Kostenfreies Programm für die ganze Familie
Sommerferienprogramm im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte
Die Lernwerkstatt im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte bietet in den Sommerferien wieder ein umfangreiches, kostenfreies Programm für die ganze Familie an, das ab sofort gebucht werden kann.
„Nach einer langen Wartezeit geht es nun auch wieder im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte richtig los. Das Museumsteam hat die besucherfreie Zeit genutzt, um innovative Programme für den Freizeitbereich zu entwickeln. Gerade Familien hatten es in den letzten Monaten nicht leicht und haben sich eine Auszeit verdient – dort möchte das Museum anknüpfen. Die Ausstellung im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte bietet eine Zeitreise in die Vergangenheit und kann sowohl von Familien als auch von Kindern auf eigene Faust neu entdeckt werden“, so Bezirkstagspräsident Henry Schramm.
Umfangreiches Familienprogramm
Im Familienprogramm stehen acht unterschiedliche Museumsrallyes zur Auswahl, welche sich thematisch mit dem Leben auf dem Land oder der technischen Entwicklung landwirtschaftlicher Geräte beschäftigen. Zu den Rallyes kann ein praktischer Workshop mit Kurzführung dazu gebucht werden. Mit der Herstellung von Samenbomben oder selbstgemachter Ringelblumensalbe stehen in diesem Jahr bei den Familien-Workshops der Heilkräutergarten und die Insektenweiden im Fokus. Das zweistündige Programm wird vom 2. August bis 10. September angeboten und richtet sich insbesondere an Familien mit Kindern zwischen vier und 14 Jahren.
Die Besonderheit des Angebots ist, dass den Kindern mit ihren Eltern oder auch Großeltern jeweils das komplette Museum exklusiv zur Verfügung gestellt wird. Dadurch entfällt auch die Maskenpflicht in der Ausstellung. Bei den Rallyes erfahren Kinder auf spielerische Weise mehr über die Objekte im Museum und können außerdem beim Malen und Basteln ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Kreatives Kinderprogramm
Weiterhin wurde in diesem Jahr auch ein gesondertes Ferienprogramm nur für Kinder entwickelt, für das Kinder ab 9 Jahren angemeldet werden können. Es handelt sich dabei um vier spannende Aktionen, die sich zum Beispiel mit der Herstellung eigener Wachsmalstifte oder dem Ausprobieren einer alten fotografischen Technik beschäftigen. Die Workshoptermine dafür finden jeweils Dienstag und Donnerstag statt. An drei Terminen haben Kinder zusätzlich die Möglichkeit, das Museum im Dunkeln zu erkunden und alte Beleuchtungsmöglichkeiten zu testen.
Um Anmeldung wird gebeten
Um Wartezeiten und Gruppenbildungen zu vermeiden, wird um eine telefonische Anmeldung gebeten. Für das Familienprogramm sind zweistündige Slots zwischen 10 und 17 Uhr von Montag bis Freitag buchbar. Das Kinderferienprogramm ist auf 5 Teilnehmende begrenzt und jeweils dienstags und donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr, beziehungsweise 20 und 22 Uhr buchbar. Besucherinnen und Besucher außerhalb des Ferienprogramms können das Museum ebenfalls nur nach Anmeldung besichtigen.
Anmeldungen erfolgen unter Tel. 0921 7846–1436 oder ‑1437. Eine Übersicht des Ferienprogramms und aktuelle Informationen finden Interessenten auf der Homepage des Bezirks unter https://www.bezirk-oberfranken.de/kultur/museum-fuer-baeuerliche-arbeitsgeraete/sommerferienprogramm-2021/
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Denkmalpflegepreise
Auszeichnungen für Schmuckstücke
Die neuen Denkmalpflegepreise des Bezirks Oberfranken machen Oberfrankens Geschichte noch stärker sichtbar. 27 Vorschläge legte Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold der Jury zur Beratung vor. Über die Auswahl wird nun im Bezirkstag entschieden. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert.
„Es sind wunderschöne steinerne Zeugnisse unserer Vergangenheit, die von ihren Besitzerinnen und Besitzern liebevoll restauriert wurden und die unseren Ortschaften ihr prägendes Gesicht geben“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm mit Blick auf die jetzt getroffene Auswahl.
Die bis zu 13 Preise für die Bewahrung und Sanierung historischer Bausubstanz in Oberfranken werden jährlich für Sanierungen vergeben, dabei darf der Abschluss der Arbeiten nicht länger als vier Jahre zurückliegen. Kriterien für die Verleihung der Preise sind die fachliche Qualität der Maßnahme, ein großer Einsatz durch die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie die historische oder städtebauliche Bedeutung des Bauwerks.
„Mit diesen Preisen rücken wir die Geschichte unserer Region wieder ein Stück weiter in die Gegenwart“, so Bezirksheimatpfleger Prof. Günter Dippold. „Wir dürfen nicht allein auf Prunkbauten, Schlösser, Kirchen und Repräsentationsgebäude blicken. Die Geschichte der kleinen Leute ist genauso wichtig und muss sichtbar bleiben“, erklärt er den Sinn der neu geschaffenen Preise.
Zusammen mit dem Preisgeld wird eine Erinnerungstafel übergeben, die an der Fassade der ausgezeichneten Gebäude angebracht werden soll. Nach einer Entscheidung durch den Bezirkstag von Oberfranken in einer der kommenden Sitzungen erfolgt die Verkündung der Gewinnerinnen und Gewinner.
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Arbeiten an Hochvolt-Systemen
Handwerk schult Wissenschaft
Die Lehrstühle Umweltgerechte Produktionstechnik und Elektrische Energiesysteme der Uni Bayreuth forschen gemeinsam zur „Grünen Batterie“. Die Handwerkskammer für Oberfranken sorgt für die Weiterbildung und qualifiziert die wissenschaftlichen Mitarbeiter für Arbeiten an Hochvolt-Systemen.
Entwicklung bis zum Ende gedacht: Die Uni Bayreuth forscht mit ihren Lehrstühlen Umweltgerechte Produktionstechnik sowie Elektrische Energiesysteme daran, wie man zukünftig Batteriesysteme so gestalten und konstruieren kann, dass sie in hohem Maße nicht nur stofflich recycelt werden können, sondern insbesondere auch in mobilen als auch stationären Anwendungen wieder- und weiterverwendet werden können. Die Handwerkskammer für Oberfranken sorgt dabei für die passende Weiterbildung der Lehrstuhl-Mitarbeitenden. Denn um an den sogenannten Hochvolt-Energiespeichern und an nicht eigengesicherten Fahrzeugen auch unter Spannung arbeiten zu dürfen, müssen sie entsprechende Qualifikationen nachweisen. Diese erwarben sie jetzt an der Handwerkskammer.
Wolfgang Wich, Fachbereichsleiter Kfz-Technik Oberfranken an der Handwerkskammer für Oberfranken, zeigt sich stolz über die Kooperation zwischen Wissenschaft und Handwerk: „Es ist toll, dass die Uni Bayreuth diesen Forschungsauftrag erhalten hat. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Qualifikation der beteiligten Mitarbeiter einen Beitrag zum Gelingen dieses Projektes leisten können.“ Denn für die Forschungsaktivitäten an der Uni gelten beim Umgang mit Hochvolt-Systemen die gleichen Sicherheitsvorkehrungen, Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitsplatzvorgaben wie in Kfz-Betrieben. Ein Qualifikationsnachweis sei, laut Wolfgang Wich, hier für alle Beteiligten gesetzlich vorgeschrieben und diene als Berechtigung, unter Spannung an Hochvoltbatteriesystemen arbeiten zu dürfen.
Neben den theoretischen Grundlagen ging es in der dreitägigen Weiterbildung insbesondere um die Praxis. „Die Kfz-Branche ist eine der wichtigsten, was die Elektrifizierung betrifft. Deshalb ist es auch für die Forschung wichtig, genau hier tiefer in die Materie einzusteigen“, ist Dr.-Ing. Bernd Rosemann, Projektleiter am Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik, überzeugt. Dies taten die Uni-Mitarbeiter unter Anleitung der beiden Kfz-Ausbildungsmeister Gerhard Schmökel und Stefan Löffler, die den Teilnehmern detaillierte Einblicke in das „Herz“ der unterschiedlichen Varianten von Batteriesystemen gewährten – bis hinein in die einzelne Batteriezelle.
„Refabrikation“ spart Kosten und schont Ressourcen
Was motiviert die Forschenden der beiden Lehrstühle? Aus wissenschaftlicher Sicht sind Lithium-Ionen-Batteriesysteme ein Schlüssel für nachhaltige Elektromobilität, die zur Reduzierung der Treibhausgase des Verkehrssektors beitragen sollen. Die daraus zu erwartende starke Zunahme solcher Batteriesysteme begründet in der Folge auch den Bedarf an einem effizienten Recycling, das Lösungen anbietet, wenn in ein paar Jahren Batteriesysteme ausgetauscht oder entsorgt werden müssen.
Hier setzt die Forschungsarbeit der Uni Bayreuth an. Es wird untersucht, inwieweit Lithium-Ionen-Batterien sich für eine „Refabrikation“, also eine industrielle Aufarbeitung eignen. „Die Refabrikation ist eine vielversprechende Möglichkeit, um sowohl Kosten als auch die Ressourcen zu schonen“, sagt Dr. Rosemann. So ließen sich bis zu 90 Prozent der Rohstoffe und bis zu 85 Prozent der Energie im Vergleich zu einer Neuproduktion einsparen, wenn es gelänge einen Teil ausgedienter Energiespeicher weiter zu verwenden. „Dieses Produktrecycling ist aber nur das eine“, so Dr.
Rosemann weiter, „wir steigen mit unserer Forschung schon eine Stufe vorher ein.“ Dazu gehöre es, Batteriesysteme bei der Konstruktion und dem Bau so zu gestalten, dass eine spätere Aufarbeitung in großem Umfang und mit möglichst geringem Aufwand möglich sei. Ziel des Forschungsprojektes, das bis zum 30. November 2023 läuft, ist es daher, Lösungsansätze für ein zukünftiges Batteriesystemdesign zu entwickeln. Schulungen zu Hochvoltsystemen führt die Handwerkskammer für Oberfranken bereits seit 2013 durch. Ohne diese Weiterbildung dürfen Kfz-Werkstätten nicht an E- oder Hybridfahrzeugen arbeiten. Die Qualifikation gliedert sich in drei Stufen auf. Während die beiden Einstiegsstufen mittlerweile schon fester Bestandteil der Berufsausbildung im Kfz-Bereich sind, erwirbt man sich in der Weiterbildung der Stufe 3, die jetzt auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Uni absolviert haben, die Kompetenz an nicht eigengesicherten Fahrzeugen sowie unter Spannung und in Hochvolt-Energiespeichern arbeiten zu dürfen.
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Verleihung des Zertifikats „audit berufundfamilie“
Bezirkstagspräsident Schramm nimmt Auszeichnung als familienfreundlicher Arbeitgeber entgegen
Flexible Arbeitszeiten, alternierende Wohnraumarbeitsplätze oder Gesundheitsangebote mit finanzieller Unterstützung des Arbeitgebers – mit diesen und weiteren Maßnahmen unterstützt der Bezirk Oberfranken seine Beschäftigten nachhaltig darin, ihre beruflichen und familiären Ziele in Einklang zu bringen. Dieses Engagement wurde zum fünften Mal in Folge durch das Zertifikat „audit berufundfamilie“ untermauert.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm nahm im Beisein der Gleichstellungsbeauftragten Gudrun Hofmann und des Direktors der Bezirksverwaltung Peter Meyer die Zertifikatsurkunde am Dienstag, 22. Juni, im Rahmen einer Online-Veranstaltung offiziell an.
„Der Bezirk Oberfranken schafft vielfältige Maßnahmen, die eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglichen. Demnach ist es erfreulich, dass unser Einsatz und unsere familienbewusste Personalpolitik seit der ersten Zertifizierung im Jahr 2009 bereits zum fünften Mal belegt wurden. Die familienfreundlichen Rahmenbedingungen haben direkten Einfluss auf die Motivation und Leistungsbereitschaft unserer Beschäftigten“, betont der oberfränkische Präsident. „Es ist mir ein persönliches Anliegen für meine Kolleginnen und Kollegen ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen, in welchem sie sich sowohl mit Freude und Engagement ihren wichtigen Aufgaben widmen können und dabei gleichzeitig die Möglichkeit haben, ihre beruflichen und familiären Ziele in Einklang zu bringen.“
Der Verleihung des Zertifikats ging ein Dialogtag voraus, an dem die Auditorin Daniela Scheurlen mit einem repräsentativen Querschnitt der Beschäftigten, die das breit gefächerte Angebote wie unter anderem die Sommerferienbetreuung oder das Eltern-Kind-Zimmer nutzen, Interviews führte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spiegelten den Status quo wider und gaben Denkanstöße, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch weiter verbessert werden kann. Der Re-Auditierungsprozess des Bezirks Oberfranken wurde von der Gleichstellungsbeauftragten Gudrun Hofmann begleitet: „Die Steuerungsgruppe audit berufundfamilie setzt sich unter dem Vorsitz des Bezirkstagspräsidenten und aus weiteren wichtigen Personen der Leitungsebenen zusammen, die gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten alle Vereinbarkeitsthemen der Behörde beraten und entscheiden. Das Thema ´Vereinbarkeit von Beruf und Familie´ ist Chefsache beim Bezirk Oberfranken.“
audit berufundfamilie
Mit dem Qualitätssiegel werden bundesweit familienfreundliche Arbeitgeber von der berufundfamilie Service gGmbH ausgezeichnet. Im Bereich der Behörden gehören zu den Zertifikatsträgern unter anderem neben dem Bundeskanzleramt viele Bundes- und Landesministerien, Landratsämter und Stadtverwaltungen. Alle drei Jahre findet eine Re-Auditierung mit einer Bilanz und neuen Zielvereinbarungen statt. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Prozesses erfolgt die Erneuerung des Zertifikats.
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Wechsel an der Spitze in herausfordernden Zeiten
Brigitte Glos, Chefin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, in den Ruhestand
Brigitte Glos (65), die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, geht Ende Juni in den Ruhestand, wie die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg mitteilt. 36 Jahre Ihres Arbeitslebens widmete sie dem Geschehen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
Im Jahr 1985 trat die Juristin ihren Dienst als Nachwuchskraft im höheren Dienst in der damaligen Bundesanstalt für Arbeit an. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie als Referentin der Leistungsabteilung im Landesarbeitsamt Nordbayern in Nürnberg. Von 1990 bis 2001 übernahm sie die Referatsleitung für Geldleistungen für ganz Bayern. Weitere Stationen in den folgenden Jahren waren die Führung der Arbeitsagenturen Schwandorf und Weißenburg. Die letzten fünfzehn Jahre prägte sie als Geschäftsführerin die Geschicke am Arbeitsmarkt in Oberfranken. Von 2006 bis 2012 war sie Chefin in Bayreuth.
Rückschau von Andreas Lindemann, Vorsitzender des Personalrats
Die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bamberg – Coburg übernahm Glos 2012. Am Anfang stand zunächst die Leitung der noch eigenständigen Agenturen Bamberg und Coburg in Personalunion sowie Vorbereitung und Durchführung ihrer Fusion zu einem neuen, großen Agenturbezirk. Man muss wissen, was es heißt, Abläufe und Strukturen zweier Organisationen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Wirtschaftsräume, Mentalitäten und öffentliche Erwartungen zu synchronisieren, um die Herausforderung für alle betroffenen Beschäftigten zu ermessen. Darüber hinaus war diese Fusion nur ein Element einer internen Umorganisation der Bundesagentur für Arbeit, mit grundlegenden Auswirkungen auf den Arbeitsalltag aller Beschäftigten. Zum einen verstand es Brigitte Glos, die Handlungsspielräume und Ausgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Umsetzung der Neuorganisation optimal für ihre Dienststelle zu nutzen, zum anderen, die Personalvertretung hierbei aktiv einzubeziehen. In jenen Tagen legte sie den Grundstein für eine Vertrauensbasis bei den Mitarbeitern, von der bis heute alle profitieren. Sie schätzen ihre persönlichen Eigenschaften wie Integrität, Ehrlichkeit, Kompetenz und Bereitschaft zur Transparenz. In der Zusammenarbeit zeigte sie sich stets unprätentiös, ohne Dünkel oder Eitelkeit, aber dafür mit viel Humor.
Und heute? Wir erleben erneut eine Umbruchsituation, diesmal bedingt durch eine globale Pandemie.
Andreas Lindemann, Vorsitzender des Personalrats: „Brigitte Glos hat die Agentur mit ruhiger Hand durch unruhige Zeiten gesteuert. Es war ihr stets ein Anliegen, die Beschäftigten zu eigenständigen Problemlösungen zu befähigen und zu selbständigem Denken zu ermutigen. Sie macht ihrem Nachfolger ein großes Geschenk, besonders in diesen herausfordernden Zeiten, eine tolle Mannschaft, gut eingespielt und bestens qualifiziert. Ich bin sicher, dass dieses Geschenk durch gute und den Menschen zugewandte Führung seine Wertschätzung erfahren wird, und so kann die Agentur zuversichtlich in die Zukunft blicken. Bleibt nur, unserer scheidenden Chefin im Namen aller Mitarbeiter das Beste für ihr persönliches Wohlergehen und einen erfüllten, sicherlich nicht allzu ruhigen Ruhestand zu wünschen.“
Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern: „Brigitte Glos hat mit ihrer hervorragenden Arbeit und dem immer richtigen Gespür für die aktuellen Belange auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt die Region in Oberfranken stark mitgeprägt. Gleichzeitig hat sie auch die internen Herausforderungen, wie beispielsweise die Zusammenlegung der Agenturbezirke Bamberg und Coburg, souverän gemeistert. Als erfolgreiche Netzwerkerin bis auf höchste Ebenen der Politik verstand sie es, auf Menschen zuzugehen, offen für neue Ideen und Ansätze zu sein und ihre Mitarbeitenden zur Bestleistung zu motivieren. Durch die gute, konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit hat sie den Agenturbezirk für Arbeit Bamberg-Coburg dahin geführt, wo er heute steht. In ihrer Zeit als Agenturchefin mussten viele Themen in Angriff genommen werden. Und auch zuletzt konnte Frau Glos mit sicherer Hand und großem Sachverstand durch turbulente Zeiten führen. Nun beginnt sozusagen der lange Urlaub des Lebens. Für die gelungene und engagierte Arbeit möchte ich mich herzlichst bedanken und ich wünsche ihr für den nächsten Lebensabschnitt alles erdenklich Gute. Der Abschied ist auch gleichzeitig ein Neuanfang. Deshalb freue ich mich gleichzeitig, Stefan Trebes als Nachfolger von Brigitte Glos begrüßen zu dürfen. Ich bin mir sicher, dass er mit seiner bisherigen Erfahrung die richtigen Antworten auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen finden wird. Ich wünsche ihm für seine neuen Aufgaben ein gutes Gelingen und einen erfolgreichen Start in seinen neuen Aufgabenbereich.”
Mathias Eckart, DGB-Regionsgeschäftsführer und Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg:
„15 Jahre stand Frau Glos als Vorsitzende der Geschäftsleitung in oberfränkischen Arbeitsagenturen an vorderster Stelle. Nach den nicht ganz einfachen Fusionen von vier auf zwei Arbeitsagenturen übernahm sie 2012 die Zusammenlegung von Bam-berg und Coburg. Rückblickend kann ich sagen, es ist ihr gut gelungen. Darüber hinaus hat sie es verstanden, durch eine geschickte Netzwerkarbeit die Agentur für Arbeit als feste Größe im Wirtschaftsraum Oberfranken zu verankern.“
Brigitte Glos: „Ich möchte vor allem Danke sagen. Es waren für mich knapp zehn interessante, erlebnisreiche Jahre in der Region Bamberg- Coburg. Gemeinsam mit meinen äußerst engagierten Kolleginnen und Kollegen in der Arbeitsagentur und den sieben Jobcentern haben wir viel erreicht wie zum Beispiel den kontinuierlichen Abbau der Arbeitslosigkeit bis hin zur Vollbeschäftigung in der Region sowie die Betreuung der Flüchtlingswellen von 2014 und 2015. Dazu braucht es viel gemeinsames Engagement, Ideen und vor allem auch ein gutes Netzwerk der Arbeitsmarktpartner. Auch wenn der Termin zu gehen bereits lange feststand, lasse ich nur schweren Herzens los so mitten in der Corona Pandemie. Das Zusammenwirken aller Partner ist eine der Stärken unserer Region. Der in den letzten Jahren im nicht erfolgsverwöhnten Oberfranken entstandene Optimismus bietet optimale Voraussetzungen für wirtschaftlichen Wohlstand nach Überwinden der Pandemie. Dafür steht die Arbeitsagentur gut gerüstet bereit, um diesen Prozess aktiv als zuverlässiger Partner zu begleiten. Auf eine offizielle Verabschiedungsfeier verzichte ich bewusst in Anbetracht der aktuellen Situation.“
Der gebürtige Kronacher Stefan Trebes (42) tritt die Nachfolge von Glos an. Trebes verfügt über jahrelange Erfahrung in Führungspositionen. Von 2011 bis 2014 war er der Geschäftsführer des Jobcenters Coburg Stadt. Bis 2018 leitete er den internen Service der Agentur für Arbeit Würzburg. Seitdem ist er als Fachbereichsleiter der Zentrale der Bundesagentur in Nürnberg für integriertes Infrastrukturmanagement zuständig.
Der Agenturbezirk Bamberg-Coburg umfasst die Stadt und den Landkreis Bamberg, die Stadt und den Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.
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Kicken um Antonia zu Helfen
Benefiz-Fußballspiel mit zahlreichen Sport-Legenden
Die 11-jährige Antonia wurde mit der genetischen Erkrankung CDKL5 geboren und sitzt im Rollstuhl. Sie wird niemals in der Lage sein wird, die einfachsten Dinge selbstständig auszuführen, sondern zeit ihres Lebens auf Hilfe angewiesen sein. Um sie und ihre Familie finanziell unterstützen zu können, gibt es in diesem Jahr die Aktion „Kicken um Antonia zu Helfen“. Am kommenden Samstag findet als Höhepunkt in Weißenstadt ein Benefiz-Fußballspiel statt.
Bereits vor 30 Jahren fand die erste „Kicken um zu Helfen“-Aktion in Weißenstadt, initiiert von Wolfgang Hess und einigen Mitstreitern, statt. „Bei den Veranstaltungen in der Vergangenheit wurden die Kinderkrebsstationen im Klinikum Jena und Bayreuth sowie die Kinderkrebshilfe und die Bayern-3-Sternstunden bedacht“, blickt Wolfgang Hess zurück, der von Anfang an die Hauptverantwortung für die Benefizspiele trägt. Der heute 52jährige war damals als Jugendtrainer wegen der Verletzung eines seiner Spieler mit diesem ins Klinikum Bayreuth gefahren, wo die beiden die Kinderkrebsstation passierten. Ein Zufall, der Schicksal spielte. Er informierte sich über die Station und entschloss sich, dieser mittels einer Benefizaktion unter die Arme zu greifen. Herr Hess fand Mitstreiter, mit denen er in Zusammenarbeit mit seinem Verein, der SpVgg Weißenstadt, ein erstes Benefizfußballspiel organisierte. Weitere Spiele und Aktionen wie Kinderturniere fanden seitdem unter dem Motto „Kicken um zu Helfen“ statt und sorgten dafür, dass bislang mehr als 37.000.- € für den guten Zweck erwirtschaftet wurden.
In den vergangenen drei Jahrzehnten waren unter anderem 1998 die Traditionself des 1.FC Nürnberg und im Jahr 2000 Spieler aus den glorreichen Zweitligazeiten vom FC Bayern Hof und der SpVgg Bayreuth, die Fußballer Daniel Felgenhauer, Michael Hofmann und Gino Lettieri, DSV-Skifahrer und Funktionäre Hermann Weinbuch, Ronny Ackermann und Horst Hüttel in Weißenstadt zu Gast. 2002 stand ein Team um Dieter Eckstein, Rainer Wirsching, Skifahrer Gerd Schönfelder, Handballnationalspieler Siggi Roch und Schauspieler Gerd Silberbauer der Promimannschaft des FC Sternstunden gegenüber. 1998 stand auch erstmals Jörg Dittwar auf dem Weißenstädter Platz – und ist seitdem auch immer mit in die Organisation eingebunden.
Ehemalige Bundesligaspieler wie Dieter Eckstein, Roberto Hilbert, Benny Lauth, Torben Hoffmann, Michael Hofmann oder Christian Springer, Werner Dreßel und Harald Spörl werden in diesem Jahr die Fußballschuhe schnüren. Klaus Augenthaler ist wohl der an Titeln gemessen prominenteste Spieler, als Weltmeister und siebenmaliger Deutscher Meister. Mit Pierre Littbarski sagte unlängst ein weiteres Mitglied der Weltmeisterelf von 1990 seine Teilnahme zu. Schlussendlich haben es die Organisatoren geschafft, durch die Bank überragende Leute für „Kicken um Antonia zu Helfen“ zu begeistern und die Kaderplätze mit klasse Sportlern zu besetzen. Das Spiel wird als Legendenspiel tituliert, in dem den Ex-Profis vorrangig lokale Helden gegenüberstehen werden, neben Fußballern unter anderem auch Eishockey-Spieler Florian Ondruschka, der lange Jahre in Straubing und Nürnberg in der DEL spielte. Geleitet wird das Spiel von Deniz Aytekin. Der gebürtige Oberasbacher pfeift seit 2008 in der Bundesliga und wurde 2019 Deutschlands Schiedsrichter des Jahres.
Umbau des Badezimmers als kostenintensives Projekt
Schon seit Ende August vergangenen Jahres wird an der Umsetzung von „Kicken um Antonia zu Helfen“ gearbeitet – mit einem deutlich höheren Aufwand als bisher. Die Namen der Akteure, die für das Legendenspiel am 26. Juni zugesagt haben, lassen ein besonderes Schmankerl erwarten.
Die vorrangige Hoffnung ist jedoch, dass die Veranstaltung überhaupt wie geplant durchgeführt werden kann. Die Pandemie und die damit zusammenhängenden Vorschriften bedeuten eine zusätzliche, besondere Herausforderung.
Aufgrund der Pandemie wird nur eine begrenzte Zahl an Zuschauern zugelassen.
Ebenso ist es schon jetzt klar, dass ein negativer Schnelltest, der für 24 Stunden gültig ist beziehungsweise ein PCR-Test mit 48 Stunden Gültigkeit genauso wie eine FFP2-Maske sowie die Nachverfolgung per LucaApp zur Einlassvoraussetzung gehören. „Wir wären glücklich, wenn die Behörden 500 bis 700 Zuschauer zulassen würden“, betont Wolfgang Hess.
Sofern alles wie geplant über die Bühne gehen kann, dürfte sich eine stattliche Zuschauerzahl auf dem Sportgelände der SpVgg Weißenstadt einfinden. „Aufgrund der Tatsache, dass es unser Ziel ist, die komplette Verpflegung, das heißt Speisen und Getränke, durch Spenden zu generieren, sind wir optimistisch, dass wir durch den Verkauf eine schöne Summe erwirtschaften“, so Florian Mäder, der neben Wolfgang Heß gemeinsam mit Jörg Dittwar das Organisationsteam bildet.
Dazu kommt noch der Erlös der Versteigerungen im Internet, wo verschiedene, von Profis, Vereinen und Privatleuten zur Verfügung gestellte Sammlerstücke in Online-Auktionen angeboten werden. Um die Zusammenstellung des Legendenteams kümmern sich die drei Herren gemeinsam. Wobei Ex-Club-Profi Dittwar seine alten Kontakte vom 1.FC Nürnberg aufleben lässt, Hess und Mäder kümmern sich um neue Verbindungen, nutzen verschiedene Netzwerke, um an Spieler und Sammlerstücke aller Art für die Online-Versteigerung zu kommen.
CDKL5 ist eine sehr seltene genetische Erkrankung, die in den ersten Lebensmonaten mit epileptischen Anfällen beginnt und schwere Entwicklungsverzögerungen hervorruft. Die meisten Kinder, die von CDKL5 betroffen sind, können nicht gehen, sprechen oder sich selbst anziehen und ernähren, viele sind auf Rollstühle angewiesen – und auf die ständige Hilfe und Pflege von anderen.
Über einen Bericht in der Presse sind die Organisatoren auf die Art der Krankheit, an der Antonia aus Meierhof bei Weißenstadt leidet, aufmerksam geworden. „Diese Informationen und die Offenheit, mit der die Familie mit ihrem Schicksal umgeht, haben uns dazu bewogen, den Kontakt zu suchen und unsere Hilfe anzubieten.“ Dem Mädchen gehe es derzeit, abgesehen von den beschriebenen Umständen, soweit ganz gut, berichtet Herr Hess. Aufgrund ihrer Erkrankung richte sich das Augenmerk ihrer Eltern darauf, Antonia, soweit es in ihrer Macht steht, vor COVID19 zu schützen.
Die Erlöse des Legendenspiels werden dazu hergenommen, das Leben für die Familie ein Stück weit zu erleichtern. „Anhand der Umstände ist es natürlich unumgänglich, Antonias Umfeld behindertengerecht zu gestalten. Nach dem Komplettumbau eines Wohnmobils, verschiedenen Erleichterungen im Einfamilienhaus der Familie, unter anderem durch den Einbau eines zweigeschossigen Aufzugs, kommt jetzt das nächste kostenintensive Projekt, der Umbau des Badezimmers inklusive dem Einbau einer befahrbaren Dusche, auf die Familie zu. Genau dafür soll das eingespielte Geld unseres Spiels der Legenden hergenommen werden“, so Hess weiter.
„Corona wird uns eventuell bremsen, aber sicher nicht aufhalten“
Während bei den bisherigen Veranstaltungen jeweils ein zweitägiges E‑Jugend-Turnier mit zahlreichen Mannschaften aus ganz Deutschland das Herzstück der Benefizaktion war, liegt diesmal der sportliche Fokus auf dem Legendenspiel. Dieses wollen die Verantwortlichen auf alle Fälle durchziehen. „Corona wird uns eventuell bremsen, aber sicher nicht aufhalten“, betont Wolfgang Hess. Und Florian Mäder ergänzt: „Für den Fall, dass die Besucherzahlen eingeschränkt werden, haben wir als Bremsfallschirm unsere Auktionen, Sponsoren und das seit 1. Januar diesen Jahres aktive Spendenkonto.“
Die SpVgg 1921 Weißenstadt ist der Ausrichter von „Kicken um Antonia zu Helfen!“ Nach Einschätzung der drei Herren des Organisationsteams wird der komplette Verein auf den Beinen sein, zudem haben schon viele Privatleute und Fanclubs ihre Hilfe zugesagt.
„Unsere beiden Weißenstädter 4‑Sterne-Hotels, das Kurzentrum Weißenstadt und das Siebenquell GesundZeitResort, sind von Beginn an im Boot und stellen uns die Zimmer für die Übernachtung der Stars zur Verfügung“, berichtet Mäder, „und sollten die Spieler Interesse haben, Weißenstadt und das Fichtelgebirge kennenzulernen, dann haben wir einige Dinge vorbereitet.“
Die Online-Auktionen von Erinnerungs- und Sammlerstücken finden im Vorfeld statt. Unter den von Profis, Vereinen und Privatleuten für die Auktionen zur Verfügung gestellten Raritäten befinden sich unter anderem zahlreiche signierte Bundesligatrikots, darunter das Trikot von Marius Wolf, das er beim 0:1 des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg am 2. Januar trug, außerdem ein aktuelles Manchester City-Trikot des deutschen Nationalspielers Ilkay Gündogan. Am Spieltag selbst wird es auch eine DKMS-Typisierungsaktion gaben, Fallschirmspringer werden in Aktion sein, ein Fußballspiel der Damen der SpVgg Weißenstadt gegen die der SpVgg Bayreuth wird ausgetragen und noch weitere Attraktionen sind geplant. In diesem Jahr feiert außerdem der Verein sein 100. Bestehen, diesbezüglich werden über das ganze Jahr 2021 verteilt Aktionen stattfinden. „Seit Beginn des Jahres gibt es zum Beispiel ein Sammelalbum, ähnlich den Panini-Alben, in dem Klebebilder der einzelnen Spielerinnen und Spieler der SpVgg Weißenstadt gesammelt werden können“, so Wolfgang Hess. „Kicken um Antonia zu Helfen“ allerdings ist das Highlight des Jubiläumsjahres!
Weitere Informationen zu „Kicken um Antonia zu Helfen“
https://www.facebook.com/Kicken-um-Antonia-zu-Helfen-2021–104317858067957/
Weitere Informationen zu CDKL5
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„So schön ist Oberfranken“
Bezirk Oberfranken startet Fotowettbewerb unter dem Motto „Wasser“
Der große Fotowettbewerb „So schön ist Oberfranken“ geht in eine neue Runde! Der Bezirk Oberfranken sucht in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser“ die schönsten Bilder aus unserer Region. Alle Personen, die Spaß am Fotografieren haben, können bis einschließlich 31. August diese Jahres ihre Aufnahmen einsenden. Die Gewinnerinnen und Gewinner haben die Chance auf bis zu 1000 Euro.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm ruft zur Teilnahme auf: „Der diesjährige Fotowettbewerb soll und kann jegliche Form von Wasser aufgreifen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Von den vielen Bächen und Flüssen, die durch unsere wunderschöne Region fließen, über unsere sehenswerten Seen und Auen bis hin zu Schneelandschaften, Wasserspiegelungen oder Tropfen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Einsendungen!“
Henry Schramm bedankt sich beim Sparkassenbezirksverband Oberfranken mit dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner an der Spitze für die erneute finanzielle Unterstützung.
Die Teilnahmephase des Fotowettbewerbs erstreckt sich vom 18. Juni bis zum 31. August. Nach Einsendeschluss wählt eine Jury die zwölf besten Bilder aus. Die Gewinnerin beziehungsweise der Gewinner kann sich über 1000 Euro freuen, die elf weiteren Fotografinnen und Fotografen werden mit 100 Euro belohnt. Darüber hinaus wird unter zwölf zusätzlichen Motiven eine Social-Media-Gewinnerin beziehungsweise ein Social-Media-Gewinner von der Instagram-Community gekürt, die beziehungsweise der ebenfalls 100 Euro gewinnt. Zudem wird der Bezirk einige Bilder für seine Außendarstellung in verschiedenen Medien einsetzen.
Die Teilnahmebedingungen
Einsendungen erfolgen bitte per E‑Mail an medien@bezirk-oberfranken.de unter dem Betreff „So schön ist Oberfranken“. Auf den Bildern sollten keine Personen erkennbar sein. Jede Teilnehmerin beziehungsweise jeder Teilnehmer kann bis zu fünf Bilder einreichen und muss dazu seine Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer und E‑Mail-Adresse) angeben. Des Weiteren muss das Datum der Aufnahme, eine Ortsangabe sowie eine kurze Bildbeschreibung (1−2 ausformulierte Sätze) genannt werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Die kompletten Teilnahmebedingungen sind online einzusehen auf der Homepage des Bezirks unter https://www.bezirk-oberfranken.de/teilnahmebedigungen-fotowettbewerb2021
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Familiengeführte Unternehmen, Innovationen und Flexibilität als Erfolgsrezept
Oberfränkische Industrie hat seit 2010 spürbar zugelegt
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Industrie in Deutschland und auch in Oberfranken weiterhin eine Schlüsselrolle spielt. Die Industrie muss sich dabei aber mehr denn je zahlreichen Herausforderungen und Transformationen stellen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wo steht die oberfränkische Industrie?
Eine Koalition von 17 starken Partnern hat sich deutschlandweit im “Bündnis Zukunft der Industrie” zusammengeschlossen. Neben der IHK-Organisation gehören auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, weitere Verbände wie der BDI und der BDA sowie die Gewerkschaften diesem Bündnis an.
Welche Rolle spielt die Industrie in Oberfranken?
Welche Rolle die Industrie in Oberfranken spielt, machen zwei Zahlen deutlich. Während gerade einmal 1,3 Prozent aller Einwohner Deutschlands in Oberfranken leben, arbeiten hier 2,5 Prozent aller Industriebeschäftigten. Auch ein Vergleich mit dem Saarland lohnt sich. Die Einwohnerzahl Oberfrankens liegt zwar nur knapp 8 Prozent über dem des Bundeslandes, allerdings arbeiten hier gut 60 Prozent mehr Menschen in der Industrie, als im Saarland.
Wenn man also über die “Zukunft der Industrie” spricht, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf Oberfranken. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Beschäftigtenzahl in den Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern trotz Corona um 7,3 Prozent, der Umsatz sogar um 22,9 Prozent.
Besonders die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten und optischen Erzeugnissen legten zu (+68 Prozent) aber auch die Hersteller von Kfz-Teilen. (+64 Prozent). Hier ist zu beachten, dass in dieser Sparte nur Kfz-Hersteller im engeren Sinne enthalten sind und es hier aufgrund statistischer Umstellung auch zu einer Überhöhung der Zuwachsrate kommt.
Was ist das Erfolgsrezept der oberfränkischen Wirtschaft?
Nach dem Erfolgsrezept der oberfränkischen Industrie befragt, muss Dr. Heinrich Strunz, Vizepräsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Geschäftsführer der LAMILUX Heinrich Strunz GmbH, nicht lange überlegen: „Unsere mittelständischen familiengeführten Unternehmen zeichnen sich durch ihre unglaubliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit aus.” Dies sei, ist sich Dr. Michael Waasner, IHK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Gebr. Waasner Elektrotechnischen Fabrik GmbH, sicher, nicht nur auf die schnellen Entscheidungswege zurückzuführen. „Die weit überdurchschnittliche Patentdichte zeigt, dass die Unternehmen dafür auch etwas tun. Sie versuchen, der Konkurrenz auch technologisch immer um mindestens zwei oder drei Schritte voraus zu sein.”
Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Tüpfelchen auf dem i
An dieser Stelle kommt auch den oberfränkischen Universitären, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine enorme Rolle zu, betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner. „Diese Einrichtungen und unsere Industrie befruchten sich gegenseitig. Herausragend die Praxisorientierung von Forschung und Lehre; zweifellos längst ein bedeutender Standortfaktor.”
IHK-Präsidentin und Geschäftsführerin der Denscheilmann + Wellein GmbH, Sonja Weigand, fasst zusammen: „Berücksichtigt man dann noch Engagement und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter, die bestens ausgebaute Infrastruktur und die zentrale Lage der Region, ist mir um die Zukunft der oberfränkischen Industrie nicht bange.”
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Berufsorientierung auf Augenhöhe
Ganz nah dran: Azubis erzählen aus ihrem Ausbildungsalltag
„Die AusbildungsScouts sind eine entscheidende Säule für die Berufsorientierung junger Menschen“, erläutert Bernd Rehorz, Leiter Berufliche Bildung bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. „Hier erzählen ‚echte‘ Azubis aus regionalen Unternehmen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen bei ihrer Ausbildung. Das ist Berufsorientierung auf Augenhöhe“, so Rehorz.
„Viele Schülerinnen und Schüler denken nicht an eine duale Ausbildung als Start ihrer beruflichen Karriere. Manche haben auch falsche Vorstellungen von bestimmten Ausbildungsberufen. Im direkten Gespräch mit Schülern können die AusbildungsScouts hier wertvolle Infos und Ausbildungserfahrungen aus erster Hand vermitteln“, so Rehorz weiter.
Wir sagen Ja zur Ausbildung
Um trotz Kontaktbeschränkungen auf die Vorteile einer beruflichen Ausbildung aufmerksam zu machen, haben sich die Scouts in den vergangenen Monaten in neuen, digitalen Formaten engagiert. „Es ist toll zu sehen, wie flexibel und engagiert unsere AusbildungsScouts sich der neuen Herausforderungen stellen“, so Rehorz.
Im Rahmen der Kampagne „Wir sagen Ja zur Ausbildung“ der IHK für Oberfranken Bayreuth waren einige der Scouts in die Funkkampagne und in digitale Veranstaltungen eingebunden.
„Die AusbildungsScouts bieten einen echten Mehrwert bei der Berufsorientierung und können den Berufseinstieg für viele junge Menschen erleichtern. Dieses praxisbezogene Projekt ist eine ideale Ergänzung der zahlreichen bestehenden Möglichkeiten zur Berufsorientierung“, so Bernd Rehorz. Die AusbildungsScouts leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen. „Unsere Unternehmen sind auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, haben aber zunehmend das Problem, ihren Fachkräftebedarf nicht mehr decken zu können“, so der IHK-Experte. Dies sei auf den demografischen Wandel zurückzuführen, auf die steigende Akademisierung und aktuell auf die Auswirkungen der Pandemie. „Die AusbildungsScouts sind eine wichtige Säule für die Sicherung von qualifizierten Fachkräften und damit für die Stärkung der beruflichen Bildung.“
Über die AusbildungsScouts
Seit Februar 2016 haben fast 4.000 zu AusbildungsScouts geschulte Azubis aus bayerischen Betrieben die Vielfalt der Lehrberufe und die guten Karrierechancen durch eine Ausbildung in den Klassenzimmern vorgestellt. Sie haben damit rund 110.000 Schüler im Freistaat erreicht und im persönlichen Gespräch für die Ausbildung geworben.
Koordiniert werden die IHK-AusbildungsScouts von der jeweils regional zuständigen IHK. Die IHK für Oberfranken Bayreuth betreut aktuell rund 60 Scouts.
Das Projekt „AusbildungsScouts“ des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) zur besseren Berufsorientierung bayerischer Schüler wird zum zweiten Mal verlängert. Das haben Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (FW) und BIHK-Präsident Eberhard Sasse bei einer Veranstaltung mit AusbildungsScouts aus dem ganzen Freistaat bekannt gegeben.
Infos und Videos rund um die Vorteile einer beruflichen Ausbildung sind zu finden auf https://www.bayreuth.ihk.de/ausbildung
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2020 hartes Jahr für oberfränkische Exporteure
Corona, Trump, Brexit, Pkw-Nachfrage– 2020 mit vielen Herausforderungen
Im April und Mai vergangenen Jahres waren von heute auf morgen alle Exportmärkte weggebrochen, die oberfränkische Industrie verkaufte rund ein Drittel weniger als sonst ins Ausland. Unerwartet schnell hat sich der Außenhandel aber wieder stabilisiert, im Dezember 2020 wurde sogar wieder mehr exportiert, als im Vorjahresmonat, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer aktuellen Analyse.
Die Corona-Pandemie hat beim oberfränkischen Export 2020 eine deutliche Spur hinterlassen. Zwar hatte Oberfranken bereits vor der Corona-Krise einen leichten Rückgang beim Auslandsumsatz zu verzeichnen, allerdings folgte im 2. Quartal mit ‑24,4 Prozent der stärkste Einbruch seit der Finanzkrise 2009.
Oberfränkische Exportwirtschaft hat sich schnell wieder erholt
Die oberfränkische Exportwirtschaft hatte sich vergleichsweise schnell von der ausgeprägten Nachfrageflaute und dem Zusammenbruch der Lieferketten im April 2020 erholt. „Nach einem Minus von 28 Prozent im April und von 31 Prozent im Mai stabilisierte sich die Situation im Juni bereits wieder. Aber erst im November und Dezember haben die Exporte wieder das Vorjahresniveau erreicht”, so Sara Franke, Leiterin Bereich International.
Diesen Verlauf verzeichneten praktisch alle Branchen; mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Ganz anders die Entwicklung im Bereich Glas und Keramik: Diese Branche verzeichnete im ersten und dritten Quartal ein Exportplus von rund 40 Prozent und im zweiten Quartal ein Plus von 15 Prozent. Dafür brach der Umsatz im 4. Quartal um 27 Prozent ein.
Kfz-Zulieferer besonders betroffen
Über das ganze Jahr hinweg betrachtet ging der oberfränkische Auslandsumsatz um 10,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zurück. Allen voran trugen die Kfz-Zulieferer und die Bekleidungshersteller mit einem deutlichen Exportrückgang von über 20 Prozent zu dieser Entwicklung bei. Knapp dahinter folgen die Möbelhersteller, die Hersteller chemischer Erzeugnisse und der Maschinenbau mit Exportrückgängen von über 15 Prozent über das ganze Jahr hinweg betrachtet. „Das Jahr 2020 war etwa für die Automobil- und die Bekleidungsindustrie weltweit ein schweres Jahr, da macht auch die oberfränkische Wirtschaft leider keine Ausnahme”, so Franke.
Allerdings verzeichneten nicht alle Branchen einen Exportrückgang. Die Hersteller von Glas und Keramik konnten im abgelaufenen Jahr 14,8 Prozent mehr exportieren als 2019. Auch die Hersteller von Textilien (+2,6 Prozent) und die Produzenten sonstiger Waren (+3,9 Prozent) konnten ihre Exporte steigern.
2021 mit schwachem Start
Franke: „Anfang 2021 fing der Exportmotor wieder zu stottern an, erst im März 2021 verzeichnet die oberfränkische Wirtschaft mit einem Plus von 14 Prozent wieder einen spürbaren Anstieg, getragen in erster Linie von den Kfz-Zulieferern.”
Bayerische Exporte 2020 auf breiter Front rückläufig
Der Exportrückgang im Jahr 2020 war nicht auf Oberfranken beschränkt, wie die IHK für Oberfranken in einer Analyse feststellt. In manchen Ländern konnte die bayerische Wirtschaft trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ihre Position ausbauen. Insgesamt ging das Exportvolumen allerdings um 11,3 Prozent zurück.
Die Exportentwicklung Bayerns hatte 2020 etwas von einer Achterbahnfahrt. Wurde das erste Quartal belastet von der Exportschwäche der Kfz-Industrie, stürzten die Exportzahlen im zweiten Quartal generell in den Keller, um sich dann wieder vergleichsweise schnell zu stabilisieren. Im Dezember 2020 verzeichnete die bayerische Industrie erstmals seit Dezember 2019 wieder einen Exportzuwachs. Insgesamt gingen die bayerischen Exporte gegenüber 2019 um 21,4 Milliarden Euro auf 168,2 Milliarden Euro zurück.
Mehr Exporte in die Türkei, nach Litauen oder Uganda
Zur Erholung trugen die Handelspartner in den verschiedenen Ländern in unterschiedlichem Maßstab bei. Während die Exporte nach China, Ungarn oder Polen bereits ab dem dritten Quartal wieder über dem Vorjahresniveau lagen, dauerte die Erholung der Handelsbeziehungen mit anderen Ländern länger, etwa bei Norwegen, den VAE oder Irland. “Die Exporte in die USA, nach Großbritannien, Italien oder Japan haben sich zwar in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls stabilisiert, verzeichneten aber über das gesamte Jahr hinweg einen Negativtrend”, so Sara Franke, Leiterin International bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. Ganz anders die Entwicklung der Exporte in die Türkei, nach Litauen oder Uganda: hier stiegen die Exporte selbst im zweiten Quartal, dem Höhepunkt der Exportkrise. Insgesamt sind die bayerischen Exporte auf das Niveau von 2013 zurückgefallen.
„2020 hat sich gezeigt, dass sich eine Resilienz bei den Lieferketten in beide Richtungen bezahlt machen kann, denn nicht alle Länder waren zur gleichen Zeit gleich stark von den Corona-Auswirkungen betroffen. Gerne unterstützen wir die Unternehmen, die sich international breiter aufstellen möchten”, so Franke.
USA bleibt als Abnehmerland führend
Trotz des großen Einbruchs der Exporte in die USA bleibt das Land weiterhin größter Abnehmer bayerischer Exporte mit 17,2 Milliarden Euro vor China (15,7) und Österreich (13,2). Großbritannien ist 2020 als Abnehmerland um einen Platz auf Rang 6 zurückgefallen, Japan von 14 auf 17, die Türkei kletterte von Rang 20 auf 18 und Taiwan von 28 auf 23. Tschechien bleibt unter den Abnehmerländern auf Rang 9.
Teils erhebliche Verschiebungen seit 2010
Seit 2010 gab es einige Verschiebungen bei der Bedeutung der Abnehmerländer, überraschenderweise fällt das Vereinigte Königreich nicht darunter. Zwar sanken die Exporte nach Großbritannien seit 2015 um 5,1 Milliarden auf 10,2 Milliarden Euro, diesem Bedeutungsverlust waren aber hohe Zuwächse um 5,9 Milliarden Euro seit 2010 vorangegangen.
Im vergangenen Jahrzehnt als Abnehmerland zurückgefallen sind vor allem Spanien (von Rang 8 auf 12), Brasilien (von 20 auf 28) Singapur (von 22 auf 31) und Iran (von 40 auf 71). Eingebrochen sind die Exporte vor allem nach Syrien, Afghanistan und Venezuela, nicht wirklich überraschend angesichts der Lage vor Ort.
Immer mehr an Bedeutung gewonnen haben dagegen China (von Rang 3 auf Rang 2 der wichtigsten Abnehmerländer), Polen (von 12 auf 7), Rumänien (von 25 auf 19), Malaysia (von 32 auf 24) und Mexiko (von 33 auf 22). Sogar 65 Plätze gut machen auf Rang 84 konnte Kambodscha.