„Kultur auf der Jahnwiese“
Junge Künstler starten wieder durch!
Auf der Jahnwiese als Bambergs schönster und größter Open-Air-Fläche findet vom 8. bis 11. Juli das neue Festival „Kultur auf der Jahnwiese“ des ehrenamtlichen Vereins Bamberger Festivals e.V. statt. Ein breites Theaterprogramm für Klein und Groß und regionale und teils überregionale Newcomerbands erwarten das Publikum.
Das Festival startet am Donnerstag mit einem Theaterabend der Improtheatergruppe Pipperlapupp, welche mit der Singer/Songwriter Johanna Dupke einen tollen Warm-Up dabei hat.
Der Freitag findet ganz unter dem Motto „Die besten Bands Oberfrankens“ statt, denn das Bandförderprojekt „Rock in Oberfranken“ des Bezirk Oberfranken hat hier zusammen mit den Veranstaltern fünf Top-Newcomer der letzten Jahre eingeladen. Darunter auch die Bands Pantsdown (Alternative Rock aus Coburg) und Monkey Circus (Alternative Rock aus Lichtenfels), die in den letzten Jahren den Bandwettbewerb gewonnen haben.
Der Festival-Samstag bietet beim zweiten Wild Tunes Festival ein buntes Musikprogramm für alle Geschmäcker, denn hier finden sich Bands von Hardcore, Indie, Punk, Rock bis Hip Hop der Musikszene wieder. Neben den zahlreichen Newcomern wie Rockband der Lebenshilfe Sleeping Ann, den Indie-Rockern der Band Rooms in Brucklyn oder den Alternative-Punks/College-Rockern City Crows ist der Hip-Hop-Headliner Ferge X Fisherman aus Nürnberg ein weiterer Höhepunkt des Festivals.
Der Sonntag bietet besonders für Familien einen ruhigen und kulturellen Ausklang. Von 10 bis 13 Uhr spielen die zwei Bamberger Urgesteine Ruppert Aumüller und Norbert Schramm unter dem Namen „Double Feature“ zum musikalischen Frühschoppen. Danach ist ab 15:30 Uhr Einlass für das Theaterstück „Momo“ von Michael Ende, welches von der Theatergruppe e.g.o.n. des Jugendkulturtreffs IMMER HIN inszeniert wird, und für Klein und Groß geeignet ist. Das Stück erzählt die Geschichte des Mädchens Momo, das den Menschen dabei hilft, die gestohlene Zeit zurück zu bringen.
Besucher können sich im Vorverkauf (übrige Plätze auch vor Ort) für eine Sitzgelegenheit entscheiden. Zur Auswahl stehen chillige Liegestühle für bis zu drei Personen, eine gemütliche Wiesenfläche für bis zu vier Personen und der eigenen Picknickdecke sowie Biertischgarnituren für bis zu acht Personen. Es wird empfohlen sich im Vorfeld für eine der drei Sitzmöglichkeiten zu entscheiden und rechtzeitig online durch Kauf eines Gruppentickets zu reservieren. Die Ticketgebühr wird am Abend gegen einen gleichwertigen Wertgutschein umgetauscht, der dann am Essens- oder Getränkestand eingetauscht werden kann. Das vollständige Hygienekonzept, Infos zum Programm und der Reservierung findet man auf unter https://www.bambergerfestivals.de/
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Umgang mit der Krise
Spiel als COVID-19-Strategie
Eine Pandemie ist kein Spiel. Und doch sehen wir Verhaltensmuster im Umgang mit der Corona-Pandemie, die wir aus Spielen kennen, wie drei Wissenschaftler der Universität Bamberg herausgefunden haben: Menschen horten Ressourcen, orientieren sich an Ranglisten und Grafiken, schlüpfen in Rollen, reduzieren die Situation auf ein Gut-Böse-Schema und richten sich nach prominenten Heldenfiguren.
Sind Menschen mit ungewissen Situationen konfrontiert, dann helfen ihnen bereits bekannte Verhaltensweisen und Denkmuster, sogenannte Skripte, trotzdem handlungsfähig zu bleiben. Die Bamberger Psychologen Dr. Marius Raab, Niklas Döbler und Prof. Dr. Claus-Christian Carbon vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre, stellen in ihrer neuen Publikation fest: Den Menschen fehlen in der Pandemie Erfahrungen und damit die Skripte aus ähnlichen Situationen, um mit dem aktuellen Geschehen umzugehen. Deshalb greifen sie automatisch auf Erfahrungen aus Spielen zurück und bilden Analogien – schließen also von Bekanntem auf das Unbekannte.
Die Gefahr: Bei den meisten Spielen gibt es neben Gewinnern auch Verlierer
„Spielelemente und ‑mechaniken für Analogien zu nutzen, um eine ansteckende und potenziell tödliche Krankheit zu verstehen, birgt Gefahren“, sagt Marius Raab, Erstautor der Studie und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre. Zum einen seien die Analogien meist sehr oberflächlich und vermittelten kein Verständnis für einen besseren Umgang mit der Dynamik von COVID-19. Das Horten von knappen Ressourcen wie Spielgeld etwa könne in manchen Brettspielen eine sinnvolle Strategie sein. „Das Horten von Toilettenpapier und Hefe hingegen bringt keinen Vorteil, auch nicht der hortenden Person selbst“, sagt Niklas Döbler, Doktorand am Lehrstuhl. Zum anderen beruhen die Analogien nach Einschätzung der Psychologen meist auf wettbewerbsorientierten Spielen, in denen das Ziel ist zu gewinnen. Dadurch gebe es zwangsläufig auch Verliererinnen und Verlierer. „Gesellschaftliche Krisen sind aber Aufgaben, die nur als Gemeinschaft gewonnen werden können“, so Raab.
Die sogenannte „Gamifizierung“ kann Gesundheitsmaßnahmen nachvollziehbarer machen
Die Wissenschaftler schlagen vor, diese spontane Tendenz zur Anwendung von Spiel-Analogien strategisch zu nutzen, um Gesundheitsmaßnahmen effektiver und nachvollziehbarer zu gestalten. „Spielmetaphern können aktiv aufgegriffen werden, um die Wechselwirkungen und die Eigendynamik der Pandemie besser zu verstehen“, erklärt Claus-Christian Carbon. Dabei sollten sich die Menschen an Spielen orientieren, die auf Kooperation setzen, nicht auf Wettbewerb. So könne man zum Beispiel die Ranglisten der Inzidenzen, R‑Werte und Todeszahlen um Zahlen erweitern, die anzeigen, wie viele Stunden sich Menschen ehrenamtlich engagiert haben. Damit tritt der Aspekt der gemeinschaftlichen Pandemiebekämpfung in den Vordergrund. „Diese Idee der sogenannten strategischen Gamifizierung geht klar über die Corona-Pandemie hinaus und ist für alle globalen Herausforderungen nutzbar“, meint Marius Raab. Richtig eingesetzt – also nicht übergestülpt, sondern direkt auf das spontane Verhalten der Menschen bezogen – könnten so Zukunftsaufgaben wie etwa der Klimawandel oder die Automatisierung der Arbeitswelt besser verstanden werden.
Die Publikation ist unter dem Titel „A Game of COVID. Strategic thoughts about a ludified pandemic” in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Frontiers in Psychology” erschienen und online abrufbar unter https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2021.607309/full
In deutscher Sprache haben die drei Wissenschaftler das Thema außerdem in der aktuellen Folge ihres Podcasts „Die Bamberger Psychokalypse” aufgearbeitet: https://psychokalypse.podigee.io/57-k13v2
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Wieder im Spiel!
ETA Hoffmann Theater stellt die Spielzeit 2021//22 vor
Das ETA Hoffmann Theater Bamberg hat heute die neue Spielzeit vorgestellt. Über seine siebte Spielzeit unter der Intendanz von Sibylle Broll-Pape schreibt das Theater sich: „Wieder im Spiel!“
Voller Enthusiasmus und Vorfreude wurde sich den Themen und Stoffen gewidmet, welche die Kraft haben, das volle Leben und die großen gesellschaftlichen Fragen auf die Bühne – ins Spiel – zu bringen.
Für die neue Spielzeit nimmt das ETA Hoffmann Theater 11 Neuproduktionen ins Programm, davon drei Uraufführungen. In Rainald Goetz´ „Reich des Todes“ (Regie: Sibylle Broll-Pape) sieht man einer Demokratie beim Wandel in zerstörerische Autokratie zu. Märchenhaft geht der Spätkapitalismus in Philipp Gärtners „Gold“ (Regie: Wilke Weermann) unter. Das Weihnachtsstück 2021 wird „Herr Bello und das blaue Wunder“ des berühmten Bamberger Kinderbuchautors Paul Maar sein, nachdem es 2020 noch nicht zur Aufführung kommen konnte. Regie führt Jana Vetten. Mit dem Auftragswerk „Der endlos tippende Affe“ (Regie: Mirjam Loibl) schreibt der Autor Björn SC Deigner nach „Der Reichskanzler von Atlantis“ und „Die Polizey“ zum dritten Mal ein Stück für das Bamberger Ensemble. Mit Eduardo de Filippos „Die Kunst der Komödie“ steht ein fulminantes Lustspiel auf der Großen Bühne auf dem Programm. Regie führt Sebastian Schug, in Bamberg bekannt durch seine Inszenierungen von „Mutter Courage und ihre Kinder“, „Hamlet“ und zuletzt „Bunbury. Ernst sein ist alles.“ Mit „Gott ist 3 Frauen (Gi3F)“ (Uraufführung: Jakob Weiss) entwirft Miroslava Svolikova fein und leicht eine Schöpfungsgeschichte, die das menschliche Irren und Streben zwinkernd begutachtet. Olga Grjasnowas „Gott ist nicht schüchtern“ (Regie: Sibylle Broll-Pape) kartographiert ein Bild des Arabischen Frühlings.
Mit Hannes Weilers Bearbeitung von E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ wirft das Theater einen Blick auf den künstlichen Menschen. Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ (Regie: Fabian Gerhardt) zieht seine Komik aus der Tatsache, dass jemand über sich selbst zu Gericht sitzen und sich gleichzeitig erfinderisch aus Schlingen befreien muss.
Vom 13. Bis 28. Mai kommenden Jahres werden die 38. Bayerischen Theatertage in Bamberg ausgetragen. Den Auftakt macht ein neues Stück der renommierten Theaterautorin Theresia Walser. Sibylle Broll-Pape wird die Uraufführung am 13. Mai 2022 auf die Bühne bringen. Zum Abschluss der Spielzeit stehen wieder die Calderón-Freilichtspiele in der Alten Hofhaltung an. Zu sehen gibt es dort William Shakespeares meisterhafte Familien- und Liebestragödie „Romeo und Julia“ in der Inszenierung von Matthias Köhler.
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Neugründung
„Europa in Bamberg“
Gestern wurde der Verein „Europa in Bamberg“ gegründet. Er versteht sich als überparteiliches Bündnis zur Förderung internationaler Solidarität, Toleranz und Völkerverständigung in Sinne der Europäischen Idee.
Ziel des Vereins ist es, als Bürger*innen Bewegung lokal in Bamberg zum Erhalt der europäischen Vision und zur Förderung eines europäischen Geistes beizutragen. Angestrebt werden dazu der Austausch und die Begegnung von Europäer*innen und europäisch gesinnten Menschen durch Aktionen, Information und Diskussion sowie die aktive Vernetzung von Akteur*innen, die dieses Ziel fördern wollen.
Die Initiator*innen des Bündnisses, die sich seit über einem Jahr unter den Bedingungen der Pandemie für diese Vereinsgründung engagiert haben, sind Rudolf Schubert, Michaela Reimann, Alexandra von Rohr, Dr. Marco Depietri und Gerald Fenn. Sie bilden das erste fünfköpfige Vorstandsgremium des neu gegründeten Vereins und tragen gemeinsam zum Gelingen des Projekts bei.
„Europa, das sind wir alle“, davon sind die Gründer*innen nachhaltig überzeugt. „Europa lebt nicht allein durch die Institutionen in Brüssel, nicht nur durch die Politik der Mitgliedstaaten, sondern durch die aktive Gestaltung des Alltags im Sinne der Europäischen Idee durch uns als Bürgerinnen und Bürger,“ ergänzt Michaela Reimann, die zusammen mit Rudolf Schubert die erste Doppelspitze im Vorstand bildet.
Der laut seiner Satzung überparteiliche und weltanschaulich neutrale Verein erfreut sich schon bei der Gründung breiter Unterstützung. So zählen Oberbürgermeister Andreas Starke, Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner zu den 21 Gründungsmitgliedern, weiterhin ist der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Volt/ÖDP/BM, Dr. Hans-Günter Brünker, ein Unterstützer.
„Gemeinsam wollen wir Europa eine Stimme geben“ ergänzt Co-Vorsitzender Rudolf Schubert. „Wir wollen für lebendige Aktionen sorgen, die Europa sichtbar machen. Vor allem aber wollen wir das Zusammenleben aller Menschen in Bamberg, unabhängig von ihrer Herkunft fördern. Getreu dem europäischen Motto der ‚Einheit in Vielfalt‘.“
Der Verein freut sich auf Anfragen interessierter Bürgerinnen und Bürger, aber auch jeglicher Organisationen, die sich gegenüber der Europäischen Idee offen zeigen.
Weitere Informationen
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Expertendiskussion
Bleibt die Synagoga im Dom?
Die umstrittene Figurengruppe Ecclesia und Synagoga am Bamberger Dom ist Thema eines öffentlichen Expertenforums am kommenden Mittwoch, dem 7. Juli, um 19 Uhr in Bamberg. An dem Gespräch nehmen unter anderen der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, teil.
Die Diskussion unter dem Titel „Ecclesia und Synagoga am Bamberger Dom: Ein schwieriges Erbe?“ in der Aula der Universität Bamberg mit beschränkter Teilnehmerzahl kann online verfolgt werden.
Die Bamberger „Synagoga“ gilt aufgrund ihrer Anmut und bildhauerischen Perfektion als eine der schönsten mittelalterlichen Kathedralfiguren. Der Vorschlag ihrer Entfernung aus dem Bamberger Dom rief vor einem Jahr vor allem Entrüstung, aber auch Zustimmung hervor. Im Erzbistum Bamberg hat sich eine Expertengruppe mit der langen Tradition des Antijudaismus in der christlichen Kirche und ihrer Bildbotschaften befasst.
Das Figurenpaar der siegreichen Ecclesia als Sinnbild der christlichen Kirche und der besiegten Synagoga mit Augenbinde als Zeichen des Judentums ist an bedeutenden Kathedralen des Mittelalters zu finden wie in Paris, Reims, Straßburg oder Bamberg. In Bamberg besteht der Sonderfall, dass die Figuren nicht nur als Kopien an einem Portal zu sehen sind, sondern die Originale im Dom selbst aufgestellt sind. Diese Herabwürdigung des Judentums in einem katholischen Kirchenraum hat die Diskussion jüngst ins Rollen gebracht – verbunden mit der Forderung, die Figuren der Ecclesia und Synagoga in das benachbarte Diözesanmuseum zu versetzen.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Botschaft der Figuren – und auch der Kopien am Fürstenportal – aus dem historischen und theologischen Zusammenhang erklärt werden müsste. Letzteres ist ein großes Anliegen des Erzbistums, von einer Entfernung distanzieren sich Erzbischof und Domkapitel deutlich. Erzbischof Ludwig Schick betont mit Verweis auf die Erklärung „Nostra Aetate“ im Zweiten Vatikanischen Konzil 1965: „Die lange Tradition des christlichen Antijudaismus und auch das Bild der besiegten Synagoga haben zur Feindbildprägung beigetragen. Die Kirche von Bamberg ist sich dessen bewusst und ruft dazu auf, jeder Form des Antisemitismus ausdrücklich entgegen zu treten und die Verbundenheit mit Jüdinnen, Juden und dem Judentum zu fördern.“
Beitrag des Erzbistums Bamberg zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
Mit der Podiumsdiskussion soll die Öffentlichkeit an den Fragestellungen zum Umgang mit den Figuren, die kein einfaches Kulturerbe darstellen, eingebunden werden. Diskussionsgäste sind neben Erzbischof Ludwig Schick und dem Zentralratspräsidenten der Juden, Josef Schuster, der Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Mathias Pfeil, sowie Ludwig Unger für den bayerischen Antisemitismus-Beauftragten. Von der Universität Bamberg sind beteiligt der Lehrstuhl für Judaistik, Susanne Talabardon, sowie der Lehrstuhl Kunstgeschichte des Mittelalters, Stephan Albrecht.
Gleichgültigkeit gegenüber judenfeindlichen Darstellungen hält Birgit Kastner, Leiterin der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, für genauso bedenklich wie die Vorstellung, durch eine Entfernung einer Figur Geschichte optimieren zu können. In ihrer Einführung zur Diskussion wird sie die Bedeutung der Figuren und ihre Geschichte erläutern. Moderiert wird die Diskussion von Barbara Schneider vom Bayerischen Rundfunk.
Diese Veranstaltung ist eingebunden in das bundesweite Festjahr #2021JLID, das der Verein „321−2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ mit seiner Geschäftsstelle in Köln organisiert und koordiniert. Hintergrund ist, dass der römische Kaiser Konstantin am 11. Dezember 321 ein Edikt erließ. Dieses Gesetz besagte, dass Juden städtische Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften und sollten. Das Edikt Konstantins, das in einer Abschrift in der Bibliothek des Vatikans aufbewahrt wird, ist somit das früheste schriftliche Zeugnis über jüdisches Leben in Mittel- und Nordeuropa. Es belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden also nachweislich seit mindestens 1700 Jahren auf dem Territorium des heutigen Deutschlands.
Im Festjahr #2021JLID koordiniert der Verein 321 mit großer Unterstützung des Bundes, verschiedener Bundesländer und Kommunen sowie aus der Zivilgesellschaft bundesweit rund 1000 Aktionen und Kulturevents, die dazu beitragen sollen, kulturelle, politische und interreligiöse Debatten innerhalb der Gesellschaft anzustoßen und deutliche Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus zu setzen. Ein Überblick über das bundesweite Jahresprogramm findet sich hier: https://2021jlid.de/programm/
Die Veranstaltung am 7. Juli kann live verfolgt werden unter dem Link https://erzbistum-bamberg.webex.com/erzbistum-bamberg/j.php?MTID=m127a956e640c036adba4dad4091a8e8e
Immer größere Zahl nicht wahrgenommener Impftermine
Delta-Variante dominiert Pandemie-Geschehen
Die Delta-Variante des Corona-Virus dominiert immer stärker das Pandemie-Geschehen in Stadt und Landkreis Bamberg. Impfangebote werden nicht angenommen, bereits vereinbarte Erst- und Zweitimpftermine in zunehmender Zahl nicht wahrgenommen. Die Zahl der Corona-Patienten in Klinken steigt leicht auf sieben.
In diesen Gemengelage mahnen Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke nach der wöchentlichen Sitzung Koordinierungsgruppe: „Die Pandemie ist noch nicht ausgestanden. Wir dürfen uns durch die derzeit niedrigen Inzidenzwerte nicht in einer trügerischen Sicherheit wiegen. Es hängt weiter vom Verhalten jedes Einzelnen ab, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Einschränkungen sich für unterschiedliche Lebensbereiche daraus ergeben.“
„Nur die vollständige Impfung bietet den bestmöglichen Schutz. Das gilt ganz besonders für die Delta-Variante“, appellierte Professor Dr. Michael Sackmann an die Bevölkerung, vereinbarte Impftermine wahrzunehmen. Er rechnete damit, dass die Delta-Variante schon im Juli das Pandemie-Geschehen auch in der Region Bamberg bestimmen wird.
Dr. Lothar Schnabel berichtete für das Impfzentrum, dass die Zahl der nicht angenommenen Impfangebote und der nicht wahrgenommenen Erst- und Zweit-Impftermine kontinuierlich steigt. „Das ist für den Schutz der Betroffenen unverantwortlich. Und es ist unfair den Menschen gegenüber, die auf eine Impfung warten.“ Dr. Matthias Dreyer sagte aus Sicht der niedergelassenen Ärzte: „Die Zahl der Abmeldungen übersteigt die Zahl der Neuanmeldungen. Mehr als ein Drittel der Personen, die auf unseren Vormerklisten stehen, nehmen ein konkretes Impfangebot nicht an.“
Dem Impfzentrum Bamberg liegen laut Dr. Schnabel aktuell noch rund 33.000 Impfwünsche vor. Bei der Einladung Impfwilliger stellt sich nach seinen Informationen jedoch immer häufiger heraus, dass diese bereits durch Haus- oder Betriebsärzte geimpft wurden, eine Abmeldung im Impfportal jedoch nicht vorgenommen wurde. „Das verzerrt das Bild über die Zahl der tatsächlich noch vorhandenen Impfwilligen und es verzögert die Terminvergabe an Menschen, die noch nicht geimpft sind.“ Dr. Schnabel rechnet bei gleichbleibender Impfstoffmenge damit, dass alle derzeitigen bekannten, offenen Impfwünsche bis Ende Juli durchgeführt werden können. Bereits Geimpfte, die sich außerhalb des Impfzentrums haben impfen lassen, sollten sich dringend abmelden. Noch nicht angemeldete Personen, die sich impfen lassen möchten, sollten sich zeitnah registrieren.
Aufgrund der steigenden Zahl von nicht angetreten Impfterminen bietet das Impfzentrum zeitlich flexiblen Impfwilligen an, sich auf eine Hop-On-Liste aufnehmen zu lassen (Annahme telefonisch montags bis sonntags, 9.30 – 12.30 Uhr; Tel. 0951⁄9423010). Diese Personen werden am Nachmittag/frühen Abend verständigt, um nicht verbrauchten Impfstoff nicht verfallen zu lassen. Eine vorherige Registrierung ist vorausgesetzt.
„Um bestmöglich auf einen möglichen neuen Anstieg der Inzidenzwerte jetzt oder im Herbst vorbereitet zu sein und dann die Infektionen niedrig halten zu können, ist die Impfung das beste Mittel“, warb der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbandes, Dr. Georg Knoblach, sich impfen zu lassen. Je höher die Impfquote, desto geringer werde das Infektionsgeschehen erwartet.
Derzeit sind in Stadt und Landkreis Bamberg mehr als 105.000 Menschen erstgeimpft. Das entspricht einer Quote von 47 Prozent der gesamten Bevölkerung. Rechnet man Kinder und Jugendliche, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung derzeit nicht empfiehlt (rund 16 Prozent der Bevölkerung), so liegt eine bereinigte Impfquote der derzeit impfbaren Einwohner bei 55 Prozent.
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FC Eintracht Bamberg
Sieg im Testspiel beim TSV Neudrossenfeld
In seinem zweiten Saisonvorbereitungsspiel siegte Fußball Bayernligist FC Eintracht Bamberg gestern beim Landesligisten TSV Neudrossenfeld mit 2:0.
„Die ersten 20 Minuten waren wie ein Ausflug in den Freizeitpark. Jeder hat sich einmal ein bisschen umgesehen“, lautet die Bilanz von Trainer Julian Kolbeck mit einem leichten Schmunzeln. Und damit hatte er auch sicherlich Recht. Während Neudrossenfeld sofort im Spiel war, gab es beim FC Eintracht noch viel Sand im Getriebe. Dies änderte sich erst mit der Trinkpause Mitte der ersten 45 Minuten. Danach waren die „Domreiter“ wacher, der Ball lief flüssiger und das Geschehen spielte sich zusehends in der Hälfte der Gäste ab. Nach einem schnellen Pass in die Tiefe war es Jakob Tranziska, der sich gegen zwei Gegner durchsetzte und den herauseilenden Torhüter Oliver Habelitz „tunnelte“. Der FCE war nun im Spielfluss und hatte das Geschehen in der Hand, wenngleich man der Heimmannschaft eine starke Leistung attestieren muss. „Neudrossenfeld hat mich beeindruckt“, erkannte Julian Kolbeck. Der Bamberger Übungsleiter weiter: „Ein richtig gute Truppe, die einen klasse Fußball spielt. Vor allem Daniel Gareis schien überall auf dem Platz zu sein und bot eine klasse Vorstellung”.
Bei den Gästen fiel auch nach dem Seitenwechsel der Defensivverbund auf. „Heimkehrer“ Christopher Ketteler zeigte – obwohl leicht angeschlagen – in Vertretung des Bamberger Spielführers Marc Reischmann erstmals als Kapitän auf dem Feld erneut eine starke Vorstellung und schob zusammen mit Innenverteidiger-Kollege Felix Popp das Angriffsspiel an. Nach den Einwechslungen von Lukas Schmittschmitt, Tobias Linz, Moritz Kaube und Simon Kollmer zur Pause gab es einen zusätzlichen Schub bei den „Domreitern“. Aber auch die Hausherren hielten dagegen, so dass sich in der zweiten Hälfte eine ausgeglichene Partie entwickelte. Sowohl Keeper Fabian Dellermann auf Seiten der Bamberger als auch Tobias Grüner auf Seiten des TSV zeigten ihre Klasse. So blieb es in der 90. Minute Jakob Tranziska vorbehalten, das Spiel endgültig zu entscheiden. Wieder war es ein schneller Pass in die Tiefe, Keeper Grüner kam einen Schritt zu spät und Tranziska netzte zum 2:0 ein. Trainer Kolbecks Bilanz fiel entsprechen zufrieden aus: „Unter dem Strich ein guter Test gegen einen guten Gegner aus der Landesliga, der uns viel abverlangt hat. Wir wollten den nächsten Schritt gehen im Spiel mit dem Ball, das ist uns phasenweise gut gelungen. Und das schöne ist, am Ende steht wieder die Null.“
Weiter geht es für den FC Eintracht Bamberg am Samstag, dem 3. Juli, gegen den 1. FC Oberhaid. In die neue Saison der Bayernliga starten die Domreiter voraussichtlich am 24. Juli beim 1. FC Sand.
Weitere Informationen zum FCE
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FCE nur einmal im Losglück
FC Eintracht U15-Bayernliga-Meister, aber kein Aufsteiger
Der Traum vom größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte ist für die U15 des FC Eintracht Bamberg zumindest vorerst nicht in Erfüllung gegangen: Bei der Auslosung des Bayerischen Fußballverbands (BFV) heute Vormittag in München hatte das Team von Matthias Räder leider nur einmal das Glück auf seiner Seite, er ist Meister der Bayernliga Nord, aufsteigen wird allerdings der ASV Neumarkt.
Die erste Ziehung gewann der FCE gegen die SpVgg Bayreuth, damit steht die U15 wenigstens als Meister der Bayernliga Nord fest. In der zweiten Runde ging es dann um den Aufstieg in die Regionalliga Bayern, die höchste Liga in dieser Altersklasse. Doch hier nahmen dann die BFV-Funktionäre die Loskugel des ASV Neumarkt, Meister der Bayernliga Süd, aus der Trommel. Die Folge: Die U15 des FCE tritt auch in der kommenden Saison in der Bayernliga Nord an.
Der Traum lebt weiter
Coach Matthias Räder reagierte nach der Auslosung einigermaßen gefasst: „Nach dieser turbulenten Corona-Saison bin ich froh, dass wir uns letztlich Meister nennen dürfen. Und das absolut verdient: Wir waren die beste Mannschaft in dieser Liga!“ Das Losglück in der ersten Runde mag man auch als ein Stück sportliche Gerechtigkeit sehen: Nach Punkten wäre der FCE am Ende als Meister der Bayernliga Nord festgestanden, das Sportgericht des BFV zog den Bambergern allerdings drei Zähler wegen eines Wechselfehlers in der Partie gegen den FC Schweinfurt 05 ab. Wegen dieser Entscheidung kam es nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison erst zu dem Umstand, dass der FCE und die SpVgg Bayreuth punktgleich auf Rang 1 standen. „Dem ASV Neumarkt wünsche ich jetzt alles Gute für die Regionalliga“, betont Räder, macht aber keinen Hehl daraus, dass er die Entscheidung gegen die Oberpfälzer gerne auf dem Platz getroffen hätte. Der BFV hatte im Frühjahr beschlossen, den kompletten Jugendspielbetrieb in Bayern wegen der Pandemie abzubrechen und ausstehende Entscheidungen um Auf- und Abstiege am grünen Tisch zu treffen.
Auch FCE-Jugendkoordinator Abi Baskaran zeigte sich nach den Losziehungen als Realist: „Natürlich hätten wir gerne in der nächsten Saison gegen Mannschaften wie FC Bayern München, 1. FC Nürnberg oder FC Augsburg gespielt. Aber das war ein reines Glücksspiel – noch mehr als ein Elfmeterschießen. Insofern bin ich froh, dass wir wenigsten Bayernligameister geworden sind. Den Neumarktern viel Glück. Und vielleicht steigen wir ja dann nächstes Jahr auf, wenn die Entscheidungen hoffentlich endlich wieder auf dem Fußballplatz getroffen werden.“ Den Traum vom größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte haben die FCE-Verantwortlichen also noch nicht abgeschrieben. Und Träume kann man sich zu einem großen Teil erarbeiten. Sicher gehört auf dem Feld dann auch eine Portion Glück dazu – aber weitaus weniger als bei einem Los. Das neue Trainerteam der U15 um Larsen Schubert wird ab August versuchen, einen Weg zu finden.
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„Seelsorger geben der Seele Heimat“
Erzbischof Ludwig Schick weiht den früheren Altenpfleger Sebastian Heim zum Priester
Bei der Priesterweihe im Bamberger Dom hat Erzbischof Ludwig Schick die Seelsorge als „die wesentliche Aufgabe“ der Kirche betont. „Jeder Mensch hat eine Seele und braucht Seelsorge, und wir brauchen Seelsorger, die der Seele Heimat geben“, so der Erzbischof am Samstag in seiner Predigt zur Weihe des 34-jährigen Sebastian Heim.
„Die Seele findet ihre Heimat bei Gott. Bei ihm, dem Ursprung, Sinn und Ziel aller Menschen und der ganzen Schöpfung, findet sie Ruhe und Heil. Seelsorger sind Seelenführer zu Gott. Deshalb brauchen wir Berufungen zum priesterlichen Dienst“, so der Erzbischof. Für die Seelsorge sei die Kirche gegründet und bestellt. „Damit die Seelsorger ihre genuine Aufgaben erfüllen können, müssen sie sich auch aus anderen Aktivitäten in Politik und Gesellschaft, die anderen Mitgliedern der Kirche aufgetragen sind, heraushalten. Der seelsorgliche Dienst muss immer in Heiligkeit und Gerechtigkeit, in Selbstlosigkeit und Hochachtung vor jedem anderen Menschen erfüllt werden“, fügte Schick hinzu.
Die Pandemie habe deutlich gemacht, dass die Menschen nicht nur einen Leib, sondern auch eine Seele haben. Die alten Menschen, die nicht besucht werden konnten, hätten zwar für ihren Leib alles erhalten, aber dabei sei die Seele krank geworden. Auch die Angehörigen, die ihre Lieben in den Heimen und Krankenhäusern nicht besuchen durften, hatten Schaden an der Seele genommen. Durch die Abstands- und Hygieneregeln seien viele Seelen, auch von Kindern und Jugendlichen, geschädigt worden, und viele litten darunter. „Lasst uns auf unsere Seele achten, schätzen wir Seelsorge, beten und werben wir um gute Seelsorgerinnen und Seelsorger“, so Schick.
Sebastian Heim hat zehn Jahre als Altenpfleger in der Caritas-Sozialstation Coburg gearbeitet, bevor er sich entschied, Priester zu werden. Als Ministrant und Pfarrgemeinderat war er zudem schon jahrelang im Gemeindeleben aktiv. Er wurde 1986 in Coburg geboren und wuchs in Neundorf/Gemeinde Weitramsdorf auf. 2014/2015 absolvierte er das Propädeutikum in Bamberg und begann danach das Studium im überdiözesanen Priesterseminar in Lantershofen. Das Pastoralpraktikum machte er seit 2019 im Seelsorgebereich Neubau in Neunkirchen am Brand. Im September 2020 empfing er die Diakonenweihe. Seine Primiz feiert Heim am 2. Juli um 9.30 Uhr in seiner Heimatgemeinde Neundorf.
Christopher Street Day
Queere Bamberger*innen zeigen am 3. Juli ihre bunte Vielfalt
Die „Queer Community Uni Bamberg“ und der „Uferlos – Schwule und Lesben in Bamberg e. V.“ veranstalten am Samstag, dem 3. Juli 2021 ab 16 Uhr, eine „Christopher Street Day“-Demonstration in Bamberg.
Der Christopher Street Day (CSD) ist seit den 1970er Jahren ein Tag oder ein Zeitraum, während dem queere Menschen für sich und für ihre Belange auf die Straße gehen, Öffentlichkeit herstellen und ihre Forderungen auf Akzeptanz und Nicht-Diskriminierung erheben.
Personen aus dem LGBTQIA+ Spektrum stehen weiter vor großen Herausforderungen
„Die erniedrigende Debatte zum Selbstbestimmungsgesetz im Bundestag hat inter, trans, non-binären und agender Personen deutlich gezeigt, dass sie für zahlreiche Politiker*innen Bürger*innen zweiter Klasse sind.“, prangert Leonie Ackermann, CSD-Organisator*in und Vorstand des AStA Bamberg e.V., an. Ackermann ist selbst non-binär. „Die mehrheitliche Ablehnung zweier Anträge, die beispielsweise die teure und entwürdigende Begutachtungspflicht abgeschafft und durch eine einfache, selbstbestimmte Erklärung zu Geschlecht und Namen ersetzt hätten, ist ein Schlag ins Gesicht. Unsere Diskriminierung und Entmündigung wird nicht nur in Kauf genommen, Politiker*innen haben die Bühne des Bundestags gleichzeitig genutzt, um transfeindliche Drohkulissen aufzubauen.“
Uferlos-Vorstand Martin Claß kritisiert, dass Regenbogenfamilien im Abstammungsrecht noch immer diskriminiert werden: „Bei gemischt-geschlechtlichen verheirateten cis-Paaren wird der Ehemann automatisch als Elternteil in die Geburtsurkunde eingetragen, und zwar unabhängig davon, ob er auch biologisch der Vater ist oder nicht. Wird ein Kind hingegen in eine Partnerschaft geboren, die nicht aus einem cis-Mann und einer cis-Frau besteht, wird die Person, die das Kind nicht geboren hat, nicht automatisch als Elternteil eingetragen und hat ‑wenn keine Ehe besteht- auch nicht die Möglichkeit, die Elternschaft einfach anzuerkennen.“ Gegen diese Diskriminierung zieht aktuell die deutschlandweite Initiative NODOPTION mit betroffenen Familien vor Gericht, um das zu ändern.
Außerdem verurteilen sowohl der AStA Bamberg e.V. als auch der Uferlos e.V. die Aushöhlung von LGBTQIA+ Rechten in einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, wie Polen und Ungarn. Im Rahmen des Christopher Street Day 2021 in Bamberg werden daher Spenden für die Háttér Society gesammelt. Die Organisation setzt sich seit 1995 für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Inter-Personen in Ungarn ein.
Aktionswoche macht unterschiedliche Facetten queeren Lebens sichtbar
Die Organisator*innen haben in der Woche vor dem CSD ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, das am 27. Juni mit einem queeren Gottesdienst in der Auferstehungskirche beginnt. Neben einem Vortrag zu Asexualität und einer Lesung der Berliner Autorin Traude Bührmann zum Thema „Endlich wieder in die Welt hinaus – in Wort und Bild durch LesbenPrides“, bringen zwei internationale Gäste Perspektiven aus Belarus und Nordmazedonien nach Bamberg. Am Freitagabend werden aktuelle politische Herausforderungen für queere Menschen in einer Podiumsdiskussion thematisiert.
Den krönenden Abschluss bildet die Demonstration am 3. Juli, die um 16 Uhr am Bahnhof startet und auf dem Maxplatz endet. Sowohl zu Beginn als auch zum Abschluss wird den Teilnehmer*innen ein vielfältiger Mix aus Redebeiträgen und künstlerischen Beiträgen geboten.
Alle Veranstaltungen zum CSD 2021 in Bamberg außer dem Gottesdienst und der Demonstration werden online stattfinden. Das Programm wird von der „Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg“ im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben!” durch das BMFSFJ gefördert.
Alle weiteren Informationen zum Programm finden sich auf https://queereuni.de/csdbamberg und Instagram.