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St. Michael

Füh­run­gen, Vor­trä­ge und Ein­bli­cke am 13. September

Tag des offe­nen Denk­mals 2026: Eröff­nung mit Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el und Rat­haus am Maxplatz

Mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® am 13. Sep­tem­ber 2026 fällt in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg der offi­zi­el­le Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Die Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el ist dabei einer von meh­re­ren Stand­or­ten der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Auch im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein Pro­gramm­punkt. Die Stadt Bam­berg und die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des Tags des offe­nen Denk­mals® geben an ver­schie­de­nen Orten Ein­bli­cke in bedeu­ten­de Bau­wer­ke und aktu­el­le Pro­jek­te der Denkmalpflege.


Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el: Füh­run­gen und Vorträge

Von 11 bis 16 Uhr ste­hen in der Klos­ter­an­la­ge meh­re­re Füh­run­gen und Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Kir­che St. Micha­el sowie die Schau­bau­stel­le „Kai­ser-Hein­rich-Por­tal“. Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten dabei Ein­bli­cke in die Geschich­te und Bedeu­tung der Klos­ter­an­la­ge sowie in die aktu­el­len denk­mal­pfle­ge­ri­schen Arbeiten.

Beglei­tet wird das Pro­gramm unter ande­rem von Fach­leu­ten des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge und der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, die ihr Fach­wis­sen zu den his­to­ri­schen Bau­wer­ken und ihrer Erhal­tung vermitteln.

Für die ein­zel­nen Pro­gramm­punk­te gilt eine Anmel­dung direkt vor Ort am Ver­an­stal­tungs­tag. Vor­zei­ti­ge Anmel­dun­gen per Tele­fon, E‑Mail oder auf ande­rem Wege kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den. Die Teil­neh­mer­zahl ist auf 20 Per­so­nen pro Pro­gramm­punkt begrenzt.


Rat­haus am Max­platz: Ein­bli­cke in die geplan­te Sanierung

Ein wei­te­res Ange­bot der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung gibt es im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz: Dort kön­nen sich Inter­es­sier­te über die Pla­nun­gen zur Sanie­rung rund um das QuaM (Quar­tier am Max­platz) infor­mie­ren. Eine Aus­stel­lung ver­mit­telt Hin­ter­grün­de und gibt Ein­bli­cke in die vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men und die wei­te­re Ent­wick­lung des Are­als. Der Zugang Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz ist frei und ohne Anmel­dung möglich.


Bun­des­wei­te Eröff­nung in Bamberg

Von his­to­ri­schen Bau­wer­ken wie der Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el bis hin zu aktu­el­len Sanie­rungs- und Pla­nungs­pro­jek­ten erhal­ten Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Mög­lich­keit, sich unmit­tel­bar vor Ort mit dem bau­kul­tu­rel­len Erbe und sei­ner Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg steht dabei stell­ver­tre­tend für die tau­sen­den Denk­ma­le, die am zwei­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de deutsch­land­weit ihre Türen öffnen.

Alle Infor­ma­tio­nen sowie eine Info­bro­schü­re sind hier zu finden. 

Vier Wochen nach vor­sorg­li­cher Sper­rung ist die sta­ti­sche Siche­rung abgeschlossen

Der Bruck­ner­steg ist wie­der offen

Auf­at­men bei Anlie­gern und Gäs­ten: Der Bruck­ner­steg, der am 18. Juni aus Sicher­heits­grün­den gesperrt wer­den muss­te, ist seit Frei­tag, 17. Juli, wie­der für die Fuß­gän­ger frei­ge­ge­ben wor­den. Ledig­lich für den Abbau des Bau­ge­rüs­tes vom 22. bis 24. Juli wird noch­mals eine vor­über­ge­hen­de Sper­rung tags­über wäh­rend der Arbeits­zeit erfor­der­lich sein, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Ab 25. Juli gibt es dann kei­ner­lei Ein­schrän­kun­gen mehr, auch die Was­ser­flä­che wird dann wie­der zum Befah­ren freigegeben.

Damit gelang es, den Zeit­raum der Nicht­be­nutz­bar­keit des Ste­ges zwi­schen Gey­ers­wörth-Insel und Insel­stadt auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren und zugleich sei­ne dau­er­haf­te Sta­bi­li­tät zu sichern. Das Brück­chen wur­de dafür mit einer drei­tei­li­gen Stahl­un­ter­kon­struk­ti­on aus­ge­stat­tet, die nun das bestehen­de Trag­werk stützt.

„Bam­berg Ser­vice und das Bau­re­fe­rat haben sich hier ins Zeug gelegt, um die Beein­träch­ti­gun­gen durch die Sper­rung so gering wie mög­lich zu hal­ten. Ich dan­ke allen Mit­ar­bei­ten­den und der aus­füh­ren­den Fir­ma auch im Namen der Betrie­be vor Ort“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er, der selbst inten­siv die Lösungs­su­che vor­an­ge­trie­ben hat. „Der direk­te Draht und der offe­ne Aus­tausch aller Betei­lig­ten haben zu einer schnel­len Umset­zung und zu prak­ti­ka­blen Zwi­schen­lö­sun­gen geführt.“

Wäh­rend der Demon­ta­ge des Gerüsts vom 22. bis 24. Juli muss zwi­schen 7 und 18 Uhr noch­mal die Haber­gas­se voll­ge­sperrt wer­den. Dafür wird die Ein­bahn­stra­ße Zin­ken­wörth gegen­läu­fig befahr­bar. Der Ver­kehr wird dann durch eine Ampel geregelt.

Die Kir­che St. Micha­el bleibt am Wochen­en­de geöffnet

Restau­rie­rung wird fortgesetzt

In der ehe­ma­li­gen Klos­ter­kir­che St. Micha­el wer­den in die­sen Tagen wie ange­kün­digt die Rest­ar­bei­ten fort­ge­setzt und dafür im Kir­chen­in­ne­ren Gerüs­te errich­tet. Der Besuch der Kir­che ist wei­ter­hin mög­lich: St. Micha­el bleibt von Frei­tag bis Sonn­tag sowie an Fei­er­ta­gen jeweils von 11 bis 16 Uhr geöff­net, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Wir bewah­ren ein bedeu­ten­des Stück Bam­ber­ger Geschich­te für kom­men­de Gene­ra­tio­nen. Die klei­nen Maß­nah­men beein­träch­ti­gen die Besuchs­mög­lich­kei­ten nicht“, sagt Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix. Restau­riert wer­den jetzt bis vor­aus­sicht­lich Ende 2026 die Epi­ta­phe, also die „Gedächt­nis­ma­le“, der Nord­sei­te. Anschlie­ßend beginnt die Restau­rie­rung der Grab­denk­mä­ler auf der Südseite.

Par­al­lel wird auch die West­em­po­re ein­ge­rüs­tet. Der Auf­bau erfolgt abschnitts­wei­se: Zunächst wird der nörd­li­che Bereich mit dem Zugang zum Kon­vent ein­ge­rüs­tet, dann folgt der mitt­le­re und schließ­lich der süd­li­che Abschnitt. Der Zugang ist wie bis­her mög­lich. Die Gerüs­te wer­den eben­so wie bei den Epi­ta­phen voll­stän­dig ein­ge­haust. Die Arbei­ten an der West­em­po­re dau­ern vor­aus­sicht­lich bis in den Herbst 2026.

Die Bau­ar­bei­ten fin­den jeweils von Mon­tag bis Don­ners­tag statt. Von Frei­tag bis Sonn­tag sowie an Fei­er­ta­gen ist die Kir­che von 11 bis 16 Uhr für Besu­che­rin­nen und Besu­cher kos­ten­frei geöffnet.

Bür­ger­fest am Michaelsberg

Bam­berg fei­ert St. Michael

Am 9. und 10. Mai sind im Rah­men eines Bür­ger­fests am Micha­els­berg alle ein­ge­la­den, Ein­bli­cke in die Sanie­rung zu erhal­ten und die Eröff­nung zu fei­ern, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Ein gan­zes Wochen­en­de im Zei­chen von Geschich­te, Kul­tur und Gemein­schaft: Anläss­lich der Wie­der­eröff­nung der Kir­che St. Micha­el ver­an­stal­ten Bür­ger­spi­tal­stif­tung und Stadt Bam­berg am kom­men­den Wochen­en­de ein gro­ßes „Bür­ger­fest am Micha­els­berg“. Alle Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger sowie Gäs­te der Welt­erbe­stadt sind herz­lich ein­ge­la­den, die ehe­ma­li­ge Klos­ter­an­la­ge neu zu ent­de­cken und die­ses beson­de­re Ereig­nis gemein­sam zu feiern.

Das Bür­ger­fest bie­tet eine ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, die wie­der­eröff­ne­te Kir­che St. Micha­el in all ihren Facet­ten zu erle­ben – als Ort der Geschich­te, des Glau­bens, der Kul­tur und der Begeg­nung. Bereits am Sams­tag um 10 Uhr beginnt das Fest­wo­chen­en­de mit einem Eröff­nungs­got­tes­dienst in der Kir­che St. Michael.

Anschlie­ßend sind span­nen­de Hin­ter­grün­de zur Sanie­rung des belieb­ten Got­tes­hau­ses zu erfah­ren. An bei­den Tagen wer­den zahl­rei­che kos­ten­freie Füh­run­gen ange­bo­ten: am Sams­tag, dem 9. Mai, von 11.30 bis 18.30 Uhr, und am Sonn­tag, dem 10. Mai, von 10.30 bis 16 Uhr. Fach­leu­te des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Denk­mal­pfle­ge geben span­nen­de Ein­bli­cke in die unter­schied­li­chen Gewer­ke der Sanie­rung – von Gemäl­den und Skulp­tu­ren über Wand- und Decken­ge­stal­tung bis hin zu Reli­qui­en, Tex­ti­li­en, Holz- und Metall­ar­bei­ten sowie Naturstein.

Auch das städ­ti­sche Immo­bi­li­en­ma­nage­ment infor­miert über zen­tra­le Aspek­te der Bau­maß­nah­men, etwa zu Natur­stein­fas­sa­den und Glas­ar­bei­ten. Ergän­zend beleuch­ten Exper­ten wie Ste­fan Steng­lein und Ben Schrö­der The­men rund um Sta­tik und Glo­cken, wäh­rend Prof. Dr. Dr. Ulrich Thei­ßen-Piber­nik Füh­run­gen zur Orgel anbietet.

Der BAMBERG Tou­ris­mus & Kon­gress Ser­vice erwei­tert das Pro­gramm mit the­ma­ti­schen Rund­gän­gen unter dem Titel „Dem Him­mel so nah“, die den Micha­els­berg aus neu­en Per­spek­ti­ven erschließen.


Viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für die gan­ze Familie

Auch außer­halb der Kir­che erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm: Auf dem Ost­pla­teau lädt eine „Fami­li­en­wie­se“ mit Hüpf­bur­gen, krea­ti­ven Mit­mach­ak­tio­nen, Bas­ket­ball und Luft­bal­lon­tie­ren zum Ver­wei­len ein. Kin­der und Jugend­li­che kön­nen sich spie­le­risch mit The­men der Denk­mal­pfle­ge aus­ein­an­der­set­zen, etwa beim Gestal­ten mit Lehm­far­ben oder bei Aktio­nen rund um den „Him­mels­gar­ten“.

Auf einer Büh­ne auf dem Ost­pla­teau sorgt die Städ­ti­sche Musik­schu­le Bam­berg und das „Trumpet Vol­un­t­a­ry“ für musi­ka­li­sche Unter­hal­tung, mode­riert durch Mar­kus Appel von Radio Bam­berg. Für Sonn­tag um 14 Uhr ist zudem ein Gruß­wort des neu­en Ober­bür­ger­meis­ters Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er vorgesehen.


Wis­sen, Kunst und Natur erleben

Im Kreuz­gar­ten bie­ten Kurz­fil­me zur Gene­ral­sa­nie­rung span­nen­de Ein­bli­cke in die Bau­pha­se, wäh­rend Sitz­ge­le­gen­hei­ten und musi­ka­li­sche Beglei­tung zum Ent­span­nen einladen.

Ein umfang­rei­ches Vor­trags­pro­gramm im Kreuz­gar­ten des ehe­ma­li­gen Klos­ters ver­tieft zen­tra­le The­men rund um St. Micha­el – geplant sind fol­gen­de Themen:

Gene­ral­sa­nie­rung St. Micha­el „Im Schutz des Engels“: Vor­trag vom Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und von Bau­lei­te­rin Karin Hamper

Neue Glo­cken für St. Micha­el: Vor­trag von Ben Schrö­der und Ste­fan Stenglein

Welt­erbe Bam­berg – St. Micha­el: Vor­trag von Dr. Simo­na von Eyb, Lei­te­rin Zen­trum Welt­erbe Bamberg

Ver­bor­gen unter Putz und Erde – Archäo­lo­gie in St. Micha­el: Vor­trag vom Stadt­ar­chäo­lo­gen Dr. Ste­fan Pfaffenberger

His­to­ri­sches und Aktu­el­les zum Forst­be­trieb: Herr Klaus Schulz und Johan­nes Höl­zel (ehem. und aktu­el­ler Forstamtsleiter)


Kuli­na­rik, Hand­werk und regio­na­le Vielfalt

Zahl­rei­che Infor­ma­ti­ons- und Ver­kaufs­stän­de laden zum Aus­tausch ein – es betei­li­gen sich unter ande­rem das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge, das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg sowie regio­na­le Anbie­ter. Auch The­men wie Bie­nen­hal­tung und nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft wer­den anschau­lich vermittelt.

Für das leib­li­che Wohl ist bes­tens gesorgt: Regio­na­le Anbie­ter bie­ten eine brei­te Aus­wahl an Spei­sen und Geträn­ken. Ergänzt wird das Ange­bot durch Kaf­fee und Kuchen sowie den Sil­va­ner vom Micha­els­berg aus dem Bam­ber­ger Stiftsladen.


Tag der Städtebauförderung

Eben­falls am Sams­tag, 9. Mai 2026, fin­det deutsch­land­weit wie­der der Tag der Städ­te­bau­för­de­rung statt, wel­cher seit 2015 all­jähr­lich gefei­ert wird. Das Bür­ger­fest am Micha­els­berg ist ein Bei­trag der Stadt Bam­berg zu dem bun­des­wei­ten Akti­ons­ta­ges. Die­ses Jahr fei­ern rund 600 Kom­mu­nen die Städ­te­bau­för­de­rung als eines der wich­tigs­ten Instru­men­te der Stadt­ent­wick­lung. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

Das detail­lier­te Pro­gramm für das Bür­ger­fest ist online hier nach­zu­le­sen. Vor Ort steht ein Lage­plan mit allen Infor­ma­tio­nen zur Verfügung.

Das vol­le Preis­geld von 20.000 Euro kommt der Stif­tung Welt­erbe zu Gute

Felix gibt Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung weiter

Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid ehr­te beim Fest­akt zur Wie­der­eröff­nung der Kir­che St. Micha­el den Bam­ber­ger Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und über­reich­te ihm den Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung. Felix kün­dig­te an, das damit ver­bun­de­ne Preis­geld von 20.000 Euro voll­stän­dig wei­ter­zu­ge­ben, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Ein Mensch, der mit kla­rem Blick, uner­müd­li­chem Ein­satz und tie­fem Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein die Welt­erbe­stadt Bam­berg geprägt hat.“ Mit die­sen Wor­ten ehr­te Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid beim Fest­akt zur Wie­der­eröff­nung der umfas­send sanier­ten Kir­che St. Micha­el den Bam­ber­ger Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix und über­reich­te ihm den Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung. Die­se hohe Aus­zeich­nung wür­digt das her­aus­ra­gen­de Enga­ge­ment von Felix für die Gene­ral­sa­nie­rung der ehe­ma­li­gen Klos­ter­kir­che und der gesam­ten Anla­ge auf dem Micha­els­berg, aber auch für wei­te­re Denk­mä­ler in Bam­berg wie zum Bei­spiel das Schloss Geyerswörth.

Bert­ram Felix zeig­te sich sicht­lich bewegt über den Preis, mach­te jedoch anschlie­ßend deut­lich, dass er die­sen nicht als per­sön­li­che Ehrung ver­steht: „Ich neh­me die­sen Preis stell­ver­tre­tend für ein außer­ge­wöhn­li­ches Team ent­ge­gen. Ohne die fach­lich und mensch­lich her­aus­ra­gen­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im Stif­tungs­ma­nage­ment und im gesam­ten Klos­ter­team wäre es nie­mals mög­lich gewe­sen, die Kir­che in den ver­gan­ge­nen 14 Jah­ren grund­le­gend zu sanie­ren und zu einem Glanz­licht zu verwandeln.“

Unmit­tel­bar nach der Preis­ver­lei­hung kün­dig­te Felix an, das damit ver­bun­de­ne Preis­geld von 20.000 Euro voll­stän­dig wei­ter­zu­ge­ben: Es soll der Stif­tung Welt­erbe zugu­te­kom­men und dadurch zum Erhalt und zur Pfle­ge von St. Micha­el bei­tra­gen. „Das ist auch als gro­ßer Dank und Aner­ken­nung für unser Stif­tungs­ma­nage­ment mit Clau­dia Schel­bert an der Spit­ze zu ver­ste­hen. Das Team hat gera­de in den ver­gan­ge­nen Wochen die Eröff­nung von St. Micha­el mit unglaub­li­cher Ener­gie und viel per­sön­li­chem Ein­satz vor­be­rei­tet“, betont Felix.

Die Ober­fran­ken­stif­tung hebt mit dem Denk­mal­preis regel­mä­ßig Per­sön­lich­kei­ten her­vor, die sich in beson­de­rer Wei­se um den Erhalt des kul­tu­rel­len Erbes ver­dient gemacht haben. Mit der Aus­zeich­nung von Bert­ram Felix wird zugleich die enor­me Gemein­schafts­leis­tung gewür­digt, die hin­ter der Sanie­rung von St. Micha­el steht, einem Pro­jekt, das weit über die Regi­on hin­aus als bei­spiel­haft für gelun­ge­ne Denk­mal­pfle­ge gilt. Das brach­te auch Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zum Aus­druck, als er eben­falls beim Fest­akt die Medail­le „Denk­mal­stadt Bam­berg“ an Bert­ram Felix verlieh.

Erz­bi­schof Gössl zur Wie­der­eröff­nung von St. Michael

„Es ist eine Pracht!“

Mit einem fest­li­chen Pon­ti­fi­kal­amt ist am Sams­tag nach 13-jäh­ri­ger Bau­zeit die Bam­ber­ger Micha­els­kir­che wie­der­eröff­net wor­den. Erz­bi­schof Gössl bezeich­net die sanier­te Kir­che St. Micha­el als Zei­chen für not­wen­di­ge Umkehr und Refor­men in Kir­che und Gesellschaft.

Erz­bi­schof Her­wig Gössl begann sei­ne Pre­digt mit den Wor­ten „Es ist eine Pracht!“, und er dank­te allen, die dafür gesorgt haben, dass die­se Pracht erhal­ten geblie­ben ist. Er deu­te­te das sanier­te Got­tes­haus als Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwen­dung zu den Men­schen und für die damit immer­zu not­wen­di­gen und mög­li­chen Erneue­rungs­pro­zes­se in Kir­che, Gesell­schaft und im per­sön­li­chen Leben jedes Menschen.

Das Leit­wort der Kir­chen­vä­ter „Eccle­sia sem­per refor­man­da – Die Kir­che muss sich immer erneu­ern“ betref­fe nicht nur die Struk­tu­ren, son­dern auch das gan­ze Leben. Es gehe dar­um, anzu­er­ken­nen, „dass wir unse­re dunk­len, schmut­zi­gen Stel­len haben“, die der Rei­ni­gung und Erneue­rung bedür­fen, per­sön­lich, als Kir­che und als Gesell­schaft. Auch wenn die Men­schen heu­te viel­fach acht­sa­mer und rück­sichts­vol­ler mit­ein­an­der umgin­gen als frü­her, sei es umso erschre­cken­der, dass es immer wie­der zu Rück­fäl­len in die dun­kels­ten Machen­schaf­ten kom­me, die das Leben so uner­träg­lich machen und die Freu­de am Leben neh­men, so Gössl.

„Mein Ein­druck ist, dass vie­le Men­schen heu­te ger­ne einen ober­fläch­li­chen, äuße­ren Glanz zur Schau stel­len, aber sich sehr davor hüten, tie­fer zu bli­cken“, sag­te der Erz­bi­schof. Vie­le bedroh­li­che Ris­se zögen sich durch die Fami­li­en, durch die Gesell­schaft, nur müh­sam über­tüncht, um den Schein auf­recht zu erhal­ten. „Wie oft fehlt der rich­ti­ge Halt, sodass unse­re Lebens­kon­struk­tio­nen brü­chig wer­den und aku­te Ein­sturz­ge­fahr besteht.“

„Die Kir­che muss sich immer erneu­ern, indem sie zum Urbild zurück­fin­det und an ihm Maß nimmt: an Jesus Chris­tus“, füg­te der Erz­bi­schof hin­zu. „Durch ihn fin­den wir Halt in Gott und kön­nen die dunk­len Schat­ten des Lebens bekämp­fen. So kön­nen wir leuch­ten und strah­len von innen her durch den, der uns aus der Fins­ter­nis in sein wun­der­ba­res Licht geru­fen hat.“

Ein wei­te­rer Aspekt der Pre­digt lag auf der Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung. Der soge­nann­te Him­mels­gar­ten der Micha­els­kir­che mit sei­nen rund 600 Pflan­zen­mo­ti­ven sei „eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass die Schöp­fung Got­tes kost­ba­res Geschenk an uns ist, das es zu schüt­zen und zu bewah­ren gilt“. Gössl beton­te, dem Men­schen sei „nicht Aus­beu­tung und Ver­brauch“ auf­ge­tra­gen, son­dern „hüten und hegen“. Die Schön­heit der Natur ver­wei­se auf den Schöp­fer und sei zugleich Auf­trag zum ver­ant­wort­li­chen Handeln.

Die eigent­li­che Pracht der Kir­che frei­lich sei­en die Men­schen, die sich in ihr ver­sam­meln und die trotz ihrer Schwä­chen und Sün­den von Gott geliebt sind. Dar­an erin­ne­re der hei­li­ge Bischof Otto, der die­se fro­he Bot­schaft den Men­schen in Pom­mern ver­kün­de­te und der so bis heu­te zu einem Brü­cken­bau­er zwi­schen Ost und West, zwi­schen Polen und Deutsch­land wurde.

Die baro­cke Micha­els­kir­che zählt zu den bedeu­tends­ten Sakral­bau­ten Fran­kens und prägt neben dem Dom das Stadt­bild Bam­bergs. In der Kir­che befin­det sich das Grab des hei­li­gen Bischofs Otto, der die Bene­dik­ti­ner­ab­tei 1117 bis 1121 nach einem Erd­be­ben erneu­ern ließ. Die Kir­che und das frü­he­re Klos­ter auf dem Micha­els­berg wur­den 1803 säku­la­ri­siert und sind seit­dem Eigen­tum der Bür­ger­spi­tal­stif­tung der Stadt Bam­berg. Die Kir­che war seit Herbst 2012 wegen gra­vie­ren­der Bau­schä­den geschlos­sen und umfas­send saniert wor­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te die Stadt auch sechs neue Glo­cken gie­ßen las­sen. Mit der Wie­der­eröff­nung steht die Micha­els­kir­che nun wie­der – zunächst mit ein­ge­schränk­ten Öff­nungs­zei­ten – Besu­che­rin­nen und Besu­chern offen. Am 9. und 10. Mai ist ein Bür­ger­fest geplant.

Kir­che wur­de mit Pon­ti­fi­kal­amt und Fest­akt wie­der eröffnet

„Die Kro­ne Bam­bergs“: St. Micha­el beein­druckt alle Gäste

„Klock, klock, klock“: Mit drei­mal drei Schlä­gen sei­nes Bischofs­stabs gegen die Pfor­te öff­ne­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Kir­che St. Micha­el heu­te Vor­mit­tag. Damit wur­de das Got­tes­haus nach 14 Jah­ren Sper­rung und auf­wen­di­ger Sanie­rung wie­der sei­ner ursprüng­li­chen Bestim­mung über­ge­ben. Am mor­gi­gen Sonn­tag gibt es einen ers­ten Got­tes­dienst für alle Gläubigen.

Mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und einem Fest­akt wur­de die Kir­che nach 14 Jah­ren fei­er­lich wie­der eröff­net. „Ein his­to­ri­scher Moment für Bam­berg und das Erz­bis­tum: Mit der Wie­der­eröff­nung der Kir­che ist ein Juwel des Welt­erbes geschaf­fen wor­den“, sagt der Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Unter dem Klang der fünf alten und sechs neu­en Glo­cken sowie beglei­tet von einer fei­er­li­chen Pro­zes­si­on mit 19 Kon­ze­le­bran­ten nahm Erz­bi­schof Gössl die Kir­che sym­bol­träch­tig wie­der in Besitz. Nach der Öff­nung der Pfor­te zog der lit­ur­gi­sche Dienst in das Got­tes­haus ein, das sich den Gläu­bi­gen in neu­em Glanz prä­sen­tier­te. Die Seg­nung des Weih­was­sers, die Bespren­gung der Gemein­de sowie das fei­er­li­che Beweih­räu­chern (Inzens) der Kir­chen­wän­de knüpf­ten bewusst an die jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on der Kirch­wei­he an und mach­ten die spi­ri­tu­el­le Bedeu­tung des Ortes ein­drucks­voll erleb­bar. Höhe­punk­te des Pon­ti­fi­kal­amts waren zudem die Wie­der­ent­zün­dung des Ewi­gen Lichts sowie die Rück­kehr der Reli­quie des hei­li­gen Otto in den Kirchenraum.


Ein Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwendung

Erz­bi­schof Her­wig Gössl begann sei­ne Pre­digt mit den Wor­ten „Es ist eine Pracht!“, und er dank­te allen, die dafür gesorgt haben, dass die­se Pracht erhal­ten geblie­ben ist. Er deu­te­te das sanier­te Got­tes­haus als Sym­bol für Got­tes blei­ben­de Zuwen­dung zu den Men­schen und für die damit immer­zu not­wen­di­gen und mög­li­chen Erneue­rungs­pro­zes­se in Kir­che, Gesell­schaft und im per­sön­li­chen Leben jedes Menschen.

Ein wei­te­rer Aspekt der Pre­digt lag auf der Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung. Der Him­mels­gar­ten der Micha­els­kir­che mit sei­nen 585 Pflan­zen­mo­ti­ven sei „eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass die Schöp­fung Got­tes kost­ba­res Geschenk an uns ist, das es zu schüt­zen und zu bewah­ren gilt“. Gössl beton­te, dem Men­schen sei „nicht Aus­beu­tung und Ver­brauch“ auf­ge­tra­gen, son­dern „hüten und hegen“. Die Schön­heit der Natur ver­wei­se auf den Schöp­fer und sei zugleich Auf­trag zum ver­ant­wort­li­chen Handeln.

Nach einer Pau­se bil­de­te ein Fest­akt am Nach­mit­tag einen zwei­ten Höhe­punkt an die­sem Tag. Die­ser begann mit einem kur­zen Film, der die Gene­ral­sa­nie­rung und ihre außer­ge­wöhn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen anschau­lich mach­te. Anschlie­ßend begrüß­te Finanz- und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix vie­le nam­haf­te Ver­tre­ter aus Kir­che, Poli­tik, Wirt­schaft, Gesell­schaft und Denk­mal­pfle­ge. „Nach 14 Jah­ren inten­si­ver Arbeit ist die heu­ti­ge Eröff­nung für mich und alle an dem Pro­jekt betei­lig­ten Per­so­nen ein fast schon magi­scher Mei­len­stein. Es ist uns gelun­gen, mit St. Micha­el einen uner­mess­li­chen Schatz für Bam­berg dau­er­haft zu sichern. Wir ver­die­nen uns damit den Welt­erbe­ti­tel noch ein­mal neu“, beton­te Felix.


Putz­bro­cken gibt den Anstoß

In sei­ner Fest­re­de spann­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke einen ein­drucks­vol­len Bogen von den dra­ma­ti­schen Ereig­nis­sen des Jah­res 2012 bis zur heu­ti­gen Wie­der­eröff­nung. Die Fest­gäs­te wur­den mit einem akus­ti­schen Knall dar­an erin­nert, dass ein zwei Kilo­gramm schwe­rer Putz­bro­cken vor knapp 14 Jah­ren von der Decke fiel. Die­ser Vor­fall im Novem­ber 2012 habe wie ein „Warn­schuss“ gewirkt und deut­lich gemacht, dass aku­ter Hand­lungs­be­darf bestand. Die not­wen­di­ge Schlie­ßung der Kir­che sei unaus­weich­lich gewe­sen, zugleich aber der Aus­gangs­punkt für eine „äußerst gelun­ge­ne und erfolg­rei­che Gene­ral­sa­nie­rung die­ser groß­ar­ti­gen Kir­che“, so Starke.

Star­ke hob die her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung von St. Micha­el für Bam­berg her­vor: Die ehe­ma­li­ge Klos­ter­an­la­ge sei weit mehr als ein sakra­les Gebäu­de – sie sei ein prä­gen­des Wahr­zei­chen der Welt­erbe­stadt und für vie­le „die Kro­ne Bam­bergs“. Zugleich beton­te er die enor­me Gemein­schafts­leis­tung hin­ter dem Pro­jekt: Rund 43 Mil­lio­nen Euro Inves­ti­tio­nen, tau­sen­de Betei­lig­te, jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment und eine brei­te Unter­stüt­zung durch För­der­mit­tel­ge­ber, Fach­leu­te und Bür­ger­schaft hät­ten die Sanie­rung mög­lich gemacht.

OB Star­ke blickt für die ursprüng­lich im Jahr 1015 erbau­te Klos­ter­kir­che weit vor­aus: „Die nächs­ten 1.000 Jah­re begin­nen jetzt.“ St. Micha­el sol­le wie­der ein Ort des Glau­bens, der Begeg­nung und der Iden­ti­fi­ka­ti­on für kom­men­de Gene­ra­tio­nen sein.


Hohe Aus­zeich­nung für Felix

Im Rah­men des Fest­akts wur­de Finanz- und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix für sein außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment mit der Medail­le „Denk­mal­stadt Bam­berg“ aus­ge­zeich­net. Als maß­geb­li­cher Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher habe er die Gene­ral­sa­nie­rung über vie­le Jah­re hin­weg mit gro­ßer Fach­kom­pe­tenz und per­sön­li­chem Ein­satz geprägt, beton­te Star­ke. „Was Sie bei die­sem Pro­jekt geleis­tet haben, kann man Ihnen gar nicht hoch genug anrech­nen“, so das Stadt­ober­haupt, der sich bei Bert­ram Felix herz­lich bedankte.

Die Gene­ral­sa­nie­rung von St. Micha­el bezeich­ne­te Mar­tin Schöf­fel, Staats­se­kre­tär im Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen und für Hei­mat, in sei­nem Gruß­wort als „der­zeit größ­tes Kir­chen­sa­nie­rungs­pro­jekt Deutsch­lands“. Die Maß­nah­me ret­te ein ober­frän­ki­sches Wahr­zei­chen und einen zen­tra­len Teil der Bam­ber­ger UNESCO-Welt­erbe­stät­te. „Die Arbei­ten ver­ei­nen wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Restau­rie­rung, hand­werk­li­che Prä­zi­si­on und ein Netz­werk aus Fach­leu­ten, Uni­ver­si­tä­ten und For­schungs­kol­lo­qui­en. Das hoch­kom­ple­xe Pro­jekt hat nicht nur tech­ni­sche, son­dern auch kon­ser­vie­rungs­wis­sen­schaft­li­che Maß­stä­be gesetzt und gilt als Vor­bild für künf­ti­ge Sanie­run­gen. Finan­ziert als Gemein­schafts­auf­ga­be von Frei­staat, Bund, regio­na­len För­de­rern sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­gern konn­te die­ses ein­zig­ar­ti­ge Kul­tur­gut für kom­men­de Gene­ra­tio­nen gesi­chert wer­den. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten für Ihren groß­ar­ti­gen Ein­satz“, erklär­te Schöffel.

Ein Kraft­akt sei die umfas­sen­de Bau­maß­nah­me für die Stadt Bam­berg und die Bür­ger­spi­tal­stif­tung gewe­sen, beton­te Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid. „Für uns als För­der­ge­ber war beson­ders wich­tig, dass St. Micha­el ein leben­di­ger, zugäng­li­cher, ein­la­den­der Ort bleibt. Der heu­ti­ge Tag mar­kiert einen Neu­an­fang. Die Klos­ter­kir­che St. Micha­el tritt wie­der in ech­te Bezie­hung zu ihrer Stadt. Las­sen Sie uns die­sen Ort nun wie­der mit Leben fül­len – in Respekt vor sei­ner Geschich­te und mit Offen­heit für das, was hier ent­ste­hen kann“, so Luder­schmid. Auch er brach­te eine Aus­zeich­nung für Felix mit: Der Regie­rungs­prä­si­dent zeich­ne­te den Finanz- und Stif­tungs­re­fe­ren­ten mit dem Denk­mal­preis der Ober­fran­ken­stif­tung aus.


Ein „ech­tes Leuchtturmprojekt“

Gene­ral­kon­ser­va­tor Pro­fes­sor Mat­thi­as Pfeil wür­dig­te in sei­nem Gruß­wort die Sanie­rung als her­aus­ra­gen­des Bei­spiel moder­ner Denk­mal­pfle­ge. Aus einem zunächst schein­bar „übli­chen“ Scha­dens­fall habe sich ein Pro­jekt von außer­ge­wöhn­li­cher Trag­wei­te ent­wi­ckelt: Die Gene­ral­sa­nie­rung sei zu einem „ech­ten Leucht­turm­pro­jekt“ gewor­den, das Maß­stä­be für zukünf­ti­ge Gene­ra­tio­nen setze.

Dabei sei ins­be­son­de­re das Prin­zip der behut­sa­men Inter­ven­ti­on ent­schei­dend gewe­sen: Ziel sei es gewe­sen, die his­to­ri­sche Sub­stanz zu erhal­ten und Ein­grif­fe auf das not­wen­di­ge Maß zu beschrän­ken. Oder, so Pfeil zuge­spitzt: „Die bes­te denk­mal­pfle­ge­ri­sche Maß­nah­me ist oft die, die man spä­ter nicht sieht.“


Ein­trag ins Gol­de­ne Buch

Musi­ka­lisch umrahmt wur­de der Fest­akt vom Kam­mer­mu­sik­ensem­ble der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker mit Wer­ken unter ande­rem von Mozart, Haydn und Dvořák. Den Abschluss bil­de­ten die Ein­tra­gung der Ehren­gäs­te in das Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg sowie ein gemein­sa­mer Empfang.

Via Live­stream konn­ten alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die bei­den Ver­an­stal­tun­gen im Netz ver­fol­gen, bei der auf Grund der beeng­ten Raum­ver­hält­nis­se nur gela­de­ne Gäs­te zuge­las­sen waren. Am mor­gi­gen Sonn­tag, dem 26. April 2026, gibt es einen ers­ten Got­tes­dienst für alle Gläu­bi­gen. Außer­dem sind alle Men­schen aus der Regi­on in zwei Wochen zu einem gro­ßen Bür­ger­fest rund um die sanier­te Kir­che St. Micha­el am 9. und 10. Mai 2026 eingeladen.

Auf­grund des erwar­tet gro­ßen Inter­es­ses wird emp­foh­len, zu Fuß zu kommen

Eröff­nungs­got­tes­dienst St. Micha­el: Stadt­wer­ke bie­ten Zusatz­fahrt an

Anläss­lich des Eröff­nungs­got­tes­diens­tes in der gene­ral­sa­nier­ten Kir­che St. Micha­el bie­ten die Stadt­wer­ke Bam­berg am Sonn­tag, 26. April 2026, um 8.10 Uhr eine Zusatz­fahrt der Linie 910 zum Michels­berg an, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Der öffent­li­che Got­tes­dienst beginnt an die­sem Tag um 10 Uhr, zele­briert von Dom­pfar­rer Dr. Mar­kus Koh­mann. Der Ein­lass ist ab 9 Uhr mög­lich, der Zugang erfolgt über das Haupt­por­tal sowie bar­rie­re­frei über den Konventbau.

Die wei­te­ren regu­lä­ren Bus­se der Linie 910 fah­ren sonn­tags zwi­schen 9.10 Uhr und 18.10 Uhr im Stun­den­takt vom ZOB zum Michels­berg. Auf­grund der engen Gas­sen kann auf der Linie nur ein soge­nann­ter Midi-Bus ein­ge­setzt wer­den, der cir­ca 85 Fahr­gäs­te fas­sen kann. Da mit einem hohen Besu­cher­auf­kom­men gerech­net wird, emp­feh­len die Stadt und Stadt­wer­ke Bam­berg des­halb allen, die „gut zu Fuß sind“, das schö­ne Wet­ter zu nut­zen und einen Spa­zier­gang zum Michels­berg zu machen.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst lädt ein Früh­schop­pen im Klos­ter­in­nen­hof zum Ver­wei­len und Aus­tausch ein: Mit Kaf­fee und Kuchen, Sil­va­ner aus dem Bam­ber­ger Stifts­la­den, Bier­spe­zia­li­tä­ten und alko­hol­frei­en Geträn­ken des Frän­ki­schen Braue­rei­mu­se­ums sowie einem Grill­an­ge­bot des Lions-Clubs Bam­berg-Michels­berg ist für das leib­li­che Wohl rund­um gesorgt. Bis 17 Uhr bleibt die Kir­che am Sonn­tag zur frei­en Besich­ti­gung geöffnet.

Gene­ral­sa­nie­rung biegt auf die Ziel­ge­ra­de ein

Gerüs­te fal­len: St. Micha­el zeigt wie­der sein pracht­vol­les Gesicht

Es ist ein wei­te­rer Mei­len­stein auf dem Weg zur Wie­der­eröff­nung: Die auf­wen­di­ge Gene­ral­sa­nie­rung der ehe­ma­li­gen Abtei­kir­che St. Micha­el geht in ihre fina­le Pha­se, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Stück für Stück wird das gro­ße Bau­ge­rüst abge­baut – und die ein­drucks­vol­le Gestalt des Welt­erbe-Denk­mals tritt nach und nach wie­der her­vor. Schon im Win­ter sol­len wei­te Tei­le der Fas­sa­den wie­der sicht­bar sein, bevor im Früh­jahr 2026 die Wie­der­eröff­nung zele­briert wird. Der­zeit lau­fen die Arbei­ten an meh­re­ren Stel­len parallel:


Tür­me

Die Gerüs­te an den mar­kan­ten Tür­men wer­den in den nächs­ten Tagen Meter für Meter nach unten abge­baut. Bevor die end­gül­ti­ge Abrüs­tung erfol­gen kann, müs­sen die gro­ßen Anker­lö­cher der Last­kon­so­len ver­schlos­sen wer­den. Die­se mas­si­ven Stahl­tei­le tru­gen das enor­me Gewicht der ein­ge­rüs­te­ten Tür­me und Helme.


West­fas­sa­de

Auch hier fällt Lage für Lage. Der mitt­le­re Teil der Fas­sa­de wird in den kom­men­den Wochen freigelegt.


Lang­haus Südseite

Am Oberg­aden des Kir­chen­schiffs und am Quer­schiff sind Putz, Farb­ge­bung und Fens­ter fer­tig­ge­stellt. Das Gerüst wird nun ent­fernt, auch um die neu­en Flä­chen vor Wit­te­rungs­ein­flüs­sen zu schüt­zen. Damit wird der Blick auf die Kir­che von der Stadt aus wie­der frei. 


Lang­haus Nordseite

Ein bis zwei Wochen nach der Süd­sei­te folgt auch die rück­wär­ti­ge Seite.


Innen­raum

Hier sind die gro­ßen Gerüs­te bereits gefal­len. Altä­re, Skulp­tu­ren, Kan­zel, Beicht­stüh­le und Epi­ta­phe wer­den nun nach und nach ein­ge­rüs­tet, um den Fein­schliff der Restau­rie­rungs­ar­bei­ten zu ermöglichen.


„Mit dem Gerüst­ab­bau wird die Schön­heit von St. Micha­el wie­der erleb­bar. Vie­le Jah­re lang war die Kir­che hin­ter Bau­zäu­nen und Pla­nen ver­bor­gen – jetzt kehrt sie mit ihrer gan­zen Pracht ins Stadt­bild zurück“, erklärt Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix. „Für die Bür­ger­spi­tal­stif­tung ist es eine gro­ße Freu­de zu sehen, wie das Welt­erbe-Denk­mal zu neu­em Glanz erwacht.“

Bis zum Win­ter wird die Micha­els­kir­che wie­der weit­ge­hend unver­hüllt über Bam­berg thro­nen – als sicht­ba­rer Vor­bo­te der nahen­den Wie­der­eröff­nung im Jahr 2026.

Stadt erar­bei­tet sich finan­zi­el­le Unterstützung

Sanie­rung der Kapel­len und Epi­ta­phe der Kir­che St. Micha­el wird mit 90 Pro­zent gefördert

Ein bedeu­ten­der Schritt für die Zukunft des Welt­erbes: Bay­erns Staats­mi­nis­ter für Wis­sen­schaft und Kunst, Mar­kus Blu­me, über­gab am Mitt­woch im Refek­to­ri­um der Kir­che St. Micha­el den För­der­be­scheid über 800.000 Euro für die Sanie­rung der Hei­lig-Grab-Kapel­le, der Mari­en­ka­pel­le sowie der his­to­ri­schen Epi­ta­phe an Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix.

„Ich freue mich, dass wir zum Erhalt die­ser bei­den bedeut­sa­men Kul­tur­denk­mä­ler bei­tra­gen und sie so in Zukunft wie­der in neu­em altem Glanz erstrah­len kön­nen“, beton­te Kunst­mi­nis­ter Blume.

Die ehe­ma­li­ge Bene­dik­ti­ner­ab­tei auf dem Micha­els­berg gehört für Blu­me zu den Wahr­zei­chen Bam­bergs. „Die dor­ti­ge Mari­en­ka­pel­le – die klei­ne Six­ti­ni­sche Kapel­le Bam­bergs – und die Hei­lig-Grab-Kapel­le mit einer ein­zig­ar­ti­gen Toten­tanz­dar­stel­lung sind ganz beson­de­re archi­tek­to­ni­sche und kunst­his­to­ri­sche Juwe­len. Sie spie­geln die Bedeu­tung Bam­bergs als Stadt des Glau­bens und der Kunst ein­drucks­voll wider“, mach­te der Minis­ter in Anwe­sen­heit der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mela­nie Huml deutlich.

Ins­ge­samt belau­fen sich die Kos­ten für die Maß­nah­men auf rund 4 Mil­lio­nen Euro. Der Bund stellt im Rah­men des Pro­gramms Kul­tur­In­vest 2 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung (50 %). Das Land Bay­ern betei­ligt sich mit 800.000 Euro (20 %) aus dem Ent­schä­di­gungs­fonds Bay­ern, die Ober­fran­ken­stif­tung steu­ert 400.000 Euro (10 %) bei. Stadt Bam­berg und Bür­ger­spi­tal­stif­tung über­neh­men jeweils wei­te­re 400.000 Euro (jeweils 10 %).

Restau­rie­rung mit höchs­ter Fachkompetenz

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke zeig­te sich erfreut: „Mit die­ser För­de­rung sichern wir nicht nur ein­zig­ar­ti­ge Kunst­schät­ze, son­dern bewah­ren zugleich ein Stück Bam­ber­ger Iden­ti­tät. Ich dan­ke dem Bund, dem Frei­staat und allen För­de­rern für die­ses star­ke Signal.“ Auch Stif­tungs­re­fe­rent Bert­ram Felix beton­te: „Für die Bür­ger­spi­tal­stif­tung ist die­ses Pro­jekt eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Wir sor­gen dafür, dass die wert­vol­len Fres­ken, Stu­cka­tu­ren und Natur­stein­denk­mä­ler mit höchs­ter Fach­kom­pe­tenz restau­riert wer­den – für heu­te und für kom­men­de Generationen.“

Die Arbei­ten erfol­gen in enger Abstim­mung mit dem Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge sowie den ört­lich zustän­di­gen Behör­den und sol­len bis Ende 2026 abge­schlos­sen sein.

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