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Bamberg - Page 9

Zufäl­lig aus­ge­wähl­te Mie­te­rIn­nen sowie Ver­mie­te­rIn­nen bekom­men Post

Erhe­bung zum Bam­ber­ger Miet­spie­gel 2026 beginnt

Ab dem 3. Sep­tem­ber 2025 erhal­ten meh­re­re tau­send Mie­te­rin­nen und Mie­ter sowie Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­ter in Bam­berg ein Schrei­ben von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke mit der Bit­te, sich an der Befra­gung zum Miet­spie­gel 2026 zu betei­li­gen, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Befra­gung für den Miet­spie­gel 2026 wird zum einen Teil bei Mie­te­rin­nen und Mie­tern und zum ande­ren Teil bei Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­tern durch­ge­führt. Die Mie­ter­haus­hal­te wur­den per Zufalls­stich­pro­be aus dem Bam­ber­ger Ein­woh­ner­mel­de­re­gis­ter ausgewählt.

Die Mie­te­rin­nen und Mie­ter erhal­ten per Post einen Fra­ge­bo­gen. Die Teil­nah­me an der Befra­gung ist sowohl schrift­lich als auch online mög­lich. Die Mie­te­rin­nen und Mie­ter wer­den zur Art, Grö­ße, Beschaf­fen­heit und Aus­stat­tung ihrer Woh­nung befragt.

Alle Daten wer­den ver­trau­lich behan­delt und die daten­schutz­recht­li­chen Bestim­mun­gen wer­den ein­ge­hal­ten. Die Teil­nah­me an der Befra­gung ist nach Art. 238 § 2 des Ein­füh­rungs­ge­set­zes zum Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­che verpflichtend.

Seit dem Jahr 2014 sorgt ein qua­li­fi­zier­ter Miet­spie­gel für Trans­pa­renz auf dem Woh­nungs­markt in Bam­berg. Er doku­men­tiert die orts­üb­li­che Ver­gleichs­mie­te für ver­schie­de­ne Woh­nungs­ty­pen und ist daher von gro­ßer prak­ti­scher Bedeu­tung für den Aus­gleich zwi­schen Mie­tern und Ver­mie­tern. Er schafft Rechts­si­cher­heit und dient in Bam­berg seit Anfang 2016 auch als Grund­la­ge für die Prü­fung der Mietpreisbremse.

Der Miet­spie­gel 2026 wird wie­der gemein­sam mit dem Mie­ter­ver­ein Bam­berg e.V., Haus & Grund Bam­berg e.V. sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Bam­ber­ger Woh­nungs­wirt­schaft ent­wi­ckelt, die die Erhe­bung aus­drück­lich unterstützen.


Insti­tut mit Erhe­bung beauftragt

Mit der Durch­füh­rung und Aus­wer­tung der Befra­gung wur­de das ALP Insti­tut für Woh­nen und Stadt­ent­wick­lung GmbH aus Ham­burg beauftragt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur aktu­el­len Erhe­bung des Miet­spie­gels sind unter https://www.alp-institut.de zu fin­den. Außer­dem ste­hen die Ansprech­part­ne­rin­nen und Ansprech­part­ner des ALP Insti­tuts für Woh­nen und Stadt­ent­wick­lung GmbH mon­tags bis frei­tags von 9 bis 17 Uhr unter der Tele­fon­num­mer 040//3346476–41 und der E‑Mail-Adres­se mieten@alp-institut.de zur Verfügung.

Vom 1. bis 6. September

Sper­run­gen wegen Dreharbeiten

Bam­berg ist als Film­stadt beliebt. Zwi­schen dem 1. und dem 6. Sep­tem­ber sind nun erneut Dreh­ar­bei­ten vor­ge­se­hen, für die zeit­wei­se Stra­ßen und Park­plät­ze gesperrt wer­den, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Das Film­team ist ange­wie­sen, betrof­fe­ne Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner sowie Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen recht­zei­tig direkt zu infor­mie­ren und die Aus­wir­kun­gen so gering wie mög­lich zu halten.

Über die gesam­te Dau­er der Film­ar­bei­ten vom Mon­tag, 1. Sep­tem­ber, 10 Uhr, bis Sams­tag, 6. Sep­tem­ber, 10 Uhr, ist der Park­platz an der Schran­ne gesperrt. Ersatz­park­plät­ze sind am Ste­phans­platz und am Vor­de­ren Bach ausgewiesen.

Von Diens­tag, 2. Sep­tem­ber, 7 Uhr, bis Don­ners­tag, 4. Sep­tem­ber, 18 Uhr, ent­fal­len für die Pro­duk­ti­on Park­plät­ze in der Mem­mels­dor­fer Stra­ße (Sack­gas­se beim Sand­stein-Obe­lisk an der Sie­chen­kreu­zung) und in der Sie­chen­stra­ße. Ersatz­park­plät­ze sind in der Hei­lig­grab­stra­ße, im Spie­gel­gra­ben und in der Sie­chen­stra­ße ausgeschildert.

Von Diens­tag, 2. Sep­tem­ber, 16 bis 19 Uhr, und Mitt­woch 3. Sep­tem­ber, 9 bis 18 Uhr, ist in der Mit­tel­stra­ße im Abschnitt zwi­schen Sie­chen­stra­ße und Tock­ler­gas­se mit kurz­fris­ti­gen Behin­de­run­gen für den Ver­kehr durch soge­nann­te Inter­vall­sper­run­gen zu rech­nen Dabei wird die Stra­ße immer wie­der für ca. drei bis fünf Minu­ten gesperrt, bis die jewei­li­ge Film­se­quenz gedreht ist. Zwi­schen den Sze­nen ist die Durch­fahrt möglich.

Sol­che Inter­vall­sper­run­gen wird es auch am Diens­tag, 2. Sep­tem­ber, am Vor­mit­tag in der Bam­ber­ger Stra­ße in Bug zwi­schen Obe­rer Lein­ritt und Rodel­bahn sowie in der Stra­ße „Gal­gen­fuhr“ zwi­schen Park­platz Gal­gen­fuhr und Kreu­zung Bug­hof geben.


Dreh­ar­bei­ten auch im Sand

Eben­falls wird im Sand­ge­biet gedreht Am Diens­tag, 2. Sep­tem­ber, kann es von 11 bis 13 Uhr in der Unte­ren Sand­stra­ße im Abschnitt zwi­schen Lein­ritt und Eli­sa­be­then­stra­ße sowie in der Schrot­ten­berg­gas­se zu Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen kom­men. In die­sem Zeit­raum sind für die Dau­er von maxi­mal einer Stun­de Inter­vall­sper­run­gen von 3 bis 5 Minu­ten vor­ge­se­hen. Sel­bi­ges gilt von 13 bis 15 Uhr in der Obe­ren Sand­stra­ße im Bereich Eli­sa­be­then­platz. Für die Dreh­ar­bei­ten im Sand müs­sen Park­plät­ze Am Lein­ritt und in der Unte­ren Sand­stra­ße gesperrt wer­den, Ersatz­park­plät­ze fin­den sich Am Lein­ritt Höhe Kesselhaus.

Die Dreh­ar­bei­ten wer­den am Don­ners­tag, 4. Sep­tem­ber, und Frei­tag, 5. Sep­tem­ber, in der Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el fort­ge­setzt. Die Ein­fahrt zum Klos­ter ist an die­sen Tagen für kur­ze Zeit­in­ter­val­le gesperrt. Die gesperr­ten Park­plät­ze für Michels­berg und Otto­brun­nen fin­den sich in der St.-Getreu-Straße und am Jakobs­platz. Am 4. und 5. Sep­tem­ber jeweils am Abend ab 20 Uhr wer­den kur­ze Sper­run­gen nötig für den Dreh von Film­se­quen­zen an der Kreu­zung Michels­berg sowie der St.-Getreu-Straße bis Städ­ti­sche Musikschule.

Von Don­ners­tag, 4. Sep­tem­ber, 10 Uhr, bis ein­schließ­lich Frei­tag, 5. Sep­tem­ber, müs­sen wegen der Dreh­ar­bei­ten in der Unte­ren Sand­stra­ße Park­plät­ze gesperrt wer­den. Ersatz­park­plät­ze ste­hen Am Lein­ritt auf Höhe Stadt­pla­nungs­amt zur Verfügung. 

Regi­on Bam­berg schiebt 3,3 Mil­lio­nen Über­stun­den – vie­le zum Nulltarif

NGG Ober­fran­ken star­tet MdB-Appell gegen Abschaf­fung vom 8‑Stun­den-Tag

Die Regi­on Bam­berg schiebt ordent­lich Über­stun­den: Rund 1,9 Mil­lio­nen Stun­den haben Beschäf­tig­te im ver­gan­ge­nen Jahr in Bam­berg zusätz­lich gear­bei­tet und im Land­kreis 1,4 Mil­lio­nen. Davon rund 1,75 Mil­lio­nen Über­stun­den zum Null­ta­rif – ohne Bezah­lung. Das geht aus dem „Arbeits­zeit-Moni­tor“ her­vor, den das Pest­el-Insti­tut im Auf­trag der Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) gemacht hat.

Allein in Hotels und Gast­stät­ten in Bam­berg leis­te­ten Köche, Kell­ne­rin­nen, Bar­kee­per & Co. im ver­gan­ge­nen Jahr rund 41.000 Über­stun­den und im Land­kreis rund 23.000. Das hat das Pest­el-Insti­tut auf Basis einer Aus­wer­tung der Bun­des­agen­tur für Arbeit ermit­telt. Die Wis­sen­schaft­ler haben dabei für die Regi­on Bam­berg bun­des­wei­te Durch­schnitts­wer­te von Arbeits­zei­ten in der Gas­tro­no­mie her­an­ge­zo­gen. Dem­nach waren 53 Pro­zent aller in Bam­berg und im Land­kreis geleis­te­ten Über­stun­den in Hotels, Restau­rants, Gast­stät­ten und Bier­gär­ten unbezahlt.

Die Gewerk­schaft warnt: Der Über­stun­den­berg dürf­te dem­nächst noch grö­ßer wer­den. Grund sei­en Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung, die Arbeits­zeit neu zu regeln: „Schwarz-Rot will eine wöchent­li­che Höchst­ar­beits­zeit und den 8‑Stun­den-Tag abschaf­fen. Betrie­be könn­ten von ihren Beschäf­tig­ten dann ver­lan­gen, auch zehn, elf oder in der Spit­ze sogar 12 Stun­den und 15 Minu­ten pro Tag zu arbei­ten“, sagt Rai­ner Reiß­fel­der von der NGG Oberfranken.

Die NGG Ober­fran­ken schlägt Alarm: Schon jetzt betra­ge die maxi­ma­le Arbeits­zeit 48 Stun­den pro Woche. In der Spit­ze sei­en sogar 60-Stun­den-Wochen mög­lich. „Das sind Extrem-Arbeits­wo­chen. Selbst wenn so ‚Ham­mer-Wochen‘ inner­halb eines Vier­tel­jah­res aus­ge­gli­chen wer­den müs­sen. Doch noch schlim­mer wird es, wenn die Bun­des­re­gie­rung jetzt tat­säch­lich ans Arbeits­zeit­ge­setz Hand anlegt und den 8‑Stun­den-Tag kippt. Dann wür­de näm­lich nur noch das euro­päi­sche Recht ein Wochen-Limit für die Arbeits­zeit set­zen. Und das wäre bru­tal: Arbeit­ge­ber könn­ten ihre Beschäf­tig­ten dann sogar zu 73,5‑Stunden-Wochen ver­don­nern – näm­lich zu sechs Tagen à 12 Stun­den und 15 Minu­ten im Job. Das wäre fast das dop­pel­te Wochen-Pen­sum von heu­te – und damit Arbeits­zeit-Stret­ching pur“, so Reißfelder.

Der kom­mis­sa­ri­sche Geschäfts­füh­rer der NGG Ober­fran­ken macht sei­nem Ärger Luft: „Vie­le Arbeit­ge­ber wür­den das hem­mungs­los aus­nut­zen. Es dro­hen dann völ­lig über­la­de­ne Arbeits­wo­chen, bei denen man die Stun­den, in denen man nicht schläft, fast kom­plett im Job oder auf dem Weg zur Arbeit ver­bringt. Das macht Men­schen dann aber fix und fer­tig. Außer­dem wür­de dabei ein Rie­sen­berg an Über­stun­den auf­lau­fen. Und ans Abfei­ern der Über­stun­den ist sowie­so nicht zu den­ken – bei dem Fach­kräf­te­man­gel, der eigent­lich über­all herrscht.“

Der kom­mis­sa­ri­sche Geschäfts­füh­rer der NGG Ober­fran­ken spricht von einem „Arbeits­zeit-Mono­po­ly“ der Bun­des­re­gie­rung: „Das ist wil­de Zeit-Zocke­rei. Für Beschäf­tig­te bedeu­tet das: Arbei­ten bis ans Limit – und dar­über hin­aus“, so Reiß­fel­der. Er hat dabei die Gesund­heit der Beschäf­tig­ten im Blick, aber auch die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf: „Nach acht Stun­den Arbeits­zeit steigt die Gefahr von Arbeits­un­fäl­len rasant an. XXL-Arbeits­ta­ge bedeu­ten auf Dau­er eine Belas­tung für den Kör­per und für die Psy­che: von Herz-Kreis­lauf- und Stoff­wech­sel-Erkran­kun­gen bis zum Burn­out“, so Reißfelder.


„Noch mehr Fle­xi­bi­li­tät ist gar nicht nötig“

Außer­dem im Fokus der Gewerk­schaft: Wer die Fami­lie, den Beruf und die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen unter einen Hut brin­gen müs­se, brau­che vor allem eines – plan­ba­re und ver­läss­li­che Arbeits­zei­ten. Und die müss­ten auch zu den Betreu­ungs­zei­ten von der Kita und vom Hort pas­sen. „Denn wer holt die Kin­der dort ab, wenn die Schicht zwölf Stun­den geht?“, fragt Reißfelder.

Die geplan­te Auf­wei­chung des 8‑Stun­den-Tages gehe in die fal­sche Rich­tung. Schon heu­te jon­glier­ten Fami­li­en zwi­schen Job, Kin­der­be­treu­ung oder der Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen. „Län­ge­re Arbeits­ta­ge ver­schär­fen die Pro­ble­me und ver­hin­dern eine gerech­te Ver­tei­lung von Erwerbs­ar­beit, Kin­der­be­treu­ung und Pfle­ge. Denn obwohl sich vie­le Väter wün­schen, mehr Zeit mit ihren Kin­dern zu ver­brin­gen, wird durch noch län­ge­re täg­li­che Arbeits­zei­ten das Allein­ver­die­n­er­mo­dell gestärkt“, warnt Rai­ner Reiß­fel­der. Anstatt das Fach­kräf­te­po­ten­ti­al von Frau­en zu nut­zen, ver­hin­der­ten XXL-Schich­ten eine ech­te Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf.

Die NGG Ober­fran­ken nennt dazu auch Zah­len: So wer­den aktu­ell 61 Pro­zent aller Teil­zeit-Jobs in Bam­berg und 73 Pro­zent im Land­kreis von Frau­en gemacht. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf Anga­ben der Arbeits­agen­tur. Reiß­fel­der appel­liert daher an die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus Bam­berg und der Regi­on, dem „Her­um­schrau­ben am Arbeits­zeit­ge­setz in Ber­lin einen Rie­gel vor­zu­schie­ben“. Schon jetzt sei­en fle­xi­ble Arbeits­zei­ten im Rah­men des Arbeits­zeit­ge­set­zes und durch Tarif­ver­trä­ge, die die NGG abge­schlos­sen habe, für vie­le Beschäf­tig­te All­tag. „Noch mehr Fle­xi­bi­li­tät ist gar nicht nötig“, so Reißfelder.

Außer­dem ersetz­ten 10- oder 12-Stun­den-Tage kei­ne feh­len­den Fach­kräf­te. „Gute Arbeits­be­din­gun­gen, bes­se­re Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf, sys­te­ma­ti­sche Qua­li­fi­zie­rung und mehr Aus­bil­dung. Das sind die rich­ti­gen Hebel für mehr Fach­kräf­te. Ver­schie­be­rei­en bei der Arbeits­zeit sind nichts ande­res als das Löcher­stop­fen bei einer zu dün­nen Per­so­nal­de­cke“, so Rai­ner Reißfelder.

Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum Bamberg

204 Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­ter ernannt

Nach zwei­ein­halb Jah­ren poli­zei­prak­ti­scher Aus­bil­dung im Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg haben 204 jun­ge Frau­en und Män­ner die Lauf­bahn­prü­fung des mitt­le­ren Poli­zei­voll­zugs­diens­tes erfolg­reich abgeschlossen.

Aus die­sem Anlass wur­den sie am gest­ri­gen Frei­tag, 22. August, fei­er­lich ernannt und im Bei­sein ihrer Ange­hö­ri­gen und zahl­rei­cher Ehren­gäs­te aus der Stadt Bam­berg und der Poli­tik verabschiedet.

Die Zere­mo­nie wur­de durch das Bun­des­po­li­zei­or­ches­ter Mün­chen musi­ka­lisch beglei­tet. Die Jahr­gangs­spre­cher, Poli­zei­meis­ter Nawid Moham­mad Kha­ni und Poli­zei­meis­te­rin Ophe­lia Bel­lem gaben in ihrer Rede einen kur­zen Ein­blick in die zurück­lie­gen­de Aus­bil­dungs­zeit und bedank­ten sich bei Poli­zei­di­rek­tor Jür­gen Miketi­uk und sei­nem gesam­ten Team für die prä­gen­den Jah­re in Bamberg.

Als Lehr­gangs­bes­te wur­de Frau Vanes­sa Lei­ter aus­ge­zeich­net und zur Poli­zei­meis­te­rin ernannt. Im Rah­men sei­ner Fest­re­de gra­tu­lier­te Poli­zei­di­rek­tor Jür­gen Miketi­uk allen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten zum erfolg­rei­chen Bestehen der Lauf­bahn und beton­te an die­ser Stel­le, froh und stolz zu sein, dass jede und jeder Ein­zel­ne für die inne­re Sicher­heit in Deutsch­land ein­tre­ten werde.

Im Frei­staat Bay­ern ver­blei­ben 45 Pro­zent der Poli­zei­meis­te­rin­nen und Poli­zei­meis­ter. Der Frau­en­an­teil des Jahr­gangs beträgt 34 Pro­zent. Seit Beginn des Aus­bil­dungs­be­trie­bes im Sep­tem­ber 2016 haben nun­mehr 5151 Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten ihre Aus­bil­dung in Bam­berg erfolg­reich beendet.

Das Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trum (BPOLAFZ) Bam­berg ist fach­lich der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie in Lübeck nach­ge­ord­net. Es ist das Größ­te der sie­ben Aus- und Fort­bil­dungs­zen­tren der Bun­des­po­li­zei. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2016 wur­den bereits 5151 Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten aus­ge­bil­det und an die Ein­satz­di­rek­tio­nen im gesam­ten Bun­des­ge­biet über­ge­ben. 729 Stamm­kräf­te ermög­li­chen den Aus­bil­dungs­be­trieb von aktu­ell rund 1890 jun­gen Män­nern und Frauen.

Sen­ken der Gastro-Steuer

„Kein ‚Schnit­zel-Rabatt‘ in Bam­berg zu erwarten“

Kein „Schnit­zel-Rabatt“: Das Essen in Gast­stät­ten und Restau­rants in Bam­berg wird nicht güns­ti­ger. Auch dann nicht, wenn die Umsatz­steu­er Anfang nächs­ten Jah­res wie­der von 19 auf 7 Pro­zent sinkt. Davon ist die Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten (NGG) überzeugt.

„Kein Wirt und kein Restau­rant-Chef wird zum 1. Janu­ar 2026 neue Spei­se­kar­ten dru­cken. Jeden­falls nicht, um die Prei­se zu sen­ken“, sagt Rai­ner Reiß­fel­der. Der kom­mis­sa­ri­sche Geschäfts­füh­rer der NGG Ober­fran­ken ist „mehr als skep­tisch“, wenn es um die von der schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung geplan­te Sen­kung der Gas­tro-Steu­er zum Jah­res­wech­sel um 12 Pro­zent geht.

„Wer hofft, dass damit auch Schnit­zel, Gulasch­sup­pe, Kai­ser­schmarrn & Co. bil­li­ger wer­den, der hat die Rech­nung ohne den Wirt gemacht. Gas­tro­no­men wer­den vie­le faden­schei­ni­ge Grün­de fin­den, war­um sie die 12 Pro­zent drin­gend brau­chen – und zwar für den Betrieb, für sich selbst“, so Reißfelder.

„Hohe Ener­gie­kos­ten“ sei­en dabei das „Stan­dard-Tot­schlag-Argu­ment“ der Bran­che. Und natür­lich die Lohn­kos­ten: „Wir­te und Restau­rant­chefs wer­den garan­tiert mit dem Min­dest­lohn argu­men­tie­ren. Der steigt näm­lich aus­ge­rech­net zum 1. Janu­ar auf 13,90 Euro – also um 1 Euro und 8 Cent pro Stun­de. Dabei ist das gera­de ein­mal die Hälf­te von dem, was ein Wirt schon an einem ein­zi­gen Schnit­zel zusätz­lich ver­dient, wenn die Steu­er­sen­kung kommt“, sagt der Gewerkschafter.

Ganz abge­se­hen davon, dass Rai­ner Reiß­fel­der vom nied­ri­gen Min­dest­lohn in der Bran­che ohne­hin nichts wis­sen will: „Wirk­lich fair ist nur der Tarif­lohn. An den soll­ten sich die Gas­tro­no­men in Bam­berg hal­ten. Spä­tes­tens dann, wenn die Wir­te die Steu­er­sen­kung im Janu­ar nicht an die Gäs­te wei­ter­ge­ben, kön­nen sie sich nicht mehr her­aus­re­den: Dann ist näm­lich genug Geld für einen Lohn­zu­schlag da – für den Koch genau­so wie für die Kellnerin.“

Die NGG Ober­fran­ken appel­liert schon jetzt an die Gäs­te von Hotels, Restau­rants und Gast­stät­ten in Bam­berg, sich die Prei­se für ein­zel­ne Gerich­te genau zu mer­ken. „Was das Lieb­lings­ge­richt kos­tet, weiß jeder. Aber auch ein Foto von der Spei­se­kar­te ist natür­lich ide­al, um dem Wirt oder Restau­rant-Chef im Janu­ar auf den Zahn zu füh­len, wenn die Prei­se dann noch genau­so hoch sind wie heu­te“, sagt Rai­ner Reißfelder.

Er rät Gäs­ten, dann „gezielt und offen­siv nach­zu­ha­ken, wie viel vom Mehr­wert­steu­er-Geschenk beim Per­so­nal in der Küche und im Ser­vice ange­kom­men ist“. Die ent­schei­den­de Fra­ge dabei sei: „Wo sind die 12 Pro­zent geblie­ben?“, so Reiß­fel­der. Das sei schließ­lich erlaubt und vor allem in den Restau­rants ange­bracht, die „auch sonst stän­dig die Prei­se nach oben schrauben“.

Der kom­mis­sa­ri­sche NGG-Geschäfts­füh­rer setzt damit auf „mora­li­schen Gas­tro-Druck“: „Nur, wenn die Gäs­te höf­lich, aber hart­nä­ckig und vor allem sys­te­ma­tisch beim Restau­rant­be­such nach­fra­gen, besteht wenigs­tens die Chan­ce, aus der Mehr­wert­steu­er­sen­kung kei­nen 100-Pro­zent-Mit­nah­me­ef­fekt für Wir­te in Bam­berg zu machen.“ Vor allem soll­ten sich die Gäs­te dabei auch nach einem Lohn-Plus für die Beschäf­tig­ten erkundigen.

Gele­gen­hei­ten für den „Gas­tro-Steu­er-Check“ gebe es schließ­lich mehr als genug: Immer­hin bie­ten in Bam­berg knapp 260 gas­tro­no­mi­sche Betrie­be, in denen rund 2.480 Beschäf­tig­te arbei­ten, Herz­haf­tes und Süßes, War­mes und Kal­tes zum Essen an, so die NGG. Die Gewerk­schaft beruft sich dabei auf Zah­len der Arbeitsagentur.

Es geht nur gemeinsam!

„Freund statt fremd“ fei­ert sein 10-jäh­ri­ges Jubiläum

Im Jahr 2019 beleg­te der Ver­ein „Freund statt fremd“ den 1. Platz bei „Hel­den der Hei­mat Ober­fran­ken“, einer Initia­ti­ve der Adal­bert-Raps-Stif­tung. Jetzt wur­de der Ver­ein zehn Jah­re alt, und die Enga­gier­ten zeig­ten am Grü­nen Markt in Bam­berg, wofür der Ver­ein steht: Respekt und Vielfalt.

Als 2015 die vie­len Men­schen mit den Zügen in Bam­berg ein­roll­ten, ver­spür­te Simo­ne Oswald den Drang: „Ich muss jetzt mit­hel­fen.“ Heu­te ist sie Vor­stands­mit­glied in einem gewach­se­nen Ver­ein, der ein­mal ganz klein star­te­te. Die Anfor­de­run­gen sei­en inzwi­schen ande­re, man müs­se sicht­bar blei­ben und zei­gen: Es geht auch anders. „Die Begeg­nun­gen mit den Men­schen machen mich glück­lich“, sagt Simo­ne Oswald, die sich mit vie­len wei­te­ren Ehren­amt­li­chen um Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in Bam­berg küm­mert. Natür­lich lau­fe nicht immer alles rei­bungs­los, aber „ich schaue mir jeden Men­schen an und mache mir mein per­sön­li­ches Bild“, pau­scha­le Vor­ur­tei­le wür­den im Mit­ein­an­der nicht weiterhelfen.

Der Kreis der Hel­fen­den und Mit­wir­ken­den ist groß gewor­den, das zeig­te sich in der Fuß­gän­ger­zo­ne ganz deut­lich. Ein attrak­ti­ves Pro­gramm bis in die Nacht hin­ein haben die Orga­ni­sa­to­ren zusam­men­ge­stellt, dar­un­ter Gesangs- und Tanz­vor­füh­run­gen, musi­ka­li­sche Ein­la­gen, Gedich­te und Thea­ter­vor­füh­run­gen. „Ihr steht für zehn Jah­re Mensch­lich­keit in die­ser Stadt“, sagt Mitra Sha­ri­fi Neyst­anak vom Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg in ihren Gruß­wor­ten. „Ihr bie­tet eine aus­ge­streck­te Hand, ein offe­nes Herz und Freundschaft.“


All­tags­wis­sen auf ein­mal entwertet

Es kämen Men­schen nach lan­ger Flucht und fern­ab von allem, was ihnen ver­traut war, nach Bam­berg. „Freun­de, Fami­lie, Bil­der, Gerü­che, alles ist anders und das All­tags­wis­sen auf ein­mal ent­wer­tet“, sagt Mitra Sha­ri­fi. „Freund statt fremd“ habe alle Men­schen zusam­men­ge­bracht und über sich hin­aus wach­sen las­sen, Flucht und Schick­sa­le sei­en nicht abs­trakt geblie­ben. Dabei sei­en Migran­ten kei­ne Engel und auch kei­ne Super­bür­ger. „Es sind Men­schen, die Schutz und Frie­den suchen, und die gro­ße Mehr­heit stützt die­se Gesell­schaft mit, leis­tet Bei­trä­ge zur Ren­te, zu Wirt­schaft und Kul­tur.“ Wich­tig sei dabei ein Mit­ein­an­der auf Augenhöhe.


Pro­jek­te zur Unterstützung

Und genau das bie­tet „Freund statt fremd“ in zahl­rei­chen Pro­jek­ten. Ob Anker­zen­trum, BAmi­gra, Frau­en­power oder die Blaue Frie­da als Herz­stück des Ver­eins und Ort der inter­kul­tu­rel­len Begeg­nung – die Ehren­amt­li­chen sind viel­sei­tig enga­giert und bie­ten auch Hil­fe zur Selbst­hil­fe. So etwa beim neu­en Pro­jekt „WoFA – Wohn­raum für alle“ in Koope­ra­ti­on mit der evan­ge­li­schen Kir­che in Bay­ern. „Wir wol­len Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund befä­hi­gen, sich auf dem Woh­nungs­markt sicher zu füh­len und sich zurecht­zu­fin­den“, erklärt Huber­tus Schal­ler, Koor­di­na­tor für die Arbeit mit Geflüch­te­ten im evan­ge­li­schen Deka­nat Bam­berg. Dabei gehe es um das Fin­den einer Woh­nung, Miet­ver­trä­ge, Haus­ord­nung bis hin zur Kün­di­gung. „Men­schen mit aus­län­di­schen Namen oder Aus­se­hen tun sich oft schwer, eine Woh­nung zu fin­den“, sagt er. Da gebe es durch die Unter­stüt­zung des Pro­jekts einen wich­ti­gen Vertrauensvorschuss.


Die Arbeit wird schwieriger

Simo­ne Oswald blickt ger­ne auf die letz­ten zehn Jah­re ihres Enga­ge­ments zurück. „Ich wür­de es wie­der so machen, denn wenn ich nicht anfan­ge, wie kann ich das dann von ande­ren erwar­ten? Ich muss dage­gen hal­ten.“ Sor­ge macht ihr der­zeit jedoch die Stim­mung in der Gesell­schaft, und auch die Zukunft der gro­ßen Pro­jek­te berei­ten ihr Bauch­grum­meln. „Die Arbeit wird schwie­ri­ger, und drei unse­rer gro­ßen För­der­pro­jek­te lau­fen bis Ende 2026.“ Der Gedan­ke dar­an, dass künf­tig even­tu­ell weni­ger geför­dert wer­de, beschäf­ti­ge die Enga­gier­ten im Ver­ein sehr. „Wir hof­fen ein­fach, dass die Leu­te mer­ken, wie wich­tig die­se Arbeit ist“, sagt sie mit einem Blick auf die Politik.

Der zwei­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp jeden­falls beton­te die Bedeu­tung von „Freund statt fremd“ für die Stadt Bam­berg: „Ohne den Ver­ein kei­ne Inte­gra­ti­on, kein Ankom­men von Men­schen, und wir reden hier über Men­schen, die selbst­ver­ständ­lich Teil unse­rer Stadt sind, in Fir­men arbei­ten, Schu­len besu­chen.“ In der Koope­ra­ti­on mit „Freund statt fremd“ herr­sche eine „Hands-on-Men­ta­li­tät“, die der Gesell­schaft als Bei­spiel die­nen kön­ne. „Es geht letzt­end­lich nur gemein­sam. Wir müs­sen die Her­aus­for­de­run­gen anpa­cken und in einem Geist lösen, der ver­mit­telt: Wir krie­gen das unter­ein­an­der hin.“ Das gel­te für vie­le Berei­che der Gesellschaft.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über das Enga­ge­ment des Ver­eins „Freund statt fremd“ sind hier zu finden.

Gro­ßer Ein­satz für den Wirt­schafts­stand­ort Oberfranken

IHK wür­digt lang­jäh­ri­ge Prü­fe­rin­nen und Prü­fer aus Stadt und Land­kreis Bamberg

101 Prü­fe­rin­nen und Prü­fer hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth für ihre jahr­zehn­te­lan­ge ehren­amt­li­che Prü­fer­tä­tig­keit aus­ge­zeich­net. Sie alle haben über 20, 30 und teil­wei­se sogar 40 Jah­re hin­weg die beruf­li­che Bil­dung in Ober­fran­ken berei­chert, unzäh­li­ge Stun­den ihrer Zeit ehren­amt­lich inves­tiert und mit ihrem jah­re­lan­gen Enga­ge­ment die Aus- und Wei­ter­bil­dung in der Regi­on gestärkt, sag­te IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waasner.

Zu den geehr­ten Per­sön­lich­kei­ten aus Stadt und Land­kreis Bam­berg gehö­ren für 20 Jah­re Her­bert Grim­mer, Bru­no Mai­er­hö­fer, Claus Die­ter Hof­mann, Niko­laus Mot­schen­ba­cher, Bern­hard Zenk, Bern­hard Mül­ler, Mar­lies Stür­mer-Baum sowie Micha­el Zöber­lein, für 30 Jah­re Har­ry Ber­ner, Gise­la Hof­mann, Bern­hard Röder und Lie­se­lot­te Straub, sowie für 40 Jah­re Rai­mund Bähr.

„Sie haben Gro­ßes geleis­tet für die Zukunft unse­rer Wirt­schafts­re­gi­on“, so der IHK-Prä­si­dent. Qua­li­fi­zier­te Nach­wuchs­fach­kräf­te sei­en Vor­aus­set­zung für wett­be­werbs­fä­hi­ge Unter­neh­men. „Es ist das Ver­dienst aller Prü­fe­rin­nen und Prü­fer, dass die beruf­li­che Aus- und Wei­ter­bil­dung hier­zu­lan­de einen so guten Ruf genießt.“

Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment sei immer eine Leis­tung. Über so vie­le Jah­re hin­weg aus­ge­übt, sei das Ehren­amt aber schon ein beson­ders her­aus­ra­gen­des Ver­dienst, so IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Wolf­ram Brehm. Er bedank­te sich bei den Geehr­ten für deren gro­ße Einsatzbereitschaft.

Dr. Waas­ner nutz­te die Gele­gen­heit auch, um für die Gleich­wer­tig­keit beruf­li­cher und aka­de­mi­scher Bil­dung zu wer­ben. Nicht allein ein Stu­di­um führt zum Erfolg, sag­te der IHK-Prä­si­dent und warb für die erfolg­rei­che Kam­pa­gne #kön­nen­ler­nen der IHKs in den sozia­len Medi­en, in der Jugend­li­che über ihre Berufs­aus­bil­dung berich­ten. Nicht zuletzt sei die beruf­li­che Bil­dung einer der größ­ten Hebel gegen den Fach­kräf­te­man­gel und punk­te durch ihren hohen Praxisbezug.

Zusam­men für die Zukunft

Ers­ter Gas­tro-Gip­fel in Bamberg

An die 40 Gas­tro­no­men aus Bam­berg kamen am letz­ten Juni­abend im Klein­stadt­ha­fen im Bam­ber­ger Sand­ge­biet zusam­men, um sich mit Stadt­rat Sebas­ti­an Nie­der­mai­er und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­tem Andre­as Schwarz aus­zu­tau­schen. Das The­ma: Nichts weni­ger als die Zukunft der Gas­tro­no­mie in Bamberg.

„An dem guten Zuspruch unse­res ers­ten „Gas­tro-Gip­fels“ kann man erken­nen, wie wich­tig es für alle Betei­lig­ten ist, sich aus­zu­tau­schen“, lei­te­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz ein. „Vie­les brennt unter den Nägeln und wir wol­len uns des­sen in Bund und Kom­mu­ne anneh­men. Des­halb haben Stadt­rat Sebas­ti­an Nie­der­mai­er und ich heu­te ein offe­nes Ohr für alle Anlie­gen“, so der Abgeordnete.

Fach­kun­di­ge Unter­stüt­zung hol­ten sich die bei­den SPD-Poli­ti­ker bei Moni­ka Kai­ser von der IHK Ober­fran­ken und Flo­ri­an Rose (DEHOGA Ober­fran­ken). Sou­ve­rän durch den Abend führ­te der Gun­dels­hei­mer Bür­ger­meis­ter Jonas Merz­bach­er, selbst auch ein Ken­ner der Branche.

„Unser Anlie­gen ist es heu­te, die Pro­ble­me zu benen­nen, zu sam­meln und Lösungs­an­sät­ze zu fin­den, damit wir nicht län­ger nach dem Feu­er­lösch­prin­zip arbei­ten, son­dern vor die Wel­le kom­men“, beton­te Sebas­ti­an Niedermaier.

Als wich­ti­ge Rah­men­be­din­gung für eine star­ke und zukunfts­fä­hi­ge Gas­tro­no­mie in Bam­berg nann­ten die Wir­te bei­spiels­wei­se eine bes­se­re Trans­pa­renz bei den Ent­schei­dun­gen der Stadt­ver­wal­tung zur Gas­tro­no­mie. Eben­so brau­che es ein­heit­li­che Rege­lun­gen bezüg­lich des Aus­schank­schlus­ses für defi­nier­te Berei­che in der Bam­ber­ger Innenstadt.

Ins­ge­samt, so der ein­hel­li­ge Tenor, wün­sche man sich einen Aus­tausch mit der Stadt­ver­wal­tung auf Augen­hö­he und mit einem Blick auf die Lebens­wirk­lich­keit der Menschen.

Am Ende des ers­ten Gas­tro-Gip­fels ist klar: Es gibt Her­aus­for­de­run­gen, die sich am bes­ten gemein­sam lösen las­sen. Daher wird die­ser Gas­tro-Gip­fel nicht der letz­te gewe­sen sein. Neben einer enge­ren Ver­net­zung zwi­schen den Gas­tro­no­men und den anwe­sen­den Poli­ti­kern wur­de bereits der nächs­te Ter­min in vier Mona­ten abge­macht. „Wir wer­den auf jeden Fall im Aus­tausch blei­ben“, ist sich Sebas­ti­an Nie­der­mai­er sicher. „Unse­re gas­tro­no­mi­schen Betrie­be sind ein Schatz für das Leben in der Innen­stadt. Die­se müs­sen wir unter­stüt­zen, wo wir können.“

Non­stop von Bam­berg zum Gardasee

Eine Alpen­über­que­rung – per Renn­rad und sozial

Der eine ist 33, der ande­re 44. Bei­de sind Freun­de. Bei­de sind Sport­ler. Und bei­de haben das­sel­be Ziel. Eine Alpen­über­que­rung. Und sie hand­ha­ben es wie Han­ni­bal, der kar­tha­gi­sche Heer­füh­rer. Na ja … fast so. Denn Max Min­ges und Tho­mas Scholz haben sich anstel­le von Ele­fan­ten fürs Renn­rad ent­schie­den. Am kom­men­den Don­ners­tag, dem 4. Juni, bre­chen die bei­den auf. Neben dem sport­li­chen Ziel ver­fol­gen sie auch einen sozia­len Zweck. Die Spen­den, die sie mit die­sem Unter­fan­gen akqui­rie­ren, flie­ßen in die Hos­piz­ar­beit für Kin­der und Jugend­li­che in Bamberg.

Gute 2250 Jah­re nach Han­ni­bal gibt es ande­re Grün­de und Fort­be­we­gungs­mit­tel, um übers Gebir­ge zu kom­men. Trotz­dem spielt Han­ni­bal eine Rol­le beim Vor­ha­ben des Bam­ber­gers und des Umland-Bambergers.

„Han­ni­bal kam aus Rich­tung Spa­ni­en, wir aber aus genau der ent­ge­gen­ge­setz­ten. Genau­ge­nom­men aus Bam­berg“, erklärt Max, der 33-Jäh­ri­ge, die Gedan­ken­ket­te, die zur Namens­ge­bung ihres anbe­raum­ten Alpen­renn­rad-Cross führ­te. „Und wir rei­ten nicht auf unse­ren 37 Kriegsele­fan­ten“, ergänzt Tho­mas mit einem Schalk im Blick, „son­dern auf unse­ren zwei Frie­dens­renn­rä­dern.“ Trotz ein paar Unter­schie­den ani­mier­te der kar­tha­gi­sche Heer­füh­rer mit sei­ner im Jah­re 218 v. Chr. statt­ge­fun­de­nen legen­dä­ren Alpen­über­que­rung die bei­den Rad­sport­ler, ihrem Pro­jekt sei­nen Namen zu lei­hen. „‚Alpen­über­que­rung‘ – so hei­ßen die meis­ten Rad­pro­jek­te die­ser Art. Das fan­den wir rich­tig lang­wei­lig“, so Max. War­um also nicht in der His­to­rie kra­men? HANNIBAL! Mit dem Namen war auch gleich ein klei­ner Kin­der­stem­pel mit Ele­fan­ten­kopf gefun­den, der optisch genau pass­te. Aus­pro­biert, los­ge­stem­pelt, ver­grö­ßert und mit einem Schrift­zug befüllt: HANNIBAL, dar­un­ter ALPENCROSS. Das Logo war schon ein­mal kre­iert, der viel wich­ti­ge­re Wil­le samt Sport­geist ohne­hin vor­han­den und die guten Ideen eben­falls im Gepäck – wohl­ge­merkt im leich­ten, eben in der Art, wie es Renn­rad­sport­ler brau­chen. ‚Zwei Freun­de. Zwei Fahr­rä­der. Ein Ziel.‘ – so ihr Slo­gan. Max und Tho­mas, die bei­den Rad­freun­de, haben Gro­ßes vor.


Im Klas­sen­ver­band für einen guten Zweck

„Unser Pro­jekt, also die anste­hen­de Rad­rei­se, das ist wie …“, Max über­legt kurz, „… ja, jetzt habe ich es: Das ist wie eine Klas­sen­fahrt!“ Die­sem Gedan­ken nach­hän­gend schaut er in die Fer­ne, wäh­rend Tho­mas begeis­tert bei­pflich­tet: „Genau, Klas­sen­fahrt – der Begriff ist gut. Er kommt dem Kern unse­res Vor­ha­bens sehr nahe.“ War­um plötz­lich von einer Klas­sen­fahrt spre­chen, wol­len die bei­den doch spor­tiv die Alpen über­que­ren? Natür­lich wer­den Max und Tho­mas nicht allein aufs Gra­de­wohl los­fah­ren, son­dern von einem Team beglei­tet. Bei­den gefällt aber die Bezeich­nung ‚Klas­sen­fahrt‘ anstel­le von ‚Team‘ nur zu gut. Denn – ein biss­chen ihr Licht unter den Schef­fel stel­lend – möch­ten sie gar nicht zu sehr von sport­li­cher Höchst­leis­tung oder Her­aus­for­de­rung spre­chen, son­dern vom Cha­rak­ter des Gesamt­pro­jek­tes. Und das ist für sie zunächst ein­mal eine Klas­sen­fahrt, die oben­drein noch einem guten Zweck dient. Um das zu ver­ste­hen, muss man aber zunächst ein­mal wis­sen, um was es eigent­lich genau geht.

Am 4. Juni wer­den Max und Tho­mas mit ihren Renn­rä­dern von Bam­berg aus auf­bre­chen. Die Fahrt führt über Mün­chen bis zum Bren­ner und endet schließ­lich am Gar­da­see. Das alles pas­siert ohne Pau­se in einem Stück – ins­ge­samt 630 Kilo­me­ter. In mög­lichst 24 Stun­den, höchs­tens aber 30 wol­len die bei­den die Stre­cke geschafft haben. An jenem besag­ten Juni-Mitt­woch wird Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke um 14 Uhr den Start­schuss vor dem Kin­der- und Jugend­hos­piz Ster­nen­zelt in der Loben­hof­fer­stra­ße 10a abge­ben. Und dann geht’s los.

Der Start­punkt ist nicht zufäl­lig gewählt, denn die­se gan­ze Akti­on hat einen tie­fer­lie­gen­den Hin­ter­grund. HANNIBAL Alpen­cross ist ein Cha­ri­ty-Pro­jekt, mit­tels des­sen die bei­den Freun­de Spen­den für die Hos­piz­ar­beit für Kin­der und Jugend­li­che in Bam­berg sam­meln. „Wir sind nicht dar­auf aus, dass uns alle auf die Schul­ter klop­fen und stau­nen, wie sport­lich das Gan­ze ist. Wir wol­len etwas sozi­al Sicht­ba­res tun, damit Geld im Spen­den­topf für die­je­ni­gen lan­det, denen es nicht so gut geht.“ Dar­auf hin­zu­wei­sen, ist Tho­mas und Max extrem wichtig.


Vom sport­li­chen Ereig­nis zur sozia­len Idee

Wenn Max und Tho­mas über ihr Vor­ha­ben spre­chen, sehen sie sich nie ledig­lich als das Paar, die durch Tag und Nacht, durch Wind und Wet­ter, berg­auf und berg­ab fah­ren. Sie sehen immer auch deut­lich ihre Mann­schaft um sich her­um, ihre ‚Klas­se‘. „Natür­lich steht auch ein Wett­kampf­ge­dan­ke hin­ter dem Alpen­cross, aber wir möch­ten dem Vor­ha­ben einen ande­ren Anstrich geben, es ambi­tio­nier­ter betrei­ben als ‚nur‘ sport­lich“, meint Thomas.

Über Freun­de und als Mit­wir­ken­der kennt Tho­mas den Toy Run Bam­berg, der als rie­si­ger Motor­rad-Kor­so für den ambu­lan­ten Kin­der- und Jugend­hos­piz­dienst im Hos­piz­ver­ein Bam­berg und das sta­tio­nä­re Kin­der- und Jugend­hos­piz Ster­nen­zelt in Bam­berg Aus­fahr­ten orga­ni­siert und dadurch Spen­den sam­melt. War­um nicht selbst ein­mal der­ar­ti­ges initi­ie­ren, nur eben als Radsportler? 

Max Min­ges (lin­k­ls) und Tho­mas Scholz

Neben allem Sport ist es Tho­mas wich­tig, sozia­les Enga­ge­ment zu zei­gen. Und was gibt es Bes­se­res, als zwei Inter­es­sens­la­gen zu ver­knüp­fen! So besprach er sich mit sei­nem Freund Max und stieß sogleich auf offe­ne Ohren. HANNIBAL Alpen­cross war gebo­ren, des­sen Tau­fe in die Coro­na-Zeit fällt. So rich­tig groß gewor­den ist das Pro­jekt seit letz­tem Sommer.

Die ‚Klas­se‘ und ihre ‚Klas­sen­fahrt‘

Weil eine Alpen­über­que­rung aber nicht nur extre­me Sport­lich­keit und – im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes – Sat­tel­fes­tig­keit benö­tigt, son­dern eine Unmen­ge an Pla­nun­gen mit sich bringt, braucht man natür­lich ein Team, was im Hin­ter­grund die Fäden zieht – die bereits mehr­fach erwähn­te ‚Klas­se‘. Ein, zwei Freun­de waren von dem Vor­ha­ben sofort begeis­tert und als Kräf­te im Hin­ter­grund mit von der Par­tie. So kam der Stein ins Rol­len. Die Wer­be­agen­tur CMP und die Film­pro­duk­ti­ons­fir­ma mid­night pro­duc­tions lie­ßen sich begeis­tern, ein Arzt folg­te, schließ­lich ein Phy­sio­the­ra­peut wie auch ein Team­ma­na­ger und last but not least die Ver­pfle­gungs-Crew. Die­se Men­schen, die hin­ter den ver­schie­de­nen Auf­ga­ben ste­hen, pla­nen die Vor­be­rei­tun­gen für die gro­ße Fahrt mit. Sie wer­den Max und Tho­mas auf ihrer Rei­se im Juni dann auch beglei­ten. Tho­mas ist immer wie­der erstaunt, wie sich ‚so eine Klas­se‘ fin­den und ent­wi­ckeln kann. „Wie Domi­no­stei­ne! Man braucht nur einen anzu­stup­sen, gleich kom­men die ande­ren Stei­ne ins Rol­len. Was mich dar­an berührt und begeis­tert, ist wie­der­um die Begeis­te­rung der ande­ren. Die­se trägt uns alle.“ Genau die­ses Inein­an­der­grei­fen ist für das Event an sich, aber auch für die Spen­den von gro­ßer Bedeutung.

Aus Men­schen, die sich vor­her nie begeg­net sind, wird ein koope­ra­ti­ver Zusam­men­schluss, ein freund­schaft­li­cher Zusam­men­halt. Tho­mas noch ein­mal dazu: „Mitt­ler­wei­le ken­nen wir uns rich­tig gut, machen zusam­men Blöd­sinn, schmie­den Plä­ne oder stif­te­ten Ideen und fie­bern dem Start­schuss ent­ge­gen.“ Apro­pos Start­schuss – wenn die­ser am 4. Juni fällt, ist jeder, der die bei­den los­fah­ren sehen will, ein­ge­la­den, am Kin­der- und Jugend­hos­piz die Abfahrt mit­zu­ver­fol­gen. Auch ein Teil der Kin­der und Jugend­li­chen aus dem Hos­piz wird zuschau­en kön­nen. Wem das blo­ße Gegu­cke zu wenig ist, kann sich auch enga­gie­ren. Es gibt die Mög­lich­keit, das ers­te Etap­pen­stück – die­ses geht maxi­mal bis Mün­chen – hel­fend zu beglei­ten. Der Tri­ath­lon-Ver­ein IfA Non­stop Bam­berg e.V. orga­ni­siert die Betreu­ung auf der ers­ten Weg­stre­cke und fährt auch Anlauf­stel­len unter­wegs an, wenn Beglei­ter auf nur Teil­stre­cken mit­kom­men möch­ten und irgend­wann unter­wegs wie­der zurück­müs­sen. Auch medi­al wird das Pro­jekt bes­tens prä­sen­tiert: Feder­füh­rend für die Wer­be­agen­tur CMP und mid­night pro­duc­tions hat Simon Kel­het­ter schon im Vor­feld vie­le unter­schied­li­che Publi­ci­ty-Aktio­nen gestar­tet. Sie wer­den auch wäh­rend des HANNIBAL Alpen­cross mit­tels Live-Con­tent und einer akti­ven Social-Media-Prä­senz alle Inter­es­sier­ten auf dem Lau­fen­den halten.

Ziel von Max, Tho­mas und ihrer ‚Klas­se‘ ist es, eine Sum­me von min­des­tens 5.000 Euro an die Hos­piz­ar­beit für Kin­der- und Jugend­li­che in Bam­berg über­ge­ben zu kön­nen. „Mehr geht natür­lich immer“, spornt Max alle an, die etwas Gutes tun wol­len. Bis 4. Juli darf noch auf unten­ste­hen­des Kon­to oder über die Platt­form betterplace.org/spenden/hannibalalpencross kräf­tig ein­ge­zahlt werden.


Kraft ist eine Kom­po­nen­te, Emo­tio­nen die andere

Haben sie schon ein biss­chen Lam­pen­fie­ber, die bei­den Renn­rad­freun­de? Max dazu: „Also, ich bin da eher der Ent­spann­te.“ Obgleich er noch nie so lan­ge im Stück per Rad unter­wegs gewe­sen ist, hat er eini­ge Alpen­teil­stü­cke – aller­dings in Etap­pen – bereits befah­ren. Inso­fern kennt er auf der Weg­stre­cke vie­le Spots und freut sich, wenn er die­se beim Pas­sie­ren wie­der­erkennt. Und auch Tho­mas hat sich in sei­ner Ver­gan­gen­heit vie­len rad­sport­li­chen Her­aus­for­de­run­gen gestellt. Im Zusam­men­hang mit dem kom­men­den Pro­jekt sieht er sich vor sei­nem geis­ti­gen Auge als 13-Jäh­ri­gen wie­der, der mit sei­nem Vater ein paar Tou­ren durch die Alpen unter­nom­men hat. „Die Gegend gefällt mir ein­fach, zum Bei­spiel der Kal­te­rer See oder Bozen sind wunderschön.“

Bei­de glau­ben, dass es eher der Ankunfts­mo­ment am Gar­da­see sein wird, der sie berüh­ren wird. „Wenn man kör­per­lich geschafft ist, ist man auch sen­si­bler und angreif­ba­rer. Dann ist die letz­te Kraft ver­braucht. Etwas Gro­ßes liegt hin­ter einem. Und etwas ist auch zu Ende. Dann haben wir den Run geschafft, für uns genau­so wie für den guten Zweck.“ Fast wirkt Tho­mas ein biss­chen weh­mü­tig. Aber schnell fasst er sich wie­der und tut kund: „Ja – und danach kommt etwas Neu­es. Wir las­sen uns auf alle Fäl­le ein Nach­fol­ge­pro­jekt ein­fal­len.“ Plä­ne schei­nen die bei­den genü­gend zu haben. „Etwas Kon­kre­tes gibt es zwar noch nicht, aber Fakt ist, dass wir an die­se Akti­on anknüp­fen wol­len“, ergänzt Max.

Nun gut – erst ein­mal eins nach dem ande­ren und das Ziel der Non-Stop Bam­berg-Gar­da­see-Tour anvi­sie­ren! Dort wird es ein gro­ßes Hal­lo geben, wenn sich die bei­den auf der Ziel­ge­ra­den befin­den. „Wir wer­den gebüh­rend emp­fan­gen!“ Bei die­ser Aus­sa­ge ist Tho­mas kom­pro­miss­los selbst­si­cher. Nicht nur die Freun­din von Max und die Frau von Tho­mas wer­den ihre Liebs­ten emp­fan­gen, son­dern auch eini­ge Har­ley-Fah­rer aus der Toy Run-Motor­rad­grup­pe wer­den anwe­send sein. Gut vor­stell­bar, dass ein lau­tes Knat­tern samt Hup­kon­zert die bei­den ins Ziel eskortiert.


Durch dick und dünn dem Ziel entgegen

Für bei­de Freun­de bedeu­tet Rad­sport etwas ganz Beson­de­res. Anspruchs­vol­les Renn­rad­fah­ren ist etwas, das den puren Trai­nings­cha­rak­ter weit über­steigt. Dass der HANNIBAL Aple­ncross in die­se Kate­go­rie fällt, dar­an besteht kein Zwei­fel. Mit die­sem Hin­ter­grund ist den bei­den Freun­den bewusst, dass sie vie­le phy­si­sche und psy­chi­sche Her­aus­for­de­run­gen meis­tern müs­sen und auch werden.

Wenn sie auf ihren Fahr­rä­dern sit­zen, wer­de sie Hür­den über­win­den, Gren­zen durch­bre­chen und Wei­te schaf­fen. So, wie die bei­den auf ihren Pro­be­fahr­ten zusam­men­ge­wach­sen sind, wer­den sie mit viel Ener­gie und im Schul­ter­schluss auf­wärts Ser­pen­ti­ne für Ser­pen­ti­ne in den Alpen bezwin­gen. Abwärts wer­den sie mit­un­ter bei 60 Stun­den­ki­lo­me­tern einen klei­nen Höhen­flug erle­ben. Aber es kann auch sein, dass der Ora – der Süd­wind am Gar­da­see –sie fies beim schnel­len Fah­ren stop­pen wird. Sie wer­den sich mit kon­stant hohem Tem­po die Nacht, die etwas ein­tö­nig wer­den kann, um die Ohren schla­gen und die­se schluss­end­lich hin­ter sich brin­gen. Wenn sie am Bren­ner sind, wird ihnen die Mor­gen­rö­te ins Gesicht strah­len und gleich­zei­tig ihre Waden­mus­keln erwär­men. Sie wer­den gigan­ti­sche Fel­sen und eine auf­blü­hen­de Natur erbli­cken – wenn sie nicht zu kon­zen­triert den Asphalt taxie­ren –, viel­leicht auch ein Berg-Alpen­glöck­chen oder einen Früh­lings-Enzi­an am Stra­ßen­rand. Man­che der Natur­er­eig­nis­se wer­den ihnen Kraft rau­ben, ande­re Kraft geben. Ihre ‚Schul­klas­se‘ wird hin­ter ihnen ste­hen und da sein, wenn’s brennt oder zwickt. Sie wird der Welt von dem Run berich­ten und wenn ein gutes Wort von­nö­ten ist, wer­den sie damit nicht spa­ren. Irgend­wann – das wis­sen Max und Tho­mas ganz genau – wer­den nicht nur ihre Bei­ne müde sein, son­dern auch ihr Kopf. Das ist gefähr­lich. Dann heißt es, wach­sam blei­ben. Und einer wird auf den ande­ren auf­pas­sen oder der ande­re auf den einen. Sie wer­den sich gegen­sei­tig Mut geben und sich mun­ter hal­ten. Trotz Erschöp­fung, Abge­spannt­heit oder Wet­ter­que­re­len wer­den sie sich anspor­nen. Es geht um das Ziel, Riva del Gar­da am Gar­da­see. Nein, es geht dar­um, kräf­tig in die Peda­le zu tre­ten – für die betreu­ten Kin­der und ihre Fami­li­en in der Hos­piz­ar­beit Bamberg!


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt unter

https://www.hannibal-adventures.com/

Kon­to­num­mer für Spenden

Hos­piz­ver­ein Bam­berg e.V.

Stich­wort: HANNIBAL

Spar­kas­se Bamberg

DE13 7705 0000 0000 0851 00

BIC: BYLADEM1SKB

11. Baye­ri­sche Fach­ta­gung Rad­ver­kehr wid­me­te sich Stra­te­gien für eine gute Radverkehrsinfrastruktur

Rad­ver­kehrs-Exper­ten tag­ten in der Fahr­rad­stadt Bamberg

Eine gute und siche­re Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die Ver­kehrs­wen­de. Die­sem kom­ple­xen The­ma wid­me­te sich die 11. Baye­ri­sche Fach­ta­gung Rad­ver­kehr unter dem Titel „RAD.INFRA.STRUKTUR“. Gast­ge­ber der dies­jäh­ri­gen Tagung, die vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Bau und Ver­kehr (StMB) sowie der Arbeits­ge­mein­schaft fahr­rad­freund­li­che Kom­mu­nen in Bay­ern e. V. (AGFK Bay­ern) ver­an­stal­tet wur­de, war die (Fahrrad-)Stadt Bamberg.

Rund 140 Gäs­te waren am 15. Mai der Ein­la­dung in die Kon­gress- und Kon­zert­hal­le Bam­berg gefolgt, um sich bei Exper­ten-Vor­trä­gen und Fach­fo­ren zu infor­mie­ren. Für die Stadt Bam­berg erklär­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp: „Damit unse­re Städ­te auch in Zukunft lebens­wert und attrak­tiv blei­ben, müs­sen wir Mobi­li­täts­be­dürf­nis­se und Lebens­qua­li­tät stär­ker in Ein­klang brin­gen. Der Rad­ver­kehr spielt hier eine ganz ent­schei­den­de Rol­le, weil er als nach­hal­ti­ge Mobi­li­täts­form vie­le Kfz-Wege erset­zen kann.“ Glüsen­kamp sprach vom Kon­zept der „15-Minu­ten-Stadt“, in der alles inner­halb einer Vier­tel­stun­de ohne Auto erreich­bar ist. „Das ver­bes­sert die Lebens­qua­li­tät und das Kli­ma in der Stadt“, so der Bürgermeister.

Wie das gelin­gen kann, schil­der­te Bau­re­fe­rent Tho­mas Bee­se in sei­nem Vor­trag, den er unter das Mot­to „Fahr­rad­stadt Bam­berg – von klei­nen Schrit­ten und gro­ßen Mei­len­stei­nen“ stell­te. Anhand his­to­ri­scher und aktu­el­ler Bil­der führ­te er den Gäs­ten vor Augen, dass der Wan­del von einer stark auf den Auto­ver­kehr aus­ge­rich­te­ten Stadt­pla­nung gera­de in Bam­berg von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern selbst ange­sto­ßen wur­de und getra­gen wird. In einer Stadt mit schma­len Stra­ßen sind auto­freie Wege und Plät­ze mit hoher Auf­ent­halts­qua­li­tät sowie Misch­ver­kehrs­flä­chen wich­ti­ge Lösun­gen. Die Aus­wei­sung von Fahr­rad­stra­ßen, der Aus­bau der Wege-Infra­struk­tur für den Rad­ver­kehr, die Schaf­fung von qua­li­täts­vol­len neu­en Fahr­rad­stell­plät­zen oder die jüngst voll­zo­ge­ne Grün­pfeil-Offen­si­ve nann­te Bee­se als wei­te­re Maß­nah­men, die mit zu dem hohen Rad­ver­kehrs­an­teil in Bam­berg bei­tra­gen: Mit 30 Pro­zent liegt die­ser auf Platz Eins der 15 größ­ten Städ­te in Bay­ern. Zu den „Mei­len­stei­nen“ zähl­te der Bau­re­fe­rent außer­dem die (Fahrrad-)Stellplatzsatzung und das Fahr­rad­park­haus am Bahnhof.

Der Vor­bild-Cha­rak­ter der Stadt Bam­berg zeigt sich auch in der Äuße­rung von Ver­kehrs­mi­nis­ter Chris­ti­an Bern­rei­ter, der anläss­lich der Fach­ta­gung über­mit­teln ließ: „Unser Ziel ist, den Rad­ver­kehr in Bay­ern vor­an­zu­brin­gen und den Anteil des Rad­ver­kehrs am Gesamt­ver­kehrs­auf­kom­men wei­ter zu erhö­hen. Dazu set­zen wir auf den kon­se­quen­ten Aus­bau der Rad­in­fra­struk­tur für siche­re und durch­gän­gi­ge Rad­we­ge­net­ze. Ent­schei­dend ist dabei die enge Zusam­men­ar­beit mit den Kom­mu­nen und wich­ti­gen Akteu­ren des Rad­ver­kehrs. Das Rad ver­ste­hen wir als gleich­be­rech­tig­tes Ver­kehrs­mit­tel und set­zen auf die Stär­ken aller Verkehrsträger.“

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