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Bamberg - Page 56

„Bam­ber­ger Schlem­mer­kist­la“ auch 2021 wie­der gefüllt mit regio­na­len Spezialitäten

Das belieb­te Schlem­mer­kist­la ist bereits seit vie­len Jah­ren bekannt und wird ger­ne zu beson­de­ren Anläs­sen ver­schenkt. Die­ser „Geschen­ke-Klas­si­ker“ beinhal­tet vie­le regio­na­le Spe­zia­li­tä­ten aus unse­rer Regi­on. Wie bei jeder neu­en Auf­la­ge wur­den wie­der neue Pro­duk­te von loka­len Her­stel­lern in das Sor­ti­ment aufgenommen.

Nicht feh­len darf dabei natür­lich eine frän­ki­sche Dosen­wurst von einem hand­werk­lich arbei­ten­den Metz­ger­meis­ter. Dazu passt ein Ori­gi­nal Bam­ber­ger Rauch­bier oder für den Wein­lieb­ha­ber der auf den Hän­gen des Klos­ter Micha­els­berg ange­bau­te Sil­va­ner vom Bam­ber­ger Stifts­gar­ten. Ein inten­siv schme­cken­der Frucht­es­sig, selbst­ge­mach­te Mar­me­la­de, Hanf­öl aus dem Ste­gau­ra­cher Natur­gar­ten und eine Packung Voll­korn-Din­kel­mehl aus Pom­mers­fel­den run­den das Ange­bot ab. Nach­dem Stadt und Land­kreis Bam­berg Mit­glie­der der Fair­trade-Kam­pa­gne sind, wur­de auch der bio­lo­gisch pro­du­zier­te und fair gehan­del­te Bam­berg-Kaf­fee mit in das Schlem­mer­kist­la integriert.

Dür­fen wir vor­stel­len? Das aktu­el­le Schlem­mer­kist­la für 2021, bestückt mit tol­len regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten aus der Genuss­land­schaft Bam­berg! Prä­sen­tiert wird das Kist­la vor dem Stifts­la­den in der Haupt­wach­stra­ße von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke (r.), Land­rat Johann Kalb (2.v.r.), Kli­ma- und Umwelt­re­fe­rent Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp (l.), Stif­tungs­ma­na­ge­rin Clau­dia Schel­bert (m.) sowie Tobi­as Eckardt (2.v.l.). Er lei­tet seit Anfang des Jah­res zusam­men mit Nad­ja Kul­pa-Gop­pert den Geschäfts­be­reich Regio­nal­ent­wick­lung am Land­rats­amt Bamberg. 

„Mit dem Kauf des fai­ren-regio­na­len Schlem­mer­kist­la tun Sie nicht nur Ihren Lie­ben etwas Gutes, son­dern unter­stüt­zen neben den regio­na­len Anbie­ter in Ihrer Regi­on auch die Lebens­hil­fe in Bam­berg, die die­ses Schlem­mer­kist­la ver­kaufs­fer­tig packt und lie­be­voll deko­riert“, war­ben Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Land­rat Johann Kalb, Kli­ma- und Umwelt­re­fe­rent Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp sowie Tobi­as Eckardt, Geschäfts­be­reichs­lei­ter „Regio­nal­ent­wick­lung“ am Land­rats­amt, für die neue Auf­la­ge des Schlemmerkistlas.

Noch gibt es in der Regi­on Bam­berg vie­le Spe­zia­li­tä­ten von Direkt­ver­mark­tern, Gärt­nern, Bäckern, Metz­gern und Braue­rei­en vor Ort. Damit die­se auch in Zukunft ange­bo­ten wer­den, gel­te es, die Betrie­be und damit die Regi­on, gera­de in die­ser schwe­ren Zeit, zu unter­stüt­zen und zu stärken.

Das Schlem­mer­kist­la ist ab sofort an fol­gen­den Aus­ga­be­stel­len zum Preis von 30 Euro erhältlich:

  • Cafe GRÜNE OASE, Ohm­stra­ße 1, Bam­berg.
    Falls eine grö­ße­re Men­ge der „Schlem­mer­kist­la“ benö­tigt wird, zum Bei­spiel von Fir­men, die ihren Beschäf­tig­ten oder Kun­den eine Freu­de machen wol­len, emp­fiehlt es sich, kurz vor­her anzu­ru­fen (Tel. 0951//1897–2036 oder auch 0951//1897–2025) und die Bestel­lung auf­zu­ge­ben. Abhol­zei­ten sind Mon­tag bis Frei­tag von 8 Uhr bis 14 Uhr.
  • Stifts­la­den der Bür­ger­spi­tal­stif­tung, Haupt­wach­stra­ße 9, Bam­berg.
    Der Laden liegt zen­tral in der Innen­stadt und ist für den Kun­den gut erreich­bar. Auf­grund der aktu­el­len Inzi­denz­wer­te kann der Laden ab Mitt­woch, 17. März, nur im „click&meet“-Verfahren besucht wer­den (Di, Do, Fr von 13–15 Uhr, Sa 10–13 Uhr nach vor­he­ri­ger Anmel­dung unter 0951//87–2411
    (regu­lä­re Öff­nungs­zei­ten: Mo-Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr; vor­be­halt­lich der wei­te­ren Ent­wick­lung der Inzi­denz­zah­len und damit ver­bun­de­ner Einschränkungen)

Feu­er in Buchladen

Tho­mas Heil­mann arbei­tet bereits an der Zukunft

Durch ein Feu­er hat Tho­mas Heil­mann Frei­tag­nacht sei­nen Buch­la­den in der Karo­li­nen­stra­ße und sei­ne Ver­mie­te­rin ver­lo­ren. Gro­ße Anteil­nah­me aus der Bevöl­ke­rung und eine bereits gefun­de­ne, neue Unter­kunft für “Herr Heil­mann – Gute Bücher” las­sen ihn aber opti­mis­tisch in die Zukunft blicken.

Herr Heil­mann, wie haben Sie die Nacht des Feu­ers erlebt?

Tho­mas Heil­mann: Ich war Frei­tag­nacht für einen Nacht­spa­zier­gang im Sand­ge­biet unter­wegs. Als ich unten am Lein­ritt war, konn­te ich schon rie­chen, dass es irgend­wo brennt. Meh­re­re Feu­er­wehr­au­tos hör­te ich auch schon und als ich in der Karo­li­nen­stra­ße vor­bei­kam, habe ich gese­hen, wo sie hin­ge­fah­ren waren. Das Gebäu­de, in dem mein Buch­lan­den war, brann­te. Mei­ne ers­te Reak­ti­on war Sor­ge um mei­ne Ver­mie­te­rin, Karin Hoyer, die in der Woh­nung oben drü­ber leb­te und bei dem Feu­er gestor­ben ist. Ab unge­fähr ein Uhr in der Nacht stand ich in der Stra­ße, bis frühs um acht, habe mit der Feu­er­wehr und der Poli­zei gespro­chen. Gegen sie­ben durf­te ich kurz in den Laden und habe eigent­lich gleich gese­hen, dass da nichts mehr zu machen ist.


Die Frau, die in der Woh­nung über Ihrem Laden wohn­te, starb wäh­rend des Feu­ers. Wie war Ihre Bezie­hung zu ihr?

Tho­mas Heil­mann: Wir waren befreun­det. So einen Laden kann man erset­zen oder wie­der aufbauen.


Ist die Brand­ur­sa­che bereits bekannt?

Tho­mas Heil­mann: Soweit ich weiß, noch nicht. Die Poli­zei unter­sucht noch.


Wie groß ist der Schaden?

Tho­mas Heil­mann: Der Sach­scha­den ist viel­leicht 50.000 Euro. Der ideel­le Ver­lust ist natür­lich noch viel höher. Aber die Idee lebt weiter.


Sie sind bin­nen weni­ger Tage in der Karo­li­nen­stra­ße im Laden gegen­über unter­ge­kom­men. Wie kam die Zusam­men­ar­beit mit Ayur­ve­di­ca zustande?

Tho­mas Heil­mann: Schon Sams­tag­mor­gen, dem Mor­gen danach, hat mir der Besit­zer, Herr Hil­le­brecht, gesagt, dass ich in sei­nem Laden unter­kom­men kann. Und zwar so lan­ge, wie ich möch­te. Ein wirk­lich fei­ner Zug von ihm.

Im 2. Stock brann­te es – Das Gebäu­de in der Karo­li­nen­stra­ße 22

War­um ist die Lösung mit Ayur­ve­di­ca nicht dauerhaft?

Tho­mas Heil­mann: Ich möch­te auf jeden Fall wie­der einen eige­nen Laden, mit dem ich wie­der eigen­stän­dig sein kann. Ich habe mir auch schon eini­ge Mög­lich­kei­ten angeschaut.


Wie läuft die Suche?

Tho­mas Heil­mann: Ganz gut. Ich suche etwas im Sand­ge­biet. Es gibt ein paar schö­ne Sachen in der Sandtra­ße, aber in der Lan­gen Stra­ße wur­de mir auch schon etwas ange­bo­ten. Ich bin an ver­schie­de­nen Miet­ob­jek­ten dran, die ich mir nach und nach anschaue.


Auf die Mel­dung des Feu­ers in den sozia­len Netz­wer­ken gab es zahl­rei­che posi­ti­ve Kom­men­ta­re und gro­ße Anteil­nah­me. Wie sahen die Reak­tio­nen außer­dem aus?

Tho­mas Heil­mann: Es war schon schön, was da alles ankam. Am Wochen­en­de stand das Tele­fon vor Zuspruch und Anteil­nah­me teil­wei­se nicht still. Und auch was an mate­ri­el­ler Hil­fe kommt, ist toll. Mir wur­den zum Bei­spiel schon gan­ze Laden­aus­stat­tun­gen ange­bo­ten. Da sehe ich, was ich in zehn Jah­ren, in denen ich den Buch­la­den habe, an Kun­den und Freun­den gewon­nen habe.

Leu­te, die Lust dar­auf haben, dass der Laden wei­ter exis­tiert. Sams­tag­mor­gen als ich sah, dass alles kaputt war, war ich abso­lut nie­der­ge­schla­gen. Aber dann ging es eigent­lich sofort mit der neu­en Adres­se los und die gan­ze Anteil­nah­me kam. Ich habe mich schnell ent­schie­den, opti­mis­tisch mit etwas Neu­em weiterzumachen.


Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp hat Ihnen in einem Face­book-Kom­men­tar ein Gespräch im Rat­haus ange­bo­ten. Haben Sie die­ses Ange­bot schon wahrgenommen?

Tho­mas Heil­mann: Noch nicht, aber dazu wird es kom­men. Ich bin schon gespannt, was er da vorhat.


Wie sieht der der­zei­ti­ge Betrieb von “Herr Heil­mann – Gute Bücher” aus?

Tho­mas Heil­mann: Seit dem 8. März dür­fen unter ande­rem Buch­lä­den ja wie­der Kund­schaft emp­fan­gen. Aber in ers­ter Linie dient die neue Unter­kunft der­zeit als eine Anlauf­stel­le für Leu­te, die Bücher bestellt haben.

Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat (MIB)

MIB-Ver­an­stal­tung zum Inter­na­tio­na­len Frauentag

Seit Jah­ren orga­ni­siert der Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg (MIB) anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frau­en­tags eine klei­ne Fei­er für Frau­en mit einem bun­ten Pro­gramm, meist in den Räu­men von Lui 20, der Begeg­nungs­stät­te des Ver­eins Freund statt Fremd. Die­ses Jahr gab es ein vir­tu­el­les Meeting.

Trotz der aktu­el­len Ein­schrän­kun­gen woll­te der Frau­en­aus­schuss 2021 die Fei­er nicht aus­fal­len las­sen und hat des­halb Frau­en mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund zu einem vir­tu­el­len Mee­ting ein­ge­la­den. Der Online-Aus­tausch fand am 14. März 2021 statt und bot ein span­nen­des Pro­gramm. Nach der Begrü­ßung durch die Spre­che­rin des Frau­en­aus­schus­ses, Frau Khry­sty­na Pav­li­ukh, folg­ten Gruß­wor­te der Vor­sit­zen­den des MIB, Frau Mitra Sha­ri­fi, sowie Gruß­wor­te aller Frak­tio­nen der Gleich­stel­lungs­kom­mis­si­on der Stadt Bamberg.

Künst­le­ri­scher Höhe­punkt war der Video­bei­trag von Nora Gom­rin­ger, Direk­to­rin der Vil­la Kon­kor­dia, wel­cher die oft sub­ti­len Gewalt­struk­tu­ren und tabui­sier­ten Miss­brauchs­tra­gö­di­en in Fami­li­en anhand der Geschich­te zwei­er ohne Mut­ter auf­wach­sen­der Schwes­tern the­ma­ti­sier­te. Frau Dr. Karin Geh­rer nahm die­sen Bei­trag zum Anlass, zu ver­deut­li­chen, dass Gleich­stel­lung noch nicht erreicht und femi­nis­ti­sche und frau­en­stär­ken­de Arbeit immer noch nötig ist, solan­ge Frau­en und Mäd­chen immer noch der Gefähr­dung durch Gewalt und sexu­el­len Miss­brauch aus­ge­setzt sind.

Frau Judith Sie­ders­ber­ger von Freund statt Fremd e.V. stell­te ver­schie­de­ne Akti­vi­tä­ten und Pro­jek­te des Ver­ei­nes zuguns­ten von Frau­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund vor. Spe­zi­ell her­vor­zu­he­ben sind dabei die Kunst­pro­jek­te für Frau­en und Mäd­chen des Anker­zen­trums, von wel­chen der „Rad­man­tel“ bereits schon im Bür­ger­la­bor aus­ge­stellt wur­de. Frau Nur­sen Ergin vom Migra­ti­ons­so­zi­al­dienst der AWO stell­te die Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Migran­tin­nen und Migran­ten in der Stadt und im Land­kreis Bam­berg vor, unter ande­rem das lang­jäh­ri­ge Pro­jekt Lese­freun­de und – freun­din­nen für mehr­spra­chi­ge Kin­der und ein neue­res Pro­jekt zur För­de­rung von Internetkompetenzen.


Inter­ak­ti­ves Online-Tan­zen zur Abrundung

Der Frau­en­chor, der vor eini­gen Jah­ren vom MIB-Frau­en­aus­schuss gegrün­det wur­de und bei vie­len Ver­an­stal­tun­gen ehren­amt­lich das Pro­gramm gesang­lich umrahmt, wur­de gewür­digt durch ein Kunst-Video von Michae­la Pöhlau, wel­che mit einer gelun­ge­nen Col­la­ge eine Hom­mage an die Sän­ge­rin­nen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund schuf.

Die Zie­le des vom MIB orga­ni­sier­ten Tref­fens sind, einer­seits die Ver­net­zung von Frau­en mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund in und um Bam­berg zu för­dern und das gegen­sei­ti­ge Empower­ment von Frau­en zu stär­ken. Ande­rer­seits will der Frau­en­aus­schuss des MIB damit auch ein Zei­chen set­zen und auf­zei­gen, dass auch in Deutsch­land noch längst kei­ne Gleich­stel­lung von Frau und Mann erreicht ist, solan­ge Frau­en immer noch durch­schnitt­lich viel weni­ger ver­die­nen als Män­ner, solan­ge Frau­en immer noch häus­li­che Gewalt erle­ben und solan­ge Frau­en immer noch dop­pelt so hart arbei­ten müs­sen um höhe­re Posi­tio­nen zu errei­chen. Auch in Coro­na-Zei­ten wird die dop­pel­te oder drei­fa­che Belas­tung, wel­che durch Home-Schoo­ling, Haus­halt und Home-Office ent­steht, wie selbst­ver­ständ­lich haupt­säch­lich von Frau­en getra­gen. All das sind Unge­rech­tig­kei­ten, wel­chen Frau­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund dop­pelt aus­ge­setzt sind, da sie nicht nur als Frau­en, son­dern auch als Migran­tin­nen Dis­kri­mi­nie­rung erle­ben, wie die MIB-Vor­sit­zen­de Frau Mitra Sha­ri­fi ausführte.

Die bei­den ehren­amt­li­chen Orga­ni­sa­to­rin­nen, Frau Frau Khry­sty­na Pav­li­ukh und Frau Dr. Karin Geh­rer, zeig­ten sich erfreut über die posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen zu dem Anlass und den regen Aus­tausch unter den anwe­sen­den Frau­en, wel­che die Gele­gen­heit wahr­nah­men auch von ihren Erfah­run­gen mit dem Frau­en­tag in ande­ren Län­dern und in ihrer Jugend zu berichten.

Der Tag wur­de abge­run­det durch ein inter­ak­ti­ves Online-Tan­zen mit Frau Susan­ne Schrey­er von One-Bil­li­on-Rising, wel­che die welt­weit bekann­te Tanz­cho­reo­gra­phie, wel­che zum Auf­ste­hen gegen Gewalt an Mäd­chen und Frau­en auf­for­dert, mit den Teil­neh­me­rin­nen zu Hau­se einstudierte.

Stadt und Land­kreis Bam­berg tref­fen Vorbereitungen 

Drit­te Coro­na-Wel­le im Anmarsch

Der gemein­sa­me Kri­sen­stab von Stadt und Land­kreis Bam­berg hat in sei­ner heu­ti­gen Sit­zung ein Schnell­test-Ange­bot für Kin­der und Jugend­li­che fest­ge­legt. Stand heu­te sol­len am kom­men­den Don­ners­tag rund 44.000 Schnell­tests nach Bam­berg gelie­fert werden.

Die­se sol­len an die Kin­der­arzt­pra­xen in der Stadt Bam­berg aus­ge­lie­fert wer­den, so dass Eltern die Mög­lich­keit haben, Kin­der mit Sym­pto­men wie Hus­ten oder Fie­ber tes­ten zu las­sen. Zudem tes­tet ab sofort die Kin­der­kli­nik am Kli­ni­kum Bru­der­wald Kin­der und Jugend­li­che mit Symptomen.


Rück­kehr der Grund­schu­len in der Stadt zum Wechselunterricht

Der­zeit wird außer­dem an der Gal­gen­fuhr die Ein­rich­tung einer zwei­ten Test­stra­ße für Schnell­tes­tun­gen vor­be­rei­tet. Wann und in wel­chem Umfang mit den Schnell­tests begon­nen wer­den kann, wird noch geson­dert mit­ge­teilt. Das Test­zen­trum in Scheß­litz tes­tet ab sofort täg­lich. Hier gibt es für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger neben den PCR-Tests nun auch das kos­ten­lo­se Schnelltest-Angebot.

Auf­grund der stei­gen­den Inzi­denz in der Stadt Bam­berg hat der Kri­sen­stab zudem beschlos­sen, dass ab dem kom­men­den Don­ners­tag die Grund­schu­len und die Grund­schul­stu­fen der För­der­schu­len wie­der in den Wech­sel­un­ter­richt zurück­keh­ren. Hin­ter­grund: Die 7‑Tage Inzi­denz in der Stadt Bam­berg ist heu­te auf 73,7 gestie­gen, vor einer Woche lag der Wert noch bei 37,5. „Wir sehen in der vor­zei­ti­gen Rück­kehr in den Wech­sel­un­ter­richt an den Grund­schu­len die Chan­ce, der stei­gen­den Inzi­denz­zah­len ent­ge­gen­zu­wir­ken“, betont die Lei­te­rin des Gesund­heits­amts Bam­berg Dr. Susan­ne Paul­mann. Außer­dem sei auch die Anzahl der Infek­tio­nen mit der hoch­an­ste­cken­den Coro­na-Muta­ti­on B.1.1.7 gestie­gen, mitt­ler­wei­le mache der Anteil ca. 40 Pro­zent der Gesamt­in­fek­tio­nen aus. „Daher müs­sen wir umso mehr Vor­sicht wal­ten las­sen“, so Paul­mann weiter.

9. Inter­na­tio­na­le Wochen gegen Ras­sis­mus in Bamberg

„Wer zuschaut oder gar Par­tei­en unter­stützt, die Ras­sis­mus und Aus­gren­zung pro­pa­gie­ren, macht sich mitschuldig”

Ab heu­te bis 28. März ver­an­stal­ten der Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat (MIB), die Jugend­ar­beit Bam­berg (ja:ba), der Stadt­ju­gend­ring (SJR), der Jugend­mi­gra­ti­ons­dienst des SkF, die Medi­en­zen­tra­le der Erz­diö­ze­se, die Senio­ren­be­auf­tra­ge der Stadt Bam­berg, das Bam­ber­ger Bünd­nis gegen Rechts­extre­mis­mus und das Bay­ri­sche Bünd­nis für Tole­ranz sowie der Land­kreis Bam­berg zum 9. Mal die Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus in Bam­berg. Schirm­her­ren sind Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und der Land­rat Johann Kalb.

Zusam­men mit Ver­ei­nen, Orga­ni­sa­tio­nen, Insti­tu­tio­nen, Schu­len und enga­gier­ten Ehren­amt­li­chen wur­de ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm rund um die The­men Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung erstellt, das die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ras­sis­mus und Aus­gren­zung im All­tag und in Struk­tu­ren einer­seits und Viel­falt, Begeg­nung und Menschwür­de sowie Empower­ment der vom Ras­sis­mus betrof­fe­nen Men­schen zum Ziel hat.


Kund­ge­bung zum Inter­na­tio­na­len Tag gegen Ras­sis­mus am 21. März

Am Frei­tag, dem 19. März, bie­ten die Orga­ni­sie­ren­den einen Online-Pro­jekt­tag für Schü­le­rin­nen und Schü­ler und ihre Lehr­kräf­te mit 12 Work­shops zu ver­schie­de­nen Aspek­ten der The­men Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung an. Die Anmel­dun­gen für die 12 Schü­ler­work­shops, die von iSo e.V. und MIB orga­ni­siert und von der Part­ner­schaft für Demo­kra­tie im Rah­men des Bun­des­pro­gram­mes „Demo­kra­tie leben“ geför­dert wer­den, sind bereits abge­schlos­sen. Es neh­men rund 230 Schüler*innen teil. Der Leh­rer­work­shop zum The­ma „Demo­kra­ti­scher Umgang mit Popu­lis­mus und Stamm­tisch­pa­ro­len“ wur­de für alle inter­es­sier­ten päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te geöff­net. Anmel­dun­gen dafür sind bis 17.03. an jan.ammensdoerfer@iso-ev.de will-kommen.

Wich­ti­ger Höhe­punkt der Wochen gegen Ras­sis­mus ist die Akti­on am Sonn­tag, 21. März, dem von den UN aus­ge­ru­fe­nen Inter­na­tio­na­len Tag gegen Ras­sis­mus ab 14.30 Uhr auf dem Max­platz. Dazu sind alle Bamberger*innen ein­ge­la­den, unter den Mot­tos „Ras­sis­mus und Natio­na­lis­mus kom­men mir nicht in die Tüte“ sowie „Soli­da­ri­tät gren­zen­los“ gemein­sam ein Zei­chen gegen ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt zu set­zen. Rede­bei­trä­ge kom­men unter ande­rem von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Land­rat Johann Kalb und Mitra Sha­ri­fi vom Vor­stand des MIB, die auch die Preis­über­ga­be an die Gewinner*innen des Schü­ler-Pla­kat­wett­be­werbs „Alle anders, alle gleich – gemein­sam gegen Ras­sis­mus“ vor­neh­men. Abge­run­det wird das Pro­gramm durch Musik und Poetry.

„Wir wol­len die Bemü­hun­gen der Schu­len und der Zivil­ge­sell­schaft stär­ken und bedan­ken uns für die Bei­trä­ge der enga­gier­ten Schu­len, Initia­ti­ven und Insti­tu­tio­nen in Stadt und Land­kreis. Wenn sich ras­sis­ti­sche Denk­wei­sen und Hand­lun­gen bis zu Ter­ror wie ein gefähr­li­ches Virus aus­brei­ten, dann sind nicht nur jüdi­sche und mus­li­mi­sche oder schwar­ze Men­schen bedroht, son­dern die Demo­kra­tie ins­ge­samt, weil jedes Mal die Wür­de des Men­schen und die See­le des fried­li­chen Zusam­men­le­bens ver­letzt wer­den. Wer zuschaut oder gar Par­tei­en unter­stützt, die Ras­sis­mus und Aus­gren­zung pro­pa­gie­ren, macht sich mit­schul­dig“, so Mitra Sha­ri­fi und Mar­co Depiet­ri, Vor­sit­zen­de des MIB.

Der Kampf gegen Ras­sis­mus und Dis­kri­mi­nie­rung ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Des­halb laden der Migrant*innenbeirat der Stadt Bam­berg und sei­ne Koope­ra­ti­ons­part­ner alle Bamberger*innen mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund herz­lich ein, sich an den Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus zu betei­li­gen, um sich mit einem wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen, Gesicht zu zei­gen und Far­be zu beken­nen.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und das voll­stän­di­ge Pro­gramm­heft sind zu fin­den unter http://www.mib.stadt.bamberg.de

Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg 2021

Sti­pen­dia­tin Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath im Interview

Das Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg geht 2021 an Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath. Zusam­men mit ihrem cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve betreibt sie zeit­ge­nös­si­schen Tanz. Das Kol­lek­tiv aus Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen arbei­tet dar­an, die­ser in Bam­berg noch wenig bekann­ten Kunst­rich­tung mehr Auf­merk­sam­keit zu ver­schaf­fen. Ent­spre­chend kommt das Sti­pen­di­um sehr gele­gen. Im jähr­li­chen Wech­sel wird es von Stadt und Land­kreis Bam­berg aus­ge­schrie­ben und 2021 zum sieb­ten Mal ver­ge­ben. Für das mit 9.000 Euro dotier­te Sti­pen­di­um 2021 hat­ten sich drei­zehn Kunst­schaf­fen­de beworben.

Die Jury besteht aus Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar, Land­rat Johann Kalb, Olga See­ha­fer (Kunst­sti­pen­dia­tin 2020), Vie­ra Janá­re­ko­vá (E.T.A.-Hoffmann-Preisträgerin 2020) und Nina Lorenz (Thea­ter im Gärt­ner­vier­tel). Ein­stim­mig fiel die Ent­schei­dung für Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath aus. „Sie ist eine Sti­pen­dia­tin, die ganz neu­es Ter­rain betritt und Außer­ge­wöhn­li­ches wagt”, fass­te Ulri­ke Sie­ben­haar die Brgrün­dung der Jury zusam­men, „Zeit­ge­nös­si­scher Tanz ist in Bam­berg eine unter­re­prä­sen­tier­te Kunst­form. Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath setzt sich mit ihrem inter­na­tio­na­len Netz­werk und ihren eige­nen Pro­jekt­an­sät­zen für die Eta­blie­rung einer neu­en Tanz­sze­ne in Bam­berg ein.” Wir haben mit Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath gesprochen.


Frau Kne­fel­kamp-Sto­rath, wie haben Sie auf den Erhalt des Sti­pen­di­ums reagiert?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ich war ganz über­rascht, weil ich mich schon ein paar Mal ohne Erfolg bewor­ben hat­te. Der Anruf aus dem Rat­haus hat mich dann rich­tig erwischt. Ich hat­te gera­de mei­ne klei­ne Toch­ter zum Schla­fen hin­ge­legt und mich so laut über das Sti­pen­di­um gefreut, dass sie sofort wie­der auf­ge­wacht ist. Im einen Arm hat­te ich das schrei­en­de Kind, am Ohr das Tele­fon. Auf jeden Fall ist das Sti­pen­di­um eine gro­ße Ehre für mich und gera­de in die­sen Zei­ten auch ein klei­nes Rettungsboot.

Ich fin­de es ein­fach sehr gut, dass Bam­berg sich traut, die Kunst­form des zeit­ge­nös­si­schen Tan­zes zu unter­stüt­zen, die hier noch nicht viel Unter­stüt­zung bekom­men hat. Das stärkt mich in mei­ner Moti­va­ti­on wei­ter­zu­ma­chen. Aber obwohl da mein Name drauf­steht, bin ich natür­lich nicht allei­ne, son­dern habe unglaub­li­che Unter­stüt­zung durch mei­ne Fami­lie und Freun­de. Und bei cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve habe ich ein tol­les Team mit Lau­ra Saum­we­ber, mit der ich das Kol­lek­tiv gegrün­det habe, und Gud­run Lan­ge, Lau­ra Scha­back­er, Katha­ri­na Mül­lerschön und der TANZWERKSTATT. Und gemein­sam mit Caro­la Streib als Unter­stüt­zung pla­nen wir vom 16. bis 18. Juli etwas ganz beson­de­res. Also save the date!

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath ist Kunst­sti­pen­dia­tin 2021. Foto: The­re­sa Friedrich

Stand es zuletzt um die Moti­va­ti­on nicht gut?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Letz­tes Jahr hat der künst­le­ri­sche Arbeits­kreis FRANZ Kaf­kA sein Ende bekannt­ge­ge­ben, unter ande­rem aus man­geln­der Unter­stüt­zung sei­tens der Stadt. Der Ver­ein hat so viel Ener­gie und Arbeit inves­tiert, aber die Stadt hat nicht an ihn geglaubt. Die­ses Gefühl, dass die Stadt nicht hin­ter Kaf­kA steht, hat mich trau­rig gemacht. Sol­che Ent­wick­lun­gen kön­nen uns alle tref­fen. Das Sti­pen­di­um war mir dar­um auch inso­fern wich­tig, dass es mir gezeigt hat, dass die Stadt mich auf dem Schirm hat.


Trübt es ein wenig die Freu­de, dass die Stadt, von der man ein Kul­tur-Sti­pen­di­um erhält, nicht immer hin­ter ihrer Kul­tur steht?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Das kann man ja im Prin­zip jeder Kom­mu­ne vor­wer­fen. Gro­ße Insti­tu­tio­nen wer­den immer geför­dert, klei­ne wer­den eher benutzt, um sich Kul­tur­stadt nen­nen zu kön­nen. Aber ich füh­le mich nicht schlecht, weil ich das Sti­pen­di­um bekom­men habe. Ich freue mich, dass zumin­dest irgend­was geför­dert wird.


War­um hat­ten Sie sich um das Sti­pen­di­um beworben?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ich hat­te mich schon zum vier­ten Mal bewor­ben, jedes Mal aus dem­sel­ben Grund: Ich hof­fe durch das Sti­pen­di­um, den zeit­ge­nös­si­schen Tanz in Bam­berg bekann­ter zu machen und mehr Auf­merk­sam­keit für ihn zu bekommen.


Was müss­te gesche­hen, um die Bekannt­heit des zeit­ge­nös­si­schen Tan­zes in Bam­berg zu steigern?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: An ers­ter Stel­le wür­de ich tat­säch­lich mehr Auf­merk­sam­keit von Pres­se­stel­len nen­nen. Das jun­ge Publi­kum kennt uns. Aber die etwas älte­re Gene­ra­ti­on, die die in Bam­berg noch Zei­tung liest, ist schwe­rer zu errei­chen. Denen wür­de ich total ger­ne zei­gen, was zeit­ge­nös­si­scher Tanz ist. Dazu wür­de es viel­leicht auch hel­fen, wenn die poli­ti­sche Pro­mi­nenz eine Auf­füh­rung von unse­rem Kol­lek­tiv, dem cont­weed­ance­coll­ec­ti­ve, besu­chen würden.


Ver­leiht das Sti­pen­di­um eine gewich­ti­ge­re Stim­me in der Bam­ber­ger Kulturszene?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Ja. Ich ste­he schon mit dem Kul­tur­amt in Kon­takt, um zu bespre­chen, was man aus dem Sti­pen­di­um alles raus­ho­len könn­te. Es kom­men von der Stadt Ideen, wo, an wel­chen Tagen, zu wel­chen Ver­an­stal­tun­gen Tanz ein­ge­setzt wer­den könn­te. Ich bekom­me also schon nach kur­zer Zeit Anfragen.


Sie pla­nen der­zeit eine Solo­vor­stel­lung. Dar­in ver­su­chen Sie das Medi­um Video in den zeit­ge­nös­si­schen Tanz zu inte­grie­ren. Wie gehen die bei­den Aus­drucks­for­men zusammen?

Johan­na Kne­fel­kamp-Sto­rath: Coro­na hat mir klar gemacht, dass ich zur­zeit nicht in einer gro­ßen Grup­pe tan­zen kann und will. So kam mei­ne Über­le­gung auf, allein, bezie­hungs­wei­se mit mir selbst, zu tan­zen, indem ich zu Video-Auf­nah­men von mir beim Tan­zen tan­ze. Ich möch­te damit das The­ma “Iden­ti­tät” unter­su­chen und ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wie Video-Ele­men­te ein­ge­setzt wer­den kön­nen, um Emo­tio­nen oder Per­spek­ti­ven, die der Tanz schon zeigt, zu erwei­tern oder zu ver­tie­fen. Kann ein Video ein tan­zen­der Gegen­part sein? Gemein­sam mit dem Kame­ra­mann Micha­el Mir­wald und den Musi­kern Simon Manz und Max Kraus von Nomanz­land wer­de ich an einer Solo­vor­stel­lung bas­teln. Die Pre­mie­re ist für den Som­mer geplant.


Wei­te­re Informationen:

https://www.contweedancecollective.com/

Audio-Walk

Stadt­füh­rung ein­mal anders

Jugend­li­che drü­cken sich krea­tiv über Kör­per, Kame­ra und Mikro­fon aus, so das Ziel des Pro­jekts „ETA: Zeig dei­ne Stadt“, das vom ETA Hoff­mann Thea­ter, dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und der inno­va­ti­ven Sozi­al­ar­beit (iSo) e.V. für Jugend­li­che zwi­schen 13 und 18 Jah­ren ange­bo­ten wird.

Gemein­sam mit den Teil­neh­men­den wer­den Orte der Stadt Bam­berg erkun­det, die für jun­ge Men­schen beson­ders wich­tig sind. Es wird her­aus­ge­fun­den, wel­che Geschich­te die Orte haben und die­se künst­le­risch mit dem All­tag von heu­te ver­knüpft. Dafür wer­den Kennt­nis­se der Ton- und Video­tech­nik, der Per­for­mance- und Thea­ter­kunst sowie des digi­ta­len Gestal­tens eines Web­auf­tritts ver­mit­telt.
Die Teil­neh­men­den kön­nen jeden Bereich aus­pro­bie­ren und selbst ent­schei­den, in wel­cher Art und Wei­se sie sich krea­tiv aus­drü­cken wol­len. Ziel des Pro­jekts ist, einen Audio-Walk zu ent­wi­ckeln, das heißt eine Stadt­füh­rung mit Audio-Gui­de, der alle Ergeb­nis­se ein­fasst und vor Publi­kum prä­sen­tiert wird.

Das Pro­jekt star­tet am Mon­tag, 29. März, um 10 Uhr. Ob der Start per­sön­lich oder online statt­fin­den kann, wird noch bekannt­ge­ge­ben. Die Tref­fen fin­den dann wöchent­lich don­ners­tags von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Inten­siv­pro­ben sind in den Oster- und Pfingst­fe­ri­en ange­setzt. Die Teil­nah­me ist kostenfrei.

Das Pro­jekt wird geför­dert durch „Zur Büh­ne“, das För­der­pro­gramm des Deut­schen Büh­nen­ver­eins im Rah­men von „Kul­tur macht stark. Bünd­nis­se für Bildung“.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind erhält­lich und eine Anmel­dung mög­lich bei Thea­ter­päd­ago­gin Saskia Zink unter saskia.zink@theater.bamberg.de oder unter 0951⁄873028.

Aus­zeich­nung

Uni­ver­si­tät Bam­berg erhält Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“

Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg darf nun das Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“ tra­gen. Das Qua­li­täts­sie­gel wird seit 2006 an gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tun­gen, Selbst­stän­di­ge und Netz­wer­ke ver­lie­hen, die sich beson­ders in der Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung in Bay­ern ein­set­zen und eine Trans­for­ma­ti­on in der Gesell­schaft aktiv mitgestalten.

„Wir freu­en uns sehr, dass unse­re Anstren­gun­gen im Bereich der Nach­hal­tig­keit auf die­se Wei­se gewür­digt wer­den und wir nun das Qua­li­täts­sie­gel für unse­re Akti­vi­tä­ten in der Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit tra­gen dür­fen“, sagt Kanz­le­rin Dr. Dag­mar Steu­er-Flie­ser, die die Steue­rungs­grup­pe lei­tet. „Die Uni­ver­si­tät hat eine gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung, wenn es dar­um geht, Bil­dungs­pro­zes­se zu gestal­ten, die die Gesell­schaft und die Wirt­schaft hin zu einer Kul­tur der Nach­hal­tig­keit füh­ren.“ Mit Pro­jek­ten wie dem „Uni­Gar­dening“ oder „Uni­Bie­nen“ wirkt die Uni­ver­si­tät auch in die Gesell­schaft hin­ein. Über den Lehr­bi­e­nen­stand der Didak­tik der Natur­wis­sen­schaf­ten wer­den Stu­die­ren­de dabei fach­lich und didak­tisch zum Auf­bau und Füh­ren einer Schu­lim­ke­rei aus­ge­bil­det und dau­er­haft für die Imke­rei begeistert.


Der „UrbanGardening“-Demonstrationsgarten steht allen Inter­es­sier­ten offen

Die Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit an der Uni­ver­si­tät Bam­berg koor­di­niert seit 2016 ver­schie­de­ne Arbeits­grup­pen zu Nach­hal­tig­keits­in­itia­ti­ven. Momen­tan ver­tre­ten 16 Per­so­nen die Berei­che Stu­di­um, For­schung, Leh­re und Ver­wal­tung. Eine der Arbeits­grup­pen ist für das „Uni­Gar­dening“ ver­ant­wort­lich. Das Pro­jekt ermög­licht es allen Uni­ver­si­täts­an­ge­hö­ri­gen, Gemü­se und Kräu­ter auf dem Uni­ver­si­täts­ge­län­de zu pflan­zen, zu pfle­gen und zu ern­ten. Brach­lie­gen­de Flä­chen wer­den dabei nach nach­hal­ti­gen Gesichts­punk­ten begrünt.

Das Pro­jekt „Uni­Gar­dening“ bie­tet einen öko­lo­gi­schen Gestal­tungs­raum auf dem Uni­ver­si­täts­ge­län­de. Foto: René Paetow 

„Uni­Gar­dening bie­tet einen öko­lo­gi­schen Gestal­tungs­raum mit­ten auf dem Unige­län­de“, sagt Dr. Yel­va Lar­sen, Mit­ar­bei­te­rin an der Pro­fes­sur für Didak­tik der Natur­wis­sen­schaf­ten. Sie betreut das Pro­jekt gemein­sam mit Dr. Anna­ma­ria Pfef­fer, ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­te­rin an der Pro­fes­sur für Volks­wirt­schafts­leh­re, insb. Ange­wand­te Wirt­schafts­for­schung. Es ver­netzt die Uni­ver­si­tät mit Initia­ti­ven der Stadt, die Nach­hal­tig­keit als über­ge­ord­ne­tes Ziel ihrer Akti­vi­tä­ten betrach­ten. Dazu gehör­ten etwa die Ver­ei­ne Tran­si­ti­on Bam­berg und Bam­ber­ger Sor­ten­gar­ten – Grü­nes Erbe Bam­berg. „In Zusam­men­ar­beit mit dem Amt für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten Bam­berg und der Ess­ba­ren Stadt Bam­berg wird seit dem Früh­jahr 2020 am Schil­ler­platz 15 ein „Urban­Gar­dening“ Demons­tra­ti­ons­gar­ten für Ober­fran­ken ange­legt, der nicht nur den Uni­ver­si­täts­an­ge­hö­ri­gen, son­dern allen Inter­es­sier­ten offen­steht“, freut sich Yel­va Larsen.


Uni­ver­si­tät darf das Sie­gel bis Dezem­ber 2023 tragen

„Ins­ge­samt tut sich an der Uni­ver­si­tät sehr viel im Bereich Nach­hal­tig­keit“, betont Dag­mar Steu­er-Flie­ser. „Zum Bei­spiel nut­zen wir Strom aus rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien, set­zen E‑Autos sowie Dienst­fahr­rä­der ein und haben seit eini­ger Zeit ein neu­es Müll­tren­nungs­sys­tem. Zahl­rei­che Lehr­ver­an­stal­tun­gen, For­schungs­pro­jek­te und stu­den­ti­sche Initia­ti­ven, die Nach­hal­tig­keit the­ma­ti­sie­ren, fin­den bereits statt.“ Die Uni­ver­si­tät darf das Qua­li­täts­sie­gel „Umweltbildung.Bayern“ nun für drei Jah­re tra­gen. Anschlie­ßend durch­läuft sie eine Rezer­ti­fi­zie­rung. Das Qua­li­täts­sie­gel wird vom soge­nann­ten Kern­team ver­lie­hen und wei­ter­ent­wi­ckelt. Im Kern­team sind der Lan­des­bund für Vogel­schutz, der Bund Natur­schutz in Bay­ern, die Arbeits­ge­mein­schaft Natur- und Umwelt­bil­dung Bay­ern, das Staats­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten (StM­ELF) /​Baye­ri­sche Forst­ver­wal­tung und das Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz ver­tre­ten. Das Qua­li­täts­sie­gel wird getra­gen vom Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Verbraucherschutz.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Steue­rungs­grup­pe Nach­hal­tig­keit sind zu fin­den unter

https://www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/steuerungsgruppe/


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­jek­ten „Uni­Gar­dening“ und „Uni­Bie­nen“ sind zu fin­den unter

https://www.uni-bamberg.de/unigardening/

und

https://www.uni-bamberg.de/nawididaktik/unibiene/

Stadt­ent­scheid des Vor­le­se­wett­be­werbs digital

Die bes­te Vor­le­se­rin Bam­bergs ist Sophia Holland

In ganz und gar unge­wohn­ter Wei­se führ­te die Stadt­bü­che­rei Bam­berg den dies­jäh­ri­gen Stadt­ent­scheid des 62. bun­des­wei­ten Vor­le­se­wett­be­wer­bes durch. Digi­tal fand die Aus­wahl in die­ser Run­de statt, für die sich die Schul­sie­ge­rin­nen und Schul­sie­ger qua­li­fi­ziert hatten.

Konn­ten die Schü­ler und Schü­le­rin­nen der sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe ihre Lese­fer­tig­keit bei der ers­ten Stu­fe des Wett­be­wer­bes im Herbst noch meist ana­log, also in der Schu­le und vor der Klas­se, unter Beweis stel­len, so ging es für die Schul­sie­ger und Schul­sie­ge­rin­nen in der nächs­ten Ebe­ne gänz­lich digi­tal wei­ter. Sophia Hol­land vom Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um und die fünf wei­te­ren Schul­sie­ger der Bam­ber­ger Gym­na­si­en muss­ten Ihre Vor­le­se­bei­trä­ge zuhau­se – nur mit Eltern und Geschwis­tern als Publi­kum – als Video auf­neh­men und auf dem bun­des­wei­ten Por­tal hochladen.

Für die fünf­köp­fi­ge Jury in der unter ande­rem Ulri­ke Sie­ben­haar das Kul­tur­re­fe­rat und Susan­ne Reb­scher die Gil­de der Autoren ver­trat, galt es dann Anfang März, die Vor­le­seclips der sechs Schul­sie­ger nach den Kri­te­ri­en Lese­tech­nik, Inter­pre­ta­ti­on und Text­stel­len­aus­wahl zu bewer­ten. Bei den durch­weg her­vor­ra­gen­den Lese­bei­trä­gen fiel es der Jury nicht leicht, eine Ent­schei­dung zu tref­fen, doch lag Sophia Hol­land bei der Bewer­tung nach Punk­ten eine Nase lang vorn.

Ein für den Wett­be­werb geeig­ne­tes Buch zu fin­den, war für Sophia, die auch ger­ne Har­ry Pot­ter liest, kein Pro­blem. Mit dem Titel „Als wir fast mutig waren“ von Jen White ent­schied sie sich für einen span­nen­den Jugend­ro­man über zwei Mäd­chen, die sich – von ihrem Vater an eine Tank­stel­le aus­ge­setzt – allei­ne durch­schla­gen müs­sen. Den pas­sen­den Roman für den Bezirks­ent­scheid Ober­fran­ken hat Sophia auch schon gele­sen. Wel­chen, das ver­rät sie noch nicht. Und für uns Bam­ber­ger heißt es nun: Dau­men drücken!

Dr. Klaus Wei­ner im Interview

„Astra­Ze­ne­ca ist hochwirksam“

Seit zwei Mona­ten ist Dr. Klaus Wei­ner Ärzt­li­cher Lei­ter am Impf­zen­trum Bam­berg in der Bro­se-Are­na. Im Inter­view mit der Stadt Bam­berg beant­wor­tet er die wich­tigs­ten Fra­gen zum AstraZeneca-Impfstoff. 

Sehr geehr­ter Herr Dr. Wei­ner, wirkt Astra­Ze­ne­ca bes­ser oder schlech­ter als ande­re Impfstoffe?

Dr. Klaus Wei­ner: Alle zuge­las­se­nen Impf­stof­fe sind hoch­wirk­sam und sicher, Astra­Ze­ne­ca macht da kei­ne Aus­nah­me. Die Zulas­sungs­stu­di­en deu­ten zunächst auf eine 70%ige Wirk­sam­keit hin. Dies schien, gemes­sen an 95% bei BionTech und 94% bei Moder­na, zunächst ein­mal nied­ri­ger und somit „schlech­ter“ wirk­sam. Nach mil­lio­nen­fa­cher Ver­imp­fung in Groß­bri­tan­ni­en zeich­net sich jedoch ein ande­res Wirk­sam­keits­pro­fil ab: Das Risi­ko für einen Kli­nik­auf­ent­halt wird laut einer schot­ti­schen Stu­die bereits nach Ver­ab­rei­chung der ers­ten Impf­do­sis um 94% redu­ziert. Bei BionTech sind es „nur“ 85%. Dar­aus ist ersicht­lich, dass man sich bei der Beur­tei­lung von „bes­ser oder schlech­ter“ nicht nur auf eine Zahl ver­las­sen soll­te. Abschlie­ßen­de Daten lie­gen lei­der natur­ge­mäß noch nicht vor.


Wie ver­hält es sich mit Impf­re­ak­tio­nen und Nebenwirkungen?

Dr. Klaus Wei­ner: Impf­re­ak­tio­nen sind bei Astra­Ze­ne­ca etwas häu­fi­ger, zumal bei jün­ge­ren Per­so­nen das Immun­sys­tem noch stär­ker reagiert als bei älte­ren Men­schen. Eine Reak­ti­on auf die Imp­fung ist zwar uner­wünscht, spricht aber für eine gute Immun­ant­wort und ist harmlos. 

Viel­leicht noch eine Unter­schei­dung zur Klä­rung: Unspe­zi­fi­sche Sym­pto­me nach einer Imp­fung wie leich­tes Fie­ber, Glie­der­schmer­zen, oder Kopf­schmer­zen sind kei­ne Neben­wir­kung einer Imp­fung, son­dern eine Impf­re­ak­ti­on. Die­se Reak­tio­nen sind Aus­druck der erwünsch­ten Aus­ein­an­der­set­zung des Immun­sys­tems mit dem Impf­stoff und klin­gen in der Regel nach weni­gen Tagen kom­plett ab. Neben­wir­kun­gen sind schwe­re und anhal­ten­de Impf­kom­pli­ka­tio­nen oder ‑schä­den.

Dr. Klaus Wei­ner, Foto: privat

War­um steht der Impf­stoff in der Kritik?

Dr. Klaus Wei­ner: Der Haupt­grund dürf­te sein, dass die Zulas­sung in Deutsch­land durch die ver­ant­wort­li­chen Stel­len zunächst nur für 18- bis 65-Jäh­ri­ge erfolg­te und die Begrün­dung nur schlecht erklärt wur­de. Näm­lich: In den zur Zulas­sung füh­ren­den Stu­di­en war nur die ange­spro­che­ne Alters­grup­pe ver­tre­ten, es lagen also kei­ner­lei Daten für Älte­re und Jün­ge­re vor. Fol­ge­rich­tig erfolg­te die Zulas­sung nur für den getes­te­ten Per­so­nen­kreis. Dies unter­streicht nur den hohen Sicher­heits­stan­dard, auf den wir in Deutsch­land zurecht stolz sein kön­nen. Auf­grund neu­er, aktu­el­ler Daten­er­he­bung ist die Alters­be­schrän­kung für über 65-Jäh­ri­ge bereits auf­ge­ho­ben. Wei­te­re Grün­de für den Vor­be­halt gegen die­sen Impf­stoff lie­gen wohl in dem schwie­ri­gen, für einen Lai­en schwer nach­voll­zieh­ba­ren Wirk­sam­keits­nach­weis, wie oben beschrieben.


Gibt es Stu­di­en, die bewei­sen, dass Astra­Ze­ne­ca bes­ser als sein Ruf ist?

Dr. Klaus Wei­ner: Eine von schot­ti­schen Uni­ver­si­tä­ten für die schot­ti­schen Gesund­heits­be­hör­den erstell­te Stu­die wur­de jüngst ver­öf­fent­licht (Pre­print im LANCET, Uni­ver­si­tät Edin­burgh: „Effec­ti­ve­ness of First Dose of Covid-19 Vac­ci­nes Against Hos­pi­tal Admis­si­ons in Scot­land: Natio­nal Pro­s­pec­ti­ve Cohort Stu­dy of 5.4 Mil­li­on Peo­p­le“). Eine wei­te­re eng­li­sche Stu­die („Public Health Eng­land“), kommt zu fol­gen­dem Ergeb­nis: Älte­re (Prio­ri­sie­rungs­stu­fe 1 ent­spre­chend) haben bei BionTech und Astra­Ze­ne­ca einen ver­gleich­ba­ren Schutz. Die Zweit­imp­fung mit Astra­Ze­ne­ca erfolgt im Übri­gen nach vier bis zwölf Wochen.


Wie ver­hält es sich mit der Anste­ckungs­ge­fahr für ande­re nach einer Imp­fung mit AstraZeneca?

Dr. Klaus Wei­ner: Noch gibt es dazu kei­ne belast­ba­ren Daten, die­se müs­sen in wei­te­ren Stu­di­en erho­ben wer­den. Dafür reicht der seit Impf­be­ginn ver­stri­che­ne Zeit­rah­men nicht aus.


Was sagen Sie Men­schen, die den Impf­stoff ablehnen?

Dr. Klaus Wei­ner: Astra­Ze­ne­ca ist kein Impf­stoff „zwei­ter Klas­se“, er ist hoch wirk­sam und sicher.

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