Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets erwarten heißen Tanz im RASTA Dome
Eine hohe Auswärtshürde gilt es für die BMA365 Bamberg Baskets am 27. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga zu meistern. Am heutigen Gründonnerstag sind die Bamberger zu Gast bei RASTA Vechta, die nach zuletzt vier Siegen aus den letzten fünf Spielen im Kampf um die Play-In-Plätze wieder voll mitmischen.
Das Team von Head Coach Anton Gavel reist als Tabellendritter mit sechs BBL-Siegen in Serie nach Niedersachsen und wird heute Abend ab 18:30 Uhr wieder alles dafür tun, die Serie weiter auszubauen und so den nächsten Sieg im Kampf um einen der begehrten Playoff-Plätze nach Freak City holen zu können.
Rekordverdächtig!
Sollte Head Coach Anton Gavel auch bei RASTA Vechta wieder mit der gleichen Startformation wie bisher die Partie beginnen, wäre das ein neuer Ligarekord!
Die bisherige Bestmarke, die seit der Erfassung der Startformationen in der BBL-Saison 2004//05 dokumentiert ist, nämlich 26 Spielen in Serie mit der gleichen Startformation, hat man schon eingestellt. Der bisherige Rekord stammte aus der Saison 2011//12 als die EWE Baskets Oldenburg in 26 Ligaspielen (plus ein Pokalspiel) mit Bobby Brown, Kenny Hasbrouck, Rickey Paulding, Ronald Burrell und Adam Chubb die Spiele begannen.
Apropos Zahlen und Bestwerte: Für Moritz Krimmer wird das Spiel in Vechta sein 100. BBL-Spiel sein.
„In Vechta erwartet uns ein schwieriges Auswärtsspiel. Vechta hatte bis zum letzten Spiel eigentlich einen guten Lauf gehabt und zuvor mehrere Spiele in Folge gewonnen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Mit Malik Parsons haben sie sich jetzt kürzlich auch noch einmal verstärkt. Vor allem auf den kleinen Positionen und mit ihrem Guard-Play sind sie extrem gefährlich und können gut scoren. Deshalb wird es wichtig sein, dass wir vor allem die Guards stoppen, beziehungsweise sie verlangsamen, denn ganz stoppen kann man sie nicht. In Vechta ist es mit dieser Atmosphäre sehr schwer zu spielen. Hierfür müssen wir gewappnet sein, aber vor allem kommt es darauf an, dass wir defensiv gutstehen, um deren Guards zu stoppen.“
In den ersten drei Vierteln des Hinspiels ging es hin und her. Die Bamberger legten zunächst vor und lagen nach dem ersten Abschnitt mit fünf Zählern in Führung. Bis zur Pause kamen die Gäste aus Niedersachsen jedoch bis auf 49:48 wieder heran. Nach 30 Minuten stand es unentschieden und so musste das letzte Viertel die Entscheidung bringen. Sechseinhalb Minuten vor dem Ende war beim 83:81 noch immer alles offen, doch dann starteten Ibi Watson & Co. einen 11:2‑Lauf und zogen drei Minuten vor Schluss vorentscheidend auf 94:83 davon.
Seit Anfang März sind die Vechtaer wieder richtig stark unterwegs. Vier Siege holte das Team von Head Coach Christian Held in den letzten vier Wochen und steht mit einer Bilanz von 11 Siegen und 15 Niederlagen auf Position 12 der Tabelle. Der Abstand zu den Play-In-Plätzen und den Teams aus Rostock (9.) und Chemnitz (10.) beträgt gerade einmal einen Sieg.
Wie schon das Hinspiel könnte auch die Partie am Donnerstagabend ein offensivgeprägtes Spiel werden, denn beide Mannschaften stehen für viele Punkte in dieser Saison. Mit exakt 87 Zählern pro Partie hat RASTA ligaweit den viertbesten Wert. Bamberg belegt hinter dem Aufsteiger aus Trier (90,4) Platz zwei.
Vor allem aus der Distanz können beide Teams heiß laufen. Mit der identischen Quote von jenseits der 6,75-Meter-Linie belegt man in der easyCredit BBL gemeinsam hinter den Oldenburgern (38,2%) und dem FC Bayern (38,1%) Rang drei.
Mit einer Ausbeute von 18,2 Zählern pro Partie (Platz 3 in der BBL) hat Alonzo Verge Jr. den besten Wert von insgesamt sechs Spielern im Team von RASTA, die einen zweistelligen Punkteschnitt vorweisen können. Mit einer Trefferquote von 50,7 Prozent aus dem Zwei-Punktbereich sowie 33,3 Prozent bei den Dreiern bringt es der in Aurora, Illinois geborene Guard auf eine hervorragende Trefferquote aus dem Feld von 47,3 Prozent.
Die Liga staunte nicht schlecht, als RASTA Vechta Anfang Dezember die Verpflichtung von Tibor Pleiß bekanntgab. Der zweifache EuroLeague-Champion verlieh dem Spiel der Niedersachsen nicht nur wegen seiner 2,18 Meter Körpergröße eine neue Dimension. Auch von seiner immensen Erfahrung aus fast zwei Jahrzehnten als Basketball-Profi profitierte RASTA. Aktuell müssen die Niedersachsen aber auf ihren besten Rebounder verzichten. Der 109-fache deutsche Nationalspieler zog sich beim Heimspiel gegen Ludwigsburg einen Innenbandriss im rechten Knie zu und wird länger ausfallen.
Die Nachverpflichtung eines weiteren Guards sorgte bei so manchem Experten ein wenig für Unverständnis. RASTA aber traf hier ins Schwarze, denn seit Malik Parsons zum Team gehört, konnten eben die schon mehrfach angesprochenen vier Siege aus den letzten fünf Spielen geholt werden. Der US-Amerikaner, der aus seiner Zeit in Frankfurt bereits über BBL-Erfahrung verfügt, steuerte in seinen bisherigen Einsätzen im Schnitt gut 12 Punkte pro Partie bei und fügte sich nahezu nahtlos ins Team ein. In allen fünf Partien scorte er zweistellig und holte zudem durchschnittlich 5,0 Rebounds und gab 3,0 Assists (Effektivität: 16,2).
Basketball Bundesliga
Serie ausgebaut! BMA365 Bamberg Baskets schlagen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die BMA365 Bamberg Baskets einen weiteren Sieg verbuchen können. Im Heimspiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier gewannen die Bamberger ohne ihren erkrankten Head Coach Anton Gavel mit 98:79 (56:43) und holten damit ihren 6. BBL-Erfolg in Serie.
Unter der Regie von Assistant Coach Arne Woltmann benötigten die Bamberger zunächst ein Viertel, um zu ihrem Rhythmus zu finden. Im zweiten Abschnitt schaltete man dann jedoch einen Gang höher und bekam die Partie in den Griff. Mit 32:18 gewannen Ibi Watson & Co. das zweite Viertel und bauten nach dem Seitenwechsel ihre Führung sukzessive aus. Bis auf 80:55 zog man den Trierern, die ohne Nolan Adekunle und Steven Ashworth auskommen mussten (beide aufgrund von Sprunggelenksverletzungen) kurz vor Ende des dritten Viertels davon und ließ sich auch in der Folgezeit den letztlich hoch verdienten Sieg nicht noch einmal streitig machen.
Bester Werfer in der mit 5.514 Zuschauern prächtig gefüllten BROSE ARENA war Cobe Williams mit 22 Punkten. Bester Werfer der Trierer war Liga-Topscorer Jordan Roland mit 19 Zählern. Für die Bamberger war der Erfolg gegen den Aufsteiger der bereits 17. Saisonsieg, mit dem man den dritten Tabellenplatz weiter festigen konnte, zumal auch die unmittelbare Konkurrenz sowohl aus Bonn als auch aus Ulm an diesem Spieltag Federn lassen musste.
Der Spielverlauf
Die Gäste von der Mosel legten los wie die Feuerwehr. Eine halbe Minute war gerade einmal gespielt, da hatten die Trierer den Ball bereits zweimal im Bamberger Korb versenkt. Nach dem 0:6 durch Marco Hollersbacher ließ es dann aber auch der Pokalsieger das erste Mal so richtig krachen. Cobe Williams bediente Demarcus Demonia, der den Ball per Alley Oop ins gegnerische Netz hämmerte (2:6/3.). Die Gäste aber blieben auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels zunächst einmal in Führung, vor allem, da Jordan Roland immer wieder erfolgreich abschließen konnte (10:13/6.). 3:21 Minuten waren im ersten Abschnitt noch zu spielen, als die Gastgeber nach unwiderstehlichem Drive zum Korb von Cobe Williams erstmals in Führung gingen (14:13/7.). Die Trierer aber antworteten prompt und spielten sich gut eine Minute später ihrerseits wieder in Führung (14:18/8.). Es ging weiter hin und her (21:20/9.), ehe Moritz Krimmer in der Zone zum 24:25 nach dem ersten Abschnitt vollenden konnte.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Korberfolg von Ibi Watson sowie einem Drei-Punkte-Spiel von Adrian Petkovic. Nachdem Ibi Watson noch einen Dreier nachgelegt hatte, unterbrach Gladiators Coach Jacques Schneider den Bamberger 8:0‑Lauf zum Start ins zweite Viertel mit seiner ersten Auszeit (32:25/13.). Die Bamberger aber ließen sich nicht stoppen. In der Verteidigung agierte man nun deutlich konzentrierter und im Angriff fand man ein ums andere Mal die beste Abschlussmöglichkeit. Nach einem 11:5‑Lauf hatte man den Vorsprung in den zweistelligen Bereich befördern können und die Trierer zu ihrer zweiten Auszeit (43:30/15.) gezwungen. Doch auch diesmal brachte das Timeout zunächst nicht den gewünschten Effekt. Cobe Williams trieb sein Team weiter an und der Vorsprung wuchs erst einmal auf 49:32 (17.), ehe die Trierer dann kurz vor der Pause doch nochmals zurückkommen konnten (53:43/20.). Zach Ensminger traf allerdings noch einen Dreier und so ging es beim Stand von 56:43 in die Kabine.
„Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben“
Wie schon im zweiten Viertel, so hatten die Bamberger auch nach dem Seitenwechsel die Partie nun weiterhin unter Kontrolle. EJ Onu schloss die beiden ersten Angriffe mit Dunking ab und der Bamberger Vorsprung blieb zunächst konstant immer so um die 15 Punkte (66:51/24.). Dann aber zog der Pokalsieger nochmals etwas an und vergrößerte seinen Vorsprung bis 100 Sekunden vor Ende des dritten Viertels auf 80:55 (29.). Zwei Dreier in den Schlusssekunden des dritten Viertels von Urald King hübschten das Ergebnis für die Trierer vor dem Schlussabschnitt nochmals etwas auf (80:61).
Doch wie schon die beiden Viertel zuvor, gaben die Bamberger auch im Schlussabschnitt den Ton an. Mitte des letzten Spielabschnitts war beim 91:66 (35.) die Entscheidung in dieser Partie längst gefallen und Coach Arne Woltmann nutzte die komfortable Führung, um mit Blick voraus auf die schwere Auswärtsaufgabe am Gründonnerstag in Vechta, die Spielzeit unter seinen Spielern möglichst gut zu verteilen. Großartig von den über 5.500 Zuschauern unterstützt, stand nach 40 Minuten ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für die BMA365 Bamberg Baskets auf der Anzeigetafel. „Glückwunsch an die Mannschaft. Wir hatten einen Gameplan vorbereitet, den wir auch umgesetzt haben. Man merkt, dass wir mit Pokal und Meisterschaft schon 30 Spiele zusammengespielt haben. Das hat uns natürlich auch heute geholfen, da wir einfach wissen, wie wir spielen müssen“, so Bambergs Assistant Coach Arne Woltmann. „Insgesamt haben wir das heute sehr gut umgesetzt und fortgeführt. Ich hoffe, Anton ist bald wieder gesund, dann darf er das gerne wieder machen, aber jetzt im Moment sind wir zufrieden mit dem Sieg.“
Die Osterwoche hat gleich zwei Spiele für die BMA365 Bamberg Baskets parat. Zunächst ist man am Gründonnerstag um 18:30 Uhr zu Gast bei RASTA Vechta, ehe man dann am Ostermontag den anderen Aufsteiger dieser Saison, Science City Jena, in der BROSE ARENA begrüßen darf. Tip-Off zum Spiel gegen die Thüringer ist dann um 16:30 Uhr.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets empfangen Trier
Am 26. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bekommen es die BMA365 Bamberg Baskets am morgigen Sonntag mit einem der stärksten Aufsteiger der letzten Jahre zu tun. Mit 14 Siegen aus bislang 25 Spielen stehen die VET-CONCEPT Gladiators Trier aktuell auf Position 7 der Tabelle und sind im Rennen um die Playoffs ebenso voll mit dabei wie die Bamberger, die das Pokalwochenende mit eingeschlossen nun seit nunmehr sieben Spielen in Folge ungeschlagen sind.
War das Hinspiel Anfang Oktober letzten Jahres von vielen Experten noch als Aufeinandertreffen zweier Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle tituliert worden, treffen am Sonntag ab 16:30 Uhr in der BROSE ARENA nun zwei Playoff-Anwärter aufeinander.
„Nach der Niederlage am dritten Spieltag in Trier wollen wir jetzt in unserer Halle eine Antwort geben. Trier spielt offensiv einen sehr guten Basketball. Deshalb wird unser absoluter Fokus darauf liegen, defensiv eine deutlich bessere Leistung zu zeigen, als wir das im Hinspiel getan haben. In Trier haben wir versucht, das Spiel mit einer Kopf-durch-die-Wand-Mentalität zu gewinnen, was uns ja aber nicht gelungen ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Umso wichtiger war und ist es, die Zeit vor dem Spiel fokussiert zu nutzen, um uns bestmöglich auf dieses Spiel vorzubereiten. Dieses offensive Bollwerk zu stoppen, wird nicht einfach und ist eine gute Herausforderung für uns, der wir uns mit unseren Fans im Rücken stellen werden.“
Nach einem fulminanten Start und der Tabellenführung am 7. Spieltag konnten die Trierer sich nach ihrer Rückkehr ins Oberhaus sehr schnell etablieren und so schon früh einen Haken hinter das ausgegebene Saisonziel machen. Mit 90,9 erzielten Punkten pro Partie stellt das Team von Trainer Jacques Schneider die aktuell offensivstärkste Mannschaft der BBL. Sechs ihrer 14 Saisonsiege holten die Gladiators dabei in fremder Halle (in Berlin, Heidelberg, Ludwigsburg, beim MBC, in Frankfurt und in Braunschweig). Gehen die Moselstädter als Sieger vom Parkett, sind es im Schnitt sogar 95,7 Punkte, die man auf die Anzeigetafel bringt. Mit im Schnitt pro Spiel kassierten 92,0 Punkten sind die Trierer auf der anderen Seite jedoch auch die einzige Mannschaft, die unter den ersten neun Teams der Tabelle ein negatives Korbverhältnis hat.
Erstmals in dieser Saison kreuzten sich die Wege beider Mannschaften am dritten Spieltag. In der nicht ganz ausverkauften SWT Arena in Trier sahen die 5.129 Zuschauer ein äußerst kurzweiliges Spiel. Trier nach dem Sieg zuvor bei ALBA BERLIN von Beginn an heiß und so hatten die Bamberger alle Mühe, nach anfänglicher Führung an den Gladiators dranzubleiben. Mitte des Schlussabschnitts betrug die Trierer Führung satte 12 Punkte und auch dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber noch zweistellig in Front. Mit einem unglaublichen Schlussspurt brachten die BMA365 Bamberg Baskets das Spiel noch in die Verlängerung. Die Trierer aber konterten in der Extra-Spielzeit mit einem eigenen Run und holten sich letztlich den Sieg. Beste Werfer der Trierer waren Eli Brooks (24) und Jordan Roland (18). Im Team von Head Coach Anton Gavel waren Ibi Watson (26) und EJ Onu (13) offensiv am erfolgreichsten.
Zwei ihrer letzten fünf, beziehungsweise vier ihrer letzten zehn Spiele konnten die Gladiators gewinnen. Zuletzt stand man sich gleich zweimal mit den Veolia Towers Hamburg gegenüber. Während man das Heimspiel für sich entscheiden konnte, gab es in der Hansestadt hingegen eine klare Niederlage. Insgesamt kassierten die Trierer sieben ihrer bisherigen 11 Saisonniederlagen in fremder Halle. Dem stehen jedoch bereits 14 Saisonsiege entgegen und bescheren dem BBL-Aufsteiger aktuell Tabellenposition 7.
Geht es nach den Zahlen, sollten die Fans am Sonntag in der BROSE ARENA ein tolles und äußerst offensiv geprägtes Spiel zu sehen bekommen. Neben den Punkten pro Spiel haben die Trierer auch bei den Rebounds, Assists und Steals leicht die Nase vorne, jedoch hat man mit im Schnitt 16,8 Ballverlusten im Ligaranking den schlechtesten Wert und steht damit auf Platz 18 (Bamberg 3.).
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets schlagen den FC Bayern
Drei Wochen nach dem Sieg im Halbfinale des BBL-Pokals beim BMW TOP FOUR in München haben die BMA365 Bamberg Baskets den FC Bayern München Basketball auch in der easyCredit Basketball Bundesliga bezwungen.
In einem intensiven und bis in die Schlusssekunde spannenden Spiel setzten sich die Bamberger am Ende in der mit 5.700 Zuschauern restlos ausverkauften BROSE ARENA gegen den amtierenden Meister mit 97:93 (48:40) durch und holten so am 24. Spieltag ihren 15. Saisonsieg.
Beste Werfer waren Andreas Obst auf Seiten des FC Bayern mit 31 Punkten sowie Ibi Watson in Reihen des Pokalsiegers mit 23 Zählern.
Der Spielverlauf
Den ersten Gänsehaut-Moment gab es für die 5.700 Zuschauer schon drei Minuten vor Spielbeginn, als vor der Südtribüne das Pokalsiegerbanner der BMA365 Bamberg Baskets unter die Hallendecke gezogen wurde. Deutlich weniger aufregend ging es dann hinein in die Partie des amtierenden Meisters beim amtierenden Pokalsieger, die Bambergs Head Coach Anton Gavel auch zum 29. Mal in Folge (BBL & Pokal) mit der identischen Startformation begann. Insgesamt dürfte beiden Trainern das erste Viertel sehr gut gefallen haben, denn die Defensivarbeit ihrer Teams ließ den Angriffsbemühungen des Gegners nur sehr wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Nachdem Isiaha Mike mit einem Dreier die ersten Zähler der Partie markiert hatte, brachten Cobe Williams und Demarcus Demonia die Bamberger in Front (6:3/4.). Besonderer Bewachung erfreute sich auch diesmal wieder Andreas Obst, der so zu Beginn mehr die Rolle des Passgebers übernahm und Isiaha Mike auch seinen zweiten Dreier des Spiels zum 6:8 (5.) auflegte. Auch in den folgenden Minuten blieben die Bayern in Führung (6:12/7.) und nach dem Korberfolg von Justinian Jessup zum 10:15 (10.) schien es, als könnten die Gäste doch mit einer kleinen Führung den ersten Abschnitt beenden. Demarcus Demonia mit zwei Freiwürfen und EJ Onu per krachendem Dunking stellten jedoch den Anschluss beim 14:15 nach dem ersten Viertel wieder her.
Hatten die Bamberger im ersten Abschnitt noch keinen Dreier getroffen (bei 8 Versuchen) legte man dafür nun im zweiten Viertel los. Ibi Watson traf den ersten Bamberger Distanzwurf (17:15/11.) und nach einem Steal schloss Austin Crowley per Dunk zum 19:15 ab. Svetislav Pesic unterband das Spiel mit einer Auszeit, doch Austin Crowley hatte nun Feuer gefangen. Mit zwei Dreiern sowie einem Korb plus Bonusfreiwurf erzielte Bambergs Nummer 85 auch die nächsten neun Zähler. Doch auch die Münchner waren in dieser Phase des Spiels äußerst treffsicher. Jessup, Mike und Obst trafen ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie und so lag der amtierende Meister wieder voraus (30:31/16.). Anton Gavel reagierte seinerseits mit einer Auszeit. Zach Ensminger schien bereits vor dieser Unterbrechung bei seiner Einwechslung die heiße Hand von Austin Crowley mitbekommen zu haben, denn unmittelbar nach der Auszeit benötigte der Point Guard nur etwas mehr als eineinhalb Minuten, um gleich drei Dreier in Folge zu versenken (39:34/17.). Die Arena kochte, doch Andreas Obst war nicht in den Griff zu bekommen und hielt auf Seiten der Bayern von nun an außergewöhnlich stark dagegen (41:37/19.). 13 Zähler machte der Nationalspieler allein im 2. Viertel, dennoch gaben die Bamberger jetzt weiter den Ton an. Der Spielzug vor dem Korberfolg von Moritz Krimmer zum 45:37 (20.) war dann vielleicht der schönste des gesamten Abends, auch wenn sein Dreier, da über Brett, vielleicht etwas glücklich den Weg in den Korb fand. Mit dem insgesamt achten Dreier (bei 12 Versuchen) allein im zweiten Viertel legte EJ Onu zum 48:37 sogar noch einen hinterher, doch abermals war es Andi Obst, der ebenfalls per Dreier mit der Halbzeitsirene für den 48:40 Pausenstand sorgte.
„Wir haben defensiv sehr gut angefangen“
2:14 Minuten waren nach dem Seitenwechsel gerade einmal gespielt, da war die schöne Pausenführung schon fast wieder verspielt (50:48/23.). Andi Obst hatte wieder für drei Punkte getroffen und zwar diesmal bei ablaufender Shotclock über die Fingerspitzen von EJ Onu. Die Bamberger aber blieben in Führung (55:50/24.), auch wenn Andi Obst den nächsten Wahnsinns-Dreier folgen ließ. Diesmal netzte er einbeinig zum 55:53 (25.) ein, doch Ibi Watson konterte ebenfalls für drei auf der Gegenseite. Daniel Keppeler in der Zone und Ibi Watson nach technischem Foul gegen Vladimir Lucic von der Freiwurflinie erhöhten den Vorsprung auf 61:53 (27.). Zeit auf Bayern-Seite mal wieder für einen Andi Obst und die Nummer 13 lieferte erneut ab. Diesmal netzte er seinen Dreier trotz Foul von Cobe Williams ein und nutze den Bonusfreiwurf im Anschluss noch zum 61:57 (28.). Das Momentum schien die Seite zu wechseln, denn die Bayern jetzt aufmerksamer und mit Ballgewinnen in der Verteidigung. Eiskalt bestraften sie hier die Fehler der Gastgeber und mit einem 10:2‑Lauf ging der FCBB 32 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts 63:67 in Führung. Glücklicherweise konnte Ibi Watson im letzten Bamberger Angriff dieses Viertels aber noch einen weiteren Dreier versenken und so lagen beide Teams vor dem Schlussabschnitt wieder beinahe gleichauf (66:67).
Der Start in den Schlussabschnitt gehörte den Bambergern. Den Dreier von Ibi Watson zum Ende des dritten Viertels mitgezählt, war es hier ein Bamberger 12:0‑Lauf, der den Pokalsieger mit 75:67 (32.) wieder etwas deutlicher in Führung brachte. Wie schon im Pokal-Halbfinale boten beide Mannschaften den Zuschauern ein hochklassiges Spiel und die BMA365 Bamberg Baskets konnten sich noch etwas weiter absetzen. Nach dem Dreier von Demarcus Demonia (83:72/34.) war der Vorsprung erneut zweistellig. Die Bayern aber blieben dran, doch nachdem zunächst Moritz Krimmer den Korb von Niels Giffey (85:79/38.) per Dreier zum 88:79 gekontert hatte und auch Austin Crowley den erfolgreichen Dreier von Justinian Jessup mit einem Dreier beantworten konnte, schien das Spiel zugunsten des Pokalsiegers entschieden (91:82). Doch weit gefehlt, denn auch beim 95:88 bei noch 16 Sekunden Restspielzeit sollte es noch einmal spannend werden. Natürlich war es wieder Andi Obst, der für drei Punkte Maß nahm. Der Ball war bereits auf dem Weg zum Korb, als er von Ibi Watson gefoult wurde. Zweimal sprang der Ball an den Ring, ging dann aber zum Glück nicht in den Korb, so dass es „nur“ drei Freiwürfe gab. Nachdem Andi Obst die beiden ersten zum 95:92 verwandelt hatte, versuchte er den dritten Freiwurf absichtlich zu verwerfen, doch der Ball sprang abermals in den Korb und gab Anton Gavel so die Möglichkeit zur Auszeit, um den Ball dann im Vorfeld einwerfen zu können. Die Bayern schickten Ibi Watson an die Freiwurflinie, wo der Kapitän Nervenstärke bewies und mit zwei sicheren Freiwürfen zum 97:93-Endstand den Sieg endgültig sicherstellte.
„Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem Sieg. Wir haben defensiv sehr gut angefangen, konnten uns aber in der Offensive dafür nicht belohnen. Unser erstes Viertel war offensiv echt nicht gut. Die Bayern waren physischer und haben uns aus allem weggebracht. Das zweite Viertel war dann wichtig für uns, was die Offensive angeht. Da haben wir viele gute aber auch toughe Würfe getroffen und als wir dann am Ende des dritten Viertels hinten lagen, haben wir so ähnlich wie im Pokalspiel nicht aufgegeben und Moral gezeigt. Die Mannschaft hat dann gute Entscheidungen getroffen und sich so wieder auf 11 Punkte absetzen können“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Trotz dieser super Leistung heute müssen wir jetzt aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben und uns auf Heidelberg vorbereiten. In jedem Spiel geht es jetzt für jede Mannschaft um irgendetwas und das sind alles wichtige Spiele für uns.”
Am kommenden Wochenende sind die BMA365 Bamberg Baskets nun wieder auswärts im Einsatz. Am Samstag ist man um 18:30 Uhr im SNP Dome Gast der MLP Academics Heidelberg. Das nächste Heimspiel der Bamberger steht dann am Sonntag, den 29. März an, wenn man um 16:30 Uhr die VET-CONCEPT Gladiators Trier in Freak City empfangen wird.
Basketball Bundesliga
Start-Ziel-Sieg: BMA365 Bamberg Baskets gewinnen in Frankfurt
Dem Sieg am Freitag im Heimspiel gegen die Basketball Löwen Braunschweig haben die BMA365 Bamberg Baskets am 22. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga einen weiteren folgen lassen. Im Gastspiel bei den SKYLINERS siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagnachmittag vor 4.750 Zuschauern in der Süwag Energie ARENA mit 84:61 (46:29).
Schnell drückten die Bamberger mit ihrer Energie dem Spiel ihren Stempel auf und konnten so eine Führung herausspielen. Ein 12:2‑Run kurz vor der Pause bescherte den BMA365 Bamberg Baskets eine deutliche 17-Punkte-Halbzeit-Führung, die man in der zweiten Hälfte mit weiterhin starker Verteidigung auf über 20 Zähler ausbauen und so letztlich einen ungefährdeten und hoch verdienten Auswärtssieg nach Freak City holen konnte.
Auf Bamberger Seite kamen nicht nur alle Akteure zum Einsatz, sondern alle konnten auch Punkte zum Sieg beisteuern. Erfolgreichste Scorer bei den BMA365 Bamberg Baskets waren Demarcus Demonia (20), Ibi Watson (15) und Cobe Williams (12). Topscorer der SKYLINERS war Till Pape mit 13 Zählern.
Für Adrian Petkovic, der am Freitag im Spiel gegen Braunschweig nach einem Ellenbogen-Treffer von Kaza Kajami-Keane mit Verdacht auf Gehirnerschütterung das Feld verlassen musste, kam ein Einsatz in Frankfurt natürlich nicht in Frage.
Der Spielverlauf
Mit einem völlig anderen Energie-Level als noch am Freitag im Heimspiel gegen Braunschweig begannen die BMA365 Bamberg Baskets ihr Gastspiel bei den SKYLINERS. Die Intensität im Spiel der Bamberger war gleich von Beginn an da und so fand man auch in der Offensive schnell seinen eigenen Rhythmus. Nach nicht einmal zwei Minuten ging man mit 7:0 in Führung, worauf SKYLINERS Coach Klaus Perwas seine erste Auszeit nehmen musste. So hatte sich der Frankfurter Cheftrainer seinen 55. Geburtstag sicherlich nicht vorgestellt, doch auch in der Folge hatte das Offensiv-Spiel seines Teams zu wenig Durchschlagskraft. Viele Chancen ließen die Frankfurter ungenutzt (6 aus 18 im 1. Viertel aus dem Feld) und so konnten die Bamberger ihre Führung behaupten. Dem Dreier von Demarcus Demonia zum 14:6 (5.) folgte wenig später ein wunderschönes Backdoor-Play, das Ibi Watson per Dunk zum 18:11 (7.) abschloss. Demarcus Demonia legte den vierten Bamberger Dreier im ersten Viertel (bei 8 Versuchen) nach, ehe Austin Crowley mit zwei verwandelten Freiwürfen für den 23:15-Zwischenstand nach dem ersten Viertel sorgte.
Fast zwei Minuten waren dann im zweiten Viertel bereits gespielt, als Cobe Williams mit einem beherzten Drive zum Korb gegen Till Pape zum 25:15 abschloss und so für die erste zweistellige Bamberger Führung des Nachmittags sorgte. Richtig abschütteln ließen sich die Frankfurter aber nicht (27:20/13.) und nach dem Dreier von Ryan Hawkins (31:25/16.) waren die Hessen wieder dran. Ibi Watson konterte auf der Gegenseite mit einem Dreier (34:25) jedoch sofort. Nachdem Will Christmas nach einem Defensiv-Rebound Coast-to-coast über das ganze Spielfeld gedribbelt war und per Korbleger zum 34:27 (17.) vollendet hatte, holte Anton Gavel sein Team zusammen. Und das, was er der Mannschaft in dieser Auszeit mit auf den Weg gegeben hatte, saß! Mit einem 12:2‑Run erspielten sich die Bamberger in den letzten drei Minuten des zweiten Viertels eine 46:29-Pausen-Führung.
„Der Schlüssel zum Sieg waren gerade zu Beginn die 16 Assists“
Das Bamberger Energie-Level blieb auch nach dem Seitenwechsel weiter hoch und man hatte das Spiel nach wie vor im Griff. Den Dreier von Till Pape (48:32/22.) konterte abermals Kapitän Ibi Watson, der im anschließenden Angriff ein weiteres Backdoor-Play nach Zuspiel von Richard Balint zum 53:32 (23.) nutzte. Auch EJ Onu war in dieser Phase des Spiels überall zu finden. Nachdem er per Tip-In die ersten beiden Bamberger Zähler nach dem Seitenwechsel erzielt hatte, schmetterte er zunächst den Wurf von Till Pape per Block in die Zuschauerränge. Den anschließenden Angriff der Gastgeber stoppte EJ Onu mit einem weiteren Block und ließ es dann auf der Gegenseite mit einem unglaublichen Dunking zum 55:32 (23.) ein weiteres Mal so richtig krachen. Die nächste Frankfurter Auszeit folgte, doch die BMA365 Bamberg Baskets beherrschten das Geschehen auf dem Parkett auch weiterhin. Die SKYLINERS konnten mit dem Dreier von Nahiem Alleyne zwar auf 58:42 (26.) verkürzen, zum Ende des dritten Abschnitts hatten die Bamberger den Hausherren jedoch noch keine 50 Zähler gestattet und gingen mit einer deutlichen 65:46-Führung in den Schlussabschnitt.
Auch in den letzten zehn Minuten zogen die Bamberger souverän ihr Spiel weiter durch und ließen die Frankfurter nicht mehr zurückkommen. Spätestens beim Dreier von Demarcus Demonia zum 7450 (35.) war die Partie entschieden, zumal die Frankfurter lediglich von der Drei-Punkte-Linie mit den Wurfquoten der BMA365 Bamberg Baskets an diesem Nachmittag mithalten konnten. Den komfortablen Vorsprung nutzte Head Coach Anton Gavel, um auch Finn Döntgens und Nico Höllerl Spielzeit zu geben, was beide mit je zwei Zählern auch zu nutzen wussten.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Ich glaube, dass wir über das gesamte Spiel hinweg eine sehr erwachsene Leistung gezeigt haben. Der Schlüssel zum Sieg waren gerade zu Beginn die 16 Assists, die wir bis zur Halbzeit gespielt haben. Dadurch haben wir uns viele gute Würfe herausgearbeitet“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Ich denke, wir haben auch defensiv gute Stopps bekommen und insgesamt relativ gut gereboundet. Im Großen und Ganzen war das für uns also eine sehr reife Leistung. Wir sind froh, hier gewonnen zu haben, weil wir zuvor zweimal gegen Frankfurt wirklich deutlich verloren haben. Natürlich wissen wir auch, dass es für Frankfurt im Moment nicht einfach ist – einige Spieler fehlen oder sind angeschlagen. Aber für uns zählt dieser Sieg, und den nehmen wir natürlich gerne mit.“
Weiter geht es für die BMA365 Bamberg Baskets nun am kommenden Sonntag, wenn der frisch gebackene Pokalsieger den amtierenden Deutschen Meister in der BROSE ARENA empfangen wird.
Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets erarbeiten sich Heimsieg gegen Braunschweig
Am 22. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga behielten die BMA365 Bamberg Baskets gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 88:81 (32:44) die Oberhand und kletterten am Freitagabend in der Tabelle dank des 13. Saisonsieges auf Position sechs.
Gegen sehr gut eingestellte und äußerst bissige Basketball Löwen taten sich die Bamberger jedoch zunächst äußerst schwer. Bereits im ersten Abschnitt lag man zweistellig im Rückstand und konnte diesen Abstand auch bis zur Pause nicht verringern. Nach dem Seitenwechsel gelang es den BMA365 Bamberg Baskets dann allerdings, das Tempo zu verschärfen und so die Partie wieder offen zu gestalten. Mit neun Punkten von Ibi Watson sowie sieben von Demarcus Demonia allein im Schlussabschnitt gelang es den Bambergern dann im Schlussviertel, die Partie doch noch auf ihre Seite zu ziehen. Spieler der Partie mit einem Double Double aus 19 Punkten und 10 Rebounds war Austin Crowley. Demarcus Demonia mit 20 und Ibi Watson mit 17 Punkten waren neben ihm die auffälligsten Spieler der Bamberger. In Reihen der Niedersachsen punktete Kaza Kajami-Keane mit 20 Zählern am besten.
Der Spielverlauf
Mit einer hohen Fehlerquote starteten die Bamberger in diese Partie. Die Startformation, auch diesmal wieder bestehend aus Cobe Williams, Richard Balint, Ibi Watson, Demarcus Demonia und EJ Onu, hatte nach gerade einmal drei gespielten Minuten bereits vier Ballverluste fabriziert. Während also bei den Gastgebern zu Beginn kaum etwas zusammenlaufen wollte, zogen die Basketball Löwen gleich einmal davon. 3:21 Minuten waren gespielt, als Anton Gavel beim 3:11 seine erste Auszeit beantragte, um sein Team hier nochmals einzustellen. So recht wollte aber auch das nicht funktionieren, denn die Braunschweiger gaben weiter ordentlich Gas und nachdem Kaza Kajami-Keane Adrian Petkovic mit dem Ellenbogen zunächst ausgeknockt und anschließend mit einem Dreier die Führung in den zweistelligen Bereich gebracht hatte, erhöhte Benjamin Schröder wenig später sogar auf 5:20 (7.). Kurz darauf musste auch Moritz Krimmer das Feld erst einmal verlassen, nachdem er bei einer Rebound-Situation unter dem eigenen Korb von Josh Hawley im Gesicht getroffen wurde und blutete. Bis zum Ende des ersten Viertels kamen die BMA365 Bamberg Baskets zwar nochmals etwas heran, der zweistellige Rückstand hatte aber auch nach den ersten zehn Minuten weiter Bestand (11:23).
Mit einem 6:0‑Lauf starteten die Bamberger in den zweiten Abschnitt und verkürzten den Rückstand schnell auf 17:23 (13.). Die Basketball Löwen aber antworteten umgehend und nach dem Dreier von Grant Sherfield war der Bamberger Rückstand erneut zweistellig (26:38/16.). Der sechste Braunschweiger Dreier (bei 12 Versuchen) veranlasste Head Coach Anton Gavel zu seiner zweiten Auszeit. Neun Ballverluste standen in dieser 16. Spielminute auf Bamberger Seite bereits zu Buche, die das Spiel in dieser ersten Halbzeit häufig immer dann stoppten, wenn man gerade dabei war, etwas Fahrt aufzunehmen. Auch die Würfe aus der Distanz wollten auf Bamberger Seite nicht fallen (2 Treffer bei 14 Versuchen) und so hatte der 12-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel auch zur Halbzeitpause noch Bestand (32:44).
„Heute war es wichtig, diesen Sieg zu holen, egal wie“
Nach dem Seitenwechsel konnten die Löwen ihren Vorsprung erst einmal behaupten (37:48/22.). Nun aber zog die Bamberger Verteidigung endlich an und man konnte so auch mehr Geschwindigkeit ins Spiel bringen. Angeführt von Demarcus Demonia und Austin Crowley kamen die BMA365 Bamberg Baskets nun näher und näher (44:50/25.). Auch die Auszeit von Ramon Diaz Sanchez nach dem Dunk im Schnellangriff von Ibi Watson verpuffte. Erneut war es ein Fast Break, den diesmal Zach Ensminger abschließen konnte und die Bamberger beim 51:50 (26.) wieder in Führung brachte. Beide Teams nun Kopf an Kopf (57:57/30.) doch den letzten Punsh in diesem dritten Viertel landeten die Bamberger. Genauer gesagt war es Austin Crowley, der mit der Schlusssirene einen Dreier aus der linken Spielfeldecke einnetzte und sein Team so vor dem abschließenden zehn Minuten mit 61:59 in Front gebracht hatte.
Cobe Williams, zweimal Ibi Watson und Demarcus Demonia trafen in den ersten drei Minuten des Schlussviertels für die Bamberger von jenseits der 6,75-Meter-Linie und so führte man mit 72:66 (33.). Die Basketball Löwen bissen aber nochmals ordentlich zurück und übernahmen nach dem Dreier von Grant Sherfield und einem 8:0‑Lauf erneut die Führung (72:74/36.). Die BROSE ARENA aber stand nun wieder wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft und durfte sofort wieder jubeln, als Ibi Watson per Dreier die Führung umgehen zurückholte (75:74/36.). Moritz Krimmer legte nach Offensiv Rebound zum 77:74 nach, ehe wieder Ibi Watson bei ablaufender Shotclock nochmals per Dreier zum 80:74 (38.) erfolgreich war. Während bei den Braunschweigern in dieser Phase des Spiels offensiv kaum noch etwas gelingen wollte, legte Austin Crowley, der ein bärenstarkes Spiel ablieferte und mit einem Wert von 26 effektivster Akteur auf dem Parkett war, knapp zwei Minuten vor dem Ende zum 82:74 nach. Mit einem Drive durch die Zone und abschließendem Korbleger sorgte Demarcus Demonia 84 Sekunden vor dem Ende mit dem 84:74 für die Vorentscheidung.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg. Wie wir das erwartet haben, war es kein einfaches Spiel. Gegen Mannschaften, die unten der Tabelle stehen, ist es immer schwierig zu spielen. Braunschweig hat heute hier alles reingeworfen und war super vorbereitet. Genau so sah das dann auch in der ersten Halbzeit aus“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Hut ab, dass wir dann in der zweiten Halbzeit so reagiert haben und zurückgekommen sind. In einem Viertel haben wir den Rückstand wettmachen können und im letzten Viertel dann das Spiel doch noch positiv über die Bühne gebracht. Wir sind jetzt in der Liga wieder im Tagesgeschäft. Hier muss nun der volle Fokus liegen, denn wir brauchen die Siege. Heute war es wichtig, diesen Sieg zu holen, egal wie. Wir müssen uns aber steigern.“
Bereits am Sonntag geht es für die BMA365 Bamberg Baskets in den nächsten Spieltag. Dann ist man in der Süwag Energie Arena in Frankfurt zu Gast bei den SKYLINERS. Tip-Off zur Partie des 23. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga ist um 15:00 Uhr.
Basketball Bundesliga
Pokalsieger empfangen Braunschweig
Vor einer extrem gefährlichen Aufgabe stehen die BMA365 Bamberg Baskets am 22. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga, wenn der frisch gebackene Pokalsieger den Tabellenletzten aus Braunschweig in Freak City empfängt. Tip-Off zum ersten Heimspiel der BMA365 Bamberg Baskets nach dem Gewinn des BBL-Pokals ist am Freitag um 18:30 Uhr.
Die Niedersachsen, die kurz vor der Länderspielpause mit dem Spanier Ramon Diaz Sanchez einen neuen Head Coach verpflichtet haben, stehen aktuell mit fünf Siegen und 16 Niederlagen auf dem 18. Tabellenplatz und brauchen im Kampf um den Klassenerhalt dringend Punkte. Für das Team von Head Coach Anton Gavel geht es hingegen darum, die bestechende beim BMW TOP FOUR gezeigte Leistung erneut zu bestätigen, um im Kampf um einen Platz in der Post-Season weiterhin im Geschäft zu bleiben.
„Nach der Länderspielpause wird es wichtig sein, vor allem im Kopf bereit zu sein und zwar im Hinblick auf die Sachen, die wir auf dem Feld machen wollen. Sich in dieser Situation gegen Braunschweig vorzubereiten, mit einem neuen Coach und ein paar neuen Spielern, ist keine leichte Aufgabe“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Klar ist, dass die Braunschweiger alles geben werden und es schon allein deshalb eine große Herausforderung für uns sein wird, zumal wir zuhause auch nicht immer die besten Performances abgeliefert haben. Wir müssen uns auf unsere Defensive konzentrieren und es damit den Braunschweigern schwer machen. Es gilt jetzt den vollen Fokus auf die restlichen Spiele in der BBL zu richten. Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende und die Partien am Freitag gegen Braunschweig und dann am Sonntag in Frankfurt wird es darauf ankommen, psychisch von Anfang an in den Spielen da zu sein und sich auf die defensiven Aspekte unseres Spiels zu konzentrieren.“
Mit dem Gastspiel in Braunschweig starteten die BMA365 Bamberg Baskets in die aktuelle Spielzeit. Hatten die Basketball Löwen die Partie des 1. Spieltags bis zur Pause noch ausgeglichen gestalten können, fanden die Bamberger nach dem Seitenwechsel immer besser zu ihrem Spiel. Vor allem aus der Distanz lief es in der Volkswagen Halle sehr gut für die Bamberger (Demonia und Crowley je 4 Dreier, Watson und Balint je 3), die mit einem 25:6‑Run von 50:49 (23.) auf 75:55 (30.) davonzogen und so bereits nach 30 Minuten für die Entscheidung sorgten.
Nur eines ihrer letzten fünf Spiele konnten die Niedersachsen gewinnen. In Frankfurt siegten die Braunschweiger nach Verlängerung bei den SKYLINERS. Der Sieg gelang bereits unter der Regie ihres neuen Coaches, der am Vortag überhaupt erst in Deutschland eingetroffen war. Ramon Diaz Sanchez war zuletzt in der spanischen ACB tätig, wo der 43-Jährige in Granada gearbeitet hatte, ehe er im Januar dann von seinem Posten zurückgetreten war. Braunschweigs Sportdirektor Nils Mittmann sieht in Diaz einen Coach, dessen Teams für eine aggressive Verteidigung sowie ein schnelles und mannschaftliches Offensiv-Spiel stehen.
Die statistischen Werte beider Teams in den Kategorien Rebounds, Assists, Ballgewinne und auch Ballverluste sind nach 21 gespielten Partien in der easyCredit Basketball Bundesliga insgesamt recht ähnlich. Deutlich die Nase voraus haben die Bamberger jedoch bei den pro Spiel erzielten Punkten.
Der Tabellenstand spiegelt sich im Duell des Tabellensiebten gegen das Schlusslicht besonders in der Statistik der Teameffektivität wider. Mit einem Wert von 83,6 liegen die Basketball Löwen hier am Ende der Liga, während die Bamberger als eines von nur vier Teams einen dreistelligen Wert vorweisen können und nur hinter dem Tabellenführer aus München (107,7) auf Rang zwei rangieren.
Frankenderby
Bamberg Baskets unterliegen Würzburg nach Overtime
Am Ende war eine Verlängerung vonnöten, um am 21. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga im Frankenderby zwischen den Bamberg Baskets und den FIT/One Würzburg Baskets einen Sieger zu ermitteln. 93:98 hieß es am Ende zugunsten der Gäste.
Nachdem die Bamberger im Hinspiel die Nase vorne gehabt hatten, gewannen am Mittwochabend vor 4.017 Zuschauern in der BROSE ARENA diesmal die Unterfranken. Die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel unterlag den Würzburgern mit 93:98 (41:44 /86:86) und verpasste es somit, in der Tabelle zum unterfränkischen Konkurrenten aufzuschließen.
Vor allem mit der Defensivleistung seines Teams war Bambergs Cheftrainer an diesem Abend nicht zufrieden. Mit 51:38 ging das Rebound-Duell klar an die Gäste, die sich allein in der Offensive 16 Abpraller sichern konnten und diese zu 23 Punkten aus zweiten Chancen nutzten. Auch die schwache Bamberger Freiwurfquote von nur 61 Prozent (19 von 31) spielte den Unterfranken in die Karten.
Auffälligster Akteur in Reihen der Gastgeber war Ronaldo Segu mit 18 Punkten und 12 Assists. Auch Würzburgs Hannes Steinbach erzielte mit 15 Punkten und 10 Rebounds ein Double Double. Topscorer der Partie war Jhivvan Jackson mit 25 Zählern.
Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten, auf Bamberger Seite fehlten Kevin Wohlrath und Karsten Tadda, bei den Würzburgern waren unter anderem Max Ugrai, Calvin Wishart und Nelson Phillips nicht aufgeboten. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste. Nach etwas mehr als vier Minuten traf Tyrese Williams zum 6:12. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Würzburger fünf Offensiv-Rebounds geschnappt. Nach einem schönen Einwurf-Play konnte Ibi Watson zunächst auf 11:12 (6.) verkürzen, ehe die Würzburger wieder etwas davonzogen (11:16/7.) und Anton Gavel seine erste Auszeit beantragte. Im Anschluss schienen Segu & Co. nun in der Partie angekommen zu sein und nach einem 11:2‑Lauf lag man 71 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels mit 22:18 vorne. Mit einem kurzen Zwischenspurt gelang es den Gästen jedoch noch, bis zur Viertelpause wieder auf 23:23 auszugleichen.
Im zweiten Viertel bewegten sich beide Teams nahezu Kopf an Kopf in Richtung Halbzeit. Mehr als drei Punkte Vorsprung konnte keine der beiden Mannschaften für sich in diesen zweiten zehn Minuten verbuchen. Über 30:30 (15.), 34:34 (17.) und 39:39 (18.) ging es in die beiden letzten Minuten der ersten Halbzeit. KeyShawn Feazell brachte die Bamberger zunächst mit 41:39 in Führung, ehe sich die Gäste – wie schon zum Ende des ersten Viertels – mit einem 5:0‑Run doch noch eine Pausenführung erspielen konnten (41:44). Schon hier hatten die Gastgeber immer wieder Probleme mit der Zonen-Verteidigung der Würzburger, die im ersten Abschnitt insgesamt elf Würfe mehr aus dem Feld genommen hatten als die Bamberger und ihre Führung dem 12:2 an Punkten aus zweiten Chancen verdankten.
„Insgesamt tut es jetzt unfassbar weh, dieses Spiel so abgegeben zu haben“
Die Würzburger blieben auch nach dem Seitenwechsel zunächst stets leicht in Führung. Fünf Zähler betrug der Vorsprung, nachdem Hannes Steinbach zwei Freiwürfe zum 53:58 (26.) versenkt hatte. Die Bamberg Baskets aber blieben in Schlagdistanz um gingen 90 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels nach einem Dreier von Moritz Krimmer wieder selbst mit 65:64 in Führung. Der Vorsprung hätte durchaus deutlicher sein können, hatte man hier bereits 7 Punkte an der Freiwurflinie liegen lassen (6÷13 – 46%).
Sich einmal etwas absetzen gelang den Bambergern dann zu Beginn des Schlussabschnitts. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Craig Moller führten die Baskets mit 72:67 (31.). Zac Seljaas hatte per Dreier aber die passende Antwort (72:70/32.) und spätestens jetzt war abzusehen, dass das Spiel auf ein Herzschlagfinale hinauslaufen würde. Wobei: als Owen Klassen 92 Sekunden vor dem Ende zum 82:86 traf, schienen die Würzburger ganz klar oben auf zu sein. Craig Moller von der Freiwurflinie sowie Ronaldo Segu mit einem verrückten Sprungwurf parallel zum Brett konnten 9 Sekunden vor dem Ende aber doch noch einmal ausgleichen. Da der letzte Wurf von Jhivvan Jackson den Korb verfehlte, ging es beim 86:86 in die Verlängerung.
Es blieb weiter spannend und richtig eng. 80 Sekunden vor Ende der Extra-Spielzeit war noch immer alles offen (93:93/44.). Nachdem sich die Würzburger einen Ballverlust erlaubt hatten, begann die letzte Minute und die Bamberger hatten gleich zweimal die Chance, mit einem Dreier in Führung zu gehen, doch sowohl KeyShawn Feazell als auch Noah Locke verfehlten. Auf der anderen Seite machte es Tyrese Williams hingegen besser. 26 Sekunden vor dem Ende traf der US-Amerikaner aus der rechten Spielfeldecke für drei Punkte zum 93:96. Bamberg noch einmal mit Auszeit und einem guten Wurf im Anschluss für Noah Locke. Sein Dreier ging jedoch ebenso wenig in den Korb wie der Tip-Dunk von KeyShawn Feazell. Der zurückspringende Ball landete in den Händen von Ronaldo Segu und Christian Skladanowski, worauf die Schiedsrichter auf Sprungball entschieden. Aufgrund des Possession Arrows bekamen die Würzburger den Ball zugesprochen und die Partie war damit entschieden.
„Glückwunsch an Würzburg zum Sieg. Wir waren heute ganz einfach zu soft, haben 23 Second-Chance-Points zugelassen und 16 Offensiv-Rebounds abgegeben. Das hat sich schon in der ersten Halbzeit angedeutet, als das Spiel nicht wirklich in unsere Richtung gelaufen ist. Wir haben defensiv heute nicht gut ausgesehen, haben viele einfache Würfe und zum Teil auch Layups abgegeben und auch die abrollenden Spieler nicht gestoppt“, so das Resümee von Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Irgendwie haben wir uns dann aber dennoch in die Overtime gerettet, hier dann aber viele Würfe, die wir uns erarbeitet haben, nicht getroffen. Unsere Freiwurfquote war 61 Prozent. Wenn wir da um die 80 Prozent getroffen hätten, wäre es ein anderes Spiel gewesen. Insgesamt tut es jetzt unfassbar weh, dieses Spiel so abgegeben zu haben.“
Frankenderby in Freak City
Bamberg empfängt Würzburg
Drei Tage vor dem Halbfinale beim TOP FOUR um den BBL-Pokal mit dem Spiel gegen die SKYLINERS FRANKFURT ist bei den Bamberg Baskets zuvor nochmals volle Konzentration in der easyCredit Basketball Bundesliga gefragt. Am 21. Bundesliga-Spieltag empfangen die Bamberger am Mittwochabend die FIT/One Würzburg Baskets in der BROSE ARENA.
Im Frankenderby wollen die Bamberg Baskets nochmal eine ähnlich starke Leistung aufs Parkett bringen wie zuletzt bei den Heimsiegen gegen den MBC und gegen Oldenburg. Tip-Off zum Frankenderby zwischen Bamberg und Würzburg ist am Mittwochabend um 20:00 Uhr.
„Uns erwartet gegen Würzburg ein unglaublich schwieriges Spiel, weil wir zum einen dort gewonnen haben und sie zum anderen nach der Niederlagenserie hoch motiviert sein werden. Wir wissen, was sie offensiv im Stande sind zu leisten“, so Anton Gavel. „Das konnte man auch in ihrem Heimspiel gegen Rostock sehen. Wenn sie erst einmal heiß laufen, sind sie nur sehr schwer wieder zu stoppen, deshalb müssen wir unser Defensiv-Mindset hochhalten und an die beiden Siege, die wir zuletzt zuhause schaffen konnten, anknüpfen.“
Letzter BBL-Sieg am 3. Januar
Nach einem großartigen Start in die neue Saison mussten die Würzburger in der easyCredit Basketball Bundesliga zuletzt fünf Niederlagen in Serie hinnehmen. Nachdem man am 3. Januar mit einem 79:78-Heimsieg gegen die BG Göttingen ins Jahr 2025 gestartet war, gab es seither keinen weiteren BBL-Erfolg für die Unterfranken. Dem 85:96 in Oldenburg folgte eine 74:86-Heimniederlage gegen Vechta. In Hamburg hatte man knapp mit 66:68 das Nachsehen, ebenso wie beim Rückspiel in Würzburg gegen Oldenburg (102:112). Am letzten Sonntag musste man sich den ROSTOCK SEAWOLVES mit 93:97 geschlagen geben und das, obwohl man zu Beginn des 3. Viertels schon mit 22 Punkten in Führung gelegen hatte.
Mit aktuell neun Siegen und neun Niederlagen stehen die Würzburger auf Platz neun der Tabelle. Unsere Bamberg Baskets könnten mit einem Sieg somit mit den Unterfranken gleichziehen.
Deutlich besser als in der BBL lief es für die Würzburger zuletzt in der Basketball Champions League. Mit zwei Siegen ist man hier in die Round of 16 gestartet. Gegen die Italiener von Derthona Basket gewann man in eigener Halle, auch dank 34 Punkten von Jhivvan Jackson, mit 80:79. Auch in Griechenland hatte man bei Promitheas Patras mit 79:77 das bessere Ende für sich. Hier gewannen die Würzburger das letzte Viertel mit 24:12 und bogen das Spiel noch auf ihre Seite. Topscorer war auch hier Jhivvan Jackson mit 21 Zählern, gefolgt von Nachverpflichtung Aubrey Dawkins mit 18 Punkten.
Im Hinspiel in der mit 3.140 Zuschauern ausverkauften tectake ARENA sahen die Fans beider Lager zunächst eine recht ausgeglichene erste Halbzeit.
Nach der Pause kamen die Bamberg Baskets immer besser ins Spiel und konnten sich mit bis zu 13 Punkten absetzen. Die Würzburger aber ließen nicht locker und verkürzten bis zum Ende des dritten Abschnitts wieder auf 61:56.
In den letzten zehn Minuten behaupteten die Bamberg Baskets ihren Vorsprung und brachten so den Sieg letztlich auch verdient ins Ziel. Topscorer war KeyShawn Feazell mit 15 Punkten gefolgt von Ronaldo Segu und Kyle Lofton mit je 12 Zählern. Bester Werfer der Partie war Würzburgs Tyrese Williams mit 16 Punkten.
Gegen Oldenburg
Bamberg Baskets landen nächsten Heimsieg
Am 20. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Bamberg Baskets eine weitere starke Leistung auf eigenem Parkett abgeliefert. Im Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel souverän mit 103:85 und konnte so in der Tabelle den Anschluss an die Play-In-Plätze wieder herstellen.
Nach dem Heimsieg den SYNTAINICS MBC legten die Bamberg Baskets zu Hause nach. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel sahen die 4.493 Zuschauer in der BROSE ARENA einen dominanten zweiten Spielabschnitt der Bamberger, den Rondo Segu und Co. mit 32:14 für sich entschieden. Auch im dritten Viertel gestattete man den Niedersachsen nur 15 Punkte und baute die Führung im Schlussabschnitt zwischenzeitlich bis auf 30 Punkte aus.
Die besten Werfer im Team aus Freak City waren Kyle Lofton (17), Noah Locke, Ibi Watson und Filip Stanić (alle je 16 Punkte). Artur Konontsuk brachte es ebenfalls auf 16 Zähler und war damit bester Werfer der Gäste.
Der Spielverlauf
Hoch motiviert starteten beide Mannschaften in die Partie des 20. Spieltages. Schnell fand man sowohl auf Oldenburger als auch auf Bamberger Seite zu seinem Rhythmus und so entwickelte sich eine unterhaltsame Partie. Insgesamt elf Mal sollte die Führung allein im ersten Viertel wechseln, in dem die Gastgeber nach fünf Minuten durch Noah Locke zunächst per Korbleger zum 13:13 ausgleichen konnte. Ein Dreier des US-Amerikaners sowie ein erfolgreicher Nahdistanzwurf von Brandon Horvath zum 18:13 veranlassten Oldenburgs Head Coach Mladen Drijenčić zu seiner ersten Auszeit. Bis 89 Sekunden vor Ende des ersten Viertels behaupteten die Bamberger diesen Vorsprung (23:18), ehe die Oldenburger nochmals ganz stark aufkamen. Ein 9:0‑Lauf der Donnervögel innerhalb von nur 44 Sekunden brachte die Gäste wieder in Führung (23:27), die 12 ihrer insgesamt 19 Abschlüsse im ersten Viertel von jenseits der 6,75-Meter-Linie tätigten (5 Treffer). Mit einem erfolgreichen Drive zum Korb sorgte Kyle Lofton für das 25:27 nach dem ersten Viertel. Das Team von Head Coach Anton Gavel hätte hier durchaus bereits in Führung liegen können, hätte man etwas besser acht auf den Ball gegeben (6 Ballverluste) und den EWE Baskets keine vier Offensivrebounds gestattet.
Zu Beginn des zweiten Viertels sahen die fast viereinhalbtausend Zuschauer zunächst ein ähnliches Bild wie zu Beginn des Spiels. Beide Teams weiter auf Augenhöhe und die Partie über 29:29 (12.) bis zum 33:33 (14.) völlig offen. Dann aber ließ Adrian Petković die wie schon zuletzt beim Heimsieg gegen den MBC einzigartige Stimmung in der BROSE ARENA nochmals um einige Dezibel lauter werden als er einen Dreier zum 38:33 (15.) im Gästekorb versenkte. Einen im Team der Bamberger schien dies nochmals einen Kick zu geben. Kyle Lofton drehte nun auf und lief so richtig heiß. In nur 2:24 Minuten erzielte der US-Amerikaner 11 Punkte und brachte seine Mannschaft mit 51:37 (17.) in Führung. Die nächste Oldenburger Auszeit folgte. Die Bamberger konnten bis zur Pause jedoch noch zwei weitere Zähler auf ihren Vorsprung draufpacken und gingen mit einer 57:41-Führung in die Kabine. Insgesamt hatte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel in dieser ersten Halbzeit dank starkem Teambasketball ausgezeichneten Wurfquoten. Grund der Bamberger Pausenführung war jedoch die Defense, die den Donnervögeln nur 14 Punkte im zweiten Abschnitt gestattete.
„Vor allem defensiv war das eine Superleistung“
Der erste Bamberger Korb in der zweiten Halbzeit war dann eine absolute Bundesliga-Premiere: Bei herunterlaufender Shotclock bekam Filip Stanić den Ball hinter der Dreier-Linie in die Hände und der Centerspieler nahm seinen ersten BBL-Dreier und netzte ihn ein (60:43/22.). Noah Locke und Ibi Watson ließen zwei weitere Dreier folgen (66:43/23.) und die Bamberg Baskets hatten das Spiel im Griff, zumal auch die Verteidigung im dritten Abschnitt nochmals prächtig stand. Nach den nur 14 Punkten im zweiten Viertel waren es 15 Oldenburger Zähler im dritten Viertel und die Gastgeber lagen nach 30 Minuten mit 79:56 in Führung. Bereits nach 25 Minuten war Filip Stanić mit 14 Punkten und 10 Rebounds ein weiteres Double Double nicht mehr zu nehmen.
Auch im Schlussabschnitt ließen die Bamberger nicht nach und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Der Korberfolg zum 88:61 (33.) verdeutlichte ganz besonders das Bamberger Teamspiel an diesem Abend. Zunächst hatte KeyShawn Feazell den Korbleger von Jaworski ans Brett genagelt. Kyle Lofton nahm den Ball auf und leitete den Fast Break ein, an dessem Ende er Brandon Horvath bediente, der den Ball in den Oldenburger Korb dunkte. 3:15 Minuten vor dem Ende war es Ibrahim Watson, der die Führung seines Teams mit seinem Dreier auf 30 Punkte ausbaute (98:68) und nicht erst hier gab es keine Zweifel mehr am Bamberger Sieg. Aufgrund vieler Bamberger Fehler konnten die Oldenburger in den Schlussminuten nochmals etwas Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende aber stand ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Bamberger Heimsieg, bei dem es Adrian Petković 27 Sekunden vor dem Ende vorbehalten war, an der Freiwurflinie den 100. Punkt zu erzielen. Nach dem 59:67 im Hinspiel haben die Bamberg somit auch den direkten Vergleich gewonnen. „Wir haben heute über 35 Minuten ein ordentliches Basketballspiel abgeliefert. Vor allem defensiv war das eine Superleistung“, so Head Coach Anton Gavel. „Wie unsere großen Spieler gegen die Werfer der Oldenburger agiert haben, war hervorragend. Unsere Guards haben ihre Gegenspieler zu vielen schwierigen Würfen gezwungen. Als wir in der offensive begonnen haben, den Ball zu bewegen, haben wir gute und freie Würfe für uns gefunden und sind zudem auch an die Freiwurflinie gekommen. Im Großen und Ganzen war es auch gut für uns, dass wir die Spielminuten gut verteilen konnten. Glückwunsch an unsere Spieler zum Sieg.“