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Bamberg - Page 54

Online-Kon­tak­te in Hei­men zum Stan­dard machen

Bam­bergs Grü­ne wol­len, dass Senior*innen jeder­zeit die Mög­lich­keit haben, Online-Video-Gesprä­che mit Ange­hö­ri­gen zu führen

Nach dem Wil­len der Bam­ber­ger Grü­nen sol­len die städ­ti­schen Senior*innenheime künf­tig so aus­ge­stat­tet sein, dass die Bewohner*innen ange­mes­se­ne Mög­lich­kei­ten haben, online Kon­takt zu ihren Ange­hö­ri­gen, Freund*innen und Bekann­ten aufzunehmen.

„Wir haben in der Coro­na-Pan­de­mie gese­hen, dass das teil­wei­se die ein­zi­ge Mög­lich­keit für direk­te Begeg­nun­gen war. Des­halb ist es unbe­dingt erfor­der­lich, dass die Hei­me ent­spre­chend aus­ge­stat­tet sind“, sagt Chris­ti­an Hader, Ver­tre­ter von Grü­nes Bam­berg im Stif­tungs­rat der Sozialstiftung.


Leih­ge­rä­te die von den Heimbewohner*innen genutzt werden

Die Grü­nen bean­tra­gen des­halb, dass alle Hei­me mit aus­rei­chend W‑Lan aus­ge­stat­tet wer­den und dass Leih­ge­rä­te ange­schafft wer­den, die von den Heimbewohner*innen für Online-Video-Gesprä­che genutzt wer­den kön­nen. Außer­dem soll sowohl das Per­so­nal als auch inter­es­sier­te Senior*innen dar­in geschult wer­den, die digi­ta­len Ange­bo­te selbst zu nut­zen bezie­hungs­wei­se ande­ren dabei zu hel­fen. „Auch Senior*innen kön­nen sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen“, meint die pfle­ge­po­li­ti­sche Grü­nen-Spre­che­rin Ulri­ke Sän­ger. „Wich­tig ist, dass schnell eine Basis geschaf­fen wird, denn die Pan­de­mie ist noch nicht vor­bei und eine wei­te­re kann kom­men.“ Außer­dem sieht sie wei­te­re Vor­tei­le: „Online-Kon­takt­mög­lich­kei­ten kön­nen auch Bezie­hun­gen zu Ver­wand­ten und Freund*innen auf­recht erhal­ten, die wei­ter weg woh­nen und nicht so leicht zu Besuch kom­men können.“

Da der Bedarf nicht nur in den städ­ti­schen Hei­men, son­dern auch in denen von Wohl­fahrts­ver­bän­den oder von pri­va­ten Trä­gern besteht, soll auf Vor­schlag von Hader und Sän­ger das The­ma bei der nächs­ten Trä­ger­kon­fe­renz Raum fin­den: „Die Hei­me der Stadt kön­nen Vor­bild sein und eine Ent­wick­lung ansto­ßen, und ein Erfah­rungs­aus­tausch unter den Hei­men ist für alle nütz­lich“, so die bei­den grü­nen Stadtratsmitglieder.

Ent­schei­dung zu Modell­re­gio­nen vertagt

Bam­berg treibt wei­ter­hin den Aus­bau der Schnell­test­struk­tu­ren und Digi­ta­li­sie­rung voran

Die Stadt Bam­berg hat­te sich dar­um bewor­ben, als eine von bay­ern­weit acht Modell­kom­mu­nen für das „Modell­pro­jekt Öff­nungs­kon­zep­te“ der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung aus­ge­wählt zu wer­den. Mit dem „Modell­pro­jekt Öff­nungs­kon­zep­te“ soll erprobt wer­den, wie eine kon­trol­lier­te Öff­nung bestimm­ter Lebens­be­rei­che unter Pan­de­mie-Bedin­gun­gen mög­lich ist. Not­wen­dig dafür sind eine star­ke Schnell­test­struk­tur und eine Digi­ta­li­sie­rung der Kontaktnachverfolgung.

Ursprüng­lich war für den heu­ti­gen Mitt­woch eine Ent­schei­dung des Minis­ter­rats ange­kün­digt. Im Zuge sei­ner heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz ver­kün­de­te Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder jedoch, dass das Gre­mi­um die Ent­schei­dung über die Modell­ver­su­che auf Grund der aktu­el­len pan­de­mi­schen Lage um zwei Wochen ver­scho­ben hat.


„Per­spek­ti­ven schaf­fen, ohne den Infek­ti­ons­schutz zu vernachlässigen“

Unab­hän­gig davon wird die Stadt Bam­berg ihre bereits auf­ge­bau­te umfang­rei­che Test­in­fra­struk­tur wei­ter aus­bau­en, zumal für den Inzi­denz­be­reich von 100 bis 200 eine Nega­tiv­tes­tung in vie­len Geschäf­ten erfor­der­lich sein soll, wie die Staats­re­gie­rung heu­te ankün­dig­te. Bereits jetzt ist die Kom­mu­ne gut auf­ge­stellt: Bam­berg ver­fügt über ein Schnell­t­est­netz, das über das Oster­wo­chen­en­de gut ange­nom­men wur­de. Neben den Sta­tio­nen an der Gal­gen­fuhr sowie in Apo­the­ken im gesam­ten Stadt­ge­biet gibt es seit ver­gan­ge­ner Woche auch am ZOB ein Schnell­test­zen­trum in der Innen­stadt. Ab 15. April soll außer­dem ein Schnell­test­bus in den Stadt­tei­len unter­wegs sein.

„Wir wol­len Per­spek­ti­ven für die Men­schen, die Wirt­schaft und die Kul­tur schaf­fen, ohne den Infek­ti­ons­schutz zu ver­nach­läs­si­gen“, erklä­ren Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp. Die nächs­ten Wochen sol­len genutzt wer­den, um die Struk­tu­ren und die Digi­ta­li­sie­rung vor­an zu trei­ben. Soll­te Bam­berg als Modell­re­gi­on aus­ge­wählt wer­den, kön­ne man die­se Zie­le pro­ak­tiv ange­hen und einen Mehr­wert für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schaffen.

Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp dank­te in Ver­tre­tung von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke allen Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern der Bewer­bung, die nach der kurz­fris­ti­gen und unan­ge­kün­dig­ten Aus­schrei­bung am ver­gan­ge­nen Mitt­woch eine ent­spre­chen­de Bewer­bung über das Oster­wo­chen­en­de mög­lich gemacht haben. „Wir wer­den wei­ter­hin den Schul­ter­schluss zwi­schen Land­rats­amt, Wirt­schaft, Hygie­ne­fach­leu­ten, Sozi­al­stif­tung, Kul­tur­schaf­fen­den und Hotel- und Gas­tro­no­mie­ver­bän­den fort­füh­ren, der sich bis­her so gut bewährt hat“, so Glüsenkamp.

Ring­vor­le­sung

Wie bestim­men Geschlecht und Gen­der sozia­les Mit­ein­an­der, sprach­li­che Inter­ak­ti­on und Berufs- wie Privatleben?

Eine öffent­li­che Ring­vor­le­sung an der Uni­ver­si­tät Bam­berg, die ab 13. April star­tet, wid­met sich den Bezie­hun­gen von Spra­che, Macht und Geschlecht.

Wel­che Bedeu­tung hat die All­tags­ka­te­go­rie „Geschlecht“ für den sprach­li­chen Aus­tausch, die sozia­le Inter­ak­ti­on, für das beruf­li­che und pri­va­te Leben? Und was meint „Geschlecht“ über­haupt aus sprach- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher, sozio­lo­gi­scher oder psy­cho­lo­gi­scher Sicht? Die­sen gesell­schafts­po­li­tisch breit dis­ku­tier­ten Fra­gen wid­met sich die öffent­li­che Ring­vor­le­sung „Sprache.Macht.Geschlecht.“ an der Uni­ver­si­tät Bam­berg ab Diens­tag, den 13. April 2021 in wöchent­lich statt­fin­den­den Online­vor­trä­gen. Die kos­ten­frei­en Vor­trä­ge begin­nen jeweils um 18.15 Uhr.

Prof. Dr. Rena­ta Szc­ze­pa­ni­ak, Uni­ver­si­täts­frau­en­be­auf­trag­te und Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Deut­sche Sprach­wis­sen­schaft, hat meh­re­re Fach­kol­le­gin­nen und ‑kol­le­gen für die Ring­vor­le­sung ange­wor­ben und führt zum Auf­takt der Rei­he aus lin­gu­is­ti­scher Sicht in die Ring­vor­le­sung ein. Die Bezie­hung zwi­schen Spra­che, Den­ken und Wirk­lich­keit beschäf­ti­ge die Lin­gu­is­tik seit Lan­gem, erklärt sie. „Bezo­gen auf die All­tags­ka­te­go­rie ‚Geschlecht‘ geht es dabei zum Bei­spiel dar­um, was uns bei unse­rer Wahl der sprach­li­chen Aus­drü­cke beein­flusst, wie sich ste­reo­ty­pes Den­ken in der Spra­che nie­der­schlägt oder wel­che Rol­le die gewähl­te sprach­li­che Form für die Wahr­neh­mung der dar­ge­stell­ten Wirk­lich­keit spielt.“

Pro­jekt der Qua­li­täts­of­fen­si­ve Lehrerbildung 

Prof. Dr. Astrid Schütz, Uni­ver­si­täts­frau­en­be­auf­trag­te und Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Per­sön­lich­keits­psy­cho­lo­gie und Psy­cho­lo­gi­sche Dia­gnos­tik, konn­te meh­re­re Refe­rie­ren­de aus Psy­cho­lo­gie und Sozio­lo­gie gewin­nen. Das The­ma der Ring­vor­le­sung liegt ihr auch in der For­schung am Her­zen, und sie betont: „Geschlech­ter­rol­len, die dar­an geknüpf­ten Erwar­tun­gen sowie ent­spre­chen­de Selbst­zu­schrei­bun­gen prä­gen in viel­fäl­ti­ger Wei­se Ver­hal­ten in pri­va­tem All­tag und Beruf.“

Eine drit­te Per­spek­ti­ve brin­gen das Pro­jekt der Qua­li­täts­of­fen­si­ve Leh­rer­bil­dung „WegE: Weg­wei­sen­de Leh­rer­bil­dung“ an der Uni­ver­si­tät Bam­berg und sein Teil­pro­jekt „Kul­tur­PLUS: Kul­tur­be­zo­ge­ne Bil­dung“ ein. Geschlech­ter­rol­len und ihre sprach­li­chen Aus­drucks­for­men sind ein grund­le­gen­der Bestand­teil aller zwi­schen­mensch­li­cher Begeg­nun­gen und gesell­schaft­li­cher Inter­ak­tio­nen, aus denen Kul­tur besteht und immer wie­der neu ent­steht. Daher sind sowohl eine his­to­ri­sche Per­spek­ti­ve auf die Kul­tur­ge­schich­te der Gen­der­fra­ge als auch der aktu­el­le Dis­kurs über ihre Neu-Aus­hand­lung Fra­ge­stel­lun­gen, denen Lehr­kräf­te jeder Schul- und Fach­aus­rich­tung über den Lehr­plan hin­aus Auf­merk­sam­keit für das Mit­ein­an­der im Klas­sen­zim­mer schen­ken sollten.

Alle Infor­ma­tio­nen, Abs­tracts der ein­zel­nen Vor­trä­ge und den Zugangs­link zu den Ver­an­stal­tun­gen gibt es unter: https://www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/

Foto­kam­pa­gne „Wir schen­ken lokal!“

Gewinner:innen freu­en sich über Einkaufsgutscheine

Für sechs Bürger:innen haben die Click & Coll­ect- oder die Click & Meet-Ange­bo­te der Bam­ber­ger Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te jetzt noch mehr Charme: Sie haben näm­lich Ein­kaufs­gut­schei­ne in Höhe von 20 Euro bezie­hungs­wei­se 100 Euro gewon­nen, die die Stadt Bam­berg jetzt aus­ge­ge­ben hat.

Das Los­glück hat ihnen ihre Teil­nah­me an der Foto­kam­pa­gne „Wir schen­ken lokal!“ beschert, die die Stadt Bam­berg in der Vor­weih­nachts­zeit ins Leben geru­fen hat­te, um die Viel­falt der Bam­ber­ger Geschäf­te sicht­bar zu machen: Die Bürger:innen konn­ten sich vor den Geschäf­ten, in denen sie ein Weih­nachts­ge­schenk gekauft haben, foto­gra­fie­ren und ihre Bil­der an die Stadt Bam­berg sen­den, die die­se Fotos auf ihrer Home­page und in den Sozia­len Netz­wer­ken ver­öf­fent­licht hat.

Um der Kam­pa­gne zusätz­li­chen Schwung zu ver­lei­hen, spon­ser­te das Stadt­mar­ke­ting Bam­berg e.V. sechs „City Schexs“, die unter allen Ein­sen­dun­gen aus­ge­lost wer­den soll­ten. Der Lock-Down kurz vor Weih­nach­ten setz­te der Akti­on lei­der vor­zei­tig ein Ende. Und auch die Ver­lo­sung der Ein­kaufs­gut­schei­ne schien in Zei­ten geschlos­se­ner Geschäf­te wenig sinnvoll.

Fotos wei­ter­hin online abrufbar

Jetzt, wo die Bamberger:innen ihre Geschäf­te wie­der unter­stüt­zen kön­nen, wur­den die Ein­kaufs­gut­schei­ne nun end­lich ver­lost: Fünf Bürger:innen dür­fen sich über einen Ein­kaufs­gut­schein in Höhe von 20 Euro freu­en und ein Mal wur­de über Gut­schein über sogar 100 Euro ver­lost. Die­se Gut­schei­ne kön­nen auch ger­ne schnell ein­ge­löst wer­den, denn, so betont Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler, nach wie vor haben „vie­le Betrie­be mit den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie und deren Ein­schrän­kun­gen zu kämp­fen. Des­halb ist und bleibt es umso wich­ti­ger, die Bam­ber­ger Betrie­be auch wei­ter­hin zu unter­stüt­zen und das aktu­el­le ‘Click & Coll­ect´ Ange­bot zu nutzen.“

Bernd Möhr­lein vom Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit hat sechs Bürger:innen glück­lich gemacht, die sich über „City-Schexs“ freu­en dür­fen. Foto: Amt für Bür­ger­be­tei­li­gung, Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit Stadt Bamberg/​Steffen Schützwohl

Die Bil­der sind wei­ter­hin auf der Stadt-Home­page abrufbar.

Solid Bam­berg

Poli­tik an der Wur­zel anpacken

Seit Anfang des Jah­res ist der Kreis der poli­ti­schen Jugend­grup­pen in Bam­berg um eine Orga­ni­sa­ti­on rei­cher: Die Basis­grup­pe der Links­ju­gend Solid, wel­che der Par­tei DIE LINKE nahe­steht, ist am Start. Wir haben uns mit Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va und Piak Mis­te­le unterhalten.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va (22) stu­diert Sozia­le Arbeit und Piak Mis­te­le (19) macht eine Aus­bil­dung zum Hei­ler­zie­hungs­pfle­ger. Die bei­den Solid-Mit­glie­der spre­chen unter ande­rem über die all­ge­mei­ne Aus­gangs­la­ge, was sie in Bay­ern nervt und wel­chen poli­ti­schen Wunsch sie sich erfül­len würden.


War­um braucht es eine Links­ju­gend in Bamberg? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Sie hat ein­fach gefehlt! Nach­dem wir vor zwei Jah­ren bereits einen Ver­such gestar­tet hat­ten, wol­len wir nun jun­ge Men­schen zusam­men­brin­gen. Wer unse­re Wer­te von Anti­fa­schis­mus, Femi­nis­mus sowie Sozia­lis­mus teilt und poli­ti­sches Inter­es­se hat, fin­det bei uns eine Anlauf­stel­le, um die Pro­ble­me unse­rer Zeit ganz­heit­lich anzugehen.


Wie seid ihr zur Grup­pe dazugestoßen? 

Piak Mis­te­le: Für mich war Poli­tik schon immer wich­tig. Ich bin bei Fri­days for Future und der Bam­ber­ger Lin­ken Lis­te aktiv. Frü­her war ich bei der Grü­nen Jugend, wo mir das The­ma Sozia­les aber zu kurz kam.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Ich bin seit mei­ner Jugend an The­men wie Ungleich­heit, Femi­nis­mus, Kapi­ta­lis­mus­kri­tik und Alter­na­ti­ven zum bestehen­den Sys­tem inter­es­siert. Es geht mir um das Bewusst­sein, wie alles zusammenhängt.


Was nervt euch an der aktu­el­len Politik? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: In Bay­ern herrscht gene­rell eine sehr kon­ser­va­ti­ve Art, Poli­tik zu machen. Des­halb ist gute Regie­rungs­kri­tik wich­tig. Nicht nur in Bam­berg gehö­ren Ras­sis­mus und Sexis­mus lei­der zu All­tags­er­fah­run­gen. Da ist Auf­klä­rungs­ar­beit super wichtig!

Piak Mis­te­le: Was mich in Bay­ern nervt? Ganz klar: Zu vie­le Nazis!

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va, Foto: Privat

Wie bewer­tet ihr die Bedin­gun­gen in der Stadt, um als jun­ger Mensch poli­tisch aktiv zu sein?

Piak Mis­te­le: Ich den­ke, die Umstän­de sind recht gut. Vie­le Leu­te sind in ihrer Jugend in zahl­rei­chen Initia­ti­ven enga­giert. Und ich fin­de, dass der gro­ße Kli­ma­streik im Sep­tem­ber 2019 mit 3500 Men­schen gezeigt, wozu die jun­gen Men­schen in der Stadt in der Lage sind.


Apro­pos jun­ge Men­schen: Seht ihr einen Generationenkonflikt? 

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Nein, fin­de ich nicht. Klar, sind uns ande­re Punk­te wich­tig als der älte­ren Gene­ra­ti­on, aber im End­ef­fekt geht es uns um die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen aller. Auch wenn manch­mal behaup­tet wird, wir könn­ten nicht mit­re­den, weil wir ja noch nicht arbei­ten und Steu­ern zah­len würden.

Piak Mis­te­le: Es wird dann behaup­tet, die Jugend motzt nur rum, aber wir strei­ten für eine bes­se­re Welt und eine ech­te Veränderung. 


Wenn ihr einen poli­ti­schen Wunsch für die­ses Jahr frei­hät­tet, wel­chen wür­det ihr in Bam­berg erfül­len wollen? 

Piak Mis­te­le: Aus­rei­chend Sozi­al­woh­nun­gen für alle, die sich die Mie­ten nicht leis­ten kön­nen und dass Bam­berg nach­hal­ti­ger wird.

Bar­ba­ra Bop­pré Sil­va: Mehr Platz für Kul­tur­räu­me und die que­e­re Sze­ne. Und einen Abbau von Vor­ur­tei­len gegen­über Geflüchteten.


Wei­te­re Informationen 

http://linksjugendsolidbamberg.blogsport.de/

„Teu­rer Wohn­raum mitverantwortlich“ 

40.000 Men­schen pen­deln zum Arbei­ten von außer­halb nach Bamberg

Wenn Lebens­zeit im Stau ver­lo­ren geht: Auch in Zei­ten von Lock­down und Home­of­fice bleibt die Zahl der Pend­ler in Bam­berg auf einem hohen Level. Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen rund 40.000 Men­schen zum Arbei­ten regel­mä­ßig von außer­halb in die Stadt. Dar­auf macht die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf­merk­sam. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf eine Sta­tis­tik der Bun­des­agen­tur für Arbeit. Dem­nach stieg die Zahl der soge­nann­ten Ein­pend­ler nach Bam­berg um 6,7 Pro­zent im Ver­gleich zum Vorjahr.

Zu den Haupt­ur­sa­chen für die anhal­tend gro­ßen Pen­del­strö­me zählt nach Ein­schät­zung der IG BAU Ober­fran­ken der teu­re Wohn­raum in den Städ­ten. „Nach jah­re­lan­gen Miet­stei­ge­run­gen kön­nen sich vie­le Beschäf­tig­te das Leben am Arbeits­ort nicht mehr leis­ten. Ihnen bleibt als Alter­na­ti­ve oft nur stun­den­lan­ge Fah­re­rei mit dem Auto oder der Bahn“, so Bezirks­vor­sit­zen­der Gerald Nick­las. In der Bau­bran­che sei­en wei­te Anfahrts­we­ge beson­ders ver­brei­tet. Es dür­fe aber nicht sein, dass Bau­ar­bei­ter, die in den Bal­lungs­räu­men Woh­nun­gen bau­ten, sich die­se selbst nicht mehr leis­ten könnten.


Nicht nur eine sozia­le, son­dern auch eine öko­lo­gi­sche Frage

Die IG BAU for­dert des­halb mehr Anstren­gun­gen bei der Schaf­fung bezahl­ba­ren Wohn­raums. „Deut­lich mehr Woh­nun­gen, die sich in den Städ­ten auch Gering- und Nor­mal­ver­die­ner leis­ten kön­nen, sind ein ent­schei­den­der Bei­trag, um die Pend­ler-Zah­len zu ver­rin­gern“, sagt Nick­las. Dafür müs­se die Poli­tik kla­re Vor­ga­ben machen, etwa indem kom­mu­na­le Grund­stü­cke nicht an den Meist­bie­ten­den ver­kauft wür­den, son­dern an Bau­her­ren, die sich zu bezahl­ba­ren Mie­ten ver­pflich­te­ten. Beim sozia­len Woh­nungs­bau müss­ten die staat­li­chen För­der­mit­tel mas­siv auf­ge­stockt wer­den und ein­mal gebau­te Sozi­al­woh­nun­gen dau­er­haft preis­ge­bun­den bleiben.

Dass Men­schen in der Nähe ihres Arbeits­plat­zes woh­nen kön­nen, sei nicht nur eine sozia­le, son­dern auch eine öko­lo­gi­sche Fra­ge: „Weni­ger Pen­de­lei bedeu­tet für die Betrof­fe­nen mehr Zeit für die Fami­lie, Freun­de und Hob­bys. Gleich­zei­tig kann ein erheb­li­cher Teil der CO2-Emis­sio­nen im Ver­kehrs­sek­tor ein­ge­spart wer­den“, so Nick­las weiter. 

Nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur ver­lie­ßen im ver­gan­ge­nen Jahr bun­des­weit vier von zehn sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten auf dem Weg zur Arbeit die Gren­zen ihrer Stadt oder ihres Land­krei­ses. Damit erreich­te die Zahl der Fern-Pend­ler trotz Pan­de­mie einen Höchst­stand von 13 Millionen.

Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hallstadt 

Baye­ri­sches Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Bay­ern Inno­va­tiv unter­stüt­zen Trans­for­ma­ti­on in der Auto­mo­bil­re­gi­on Bamberg

Das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und Bay­ern Inno­va­tiv unter­stüt­zen die Trans­for­ma­ti­on in der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer-Regi­on Bam­berg. Im neu­en Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt sol­len Unter­neh­men, Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Start-ups zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­wach­sen. Der neue Tech­no­lo­gie­trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ger hat sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men, wor­über sich auch Land­rat Johann Kalb für den Land­kreis Bam­berg und Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder sei­tens der Stadt Hall­stadt freuen.

Der neue Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­ger soll vor Ort das Kon­zept des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Parks wei­ter­ent­wi­ckeln, Netz­werk­struk­tu­ren auf­bau­en und hin­sicht­lich ver­schie­de­ner För­de­run­gen beraten.

Die Auto­mo­bil­bran­che ist gemes­sen am Umsatz der mit Abstand bedeu­tends­te Indus­trie­zweig in Deutsch­land. Gleich­zei­tig ist es genau die Indus­trie, die sich inmit­ten des Kli­ma­wan­dels und der Gesund­heits­kri­se in einer weit­rei­chen­den Trans­for­ma­ti­on befin­det. So auch in der tra­di­ti­ons­rei­chen Auto­mo­bil­re­gi­on Bam­berg in Ober­fran­ken. Auf dem ehe­ma­li­gen Gelän­de des Miche­lin-Rei­fen­werks soll des­halb ein „Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt“ ent­ste­hen. Das Pro­jekt soll Unter­neh­men und For­schungs­ein­rich­tun­gen zusam­men­füh­ren, die den Wan­del aktiv ange­hen wol­len. „Wir wol­len zum Leucht­turm­pro­jekt für den her­bei­ge­sehn­ten Struk­tur­wan­del wer­den. Das rund 88.000 Qua­drat­me­ter gro­ße Gelän­de, auf dem bis Ende 2020 Auto­rei­fen gefer­tigt wur­den, bie­tet eine per­fek­te Infra­struk­tur, um gemein­sam wich­ti­ge Inno­va­ti­ons­fel­der zu bear­bei­ten und zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­zu­wach­sen“, so Peter Kel­ler, der das Pro­jekt lei­tet. Das 2020 gemein­sam von Miche­lin, dem Land­kreis Bam­berg und der Stadt Hall­stadt gestar­te­te Pro­jekt soll in den nächs­ten bei­den Jah­ren umge­setzt wer­den und neue Geschäfts­fel­der am Stand­ort ansiedeln.


Das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um beglei­tet das Pro­jekt seit Beginn an. Wirt­schafts­mi­nis­ter Hubert Aiwan­ger: „Hier in der Regi­on Bam­berg haben wir jetzt die gro­ße Chan­ce für einen umfas­sen­den Tech­no­lo­gie­trans­fer. Das bedeu­tet die kon­kre­te Mög­lich­keit, dass die gan­ze Regi­on ihr wirt­schaft­li­ches Pro­fil schärft und Unter­neh­men ihre Geschäfts­mo­del­le stär­ken und aus­bau­en kön­nen. Das sichert bestehen­de Arbeits­plät­ze und schafft lang­fris­tig auch neue. Ich bin sehr zuver­sicht­lich, dass der Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park den gesam­ten Stand­ort fit für die Zukunft macht. Wir haben des­halb alle regio­na­len Part­ner von Beginn an bei die­sem Pro­zess unter­stützt. Ich bedan­ke mich aus­drück­lich bei allen für ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment und kann ver­si­chern, dass sie auch künf­tig jeder­zeit Hil­fe aus dem Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um erwar­ten können.“


Bay­ern Inno­va­tiv stellt Transformationsmanager

Bay­ern Inno­va­tiv unter­stützt aktiv den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in der tra­di­ti­ons­rei­chen Auto­mo­bil­re­gi­on Bam­berg mit sei­nen pro­fes­sio­nel­len Ange­bo­ten rund um das Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment – von der Pro­dukt­idee bis zur Markt­ein­füh­rung. Ab sofort steht allen inter­es­sier­ten Fir­men und Insti­tu­ten vor Ort ein erfah­re­ner Inno­va­ti­ons­ma­na­ger der Bay­ern Inno­va­tiv GmbH als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Chris­toph Hei­nen, Mana­ger im Spe­zia­li­sie­rungs­feld Mobi­li­tät, bie­tet allen Inter­es­sen­ten den direk­ten Zugang zum Bay­ern Inno­va­tiv-Eco­sys­tem rund um For­schung, Tech­no­lo­gie­trans­fer, Inno­va­ti­on und För­der­pro­gram­me. Im Fokus steht der Auf­bau von Netz­wer­ken zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft unter Ein­bin­dung baye­ri­scher und natio­na­ler Initia­ti­ven und die Koope­ra­ti­ons­ver­mitt­lung geeig­ne­ter Part­ner. Eben­so unter­stützt Chris­toph Hei­nen bei der Iden­ti­fi­zie­rung geeig­ne­ter Koope­ra­ti­ons­pro­jek­te und bei der Ein­bin­dung wei­te­rer regio­na­ler und über­re­gio­na­ler Initia­ti­ven. Als För­der­lot­se navi­giert er außer­dem zu tech­no­lo­gie­ori­en­tier­ten För­der­pro­gram­men des Frei­staats, des Bun­des und der Euro­päi­schen Uni­on und beglei­tet bei Bedarf auch in der Antragsphase.

„Um Inno­va­tio­nen vor­an­zu­brin­gen, wird es immer wich­ti­ger, über den Rand der eige­nen Bran­che zu bli­cken. Unse­re Netz­wer­ke füh­ren des­we­gen bewusst Exper­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen zusam­men“, so Dr. Rai­ner Seß­ner, Geschäfts­füh­rer der Bay­ern Inno­va­tiv GmbH. „Unser Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­ger wird den Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt mit dem baye­ri­schen Inno­va­tions-Eco­sys­tem ver­bin­den und wich­ti­ge Impul­se für eine erfolg­rei­che Trans­for­ma­ti­on des Auto­mo­bil­stand­orts Bam­berg geben.“

„Wir freu­en uns sehr über die Unter­stüt­zung durch Herrn Hei­nen. Wir haben in den letz­ten 18 Mona­ten gemein­sam mit dem Land­kreis Bam­berg und der Stadt Hall­stadt eine sehr gute Basis für unser Kon­zept zur Revi­ta­li­sie­rung des Stand­or­tes und zum Auf­bau des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt vor­be­rei­ten kön­nen. Die Unter­stüt­zung des Frei­staats Bay­ern und Bay­ern inno­va­tiv und des Tech­no­lo­gie­trans­fer­ma­na­gers ist der nächs­te wich­ti­ge Schritt Rich­tung Ziel: den Struk­tur­wan­del in unse­rer Regi­on auf die Stra­ße brin­gen. Wir freu­en uns auf die Zusam­men­ar­beit“, sagt Chris­ti­an Metz­ger, Stand­ort­lei­ter Miche­lin Hallstadt.


Land­rat Johann Kalb bekräf­tigt: „Wir arbei­ten mit Hoch­druck gemein­sam an der kon­zep­tio­nel­len Umset­zung des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt. Das Pro­jekt wird ein Schlüs­sel für die Trans­for­ma­ti­on der Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer in der Regi­on wer­den. Umso mehr freu­en wir uns, dass uns das Baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und die Bay­ern Inno­va­tiv GmbH hier unter­stüt­zen. Mit Herrn Hei­nen als Tech­no­lo­gie­trans­for­ma­ti­ons­ma­na­ger vor Ort ist der ers­te wich­ti­ge Schritt zur Rea­li­sie­rung getan.“

„Für den Wirt­schafts­stand­ort Hall­stadt ist die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des Miche­lin-Gelän­des und die Ansied­lung des Cle­an­tech Inno­va­ti­on Parks von gro­ßer Bedeu­tung. Wir freu­en uns, dass Chris­toph Hei­nen von Bay­ern Inno­va­tiv uns künf­tig unter­stüt­zen wird. Zusam­men mit Miche­lin und dem Land­kreis haben wir bereits ers­te gute Kon­zep­te erar­bei­tet, die nun in die Umset­zung gehen“, ergänzt Hall­stadts Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder.


Über den Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hallstadt

Auf dem Gelän­de des Miche­lin-Stand­orts Hall­stadt bie­tet sich die ein­ma­li­ge Chan­ce, alle ambi­tio­nier­ten Akteu­re der Regi­on unter einem gemein­sa­men Dach inter­dis­zi­pli­när zusam­men­zu­brin­gen. Im ange­dach­ten Cle­an­tech Inno­va­ti­on Park Hall­stadt sol­len füh­ren­de For­schungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men der Auto­mo­bil­zu­lie­fer­indus­trie und aus dem Bereich Cle­an­tech zu einem nach­hal­ti­gen Öko­sys­tem her­an­wach­sen. Zusam­men mit wei­te­ren Schnitt­stel­len-Part­nern kön­nen sie die Inno­va­ti­ons­fel­der aktiv bear­bei­ten, die die Regi­on dau­er­haft stär­ken wer­den: neue Mobi­li­täts­kon­zep­te, Antriebs­sys­te­me und grü­ne Spit­zen­tech­no­lo­gien. Das Pro­jekt befin­det sich aktu­ell in der Kon­zep­ti­ons­pha­se – eine gro­ße Chan­ce für alle inter­es­sier­ten Part­ner, sich mit ihren The­men- und Tech­no­lo­gie­fel­dern rund um Mobi­li­tät von Mor­gen und Cle­an­tech ein­zu­brin­gen, Pro­to­ty­pen zu bau­en und die­se zur Markt­rei­fe zu entwickeln.

Coro­na

Stadt­spit­ze bit­tet um Vor­sicht und Rück­sicht – gera­de bei herr­li­chem Wetter

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp bit­ten auf­grund der anstei­gen­den Coro­na­in­fek­tio­nen in der Stadt Bam­berg um Ein­hal­tung der Coronaregeln.

Die Coro­na-Pan­de­mie hat Deutsch­land und die Welt wei­ter­hin fest im Griff: Die Zahl der Anste­ckun­gen mit dem Virus steigt fast über­all wie­der an – auch in Bam­berg nimmt das aktu­el­le Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu. Ursa­che dafür ist die bri­ti­sche Mutan­te B1.1.7, die inzwi­schen mehr als 60 Pro­zent aller Coro­na­in­fek­tio­nen in der Stadt aus­macht. Die 7‑Ta­ge-Inzi­denz ist inzwi­schen auf 161,6 ange­stie­gen, vor einer Woche lag die­se noch bei 60,7.


„Wir müs­sen lei­der noch ein­mal die Zäh­ne zusammenbeißen“ 

Nach­dem die Stadt an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen (27. bis 29. März) die Inzi­denz von 100 über­schrit­ten hat­te, hat die Stadt Bam­berg die „Not­brem­se“ gezo­gen. Das bedeu­tet, dass ab dem heu­ti­gen Mitt­woch, den 31. März, 0.00 Uhr, „schär­fe­re“ Rege­lun­gen nach der Zwölf­ten Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (12. BayIfSMV) gel­ten. Um die Pan­de­mie ein­zu­däm­men, bit­tet die Stadt­spit­ze die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dar­um, die­se Rege­lun­gen ein­zu­hal­ten. Vor allem appel­lie­ren sie, auf grö­ße­re Ansamm­lun­gen, teil­wei­se ohne Mas­ke, an belieb­ten Orten, wie bei­spiels­wei­se der Unte­ren Brü­cke oder der Ket­ten­brü­cke zu ver­zich­ten. „Wir wis­sen, dass das herr­li­che Wet­ter gera­de mehr als ver­lo­ckend ist, und uns ist auch klar, dass die Men­schen nach einem Jahr Pan­de­mie das Bedürf­nis haben, sich drau­ßen mit Freun­den auf ein Bier zu tref­fen. Aber wenn wir die Drit­te Wel­le bre­chen und damit mehr Aus­sicht auf Nor­ma­li­tät haben wol­len, dann müs­sen wir jetzt lei­der alle gemein­sam noch ein­mal die Zäh­ne zusam­men­bei­ßen“, beto­nen OB Star­ke und Bür­ger­meis­ter Glüsen­kamp. Sie appel­lie­ren an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, sich wei­ter­hin an den durch die Coro­na-Pan­de­mie vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­ab­stand von 1,50 Meter, die Kon­takt­be­schrän­kun­gen, die Mas­ken­pflicht sowie die all­ge­mei­nen Hygie­ne­re­geln zu halten.

Die Stadt­spit­ze erin­nert dar­an, dass ins­be­son­de­re auf den zen­tra­len Begeg­nungs­flä­chen in der Innen­stadt Mas­ken­pflicht herrscht und dort auch der Kon­sum von Alko­hol unter­sagt ist. Die jeweils kon­kret betrof­fe­nen Ört­lich­kei­ten sind von der Stadt Bam­berg zuletzt mit All­ge­mein­ver­fü­gung vom 26. März 2021 fest­ge­setzt worden.

Die Poli­zei wird die Ein­hal­tung des Infek­ti­ons­schut­zes, ins­be­son­de­re wegen des aktu­ell stark gestie­ge­nen Inzi­denz­wer­tes in Bam­berg, mit geziel­ten Kon­trol­len überprüfen.

Zehn Jah­re Kesselhaus

Belieb­ter Aus­stel­lungs­ort für die Kulturszene

In die­sem Jahr fei­ert das Kes­sel­haus sei­nen zehn­ten Geburts­tag als Aus­stel­lungs­ort, den es mit einer Open-Air-Aus­stel­lung begeht!

Zehn Jah­re ist es her, als sich im Früh­jahr 2011 ein klei­nes Häuf­lein Akti­vis­ten vom Kunst­ver­ein, dem BBK Ober­fran­ken, dem Archi­tek­tur­treff Bam­berg und dem dama­li­gen Bau­re­fe­ren­ten der Stadt, Micha­el Ilk, mit eige­ner Hän­de Arbeit dar­an­mach­ten, den brach lie­gen­den Indus­trie­raum im Kes­sel­haus auf­zu­räu­men. Und bei­na­he 40 Aus­stel­lun­gen und Events bewei­sen seit­her die Rich­tig­keit des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments für die­sen Ort mit sei­nen 225 Qua­drat­me­tern Flä­che, sie­ben Metern Höhe, durch­gän­gig ori­gi­na­len Ober­flä­chen und sei­ner zen­tra­len Lage am Lein­ritt als Aus­stel­lungs- und Ver­an­stal­tungs­flä­che. Denn: Das „Kes­sel­haus“ – bis 1984 genutz­te ehe­ma­li­ge Ener­gie­zen­tra­le des „Alten Kran­ken­hau­ses“ mit Kran­ken­haus­wä­sche­rei und Patho­lo­gie ¬–, am west­li­chen „Ein­gangs­tor“ zu Alt­stadt und Welt­erbe Bam­bergs gele­gen, birgt ein außer­or­dent­li­ches Poten­zi­al als leben­di­ger Kul­tur­ort. Es strahlt vor allem wegen der beson­de­ren funk­tio­na­len Archi­tek­tur der frü­hen 60er Jah­re und dem in Bam­berg sel­te­nen indus­tri­el­len Cha­rak­ter einen außer­ge­wöhn­li­chen Charme aus.


„Was mir zum Kes­sel­haus einfällt“

In die­sem Jahr fei­ert das Kes­sel­haus nun sei­nen zehn­ten Geburts­tag als Aus­stel­lungs­ort. Aber wie begeht man einen run­den Geburts­tag in Zei­ten von Coro­na? Ganz ein­fach: mit einer Open-Air-Ausstellung!

Die Idee dazu ist bereits im ers­ten Lock­down und dem damit erzwun­ge­nen Still­stand für die Kul­tur ent­stan­den. Bam­ber­ger Künstler:innen aus den Rei­hen des BBK Ober­fran­ken haben zum Pla­kat­wett­be­werb ein­ge­la­den, um das Kes­sel­haus mate­ri­ell zu unter­stüt­zen und damit für die Zukunft als Kul­tur­stand­ort zu sichern. Die Auf­ga­be bestand in der Gestal­tung eines Pla­ka­tes zum The­ma „Was mir zum Kes­sel­haus ein­fällt“, das als Ban­ner an der EG-Fas­sa­de des Kes­sel­hau­ses zum Lein­ritt open-air aus­ge­stellt wer­den soll. Ein beglei­ten­der eige­ner QR-Code erlaubt es allen Inter­es­sen­ten, sich auf der Web­site des Ver­eins ein­zu­klin­ken, um Nähe­res zu den Ent­wür­fen zu erfah­ren. Her­aus­ge­kom­men ist eine kun­ter­bun­te Mischung uto­pi­scher Vor­stel­lun­gen, augen­zwin­kern­de bis ernst­haf­te Anstö­ße an die Stadt Bam­berg bis hin zu ziem­lich kon­kret for­mu­lier­ten Vor­stel­lun­gen, die seit Anfang Febru­ar 2021 nun am vor­ge­se­he­nen Ort aus­ge­stellt sind.

Im Ein­zel­nen fin­det man nun eine Idee von Ger­hard Hagen, in einer Qua­si-Kari­ka­tur Bam­berg dar­auf auf­merk­sam zu machen, dass die Rea­li­sie­rung einer Kunst­hal­le ana­log zur Lan­dung auf dem Mond eigent­lich nur einen „klei­nen“ Schritt dar­stel­len würde.

Peter Schop­pel hat ein Modell ent­wor­fen, das zeigt, wie ein auf­ge­wer­te­tes Kes­sel­haus aus­se­hen könn­te. Höchst rea­lis­tisch visua­li­siert Tho­mas Michel einen erfolg­ten Umbau des Kes­sel­hau­ses unter Wah­rung sei­ner prä­gnan­ten Gestalt und ent­wirft sehr reiz­vol­le Auf­ent­halts­qua­li­tä­ten im Außen­be­reich. Nina Gross folgt mit einer bun­ten Phan­ta­sie­an­sicht eines veri­ta­blen Aus­stel­lungs­hau­ses, die gleich­falls Wert auf Auf­ent­halts­qua­li­tä­ten als Anzie­hungs­punkt für Publi­kum legt: der Park­platz ist einer Wie­se gewi­chen und das Dach des Kes­sel­hau­ses begrünt. Chris­tia­ne Toe­we wie­der­um schafft einen wuch­ti­gen Archi­tek­tur­kör­per, um ihn dann mit kräf­ti­gen rot-wei­ßen Bän­de­run­gen zu ver­se­hen, ähn­lich dem berühm­ten Leucht­turm „Roter Sand“ in der Weser­mün­dung – ein Welt­kul­tur­er­be übri­gens –, um dem unschwer erkenn­ba­ren Kes­sel­haus einen pro­gram­ma­ti­schen Leucht­turm­cha­rak­ter zu ver­lei­hen. Dag­mar Ohrn­dorf nimmt in ihrem Ban­ner Bezug auf die Akti­vi­tä­ten der Ver­gan­gen­heit und hat aus Frag­men­ten alter Aus­stel­lungs­pla­ka­te ein neu­es tän­ze­ri­sches Gesamt­bild kom­po­niert. Ger­hard Schlöt­zer, neben sei­nen foto­gra­fi­schen Fähig­kei­ten ein lei­den­schaft­li­cher und begab­ter Zeich­ner, prä­sen­tiert den Betrachter:innen mit peni­blen Blei­stifts­stri­chen sei­ne leicht nach­voll­zieh­ba­re Visi­on des Kes­sel­hau­ses mit auf­ge­setz­tem Dach­cafè und der zu einem Kiosk umfunk­tio­nier­ten Tra­fo­sta­ti­on an der Nord­spit­ze des Are­als inmit­ten einer publi­kums­freund­li­chen Frei­flä­che. David Grimm schließ­lich sieht das Kes­sel­haus als Funk­sta­ti­on, als geer­de­te Basis für inter­pla­ne­ta­ren Aus­tausch, als ein Labor für Rele­vanz, Funk­ti­on und Ver­ant­wor­tung von Kunst und Kul­tur im 21. Jahrhundert.

Stadt­wärts been­den die Open-Air-Aus­stel­lung zwei archi­tek­ten­ba­sier­te und com­pu­ter­gra­fisch auf­be­rei­te­te Ide­al­an­sich­ten eines umge­bau­ten Kes­sel­hau­ses, ein­mal das Inne­re des Shed­dach­be­reichs als veri­ta­ble Kunst­hal­le und zum ande­ren die Gesamt­schau des Kes­sel­hau­ses als Kunst­ort samt auto­frei­em Lein­ritt und Frei­trep­pen­an­la­ge am Fluss mit zuvor unge­ahn­ten Aufenthaltsqualitäten.

Allen aus­ge­stell­ten Künst­lern gemein ist ihre klar aus­ge­drück­te Hoff­nung auf eine kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Kes­sel­hau­ses als Kul­tur­ort. Denn nir­gends sonst fin­det sich in die­ser Stadt ein ande­rer, bes­ser geeig­ne­ter Ort als die­se städ­te­bau­lich irgend­wie ver­kann­te Bra­che am äußers­ten Wes­t­en­de des Sand­vier­tels – und dies nur den sprich­wört­li­chen Stein­wurf von St. Micha­el entfernt!

Ter­mi­ne sind online buchbar 

Schnell­test­zen­trum am ZOB eröffnet

Das Coro­na-Schnell­test­zen­trum am Zen­tra­len Omni­bus­bahn­hof in Bam­berg hat ges­tern sei­nen Betrieb auf­ge­nom­men. Es befin­det sich im ehe­ma­li­gen Info­point der Stadt­wer­ke Bam­berg in der Pro­me­na­den­stra­ße 6a und ist zen­tra­le Anlauf­stel­le für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die einen kos­ten­lo­sen Coro­na-Schnell­test durch­füh­ren las­sen wollen.

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke sag­te beim Orts­ter­min: „Dank die­ser Ein­rich­tung erhö­hen wir die Kapa­zi­tä­ten für Schnell­tests in der Stadt Bam­berg deut­lich. Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind ein­ge­la­den, sich tes­ten zu las­sen.“ Jonas Glüsen­kamp, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter, wies dar­auf hin, dass die Test­stel­le auch über die Oster­fei­er­ta­ge und für Kin­der ab drei Jah­ren geöff­net ist, ver­bun­den mit dem Appell: „Bit­te kom­men Sie nur, wenn Sie sym­ptom­frei sind. Wer Sym­pto­me an sich beob­ach­tet, wen­det sich bit­te zuerst an den Arzt oder Kinderarzt.“

Das Schnell­test­zen­trum Bam­berg am ZOB wird betrie­ben von der HTK Hygie­ne Tech­no­lo­gie Kom­pe­tenz­zen­trum GmbH, einem Teil der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Für den Stand­ort am ZOB wird noch zusätz­li­ches medi­zi­ni­sches Per­so­nal gesucht, nament­lich: Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (m/​w/​d), Arzt­hel­fer (m/​w/​d) und Kran­ken­pfle­ger (m/​w/​d). Bewer­bun­gen kön­nen über das Job­por­tal der Sozi­al­stif­tung Bam­berg ein­ge­reicht wer­den: https://www.sozialstiftung-bamberg.de/klinikum-bamberg/stellenangebote/

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die erst nach 15 Uhr einen Schnell­test durch­füh­ren las­sen kön­nen, wen­den sich an die Abstrich­stel­le an der Gal­gen­fuhr (Am Sen­del­bach 15). Die­se ist von Mon­tag bis Sams­tag von 15 bis 19 Uhr geöff­net sowie von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag, täg­lich von 15 Uhr bis 19 Uhr. Eine Anmel­dung ist nicht nötig.

Außer­dem bie­ten mitt­ler­wei­le zahl­rei­che Apo­the­ken in Bam­berg kos­ten­lo­se Schnell­tests an. Aktua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen hier­zu sind unter ande­rem auf der Inter­net­sei­te der Stadt Bam­berg zu finden.

Das Ange­bot wird künf­tig noch ergänzt durch ein mobi­les Schnell­test­zen­trum: Ab Don­ners­tag, dem 15. April, wird ein Omni­bus der Stadt­wer­ke Bam­berg ver­schie­de­ne Sta­tio­nen in den Stadt­tei­len anfah­ren. Infor­ma­tio­nen hier­zu wer­den noch bekannt gegeben.


Schnell­test­zen­trum Bam­berg
Pro­me­na­de­stra­ße 6a, Bamberg

Mon­tag bis Sams­tag: 9 – 15 Uhr
Von Kar­frei­tag bis Oster­mon­tag täg­lich von 9 bis 15 Uhr geöffnet

Anmel­dung unter: https://corona-schnelltest-bamberg.de/

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