Erleichterungen ab Montag, 11. Oktober
7‑Tage-Inzidenz in der Stadt Bamberg seit drei Tagen unter 35
In der Stadt Bamberg wurde der 7‑Tages Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Inzidenzwert von 28,7 für die Stadt Bamberg (Donnerstag, 33,9; Freitag 28,7). Damit treten laut einer heutigen Bekanntmachung der Stadt Bamberg inzidenzabhängige Erleichterungen in Kraft.
Bislang galt verpflichtend die sogenannte 3‑G-Regel, wonach für den Zugang zu geschlossenen Räumen, beispielsweise bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen bis 1.000 Personen in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten und Fitnessstudios oder Kinos und Museen sowie für Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist, nur Personen Zugang haben dürfen, die geimpft, genesen oder getestet sind.
Diese verpflichtende Regel gilt ab Montag, 11. Oktober, nicht mehr. Gleichwohl können aber Veranstalter oder Einrichtungen auf freiwilliger Basis weiterhin 3‑G, 3‑G-Plus oder 2‑G anwenden. Wer also eine Veranstaltung oder Einrichtung besuchen möchte, sollte sich vorher direkt informieren, ob es dort weiterhin Zugangsbeschränkungen gibt. Die Stadt Bamberg strebt für ihre Veranstaltungsorte und Einrichtungen ab 1. November eine einheitliche Anwendung von 3G-Plus an.
Inzidenzunabhängig, also auch bei Inzidenzwerten unter 35, gilt weiterhin, dass der Zugang zu Volksfesten, Diskotheken, Bordellbetrieben sowie vergleichbaren Freizeiteinrichtungen und zu Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen nur durch Genesene, Geimpfte oder Getestete erfolgen darf.
Sollte die Stadt Bamberg an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7‑Tage-Inzidenz von 35 wieder überschreiten, erfolgt eine erneute Bekanntmachung der Stadt Bamberg. Die vorstehenden Bestimmungen finden dann ab dem übernächsten auf die Bekanntmachung folgenden Tag keine Anwendung mehr.
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„Ein Jahrhundert segensreiches Wirken“
Erzbischof Schick gratuliert zu 100 Jahren Comboni-Mission in Deutschland
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Comboni-Missionaren zu ihrem 100-jährigen Bestehen im deutschsprachigen Raum gratuliert.
Am Sonntag, dem Gedenktag des heiligen Daniel Comboni, feiert der Orden die Eröffnung der ersten deutschen Niederlassung der Comboni-Missionare in Ellwangen. Damit dürfe die Ordensgemeinschaft auf ein Jahrhundert segensreiches Wirken in Deutschland zurückschauen, so Schick in einem Brief.
Die Comboni-Missionare hielten nach den Worten des Erzbischofs in Deutschland den Missionsauftrag und das Evangelisationsverständnis lebendig. Sie brächten die Frohe Botschaft und letztlich Jesus Christus zu den Menschen, betonte Schick. „Dafür spreche ich Ihnen und allen verstorbenen Mitglieder der Gemeinschaft große Anerkennung aus und sage: Vergelt’s Gott!“
Die Comboni-Missionare vom Herzen Jesu (MCCJ) wurden 1867 vom heiligen Daniel Comboni gegründet. Sie leben nach dem Vorbild ihres Gründers, der zu den großen Missionaren Afrikas zählt, und widmen sich besonders der Mission. Die Nähe zu den Menschen, besonders den Armen, ist eine wichtige Quelle ihrer Spiritualität. Die erste deutsche Niederlassung wurde 1920 in Ellwangen eröffnet. Das Provinzialat der Comboni-Missionare für den deutschsprachigen Raum befindet sich in Nürnberg.
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Schick zur Bedeutung von katholischen Schulen und Religionsunterricht
„Christliche Kultur soll erhalten und weitergegeben werden“
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat im Gottesdienst mit 27 Schulleitungen im Bamberger Dom die Bedeutung von katholischen Schulen in der deutschen Schullandschaft hervorgehoben.
„Ich sehe mich als Verteidiger und Promoter von katholischen Schulen und des konfessionellen Religionsunterrichts“, sagte Schick. Für ein gutes Leben in der Gegenwart und in der Zukunft sei es unerlässlich, die christliche Kultur zu erhalten und weiterzutragen. „Dabei leisten katholische Schulen und der Religionsunterricht einen unverzichtbaren Dienst.“
Jede Kultur müsse ihre Identität bewahren, führte Schick aus. „Wenn wir christliche Kultur bewahren möchten, dann sollten wir uns immer wieder aufs Neue von Jesus Christus inspirieren lassen. Er hält seine Kultur lebendig und wirksam durch uns.“ Katholische Schulen und Religionsunterricht spielten dabei eine große Rolle, denn sie hätten die Aufgabe vorzustellen, woher die christliche Kultur komme – von Jesus Christus selbst – und welche Auswirkungen sie auf Schriften und Kunst, Lebensart und Moral in der Gesellschaft habe.
Aufgabe sei es zuerst, Wissen wertschätzend und einladend zu vermitteln, sodass die Schülerinnen und Schüler selbst anfangen, christliche Kultur zu leben und zu praktizieren. „Dabei ist die Freiheit ein wichtiger Faktor der christlichen Kultur“, erläuterte der Bamberger Erzbischof. Die christliche Kultur sei in ihrem Ursprung und Wesen eine menschenfreundliche, humane Kultur der Lebensbejahung, der Hoffnung und der Zuversicht. „Sie steht für Gerechtigkeit und Frieden, setzt sich für die Bewahrung der Schöpfung ein und ist durch Solidarität und Freude gekennzeichnet.“ Auch die kritische Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Kirchengeschichte, die nicht dem Geiste Jesu entsprochen hätten, dürfte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Immer dann, wenn Kirchen oder Christen herrschen und die Macht an sich ziehen wollten, ging christliche Kultur verloren und wurde zerstört. Schick betonte im Gegenzug: „Dann, wenn christliche Kultur im Geist Jesu und im Geist Mariens eine helfende, eine dienende und inspirierende Kultur sein wollte, war und ist sie dienlich, lebensfördernd und zukunftsträchtig.“
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Online-Stream statt Konzerthalle
Abschlussfeier der IHK-Berufsausbildung musste digital stattfinden
Im Rahmen einer digitalen Abschlussfeier hat das IHK-Gremium Bamberg die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der IHK-Abschlussprüfung aus Stadt und Landkreis Bamberg geehrt. Aufgrund der nach wie vor geltenden Corona-Bestimmungen konnte die Abschlussfeier diesmal nicht in Präsenz in der Konzert- und Kongresshalle stattfinden.
„Der Ausbildungsabschluss ist ein wichtiger Meilenstein im Leben. Das gilt umso mehr, wenn man die Ausbildung und Prüfung unter Pandemiebedingungen durchführt. Um den Absolventinnen und Absolventen Wertschätzung für ihre Leistung entgegenzubringen und die Prüfungsbesten auch öffentlich zu würdigen, haben wir uns für ein digitales Format entschieden“, erläutert IHK-Präsidentin Sonja Weigand, die auch Vorsitzende des IHK-Gremiums Bamberg ist.
Mit dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss haben die Absolventinnen und Absolventen eine solide Basis für ihren Berufsweg gelegt. „Eine erfolgreiche Berufsausbildung verbindet Theorie und Praxis. Sie gibt das nötige Rüstzeug für das weitere Berufsleben. Egal wohin die weitere berufliche Reise geht – Beruf, weiterführende Schule, Weiterbildung oder Studium – mit einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss stehen Ihnen alle Türen offen. Das kann Ihnen niemand mehr nehmen“, so die IHK-Präsidentin in ihrer Begrüßung in Richtung der Absolventinnen und Absolventen.
18 Prüfungsbeste im Raum Bamberg
Im Rahmen der Sommerprüfung haben im IHK-Gremium Bamberg insgesamt 502 Prüflinge an der Abschlussprüfung teilgenommen, davon 466 mit Erfolg (92,8 Prozent). 360 erfolgreiche Abschlüsse gab es bei den kaufmännischen Berufen, 106 bei den gewerblich-technischen. 18 Absolventinnen und Absolventen erreichten die Traumnote 1, jeweils neun bei den kaufmännischen bzw. gewerblich-technischen Berufen. Sie erhielten im Rahmen der Veranstaltung eine „virtuelle Auszeichnung“.
Fernsehkoch: „Im Team zum Erfolg“
Mit einem kurzweiligen Impulsvortrag richtete sich Alexander Herrmann, Sternekoch, Gastronom, Fernsehkoch und Autor aus Oberfranken, an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Unter dem Motto „Im Team zum Erfolg“ erläuterte er am Beispiel seines Unternehmens Herrmann’s Posthotel GmbH & Co. KG in Wirsberg, dass ein großartiger Erfolg nur mit einem großartigen Team möglich ist. Aus seiner Sicht sei es elementar, sein Team stark und sicher zu machen, um es für den Berufsalltag zu wappnen. Dazu müsse den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets vermittelt werden, warum sie sich engagieren sollen. „Das ‚Warum‘ ist elementar wichtig“, so Herrmann. „Jeder ist stolz auf sich und leistet für das Ganze etwas!“
Stellvertretend für die erfolgreichen Ausbildungsabsolventinnen und ‑absolventen aus dem Raum Bamberg bedankte sich Nadine Berry von der Lohmann-Koester GmbH & Co. KG in Altendorf bei Angehörigen, IHK, Prüferinnen und Prüfern, Lehrkräften sowie Ausbilderinnen und Ausbildern für die Unterstützung während der Ausbildungszeit. Sie erinnerte an ihre Ausbildungszeit zurück, die im Vergleich zur Schule einen völlig anderen Tagesablauf mit sich gebracht habe. Wichtig seien für sie persönlich in der Corona-Zeit vor allem die vielen Kolleginnen und Kollegen gewesen, die ihr die Orientierung „auf der Arbeit“ erleichtert hätten. „Da hatte ich viel Glück und bin sehr dankbar“, so Berry.
Wir sagen Ja zur Ausbildung
Die Corona-Zeit mit ihren Einschränkungen sei für viele Unternehmen eine große Herausforderung gewesen, so Sonja Weigand. Eine Stütze seien in dieser schwierigen Zeit oft gerade die gut ausgebildeten Fachkräfte und die Auszubildenden gewesen. Den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen wünschte die IHK-Präsidentin einen guten Start in das Berufsleben, egal für welchen der vielen möglichen Wege man sich entscheide: „Es freut mich immer junge Menschen zu sehen, die mit Elan, wissbegierig und voller Mut in die Zukunft gehen und etwas aus ihrem Leben machen.“ Mit der oberfränkischen Band Barfly und dem Song „Ein Hoch auf Euch“ endete die virtuelle Abschlussfeier.
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Gespräche mit Marktbeschickern und Stadtmarketing
Weihnachtsmarkt 2021 in Bamberg soll stattfinden
In Bamberg soll es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt auf dem Maxplatz geben. Das teilt die Stadt Bamberg nach einem Gespräch mit der Vorstandschaft der Marktkaufleute und Schausteller in Bamberg und dem Stadtmarketing Bamberg mit.
„Wir wollen, dass in diesem Jahr ein Weihnachtmarkt stattfindet“, erklärte dazu Oberbürgermeister Andreas Starke, der aber auch zur Vorsicht mahnt: Unsere Entscheidungen sind immer abhängig vom Pandemiegeschehen und dem jeweils geltenden Rechtsrahmen.“
Konsequente Anwendung der 3‑G-Regel
Einigkeit bestand bei den Gesprächsteilnehmern, dass es nach Möglichkeit einen zentralen Veranstaltungsort geben soll. Eine dezentrale Verteilung von Marktständen in den Stadtteilen, wie im vergangenen Jahr angedacht, wird nicht bevorzugt, weil man auch an die Tradition der früheren Jahre anknüpfen will.
Klar ist aber auch, dass Corona-bedingte Regelungen unumgänglich sind. So soll bei allen gastronomischen Angeboten, also insbesondere Glühweinständen und kulinarischen Angeboten mit Aufenthaltsmöglichkeit, konsequent die 3‑G-Regel zur Anwendung kommen.
Weitere Einzelheiten zur Organisation und Vorbereitung des Weihnachtsmarktes 2021 sollen in der kommenden Woche geklärt werden, um die Planungen der Veranstalter zu erleichtern. Außerdem erwarten die Verantwortlichen mehr Klarheit über die bayernweiten Regelungen für Weihnachtsmärkte: Hierzu findet am 12. Oktober im Bayerischen Wirtschaftsministerium ein Runder Tisch mit Politik, Verbänden und Akteuren der Weihnachtsmärkte statt. Die Stadt Bamberg begrüßt diese überregionale Initiative, weil gegenwärtig „überall über Form und Inhalte von Weihnachtsmärkten diskutiert wird“, so OB Starke.
Zahl der Todesfälle steigt auf 256
Koordinierungsgruppe Corona verzeichnet leicht steigende Nachfrage nach Impfungen
17 Personen befinden sich derzeit mit Corona-Infektionen in Kliniken in Stadt und Landkreis Bamberg. Darüber informierte die Koordinierungsgruppe Corona unter der Leitung von Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke nach der wöchentlichen Besprechung.
Zwei Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sind nicht geimpft. Von den 15 weiteren Patienten, die lediglich stationär behandelt werden, sind neun mit Impfschutz, sechs Personen ohne.
Die bevorstehenden Beschränkungen für bisher Nicht-Geimpfte lassen die Nachfrage nach Impfungen leicht ansteigen. Verlangt wird hier insbesondere der Impfstoff „Johnson & Johnson“, bei dem eine Impfung genügt.
In dem Pflegeheim, in dem es seit knapp zwei Wochen ein Ausbruchsgeschehen gibt, sind inzwischen 20 Bewohner und 13 Mitarbeitende positiv auf Corona getestet worden. Drei Personen befinden sich in stationärer Behandlung. Eine Person ist am Wochenende verstorben. Am heutigen Dienstag findet die dritte Reihentestung in der Einrichtung statt.
Die Koordinierungsgruppe verglich auch das Infektionsgeschehen von vor einem Jahr mit den aktuellen Zahlen. 2020 gab es im Juli 12, im August 30 und im September 88 Neuinfektionen, um dann im Oktober auf 529 nach oben zu schnellen. Ein Jahr später liegen die Zahlen bei 181 im Juli, 338 im August und 605 im September.
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Im öffentlichen Raum sollen sich alle wohlfühlen
Grün-Rot beantragt einen Kommunalen Ordnungsdienst für Bamberg
Die Stadtratsfraktionen von Grünes Bamberg und der SPD wollen einen Kommunalen Sicherheitsdienst in Bamberg einführen, um Müll, Lärm und anderes Fehlverhalten einzudämmen.
Der eine wirft Zigarettenkippen und Pappbecher achtlos in die Grünanlage, die andere trägt nachts lautstarke Musikboxen durch die Straßen, wieder jemand anderes pinkelt an die Hauswand. Vermehrt gibt es Ärger über solche und ähnliche Verhaltensweisen.
Mit einem Vorschlag, der in anderen Städten bereits erfolgreich ist, möchten die Stadtratsfraktionen Grünes Bamberg und SPD diese Probleme angehen: Ein kommunaler Ordnungsdienst. Polizeiarbeit soll damit nicht ersetzt werden, betonen die Antragsteller Andreas Eichenseher, Christian Hader und Klaus Stieringer. „Vielmehr geht es darum, Menschen auf Fehlverhalten freundlich aufmerksam zu machen und gegebenenfalls auch zu erklären, warum etwas falsch ist“, erläutert Grünen-Stadtrat Andreas Eichenseher. „Wir stellen uns Stadtkümmerer beziehungsweise Stadtkümmerinnen vor, die darauf achten, dass der öffentliche Raum für alle angenehm und nutzbar bleibt.“
„Ein Bewusstsein schaffen, öffentlichen Raum mehr wertzuschätzen“
Ein zahnloser Tiger soll der Kommunale Ordnungsdienst KOD gleichwohl nicht werden, betont Klaus Stieringer von der SPD: „Es muss einen Bußgeldkatalog geben, der beispielsweise Lärmbelästigungen, Vandalismus, Wildpinkeln und Vermüllung abschreckend sanktioniert. Für alle muss gleichermaßen klar sein, dass Fehlverhalten Folgen hat.“ Der KOD soll Ordnungswidrigkeiten verfolgen und per Streifendienst Kontrollen durchführen und nach seiner Ansicht das Ordnungsamt entlasten, aber auch aufwerten.
Andreas Eichenseher will gezielt gegen die zunehmende Vermüllung in der Innenstadt, auf der Erba-Insel und an den Flussufern vorgehen, „aber auch gegen giftige Zigarettenkippen, die im ganzen Stadtgebiet zu finden sind“. Mit Hilfe eines kommunalen Ordnungsdienstes könne man in der Stadtgesellschaft eine Kultur und ein Bewusstsein schaffen, den gemeinsamen öffentlichen Raum mehr wertzuschätzen und pfleglicher zu behandeln.
Wenn es nach Grünen und SPD geht, soll die Stadtverwaltung bis zum nächsten Jahr ein Konzept für einen kommunalen Ordnungsdienst sowie einen Bußgeldkatalog erarbeiten. Und bereits im Haushalt für 2022 soll Geld dafür zur Verfügung stehen.
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Fußball-Bayernliga Nord
FC Eintracht Bamberg unterliegt TSV Karlburg 0:1
In der Fußball-Bayernliga hat Tabellenführer FC Eintracht Bamberg die zweite Saisonniederlage kassiert. Im Heimspiel gegen den TSV Karlburg blieben die Domreiter zum zweiten Mal ohne eigenen Treffer im Stadion und unterlagen am Samstagnachmittag den Unterfranken mit 0:1. Damit fiel der FCE auf Rang zwei zurück mit 32 Punkten. Neuer Spitzenreiter ist die SpVgg Ansbach mit 34 Zählern.
Selten hat ein Endergebnis einen Spielverlauf so auf den Kopf gestellt wie nach dieser Partie. Festmachen kann man diese Erkenntnis am Eckballverhältnis von 12:2 zugunsten der Gastgeber. Der FC Eintracht Bamberg kontrollierte die erste Halbzeit, der TSV Karlburg setzte auf eine starke Defensive. Demzufolge spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Gäste ab, die Hausherren setzten die Unterfranken mächtig unter Druck. Bei Karlburg dagegen ging nach vorne nichts. Die Unterfranken machten sich nicht wirklich auf die Suche nach dem Bamberger Strafraum. So gab es auch nicht die vom FC Eintracht im Vorfeld erwarteten kleinen offensiven Nadelstiche. Als viele Zuschauer beim Stand von 0:0 mit dem Halbzeitpfiff rechneten, gab es große Aufregung: Elshani ging im Mittelfeld zu stark einen Gegner an, der Schiedsrichter zeigte dem Bamberger die rote Karte.
„Das Positive aus dem Spiel herausziehen“
Wer gedacht hatte, dass der TSV Karlburg in Überzahl in der zweiten Halbzeit die auf Defensive ausgelegte Spielweise änderte, wurde kräftig getäuscht. Selbst mit einem Spieler weniger rührten die Unterfranken in der Abwehr Beton an. Die in Unterzahl spielenden Bamberger machten mit einem Akteur weniger weiterhin das Spiel, ließen dabei auch zwei Möglichkeiten der Gäste zu. Mehr kam erst mal nicht vom TSV. Und die Hausherren hatten selber ihre Chancen, der Ball wollte jedoch einfach nicht in das Tor des Gastes. Genauer: Wenn der Ball nicht am Kasten vorbei ging oder wie in der Schlussphase zweimal am Aluminium landete, war Gäste-Goalie Fischer-Vallecilla zur Stelle und parierte. Die FCE-Führung wäre mehr als verdient gewesen. Getroffen haben dafür die Gäste. Nach einem Abpraller landete der Ball auf Höhe Mittellinie bei Heuchert, der lief alleine auf das Tor der Hausherren zu. FCE-Goalie Dellermann machte es richtig gut, blieb lange stehen und griff dann nach dem Ball, als Heuchert rechts an ihm vorbei wollte. Der Karlburger fiel, und der Schiedsrichter gab zur Überraschung der Hausherren Elfmeter. Fries ließ Dellermann keine Chance, es stand 1:0 (76.) – und das alles andere als dem Spielverlauf entsprechend. Die Schlussoffensive mit Chancen für den FC Eintracht brachte keinen Erfolg, es blieb beim 1:0 für Karlburg. Dass Tranziska in der siebten Minute der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte sah, ist eher als Randnotiz zu sehen.
Das sagt Trainer Julian Kolbeck: „So ist der Fußball. Ich kann meiner Mannschaft am Ende des Tages keinen Vorwurf machen bis auf das, dass sie die Tore nicht gemacht hat. Wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und haben gegen eine engmaschige, teilweise manndeckende Mannschaft versucht, Lösungen zu finden. Einige Chancen hatten wir uns herausgespielt, auch in Unterzahl. Mit der roten Karte haben wir uns dann ein Eigentor geschossen. Da müssen wir an der Stabilität der mentalen Seite arbeiten, wir dürfen uns nicht provozieren lassen. Aber auch zu zehnt hat die Mannschaft das richtig gut gespielt. Sie hat den Ball schnell laufen lassen und hat den Gegner hinten reingedrückt. Ich muss dann trotzdem irgendwie sagen, dass es schade ist, dass der Bayernliga-Fußball so ist, wie er in dem Spiel war. Es ist nicht meine Art, so Fußball spielen zu lassen, wie es der Gegner getan hat. Aber irgendwie gibt es ihm Recht, denn er hat 1:0 bei uns gewonnen. Jetzt heißt es, das Positive aus dem Spiel herauszuziehen, denn unter dem Strich haben wir ein gutes Spiel gemacht, nur eben die Chancen nicht genutzt. Das tut weh.”
Auf Anfrage des 1. FC Nürnberg testet der FC Eintracht Bamberg am kommenden Dienstag, 5. Oktober, die U23 Mannschaft des FCN. Anstoß des Testspiels gegen die Regionalligamannschaft des Clubs ist um 19 Uhr im Fuchs-Park-Stadion. Um Punkte kämpft der FC Eintracht Bamberg wieder am 9. Oktober beim ASV Neumarkt. Dann folgen die Spiele am 15. Oktober beim SC Feucht und zum Abschluss der Vorrunde am 22. Oktober zu Hause gegen die DJK Don Bosco Bamberg. In die Rückrunde startet der FCE am 30. Oktober zu Hause gegen den 1. FC Sand.
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In einer digitalisierten Welt Teilhabe fördern
Am 3. Oktober findet Caritas-Kollekte im Erzbistum Bamberg statt
An diesem Sonntag findet im Erzbistum Bamberg in den katholischen Gottesdiensten die Caritas-Kollekte statt. Die Gläubigen werden um Spenden für die karitative und soziale Arbeit gebeten.
Der Gottesdienstkollekte kommt eine besondere Bedeutung zu, da wegen der Corona-Pandemie bei der seit Montag laufenden Caritas-Sammlung vielerorts keine Ehrenamtlichen an die Haustüren gingen. Stattdessen verteilen die Pfarreien Flyer mit angehängtem Zahlschein oder Spendentütchen in die Briefkästen der Haushalte.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Caritas-Sammlung in diesem Jahr dem Projekt „Digitale Bildung und Teilhabe“. Es will Menschen, denen der Zugang zu digitalen Angeboten erschwert ist, die Nutzung erleichtern. Dazu fördert das Projekt Maßnahmen vor Ort, die Kreis-Caritasverbände, Fachverbände der Caritas oder Pfarreien entwickelt haben. 80 Prozent seines Anteils am Ertrag der beiden Sammlungen 2021 wird der Diözesan-Caritasverband Bamberg in das Projekt geben.
Zwölf Maßnahmen wurden bereits mit einem Gesamtbetrag von rund 42.000 Euro gefördert. Sie sind in Bamberg, Cadolzburg, Coburg, Erlangen, Fürth, Kronach, Lisberg und Veitsbronn sowie im Landkreis Nürnberger Land angesiedelt; zwei Maßnahmen beziehen sich auf Oberfranken. Die Maßnahmen bieten Schulungen im Umgang mit PC und Internet, stellen Geräte zur Verfügung oder vernetzen Berater und Klienten oder Ehrenamtliche untereinander.
Im November wird eine Jury in einer zweiten Antragsrunde weitere Maßnahmen auswählen.
Mehr Informationen zum Projekt finden sich auf https://caritas100.de/spenden/jubilaeumsspende/
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Drei Brauereien kreieren das „36 Kreisla“
Ordensschwester Doris sticht das erste Fass des achten Landkreisbieres an
Das achte wird als außergewöhnliches Jahr in die Geschichte des Landkreisbieres „36 Kreisla“ eingehen. Gerade geadelt mit der Auszeichnung „Goldene Bieridee“ des Bayerischen Brauerbundes, zapfte am Donnerstagabend die einzige bierbrauende Ordensschwester in Deutschland den ersten Gerstensaft vom achten Gemeinschaftswerk der Brauereien Herrmann (Ampferbach), Kaiser (Grasmannsdorf) und Sternbräu Scheubel (Schlüsselfeld): ein „Franken Dunkel“.
„Es ist unser Bestreben, die Region Bamberg nachhaltig als Genussregion zu stärken und so unsere Braukultur, unsere Identität, aber auch Arbeitsplätze und unseren Wohlstand langfristig zu sichern“, steckte Landrat Johann Kalb im Bauernmuseum Frensdorf beim traditionellen Brauersilvester das Ziel des Projektes ab. „Unseren Landkreis zeichnet die größte Brauereidichte und damit eine außergewöhnliche Vielfalt der Biere aus“, so Kalb. Dieses Alleinstellungsmerkmal müsse erhalten werden. Das schließe jedoch keineswegs aus, dass Brauereien zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.
„Trinkbar gewordener Ausdruck eines Zusammengehörigkeitsgefühls“
Zustimmung erhielt der Bamberger Landrat aus berufenem Munde. Die Bayerische Bierkönigin Sarah Jäger lobte: „Das Landkreisbier schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, dass unsere Branche so dringend braucht. Durch Eintracht macht man kleine Dinge groß, durch Zwietracht wird man große Dinge los. Dieser Leitspruch, der seit 1880 über dem Wirken des Bayerischen Brauerbundes steht, wird vom 36 Kreisla mit Leben gefüllt.“ Die Initiative wäre niemals Realität geworden ohne den nimmermüden Einsatz von Landrat Johann Kalb, der sich der Förderung der besonderen regionalen Bierkultur seiner Heimat bereits im ersten Jahr seiner Amtszeit auf die Fahnen geschrieben habe, so Jäger weiter. „Das 36 Kreisla ist ein trinkbar gewordener Ausdruck eines Zusammengehörigkeitsgefühls der Brauer, aber auch der Menschen, die die Brauereienvielfalt als Teil regionaler Identität wertschätzen und die mit Stolz auf diese besondere Seite ihrer Heimat blicken.“
Einen beeindruckenden Einblick in die Braukultur des Klosters Mallersdorf eröffnete die dortige Braumeisterin Doris den Gästen. „Bierbrauen war früher Teil der Haushaltsarbeit und damit Frauensache.“ Die Ordensschwester hielt ein flammendes Plädoyer für regionale Biere. „Trinken Sie die Biere aus ihrer Region. Unterstützen Sie die Brauwirtschaft hier in Bamberg.“ In ihrem Kloster ist ein helles Bier Teil jeder Mahlzeit – natürlich nur schoppenweise. Sehr beeindruckt zeigte sich die Ordensschwester mit der Lizenz zum Bierbrauen von den vielfältigen Aktivitäten in der Region rund ums Bier.
Das Landkreisbier 2021 reiht in eine Serie von – bei Kennern äußerst geschätzten – Suden ein. Den Anfang machte 2015 ein „Märzen“, gefolgt vom „Jubelbock“ (2016), dem „Fränkisch Hell“ (2016), einem „Vollbier“ (2017) und einem „Kellerbier hefetrüb“ (2018). 2019 wurde dann – passend zum 90jährigen Jubiläum des Landkreises Bamberg ein „Festbier“ gebraut und 2020 ein „Lager-Gold“.
Der Landkreis Bamberg ist von einer über die Jahrhunderte gewachsenen Bierkultur geprägt, die sich in der höchsten Privatbrauereidichte weltweit widerspiegelt. Noch heute existieren rund 65 Brauereien im Landkreis, meist familiengeführt, handwerklich geprägt und vielfältig im Angebot ihrer Biersorten. Um diese weltweit einmalige Vielfalt zu erhalten und zu stärken, hatte der Bamberger Landrat Johann Kalb 2014 die Idee, ein eigenes Landkreisbier zu entwickeln.
Diese Bemühungen sind von Erfolg gekrönt. Im Frühjahr dieses Jahres wird das Landkreisbier „36 Kreisla“ vom Bayerischen Brauerbund e. V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e. V. mit der „Goldenen BierIdee“ – ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient gemacht haben.