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Stadt Bamberg - Page 25

Aus­wei­tung des bewirt­schaf­te­ten Parkraums

Neue Park­schein­au­to­ma­ten ermög­li­chen bar­geld­lo­se Bezahlung

In den letz­ten bei­den Janu­ar-Wochen instal­lie­ren die Stadt­wer­ke Bam­berg neue Park­schein­au­to­ma­ten und erhö­hen damit die Benut­zer­freund­lich­keit. Kun­din­nen und Kun­den wer­den an die­sen Auto­ma­ten neben Bar­geld auch mit Debit- und Kre­dit­kar­te bezah­len kön­nen. Dar­über infor­mier­te die Stadt Bamberg.

Unab­hän­gig vom Park­schein-Auto­ma­ten gibt es auch die Mög­lich­keit Han­dy-Par­ken zu nut­zen. Abge­zähl­tes Klein­geld ist zum Par­ken dann nicht mehr zwin­gend nötig. Sobald die neu­en solar­be­trie­be­nen Auto­ma­ten auf­ge­stellt sind, beginnt die Umset­zung der neu­en Zonen­gren­zen und Gebüh­ren. Der Stadt­rat hat­te im Som­mer 2023 die Park­ge­büh­ren ange­passt, im März 2024 dann mit gro­ßer Mehr­heit Grü­nes Licht für die Neu­ord­nung der Tarif­zo­nen gegeben.

Zuvor war fest­ge­stellt wor­den, dass ein erhöh­ter Anpas­sungs­be­darf besteht. Gera­de im Kern­be­reich der Innen­stadt kon­kur­rie­ren Hand­wer­ker, Dienst­leis­ter oder Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner um nur begrenzt vor­han­de­ne Stell­plät­ze. In der Fol­ge wächst der Park­such­ver­kehr und vie­le Auto­fah­rer wei­chen in das Umfeld der Alt­stadt aus, was dort eben­falls den Park­druck erhöht. Die­ser Ent­wick­lung tritt die Stadt Bam­berg ent­ge­gen, indem sie die Park­zo­ne 1 auf einen Radi­us von 600 Metern um den Max­platz ausweitet.


Umfang­rei­cher Beteiligungsprozess

Im Vor­feld der Ent­schei­dung des Stadt­rats hat­te ein umfang­rei­cher Betei­li­gungs­pro­zess mit Wirt­schaft, Ein­zel­han­del, Hand­werk und Stadt­mar­ke­ting, aber auch mit den Bür­ger­ver­ei­nen statt­ge­fun­den. Hier erhielt jede Inter­es­sens­ver­tre­tung die Mög­lich­keit, Ein­wän­de und Vor­schlä­ge vor­zu­brin­gen. Die­se sind dann auch in das fina­le Kon­zept eingeflossen.

Die Zone 1 soll zudem die Stand­or­te der inner­städ­ti­schen Park­häu­ser und Tief­ga­ra­gen beinhal­ten und die Ver­kehrs­teil­neh­men­den gera­de auch in die­se Ein­rich­tun­gen len­ken. Die angren­zen­de Park­ge­büh­ren­zo­ne 2 wird in eini­gen Berei­chen, wie am Bahn­hof, an der Kon­zert­hal­le und im Hain, etwas aus­ge­wei­tet, da auch dort ein hoher Park­druck fest­ge­stellt wur­de. In Zah­len bedeu­tet das: Die Park­zo­ne 1 umfasst künf­tig 572 statt bis­her 161 Park­plät­ze (+411), wäh­rend es in der Park­zo­ne 2 dann 465 Park­plät­ze statt bis­her 636 (-171) gibt. Dar­aus ergibt sich, dass künf­tig 240 Park­plät­ze, die vor­her nur durch Park­schei­ben gere­gelt waren, nun zusätz­lich gebüh­ren­pflich­tig wer­den (ins­ge­samt sind es 1037 Park­plät­ze statt zuvor 797).

Die Gebüh­ren für die Benut­zung der gebüh­ren­pflich­ti­gen Park­flä­chen betra­gen in der ers­ten Park­zo­ne 1,30 Euro je ange­fan­ge­nen 30 Minu­ten und in der zwei­ten Park­zo­ne 1,00 Euro je ange­fan­ge­nen 30 Minuten.

Für das Smart­phone-Par­ken addie­ren die Anbie­ter unter­schied­li­che Zuschlä­ge auf die kom­mu­na­le Park­ge­bühr, wor­auf die Stadt Bam­berg kei­nen Ein­fluss hat. Mehr Infor­ma­tio­nen zum Par­ken per Smart­phone gibt es hier

Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Bamberg

Andre­as Star­ke mit Appell zum Zusammenhalt

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke appel­lier­te beim Neu­jahrs­emp­fang am Sams­tag an die Stadt­ge­sell­schaft, enger zusam­men­zu­rü­cken und die Initia­ti­ve zu ergrei­fen, um die Schwä­che­ren zu unter­stüt­zen und die Demo­kra­tie zu stär­ken. Fest­red­ne­rin Dr. Jut­ta All­men­din­ger, Mit­glied des Deut­schen Ethik­ra­tes und Pro­fes­so­rin an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät in Ber­lin, wid­me­te sich der Gleich­stel­lung in Deutsch­land. Ihre Ana­ly­se: Es ist noch ein wei­ter Weg für eine ech­te Gleich­be­rech­ti­gung hierzulande.

Der OB fand mit Blick auf AfD deut­li­che Wor­te: „Die Rhe­to­rik ist schreck­lich, vie­le Inhal­te sind es auch. Sie bie­ten schein­bar ein­fa­che Lösun­gen an, schü­ren Wut und Angst. Sie prä­sen­tie­ren Feind­bil­der und wecken Neid und Miss­gunst. Auto­kra­ti­sche Sys­te­me in Russ­land und Chi­na wer­den ver­harm­lost. Sie unter­gra­ben das, was unser Land seit 1945 getra­gen hat, näm­lich Demo­kra­tie und Rechtsstaat.“

Erst­mals wur­de der Neu­jahrs­emp­fang im Live­stream auf der Home­page der Stadt Bam­berg über­tra­gen. Den­je­ni­gen in der voll besetz­ten Kon­zert­hal­le und vor den Bild­schir­men, die ger­ne mit Vor­sät­zen in ein neu­es Jahr star­ten, gab Star­ke eini­ge Anre­gun­gen mit auf den Weg: Er for­der­te nicht nur dazu auf, an poli­ti­schen Dis­kus­si­ons­run­den vor Ort teil­zu­neh­men, wäh­len zu gehen oder sich selbst zur Wahl zu stel­len. Ihm war es auch ein Anlie­gen, dass sich vie­le an den Ehren­amt­li­chen ein Bei­spiel neh­men: „In mei­nen Augen sind sie die ech­ten All­tags­hel­den.“ Netz­wer­ke bil­den, Zivil­cou­ra­ge zei­gen und auf Men­schen zuzu­ge­hen, waren wei­te­re Appel­le. Star­ke emp­fahl dar­über hin­aus, sich nur mit Hil­fe von seriö­sen Medi­en zu informieren.

„Ohne Mur­ren“ Steu­ern zahlen

Zuletzt mahn­te er, die staat­li­chen Stel­len, die die demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ach­ten, zu unter­stüt­zen. Und „ohne Mur­ren“ Steu­ern zu zah­len. „Nur eine Stadt, die nicht in eine pre­kä­re Lage abrutscht, kann Sicher­heit und sozia­le Balan­ce garan­tie­ren, kann Schu­len sanie­ren und Kin­der­gar­ten­plät­ze schaf­fen, kann Kul­tur finan­zie­ren oder erfor­der­li­che Stra­ßen­re­pa­ra­tu­ren vornehmen.“

Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp führ­te in den Fest­vor­trag ein und stell­te die Fest­red­ne­rin Prof. Dr. h. c. Jut­ta All­men­din­ger, Ph.D., vor. Ange­sichts der Musi­zie­ren­den auf der Büh­ne des Keil­berth-Saals skiz­zier­te All­men­din­ger das Gleich­stel­lungs-Ide­al. Unter­su­chun­gen hät­ten vor Augen geführt, dass pari­tä­tisch besetz­te Orches­ter beson­ders har­mo­nisch musi­zie­ren. Bei allen Ver­bes­se­run­gen erschei­ne das Ide­al schwer erreich­bar: Immer mehr Frau­en fin­den sich in Füh­rungs­po­si­tio­nen, ihr Lebens- und Ren­ten­ein­kom­men ist höher gewor­den und immer mehr Män­ner beken­nen sich dazu, dass sie ihre Kin­der auf­wach­sen sehen möchten.

Ent­we­der Kin­der – oder Karriere

Frau­en stün­den vor der Fra­ge, sich ent­we­der für die Fami­lie oder für die Kar­rie­re zu ent­schei­den. Wer die Kar­rie­re wäh­le, müs­se Kin­der meist aus­schlie­ßen. „Die­se Rah­men­be­din­gun­gen füh­ren dazu, dass die Gebur­ten­ra­te wei­ter sinkt.“ Es benö­ti­ge struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen, um die­sen Trend umzu­keh­ren. Kin­der­be­treu­ung, Tätig­kei­ten im Haus­halt und Pfle­ge bedürf­ten gesell­schaft­li­cher Wert­schät­zung. Es müs­se eine ver­läss­li­che Infra­struk­tur für die Kin­der­be­treu­ung geschaf­fen wer­den. Dass nur knapp die Hälf­te der Män­ner Eltern­zeit in Anspruch nimmt, sei ein viel zu nied­ri­ger Wert. „Gleich­stel­lungs­po­li­tik muss des­halb Män­ner­po­li­tik sein“, for­der­te Allmendinger.

Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner warb für die Spen­den­pro­jek­te: Gesam­melt wur­de für den För­der­ver­ein Sor­op­ti­mist Inter­na­tio­nal Club Bam­berg Kuni­gun­de sowie für den För­der­ver­ein Zelt der Religionen.

Die Orgel spiel­te Deka­nats­kan­to­rin Mar­ke­ta Schley-Reind­l­o­va, für die wei­te­re musi­ka­li­sche Umrah­mung sorg­ten ver­schie­de­ne Ensem­bles des E.T.A. Hoff­mann Gym­na­si­ums mit ihren Lehr­kräf­ten Nata­lia Solo­tych, Katha­ri­na Rosen­berg und Johan­nes Klehr. Als Gebär­den­dol­met­sche­rin war Ale­xa Döl­le auf der Büh­ne zu erle­ben. Die Kin­der­be­treu­ung über­nahm das Team vom Müt­ter­zen­trum Kän­gu­ruh. Zur Ein­füh­rung in den Fest­vor­trag wur­de ein Film über Gleich­stel­lung in Bam­berg gezeigt. Die­ser Bei­trag kann hier gese­hen wer­den. Der Live-Stream, erstellt von der Bam­berg Con­gress + Event GmbH, ist von über 100 Per­so­nen auf­ge­ru­fen worden.

Vor­schlä­ge bis 1. März möglich

Wer erhält den Kul­tur-För­der­preis 2025?

Die Stadt Bam­berg ver­leiht jähr­lich den Kul­tur­preis der Stadt für beson­de­re Leis­tun­gen auf den Gebie­ten der Lite­ra­tur, der Musik, der bil­den­den Kunst, der dar­stel­len­den Kunst, der kul­tu­rel­len Bil­dung, der jun­gen Kul­tur oder des sons­ti­gen Kul­tur­schaf­fens. Die Aus­zeich­nung erfolgt im jähr­li­chen Wech­sel als E.T.A‑Hoffmann-Preis oder als Kultur-Förderpreis.

Nach der letzt­jäh­ri­gen Ver­lei­hung des E.T.A.-Hoffmann-Preises an die Künst­le­rin Nora Gom­rin­ger, wird im Jahr 2025 der Kul­tur-För­der­preis ver­ge­ben. Mit ihm wer­den laut Sat­zung natür­li­che oder juris­ti­sche Per­so­nen oder Grup­pen aus­ge­zeich­net, die durch ihre inno­va­ti­ven Akti­vi­tä­ten das kul­tu­rel­le Ange­bot in und für Bam­berg berei­chert haben, oder jun­ge Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die eine beson­de­re För­de­rung ver­die­nen und durch ihr Leben oder ihre Arbeit mit Bam­berg beson­ders ver­bun­den sind. 2023 erhielt den Kul­tur-För­der­preis die Tän­ze­rin und Cho­reo­gra­fin Johan­na Kne­fel­kamp, 2021 wur­de der Preis an die KUFA vergeben.

Ger­ne nimmt die Stadt Bam­berg bis 1. März 2025 Vor­schlä­ge aus der Bür­ger­schaft für die Preis­ver­ga­be ent­ge­gen. Bit­te schi­cken Sie Ihre Vor­schlä­ge mit aus­führ­li­cher Begrün­dung an das Kul­tur­amt der Stadt Bam­berg, Rat­haus Max­platz, Maxi­mi­li­ans­platz 3, 96047 Bam­berg oder annemarie.renz-sagstetter@stadt.bamberg.de.

Eine Eigen­be­wer­bung ist nicht mög­lich. Nähe­re Aus­künf­te zum Kul­tur­preis der Stadt Bam­berg, die Kul­tur­preis-Sat­zung und die Namen der bis­he­ri­gen Preis­trä­ge­rin­nen und Preis­trä­ger sind hier zu finden.

Welt­wei­ter Akti­ons­tag gegen Gewalt an Frauen

„One Bil­li­on Rising“ 2025 in Bamberg

„One Bil­li­on Rising“ ist ein welt­wei­ter Akti­ons­tag für ein Ende der Gewalt an Frau­en und Mäd­chen sowie für welt­wei­te Soli­da­ri­tät und gegen Unter­drü­ckung und Aus­beu­tung. Am 14. Febru­ar um 14.25 Uhr tan­zen auch in Bam­berg wie­der Frau­en, Jugend­li­che und soli­da­ri­sche Män­ner auf dem Max­platz für ein selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben von Frau­en und Mäd­chen über­all auf der Erde.

Die Zah­len sind immer wie­der auf­rüt­telnd und erschre­ckend: Jede drit­te Frau wird im Lau­fe ihres Lebens ver­ge­wal­tigt oder geschla­gen, und dies meist in ihrem nahen Umfeld, oft in der Part­ner­schaft oder Fami­lie. Jede drit­te Frau. Das sind bei einer Welt­be­völ­ke­rung von der­zeit über sie­ben Mil­li­ar­den Men­schen, von der etwa die Hälf­te Frau­en sind, über eine Mil­li­ar­de Frau­en, auf Eng­lisch „one billion“.

Am Valen­tins­tag 2012 wur­de die Kam­pa­gne „One Bil­li­on Rising“ von Eve Ens­s­ler ins Leben geru­fen und am 14. Febru­ar 2013 fand „One Bil­li­on Rising“ zum ers­ten Mal welt­weit statt. In die­sem Rah­men erhe­ben sich min­des­tens eben­so vie­le Frau­en, Mäd­chen und auch unter­stüt­zen­de Män­ner, in vie­len Län­dern der Erde, um ein Zei­chen zu set­zen gegen die­se Gewalt. Ihre gemein­sa­men Zie­le sind, ein Bewusst­sein zu schaf­fen für die schmerz­vol­le Rea­li­tät vie­ler Frau­en und Mäd­chen, ein welt­wei­tes Netz der Soli­da­ri­tät zu knüp­fen und Ver­än­de­run­gen der jet­zi­gen Zustän­de zu bewirken.

Die Tän­ze­rin­nen und Tän­zer drü­cken gleich­zei­tig ihren Pro­test aus und brin­gen ihre Kraft, Ener­gie und Leben­dig­keit zum Aus­druck. Alle Inter­es­sier­ten sind ein­ge­la­den, am 14. Febru­ar 2025 um 14.25 Uhr auf dem Max­platz mit­zu­tan­zen.
„One Bil­li­on Rising“ Bam­berg wird unter­stützt von den Gleich­stel­lungs­stel­len der Stadt, des Land­krei­ses und der Uni Bam­berg, dem Kän­gu­ruh e.V. und dem Chris­to­pher Street Day Bam­berg e.V.

Im Vor­feld der Akti­on „One Bil­li­on Rising“ in Bam­berg wer­den Übungs­ter­mi­ne für den Tanz kos­ten­frei angeboten:

  • 23. Janu­ar 2025, 19 Uhr, Dis­tel, Kuni­gun­den­ruh­stra­ße 8

  • 26. Janu­ar 2025, 14 Uhr, Blaue Frie­da – Zen­trum für inter­kul­tu­rel­le Begeg­nung, Schüt­zen­stra­ße 2a

  • 28. Janu­ar 2025, 19 Uhr, Bal­tha­sar, Bal­tha­s­ar­gäss­chen 1

  • 1. Febru­ar 2025, 14.30 Uhr, Body & Soul, Kro­nacher Stra­ße 61

  • 3. Febru­ar 2025, 15.30 Uhr, Kufa, Ohm­stra­ße 3

  • 12. Febru­ar 2025, 18 Uhr, Jugend­zen­trum Bam­berg, Mar­ga­re­ten­damm 12a

Beam­ten­an­wär­te­rin absol­vier­te Prak­ti­kum in Partnerstadt

„Vil­lach ver­leiht Flügel“

Anna Adam, eine Stu­den­tin des nicht­tech­ni­schen Ver­wal­tungs­diens­tes der Stadt Bam­berg, absol­vier­te im ver­gan­ge­nen Herbst ein drei­mo­na­ti­ges Prak­ti­kum in Bam­bergs Part­ner­stadt Vil­lach. Die Zeit in Öster­reich war für die 22-jäh­ri­ge Beam­tin eine groß­ar­ti­ge Berei­che­rung, sowohl pri­vat als auch beruflich.

Nach der Ver­mitt­lung der Part­ner­schafts­be­auf­trag­ten bei­der Städ­te, Bri­git­te Rie­gel­bau­er in Bam­berg und Sabri­na Gert­schnig in Vil­lach, konn­te das Aus­lands-Aben­teu­er star­ten: Anna Adam begann ihren drei­mo­na­ti­gen Dienst in der Käm­me­rei im Sach­ge­biet Steu­ern. „Durch mein Mit­wir­ken beim Erlass einer Ver­wal­tungs­an­ord­nung konn­te ich die Ver­fah­rens­schrit­te bei­der Städ­te gut ver­glei­chen und muss sagen, dass die Ver­wal­tungs­ab­läu­fe sich sehr ähneln.“ Die fle­xi­ble Gleit­zeit­re­ge­lung der Stadt Vil­lach mach­te es der jun­gen Beam­ten­an­wär­te­rin aber auch mög­lich, Land und Leu­te kennenzulernen. 

Villach
Die Beam­ten­an­wär­te­rin der Stadt Bam­berg, Anna Adam, neben dem Vil­la­cher Bür­ger­meis­ter Gün­ther Albel. Foto: Anna Adam, Stadt Bamberg

So schwärm­te sie von den atem­be­rau­ben­den Aus­bli­cken von der Ger­lit­zen, dem Pyra­mi­den­ko­gel oder der Vil­la­cher Alpen­stra­ße sowie von Aus­flü­gen nach Ita­li­en und Slo­we­ni­en. „Ein Para­gli­der-Flug über die Stadt und die Umge­bung war ein abso­lu­tes High­light“, so die Aus­lands­prak­ti­kan­tin. Eine Her­aus­for­de­rung galt es aber bereits im Vor­feld ihres Öster­reich-Auf­ent­halts zu meis­tern: Eine zeit­lich befris­te­te Unter­kunft in der Feri­en­re­gi­on Vil­lach zu fin­den, war gar nicht so ein­fach. Aber letzt­end­lich stand fest: Die­se viel­sei­ti­gen Erfah­run­gen und Erleb­nis­se haben die Anna Adam sowohl per­sön­lich als auch beruf­lich gestärkt: „Die Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung des Prak­ti­kums waren sehr för­der­lich für mei­ne Selbst­stän­dig­keit und eine berei­chern­de Erfahrung.“

Ély­sée-Ver­trag und Städtepartnerschaft

Deutsch-fran­zö­si­scher Abend am 21. Janu­ar in der VHS

Zur Erin­ne­rung an die Unter­zeich­nung des Ély­sée-Ver­tra­ges und als Auf­takt­ver­an­stal­tung zur Fei­er des 55-jäh­ri­gen Part­ner­schafts­ju­bi­lä­ums zwi­schen Rodez und Bam­berg fin­det am Diens­tag, 21. Janu­ar 2025, um 18.30 Uhr ein deutsch-fran­zö­si­scher Abend statt. Dies tei­len die Stadt Bam­berg und die VHS Bam­berg-Stadt mit.

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind herz­lich zum Mit­fei­ern in den Gro­ßen Saal der Volks­hoch­schu­le im Alten E‑Werk ein­ge­la­den. Die Bei­trä­ge aus Rodez wer­den digi­tal in die Volks­hoch­schu­le über­tra­gen. So kann getrennt, aber den­noch gemein­sam gefei­ert werden.

Nach der Begrü­ßung durch Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und sei­nen fran­zö­si­schen Kol­le­gen, Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Teyssèd­re, spre­chen Tobi­as Hauk, Lei­ter des Bam­ber­ger Robert-Bosch-Werks, und Ste­pha­ne Lecha, Lei­ter des Robert-Bosch-Werks in Rodez. Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Lycée Foch und des Dient­zen­ho­fer Gym­na­si­ums füh­ren danach einen digi­ta­len deutsch-fran­zö­si­schen Dia­log. Bernd Stan­gen­berg, berich­tet über sei­ne Erin­ne­run­gen an den ers­ten Schü­ler­aus­tausch 1974, an dem er selbst teil­ge­nom­men hat. Mode­riert wird der Abend, der vom deutsch-fran­zö­si­schen Bür­ger­fonds geför­dert wird, von Mar­kus Appel von Radio Bamberg.

Musi­ka­lisch umrahmt wird das Pro­gramm von Mar­tin Erz­feld (Musik­schu­le Bam­berg) und Nico­las Dru (Musik­schu­le Rodez) sowie dem Män­ner­chor „Män­ner­sa­che“. Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Col­lè­ge St. Joseph Rodez las­sen die Euro­pa­hym­ne erklin­gen. Die Scham­mels­dor­fer Gar­de sorgt außer­dem für eine Tanz­ein­la­ge. Nach dem Pro­gramm gibt es beim „Come tog­e­ther“ deutsch-fran­zö­si­sche Spe­zia­li­tä­ten und Zeit zum per­sön­li­chen Aus­tausch. Um Anmel­dung für die­sen deutsch-fran­zö­si­schen Abend bit­tet die Stadt Bam­berg unter der E‑Mail-Adres­se brigitte.riegelbauer@stadt.bamberg.de.

Nächs­ter Smart Talk am Donnerstag

Was unter­schei­det smar­te Städ­te von smar­ten Regionen?

Mit den Smart Talks arbei­ten Smart City Bam­berg und die VHS Bam­berg Stadt regel­mä­ßig dar­an, kom­ple­xe The­men zu digi­ta­len Fra­ge­stel­lun­gen von ver­schie­de­nen Sei­ten zu beleuch­ten und für Inter­es­sier­te ver­ständ­lich dar­zu­stel­len. Am kom­men­den Don­ners­tag, dem 16. Janu­ar, dis­ku­tie­ren vier Exper­tin­nen und Exper­ten aus dem Smart City För­der­pro­gramm dar­über, wor­in sich die Zukunfts­vi­sio­nen ihrer Städ­te und Regio­nen gera­de in Hin­blick auf Digi­ta­li­sie­rung unter­schei­den und wor­in Gemein­sam­kei­ten liegen.

Obwohl Stadt und Land bei­de vom tech­ni­schen Fort­schritt pro­fi­tie­ren kön­nen, ste­hen sie doch vor unter­schied­li­chen Bedin­gun­gen und Her­aus­for­de­run­gen. Hin­zu kommt, dass Städ­te und die umge­ben­den Regio­nen meist eng zusam­men­hän­gen und gegen­sei­ti­ge Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen ihnen bestehen. Wie kann man die­sen Her­aus­for­de­run­gen also mit digi­ta­len Mit­teln ent­ge­gen­tre­ten? Und wie kann man die dort leben­den Men­schen in die Ent­wick­lung der Lösun­gen einbinden?

Die­se und vie­le wei­te­re Fra­gen wer­den im Smart Talk beant­wor­tet. Der Smart Talk fin­det am 16. Janu­ar 2025 ab 18.15 Uhr online via Zoom statt, ganz ohne Anmel­dung oder Download.

Als Gäs­te ste­hen die­ses Mal vier Exper­tin­nen und Exper­ten auf dem vir­tu­el­len Podi­um. Lena Sch­andra ist Lei­te­rin des Pro­jekts Smar­tes­Land im Ilzer Land und kennt sich mit den Her­aus­for­de­run­gen smar­ter Pro­jek­te in länd­li­chen Regio­nal­ver­bän­den aus. Sascha Götz ist Pro­gramm­lei­ter von Smart City Bam­berg. Er zeigt, wie eine Stadt wie Bam­berg durch smar­te Tech­no­lo­gien zukunfts­fä­hig gestal­tet wer­den kann. San­dra Pfaff ist Netz­werk­ma­na­ge­rin der Smar­ten Regi­on Würz­burg, wo Stadt und Land­kreis in einem gemein­sa­men Ansatz gedacht und digi­tal aus­ge­stat­tet wer­den. Zu guter Letzt steht Jan Abt vom Deut­schen Insti­tut für Urba­nis­tik in Ber­lin bereit, um mit sei­ner Exper­ti­se in der Stadt- und Regio­nal­ent­wick­lung eine über­grei­fen­den For­schungs­per­spek­ti­ve zu geben.

Die Smart Talks sind ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt von Smart City Bam­berg und der VHS Bam­berg Stadt. Jedes Semes­ter fin­den die­se Podi­ums­dis­kus­sio­nen statt, die kom­ple­xe The­men rund um Digi­ta­li­sie­rung mit ver­schie­de­nen Exper­tin­nen und Exper­ten bespre­chen und her­un­ter bre­chen, um sie für Alle ver­ständ­lich zu machen. Alle Inter­es­sier­ten sind zu die­sem For­mat herz­lich ein­ge­la­den! Eine vor­he­ri­ge Anmel­dung ist nicht nötig.

Nach der Machbarkeitsstudie

Wel­che Zukunft hat das Kesselhaus?

Die Stadt Bam­berg und ihr Kul­tur­amt haben eine Mach­bar­keits­stu­die anfer­ti­gen las­sen, die die Mög­lich­kei­ten der Ertüch­ti­gung des Gesamt­ge­bäu­des Kes­sel­haus als Kunst- und Kul­tur­haus mit ange­glie­der­ter Gas­tro­no­mie unter­sucht. Jede der fest­ge­stell­ten Umbau­va­ri­an­ten hät­te aller­dings hohe Kos­ten für die klam­men Kas­sen der Stadt. Ande­rer­seits hat der För­der­ver­ein „Kunst­raum JETZT“ Vor­schlä­ge zur Finan­zie­rung eines Betreiberkonzepts.

Seit 2011 bespie­len der Kunst­ver­ein Bam­berg, der Berufs­ver­band Bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler Ober­fran­ken, der Archi­tek­tur­treff Bam­berg und der För­der­ver­ein „Kunst­raum JETZT“ das Kes­sel­haus als Aus­stel­lungs­ort für zeit­ge­nös­si­sche Kunst. Etwa 55.000 Besucher:innen haben seit­dem dort 71 Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen besucht.

2022 lie­ßen die Stadt und das Kul­tur­amt von einem Ber­li­ner Archi­tek­tur­bü­ro eine Mach­bar­keits­stu­die über die zukünf­ti­ge Nut­zung des Kes­sel­hau­ses für kul­tu­rel­le und gas­tro­no­mi­sche Zwe­cke anfer­ti­gen. Die­se fiel posi­tiv aus und nennt drei Vari­an­ten einer mög­li­chen künf­ti­gen Nut­zung als Aus­stel­lungs­ort. Alle drei Vari­an­ten sehen dabei einen Umbau des Gebäu­des und eine Erwei­te­rung der Aus­stel­lungs­flä­che bezie­hungs­wei­se des Betriebs vor. So soll vor allem die der­zeit brach­lie­gen­de Sched­dach-Hal­le mit ihren mar­kan­ten Zacken nutz­bar gemacht, zudem Gas­tro­no­mie unter­ge­bracht und der Lein­ritt ver­kehrs­be­ru­higt wer­den. Soll­te der Umbau gemäß der ers­ten Vari­an­te erfol­gen, wür­de neben der Ertüch­ti­gung der Sched­dach-Hal­le auch die ener­ge­ti­sche Situa­ti­on des Gebäu­des erneu­ert und ein Bis­tro in einem Neben­raum eröff­net wer­den. Die Kos­ten, die die Stu­die für die­sen Ein­griff vor­sieht, wür­den sich auf etwa 6,8 Mil­lio­nen Euro belaufen.

Bei Vari­an­te 2 wür­den unter ande­rem eine Arto­thek, Räu­me für Kunst­ver­mitt­lung, eine Gas­tro­no­mie an der Längs­sei­te des Gebäu­des zum Lein­ritt und der Reg­nitz sowie eine Öff­nung zum Was­ser mit einer Ter­ras­sen­an­la­ge ent­ste­hen. Kos­ten hier: etwa 8,2 Millionen.Variante 3 wäre mit etwa 9,8 Mil­lio­nen Euro die teu­ers­te. Bei ihr wür­de zusätz­lich ein neu­es Stock­werk ent­ste­hen mit Dach­ter­ras­se, einer Espres­so­bar und neu­en Veranstaltungsräumen.

Zwar ist die Stadt als Auf­trag­ge­ber an der Stu­die betei­ligt. Ob aller­dings auch nur eine der drei Mög­lich­kei­ten umge­setzt wer­den kann, ist ange­sichts der kar­gen Bam­ber­ger Finanz­la­ge und eines nicht all­zu sehr an frei­er Kul­tur inter­es­sier­ten Finanz­re­fe­ren­ten frag­lich. Hin­zu kommt, dass die zwi­schen Stadt und „Kunst­raum JETZT“ geschlos­se­ne Nut­zungs­ver­ein­ba­rung für das Haus im Jahr 2026 ausläuft.

Um bis dahin vor­an­zu­kom­men, hat­te das Kul­tur­amt 2024 zumin­dest schon ein­mal Gel­der in Höhe von 220.000 Euro aus dem Haus­halt für ein Ver­ga­be­ver­fah­ren für den Umbau des Hau­ses bean­tragt. Weil die Sum­me jedoch nicht berück­sich­tigt wur­de, for­der­te das Kul­tur­amt sie die­ses Jahr wie­der an – erneut ohne Erfolg, wie der erst im Novem­ber vor­ge­stell­te Ent­wurf des Haus­halts für 2025 zeigt.

Ein biss­chen Hoff­nung macht jedoch, dass in die­sem Haus­halts­ent­wurf wenigs­tens ein im letz­ten Haus­halts­jahr unge­nutz­ter Pos­ten über 10.000 Euro zur Finan­zie­rung eines „Work­shop Kes­sel­haus“ wie­der Platz gefun­den hat. „Bei die­sem Work­shop“, sagt Chris­tia­ne Toe­we, Vor­sit­zen­de von „Kunst­raum JETZT“ und selbst Künst­le­rin, „lie­ße sich mit Fach­leu­ten und Ver­tre­tern der Stadt zum Bei­spiel über ein Betriebs­kon­zept für das Haus dis­ku­tie­ren.“ Außer­dem bie­tet sich geneig­ten Stadt­rats­mit­glie­dern im Dezem­ber, wenn das Gre­mi­um über den Haus­halts­ent­wurf abstimmt, eine wei­te­re Mög­lich­keit, Vor­schlä­ge in das städ­ti­sche Bud­get einzubringen.

Wir haben mit Chris­tia­ne Toe­we über den der­zei­ti­gen Stand der Zukunft des Kes­sel­hau­ses gesprochen.


Frau Toe­we, gab es einen aus­lö­sen­den Grund, aus dem die Stadt und das Kul­tur­amt 2022 die Mach­bar­keits­stu­die in Auf­trag gege­ben haben?

Chris­tia­ne Toe­we: Wir als Ver­ein wün­schen uns, dass sich die Stadt zur zeit­ge­nös­si­schen Bil­den­den Kunst bekennt. Bam­berg ist natür­lich ein sehr geschichts­träch­ti­ger Ort, aber wir leben im Hier und Jetzt und Jetzt-Strö­mun­gen der Kunst müs­sen prä­sen­tiert wer­den. Ent­spre­chend for­dern wir schon lan­ge, dass die­ses Haus ein Haus für Kunst und Kul­tur wird – was wir durch mitt­ler­wei­le 71 Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen aus unse­rer Sicht auch längst bewie­sen haben. Mit der Stu­die soll­te die­se Mög­lich­keit und ein mög­li­cher Aus­bau zusätz­lich unter­mau­ert wer­den. Und die Stu­die fiel in die­sem Sin­ne aus.


Alle drei Umbau­va­ri­an­ten sehen die Nut­zung der Sched­dach-Hal­le vor. Gäbe es neben dem grö­ße­ren Platz­an­ge­bot wei­te­re Vor­tei­le die­ses zusätz­li­chen Ausstellungsraums?

Chris­tia­ne Toe­we: Der Kes­sel­raum ist mar­kant, hat eine beein­dru­cken­de Höhe und ist für sich fast ein archi­tek­to­ni­sches Kunst­werk, aber zar­te­re Wer­ke gehen dar­in leicht unter. Dar­um ist der Sched­dach-Raum so wich­tig für uns. Denn der Licht­ein­fall erzeugt eine ganz ande­re Atmo­sphä­re. Hin­zu kommt ein öko­lo­gi­scher Aspekt: Man könn­te die Dach­schrä­gen mit Solar­pa­nelen bestü­cken und hät­te so eine Ener­gie­zen­tra­le auf dem Haus.


Es war jedoch abzu­se­hen, dass ein Umbau teu­er wird – was die drei vor­ge­schla­ge­nen Vari­an­ten bestä­ti­gen. Wie­so hat sich die klam­me Stadt trotz­dem an der Stu­die beteiligt?

Chris­tia­ne Toe­we: Die Stadt fühl­te sich viel­leicht ein biss­chen unter Zug­zwang, nach­dem wir vie­le Jah­re lang bewie­sen hat­ten, dass das Kes­sel­haus als Kunst­haus funk­tio­niert und von der Bevöl­ke­rung ange­nom­men wird. Ande­rer­seits hat zum Bei­spiel Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke gesagt, wie gut er alle drei Vari­an­ten fin­det. Auch der Kul­tur­se­nat hat ein­stim­mig beschlos­sen, dass man am Ergeb­nis fest­hal­ten will und dass es umge­setzt wer­den soll. Das alles aber natür­lich immer unter der Prä­mis­se, dass genug Geld dafür vor­han­den ist.


Haben Sie Hoff­nun­gen, dass die Stadt die Mil­lio­nen zahlt?

Chris­tia­ne Toe­we: Ja, denn wir den­ken, das Haus könn­te ein Leucht­turm­pro­jekt für Bam­berg wer­den. Wenn man sich mit Stadt­rä­ten unter­hält, schei­nen die Kos­ten der Ertüch­ti­gung ohne­hin nicht der Knack­punkt zu sein. Sie schei­nen viel mehr Sor­ge vor den Betriebs­kos­ten des Hau­ses zu haben, weil dann kom­men Kos­ten für Hei­zung, Auf­sicht und so wei­ter dazu. Dage­gen kann man mög­li­che Ein­tritts­gel­der auf­rech­nen oder Ein­nah­men durch Vermietung.

Statt eines Archi­tek­tur­wett­be­werbs könn­te auch ein Ver­ga­be­ver­fah­ren aus­ge­schrie­ben wer­den. Das spart Zeit und Geld. Außer­dem liegt das Haus im Sanie­rungs­ge­biet Sand, für das es Städ­te­bau­för­de­rung gibt, bei der die Stadt nur einen Teil der Umbau­kos­ten zah­len müss­te. Für den Rest könn­ten wir der Stadt ein Betrei­ber­kon­zept nahelegen.

Kesselhaus
Chris­tia­ne Toe­we, Foto: Sebas­ti­an Quenzer

Was wür­de die­ses Kon­zept beinhalten?

Chris­tia­ne Toe­we: Dafür könn­te man neue Wege gehen. Ich war vor Kur­zem mit eini­gen Indus­tri­el­len aus Ham­burg im Kes­sel­haus und sie sag­ten, sie wür­den sofort Spon­so­ring machen, wenn sie nicht so weit weg wären. Genau das wäre eine Idee, einen Spon­sor zu fin­den, der, ähn­lich wie bei der Bro­se Are­na, dem Gan­zen sei­nen Namen geben könn­te und dafür die lau­fen­den Kos­ten über­neh­men wür­de. Das wür­de die Stadt und die Ver­ei­ne ent­las­ten und im Gegen­zug könn­te die jewei­li­ge Fir­ma dann jedes Jahr Events für ihre Kun­den im Haus ver­an­stal­ten. Auch bekom­men wir sehr vie­le Anfra­gen für Hoch­zei­ten im Kes­sel­haus oder Wer­be­kam­pa­gnen. So könn­te man eben­falls Gel­der gene­rie­ren. Eine wei­te­re Mög­lich­keit sehen wir dar­in, mit den Muse­en der Stadt Bam­berg zusam­men­zu­ar­bei­ten. Zumal auch der Erhalt der Vil­la Des­sau­er gera­de dis­ku­tiert wird.


Wie könn­te die Stadt profitieren?

Chris­tia­ne Toe­we: Das Plus bei allen drei Vari­an­ten ist die Mehr­fach­nut­zung der Sched­dach-Hal­le. Das wäre ein gro­ßes Geschenk, das sich die Stadt selbst machen wür­de, weil alle mög­li­chen Insti­tu­tio­nen – Kunst, Thea­ter, Musik oder Tanz – dar­in unter­kom­men könn­ten. In dem Gesamt­kom­plex wären außer­dem viel mehr Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen pro Jahr mög­lich. Auch wäre es unser Wunsch, Syn­er­gien zu nut­zen. Wenn also, wie aktu­ell, zum Bei­spiel die Muse­en der Stadt eine Aus­stel­lung zu Kai­ser Hein­rich zei­gen, könn­te der Kunst­ver­ein oder der BBK sei­ne Mit­glie­der auf­for­dern, auch etwas zu dem The­ma bei­zu­tra­gen. Und zusätz­lich ist es unse­re Vor­stel­lung, der Initia­ti­ve „Kul­tur braucht Raum“, die seit Jah­ren für mehr Platz und Geld für die Kul­tur demons­triert, das Haus eben­falls zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das wür­de Druck von der Stra­ße nehmen.


Falls eine der der Vari­an­ten umge­setzt wer­den soll­te: Wie geht es bis dahin wei­ter – Betrieb wie gehabt?

Chris­tia­ne Toe­we: Das wer­den wir im Vor­stand mit allen betei­lig­ten Ver­ei­nen bespre­chen. Die Gel­der für ein Ver­ga­be­ver­fah­ren für den Umbau des Hau­ses sind uns im aktu­el­len Haus­halts­ent­wurf wie­der nicht bewil­ligt wor­den. Aber immer­hin 10.000 Euro für einen Work­shop. Hof­fen wir auf 2025. Nun muss der Betrieb wie gehabt wei­ter gehen. Das macht uns aller­dings ein biss­chen Bauch­weh. Denn es ist wahn­sin­nig viel Arbeit, Aus­stel­lun­gen zu orga­ni­sie­ren. Es steckt viel Vor­ar­beit drin und allein der Auf- bezie­hungs­wei­se Abbau von Aus­stel­lun­gen oder auch Wer­bung und Social Media benö­ti­gen viel Man­power. Hat man jeman­den aus­ge­wählt, geht es dar­um, die jewei­li­gen Arbei­ten nach Bam­berg zu holen und auf­zu­bau­en. Alle vier Ver­ei­ne arbei­ten dabei aber ehren­amt­lich, um das Kul­tur­ange­bot in Bam­berg zu erwei­tern. Damit wird das Ehren­amt sehr stra­pa­ziert, manch­mal auch über­stra­pa­ziert. Und, was die Situa­ti­on dem­nächst noch schwie­ri­ger machen wird: Der Vor­stand des Kunst­ver­eins hört nächs­tes Jahr auf und stellt sich nicht mehr zur Wahl. Was die­ser Vor­stand jedoch sei­ner­seits ehren­amt­lich an Arbeit geleis­tet hat, ist kaum zu erset­zen. Auch aus die­sem Grund wäre ein Betrei­ber­kon­zept wich­tig, mit einer vol­len Koor­di­na­to­ren-Stel­le und einem Hausmeister.


Was hät­te die Kunst von einem Umbau des Kes­sel­hau­ses? Könn­ten Sie bes­se­re oder bekann­te­re Künstler:innen nach Bam­berg holen?

Chris­tia­ne Toe­we: Wir bekom­men wöchent­lich Anfra­gen von Künst­lern aus dem gan­zen Bun­des­ge­biet. Das Kes­sel­haus hat sich einen guten Ruf als geeig­ne­te Loca­ti­on für zeit­ge­nös­si­sche Kunst erar­bei­tet. Es geht nicht dar­um, die Stars der Bil­den­den Kunst zu prä­sen­tie­ren, son­dern eher New­co­mer und fri­sche Gegen­warts­kunst. Es herrscht nach wie vor das Miss­ver­ständ­nis, dass das Kes­sel­haus ein Haus für moder­ne Kunst sein soll. Aus unse­rer Sicht ist es das nicht. Denn wir möch­ten eher zeit­ge­nös­si­sche Kunst zei­gen. Damit haben wir ein Allein­stel­lungs­merk­mal in der Stadt. Außer­dem könn­ten wir vor allem mehr Aus­stel­lun­gen ver­an­stal­ten, wenn wir die Shed­dach-Hal­le oder einen wei­te­ren Raum im Kel­ler nut­zen. Und der Gar­ten könn­te zusätz­lich für Skulp­tu­ren ertüch­tigt werden.


Vari­an­te 3 sieht auch eine Espres­so­bar, die­sen Skulp­tu­ren­gar­ten und ein neu­es Stock­werk vor. Haben Sie kei­ne Sor­ge, dass man es mit sei­nen Plä­nen oder For­de­run­gen auch über­trei­ben kann?

Chris­tia­ne Toe­we: Das ist nicht nur unse­re Idee, son­dern das Archi­tek­tur­bü­ro Sau­er­zap­fe hat das Poten­zi­al erkannt und vor­ge­schla­gen. Außer­dem fra­ge ich, war­um aus­ge­rech­net die Bil­den­de Kunst so ein Mau­er­blüm­chen-Dasein in Bam­berg fris­ten muss. Ein neu­es Stock­werk wäre ohne­hin nicht das Pro­blem. Wenn man sich die Dif­fe­renz zwi­schen 8,2 zu 9,8 Mil­lio­nen ansieht, kos­tet das neue Stock­werk ver­gleichs­wei­se wenig. Hin­zu­kä­me ja, dass zudem das gesam­te Haus ertüch­tigt wäre, übri­gens auch mit Sani­tär­an­la­gen, Arto­thek, Werk­hof, einer Öff­nung zum Was­ser mit unge­heu­rem Auf­ent­halts­po­ten­ti­al und Küchen.


Bezie­hungs­wei­se haben Sie mit Vari­an­te 3 absicht­lich der­art über­trie­be­ne Plä­ne auf­ge­stellt, wohl wis­send, dass die Stadt ableh­nen wird, wäh­rend Sie eigent­lich ins­ge­heim sowie­so mit Vari­an­te 1 oder 2 zufrie­den wären?

Chris­tia­ne Toe­we: Vari­an­te 1 wäre eigent­lich sogar zu schwach. Sie bräch­te nur die Sched­dach-Hal­le dazu, aber kaum wei­te­re Mög­lich­kei­ten. Das wäre aus mei­ner Sicht fast raus­ge­schmis­se­nes Geld. Wenn man schon ran­geht, dann umfas­send. Vari­an­te 2 und 3 wären zudem nach­hal­ti­ger, weil man dann in zehn Jah­ren oder so nicht wie­der anfan­gen muss, um zum Bei­spiel den Kel­ler aus­zu­bau­en. Wenn man von Anfang an groß plant, wären die Chan­cen, dass das Haus noch mehr ein Leucht­turm wird, wahr­schein­li­cher und wir täten auch etwas für den Individual-Tourismus.


Was hät­te die Stadt ger­ne im Kesselhaus?

Chris­tia­ne Toe­we: Ich den­ke, die Stadt ist zur­zeit ganz zufrie­den mit uns. Also mit dem ehren­amt­li­chen Betrieb. Wir haben einen Ver­trag bis 2026, eine Nut­zungs­ver­ein­ba­rung mit der Stadt. Dann müs­sen wir neu ver­han­deln, wie es weitergeht.


Was wür­de beim Umbau mit den herr­lich dre­cki­gen Wän­den des Kes­sel­rau­mes gesche­hen? Die Gra­fi­ken, die das Archi­tek­tur­bü­ro zu den drei Vari­an­ten erstellt hat, legen die Ein­rich­tung eines lang­wei­li­gen White Cubes nahe?

Chris­tia­ne Toe­we: Es gibt im Ver­ein Stim­men für bei­des, aber der White Cube ist nur eine Visua­li­sie­rung, wie der Umbau aus­se­hen könn­te. Außer­dem wür­de das Archi­tek­tur­bü­ro, das den Archi­tek­tur­wett­be­werb gewinnt, über die Neu­ge­stal­tung entscheiden.


Wie groß wäre der Schlag für die Kunst in Bam­berg, wenn kei­ne der drei Vari­an­ten umge­setzt wird und es 2026 nach Ende der Nut­zungs­ver­ein­ba­rung kei­ne neue Über­ein­kunft mit der Stadt gibt und Sie das Kes­sel­haus ver­lie­ren würden?

Chris­tia­ne Toe­we: Das ist undenk­bar. Es bräuch­te eine Alter­na­ti­ve, aber die ist nicht in Sicht. Das Kes­sel­haus ist für die not­wen­di­ge kul­tu­rel­le Ent­wick­lung ein unver­zicht­ba­res Glied in der Kul­tur­stadt Bam­berg. Es soll in ers­ter Linie ein fes­ter Ort der zeit­ge­nös­si­schen Bil­den­den Kunst sein. Für die Qua­li­tät des Ange­bots ist letzt­lich auch der stadt­na­he Stand­ort ver­ant­wort­lich. Die­se Erkennt­nis wird übri­gens auch durch das von der Stadt Bam­berg 2015 in Auf­trag gege­be­ne Muse­ums­gut­ach­ten nach­hal­tig unterstrichen.


Glau­ben Sie auf der ande­ren Sei­te, dass es so kommt wie der Ver­ein „Kunst­raum JETZT“ hofft?

Chris­tia­ne Toe­we: Ja, das glau­be ich. Viel­leicht dau­ert es noch, aber ich bin davon über­zeugt, dass eine der drei Vari­an­ten umge­setzt wird. Gera­de erst hat die Stadt Bam­berg uns beim Ein­bau einer neu­en LED-Beleuch­tung groß­zü­gig unterstützt.

Kos­ten­lo­se Abfuhr aus­ran­gier­ter Christ­bäu­me ab Montag

Geh­we­ge sind kei­ne Müll­hal­de für aus­ran­gier­te Christbäume

Am Mon­tag, 13. Janu­ar 2025, beginnt in der Stadt Bam­berg die kos­ten­lo­se Abfuhr von aus­ran­gier­ten Christ­bäu­men und zwar im Stadt­teil Gar­ten­stadt. Die Abfuhr­tou­ren in den zwölf Abfuhr­be­zir­ken enden am 30. Janu­ar 2025 im süd­li­chen Berg­ge­biet und in Bug. Dar­über infor­miert die Stadt Bamberg.

An vie­len Orten im Stadt­ge­biet stößt man jedoch bereits jetzt auf gan­ze Ansamm­lun­gen von weg­ge­wor­fe­nen Tan­nen und Fich­ten. Und das auch in Berei­chen, in denen der Abfuhr­ter­min erst gegen Ende des Monats anbe­raumt ist. Das sieht nicht nur chao­tisch aus, son­dern ist auch ein ech­tes Ärger­nis und Sicher­heits­ri­si­ko für die Öffentlichkeit.

An man­chen „wil­den Abla­ge­stel­len“ ist der Geh­weg bereits ein­ge­engt oder schon nahe­zu unpas­sier­bar. Auch am Stra­ßen­rand soll­ten die Bäu­me nicht län­ger als unbe­dingt nötig lie­gen, denn bei einem star­ken Wind oder ein­fach nur durch Zeit­ab­lauf wird Geäst zuneh­mend ver­streut und ver­teilt sich auf immer grö­ße­rer Flä­che im öffent­li­chen Stra­ßen­raum. Bereits in den ers­ten Janu­ar­ta­gen wur­den Christ­bäu­me auf Stra­ßen geweht – eine Unfall­ge­fahr für alle Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Verkehrsteilnehmer.

Hin­wei­se des Bam­berg Service 
  • Das will­kür­li­che Bereit­stel­len der Christ­bäu­me auf öffent­li­chem Grund vor dem eigent­li­chen Abhol­ter­min ist nicht zuläs­sig und stellt eine Ord­nungs­wid­rig­keit nach dem Kreis­lauf­wirt­schafts­ge­setz (KrWG) dar.

  • Die Abtei­lung Ent­sor­gung bit­tet daher alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­dring­lich, sich an die aktu­el­len, ver­öf­fent­lich­ten Abfuhr­ter­mi­ne für die Christ­bäu­me zu hal­ten und die Bäu­me erst dann bereit­zu­stel­len, wenn im jewei­li­gem Abfuhr­be­zirk die Abho­lung auch unmit­tel­bar anbe­raumt ist.

  • Nur so kön­nen wirt­schaft­li­che und zugleich umwelt­scho­nen­de Abfuhr­tou­ren ermög­licht wer­den. Natür­lich trägt dies letzt­end­lich auch für ein sau­be­res Erschei­nungs­bild unse­rer Stadt bei.

  • Falls die von Bam­berg Ser­vice geplan­ten Ter­mi­ne für Sie nicht pas­send sind, so besteht die Mög­lich­keit zur Abga­be der Christ­bäu­me an der Kom­pos­tie­rungs­an­la­ge in der Rheinstraße.

Abfuhr­ter­mi­ne für die ein­zel­nen Abfuhrbezirke

Mon­tag 13.01.2025 Abfuhr­be­zirk 1

Diens­tag 14.01.2025 Abfuhr­be­zirk 2

Mitt­woch 15.01.2025 Abfuhr­be­zirk 3

Don­ners­tag 16.01.2025 Abfuhr­be­zirk 4

Mon­tag 20.01.2025 Abfuhr­be­zirk 5

Diens­tag 21.01.2025 Abfuhr­be­zirk 6

Mitt­woch 22.01.2025 Abfuhr­be­zirk 7

Don­ners­tag 23.01.2025 Abfuhr­be­zirk 8

Mon­tag 27.01.2025 Abfuhr­be­zirk 9

Diens­tag 28.01.2025 Abfuhr­be­zirk 10

Mitt­woch 29.01.2025 Abfuhr­be­zirk 11

Don­ners­tag 30.01.2025 Abfuhr­be­zirk 12

Anker­zen­trum

Stadt­spit­ze kri­ti­siert „glat­ten Wort­bruch“ der Staatsregierung

Anders als ver­trag­lich ver­ein­bart, will die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung am Anker­zen­trum fest­hal­ten. Die Stadt Bam­berg sieht dar­in einen Wort­bruch. Nun wer­de sich der Stadt­rat Ende Janu­ar mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen müssen.

Bis zum letz­ten Tag hat die Staats­re­gie­rung die von der Stadt Bam­berg gesetz­te Frist aus­ge­reizt, um die gefor­der­te defi­ni­ti­ve Aus­sa­ge zur Schlie­ßung des Anker­zen­trums zum 1.1.2026 abzu­ge­ben. Anders als ver­trag­lich ver­ein­bart, will die Staats­re­gie­rung am Anker­zen­trum fest­hal­ten. Das stößt auf deut­li­che Kri­tik der Stadt­spit­ze: „Wir sehen dar­in einen glat­ten Wort­bruch. Die Bür­ger­schaft in Bam­berg hat­te sich dar­auf ver­las­sen, dass sich der Frei­staat ver­trags­treu ver­hält. Jetzt ist klar, dass die getrof­fe­nen Abspra­chen nicht ein­ge­hal­ten wer­den“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke. 

Der Ober­bür­ger­meis­ter bean­stan­det wei­ter, dass „in den ver­gan­ge­nen neun Jah­ren nichts unter­nom­men wor­den ist, um eine Alter­na­ti­ve für das Anker-Zen­trum in Ober­fran­ken zu schaf­fen.“ Die Stadt habe bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die ver­ein­bar­te Frist zur „unwi­der­ruf­li­chen“ Schlie­ßung des Anker­zen­trums zum 1.1.2026 ein­ge­hal­ten wer­den muss. Trotz die­ser Erklä­run­gen wur­de weder ein Neu­bau an ande­rer Stel­le in Ober­fran­ken, noch eine ande­re Struk­tur geplant. Die­ses Ver­säum­nis las­tet die Stadt Bam­berg der Staats­re­gie­rung an, weil dadurch Nach­tei­le für die Bam­ber­ger Bür­ger­schaft aus­ge­löst wer­den. „Wer sei­ne Haus­auf­ga­ben in Mün­chen nicht macht, darf nicht mit den Fin­gern auf ande­re deu­ten“, sagt Starke.

Die Stadt­spit­ze unter­streicht die Fak­ten­la­ge: „Zustän­dig und ver­ant­wort­lich für die Unter­brin­gung von geflüch­te­ten Men­schen ist der Frei­staat. Die Kos­ten für eine dezen­tra­le Unter­brin­gung sind immer durch den Frei­staat zu tra­gen, so wie in allen ande­ren Städ­ten auch.“

Die Stadt tritt auch dem Vor­wurf ent­ge­gen, eine dezen­tra­le Unter­brin­gung nicht umset­zen zu kön­nen. „Wir kön­nen eine dezen­tra­le Unter­brin­gung in Bam­berg orga­ni­sie­ren“, stellt Star­ke klar und betont: „Der Frei­staat setzt mit sei­nem Schrei­ben das Schwar­ze-Peter-Spiel der letz­ten Mona­te fort, das führt zu kei­ner Lösung der aktu­el­len Her­aus­for­de­rung. Der Stadt­rat wird sich in sei­ner Voll­sit­zung am 29. Janu­ar mit der Tat­sa­che aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, dass der Frei­staat das Anker­zen­trum nicht schlie­ßen will.“

Bay­erns Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann hat­te ges­tern zur Zukunft des Anker­zen­trums in Bam­berg Stel­lung genom­men. In sei­nem Schrei­ben an die Stadt Bam­berg beton­te Herr­mann, ein leis­tungs­fä­hi­ger Anker Ober­fran­ken wer­de auch künf­tig erfor­der­lich sein. Wenn­gleich die Zugän­ge 2024 unter den sehr hohen Zugangs­zah­len der Jah­re 2022 und 2023 gele­gen hät­te, sei­en sie immer noch zu hoch. Die Ein­rich­tung in Bam­berg kön­ne daher gegen­wär­tig eben­so wenig ersatz­los weg­fal­len wie alle ande­ren Stand­or­te in Bayern.

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