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Jonas Glüsenkamp

Müll­sam­mel-Akti­on

World Cleanup Day: Bam­berg räumt auf

Jähr­lich am drit­ten Sams­tag des Sep­tem­bers sind zum „World Cleanup Day“ welt­weit Men­schen auf­ge­ru­fen, ihre Umge­bung von Abfall zu säu­bern. Auch das Büro für Nach­hal­tig­keit der Stadt Bam­berg hat­te die Men­schen ein­ge­la­den, sich am Müll­sam­meln zu beteiligen.

Durch die gut gefüll­te, blaue Abfall­tü­te hat sich unten ein Eisen­rohr gebohrt. Bar­ba­ra Leh­mann zieht das ein Meter lan­ge Metall­stück her­aus und schüt­telt den Kopf: „Mein bis­her unge­wöhn­lichs­ter Fund. Das kann man doch nicht ein­fach so in die Natur wer­fen!“ Mit ihrem Mann Uwe streift sie über die Erba-Insel, blickt in Büsche, klet­tert Böschun­gen hin­un­ter und sam­melt Unrat ein, den ande­re Men­schen hier zurück­ge­las­sen haben. Das Ehe­paar gehört damit zu den über 50 Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­gern, die sich am 17. Sep­tem­ber trotz Regen und sich am World Cleanup Day betei­ligt haben. Das teil­te die Stadt am 21. Sep­tem­ber mit.

„Ich freue mich“, sag­te Bür­ger­meis­ter und Kli­ma­re­fe­rent Jonas Glü­sen­kamp, „dass trotz des nass­kal­ten Wet­ters so vie­le Per­so­nen mit­ge­macht haben. Mit jedem gefüll­ten Müll­sack haben sie der Natur, der Stadt und den Mit­men­schen etwas Gutes getan.“

Mehr als fünf Stun­den waren die Müll­samm­le­rIn­nen am World Cleanup Day im Stadt­ge­biet unter­wegs. Jonas Glü­sen­kamp selbst sam­mel­te Abfall rund um das Anker-Zen­trum ein.

Ins­ge­samt sei­en etwa zwei­ein­halb Kubik­me­ter Abfall ein­ge­sam­melt wor­den – eine deut­li­che Stei­ge­rung im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Jahr. Die Pla­nun­gen für 2023 lau­fen bereits. Dann sol­len Spon­so­ren hin­zu­kom­men, um die Akti­on wei­ter aus­zu­bau­en. Grund­le­gend besteht aber ein ande­res Ziel, sag­te Tobi­as Schenk, Lei­ter des Umwelt­amts. „Wenn es uns vor dem Sam­meln noch gelingt, Müll zu ver­mei­den, bringt uns das hof­fent­lich irgend­wann zu einer sau­be­ren Umgebung.“

Tag der Ers­ten Hilfe

Glü­sen­kamp ruft zur Auf­fri­schung von Ers­te Hil­fe-Fähig­kei­ten auf

Zum inter­na­tio­na­len Tag der Ers­ten Hil­fe am 10. Sep­tem­ber hat Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp zur Auf­fri­schung von Ers­te Hil­fe-Fähig­kei­ten aufgerufen.

Im Jahr 2000 hat die inter­na­tio­na­le Rot­kreuz- und Halb­mond­ge­sell­schafft den inter­na­tio­na­len Tag der Ers­ten Hil­fe im Jahr 2000 eta­bliert. Ziel ist die Sen­si­bi­li­sie­rung der Gesell­schaft für die Ers­te Hil­fe bei Notfällen.

Jedes Jahr erlei­den in Deutsch­land etwa 60.000 Men­schen einen Herz-Kreis­lauf-Still­stand. Aber nur bei etwa 40 Pro­zent wird eine soge­nann­te Lai­en­re­ani­ma­ti­on durch­ge­führt. Län­der wie Schwe­den oder die Nie­der­lan­de sind hier schon wei­ter: Sie errei­chen rund 80 Prozent.

„Jeder und jede von uns kann im All­tag in eine Situa­ti­on kom­men, in der er gefor­dert ist, Ers­te Hil­fe zu leis­ten. Es kommt auf jede:n Einzelne:n an zu hel­fen“, zitiert eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

Gemein­sam mit Hol­ger Dre­mel, CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Vor­sit­zen­der des BRK Kreis­ver­ban­des Bam­berg, rief Glü­sen­kamp zur Auf­fri­schung der Sofort­hil­fe-Fähig­kei­ten auf. Dann trai­nier­te er die eige­nen Kennt­nis­se von lebens­ret­ten­den Sofort­maß­nah­men an einer Puppe.

Hol­ger Dre­mel sag­te, dass es Mut erfor­dert, ande­ren in Not­si­tua­tio­nen zu hel­fen. Aber „wenn Sie mich fra­gen, was man falsch machen kann, so ist das ein­zig Fal­sche, nichts zu tun.“

Aus­bil­dungs­jahr­gang offi­zi­ell begrüßt

Neue Aus­zu­bil­den­de für die Stadt

Die Stadt Bam­berg hat eini­ge jun­ge Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter mehr. Zum 1. Sep­tem­ber stell­te sie 36 neue Aus­zu­bil­den­de und Beam­ten­an­wär­te­rIn­nen ein. 19 davon arbei­ten bei der Stadt, 15 bei den Stadt­wer­ken und zwei beim Zweck­ver­band Müll­heiz­kraft­werk Stadt und Land­kreis Bamberg.

Über alle Aus­bil­dungs­jah­re sind damit 52 Aus­zu­bil­den­de in der Stadt­ver­wal­tung und 43 bei den Stadt­wer­ken, also ins­ge­samt 95 Aus­zu­bil­den­de, beschäf­tigt. Das mache die Stadt Bam­berg zu einem der gro­ßen Aus­bil­dungs­be­trie­be in der Regi­on, teil­te das Rat­haus am 1. Sep­tem­ber mit.

„Herz­lich Will­kom­men bei der Stadt Bam­berg und einen guten Start“, sag­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp. Bei der offi­zi­el­len Begrü­ßung des neu­en Aus­bil­dungs­jahr­gan­ges 2022 im Spie­gel­saal der Har­mo­nie hieß er die jun­gen Leu­te, Durch­schnitts­al­ter 19 Jah­re, willkommen.

Die neu­en Aus­zu­bil­den­den hat­ten sich unter 399 Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern durch­ge­setzt. Nun wer­den sie in 20 ver­schie­de­nen Beru­fen aus­ge­bil­det, zum Bei­spiel im Gärt­ner­we­sen, der Elek­tro­tech­nik oder als Stra­ßen­wär­ter. Die Azu­bis kom­men größ­ten­teils aus der Regi­on, aber auch aus wei­ter ent­fern­ten Land­krei­sen und Oberbayern.

Jonas Glü­sen­kamp sprach von einem schö­nen Tag, „weil ich jun­ge Men­schen sehe, die sich dafür ent­schie­den haben, nicht die 52. neue Zahn­pasta­s­or­te zu ent­wi­ckeln, son­dern in den öffent­li­chen Dienst zu gehen und so unser Zusam­men­le­ben auf Basis unse­rer demo­kra­ti­schen Regeln mit­zu­ge­stal­ten.“ Denn die Ver­wal­tung brau­che in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels drin­gend fri­sche Kräfte.

Mit Blick auf die begin­nen­de Aus­bil­dung riet Glü­sen­kamp den neu­en Azu­bis: „Es ist wich­tig, dass sie das auf sich zukom­men las­sen. Erwar­ten sie nicht, alles gleich zu ver­ste­hen. Haben sie Lust aufs Ler­nen, aber auch dar­auf, Din­ge zu hinterfragen.“

Auch Chris­ti­an Hin­ter­stein, Lei­ter des Refe­rats für Per­so­nal, Sicher­heit, Recht und Ord­nung, beton­te, dass der öffent­li­che Dienst talen­tier­ten Nach­wuchs benö­ti­ge. Die­ser sei wich­tig, um die Leis­tungs­fä­hig­keit ange­sichts von gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen wie Coro­na-Pan­de­mie und Ener­gie­kri­se wei­ter gewähr­leis­ten zu kön­nen. Ent­spre­chend stün­den die Chan­cen für eine spä­te­re Über­nah­me sehr gut.

Vor der Sandkerwa

Glü­sen­kamp warnt davor, alko­ho­li­siert E‑Scooter zu fahren

Am 25. August beginnt die 72. Bam­ber­ger Sand­ker­wa. Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp weist aller­dings dar­auf hin, dass es kei­ne gute Idee sei, betrun­ken E‑Scooter zu fahren.

Betrun­ken E‑Scooter zu fah­ren sei nicht nur gefähr­lich, zitiert eine städ­ti­sche Mit­tei­lung Jonas Glü­sen­kamp. „Es kann auch noch rich­tig teu­er wer­den, denn für E‑Scooter gel­ten die glei­chen Pro­mil­le­gren­zen wie für Autofahrer.“

Zuletzt gab es in der Stadt meh­re­re Füh­rer­schein­ent­zugs­ver­fah­ren wegen Fahr­ten mit E‑Scootern unter Alkoholeinfluss.

Auch die Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt mahnt zur Vor­sicht. „Gene­rell gilt“, sag­te Poli­zei­haupt­kom­mis­sa­rin Bian­ca Zapf: „Wer alko­ho­li­sche Geträn­ke kon­su­miert und dann ein Fahr­zeug führt, muss damit rech­nen, dass der Füh­rer­schein in Gefahr ist. Denn bereits ab einem Alko­hol­wert von 0,3 Pro­mil­le kann eine Straf­tat vor­lie­gen, wenn beim Fahr­ver­hal­ten Aus­fall­erschei­nun­gen fest­ge­stellt wer­den bezie­hungs­wei­se es zu einem Unfall kommt.“

Auch müss­ten sich Besit­zer einer Fahr­erlaub­nis auf Pro­be im Kla­ren dar­über sein, dass beim Alko­hol­kon­sum für sie stren­ge­re Regeln, auch bei der Nut­zung von E‑Scootern, gel­ten wür­den. Ein Ver­stoß kos­te min­des­tens 250 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Stadt­spit­ze löst Wett­schul­den ein

Bür­ger­meis­ter gie­ßen Stadtbäume

Nach­dem Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp und Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner eine Wet­te mit dem Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis ver­lo­ren hat­ten, ver­sorg­ten sie jetzt Stadt­bäu­me mit Wasser.

Ste­hen drei Bür­ger­meis­ter mit Gieß­kan­nen in der Hand am Mar­kus­platz und bewäs­sern einen Baum – was der Anfang eines Wit­zes sein könn­te, hat einen erns­ten Hin­ter­grund: Auf­grund der Tro­cken­heit lei­den die Stadt­bäu­me an Was­ser­man­gel. Eine der Fol­gen des Kli­ma­wan­dels, den es auf­zu­hal­ten gilt. „Wir müs­sen alle mehr Anstren­gun­gen unter­neh­men, um nicht zuletzt auch unse­re Stadt für künf­ti­ge Genera­tio­nen so lebens­wert zu erhal­ten, wie wir sie ken­nen“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Dem Kli­ma­wan­del begeg­net die Stadt Bam­berg bereits auf vie­len Gebie­ten: Durch kli­ma­re­sis­ten­te­re Stadt­bäu­me, Stär­kung von ÖPNV, Rad- und Fuß­ver­kehr oder durch ener­ge­ti­sche Sanie­rung von städ­ti­schen Gebäu­den. Außer­dem ist mit dem Pro­jekt „Mit­mach­kli­ma“ geplant, gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein kli­ma­freund­li­ches und lebens­wer­tes Bam­berg zu gestal­ten. „Es wer­den schon vie­le Din­ge umge­setzt, aber es reicht noch nicht“, mahnt Kli­ma­re­fe­rent und Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp auch vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Ener­gie­kri­se. Auch des­halb hat sich die Stadt Bam­berg im ver­gan­ge­nen Jahr an der deutsch­land­wei­ten Kli­ma­wet­te betei­ligt und so vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger moti­viert, mög­lichst viel CO2 bis zur Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Glas­gow im ver­gan­ge­nen Novem­ber ein­zu­spa­ren. Was ein Erfolg war: Gemein­sam wur­den in weni­gen Mona­ten 204 Ton­nen CO2 ein­ge­spart – deutsch­land­weit beleg­te Bam­berg damit den vier­ten Platz unter den Städ­ten bis 80.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern. Zur Ein­ord­nung: Um eine Ton­ne CO2 aus der Atmo­sphä­re auf­zu­neh­men, muss eine Buche cir­ca 80 Jah­re wachsen.

Zwei­te Stel­le für Klimaschutzmanager:in

Eine wei­te­re loka­le Wet­te mit dem Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis, die Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner ange­nom­men hat­te, ging dage­gen ver­lo­ren: Ziel war, die Bevöl­ke­rung durch einen loka­len Akti­ons­plan zu unter­stüt­zen und eine wei­te­re Stel­le für eine Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin bezie­hungs­wei­se einen Kli­ma­schutz­ma­na­ger zu schaf­fen, um unter ande­rem die Beschlüs­se der Kli­ma­son­der­sit­zung des Stadt­rats aus dem Okto­ber 2021 umzu­set­zen. Der Antrag für die Stel­le ist inzwi­schen gestellt, was aller­dings auf­grund von Ver­wal­tungs­ab­läu­fen erst nach der Welt­kli­ma­kon­fe­renz im Novem­ber 2021 gelun­gen ist.

Um ihre Wett­schul­den ein­zu­lö­sen, grif­fen die drei Bür­ger­meis­ter des­halb zur Gieß­kan­ne, die ein Mit­ar­bei­ter der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be am Mar­kus­platz immer wie­der mit Was­ser befüll­te. Mit der Akti­on wol­le man auch „für mehr Kli­ma­schutz sen­si­bi­li­sie­ren“, so Bür­ger­meis­ter Metz­ner. Den sym­bo­li­schen Cha­rak­ter der Akti­on hält auch Simo­ne Jako­bi, Spre­che­rin des Bam­ber­ger Kli­ma­schutz­bünd­nis­ses, für wich­tig. Kon­kret sei­en aber auch mehr Tem­po, Kon­se­quenz und Trans­pa­renz bei der Umset­zung der bis­lang im Stadt­rat getrof­fe­nen Beschlüs­se zum Kli­ma­schutz gefragt.

Mit der Über­ga­be einer Gieß­kan­ne an OB Star­ke und einer Lis­te der noch umzu­set­zen­den Beschlüs­se im Stadt­rat ver­lieh das Bünd­nis der Dring­lich­keit Nach­druck. Die Stadt­spit­ze sag­te zu, dass wei­te­re Anstren­gun­gen für mehr Kli­ma­schutz unter­nom­men werden.

Spa­ten­stich zum Teilneubau

Pfle­ge­zen­trum St. Otto wird erweitert

Die Bam­ber­ger Cari­tas plant, ihr Pfle­ge­zen­trum St. Otto in der Otto­stra­ße um einen Teil­neu­bau zu erwei­tern. Im neu­en Gebäu­de­teil sol­len auch psy­chisch kran­ke und jün­ge­re Pfle­ge­be­dürf­ti­ge unterkommen.

„Wir wol­len einen Bei­trag zur Behei­ma­tung der Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner leis­ten, die zum Teil seit vie­len Jah­ren in unse­rer Ein­rich­tung leben“, zitiert eine Mit­tei­lung den Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor Micha­el End­res beim Spa­ten­stich des Teil­neu­baus des Dr.-Robert-Pfleger-Rehabilitations- und Alten­pfle­ge­zen­trums St. Otto. Moder­ne Gebäu­de, fuhr End­res fort, unter­stütz­ten zusätz­lich die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bei ihrer anspruchs­vol­len Tätig­keit in der Pflege.

Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr der rech­te Teil des Gebäu­de­trakts in der Otto­stra­ße abge­ris­sen wur­de, beginnt dort nun der Roh­bau des ers­ten Bau­ab­schnitts des neu­en teil­baus. Dabei soll ein Ersatz­neu­bau für den Gebäu­de­flü­gel ent­lang der Otto­stra­ße ent­ste­hen. Die­se Maß­nah­me sei, so End­res, auch des­halb not­wen­dig, weil der Gebäu­de­teil den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen nicht mehr genüge.

Micha­el End­res sprach in sei­ner Rede auch sozi­al­po­li­ti­sche Anlie­gen an. Pfle­ge in Anspruch zu neh­men, dür­fe kei­ne Fra­ge des Geld­beu­tels sein. Die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner bräuch­ten eine stär­ke­re finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Hier müs­se die Gesell­schaft mehr inves­tie­ren. Dies gel­te auch für den Bedarf an qua­li­fi­zier­tem Pfle­ge­per­so­nal. Die Coro­na-Pan­de­mie habe gezeigt, dass die Rah­men­be­din­gun­gen nicht aus­reich­ten und der Markt nicht alles regeln kön­ne. Man müs­se Arbeits­be­din­gun­gen schaf­fen, „die mensch­li­che Zuwen­dung mög­lich machen.“

Ende 2025 soll der Bau an St. Otto abge­schlos­sen sein, und 105 Plät­ze im Pfle­ge­heim und 16 Plät­ze in der Tages­pfle­ge zur Ver­fü­gung ste­hen. Als zusätz­li­che Ange­bo­te des künf­ti­gen Pfle­ge­zen­trums soll es einen Bereich für geron­to­psych­ia­trisch ver­än­der­te Men­schen, also für Men­schen über 60 mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen, mit 18 Plät­zen und einen klei­nen Bereich eigens für jün­ge­re Pfle­ge­be­dürf­ti­ge geben. Die­se sechs Plät­ze umfas­sen­de Abtei­lung soll den Cha­rak­ter einer Wohn­ge­mein­schaft haben.

Der Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bam­berg inves­tiert als Bau­herr und Eigen­tü­mer der Immo­bi­lie 15,6 Mil­lio­nen Euro. Davon über­nimmt das Erz­bis­tum 5,5 Mil­lio­nen im Rah­men einer Förderung.

Ver­mitt­lung prak­ti­schen Wissens

Gar­ten­pro­jekt für Schul­kin­der blüht auf

Im Schul­gar­ten der Offe­nen Ganz­tags­schu­le der Trim­berg­schu­le kön­nen Kin­der Gemü­se anbau­en, ern­ten und pro­bie­ren. Zudem ver­mit­telt ihnen das Gar­ten­pro­jekt prak­ti­sches Wis­sen zu Natur und Ernährung.

Auf einem Stück Gelän­de der Baye­ri­schen Lan­des­an­stalt für Wein­bau und Gar­ten­bau (LWG) an der Gal­gen­fuhr betrei­ben die Bam­ber­ger Trim­berg­schu­le und der Bund Natur­schutz ein Gar­ten­pro­jekt für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schule.

Caro­la Rein­wald, Gärt­ne­rin und Gar­ten­päd­ago­gin vom Bund Natur­schutz, betreut das Pro­jekt. „Ich freue mich, dass Ihr so viel Lust habt, in der Erde zu gra­ben und zu pro­bie­ren“, sag­te Caro­la Rein­wald zu den Kin­dern beim Gar­ten­fest im Juli. Seit 2018 ler­nen die Kin­der ein­mal pro Woche auf dem Gar­ten­ge­län­de von der Aus­saat bis zur Ern­te alles rund um den Gemüseanbau.

Das Gar­ten­pro­jekt kommt durch eine Koope­ra­ti­on mit dem Bund Natur­schutz und der LWG zustan­de. Finan­zi­el­le För­de­rung erhält er durch das Pro­gramm „Inten­si­vie­rung der Umwelt­bil­dung“ des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Auf dem Gar­ten­fest lob­ten Erich Spran­ger, Vor­sit­zen­der Bund Natur­schutz, und Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp die klei­nen Gärt­ne­rin­nen und Gärt­ner. Wie eine städ­ti­sche Mit­tei­lung bekannt­gab, beton­te Glü­sen­kamp zudem, wie wich­tig die Ver­mitt­lung von prak­ti­schem Wis­sen über Natur und Ernäh­rung sei. Ent­spre­chend zeig­te er sich beein­druckt, wie viel die Kin­der schon gelernt hatten.

„Es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, dass Kin­der wis­sen, dass Radies­chen unter der Erde wach­sen“, sag­te Glü­sen­kamp. Und nicht zuletzt mit Blick auf die Gärt­ner­stadt als Teil des Welt­erbes sei ein sol­ches Pro­jekt zusätz­lich wichtig.

„Thank you and Prost“

Frank-Wal­ter Stein­mei­er in Bamberg

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er hat am Diens­tag, 5. Juli, mit dem Diplo­ma­ti­schen Korps Bam­berg besucht. Das Staats­ober­haupt blieb knapp drei Stun­den in der Stadt.

Am spä­ten Nach­mit­tag begrüß­ten die Bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Jonas Glü­sen­kamp Frank-Wal­ter Stein­mei­er am Obst­markt. Eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses zitiert Star­ke mit den Wor­ten: „Hoch ver­ehr­ter Herr Bun­des­prä­si­dent, ich hei­ße Sie in Bam­berg herz­lich will­kom­men!“ Und der Ange­spro­che­ne habe „Ich kom­me ger­ne“ geantwortet.

Frank-Wal­ter Stein­mei­er führ­te am Diens­tag eine Dele­ga­ti­on von rund 150 in Deutsch­land täti­gen aus­län­di­schen Bot­schaf­te­rin­nen und Bot­schaf­tern und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen an. Die­ses Diplo­ma­ti­sche Korps trifft sich seit 1996 ein­mal jähr­lich zu einer Infor­ma­ti­ons- und Begeg­nungs­rei­se. Dies­mal war die Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg mit dem the­ma­ti­schen Fokus auf Kli­ma- und Umwelt­schutz das Ziel. Nach Sta­tio­nen in Nürn­berg und Erlan­gen fand der Abschluss des Tages in Bam­berg statt. Ein Unfall auf der Auto­bahn hat­te dazu geführt, dass sich die Ankunft in Bam­berg um eine hal­be Stun­de verzögerte.

Bam­berg­pro­gramm

Vom Obst­markt aus spa­zier­te die gro­ße Grup­pe um Frank-Wal­ter Stein­mei­er durch die Innen­stadt hin­auf zum Dom­berg. Auf dem Weg erfüll­te Stein­mei­er Sel­fie-Wün­sche und begut­ach­te­te die Fas­sa­den­ma­le­rei am Brückenrathaus.

Am Dom­platz war­te­te bereits Erz­bi­schof Lud­wig Schick und nahm die Grup­pe in Emp­fang. „Dan­ke, dass wir kom­men dür­fen“, sag­te Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Im Publi­kum sahen das nicht alle so – beim Grup­pen­fo­to auf der Dom­trep­pe gab es ver­ein­zel­te Buhrufe.

Nach der anschlie­ßen­den Füh­rung durch den Dom ging es wei­ter in den Rosen­gar­ten der Neu­en Resi­denz. Dort hielt der Bun­des­prä­si­dent die Abschluss­re­de sei­ner Rei­se mit dem Diplo­ma­ti­schen Korps.

Zuvor, in einer Rede am Mit­tag in Nürn­berg, war Stein­mei­er unter ande­rem auf den Krieg in der Ukrai­ne und sei­ne Fol­gen ein­ge­gan­gen. „Er ist ein mör­de­ri­sches Ver­bre­chen, für das allein Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ver­ant­wort­lich ist.“ 2023 kön­ne es außer­dem zu Ver­sor­gungs­knapp­hei­ten kom­men, nach­dem es in die­sem Jahr bereits Preis­stei­ge­run­gen gege­ben habe. Dem­ge­mäß sei es die Pflicht rei­che­rer Län­der, ärme­ren Staa­ten zu hel­fen. Außer­dem beton­te Stein­mei­er, das Deutsch­land fest an der Sei­te der Ukrai­ne ste­he, was in ers­ter Linie poli­ti­sche und mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung bedeute.

In Bam­berg sprach Frank-Wal­ter Stein­mei­er vor­nehm­lich über Fran­ken. „Wir haben heu­te gese­hen, war­um Fran­ken so eine selbst­be­wuss­te Regi­on ist.“ Nürn­berg, Erlan­gen und Bam­berg sei­en wun­der­schö­ne Städ­te. Am Ende hat­te er noch einen Tipp für die Diplo­ma­tin­nen und Diplo­ma­ten. „My last advice being in Bam­berg: You should not miss the smo­ked beer!“ Mit den Wor­ten „Thank you and Prost“ been­de­te er sei­ne Rede.

Nach einem Abend­essen im Rosen­gar­ten ende­te auch der Bam­berg­be­such. Die Dele­ga­ti­on um Frank-Wal­ter Stein­mei­er brach wie­der auf und steu­er­te bereit­ste­hen­de Bus­se am Kra­nen an. „Es war für alle ein groß­ar­ti­ges Ereig­nis und eine Ehre für die Stadt. Ich glau­be, der Bun­des­prä­si­dent hat einen guten Ein­druck mit­ge­nom­men“, sag­te Andre­as Star­ke am Abend.

24 Stun­den­lauf für Kin­der- und Jugendhospiz

„Ster­nen­zelt­lauf“ im Fuchs-Park-Stadion

24 Stun­den rund um die Uhr für einen guten Zweck lau­fen – das war die Grund­idee beim „Ster­nen­zelt­lauf“ am 28. und 29. Mai im Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on. Für jeden gelau­fe­nen Kilo­me­ter ging dabei eine Spen­de in Höhe von min­des­tens einem Euro an das Bam­ber­ger Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“. Am Ende waren die Teil­neh­men­den mehr als 4.700 Kilo­me­ter gelaufen.

Der „Ster­nen­zelt­lauf“ unter­stützt das im Bau befind­li­che Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“, dass bis Mit­te 2023 fer­tig­ge­stellt sein soll. Da die Kran­ken­kas­se die Kos­ten eines Hos­piz-Auf­ent­hal­tes nur zum Teil decken, ist das Bam­ber­ger Hos­piz drin­gend auf Spen­den­gel­der angewiesen.

4.700 Kilo­me­ter hat­ten die Teil­neh­men­den des Laufs am Ende des 29. Mai zusam­men auf die Bahn gebracht. Mit den Spen­den­gel­dern von Bam­ber­ger Unter­neh­men bedeu­tet die­se Stre­cke einen knapp fünf­stel­li­gen Spen­den­be­trag für den guten Zweck.

„Ich bin abso­lut über­wäl­tigt“, sag­te Dani­el Deu­ber, der als Mit­or­ga­ni­sa­tor, Mode­ra­tor, Läu­fer und als künf­ti­ger lei­ten­der Arzt im Kin­der- und Jugend­hos­piz 24 Stun­den lang im Fuchs-Park-Sta­di­on vor Ort war. „Was die Sport­le­rin­nen und Sport­ler hier geleis­tet haben, ist in Wor­ten nicht zu fassen.“

Gesamt­sie­ge­rin wur­de mit 184,4 gelau­fe­nen Kilo­me­tern Elke Bei­er­lieb von der LG Vei­ten­stein. Auf Platz 2 folg­te Rita Gott­leu­ber mit 156,8 Kilo­me­tern vor Domi­nik Münch mit 151,2. Bei den Staf­feln sieg­te Böhn­lein Sports mit 258 Kilo­me­tern vor der LG Vei­ten­stein (238) und den „Kin­der­ärz­ten Bam­berg“ (207,2).

Letzt­end­lich war aber vor allem das Kin­der- und Jugend­hos­piz Bam­berg der Sie­ger im 1. „Ster­nen­zelt­lauf“. Dies beton­te auch Jonas Glü­sen­kamp. Bam­bergs zwei­ter Bür­ger­meis­ter gab nicht nur den Start­schuss für den Lauf, son­dern absol­vier­te selbst eini­ge Kilo­me­ter auf der Bahn. „Ich freue mich über das unglaub­li­che Enga­ge­ment aller Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer. Sie tun nicht nur etwas Gutes für sich, son­dern vor allem auch für Men­schen, mit denen es das Schick­sal nicht gut gemeint hat.“.

Neben Jonas Glü­sen­kamp waren eini­ge wei­te­re Per­sön­lich­kei­ten beim „Ster­nen­zelt­lauf“ für die gute Sache unter­wegs. Wolf­gang Heyder, Sport- und Poli­tik-Funk­tio­när, sam­mel­te eben­so Spen­den­ki­lo­me­ter wie die ehe­ma­li­ge deut­sche Meis­te­rin im Halb­ma­ra­thon Leni Schömburg-Heuck.

Zudem betei­lig­ten sich Bam­ber­ger Unter­neh­men wie die Bäcke­rei Fuchs, die Metz­ge­rei Böhn­lein, Den­scheil­mann + Wel­l­ein, die Stadt­wer­ke, Wie­land oder Hel­ler-Bräu durch Sach­spen­den am Lauf. Ins­ge­samt waren es knapp 150 Akti­ve, die es wäh­rend der 24 Stun­den auf die Lauf­bahn zog.

Bund för­dert Arten­reich­tum im Hain

Bio­di­ver­si­tät und Kli­ma­an­pas­sung im urba­nen Raum

Das neu gestar­te­te Pro­jekt „Städ­ti­sche Wäl­der und Parks in Bam­berg – Bio­di­ver­si­tät und Kli­ma­an­pas­sung im urba­nen Raum“ soll die Umset­zung der Natio­na­len Bio­di­ver­si­täts­stra­te­gie vor Ort unterstützen.

Die Natio­na­len Bio­di­ver­si­täts­stra­te­gie sieht vor, die Diver­si­tät von Land­schaf­ten, Pflan­zen und Tie­ren zu erhal­ten und wie­der­her­zu­stel­len. Mit 1.263.973 Euro unter­stützt das Bun­des­amt für Natur­schutz mit Mit­teln des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums die­ses Vor­ha­ben in Bam­berg. Der Eigen­an­teil der Stadt beträgt 140.441 Euro. In den kom­men­den sechs Jah­ren soll das am 20. Mai gestar­te­te Pro­jekt „Städ­ti­sche Wäl­der und Parks in Bam­berg – Bio­di­ver­si­tät und Kli­ma­an­pas­sung im urba­nen Raum“ Bio­di­ver­si­tät ent­spre­chend nicht nur för­dern, son­dern auch erleb­bar machen.

In Bam­berg und Umge­bung sol­len dazu Maß­nah­men umge­setzt wer­den, die Lebens­räu­me ver­bes­sern, Nischen schaf­fen und so dem kli­ma­be­ding­ten Arten­schwund ent­ge­gen­wir­ken. Ein beglei­ten­des, natur­päd­ago­gi­sches Ange­bot soll die Gele­gen­heit bie­ten, Bio­di­ver­si­tät zu erle­ben und sich per­sön­lich für bio­lo­gi­sche Viel­falt zu engagieren.

Die Inter­es­sen der bio­lo­gi­schen Viel­falt und der Men­schen in der Stadt gehen Hand in Hand

Ange­sto­ßen hat­te das För­der­pro­jekt Bam­bergs Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Andre­as Schwarz. „Durch mei­ne Funk­ti­on im Haus­halts­aus­schuss konn­te ich die För­de­rung für die­ses beson­de­re Pro­jekt in mei­nen Wahl­kreis holen“, sag­te er. „Der Stadt Bam­berg ist es gelun­gen, eine För­der­ku­lis­se zu schaf­fen, die auch in Ber­lin Anklang gefun­den hat. Nun freue ich mich sehr, dass es bald los­ge­hen wird.“

Nicht zuletzt in Zei­ten von Kli­ma­wan­del und Coro­na, sei­en finan­zi­el­le Res­sour­cen für Arten- und Umwelt­schutz oft nur begrenzt vor­han­den, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. „Die För­de­rung durch das Pro­jek­te „Städ­ti­sche Wäl­der und Parks in Bam­berg“ trifft daher genau ins Schwar­ze. Mit den zur Ver­fü­gung gestell­ten Mit­teln kön­nen wir unse­rer Ver­ant­wor­tung für in Bam­berg hei­mi­sche, sel­te­ne Tier- und Pflan­zen­ar­ten nun auch gerecht werden.“

„Die Inter­es­sen der bio­lo­gi­schen Viel­falt und der Men­schen in der Stadt gehen Hand in Hand“, schloss sich Bür­ger­meis­ter und Kli­ma­re­fe­rent Jonas Glü­sen­kamp an. „Mit dem Pro­jekt im Bam­ber­ger Hain­wei­her erwei­tern wir den Lebens­raum für sel­te­ne Tier- und Pflan­zen­ar­ten und sor­gen gleich­zei­tig für ein ver­bes­ser­tes Stadtklima.“

Sehr für das Pro­jekt ein­ge­setzt hat­te sich Forst­amts­lei­ter Johan­nes Höl­zel. „Die För­de­rung gibt uns zunächst für sechs Jah­re die Mög­lich­keit, an ganz spe­zi­fi­schen Arten aus­ge­rich­te­te Lebens­räu­me zu schaf­fen oder die­se zu ver­bes­sern. Die Band­brei­te dabei reicht von Vögeln, wie dem Mau­er­seg­ler, über Fische und Amphi­bi­en, bis hin zu Insek­ten. Mit teil­wei­se land­schafts­ver­än­dern­den Bau­maß­nah­men im Stadt­wald Bam­berg oder dem Hain wer­den neue Lebens­räu­me geschaf­fen und an die Bedürf­nis­se ein­zel­ner Arten angepasst.“

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