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BBL - Page 3

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bam­berg Bas­kets zu Gast in Chemnitz

Ehe die Bam­berg Bas­kets am 25. April beim Heim­spiel gegen die BG Göt­tin­gen wie­der in der hei­mi­schen BROSE ARENA auf­lau­fen kön­nen, muss das Team von Head Coach Anton Gavel zunächst noch zwei Spie­le in frem­den Hal­len bestrei­ten, zunächst am mor­gi­gen Sonn­tag bei den Niners Chemnitz.

Tip-Off zum Spiel der Bam­berg Bas­kets in Sach­sen ist mor­gen um 15:00 Uhr. In die­sem Auf­ein­an­der­tref­fen am 28. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga wol­len bei­de Teams nach ihren ver­gan­ge­nen Auf­trit­ten zei­gen, dass sie es deut­lich bes­ser drauf­ha­ben als zuletzt gezeigt. Wäh­rend die Bam­ber­ger mit 88:114 ihr Gast­spiel in Braun­schweig ver­lo­ren, kam die Mann­schaft von Chef­trai­ner Rodri­go Pas­to­re am letz­ten Wochen­en­de bei ratio­ph­arm ulm mit 87:117 unter die Räder. Im Spit­zen­spiel ver­schlie­fen die Chem­nit­zer dabei den Anfang der Par­tie völ­lig und gaben das ers­te Vier­tel mit 8:34 an die Ulmer ab. Den­noch aber konn­ten die NINERS Platz drei in der Tabel­le behaup­ten, da auch die Ver­fol­ger der Sach­sen ihre Spie­le verloren.

„Natür­lich wol­len und müs­sen wir ein ande­res Gesicht zei­gen als zuletzt in Braun­schweig, wenn wir in Chem­nitz etwas Zähl­ba­res mit­neh­men wol­len. Da bei­de Teams aus einer deut­li­chen Nie­der­la­ge kom­men und die­se mög­lichst schnell ver­ges­sen machen wol­len, kann man sicher­lich eine inten­si­ve und auch phy­si­sche Par­tie erwar­ten“, so Moritz Krim­mer, Power For­ward der Bam­berg Bas­kets. „Chem­nitz ist vor allem in der Defen­si­ve ein sehr star­kes Team. Hier gilt es, unse­re Chan­cen gut und gedul­dig her­aus­zu­spie­len. In der Defen­si­ve müs­sen wir es schaf­fen, ihnen kei­ne leich­ten Wür­fe zu ermög­li­chen. Ähn­lich wie im Hin­spiel wird der Schlüs­sel zum Erfolg wie­der sein, sie um die 80 Punk­te zu halten.”

Der Nie­der­la­ge in Freak City kurz nach Weih­nach­ten lie­ßen die Chem­nit­zer drei Sie­ge in Serie fol­gen (gegen den MBC (82:72), gegen Frank­furt (85:66) und gegen Ham­burg (69:60)). Recht deut­lich wur­de der Lauf der Sach­sen dann jedoch in Vech­ta wie­der gestoppt, wo man mit 66:89 klar unter­lag. Das Auf und Ab, Chem­nitz steht aktu­ell bei 14 Sie­gen und 10 Nie­der­la­gen, ging doch auch hier naht­los wei­ter und man gewann die fol­gen­de Par­tie mit 84:80 in Bonn.


81:80-Sieg im Hinspiel

Auch zuletzt ging es mit drei Aus­wärts­sie­gen in Fol­ge (in Göt­tin­gen (94:90), in Würz­burg (90:83) und in Frank­furt (70:65)) wie­der hin­auf, ehe man beim 87:117 in Ulm aber­mals einen her­ben Dämp­fer ein­ste­cken musste.

Per­so­nell hat sich zum ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen in Freak City eini­ges im Kader der NINERS getan. Will Christ­mas (14 Punk­te im Hin­spiel) und Eddy Edi­gin haben den Club ver­las­sen. Mit Jacob Gily­ard hat man sich Anfang Febru­ar einen neu­en Spiel­ma­cher ins Team geholt. Der 26-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner ist gera­de ein­mal 1,75 Meter groß, kann in den ver­gan­ge­nen zwei­ein­halb Jah­ren jedoch auf ins­ge­samt 422 Spie­le in der NBA (Mem­phis & Brook­lyn) sowie par­al­lel dazu 89 Par­tien in der G‑League (Mem­phis & Cleve­land) vor­wei­sen. In sei­nen bis­he­ri­gen sie­ben Spie­len für die NINERS brach­te er es durch­schnitt­lich auf 12,1 Punk­te und gab 6,7 Korb­vor­la­gen. Eben­falls neu ist Dami­en Jef­fer­son. Der Uguak-Ersatz spiel­te zuletzt für Pinar Kar­si­ya­ka in der Tür­kei und kam Anfang März zu den NINERS, die mit Kevin Yebo eine wei­te­re wich­ti­ge Säu­le der über­aus erfolg­rei­chen Vor­sai­son vom FC Bay­ern zurück nach Chem­nitz holen konnten.

Mit 81:80 konn­ten die Bam­berg Bas­kets das Hin­spiel in der BROSE ARENA gegen die NINERS für sich ent­schei­den. Nach einem zunächst aus­ge­gli­che­nen ers­ten Vier­tel setz­te sich das Team von Head Coach Anton Gavel im zwei­ten Abschnitt bis auf zehn Punk­te ab. Nach der Pau­se hat­ten bei­de Teams ihre Runs und die Füh­rung wech­sel­te hin und her. Im Schluss­ab­schnitt schie­nen die Chem­nit­zer dann noch­mals zule­gen zu kön­nen und durch den Tip-In von DeAnd­re Lans­dow­ne führ­ten die Gäs­te 3:36 Minu­ten vor dem Ende mit 72:64. Die Bam­ber­ger kämpf­ten sich noch­mals zurück, doch auch 21 Sekun­den vor dem Ende lagen die NINERS mit 80:76 vor­ne. Noah Locke aber stell­te den Aus­gang die­ser Par­tie nahe­zu im Allein­gang noch­mals auf den Kopf. Sein Korb mit erfolg­rei­chem Bonus­frei­wurf brach­te den 81:80-Sieg und Freak City nach der Schluss­si­re­ne zum Beben. Der US-Ame­ri­ka­ner war am Ende mit 22 Punk­ten Tops­corer der Par­tie. Bei den Chem­nit­zern traf Vic­tor Bai­ley Jr. mit 20 Zäh­lern am besten.

Fünf Mal Deut­scher Meister

DANKE KARSTEN! Bam­bergs Mann­schafts­ka­pi­tän been­det sei­ne Karriere

Mit dem Ende der aktu­el­len Sai­son geht in Freak City eine Ära zu Ende. Mann­schafts­ka­pi­tän Kars­ten Tad­da wird nach ins­ge­samt sieb­zehn Spiel­zei­ten in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga und weit über 600 BBL-Spie­len sowie 89 Ein­sät­zen für die deut­sche Natio­nal­mann­schaft sei­ne akti­ve Kar­rie­re beenden.

Fünf deut­sche Meis­ter­schaf­ten und drei Pokal­sie­ge konn­te Kars­ten Tad­da mit Bam­berg beju­beln. 2023 gewann er zudem mit den Tele­kom Bas­kets Bonn die Bas­ket­ball Cham­pi­ons League. „Für mich ist der Moment gekom­men, die Schu­he an den Nagel zu hän­gen. Eine unfass­ba­re Rei­se mit vie­len tol­len Momen­ten, vie­len Meis­ter­schaf­ten und Titeln liegt hin­ter mir“, so der 36-Jäh­ri­ge in einem State­ment. „Es war immer mein Wunsch, mei­ne Kar­rie­re hier in Bam­berg zu been­den und ich glau­be, dass jetzt der rich­ti­ge Zeit­punkt dafür ist. Ich möch­te mich bei allen, ganz beson­ders natür­lich bei mei­ner Fami­lie, recht herz­lich bedan­ken, dass sie mich auf die­ser Rei­se beglei­tet und vor allem auch unter­stützt haben. Für die noch anste­hen­den Spie­le wün­sche ich mir von unse­ren Fans, dass die Are­na so voll wie nur irgend­wie mög­lich ist und dass uns Freak City so groß­ar­tig, wie schon die gesam­te Sai­son über, unterstützt.“

„Kars­tens Kar­rie­re ist in vie­ler­lei Hin­sicht beein­dru­ckend und ein her­aus­ra­gen­des Vor­bild für unse­re Bam­ber­ger Nach­wuchs­ta­len­te. Dass er nun zum Kar­rie­re­en­de noch zum BBL-Rekord­spie­ler wer­den kann, ist hier­bei das i‑Tüpfelchen“, äußert sich Phil­ipp Höh­ne, der Geschäfts­füh­rer der Bam­berg Bas­kets. „Ganz beson­ders freue ich mich jedoch dar­auf, dass Kars­ten dem Bam­ber­ger Bas­ket­ball auch nach sei­ner Spie­ler­kar­rie­re erhal­ten bleibt und ab dem Som­mer die kom­plet­te Orga­ni­sa­ti­on mit sei­ner Erfah­rung als Nach­wuchs­ko­or­di­na­tor und Mar­ken­bot­schaf­ter berei­chern wird.“

Auch Head Coach Anton Gavel drück­te sich in einem State­ment sei­ne Hoch­ach­tung aus. „Zunächst ein­mal Glück­wunsch an Kars­ten zu die­ser Kar­rie­re. Egal, wo er gespielt hat, hat er sich in den Dienst der Mann­schaft gestellt, sei­ne Rol­le voll aus­ge­füllt und war erfolg­reich“, so Gavel. „Als Bam­ber­ger Jun­ge hier fünf Titel plus einen inter­na­tio­na­len mit Bonn gewon­nen zu haben, ist her­vor­ra­gend und eigent­lich muss sein Tri­kot unter die Hal­len­de­cke gehängt wer­den. Was er für Bam­berg und auch als Natio­nal­spie­ler für den deut­schen Bas­ket­ball geleis­tet hat, ist nur schwer mit Wor­ten zu beschrei­ben. Am Ende sei­ner Kar­rie­re wird er als BBL-Rekord­spie­ler in den Sta­tis­ti­ken ste­hen, was zudem für sei­ne Ein­stel­lung und sei­nen gro­ßen Wil­len spricht. Kom­pli­ment zu die­ser Kar­rie­re und jetzt freu­en wir uns natür­lich auch, dass uns Kars­ten hier in Bam­berg erhal­ten bleibt und wün­schen ihm dafür nur das Allerbeste.“

Beim Heim­spiel am 11. Mai gegen RASTA Vech­ta wird Bam­bergs Num­mer 9 sein „Abschieds­spiel“ in der BROSE ARENA bestrei­ten. Dem Bas­ket­ball­stand­ort Bam­berg wird Kars­ten Tad­da auch in Zukunft wei­ter­hin erhal­ten blei­ben. Ab der kom­men­den Sai­son fun­giert er als Nach­wuchs­ko­or­di­na­tor im Freak City Bam­berg e.V. sowie als Markenbotschafter.

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bam­berg Bas­kets ver­lie­ren in Braunschweig

Die Bam­berg Bas­kets haben ihr Aus­wärts­spiel des 26. Spiel­ta­ges in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga bei den Bas­ket­ball Löwen Braun­schweig ver­lo­ren. Mit 88:114 (42:62) zogen die Bam­ber­ger in der Volks­wa­gen Hal­le am Ende klar den Kür­ze­ren in einem Spiel, das etli­che Par­al­le­len zur Sai­son­er­öff­nungs­par­tie bei­der Mann­schaf­ten am 22. Sep­tem­ber letz­ten Jah­res in Freak City hatte.

Wie schon im ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen star­te­ten bei­de Mann­schaf­ten auf Augen­hö­he in die Par­tie, ehe die Bas­ket­ball Löwen einen Spiel­ab­schnitt domi­nier­ten und davon­zo­gen. War es im Hin­spiel das drit­te Vier­tel, so war es dies­mal bereits der zwei­te Abschnitt, den die Nie­der­sach­sen mit dem exakt glei­chen Ergeb­nis wie im Hin­spiel von 36:19 für sich ent­schie­den und so ihren Vor­sprung auf 20 Punk­te aus­bau­en konn­ten. Wie schon damals kamen die Bam­berg Bas­kets auch am Sonn­tag­nach­mit­tag vor 5.324 Zuschau­ern noch­mals rich­tig stark zurück und ver­kürz­ten den Rück­stand auf nur noch drei Zäh­ler, doch so beherzt man sich wie­der ins Spiel zurück­ge­bracht hat­te, so schnell und ein­fach zogen die Bas­ket­ball Löwen wie­der davon und gewan­nen das Spiel am Ende sou­ve­rän und abso­lut ungefährdet.

Tops­corer bei den Bam­berg Bas­kets – wie schon im Hin­spiel – war Ibra­him Wat­son mit 24 Punk­ten. Auf Sei­ten der Gast­ge­ber scor­ten sie­ben Spie­ler zwei­stel­lig. Arnas Veli­cka war mit 23 Zäh­lern der Erfolgreichste.


20 Punk­te-Rück­stand zur Halbzeit

Bei­de Teams brauch­ten einen Moment, um in die Par­tie zu fin­den. Beson­ders übel begann das Spiel für Moritz Krim­mer, der bereits nach 70 Sekun­den sein zwei­tes per­sön­li­ches Foul ange­krei­det bekam. Die Gast­ge­ber fan­den etwas schnel­ler zu ihrem Rhyth­mus und nach dem Drei­er von T.J. Cro­ckett zogen die Löwen etwas davon (9:2/4.). Die Bam­ber­ger aber blie­ben vor allem dank Ibra­him Wat­son dran. Der Drei­er zum 13:15 (7.) waren bereits die Zäh­ler 9,10 und 11 für den US-Ame­ri­ka­ner. Gut zwei Minu­ten vor dem Vier­tel­en­de glich KeyShawn Fea­zell zunächst von der Frei­wurf­li­nie aus (17:17), ehe er der Bam­ber­ger Cen­ter­spie­ler sein Team mit einem And-One sogar mit 20:17 in Füh­rung brach­te (9.). Die Haus­her­ren been­de­ten das Vier­tel jedoch mit einem 9:3‑Lauf und lagen durch den erfolg­rei­chen Sprung­wurf von Chip Fla­nig­an mit ablau­fen­der Spiel­zeit wie­der in Füh­rung (26:23).

93 Sekun­den waren im zwei­ten Vier­tel gera­de ein­mal gespielt, da nahm Anton Gavel nach dem Drei­er von Tre Mit­chell zum 25:31 sei­ne ers­te Aus­zeit. Viel schie­nen sei­ne Spie­ler hier jedoch nicht mit­ge­nom­men zu haben, denn nur wei­te­re 88 Sekun­den spä­ter zog er aber­mals die Brem­se und hol­te sein Team erneut zur Aus­zeit zusam­men. Luka Scu­ka hat­te den Ball zuvor in den Bam­ber­ger Korb gestopft und die Löwen beim 37:27 zwei­stel­lig in Front gebracht. Per Drei­er ver­kürz­te Adri­an Pet­ko­vić im fol­gen­den Angriff zwar auf 37:30 (14.), doch von nun an über­nah­men die Gast­ge­ber zuse­hends das Kom­man­do auf dem Spiel­feld. Punkt um Punkt ver­grö­ßer­ten die Löwen ihren Vor­sprung und zogen über 43:32 (16.), 52:36 (18.) bis zur Halb­zeit­pau­se auf 62:42 davon, wobei sie das zwei­te Vier­tel mit 36:19 für sich entschieden.


„So gewinnt man kei­ne Spiele“

Wie aus­ge­wech­selt kamen die Bam­ber­ger dann aus der Kabi­ne. Mit einem 12:2‑Run hal­bier­te man inner­halb von nur 2:12 Minu­ten die Füh­rung der Nie­der­sach­sen (64:54/23.). Und das Team von Head Coach Anton Gavel ließ nicht locker. Knapp vier Minu­ten waren im drit­ten Abschnitt noch auf der Spiel­uhr, als KeyShawn Fea­zell an der Frei­wurf­li­nie auf 63:66 ver­kürz­te. Die Braun­schwei­ger wackel­ten, aber nur kurz. Scu­ka, Fla­nig­an und Veli­cka tra­fen und brach­ten ihr Team 2:18 Minu­ten vor Ende des drit­ten Vier­tels wie­der zwei­stel­lig in Front (76:65). Wie schon zum Ende des ers­ten Vier­tels sorg­te Löwen-Kapi­tän Chip Fla­nig­an erneut mit einem Buz­zer-Bea­ter für einen wei­te­ren emo­tio­na­len Tief­schlag. Sein Drei­er zum 81:69-Zwischenstand nach 30 Minu­ten hier beson­ders bit­ter, hat­ten die Gast­ge­ber den Ball zuvor schon fast ver­lo­ren gehabt.

Die Gescheh­nis­se des Schluss­ab­schnitts sind schnell erzählt. Die Braun­schwei­ger star­te­ten mit einem 6:0‑Lauf und zogen schnell wie­der etwas kom­for­ta­bler auf 87:69 (31.) davon. Wat­son, Lof­ton & Co. ver­such­ten dran­zu­blei­ben und kamen knapp fünf Minu­ten vor dem Ende auch noch­mals auf 94:82 her­an, doch die Braun­schwei­ger lie­ßen sich nicht noch­mals in Gefahr brin­gen. Mit einem 20:6‑Lauf been­de­ten die Gast­ge­ber die Par­tie und fei­er­ten am Ende einen sou­ve­rä­nen Heimerfolg.

„Zunächst Glück­wunsch an Jesús und sei­ne Mann­schaft zum ver­dien­ten Sieg. Ich möch­te mich zudem bei den ange­reis­ten Fans für die­se Leis­tung ent­schul­di­gen und dafür, dass sie sich die­ses Spiel anse­hen muss­ten. Wir hat­ten im zwei­ten Vier­tel zwei und im letz­ten Vier­tel einen Stopp. So gewinnt man kei­ne Spie­le. Wir haben ins­ge­samt 114 Punk­te abge­ge­ben und das kur­ze Auf­bäu­men im drit­ten Vier­tel reicht ein­fach nicht“, resü­mier­te Bas­kets-Head Coach Anton Gavel. „Wir funk­tio­nie­ren nur, wenn die Sachen gut für uns lau­fen, was in die­sem Spiel über län­ge­re Pha­sen nicht der Fall war. Und wenn die Din­ge nicht in unse­re Rich­tung lau­fen, dann schaf­fen wir es nicht, uns auf­zu­bäu­men. Das ver­folgt uns schon die gesam­te Sai­son und des­halb haben wir heu­te auch so hoch ver­lo­ren. Das Schlimms­te war, dass wir am Ende die Hosen run­ter­ge­las­sen haben und das geht gar nicht.“

Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga

Bam­berg Bas­kets zu Gast in Braunschweig

Im Sai­son-End­spurt der Bas­ket­ball-Bun­des­li­ga ste­hen für die Bam­berg Basekts zunächst drei Aus­wärts­spie­le auf dem Pro­gramm. Am mor­gi­gen Sonn­tag gas­tie­ren die Bas­kets bei den Bas­ket­ball Löwen Braunschweig.

Vie­ler Wor­te bedarf es vor den letz­ten acht Spie­len der Haupt­run­de in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga jetzt nicht mehr. Dar­über waren sich nicht nur Moritz Krim­mer, Craig Mol­ler und Ronal­do Segu im Rah­men des Fan­talks am Mitt­woch­abend im Fäss­la Kel­ler einig. Die noch ver­blei­ben­den Spie­le sind für die Bam­berg Bas­kets nun alles End­spie­le, so Moritz Krim­mer, möch­te man mit einem furio­sen End­spurt noch den Sprung in die Post-Sea­son schaf­fen. Fünf, wahr­schein­lich sogar sechs Sie­ge muss man aus den letz­ten acht Spie­len, so Bam­bergs Power For­ward wei­ter, auf jeden Fall noch holen, um die Qua­li­fi­ka­ti­on für die Play-Ins noch schaf­fen zu kön­nen. Eine Serie, ähn­lich der im Dezem­ber, möch­te man star­ten und das am bes­ten gleich am kom­men­den Spieltag.

Die nun anste­hen­den Auf­ga­ben sind jedoch alle nicht leicht, zumal die Bam­ber­ger die kom­men­den drei Spie­le alle­samt aus­wärts bestrei­ten müs­sen. Vor den Par­tien in Chem­nitz und in Ros­tock geht es nun erst ein­mal nach Nie­der­sach­sen, wo man am kom­men­den Sonn­tag Gast der Bas­ket­ball Löwen Braun­schweig sein wird. Tip-Off beim Tabel­len­fünf­ten ist um 16:30 Uhr.


77:96-Heiminederlage im Hinspiel

Die Bas­ket­ball Löwen spie­len eine star­ke Sai­son und sind als Tabel­len­fünf­ter aktu­ell ganz klar auf Play­off-Kurs. Nach dem 91:79-Heimsieg am 21. Spiel­tag gegen die Veo­lia Towers Ham­burg hat­te man im 20. Spiel bereits sei­nen 14. Sieg ver­bu­chen kön­nen und stand zwi­schen dem FC Bay­ern Mün­chen und ratio­ph­arm ulm ganz oben in der Tabel­le. Zuletzt aber muss­te sich die Mann­schaft von Head Coach Jesus Rami­rez vier Mal in Fol­ge geschla­gen geben. Der 75:111-Auswärtsniederlage in Ulm folg­ten Nie­der­la­gen in Olden­burg (90:102), gegen ALBA BERLIN (73:108) und zuletzt beim SYNTAINICS MBC in Wei­ßen­fels (77:82).

In der hei­mi­schen Volks­wa­gen Hal­le ging man in 8 der bis­he­ri­gen 12 Par­tien als Sie­ger vom Par­kett. Das Team der Bas­ket­ball Löwen prä­sen­tiert sich ins­ge­samt als sehr aus­ge­gli­chen, sco­ren sechs Spie­ler pro Par­tie durch­schnitt­lich zwi­schen 9,9 und 12,6 Punk­ten. Tops­corer ist Point Guard T.J. Cro­ckett, der mit 10,0 Wür­fen pro Spiel auch die meis­ten Angrif­fe sei­nes Teams abschließt. Ein Blick in die Team-Sta­tis­tik der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zeigt die Braun­schwei­ger auf Platz eins bei den geblock­ten Wür­fen. 4,2 Blocks pro Spiel sind eben­so Best­wert, wie auch die durch­schnitt­lich 24,5 Frei­wür­fe (wie auch ALBA BERLIN), die sich die Löwen bis­lang in ihren Spie­len durch­schnitt­lich erar­bei­ten konn­ten (Frei­wurf­quo­te: 71,4%). Ein wei­te­rer Top-Wert der Nie­der­sach­sen sind ihre 8,5 Ball­ge­win­ne, die sie sich pro Begeg­nung schnap­pen (Platz 2 in der easy­Cre­dit BBL hin­ter Lud­wigs­burg mit 9,1).

Genau 189 Tage lie­gen zwi­schen den bei­den Auf­ein­an­der­tref­fen der Bam­berg Bas­kets und den Bas­ket­ball Löwen Braun­schweig. Unter den Augen von Den­nis Schrö­der war das Hin­spiel in Freak City für bei­de Teams Ende Sep­tem­ber 2024 der Start in die neue Sai­son, bei dem Bam­bergs Chef­trai­ner Anton Gavel auf die ver­letz­ten Kars­ten Tad­da, Filip Sta­nić und Noah Locke ver­zich­ten muss­te. Obwohl dezi­miert star­te­ten die Bam­ber­ger recht gut in die­ses Spiel und lagen zur Pau­se knapp mit 37:35 gegen die Nie­der­sach­sen in Führung.

Hat­ten die Löwen in den ers­ten 20 Minu­ten 35 Zäh­ler erzie­len kön­nen, waren es dann im drit­ten Vier­tel allein gan­ze 36. Die Gäs­te gewan­nen den drit­ten Abschnitt mit 36:19 und zogen Anfang des letz­ten Vier­tels bis auf 76:56 davon. Von über 4.500 Freaks in der BROSE ARENA ange­feu­ert kämpf­ten sich die Bam­berg Bas­kets noch­mals auf 74:80 zurück.

Bar­ra Njie mach­te dann aber den Unter­schied zuguns­ten der Löwen, die mit einem 16:3‑Lauf das Spiel am Ende deut­lich mit 96:77 für sich ent­schei­den konn­ten. Die bes­ten Wer­fer auf Bam­ber­ger Sei­te waren Ibra­him Wat­son und KeyShawn Fea­zell mit je 19 Punk­ten. Braun­schweigs Luka Scu­ka war mit 26 Punk­ten Tops­corer des Spiels.

Adri­an Pet­ko­vić mit neu­er Bestleistung

Bam­berg Bas­kets ver­lie­ren zu Hau­se gegen Heidelberg

Letzt­lich knapp haben die Bam­berg Bas­kets ihr Heim­spiel des 25. Spiel­ta­ges in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gegen Hei­del­berg ver­lo­ren. Knapp und das, obwohl die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel, wie er selbst sag­te, bei der 90:93(36:47)-Niederlage am Sonn­tag­abend gegen die MLP Aca­de­mics in den ers­ten drei Vier­teln des Spiels nicht vor­han­den war.

Wol­le man noch die Play­offs oder die Play-Ins errei­chen, kön­ne man nicht so spie­len, fand der Chef­trai­ner nach Spiel­schluss deut­li­che Wor­te zum Auf­tre­ten sei­nes Teams und kün­dig­te Ver­än­de­run­gen an. Dabei waren die Bam­berg Bas­kets zunächst gut in die Par­tie gestar­tet. Das 7:2 (2.) soll­te letzt­lich aber die höchs­te Bam­ber­ger Füh­rung des gesam­ten Abends gewe­sen sein. Die Gäs­te hin­ge­gen spiel­ten sich Angriff für Angriff immer bes­ser in die Begeg­nung und kurz nach Beginn des Schluss­ab­schnitts lagen die Hei­del­ber­ger mit 16 Punk­ten in Füh­rung. Die Aca­de­mics sahen wie der siche­re Sie­ger aus, doch plötz­lich erwach­ten die Bam­berg Bas­kets. „War­um erst jetzt“ dürf­ten sich die 4.349 Zuschau­er in der BROSE ARENA gefragt haben, denn ihre Mann­schaft kam 42 Sekun­den vor dem Ende tat­säch­lich noch­mals bis auf zwei Zäh­ler her­an. Am Ende aber gelang es den Gäs­ten, das Spiel mit letz­ter Kraft doch noch über die Ziel­li­nie zu bringen.

Wäh­rend bei den Hei­del­ber­gern Dama­riae Hor­ne mit 25 und Ryan Mikesell mit 23 Punk­ten über­zeug­ten, hat­ten die Gast­ge­ber in Noah Locke (19), Ronal­do Segu (16) und Filip Sta­nić (15) ihre bes­ten Scorer. Adri­an Pet­ko­vić stell­te mit 12 Punk­ten zudem eine neue per­sön­li­che BBL-Best­leis­tung auf.

Ohne den erkrank­ten Bran­don Hor­vath star­te­ten die Bam­ber­ger mit der glei­chen Start­for­ma­ti­on wie zuletzt beim ENBL-Spiel gegen War­schau. Ronal­do Segu atta­ckier­te zwei­mal erfolg­reich den Hei­del­ber­ger Korb, Noah Locke traf aus der Distanz und die Bas­kets führ­ten nach nicht ein­mal zwei Minu­ten mit 7:2. Nun aber zeig­ten die Gäs­te, war­um sie oben in der Tabel­le ste­hen und nach dem Korb­le­ger von Osun Osun­niyi ging man erst­mals in Füh­rung (9:11/5.). Immer wie­der hat­ten die Bam­ber­ger in der Offen­si­ve ihre Pro­ble­me, was die Aca­de­mics nutz­ten, um wei­ter davon­zu­zie­hen (11:18/8.). Adri­an Pet­ko­vić brach­te dann Schwung ins Bam­ber­ger Spiel. Sein Drei­er ver­kürz­te auf 14:18 (9.), wenig spä­ter muss­te er jedoch mit sei­nem bereits drit­ten Foul wie­der auf der Bank Platz neh­men. Für den letz­ten Punsh im ers­ten Abschnitt sorg­te dann Dama­riae Hor­ne, der per Drei­er für den 16:21 Spiel­stand nach den ers­ten zehn Minu­ten sorgte.

Die Gäs­te blie­ben heiß und nach­dem KeyShawn Fea­zell den Ball an der Mit­tel­li­nie ver­tän­delt hat­te und Osun Osun­niyi die­sen Ball­ver­lust letzt­lich per Dunk in zwei wei­te­re leich­te Zäh­ler ver­wan­delt hat­te (17:26/12.), muss­te Anton Gavel nach nur 97 gespiel­ten Sekun­den im zwei­ten Vier­tel sei­ne zwei­te Aus­zeit neh­men. Die Bespre­chung schien zu fruch­ten, denn schnell war Bam­berg wie­der dran (22:26/13.). Nicht lan­ge ließ jedoch die Ant­wort der Aca­de­mics auf sich war­ten. Ein 10:2‑Run in den nächs­ten rund drei Minu­ten brach­te die Gäs­te zwei­stel­lig in Füh­rung (24:36/16.). Dama­riae Hor­nes Drei­er 2:26 Minu­ten vor der Pau­se zum 28:44 (18.) bescher­te den Gäs­te dann ihre höchs­te Füh­rung, die die Bam­berg Bas­kets bis zur Halb­zeit­si­re­ne wie­der auf 36:47 ver­kür­zen konnten.


„Wir waren heu­te die ers­ten drei Vier­tel nicht vorhanden”

Ein unver­än­der­tes Bild sahen die Zuschau­er dann auch zu Beginn der zwei­ten Halb­zeit. Hei­del­berg wei­ter­hin zwei­stel­lig in Füh­rung und auf Bam­ber­ger Sei­te woll­te nach wie vor kein wirk­li­cher Spiel­rhyth­mus auf­kom­men (43:54/23.). Sta­nić, Krim­mer und Pet­ko­vić aber kämpf­ten und kamen knapp vier Minu­ten vor dem Ende des drit­ten Vier­tels wie­der etwas näher her­an (50:57/27.). Wie aber stets über die bis­he­ri­ge Spiel­zeit, so hat­ten die Hei­del­ber­ger auch hier eine Ant­wort auf Lager. Nach Vier­tel eins und zwei ging auch der drit­te Abschnitt an die Gäs­te, die so auch vor den fina­len zehn Minu­ten führ­ten (58:71).

Auch der Schluss­ab­schnitt gab zunächst kei­nen Anlass zur Annah­me, dass sich hier noch etwas ändern könn­te. Mar­cel Keßen traf zunächst per Drei­er zum 60:76 (32.) wie auch wenig spä­ter Erol Ersek zum 67:81 (35.). Plötz­lich aber wach­te das Bam­ber­ger Team auf und nach einem 10:2‑Run war man 2:53 Minu­ten vor dem Ende wie­der in Schlag­di­stanz (77:83). Die letz­ten bei­den Minu­ten waren bereits ange­bro­chen, da erziel­te Ronal­do Segu das 81:86, ehe kurz dar­auf Noak Locke mit einem sei­ner ins­ge­samt sechs erfolg­rei­chen Drei­er auf 84:88 (39.) stell­te. Und die Bas­kets kamen noch näher. Zunächst traf Ronal­do Segu zwei Frei­wür­fe (86:90), ehe man den Gäs­ten direkt nach dem Ein­wurf den Ball klau­en konn­te. Der Korb­le­ger von Segu wur­de regel­wid­rig geblockt (Goal­ten­ding) und 43 Sekun­den vor dem Ende waren die Bam­ber­ger mit 88:90 wie­der dran. Mikesell traf (88:92), Sta­nić auch (90:92), doch 14 Sekun­den vor dem Ende ließ der Hei­del­ber­ger einen Frei­wurf lie­gen und Bam­berg hat­te beim 90:93 noch­mals die Mög­lich­keit zum Aus­gleich. Statt jedoch den Drei­er zu ver­su­chen, wähl­te Noah Locke den Abschluss in der Zone und die Hei­del­ber­ger konn­ten den Sieg so über die Zeit retten.

„Glück­wunsch an Dan­ny Jans­son und sei­ne Mann­schaft zum Sieg. Wir waren heu­te die ers­ten drei Vier­tel nicht vor­han­den und haben dann erst ent­schie­den, dass wir doch spie­len wol­len“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Gegen eine Mann­schaft, wie Hei­del­berg, die in die­ser Sai­son wirk­lich gut spielt, reicht das aber nicht, um zu bestehen. Das haben wir dann ja auch zu spü­ren bekom­men. Defen­si­ve war wir ein­fach unglaub­lich soft. Wir hat­ten mit ein paar Stopps ganz okay ange­fan­gen, aber offen­siv war das nichts und als wir dann ein paar Angrif­fe nicht sco­ren konn­ten, haben wir den Ball wie­der in den Hän­den gehal­ten und uns in Ein­zel­ak­tio­nen ver­strickt. So wird es nicht funk­tio­nie­ren und wei­ter­ge­hen, weil so die Mög­lich­kei­ten über Play­offs oder Play-Ins spre­chen zu kön­nen schwin­den. So spielt man ein­fach kei­ne Spie­le, wenn man in den Play­offs oder Play-Ins spie­len möch­te und des­we­gen müs­sen wir etwas ändern.“

Bas­ket­ball

Bam­berg Bas­kets unter­lie­gen in Bonn

Nach den Heim­sie­gen gegen Frank­furt und den FC Bay­ern Mün­chen haben die Bam­berg Bas­kets am 24. Spiel­tag in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga nicht nach­le­gen kön­nen. Im Gast­spiel bei den Tele­kom Bas­kets Bonn unter­lag die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel am Sams­tag­abend vor 5.666 Zuschau­ern im Tele­kom Dome mit 77:87 (36:50).

Auch wenn die Bon­ner die gesam­te Spiel­zeit über führ­ten, das ers­te Vier­tel mit 29:16 domi­nier­ten und sich bis zu 19 Punk­te Vor­sprung her­aus­spiel­ten, hät­ten die Bam­ber­ger die Par­tie auf dem Bon­ner Hardt­berg den­noch gewin­nen kön­nen. Mehr­fach kämpf­ten sich die Bam­ber­ger im Spiel­ver­lauf wie­der an die Gast­ge­ber her­an, die mit Kön­nen und etwas Glück ihre Füh­rung jedoch stets behaup­ten konn­ten und so letzt­lich auch ver­dient gewannen.

Tops­corer des Spiels war Bam­bergs Noah Locke mit 22 Punk­ten. Auf Sei­ten der Bon­ner erziel­ten ins­ge­samt sechs Spie­ler zwi­schen 10 und 12 Zähler.

Wie schon im Hin­spiel beim 92:73-Heimsieg begann Head Coach Anton Gavel auch dies­mal mit Kyle Lof­ton auf der Point Guard Posi­ti­on. Den bes­se­ren Start ins Spiel erwisch­ten die Bon­ner. Die Gast­ge­ber zu Beginn deut­lich aggres­si­ver und nach zwei Bam­ber­ger Ball­ver­lus­ten in den ers­ten bei­den Spiel­mi­nu­ten mit einer schnel­len 0:4‑Führung. Die Bam­ber­ger aber blie­ben dran und nach dem Korb­le­ger von Noah Locke lag man Mit­te des ers­ten Vier­tels nur knapp zurück (8:10/6.). Dann folg­ten aber 90 schwar­ze Sekun­den und ein 11:0‑Lauf der Gast­ge­ber, die qua­si im Hand­um­dre­hen auf 8:21 (7.) davon­zie­hen konn­ten. Bis auf 14:29 (10.) bau­ten die Tele­kom Bas­kets die Füh­rung aus, ehe Noah Locke mit zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen für den 16:29-Zwischenstand nach dem ers­ten Vier­tel sorgte. 

Auch der Start in den zwei­ten Abschnitt gehör­te den Haus­her­ren, die beim 16:35 (12.) ihre höchs­te Füh­rung des Abends inne­hat­ten. Jetzt schlu­gen die Bam­ber­ger zurück und ein 11:2‑Lauf brach­te das Team aus Freak City wie­der auf 27:37 her­an (17.). Doch auch die Bon­ner ver­stan­den es zu kon­tern. 1:52 Minu­ten vor der Halb­zeit­pau­se war man nach dem Drei­er von Bodie Hume und einem 8:2‑Zwischenspurt wie­der auf 29:45 ent­eilt. Zur Pau­se stand es 36:50 für die Magen­ta­far­be­nen, die aus allen Ent­fer­nun­gen die bes­se­ren Wurf­quo­ten hatten.


„Ich glau­be, das Spiel wur­de im ers­ten Vier­tel entschieden“

Etwas mehr als eine Minu­te war nach der Halb­zeit­pau­se gespielt, da war es erneut Bodie Hume, der sein Team noch­mals mit einem Drei­er auf 38:56 in Füh­rung warf. Noah Locke über­nahm zuneh­mend Ver­ant­wor­tung und brach­te sein Team wie­der auf 53:63 her­an. Einen kla­ren Fall von „Was wäre gewe­sen, wenn …?“ hat­ten wir dann knapp ein­ein­halb Minu­ten vor Ende des drit­ten Vier­tels. Bei neun Punk­ten Rück­stand (57:66) sprang der Drei­er von Bran­don Hor­vath aus dem Korb und statt hier auf sechs Punk­te wie­der her­an­zu­kom­men, lag man nach dem erfolg­rei­chen Drei­er auf der Gegen­sei­te von Rival­do Soares mit 57:69 wie­der deut­li­cher zurück.
Doch auch wenn der Momen­tum-Shift zum Ende des drit­ten Abschnitts nicht geklappt hat­te, bis­sen sich die Bam­ber­ger jetzt wei­ter in die Par­tie. Der 8:0‑Start in den Schluss­ab­schnitt ließ den Rück­stand auf vier Zäh­ler schmel­zen (67:71/32.), doch aus­ge­rech­net in die­ser Auf­hol­pha­se ver­letz­te sich Filip Sta­nić. 8:45 Minu­ten vor dem Ende war der Bam­ber­ger Cen­ter beim Fast Break nach einem Alley Oop-Ver­such auf dem Fuß von Rival­do Soares gelan­det und umge­knickt. Den­noch hät­te die Par­tie hier erneut zuguns­ten der Bam­ber­ger kip­pen kön­nen, doch die Gast­ge­ber bewie­sen Ner­ven­stär­ke und setz­ten sich nach dem Drei­er von Jona­than Bäh­re auf 68:79 (35.) ab. Noah Lockes Drei­er mit Foul zum71:79 ließ die Hal­le noch­mals lei­ser wer­den, zumal auch der Ball nach sei­nem ver­wor­fe­nen Frei­wurf noch­mals in den Bam­ber­ger Hän­den lan­de­te. Der Drei­er von Ibi Wat­son, wie auch der im nächs­ten Angriff von Noah Locke und die bei­den fol­gen­den Drei­er von Ronal­do Segu ver­fehl­ten jedoch ihr Ziel und so war spä­tes­tens nach dem Alley Oop aus dem Ein­wurf her­aus von Tho­mas Ken­ne­dy beim 83:71 die Ent­schei­dung zuguns­ten der Rhein­län­der gefallen.

„Glück­wunsch an Mar­ko Stan­ko­vić und sei­ne Mann­schaft zu die­sem Sieg. Ich glau­be, das Spiel wur­de im ers­ten Vier­tel ent­schie­den. Wir haben es den Spie­lern mehr­mals gesagt, dass Bonn unglaub­lich aggres­siv anfan­gen und ver­su­chen wird, das Spiel im ers­ten Vier­tel zu gewin­nen. Das war auch der Fall“, resü­mier­te Anton Gavel, der Head Coach der Bam­berg Bas­kets. „Ich glau­be, dass 50 Punk­te in der ers­ten Halb­zeit zei­gen, dass unse­re Defen­siv­leis­tung ein­fach nicht vor­han­den war. Vie­le Sachen, die wir ange­spro­chen haben, haben wir nicht erfül­len kön­nen. Und als wir dann in der zwei­ten Halb­zeit aggres­si­ver zu Wer­ke gegan­gen sind und viel­leicht auf vier bis sechs Punk­te dran waren, haben wir ver­sucht, es mal wie­der durch Ein­zel­ak­tio­nen zu ent­schei­den. Hero Ball wird nicht funk­tio­nie­ren und hat in die­ser Sai­son bis jetzt auch nicht funk­tio­niert. Wir waren ein­fach undis­zi­pli­niert. Das geht nicht, dass wir mehr­mals schon in die­sen Situa­tio­nen waren, wo wir dann ein­fach alles auf weni­gen Schul­tern tra­gen wol­len und das läuft ein­fach nicht. Und als die Mög­lich­keit da war, haben wir sie ver­passt und des­we­gen hat Bonn dann am Ende auch klar gewonnen.“

Bas­ket­ball

Bam­berg Bas­kets gas­tie­ren in Bonn

Noch exakt zehn Spie­le lie­gen in der Haupt­run­de der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga vor den Bam­berg Bas­kets. Auf dem Weg zu ihrem Ziel, näm­lich nach dem letz­ten Spiel­tag am 11. Mai auch in der Post-Sea­son noch dabei zu sein, könn­ten die Bam­ber­ger an die­sem Sams­tag in Bonn einen wich­ti­gen Schritt machen.

Ein Aus­wärts­sieg am 24. Spiel­tag wür­de die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel mit­ten in den Kreis all jener Teams beför­dern, wel­che um die Plät­ze fünf bis zehn und damit die Qua­li­fi­ka­ti­on für die Play­offs bezie­hungs­wei­se Play-Ins kämpfen.

Die Auf­ga­be hier­für hat es für die Bam­ber­ger aber in sich, denn am Sams­tag ab 18:30 Uhr muss man bei den Tele­kom Bas­kets Bonn ran. Die Rhein­län­der lie­gen mit der­zeit neun Sie­gen direkt hin­ter den Bam­ber­gern (10 Sie­ge) und könn­ten mit einem Erfolg natür­lich selbst wie­der in den Kampf um die Post-Sea­son ein­grei­fen. Wäh­rend die Bon­ner aller­dings nur eines ihrer letz­ten sie­ben BBL-Spie­le gewin­nen konn­ten, rei­sen Ronal­do Segu & Co. nach Heim­sie­gen zuletzt gegen Frank­furt und den FC Bay­ern Mün­chen mit viel Selbst­ver­trau­en nach Nordrhein-Westfalen.

„In Bonn erwar­tet uns ein unglaub­lich schwie­ri­ges Aus­wärts­spiel. Mit der Atmo­sphä­re in der Hal­le ist es nie ein­fach dort zu spie­len, gera­de natür­lich auch auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on. Bei­de Mann­schaf­ten ste­hen unter Druck und müs­sen Sie­ge ein­fah­ren“, so Anton Gavel, Head Coach der Bam­berg Bas­kets, im Vor­feld. „Bonn ist eine Mann­schaft, die unglaub­lich heiß lau­fen kann. Des­halb müs­sen wir min­des­tens die glei­che defen­si­ve Leis­tung aufs Par­kett brin­gen, wie zuletzt gegen die Bay­ern, wenn wir in Bonn eine Sie­ges­chan­ce haben wol­len. McGhee und Fle­ming, um hier nur zwei zu nen­nen, sind extrem gefähr­lich. Es wird wich­tig sein, deren Läu­fe, die sie jeder­zeit star­ten kön­nen, zu unter­bin­den bezie­hungs­wei­se sie so kurz wie nur mög­lich zu hal­ten. Offen­siv müs­sen wir den Ball ein­fach bes­ser bewe­gen, so wie wir das nach dem Spiel gegen die Bay­ern bereits ange­spro­chen haben.“

Mit Heim­sie­gen gegen den MBC und gegen ALBA BERLIN waren die Bon­ner in die Sai­son gestar­tet. Auch beim Aus im BBL-Pokal gegen die Bay­ern (85:91) prä­sen­tier­te man sich stark. Mit­te Novem­ber erlitt man dann jedoch einen Knacks und war in den Spie­len bei den Bay­ern (73:93) sowie gegen Ulm (75:95) ohne Chan­ce. Das Team um Dari­us McGhee zeig­te jedoch Cha­rak­ter und gewann, natür­lich auch dank der 10 erfolg­rei­chen Drei­er und ins­ge­samt 44 Punk­ten des US-ame­ri­ka­ni­schen Point Guards, mit 96:91 in Olden­burg. Es folg­te die Plei­te in Bam­berg, die die Rhein­län­der jedoch aber­mals mit einem 123:88-Auswärtssieg (dies­mal stell­te McGhee den Drei­er-Rekord von Hurl Bee­chum mit 12 Tref­fern ein) in Chem­nitz wett­mach­ten. Das immer­wäh­ren­de Auf und Ab bei den Bon­nern blieb jedoch auch wei­ter­hin prä­sent und so folg­te dem 94:74-Auswärtstriumph Anfang des Jah­res in Braun­schweig nur 14 Tage spä­ter der nächs­te Tief­punkt mit der 70:77-Heimpleite gegen Auf­stei­ger Frank­furt. Die Ver­ant­wort­li­chen auf dem Bon­ner Hardt­berg reagier­ten und beur­laub­ten Head Coach Roel Moors. Assistant Coach Mar­ko Stan­ko­vic über­nahm, doch mit einem Sieg aus den letz­ten fünf Spie­len konn­te man sich ergeb­nis­tech­nisch nicht sta­bi­li­sie­ren. Unter der Füh­rung des 41-jäh­ri­gen Ser­ben gab es zwar einen 61:81-Niederlage in Lud­wigs­burg, bei den Spie­len in Ulm (75:84) gegen Chem­nitz (80:84) und zuletzt gegen Vech­ta (88:94) hat­te man aber auch die Mög­lich­keit zu gewin­nen, was in Ros­tock (83:72) auch gelang.


92:73-Erfolg im Hin­spiel für die Bam­berg Baskets

Nur 34 Punk­te gestat­te­ten die Bam­ber­ger in der zwei­ten Halb­zeit den Bon­nern im Hin­spiel und leg­ten damit in der Ver­tei­di­gung den Grund­stein zum 92:73-Erfolg im Hin­spiel. Zu Beginn der Par­tie gaben die Bam­ber­ger ordent­lich Gas und zogen mit 24:14 nach den ers­ten zehn Minu­ten davon. Bis auf 36:16 wuchs der Vor­sprung im zwei­ten Abschnitt an, ehe die Bon­ner ihre Gefähr­lich­keit demons­trier­ten und bis zur Pau­se wie­der auf 43:39 verkürzten.

Nach der Pau­se zogen die Bam­ber­ger dann aber in der Ver­tei­di­gung wie­der an und erhöh­ten die Inten­si­tät spür­bar. Mit 27:14 gewann man das drit­te Vier­tel, führ­te so nach 30 Minu­ten mit 70:53 und ließ ich im Schluss­ab­schnitt den Sieg nicht noch ein­mal strei­tig machen.

Die bes­ten Wer­fer der Bon­ner waren Till Pape mit 22 und Dari­us McGhee mit 17 Punk­ten. Tops­corer im Team aus Freak City war Ibi Wat­son mit 22 Punkten.

Bas­ket­ball

Bam­berg Bas­kets schub­sen den FC Bay­ern von der Tabellenspitze

Es war ein ech­ter Bas­ket­ball-Kri­mi, der den 4.577 Zuschau­ern in der Nach­hol­par­tie des 17. Spiel­ta­ges in der easy­Cre­dit BBL am Diens­tag­abend in der BROSE ARENA in Bam­berg gebo­ten wur­de. Buch­stäb­lich in letz­ter Sekun­de sieg­ten die Bam­berg Bas­kets im Heim­spiel gegen den FC Bay­ern Mün­chen mit 69:68 (36:37) und erspiel­ten sich damit ihren zehn­ten Saisonsieg.

Die Par­tie war über die gesam­te Spiel­zeit von Span­nung geprägt. Nach­dem die Bay­ern das ers­te Vier­tel mit zwei Punk­ten für sich ent­schei­den konn­ten, gewann die Mann­schaft von Anton Gavel die Abschnit­te zwei, drei und vier jeweils mit einem Zäh­ler. Wäh­rend die Bay­ern je 13 Assists und Ball­ver­lus­te hat­ten, stan­den bei den Bam­ber­gern am Ende 19 Korb­vor­la­gen und nur neun Ball­ver­lus­te auf dem Statistikzettel.

Match­win­ner auf Sei­ten der Haus­her­ren waren Ibi Wat­son mit 16 Punk­ten sowie Ronal­do Segu mit 9 Zäh­lern, 5 Rebounds und 7 Assists. Bei den Münch­nern über­zeug­ten Niels Gif­fey mit 20 Zäh­lern, Nick Wei­ler Babb mit 9 Punk­ten, 11 Rebounds und 6 Assists sowie Andre­as Obst mit 17 Punkten.


Knap­pe Gäs­te­füh­rung zur Halbzeit

Bam­bergs Head Coach Anton Gavel begann mit der iden­ti­schen Start­for­ma­ti­on wie zuletzt beim Heim­sieg gegen Frank­furt und sei­ne Star­ter leg­ten gleich gut los gegen den amtie­ren­den Meis­ter. Nach erfolg­rei­chen Drei­ern von Noah Locke und Ronal­do Segu führ­ten die Bam­ber­ger mit 6:0 (3.). Doch auch die Bay­ern tra­fen aus der Distanz und nach Tref­fern von Niels Gif­fey und Andre­as Obst waren die Mün­che­ner nach knapp vier Minu­ten wie­der dran (8:6). Das bereits zwei­te Foul von Ibi Wat­son (Bam­berg bekam bereits im ers­ten Vier­tel ins­ge­samt acht Fouls ange­krei­det) kurz vor dem zwei­ten Bay­ern-Drei­er, schien die Bam­ber­ger etwas aus dem Kon­zept gebracht zu haben, denn knapp zwei Minu­ten vor dem Ende des ers­ten Vier­tels lagen die Münch­ner nach dem zwei­ten Drei­er von Andre­as Obst mit 10:14 vor­ne. Beim Stand von 13:15 ging man in die Viertelpause.

Die Gast­ge­ber star­te­ten gut ins zwei­te Vier­tel. Mit all sei­ner Geschwin­dig­keit zog Ronal­do Segu zum Korb und glich zunächst erneut aus, ehe Filip Sta­nić nach einem Ste­al an der Mit­tel­li­nie selbst abschlie­ßen und sein Team mit 17:15 wie­der in Füh­rung wer­fen konn­te. Es dau­er­te aber nur gan­ze 63 Sekun­den, ehe der FC Bay­ern mit drei Drei­ern (2x Wei­ler-Babb, 1x Onur­alp Bitim) den Spiel­stand auf 19:24 wie­der zu sei­nen Guns­ten gedreht hat­te. Die Bam­ber­ger hat­ten aber eine Ant­wort parat. Ein 8:0‑Lauf brach­te die Haus­her­ren Mit­te des zwei­ten Abschnitts wie­der vor­aus (27:24/16.). Die Wurf­quo­ten bei­der Teams waren sicher­lich aus­bau­fä­hig, aber auf bei­den Sei­ten wur­de um jeden Zen­ti­me­ter auf dem Spiel­feld gekämpft. Der Spiel­stand blieb wei­ter knapp, die Füh­rung wech­sel­te hin und her und zur Pau­se lagen die Roten hauch­dünn in Füh­rung (36:37). Bam­berg hat­te zu die­sem Zeit­punkt gera­de ein­mal zwei Frei­wür­fe zuge­spro­chen bekom­men, der FC Bay­ern neun.


„In der Offen­si­ve müs­sen wir einen bes­se­ren Job“

Zum Start in die zwei­te Hälf­te leg­ten die Münch­ner zunächst ein­mal vor und bau­ten ihren Vor­sprung auf fünf Zäh­ler aus (36:41/22.). Die Bam­ber­ger blie­ben dran, doch die Roten hat­ten in die­ser Pha­se stets die Nase vor­ne. Nach dem Drei­er von Ivan Khar­chen­kov stand es Mit­te des drit­ten Vier­tels 41:47 für den FCBB. 2:05 Minu­ten vor Ende des Abschnitts traf Jus­tus Hol­latz per Drei­er zum 48:53, ehe Kyle Lof­ton und Kevin Wohl­rath per Drei­er nach 30 Minu­ten wie­der aus­glei­chen konn­ten (53:53).

Recht zäh, was die Offen­si­ve bei­der Mann­schaf­ten anbe­lang­te, begann dann der Schluss­ab­schnitt. Fast vier Minu­ten dau­er­te es bis zum ers­ten Tref­fer aus dem Feld. Ibi Wat­son war es, der per Distanz­wurf auf 59:54 für die Bas­kets stell­te. Die Bay­ern aber blie­ben dran, auch weil die Gast­ge­ber in die­ser Pha­se des Spiels ihre Mög­lich­kei­ten nicht nutz­ten, einen höhe­ren Vor­sprung her­aus­zu­ar­bei­ten. Genau dies schien sich zu rächen, als Andre­as Obst erneut von Down­town zum 61:62 traf – Aus­zeit Bam­berg. Im nächs­ten Angriff hol­te Ronal­do Segu die Füh­rung zurück und nach einer Shot­clock-Vio­la­ti­on der Bay­ern traf Filip Sta­nić unter dem Korb mit Foul von Nick Wei­ler-Babb zum 65:62. So hat­ten alle in der Hal­le gedacht, doch die Schieds­rich­ter sahen das Foul vor dem Wurf und Sta­nić mach­te nur einen Frei­wurf­punkt zum 64:62 (37.). Aus­ge­rech­net jetzt leis­te­ten sich die Bam­ber­ger in den bei­den nächs­ten Angrif­fen je einen Ball­ver­lust (ins­ge­samt hat­te man im gan­zen Spiel nur 9) was Eli­as Har­ris 94 Sekun­den vor dem Ende zur erneu­ten Bay­ern-Füh­rung nutz­te (64:65). Ibi Wat­son ant­wor­te­te hier (66:65) eben­so wie 47 Sekun­den vor Schluss Andre­as Obst auf der Gegen­sei­te per Drei­er zum 66:68. Doch auch Ibi Wat­son hat­te noch einen Drei­er auf Lager. 27 Sekun­den vor dem Ende schlug sein Wurf zum 69:68 im Bay­ern-Korb ein – Aus­zeit Bay­ern. Die Gäs­te such­ten den schnel­len Abschluss, doch Obst traf nicht und auch Wei­ler-Babb schei­ter­te, nach­dem er zuvor den Offen­siv­re­bound geholt hat­te. Die Münch­ner beka­men jedoch noch eine wei­te­re Mög­lich­keit, nach­dem Segu der Ball ins Aus ver­lo­ren hat­te. Nach einer wei­te­ren Aus­zeit soll­te es erneut Wei­ler-Babb ver­su­chen, doch auch dies­mal traf er nicht. Den Rebound bei nur noch 0,4 Sekun­den Rest­spiel­zeit hat­te Ibi Wat­son und der Sieg war den Bam­ber­gern nicht mehr zu neh­men. „Glück­wunsch an unse­re Spie­ler zu die­sem Sieg. Für uns war es am Anfang schwie­rig, als klar war, dass eini­ge Spie­ler bei den Bay­ern nicht dabei sind und man dann plötz­lich ein biss­chen eine Chan­ce gese­hen hat und so dann auf ein­mal auch der Druck da war“, resü­mier­te Anton Gavel, der Head Coach der Bam­berg Bas­kets. „In der Defen­si­ve hat­ten wir heu­te Sequen­zen, in denen wir sehr gut aus­ge­se­hen haben und den Bay­ern viel weg­neh­men konn­ten. In der Offen­si­ve müs­sen wir aber einen bes­se­ren Job machen und den Ball bes­ser bewe­gen. Wenn nur ein ein­zel­ner Spie­ler die Hän­de am Ball hat, sehen wir meist schlecht aus und bekom­men auch kei­ne guten Wür­fe. Im Gro­ßen und Gan­zen sind wir aber froh über den Sieg, denn wie wir gesagt haben, neh­men wir jeden Sieg und jetzt heißt es vol­le Kon­zen­tra­ti­on auf Bonn.“

Bas­ket­ball

Bam­berg Bas­kets emp­fan­gen den FC Bay­ern München

Drei Tage nach dem Heim­sieg gegen die Sky­li­ners aus Frank­furt haben die Bam­berg Bas­kets an die­sem Diens­tag gleich noch­mals Heim­recht und tref­fen auf den FC Bay­ern München.

Auf eige­nem Par­kett soll heu­te Abend der zehn­te Sai­son­sieg her, auch wenn der Geg­ner in die­ser Nach­hol­par­tie des 17. Spiel­ta­ges in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga kein gerin­ge­rer als der FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball ist. Mit einer Bilanz von 15 Sie­gen und fünf Nie­der­la­gen füh­ren die Münch­ner aktu­ell die Tabel­le an und kom­men mit einer Serie von zuletzt drei BBL-Sie­gen in Serie nach Freak City.

„Es erwar­tet uns das schwie­rigs­te Spiel der Sai­son. Wir spie­len gegen den Tabel­len­füh­rer. Des­halb jetzt aber zu sagen, dass es das ein­fachs­te Spiel wäre und man nichts zu ver­lie­ren hät­te, wäre falsch“, so Head Coach Anton Gavel. „Die Bay­ern sind ein Euro­Le­ague-Team, das aktu­ell auf dem fünf­ten Platz der Euro­Le­ague-Tabel­le steht und auf jeder Posi­ti­on Qua­li­tät besitzt und zudem dop­pelt oder sogar drei­fach besetzt ist. Schon allein aus die­sem Grund ist es immer schwie­rig gegen Bay­ern zu spie­len. Wir müs­sen jetzt aber Sie­ge holen, auch wenn mög­lich gegen Teams, die an der Tabel­len­spit­ze ste­hen.“ Für Bam­berg sei jedes Spiel unglaub­lich wich­tig und da sei es egal, wer der Geg­ner ist. „Wir müs­sen unse­re Leis­tung brin­gen und wis­sen natür­lich, dass so eine Leis­tung wie gegen Frank­furt nicht aus­rei­chen wird, um gegen die Bay­ern zu bestehen. In unse­rem Spiel ist aber noch Luft nach oben. Das wol­len wir aus­nut­zen und für eine Über­ra­schung sorgen.“


Nach dem FIBA Break in gro­ßer Spiellaune

Das Match in Bam­berg ist das drit­te inner­halb von sechs Tagen für die Bay­ern. Nach dem Heim­sieg gegen Hei­del­berg (87:78) hat­ten die Münch­ner am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Euro­Le­ague ein Aus­ru­fe­zei­chen vor­an­ge­setzt. Im Kampf um einen der ers­ten sechs Plät­ze und die damit ver­bun­de­ne direk­te Qua­li­fi­ka­ti­on für die Play­offs in der Königs­klas­se besieg­ten die Bay­ern mit Roter Stern Bel­grad einen der direk­ten Kon­kur­ren­ten. Bei einer ins­ge­sam­ten Heim­bi­lanz in der Euro­Le­ague von 12 Sie­gen aus 14 Spie­len war der Erfolg gegen die Ser­ben weni­ger über­ra­schend als viel­mehr die Art und Wei­se des Sie­ges. Nach einem 3:14-Fehlstart spiel­ten sich die Bay­ern in einen Rausch. Dank eines 25:0‑Runs lag man in der 23. Minu­te mit 64:37 in Füh­rung und ließ den Gäs­ten bis zum 100:82-Endstand kei­ne Chan­ce auf ein Come­back. Vor dem nächs­ten Euro­Le­ague-Match am kom­men­den Frei­tag zuhau­se gegen Efes Istan­bul steht für das Team von Head Coach Gor­don Her­bert nun am Diens­tag noch der Zwi­schen­stopp in Bam­berg auf dem Programm.

Das ers­te Auf­ein­an­der­tref­fen im BMW Park fand erst Ende Janu­ar statt. Mit 82:84 muss­ten sich die Bam­ber­ger dabei nur knapp geschla­gen geben. Nach einer sehr star­ken ers­ten Halb­zeit und einer 41:35-Pausenführung für die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel, konn­ten die Münch­ner im drit­ten Vier­tel die Par­tie wie­der ausgleichen.

Auch im Schluss­ab­schnitt war das Spiel lan­ge offen und alles war mög­lich. Klei­nig­kei­ten gaben letzt­lich den Aus­schlag für die Münch­ner, die vor allem in den letz­ten zehn Minu­ten stark von jen­seits der 6,75-Meter-Linie unter­wegs waren.

Car­sen Edwards war mit 17 Punk­ten erfolg­reichs­ter Scorer der Bay­ern. Für die Bam­berg Bas­kets tra­fen Noah Locke (19) sowie KeyShawn Fea­zell und Filip Sta­nić (je 15) am besten.

Bas­ket­ball

Bam­berg Bas­kets schla­gen Frank­furt Skyliners

Auch das drit­te Auf­ein­an­der­tref­fen mit den Sky­li­ners aus Frank­furt haben die Bam­berg Bas­kets in die­ser Sai­son gewon­nen. Unter den Augen der nahe­zu kom­plet­ten Meis­ter­mann­schaft von 2005 besieg­ten die Bam­ber­ger am Sams­tag­abend die Hes­sen im Rah­men des Jubi­lä­ums­spiels anläss­lich des 20-Jäh­ri­gen der ers­ten Deut­schen Meis­ter­schaft mit 92:85 (42:48) und blei­ben somit wei­ter dran an den Play-In Plätzen.

Im drit­ten Vier­tel konn­ten die Bam­berg Bas­kets die Par­tie zu ihren Guns­ten dre­hen. Vor 5.080 Zuschau­ern in der BROSE ARENA gewann man den drit­ten Abschnitt klar mit 26:11 und konn­te sich hier den ent­schei­den­den Vor­sprung erar­bei­ten. Neben Tops­corer Ronal­do Segu (22) über­zeug­ten auf Bam­ber­ger Sei­te zudem Kyle Lof­ton (17) sowie Moritz Krim­mer und Filip Sta­nić mit je 16 Punk­ten. Bes­ter Punk­te­samm­ler der Gäs­te aus Frank­furt war Malik Par­sons mit 21 Zählern.

Neben Segu, Locke und Wat­son stell­te Bam­bergs Head Coach Anton Gavel dies­mal KeyShawn Fea­zell und Moritz Krim­mer mit in die Start­for­ma­ti­on. Mit einem Drei­er erziel­te Letz­te­rer dann auch die ers­ten Bam­ber­ger Zäh­ler des Spiels. Bei den Hes­sen star­te­te Lorenz Bren­ne­ke stark. Der 25-Jäh­ri­ge mach­te die ers­ten sechs Zäh­ler der Sky­li­ners und brach­te sein Team so in Front (5:6/3.). In der Fol­ge­zeit wech­sel­te die Füh­rung mehr­fach hin und her. Par­sons und Theo­do­re tra­fen für Frank­furt aus der Distanz. Ronal­do Segu kon­ter­te eben­falls per Drei­er zum 13:12 (6.), ehe die Gäs­te einen klei­nen Run star­te­ten und nach einem wei­te­ren Drei­er, dies­mal von Mar­cus Domask, mit 13:20 (8.) führ­ten. Die ers­te Bam­ber­ger Aus­zeit folg­te und bis zum Ende des ers­ten Abschnitts spiel­te man sich wie­der auf 20:22 heran.

Auch im zwei­ten Vier­tel blieb die Par­tie wei­ter eng. Bam­berg ging durch Kyle Lof­ton zunächst wie­der in Füh­rung (24:22/12), doch Jacob Knauf per Drei­er und Kama­ka Hepa schlu­gen zum 29:33 (15.) zurück. Die nächs­te Bam­ber­ger Aus­zeit folg­te, in der es sicher­lich um das Abwehr­ver­hal­ten gegan­gen sein durf­te. Schon mehr­fach zuvor hat­te man allein aus der Kör­per­spra­che von Anton Gavel des­sen Unzu­frie­den­heit über die Defen­siv­leis­tung sei­nes Teams erken­nen kön­nen. Wenig hilf­reich war hier zudem auch das drit­te Foul gegen Ronal­do Segu (35:38/18.), der auf der Bank Platz neh­men und von dort zuse­hen muss­te, wie die Gäs­te wie­der etwas wei­ter davon­zo­gen (35:42/19.). Die Bam­ber­ger aber blie­ben dran und ver­kürz­ten Sekun­den vor der Halb­zeit­pau­se auf 42:46. Malik Par­sons hat­te aber noch einen im Köcher und mit einem Dri­ve von Coast-to-coast erziel­te er den 42:48-Pausenstand.


„Auf bestimm­te Sachen wol­len wir jetzt aufbauen.“

Mit Beginn der zwei­ten Halb­zeit erhöh­ten die Bam­ber­ger nun spür­bar die Inten­si­tät. Vor allem Ronal­do Segu und Moritz Krim­mer strotz­ten vor Ein­satz­be­reit­schaft und zogen ihr Team mit. Die Gäs­te aus Frank­furt hat­ten zunächst aber den­noch wei­ter alles im Griff und 4:46 Minu­ten vor Ende des drit­ten Vier­tels auch wei­ter­hin die Nase vor­ne (53:56/26.). Mit dem viel­leicht schöns­ten Korb des Abends glich Ronal­do Segu die Par­tie dann jedoch wie­der aus. Nach einem Pick & Roll mit Filip Sta­nić pass­te der Cen­ter den Ball noch­mals her­aus in die rech­te Spiel­fel­de­cke. Kyle Lof­ton lei­te­te die Kugel sofort wei­ter auf die Flü­gel­po­si­ti­on zu Ibi Wat­son, der eben­so schnell zurück zu Ronal­do Segu in die Mit­te pass­te, von wo der Point Guard abdrück­te und traf. Nach einem Stopp in der Ver­tei­di­gung war es dann Kyle Lof­ton, der an der Frei­wurf­li­nie die Füh­rung wie­der auf die Bam­ber­ger Sei­te hol­te (57:56/26.). Die Gäs­te zu die­sem Zeit­punkt bereits über der Mann­schafts­foul­gren­ze und nach ins­ge­samt neun Tref­fern der Bam­berg Bas­kets von der Frei­wurf­li­nie auf ein­mal etwas deut­li­cher im Rück­stand (66:59/29.). Kyle Lof­ton pack­te noch einen erfolg­rei­chen Korb­le­ger dazu und so führ­ten die Bam­ber­ger nach 30 Minu­ten und einem 26:11 im drit­ten Vier­tel mit 68:59.

Nach­dem Filip Sta­nić im ers­ten Bam­ber­ger Angriff des Schluss­ab­schnitts die Füh­rung erst­mals in den zwei­stel­li­gen Bereich brin­gen konn­te, wur­de es noch­mals lau­ter in der BROSE ARENA. Das Team von Anton Gavel schien nun die Kon­trol­le über die Par­tie zu haben und erspiel­te sich beim 78:65 (33.) sei­ne höchs­te Füh­rung. 3:07 Minu­ten vor dem Ende lagen die Bas­kets nach dem Alley Oop von Filip Sta­nić nach wie vor klar mit 86:74 vor­ne, ehe die Hes­sen 21 Sekun­den vor dem Ende nach dem Drei­er von Kama­ka Hepa noch­mals auf 88:83 her­an­ka­men. Die Bam­ber­ger Frei­wurf­quo­te mit 27 Tref­fern aus 36 Ver­su­chen und 75 Pro­zent an die­sem Abend recht ordent­lich, wes­halb man sich den Sieg hier auch nicht mehr strei­tig machen ließ. 
„Zunächst ein­mal möch­te ich sagen, dass es schön war, die Meis­ter­mann­schaft von 2005 nahe­zu in vol­ler Kapel­le hier zu sehen. Für Bam­berg und die Fans war das ein sehr schö­nes Erleb­nis, alle hier zu sehen und das 20-jäh­ri­ge Jubi­lä­um zu fei­ern. Das ist wirk­lich etwas ganz Beson­de­res“, so Anton Gavel, der Head Coach der Bam­berg Bas­kets. „Zum Spiel: Glück­wunsch an unse­re Spie­ler. In der zwei­ten Halb­zeit haben wir den rich­ti­gen Dreh gefun­den und sind vor allem im drit­ten Vier­tel viel an die Linie gekom­men und haben nur 11 Punk­te zuge­las­sen. Hier haben wir das Spiel zu unse­ren Guns­ten gedreht. Trotz­dem müs­sen wir ins­ge­samt den Ball bes­ser bewe­gen und defen­siv war das in der ers­ten Halb­zeit kei­ne gute Leis­tung. Den­noch aber sind wir froh, dass wir auch so ein Spiel gewon­nen haben. Das muss auch sein und auf bestimm­te Sachen wol­len wir jetzt aufbauen.“

Schon am kom­men­den Diens­tag geht es wie­der wei­ter für die Bam­berg Bas­kets. Erneut kann das Team um Kapi­tän Kars­ten Tad­da in der hei­mi­schen BROSE ARENA antre­ten. Dies­mal hat man dann den FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball zu Gast in Freak City.