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Corona - Page 10

Wie­der­eröff­nung der Golfclubs

Golf­club Haß­ber­ge: “Wir sind schon froh, dass die Lock­down­zeit in den Win­ter fiel”

Seit 8. März ist Indi­vi­du­al­sport im Frei­en wie­der erlaubt. Eine Nach­richt, die auch die Golf­clubs der Regi­on freu­en dürf­te. Unab­hän­gig von Lock­down-Maß­nah­men hat­ten sie in den letz­ten Mona­ten zwar ohne­hin kaum Publi­kums­ver­kehr, weil sie sich in der Win­ter­pau­se befan­den – der Rück­kehr zum Spiel­be­trieb steht nun aber erst­mal nichts im Weg. Hans-Die­ter Diehm ist Vor­stands­mit­glied des Golf­clubs Haß­ber­ge. Er hat mit uns auf die Tage nach der Wie­der­eröff­nung geblickt.

Der Golf­club Haß­ber­ge hat seit dem 8. März wie­der geöff­net. Wie haben Sie die ers­te Woche der Wie­der­öff­nung erlebt?

Hans-Die­ter Diehm: Nach­dem wir nach drei Mona­ten end­lich wie­der spie­len konn­ten, gab es einen ordent­li­chen Ansturm. Aller­dings haben wir ja seit letz­tem Jahr die Ver­pflich­tung, höchs­tens eine begrenz­te Anzahl von Leu­ten gleich­zei­tig auf den Platz zu las­sen. Das heißt, wer wie­der spie­len woll­te, muss­te nach wie vor eine Start­zeit buchen. Aber jeder Tag seit dem 8. März war von früh bis spät aus­ge­bucht. Selbst Leu­te, die vor­her bei schlech­tem Wet­ter nicht gespielt hät­ten, waren da.


Haben Sie selbst schon gespielt?

Hans-Die­ter Diehm: Ja, gleich am Mon­tag der Wie­der­eröff­nung. Ich war froh, den Schlä­ger mal wie­der schwin­gen zu kön­nen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und bes­ser gespielt als erwartet.


Inwie­weit sind Sie froh, dass sich die Lock­downs auf die Win­ter­mo­na­te, in denen ohne­hin kein Golf gespielt wird, bezogen?

Hans-Die­ter Diehm: Die Golf­sai­son geht in der Regel von April bis Ende Okto­ber. In den Win­ter­mo­na­ten spie­len nur die Hart­ge­sot­te­nen. Wir sind schon froh, dass die Lock­down­zeit in den Win­ter fiel.


Befürch­ten Sie oder hof­fen Sie auf Golf­tou­ris­mus aus Land­krei­sen, in denen auf­grund von Inzi­denz­wer­ten über 100 die Sport­stät­ten wie­der geschlos­sen werden?

Hans-Die­ter Diehm: Ich weiß nicht, ob es so etwas wie Golf­tou­ris­mus geben wird. Wir haben eine Mit­tei­lung vom Baye­ri­schen Golf­ver­band bekom­men, dass, auch wenn die Inzi­denz über 100 liegt, trotz­dem gespielt wer­den darf – natür­lich mit ent­spre­chen­den Hygie­ne­maß­nah­men und redu­zier­ter Gruppenzahl.


Wel­che Aus­wir­kun­gen, auch unter wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten, hat­ten die Schlie­ßun­gen der zurück­lie­gen­den Mona­te auf den Golf­club Haßberge?

Hans-Die­ter Diehm: Letz­tes Jahr um die­se Zeit muss­ten wir im ers­ten Lock­down das ers­te Mal schlie­ßen. Und bis Ende Mai 2020 geschlos­sen haben. Aus die­sen Mona­ten feh­len uns natür­lich Ein­nah­men aus Green­fee­ge­büh­ren, Spon­so­ren­gel­der oder Tur­nie­ren. Das hat weh­ge­tan – genau wie die aus­ge­fal­le­nen Tur­nie­re selbst. Aber in den Tagen und Wochen danach hat sich die Lage wie­der ver­bes­sert. So hat­ten wir zum Bei­spiel viel mehr Green­fee-Spie­ler, also Mit­glie­der ande­rer Golf­ver­ei­ne. Die­se Besu­che haben uns sehr gut getan.


Aus ande­ren Sport­ver­ei­nen hört man, dass Mit­glie­der­zah­len im zurück­lie­gen­den Jahr gesun­ken sind, weil Mit­glie­der im Lock­down schein­bar fest­ge­stellt haben, dass sie ihren Ver­ein nicht all­zu sehr ver­mis­sen. Ver­zeich­net auch der Golf­club Haß­ber­ge fal­len­de Mitgliederzahlen?

Hans-Die­ter Diehm: Bei uns haben sich die Mit­glie­der­zah­len eigent­lich posi­tiv ent­wi­ckelt. Wir haben mehr Mit­glie­der als in den Jah­ren zuvor. Und auch der Deut­sche Golf­ver­band mel­det nach Jah­ren der Sta­gna­ti­on aus dem letz­ten Jahr einen bun­des­wei­ten Mit­glie­der-Anstieg von 1,4 Prozent.


Ist die­ser Anstieg ein Zufall oder hängt er mit der Pan­de­mie zusammen?

Hans-Die­ter Diehm: Ein Zusam­men­hang mit der Pan­de­mie könn­te dar­in bestehen, dass sich die Leu­te, die ihre eigent­li­che Sport­art nicht aus­üben konn­ten, eine neue Sport­art gesucht und mit Golf gefun­den haben. Außer­dem tun wir aber auch viel, um neue Mit­glie­der anzu­zie­hen. So bewer­ben wir bei­spiels­wei­se seit Jah­ren ver­schie­de­ne Ein­stiegs­mög­lich­kei­ten wie unse­re NoNi­Go-Tur­nie­re, bei denen auch Noch-Nicht-Gol­fer ein­ge­la­den sind, den Golf­sport ken­nen zu lernen.


Was erhof­fen Sie sich für den Golf­club von kom­men­den poli­ti­schen Beschlüs­sen bezüg­lich der Pandemie?

Hans-Die­ter Diehm: Die der­zei­ti­gen Infek­ti­ons-Zah­len deu­ten nicht unbe­dingt auf Locke­run­gen hin, aber ich hof­fe, dass wir nach der Öff­nung des Golf­clubs auch unse­re Golf­club-Gas­tro­no­mie wie­der öff­nen kön­nen und, dass die Beschlüs­se für Frei­zeit­sport grund­le­gend etwas nach­voll­zieh­ba­rer wer­den. Die der­zei­ti­ge Coro­na-Poli­tik bezüg­lich Sport­ar­ten, die wie Golf im Frei­en statt­fin­den, ist nicht immer ver­ständ­lich. Wir betrei­ben Frei­zeit­sport, der einem Spa­zier­gang über den Platz ähnelt. Vie­le unse­rer Mit­glie­der haben im Vor­feld für die Wie­der­eröff­nung auf Wie­sen geübt. Dort ist Golf erlaubt, auf dem Golf­platz nicht.

Wei­te­re Informationen:

https://www.golfclub-hassberge.de/

Impf­zen­trum und Haus­ärz­te beflü­geln Impfquote

Kur­ve der Coro­na-Schutz­imp­fun­gen in der Regi­on Bam­berg steigt

Direkt zu Beginn der Koor­di­nie­rungs­grup­pe Coro­na von Stadt Bam­berg und Land­kreis Bam­berg gab es eine posi­ti­ve Nach­richt: Die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­tin­nen und Ärz­te, die in der Regi­on mit Impf­stoff ver­sorgt wer­den, haben in der ver­gan­ge­nen Woche deut­lich zum Vor­an­kom­men bei den Coro­na-Schutz­imp­fun­gen bei­getra­gen. Neben dem Impf­zen­trum Bam­berg – inklu­si­ve sei­ner mobi­len Impf­teams – sowie den dezen­tra­len Impf­sta­tio­nen im Land­kreis hat sich damit eine sta­bi­le Impf-Infra­struk­tur etabliert.

Die­se Woche wer­den vor­aus­sicht­lich 6000 Men­schen ihre Imp­fung erhal­ten. Das Impf­zen­trum hat sei­ne Kapa­zi­tä­ten aus­ge­baut und kann prin­zi­pi­ell bis zu 1.300 Imp­fun­gen pro Tag ermög­li­chen, sofern aus­rei­chend Impf­stoff gelie­fert wird.

Eben­falls gute Nach­rich­ten gibt es in Hin­blick auf die Schnell­tests: Die Schu­len in Stadt und Land­kreis sind aktu­ell gut aus­ge­stat­tet und es wur­den bereits neue Schnell­tests nach­ge­or­dert. Dar­über hin­aus nimmt die Bevöl­ke­rung das bestehen­de Schnell­test­an­ge­bot an den ver­schie­de­nen Test­stel­len in Stadt und Land­kreis sehr gut an. Seit ver­gan­ge­nem Don­ners­tag fährt zudem der Bam­ber­ger Schnell­test-Bus ver­schie­de­ne Stadt­tei­le an und wird von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ger­ne genutzt: Ursprüng­lich auf 70 Tests pro Tag aus­ge­legt, wur­den bereits 90 pro Tag durchgeführt.


Bele­gungs­zah­len in den Kran­ken­häu­sern sind wie­der gestiegen

Gene­rell gilt: Bei einer Inzi­denz über 100 ist für den Groß­teil des Ein­zel­han­dels Ter­min­shop­ping („Click & Meet“) mög­lich. Zusätz­lich benö­ti­gen Kun­den einen nega­ti­ven Coro­na-Test. Dies kann ein PCR-Test (gilt für 48 Stun­den) oder ein POC-Tes­t/­Schnell­test (gilt für 24 Stun­den) sein. Eben­falls mög­lich ist ein ein­fa­cher Selbst­test unter „Auf­sicht“ des Ver­kaufs­per­so­nals. Jedes die­ser nega­ti­ven Test­ergeb­nis­se – auch, wenn es zum Bei­spiel beim Arbeit­ge­ber durch­ge­führt wur­de – ist gül­tig und kann vor­ge­zeigt werden.

Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke sind sich einig: „Die Kom­bi­na­ti­on einer guten Impf- und Test­in­fra­struk­tur ist in der aktu­el­len Pan­de­mie-Lage das Mit­tel der Wahl. Wir hof­fen wei­ter­hin, dass die Ver­sor­gung mit Impf­stoff in den kom­men­den Wochen anhält.“ Dies sei umso wich­ti­ger, da die Anzahl der Neu­in­fek­tio­nen wei­ter­hin zunimmt und die Bele­gungs­zah­len in den Kran­ken­häu­sern wie­der gestie­gen sind. Zudem liegt der Anteil von Muta­tio­nen mitt­ler­wei­le bei drei Vier­tel aller Infek­tio­nen, in der Woche vor­her waren es noch zwei Drittel.

Das Gesund­heits­amt ist zwi­schen­zeit­lich tech­nisch so aus­ge­stat­tet und ein­ge­rich­tet, dass die Luca-App nutz­bar ist. Nun kön­nen Gas­tro­no­mie, Ein­zel­han­del und kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen bereits begin­nen, ihre jewei­li­gen Ört­lich­kei­ten in der App zu registrieren.


Wei­te­re Informationen

Hier kann man sich tes­ten lassen:


Test­zen­trum am Sen­del­bach (ohne Anmeldung):

Am Sen­del­bach 15
96050 Bam­berg

Schnell­tests: Mon­tag bis Sonn­tag, 15 bis 19 Uhr

PCR-Tests: Mon­tag bis Don­ners­tag, 15 bis 19 Uhr


Schnell­test­zen­trum Bamberg:

Pro­me­na­den­stra­ße 6a (ehe­mals Stadt­wer­ke-Info­point)
96047 Bam­berg

Mon­tag bis Sams­tag, 9 bis 15 Uhr

Ter­mi­ne nur nach Anmel­dung unter https://corona-schnelltest-bamberg.de/


Abstrich­stel­le Scheßlitz:

Ober­end 32 (alter Net­to­markt)
96110 Scheß­litz

Schnell­tests und PCR-Tests: Mon­tag bis Don­ners­tag, 9 bis 13 Uhr

Frei­tag 9 bis 12.30 Uhr


Schnell­test-Bus Bam­berg (ohne Anmel­dung, mit Ausweis):

Diens­tag
9.30 bis 11 Uhr Gartenstadt/​Kunigundenschule
12.30 bis 14 Uhr Kra­mers­feld-Bru­ckerts­hof/­Wen­de­plat­te an der Kemmerstraße


Mitt­woch
9.30 bis 11.00 Uhr Gaustadt/​Wendeplatte am Syl­va­ner­see
12.30 bis 14.00 Uhr Gereuth/​Wunderburg Grün­flä­che am Wolfgangsplatz


Don­ners­tag
9.30 bis 11.00 Uhr Bam­berg Ost/​Weißenburgstraße/​Haltstelle Kant­stra­ße
12.30 bis 14.00 Bam­berg Ost/​Unterer Park­platz vor dem Fuchsparkstation


Frei­tag
9.30 bis 11.00 Uhr Bam­berg-Süd­wes­t/­Park­bucht nach der Hal­te­stel­le St. Urban
12.30 bis 14 Uhr Bam­berg Bug/​Parkplatz gegen­über Hotel Bug­er Hof


Zudem bie­ten im Land­kreis Bam­berg fast alle Gemein­den und zahl­rei­che Apo­the­ken, auch in der Stadt, Schnell­tests an. Infor­ma­tio­nen hier­zu sind auf den Inter­net­sei­ten des Land­krei­ses und der Stadt Bam­berg zu finden.

Impf-Kam­pa­gne

Dr. Klaus Wei­ner, Lei­ter des Bam­ber­ger Impf­zen­trums, im Interview

Es hat ein wenig gedau­ert, aber so lang­sam beschleu­nigt sich die natio­na­le Impf­kam­pa­gne zur Bekämp­fung des Coro­na-Virus. So auch in Ober­fran­ken. Wir haben mit Dr. Klaus Wei­ner, dem ärzt­li­chen Lei­ter des Bam­ber­ger Impf­zen­trums, über den Stand der Imp­fun­gen in Bam­berg, den gebeu­tel­ten Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca und die bun­des­wei­te Impf­kam­pa­gne gesprochen. 

Das Bam­ber­ger Land­rats­amt ver­zeich­net knapp 25.000 Erst­imp­fun­gen und knapp 15.000 Zweit­imp­fun­gen (Stand 6. April). Wie zufrie­den sind Sie mit die­sen Zah­len? Könn­te man schon mehr Men­schen geimpft haben oder ist man nah am mög­li­chen Maximum?

Klaus Wei­ner: Trotz der durch uns nicht zu beein­flus­sen­den Gege­ben­hei­ten, wie zeit­wei­se unsi­che­re Impf­stoff­ver­sor­gung, bis hin zu aus­ge­blie­be­nen Lie­fe­run­gen, ist es uns gelun­gen, einem Groß­teil der teils immo­bi­len Bewoh­ner in sämt­li­chen Pfle­ge­ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis sowie dem Pfle­ge­per­so­nal zeit­nah ein Impf­an­ge­bot zu machen. Eben­so konn­te die über­wie­gen­de Mehr­zahl der in der soge­nann­ten Prio­ri­sie­rungs­stu­fe 1 gelis­te­ten ande­ren Impf­wil­li­gen min­des­tens mit der ers­ten, teil­wei­se bereits mit der zwei­ten Impf­do­sis ver­se­hen wer­den. Dar­über hin­aus wird bereits die viel brei­te­re Stu­fe 2 abge­ar­bei­tet. Inso­fern sind wir mit dem Geleis­te­ten erst­mal nicht unzu­frie­den. Was wir zur Ver­fü­gung hat­ten, wur­de ver­impft. Natür­lich wäre unter etwas güns­ti­ge­ren Vor­aus­set­zun­gen ein höhe­res Tem­po mög­lich gewe­sen. Den Man­gel ver­wal­ten muss­ten wir – auch wenn die Poli­tik den “Tur­bo” einfordert.


Wor­an liegt das zu lang­sa­me Vorankommen?

Klaus Wei­ner: Wie schon benannt: Durch teils schlep­pen­de Impf­stoff­ver­sor­gung, aber auch durch zeit­rau­ben­den büro­kra­ti­schen Auf­wand. Zu beden­ken ist aber auch: Wir hat­ten eine Viel­zahl von sehr alten Men­schen mit all ihren Ein­schrän­kun­gen, wie erschwer­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, Mobi­li­tät, mühe­vol­lem zeit­rau­ben­den Aus- und Anklei­den im Win­ter, zu versorgen.


Gibt es ein Ziel, wie vie­le Men­schen im Bam­ber­ger Impf­zen­trum geimpft wer­den sol­len? Wie groß ist sozu­sa­gen sein Einzugsgebiet?

Klaus Wei­ner: Unser Ein­zugs­ge­biet ist Stadt und Land­kreis Bam­berg mit etwa 200.000 Ein­woh­nern. Unser Ziel ist kein ande­res, als das von der Poli­tik Ver­spro­che­ne: Allen Impf­wil­li­gen ein rea­lis­tisch zeit­na­hes Impf­an­ge­bot zu machen.


Wie vie­le Leu­te haben Sie bereits per­sön­lich geimpft?

Klaus Wei­ner: Vie­le, sicher im vier­stel­li­gen Bereich.


Ande­re Impf­zen­tren muss­ten bereits vor­über­ge­hend geschlos­sen wer­den, weil kein Impf­stoff nach­ge­lie­fert wur­de. Ist auch das Bam­ber­ger Impf­zen­trum die­ser Gefahr ausgesetzt?

Klaus Wei­ner: Nein, zumal die Ver­sor­gungs­la­ge wohl zuneh­mend bes­ser wer­den dürf­te – laut Poli­tik ab Mit­te April.


Der Impf­stoff von Astra­Ze­ne­ca stand zuletzt mehr­fach in der Kri­tik auf­grund mög­li­cher gefähr­li­cher Neben­wir­kun­gen. Kön­nen Sie die Kri­tik nachvollziehen?

Klaus Wei­ner: Die Ver­un­si­che­rung und Ängs­te, her­vor­ge­ru­fen durch die Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Wochen, kann ich sehr gut nach­voll­zie­hen und ver­ste­hen. Poten­ti­ell sehr schwer­wie­gen­de Fol­gen im Bereich des Gerin­nungs­sy­tems sind beschrie­ben. Es han­delt sich um eine immu­no­lo­gisch beding­te Akti­vie­rung der Blut­plätt­chen. Eine sel­te­ne gene­ti­sche Dis­po­si­ti­on scheint auch eine Rol­le zu spie­len. Die­se Throm­bo­se-Ent­ste­hung geschieht auf einem völ­lig ande­ren Weg als eine “nor­ma­le” Throm­bo­se-Ent­wick­lung. Das ist der Kennt­nis­stand vom 11. April 2021. Aber: Sie ist sehr sel­ten. Eine Ein­gren­zung auf bestimm­te Alters­grup­pen konn­te fest­ge­stellt wer­den. Es gibt eine gute Behand­lungs­mög­lich­keit bei früh­zei­ti­ger Dia­gno­se. Die Zulas­sungs­or­ga­ne auf euro­päi­scher Sei­te, die EMA, und auf deut­scher, das Paul-Ehr­lich-Insti­tut und die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on, haben reagiert und eine Neu­be­wer­tung der Risi­ko­ab­wä­gung vor­ge­nom­men. Dies ist ein Beweis für das Grei­fen unse­rer hohen Sicher­heits­stan­dards. Die kom­mu­ni­ka­ti­ve Ver­mitt­lung aller bekann­ten Tat­sa­chen und Begrün­dung, der dar­aus fol­gen­den Kon­se­quen­zen sei­tens genann­ter Orga­ne, war jedoch nicht immer aus­rei­chend und ein­deu­tig. Sowohl Poli­tik als auch Pres­se haben hier gro­ße Verantwortung.


Wird Astra­Zenaca in Bam­berg verimpft?

Klaus Wei­ner: Ja, wir nut­zen alle ver­füg­ba­ren Impfstoffe.


Wie ste­hen die Impf­lin­ge dem Impf­stoff gegen­über? Gibt es Bedenken?

Klaus Wei­ner: Natür­lich gibt es die­se. Wir haben hier einen beson­ders gro­ßen Auf­klä­rungs- und Erklärungsbedarf.


Wel­che sind die Risi­ken bei BionTech, John­son & John­son und Moderna?

Klaus Wei­ner: Wie bei allen Impf­stof­fen sind sehr sel­ten auf­tre­ten­de All­er­gien zu berück­sich­ti­gen. Die Anwen­dung von John­son & John­son ist in USA aktu­ell, Stand 13.April, gestoppt. Es erfolgt der­zeit kei­ne Aus­lie­fe­rung nach Euro­pa. Der Grund sind ein­zeln auf­ge­tre­te­ne Sinus­ve­nen­throm­bo­sen, ähn­lich wie bei Astra­Ze­ne­ca. Die­se wer­den der­zeit unter­sucht und bewer­tet. Aber zuge­las­sen ist die­ser Impf­stoff in Deutsch­land ohne­hin noch nicht.


Klä­ren Sie vor der Imp­fung über Risi­ken auf?

Klaus Wei­ner: Selbst­ver­ständ­lich, ja.


Was pas­siert, wenn Impf­lin­ge einen bestimm­ten Impf­stoff nicht und dafür einen ande­ren wol­len? Sind Sie fle­xi­bel und ver­ab­rei­chen dann spon­tan einen ande­ren? Oder muss ein neu­er Impf­ter­min ange­setzt werden?

Klaus Wei­ner: Eine Wahl­mög­lich­keit nach Wunsch ist nicht vor­ge­se­hen. Besteht aber eine medi­zi­ni­sche Begrün­dung, einen ande­ren Impf­stoff als den vor­ge­se­he­nen zu ver­ab­rei­chen, wird zeit­gleich – vor­be­halt­lich der Ver­füg­bar­keit – umge­stellt. Ansons­ten ist eine Neu­ter­mi­nie­rung notwendig.


Wie kön­nen sich Men­schen, die womög­lich nicht über Inter­net­zu­gang ver­fü­gen, im Vor­feld informieren?

Klaus Wei­ner: Wer die Tages­pres­se auf­merk­sam ver­folgt, hat zumin­dest eine grund­le­gen­de Ahnung.


Kann man sich auch dar­über infor­mie­ren, wel­cher Impf­stoff der pas­sends­te bei wel­cher medi­zi­ni­schen Vor­ge­schich­te ist?

Klaus Wei­ner: Grund­sätz­lich ja, aber unkri­ti­sche Lai­en­be­wer­tung kann gro­ße Unsi­cher­heit und Fehl­ein­schät­zung hin­ter­las­sen. Ein Arzt­ge­spräch ist dar­um unverzichtbar!


Die Bun­des­re­gie­rung hat das Ver­spre­chen abge­ge­ben, allen Bürger*innen bis Sep­tem­ber ein Impf­an­ge­bot zu machen. In der Bevöl­ke­rung machen sich im Ange­sicht des lang­sa­men Impf­fort­schritts aber immer stär­ke­re Zwei­fel an der Ein­hal­tung die­ses Ver­spre­chens breit. Wie steht es um Ihre Zwei­fel oder Ihren Glau­ben an die­ses Versprechen?

Klaus Wei­ner: Ver­spre­chen zu bewer­ten, sehe ich nicht als mei­ne Auf­ga­be. Wir sind durch ver­bes­ser­te Abläu­fe schnel­ler gewor­den und könn­ten durch Erwei­te­rung der Impf­stra­ßen womög­lich noch an Geschwin­dig­keit zulegen.


Wie müss­te die Impf­stra­te­gie geän­dert wer­den, um sie zu beschleunigen?

Klaus Wei­ner: Ein Abbau büro­kra­ti­scher Erschwer­nis­se sowie all­zu strin­gen­ter Hand­ha­bung der Prio­ri­sie­rungs­vor­ga­ben wäre eine Möglichkeit.


Was hal­ten Sie von der jüngst begon­ne­nen Aus­wei­tung der Impf-Kam­pa­gne auf Arztpraxen?

Klaus Wei­ner: Ich fin­de sie abso­lut not­wen­dig! Anders kön­nen zum Bei­spiel immo­bi­le, häus­lich gepfleg­te, drin­gend Impf­be­dürf­ti­ge nicht in erfor­der­li­cher Anzahl ver­sorgt werden.

Stadt Bam­berg schließt sich Appell des Bun­des­prä­si­den­ten an 

Geden­ken an Ver­stor­be­ne der Corona-Pandemie

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er ruft die Bevöl­ke­rung dazu auf, am mor­gi­gen Sonn­tag all jener Men­schen zu geden­ken, die im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie ver­stor­ben sind. Auch die Stadt Bam­berg folgt die­sem Ansinnen.

Am „Zelt der Reli­gio­nen“ am Mar­kus­platz in Bam­berg wird am mor­gi­gen Sonn­tag ein Kranz auf­ge­stellt. Die­sen Ort kön­nen die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf­su­chen, um Ker­zen als Zei­chen des Geden­kens zu ent­zün­den. „Gera­de in Zei­ten wie die­sen ist es von gro­ßer Bedeu­tung für unse­ren Zusam­men­halt als Gesell­schaft, dass wir mit­füh­len und unse­re Anteil­nah­me aus­drü­cken“, beken­nen Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.


Sicht­ba­res Zei­chen des Gedenk­ta­ges wird zudem Trau­er­be­flag­gung am Alten Rat­haus und am Rat­haus Max­platz sein. Außer­dem sind die evan­ge­li­schen und katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­den im Stadt­ge­biet ein­ge­la­den, sich um 13 Uhr mit einem mehr­mi­nü­ti­gen Glo­cken­läu­ten zu betei­li­gen. Zeit­gleich fin­det im Kon­zert­haus Ber­lin die zen­tra­le Gedenk­fei­er für die in der Coro­na-Pan­de­mie Ver­stor­be­nen statt, die von Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er aus­ge­rich­tet und live im Fern­se­hen und Hör­funk über­tra­gen wird.


Die Bam­ber­ger Stadt­spit­ze hat­te sich bereits im Janu­ar 2021 an einer Akti­on des Bun­des­prä­si­den­ten betei­ligt: Stein­mei­er hat­te die Men­schen in ganz Deutsch­land ermun­tert, abends ein Licht anzu­zün­den und ins Fens­ter zu stel­len, um die gemein­sa­me Trau­er zum Aus­druck zu bringen.

Stadt und Land­kreis Bamberg

Distanz­un­ter­richt und Not­be­treu­ung wer­den fortgeführt

In Schu­len und Kitas in Stadt und Land­kreis Bam­berg gilt auch für die kom­men­de Woche Distanz­un­ter­richt und Not­be­treu­ung. Dar­auf hat sich die gemein­sa­me Koor­di­nie­rungs­grup­pe am heu­ti­gen Frei­tag verständigt.

Die 7‑Tagesinzidenz für den Land­kreis Bam­berg liegt mit 127,1 nun schon den fünf­ten Tag in Fol­ge über der 100er-Mar­ke. „Damit gibt es für den Land­kreis Bam­berg kei­nen Ent­schei­dungs­spiel­raum“, so Land­rat Johann Kalb.
Die Inzi­denz für die Stadt Bam­berg lag von Diens­tag bis Don­ners­tag über 100, und am heu­ti­gen Frei­tag mit 94,3 knapp dar­un­ter. „Wir blei­ben bei der Ent­schei­dung von letz­ter Woche, um nicht mit­ten in der kom­men­den Woche die Not­brem­se zie­hen zu müs­sen und Plan­bar­keit für die Eltern und Schu­len zu gewähr­leis­ten“, so Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp. Des­halb hat sich auch die Stadt Bam­berg nach Abstim­mung mit dem Gesund­heits­amt ent­schie­den, die bereits bestehen­de Rege­lung fortzuführen.


Schwer abseh­bar, wie sich das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wei­ter entwickelt

Ein wesent­li­cher Fak­tor ist dabei die Tat­sa­che, dass alle Nach­bar­land­krei­se Bam­bergs bei einer Inzi­denz von über 100 lie­gen. Für das Gesund­heits­amt ist es schwer abseh­bar, wie sich das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wei­ter ent­wi­ckelt. „Die Situa­ti­on hat sich im Ver­gleich zur Vor­wo­che nicht ver­bes­sert“, so die Lei­te­rin des Fach­be­rei­ches, Dr. Susan­ne Paul­mann. Außer­dem liegt den Mit­glie­dern des Kri­sen­sta­bes dar­an, allen Betei­lig­ten – soweit mög­lich – für die kom­men­de Woche Klar­heit über die Situa­ti­on an Schu­len und Kitas zu geben.

„Stadt und Land­kreis arbei­ten als Bil­dungs­re­gi­on zusam­men. Zahl­rei­che Schü­le­rin­nen und Schü­ler, ins­be­son­de­re an den wei­ter­füh­ren­den Schu­len in der Stadt, kom­men aus dem Umland“, sprach sich Bil­dungs­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeu­fer für ein gemein­sa­mes Vor­ge­hen aus.


Alle Abschluss­klas­sen, die vier­ten Klas­sen der Grund­schu­len sowie die elf­ten Klas­sen von Gym­na­si­en und Fach­ober­schu­len sind auch künf­tig unab­hän­gig von der Inzi­denz im Prä­senz- bezie­hungs­wei­se Wechselunterricht.

Hand­werks­kam­mern und Baye­ri­scher Hand­werks­tag kri­ti­sie­ren Testpflicht

„Miss­trau­ens­vo­tum der Politik“

Die baye­ri­schen Hand­werks­kam­mern und der Baye­ri­sche Hand­werks­tag hal­ten die Bun­des­re­ge­lung der Test­pflicht für unnö­tig. Schon heu­te wür­den zahl­rei­che Hand­werks­be­trie­be in Ober­fran­ken die Selbst­ver­pflich­tung der Wirt­schaft umset­zen und ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern regel­mä­ßig Test-Ange­bo­te machen. Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken sieht in der Test­pflicht eine wei­te­re finan­zi­el­le und büro­kra­ti­sche Belas­tung für die Betriebe.

Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken kri­ti­siert die Test­pflicht für Betrie­be gemein­sam mit den ande­ren baye­ri­schen Kam­mern und dem Baye­ri­schen Hand­werks­tag (BHT) als „Miss­trau­ens­vo­tum der Bun­des­re­gie­rung gegen­über den Betrie­ben und ihren Beschäf­tig­ten“. Schon heu­te wür­den zahl­rei­che Hand­werks­be­trie­be in Ober­fran­ken die Selbst­ver­pflich­tung der Wirt­schaft umset­zen und ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern regel­mä­ßig Test-Ange­bo­te machen. Zugleich gebe es bei den klei­nen und mitt­le­ren Betrie­ben des Hand­werks bereits aus­ge­klü­gel­te Hygie­ne­kon­zep­te im Kampf gegen das Virus.

Das Bun­des­ka­bi­nett hat in sei­ner Sit­zung am 13. April neben dem „Vier­ten Gesetz zum Schutz der Bevöl­ke­rung bei einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Trag­wei­te“ auch die Ände­rung der SARS-Covid-2-Arbeit­schutz­ver­ord­nung beschlos­sen. Damit wird es für Arbeit­ge­ber die Ver­pflich­tung geben, für alle Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die nicht aus­schließ­lich im Home-Office arbei­ten, min­des­tens ein­mal pro Woche einen Coro­na-Test anzu­bie­ten. Beschäf­tig­ten­grup­pen mit erhöh­tem Infek­ti­ons­ri­si­ko müs­sen die Mög­lich­keit bekom­men, sich zwei­mal pro Woche zu tes­ten. „Das bedeu­tet eine wei­te­re finan­zi­el­le und büro­kra­ti­sche Belas­tung für unse­re Betrie­be“, bewer­tet der Geschäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Dr. Bernd Sau­er, die Test­pflicht. „Wir hal­ten die­se gesetz­li­che Ver­pflich­tung nicht für not­wen­dig und für nicht für sinnvoll.“


Hand­werks­kam­mer mit Selbst­tests für Mitarbeiter*innen

Der Geschäfts­füh­rer und der Vize­prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Mat­thi­as Graß­mann, stim­men mit ihren Kol­le­gen der ande­ren baye­ri­schen Kam­mern und des Baye­ri­schen Hand­werks­tag (BHT) auch über­ein, dass die­se gesetz­li­che Pflicht „ein Miss­trau­ens­vo­tum der Bun­des­re­gie­rung gegen­über den Betrie­ben und ihren Beschäf­tig­ten“ ist. Schon heu­te wür­den zahl­rei­che Hand­werks­be­trie­be in Ober­fran­ken die Selbst­ver­pflich­tung der Wirt­schaft umset­zen und ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern regel­mä­ßig Test-Ange­bo­te machen. Zugleich gebe es bei den klei­nen und mitt­le­ren Betrie­ben des Hand­werks bereits aus­ge­klü­gel­te Hygie­ne­kon­zep­te im Kampf gegen das Virus. Der Geschäfts­füh­rer: „Schließ­lich ist es auch im Inter­es­se jedes Betriebs­in­ha­bers, dass sei­ne Fach­kräf­te und auch sei­ne Kun­den gesund bleiben.“

Dane­ben sei die Test­pflicht eine wei­te­re büro­kra­ti­sche und finan­zi­el­le Belas­tung, zumal die Kos­ten allei­ne bei den Betrie­ben hän­gen blei­ben. „Das ist das Gegen­teil des­sen, was unse­re ohne­hin schon stark belas­te­ten Betrie­be jetzt brau­chen“, betont Sau­er. „Wir emp­fin­den dies ein Stück weit auch als Ver­such, die beim Staat lie­gen­de Ver­ant­wor­tung für die Pan­de­mie­be­kämp­fung auf die Wirt­schaft zu ver­la­gern. Wir brau­chen in die­ser Situa­ti­on aller­dings nicht die­se, damit ein­her­ge­hen­de Miss­trau­ens­kul­tur, son­dern einen Schul­ter­schluss!“
Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken stellt ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern übri­gens schon seit dem 1. April pro Woche einen Selbst­test zur Ver­fü­gung. „Damit kann jede Mit­ar­bei­te­rin und jeder Mit­ar­bei­ter, der die­sen Test für sich machen will, dies auch tun.“

Stadt Hall­stadt

Rund 570 PoC-Schnell­test durchgeführt

Die Schnell­test­sta­tio­nen in Hall­stadt sind gut ange­lau­fen. Bei den ers­ten sechs Ter­mi­nen wur­den rund 570 Point-of-care (PoC) – Schnell­tests durch­ge­führt. „Hier gilt mein aus­drück­li­cher Dank allen frei­wil­li­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern und der BRK-Orts­grup­pe Hall­stadt. Nur durch ihren selbst­lo­sen Ein­satz kön­nen wir das Test­kon­zept so pro­fes­sio­nell umset­zen“, lobt Tho­mas Söder, der Bür­ger­meis­ter der Stadt Hallstadt.

Eine zen­tra­le Teststation

Künf­tig wird die Stadt eine zen­tra­le Schnell­test­sta­ti­on in Hall­stadt öff­nen. Der Hin­ter­grund: Die PoC-Schnell­tests kön­nen nur in einem gewis­sen Tem­pe­ra­tur­fens­ter gela­gert und aus­ge­wer­tet wer­den. Bei­des ist in der Schnell­test­sta­ti­on in Dörf­leins auf Dau­er schwie­rig. „Wir müs­sen falsch posi­ti­ve oder falsch nega­ti­ve Ergeb­nis­se unbe­dingt ver­hin­dern. Daher ist die kor­rek­te Durch­füh­rung der Tests uner­läss­lich“, erklär­te Lars Frey­er von der BRK–Ortsgruppe Hall­stadt, der der Stadt bera­tend zur Sei­te steht. Infol­ge­des­sen wer­den ab Sonn­tag, 11. April, alle Wunsch­ab­stri­che in Hall­stadt auf dem alten Feu­er­wehr­ge­län­de, Main­stra­ße 28, durch­ge­führt. Die Öff­nungs­zei­ten blei­ben unver­än­dert: mitt­wochs von 16 bis 19 Uhr und sonn­tags von 13 bis 16 Uhr.


40 Frei­wil­li­ge Helfer*innen

Die 40 ehren­amt­li­chen Helfer*innen sind immer noch mit gan­zem Ein­satz bei der Sache. „Wir wol­len einen Bei­trag zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie leis­ten und hel­fen, wo immer es mög­lich ist“, fasst Manu­el Reit­ber­ger, einer der Frei­wil­li­gen, zusam­men. Die­sen Grund­ge­dan­ken spü­re man bei jedem Ter­min. Inzwi­schen hat jede*r eine fes­te Posi­ti­on über­nom­men – Anmel­dung, Tes­ten, Aus­wer­ten et cete­ra. Ent­spre­chend ihrer Auf­ga­be legen die Frei­wil­li­gen bei jedem Ter­min ihre Schutz­aus­rüs­tung an, bevor sie kon­zen­triert an die Arbeit gehen. Immer wie­der gibt es wert­vol­le Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge von Sei­ten der Helfer*innen. So erfolgt die Anmel­dung bei­spiels­wei­se voll­stän­dig digi­ta­li­siert und erspart den zu tes­ten­den Per­so­nen bezie­hungs­wei­se den Ehren­amt­li­chen unnö­ti­ge Schreib­ar­beit. Es ist nicht mehr nötig, vor­ab das ent­spre­chen­de For­mu­lar aus­zu­fül­len und mitzubringen.


Wie geht es weiter?

Mit­te März Über­trug das Land­rats­amt Bam­berg den Kom­mu­nen die Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung der Schnell­test­sta­tio­nen und leg­te land­kreis­weit ein­heit­li­che Öff­nungs­zei­ten fest. Dar­an hält die Stadt Hall­stadt bis auf Wei­te­res fest. „Imp­fun­gen und Schnell­tests kön­nen den Weg zurück in die Nor­ma­li­tät ebnen. Wir hel­fen in Hall­stadt dank unse­rer Ehren­amt­li­chen mit“, sagt Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder.


Die Fak­ten im Überblick


Wann wird getestet?

Mitt­wochs von 16 bis 19 Uhr

Sonn­tags von 13 bis 16 Uhr

Wo wird getestet?

Altes Feu­er­wehr­ge­län­de
 Main­stra­ße 28, Hallstadt

Wer darf sich in Hall­stadt ein­mal pro Woche tes­ten lassen?

Alle Hallstadter*innen und Dörfleinser*innen

Kei­ne Alters­be­gren­zung (bei Min­der­jäh­ri­gen Ein­ver­ständ­nis eines Erziehungsberechtigten)

Aus­schließ­lich sym­ptom­freie Personen


Was muss mit­ge­bracht werden?

Ausweisdokument


Wie läuft der Test ab?

Anmeldung/​Registrierung

(der anschlie­ßen­de Test erfolgt anonymisiert)

Abstrich im vor­de­ren Nasenbereich

War­te­zeit: 15 Minuten

(drau­ßen vor den Hallen)

Ergeb­nis und Bestätigungsformular

Wegen Soft­ware­pro­ble­men hat­te sich Aus­zah­lungs­start verzögert

Coro­na-Hil­fen kom­men bei der Bam­ber­ger Wirt­schaft an

Zur Bewäl­ti­gung der Coro­na-Ein­schrän­kun­gen hat die Poli­tik umfang­rei­che finan­zi­el­le Hilfs­pro­gram­me für die Wirt­schaft beschlos­sen. Nach einem holp­ri­gen Start wegen Soft­ware­pro­ble­men kön­nen die Anträ­ge inzwi­schen zügig abge­ar­bei­tet wer­den. Son­ja Weig­and, Prä­si­den­tin der IHK für Ober­fran­ken, zeigt sich erleich­tert, dass die Aus­zah­lung mitt­ler­wei­le zügig erfol­gen konnte.

Bis­her konn­ten im Rah­men der Novem­ber­hil­fe an Unter­neh­men in Stadt und Land­kreis Bam­berg bis­her 13,2 Mil­lio­nen Euro und im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II rund 3,9 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt und groß­teils bereits aus­ge­zahlt wer­den. „Das Geld kommt jetzt end­lich da an, wo es drin­gend benö­tigt wird, bei den von der von der Pan­de­mie betrof­fe­nen Unter­neh­men“, zeigt sich Son­ja Weig­and, IHK-Prä­si­den­tin und Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, erleichtert.

In Bay­ern ist zen­tral die IHK für Mün­chen und Ober­bay­ern für die Prü­fung und Aus­zah­lung der ver­schie­de­nen Coro­na-Hil­fen ver­ant­wort­lich. 150 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bear­bei­ten dort die Anträ­ge, unter­stützt von 250 exter­nen Voll­zeit­kräf­ten, unter ande­rem von Beam­ten des Frei­staa­tes, der Mes­se Mün­chen und von Per­so­nal­dienst­leis­tern. Nach den Start­schwie­rig­kei­ten konn­ten im Frei­staat Bay­ern die Anträ­ge schnel­ler als in ande­ren Bun­des­län­dern bear­bei­tet wer­den. „Jetzt müs­sen ähn­lich schnell auch die noch offe­nen Anträ­ge für die Dezem­ber­hil­fe, die Neu­start­hil­fe und die Über­brü­ckungs­hil­fe III geprüft und bewil­ligt wer­den. Wei­te­re Ver­zö­ge­run­gen hät­ten fata­le Fol­gen für die Unter­neh­men, denn vie­le ste­hen finan­zi­ell mit dem Rücken an der Wand”, so Weigand.


Über­brü­ckungs­hil­fe II: 93,6 Pro­zent posi­tiv beschieden

Mit der Über­brü­ckungs­hil­fe II bezu­schusst der Bund die lau­fen­den Fix­kos­ten von Selbst­stän­di­gen, Betrie­ben und ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen im Zeit­raum Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2020. In Stadt und Land­kreis Bam­berg wur­den im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II bis­lang rund 3,9 Mil­lio­nen Euro an rund 320 betrof­fe­ne Betrie­be aus­ge­zahlt. Gut 920.000 Euro gin­gen an das Gast­ge­wer­be und 710.000 Euro an Unter­neh­men im Wirt­schafts­zweig “sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen”. Zu die­sem Bereich gehö­ren unter ande­rem Rei­se­bü­ros, Event- und Mes­se­ver­an­stal­ter. 93,6 Pro­zent der Anträ­ge aus dem Wirt­schafts­raum Bam­berg wur­den posi­tiv beschie­den, 86,4 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt und aus­be­zahlt. Die Antrags­frist für die Über­brü­ckungs­hil­fe II ende­te am 31. März 2021.


Novem­ber­hil­fe: 88,6 Pro­zent ausgezahlt 

Bei der Novem­ber­hil­fe erstat­tet der Staat Betrie­ben, die wäh­rend des Teil-Lock­downs im Novem­ber schlie­ßen muss­ten, bis zu 75 Pro­zent der aus­ge­fal­le­nen Umsät­ze. Betrof­fen von den Ein­schrän­kun­gen sind vor allem Hotels, Gast­stät­ten, Fit­ness­stu­di­os, Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, die Rei­se­bran­che und Ver­an­stal­ter. Ins­ge­samt wur­den in Stadt und Land­kreis Bam­berg bis­her knapp 880 Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe mit einer Gesamt­för­der­sum­me von 13,2 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt. Davon flos­sen Stand Mit­te März 64 Pro­zent in das Gast­ge­wer­be und 15,8 Pro­zent in den Bereich “Kunst, Unter­hal­tung und Erho­lung”. 91,1 Pro­zent der Anträ­ge wur­den posi­tiv beschie­den, 88,6 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt und aus­ge­zahlt. Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe kön­nen noch bis Ende April gestellt werden.


Zeit­na­he Ver­füg­bar­keit von Tests und Imp­fun­gen nächs­ter Schritt

„Seit über einem Jahr bestimmt die Coro­na-Pan­de­mie das öffent­li­che Leben und auch die Geschäfts­tä­tig­keit vie­ler Unter­neh­men. Viel­fach haben die staat­li­chen Hil­fen gehol­fen, die Zah­lungs­fä­hig­keit vor­über­ge­hend abzu­si­chern. Die Hil­fen kön­nen aber nicht alle Ver­lus­te abde­cken. Wir brau­chen einen Weg zurück zur Nor­ma­li­tät, damit die beson­ders betrof­fe­nen oder gar immer noch geschlos­se­nen Unter­neh­men end­lich ihre Wirt­schafts­tä­tig­keit wie­der auf­neh­men kön­nen“, so Weig­and. Umso wich­ti­ger sei es, mit dem Tes­ten und vor allem dem Imp­fen vor­an­zu­kom­men, um den Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern sowie den dort arbei­ten­den Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern Pla­nungs­si­cher­heit und damit eine posi­ti­ve Zukunfts­per­spek­ti­ve zu geben.

Wie­der­eröff­nung der Golfclubs

Golf­club Hauptsmoor­wald: Sehn­sucht nach Golf

Seit 8. März ist Indi­vi­du­al­sport im Frei­en wie­der erlaubt. Eine Nach­richt, die auch die Golf­clubs der Regi­on freu­en dürf­te. Unab­hän­gig von Lock­down-Maß­nah­men hat­ten sie in den Win­ter­mo­na­ten zwar ohne­hin kaum Publi­kums­ver­kehr – der Rück­kehr zum Spiel­be­trieb, wenn auch mit Ein­schrän­kun­gen, steht nun aber erst­mal nichts im Weg. Danie­la Rein­fel­der ist Prä­si­den­tin des Golf­clubs Hauptsmoor­wald. Sie hat mit uns auf die Tage nach der Wie­der­eröff­nung geblickt.

Der Golf­club Hauptsmoor­wald hat seit dem 8. März wie­der geöff­net. Wie haben Sie die ers­te Woche der Wie­der­öff­nung erlebt?

Danie­la Rein­fel­der: Unglaub­lich posi­tiv und sehr dank­bar von Sei­ten der Mit­glie­der, aber auch vom gesam­ten Team.


Wie war der Andrang? Wie vie­le Leu­te woll­ten spie­len, wie vie­le durf­ten spielen?

Danie­la Rein­fel­der: Der Andrang war da, aber es konn­ten alle, die spie­len woll­ten, auch tat­säch­lich spie­len. Die Anmel­dung über unse­re App bezie­hungs­wei­se direkt über Cam­po Golf-App läuft reibungslos.


Wie sahen die Rück­mel­dun­gen der Leu­te nach den ers­ten Run­den über den Platz seit Lan­gem aus?

Danie­la Rein­fel­der: Es waren alle begeistert.

Danie­la Rein­fel­der, Prä­si­den­tin des Golf­clubs Hauptsmoor­wald. Foto: Bar­ba­ra Herbst

Obwohl wegen der fros­ti­gen Nacht­tem­pe­ra­tu­ren der­zeit noch auf den Win­ter­grüns gespielt wer­den muss, kann man erken­nen, dass der Platz per­fekt gepflegt ist. Die Freu­de des Wie­der­spie­len­kön­nens war groß, denn die Sehn­sucht nach Golf und Bewe­gung in der frei­en Natur, das Ein­at­men der guten Luft zwi­schen unse­ren Kie­fern, ist schon etwas besonderes.


Haben Sie selbst schon gespielt?

Danie­la Rein­fel­der: Ja habe ich und es war ein­fach nur super!

Inwie­weit sind Sie froh, dass sich die Lock­downs auf die Win­ter­mo­na­te, in denen ohne­hin kein Golf gespielt wird, bezogen?

Danie­la Rein­fel­der: Sehr froh, denn der lan­ge Win­ter hat zumin­dest die Lust auf Golf etwas geschmä­lert. Es ist ein­fach schö­ner auf einer grü­nen Wie­se, als im Schnee Golf zu spielen.


Wie vie­le über­re­gio­na­le Besucher*innen hat­ten Sie seit dem 8. März?

Danie­la Rein­fel­der: Bis­her noch kei­ne, denn die Schlie­ßung von Hotels und Gast­stät­ten bedingt, dass noch gar kei­ne Gäs­te in der Stadt sind.


Befürch­ten Sie oder hof­fen Sie auf Golf­tou­ris­mus aus Land­krei­sen, in denen auf­grund höhe­rer Inzi­denz­wer­te kein Sport mög­lich ist?

Danie­la Rein­fel­der: Nein, wir hof­fen, dass grund­sätz­lich wie­der vie­le Gäs­te kom­men wer­den und die Regie­rung bei den kon­takt­lo­sen Außen­sport­ar­ten mit Augen­maß ein Wei­ter­spie­len ermög­licht, denn unse­re Mit­glie­der hal­ten sich streng an unser Hygie­ne­kon­zept. Es ist auch gar nicht zu ver­ste­hen, war­um der Spa­zier­gän­ger ohne Schlä­ger über unse­ren Platz lau­fen darf, zumin­dest auf den Wegen, und Gol­fer, die nur den eige­nen Schlä­ger in der Hand hal­ten, eben nicht.


In wel­chem Umfang ist der Betrieb des Golf­clubs der­zeit mög­lich? Was geht, was nicht?

Danie­la Rein­fel­der: Spie­len ist jeder­zeit mög­lich, aber es fin­den kei­ne Tur­nie­re statt und Unter­richt nur in Ein­zel­form. Wir hof­fen, dass bald auch wie­der Grup­pen erlaubt sein wer­den, damit unse­re Koope­ra­ti­on mit Schu­len, der Uni­ver­si­tät und der Lebens­hil­fe im Som­mer, wie gewohnt, statt­fin­den können.


Wel­che Aus­wir­kun­gen, auch wirt­schaft­lich, hat­ten die Schlie­ßun­gen der zurück­lie­gen­den Mona­te auf den Golf­club Hauptsmoorwald?

Danie­la Rein­fel­der: Wir sind in der glück­li­chen Lage, dass unse­re Mit­glie­der uns gran­di­os unter­stüt­zen, indem die Bei­trä­ge auch wäh­rend der Coro­na­zeit gezahlt wur­den, denn der Platz muss dau­er­haft gepflegt wer­den, damit nichts kaputt geht. Daher waren die Min­der­ein­nah­men nur beim Green­fee, also bei den Gäs­ten, und bei den Tur­nie­ren vor­han­den. Aber durch die Lage im Win­ter waren die Aus­fäl­le nicht gravierend.


Was erhof­fen Sie sich für den Golf­club von kom­men­den poli­ti­schen Beschlüs­sen bezüg­lich der Pandemie?

Danie­la Rein­fel­der: Eine grund­sätz­li­che Öff­nung von Außen­sport­ar­ten ohne Kon­takt unab­hän­gig von den Inzidenzzahlen.


Was plant der Golf­club Hauptsmoor­wald für das Jahr 2021?

Danie­la Rein­fel­der: Grund­sätz­lich arbei­ten wir einen schwe­ren Brand der Lager­hal­le auf, der wie jetzt die Kri­po bestä­tigt hat auf­grund eines tech­ni­schen Defek­tes aus­ge­bro­chen war. Wir müs­sen vie­le Maschi­nen, die in die­ser Hal­le gestan­den haben, erset­zen. Dan­ke an alle, die uns mit Rat und Hil­fe zur Sei­te gestan­den haben. Es gilt die Ver­hand­lun­gen mit den Ver­si­che­run­gen abzu­schlie­ßen, auf­zu­bau­en und dann mit dem Blick nach vor­ne in eine wun­der­ba­re tur­nier­rei­che Sai­son zu star­ten. Wir hof­fen, dass bald wie­der unse­re sport­li­chen, gesell­schaft­li­chen und wun­der­ba­ren Spon­so­ren-Tur­nie­re statt­fin­den kön­nen und auch unse­re per­sön­li­chen High­lights wie das Kin­der­krebs­tur­nier oder die Zusam­men­ar­beit mit Gool­kids im Som­mer zum Tra­gen kom­men wer­den. Golf spie­len, Gutes zu tun und den Sport in das Bewusst­sein von allen zu brin­gen, ist unser gro­ßes Ziel.


Wei­te­re Informationen:

https://gc-hauptsmoorwald.de/

Wegen Soft­ware­pro­ble­men ver­zö­ger­te sich Aus­zah­lungs­start spürbar

Coro­na-Hil­fen kom­men an

Im Rah­men der Novem­ber­hil­fe wur­den bis­her 55,6 Mil­lio­nen Euro und im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II 16,7 Mil­lio­nen Euro im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken aus­be­zahlt, das ent­spricht gut 86 Pro­zent der bean­trag­ten Hil­fen. Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken, zeigt sich erleich­tert, dass die Aus­zah­lung nach einem holp­ri­gen Start wegen feh­len­der Soft­ware zügig erfol­gen konnte.

In Bay­ern ist die IHK für Mün­chen und Ober­bay­ern für die Prü­fung und Aus­zah­lung der ver­schie­de­nen Coro­na-Hil­fen ver­ant­wort­lich. Nach den Start­schwie­rig­kei­ten, die vor allem der feh­len­den Soft­ware geschul­det war, konn­ten letzt­end­lich in Bay­ern Anträ­ge schnel­ler als in ande­ren Bun­des­län­dern bewil­ligt und aus­ge­zahlt wer­den. „Die­se Auf­hol­jagt war wich­tig für unse­re Unter­neh­men, von denen vie­le mit dem Rücken zur Wand ste­hen”, so Hohen­ner. „Ziel muss es nun sein, dass auch die Anträ­ge für die Dezem­ber­hil­fe, die Neu­start­hil­fe und die Über­brü­ckungs­hil­fe III ähn­lich schnell geprüft und bewil­ligt wer­den.” 150 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der IHK in Mün­chen bear­bei­ten die Anträ­ge, unter­stützt von 250 exter­nen Voll­zeit­kräf­ten, unter ande­rem von Beam­ten des Frei­staa­tes, der Mes­se Mün­chen und von Personaldienstleistern.


Über­brü­ckungs­hil­fe II

Mit der Über­brü­ckungs­hil­fe II bezu­schusst der Bund die lau­fen­den Fix­kos­ten von Selbst­stän­di­gen, Betrie­ben und ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen im Zeit­raum Sep­tem­ber bis Dezem­ber 2020. Im Kam­mer­be­zirk der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wur­den im Rah­men der Über­brü­ckungs­hil­fe II bis­lang rund 16,7 Mil­lio­nen Euro an rund 1.300 betrof­fe­ne Betrie­be aus­ge­zahlt. 3,9 Mil­lio­nen Euro gin­gen an das Gast­ge­wer­be, 3,5 Mil­lio­nen an Unter­neh­men im Wirt­schafts­zweig “sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen”. Zu die­sem Bereich gehö­ren unter ande­rem Rei­se­bü­ros, Event- und Mes­se­ver­an­stal­ter. 90,9 Pro­zent der Anträ­ge wur­den posi­tiv beschie­den, 86,3 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt. Die Antrags­frist für die Über­brü­ckungs­hil­fe II ende­te am 31. März 2021.


Novem­ber­hil­fe

Bei der Novem­ber­hil­fe erstat­tet der Staat den Betrie­ben, die wäh­rend des Teil-Lock­downs im Novem­ber schlie­ßen muss­ten, bis zu 75 Pro­zent der aus­ge­fal­le­nen Umsät­ze. Betrof­fen von den Ein­schrän­kun­gen waren vor allem Hotels, Gast­stät­ten, Fit­ness­stu­di­os, Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, die Rei­se­bran­che und Ver­an­stal­ter. Ins­ge­samt wur­den bis­her knapp 4.100 Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe im Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit einer Gesamt­för­der­sum­me von 55,6 Mil­lio­nen Euro bewil­ligt. Davon flos­sen, Stand Mit­te März, knapp zwei Drit­tel in das Gast­ge­wer­be, gefolgt von 13,5 Pro­zent in den Bereich “Kunst, Unte­r­er­hal­tung und Erho­lung”. 92 Pro­zent der Anträ­ge wur­den posi­tiv beschie­den, 86,4 Pro­zent der bean­trag­ten Gel­der bis­her bewil­ligt. Anträ­ge auf Novem­ber­hil­fe kön­nen noch bis Ende April gestellt werden.


Zeit­na­he Ver­füg­bar­keit von Tests und Imp­fun­gen nächs­ter Schritt

Hohen­ner: „Seit gut einem Jahr bestimmt die Coro­na-Pan­de­mie das öffent­li­che Leben und die Wirt­schafts­ent­wick­lung.” Vie­len Unter­neh­men hät­ten die staat­li­chen Hil­fen gehol­fen, ihre Zah­lungs­fä­hig­keit abzu­si­chern. „Es muss uns aber allen klar sein, dass die Coro­na-Hil­fen nie alle Ver­lus­te abde­cken kön­nen. Umso wich­ti­ger ist es, mit dem Tes­ten und Imp­fen vor­an­zu­kom­men, um unse­ren Unter­neh­men eine Per­spek­ti­ve zu geben”, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin.

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