit einem Messer Menschen im VIP-Bereich der Tribüne an.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der selbst vor Ort die Übung verfolgt, betont die Wichtigkeit solch groß angelegter Testläufe: „Durch realitätsnahe Szenarien kann die organisationsübergreifende Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen im Ernstfall geübt und weiter verbessert werden. Neben der guten Zusammenarbeit von Bayerischer Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr kommt es im Bevölkerungsschutz auf verlässliche Planung, gute Vorbereitung und die Vernetzung aller relevanten Akteure an. Die aktive Beteiligung der drei Kliniken in Stadt und Landkreis Bamberg an der Übung begrüße ich daher ausdrücklich.“ Auch Oberbürgermeister Andreas Starke, die Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Wolfgang Metzner sowie weitere Ehrengäste aus Politik und von Sicherheitsbehörden sind anwesend, als es gegen 9 Uhr losgeht. Der Sanitätsdienst im Stadion vermutet zunächst eine Schlägerei und alarmiert die Polizei. Schon wenig später treffen die ersten Kräfte ein. Sie finden eine unübersichtliche Lage vor: eine volle Tribüne mit einer zu diesem Zeitpunkt unklaren Anzahl an Verletzten und einem Täter, der sich noch im Stadion befindet. Dieser flüchtet und verschanzt sich in einem benachbarten Containerdorf. Die Einsatzkräfte erhöhen die Alarmstufe, nachdem klar wird, was vorgefallen ist. Wenig später treffen ein Großaufgebot an Polizeikräften und der alarmierte Rettungsdienst sowie Kräfte des Katastrophenschutzes ein. Das Szenario hält noch mehr bereit: Rauch steigt im Bereich des Containerdorfs auf. Der Täter hat ein Feuer gelegt.
Vertrauter Übungsort
„Wir wollen auf alle Fälle vorbereitet sein: Die Großübung dient dazu, bei einer Polizeilage das Zusammenspiel aller beteiligten Blaulicht-Organisationen zu trainieren und zu verbessern“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke. „Der Übungsort wurde bewusst gewählt, da er allen an der Übung Beteiligten auch aus der Praxis bestens bekannt ist. Damit ist es möglich, in sicherer Umgebung Neues zu erproben und bestehende Planungen auf Aktualität und Umsetzbarkeit zu prüfen“, erklärt Christian Seitz, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Bamberg. Der städtische Katastrophenschutzbeauftragte Michael Hoh hat die Übung federführend organisiert und dafür eine Vielzahl an Statisten vor allem von der Polizei und aus der Stadtverwaltung gewonnen.
„Jede Sekunde zählt! Den Täter handlungsunfähig zu machen, Rettungsdiensten ohne Eigengefährdung ihren Einsatz zu ermöglichen und die Bevölkerung zu schützen, lässt keinen Zeitverzug zu. Wir sind dankbar für diese Übung, ist doch die Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis intensiver Planung und Abstimmung. Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass man definierte Handlungsabläufe realistischen Bedingungen trainiert und gegebenenfalls verbessert. Das ist aufwändig, lohnt sich aber. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement“, betont Polizeivizepräsident der Polizei Oberfranken Ulrich Rothdauscher.
Um zu beurteilen, was gut läuft, und was noch besser laufen muss, sind rund 50 Übungsbeobachter der einzelnen Organisationen mit einem strengen Auge dabei. „Übung macht den Meister – das gilt auch und gerade für Szenarien, von denen wir uns alle wünschen, dass sie am besten nie eintreten mögen“, betont Bambergs Polizeichef Florian Mayer. „Gemeinsame Übungen mit anderen Organisationen ermöglichen uns, das Vorgehen unserer Partner noch besser kennenzulernen und ohnehin bestehende Kooperationen vertiefen und noch optimieren zu können. Ein gegenseitiges Verständnis ist gerade für stressbelastete Situationen von enormem Mehrwert“, so Mayer.
Herausforderndes Szenario
Denn das Szenario birgt einige Herausforderungen und viel Abstimmungsbedarf für die Einsatzkräfte: „Bei Großschadenslagen kommt der hauptberufliche Rettungsdienst mit der normalen Fahrzeugvorhaltung schnell an seine Grenzen, daher kommen immer dann ehrenamtlich besetzte Katastrophenschutzeinheiten zum Einsatz“, betont Katastrophenschutzbeauftragter Michael Hörmann vom BRK-Kreisverband Bamberg. Durch die große Anzahl an Verletzten sind das Bayerische Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst mit insgesamt knapp 100 Einsatzkräften im Einsatz. Bevor die Rettungsdienste tätig werden können, muss die Polizei die Tribüne aber zunächst sichern und freigeben. Parallel werden die Kliniken in Alarmbereitschaft versetzt und aktivieren entsprechend ihrer Konzepte zusätzlich erforderliches Personal.
In der Zwischenzeit bereitet im Containerdorf die Polizei den Zugriff vor. Aufgrund des durch den Angreifer gelegten Brandes im Containerdorf wird die Feuerwehr zu dem Brandereignis nachalarmiert. Bei der Festnahme wird der Täter so schwer verletzt, dass er später verstirbt – so sieht es das Drehbuch vor. Erst nach der gesicherten Freigabe des Containerdorfes durch die Polizei darf und kann die Feuerwehr mit den Lösch- und Einsatzmaßnahmen beginnen. „Die Sicherheit und der Eigenschutz aller Einsatzkräfte, dies gilt auf für unsere Einsatzmannschaften, stehen stets im Vordergrund. Niemand darf in Gefahr geraten oder angegriffen werden“, betont Stadtbrandinspektor Ewald Pfänder. Was sich dagegen nie ausschließen lässt: Im Szenario verletzt sich bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann. Dieser muss durch seine Kameradinnen und Kameraden gerettet werden.
Insgesamt werden 25 Personen inklusive Täter verletzt und müssen stationär in den Kliniken Bamberg, Burgebrach und Scheßlitz versorgt werden. Währenddessen nimmt vor Ort die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV‑B), bestehend aus Personal der Polizei und der Hilfsorganisationen, ihre Arbeit auf.
Kliniken überprüfen Abläufe
In den Kliniken geht es ebenso darum, die Abläufe für einen solchen Massenanfall an Verletzten zu überprüfen. Für die Notaufnahme des Klinikums am Bruderwald steht bei der Übung die sogenannte Triage, also die medizinische Ersteinschätzung und Priorisierung von zehn gleichzeitig eingelieferten Verletzten nach Dringlichkeit im Mittelpunkt. Dieser Prozess ist entscheidend, um im Ernstfall schnell die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das Klinikum Bamberg nutzt die Übung auch dazu, seine interne Alarmierungskette zu testen. Bei der Übung kommen 15 zusätzliche Mitarbeitende zum Einsatz, so dass der reguläre Betrieb der Notaufnahme ebenfalls gewährleistet bleibt und für die Patientinnen und Patienten keine Beeinträchtigung besteht. Auch in der Steigerwaldklinik Burgebrach und der Juraklinik Scheßlitz werden innerhalb kürzester Zeit schlagkräftige interdisziplinäre Behandlungsteams zusammengestellt, um der Krisensituation optimal zu begegnen.
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Bürgermeister Glüsenkamp begrüßt 32 Azubis
Auszubildende der Stadt Bamberg starten ins Berufsleben
Bei der Stadt Bamberg und ihren Töchtern haben am 1. September 2025 32 neue Auszubildende und Beamtenanwärterinnen und –anwärter ihre berufliche Laufbahn begonnen. Diese werden bei der Stadt Bamberg, bei den Stadtwerken Bamberg, beim Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Bamberg–Forchheim und bei der Stadtbau GmbH ausgebildet, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
„Somit haben wir auch im Jahr 2025 wieder einen starken Ausbildungsjahrgang. Das ist auch dringend notwendig, auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demographischen Faktor“, sagte Bürgermeister und Personalreferent Jonas Glüsenkamp im Rahmen der Begrüßung im Spiegelsaal der Harmonie.
Die Gesamtzahl aller aktuellen Ausbildungsplätze liegt derzeit bei 58 Azubis in der Stadtverwaltung, drei Azubi bei der Stadtbau GmbH und einer dem ZRF Bamberg-Forchheim und 32 Azubis bei den Stadtwerken Bamberg. Mit insgesamt 94 Auszubildenden zählt die Stadt Bamberg zu den größten Ausbildungsbetrieben in der gesamten Region. Dies gilt umso mehr, wenn auch noch die Sozialstiftung Bamberg miteinbezogen wird: Bei ihr beginnen in diesem Herbst 186 neue Auszubildende, allerdings 25 davon erst am 1. Oktober. Dann werden insgesamt 498 junge Menschen in der Sozialstiftung ausgebildet. Somit kann der Konzern Stadt Bamberg insgesamt 592 Auszubildende vorweisen.
Zahlreiche verschiedene Ausbildungsberufe
Die Bandbreite der insgesamt 20 Ausbildungsberufe des neuen Ausbildungsjahrganges spiegelt die Vielfalt der städtischen Aufgaben wider. So werden in der Stadtverwaltung Beamtenanwärterinnen und –anwärter, Verwaltungsfachangestellte, ein Brandmeisteranwärter, zwei Fachinformatiker, eine Fachangestellte für Medien und Informationsdienste und eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik im Theater ausgebildet. Darüber hinaus bei Bamberg Service ein Straßenbauer, ein Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung, ein Elektroniker für Betriebstechnik sowie eine Gärtnerin. Die Stadtwerke Bamberg verstärken künftig Auszubildende in Umwelttechnologie für Wasserversorgungstechnik, Kfz-Mechatronik, IT-Systemelektronik, Elektronik für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechanik SHK sowie ein Azubi zum Industriekaufmann und zwei Azubis zum Berufskraftfahrer. Ein Immobilienkaufmann wird bei der Stadtbau GmbH und erstmals ein Disponent in der Integrierten Leitstelle beim Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bamberg–Forchheim ausgebildet.
Viel Abwechslung und neue Herausforderungen
Die neuen Auszubildenden sind zwischen 15 und 38 Jahre jung (Durchschnittsalter 19,5 Jahre) und kommen aus der Stadt Bamberg, den Landkreisen Bamberg, Haßberge, Coburg und Lichtenfels. Einige unter ihnen bringen bereits berufliche Erfahrungen aus vorangegangenen Ausbildungen mit. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp hat die neuen Azubis der Stadt Bamberg zum Ausbildungsbeginn herzlich willkommen geheißen: „Im Rahmen Ihrer jeweiligen Ausbildungsberufe kommt viel Neues auf Sie zu. Menschen, Themen, Gesetze und Regelungen, Fachämter – all das zusammen sorgt für viel Abwechslung, aber auch für neue Herausforderungen. Ich möchte Sie ermutigen, sich nicht nur passiv ausbilden zu lassen, sondern den Prozess Ihrer Ausbildung aktiv mitzugestalten.“
Im Rahmen ihres ersten Tages haben die neuen Azubis die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie die Ansprechpartnerinnen und ‑partner aus den verschiedenen Ämtern kennengelernt, ebenso wie die Vertretungen aus dem Personalrat und der Gleichstellungsstelle. An ein Gruppenfoto hat sich schließlich noch eine Führung mit Drittem Bürgermeister Wolfgang Metzner durch verschiedene Ämter angeschlossen.
16 Ausbildungsformate bei der Sozialstiftung
Beeindruckende Zahlen kann die Sozialstiftung Bamberg vorweisen. Ihre ab 1. Oktober 498 Azubis werden in 16 verschiedenen Formaten ausgebildet, darunter auch die zwei Studiengänge für Primärqualifizierende Pflege und für Hebammenwissenschaften. Von den 186 „Neuen“ im Herbst 2025 beginnen die meisten ihre Ausbildung als Pflegefachkraft (41), als Pflegefachhelfer:innen (26), in der Physiotherapie (26), als medizinische Fachangestellte (19) und als Pflegefachhelfer:innen in der Altenhilfe (15). Aber unter anderem auch eine Fachkraft für Lagerlogistik oder zwei Fachinformatiker werden bei der Sozialstiftung Bamberg ausgebildet.
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Familiengesundheit interaktiv
Interkulturelles Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten“
Bestes sonniges Wetter und eine ausgelassene Stimmung auf dem Gelände des Jugendtreffs Ost: Das waren nur zwei Zutaten für einen gelungenen MiMi-Gesundheitstag im Zuge des Freizeitfestes des Projekts meeteinander. Am Stand des Interkulturellen Gesundheitsprojekts MiMi-Bayern – „Mit Migranten für Migranten“ – konnten sich Besucher:innen über alle Facetten von Familiengesundheit informieren, wie die Stadt Bamberg und Landkreis Bamberg mitteilen.
Los ging es mit einer Zuckerausstellung: Dort waren Lebensmittel und Getränke aufgebaut, samt zugehöriger Anzahl von Würfelzuckern, die sich darin verstecken. Dies sorgte für manche erhellenden Momente. Bei einer Mega-Bodenzeitung inkl. Quiz konnte man sein Wissen über Hepatitis C anwenden. Und am meisten Andrang war am übergroßen Zahnmodell: Hier konnten mit der Riesen-Zahnbürste die Zahnputzkünste unter Beweis gestellt werden.
Die Interkulturellen MiMi-Gesundheitsmediatorinnen Marina Glasunova, Anca Marza und Tatjana Schell standen zusammen mit Yvonne Rüttger als Koordinatorin des Projektes und Sarah Scheller vom Gesundheitsamt Bamberg für Fragen und Informationen auf Deutsch und weiteren Sprachen zur Verfügung. Das Gesundheitsamt Bamberg ist langjähriger Kooperationspartner des MiMi-Projekts. Im Fokus der Gespräche standen insbesondere niedrigschwellige Gesundheitsangebote für Familien in der Region Bamberg, unter anderem auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Eine geeignete Plattform hierfür ist das Programm „Klärwerk – wenn alles scheiße ist“.
Dabei handelt es sich um gemeinsames Projekt von Stadt und Landkreis Bamberg sowie der Gesundheitsregion Plus. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Familien wichtige Informationen und Hilfestellungen bei psychischen Belastungen. Ein besonderes Highlight sind die kostenfreien Online-Elternabende, die sich Themen wie Pubertät, Ängste im Jugendalter, Selbstverletzung oder Suchtprävention widmen. Diese Veranstaltungen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu fachlicher Beratung und praxisnahen Tipps für den familiären Alltag.
Darüber hinaus steht die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen am Landratsamt Bamberg als weitere Anlaufstelle zur Verfügung. Sie richtet sich an Frauen, Männer und Paare und bietet umfassende, kostenfreie und vertrauliche Unterstützung zu allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Familienplanung und das Leben mit Kind.
Das Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern (MiMi-Bayern)“ ist ein Projekt des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V., das in Kooperation mit zahlreichen Projektpartner:innen landesweit durchgeführt wird. Es wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert sowie durch die MSD Sharp & Dohme GmbH unterstützt.
MiMi-Bayern verfolgt das Ziel, durch mehrsprachige und kultursensible Aufklärung die Gesundheitskompetenz von Migrant:innen zu fördern. Seit 13 Jahren ist Bamberg einer von 24 bayerischen Projektstandorten. Die Koordinierungsstelle im Amt für Inklusion der Stadt Bamberg in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Bamberg hat in den vergangenen Jahren zahlreiche engagierte und gut integrierte Migrant:innen zu sogenannten Interkulturellen MiMi-Mediator:innen geschult, die ihr Wissen in ihrer Muttersprache an Landsleute in Bamberg weitergeben. Dieses Wissen umfasst 20 verschiedene Themen und reicht vom Aufbau des deutschen Gesundheitssystems, Kindergesundheit, Diabetes hin zum Thema Alter & Pflege.
MiMi-Infoveranstaltungen sind kostenfrei und finden generell im Gruppensetting statt, zum Beispiel an Standorten wie der „Blauen Frieda“, im Ankerzentrum oder in der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Aufklärung kann in den Sprachen Arabisch, Armenisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Persisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch stattfinden. Bei Bedarf können durch den Einsatz von Dolmetschern auch andere Sprachen abgedeckt werden.
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Nachfolger von Dr. Roman Gibhardt
Martin Habermeyer ist neuer Kurator des E.T.A. Hoffmann-Hauses in Bamberg
Die Faszination für E.T.A. Hoffmann und seine fesselnden Traumwelten zwischen Wirklichkeit und Fantastik begleitet Martin Habermeyer bereits seit seiner Jugend. Seit August ist er der neue Kurator des E.T.A. Hoffmann-Hauses in Bamberg, wie die Museen der Stadt Bamberg mitteilen.
E.T.A. Hoffmann (1776–1822) war Schriftsteller, Komponist, Zeichner, Karikaturist und ausgebildeter Jurist. Er ist der wohl bekannteste Erzähler der deutschen Romantik. Das E.T.A. Hoffmann-Haus in Bamberg ist weltweit das einzige Museum für den multitalentierten Künstler, wird allerdings zurzeit saniert. Jetzt hat es einen neuen Kurator: Martin Habermeyer hat Anfang August 2025 seinen Dienst angetreten. Damit führt er die Aufgabe von PD Dr. Roman Gibhardt fort, der an das Goethe Museum nach Düsseldorf wechselte. Für Martin Habermeyer ist Bamberg allerdings kein Neuland.
Die Faszination für E.T.A. Hoffmann und seine fesselnden Traumwelten zwischen Wirklichkeit und Fantastik begleitet Martin Habermeyer bereits seit seiner Jugend: Geboren und aufgewachsen in Neuburg an der Donau, lebt er seit 2008 in der Domstadt. An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg studierte er Germanistik, Kulturgutsicherung und Kunstgeschichte mit einer Abschlussarbeit zur Visualität in E.T.A. Hoffmanns „Die Serapionsbrüder“. Es folgte der Master in Literatur und Medien, unter anderem mit dem Thema „Nostalgie in Film und Literatur als Forschungsschwerpunkt“. Die Studienjahre bedeuteten auch erste Schritte in Richtung musealer Arbeit, etwa durch einen Praktikumsaufenthalt am Filmmuseum München.
Für Dr. Fabian Ludovico, den Direktor der Museen der Stadt Bamberg, ist Martin Habermeyer ein großer Gewinn für das Team: „Durch sein Studium verfügt er über ein fundiertes Fachwissen zu E.T.A. Hoffmanns Werk und aufgrund seiner vielfältigen Tätigkeiten und Erfahrungen bringt er ganz neue Blickwinkel auf dieses mit. Wir freuen uns sehr, ihn nun an Bord zu haben. Mit seiner Expertise wird er die unterschiedlichen Projekte der Museen als Kurator sehr bereichern.“
Zu Martin Habermeyers vielfältigen Tätigkeiten zählt etwa das Theater: 2012 begann er seine freiberufliche Schauspielarbeit und hat sich seitdem fest in der Bamberger Kulturszene etabliert. Dabei hatte Martin Habermeyer neben eigenen Theaterprojekten und Lesungen regelmäßige Engagements bei der Theaterwerkstatt Haßfurt, der Landesbühne Oberfranken oder der Bühne für Menschenrechte.
Als Schauspieler kann man ihn in Bamberg darüber hinaus in zahlreichen Produktionen des Theaters im Gärtnerviertel (TiG) sehen. 2014 gehörte Martin Habermeyer zu den Gründungsmitgliedern des TiG und hat seit Juli 2025 den Ersten Vorsitz inne. Zudem ist er seit 2012 Ensemble- und Vereinsmitglied der Bamberger Gassenspiele, die zu theatralen Stadtführungen durch das Welterbe einladen.
In die ‚phantastischen Zauberreiche‘ zu Hoffmanns Leben und Werk eintauchen
Mit E.T.A. Hoffmann verbindet Habermeyer auch der Schauspielberuf: 2024 lieh er in der Produktion „Der goldne Topf“ des Bamberger Marionettentheaters dem Anselmus seine Stimme. Für die Städtische Musikschule moderierte er in der Konzert- und Kongresshalle das Eröffnungskonzert des 47. Musikschultages in der Rolle des E.T.A. Hoffmann.
Zuletzt arbeitete Martin Habermeyer auch im pädagogischen Bereich: Zwischen 2020 und 2025 war er Mitarbeiter mit Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Theaterpädagogik an der Grund- und Mittelschule Altenburgblick Stegaurach. 2018 bis 2022 leitete er integrative Orientierungskurse für Geflüchtete für die vhs Bamberg-Land und arbeitete ferner als DaZ-Dozent, etwa im Auftrag des Akademischen Auslandsamtes oder im Bereich Theaterpädagogik für die Uni Bamberg.
Nun ergänzt Martin Habermeyer als neuer Kurator für das E.T.A. Hoffmann-Haus und wissenschaftlicher Mitarbeiter das Team der Museen der Stadt Bamberg. „Ich bin voller Vorfreude auf die neuen Aufgaben in einem so schönen Arbeitsumfeld. Insbesondere freue ich mich darauf, meine Erfahrungen zu E.T.A. Hoffmann und die Begeisterung für das komplexe Werk des Multitalents im musealen Bereich vermitteln zu können“, betont Habermeyer. Er habe als Schauspieler, Wissenschaftler und Pädagoge einen dreifachen Blick auf den vielfach begabten Künstler entwickelt und hoffe, dadurch neue Perspektiven auf Hoffmann und sein Werk eröffnen zu können.
Martin Habermeyer wird die Sanierung des E.T.A. Hoffmann-Hauses und die Neuausrichtung der musealen Gestaltung von nun an begleiten und damit die kuratorische Aufgabe seines Vorgängers fortsetzen: „E.T.A. Hoffmann verglich die Überschreitung von Realität zur Fantastik einmal mit einer Himmelsleiter, auf der man immer weiter nach oben klettert. Ich wünsche mir, dass die zukünftigen Besuchenden des E.T.A. Hoffmann-Hauses, den Alltag hinter sich lassend, beim Durchlaufen der Museumsräume Schritt für Schritt eintauchen können in die ‚phantastischen Zauberreiche‘ zu Hoffmanns Leben und Werk.“
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Zufällig ausgewählte MieterInnen sowie VermieterInnen bekommen Post
Erhebung zum Bamberger Mietspiegel 2026 beginnt
Ab dem 3. September 2025 erhalten mehrere tausend Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter in Bamberg ein Schreiben von Oberbürgermeister Andreas Starke mit der Bitte, sich an der Befragung zum Mietspiegel 2026 zu beteiligen, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Die Befragung für den Mietspiegel 2026 wird zum einen Teil bei Mieterinnen und Mietern und zum anderen Teil bei Vermieterinnen und Vermietern durchgeführt. Die Mieterhaushalte wurden per Zufallsstichprobe aus dem Bamberger Einwohnermelderegister ausgewählt.
Die Mieterinnen und Mieter erhalten per Post einen Fragebogen. Die Teilnahme an der Befragung ist sowohl schriftlich als auch online möglich. Die Mieterinnen und Mieter werden zur Art, Größe, Beschaffenheit und Ausstattung ihrer Wohnung befragt.
Alle Daten werden vertraulich behandelt und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten. Die Teilnahme an der Befragung ist nach Art. 238 § 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche verpflichtend.
Seit dem Jahr 2014 sorgt ein qualifizierter Mietspiegel für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt in Bamberg. Er dokumentiert die ortsübliche Vergleichsmiete für verschiedene Wohnungstypen und ist daher von großer praktischer Bedeutung für den Ausgleich zwischen Mietern und Vermietern. Er schafft Rechtssicherheit und dient in Bamberg seit Anfang 2016 auch als Grundlage für die Prüfung der Mietpreisbremse.
Der Mietspiegel 2026 wird wieder gemeinsam mit dem Mieterverein Bamberg e.V., Haus & Grund Bamberg e.V. sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bamberger Wohnungswirtschaft entwickelt, die die Erhebung ausdrücklich unterstützen.
Institut mit Erhebung beauftragt
Mit der Durchführung und Auswertung der Befragung wurde das ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH aus Hamburg beauftragt.
Weitere Informationen zur aktuellen Erhebung des Mietspiegels sind unter https://www.alp-institut.de zu finden. Außerdem stehen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des ALP Instituts für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 040//3346476–41 und der E‑Mail-Adresse mieten@alp-institut.de zur Verfügung.
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Vom 1. bis 6. September
Sperrungen wegen Dreharbeiten
Bamberg ist als Filmstadt beliebt. Zwischen dem 1. und dem 6. September sind nun erneut Dreharbeiten vorgesehen, für die zeitweise Straßen und Parkplätze gesperrt werden, wie die Stadt Bamberg mitteilt. Das Filmteam ist angewiesen, betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sowie Unternehmen und Einrichtungen rechtzeitig direkt zu informieren und die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Über die gesamte Dauer der Filmarbeiten vom Montag, 1. September, 10 Uhr, bis Samstag, 6. September, 10 Uhr, ist der Parkplatz an der Schranne gesperrt. Ersatzparkplätze sind am Stephansplatz und am Vorderen Bach ausgewiesen.
Von Dienstag, 2. September, 7 Uhr, bis Donnerstag, 4. September, 18 Uhr, entfallen für die Produktion Parkplätze in der Memmelsdorfer Straße (Sackgasse beim Sandstein-Obelisk an der Siechenkreuzung) und in der Siechenstraße. Ersatzparkplätze sind in der Heiliggrabstraße, im Spiegelgraben und in der Siechenstraße ausgeschildert.
Von Dienstag, 2. September, 16 bis 19 Uhr, und Mittwoch 3. September, 9 bis 18 Uhr, ist in der Mittelstraße im Abschnitt zwischen Siechenstraße und Tocklergasse mit kurzfristigen Behinderungen für den Verkehr durch sogenannte Intervallsperrungen zu rechnen Dabei wird die Straße immer wieder für ca. drei bis fünf Minuten gesperrt, bis die jeweilige Filmsequenz gedreht ist. Zwischen den Szenen ist die Durchfahrt möglich.
Solche Intervallsperrungen wird es auch am Dienstag, 2. September, am Vormittag in der Bamberger Straße in Bug zwischen Oberer Leinritt und Rodelbahn sowie in der Straße „Galgenfuhr“ zwischen Parkplatz Galgenfuhr und Kreuzung Bughof geben.
Dreharbeiten auch im Sand
Ebenfalls wird im Sandgebiet gedreht Am Dienstag, 2. September, kann es von 11 bis 13 Uhr in der Unteren Sandstraße im Abschnitt zwischen Leinritt und Elisabethenstraße sowie in der Schrottenberggasse zu Verkehrsbehinderungen kommen. In diesem Zeitraum sind für die Dauer von maximal einer Stunde Intervallsperrungen von 3 bis 5 Minuten vorgesehen. Selbiges gilt von 13 bis 15 Uhr in der Oberen Sandstraße im Bereich Elisabethenplatz. Für die Dreharbeiten im Sand müssen Parkplätze Am Leinritt und in der Unteren Sandstraße gesperrt werden, Ersatzparkplätze finden sich Am Leinritt Höhe Kesselhaus.
Die Dreharbeiten werden am Donnerstag, 4. September, und Freitag, 5. September, in der Klosteranlage St. Michael fortgesetzt. Die Einfahrt zum Kloster ist an diesen Tagen für kurze Zeitintervalle gesperrt. Die gesperrten Parkplätze für Michelsberg und Ottobrunnen finden sich in der St.-Getreu-Straße und am Jakobsplatz. Am 4. und 5. September jeweils am Abend ab 20 Uhr werden kurze Sperrungen nötig für den Dreh von Filmsequenzen an der Kreuzung Michelsberg sowie der St.-Getreu-Straße bis Städtische Musikschule.
Von Donnerstag, 4. September, 10 Uhr, bis einschließlich Freitag, 5. September, müssen wegen der Dreharbeiten in der Unteren Sandstraße Parkplätze gesperrt werden. Ersatzparkplätze stehen Am Leinritt auf Höhe Stadtplanungsamt zur Verfügung.
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Region Bamberg schiebt 3,3 Millionen Überstunden – viele zum Nulltarif
NGG Oberfranken startet MdB-Appell gegen Abschaffung vom 8‑Stunden-Tag
Die Region Bamberg schiebt ordentlich Überstunden: Rund 1,9 Millionen Stunden haben Beschäftigte im vergangenen Jahr in Bamberg zusätzlich gearbeitet und im Landkreis 1,4 Millionen. Davon rund 1,75 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Das geht aus dem „Arbeitszeit-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemacht hat.
Allein in Hotels und Gaststätten in Bamberg leisteten Köche, Kellnerinnen, Barkeeper & Co. im vergangenen Jahr rund 41.000 Überstunden und im Landkreis rund 23.000. Das hat das Pestel-Institut auf Basis einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Die Wissenschaftler haben dabei für die Region Bamberg bundesweite Durchschnittswerte von Arbeitszeiten in der Gastronomie herangezogen. Demnach waren 53 Prozent aller in Bamberg und im Landkreis geleisteten Überstunden in Hotels, Restaurants, Gaststätten und Biergärten unbezahlt.
Die Gewerkschaft warnt: Der Überstundenberg dürfte demnächst noch größer werden. Grund seien Pläne der Bundesregierung, die Arbeitszeit neu zu regeln: „Schwarz-Rot will eine wöchentliche Höchstarbeitszeit und den 8‑Stunden-Tag abschaffen. Betriebe könnten von ihren Beschäftigten dann verlangen, auch zehn, elf oder in der Spitze sogar 12 Stunden und 15 Minuten pro Tag zu arbeiten“, sagt Rainer Reißfelder von der NGG Oberfranken.
Die NGG Oberfranken schlägt Alarm: Schon jetzt betrage die maximale Arbeitszeit 48 Stunden pro Woche. In der Spitze seien sogar 60-Stunden-Wochen möglich. „Das sind Extrem-Arbeitswochen. Selbst wenn so ‚Hammer-Wochen‘ innerhalb eines Vierteljahres ausgeglichen werden müssen. Doch noch schlimmer wird es, wenn die Bundesregierung jetzt tatsächlich ans Arbeitszeitgesetz Hand anlegt und den 8‑Stunden-Tag kippt. Dann würde nämlich nur noch das europäische Recht ein Wochen-Limit für die Arbeitszeit setzen. Und das wäre brutal: Arbeitgeber könnten ihre Beschäftigten dann sogar zu 73,5‑Stunden-Wochen verdonnern – nämlich zu sechs Tagen à 12 Stunden und 15 Minuten im Job. Das wäre fast das doppelte Wochen-Pensum von heute – und damit Arbeitszeit-Stretching pur“, so Reißfelder.
Der kommissarische Geschäftsführer der NGG Oberfranken macht seinem Ärger Luft: „Viele Arbeitgeber würden das hemmungslos ausnutzen. Es drohen dann völlig überladene Arbeitswochen, bei denen man die Stunden, in denen man nicht schläft, fast komplett im Job oder auf dem Weg zur Arbeit verbringt. Das macht Menschen dann aber fix und fertig. Außerdem würde dabei ein Riesenberg an Überstunden auflaufen. Und ans Abfeiern der Überstunden ist sowieso nicht zu denken – bei dem Fachkräftemangel, der eigentlich überall herrscht.“
Der kommissarische Geschäftsführer der NGG Oberfranken spricht von einem „Arbeitszeit-Monopoly“ der Bundesregierung: „Das ist wilde Zeit-Zockerei. Für Beschäftigte bedeutet das: Arbeiten bis ans Limit – und darüber hinaus“, so Reißfelder. Er hat dabei die Gesundheit der Beschäftigten im Blick, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „Nach acht Stunden Arbeitszeit steigt die Gefahr von Arbeitsunfällen rasant an. XXL-Arbeitstage bedeuten auf Dauer eine Belastung für den Körper und für die Psyche: von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Erkrankungen bis zum Burnout“, so Reißfelder.
„Noch mehr Flexibilität ist gar nicht nötig“
Außerdem im Fokus der Gewerkschaft: Wer die Familie, den Beruf und die Pflege von Angehörigen unter einen Hut bringen müsse, brauche vor allem eines – planbare und verlässliche Arbeitszeiten. Und die müssten auch zu den Betreuungszeiten von der Kita und vom Hort passen. „Denn wer holt die Kinder dort ab, wenn die Schicht zwölf Stunden geht?“, fragt Reißfelder.
Die geplante Aufweichung des 8‑Stunden-Tages gehe in die falsche Richtung. Schon heute jonglierten Familien zwischen Job, Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen. „Längere Arbeitstage verschärfen die Probleme und verhindern eine gerechte Verteilung von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Pflege. Denn obwohl sich viele Väter wünschen, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, wird durch noch längere tägliche Arbeitszeiten das Alleinverdienermodell gestärkt“, warnt Rainer Reißfelder. Anstatt das Fachkräftepotential von Frauen zu nutzen, verhinderten XXL-Schichten eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die NGG Oberfranken nennt dazu auch Zahlen: So werden aktuell 61 Prozent aller Teilzeit-Jobs in Bamberg und 73 Prozent im Landkreis von Frauen gemacht. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur. Reißfelder appelliert daher an die Bundestagsabgeordneten aus Bamberg und der Region, dem „Herumschrauben am Arbeitszeitgesetz in Berlin einen Riegel vorzuschieben“. Schon jetzt seien flexible Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes und durch Tarifverträge, die die NGG abgeschlossen habe, für viele Beschäftigte Alltag. „Noch mehr Flexibilität ist gar nicht nötig“, so Reißfelder.
Außerdem ersetzten 10- oder 12-Stunden-Tage keine fehlenden Fachkräfte. „Gute Arbeitsbedingungen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, systematische Qualifizierung und mehr Ausbildung. Das sind die richtigen Hebel für mehr Fachkräfte. Verschiebereien bei der Arbeitszeit sind nichts anderes als das Löcherstopfen bei einer zu dünnen Personaldecke“, so Rainer Reißfelder.