vbw-Kongress „Moderner Staat und Bürokratieabbau“
vbw fordert Abbau von mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften in 2026
Auf einem Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über den Fortschritt der Bundesregierung bei Deregulierung und Digitalisierung. Dabei forderte der vbw-Hauptgeschäftsführer den Abbau von mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften im Jahr 2026.
„Die überbordende Bürokratie hängt unseren Unternehmen wie ein Mühlstein um den Hals. Sie schränkt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stark ein“, betonte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Staat müsse seine administrativen Ansprüche weiter deutlich zurückfahren, Leistungen effizienter zur Verfügung stellen und auf allen Ebenen Abläufe vereinfachen und beschleunigen.
Die vbw begrüßt, dass die Dringlichkeit dieses zentralen Anliegens der Wirtschaft inzwischen auch in Berlin verstanden ist und sich das neu eingerichtete Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung auf die Themen konzentriert. Brossardt erklärte: „Mit der Modernisierungsagenda und dem ‚Entlastungskabinett‘ hat die schwarz-rote Koalition erste erfolgversprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Aber wir brauchen weitere Initiativen, um unsere Unternehmen nachhaltig zu entlasten und unseren Standort wieder attraktiv für Investitionen zu machen.“
Wichtig ist laut dem vbw-Hauptgeschäftsführer aber vor allem, dass beim Bürokratieabbau jetzt schnell auch wirklich spürbare Entlastungen eintreten. Als kurzfristige Handlungsfelder nannte er die im Koalitionsvertrag vereinbarte Arbeitszeitflexibilisierung, ein wirkungsvolles Sofortprogramm zur Reduzierung von Dokumentations- und Meldepflichten sowie ein Moratorium für Statistikpflichten. „Bis Ende 2026 müssen mindestens zehn Prozent der Verwaltungsvorschriften abgebaut sein“, fordert Brossardt.
Darüber hinaus machte er klar, dass es nicht nur darum gehe, bestehende Bürokratie abzubauen. Genauso wichtig sei es, bei künftigen Gesetzen so wenig neue Bürokratie aufzubauen wie möglich. „Neue Vorgaben für die Wirtschaft müssen viel kritischer als in der Vergangenheit auf Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit hinterfragt und dazu konsequent Praxis- und Digitalchecks für jedes neue Gesetzesvorhaben etabliert werden.“
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Brossardt: „Jury hat Wert der Tandem-Idee für Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung erkannt“
Projekt ‚sprungbrett AzubiMentoring‘ erhält Preis für innovativen Ansatz zur Arbeitsmarktintegration
Das Projekt „sprungbrett AzubiMentoring“ hat sich für seinen innovativen Ansatz, geflüchteten und zugewanderten Jugendlichen in Ausbildung erfahrene Azubis als Mentoren zur Seite zu stellen, die Auszeichnung im Wettbewerb ‚Zusammen wachsen – Gute Ideen für Integration am Arbeitsmarkt‘ gesichert.
Der Preis wird getragen von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ der Bertelsmann Stiftung, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Mercator. Gewürdigt wurden insgesamt 50 herausragende Ideen für die Integration internationaler Fach- und Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsmarkt. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützen “sprungbrett AzubiMentoring” als Hauptförderer. Umgesetzt wird das Projekt vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V.
Anlässlich der Preisverleihung in Berlin fand vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt lobende Worte: „Wir freuen uns sehr, dass sich das Projekt im Wettbewerb durchsetzen konnte – die Jury hat den Wert des Tandem-Ansatzes für die Integration erkannt. Indem es im laufenden Betrieb erfahrene Nachwuchskräfte und neue Azubis mit Migrations- und Fluchthintergrund zusammenbringt, schafft es Synergieeffekte für alle Beteiligten. Die Mentoren profitieren für ihre persönliche Entwicklung, den ausländischen Azubis wiederum erleichtert das Tandem die Integration in ihren Ausbildungsbetrieb. Die Unternehmen erhalten die Chance, ihren Nachwuchs zu fördern. Davon können sie langfristig auch für die eigene Arbeits- und Fachkräftesicherung profitieren.”
Die vbw startete das Projekt im vergangenen Jahr, um Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund dabei zu unterstützen, sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden und ihnen einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Brossardt erklärte das Konzept: „In zwei Durchläufen wurden die teilnehmenden Unternehmen dabei unterstützt, ein eigenes Mentorenprogramm in ihrem Betrieb aufzubauen. Im Mittelpunkt stand, die Auszubildenden aus höheren Lehrjahren auf ihre Mentorenrolle vorzubereiten. Mithilfe einer fünfteiligen digitalen Workshopreihe übten sie Soft-Skills wie Selbstreflexion, Kommunikationsfähigkeit und Kulturkompetenz. Die Personal- und Ausbildungsverantwortlichen erhielten außerdem Input zum Thema ‚Diversity Management‘.”
„Wir möchten den bayerischen Unternehmen das Handwerkszeug mitgeben, um ihre eigenen Programme aufzubauen und sie nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Hierfür stellen wir ihnen seit Dezember 2025 das ‘Schulungsset für zukünftige Mentoren’ zur Verfügung, das wir auf Basis der Erkenntnisse aus dem sprungbrett AzubiMentoring erstellt haben. Damit können die Betriebe Schritt für Schritt selbständig Mentorenprogramme wie dieses aufbauen und umsetzen. So steigern sie die Erfolge der Azubis und verbessern die Zufriedenheit der Jugendlichen während der Ausbildungszeit. Langfristig gewinnen sie als Arbeitgeber an Attraktivität und qualifiziertem Fachkräftenachwuchs.“
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vbw-Pressemitteilung zum Kongress „Starke Wirtschaft – starke Kommunen“
Wirtschaftsfreundliche Ansätze machen Kommunen erfolgreich
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. benennt wichtige Punkte, mit denen Kommunen ihre Attraktivität und den Erfolg der Wirtschaft vor Ort steigern können. Dazu gehörten naturgemäß Investitionen in die Infrastruktur als kommunale Daueraufgabe.
„Eine leistungsfähige Infrastruktur macht den wirtschaftlichen Erfolg einer Kommune überhaupt erst möglich. Kommunen müssen ihre Infrastruktur im eigenen Interesse bedarfsgerecht weiterentwickeln, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des vbw-Kongresses „Starke Wirtschaft – starke Kommunen“.
Aus Sicht der Bayerischen Wirtschaft muss zudem die wirtschaftsfreundliche Ausrichtung der Kommunen laufend weiterentwickelt werden. So biete es sich etwa an, lokale Anbieter durch eine mittelstandsfreundliche Losvergabe kommunaler Aufträge zu stärken. Daneben brauche es auch deutlich schnellere Verfahren bei Baugenehmigungen und sonstigen Verwaltungsvorgängen. Zudem müssten die Kommunen die Wirtschaftsförderung ins Zentrum ihrer Bemühungen stellen. „Eine starke Wirtschaft steht für mehr wohnortnahe Arbeitsplätze, für bessere Perspektiven der Menschen vor Ort und damit für höhere Steuereinnahmen“, findet Brossardt und ergänzt: „Eine florierende Wirtschaft stärkt nicht nur die Kommune, sondern auch unsere Demokratie.“
Ein weiteres zentrales Anliegen der vbw ist die Energiewende. „Wir brauchen bezahlbare und möglichst nachhaltige Energie. Das Tempo der Entwicklung wird maßgeblich in den Kommunen bestimmt. Sie müssen als Motor der Transformation wirken. Mit ihrer Planungshoheit und als Bindeglied zur Bevölkerung sind sie diejenigen, die die Akzeptanz für notwendige Maßnahmen schaffen können“, erläutert Brossardt. Zu guter Letzt fordert die vbw mehr Engagement für attraktive Innenstädte und Ortskerne. „Das ist ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen, ihre Beschäftigten, alle Bürger vor Ort und für touristische Gäste, die auch zum lokalen Wohlstand beitragen.“
Der Kongress ist der Auftakt der vbw Aktivitäten im Vorlauf auf die Kommunalwahl im Freistaat am 8. März 2026. Die gebündelten Forderungen der vbw sind hier zu finden.
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vbw-Pressemitteilung zum Tag der Inklusion
vbw betont die Bedeutung von Teilhabe am Arbeitsleben
Anlässlich des Tags der Inklusion am 3. Dezember betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Bedeutung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben.
„Teilhabe ist nicht nur wesentlich für ein selbstbestimmtes Leben, sondern auch betriebs- und volkswirtschaftlich ein wichtiges Handlungsfeld“, erklärt Bertram Brossardt, vbw-Hauptgeschäftsführer. Die Wirtschaft engagiere sich bereits in erheblichem Maße für die Inklusion. Die bayerischen Arbeitgeberverbände unterstützten Unternehmen bei der Prävention, um Beeinträchtigungen möglichst gut vorzubeugen, sowie der Reintegration und Inklusion von Schwerbehinderten in den Arbeitsmarkt. „Menschen mit Behinderung leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Arbeitskräfte- und Fachkräftebedarfs: Sie sind gut qualifiziert und werden gebraucht.“
Fast 73 Prozent der rund 165.000 schwerbehinderten Beschäftigten in Bayern waren im Jahr 2023 bei einem privaten Arbeitgeber angestellt. 28 Prozent der schwerbehinderten Beschäftigten waren im verarbeitenden Gewerbe tätig. Das ist branchenübergreifend der größte Anteil. „Im Freistaat hat sich die Zahl der Arbeitsplätze schwerbehinderter Beschäftigter bei Betrieben mit über 20 Arbeitsplätzen besonders kräftig erhöht: Sie stieg zwischen 2013 und 2023 um 20,5 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Bereitschaft zur Einstellung schwerbehinderter Menschen keineswegs nur das Ergebnis von staatlicher Regulierung ist. Das Engagement für Inklusion, das gerade die bayerische Wirtschaft lebt, zeigt Wirkung“, sagt Brossardt.
Für die vbw ist die Sensibilisierung für das Thema entscheidend für eine erfolgreiche Inklusion. „Wir brauchen mehr Informationen und Anreize statt Regulierung. Arbeitgeber müssen umfassend über die Chancen der Beschäftigung schwerbehinderter Personen sowie die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben informiert werden“, so Brossardt. Hier seien vor allem die Spezialisten in den Arbeitsagenturen, bei den Reha-Trägern sowie beim Inklusionsamt gefordert. Sie leisteten bereits jetzt sehr gute Arbeit. „Außerdem übernehmen die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber in Bayern (EAA) eine Lotsenfunktion für die Unternehmen. So soll die Einstellung behinderter Menschen deutlich erleichtert werden. Die gemeinsamen Bemühungen zur Verbreitung des Bewusstseinswandels, dass ‚behindert‘ nicht automatisch ‚leistungsgemindert‘ bedeutet, sind voranzutreiben. Dabei können positive Beispiele aus der Praxis hilfreich sein. Klar ist: Erfolgreiche Inklusion funktioniert nur mit den Unternehmen, nicht gegen sie“, so Brossardt abschließend.
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vbw-Energiepreisindex für das dritte Quartal 2025
Energiepreise sinken leicht
Der Energiepreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lag im dritten Quartal 2025 bei 110,1 Punkten und ist damit gegenüber dem vorherigen Quartal um 1,2 Prozent gesunken, wie die vbw mitteilt.
„Trotzdem sind die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft nach wie vor auf zu hohem Niveau. Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2019 – dem letzten Jahr vor der Corona-Krise – liegen die Preise immer noch um fast ein Drittel höher“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Der Teilindex für Primärenergie lag im dritten Quartal 2025 mit durchschnittlich 100,4 Punkten um 3,2 Prozent niedriger als im zweiten Quartal 2025. „Während die Einfuhrpreise für Erdgas (-7,9 Prozent), Steinkohle (-3,0 Prozent) und Erdöl (-1,4 Prozent) zurückgingen, verteuerte sich die in Deutschland erzeugte Braunkohle erneut merklich, um 8,0 Prozent“, erläutert Brossardt.
Anders als der Gesamtindex stieg der Teilindex für Sekundärenergie im dritten Quartal 2025 gegenüber dem vorherigen Quartal leicht um 0,5 Prozent auf durchschnittlich 119,7 Punkte. Während die Erzeugerpreise für Flüssiggas um 8,3 Prozent zurückgingen, legten die Preise für importierten Strom deutlich um 13,7 Prozent zu. Auch die Preise für Diesel (+1,2 Prozent), Fernwärme (+0,7 Prozent) und leichtes Heizöl (+0,3 Prozent) gingen leicht in die Höhe. „Besorgniserregend ist zudem, dass der Strompreisindex mit durchschnittlich 112,0 Punkten noch immer um 34,6 Prozent über dem Niveau von vor der Corona-Pandemie lag“, sagt Brossardt.
Aus Sicht der vbw muss die Politik dringend Fakten schaffen, um die voranschreitende Deindustrialisierung des Wirtschaftsstandorts zu stoppen. „Ohne einen global wettbewerbsfähigen Strompreis ist die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts ernsthaft in Gefahr. Dazu gehört die Einführung eines Industriestrompreises für die energieintensive Industrie ebenso wie die dauerhafte Absenkung der Stromsteuer für alle Branchen. Gleichzeitig muss der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze nicht nur beschleunigt, sondern auch besser miteinander synchronisiert werden“, so Brossardt.
Basisjahr für den vbw-Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). Weitere Erläuterungen zum vbw-Energiepreisindex sind hier zu finden.
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vbw begrüßt ressortübergreifenden Ansatz zur Entlastung der Wirtschaft
Brossardt „Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Bundesregierung dranbleiben!“
„Die schwarz-rote Koalition hat beim Bürokratieabbau die Zeichen der Zeit erkannt. Mit der Modernisierungsagenda und dem ‚Entlastungskabinett‘ bringt sie erste erfolgversprechende Maßnahmen auf den Weg, mit denen sie den überfälligen Bürokratieabbau ressortübergreifend angehen und die Digitalisierung endlich vorantreiben will“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, im Nachgang der Kabinettssitzung mit dem Schwerpunkt Bürokratierückbau in der vergangenen Woche.
Das sei ein Anfang, die Richtung stimme. Neben der schnellen Umsetzung der angestoßenen Gesetzesverfahren brauche es weitere Initiativen, um Unternehmen am Standort deutlich und nachhaltig zu entlasten und zu unterstützen. „Die Bundesregierung muss an dem wichtigen Thema dranbleiben!“
Brossardt betont, anhaltende globale Krisen, verstärkter Protektionismus, die voranschreitende De-Industrialisierung in Deutschland und eine schwächelnde Nachfrage in vielen Branchen und Märkten stellten Unternehmen schon seit längerem vor enorme Herausforderungen. „Die Bundesregierung muss alles dafür tun, die Rahmenbedingungen am Standort aktiv wirtschaftsfreundlicher und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Die Wirtschaft trägt seit Jahren schwer an überbordenden bürokratischen Verpflichtungen und einer zu langsam voranschreitenden Digitalisierung. Der Staat muss seine administrativen Ansprüche weiter deutlich zurückfahren, Leistungen effizienter zur Verfügung stellen und auf allen Ebenen Abläufe vereinfachen und beschleunigen.“
In diesem Zusammenhang bewertet der vbw Hauptgeschäftsführer positiv, dass sich das Bundeskabinett über Eckpunkte zum Aufbau einer Work-and-Stay-Agentur verständigt hat, um die Integration von Fachkräften aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt zu verbessern. „Die Unternehmen in Bund und Freistaat sind auf gut qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Darum müssen wir zügig und beherzt Hürden abbauen, die ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt erschweren“, sagt Brossardt. Auch das Gesetzesvorhaben zur Erhöhung von Schwellenwerten zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten unterstützt die vbw „Unternehmen gehen sehr verantwortungsbewusst mit möglichen Gefahren für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden um. Die geplante Lockerung der Vorgaben, wie viele Sicherheitsbeauftragte Geschäftsführer von Klein- und mittelständischen Unternehmen bestellen müssen, um ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, verschafft ihnen mehr Flexibilität“, so Brossardt abschließend.
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vbw-Pressemitteilung zum Welttag der Wissenschaft
„Forschung und Entwicklung zentral für unsere Wettbewerbsfähigkeit“
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert anlässlich des Welttags der Wissenschaft am 10. November 2025 eine noch stärkere Förderung von Forschung und Entwicklung.
„Bayern verfügt bereits über ein exzellentes Netzwerk von Top-Universitäten und Hochschulen sowie renommierten Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. So hielt Bayern in den Prozesstechnologien als Kernbereich der Industrie beispielsweise im Jahr 2024 fast 5.000 Weltklassepatente und rangiert damit im internationalen Vergleich auf dem siebten Platz. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, zumal sich einige Standorte deutlich dynamischer entwickeln, gerade an den Schnittstellen zu digitalen Technologien. Angesichts der tiefgreifenden strukturellen Probleme, der sinkenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der fortschreitenden Deindustrialisierung ist die Förderung von Wissenschaft und Innovation ein zentraler Hebel, um unsere wirtschaftliche Talfahrt langfristig zu überwinden und weltweit Impulsgeber für Innovation zu bleiben“, so Brossardt
Die vbw spricht sich daher dafür aus, den Wissenschaftsstandort Bayern weiter zu stärken. Mit der Hightech Agenda Bayern und der Hightech Agenda Plus leiste die Bayerische Staatsregierung Pionierarbeit, vor allem in der Förderung von zukunftsweisenden Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotik. Zudem werde der Hochschulstandort Bayern bis 2027 mit 1.000 neuen Professuren in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie (MINT) sowie zusätzlichen Studienplätzen ausgestattet. „Diese Anstrengungen gilt es, künftig fortzusetzen und zusätzliche wichtige Felder etwa im Bereich Nachhaltigkeitstechnologien auszubauen“, führt Brossardt aus.
Die neue Hightech Agenda Deutschland leistet laut vbw ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität von Bund und Ländern. Davon kann auch der Wissenschaftsstandort Bayern profitieren. „Für die erfolgreiche Umsetzung braucht es nun einen konstruktiven Beteiligungsprozess. Langfristig muss die Verstetigung der Mittel in ausreichender Höhe im Kernhaushalt der nächsten Jahre sichergestellt werden“, betont Brossardt und ergänzt: „Mit dem gesetzlichen Rückenwind durch das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz müssen die bayerischen Hochschulen jetzt eigene innovative Akzente setzen und Unternehmensgründungen sowie den Technologietransfer intensivieren. Auch die Digitalisierung muss in Hochschulen und Forschungseinrichtungen entschieden vorangebracht und ganzheitlich verankert werden. So sichern wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Hochschulstandorts Bayern.“
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vbw-Pressemitteilung zu Umfrage zum Standort Bayern
Große Standortloyalität – Neun von zehn Unternehmen würden sich wieder im Freistaat ansiedeln
Laut einer Umfrage der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unter über 700 Unternehmen im Freistaat bleiben bayerische Unternehmen ihrem Standort treu. So würden sich neun von zehn Unternehmen erneut im Freistaat ansiedeln.
„Die Standortloyalität liegt bei 91,1 Prozent und ist das zweite Jahr in Folge gestiegen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass einzelne Bereiche immer schlechter abschneiden, insbesondere die überbordende Bürokratie wird für die Unternehmen zur Belastungsprobe“, fasst vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die zentralen Ergebnisse zusammen. Die Umfrage wird seit 2013 jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH durchgeführt.
Einzelne Standortfaktoren wurden zum Teil deutlich schlechter bewertet als im Vorjahr. „Mit einer Note von 4,2 schneidet der Bereich Verwaltungshandeln so schlecht wie noch nie ab. Daher ist es jetzt an der Zeit, entschlossen gegenzusteuern. Wir unterstützen daher die Bürokratieabbauinitiativen von Staatsmodernisierungsminister Dr. Karsten Wildberger und der Bayerischen Staatsregierung mit ihrem Bürokratieabbaubeauftragten Walter Nussel. Die gut gemachten Pläne müssen jetzt zügig umgesetzt werden. Wir brauchen dringend vorzeigbare Erfolge, die enthaltenen ‚Quick Wins‘ müssen sofort realisiert werden“, fordert Brossardt und ergänzt: „Unkompliziert können überflüssige statistische Berichtspflichten gestrichen und viele der unzähligen betrieblichen Beauftragten abgeschafft werden. Einen Leiterbeauftragten braucht zum Beispiel niemand.“
Die allgemeine Standortqualität in Bayern wird mittels einer Skala zwischen 0 und 100 Punkten ermittelt. Mit einem Wert von 72,5 Punkten wurde diese in diesem Jahr etwas schlechter bewertet als letztes Jahr (2024: 72,8 Punkte). Der bisherige Spitzenwert wurde im Jahr 2019 mit 76,2 Punkten erreicht. Zusätzlich zur Bewertung der allgemeinen Standortqualität und ‑loyalität haben die Unternehmen Schulnoten für die fünf Themenfelder „Humankapital“, „Allgemeine Infrastruktur“, „Innovationsumfeld“, „Energie und Rohstoffe“ sowie „staatliches Verwaltungshandeln“ vergeben. Brossardt: „Alle Themenfelder haben – teils sogar deutlich – gegenüber dem Vorjahr an Qualität eingebüßt.“
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie: Der Standort ist inzwischen zu teuer. Vor allem die hohen Arbeits‑, Energie- und Rohstoffkosten belasten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zusätzlich von hoher Bedeutung für die Unternehmen ist die Verbesserung der allgemeinen Infrastruktur. „Die Studie ist ein Alarmsignal für den Standort Bayern. Über die meisten relevanten Standortfaktoren wird in Berlin entschieden. Es ist daher essenziell, dass die Bundesregierung jetzt kraftvoll eine wirtschaftsfreundliche Politik betreibt, die vor allem die hohe Kosten- und Bürokratiebelastung der Unternehmen in den Blick nimmt“, so Brossardt.
Doch auch im Freistaat muss nachgebessert werden. „Serviceorientierung und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sind Dauerbaustellen. Die Staatsregierung hat hier schon viele gute Maßnahmen auf den Weg gebracht, darf aber nicht nachlassen“, erklärt Brossardt abschließend.
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vbw zur DGB-Forderung zum Nachholen von Feiertagen
„Wir sollten nicht weniger, sondern mehr arbeiten“
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt die DGB-Forderung zum Ausgleich von gesetzlichen Feiertagen, die auf einen Samstag oder Sonntag fallen, an einem Werktag entschieden ab.
„Feiertage als zusätzlichen Urlaub zu verstehen, entbehrt dem Sinn und Zweck der auf Besinnung auf einen bestimmten Anlass gedachten Feierlichkeiten“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Es zeige zudem in der aktuellen wirtschaftlichen Lage einen eklatanten Realitätsverlust. Wer mitten in der längsten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik, angesichts der immer mehr Fahrt aufnehmenden Deindustrialisierung und des dramatischen Arbeitsplatzabbaus in der Industrie die Forderung nach weniger Arbeit erhebe, der verkenne den Ernst der Lage. „Die Wahrheit ist, dass wir zu wenig arbeiten und auch deshalb weltweit nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Die Arbeitskosten sind zu hoch, Arbeit am Standort ist zu teuer geworden. Wir sollten nicht weniger, sondern mehr arbeiten.“
Allerheiligen fiel zuletzt im Jahr 2020 auf ein Wochenende. „Wenn wir Feiertage beliebig nachholen, entwerten wir ihren ursprünglichen Sinn. Denn dann steht nicht mehr der religiöse, historische oder gesellschaftspolitische Anlass im Vordergrund, sondern die Freizeit.“ Und es sei ein weit verbreiteter Irrglaube, dass diese in anderen Ländern einfach nachgeholt werden. In den USA und Japan gebe es für private Arbeitgeber gar keine gesetzliche Pflicht zur Arbeitsfreistellung an Feiertagen und in Großbritannien wiederum könne der Arbeitgeber freigenommene Feiertage vom Jahresurlaub abziehen, erklärt Brossardt und ergänzt: „Es besteht in Deutschland ein gesetzlicher Anspruch auf vier Wochen Erholungsurlaub pro Jahr. Viele Arbeitgeber bieten ihren Arbeitnehmern insgesamt sechs Wochen Erholungsurlaub, zum Beispiel auf tariflicher oder arbeitsvertraglicher Grundlage.“ Er weist darauf hin, dass Deutschland schon heute mehr freie Tage als der Durchschnitt der Industrieländer weltweit hat, und Bayern hat mehr Feiertage als jedes andere Bundesland.
„Um den Standort wieder attraktiv für Investitionen zu machen, müssten wir vielmehr einen zusätzlichen Tag arbeiten, allein das würde die Staatseinnahmen um rund 2,5 Milliarden Euro jährlich wachsen lassen. Das wäre ein aktiver Schritt zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, der DGB-Vorschlag dagegen das genaue Gegenteil“, so Brossardt abschließend.
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vbw, Bezirksgruppe Oberfranken
17. Arbeitgeberforum Oberfranken: Strukturelle Probleme hemmen Erholung
Bei ihrem 17. Arbeitgeberforum diskutierte die Bezirksgruppe Oberfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V darüber, wie man mit Lösungsbegabung die aktuellen Zeiten des Wandels erfolgreich meistern kann.
Als Gastredner gab Professor Dr. Hengstschläger, Leiter des Instituts für medizinische Genetik sowie Organisationsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik an der medizinischen Universität Wien, in seinem Vortrag „Mit Lösungsbegabung die Zukunft gestalten“ wertvolle Impulse. Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, erklärte im Rahmen der Veranstaltung: „In den letzten beiden Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands zurückgegangen. Die Wirtschaft ist also geschrumpft, am Standort Deutschland besteht Handlungsbedarf. Die hohen Arbeits- und Energiekosten, Unternehmenssteuern und Bürokratielasten sind Stellschrauben, bei denen wir zügig und effektiv ansetzen müssen. Hierfür kann Lösungsbegabung eine Schlüsselfertigkeit sein.“
Laut vbw ist die Strukturkrise problematisch, die notwendigen Maßnahmen seien bekannt. „Statistiken zeigen, dass die Strukturkrise ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen hat. Die Bundesregierung ist gut aus den Startlöchern gekommen“, führte Kaeser dazu aus. Mit dem Investitionsbooster, dem Einstieg in eine Unternehmenssteuerreform oder den Entlastungen beim Thema Energie habe sie wichtige und richtige Akzente gesetzt. Klar sei aber, dass jetzt weitere Reformen folgen müssen. „Wir setzen darauf, dass dabei Maßnahmen beschlossenen werden, die den Anstieg der Lohnzusatzkosten wirksam bremsen und so die Beitragszahler – und damit die Unternehmen – spürbar entlasten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Bürokratieabbau, der jetzt Fahrt aufnehmen muss. Darunter fällt auch die im Koalitionsvertrag versprochene Arbeitszeitflexibilisierung. Der globale Wettbewerb um Technologieführerschaft ist noch nicht entschieden. Der Bund muss genauso lösungsorientiert und innovationsfreudig wie der Freistaat agieren. Dann haben wir die Chance, als Industriestandort ganz vorne mitzuspielen.“