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Bamberg - Page 8

Jeder Bei­trag hilft, Viel­falt und Qua­li­tät lang­fris­tig zu sichern.

Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne zur Stär­kung der Kul­tur­för­de­rung gestartet

Das Kul­tur­re­fe­rat der Stadt Bam­berg hat eine Spen­den­kam­pa­gne auf der Platt­form www.wirwunder.de gestar­tet, um den Glo­bal­be­trag Kul­tur auf fünf Pro­zent des Gesamt­kul­tur­haus­halts zu erhöhen.

Kul­tur ist das Herz einer leben­di­gen Gesell­schaft. Sie schafft Räu­me für Krea­ti­vi­tät, Aus­tausch und Viel­falt und trägt maß­geb­lich zum sozia­len Zusam­men­halt bei. Doch trotz ihrer enor­men Bedeu­tung bleibt die Kul­tur oft unter­fi­nan­ziert. Um die­sem Pro­blem ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat das Kul­tur­re­fe­rat der Stadt Bam­berg eine Spen­den­kam­pa­gne auf der Platt­form www.wirwunder.de gestar­tet. Ziel der Kam­pa­gne ist es, den Glo­bal­be­trag Kul­tur auf fünf Pro­zent des Gesamt­kul­tur­haus­halts zu erhöhen.

Der­zeit beträgt der Glo­bal­be­trag Kul­tur 315.000 Euro. Für das Jahr 2025 wur­de ein­ma­lig ein Son­der­be­trag von 100.000 Euro in den Kul­tur­haus­halt ein­ge­stellt. Die­ser fle­xi­ble Finan­zie­rungs­fonds ermög­licht es, kurz­fris­tig auf drin­gen­de Bedar­fe zu reagie­ren, inno­va­ti­ve Pro­jek­te zu för­dern und bestehen­de kul­tu­rel­le Ange­bo­te zu sichern. Doch die aktu­el­len Mit­tel rei­chen nicht aus, um die stei­gen­den Anfor­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen der Kul­tur­land­schaft zu bewältigen.

Seit Jah­ren for­dern Kul­tur­ver­bän­de, Expert:innen und Politiker:innen eine nach­hal­ti­ge Anhe­bung des Glo­bal­be­trags Kul­tur auf min­des­tens 590.000 Euro. Auf­grund der ange­spann­ten Haus­halts­la­ge der Stadt Bam­berg konn­te die­se For­de­rung bis­her nicht erfüllt werden.



Kul­tur­för­de­rung durch das Kulturamt

Die Stadt Bam­berg unter­stützt eine Viel­zahl kul­tu­rel­ler Initia­ti­ven durch ver­schie­de­ne För­der­pro­gram­me, dar­un­ter insti­tu­tio­nel­le För­de­rung, Pro­jekt­för­de­rung, Son­der­för­de­run­gen sowie Raum- und Aus­stel­lungs­för­de­run­gen. Seit 2021 umfasst die För­de­rung auch die Dom­berg­ko­or­di­na­ti­on und einen Zuschuss an den Alten­burg­ver­ein. Dar­über hin­aus ver­wal­tet das Kul­tur­amt die Kul­tur­för­de­rung aus Mit­teln der Stif­tung Welt­kul­tur­er­be Bamberg.

Mit der Spen­den­kam­pa­gne auf www.wirwunder.de bie­tet sich nun eine Mög­lich­keit, aktiv zur Stär­kung der Kul­tur­för­de­rung in Bam­berg bei­zu­tra­gen. Jeder gespen­de­te Betrag fließt direkt in den Glo­bal­be­trag Kul­tur und hilft, die Viel­falt und Qua­li­tät kul­tu­rel­ler Pro­jek­te lang­fris­tig zu sichern.

Spen­den sind über https://www.wirwunder.de/bamberg mög­lich. Jeder Bei­trag zählt und unter­stützt die krea­ti­ve und kul­tu­rel­le Zukunft der Stadt.

In über 100 Stra­ßen wur­de die­ses Jahr schon „geflickt“

Stra­ßen­un­ter­halt von Bam­berg Ser­vice ist im „Spe­zi­al­ein­satz“ gegen Schlaglöcher

Immer wie­der errei­chen Hin­wei­se von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zu Schlag­lö­chern auf den Bam­ber­ger Stra­ßen und Rad­we­gen die Stadt­ver­wal­tung. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von Bam­berg Ser­vice geben ihr Bes­tes, um die Schä­den zu repa­rie­ren, die durch Abnut­zung und Frost immer wie­der neu ent­ste­hen. Allein seit Anfang Febru­ar waren die Ein­satz­trupps bereits in mehr als 100 Stra­ßen unter­wegs, um die schlimms­ten Schlag­lö­cher zu fül­len, teilt die Stadt mit.

Schlag­lö­cher wer­den im Rah­men der vor­han­de­nen Res­sour­cen im gesam­ten Stadt­ge­biet aus­ge­bes­sert, aller­dings kön­nen die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter selbst­ver­ständ­lich nicht über­all gleich­zei­tig tätig wer­den. Den­noch: von A wie Ama­li­en­stra­ße bis Z wie Zoll­ner­stra­ße reicht die lan­ge Lis­te von Stra­ßen, in denen in die­sem Früh­jahr bereits eines oder meh­re­re Schlag­lö­cher geflickt wur­den (sie­he Tabel­le). Obers­te Prio­ri­tät hat dabei die Auf­recht­erhal­tung der Ver­kehrs­si­cher­heit der Stra­ßen, Brü­cken und Wege. Rei­ne „Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren“ müs­sen daher hintenanstehen.

Da auch geflick­te Schlag­lö­cher immer wie­der neu auf­bre­chen kön­nen, hilft lang­fris­tig nur eine sach­ge­rech­te Stra­ßen­sa­nie­rung. Die­se bedarf aber – neben viel Geld und ver­füg­ba­ren Stra­ßen­bau­fir­men – einer genau­en Vor­pla­nung und Abstim­mung. Gera­de in der Innen­stadt kön­nen natür­lich auch die Aus­wir­kun­gen auf den Ver­kehrs­fluss ganz erheb­lich sein, mit ent­spre­chen­den Reak­tio­nen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger oder der betrof­fe­nen Gewer­be­trei­ben­den. Erschwe­rend hin­zu kommt die wei­ter­hin unkla­re Per­spek­ti­ve im Zusam­men­hang mit dem Bahn­aus­bau, denn zum jet­zi­gen Zeit­punkt ist nicht bekannt, wann und wie die Arbei­ten an sämt­li­chen Bahn-Über- und –Unter­füh­run­gen durch­ge­führt werden.

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung für den Stra­ßen­un­ter­halt von Bam­berg Ser­vice stel­len „Not­maß­nah­men“ dar, die natur­ge­mäß unplan­bar sind, wie zum Bei­spiel die Behe­bung von Fahr­bahn­ab­sen­kun­gen, plötz­li­chen Stra­ßen­ein­brü­chen oder den Fol­gen von Was­ser­rohr­brü­chen. Dann müs­sen auch Schlag­lö­cher in der Prio­ri­tät nach hin­ten rücken.


Abtei­lung Stra­ßen- und Brückenbau

Die Abtei­lung Stra­ßen- und Brü­cken­bau von Bam­berg Ser­vice ist zustän­dig für den Neu­bau und Unter­halt der inner­städ­ti­schen Ver­kehrs­flä­chen. Dabei han­delt es sich um rund 270 km Stra­ßen, cir­ca 70 km Rad­we­ge und zahl­rei­che Brü­cken­bau­wer­ke: 61 Brü­cken bzw. Ste­ge, 14 wei­te­re Inge­nieur­bau­wer­ke und drei Lärm­schutz­wän­de. Auch die Ver­kehrs­be­schil­de­rung, die Stra­ßen­mar­kie­rung und die Ampel­an­la­gen fal­len in den Bereich von Bam­berg Service.

Zu den wei­te­ren Auf­ga­ben zäh­len außer­dem zum Bei­spiel das Auf­stel­len von Fahr­rad­bü­geln, der Bau und Unter­halt von öffent­li­chen Trep­pen­an­la­gen und Sicher­heits­ge­län­dern, der Unter­halt der Ruhe­bän­ke und der Brun­nen­an­la­gen sowie die Erneue­rung und Unter­hal­tung von Holz­brü­cken und ‑ste­gen.

Droh­nen­bil­der über Gesund­heits­zu­stand von Bäumen

Koope­ra­ti­on des BaK­IM-Pro­jek­tes gewinnt beim Ko-Pionier-Preis

Die Koope­ra­ti­on zwi­schen dem BaK­IM-Pro­jekt des För­der­pro­gram­mes Smart City Bam­berg und der Stadt Lem­go in Sachen Droh­nen­bil­dern vom Lem­goer Stadt­wald wur­de mit dem 1. Platz des Ko-Pio­nier-Prei­ses in der Kate­go­rie Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung belohnt.

Im Pro­jekt BaK­IM (Baum, Künst­li­che Intel­li­genz und Mensch), das im Rah­men des För­der­pro­gram­mes Smart City Bam­berg umge­setzt wird, geht es um die Gesund­heit der Bäu­me in Bam­berg. Hier­bei wer­den die städ­ti­schen Baum­be­stän­de mit einer Droh­ne über­flo­gen und die so auf­ge­nom­me­nen Bil­der mit einer eigens ent­wi­ckel­ten Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) aus­ge­wer­tet. Das hilft den Baum­pfle­ge­rin­nen und ‑pfle­gern dabei, bes­ser über den Gesund­heits­zu­stand der Bäu­me Bescheid zu wis­sen und sie so effek­ti­ver pfle­gen zu können.

Die­sen Mehr­wert hat auch die ost­west­fä­li­sche Stadt Lem­go erkannt. Auch sie ist gemein­sam mit der Gemein­de Kal­le­tal Teil des För­der­pro­gram­mes „Modell­pro­jek­te Smart Cities“ des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen. In die­sem engen Netz von 73 geför­der­ten Kom­mu­nen und kom­mu­na­len Ver­bän­den steht Aus­tausch und Zusam­men­ar­beit im Zen­trum – so wie sie jetzt von Lem­go und Bam­berg umge­setzt wird.

Die­se Koope­ra­ti­on funk­tio­niert, indem im Lem­goer Stadt­wald eben­falls, wie in Bam­berg, Droh­nen­bil­der auf­ge­nom­men wer­den, wel­che die Bam­ber­ger BaK­IM-KI dann aus­wer­tet. Mit neu­en Trai­nings­da­ten aus ande­ren Bestän­den lernt die KI, wei­te­re Baum­gat­tun­gen zu unter­schei­den und auch hier immer effek­ti­ver die Gesund­heit der Bäu­me auszuwerten.

Die­se Zusam­men­ar­beit wur­de nun mit dem 1. Platz des Ko-Pio­nier-Prei­ses in der Kate­go­rie Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung belohnt. Der Ko-Pio­nier-Preis von Re:Form zeich­net Men­schen und Ver­wal­tun­gen aus, die zusam­men­ar­bei­ten, um Pro­jek­te nach­zu­nut­zen, anstatt sie neu zu ent­wi­ckeln. Bei der Preis­ver­lei­hung in Ber­lin nah­men Jonas Tro­les, BaK­IM-Pro­jekt­lei­ter aus Bam­berg, und Nico­le Baeu­mer, Pro­jekt­lei­te­rin Smart City Lemgo/​Kalletal, den Preis ent­ge­gen. „Wir freu­en uns sehr über die­sen 1. Platz und hof­fen, dass das BaK­IM-Pro­jekt noch auf vie­le wei­te­re Kom­mu­nen über­tra­gen wird und auch dort die Anpas­sung an die Kli­ma­kri­se nach­hal­tig unter­stüt­zen kann“, so Jonas Tro­les über die Ehrung.

19. Gesund­heits­mes­se Fran­ken Aktiv & Vital

Psy­chi­sche Gesund­heit, Wege zur Selbst­ver­sor­gung und Prä­ven­ti­on sind Schwer­punk­te, mit denen die 19. Gesund­heits­mes­se Fran­ken Aktiv & Vital auf­war­tet. Am 29. und 30. März kann das Publi­kum in der Bro­se Are­na mit zahl­rei­chen Aus­stel­lern ins Gespräch kom­men und sich vie­le Fach­vor­trä­ge rund um Gesund­heit anhören.

Gesund, fit, und vital sein – wer möch­te das nicht. Die Gesund­heits­mes­se Fran­ken Aktiv & Vital zeigt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten auf, dies zu errei­chen. Schon seit der ers­ten Durch­füh­rung vor fast zwan­zig Jah­ren baut das Mes­se­team an die aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Bedürf­nis­se ange­passt wech­seln­de Fokus­the­men ein, die eine zusätz­li­che, spe­zi­ell inter­es­sier­te Kli­en­tel anspre­chen und durch wech­seln­de Schwer­punk­te einen wei­te­ren Besu­cher­an­reiz liefern.

„Der Ter­min Ende März macht Stim­mung und gute Lau­ne, fit ins Früh­jahr und in den Som­mer durch­zu­star­ten“, sagt der Geschäfts­füh­rer des ver­an­stal­ten­den Mes­se­teams Bam­berg, Stef­fen Marx, im Hin­blick auf die dies­jäh­ri­ge Ver­an­stal­tung am letz­ten März-Wochenende.

Die Gesund­heits­mes­se Fran­ken Aktiv & Vital hat sich im Lau­fe der Jah­re zu einer der wich­tigs­ten baye­ri­schen Infor­ma­ti­ons­platt­for­men die­ser Art ent­wi­ckelt und ist für vie­le Gesund­heits­in­ter­es­sier­te, für Fami­li­en sowie Frei­zeit- und Rei­se­lieb­ha­ber zu einer Pflicht­ver­an­stal­tung geworden.

Gesund­heits­the­men des gesam­ten Lebens wer­den erör­tert, in die­sem Jahr wer­den auch die Schwer­punk­te Out­door, Fami­lie und Frei­zeit bespielt. Erwar­tet wer­den etwa 100 Aus­stel­ler, die ein eta­blier­tes Fach­fo­rum und wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen in allen Berei­chen rund um das höchs­te Gut des Lebens anbie­ten.
Mit an Bord als Aus­stel­ler sind auch wie­der die Sozi­al­stif­tung Bam­berg und die Land­kreis­kli­ni­ken Jura­kli­nik und Stei­ger­wald­kli­nik sowie das Uni­kli­ni­kum Erlan­gen.
Alle die­se gro­ßen Gesund­heits­an­bie­ter wer­den neben ihrer medi­zi­ni­schen Exper­ti­se in Form inter­es­san­ter Mes­se­auf­trit­te auch aktu­ells­te medi­zi­ni­sche Fach­vor­trä­ge ein­brin­gen, eben­so vie­le wei­te­re der Aus­stel­ler aus dem gesam­ten Spek­trum. Zu psy­chi­scher Gesund­heit, Ernäh­rung, Frei­zeit­ge­stal­tung oder inno­va­ti­ven Hei­lungs­an­sät­zen fin­den zahl­rei­che Fach­vor­trä­ge statt und tra­gen so zum Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot auf der Mes­se bei.


Spek­trum von Vor­sor­ge bis Erholung

Die Viel­falt an Aus­stel­lern reicht in die­sem Jahr von Ange­bo­ten der Vor­sor­ge bis zu denen der Erho­lung. Psy­chi­sche Gesund­heit, Prä­ven­ti­on und Selbst­ver­sor­gung betont die Mes­se in die­sem Jahr als Schwer­punk­te. Anbie­ter von gesun­der Ernäh­rung, Sport und Frei­zeit­ge­stal­tung fin­den sich an den Stän­den, zum Teil gehen auch ver­schie­de­ne The­men inein­an­der über.

So ist gesun­de und gute Ernäh­rung ein Fak­tor für ein gutes Immun­sys­tem, wel­ches wie­der­um der Resi­li­enz dient und somit auch dem Vor­beu­gen psy­chi­scher Erkran­kun­gen. Für die es in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit zuneh­mend äuße­re Ein­fluss­fak­to­ren gab. „Bereits seit Jah­ren nimmt die Anzahl psy­chi­scher Erkran­kun­gen immer wei­ter zu. Kri­sen­zei­ten, Krieg sowie Sor­gen vor Infla­ti­on und Armut befeu­ern die­se Erkran­kun­gen immer wei­ter“, betont Stef­fen Marx zur Auf­nah­me als Schwer­punkt­the­ma. Hier gel­te es, auf der Gesund­heits­mes­se Fran­ken Aktiv & Vital nicht nur Auf­merk­sam­keit zu schaf­fen, son­dern auch den Weg zu Hil­fe auf­zu­zei­gen sowie All­tags­stra­te­gien zur Erken­nung die­ser Erkran­kun­gen bei sich selbst und Mit­men­schen zu vermitteln.

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de auf der Mes­se die Wich­tig­keit von Prä­ven­ti­on betont. Nicht zu erkran­ken, bleibt die bes­te Mög­lich­keit, um gesund zu sein. Durch The­men wie Vor­sor­gen­un­ter­su­chun­gen, Ernäh­rung und Sport wer­den die Aus­stel­ler auch in die­sem Jahr Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men auf­zei­gen und Stra­te­gien ver­mit­teln, lang­fris­tig und dau­er­haft Krank­hei­ten zu vermeiden.

Dem ele­men­ta­ren Bestand­teil des gesun­den Essens wid­met sich die Mes­se und greift das Son­der­the­ma des Vor­jahrs „Wege zur Selbst­ver­sor­gung“ wie­der auf. „Frei nach dem Mot­to „Du bist, was du isst“ wer­den unse­re Aus­stel­ler auf­zei­gen, wie in der heu­ti­gen Zeit auch mit klei­nem Mit­teln eige­ne Lebens­mit­tel ange­baut wer­den kön­nen“, so Stef­fen Marx. „Das spart nicht nur Geld, auch kön­nen Sie so selbst kon­trol­lie­ren, wie Ihre Lebens­mit­tel bear­bei­tet wer­den und Ver­ant­wor­tung für Ihre Ernäh­rung übernehmen.“

Die schöns­te Zeit ist die, die wir mit unse­ren Liebs­ten ver­brin­gen. Des­we­gen wer­den auch ver­schie­dens­te Frei­zeit­an­ge­bo­te für die gesam­te Fami­lie auf der Fran­ken Aktiv & Vital gebo­ten sein. Wohin soll der lang ersehn­te Urlaub gehen? Was machen wir nächs­tes Wochen­en­de? Wel­che tol­len Fami­li­en­an­ge­bo­te gibt es in der Umge­bung? Auf all die­se Fra­gen und noch vie­le mehr wer­den die Aus­stel­ler span­nen­de Ant­wor­ten geben. Auch die neu­es­ten Trends und Ent­wick­lun­gen aus der Welt des Sports haben Ihren Platz auf unse­rer Messe.

Ein Aus­flug in die Natur tut Kör­per und Geist gut. Den Stress der Stadt hin­ter sich zu las­sen und in der frei­en Natur zu ent­span­nen funk­tio­niert aller­dings nur mit dem rich­ti­gen Equip­ment. Ob Zel­te, Wan­der­schu­he oder Rake­ten­öfen. Auch aus die­sem Bereich wer­den Aus­stel­ler vor Ort sein und Neue­run­gen für den nächs­ten Trip in die Natur zei­gen.
Beim The­ma der Selbst­ver­sor­gung wie auch bei der Nah­erho­lung wird neben­bei durch kür­ze­re Lie­fer­we­ge bezie­hungs­wei­se kür­ze­re Urlaubs­rei­sen auch noch dem The­ma Ener­gie­spa­ren Rech­nung getragen.

Part­ner unter­zeich­nen Ver­ein­ba­rung zur Bear­bei­tung der nächs­ten Projektphase

Metro­pol­rad­weg Nürn­berg – Bam­berg: Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung unterzeichnet

Zwei Jah­re, nach­dem sich der Len­kungs- und Arbeits­kreis zum inter­kom­mu­na­len Rad­we­ge­pro­jekt „Metro­pol­rad­weg Nürn­berg – Bam­berg“ zuletzt getrof­fen haben, war es nun soweit. Die 16 Part­ner der inter­kom­mu­na­len Alli­anz „Metro­pol­rad­weg von Nürn­berg nach Bam­berg“ konn­ten die Ver­ein­ba­rung zur Bear­bei­tung der nächs­ten Pro­jekt­pha­se unter­zeich­nen, teilt das Land­rats­amt Bam­berg mit.

Nach dem posi­ti­vem Abschluss der Rea­li­sier­bar­keits­stu­die für die Rad­ver­bin­dung zwi­schen den Schleu­sen Nürn­berg und Bam­berg, die auf einer Län­ge von ins­ge­samt 65 Kilo­me­tern mit ein­heit­li­cher Qua­li­tät und grö­ße­rer Sicher­heit den Rad­ver­kehr auf der Reg­nitz­tal-Ach­se stär­ken soll, konn­te die inter­kom­mu­na­le Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung nun nach der abstim­mungs­in­ten­si­ven Zwi­schen­pha­se und nach Ein­gang des För­der­be­schei­des unter­zeich­net werden.

„Nach Erhalt der För­de­rung für die Pla­nung durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Ver­kehr und der zusätz­li­chen För­de­rung durch das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Bau und Ver­kehr, kön­nen wir mit der Unter­zeich­nung die­ser weg­wei­sen­den Ver­ein­ba­rung heu­te den nächs­ten wich­ti­gen Mei­len­stein die­ses tol­len Pro­jek­tes errei­chen“, freut sich Land­rat Johann Kalb. „Man kann schon stolz sein, dass unse­re Regi­on so zusam­men­steht und die 16 Unter­zeich­ner der Pla­nungs­ver­ein­ba­rung von der Groß­stadt Nürn­berg bis zur kleins­ten Gemein­de mit 2.200 Ein­woh­nern so an einem Strang zie­hen um das gemein­sa­me Ziel zu erreichen.“

Die unter­zeich­ne­te Ver­ein­ba­rung regelt die Pro­jekt­struk­tur, in der die Feder­füh­rung des Pro­jek­tes wei­ter­hin beim Land­kreis Bam­berg ver­bleibt. Die zu täti­gen­den Ver­ga­ben wer­den maß­geb­lich von der Stadt Erlan­gen durch­ge­führt. Zudem wer­den Auf­ga­ben und Pflich­ten der Part­ner sowie die Kos­ten­ver­tei­lung für die nun anste­hen­de Ent­wurfs- und Geneh­mi­gungs­pla­nung gere­gelt, um der All­t­a­grad­ver­kehrs­ver­bin­dung zwi­schen der Schleu­se Nürn­berg und der Schleu­se Bam­berg weit­ge­hend ent­lang des Main-Donau-Kanals näher zu kom­men. Grund­la­ge für die nun anste­hen­den Pla­nun­gen sind die Ergeb­nis­se der Rea­li­sier­bar­keits­stu­die, die fest­ge­leg­te Vor­zug­stras­se sowie eine von den Kom­mu­nen modi­fi­zier­te Maß­nah­men­ta­bel­le, die stel­len­wei­se noch Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men haben.


Ver­ga­be der fach­li­chen Pro­jekt­steue­rung in die­sem Jahr

Auch Erlan­gens Ober­bür­ger­meis­ter Flo­ri­an Janik freut sich, dass die Metro­pol­re­gi­on über den Rad­ver­kehr enger zusam­men­rückt: Erlan­gen wer­de sei­ne Erfah­run­gen aus den eige­nen Rad­schnell­ver­bin­dun­gen nach Nürn­berg und Her­zo­gen­au­rach ein­brin­gen und im nächs­ten wich­ti­gen Schritt unter ande­rem die Aus­schrei­bung der EU-wei­ten Fach­pla­nungs­ver­ga­be übernehmen.

Die im Wil­len zur akti­ven Stär­kung von Rad­ver­kehr und Kli­ma­schutz geein­ten Akteu­re aus Ober- und Mit­tel­fran­ken, kön­nen unter Feder­füh­rung des Land­krei­ses Bam­berg dank des För­der­be­schei­des und der nun unter­zeich­ne­ten Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung nun die nöti­gen Schrit­te für die­ses Pro­jekt mit Strahl­kraft weit über die Regi­on hin­aus einleiten.

Im Jahr 2025 wird die Ver­ga­be der fach­li­chen Pro­jekt­steue­rung sowie die euro­pa­wei­te Aus­schrei­bung der Pla­nungs­leis­tun­gen erfol­gen. Dar­an schließt sich im Jahr 2026 die eigent­li­che Fach­pla­nung an, die im Jahr 2027 mit ein­ga­be­fä­hi­gen Pla­nungs­un­ter­la­gen für die jeweils anzu­wen­den­den Bau­rechts­ver­fah­ren sowie zur Antrag­stel­lung zur För­de­rung der Bau­ab­schnit­te durch Bund und des Land abge­schlos­sen wer­den soll.

Stadt­sie­ger fährt zum ober­frän­ki­schen Bezirksentscheid

Juli­us Spon­sel ist Stadt­sie­ger im Vorlesen

Acht Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe der Bam­ber­ger Real­schu­len und Gym­na­si­en haben im Saal der Stadt­bü­che­rei einen span­nen­den Wett­be­werb um den Stadt­sieg im Vor­le­sen aus­ge­tra­gen. Der Stadt­sie­ger kommt vom Kai­ser-Hein­rich-Gym­na­si­um und darf beim ober­frän­ki­schen Bezirks­ent­scheid am 27. März für Bam­berg antreten.

Acht Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe der Bam­ber­ger Real­schu­len und Gym­na­si­en haben im Saal der Stadt­bü­che­rei einen span­nen­den Wett­be­werb um den Stadt­sieg im Vor­le­sen aus­ge­tra­gen. Der Stadt­sie­ger kommt vom Kai­ser-Hein­rich-Gym­na­si­um und darf beim ober­frän­ki­schen Bezirks­ent­scheid am 27. März für Bam­berg antreten.

Die acht Lese­be­geis­ter­ten hat­ten sich bereits im Dezem­ber gegen ihre Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler durch­ge­setzt und tra­ten nun jeweils mit einem von ihnen selbst aus­ge­wähl­ten Kin­der­buch an, aus wel­chem sie dem Publi­kum und der fünf­köp­fi­gen Jury vorlasen.

In der zwei­ten Run­de galt es aus einem unbe­kann­ten Kin­der­buch vor­zu­le­sen. Mit dem von der Stadt­bü­che­rei aus­ge­wähl­ten „Rück­wärts­dieb – Mehr als nur ein Trick“ von Ulrich Fass­hau­er zogen die Vor­le­sen­den ihr Publi­kum in ihren Bann. Die wit­zi­ge Geschich­te um den elf­jäh­ri­gen Len­ny, der in einer Zau­ber­show sei­ne Schwes­ter zer­sä­gen will und dabei emp­find­lich gestört wird, erzeug­te vie­le Lacher bei den Zuhörenden.

Bei den her­vor­ra­gen­den Lese­bei­trä­gen aller Vor­le­se­rin­nen und Vor­le­ser hat­te es die fünf­köp­fi­ge Jury unter Vor­sitz von Buch­händ­ler Chris­ti­an Köst­ner alles ande­re als leicht, eine Ent­schei­dung zu tref­fen. Juli­us Spon­sel vom Kai­ser-Hein­rich-Gym­na­si­um konn­te aber letzt­end­lich am meis­ten über­zeu­gen. Er wur­de zum Stadt­sie­ger im Vor­le­sen gekürt und darf beim ober­frän­ki­schen Bezirks­ent­scheid am 27. März für Bam­berg antreten.

Für Büche­rei­lei­te­rin Chris­tia­ne Weiß, die durch die Ver­an­stal­tung führ­te, war der Wett­be­werb wie­der ein abso­lu­tes High­light des Büche­rei­jahrs. Begeis­tert war sie beson­ders von der Aus­wahl der Buch­ti­tel, aus denen die Kin­der vor­la­sen. Dar­un­ter waren für sie und sicher auch fürs Publi­kum vie­le Buch­tipps, die gro­ße Lust zum Wei­ter­le­sen machen.

Zeit­zeu­ge: „Die Leu­te fin­gen an zu beten und zu bangen.“

Geden­ken zum 80. Jah­res­tag der Bom­bar­die­rung Bambergs

„Die damals gestor­be­nen Kin­der sind für uns als Jugend­li­che Mah­nung, sich für Frie­den ein­zu­set­zen.“ So lau­te­te ein deut­li­cher Appell drei­er Gym­na­si­as­ten bei der Gedenk­ver­an­stal­tung zum 80. Jah­res­tag der Bom­bar­die­rung Bambergs.

Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke sprach bei der Gedenk­ver­an­stal­tung am ver­gan­ge­nen Sams­tag von einem „Schick­sals­tag für Bam­berg“: 54 Men­schen ver­lo­ren am 22. Febru­ar 1945 „in den Stol­len des Ste­phans­bergs ihr Leben durch einen Bom­ben­ein­schlag“, so der Ober­bür­ger­meis­ter. Zahl­rei­che wei­te­re Opfer star­ben an ande­ren Orten der Stadt, als die Alli­ier­ten hun­der­te Spreng­bom­ben abwar­fen. Die Bilanz des Zwei­ten Welt­kriegs für Bam­berg: Zu bekla­gen waren 378 Tote, 15 Pro­zent der Woh­nun­gen waren nicht mehr bewohn­bar, 6.800 Men­schen waren obdachlos.

„An die­sem Gedenk­stein lau­fen auf dem Weg zur Schu­le täg­lich zir­ka 1000 Men­schen vor­bei. Wer hin­sieht, bleibt ste­hen, liest die Inschrift und hält inne“, sagt Mar­kus Kne­bel, Schul­lei­ter des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums zur stei­ner­nen Tafel auf dem Außen­ge­län­de der Schu­le. Immer wie­der kämen dann auch Nach­fra­gen im Unter­richt dazu, was sehr wich­tig für die Erin­ne­rungs­kul­tur sei.

Dem stimmt auch Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in sei­nen Gedenk­wor­ten aus­drück­lich zu. „Zeit­zeu­gen­be­rich­te sind von immenser Bedeu­tung. Sie sind wich­ti­ge Bei­trä­ge, um Leh­ren aus dem dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Geschich­te zie­hen. Wir geden­ken heu­te der Toten und Ver­letz­ten unse­rer Stadt, eben­so allen Opfern von Krieg, Gewalt und Völ­ker­mord auf der gan­zen Welt.“ Es sei äußerst wich­tig, auch jene zu errei­chen, die sich mit dem Zwei­ten Welt­krieg bis­her nicht aus­rei­chend aus­ein­an­der­ge­setzt hät­ten, so Star­ke weiter.


Als Kind den Krieg überlebt

Einer, der den Krieg über­lebt hat, ist Johann Kau­tler, Ehren­mit­glied im Bür­ger­ver­ein Ste­phans­berg. Er berich­te­te von der schwe­ren Ent­schei­dung sei­ner Fami­lie, in wel­chen unter­ir­di­schen Stol­len sie sich bei Flie­ger­alarm ver­ste­cken soll­te – es wur­de die Stern­wartstra­ße. Der damals fünf­jäh­ri­ge Bub erin­nert sich: „Als die Bom­ben fie­len, rann­ten Leu­te durch den Kel­ler und fin­gen an zu beten und zu ban­gen. Wir hat­ten alle Angst und wuss­ten: Es muss etwas Furcht­ba­res pas­siert sein. Drau­ßen waren dann über­all Schutt­hau­fen, unser Haus war unbe­wohn­bar“, so Kautler.

Auch die Vor­sit­zen­de des Bür­ger­ver­eins Ste­phans­berg, Cor­ne­lia Pfis­ter, wuss­te aus ihrer eige­nen Fami­li­en­ge­schich­te zu berich­ten. Etwa von einem Ver­wand­ten, der nach sei­nem Kriegs­dienst nicht mehr zurück ins Leben gefun­den hat und sich erhäng­te. „Wir müs­sen die 80 Jah­re Frie­den, die wir nun haben, erhal­ten und uns immer wie­der fra­gen: Was kön­nen wir für den Frie­den tun?“, appel­lier­te sie.

Ein­dring­lich war auch der kur­ze, aber deut­li­che Appell drei­er Gym­na­si­as­ten: „Die damals gestor­be­nen Kin­der sind für uns als Jugend­li­che Mah­nung, sich für Frie­den einzusetzen.“

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

322 Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­ter ernannt

Nach zwei­ein­halb Jah­ren poli­zei­prak­ti­scher Aus­bil­dung im Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg, haben 322 jun­ge Frau­en und Män­ner die Lauf­bahn­prü­fung des mitt­le­ren Poli­zei­voll­zugs­diens­tes erfolg­reich abgeschlossen.

Aus die­sem Anlass wur­den sie am Frei­tag, 21. Febru­ar, fei­er­lich ernannt und im Bei­sein ihrer Ange­hö­ri­gen und zahl­rei­chen Ehren­gäs­ten aus der Stadt Bam­berg und der Poli­tik verabschiedet.

Die Zere­mo­nie wur­de durch das Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen musi­ka­lisch beglei­tet. Der Jahr­gangs­spre­cher, Poli­zei­meis­ter San­dro Masching, gab in sei­ner Rede einen kur­zen Ein­blick in die zurück­lie­gen­de Aus­bil­dungs­zeit und bedank­te sich bei Poli­zei­di­rek­tor Jür­gen Miketi­uk mit sei­nem gesam­ten Team für die prä­gen­den Jah­re in Bamberg.

Als Lehr­gangs­bes­ter wur­de Herr Jakob Häuß­ler aus­ge­zeich­net und zum Poli­zei­meis­ter ernannt. Ein beson­ders emo­tio­na­ler Moment war außer­dem die Ernen­nung von Herrn Luca Mohr. Er wur­de per­sön­lich durch sei­nen Vater, Poli­zei­ober­rat Jür­gen Mohr, Inspek­ti­ons­lei­ter am Münch­ner Flug­ha­fen, ernannt. Im Rah­men der Fest­re­de von Poli­zei­di­rek­tor Jür­gen Miketi­uk gra­tu­lier­te er allen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten zum erfolg­rei­chen Bestehen der Lauf­bahn und beton­te an die­ser Stel­le, froh und stolz zu sein, dass jede und jeder Ein­zel­ne für die inne­re Sicher­heit in Deutsch­land ein­tre­ten werde.

Im Frei­staat Bay­ern ver­blei­ben 44 Pro­zent der Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­ter. Der Frau­en­an­teil beträgt hier­bei 31 Pro­zent. Seit Beginn des Aus­bil­dungs­be­trie­bes im Sep­tem­ber 2016 haben nun­mehr 4.947 Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten ihre Aus­bil­dung in Bam­berg erfolg­reich been­det. Das ist der­zeit etwa jede bezie­hungs­wei­se jeder ach­te Bun­des­po­li­zei­be­am­tin bezie­hungs­wei­se ‑beam­te.

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­net. Es ist das Größ­te der sie­ben Aus- und Fort­bil­dungs­zen­tren der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wur­den bereits 4.947 Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten aus­ge­bil­det und an die Ein­satz­di­rek­tio­nen im gesam­ten Bun­des­ge­biet über­ge­ben. 735 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Aus­bil­dungs­be­trieb von aktu­ell rund 1.755 jun­gen Män­nern und Frauen.

Neu­er Bamberg-Podcast

Bam­berg bassd scho!

Im Janu­ar star­te­te der Pod­cast „Bam­berg bassd scho!“. Alle zwei Wochen unter­hal­ten die bei­den Bam­ber­ger Jonas Ochs und Sebas­ti­an Nie­der­mai­er seit­dem ihre Hörer mit span­nen­den Ein­bli­cken und Anek­do­ten rund um das Leben in der Welt­erbe­stadt. Die kom­men­de Fol­ge ist ab 20. Febru­ar verfügbar.

Die ers­te Pod­cast-Fol­ge der bei­den dien­te dazu, den Höre­rin­nen und Hörern einen Ein­blick in ihre Ideen und die Aus­rich­tung von „Bam­berg bassd scho!“ zu geben, außer­dem durf­te Jonas Ochs erst­mals Süß­holz pro­bie­ren. In der zwei­ten Fol­ge beschäf­tig­ten sich Ochs und Nie­der­mai­er unter ande­rem mit Neu­jahrs­vor­sät­zen. Wir haben den bei­den Jung-Pod­cas­tern auf den Zahn gefühlt.


Jonas, Sebas­ti­an, wie aktiv seid ihr selbst als Podcast-Hörer?

Jonas Ochs: Ich lie­be Pod­casts! Sie beglei­ten mich täg­lich – ob auf dem Weg zur Arbeit oder abends zum Ein­schla­fen. Beson­ders schön fin­de ich es, gemein­sam mit mei­ner Fami­lie Pod­casts zu hören, da das ein ganz eige­nes, ver­bin­den­des Erleb­nis schafft. Ange­fan­gen habe ich damals mit Klas­si­kern wie „Hotel Mat­ze“ oder „Fest & Flau­schig“, die mich direkt in ihren Bann gezo­gen haben. Mitt­ler­wei­le schät­ze ich auch nischi­ge For­ma­te, etwa zu The­men wie Musik oder Sport, und höre sehr ger­ne Poli­tik-Pod­casts, die mir neue Per­spek­ti­ven eröffnen.

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Natür­lich höre ich auch ger­ne Pod­casts. Mei­ne Favo­ri­ten sind „Fest & Flau­schig“ mit Jan Böh­mer­mann und Olli Schulz sowie der F.A.Z.-Podcast für Deutschland.


Wie ent­stand die Idee, einen eige­nen Pod­cast zu produzieren?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Ich hat­te schon lan­ge die Idee, einen Bam­berg-bezo­ge­nen Pod­cast zu machen. Als Bay­ern­bot­schaf­ter habe ich Bam­berg schon in vie­len Medi­en prä­sen­tiert, auch in Pod­casts, und dach­te, das wäre ein idea­les For­mat, um Bam­ber­ger Flair und die Lie­be zu unse­rer Stadt zu tei­len. Als ich Jonas Ochs frag­te, ob er das ger­ne mit mir machen möch­te, war er sofort Feu­er und Flam­me und hat­te auch schon mehr­mals mit dem Gedan­ken gespielt.

Jonas Ochs: Sebas­ti­an rief mich eines Tages an und mein­te: „Jonas, ich habe eine rich­tig gute Idee, ich muss unbe­dingt zu dir kom­men!“ Kei­ne Stun­de spä­ter stand er schon in mei­nem Büro und erzähl­te mir vol­ler Begeis­te­rung von sei­ner Pod­cast-Idee. Als gro­ßer Pod­cast-Fan war ich direkt über­zeugt, dass das eine groß­ar­ti­ge Chan­ce ist – vor allem, weil ich das For­mat für Bam­berg als unglaub­lich span­nend und viel­ver­spre­chend sehe.


Die ers­ten bei­den Fol­gen erschie­nen im Janu­ar mit zwei­wö­chi­gem Abstand. In wel­chem Tur­nus wird es weitergehen?

Jonas Ochs: Wir pla­nen, alle zwei Wochen eine neue Fol­ge zu ver­öf­fent­li­chen. Die­ser Rhyth­mus gibt uns genü­gend Raum, um jede Epi­so­de mit Sorg­falt und Lei­den­schaft zu gestal­ten, und bie­tet unse­ren Höre­rin­nen und Hörern einen ver­läss­li­chen Zeit­rah­men, um sich auf neue Inhal­te freu­en zu können.


Habt ihr fest­ge­legt, wie vie­le The­men ihr grund­sätz­lich pro Aus­ga­be brin­gen wollt?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Grund­sätz­lich legen wir uns ein paar The­men zurecht und schau­en dann, wie unse­re Sen­dung läuft. Wir wol­len den Pod­cast fle­xi­bel gestal­ten, um ehr­lich und authen­tisch zu sein. Fix haben wir uns eini­ge Kate­go­rien über­legt wie unse­re Per­sön­li­chen Top 3, zum Bei­spiel frän­ki­sche Gast­stät­ten in Bam­berg, oder unse­re High­lights in 2025.

Jonas Ochs (lacht): Wir haben für jede Fol­ge natür­lich eine gro­be Kon­zep­ti­on. Aber ehr­lich gesagt, las­sen wir uns auch ger­ne von unse­rer eige­nen Begeis­te­rung mit­rei­ßen. Es kommt immer wie­der vor, dass wir nicht alle geplan­ten The­men in eine Epi­so­de packen kön­nen, weil wir uns so tief in ein The­ma ver­tie­fen. Sol­che Inhal­te neh­men wir dann ein­fach mit in die nächs­te Fol­ge. Wie Sebas­ti­an schon sagt, möch­ten wir uns da die Frei­heit bewah­ren, damit jede Epi­so­de leben­dig und authen­tisch bleibt.


Woher nehmt ihr die Ideen?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Aus dem täg­li­chen Leben und den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen in der Stadt. Sobald uns etwas auf­fällt oder inter­es­siert, schrei­ben wir es in unse­re Grup­pe. Wie eine Art Stoffsammlung.

Jonas Ochs: Mei­ne Inspi­ra­ti­on kommt aus 40 Jah­ren Leben in Bam­berg! Die Stadt bie­tet so vie­le Geschich­ten, Cha­rak­te­re und span­nen­de Ereig­nis­se, die uns immer wie­der neue Ideen lie­fern. Natür­lich spielt auch das aktu­el­le Tages­ge­sche­hen in unse­rer wun­der­ba­ren Klein­stadt eine gro­ße Rol­le. Es gibt ein­fach so viel, was erzählt und geteilt wer­den will!


Wel­che Dau­er sol­len die Aus­ga­ben jeweils haben?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Eine Aus­ga­be soll­te immer 30 Minu­ten haben, wobei wir uns bei der zwei­ten Fol­ge schon ver­plap­pert und über­zo­gen haben. Wir müs­sen uns eben auch erst mal einspielen.

Jonas Ochs: Natür­lich stel­len wir uns kei­nen Wecker auf den Tisch, aber wir bemü­hen uns, die ange­peil­ten 30 Minu­ten ein­zu­hal­ten, um die Auf­merk­sam­keit unse­rer Hörer nicht zu über­stra­pa­zie­ren. Mit die­sem Zeit­rah­men wol­len wir die Inhal­te kna­ckig trans­por­tie­ren und auf den Punkt brin­gen, ohne dabei zu lang­at­mig zu werden.


Sind auch beson­de­re Fol­gen, viel­leicht auch mit län­ge­rer Dau­er, geplant, zum Bei­spiel im Hin­blick auf die Wah­len in Bam­berg 2026?

Jonas Ochs: Ja, wir haben tat­säch­lich schon eini­ge Spe­zi­al­fol­gen in Pla­nung! Beson­ders span­nend wird es natür­lich, wenn wir Gäs­te in den Pod­cast ein­la­den, die ihre Per­spek­ti­ven und Geschich­ten tei­len. Was das The­ma Poli­tik angeht, steht das für mich per­sön­lich nicht im Vor­der­grund. Unser Fokus liegt viel­mehr dar­auf, all­ge­mei­ne The­men aus Bam­berg zu beleuch­ten und genau die­se Viel­falt und Leben­dig­keit unse­rer Stadt in den Mit­tel­punkt zu stel­len. Das ist das Herz­stück unse­res Podcasts.

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Es gibt bestimmt immer mal Anläs­se, über ein The­ma aus­führ­li­cher zu spre­chen. Als Son­der­fol­gen haben wir über­legt mal raus zu gehen und zum Bei­spiel beim Kiosk Kun­ni live eine Fol­ge auf­zu­neh­men. Ideen haben wir vie­le und wir haben bei­de rich­tig Bock auf das Pro­jekt Podcast.


Also ist auch geplant, Gäs­te in den Pod­cast ein­zu­la­den. Dür­fen schon Namen genannt werden?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Ja, Gäs­te sind geplant, aller­dings wol­len wir uns erst­mal gegen­sei­tig fin­den und wie gesagt ein­spie­len. Wenn wir dann har­mo­nie­ren, möch­ten wir auf jeden Fall Bam­ber­ger Per­sön­lich­kei­ten zu uns einladen.

Jonas Ochs: Wir haben bereits eini­ge Gäs­te in Pla­nung! Wie Sebas­ti­an sagt, ist uns dabei beson­ders wich­tig, dass jeder Gast einen kla­ren Bezug zu Bam­berg hat. Dadurch möch­ten wir sicher­stel­len, dass die The­men und Geschich­ten immer authen­tisch blei­ben und eng mit unse­rer Stadt ver­bun­den sind.


Ist auch ein Blick wei­ter über Bam­berg und die Regi­on hin­aus denkbar?

Jonas Ochs: Unser Haupt­fo­kus liegt natür­lich ganz klar auf Bam­berg. Den­noch gibt es The­men, die den All­tag prä­gen und auch über die Gren­zen unse­rer wun­der­ba­ren Klein­stadt hin­aus rele­vant sind. Sol­che Aspek­te wer­den wir sicher­lich immer mal wie­der auf­grei­fen, auch wenn sie eher beglei­tend und ergän­zend im Pod­cast auftauchen.


Wie weit im Vor­aus pro­du­ziert ihr die Podcasts?

Jonas Ochs: Wir ver­su­chen immer, mög­lichst wochen­ak­tu­ell zu blei­ben. Bei der Auf­nah­me legen wir gro­ßen Wert dar­auf, dass uns kei­ne High­lights aus dem Bam­ber­ger Tages­ge­sche­hen ent­ge­hen. Des­halb neh­men wir die Pod­casts immer kurz vor der Aus­strah­lung auf, um mög­lichst frisch und rele­vant zu sein.


Wie darf man sich den Vor­lauf zur Pro­duk­ti­on einer Sen­dung vorstellen?

Jonas Ochs: Wir begin­nen unse­re Recher­che etwa 10 Tage vor der Aus­strah­lung der nächs­ten Sen­dung. In die­ser Zeit sind wir stän­dig über eine Whats­App-Grup­pe mit­ein­an­der ver­bun­den, um Ideen aus­zu­tau­schen, The­men abzu­stim­men und uns pass­ge­nau auf die neue Fol­ge vor­zu­be­rei­ten. So ent­steht eine Mischung aus gründ­li­cher Pla­nung und spon­ta­nen Ein­fäl­len, die den Pod­cast so leben­dig macht. 


Wel­che Her­aus­for­de­run­gen galt es bei den ers­ten bei­den Fol­gen zu bewältigen?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Über­haupt der gan­ze Auf­wand um die Fol­gen und den Pod­cast her­um. Da hat­ten wir kei­ne kon­kre­te Vor­stel­lung. Wie lädt man einen Pod­cast auf Spo­ti­fy und You­tube hoch? Das Erstel­len der Ins­ta- und Face­book-Kanä­le. Ich habe schon mal einen Pod­cast als Bay­ern­bot­schaf­ter auf­ge­nom­men. Aber im Stu­dio mit den Kopf­hö­rern war das für mich noch­mal eine neue Erfah­rung. Jonas ist bei sowas natür­lich ein abso­lu­ter Profi.

Jonas Ochs: Vor allem muss man ler­nen, die gesam­te Tech­nik im Raum aus­zu­blen­den, um eine mög­lichst natür­li­che Atmo­sphä­re zu schaf­fen. Gera­de am Anfang war das eine Her­aus­for­de­rung, da man sich erst an die Mikro­fo­ne und das Set­up gewöh­nen muss. Aller­dings gelang uns das rela­tiv schnell – viel­leicht auch dank des Spe­zi­al­rauch­biers, das uns in den ers­ten bei­den Fol­gen half, die Stim­mung locker und ent­spannt zu halten.


Wie vie­le Men­schen außer euch bei­den ste­cken hin­ter dem Podcast?

Jonas Ochs: Neben uns gibt es ein groß­ar­ti­ges Team, das uns unter­stützt. Auf­ge­nom­men wird der Pod­cast im Pod­cast-Stu­dio Bam­berg bei Dani­el Robin Oppl, der uns mit sei­ner Tech­nik und Exper­ti­se zur Sei­te steht. Hin­ter den Gra­fi­ken und dem Lay­out steckt Dani­el Knoth, der mit sei­nem krea­ti­ven Talent für den visu­el­len Auf­tritt sorgt. Wir schät­zen die Zusam­men­ar­beit mit ihnen sehr, denn sie tra­gen maß­geb­lich zum Erfolg unse­res Pod­casts bei.


Gibt es Vor­bil­der, was den Pod­cast angeht?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Einer mei­ner Favo­ri­ten ist „Fest & Flau­schig“. Ich fin­de die locke­re Art und das ehr­li­che Gespräch bei den bei­den groß­ar­tig. Ein­fach frei von der Leber zu spre­chen und dann auch mal zu ris­kie­ren, in ein Fett­näpf­chen zu tre­ten. Das macht das Gan­ze doch erst per­sön­lich. Wir müs­sen aber unse­ren eige­nen Weg fin­den. Es soll nicht albern sein, son­dern wir wol­len auch Bam­ber­ger The­men durchsprechen.

Jonas Ochs: Es gibt natür­lich vie­le klas­si­sche Pod­cast-Pro­duk­tio­nen, die wir pri­vat selbst ger­ne hören und die uns inspi­rie­ren. Für mich per­sön­lich ist aller­dings ein typisch frän­ki­scher Stamm­tisch ein wun­der­ba­res Vor­bild. Dort gibt man sei­nem Gegen­über immer Raum, etwas von sich zu erzäh­len, und genau das möch­ten wir auch in unse­rem Pod­cast errei­chen. So ent­steht ein krea­ti­ves, leben­di­ges Bild, das unse­re Hörer­schaft anspricht und unterhält.


Habt ihr eine Rol­len­ver­tei­lung und einen Ablauf festgelegt?

Jonas Ochs: Das ist bei uns fle­xi­bel und von Fol­ge zu Fol­ge unter­schied­lich. Je nach Stim­mungs­la­ge und The­ma­tik hat mal der eine, mal der ande­re mehr zu erzäh­len. Wir hal­ten es da ganz wie beim frän­ki­schen Stamm­tisch: Jeder, der eine gute Geschich­te oder span­nen­de Gedan­ken hat, bekommt den Raum, die­se zu erzäh­len. So bleibt unser Pod­cast abwechs­lungs­reich und authentisch.

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Wir haben für uns eine Pro­be­auf­nah­me auf­ge­nom­men – viel­leicht sen­den wir die auch mal. Dabei haben sich die Rol­len eigent­lich gleich auto­ma­tisch ver­teilt. Jonas ist ein­fach eine Ram­pen­sau und ist sofort in die Mode­ra­to­ren­rol­le geschlüpft, wäh­rend ich eher der Fra­gen­de bin. Bis jetzt fin­de ich, wir haben schon einen ganz guten Flow gefun­den und wer­den uns sicher mit jeder Fol­ge mehr ein­spie­len. Viel­leicht hören wir uns dann mal wie­der die ers­te Fol­ge an und schla­gen die Hän­de über dem Kopf zusammen.


Wen wollt ihr mit dem Pod­cast ansprechen?

Sebas­ti­an Nie­der­mai­er: Natür­lich geht der Pod­cast erst­mal an Bam­ber­ger, Neu­zu­ge­zo­ge­ne und Alt­ein­ge­ses­se­ne. Aber auch an Ehe­ma­li­ge, die sich ger­ne an unse­re schö­ne Stadt erin­nern möchten.

Jonas Ochs: Unser Pod­cast rich­tet sich an alle, die sich für Bam­berg und die Geschich­ten unse­rer wun­der­ba­ren Klein­stadt inter­es­sie­ren. Aber auch die­je­ni­gen, die ein­fach ein wenig Spaß und Ent­span­nung suchen, sind bei uns genau rich­tig. Mit unse­ren lus­ti­gen Geschich­ten und Ein­bli­cken aus dem Leben von zwei Bam­ber­gern möch­ten wir ein brei­tes Publi­kum begeistern.


Die neu­en Fol­gen von „Bam­berg bassd scho!“ erschei­nen im Zwei-Wochen-Rhyth­mus jeweils don­ners­tags und sind auf allen gän­gi­gen Strea­ming-Platt­for­men und der Pod­cast-Web­site ver­füg­bar, außer­dem sind sie auch auf You­tube als Video zu sehen. Die kom­men­de Fol­ge ist ab 20. Febru­ar verfügbar.

Anfang Febru­ar star­ten die Tarifverhandlungen

Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten for­dert 14,50 Euro Min­des­ten­slohn in der Fleischindustrie

Vom Schwei­ne­ko­te­lett bis zum Hähn­chen­schnit­zel: In der Stadt Bam­berg und dem Land­kreis Bam­berg wer­den pro Jahr rund 11.000 Ton­nen Fleisch geges­sen, in der Stadt 3.800, im Land­kreis 7.600 Ton­nen – rein sta­tis­tisch jeden­falls. Denn im Schnitt lag der Pro-Kopf-Ver­brauch von Fleisch bei zuletzt 51,6 Kilo im Jahr – und damit bei gut 140 Gramm am Tag. Dar­auf hat die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten hin­ge­wie­sen. Die NGG Ober­fran­ken beruft sich dabei auf Zah­len des Bun­des­in­for­ma­ti­ons­zen­trums Land­wirt­schaft (BZL).

„Die Men­ge an Fleisch, die auf den Tel­ler kommt, wird weni­ger: Der Pro-Kopf-Ver­zehr geht seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich zurück. Trotz­dem bleibt Fleisch ein wich­ti­ges Grund­nah­rungs­mit­tel. Und dahin­ter steckt immer auch die Arbeit von Men­schen“, sagt Mus­ta­fa Öz. Der Lan­des­be­zirks­vor­sit­zen­de der NGG Bay­ern lenkt damit den Blick auf die Fleisch­pro­duk­ti­on: Neben der Hal­tung der Tie­re sei auch deren Schlach­tung und die Fleisch­ver­ar­bei­tung ein „ent­schei­den­der Aspekt, den vie­le ger­ne aus­blen­den“, so Öz.

Ein wich­ti­ger Punkt sei dabei der Lohn: „Es geht dar­um, was die Men­schen ver­die­nen, die dafür sor­gen, dass Filets, Sala­mi, Koch­schin­ken oder Leber­wurst auf den Tisch kom­men“, sagt Mus­ta­fa Öz. Der Gewerk­schaf­ter kri­ti­siert, dass die Fleisch­in­dus­trie immer noch eine Nied­rig­lohn­bran­che ist.

„Wer Tie­re schlach­tet oder Grill­würs­te ver­packt, ver­dient selbst nur einen Hun­ger­lohn. Oft sogar nur den gesetz­li­chen Min­dest­lohn – aktu­ell also 12,82 Euro pro Stun­de. Nur wer Glück hat, liegt ein paar Cent drü­ber“, so Mus­ta­fa Öz. Doch mit der „Arbeit zum abso­lu­ten Bil­lig­lohn“ müs­se jetzt Schluss sein. Des­halb for­dert die NGG Bay­ern min­des­tens 14,50 Euro pro Stun­de als Unter­gren­ze bei der Bezah­lung für die Branche.

Ins­ge­samt sind in der Stadt Bam­berg nach Anga­ben der NGG aktu­ell rund 400 Men­schen in der Fleisch­in­dus­trie beschäf­tigt, im Land­kreis rund 190 Men­schen. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf Anga­ben der Arbeits­agen­tur. Hin­ter der Fleisch­pro­duk­ti­on ste­cke eine har­te Arbeit: „Das ist ein Kno­chen­job. Allein beim Zer­le­gen von Schwei­ne­hälf­ten wuch­ten die Beschäf­tig­ten eine ton­nen­schwe­re Last am Tag: Eine Schwei­ne­keu­le wiegt zwi­schen 5 und 10 Kilo­gramm. Und in einer Schicht trägt ein Zer­le­ger mehr als 200 Mal Keu­len aufs Pro­duk­ti­ons­band“, erklärt Öz.

Außer­dem mach­ten Hit­ze und Näs­se den Beschäf­tig­ten im Schlacht­be­trieb und bei der Fleisch­ver­ar­bei­tung zu schaf­fen. „Eben­so die Käl­te im Kühl­haus. Das ist eine Arbeit bei stän­dig kal­ten 2 bis 3 Grad“, so Mus­ta­fa Öz. Auf Dau­er sei das für die Beschäf­tig­ten eine enor­me gesund­heit­li­che Belastung.

Auch des­halb sei es höchs­te Zeit, die Arbeit in der Fleisch­in­dus­trie „end­lich bes­ser zu bezah­len“. Die Gewerk­schaft NGG wer­de jetzt alles tun, um ein Lohn-Plus am Tarif­tisch durch­zu­set­zen: 14,50 Euro pro Stun­de soll der neue Min­dest­lohn der Bran­che sein. Die Tarif­ver­hand­lun­gen für die Fleisch­in­dus­trie star­ten Anfang Februar.

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