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vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft - Page 3

vbw-Kon­gress „Moder­ner Staat und Bürokratieabbau“

vbw for­dert Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten in 2026

Auf einem Kon­gress der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. dis­ku­tier­ten Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft über den Fort­schritt der Bun­des­re­gie­rung bei Dere­gu­lie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Dabei for­der­te der vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer den Abbau von min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten im Jahr 2026.

„Die über­bor­den­de Büro­kra­tie hängt unse­ren Unter­neh­men wie ein Mühl­stein um den Hals. Sie schränkt ihre inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit stark ein“, beton­te vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Der Staat müs­se sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.

Die vbw begrüßt, dass die Dring­lich­keit die­ses zen­tra­len Anlie­gens der Wirt­schaft inzwi­schen auch in Ber­lin ver­stan­den ist und sich das neu ein­ge­rich­te­te Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung auf die The­men kon­zen­triert. Bros­sardt erklär­te: „Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ hat die schwarz-rote Koali­ti­on ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg gebracht. Aber wir brau­chen wei­te­re Initia­ti­ven, um unse­re Unter­neh­men nach­hal­tig zu ent­las­ten und unse­ren Stand­ort wie­der attrak­tiv für Inves­ti­tio­nen zu machen.“

Wich­tig ist laut dem vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer aber vor allem, dass beim Büro­kra­tie­ab­bau jetzt schnell auch wirk­lich spür­ba­re Ent­las­tun­gen ein­tre­ten. Als kurz­fris­ti­ge Hand­lungs­fel­der nann­te er die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung, ein wir­kungs­vol­les Sofort­pro­gramm zur Redu­zie­rung von Doku­men­ta­ti­ons- und Mel­de­pflich­ten sowie ein Mora­to­ri­um für Sta­tis­tik­pflich­ten. „Bis Ende 2026 müs­sen min­des­tens zehn Pro­zent der Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten abge­baut sein“, for­dert Brossardt.

Dar­über hin­aus mach­te er klar, dass es nicht nur dar­um gehe, bestehen­de Büro­kra­tie abzu­bau­en. Genau­so wich­tig sei es, bei künf­ti­gen Geset­zen so wenig neue Büro­kra­tie auf­zu­bau­en wie mög­lich. „Neue Vor­ga­ben für die Wirt­schaft müs­sen viel kri­ti­scher als in der Ver­gan­gen­heit auf Sinn­haf­tig­keit und Umsetz­bar­keit hin­ter­fragt und dazu kon­se­quent Pra­xis- und Digi­tal­ch­ecks für jedes neue Geset­zes­vor­ha­ben eta­bliert werden.“

Bros­sardt: „Jury hat Wert der Tan­dem-Idee für Arbeits­kräf­te- und Fach­kräf­te­si­che­rung erkannt“

Pro­jekt ‚sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring‘ erhält Preis für inno­va­ti­ven Ansatz zur Arbeitsmarktintegration

Das Pro­jekt „sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ hat sich für sei­nen inno­va­ti­ven Ansatz, geflüch­te­ten und zuge­wan­der­ten Jugend­li­chen in Aus­bil­dung erfah­re­ne Azu­bis als Men­to­ren zur Sei­te zu stel­len, die Aus­zeich­nung im Wett­be­werb ‚Zusam­men wach­sen – Gute Ideen für Inte­gra­ti­on am Arbeits­markt‘ gesichert.

Der Preis wird getra­gen von der Initia­ti­ve „Deutsch­land – Land der Ideen“ der Ber­tels­mann Stif­tung, dem Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie und der Stif­tung Mer­ca­tor. Gewür­digt wur­den ins­ge­samt 50 her­aus­ra­gen­de Ideen für die Inte­gra­ti­on inter­na­tio­na­ler Fach- und Arbeits­kräf­te in den deut­schen Arbeits­markt. Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie unter­stüt­zen “sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring” als Haupt­för­de­rer. Umge­setzt wird das Pro­jekt vom Bil­dungs­werk der Baye­ri­schen Wirt­schaft (bbw) e. V.

Anläss­lich der Preis­ver­lei­hung in Ber­lin fand vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt loben­de Wor­te: „Wir freu­en uns sehr, dass sich das Pro­jekt im Wett­be­werb durch­set­zen konn­te – die Jury hat den Wert des Tan­dem-Ansat­zes für die Inte­gra­ti­on erkannt. Indem es im lau­fen­den Betrieb erfah­re­ne Nach­wuchs­kräf­te und neue Azu­bis mit Migra­ti­ons- und Flucht­hin­ter­grund zusam­men­bringt, schafft es Syn­er­gie­ef­fek­te für alle Betei­lig­ten. Die Men­to­ren pro­fi­tie­ren für ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung, den aus­län­di­schen Azu­bis wie­der­um erleich­tert das Tan­dem die Inte­gra­ti­on in ihren Aus­bil­dungs­be­trieb. Die Unter­neh­men erhal­ten die Chan­ce, ihren Nach­wuchs zu för­dern. Davon kön­nen sie lang­fris­tig auch für die eige­ne Arbeits- und Fach­kräf­te­si­che­rung profitieren.”

Die vbw star­te­te das Pro­jekt im ver­gan­ge­nen Jahr, um Jugend­li­che mit Flucht- und Zuwan­de­rungs­hin­ter­grund dabei zu unter­stüt­zen, sprach­li­che und kul­tu­rel­le Hür­den zu über­win­den und ihnen einen erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss zu ermög­li­chen. Bros­sardt erklär­te das Kon­zept: „In zwei Durch­läu­fen wur­den die teil­neh­men­den Unter­neh­men dabei unter­stützt, ein eige­nes Men­to­ren­pro­gramm in ihrem Betrieb auf­zu­bau­en. Im Mit­tel­punkt stand, die Aus­zu­bil­den­den aus höhe­ren Lehr­jah­ren auf ihre Men­to­ren­rol­le vor­zu­be­rei­ten. Mit­hil­fe einer fünf­tei­li­gen digi­ta­len Work­shop­rei­he übten sie Soft-Skills wie Selbst­re­fle­xi­on, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und Kul­tur­kom­pe­tenz. Die Per­so­nal- und Aus­bil­dungs­ver­ant­wort­li­chen erhiel­ten außer­dem Input zum The­ma ‚Diver­si­ty Management‘.”

„Wir möch­ten den baye­ri­schen Unter­neh­men das Hand­werks­zeug mit­ge­ben, um ihre eige­nen Pro­gram­me auf­zu­bau­en und sie nach ihren Bedürf­nis­sen zu gestal­ten. Hier­für stel­len wir ihnen seit Dezem­ber 2025 das ‘Schu­lungs­set für zukünf­ti­ge Men­to­ren’ zur Ver­fü­gung, das wir auf Basis der Erkennt­nis­se aus dem sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring erstellt haben. Damit kön­nen die Betrie­be Schritt für Schritt selb­stän­dig Men­to­ren­pro­gram­me wie die­ses auf­bau­en und umset­zen. So stei­gern sie die Erfol­ge der Azu­bis und ver­bes­sern die Zufrie­den­heit der Jugend­li­chen wäh­rend der Aus­bil­dungs­zeit. Lang­fris­tig gewin­nen sie als Arbeit­ge­ber an Attrak­ti­vi­tät und qua­li­fi­zier­tem Fachkräftenachwuchs.“

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Kon­gress „Star­ke Wirt­schaft – star­ke Kommunen“

Wirt­schafts­freund­li­che Ansät­ze machen Kom­mu­nen erfolgreich

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. benennt wich­ti­ge Punk­te, mit denen Kom­mu­nen ihre Attrak­ti­vi­tät und den Erfolg der Wirt­schaft vor Ort stei­gern kön­nen. Dazu gehör­ten natur­ge­mäß Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur als kom­mu­na­le Daueraufgabe.

„Eine leis­tungs­fä­hi­ge Infra­struk­tur macht den wirt­schaft­li­chen Erfolg einer Kom­mu­ne über­haupt erst mög­lich. Kom­mu­nen müs­sen ihre Infra­struk­tur im eige­nen Inter­es­se bedarfs­ge­recht wei­ter­ent­wi­ckeln, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt anläss­lich des vbw-Kon­gres­ses „Star­ke Wirt­schaft – star­ke Kommunen“.

Aus Sicht der Baye­ri­schen Wirt­schaft muss zudem die wirt­schafts­freund­li­che Aus­rich­tung der Kom­mu­nen lau­fend wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. So bie­te es sich etwa an, loka­le Anbie­ter durch eine mit­tel­stands­freund­li­che Los­ver­ga­be kom­mu­na­ler Auf­trä­ge zu stär­ken. Dane­ben brau­che es auch deut­lich schnel­le­re Ver­fah­ren bei Bau­ge­neh­mi­gun­gen und sons­ti­gen Ver­wal­tungs­vor­gän­gen. Zudem müss­ten die Kom­mu­nen die Wirt­schafts­för­de­rung ins Zen­trum ihrer Bemü­hun­gen stel­len. „Eine star­ke Wirt­schaft steht für mehr wohn­ort­na­he Arbeits­plät­ze, für bes­se­re Per­spek­ti­ven der Men­schen vor Ort und damit für höhe­re Steu­er­ein­nah­men“, fin­det Bros­sardt und ergänzt: „Eine flo­rie­ren­de Wirt­schaft stärkt nicht nur die Kom­mu­ne, son­dern auch unse­re Demokratie.“

Ein wei­te­res zen­tra­les Anlie­gen der vbw ist die Ener­gie­wen­de. „Wir brau­chen bezahl­ba­re und mög­lichst nach­hal­ti­ge Ener­gie. Das Tem­po der Ent­wick­lung wird maß­geb­lich in den Kom­mu­nen bestimmt. Sie müs­sen als Motor der Trans­for­ma­ti­on wir­ken. Mit ihrer Pla­nungs­ho­heit und als Bin­de­glied zur Bevöl­ke­rung sind sie die­je­ni­gen, die die Akzep­tanz für not­wen­di­ge Maß­nah­men schaf­fen kön­nen“, erläu­tert Bros­sardt. Zu guter Letzt for­dert die vbw mehr Enga­ge­ment für attrak­ti­ve Innen­städ­te und Orts­ker­ne. „Das ist ein wesent­li­cher Stand­ort­fak­tor für Unter­neh­men, ihre Beschäf­tig­ten, alle Bür­ger vor Ort und für tou­ris­ti­sche Gäs­te, die auch zum loka­len Wohl­stand beitragen.“

Der Kon­gress ist der Auf­takt der vbw Akti­vi­tä­ten im Vor­lauf auf die Kom­mu­nal­wahl im Frei­staat am 8. März 2026. Die gebün­del­ten For­de­run­gen der vbw sind hier zu finden.

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Tag der Inklusion

vbw betont die Bedeu­tung von Teil­ha­be am Arbeitsleben

Anläss­lich des Tags der Inklu­si­on am 3. Dezem­ber betont die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. die Bedeu­tung der Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung am Arbeitsleben.

„Teil­ha­be ist nicht nur wesent­lich für ein selbst­be­stimm­tes Leben, son­dern auch betriebs- und volks­wirt­schaft­lich ein wich­ti­ges Hand­lungs­feld“, erklärt Bert­ram Bros­sardt, vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer. Die Wirt­schaft enga­gie­re sich bereits in erheb­li­chem Maße für die Inklu­si­on. Die baye­ri­schen Arbeit­ge­ber­ver­bän­de unter­stütz­ten Unter­neh­men bei der Prä­ven­ti­on, um Beein­träch­ti­gun­gen mög­lichst gut vor­zu­beu­gen, sowie der Reinte­gra­ti­on und Inklu­si­on von Schwer­be­hin­der­ten in den Arbeits­markt. „Men­schen mit Behin­de­rung leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Siche­rung des Arbeits­kräf­te- und Fach­kräf­te­be­darfs: Sie sind gut qua­li­fi­ziert und wer­den gebraucht.“

Fast 73 Pro­zent der rund 165.000 schwer­be­hin­der­ten Beschäf­tig­ten in Bay­ern waren im Jahr 2023 bei einem pri­va­ten Arbeit­ge­ber ange­stellt. 28 Pro­zent der schwer­be­hin­der­ten Beschäf­tig­ten waren im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be tätig. Das ist bran­chen­über­grei­fend der größ­te Anteil. „Im Frei­staat hat sich die Zahl der Arbeits­plät­ze schwer­be­hin­der­ter Beschäf­tig­ter bei Betrie­ben mit über 20 Arbeits­plät­zen beson­ders kräf­tig erhöht: Sie stieg zwi­schen 2013 und 2023 um 20,5 Pro­zent. Die­se Zah­len ver­deut­li­chen, dass die Bereit­schaft zur Ein­stel­lung schwer­be­hin­der­ter Men­schen kei­nes­wegs nur das Ergeb­nis von staat­li­cher Regu­lie­rung ist. Das Enga­ge­ment für Inklu­si­on, das gera­de die baye­ri­sche Wirt­schaft lebt, zeigt Wir­kung“, sagt Brossardt.

Für die vbw ist die Sen­si­bi­li­sie­rung für das The­ma ent­schei­dend für eine erfolg­rei­che Inklu­si­on. „Wir brau­chen mehr Infor­ma­tio­nen und Anrei­ze statt Regu­lie­rung. Arbeit­ge­ber müs­sen umfas­send über die Chan­cen der Beschäf­ti­gung schwer­be­hin­der­ter Per­so­nen sowie die damit ver­bun­de­nen recht­li­chen Vor­ga­ben infor­miert wer­den“, so Bros­sardt. Hier sei­en vor allem die Spe­zia­lis­ten in den Arbeits­agen­tu­ren, bei den Reha-Trä­gern sowie beim Inklu­si­ons­amt gefor­dert. Sie leis­te­ten bereits jetzt sehr gute Arbeit. „Außer­dem über­neh­men die Ein­heit­li­chen Ansprech­stel­len für Arbeit­ge­ber in Bay­ern (EAA) eine Lot­sen­funk­ti­on für die Unter­neh­men. So soll die Ein­stel­lung behin­der­ter Men­schen deut­lich erleich­tert wer­den. Die gemein­sa­men Bemü­hun­gen zur Ver­brei­tung des Bewusst­seins­wan­dels, dass ‚behin­dert‘ nicht auto­ma­tisch ‚leis­tungs­ge­min­dert‘ bedeu­tet, sind vor­an­zu­trei­ben. Dabei kön­nen posi­ti­ve Bei­spie­le aus der Pra­xis hilf­reich sein. Klar ist: Erfolg­rei­che Inklu­si­on funk­tio­niert nur mit den Unter­neh­men, nicht gegen sie“, so Bros­sardt abschließend.

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für das drit­te Quar­tal 2025

Ener­gie­prei­se sin­ken leicht

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. lag im drit­ten Quar­tal 2025 bei 110,1 Punk­ten und ist damit gegen­über dem vor­he­ri­gen Quar­tal um 1,2 Pro­zent gesun­ken, wie die vbw mitteilt.

„Trotz­dem sind die Ener­gie­prei­se für die baye­ri­sche Wirt­schaft nach wie vor auf zu hohem Niveau. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Jah­res 2019 – dem letz­ten Jahr vor der Coro­na-Kri­se – lie­gen die Prei­se immer noch um fast ein Drit­tel höher“, sagt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Der Teil­in­dex für Pri­mär­ener­gie lag im drit­ten Quar­tal 2025 mit durch­schnitt­lich 100,4 Punk­ten um 3,2 Pro­zent nied­ri­ger als im zwei­ten Quar­tal 2025. „Wäh­rend die Ein­fuhr­prei­se für Erd­gas (-7,9 Pro­zent), Stein­koh­le (-3,0 Pro­zent) und Erd­öl (-1,4 Pro­zent) zurück­gin­gen, ver­teu­er­te sich die in Deutsch­land erzeug­te Braun­koh­le erneut merk­lich, um 8,0 Pro­zent“, erläu­tert Brossardt.

Anders als der Gesamt­in­dex stieg der Teil­in­dex für Sekun­där­ener­gie im drit­ten Quar­tal 2025 gegen­über dem vor­he­ri­gen Quar­tal leicht um 0,5 Pro­zent auf durch­schnitt­lich 119,7 Punk­te. Wäh­rend die Erzeu­ger­prei­se für Flüs­sig­gas um 8,3 Pro­zent zurück­gin­gen, leg­ten die Prei­se für impor­tier­ten Strom deut­lich um 13,7 Pro­zent zu. Auch die Prei­se für Die­sel (+1,2 Pro­zent), Fern­wär­me (+0,7 Pro­zent) und leich­tes Heiz­öl (+0,3 Pro­zent) gin­gen leicht in die Höhe. „Besorg­nis­er­re­gend ist zudem, dass der Strom­preis­in­dex mit durch­schnitt­lich 112,0 Punk­ten noch immer um 34,6 Pro­zent über dem Niveau von vor der Coro­na-Pan­de­mie lag“, sagt Brossardt.

Aus Sicht der vbw muss die Poli­tik drin­gend Fak­ten schaf­fen, um die vor­an­schrei­ten­de Deindus­tria­li­sie­rung des Wirt­schafts­stand­orts zu stop­pen. „Ohne einen glo­bal wett­be­werbs­fä­hi­gen Strom­preis ist die Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Stand­orts ernst­haft in Gefahr. Dazu gehört die Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses für die ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie eben­so wie die dau­er­haf­te Absen­kung der Strom­steu­er für alle Bran­chen. Gleich­zei­tig muss der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und der Strom­net­ze nicht nur beschleu­nigt, son­dern auch bes­ser mit­ein­an­der syn­chro­ni­siert wer­den“, so Brossardt.

Basis­jahr für den vbw-Ener­gie­preis­in­dex ist 2021 (2021=100). Wei­te­re Erläu­te­run­gen zum vbw-Ener­gie­preis­in­dex sind hier zu finden.

vbw begrüßt res­sort­über­grei­fen­den Ansatz zur Ent­las­tung der Wirtschaft

Bros­sardt „Ein Anfang ist gemacht, jetzt muss die Bun­des­re­gie­rung dranbleiben!“

„Die schwarz-rote Koali­ti­on hat beim Büro­kra­tie­ab­bau die Zei­chen der Zeit erkannt. Mit der Moder­ni­sie­rungs­agen­da und dem ‚Ent­las­tungs­ka­bi­nett‘ bringt sie ers­te erfolg­ver­spre­chen­de Maß­nah­men auf den Weg, mit denen sie den über­fäl­li­gen Büro­kra­tie­ab­bau res­sort­über­grei­fend ange­hen und die Digi­ta­li­sie­rung end­lich vor­an­trei­ben will“, erklärt der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., Bert­ram Bros­sardt, im Nach­gang der Kabi­netts­sit­zung mit dem Schwer­punkt Büro­kra­tie­rück­bau in der ver­gan­ge­nen Woche.

Das sei ein Anfang, die Rich­tung stim­me. Neben der schnel­len Umset­zung der ange­sto­ße­nen Geset­zes­ver­fah­ren brau­che es wei­te­re Initia­ti­ven, um Unter­neh­men am Stand­ort deut­lich und nach­hal­tig zu ent­las­ten und zu unter­stüt­zen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss an dem wich­ti­gen The­ma dranbleiben!“

Bros­sardt betont, anhal­ten­de glo­ba­le Kri­sen, ver­stärk­ter Pro­tek­tio­nis­mus, die vor­an­schrei­ten­de De-Indus­tria­li­sie­rung in Deutsch­land und eine schwä­cheln­de Nach­fra­ge in vie­len Bran­chen und Märk­ten stell­ten Unter­neh­men schon seit län­ge­rem vor enor­me Her­aus­for­de­run­gen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss alles dafür tun, die Rah­men­be­din­gun­gen am Stand­ort aktiv wirt­schafts­freund­li­cher und wett­be­werbs­fä­hi­ger zu gestal­ten. Die Wirt­schaft trägt seit Jah­ren schwer an über­bor­den­den büro­kra­ti­schen Ver­pflich­tun­gen und einer zu lang­sam vor­an­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung. Der Staat muss sei­ne admi­nis­tra­ti­ven Ansprü­che wei­ter deut­lich zurück­fah­ren, Leis­tun­gen effi­zi­en­ter zur Ver­fü­gung stel­len und auf allen Ebe­nen Abläu­fe ver­ein­fa­chen und beschleunigen.“

In die­sem Zusam­men­hang bewer­tet der vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer posi­tiv, dass sich das Bun­des­ka­bi­nett über Eck­punk­te zum Auf­bau einer Work-and-Stay-Agen­tur ver­stän­digt hat, um die Inte­gra­ti­on von Fach­kräf­ten aus dem Aus­land in den deut­schen Arbeits­markt zu ver­bes­sern. „Die Unter­neh­men in Bund und Frei­staat sind auf gut qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te aus dem Aus­land ange­wie­sen. Dar­um müs­sen wir zügig und beherzt Hür­den abbau­en, die ihnen den Weg in den Arbeits­markt erschwe­ren“, sagt Bros­sardt. Auch das Geset­zes­vor­ha­ben zur Erhö­hung von Schwel­len­wer­ten zur Bestel­lung von Sicher­heits­be­auf­trag­ten unter­stützt die vbw „Unter­neh­men gehen sehr ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit mög­li­chen Gefah­ren für die Gesund­heit ihrer Mit­ar­bei­ten­den um. Die geplan­te Locke­rung der Vor­ga­ben, wie vie­le Sicher­heits­be­auf­trag­te Geschäfts­füh­rer von Klein- und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men bestel­len müs­sen, um ihren gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men, ver­schafft ihnen mehr Fle­xi­bi­li­tät“, so Bros­sardt abschließend.

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zum Welt­tag der Wissenschaft

„For­schung und Ent­wick­lung zen­tral für unse­re Wettbewerbsfähigkeit“

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. for­dert anläss­lich des Welt­tags der Wis­sen­schaft am 10. Novem­ber 2025 eine noch stär­ke­re För­de­rung von For­schung und Entwicklung.

„Bay­ern ver­fügt bereits über ein exzel­len­tes Netz­werk von Top-Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len sowie renom­mier­ten For­schungs- und Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. So hielt Bay­ern in den Pro­zess­tech­no­lo­gien als Kern­be­reich der Indus­trie bei­spiels­wei­se im Jahr 2024 fast 5.000 Welt­klas­se­pa­ten­te und ran­giert damit im inter­na­tio­na­len Ver­gleich auf dem sieb­ten Platz. „Dar­auf dür­fen wir uns aber nicht aus­ru­hen, zumal sich eini­ge Stand­or­te deut­lich dyna­mi­scher ent­wi­ckeln, gera­de an den Schnitt­stel­len zu digi­ta­len Tech­no­lo­gien. Ange­sichts der tief­grei­fen­den struk­tu­rel­len Pro­ble­me, der sin­ken­den inter­na­tio­na­len Wett­be­werbs­fä­hig­keit und der fort­schrei­ten­den Deindus­tria­li­sie­rung ist die För­de­rung von Wis­sen­schaft und Inno­va­ti­on ein zen­tra­ler Hebel, um unse­re wirt­schaft­li­che Tal­fahrt lang­fris­tig zu über­win­den und welt­weit Impuls­ge­ber für Inno­va­ti­on zu blei­ben“, so Brossardt

Die vbw spricht sich daher dafür aus, den Wis­sen­schafts­stand­ort Bay­ern wei­ter zu stär­ken. Mit der High­tech Agen­da Bay­ern und der High­tech Agen­da Plus leis­te die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung Pio­nier­ar­beit, vor allem in der För­de­rung von zukunfts­wei­sen­den Tech­no­lo­gien wie Künst­li­cher Intel­li­genz und Robo­tik. Zudem wer­de der Hoch­schul­stand­ort Bay­ern bis 2027 mit 1.000 neu­en Pro­fes­su­ren in den Berei­chen Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie (MINT) sowie zusätz­li­chen Stu­di­en­plät­zen aus­ge­stat­tet. „Die­se Anstren­gun­gen gilt es, künf­tig fort­zu­set­zen und zusätz­li­che wich­ti­ge Fel­der etwa im Bereich Nach­hal­tig­keits­tech­no­lo­gien aus­zu­bau­en“, führt Bros­sardt aus.

Die neue High­tech Agen­da Deutsch­land leis­tet laut vbw eben­falls einen wich­ti­gen Bei­trag zur tech­no­lo­gi­schen Sou­ve­rä­ni­tät von Bund und Län­dern. Davon kann auch der Wis­sen­schafts­stand­ort Bay­ern pro­fi­tie­ren. „Für die erfolg­rei­che Umset­zung braucht es nun einen kon­struk­ti­ven Betei­li­gungs­pro­zess. Lang­fris­tig muss die Ver­ste­ti­gung der Mit­tel in aus­rei­chen­der Höhe im Kern­haus­halt der nächs­ten Jah­re sicher­ge­stellt wer­den“, betont Bros­sardt und ergänzt: „Mit dem gesetz­li­chen Rücken­wind durch das Baye­ri­sche Hoch­schul­in­no­va­ti­ons­ge­setz müs­sen die baye­ri­schen Hoch­schu­len jetzt eige­ne inno­va­ti­ve Akzen­te set­zen und Unter­neh­mens­grün­dun­gen sowie den Tech­no­lo­gie­trans­fer inten­si­vie­ren. Auch die Digi­ta­li­sie­rung muss in Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen ent­schie­den vor­an­ge­bracht und ganz­heit­lich ver­an­kert wer­den. So sichern wir die inter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Wis­sen­schafts- und Hoch­schul­stand­orts Bayern.“

vbw-Pres­se­mit­tei­lung zu Umfra­ge zum Stand­ort Bayern

Gro­ße Stand­ort­loya­li­tät – Neun von zehn Unter­neh­men wür­den sich wie­der im Frei­staat ansiedeln

Laut einer Umfra­ge der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. unter über 700 Unter­neh­men im Frei­staat blei­ben baye­ri­sche Unter­neh­men ihrem Stand­ort treu. So wür­den sich neun von zehn Unter­neh­men erneut im Frei­staat ansiedeln.

„Die Stand­ort­loya­li­tät liegt bei 91,1 Pro­zent und ist das zwei­te Jahr in Fol­ge gestie­gen. Das ist die gute Nach­richt. Die schlech­te Nach­richt ist, dass ein­zel­ne Berei­che immer schlech­ter abschnei­den, ins­be­son­de­re die über­bor­den­de Büro­kra­tie wird für die Unter­neh­men zur Belas­tungs­pro­be“, fasst vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt die zen­tra­len Ergeb­nis­se zusam­men. Die Umfra­ge wird seit 2013 jähr­lich vom Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft Köln Con­sult GmbH durchgeführt.

Ein­zel­ne Stand­ort­fak­to­ren wur­den zum Teil deut­lich schlech­ter bewer­tet als im Vor­jahr. „Mit einer Note von 4,2 schnei­det der Bereich Ver­wal­tungs­han­deln so schlecht wie noch nie ab. Daher ist es jetzt an der Zeit, ent­schlos­sen gegen­zu­steu­ern. Wir unter­stüt­zen daher die Büro­kra­tie­ab­bau­in­itia­ti­ven von Staats­mo­der­ni­sie­rungs­mi­nis­ter Dr. Kars­ten Wild­ber­ger und der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung mit ihrem Büro­kra­tie­ab­bau­be­auf­trag­ten Wal­ter Nussel. Die gut gemach­ten Plä­ne müs­sen jetzt zügig umge­setzt wer­den. Wir brau­chen drin­gend vor­zeig­ba­re Erfol­ge, die ent­hal­te­nen ‚Quick Wins‘ müs­sen sofort rea­li­siert wer­den“, for­dert Bros­sardt und ergänzt: „Unkom­pli­ziert kön­nen über­flüs­si­ge sta­tis­ti­sche Berichts­pflich­ten gestri­chen und vie­le der unzäh­li­gen betrieb­li­chen Beauf­trag­ten abge­schafft wer­den. Einen Lei­ter­be­auf­trag­ten braucht zum Bei­spiel niemand.“

Die all­ge­mei­ne Stand­ort­qua­li­tät in Bay­ern wird mit­tels einer Ska­la zwi­schen 0 und 100 Punk­ten ermit­telt. Mit einem Wert von 72,5 Punk­ten wur­de die­se in die­sem Jahr etwas schlech­ter bewer­tet als letz­tes Jahr (2024: 72,8 Punk­te). Der bis­he­ri­ge Spit­zen­wert wur­de im Jahr 2019 mit 76,2 Punk­ten erreicht. Zusätz­lich zur Bewer­tung der all­ge­mei­nen Stand­ort­qua­li­tät und ‑loya­li­tät haben die Unter­neh­men Schul­no­ten für die fünf The­men­fel­der „Human­ka­pi­tal“, „All­ge­mei­ne Infra­struk­tur“, „Inno­va­ti­ons­um­feld“, „Ener­gie und Roh­stof­fe“ sowie „staat­li­ches Ver­wal­tungs­han­deln“ ver­ge­ben. Bros­sardt: „Alle The­men­fel­der haben – teils sogar deut­lich – gegen­über dem Vor­jahr an Qua­li­tät eingebüßt.“

Ein wei­te­res zen­tra­les Ergeb­nis der Stu­die: Der Stand­ort ist inzwi­schen zu teu­er. Vor allem die hohen Arbeits‑, Ener­gie- und Roh­stoff­kos­ten belas­ten die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men. Zusätz­lich von hoher Bedeu­tung für die Unter­neh­men ist die Ver­bes­se­rung der all­ge­mei­nen Infra­struk­tur. „Die Stu­die ist ein Alarm­si­gnal für den Stand­ort Bay­ern. Über die meis­ten rele­van­ten Stand­ort­fak­to­ren wird in Ber­lin ent­schie­den. Es ist daher essen­zi­ell, dass die Bun­des­re­gie­rung jetzt kraft­voll eine wirt­schafts­freund­li­che Poli­tik betreibt, die vor allem die hohe Kos­ten- und Büro­kra­tie­be­las­tung der Unter­neh­men in den Blick nimmt“, so Brossardt.

Doch auch im Frei­staat muss nach­ge­bes­sert wer­den. „Ser­vice­ori­en­tie­rung und Digi­ta­li­sie­rung der öffent­li­chen Ver­wal­tung sind Dau­er­bau­stel­len. Die Staats­re­gie­rung hat hier schon vie­le gute Maß­nah­men auf den Weg gebracht, darf aber nicht nach­las­sen“, erklärt Bros­sardt abschließend.

Die Stu­die ist hier zu finden.

vbw zur DGB-For­de­rung zum Nach­ho­len von Feiertagen

„Wir soll­ten nicht weni­ger, son­dern mehr arbeiten“

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. lehnt die DGB-For­de­rung zum Aus­gleich von gesetz­li­chen Fei­er­ta­gen, die auf einen Sams­tag oder Sonn­tag fal­len, an einem Werk­tag ent­schie­den ab.

„Fei­er­ta­ge als zusätz­li­chen Urlaub zu ver­ste­hen, ent­behrt dem Sinn und Zweck der auf Besin­nung auf einen bestimm­ten Anlass gedach­ten Fei­er­lich­kei­ten“, so vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Es zei­ge zudem in der aktu­el­len wirt­schaft­li­chen Lage einen ekla­tan­ten Rea­li­täts­ver­lust. Wer mit­ten in der längs­ten Wirt­schafts­kri­se seit Bestehen der Bun­des­re­pu­blik, ange­sichts der immer mehr Fahrt auf­neh­men­den Deindus­tria­li­sie­rung und des dra­ma­ti­schen Arbeits­platz­ab­baus in der Indus­trie die For­de­rung nach weni­ger Arbeit erhe­be, der ver­ken­ne den Ernst der Lage. „Die Wahr­heit ist, dass wir zu wenig arbei­ten und auch des­halb welt­weit nicht mehr wett­be­werbs­fä­hig sind. Die Arbeits­kos­ten sind zu hoch, Arbeit am Stand­ort ist zu teu­er gewor­den. Wir soll­ten nicht weni­ger, son­dern mehr arbeiten.“

Aller­hei­li­gen fiel zuletzt im Jahr 2020 auf ein Wochen­en­de. „Wenn wir Fei­er­ta­ge belie­big nach­ho­len, ent­wer­ten wir ihren ursprüng­li­chen Sinn. Denn dann steht nicht mehr der reli­giö­se, his­to­ri­sche oder gesell­schafts­po­li­ti­sche Anlass im Vor­der­grund, son­dern die Frei­zeit.“ Und es sei ein weit ver­brei­te­ter Irr­glau­be, dass die­se in ande­ren Län­dern ein­fach nach­ge­holt wer­den. In den USA und Japan gebe es für pri­va­te Arbeit­ge­ber gar kei­ne gesetz­li­che Pflicht zur Arbeits­frei­stel­lung an Fei­er­ta­gen und in Groß­bri­tan­ni­en wie­der­um kön­ne der Arbeit­ge­ber frei­ge­nom­me­ne Fei­er­ta­ge vom Jah­res­ur­laub abzie­hen, erklärt Bros­sardt und ergänzt: „Es besteht in Deutsch­land ein gesetz­li­cher Anspruch auf vier Wochen Erho­lungs­ur­laub pro Jahr. Vie­le Arbeit­ge­ber bie­ten ihren Arbeit­neh­mern ins­ge­samt sechs Wochen Erho­lungs­ur­laub, zum Bei­spiel auf tarif­li­cher oder arbeits­ver­trag­li­cher Grund­la­ge.“ Er weist dar­auf hin, dass Deutsch­land schon heu­te mehr freie Tage als der Durch­schnitt der Indus­trie­län­der welt­weit hat, und Bay­ern hat mehr Fei­er­ta­ge als jedes ande­re Bundesland.

„Um den Stand­ort wie­der attrak­tiv für Inves­ti­tio­nen zu machen, müss­ten wir viel­mehr einen zusätz­li­chen Tag arbei­ten, allein das wür­de die Staats­ein­nah­men um rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich wach­sen las­sen. Das wäre ein akti­ver Schritt zu mehr Wett­be­werbs­fä­hig­keit, der DGB-Vor­schlag dage­gen das genaue Gegen­teil“, so Bros­sardt abschließend.

vbw, Bezirks­grup­pe Oberfranken

17. Arbeit­ge­ber­fo­rum Ober­fran­ken: Struk­tu­rel­le Pro­ble­me hem­men Erholung

Bei ihrem 17. Arbeit­ge­ber­fo­rum dis­ku­tier­te die Bezirks­grup­pe Ober­fran­ken der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V dar­über, wie man mit Lösungs­be­ga­bung die aktu­el­len Zei­ten des Wan­dels erfolg­reich meis­tern kann.

Als Gast­red­ner gab Pro­fes­sor Dr. Hengst­schlä­ger, Lei­ter des Insti­tuts für medi­zi­ni­sche Gene­tik sowie Orga­ni­sa­ti­ons­lei­ter des Zen­trums für Pat­ho­bio­che­mie und Gene­tik an der medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien, in sei­nem Vor­trag „Mit Lösungs­be­ga­bung die Zukunft gestal­ten“ wert­vol­le Impul­se. Tho­mas Kae­ser, Vor­stands­vor­sit­zen­der der vbw Bezirks­grup­pe Ober­fran­ken, erklär­te im Rah­men der Ver­an­stal­tung: „In den letz­ten bei­den Jah­ren ist das Brut­to­in­lands­pro­dukt Deutsch­lands zurück­ge­gan­gen. Die Wirt­schaft ist also geschrumpft, am Stand­ort Deutsch­land besteht Hand­lungs­be­darf. Die hohen Arbeits- und Ener­gie­kos­ten, Unter­neh­mens­steu­ern und Büro­kra­tiel­as­ten sind Stell­schrau­ben, bei denen wir zügig und effek­tiv anset­zen müs­sen. Hier­für kann Lösungs­be­ga­bung eine Schlüs­sel­fer­tig­keit sein.“

Laut vbw ist die Struk­tur­kri­se pro­ble­ma­tisch, die not­wen­di­gen Maß­nah­men sei­en bekannt. „Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass die Struk­tur­kri­se ein besorg­nis­er­re­gen­des Aus­maß ange­nom­men hat. Die Bun­des­re­gie­rung ist gut aus den Start­lö­chern gekom­men“, führ­te Kae­ser dazu aus. Mit dem Inves­ti­ti­ons­boos­ter, dem Ein­stieg in eine Unter­neh­mens­steu­er­re­form oder den Ent­las­tun­gen beim The­ma Ener­gie habe sie wich­ti­ge und rich­ti­ge Akzen­te gesetzt. Klar sei aber, dass jetzt wei­te­re Refor­men fol­gen müs­sen. „Wir set­zen dar­auf, dass dabei Maß­nah­men beschlos­se­nen wer­den, die den Anstieg der Lohn­zu­satz­kos­ten wirk­sam brem­sen und so die Bei­trags­zah­ler – und damit die Unter­neh­men – spür­bar ent­las­ten. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt ist der Büro­kra­tie­ab­bau, der jetzt Fahrt auf­neh­men muss. Dar­un­ter fällt auch die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­spro­che­ne Arbeits­zeit­fle­xi­bi­li­sie­rung. Der glo­ba­le Wett­be­werb um Tech­no­lo­gie­füh­rer­schaft ist noch nicht ent­schie­den. Der Bund muss genau­so lösungs­ori­en­tiert und inno­va­ti­ons­freu­dig wie der Frei­staat agie­ren. Dann haben wir die Chan­ce, als Indus­trie­stand­ort ganz vor­ne mitzuspielen.“

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