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Oberfranken - Page 10

Kos­ten­frei­es Pro­gramm für die gan­ze Familie 

Som­mer­fe­ri­en­pro­gramm im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeitsgeräte

Die Lern­werk­statt im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeits­ge­rä­te bie­tet in den Som­mer­fe­ri­en wie­der ein umfang­rei­ches, kos­ten­frei­es Pro­gramm für die gan­ze Fami­lie an, das ab sofort gebucht wer­den kann.

„Nach einer lan­gen War­te­zeit geht es nun auch wie­der im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeits­ge­rä­te rich­tig los. Das Muse­ums­team hat die besu­cher­freie Zeit genutzt, um inno­va­ti­ve Pro­gram­me für den Frei­zeit­be­reich zu ent­wi­ckeln. Gera­de Fami­li­en hat­ten es in den letz­ten Mona­ten nicht leicht und haben sich eine Aus­zeit ver­dient – dort möch­te das Muse­um anknüp­fen. Die Aus­stel­lung im Muse­um für bäu­er­li­che Arbeits­ge­rä­te bie­tet eine Zeit­rei­se in die Ver­gan­gen­heit und kann sowohl von Fami­li­en als auch von Kin­dern auf eige­ne Faust neu ent­deckt wer­den“, so Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.


Umfang­rei­ches Familienprogramm

Im Fami­li­en­pro­gramm ste­hen acht unter­schied­li­che Muse­ums­ral­lyes zur Aus­wahl, wel­che sich the­ma­tisch mit dem Leben auf dem Land oder der tech­ni­schen Ent­wick­lung land­wirt­schaft­li­cher Gerä­te beschäf­ti­gen. Zu den Ral­lyes kann ein prak­ti­scher Work­shop mit Kurz­füh­rung dazu gebucht wer­den. Mit der Her­stel­lung von Samen­bom­ben oder selbst­ge­mach­ter Rin­gel­blu­men­sal­be ste­hen in die­sem Jahr bei den Fami­li­en-Work­shops der Heil­kräu­ter­gar­ten und die Insek­ten­wei­den im Fokus. Das zwei­stün­di­ge Pro­gramm wird vom 2. August bis 10. Sep­tem­ber ange­bo­ten und rich­tet sich ins­be­son­de­re an Fami­li­en mit Kin­dern zwi­schen vier und 14 Jahren.

Die Beson­der­heit des Ange­bots ist, dass den Kin­dern mit ihren Eltern oder auch Groß­el­tern jeweils das kom­plet­te Muse­um exklu­siv zur Ver­fü­gung gestellt wird. Dadurch ent­fällt auch die Mas­ken­pflicht in der Aus­stel­lung. Bei den Ral­lyes erfah­ren Kin­der auf spie­le­ri­sche Wei­se mehr über die Objek­te im Muse­um und kön­nen außer­dem beim Malen und Bas­teln ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf lassen.


Krea­ti­ves Kinderprogramm

Wei­ter­hin wur­de in die­sem Jahr auch ein geson­der­tes Feri­en­pro­gramm nur für Kin­der ent­wi­ckelt, für das Kin­der ab 9 Jah­ren ange­mel­det wer­den kön­nen. Es han­delt sich dabei um vier span­nen­de Aktio­nen, die sich zum Bei­spiel mit der Her­stel­lung eige­ner Wachs­mal­stif­te oder dem Aus­pro­bie­ren einer alten foto­gra­fi­schen Tech­nik beschäf­ti­gen. Die Work­shop­ter­mi­ne dafür fin­den jeweils Diens­tag und Don­ners­tag statt. An drei Ter­mi­nen haben Kin­der zusätz­lich die Mög­lich­keit, das Muse­um im Dun­keln zu erkun­den und alte Beleuch­tungs­mög­lich­kei­ten zu testen.


Um Anmel­dung wird gebeten

Um War­te­zei­ten und Grup­pen­bil­dun­gen zu ver­mei­den, wird um eine tele­fo­ni­sche Anmel­dung gebe­ten. Für das Fami­li­en­pro­gramm sind zwei­stün­di­ge Slots zwi­schen 10 und 17 Uhr von Mon­tag bis Frei­tag buch­bar. Das Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm ist auf 5 Teil­neh­men­de begrenzt und jeweils diens­tags und don­ners­tags zwi­schen 15 und 17 Uhr, bezie­hungs­wei­se 20 und 22 Uhr buch­bar. Besu­che­rin­nen und Besu­cher außer­halb des Feri­en­pro­gramms kön­nen das Muse­um eben­falls nur nach Anmel­dung besichtigen.

Anmel­dun­gen erfol­gen unter Tel. 0921 7846–1436 oder ‑1437. Eine Über­sicht des Feri­en­pro­gramms und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen fin­den Inter­es­sen­ten auf der Home­page des Bezirks unter https://www.bezirk-oberfranken.de/kultur/museum-fuer-baeuerliche-arbeitsgeraete/sommerferienprogramm-2021/

Denk­mal­pfle­ge­prei­se

Aus­zeich­nun­gen für Schmuckstücke

Die neu­en Denk­mal­pfle­ge­prei­se des Bezirks Ober­fran­ken machen Ober­fran­kens Geschich­te noch stär­ker sicht­bar. 27 Vor­schlä­ge leg­te Bezirks­hei­mat­pfle­ger Prof. Dr. Gün­ter Dip­pold der Jury zur Bera­tung vor. Über die Aus­wahl wird nun im Bezirks­tag ent­schie­den. Die Prei­se sind mit je 5.000 Euro dotiert.

„Es sind wun­der­schö­ne stei­ner­ne Zeug­nis­se unse­rer Ver­gan­gen­heit, die von ihren Besit­ze­rin­nen und Besit­zern lie­be­voll restau­riert wur­den und die unse­ren Ort­schaf­ten ihr prä­gen­des Gesicht geben“, sagt Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm mit Blick auf die jetzt getrof­fe­ne Auswahl.

Die bis zu 13 Prei­se für die Bewah­rung und Sanie­rung his­to­ri­scher Bau­sub­stanz in Ober­fran­ken wer­den jähr­lich für Sanie­run­gen ver­ge­ben, dabei darf der Abschluss der Arbei­ten nicht län­ger als vier Jah­re zurück­lie­gen. Kri­te­ri­en für die Ver­lei­hung der Prei­se sind die fach­li­che Qua­li­tät der Maß­nah­me, ein gro­ßer Ein­satz durch die Eigen­tü­me­rin­nen und Eigen­tü­mer sowie die his­to­ri­sche oder städ­te­bau­li­che Bedeu­tung des Bauwerks.

„Mit die­sen Prei­sen rücken wir die Geschich­te unse­rer Regi­on wie­der ein Stück wei­ter in die Gegen­wart“, so Bezirks­hei­mat­pfle­ger Prof. Gün­ter Dip­pold. „Wir dür­fen nicht allein auf Prunk­bau­ten, Schlös­ser, Kir­chen und Reprä­sen­ta­ti­ons­ge­bäu­de bli­cken. Die Geschich­te der klei­nen Leu­te ist genau­so wich­tig und muss sicht­bar blei­ben“, erklärt er den Sinn der neu geschaf­fe­nen Preise.

Zusam­men mit dem Preis­geld wird eine Erin­ne­rungs­ta­fel über­ge­ben, die an der Fas­sa­de der aus­ge­zeich­ne­ten Gebäu­de ange­bracht wer­den soll. Nach einer Ent­schei­dung durch den Bezirks­tag von Ober­fran­ken in einer der kom­men­den Sit­zun­gen erfolgt die Ver­kün­dung der Gewin­ne­rin­nen und Gewinner.

Arbei­ten an Hochvolt-Systemen

Hand­werk schult Wissenschaft

Die Lehr­stüh­le Umwelt­ge­rech­te Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Elek­tri­sche Ener­gie­sys­te­me der Uni Bay­reuth for­schen gemein­sam zur „Grü­nen Bat­te­rie“. Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken sorgt für die Wei­ter­bil­dung und qua­li­fi­ziert die wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter für Arbei­ten an Hochvolt-Systemen.

Ent­wick­lung bis zum Ende gedacht: Die Uni Bay­reuth forscht mit ihren Lehr­stüh­len Umwelt­ge­rech­te Pro­duk­ti­ons­tech­nik sowie Elek­tri­sche Ener­gie­sys­te­me dar­an, wie man zukünf­tig Bat­te­rie­sys­te­me so gestal­ten und kon­stru­ie­ren kann, dass sie in hohem Maße nicht nur stoff­lich recy­celt wer­den kön­nen, son­dern ins­be­son­de­re auch in mobi­len als auch sta­tio­nä­ren Anwen­dun­gen wie­der- und wei­ter­ver­wen­det wer­den kön­nen. Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken sorgt dabei für die pas­sen­de Wei­ter­bil­dung der Lehr­stuhl-Mit­ar­bei­ten­den. Denn um an den soge­nann­ten Hoch­volt-Ener­gie­spei­chern und an nicht eigen­ge­si­cher­ten Fahr­zeu­gen auch unter Span­nung arbei­ten zu dür­fen, müs­sen sie ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­tio­nen nach­wei­sen. Die­se erwar­ben sie jetzt an der Handwerkskammer.

Wolf­gang Wich, Fach­be­reichs­lei­ter Kfz-Tech­nik Ober­fran­ken an der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, zeigt sich stolz über die Koope­ra­ti­on zwi­schen Wis­sen­schaft und Hand­werk: „Es ist toll, dass die Uni Bay­reuth die­sen For­schungs­auf­trag erhal­ten hat. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Qua­li­fi­ka­ti­on der betei­lig­ten Mit­ar­bei­ter einen Bei­trag zum Gelin­gen die­ses Pro­jek­tes leis­ten kön­nen.“ Denn für die For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten an der Uni gel­ten beim Umgang mit Hoch­volt-Sys­te­men die glei­chen Sicher­heits­vor­keh­run­gen, Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten und Arbeits­platz­vor­ga­ben wie in Kfz-Betrie­ben. Ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis sei, laut Wolf­gang Wich, hier für alle Betei­lig­ten gesetz­lich vor­ge­schrie­ben und die­ne als Berech­ti­gung, unter Span­nung an Hoch­volt­bat­te­rie­sys­te­men arbei­ten zu dürfen.

Neben den theo­re­ti­schen Grund­la­gen ging es in der drei­tä­gi­gen Wei­ter­bil­dung ins­be­son­de­re um die Pra­xis. „Die Kfz-Bran­che ist eine der wich­tigs­ten, was die Elek­tri­fi­zie­rung betrifft. Des­halb ist es auch für die For­schung wich­tig, genau hier tie­fer in die Mate­rie ein­zu­stei­gen“, ist Dr.-Ing. Bernd Rose­mann, Pro­jekt­lei­ter am Lehr­stuhl Umwelt­ge­rech­te Pro­duk­ti­ons­tech­nik, über­zeugt. Dies taten die Uni-Mit­ar­bei­ter unter Anlei­tung der bei­den Kfz-Aus­bil­dungs­meis­ter Ger­hard Schmö­kel und Ste­fan Löff­ler, die den Teil­neh­mern detail­lier­te Ein­bli­cke in das „Herz“ der unter­schied­li­chen Vari­an­ten von Bat­te­rie­sys­te­men gewähr­ten – bis hin­ein in die ein­zel­ne Batteriezelle.


„Refa­bri­ka­ti­on“ spart Kos­ten und schont Ressourcen

Was moti­viert die For­schen­den der bei­den Lehr­stüh­le? Aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht sind Lithi­um-Ionen-Bat­te­rie­sys­te­me ein Schlüs­sel für nach­hal­ti­ge Elek­tro­mo­bi­li­tät, die zur Redu­zie­rung der Treib­haus­ga­se des Ver­kehrs­sek­tors bei­tra­gen sol­len. Die dar­aus zu erwar­ten­de star­ke Zunah­me sol­cher Bat­te­rie­sys­te­me begrün­det in der Fol­ge auch den Bedarf an einem effi­zi­en­ten Recy­cling, das Lösun­gen anbie­tet, wenn in ein paar Jah­ren Bat­te­rie­sys­te­me aus­ge­tauscht oder ent­sorgt wer­den müssen.

Hier setzt die For­schungs­ar­beit der Uni Bay­reuth an. Es wird unter­sucht, inwie­weit Lithi­um-Ionen-Bat­te­rien sich für eine „Refa­bri­ka­ti­on“, also eine indus­tri­el­le Auf­ar­bei­tung eig­nen. „Die Refa­bri­ka­ti­on ist eine viel­ver­spre­chen­de Mög­lich­keit, um sowohl Kos­ten als auch die Res­sour­cen zu scho­nen“, sagt Dr. Rose­mann. So lie­ßen sich bis zu 90 Pro­zent der Roh­stof­fe und bis zu 85 Pro­zent der Ener­gie im Ver­gleich zu einer Neu­pro­duk­ti­on ein­spa­ren, wenn es gelän­ge einen Teil aus­ge­dien­ter Ener­gie­spei­cher wei­ter zu ver­wen­den. „Die­ses Pro­dukt­re­cy­cling ist aber nur das eine“, so Dr.

Rose­mann wei­ter, „wir stei­gen mit unse­rer For­schung schon eine Stu­fe vor­her ein.“ Dazu gehö­re es, Bat­te­rie­sys­te­me bei der Kon­struk­ti­on und dem Bau so zu gestal­ten, dass eine spä­te­re Auf­ar­bei­tung in gro­ßem Umfang und mit mög­lichst gerin­gem Auf­wand mög­lich sei. Ziel des For­schungs­pro­jek­tes, das bis zum 30. Novem­ber 2023 läuft, ist es daher, Lösungs­an­sät­ze für ein zukünf­ti­ges Bat­te­rie­sys­tem­de­sign zu ent­wi­ckeln. Schu­lun­gen zu Hoch­volt­sys­te­men führt die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken bereits seit 2013 durch. Ohne die­se Wei­ter­bil­dung dür­fen Kfz-Werk­stät­ten nicht an E- oder Hybrid­fahr­zeu­gen arbei­ten. Die Qua­li­fi­ka­ti­on glie­dert sich in drei Stu­fen auf. Wäh­rend die bei­den Ein­stiegs­stu­fen mitt­ler­wei­le schon fes­ter Bestand­teil der Berufs­aus­bil­dung im Kfz-Bereich sind, erwirbt man sich in der Wei­ter­bil­dung der Stu­fe 3, die jetzt auch die wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter der Uni absol­viert haben, die Kom­pe­tenz an nicht eigen­ge­si­cher­ten Fahr­zeu­gen sowie unter Span­nung und in Hoch­volt-Ener­gie­spei­chern arbei­ten zu dürfen.

Ver­lei­hung des Zer­ti­fi­kats „audit berufundfamilie“

Bezirks­tags­prä­si­dent Schramm nimmt Aus­zeich­nung als fami­li­en­freund­li­cher Arbeit­ge­ber entgegen

Fle­xi­ble Arbeits­zei­ten, alter­nie­ren­de Wohn­raum­ar­beits­plät­ze oder Gesund­heits­an­ge­bo­te mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung des Arbeit­ge­bers – mit die­sen und wei­te­ren Maß­nah­men unter­stützt der Bezirk Ober­fran­ken sei­ne Beschäf­tig­ten nach­hal­tig dar­in, ihre beruf­li­chen und fami­liä­ren Zie­le in Ein­klang zu brin­gen. Die­ses Enga­ge­ment wur­de zum fünf­ten Mal in Fol­ge durch das Zer­ti­fi­kat „audit beru­fund­fa­mi­lie“ untermauert.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm nahm im Bei­sein der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten Gud­run Hof­mann und des Direk­tors der Bezirks­ver­wal­tung Peter Mey­er die Zer­ti­fi­kats­ur­kun­de am Diens­tag, 22. Juni, im Rah­men einer Online-Ver­an­stal­tung offi­zi­ell an.

„Der Bezirk Ober­fran­ken schafft viel­fäl­ti­ge Maß­nah­men, die eine aus­ge­wo­ge­ne Work-Life-Balan­ce ermög­li­chen. Dem­nach ist es erfreu­lich, dass unser Ein­satz und unse­re fami­li­en­be­wuss­te Per­so­nal­po­li­tik seit der ers­ten Zer­ti­fi­zie­rung im Jahr 2009 bereits zum fünf­ten Mal belegt wur­den. Die fami­li­en­freund­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen haben direk­ten Ein­fluss auf die Moti­va­ti­on und Leis­tungs­be­reit­schaft unse­rer Beschäf­tig­ten“, betont der ober­frän­ki­sche Prä­si­dent. „Es ist mir ein per­sön­li­ches Anlie­gen für mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ein gutes Arbeits­um­feld zu schaf­fen, in wel­chem sie sich sowohl mit Freu­de und Enga­ge­ment ihren wich­ti­gen Auf­ga­ben wid­men kön­nen und dabei gleich­zei­tig die Mög­lich­keit haben, ihre beruf­li­chen und fami­liä­ren Zie­le in Ein­klang zu bringen.“

Der Ver­lei­hung des Zer­ti­fi­kats ging ein Dia­log­tag vor­aus, an dem die Audi­to­rin Danie­la Scheur­len mit einem reprä­sen­ta­ti­ven Quer­schnitt der Beschäf­tig­ten, die das breit gefä­cher­te Ange­bo­te wie unter ande­rem die Som­mer­fe­ri­en­be­treu­ung oder das Eltern-Kind-Zim­mer nut­zen, Inter­views führ­te. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter spie­gel­ten den Sta­tus quo wider und gaben Denk­an­stö­ße, wie die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf noch wei­ter ver­bes­sert wer­den kann. Der Re-Audi­tie­rungs­pro­zess des Bezirks Ober­fran­ken wur­de von der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten Gud­run Hof­mann beglei­tet: „Die Steue­rungs­grup­pe audit beru­fund­fa­mi­lie setzt sich unter dem Vor­sitz des Bezirks­tags­prä­si­den­ten und aus wei­te­ren wich­ti­gen Per­so­nen der Lei­tungs­ebe­nen zusam­men, die gemein­sam mit der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten alle Ver­ein­bar­keits­the­men der Behör­de bera­ten und ent­schei­den. Das The­ma ´Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie´ ist Chef­sa­che beim Bezirk Oberfranken.“


audit beru­fund­fa­mi­lie

Mit dem Qua­li­täts­sie­gel wer­den bun­des­weit fami­li­en­freund­li­che Arbeit­ge­ber von der beru­fund­fa­mi­lie Ser­vice gGmbH aus­ge­zeich­net. Im Bereich der Behör­den gehö­ren zu den Zer­ti­fi­kats­trä­gern unter ande­rem neben dem Bun­des­kanz­ler­amt vie­le Bun­des- und Lan­des­mi­nis­te­ri­en, Land­rats­äm­ter und Stadt­ver­wal­tun­gen. Alle drei Jah­re fin­det eine Re-Audi­tie­rung mit einer Bilanz und neu­en Ziel­ver­ein­ba­run­gen statt. Nach dem erfolg­rei­chen Abschluss die­ses Pro­zes­ses erfolgt die Erneue­rung des Zertifikats.

Wech­sel an der Spit­ze in her­aus­for­dern­den Zeiten

Bri­git­te Glos, Che­fin der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, in den Ruhestand

Bri­git­te Glos (65), die Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, geht Ende Juni in den Ruhe­stand, wie die Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg mit­teilt. 36 Jah­re Ihres Arbeits­le­bens wid­me­te sie dem Gesche­hen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Im Jahr 1985 trat die Juris­tin ihren Dienst als Nach­wuchs­kraft im höhe­ren Dienst in der dama­li­gen Bun­des­an­stalt für Arbeit an. Ihre ers­ten Erfah­run­gen sam­mel­te sie als Refe­ren­tin der Leis­tungs­ab­tei­lung im Lan­des­ar­beits­amt Nord­bay­ern in Nürn­berg. Von 1990 bis 2001 über­nahm sie die Refe­rats­lei­tung für Geld­leis­tun­gen für ganz Bay­ern. Wei­te­re Sta­tio­nen in den fol­gen­den Jah­ren waren die Füh­rung der Arbeits­agen­tu­ren Schwan­dorf und Wei­ßen­burg. Die letz­ten fünf­zehn Jah­re präg­te sie als Geschäfts­füh­re­rin die Geschi­cke am Arbeits­markt in Ober­fran­ken. Von 2006 bis 2012 war sie Che­fin in Bayreuth.


Rück­schau von Andre­as Lin­de­mann, Vor­sit­zen­der des Personalrats

Die Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Bam­berg – Coburg über­nahm Glos 2012. Am Anfang stand zunächst die Lei­tung der noch eigen­stän­di­gen Agen­tu­ren Bam­berg und Coburg in Per­so­nal­uni­on sowie Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung ihrer Fusi­on zu einem neu­en, gro­ßen Agen­tur­be­zirk. Man muss wis­sen, was es heißt, Abläu­fe und Struk­tu­ren zwei­er Orga­ni­sa­tio­nen vor dem Hin­ter­grund unter­schied­li­cher Wirt­schafts­räu­me, Men­ta­li­tä­ten und öffent­li­che Erwar­tun­gen zu syn­chro­ni­sie­ren, um die Her­aus­for­de­rung für alle betrof­fe­nen Beschäf­tig­ten zu ermes­sen. Dar­über hin­aus war die­se Fusi­on nur ein Ele­ment einer inter­nen Umor­ga­ni­sa­ti­on der Bun­des­agen­tur für Arbeit, mit grund­le­gen­den Aus­wir­kun­gen auf den Arbeits­all­tag aller Beschäf­tig­ten. Zum einen ver­stand es Bri­git­te Glos, die Hand­lungs­spiel­räu­me und Aus­ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten im Rah­men der Umset­zung der Neu­or­ga­ni­sa­ti­on opti­mal für ihre Dienst­stel­le zu nut­zen, zum ande­ren, die Per­so­nal­ver­tre­tung hier­bei aktiv ein­zu­be­zie­hen. In jenen Tagen leg­te sie den Grund­stein für eine Ver­trau­ens­ba­sis bei den Mit­ar­bei­tern, von der bis heu­te alle pro­fi­tie­ren. Sie schät­zen ihre per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten wie Inte­gri­tät, Ehr­lich­keit, Kom­pe­tenz und Bereit­schaft zur Trans­pa­renz. In der Zusam­men­ar­beit zeig­te sie sich stets unprä­ten­ti­ös, ohne Dün­kel oder Eitel­keit, aber dafür mit viel Humor.

Und heu­te? Wir erle­ben erneut eine Umbruch­si­tua­ti­on, dies­mal bedingt durch eine glo­ba­le Pandemie.

Andre­as Lin­de­mann, Vor­sit­zen­der des Per­so­nal­rats: „Bri­git­te Glos hat die Agen­tur mit ruhi­ger Hand durch unru­hi­ge Zei­ten gesteu­ert. Es war ihr stets ein Anlie­gen, die Beschäf­tig­ten zu eigen­stän­di­gen Pro­blem­lö­sun­gen zu befä­hi­gen und zu selb­stän­di­gem Den­ken zu ermu­ti­gen. Sie macht ihrem Nach­fol­ger ein gro­ßes Geschenk, beson­ders in die­sen her­aus­for­dern­den Zei­ten, eine tol­le Mann­schaft, gut ein­ge­spielt und bes­tens qua­li­fi­ziert. Ich bin sicher, dass die­ses Geschenk durch gute und den Men­schen zuge­wand­te Füh­rung sei­ne Wert­schät­zung erfah­ren wird, und so kann die Agen­tur zuver­sicht­lich in die Zukunft bli­cken. Bleibt nur, unse­rer schei­den­den Che­fin im Namen aller Mit­ar­bei­ter das Bes­te für ihr per­sön­li­ches Wohl­erge­hen und einen erfüll­ten, sicher­lich nicht all­zu ruhi­gen Ruhe­stand zu wünschen.“

Ralf Holt­z­wart, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern: „Bri­git­te Glos hat mit ihrer her­vor­ra­gen­den Arbeit und dem immer rich­ti­gen Gespür für die aktu­el­len Belan­ge auf dem Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt die Regi­on in Ober­fran­ken stark mit­ge­prägt. Gleich­zei­tig hat sie auch die inter­nen Her­aus­for­de­run­gen, wie bei­spiels­wei­se die Zusam­men­le­gung der Agen­tur­be­zir­ke Bam­berg und Coburg, sou­ve­rän gemeis­tert. Als erfolg­rei­che Netz­wer­ke­rin bis auf höchs­te Ebe­nen der Poli­tik ver­stand sie es, auf Men­schen zuzu­ge­hen, offen für neue Ideen und Ansät­ze zu sein und ihre Mit­ar­bei­ten­den zur Best­leis­tung zu moti­vie­ren. Durch die gute, kon­struk­ti­ve und part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit hat sie den Agen­tur­be­zirk für Arbeit Bam­berg-Coburg dahin geführt, wo er heu­te steht. In ihrer Zeit als Agen­tur­che­fin muss­ten vie­le The­men in Angriff genom­men wer­den. Und auch zuletzt konn­te Frau Glos mit siche­rer Hand und gro­ßem Sach­ver­stand durch tur­bu­len­te Zei­ten füh­ren. Nun beginnt sozu­sa­gen der lan­ge Urlaub des Lebens. Für die gelun­ge­ne und enga­gier­te Arbeit möch­te ich mich herz­lichst bedan­ken und ich wün­sche ihr für den nächs­ten Lebens­ab­schnitt alles erdenk­lich Gute. Der Abschied ist auch gleich­zei­tig ein Neu­an­fang. Des­halb freue ich mich gleich­zei­tig, Ste­fan Tre­bes als Nach­fol­ger von Bri­git­te Glos begrü­ßen zu dür­fen. Ich bin mir sicher, dass er mit sei­ner bis­he­ri­gen Erfah­rung die rich­ti­gen Ant­wor­ten auf die aktu­el­len und zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen fin­den wird. Ich wün­sche ihm für sei­ne neu­en Auf­ga­ben ein gutes Gelin­gen und einen erfolg­rei­chen Start in sei­nen neu­en Aufgabenbereich.”

Mathi­as Eck­art, DGB-Regi­ons­ge­schäfts­füh­rer und Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg:

„15 Jah­re stand Frau Glos als Vor­sit­zen­de der Geschäfts­lei­tung in ober­frän­ki­schen Arbeits­agen­tu­ren an vor­ders­ter Stel­le. Nach den nicht ganz ein­fa­chen Fusio­nen von vier auf zwei Arbeits­agen­tu­ren über­nahm sie 2012 die Zusam­men­le­gung von Bam-berg und Coburg. Rück­bli­ckend kann ich sagen, es ist ihr gut gelun­gen. Dar­über hin­aus hat sie es ver­stan­den, durch eine geschick­te Netz­werk­ar­beit die Agen­tur für Arbeit als fes­te Grö­ße im Wirt­schafts­raum Ober­fran­ken zu verankern.“


Bri­git­te Glos: „Ich möch­te vor allem Dan­ke sagen. Es waren für mich knapp zehn inter­es­san­te, erleb­nis­rei­che Jah­re in der Regi­on Bam­berg- Coburg. Gemein­sam mit mei­nen äußerst enga­gier­ten Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in der Arbeits­agen­tur und den sie­ben Job­cen­tern haben wir viel erreicht wie zum Bei­spiel den kon­ti­nu­ier­li­chen Abbau der Arbeits­lo­sig­keit bis hin zur Voll­be­schäf­ti­gung in der Regi­on sowie die Betreu­ung der Flücht­lings­wel­len von 2014 und 2015. Dazu braucht es viel gemein­sa­mes Enga­ge­ment, Ideen und vor allem auch ein gutes Netz­werk der Arbeits­markt­part­ner. Auch wenn der Ter­min zu gehen bereits lan­ge fest­stand, las­se ich nur schwe­ren Her­zens los so mit­ten in der Coro­na Pan­de­mie. Das Zusam­men­wir­ken aller Part­ner ist eine der Stär­ken unse­rer Regi­on. Der in den letz­ten Jah­ren im nicht erfolgs­ver­wöhn­ten Ober­fran­ken ent­stan­de­ne Opti­mis­mus bie­tet opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für wirt­schaft­li­chen Wohl­stand nach Über­win­den der Pan­de­mie. Dafür steht die Arbeits­agen­tur gut gerüs­tet bereit, um die­sen Pro­zess aktiv als zuver­läs­si­ger Part­ner zu beglei­ten. Auf eine offi­zi­el­le Ver­ab­schie­dungs­fei­er ver­zich­te ich bewusst in Anbe­tracht der aktu­el­len Situation.“


Der gebür­ti­ge Kro­nacher Ste­fan Tre­bes (42) tritt die Nach­fol­ge von Glos an. Tre­bes ver­fügt über jah­re­lan­ge Erfah­rung in Füh­rungs­po­si­tio­nen. Von 2011 bis 2014 war er der Geschäfts­füh­rer des Job­cen­ters Coburg Stadt. Bis 2018 lei­te­te er den inter­nen Ser­vice der Agen­tur für Arbeit Würz­burg. Seit­dem ist er als Fach­be­reichs­lei­ter der Zen­tra­le der Bun­des­agen­tur in Nürn­berg für inte­grier­tes Infra­struk­tur­ma­nage­ment zuständig.

Der Agen­tur­be­zirk Bam­berg-Coburg umfasst die Stadt und den Land­kreis Bam­berg, die Stadt und den Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lichtenfels.

Kicken um Anto­nia zu Helfen 

Bene­fiz-Fuß­ball­spiel mit zahl­rei­chen Sport-Legenden

Die 11-jäh­ri­ge Anto­nia wur­de mit der gene­ti­schen Erkran­kung CDKL5 gebo­ren und sitzt im Roll­stuhl. Sie wird nie­mals in der Lage sein wird, die ein­fachs­ten Din­ge selbst­stän­dig aus­zu­füh­ren, son­dern zeit ihres Lebens auf Hil­fe ange­wie­sen sein. Um sie und ihre Fami­lie finan­zi­ell unter­stüt­zen zu kön­nen, gibt es in die­sem Jahr die Akti­on „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen“. Am kom­men­den Sams­tag fin­det als Höhe­punkt in Wei­ßen­stadt ein Bene­fiz-Fuß­ball­spiel statt.

Bereits vor 30 Jah­ren fand die ers­te „Kicken um zu Helfen“-Aktion in Wei­ßen­stadt, initi­iert von Wolf­gang Hess und eini­gen Mit­strei­tern, statt. „Bei den Ver­an­stal­tun­gen in der Ver­gan­gen­heit wur­den die Kin­der­krebs­sta­tio­nen im Kli­ni­kum Jena und Bay­reuth sowie die Kin­der­krebs­hil­fe und die Bay­ern-3-Stern­stun­den bedacht“, blickt Wolf­gang Hess zurück, der von Anfang an die Haupt­ver­ant­wor­tung für die Bene­fiz­spie­le trägt. Der heu­te 52jährige war damals als Jugend­trai­ner wegen der Ver­let­zung eines sei­ner Spie­ler mit die­sem ins Kli­ni­kum Bay­reuth gefah­ren, wo die bei­den die Kin­der­krebs­sta­ti­on pas­sier­ten. Ein Zufall, der Schick­sal spiel­te. Er infor­mier­te sich über die Sta­ti­on und ent­schloss sich, die­ser mit­tels einer Bene­fiz­ak­ti­on unter die Arme zu grei­fen. Herr Hess fand Mit­strei­ter, mit denen er in Zusam­men­ar­beit mit sei­nem Ver­ein, der SpVgg Wei­ßen­stadt, ein ers­tes Bene­fiz­fuß­ball­spiel orga­ni­sier­te. Wei­te­re Spie­le und Aktio­nen wie Kin­der­tur­nie­re fan­den seit­dem unter dem Mot­to „Kicken um zu Hel­fen“ statt und sorg­ten dafür, dass bis­lang mehr als 37.000.- € für den guten Zweck erwirt­schaf­tet wurden.

In den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten waren unter ande­rem 1998 die Tra­di­ti­ons­elf des 1.FC Nürn­berg und im Jahr 2000 Spie­ler aus den glor­rei­chen Zweit­li­ga­zei­ten vom FC Bay­ern Hof und der SpVgg Bay­reuth, die Fuß­bal­ler Dani­el Fel­gen­hau­er, Micha­el Hof­mann und Gino Let­tie­ri, DSV-Ski­fah­rer und Funk­tio­nä­re Her­mann Wein­buch, Ron­ny Acker­mann und Horst Hüt­tel in Wei­ßen­stadt zu Gast. 2002 stand ein Team um Die­ter Eck­stein, Rai­ner Wir­sching, Ski­fah­rer Gerd Schön­fel­der, Hand­ball­na­tio­nal­spie­ler Sig­gi Roch und Schau­spie­ler Gerd Sil­ber­bau­er der Pro­mi­mann­schaft des FC Stern­stun­den gegen­über. 1998 stand auch erst­mals Jörg Ditt­war auf dem Wei­ßen­städ­ter Platz – und ist seit­dem auch immer mit in die Orga­ni­sa­ti­on eingebunden.

2002 kam der Erlös des „Kicken um zu Helfen“-Benefizspiels der „Akti­on Stern­stun­den“ zugute

Ehe­ma­li­ge Bun­des­li­ga­spie­ler wie Die­ter Eck­stein, Rober­to Hil­bert, Ben­ny Lauth, Tor­ben Hoff­mann, Micha­el Hof­mann oder Chris­ti­an Sprin­ger, Wer­ner Dre­ßel und Harald Spörl wer­den in die­sem Jahr die Fuß­ball­schu­he schnü­ren. Klaus Augen­tha­ler ist wohl der an Titeln gemes­sen pro­mi­nen­tes­te Spie­ler, als Welt­meis­ter und sie­ben­ma­li­ger Deut­scher Meis­ter. Mit Pierre Litt­bar­ski sag­te unlängst ein wei­te­res Mit­glied der Welt­meis­ter­elf von 1990 sei­ne Teil­nah­me zu. Schluss­end­lich haben es die Orga­ni­sa­to­ren geschafft, durch die Bank über­ra­gen­de Leu­te für „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen“ zu begeis­tern und die Kader­plät­ze mit klas­se Sport­lern zu beset­zen. Das Spiel wird als Legen­den­spiel titu­liert, in dem den Ex-Pro­fis vor­ran­gig loka­le Hel­den gegen­über­ste­hen wer­den, neben Fuß­bal­lern unter ande­rem auch Eis­ho­ckey-Spie­ler Flo­ri­an Ondrusch­ka, der lan­ge Jah­re in Strau­bing und Nürn­berg in der DEL spiel­te. Gelei­tet wird das Spiel von Deniz Ayte­kin. Der gebür­ti­ge Ober­as­ba­cher pfeift seit 2008 in der Bun­des­li­ga und wur­de 2019 Deutsch­lands Schieds­rich­ter des Jahres.

Umbau des Bade­zim­mers als kos­ten­in­ten­si­ves Projekt

Schon seit Ende August ver­gan­ge­nen Jah­res wird an der Umset­zung von „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen“ gear­bei­tet – mit einem deut­lich höhe­ren Auf­wand als bis­her. Die Namen der Akteu­re, die für das Legen­den­spiel am 26. Juni zuge­sagt haben, las­sen ein beson­de­res Schman­kerl erwarten.

Die vor­ran­gi­ge Hoff­nung ist jedoch, dass die Ver­an­stal­tung über­haupt wie geplant durch­ge­führt wer­den kann. Die Pan­de­mie und die damit zusam­men­hän­gen­den Vor­schrif­ten bedeu­ten eine zusätz­li­che, beson­de­re Herausforderung.

Auf­grund der Pan­de­mie wird nur eine begrenz­te Zahl an Zuschau­ern zugelassen.

Eben­so ist es schon jetzt klar, dass ein nega­ti­ver Schnell­test, der für 24 Stun­den gül­tig ist bezie­hungs­wei­se ein PCR-Test mit 48 Stun­den Gül­tig­keit genau­so wie eine FFP2-Mas­ke sowie die Nach­ver­fol­gung per LucaApp zur Ein­lass­vor­aus­set­zung gehö­ren. „Wir wären glück­lich, wenn die Behör­den 500 bis 700 Zuschau­er zulas­sen wür­den“, betont Wolf­gang Hess.

Sofern alles wie geplant über die Büh­ne gehen kann, dürf­te sich eine statt­li­che Zuschau­er­zahl auf dem Sport­ge­län­de der SpVgg Wei­ßen­stadt ein­fin­den. „Auf­grund der Tat­sa­che, dass es unser Ziel ist, die kom­plet­te Ver­pfle­gung, das heißt Spei­sen und Geträn­ke, durch Spen­den zu gene­rie­ren, sind wir opti­mis­tisch, dass wir durch den Ver­kauf eine schö­ne Sum­me erwirt­schaf­ten“, so Flo­ri­an Mäder, der neben Wolf­gang Heß gemein­sam mit Jörg Ditt­war das Orga­ni­sa­ti­ons­team bildet.

Pia Wol­ter stell­te neben ihrem vom Team des VfL Wolfs­burg signier­ten Auf­wärm­shirt die Fuß­ball­schu­he, die sie bei ihrem Län­der­spiel-Debüt getra­gen hat, für „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen“ zur Verfügung

Dazu kommt noch der Erlös der Ver­stei­ge­run­gen im Inter­net, wo ver­schie­de­ne, von Pro­fis, Ver­ei­nen und Pri­vat­leu­ten zur Ver­fü­gung gestell­te Samm­ler­stü­cke in Online-Auk­tio­nen ange­bo­ten wer­den. Um die Zusam­men­stel­lung des Legen­den­teams küm­mern sich die drei Her­ren gemein­sam. Wobei Ex-Club-Pro­fi Ditt­war sei­ne alten Kon­tak­te vom 1.FC Nürn­berg auf­le­ben lässt, Hess und Mäder küm­mern sich um neue Ver­bin­dun­gen, nut­zen ver­schie­de­ne Netz­wer­ke, um an Spie­ler und Samm­ler­stü­cke aller Art für die Online-Ver­stei­ge­rung zu kommen.

CDKL5 ist eine sehr sel­te­ne gene­ti­sche Erkran­kung, die in den ers­ten Lebens­mo­na­ten mit epi­lep­ti­schen Anfäl­len beginnt und schwe­re Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­run­gen her­vor­ruft. Die meis­ten Kin­der, die von CDKL5 betrof­fen sind, kön­nen nicht gehen, spre­chen oder sich selbst anzie­hen und ernäh­ren, vie­le sind auf Roll­stüh­le ange­wie­sen – und auf die stän­di­ge Hil­fe und Pfle­ge von anderen.

Über einen Bericht in der Pres­se sind die Orga­ni­sa­to­ren auf die Art der Krank­heit, an der Anto­nia aus Mei­er­hof bei Wei­ßen­stadt lei­det, auf­merk­sam gewor­den. „Die­se Infor­ma­tio­nen und die Offen­heit, mit der die Fami­lie mit ihrem Schick­sal umgeht, haben uns dazu bewo­gen, den Kon­takt zu suchen und unse­re Hil­fe anzu­bie­ten.“ Dem Mäd­chen gehe es der­zeit, abge­se­hen von den beschrie­be­nen Umstän­den, soweit ganz gut, berich­tet Herr Hess. Auf­grund ihrer Erkran­kung rich­te sich das Augen­merk ihrer Eltern dar­auf, Anto­nia, soweit es in ihrer Macht steht, vor COVID19 zu schützen.

Die Erlö­se des Legen­den­spiels wer­den dazu her­ge­nom­men, das Leben für die Fami­lie ein Stück weit zu erleich­tern. „Anhand der Umstän­de ist es natür­lich unum­gäng­lich, Anto­ni­as Umfeld behin­der­ten­ge­recht zu gestal­ten. Nach dem Kom­plett­um­bau eines Wohn­mo­bils, ver­schie­de­nen Erleich­te­run­gen im Ein­fa­mi­li­en­haus der Fami­lie, unter ande­rem durch den Ein­bau eines zwei­ge­schos­si­gen Auf­zugs, kommt jetzt das nächs­te kos­ten­in­ten­si­ve Pro­jekt, der Umbau des Bade­zim­mers inklu­si­ve dem Ein­bau einer befahr­ba­ren Dusche, auf die Fami­lie zu. Genau dafür soll das ein­ge­spiel­te Geld unse­res Spiels der Legen­den her­ge­nom­men wer­den“, so Hess weiter.

Felix Klaus, Stür­mer bei For­tu­na Düs­sel­dorf, stif­te­te eines der Tri­kots aus sei­ner Zeit beim VfL Wolfs­burg zur Verlosung

„Coro­na wird uns even­tu­ell brem­sen, aber sicher nicht aufhalten“

Wäh­rend bei den bis­he­ri­gen Ver­an­stal­tun­gen jeweils ein zwei­tä­gi­ges E‑Ju­gend-Tur­nier mit zahl­rei­chen Mann­schaf­ten aus ganz Deutsch­land das Herz­stück der Bene­fiz­ak­ti­on war, liegt dies­mal der sport­li­che Fokus auf dem Legen­den­spiel. Die­ses wol­len die Ver­ant­wort­li­chen auf alle Fäl­le durch­zie­hen. „Coro­na wird uns even­tu­ell brem­sen, aber sicher nicht auf­hal­ten“, betont Wolf­gang Hess. Und Flo­ri­an Mäder ergänzt: „Für den Fall, dass die Besu­cher­zah­len ein­ge­schränkt wer­den, haben wir als Brems­fall­schirm unse­re Auk­tio­nen, Spon­so­ren und das seit 1. Janu­ar die­sen Jah­res akti­ve Spendenkonto.“

Die SpVgg 1921 Wei­ßen­stadt ist der Aus­rich­ter von „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen!“ Nach Ein­schät­zung der drei Her­ren des Orga­ni­sa­ti­ons­teams wird der kom­plet­te Ver­ein auf den Bei­nen sein, zudem haben schon vie­le Pri­vat­leu­te und Fan­clubs ihre Hil­fe zugesagt.

„Unse­re bei­den Wei­ßen­städ­ter 4‑S­ter­ne-Hotels, das Kur­zen­trum Wei­ßen­stadt und das Sie­ben­quell Gesund­Zeit­Re­sort, sind von Beginn an im Boot und stel­len uns die Zim­mer für die Über­nach­tung der Stars zur Ver­fü­gung“, berich­tet Mäder, „und soll­ten die Spie­ler Inter­es­se haben, Wei­ßen­stadt und das Fich­tel­ge­bir­ge ken­nen­zu­ler­nen, dann haben wir eini­ge Din­ge vorbereitet.“

Die Online-Auk­tio­nen von Erin­ne­rungs- und Samm­ler­stü­cken fin­den im Vor­feld statt. Unter den von Pro­fis, Ver­ei­nen und Pri­vat­leu­ten für die Auk­tio­nen zur Ver­fü­gung gestell­ten Rari­tä­ten befin­den sich unter ande­rem zahl­rei­che signier­te Bun­des­li­ga­tri­kots, dar­un­ter das Tri­kot von Mari­us Wolf, das er beim 0:1 des 1. FC Köln gegen den FC Augs­burg am 2. Janu­ar trug, außer­dem ein aktu­el­les Man­ches­ter City-Tri­kot des deut­schen Natio­nal­spie­lers Ilkay Gün­do­gan. Am Spiel­tag selbst wird es auch eine DKMS-Typi­sie­rungs­ak­ti­on gaben, Fall­schirm­sprin­ger wer­den in Akti­on sein, ein Fuß­ball­spiel der Damen der SpVgg Wei­ßen­stadt gegen die der SpVgg Bay­reuth wird aus­ge­tra­gen und noch wei­te­re Attrak­tio­nen sind geplant. In die­sem Jahr fei­ert außer­dem der Ver­ein sein 100. Bestehen, dies­be­züg­lich wer­den über das gan­ze Jahr 2021 ver­teilt Aktio­nen statt­fin­den. „Seit Beginn des Jah­res gibt es zum Bei­spiel ein Sam­mel­al­bum, ähn­lich den Pani­ni-Alben, in dem Kle­be­bil­der der ein­zel­nen Spie­le­rin­nen und Spie­ler der SpVgg Wei­ßen­stadt gesam­melt wer­den kön­nen“, so Wolf­gang Hess. „Kicken um Anto­nia zu Hel­fen“ aller­dings ist das High­light des Jubiläumsjahres!


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu „Kicken um Anto­nia zu Helfen“

https://www.facebook.com/Kicken-um-Antonia-zu-Helfen-2021–104317858067957/

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu CDKL5

https://www.cdkl5-verein.de/

„So schön ist Oberfranken“ 

Bezirk Ober­fran­ken star­tet Foto­wett­be­werb unter dem Mot­to „Was­ser“

Der gro­ße Foto­wett­be­werb „So schön ist Ober­fran­ken“ geht in eine neue Run­de! Der Bezirk Ober­fran­ken sucht in die­sem Jahr unter dem Mot­to „Was­ser“ die schöns­ten Bil­der aus unse­rer Regi­on. Alle Per­so­nen, die Spaß am Foto­gra­fie­ren haben, kön­nen bis ein­schließ­lich 31. August die­se Jah­res ihre Auf­nah­men ein­sen­den. Die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner haben die Chan­ce auf bis zu 1000 Euro.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm ruft zur Teil­nah­me auf: „Der dies­jäh­ri­ge Foto­wett­be­werb soll und kann jeg­li­che Form von Was­ser auf­grei­fen. Es gibt zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten: Von den vie­len Bächen und Flüs­sen, die durch unse­re wun­der­schö­ne Regi­on flie­ßen, über unse­re sehens­wer­ten Seen und Auen bis hin zu Schnee­land­schaf­ten, Was­ser­spie­ge­lun­gen oder Trop­fen. Der Krea­ti­vi­tät sind kei­ne Gren­zen gesetzt. Wir freu­en uns auf Ihre Ideen und Einsendungen!“

Hen­ry Schramm bedankt sich beim Spar­kas­sen­be­zirks­ver­band Ober­fran­ken mit dem Kulm­ba­cher Land­rat Klaus Peter Söll­ner an der Spit­ze für die erneu­te finan­zi­el­le Unterstützung.

Die Teil­nah­me­pha­se des Foto­wett­be­werbs erstreckt sich vom 18. Juni bis zum 31. August. Nach Ein­sen­de­schluss wählt eine Jury die zwölf bes­ten Bil­der aus. Die Gewin­ne­rin bezie­hungs­wei­se der Gewin­ner kann sich über 1000 Euro freu­en, die elf wei­te­ren Foto­gra­fin­nen und Foto­gra­fen wer­den mit 100 Euro belohnt. Dar­über hin­aus wird unter zwölf zusätz­li­chen Moti­ven eine Social-Media-Gewin­ne­rin bezie­hungs­wei­se ein Social-Media-Gewin­ner von der Insta­gram-Com­mu­ni­ty gekürt, die bezie­hungs­wei­se der eben­falls 100 Euro gewinnt. Zudem wird der Bezirk eini­ge Bil­der für sei­ne Außen­dar­stel­lung in ver­schie­de­nen Medi­en einsetzen.


Die Teil­nah­me­be­din­gun­gen

Ein­sen­dun­gen erfol­gen bit­te per E‑Mail an medien@bezirk-oberfranken.de unter dem Betreff „So schön ist Ober­fran­ken“. Auf den Bil­dern soll­ten kei­ne Per­so­nen erkenn­bar sein. Jede Teil­neh­me­rin bezie­hungs­wei­se jeder Teil­neh­mer kann bis zu fünf Bil­der ein­rei­chen und muss dazu sei­ne Kon­takt­da­ten (Name, Anschrift, Tele­fon­num­mer und E‑Mail-Adres­se) ange­ben. Des Wei­te­ren muss das Datum der Auf­nah­me, eine Orts­an­ga­be sowie eine kur­ze Bild­be­schrei­bung (1−2 aus­for­mu­lier­te Sät­ze) genannt wer­den. Teil­nah­me­be­rech­tigt sind alle Per­so­nen ab 18 Jah­ren. Die kom­plet­ten Teil­nah­me­be­din­gun­gen sind online ein­zu­se­hen auf der Home­page des Bezirks unter https://www.bezirk-oberfranken.de/teilnahmebedigungen-fotowettbewerb2021

Fami­li­en­ge­führ­te Unter­neh­men, Inno­va­tio­nen und Fle­xi­bi­li­tät als Erfolgsrezept

Ober­frän­ki­sche Indus­trie hat seit 2010 spür­bar zugelegt

Die Coro­na-Pan­de­mie hat gezeigt, dass die Indus­trie in Deutsch­land und auch in Ober­fran­ken wei­ter­hin eine Schlüs­sel­rol­le spielt. Die Indus­trie muss sich dabei aber mehr denn je zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen und Trans­for­ma­tio­nen stel­len. Vor die­sem Hin­ter­grund stellt sich die Fra­ge: Wo steht die ober­frän­ki­sche Industrie?

Eine Koali­ti­on von 17 star­ken Part­nern hat sich deutsch­land­weit im “Bünd­nis Zukunft der Indus­trie” zusam­men­ge­schlos­sen. Neben der IHK-Orga­ni­sa­ti­on gehö­ren auch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie, wei­te­re Ver­bän­de wie der BDI und der BDA sowie die Gewerk­schaf­ten die­sem Bünd­nis an.


Wel­che Rol­le spielt die Indus­trie in Oberfranken?

Wel­che Rol­le die Indus­trie in Ober­fran­ken spielt, machen zwei Zah­len deut­lich. Wäh­rend gera­de ein­mal 1,3 Pro­zent aller Ein­woh­ner Deutsch­lands in Ober­fran­ken leben, arbei­ten hier 2,5 Pro­zent aller Indus­trie­be­schäf­tig­ten. Auch ein Ver­gleich mit dem Saar­land lohnt sich. Die Ein­woh­ner­zahl Ober­fran­kens liegt zwar nur knapp 8 Pro­zent über dem des Bun­des­lan­des, aller­dings arbei­ten hier gut 60 Pro­zent mehr Men­schen in der Indus­trie, als im Saarland.

Wenn man also über die “Zukunft der Indus­trie” spricht, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf Ober­fran­ken. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren stieg die Beschäf­tig­ten­zahl in den Unter­neh­men mit 50 und mehr Mit­ar­bei­tern trotz Coro­na um 7,3 Pro­zent, der Umsatz sogar um 22,9 Prozent.

Beson­ders die Her­stel­ler von Daten­ver­ar­bei­tungs­ge­rä­ten und opti­schen Erzeug­nis­sen leg­ten zu (+68 Pro­zent) aber auch die Her­stel­ler von Kfz-Tei­len. (+64 Pro­zent). Hier ist zu beach­ten, dass in die­ser Spar­te nur Kfz-Her­stel­ler im enge­ren Sin­ne ent­hal­ten sind und es hier auf­grund sta­tis­ti­scher Umstel­lung auch zu einer Über­hö­hung der Zuwachs­ra­te kommt.


Was ist das Erfolgs­re­zept der ober­frän­ki­schen Wirtschaft?

Nach dem Erfolgs­re­zept der ober­frän­ki­schen Indus­trie befragt, muss Dr. Hein­rich Strunz, Vize­prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth und Geschäfts­füh­rer der LAMILUX Hein­rich Strunz GmbH, nicht lan­ge über­le­gen: „Unse­re mit­tel­stän­di­schen fami­li­en­ge­führ­ten Unter­neh­men zeich­nen sich durch ihre unglaub­li­che Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit aus.” Dies sei, ist sich Dr. Micha­el Waas­ner, IHK-Vize­prä­si­dent und Geschäfts­füh­rer der Gebr. Waas­ner Elek­tro­tech­ni­schen Fabrik GmbH, sicher, nicht nur auf die schnel­len Ent­schei­dungs­we­ge zurück­zu­füh­ren. „Die weit über­durch­schnitt­li­che Patent­dich­te zeigt, dass die Unter­neh­men dafür auch etwas tun. Sie ver­su­chen, der Kon­kur­renz auch tech­no­lo­gisch immer um min­des­tens zwei oder drei Schrit­te vor­aus zu sein.”


Uni­ver­si­tä­ten, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen als Tüp­fel­chen auf dem i

An die­ser Stel­le kommt auch den ober­frän­ki­schen Uni­ver­si­tä­ren, Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen eine enor­me Rol­le zu, betont IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner. „Die­se Ein­rich­tun­gen und unse­re Indus­trie befruch­ten sich gegen­sei­tig. Her­aus­ra­gend die Pra­xis­ori­en­tie­rung von For­schung und Leh­re; zwei­fel­los längst ein bedeu­ten­der Standortfaktor.”

IHK-Prä­si­den­tin und Geschäfts­füh­re­rin der Den­sch­eil­mann + Wel­lein GmbH, Son­ja Weig­and, fasst zusam­men: „Berück­sich­tigt man dann noch Enga­ge­ment und Ein­satz­be­reit­schaft der Mit­ar­bei­ter, die bes­tens aus­ge­bau­te Infra­struk­tur und die zen­tra­le Lage der Regi­on, ist mir um die Zukunft der ober­frän­ki­schen Indus­trie nicht bange.”

Berufs­ori­en­tie­rung auf Augenhöhe

Ganz nah dran: Azu­bis erzäh­len aus ihrem Ausbildungsalltag

„Die Aus­bil­dungs­Scouts sind eine ent­schei­den­de Säu­le für die Berufs­ori­en­tie­rung jun­ger Men­schen“, erläu­tert Bernd Reh­orz, Lei­ter Beruf­li­che Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Hier erzäh­len ‚ech­te‘ Azu­bis aus regio­na­len Unter­neh­men über ihre ganz per­sön­li­chen Erfah­run­gen bei ihrer Aus­bil­dung. Das ist Berufs­ori­en­tie­rung auf Augen­hö­he“, so Rehorz.

„Vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler den­ken nicht an eine dua­le Aus­bil­dung als Start ihrer beruf­li­chen Kar­rie­re. Man­che haben auch fal­sche Vor­stel­lun­gen von bestimm­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen. Im direk­ten Gespräch mit Schü­lern kön­nen die Aus­bil­dungs­Scouts hier wert­vol­le Infos und Aus­bil­dungs­er­fah­run­gen aus ers­ter Hand ver­mit­teln“, so Reh­orz weiter.


Wir sagen Ja zur Ausbildung

Um trotz Kon­takt­be­schrän­kun­gen auf die Vor­tei­le einer beruf­li­chen Aus­bil­dung auf­merk­sam zu machen, haben sich die Scouts in den ver­gan­ge­nen Mona­ten in neu­en, digi­ta­len For­ma­ten enga­giert. „Es ist toll zu sehen, wie fle­xi­bel und enga­giert unse­re Aus­bil­dungs­Scouts sich der neu­en Her­aus­for­de­run­gen stel­len“, so Reh­orz.
Im Rah­men der Kam­pa­gne „Wir sagen Ja zur Aus­bil­dung“ der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth waren eini­ge der Scouts in die Funk­kam­pa­gne und in digi­ta­le Ver­an­stal­tun­gen eingebunden.

„Die Aus­bil­dungs­Scouts bie­ten einen ech­ten Mehr­wert bei der Berufs­ori­en­tie­rung und kön­nen den Berufs­ein­stieg für vie­le jun­ge Men­schen erleich­tern. Die­ses pra­xis­be­zo­ge­ne Pro­jekt ist eine idea­le Ergän­zung der zahl­rei­chen bestehen­den Mög­lich­kei­ten zur Berufs­ori­en­tie­rung“, so Bernd Reh­orz. Die Aus­bil­dungs­Scouts leis­ten damit auch einen wich­ti­gen Bei­trag zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit regio­na­ler Unter­neh­men. „Unse­re Unter­neh­men sind auf qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te ange­wie­sen, haben aber zuneh­mend das Pro­blem, ihren Fach­kräf­te­be­darf nicht mehr decken zu kön­nen“, so der IHK-Exper­te. Dies sei auf den demo­gra­fi­schen Wan­del zurück­zu­füh­ren, auf die stei­gen­de Aka­de­mi­sie­rung und aktu­ell auf die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie. „Die Aus­bil­dungs­Scouts sind eine wich­ti­ge Säu­le für die Siche­rung von qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten und damit für die Stär­kung der beruf­li­chen Bildung.“


Über die AusbildungsScouts

Seit Febru­ar 2016 haben fast 4.000 zu Aus­bil­dungs­Scouts geschul­te Azu­bis aus baye­ri­schen Betrie­ben die Viel­falt der Lehr­be­ru­fe und die guten Kar­rie­re­chan­cen durch eine Aus­bil­dung in den Klas­sen­zim­mern vor­ge­stellt. Sie haben damit rund 110.000 Schü­ler im Frei­staat erreicht und im per­sön­li­chen Gespräch für die Aus­bil­dung geworben.

Koor­di­niert wer­den die IHK-Aus­bil­dungs­Scouts von der jeweils regio­nal zustän­di­gen IHK. Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth betreut aktu­ell rund 60 Scouts.

Das Pro­jekt „Aus­bil­dungs­Scouts“ des Baye­ri­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer­tags (BIHK) zur bes­se­ren Berufs­ori­en­tie­rung baye­ri­scher Schü­ler wird zum zwei­ten Mal ver­län­gert. Das haben Bay­erns Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Roland Wei­gert (FW) und BIHK-Prä­si­dent Eber­hard Sas­se bei einer Ver­an­stal­tung mit Aus­bil­dungs­Scouts aus dem gan­zen Frei­staat bekannt gegeben.

Infos und Vide­os rund um die Vor­tei­le einer beruf­li­chen Aus­bil­dung sind zu fin­den auf https://www.bayreuth.ihk.de/ausbildung

2020 har­tes Jahr für ober­frän­ki­sche Exporteure

Coro­na, Trump, Brexit, Pkw-Nach­fra­ge– 2020 mit vie­len Herausforderungen

Im April und Mai ver­gan­ge­nen Jah­res waren von heu­te auf mor­gen alle Export­märk­te weg­ge­bro­chen, die ober­frän­ki­sche Indus­trie ver­kauf­te rund ein Drit­tel weni­ger als sonst ins Aus­land. Uner­war­tet schnell hat sich der Außen­han­del aber wie­der sta­bi­li­siert, im Dezem­ber 2020 wur­de sogar wie­der mehr expor­tiert, als im Vor­jah­res­mo­nat, so die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in einer aktu­el­len Analyse.

Die Coro­na-Pan­de­mie hat beim ober­frän­ki­schen Export 2020 eine deut­li­che Spur hin­ter­las­sen. Zwar hat­te Ober­fran­ken bereits vor der Coro­na-Kri­se einen leich­ten Rück­gang beim Aus­lands­um­satz zu ver­zeich­nen, aller­dings folg­te im 2. Quar­tal mit ‑24,4 Pro­zent der stärks­te Ein­bruch seit der Finanz­kri­se 2009.


Ober­frän­ki­sche Export­wirt­schaft hat sich schnell wie­der erholt

Die ober­frän­ki­sche Export­wirt­schaft hat­te sich ver­gleichs­wei­se schnell von der aus­ge­präg­ten Nach­fra­ge­flau­te und dem Zusam­men­bruch der Lie­fer­ket­ten im April 2020 erholt. „Nach einem Minus von 28 Pro­zent im April und von 31 Pro­zent im Mai sta­bi­li­sier­te sich die Situa­ti­on im Juni bereits wie­der. Aber erst im Novem­ber und Dezem­ber haben die Expor­te wie­der das Vor­jah­res­ni­veau erreicht”, so Sara Fran­ke, Lei­te­rin Bereich International.

Die­sen Ver­lauf ver­zeich­ne­ten prak­tisch alle Bran­chen; mal stär­ker, mal schwä­cher aus­ge­prägt. Ganz anders die Ent­wick­lung im Bereich Glas und Kera­mik: Die­se Bran­che ver­zeich­ne­te im ers­ten und drit­ten Quar­tal ein Export­plus von rund 40 Pro­zent und im zwei­ten Quar­tal ein Plus von 15 Pro­zent. Dafür brach der Umsatz im 4. Quar­tal um 27 Pro­zent ein.


Kfz-Zulie­fe­rer beson­ders betroffen

Über das gan­ze Jahr hin­weg betrach­tet ging der ober­frän­ki­sche Aus­lands­um­satz um 10,5 Pro­zent auf 11,4 Mil­li­ar­den Euro zurück. Allen vor­an tru­gen die Kfz-Zulie­fe­rer und die Beklei­dungs­her­stel­ler mit einem deut­li­chen Export­rück­gang von über 20 Pro­zent zu die­ser Ent­wick­lung bei. Knapp dahin­ter fol­gen die Möbel­her­stel­ler, die Her­stel­ler che­mi­scher Erzeug­nis­se und der Maschi­nen­bau mit Export­rück­gän­gen von über 15 Pro­zent über das gan­ze Jahr hin­weg betrach­tet. „Das Jahr 2020 war etwa für die Auto­mo­bil- und die Beklei­dungs­in­dus­trie welt­weit ein schwe­res Jahr, da macht auch die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft lei­der kei­ne Aus­nah­me”, so Franke.

Aller­dings ver­zeich­ne­ten nicht alle Bran­chen einen Export­rück­gang. Die Her­stel­ler von Glas und Kera­mik konn­ten im abge­lau­fe­nen Jahr 14,8 Pro­zent mehr expor­tie­ren als 2019. Auch die Her­stel­ler von Tex­ti­li­en (+2,6 Pro­zent) und die Pro­du­zen­ten sons­ti­ger Waren (+3,9 Pro­zent) konn­ten ihre Expor­te steigern.


2021 mit schwa­chem Start

Fran­ke: „Anfang 2021 fing der Export­mo­tor wie­der zu stot­tern an, erst im März 2021 ver­zeich­net die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft mit einem Plus von 14 Pro­zent wie­der einen spür­ba­ren Anstieg, getra­gen in ers­ter Linie von den Kfz-Zulieferern.”


Baye­ri­sche Expor­te 2020 auf brei­ter Front rückläufig

Der Export­rück­gang im Jahr 2020 war nicht auf Ober­fran­ken beschränkt, wie die IHK für Ober­fran­ken in einer Ana­ly­se fest­stellt. In man­chen Län­dern konn­te die baye­ri­sche Wirt­schaft trotz der schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen ihre Posi­ti­on aus­bau­en. Ins­ge­samt ging das Export­vo­lu­men aller­dings um 11,3 Pro­zent zurück.

Die Export­ent­wick­lung Bay­erns hat­te 2020 etwas von einer Ach­ter­bahn­fahrt. Wur­de das ers­te Quar­tal belas­tet von der Export­schwä­che der Kfz-Indus­trie, stürz­ten die Export­zah­len im zwei­ten Quar­tal gene­rell in den Kel­ler, um sich dann wie­der ver­gleichs­wei­se schnell zu sta­bi­li­sie­ren. Im Dezem­ber 2020 ver­zeich­ne­te die baye­ri­sche Indus­trie erst­mals seit Dezem­ber 2019 wie­der einen Export­zu­wachs. Ins­ge­samt gin­gen die baye­ri­schen Expor­te gegen­über 2019 um 21,4 Mil­li­ar­den Euro auf 168,2 Mil­li­ar­den Euro zurück.


Mehr Expor­te in die Tür­kei, nach Litau­en oder Uganda

Zur Erho­lung tru­gen die Han­dels­part­ner in den ver­schie­de­nen Län­dern in unter­schied­li­chem Maß­stab bei. Wäh­rend die Expor­te nach Chi­na, Ungarn oder Polen bereits ab dem drit­ten Quar­tal wie­der über dem Vor­jah­res­ni­veau lagen, dau­er­te die Erho­lung der Han­dels­be­zie­hun­gen mit ande­ren Län­dern län­ger, etwa bei Nor­we­gen, den VAE oder Irland. “Die Expor­te in die USA, nach Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en oder Japan haben sich zwar in der zwei­ten Jah­res­hälf­te eben­falls sta­bi­li­siert, ver­zeich­ne­ten aber über das gesam­te Jahr hin­weg einen Nega­tiv­trend”, so Sara Fran­ke, Lei­te­rin Inter­na­tio­nal bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Ganz anders die Ent­wick­lung der Expor­te in die Tür­kei, nach Litau­en oder Ugan­da: hier stie­gen die Expor­te selbst im zwei­ten Quar­tal, dem Höhe­punkt der Export­kri­se. Ins­ge­samt sind die baye­ri­schen Expor­te auf das Niveau von 2013 zurückgefallen.

„2020 hat sich gezeigt, dass sich eine Resi­li­enz bei den Lie­fer­ket­ten in bei­de Rich­tun­gen bezahlt machen kann, denn nicht alle Län­der waren zur glei­chen Zeit gleich stark von den Coro­na-Aus­wir­kun­gen betrof­fen. Ger­ne unter­stüt­zen wir die Unter­neh­men, die sich inter­na­tio­nal brei­ter auf­stel­len möch­ten”, so Franke.


USA bleibt als Abneh­mer­land führend

Trotz des gro­ßen Ein­bruchs der Expor­te in die USA bleibt das Land wei­ter­hin größ­ter Abneh­mer baye­ri­scher Expor­te mit 17,2 Mil­li­ar­den Euro vor Chi­na (15,7) und Öster­reich (13,2). Groß­bri­tan­ni­en ist 2020 als Abneh­mer­land um einen Platz auf Rang 6 zurück­ge­fal­len, Japan von 14 auf 17, die Tür­kei klet­ter­te von Rang 20 auf 18 und Tai­wan von 28 auf 23. Tsche­chi­en bleibt unter den Abneh­mer­län­dern auf Rang 9.


Teils erheb­li­che Ver­schie­bun­gen seit 2010

Seit 2010 gab es eini­ge Ver­schie­bun­gen bei der Bedeu­tung der Abneh­mer­län­der, über­ra­schen­der­wei­se fällt das Ver­ei­nig­te König­reich nicht dar­un­ter. Zwar san­ken die Expor­te nach Groß­bri­tan­ni­en seit 2015 um 5,1 Mil­li­ar­den auf 10,2 Mil­li­ar­den Euro, die­sem Bedeu­tungs­ver­lust waren aber hohe Zuwäch­se um 5,9 Mil­li­ar­den Euro seit 2010 vorangegangen.

Im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt als Abneh­mer­land zurück­ge­fal­len sind vor allem Spa­ni­en (von Rang 8 auf 12), Bra­si­li­en (von 20 auf 28) Sin­ga­pur (von 22 auf 31) und Iran (von 40 auf 71). Ein­ge­bro­chen sind die Expor­te vor allem nach Syri­en, Afgha­ni­stan und Vene­zue­la, nicht wirk­lich über­ra­schend ange­sichts der Lage vor Ort.

Immer mehr an Bedeu­tung gewon­nen haben dage­gen Chi­na (von Rang 3 auf Rang 2 der wich­tigs­ten Abneh­mer­län­der), Polen (von 12 auf 7), Rumä­ni­en (von 25 auf 19), Malay­sia (von 32 auf 24) und Mexi­ko (von 33 auf 22). Sogar 65 Plät­ze gut machen auf Rang 84 konn­te Kambodscha.

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