Jeder Beitrag hilft, Vielfalt und Qualität langfristig zu sichern.
Crowdfunding-Kampagne zur Stärkung der Kulturförderung gestartet
Das Kulturreferat der Stadt Bamberg hat eine Spendenkampagne auf der Plattform www.wirwunder.de gestartet, um den Globalbetrag Kultur auf fünf Prozent des Gesamtkulturhaushalts zu erhöhen.
Kultur ist das Herz einer lebendigen Gesellschaft. Sie schafft Räume für Kreativität, Austausch und Vielfalt und trägt maßgeblich zum sozialen Zusammenhalt bei. Doch trotz ihrer enormen Bedeutung bleibt die Kultur oft unterfinanziert. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat das Kulturreferat der Stadt Bamberg eine Spendenkampagne auf der Plattform www.wirwunder.de gestartet. Ziel der Kampagne ist es, den Globalbetrag Kultur auf fünf Prozent des Gesamtkulturhaushalts zu erhöhen.
Derzeit beträgt der Globalbetrag Kultur 315.000 Euro. Für das Jahr 2025 wurde einmalig ein Sonderbetrag von 100.000 Euro in den Kulturhaushalt eingestellt. Dieser flexible Finanzierungsfonds ermöglicht es, kurzfristig auf dringende Bedarfe zu reagieren, innovative Projekte zu fördern und bestehende kulturelle Angebote zu sichern. Doch die aktuellen Mittel reichen nicht aus, um die steigenden Anforderungen und Herausforderungen der Kulturlandschaft zu bewältigen.
Seit Jahren fordern Kulturverbände, Expert:innen und Politiker:innen eine nachhaltige Anhebung des Globalbetrags Kultur auf mindestens 590.000 Euro. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Bamberg konnte diese Forderung bisher nicht erfüllt werden.
Kulturförderung durch das Kulturamt
Die Stadt Bamberg unterstützt eine Vielzahl kultureller Initiativen durch verschiedene Förderprogramme, darunter institutionelle Förderung, Projektförderung, Sonderförderungen sowie Raum- und Ausstellungsförderungen. Seit 2021 umfasst die Förderung auch die Dombergkoordination und einen Zuschuss an den Altenburgverein. Darüber hinaus verwaltet das Kulturamt die Kulturförderung aus Mitteln der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg.
Mit der Spendenkampagne auf www.wirwunder.de bietet sich nun eine Möglichkeit, aktiv zur Stärkung der Kulturförderung in Bamberg beizutragen. Jeder gespendete Betrag fließt direkt in den Globalbetrag Kultur und hilft, die Vielfalt und Qualität kultureller Projekte langfristig zu sichern.
Spenden sind über https://www.wirwunder.de/bamberg möglich. Jeder Beitrag zählt und unterstützt die kreative und kulturelle Zukunft der Stadt.
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In über 100 Straßen wurde dieses Jahr schon „geflickt“
Straßenunterhalt von Bamberg Service ist im „Spezialeinsatz“ gegen Schlaglöcher
Immer wieder erreichen Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern zu Schlaglöchern auf den Bamberger Straßen und Radwegen die Stadtverwaltung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bamberg Service geben ihr Bestes, um die Schäden zu reparieren, die durch Abnutzung und Frost immer wieder neu entstehen. Allein seit Anfang Februar waren die Einsatztrupps bereits in mehr als 100 Straßen unterwegs, um die schlimmsten Schlaglöcher zu füllen, teilt die Stadt mit.
Schlaglöcher werden im Rahmen der vorhandenen Ressourcen im gesamten Stadtgebiet ausgebessert, allerdings können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich nicht überall gleichzeitig tätig werden. Dennoch: von A wie Amalienstraße bis Z wie Zollnerstraße reicht die lange Liste von Straßen, in denen in diesem Frühjahr bereits eines oder mehrere Schlaglöcher geflickt wurden (siehe Tabelle). Oberste Priorität hat dabei die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit der Straßen, Brücken und Wege. Reine „Schönheitsreparaturen“ müssen daher hintenanstehen.
Da auch geflickte Schlaglöcher immer wieder neu aufbrechen können, hilft langfristig nur eine sachgerechte Straßensanierung. Diese bedarf aber – neben viel Geld und verfügbaren Straßenbaufirmen – einer genauen Vorplanung und Abstimmung. Gerade in der Innenstadt können natürlich auch die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss ganz erheblich sein, mit entsprechenden Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger oder der betroffenen Gewerbetreibenden. Erschwerend hinzu kommt die weiterhin unklare Perspektive im Zusammenhang mit dem Bahnausbau, denn zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, wann und wie die Arbeiten an sämtlichen Bahn-Über- und –Unterführungen durchgeführt werden.
Eine weitere Herausforderung für den Straßenunterhalt von Bamberg Service stellen „Notmaßnahmen“ dar, die naturgemäß unplanbar sind, wie zum Beispiel die Behebung von Fahrbahnabsenkungen, plötzlichen Straßeneinbrüchen oder den Folgen von Wasserrohrbrüchen. Dann müssen auch Schlaglöcher in der Priorität nach hinten rücken.
Abteilung Straßen- und Brückenbau
Die Abteilung Straßen- und Brückenbau von Bamberg Service ist zuständig für den Neubau und Unterhalt der innerstädtischen Verkehrsflächen. Dabei handelt es sich um rund 270 km Straßen, circa 70 km Radwege und zahlreiche Brückenbauwerke: 61 Brücken bzw. Stege, 14 weitere Ingenieurbauwerke und drei Lärmschutzwände. Auch die Verkehrsbeschilderung, die Straßenmarkierung und die Ampelanlagen fallen in den Bereich von Bamberg Service.
Zu den weiteren Aufgaben zählen außerdem zum Beispiel das Aufstellen von Fahrradbügeln, der Bau und Unterhalt von öffentlichen Treppenanlagen und Sicherheitsgeländern, der Unterhalt der Ruhebänke und der Brunnenanlagen sowie die Erneuerung und Unterhaltung von Holzbrücken und ‑stegen.
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Drohnenbilder über Gesundheitszustand von Bäumen
Kooperation des BaKIM-Projektes gewinnt beim Ko-Pionier-Preis
Die Kooperation zwischen dem BaKIM-Projekt des Förderprogrammes Smart City Bamberg und der Stadt Lemgo in Sachen Drohnenbildern vom Lemgoer Stadtwald wurde mit dem 1. Platz des Ko-Pionier-Preises in der Kategorie Digitalisierung der Verwaltung belohnt.
Im Projekt BaKIM (Baum, Künstliche Intelligenz und Mensch), das im Rahmen des Förderprogrammes Smart City Bamberg umgesetzt wird, geht es um die Gesundheit der Bäume in Bamberg. Hierbei werden die städtischen Baumbestände mit einer Drohne überflogen und die so aufgenommenen Bilder mit einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz (KI) ausgewertet. Das hilft den Baumpflegerinnen und ‑pflegern dabei, besser über den Gesundheitszustand der Bäume Bescheid zu wissen und sie so effektiver pflegen zu können.
Diesen Mehrwert hat auch die ostwestfälische Stadt Lemgo erkannt. Auch sie ist gemeinsam mit der Gemeinde Kalletal Teil des Förderprogrammes „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. In diesem engen Netz von 73 geförderten Kommunen und kommunalen Verbänden steht Austausch und Zusammenarbeit im Zentrum – so wie sie jetzt von Lemgo und Bamberg umgesetzt wird.
Diese Kooperation funktioniert, indem im Lemgoer Stadtwald ebenfalls, wie in Bamberg, Drohnenbilder aufgenommen werden, welche die Bamberger BaKIM-KI dann auswertet. Mit neuen Trainingsdaten aus anderen Beständen lernt die KI, weitere Baumgattungen zu unterscheiden und auch hier immer effektiver die Gesundheit der Bäume auszuwerten.
Diese Zusammenarbeit wurde nun mit dem 1. Platz des Ko-Pionier-Preises in der Kategorie Digitalisierung der Verwaltung belohnt. Der Ko-Pionier-Preis von Re:Form zeichnet Menschen und Verwaltungen aus, die zusammenarbeiten, um Projekte nachzunutzen, anstatt sie neu zu entwickeln. Bei der Preisverleihung in Berlin nahmen Jonas Troles, BaKIM-Projektleiter aus Bamberg, und Nicole Baeumer, Projektleiterin Smart City Lemgo/Kalletal, den Preis entgegen. „Wir freuen uns sehr über diesen 1. Platz und hoffen, dass das BaKIM-Projekt noch auf viele weitere Kommunen übertragen wird und auch dort die Anpassung an die Klimakrise nachhaltig unterstützen kann“, so Jonas Troles über die Ehrung.
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19. Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital
Psychische Gesundheit, Wege zur Selbstversorgung und Prävention sind Schwerpunkte, mit denen die 19. Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital aufwartet. Am 29. und 30. März kann das Publikum in der Brose Arena mit zahlreichen Ausstellern ins Gespräch kommen und sich viele Fachvorträge rund um Gesundheit anhören.
Gesund, fit, und vital sein – wer möchte das nicht. Die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, dies zu erreichen. Schon seit der ersten Durchführung vor fast zwanzig Jahren baut das Messeteam an die aktuellen gesellschaftlichen Bedürfnisse angepasst wechselnde Fokusthemen ein, die eine zusätzliche, speziell interessierte Klientel ansprechen und durch wechselnde Schwerpunkte einen weiteren Besucheranreiz liefern.
„Der Termin Ende März macht Stimmung und gute Laune, fit ins Frühjahr und in den Sommer durchzustarten“, sagt der Geschäftsführer des veranstaltenden Messeteams Bamberg, Steffen Marx, im Hinblick auf die diesjährige Veranstaltung am letzten März-Wochenende.
Die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital hat sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten bayerischen Informationsplattformen dieser Art entwickelt und ist für viele Gesundheitsinteressierte, für Familien sowie Freizeit- und Reiseliebhaber zu einer Pflichtveranstaltung geworden.
Gesundheitsthemen des gesamten Lebens werden erörtert, in diesem Jahr werden auch die Schwerpunkte Outdoor, Familie und Freizeit bespielt. Erwartet werden etwa 100 Aussteller, die ein etabliertes Fachforum und wichtige Informationen in allen Bereichen rund um das höchste Gut des Lebens anbieten.
Mit an Bord als Aussteller sind auch wieder die Sozialstiftung Bamberg und die Landkreiskliniken Juraklinik und Steigerwaldklinik sowie das Uniklinikum Erlangen.
Alle diese großen Gesundheitsanbieter werden neben ihrer medizinischen Expertise in Form interessanter Messeauftritte auch aktuellste medizinische Fachvorträge einbringen, ebenso viele weitere der Aussteller aus dem gesamten Spektrum. Zu psychischer Gesundheit, Ernährung, Freizeitgestaltung oder innovativen Heilungsansätzen finden zahlreiche Fachvorträge statt und tragen so zum Informationsangebot auf der Messe bei.
Spektrum von Vorsorge bis Erholung
Die Vielfalt an Ausstellern reicht in diesem Jahr von Angeboten der Vorsorge bis zu denen der Erholung. Psychische Gesundheit, Prävention und Selbstversorgung betont die Messe in diesem Jahr als Schwerpunkte. Anbieter von gesunder Ernährung, Sport und Freizeitgestaltung finden sich an den Ständen, zum Teil gehen auch verschiedene Themen ineinander über.
So ist gesunde und gute Ernährung ein Faktor für ein gutes Immunsystem, welches wiederum der Resilienz dient und somit auch dem Vorbeugen psychischer Erkrankungen. Für die es in der jüngeren Vergangenheit zunehmend äußere Einflussfaktoren gab. „Bereits seit Jahren nimmt die Anzahl psychischer Erkrankungen immer weiter zu. Krisenzeiten, Krieg sowie Sorgen vor Inflation und Armut befeuern diese Erkrankungen immer weiter“, betont Steffen Marx zur Aufnahme als Schwerpunktthema. Hier gelte es, auf der Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital nicht nur Aufmerksamkeit zu schaffen, sondern auch den Weg zu Hilfe aufzuzeigen sowie Alltagsstrategien zur Erkennung dieser Erkrankungen bei sich selbst und Mitmenschen zu vermitteln.
Bereits im vergangenen Jahr wurde auf der Messe die Wichtigkeit von Prävention betont. Nicht zu erkranken, bleibt die beste Möglichkeit, um gesund zu sein. Durch Themen wie Vorsorgenuntersuchungen, Ernährung und Sport werden die Aussteller auch in diesem Jahr Präventionsmaßnahmen aufzeigen und Strategien vermitteln, langfristig und dauerhaft Krankheiten zu vermeiden.
Dem elementaren Bestandteil des gesunden Essens widmet sich die Messe und greift das Sonderthema des Vorjahrs „Wege zur Selbstversorgung“ wieder auf. „Frei nach dem Motto „Du bist, was du isst“ werden unsere Aussteller aufzeigen, wie in der heutigen Zeit auch mit kleinem Mitteln eigene Lebensmittel angebaut werden können“, so Steffen Marx. „Das spart nicht nur Geld, auch können Sie so selbst kontrollieren, wie Ihre Lebensmittel bearbeitet werden und Verantwortung für Ihre Ernährung übernehmen.“
Die schönste Zeit ist die, die wir mit unseren Liebsten verbringen. Deswegen werden auch verschiedenste Freizeitangebote für die gesamte Familie auf der Franken Aktiv & Vital geboten sein. Wohin soll der lang ersehnte Urlaub gehen? Was machen wir nächstes Wochenende? Welche tollen Familienangebote gibt es in der Umgebung? Auf all diese Fragen und noch viele mehr werden die Aussteller spannende Antworten geben. Auch die neuesten Trends und Entwicklungen aus der Welt des Sports haben Ihren Platz auf unserer Messe.
Ein Ausflug in die Natur tut Körper und Geist gut. Den Stress der Stadt hinter sich zu lassen und in der freien Natur zu entspannen funktioniert allerdings nur mit dem richtigen Equipment. Ob Zelte, Wanderschuhe oder Raketenöfen. Auch aus diesem Bereich werden Aussteller vor Ort sein und Neuerungen für den nächsten Trip in die Natur zeigen.
Beim Thema der Selbstversorgung wie auch bei der Naherholung wird nebenbei durch kürzere Lieferwege beziehungsweise kürzere Urlaubsreisen auch noch dem Thema Energiesparen Rechnung getragen.
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Partner unterzeichnen Vereinbarung zur Bearbeitung der nächsten Projektphase
Metropolradweg Nürnberg – Bamberg: Kooperationsvereinbarung unterzeichnet
Zwei Jahre, nachdem sich der Lenkungs- und Arbeitskreis zum interkommunalen Radwegeprojekt „Metropolradweg Nürnberg – Bamberg“ zuletzt getroffen haben, war es nun soweit. Die 16 Partner der interkommunalen Allianz „Metropolradweg von Nürnberg nach Bamberg“ konnten die Vereinbarung zur Bearbeitung der nächsten Projektphase unterzeichnen, teilt das Landratsamt Bamberg mit.
Nach dem positivem Abschluss der Realisierbarkeitsstudie für die Radverbindung zwischen den Schleusen Nürnberg und Bamberg, die auf einer Länge von insgesamt 65 Kilometern mit einheitlicher Qualität und größerer Sicherheit den Radverkehr auf der Regnitztal-Achse stärken soll, konnte die interkommunale Kooperationsvereinbarung nun nach der abstimmungsintensiven Zwischenphase und nach Eingang des Förderbescheides unterzeichnet werden.
„Nach Erhalt der Förderung für die Planung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der zusätzlichen Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, können wir mit der Unterzeichnung dieser wegweisenden Vereinbarung heute den nächsten wichtigen Meilenstein dieses tollen Projektes erreichen“, freut sich Landrat Johann Kalb. „Man kann schon stolz sein, dass unsere Region so zusammensteht und die 16 Unterzeichner der Planungsvereinbarung von der Großstadt Nürnberg bis zur kleinsten Gemeinde mit 2.200 Einwohnern so an einem Strang ziehen um das gemeinsame Ziel zu erreichen.“
Die unterzeichnete Vereinbarung regelt die Projektstruktur, in der die Federführung des Projektes weiterhin beim Landkreis Bamberg verbleibt. Die zu tätigenden Vergaben werden maßgeblich von der Stadt Erlangen durchgeführt. Zudem werden Aufgaben und Pflichten der Partner sowie die Kostenverteilung für die nun anstehende Entwurfs- und Genehmigungsplanung geregelt, um der Alltagradverkehrsverbindung zwischen der Schleuse Nürnberg und der Schleuse Bamberg weitgehend entlang des Main-Donau-Kanals näher zu kommen. Grundlage für die nun anstehenden Planungen sind die Ergebnisse der Realisierbarkeitsstudie, die festgelegte Vorzugstrasse sowie eine von den Kommunen modifizierte Maßnahmentabelle, die stellenweise noch Anpassungen vorgenommen haben.
Vergabe der fachlichen Projektsteuerung in diesem Jahr
Auch Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik freut sich, dass die Metropolregion über den Radverkehr enger zusammenrückt: Erlangen werde seine Erfahrungen aus den eigenen Radschnellverbindungen nach Nürnberg und Herzogenaurach einbringen und im nächsten wichtigen Schritt unter anderem die Ausschreibung der EU-weiten Fachplanungsvergabe übernehmen.
Die im Willen zur aktiven Stärkung von Radverkehr und Klimaschutz geeinten Akteure aus Ober- und Mittelfranken, können unter Federführung des Landkreises Bamberg dank des Förderbescheides und der nun unterzeichneten Kooperationsvereinbarung nun die nötigen Schritte für dieses Projekt mit Strahlkraft weit über die Region hinaus einleiten.
Im Jahr 2025 wird die Vergabe der fachlichen Projektsteuerung sowie die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen erfolgen. Daran schließt sich im Jahr 2026 die eigentliche Fachplanung an, die im Jahr 2027 mit eingabefähigen Planungsunterlagen für die jeweils anzuwendenden Baurechtsverfahren sowie zur Antragstellung zur Förderung der Bauabschnitte durch Bund und des Land abgeschlossen werden soll.
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Stadtsieger fährt zum oberfränkischen Bezirksentscheid
Julius Sponsel ist Stadtsieger im Vorlesen
Acht Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Jahrgangsstufe der Bamberger Realschulen und Gymnasien haben im Saal der Stadtbücherei einen spannenden Wettbewerb um den Stadtsieg im Vorlesen ausgetragen. Der Stadtsieger kommt vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Acht Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Jahrgangsstufe der Bamberger Realschulen und Gymnasien haben im Saal der Stadtbücherei einen spannenden Wettbewerb um den Stadtsieg im Vorlesen ausgetragen. Der Stadtsieger kommt vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Die acht Lesebegeisterten hatten sich bereits im Dezember gegen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durchgesetzt und traten nun jeweils mit einem von ihnen selbst ausgewählten Kinderbuch an, aus welchem sie dem Publikum und der fünfköpfigen Jury vorlasen.
In der zweiten Runde galt es aus einem unbekannten Kinderbuch vorzulesen. Mit dem von der Stadtbücherei ausgewählten „Rückwärtsdieb – Mehr als nur ein Trick“ von Ulrich Fasshauer zogen die Vorlesenden ihr Publikum in ihren Bann. Die witzige Geschichte um den elfjährigen Lenny, der in einer Zaubershow seine Schwester zersägen will und dabei empfindlich gestört wird, erzeugte viele Lacher bei den Zuhörenden.
Bei den hervorragenden Lesebeiträgen aller Vorleserinnen und Vorleser hatte es die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Buchhändler Christian Köstner alles andere als leicht, eine Entscheidung zu treffen. Julius Sponsel vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium konnte aber letztendlich am meisten überzeugen. Er wurde zum Stadtsieger im Vorlesen gekürt und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Für Büchereileiterin Christiane Weiß, die durch die Veranstaltung führte, war der Wettbewerb wieder ein absolutes Highlight des Büchereijahrs. Begeistert war sie besonders von der Auswahl der Buchtitel, aus denen die Kinder vorlasen. Darunter waren für sie und sicher auch fürs Publikum viele Buchtipps, die große Lust zum Weiterlesen machen.
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Zeitzeuge: „Die Leute fingen an zu beten und zu bangen.“
Gedenken zum 80. Jahrestag der Bombardierung Bambergs
„Die damals gestorbenen Kinder sind für uns als Jugendliche Mahnung, sich für Frieden einzusetzen.“ So lautete ein deutlicher Appell dreier Gymnasiasten bei der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Bombardierung Bambergs.
Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke sprach bei der Gedenkveranstaltung am vergangenen Samstag von einem „Schicksalstag für Bamberg“: 54 Menschen verloren am 22. Februar 1945 „in den Stollen des Stephansbergs ihr Leben durch einen Bombeneinschlag“, so der Oberbürgermeister. Zahlreiche weitere Opfer starben an anderen Orten der Stadt, als die Alliierten hunderte Sprengbomben abwarfen. Die Bilanz des Zweiten Weltkriegs für Bamberg: Zu beklagen waren 378 Tote, 15 Prozent der Wohnungen waren nicht mehr bewohnbar, 6.800 Menschen waren obdachlos.
„An diesem Gedenkstein laufen auf dem Weg zur Schule täglich zirka 1000 Menschen vorbei. Wer hinsieht, bleibt stehen, liest die Inschrift und hält inne“, sagt Markus Knebel, Schulleiter des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums zur steinernen Tafel auf dem Außengelände der Schule. Immer wieder kämen dann auch Nachfragen im Unterricht dazu, was sehr wichtig für die Erinnerungskultur sei.
Dem stimmt auch Oberbürgermeister Andreas Starke in seinen Gedenkworten ausdrücklich zu. „Zeitzeugenberichte sind von immenser Bedeutung. Sie sind wichtige Beiträge, um Lehren aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte ziehen. Wir gedenken heute der Toten und Verletzten unserer Stadt, ebenso allen Opfern von Krieg, Gewalt und Völkermord auf der ganzen Welt.“ Es sei äußerst wichtig, auch jene zu erreichen, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg bisher nicht ausreichend auseinandergesetzt hätten, so Starke weiter.
Als Kind den Krieg überlebt
Einer, der den Krieg überlebt hat, ist Johann Kautler, Ehrenmitglied im Bürgerverein Stephansberg. Er berichtete von der schweren Entscheidung seiner Familie, in welchen unterirdischen Stollen sie sich bei Fliegeralarm verstecken sollte – es wurde die Sternwartstraße. Der damals fünfjährige Bub erinnert sich: „Als die Bomben fielen, rannten Leute durch den Keller und fingen an zu beten und zu bangen. Wir hatten alle Angst und wussten: Es muss etwas Furchtbares passiert sein. Draußen waren dann überall Schutthaufen, unser Haus war unbewohnbar“, so Kautler.
Auch die Vorsitzende des Bürgervereins Stephansberg, Cornelia Pfister, wusste aus ihrer eigenen Familiengeschichte zu berichten. Etwa von einem Verwandten, der nach seinem Kriegsdienst nicht mehr zurück ins Leben gefunden hat und sich erhängte. „Wir müssen die 80 Jahre Frieden, die wir nun haben, erhalten und uns immer wieder fragen: Was können wir für den Frieden tun?“, appellierte sie.
Eindringlich war auch der kurze, aber deutliche Appell dreier Gymnasiasten: „Die damals gestorbenen Kinder sind für uns als Jugendliche Mahnung, sich für Frieden einzusetzen.“
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Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum Bamberg
322 Polizeimeisterinnen und Polizeimeister ernannt
Nach zweieinhalb Jahren polizeipraktischer Ausbildung im Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum (BPOLAFZ) Bamberg, haben 322 junge Frauen und Männer die Laufbahnprüfung des mittleren Polizeivollzugsdienstes erfolgreich abgeschlossen.
Aus diesem Anlass wurden sie am Freitag, 21. Februar, feierlich ernannt und im Beisein ihrer Angehörigen und zahlreichen Ehrengästen aus der Stadt Bamberg und der Politik verabschiedet.
Die Zeremonie wurde durch das Bundespolizeiorchester München musikalisch begleitet. Der Jahrgangssprecher, Polizeimeister Sandro Masching, gab in seiner Rede einen kurzen Einblick in die zurückliegende Ausbildungszeit und bedankte sich bei Polizeidirektor Jürgen Miketiuk mit seinem gesamten Team für die prägenden Jahre in Bamberg.
Als Lehrgangsbester wurde Herr Jakob Häußler ausgezeichnet und zum Polizeimeister ernannt. Ein besonders emotionaler Moment war außerdem die Ernennung von Herrn Luca Mohr. Er wurde persönlich durch seinen Vater, Polizeioberrat Jürgen Mohr, Inspektionsleiter am Münchner Flughafen, ernannt. Im Rahmen der Festrede von Polizeidirektor Jürgen Miketiuk gratulierte er allen Absolventinnen und Absolventen zum erfolgreichen Bestehen der Laufbahn und betonte an dieser Stelle, froh und stolz zu sein, dass jede und jeder Einzelne für die innere Sicherheit in Deutschland eintreten werde.
Im Freistaat Bayern verbleiben 44 Prozent der Polizeimeisterinnen und Polizeimeister. Der Frauenanteil beträgt hierbei 31 Prozent. Seit Beginn des Ausbildungsbetriebes im September 2016 haben nunmehr 4.947 Polizistinnen und Polizisten ihre Ausbildung in Bamberg erfolgreich beendet. Das ist derzeit etwa jede beziehungsweise jeder achte Bundespolizeibeamtin beziehungsweise ‑beamte.
Das Bundespolizeiaus- und ‑fortbildungszentrum (BPOLAFZ) Bamberg ist fachlich der Bundespolizeiakademie in Lübeck nachgeordnet. Es ist das Größte der sieben Aus- und Fortbildungszentren der Bundespolizei. Seit dem 1. September 2016 wurden bereits 4.947 Polizistinnen und Polizisten ausgebildet und an die Einsatzdirektionen im gesamten Bundesgebiet übergeben. 735 Stammkräfte ermöglichen den Ausbildungsbetrieb von aktuell rund 1.755 jungen Männern und Frauen.
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Neuer Bamberg-Podcast
Bamberg bassd scho!
Im Januar startete der Podcast „Bamberg bassd scho!“. Alle zwei Wochen unterhalten die beiden Bamberger Jonas Ochs und Sebastian Niedermaier seitdem ihre Hörer mit spannenden Einblicken und Anekdoten rund um das Leben in der Welterbestadt. Die kommende Folge ist ab 20. Februar verfügbar.
Die erste Podcast-Folge der beiden diente dazu, den Hörerinnen und Hörern einen Einblick in ihre Ideen und die Ausrichtung von „Bamberg bassd scho!“ zu geben, außerdem durfte Jonas Ochs erstmals Süßholz probieren. In der zweiten Folge beschäftigten sich Ochs und Niedermaier unter anderem mit Neujahrsvorsätzen. Wir haben den beiden Jung-Podcastern auf den Zahn gefühlt.
Jonas, Sebastian, wie aktiv seid ihr selbst als Podcast-Hörer?
Jonas Ochs: Ich liebe Podcasts! Sie begleiten mich täglich – ob auf dem Weg zur Arbeit oder abends zum Einschlafen. Besonders schön finde ich es, gemeinsam mit meiner Familie Podcasts zu hören, da das ein ganz eigenes, verbindendes Erlebnis schafft. Angefangen habe ich damals mit Klassikern wie „Hotel Matze“ oder „Fest & Flauschig“, die mich direkt in ihren Bann gezogen haben. Mittlerweile schätze ich auch nischige Formate, etwa zu Themen wie Musik oder Sport, und höre sehr gerne Politik-Podcasts, die mir neue Perspektiven eröffnen.
Sebastian Niedermaier: Natürlich höre ich auch gerne Podcasts. Meine Favoriten sind „Fest & Flauschig“ mit Jan Böhmermann und Olli Schulz sowie der F.A.Z.-Podcast für Deutschland.
Wie entstand die Idee, einen eigenen Podcast zu produzieren?
Sebastian Niedermaier: Ich hatte schon lange die Idee, einen Bamberg-bezogenen Podcast zu machen. Als Bayernbotschafter habe ich Bamberg schon in vielen Medien präsentiert, auch in Podcasts, und dachte, das wäre ein ideales Format, um Bamberger Flair und die Liebe zu unserer Stadt zu teilen. Als ich Jonas Ochs fragte, ob er das gerne mit mir machen möchte, war er sofort Feuer und Flamme und hatte auch schon mehrmals mit dem Gedanken gespielt.
Jonas Ochs: Sebastian rief mich eines Tages an und meinte: „Jonas, ich habe eine richtig gute Idee, ich muss unbedingt zu dir kommen!“ Keine Stunde später stand er schon in meinem Büro und erzählte mir voller Begeisterung von seiner Podcast-Idee. Als großer Podcast-Fan war ich direkt überzeugt, dass das eine großartige Chance ist – vor allem, weil ich das Format für Bamberg als unglaublich spannend und vielversprechend sehe.
Die ersten beiden Folgen erschienen im Januar mit zweiwöchigem Abstand. In welchem Turnus wird es weitergehen?
Jonas Ochs: Wir planen, alle zwei Wochen eine neue Folge zu veröffentlichen. Dieser Rhythmus gibt uns genügend Raum, um jede Episode mit Sorgfalt und Leidenschaft zu gestalten, und bietet unseren Hörerinnen und Hörern einen verlässlichen Zeitrahmen, um sich auf neue Inhalte freuen zu können.
Habt ihr festgelegt, wie viele Themen ihr grundsätzlich pro Ausgabe bringen wollt?
Sebastian Niedermaier: Grundsätzlich legen wir uns ein paar Themen zurecht und schauen dann, wie unsere Sendung läuft. Wir wollen den Podcast flexibel gestalten, um ehrlich und authentisch zu sein. Fix haben wir uns einige Kategorien überlegt wie unsere Persönlichen Top 3, zum Beispiel fränkische Gaststätten in Bamberg, oder unsere Highlights in 2025.
Jonas Ochs (lacht): Wir haben für jede Folge natürlich eine grobe Konzeption. Aber ehrlich gesagt, lassen wir uns auch gerne von unserer eigenen Begeisterung mitreißen. Es kommt immer wieder vor, dass wir nicht alle geplanten Themen in eine Episode packen können, weil wir uns so tief in ein Thema vertiefen. Solche Inhalte nehmen wir dann einfach mit in die nächste Folge. Wie Sebastian schon sagt, möchten wir uns da die Freiheit bewahren, damit jede Episode lebendig und authentisch bleibt.
Woher nehmt ihr die Ideen?
Sebastian Niedermaier: Aus dem täglichen Leben und den aktuellen Entwicklungen in der Stadt. Sobald uns etwas auffällt oder interessiert, schreiben wir es in unsere Gruppe. Wie eine Art Stoffsammlung.
Jonas Ochs: Meine Inspiration kommt aus 40 Jahren Leben in Bamberg! Die Stadt bietet so viele Geschichten, Charaktere und spannende Ereignisse, die uns immer wieder neue Ideen liefern. Natürlich spielt auch das aktuelle Tagesgeschehen in unserer wunderbaren Kleinstadt eine große Rolle. Es gibt einfach so viel, was erzählt und geteilt werden will!
Welche Dauer sollen die Ausgaben jeweils haben?
Sebastian Niedermaier: Eine Ausgabe sollte immer 30 Minuten haben, wobei wir uns bei der zweiten Folge schon verplappert und überzogen haben. Wir müssen uns eben auch erst mal einspielen.
Jonas Ochs: Natürlich stellen wir uns keinen Wecker auf den Tisch, aber wir bemühen uns, die angepeilten 30 Minuten einzuhalten, um die Aufmerksamkeit unserer Hörer nicht zu überstrapazieren. Mit diesem Zeitrahmen wollen wir die Inhalte knackig transportieren und auf den Punkt bringen, ohne dabei zu langatmig zu werden.
Sind auch besondere Folgen, vielleicht auch mit längerer Dauer, geplant, zum Beispiel im Hinblick auf die Wahlen in Bamberg 2026?
Jonas Ochs: Ja, wir haben tatsächlich schon einige Spezialfolgen in Planung! Besonders spannend wird es natürlich, wenn wir Gäste in den Podcast einladen, die ihre Perspektiven und Geschichten teilen. Was das Thema Politik angeht, steht das für mich persönlich nicht im Vordergrund. Unser Fokus liegt vielmehr darauf, allgemeine Themen aus Bamberg zu beleuchten und genau diese Vielfalt und Lebendigkeit unserer Stadt in den Mittelpunkt zu stellen. Das ist das Herzstück unseres Podcasts.
Sebastian Niedermaier: Es gibt bestimmt immer mal Anlässe, über ein Thema ausführlicher zu sprechen. Als Sonderfolgen haben wir überlegt mal raus zu gehen und zum Beispiel beim Kiosk Kunni live eine Folge aufzunehmen. Ideen haben wir viele und wir haben beide richtig Bock auf das Projekt Podcast.
Also ist auch geplant, Gäste in den Podcast einzuladen. Dürfen schon Namen genannt werden?
Sebastian Niedermaier: Ja, Gäste sind geplant, allerdings wollen wir uns erstmal gegenseitig finden und wie gesagt einspielen. Wenn wir dann harmonieren, möchten wir auf jeden Fall Bamberger Persönlichkeiten zu uns einladen.
Jonas Ochs: Wir haben bereits einige Gäste in Planung! Wie Sebastian sagt, ist uns dabei besonders wichtig, dass jeder Gast einen klaren Bezug zu Bamberg hat. Dadurch möchten wir sicherstellen, dass die Themen und Geschichten immer authentisch bleiben und eng mit unserer Stadt verbunden sind.
Ist auch ein Blick weiter über Bamberg und die Region hinaus denkbar?
Jonas Ochs: Unser Hauptfokus liegt natürlich ganz klar auf Bamberg. Dennoch gibt es Themen, die den Alltag prägen und auch über die Grenzen unserer wunderbaren Kleinstadt hinaus relevant sind. Solche Aspekte werden wir sicherlich immer mal wieder aufgreifen, auch wenn sie eher begleitend und ergänzend im Podcast auftauchen.
Wie weit im Voraus produziert ihr die Podcasts?
Jonas Ochs: Wir versuchen immer, möglichst wochenaktuell zu bleiben. Bei der Aufnahme legen wir großen Wert darauf, dass uns keine Highlights aus dem Bamberger Tagesgeschehen entgehen. Deshalb nehmen wir die Podcasts immer kurz vor der Ausstrahlung auf, um möglichst frisch und relevant zu sein.
Wie darf man sich den Vorlauf zur Produktion einer Sendung vorstellen?
Jonas Ochs: Wir beginnen unsere Recherche etwa 10 Tage vor der Ausstrahlung der nächsten Sendung. In dieser Zeit sind wir ständig über eine WhatsApp-Gruppe miteinander verbunden, um Ideen auszutauschen, Themen abzustimmen und uns passgenau auf die neue Folge vorzubereiten. So entsteht eine Mischung aus gründlicher Planung und spontanen Einfällen, die den Podcast so lebendig macht.
Welche Herausforderungen galt es bei den ersten beiden Folgen zu bewältigen?
Sebastian Niedermaier: Überhaupt der ganze Aufwand um die Folgen und den Podcast herum. Da hatten wir keine konkrete Vorstellung. Wie lädt man einen Podcast auf Spotify und Youtube hoch? Das Erstellen der Insta- und Facebook-Kanäle. Ich habe schon mal einen Podcast als Bayernbotschafter aufgenommen. Aber im Studio mit den Kopfhörern war das für mich nochmal eine neue Erfahrung. Jonas ist bei sowas natürlich ein absoluter Profi.
Jonas Ochs: Vor allem muss man lernen, die gesamte Technik im Raum auszublenden, um eine möglichst natürliche Atmosphäre zu schaffen. Gerade am Anfang war das eine Herausforderung, da man sich erst an die Mikrofone und das Setup gewöhnen muss. Allerdings gelang uns das relativ schnell – vielleicht auch dank des Spezialrauchbiers, das uns in den ersten beiden Folgen half, die Stimmung locker und entspannt zu halten.
Wie viele Menschen außer euch beiden stecken hinter dem Podcast?
Jonas Ochs: Neben uns gibt es ein großartiges Team, das uns unterstützt. Aufgenommen wird der Podcast im Podcast-Studio Bamberg bei Daniel Robin Oppl, der uns mit seiner Technik und Expertise zur Seite steht. Hinter den Grafiken und dem Layout steckt Daniel Knoth, der mit seinem kreativen Talent für den visuellen Auftritt sorgt. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit ihnen sehr, denn sie tragen maßgeblich zum Erfolg unseres Podcasts bei.
Gibt es Vorbilder, was den Podcast angeht?
Sebastian Niedermaier: Einer meiner Favoriten ist „Fest & Flauschig“. Ich finde die lockere Art und das ehrliche Gespräch bei den beiden großartig. Einfach frei von der Leber zu sprechen und dann auch mal zu riskieren, in ein Fettnäpfchen zu treten. Das macht das Ganze doch erst persönlich. Wir müssen aber unseren eigenen Weg finden. Es soll nicht albern sein, sondern wir wollen auch Bamberger Themen durchsprechen.
Jonas Ochs: Es gibt natürlich viele klassische Podcast-Produktionen, die wir privat selbst gerne hören und die uns inspirieren. Für mich persönlich ist allerdings ein typisch fränkischer Stammtisch ein wunderbares Vorbild. Dort gibt man seinem Gegenüber immer Raum, etwas von sich zu erzählen, und genau das möchten wir auch in unserem Podcast erreichen. So entsteht ein kreatives, lebendiges Bild, das unsere Hörerschaft anspricht und unterhält.
Habt ihr eine Rollenverteilung und einen Ablauf festgelegt?
Jonas Ochs: Das ist bei uns flexibel und von Folge zu Folge unterschiedlich. Je nach Stimmungslage und Thematik hat mal der eine, mal der andere mehr zu erzählen. Wir halten es da ganz wie beim fränkischen Stammtisch: Jeder, der eine gute Geschichte oder spannende Gedanken hat, bekommt den Raum, diese zu erzählen. So bleibt unser Podcast abwechslungsreich und authentisch.
Sebastian Niedermaier: Wir haben für uns eine Probeaufnahme aufgenommen – vielleicht senden wir die auch mal. Dabei haben sich die Rollen eigentlich gleich automatisch verteilt. Jonas ist einfach eine Rampensau und ist sofort in die Moderatorenrolle geschlüpft, während ich eher der Fragende bin. Bis jetzt finde ich, wir haben schon einen ganz guten Flow gefunden und werden uns sicher mit jeder Folge mehr einspielen. Vielleicht hören wir uns dann mal wieder die erste Folge an und schlagen die Hände über dem Kopf zusammen.
Wen wollt ihr mit dem Podcast ansprechen?
Sebastian Niedermaier: Natürlich geht der Podcast erstmal an Bamberger, Neuzugezogene und Alteingesessene. Aber auch an Ehemalige, die sich gerne an unsere schöne Stadt erinnern möchten.
Jonas Ochs: Unser Podcast richtet sich an alle, die sich für Bamberg und die Geschichten unserer wunderbaren Kleinstadt interessieren. Aber auch diejenigen, die einfach ein wenig Spaß und Entspannung suchen, sind bei uns genau richtig. Mit unseren lustigen Geschichten und Einblicken aus dem Leben von zwei Bambergern möchten wir ein breites Publikum begeistern.
Die neuen Folgen von „Bamberg bassd scho!“ erscheinen im Zwei-Wochen-Rhythmus jeweils donnerstags und sind auf allen gängigen Streaming-Plattformen und der Podcast-Website verfügbar, außerdem sind sie auch auf Youtube als Video zu sehen. Die kommende Folge ist ab 20. Februar verfügbar.
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Anfang Februar starten die Tarifverhandlungen
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert 14,50 Euro Mindestenslohn in der Fleischindustrie
Vom Schweinekotelett bis zum Hähnchenschnitzel: In der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg werden pro Jahr rund 11.000 Tonnen Fleisch gegessen, in der Stadt 3.800, im Landkreis 7.600 Tonnen – rein statistisch jedenfalls. Denn im Schnitt lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch bei zuletzt 51,6 Kilo im Jahr – und damit bei gut 140 Gramm am Tag. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG Oberfranken beruft sich dabei auf Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL).
„Die Menge an Fleisch, die auf den Teller kommt, wird weniger: Der Pro-Kopf-Verzehr geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Trotzdem bleibt Fleisch ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Und dahinter steckt immer auch die Arbeit von Menschen“, sagt Mustafa Öz. Der Landesbezirksvorsitzende der NGG Bayern lenkt damit den Blick auf die Fleischproduktion: Neben der Haltung der Tiere sei auch deren Schlachtung und die Fleischverarbeitung ein „entscheidender Aspekt, den viele gerne ausblenden“, so Öz.
Ein wichtiger Punkt sei dabei der Lohn: „Es geht darum, was die Menschen verdienen, die dafür sorgen, dass Filets, Salami, Kochschinken oder Leberwurst auf den Tisch kommen“, sagt Mustafa Öz. Der Gewerkschafter kritisiert, dass die Fleischindustrie immer noch eine Niedriglohnbranche ist.
„Wer Tiere schlachtet oder Grillwürste verpackt, verdient selbst nur einen Hungerlohn. Oft sogar nur den gesetzlichen Mindestlohn – aktuell also 12,82 Euro pro Stunde. Nur wer Glück hat, liegt ein paar Cent drüber“, so Mustafa Öz. Doch mit der „Arbeit zum absoluten Billiglohn“ müsse jetzt Schluss sein. Deshalb fordert die NGG Bayern mindestens 14,50 Euro pro Stunde als Untergrenze bei der Bezahlung für die Branche.
Insgesamt sind in der Stadt Bamberg nach Angaben der NGG aktuell rund 400 Menschen in der Fleischindustrie beschäftigt, im Landkreis rund 190 Menschen. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur. Hinter der Fleischproduktion stecke eine harte Arbeit: „Das ist ein Knochenjob. Allein beim Zerlegen von Schweinehälften wuchten die Beschäftigten eine tonnenschwere Last am Tag: Eine Schweinekeule wiegt zwischen 5 und 10 Kilogramm. Und in einer Schicht trägt ein Zerleger mehr als 200 Mal Keulen aufs Produktionsband“, erklärt Öz.
Außerdem machten Hitze und Nässe den Beschäftigten im Schlachtbetrieb und bei der Fleischverarbeitung zu schaffen. „Ebenso die Kälte im Kühlhaus. Das ist eine Arbeit bei ständig kalten 2 bis 3 Grad“, so Mustafa Öz. Auf Dauer sei das für die Beschäftigten eine enorme gesundheitliche Belastung.
Auch deshalb sei es höchste Zeit, die Arbeit in der Fleischindustrie „endlich besser zu bezahlen“. Die Gewerkschaft NGG werde jetzt alles tun, um ein Lohn-Plus am Tariftisch durchzusetzen: 14,50 Euro pro Stunde soll der neue Mindestlohn der Branche sein. Die Tarifverhandlungen für die Fleischindustrie starten Anfang Februar.